Rassismus

Ich war neulich auf einer beruflichen Fortbildung und stand mit einem mir bisher unbekannten Seminarteilnehmer, bei dem ich auf eine türkische Abstammung tippte, in einer Pause mit einer Tasse Kaffee an einem der Stehtische. Da wir nun einmal zusammen standen erfolgte der übliche Smalltalk. Er fragte also, wo ich herkommen würde, ich nannte ihm die Stadt, er war schon mal da gewesen, wir plauderten kurz über die Stadt. Daraufhin fragte ich, wo er herkomme und er meinte

„Von der Familie her aus der Türkei, aber ich bin in Essen geboren und wohne auch dort“.

Natürlich kam mir hier gleich alles, was man so aus dem intersektionalen Feminismus kennt in den Sinn: Jemanden fragen, wo er herkommt, ist Rassismus etc. Er hätte es mir auch gar nicht nicht sagen müssen, ich fand es recht offensichtlich, dass er türkischer Abstammung ist. Ich ärgerte mich fast etwas, dass er mir das gesagt hatte, also anscheinend annahm, dass ich das meinte. Andererseits ist es vielleicht bei ihm einfach etwas, was er gewohnt war. Denn es ist ja ein ganz klassischer Punkt, den viele mit „Migrationshintergrund“ häufig anführen:  „Die fragen mich, wo ich herkommen, ich sage „Bochum“ und die sagen „nein, ich meine welches Land“ und dann sage ich „Deutschland“ und die gucken irritiert“

Ich kann verstehen, dass es einen nervt. Ich kann auch verstehen, wenn man den Weg des Kollegen nimmt und des umgekehrt so schnell wie möglich aus der Welt schafft. Es ist etwas wie der offensichtliche Witz für eine Situation, der einem sofort einfällt, aber eben hundert Anderen vor einem auch schon. Etwa an der Kasse, wenn der Artikel nicht durch den Scanner geht ein „ich nehm ihn auch umsonst“, was selbst sehr höfliche Kassierer nur noch zu einem sehr gequälten Lächeln bringt.

Ich glaube aber, dass es für die meisten Leute auch eine Frage der Art der Unterhaltung ist. Denn eine Herkunft aus einem anderen Land, und sei es nur über die Familie, ist natürlich ein interessanter Faktor an einer Person, der auch gut zu Smalltalk taugt und auch dazu, dass man zeigt, dass man diese Herkunft akzeptiert und gut und interessant findet. Es bietet sich insofern an, damit Interesse an der Person zu zeigen und ein gemeinsames Gesprächsthema zu haben. Auch hier vergisst man schnell, dass der andere schon tausendmal von dem Land, aus dem seine Eltern kommen, erzählt hat und die Geschichten für ihn etwas austauschbarer sind und so ein Gespräch schnell langweilig werden kann.

Da ich ja bekanntlich mit Südländerin zusammen bin erlebe ich solche Gespräche natürlich auch häufig. Bei Südländerin ist es noch etwas anderes, weil sie dort ja tatsächlich geboren ist und die Frage insofern als nicht problematisch ansieht. Sie spricht gern über Südland, dass warme Wetter und das gute Essen, es ist eben ihre alte Heimat und nicht nur ein Land des Urlaubs.

Natürlich erlebt man dennoch Formen von Rassismus. Als wir zusammenziehen wollten beispielsweise hatte ich mich zu einem Besichtigungstermin verspätet, weil etwas berufliches dazwischen kam und kam dazu, als die Maklerin Südländerin die Wohnung schon gezeigt hatte. Sie führte mich auch noch einmal rum, man tauschte die Daten aus und wir gingen wieder. Am Auto angekommen meinte ich zu Südländerin, dass die Maklerin doch sehr nett gewesen sei, warum sie denn so böse gekuckt habe. Südländerin meinte, dass sie bei ihr erst reichlich abfällig gewesen wäre, man müsse mal sehen, die Wohnung sei vielleicht schon vergeben, es sei alles etwas ungewiss. Kaum sei ich dazu gekommen, im Anzug, da ich von der Arbeit kam, wäre sie plötzlich eitel Sonnenschein gewesen und von einer fast vergebenen Wohnung sei keine Rede mehr gewesen. Wir haben dann die Wohnung aus Prinzip nicht genommen.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind einige Leute, deren Familien Wurzeln in anderen Nationen haben. Ich habe als Student durchgängig in sehr gemischten WGs gewohnt und am Anfang meiner Berufstätigkeit auch noch, einfach weil ich WGs mag. Ich habe mit Chinesen, Franzosen, Afrikanern, Norwegern, Japanern, Griechen, Rumänen freundschaftlich zusammengewohnt und ich fand es immer interessant. Gute Freunde von mir sind Halbkoreaner, Halberitrianerinnen, Halbtürken etc. Genug Freundinnen oder Freunde hatten Partner aus allen Herren Ländern bzw. Leute mit den verschiedensten familiären Abstammungen. Aus meiner Sicht macht es das Bild bunter und das allein ist schon ein Grund, dass ich etwas gegen rassistische Abwertungen habe.

Ich glaube auch wegen dieser Erfahrungen, dass der intersektionale Ansatz mit seiner Betonung der Gruppenzugehörigkeit, mit „kultureller Aneignung“ und mit Rassismusvorwürfen, die sich an Kleinigkeiten festmachen, eher Schaden angerichtet wird.

Das beste Mittel ist es aus meiner Sicht in der Tat Rasse und Herkunft einfach auszublenden und den anderen als die normale, individuelle Person zu betrachten, die er ist. Das gelingt ja auch vollkommen unproblematisch, wenn man die Person kennt.

Man merkt auch, wie Leute sich bemühen, nicht rassistisch zu sein. Als ich mit einer Schwarzen in einer WG (mit noch weiteren Mitbewohnern) lebte war es häufig zu merken, dass Leute genau dies als Bezeichnung vermieden. Wenn man beispielsweise unter Namensnennung etwas jemanden erzählte, der nicht zum gemeinsamen Freundeskreis gehörte, eine Anekdote erzählte, in der sie vorkam, dann kam so etwas wie „das war die im ersten Zimmer, wenn man reinkommt, die …also… die mit den dunklen Haaren oder?“. Und wenn man dann sagte „Ja, die Schwarze“, dann haben sie wahrscheinlich genau das gedacht, was ich auf dem Seminar gedacht habe, aber es ist einfach in einer WG mit sonst nur weißen Leuten die recht offensichtliche Beschreibung.

Sie selbst war in dem Bereich übrigens sehr locker, was glaube ich auch dazu beigetragen hat, dass sie nach eigener Angabe kaum mit Rassismus zu tun hatte oder dies jedenfalls nicht bemerkt hat. Man konnte bei ihr genauso einen gutgemeinten Witz wegen der Hautfarbe machen, wie bei einem griechischstämmigen Freund heute über die Griechenlandkrise. Sie gab eben in anderen Bereichen einen Spruch zurück, und man wusste allerseits, dass es nur ein freundschaftliches gegenseitiges Aufziehen war. Das ist denke ich auch eine Wirkung, die im intersektionalen Feminismus unterschätzt wird: Über den anderen Witze machen zu dürfen kann das Gefühl der Freundschaft stärken und Spannungen abbauen. Wer immer politisch korrekt sein muss, der kann sich eben nicht entspannen. Wer hingegen weiß, dass der andere es nicht auf die Goldwaage legt, sondern einen Spruch zurück macht, der kann entspannt mit der Sache umgehen. Einen Tabubruch zu akzeptieren kann eben gerade das Signal sein, dass man sich als Freund versteht.

Neulich erzählte sie allerdings eine andere Geschichte: Sie war mit ihrem Freund, einen weißen, im Urlaub im Osten Deutschlands gewesen. Und hat eine für sie bisher unvorstellbare Feindseligkeit erlebt. Leute, die sie beide böse angeschaut hätten, denen die beiden zusammen gar nicht gefielen, die „so etwas hier nicht wollten“. Sie meinte, dass sie erst dachte, sie hätten etwas falsch gemacht oder einer hätte den Hosenstall nicht zu oder so etwas, bis dann einer einen rassistischen Spruch gemacht hat. Sie hatte ganz vergessen, dass Leute so rassistisch sein könnten. Ein höchst unangenehme Erfahrung. Ich will damit noch nicht mal sagen, dass andere Schwarze das nicht häufiger erleben, Eritreaner sind von Gesichtszügen etc her ja noch vergleichsweise „unafrikanisch“ und relativ hell und dazu ist sie eine Frau, was vielleicht Aggressionen auch noch etwas ausbremst.

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114 Gedanken zu “Rassismus

  1. Wenn der andere Seminar-Teilnehmer Dich zuerst fragt, woher Du kommst, dann wäre es m. E. eine grobe Unhöflichkeit, diese Frage an ihn nicht auch zu stellen. Nach der oben zitierten Antwort (»Essen«) könnte man entweder über Essen oder über seinen Job in Essen reden. Ich halte Deine Rückfrage also für völlig legitim, denn anders kann ein Gespräch auf Augenhöhe ja gar nicht zustande kommen.

      • Ich denke es ist absolut unbestritten dass „Rassismus“ tief evolutionsbiologisch in uns verankert ist?!

        Sogar wenn man, wie ich, versucht besonders nett (oder eben nicht zu sehr) zu vermeintlich unterdrückten fremden Menschen zu sein, ist das m.E. ein Zeichen dieses Erbes.

        So wie wir uns an das Fremde allmählich gewöhnen, gewöhnen sich die Fremden auch erst allmählich daran nicht mehr als fremd angesehen zu werden.

        Dave Davies (ein farbiger Comedian oft als Mtombo Umboko) hatte einmal einen solchen Sketch, wo er einen Bayern mimte, was er perfekt beherrscht. Das deutsche Publikum, wohl zu 99% aus Alt-68igern bestehend, war trotz aller Toleranz noch nicht wirklich bereit für diese offene Kritik am immer noch grassierenden Rassismus in Deutschland.

        Ungefähr so:

        • Ich denke es ist absolut unbestritten, dass “Rassismus” tief evolutionsbiologisch in uns verankert ist?!

          Bist du in einer Sekte?

          Wir sind vielleicht etwas vorsichtiger und aufmerksamer bei fremdem Aussehen. Das war’s.

          Rassismus ist rassenbezogene Menschenfeindlichkeit. Eine von vielen Möglichkeiten, das eigene verdrängte Opfersein, die eigenen Minderwertigkeitsgefühle „aktiv“ auszuagieren, indem man sich einem „Opfer“ „überlegen“ fühlt.

          Die Wessis müssen sich aber nicht brüsten. Ich kenne unzählige Ossis, die erbarmungslos gehänselt wurden, als es sie nach der Wende in den Westen verschlug. Da drückt sich eine tiefsitzende Menschenfeindlichkeit und Verunsicherung aus.

      • ich fand es recht offensichtlich, dass er türkischer Abstammung ist. Ich ärgerte mich fast etwas, dass er mir das gesagt hatte, also anscheinend annahm, dass ich das meinte.

        Moment, also er fragt _zuerst_, wo Du herkommst und Du antwortest. Und dann fragst Du, wo er herkommt.

        Weil er dann schnell klarstellt, dass er zwar nicht-deutscher Abstammung ist, aber in D geboren und aufgewachsen ist, vermutest Du, potenziell einen „Fehler“ gemacht und evtl. eine ihm „nervige“ Frage gestellt zu haben?

        Das ergibt für mich keinen Sinn. Der Kontext, den Du beschreibst, ist ja ein absolut üblicher Kontext für die Frage, wo jemand herkommt. Und gerade sein vorheriges Stellen der Frage zeigt das ja, dass das auch für ihn ein üblicher Kontext war.

        Ich sehe daher in dem beschriebenen Kontext überhaupt keine Problematik um Deine Frage.

        Würde man eine Problematik sehen, so müsste man folglich argumentieren, dass „Weiße“ die Herkunftsfrage nicht stellen dürfen in Situationen, wo „Nicht-Weiße“ sie stellen dürfen. Man würde also dafür argumentieren, Menschen aufgrund der Hautfarbe unterschiedlich zu behandeln.

        “Die fragen mich, wo ich herkommen, ich sage “Bochum” und die sagen “nein, ich meine welches Land” und dann sage ich “Deutschland” und die gucken irritiert”

        Ja, _dieser_ Dialog wäre tatsächlich nervig. Die Nachfrage würde man ja einem Weißen nicht stellen, man würde also einen Unterschied machen. Das fände ich falsch.

        • Nein, es ging nicht darum, dass ich dachte einen Fehler gemacht zu haben. Es ist vielleicht eine übersensibelisierung meinerseits vom lesen zu vieler intersektionaler seiten. Kennst du das Gefühl, das man weiß, das ein Thema irgendwie etwas tabu ist im bezug auf den anderen und der andere es dann anspricht.

        • Ja, das Gefühl kenn ich. Aber gerade wenn der andere das von sich aus anspricht, freue ich mich meist sehr, weil es dann eine Gelegenheit gibt, über das Tabu zu sprechen. 🙂

  2. Hast du je was zu prototypischem Denken geschrieben?

    Ich finde erstaunlich, dass einer, der sonst alles auf biologische Grundlagen zurückführt, dies beim Thema Rassismus sang- und klanglos unterlässt.

    Dass zum Beispiel ein Makler – ohne weitere Info – lieber an einen Anzug als an einen Kapuzenpulli vermietet, ist nicht nur normal, sondern m.E. unvermeidbar.
    Es braucht Intelligenz auf Seiten des Maklers, dieses prototypische Denken durch statistische Daten abzusichern oder eben in Frage zu stellen.

    Die Neigung, dem Anzug erst mal positiver gegenüber zu stehen, ist so lange unvermeidbar, wie Vermieter mit Kapuzenpullis mehr oder dramatische schlechte Erfahrungen machen als mit Anzügen.

    • Das kann ich durchaus nachvollziehen, ich habe es sogar auch zu südländerin gesagt. Sie ist allerdings im öffentlichen Dienst und nun auch nicht so ein Ausfallrisiko.

      Man kann außerdem erwarten, dass solche Kalkulationen etwas diskreter gehandhabt werden.

      Der andere, gerade ein Ausländer, muss ja nun nicht merken, dass das der Grund ist und man ihn als Ausländer per se kreditunwürdiger findet.

      Gerade Makler sollten da durchaus passend auftreten können, es ist ihr Beruf.

      Und andere konnten das auch.

      • Ja, es ist ihr Beruf, Leute abzuwimmeln, von denen sie keinen guten Eindruck hat.

        Aber lass mal, bei „andere können das auch“ verlässt mich immer gleich die Lust am Gespräch, das bleibt dann zu häufig emotional.

      • Ich kenne den Fall nicht. Aber es ist natürlich auch ein klassisches Prinzipal-Agent-Problem darin versteckt. Der Hauseigentümer und in dessen Sinn der Makler müssen versuchen, die Zahlungsfähigkeit und -willigkeit der potentiellen Mieter zu erkennen.

        Also ist aus Sicht der Bewerber um eine Wohnung Signalling notwendig. Aus Deiner Sicht war es der Anzug, der einen guten Job signalisiert. Aus Sicht Deiner Partnerin wäre es m. E. ein tolles Business-Kostüm (mit allen Accessoires von Kopf bis Fuß) und ein Winken mit dem Arbeitsvertrag im Öffentlichen Dienst.

        Auch wenn ein junger weißer heterosexueller Mann (z. B. Student) oder dessen Schwester (vielleicht noch Auszubildende) eine Wohnung suchen, sind Sicherheiten notwendig. Das geht bis hin zu den Eltern, die eine Kaution stellen und eine Bürgschaft unterschreiben. Gerade selbst in der Rolle des Vaters erlebt …

        • „Aber es ist natürlich auch ein klassisches Prinzipal-Agent-Problem darin versteckt.“

          Nein. Das Prinzipal-Agent-Problem bezieht sich auf den umstand, dass der Vertreter (hier: Makler) eigene Interessen verfolgt, die nicht mit den des Vertretenen (hier: Vermieter) übereinstimmt.

        • Ob Makler und Vermieter hier dieselben Ziele verfolgten, wissen wir aus der Beschreibung nicht. Aber ja: Es wäre eine zweite Anwendung des Prinzipal-Agent-Problems.

    • Ich seh grad, man tau wirbt heute für den Prototypen des fleißigen, integrationswilligen Migranten, dass der vor dem Prototypen des desorientierten und desillusionierten Migranten nicht verblassen möge.
      Find ich gut.

    • Hast du je was zu prototypischem Denken geschrieben?

      Diesen „Fachbegriff“ kenne ich nicht. Du meinst wahrscheinlich Heuristik?


      Dass zum Beispiel ein Makler – ohne weitere Info – lieber an einen Anzug als an einen Kapuzenpulli vermietet, ist nicht nur normal, sondern m.E. unvermeidbar.

      In dem Fall wäre die Kleidung der wirksame Faktor.
      Wir können den Faktor Herkunft jedoch in Experimenten isolieren, es ist zweifelsfrei nachgewiesen, dass z.B. ein osteuropäischer oder südländischer Nachname – all things equal – das ich glaube Siebenfache an Wohnungsanzeigen kontaktieren muss, um überhaupt auf einen Besichtigungstermin zu kommen.

      Das ist ziemlich scheiße und nennt sich im allgemeinen Sprachgebrauch Rassismus. Dazu tragen sicherlich universelle psychologische Mechanismen bei, deren Auftreten einen nicht gleich zum Unmenschen macht.
      Um nicht-rassistisch zu handeln, kann man allerdings versuchen, sich diese kognitiven Tendenzen bewusst zu machen und ganz bewusst zu korrigieren, indem man beispielsweise als Vermieter mehr Informationen einholt und seinen Vergleich auf analytische Weise unabhängig von Herkunft und Namen trifft.

      Kleine Anekdote dazu:
      Ich habe selbst mal als Ausländer eine Wohnung in Spanien suchen müssen, weil ich als Student dort ein Auslandsjahr verbracht habe.
      Da ich noch nicht mal nen Sprachkurs gemacht hatte, konnte ich noch nicht mal gebrochen spanisch, habe schon am Telefon nichts verstanden. Dann erwischte ich mal eine Frau, die zumindest ein paar Wörter englisch verstand, und mir eine wunderschöne 4-Zimmer-Wohnung zeigte, welche man zur WG umfunktionieren konnte. Natürlich gab es zig andere Interessenten, die sogar während der Besichtigung ständig anriefen.
      Obwohl wir uns quasi nur mit Händen und Füßen verständigen konnten, ich 23 Jahre alt war, wenig Geld hatte und nur ein Jahr zu bleiben vorgab, bekam ich völlig überraschend die Wohnung.
      Denn in Spanien gilt in der Regel: wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
      Muss nicht das aus Vermietersicht beste System sein. Zumindest aber das fairste.

  3. Ich hab auch ne Geschichte:
    Ich bin vor ein paar Jahren bei mir in der Gegend getrampt. Mich hat eine nette Österreicherin mitgenommen, die offensichtlich zur Hälfte Schwarz war.
    Ich fragte sie, „wo kommst du denn her“, weil ich eigentlich bloß wissen wollte, wo sie gestartet ist, da sie aufgrund der Straßenführung aus den umliegenden Dörfern kommen mußte, denn sonst wäre sie auf der nahen Autobahn gewesen.
    Sie hat die Frage aber so aufgefaßt, wo sie denn herstammt und erzählte von den afrikanischen Wurzeln (hab das Land vergessen).
    Ich mußte daraufhin lachen, weil wir hierbei sehr aneinandervorbei kommunizierten. Sie war zuerst gekränkt, bis ich ihr den Grund dafür erzählte, dann fand sies auch lustig.

    Mir kam das gar nicht in den Sinn, sie nach ihrer Herkunft zu fragen. Als Tramper frag ich nicht nach irgendwelchem Privatkram von Leuten, die ich gar nicht kenne.
    Und sie war diese neugierige Frage nach ihrer Herkunft so gewohnt, daß es für sie klar, daß ich ihre Herkunft mit „wo kommst du denn her“ meinte.

  4. Als ich in London gelebt hab wurde ich auch ständig gefragt und meine Antwort (Germany), wenn besonders bemerkt, eher positiv aufgenommen (v.a. von Moslems – wegen Hitler).
    Das fand ich auch nach dem hundertsten mal noch vollkommen unproblematisch.

    Der color-blind Ansatz dagegen ist vollkommen abwegig und verkennt vollkommen wie menschliche Psychologie funktioniert.
    Wenn jemand als Mitglied einer Gruppe erkennbar ist und Mitglieder dieser Gruppe für ihr statistisch schlechteres Risiko bekannt sind, dann wird diese Information auch genutzt werden. Staatliche Repression kann höchstens verhindern, dass es offen passiert.

    Da für Vermieter z.B. das Einkommen und die Einkommmensstabilität wichtig ist, ist es rational Türken systematisch zu benachteiligen und Beamten systematisch zu bevorzugen (bei ansonsten gleichen Voraussetzungen).

    Dadurch werden Gruppenmitglieder für das Verhalten der anderen Gruppenmitglieder bestraft oder belohnt. Das ist aber nicht unfair gegenüber dem Ausländer sondern einfach Schicksal, denn ohne bessere Informationen (z.B. durch Vorlage eines Arbeitsvertrags im öffentl. Dienst) sind sie tatsächlich schlechtere Risiken. Es steht ja auch jeder Ausländergruppe frei ihre Reputation durch entsprechendes Verhalten zu verbessern. Japaner z.B. gelten sicherlich nicht als schlechtere Risiken, im Gegenteil.

    Junge Männer haben das gleiche Problem, weil fast alle Straftaten durch junge Männer begangen werden und sie deshalb besondere Aufmerksamkeit durch die Polizei erfahren. ZURECHT!

    Psychologische Forschung hat übrigens vielfach gezeigt:
    1. fast alle Vorurteile treffen empirisch (statistisch) zu
    2. sobald bessere Informationen verfügbar sind ignorieren Vorurteilsträger ihre Vorurteile und bewerten auf individueller Basis

    • Psychologische Forschung hat übrigens vielfach gezeigt:
      1. fast alle Vorurteile treffen empirisch (statistisch) zu
      2. sobald bessere Informationen verfügbar sind ignorieren Vorurteilsträger ihre Vorurteile und bewerten auf individueller Basis

      Das erste kenne ich unter dem Begriff „Stereotype Acuracy“. Zum zweiten kannte ich bisher nix.

      Hast du da vielleicht Links zu Artikeln/Studien/Experiemten oder sowas?

      • Jussim et al, „The unbearable accuracy of stereotypes“, S. 215ff

        Nicht sehr detailliert, aber es wird da auf einschlägige Studien verwiesen.

        Bestes Beispiel ist, dass man grosse Frauen nicht für klein hält weil sie Frauen sind, also nachdem man sie gesehen hat.

    • „Junge Männer haben das gleiche Problem, weil fast alle Straftaten durch junge Männer begangen werden und sie deshalb besondere Aufmerksamkeit durch die Polizei erfahren. ZURECHT!“

      Da muss ich mal ne Anekdote aus meinem Umfeld bringen:
      ich arbeite ja seit über 20 Jahren in F&E. Im Rahmen eines Entwicklungsprojekts oblag mir auch die Betreuung einer portugisischen Gastwissenschaftlerin, die ihre Dr-Arbeit bei uns teilweise machen wollte.
      Als sie aus Portugal bei uns eintraf, machten wir uns gemeinsam auf die Suche nach einer Unterkunft, was sich, trotz der ländlichen Umgebung, als nicht besonders schwierig erweisen dürfte, wurden doch viele Zimmer wegen des nahen Kernkraftwerks an zeitweilig im Rahmen der Revision massenhaft einfallende Monteure privat vermietet.

      Umso verblüffter war ich also, als die Vermieter angesichts der jungen, attraktiven Frau unisono sofort abwinkten.
      Eine Bekannte, seit Jahren im Dorf wohnhaft, erzählte mir daraufhin, dass man grundsätzlich nicht an Frauen vermieten würde, weil – und das hatte mich nun völlig umgehauen – zu dreckig und zu schlampig.

      Männer, gleich welcher Herkunft und Rasse ja, Frauen nein.

      Nach langem Suchen fand sich eine ältere Dame widerstrebend bereit, meine Kollegin zu nehmen, allerdings nur unter der Bedingung, dass ich mich für sie verbürgte.

      Es stehen also nicht immer und überall Männer unter Generalverdacht.
      Und das Vorurteil in dem Dorf beruhte wohl auf umfassender Erfahrung, wie mir später eine Vermieterin bestätigte (ich hatte eigentlich nur mit Vermieterinnen zu tun. Wahrscheinlich, weil die Männer üblicherweise tagsüber erwerbstätig waren und die Zimmer, bzw. Wohnungen generell von den Frauen verwaltet wurden.

    • Streng genommen wär das Asylantismus, weil ja darauf abgestellt wird und nicht auf die Rasse. Allerdings schon vorstellbar, dass das in der Praxis nach Aussehen gehandhabt wird.

      Wenn man davon ausgeht, dass diese Leute tatsächlich wesentlich mehr sexuelle Belästigungen begehen, dass also das Merkmal Rasse für das Merkmal Vergewaltigungswahrscheinlichkeit informativ ist, dann wär das für mich gerechtfertigter und rationaler Rassismus.

      Das wird analog übrigens massenhaft in privaten Diskos so gehandhabt (mittels Türstehern) und mit gutem Grund.

      Ein besonderes Problem ist es, wenn das Schwimmbad öffentlich finanziert ist, weil der Staat im Gegensatz zu Privaten grundrechtsverpflichtet ist. Andrerseits ist Schwimmen kein Grundrecht und es dürfen ja auch Träger bestimmter ansteckender Krankheiten nicht in öffentliche Schwimmbäder (z.B. bei gut erkennbaren Kinderkrankheiten), ebenfalls aufgrund statistischer Gefährdungsabwägungen. Bei extremer Gefährdungslage macht sich der Betreiber vermutlich sogar strafbar und haftet für Schäden, wenn er offenkundig notwendige Massnahmen der Gefahrenabwehr nicht ergreift.

      Eine Lösung wär es vllt. den intressierten Flüchtlingen den Zugang auf besonderen Antrag hin und nach Pfandhinterlegung (verfällt bei glaubhaften Beschwerden) zu erlauben.

      Jedenfalls ist es keine Lösung einfach alle rein zu lassen, weil das entspricht dann in der Praxis einem Schwimmbadverbot für alle Frauen.

      95% aller Kommunen würden natürlich ihre Schwimmbäder komplett schliessen bevor es die Verantwortlichen wagen würden sich dem Medienecho auszusetzen.

      Es ist ja auch hässlich und unfair für rechtstreue Flüchtling. Aber vermutlich immer noch besser als in Syrien.

        • Doch.

          Aber nichts tun hiesse das Schwimmbad für Frauen zu sperren denen man noch weniger vorwerfen kann.

          Wär dir das lieber?

      • Aber vermutlich immer noch besser als in Syrien.

        Bitte nicht immer Syrer exemplarisch nennen. Die stellen zwar knapp die Hälfte der Flüchtlinge, aber begehen nur halb so viele Straftaten, wie man anhand ihres Anteils erwarten müsste.
        Die Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Iran sind die, die die wenigsten Probleme machen.

        • Wie kommst du darauf? Nur weil man bezüglich der aktuellen Vorkomnisse von „Nordafrikanern“ spricht?

          “ sondern auch um Männer aus Syrien, dem Irak und Afghanistan handelte, die erst seit kurzem in Deutschland leben. Bis heute will die Behörde das allerdings nicht offiziell bestätigen, spricht allgemein von „Nordafrikanern“ und „Menschen aus dem arabischen Raum“. Gewerkschafter halten es für möglich, dass „politische Gründe“ das Motiv für diese öffentliche Zurückhaltung sind.
          http://mobil.ksta.de/koeln/-polizei-silvester-uebergriffe-silvesteruebergriffe-sote-koeln,23742590,33475226.html

          Das seitens der Polizeioberen und der Politik versucht wird alles auf „Nordafrika“ zu lenken, um sich mit dem Problem des massenhaften Flüchtlingsstroms in Millionenhöhe aus den arabisch-asiatischen Ländern und deren Auswirkungen auf die Gesellschsft nicht auseinander setzen zu müssen, liegt auf der Hand.
          Das Millionen von Menschen, die auf eine andere Kultur treffen nicht von einem Tag auf den anderen integriert werden können ist kein Wunder und macht sich in der hohen Zahl natürlich bemerkbar.

        • Da steht nur, dass bei Personenkontrollen unter den „1000, teilweise kriminellen Männern“ auch Iraker, Syrer und Afghanen angetroffen worden seien.
          Aus den unzähligen Berichten ergeben sich aber viele Hinweise, dass die sexuellen Belästigungen überwiegend von Männern aus dem Maghreb begangen wurden. Auch ein Augenzeugen-Interview mit einem Marokkaner, der vor Ort war und sich sehr für seine Landsleute schämte, sprach von Marokkanern.
          Auch die Zwischenfälle in den Flüchtlingslagern zeigen, dass die Gruppen meist recht homogen sind.
          Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass Syrer und Iraker maßgeblich beteilgt waren an den Taharrush Gamea-Vorfällen.
          Ich glaube Nikolaus Blome vom Spiegel war es, der kürzlich unter Berufung auf die Polizei angab, dass die syrischen Flüchtlinge in der Kriminaliätsstatisik stark unterrepräsentiert sind (ca. die Hälfte des Erwartungswerts), die nur wenigen Maghreb-„Flüchtlinge“ jedoch stark überrepräsentiert.

          Von Afghanen habe ich ausdrücklich nicht gesprochen. Nach allem was ich über das Land weiß, sehe ich, das muss ich so hart sagen, bei mindestens 80% dieser Gruppe keine realistische Integrationsperspektive.

          Wir müssen dringend differenzieren nach der Herkunft der Einwanderer. Die Integration der Syrer und Iraker wird schon schwer genug. Die anderen brauchen wir hier nicht.

        • „Die anderen brauchen wir hier nicht.“

          Was wir bräuchten wären handverlesene Ingenieursstudenten. Die bräuchte man allerdings auch nicht zu importieren, wenn wir statt Gender Naturwissenschaften fördern würden.

        • Es stimmt wohl, dass Syrier bisher im Schnitt nur etwa 2-3mal soviele Verbrechen begehen wie Deutsche und das Nordafrikaner in Köln eine wohl rekordverdächtige Kriminalitätsquote von ca 40% haben (Anteil der Straffälligen innerhalb eines Jahres), aber daraus zu schliessen dass wir Syrier bräuchten find ich schon sehr gewagt.

          Das Problem ist auch, dass die Zahlen noch nicht Silvester beinhalten, und dass die Syrier erst seit kurzem hier sind. Laut Polizeibericht gab es wirklich sehr viele Syrier unter den Tätern.

          Allerdings heisst das wohl echt eher wenig, weil sehr viele die behaupten Syrier zu sein keine sind.

          99% aller Flüchtlinge, egal welche Gruppe, sind nicht integrierbar. Integration hat bisher historisch nur bei sehr nah biologisch und kulturell verwandten Völkern geklappt, d.h. innerhalb Europas, sonst nirgends. Integration von Moslems oder Schwarzen ist ein Märchen. Selbst in Amerika stellen Schwarze noch 80% der Gefängnispopulation (und weitgehend zu Recht).

          Insgesamt werden die Flüchtlinge und ihre Nachkommen wesentlich mehr kosten als sie nutzen. Natürlich profitiert unsere Oberschicht von billigeren Putzfrauen und Nutten, aber volkswirtschaftlich ist es eine Katastrophe.

        • „99% aller Flüchtlinge, egal welche Gruppe, sind nicht integrierbar.“

          Das ist so Unsinn. Es kommt neben der ethnisch-kulturellen Distanz zur einheimischen Bevölkerung auch entscheidend auf das Qualifikationsniveau und vor allem die Zahl der F-linge an.

          „Integration von Moslems oder Schwarzen ist ein Märchen. “

          Für viele: ja; für fast alle: nein.

          „Insgesamt werden die Flüchtlinge und ihre Nachkommen wesentlich mehr kosten als sie nutzen. Natürlich profitiert unsere Oberschicht von billigeren Putzfrauen und Nutten, aber volkswirtschaftlich ist es eine Katastrophe.“

          Das stimmt wohl.

        • @Danny: zunächst mal heißt es Syrer. Dann hätte ich gerne die Kriminalstatistik, nach der Syrer zwei- bis dreimal so kriminell wären wie Deutsche. Am besten nach Bereinigung soziodemographischer Faktoren (Alter, Geschlecht), dann bleibt wohl nicht so viel übrig.

          Ich habe nicht gesagt, dass wir Syrer und Iraker „brauchen“, bin aber dafür dass sie hier Schutz bekommen (wenn auch die deutsche Politik das beschissen löst).

          Laut Polizeibericht gab es wirklich sehr viele Syrier unter den Tätern.

          Bei den Personalienfeststellungen vielleicht. Der Grapsch-Mob bestand aber wohl fast ausschließlich aus Maghreb-Migranten.


          99% aller Flüchtlinge, egal welche Gruppe, sind nicht integrierbar.

          Absurdes Märchen. Die Vietnamesen die in den 80ern herkamen, übertreffen die durchschnittlichen deutschen Bildungsabschlüsse recht locker. Die Weltgeschichte ist voller positiver Integrationsgeschichten. Bei Islambeteiligung allerdings weniger, das ist wohl wahr. Und durchaus beängstigend.

        • Die Statistik ist die PKS vom BKA.

          Das Gelaber bzgl sozioökonomische Faktoren reduziert die Kriminalitätsrate der fraglichen Ausländergruppen leider nicht. Es handelt sich da nur um Theorien (Modelle) zur Erklärung der Raten. Daher wissen wir nun, dass die Syrer nicht nur kriminell sind sondern auch noch arm.. TOLL! Da freut sich das Opfer!

          Die Behauptung entstammt übrigens der „politischen Zusammenfassung“ einer Studie des Innenministeriums, die nach einer IFG Anfrage bzgl der Studie selber als Verschlusssache deklariert wurde. Man kann sich wohl denken warum.

          Bzgl. wirtschaftlicher Integration schliesst eigentlich schon der IQ aus, dass die Flüchtis jemals Netto-Zahler werden.

          IQ erklärt auch, warum sich Japaner, usw. durchaus wirtschaftlich integrieren können. Aber das Potential ist bei denen die aktuell von ausserhalb der EU nach DE immigrieren nahezu Null. V.a. sehen die Intelligenten ja auch welche katastrophale Politik Deutschland da betreibt, die werden sich hüten hierherzukommen.

          Integration heisst aber auch Übernahme unserer Kultur und Werte. Das klappt selbst bei intelligenten Ausländern eher selten und eigentlich nie in grösseren Gruppen. Deshalb kann Integration von Moslems nicht mehr klappen, weil es schon zuviele gibt in DE.

          Da Vietnamesen etc. nur in so kleiner Zahl herkamen stimmt die Aussage „fast alle“ durchaus insgesamt. Und nein, die Weltgeschichte kennt fast garkeine positiven Integrationsgeschichten, dafür aber massig Katastrophenergebnisse wie im Kosovo und im drittem Reich. Ansonsten bitte mal Quellen, auch mit Anzahl der Ausländer, kultureller und biologischer Abstand, etc.
          Das grösste Integrationswunder sind noch die USA, aber auch da hat es nur geklappt bzgl. den ohnehin schon sehr uniformen Europäern und nach einem extrem blutigem Bürgerkrieg.

        • „Integration heisst aber auch Übernahme unserer Kultur und Werte. Das klappt selbst bei intelligenten Ausländern eher selten und eigentlich nie in grösseren Gruppen. Deshalb kann Integration von Moslems nicht mehr klappen, weil es schon zuviele gibt in DE.“

          Was ist mit den Hugenotten, die massenhaft im Preußen des ausgehenden 17. Jahrhunderts angesiedelt wurden.
          Was ist mit den Millionen Polen, die im 19. Jahrhundert als Kohlekumpel ins Revier zogen?
          Und die 6 Mio. Türken, die maßgeblichen Anteil am Wirtschaftswunder nach dem II. WK hatten, sind die nicht integriert?
          Ich meine, die Faktenlage spricht gegen Deine These.
          Außerdem ist mein Eindruck, dass Ausländerfeindlichkeit kein Gegenstand menschlicher Natur ist, sondern ein kulturell geprägtes Phänomen. Erst mit der Festigung der Nationalstaaten entwickelte sich ein Patriotismus, der politisch zu Rassismus gesteigert werden konnte.
          Eben WEIL es im Osten Deutschlands keine Kultur der vielen Ethnien gab, fallen die Parolen der rechten Rattenfänger dort auf besonders fruchtbaren Boden.

        • „Was ist mit den Hugenotten, die massenhaft im Preußen des ausgehenden 17. Jahrhunderts angesiedelt wurden.
          Was ist mit den Millionen Polen, die im 19. Jahrhundert als Kohlekumpel ins Revier zogen?“

          Das waren immerhin alles europäische Christen.

          „Und die 6 Mio. Türken, die maßgeblichen Anteil am Wirtschaftswunder nach dem II. WK hatten, sind die nicht integriert?“

          Nein.

        • Es gibt ja im Fernsehen gelegentlich Beispiele von musterhaft integrierten Migranten, auch Flüchtlinge, die grade ein paar Monate hier sind. Er hat eine Lehrstelle, spricht schon ganz passabel Deutsch und lebt in einer Familie, die sich um ihn kümmert.

          Das klappt durchaus, aber in jedem dieser Fälle gibt es fünf bis sechs Personen, die sich intensiv um ihn kümmern. Bei einer Million im Jahr ist das natürlich nicht mehr leistbar.

        • „Das klappt durchaus, aber in jedem dieser Fälle gibt es fünf bis sechs Personen, die sich intensiv um ihn kümmern. Bei einer Million im Jahr ist das natürlich nicht mehr leistbar.“

          Ob nun für jeden Einwanderer 5 – 6 Personen nötig sind, ihn zu sozialisieren, halte ich für eine gewagte These.
          Aber ich bin bei Dir, dass die derzeitige Flüchtlingspolitik verbesserungsbedürftig ist. Ein Hereinlassen ohne Betreuung führt dann zu Zuständen, wie in Köln und zu Parallelgesellschaften, die sich nach eigenen Regeln strukturieren.
          Und die daraus erwachsenen Probleme lassen sich auch nicht lösen, indem man sie totschweigt, wie gern besonders von linken Politikern praktiziert.
          Auf der anderen Seite haben wir an EvoChris‘ Beispiel ja einen guten Fall, in dem ein bestimmter Stereotyp ein bestimmtes Verhalten erzeugt.
          Wenn eine südländisch aussehende Frau nur eine abgewirtschaftete Wohnung in einem Problemviertel erhält, weil man allein aus ihrem Aussehen die korrekte Verortung dort vornimmt, kann man sich nicht beklagen, wenn sie sich am Ende wie das Stereotyp verhält.

          Ist aber ein Phänomen, das seit fast 1.000 Jahren bekannt ist.
          Schließt Du Bevölkerungsgruppen von der Gesellschaft aus, bilden sich Parallelgesellschaften, die sich auf radikalerem Wege holen, was ihnen nach ihrer Meinung zusteht.

      • „dann wär das für mich gerechtfertigter und rationaler Rassismus.“

        Würdest Du das auch so sehen, wenn man Dir irgendwann eine Sperrstunde oder einen Ant-Vergewaltigunsgkurs auferlegt, weil Du männlich bist?

        • Tut man doch. Jedenfalls Anti-Vergewaltigungskurse sind Pflicht an staatlichen Schulen. Ist sogar so organisiert, dass Eltern ihre Kinder nicht gezielt rausnehmen können.

          Find ich im Gegensatz zu der restlichen Sexerziehung auch sinnvoll.

          Was ohne solche Kurse passiert sieht man ja in Köln.

        • „Find ich im Gegensatz zu der restlichen Sexerziehung auch sinnvoll.
          Was ohne solche Kurse passiert sieht man ja in Köln.“

          Ich hatte noch keinen solchen Kurs. Und habe noch nie vergewaltigt. Wie das?

        • Wenn du in den letzten 50 Jahren in Deutschland oder einem anderem westlichen Land zur Schule gegangen bist oder eine christliche Erziehung genossen hast, dann hattest du so einen Kurs.
          Nicht explizit so genannt, aber es ist Teil der westlichen Werteordnung, deren Vermittlung das Hauptziel der Schule ist.

          Bei mir ist damals allerdings tatsächlich ein fettes Weib mit Kondomen in die Schule gekommen und hat den männlichen Teil der Klasse (abgetrennt) über Gesetze, Frauenrechte und Konsens belehrt.

          Nicht dass es nötig gewesen wäre ….

        • @Danny: Für den „Anti-Vergewaltigungskurs an staatlichen Schulen“ solltest du einen Beleg liefern. Ich kenne den normalen Aufklärungsunterricht, von „Rape Culture“ war da keine Rede. Insbesondere wurde, außer in Sachen anatomische Begebenheiten, kein Unterschied zwischen Mädchen und Jungs gemacht. Verhütung wurde genannt, natürlich auch, dass beide es wollen müssen, und wie es geht. Das ist keine 20 Jahre her, aber fast. Da Themen, die heute bisweilen „feministisch“ genannt werden, auch privat ab und zu Gesprächsthema sind, bin ich auch ziemlich sicher, dass die anderen, die ich so kenne, das von dir Beschriebene auch nicht gehabt haben.

          Es kann aber natürlich sein, dass es an deiner Schule so gehandhabt wurde/wird.

    • Ja, das wundert mich auch sehr. Ich glaube, sie versuchen es jetzt darüber zu regeln, dass man anhand der Sprachkenntnisse zeigen muss, dass man die Schwimmbadregeln verstanden hat. Dürften also dann wohl auch keine geistig Behinderten mehr schwimmen gehen.
      Schon erstaunlich, was in Deutschland alles möglich ist, wenn es um „Frauenbelästigung!!1“ geht.

      Wenn in ein paar Monaten die Grenze dichtgemacht wird (das WIRD passieren. Die Frage ist nur wann), wird als Begründung wahrscheinlich auch der Schutz von Frauen herhalten müssen.
      Anstatt der vernünftigen Begründung, dass der (überwiegend männliche) Steuerzahler die Aufnahme- und Integrationskosten sowie deren „Ausfallrisiko“ nicht weiter bezahlen kann.

      • Wenn ich darüber nachdenke, wundert es mich eigentlich nicht (sehr).

        Der Art. im Grundgesetz mit der Gleichberechtigung ist ja schon lange (eigentlich immer?) faktisch abgeschafft. Daher können die machen was immer sie wollen …

        Wir haben also NoGo-Bereiche für männliche Flüchtlinge! Deutschland ist also nicht nur ein sexistischer, sondern auch ein rassistischer Staat.

      • „Wenn in ein paar Monaten die Grenze dichtgemacht wird (das WIRD passieren. Die Frage ist nur wann)“

        Aber david, Grenzschließungen sind doch gar nicht möglich! Zumindest für Merkel…

        • Aber david, Grenzschließungen sind doch gar nicht möglich! Zumindest für Merkel…

          Ja, wie soll man denn bitte schön eine komplette Grenze zwischen zwei Ländern kontrollieren? Sowas hat es noch nie gegeben, das ist völlig absurd und kann keine Lösung sein!
          Grenzkontrollen, das machen doch nur Bananenrepubliken wie Namibia und Botswana (dieser Grenzübertritt hat mich vor ein paar Wochen mehrere Stunden gekostet, auf beiden Seiten).

          Achja, und alle anderen Staaten der Welt – außer demjenigen, der zufällig auch noch allen Einwanderern ein langwieriges Asylverfahren mit Rechtshilfe garantiert sowie mit die höchstdotierte Existenzminimum-Sicherung der Welt.

        • @David:
          „Ja, wie soll man denn bitte schön eine komplette Grenze zwischen zwei Ländern kontrollieren? Sowas hat es noch nie gegeben, das ist völlig absurd und kann keine Lösung sein!“

          Wieso andere Länder wie die Ukraine oder Österreich gehen doch schon Schritt für Schritt in die Richtung: es werden fleißig Zäune gebaut.

        • Aha, und wie stellen die sich das vor? Hunderte Kilometer Zaun, oder wie? Wie sollen sich die Leute innerhalb und außerhalb dieses riesigen Freiluft-Gefängnisses denn fühlen? Sollen sie am Zaun verhungern?

        • @ Miria

          „Wieso andere Länder wie die Ukraine oder Österreich gehen doch schon Schritt für Schritt in die Richtung: es werden fleißig Zäune gebaut.“

          Ohne Zäune hätte es keine KZ und den Holocaust gegeben, du Nazi!

        • „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
          von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
          Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.“
          http://www.gesetze-im-internet.de/gg/pr_ambel.html

        • Die Präambel ist kein GG Art. Die Präambel ist nix einklagbar. 🙂

          Wir sind uns allerdings sicher einig, daß das GG Unfug ist … scheinbar das Papier nicht wert, denn das GG gilt eben NICHT für das ganze deutsche Volk! Männer haben zB weniger Rechte, im und unter dem GG.

        • „Die Präambel ist kein GG Art. Die Präambel ist nix einklagbar.“

          Die Präambel gibt, vor, für wen die Grundrechte gelten: Nur für deutsche Staatsbürger,

          „Männer haben zB weniger Rechte, im und unter dem GG.“

          Das ist eine blödsinnige Argumentation. Wenn durch das GG Männer diskriminiert werden, dann ist diese Diskriminierung verfassungskonform und legal. Verstehst Du das?

        • Wenn das Vorwort des GG NUR Deutschen Grundrecht zugesteht, dann ist es rassistisch … (Würde nur für Deutsche? Ernsthaft??)

          Extrem: Folter an Ausländern erlaubt?

          „Das ist eine blödsinnige Argumentation.“

          Ohne Argumente ….

          Sag ich doch … das GG ist das Papier nicht wert.

          Zur Erinnerung.
          „(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“

          Art 3 GG

          Sind nur Deutsche Menschen … oder nur Frauen?

        • „Wenn das Vorwort des GG NUR Deutschen Grundrecht zugesteht, dann ist es rassistisch … (Würde nur für Deutsche? Ernsthaft??)“

          Es ist völlig normal, dass die Verfassung eines Landes nur für Staatsbürger gilt.

          „Extrem: Folter an Ausländern erlaubt?“

          Keine Ahnung. Auf das GG kann man sich hierbei m. E. nicht berufen. Eher auf die durch Deutschland ratifizierte Anti-Folter-Konvention.

          Zur Erinnerung.
          “(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.”

          Yep. Alle Menschen, die deutsche Staatsbürger sind und auch nur dann, wenn das GG nicht weitere Einschränkungen macht.

        • Nach dem Träger des Grundrechts (Grundrechtsberechtigung, persönlicherSchutzbereich) unterscheidet man dieJedermann-Grundrechte, deren Träger jeder Mensch ist (auch als Menschenrechtebezeichnet), und die Deutschengrundrechte(auch: Staatsbürgerrechte, Deutschenrechte), die nur Deutschen zustehen.[1] Grund für die Beschränkung ist zumeist ein besonderer Bezug zur demokratischen Willensbildung und damit zum Staatsvolk (Volkssouveränität). Unter die Deutschengrundrechte fallen etwa die Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG), die Vereinigungsfreiheit (Art. 9 GG), die Freizügigkeit (Art. 11 GG) und die Berufsfreiheit (Art. 12 GG) sowie im weiteren Sinne das Wahlrecht und der Zugang zu öffentlichen Ämtern. Zu beachten ist allerdings, dass „Deutscher“ hier nicht alleine auf die deutsche Staatsangehörigkeit abstellt, sondern Art. 116 GG auch dieStatusdeutschen erfasst. Soweit ein Grundrecht nur für Deutsche gilt, wird jedoch auch Ausländern ein Grundrechtsschutz über die allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2Abs. 1 GG) gewährt, wobei dieser durch die größeren Einschränkungsmöglichkeiten eine geringere Schutzintensität hat. Schließlich kennt das Grundgesetz mit dem Asylrechtauch ein Grundrecht, dessen Träger nur Ausländer sein können.

          Strittig ist, ob sich EU-Bürger auf die Deutschengrundrechte berufen können. Dafür spricht das Diskriminierungsverbot inArt. 18 Abs. 1 AEUV. Diese Vorschrift ordnet eine Gleichstellung aller EU-Bürger an und fordert für diese das gleiche Schutzniveau innerhalb der Gemeinschaft. Gegen eine Anwendung spricht der Wortlaut des Grundgesetzes. Hinsichtlich juristischer Personen mit Sitz in einem EU-Mitgliedsstaatbejaht das Bundesverfassungsgericht eine Grundrechtsträgerschaft. Dies stelle eine „aufgrund des Anwendungsvorrangs der Grundfreiheiten im Binnenmarkt (Art. 26Abs. 2 AEUV) und des allgemeinen Diskriminierungsverbots wegen der Staatsangehörigkeit (Art. 18 AEUV) vertraglich veranlasste Anwendungserweiterung des deutschen Grundrechtsschutzes dar“.[2][3]

        • @ Adrian

          Dort steht nix von „nur deutsche Menschen“

          Das GG ist eben aus meiner Sicht eine Lügengeschichte und Deine Ansicht macht es eigentlich noch schlimmer!

          Deutschland ist also ein sexistischer und rassistischer Staat!

          In Deinem Sinn sogar von der Verfassung genauso vorgesehen.

          Sind halt westliche Werte, die wir dann den Muselmanen vorhalten können … 🙂

        • „Sind halt westliche Werte, die wir dann den Muselmanen vorhalten können …“

          Kannst Du nicht zwischen Religion und Staatsürgerschaft unterscheiden? Einem muslimischen deutschen Staatsürger könnte man rechtlich nicht so einfach den Zutritt zu einem Schwimmbad in Deutschland verwehren.

          Du kannst natürlich gerne der Ansicht sein, dass das Grundgesetz für australische Staatsbürger gilt, aber damit liegst Du falsch.

          Du kannst Dich schließlich auch nicht auf Zusatzartikel 2 der amerikanischen Verfassung berufen, nur weil Du ne Knarre in der Öffentlichkeit rumtragen möchtest.

        • Das Grundgesetz gilt zunächst für den deutschen Staat, wo und wann immer er tätig wird. Die Rechte der Menschen daraus stehen in den einzelnen Artikeln. Da ist es so, dass fast alle Grundrechte als Menschen- und nicht als Bürgergrundrechte konzipiert sind. Nur die Rechte, die sich um staatsbürgerliche Teilhabe drehen, sind nur Bürgern vorbehalten.

          Das ist auch ganz unumstritten herrschende Meinung in Fachkreisen und der Rechtsprechung. Einzig in der Politik und beim BND werden gelegentlich abweichende Positionen formuliert und praktiziert.

        • Halten wir also fest, nicht alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, sollten sie auch nicht sein und es wird als völlig normal erachtet, daß Menschen nach Herkunft (Gebutsmerkmal ohne eigene Schuld) und Geschlecht (Geburtsmerkmal ohne eigenen Einfluss) unterschiedliche Rechte haben! Es wird sogar für völlig normal angesehen …

          Kann es sein, daß dies purer Rassismus ist?

          Sind das die westlichen Werte des 21 Jahrhunders? Menschenrechte nach willkürlichen Geburtsmerkmalen zuweisen!

        • „Was würdest Du denn als Kommune tun?“

          Mich an dem Grundsatz der Unschuldsvermutung halten!

          Das kann ein Gruppenschulddenker wahrscheinlich nicht verstehen.

          Wie ich diese Sippenhafter hasse … 😦

        • „Mich an dem Grundsatz der Unschuldsvermutung halten!“

          Sehr löblich. Vor allem wenn man am Schreibtisch sitzt.
          Wir werden in Zukunft allerdings alle merken, wie unsere Ideale von wegen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit einer Revision unterzogen werden.

        • „Wir werden in Zukunft allerdings alle merken, wie unsere Ideale von wegen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit einer Revision unterzogen werden.“

          Das erleben wir schon.

          „Sehr löblich. Vor allem wenn man am Schreibtisch sitzt.“

          Was gegen Schreibtische? Bist Du Aktivist und daher ein besserer Mensch?

          Unsere westlichen Werte sind nix wert, einfach weil wir sie aufgeben.

          Wir haben weder Gleichberechtigung noch Antirassismus! Nur dummes Gerede haben wir …

        • @ lh

          „Da ist es so, dass fast alle Grundrechte als Menschen- und nicht als Bürgergrundrechte konzipiert sind. Nur die Rechte, die sich um staatsbürgerliche Teilhabe drehen, sind nur Bürgern vorbehalten.

          Das ist auch ganz unumstritten herrschende Meinung in Fachkreisen und der Rechtsprechung.“

          Entweder hast du da was falsch verstanden, oder die Fachkreise haben das Grundgesetz nicht aufmerksam genug gelesen.

        • „Was gegen Schreibtische? Bist Du Aktivist und daher ein besserer Mensch?“

          Was ich meinte war: Du kannst leicht daherreden, wenn Du nicht in einer unmittelbaren Entscheidungsbefugnis involviert bist.

        • „Was ich meinte war: Du kannst leicht daherreden, wenn Du nicht in einer unmittelbaren Entscheidungsbefugnis involviert bist.“

          Ach gar? Ich war mal Gemeiderat und ich hätte damals und würde heute NIE so abstimmen.

          Wie gesagt, ich hasse Sippenhaft … mehr als fast alles Andere!

          Asylanten sind keine schlechteren Menschen als Nichtasylanten …

        • Warum ist das „Menschenrecht auf Schwimmen“ der Flüchtlinge wertvoller als das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung unserer Frauen?

          Erklär das mal.

          Es geht hier nicht um Sippenhaft sondern um Gefahrenabwehr. Dass auch unschuldige Flüchtlinge darunter leiden ist nicht gewollt, aber verhältnismässig. Im übrigen steht es denen ja frei in Syrien schwimmen zu gehen. Sogar ich würde auf Schwimmen verzichten wenn ich damit die Pussy meiner Freundin schützen könnte. Dann ist das Gästen, die sich mehrheitlich nicht benehmen können ja wohl allemal zuzumuten.

    • Was soll das gejammere?
      In der Stadt der Mißachtung von Menschenrechten gibt es schon seit Jahren ein (Teil)Badeverbot für Menschen aufgrund deren Gruppenzugehörigkeit.

      • Habe ich schon immer kritisiert.

        Stadt der Mißachtung der Menschenrechte ist (gezwungen) bundesweit … siehe sogen. Gleichstellungsbeauftragte, nur durch Freuen wählbar …

        Jede Stadt und Gemeinde ist gegen Gleichberechtigung!

        Westliche Werte eben …

        Selbst Russland ist da weiter! 🙂

  5. „In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind einige Leute, deren Familien Wurzeln in anderen Nationen haben. Ich habe als Student durchgängig in sehr gemischten WGs gewohnt und am Anfang meiner Berufstätigkeit auch noch, einfach weil ich WGs mag. Ich habe mit Chinesen, Franzosen, Afrikanern, Norwegern, Japanern, Griechen, Rumänen freundschaftlich zusammengewohnt und ich fand es immer interessant. Gute Freunde von mir sind Halbkoreaner, Halberitrianerinnen, Halbtürken etc. Genug Freundinnen oder Freunde hatten Partner aus allen Herren Ländern bzw. Leute mit den verschiedensten familiären Abstammungen.“

    Finde ich immer interessant solche Erzählungen. Ich wohne in Berlin und ich kenne nur einheimische Weiße. Der ausländischste in meinem Bekanntenkreis ist Schwabe.

  6. Während meines Studienjahrs in den USA wurde ich auch ständig gefragt woher ich komme. Empfand ich das als Rassismus? Nö. Liegt wohl an meiner gefestigten Persönlichkeit. Man hatte auch so immer ein Gesprächsthema und konnte sich gut kennenlernen. Hmmm…Leute die damit ein Problem haben sind wohl sozialphobiker…passt zu links-femis…

    • Hm..das würde ich so pauschal nicht sagen. Als Deutscher ist die Frage sowieso selten unangenehm, weil man eigentlich überall in der Welt gern gesehen ist und so gut wie nie auf negative Vorurteilst stößt. Die Frage zu beantworten mit „Albania“ macht weniger Spaß als „Almania“.

      Eine Bekannte von mir aus der Schweiz hat einen schwarzen Stiefbruder, der schon im frühesten Kindesalter adoptiert und wie seine Geschwister sozialisiert wurde. Der hat sein ganzes Leben massiv, nicht nur unter dieser harmlosen Frage, gelitten und sich im vergangenen Jahr das Leben genommen.
      Die Schweiz hat da allerdings ein ungleich größeres Problem als Deutschland.
      Ich denke dass Schwarze in West-Deutschland es doch meist relativ leicht haben, abgesehen von Racial Profiling bei Polizeikontrollen.

      • @david
        „Eine Bekannte von mir aus der Schweiz hat einen schwarzen Stiefbruder, der schon im frühesten Kindesalter adoptiert und wie seine Geschwister sozialisiert wurde. Der hat sein ganzes Leben massiv, nicht nur unter dieser harmlosen Frage, gelitten und sich im vergangenen Jahr das Leben genommen.“

        Ich bezweifele sehr, dass dieser junge Mann sich das Leben genommen hat, weil er unter der Frage „wo kommst du her?“ gelitten hat. Was du aber mit der Verknüpfung „und“ in dem Satz zumindest suggerierst.

        Viel eher wäre hier auf die Adoption zu schauen. Und die Frage, was mit seinen leiblichen Eltern war. Was wusste er über sie? War das ein Tabu-Thema, über das nicht gesprochen wurde? Haben die Adoptiv-Eltern sich über die leiblichen Eltern gestellt, sich als „besser“ gefühlt.
        Adaption hat oft schlimme Folgen für das Adoptivkind. Es hängt davon ab, mit welcher inneren Haltung seitens der Adoptiveltern dies betrieben wird. Wenn sie das Adoptivkind von seinen biologischen Wurzeln abschneiden, sind schwere Identitätskrisen beim Adoptivkind fast vorprogrammiert.

        Es eine Folge der Fernsehserie „Bloch“ mit dem Titel „Die Wut“, in der diese Dynamik ganz wunderbar beschrieben wird.

        Noch mal: Nicht die Frage „Wo kommst du her?“ ist das Problem dieses jungen Mannes gewesen. Sondern: Das diese Frage an seine leiblichen Eltern erinnert. Und das durch den Prozess der Adoption sich (vermutlich) die Adoptiveltern über die leiblichen Eltern gestellt haben. Nach dem Motto: „Wir können das besser, die wirklichen Eltern sind ja nur menschlicher Ausschuss.“ Und damit sagen sie heimlich auch diesem Kind: „Du bist das Resultat von menschlichem Ausschuss“. Und DAS ist das Problem. Nicht die Frage nach der Herkunft.

        Zu behaupten, diese Frage alleine treibe jemanden in den Suizid, ist läppisch. Dazu ist ein Suizid ein viel zu großes Geschehen. Diese Sichtweise wird dem nicht gerecht.

        • Ich bezweifele sehr, dass dieser junge Mann sich das Leben genommen hat, weil er unter der Frage “wo kommst du her?” gelitten hat. Was du aber mit der Verknüpfung “und” in dem Satz zumindest suggerierst.

          Quatsch, hab ich nicht. Ich schreib, dass die Frage harmlos ist, das war auch nicht sarkastisch (falls es so rüberkam).
          Ich schrieb außerdem, dass er sehr unter rassistischen Bemerkungen und negativen Vorurteilen gelitten hat, die in der Schweiz gang und gäbe sind. Aber du bist da anscheinend besser informiert als ich.

          In den Suizid getrieben – und da hab ich versehentlich wohl wirklich einen zu starken Zusammenhang suggeriert, der eher mittelbar und spekulativ ist – hat ihn allerdings eine Psychose.
          Die hat dann durchaus auch etwas mehr mit den biologischen Eltern zu tun, die er allerdings nie gekannt hat. Seine „wirklichen“ Eltern waren seine Adoptiveltern.

  7. Die Frage woher jemand kommt, stelle ich persönlich irgendwann jedem, den ich nicht kenne. Worin besteht überhaupt die Argumentation, dass das rassistisch sei? Mag ja sein, dass in den Staaten jede Hautfarbe und jeder Dialekt Staatsbürger sein kann, aber es ist dennoch interessant ob jemand aus Delaware oder Texas kommt, oder nicht?

    • Die Argumentation ist, dass sich ein Ausländer bei der Beantwortung der Frage unwohl fühlen könnte, weil er einer unbeliebten Gruppe angehört.

      Passiert dies öfter kann das insbesondere bei schweizer Albaniern (s.o.) zum Suizid führen. Entsprechend handelt es sich um eine neue perfide Genozid-Technologie aus Deutschland.

      (Ich wusste ja schon dass besonders viele Deutsche einen Knall haben, aber dieses Forum ist doch noch besonders speziell …)

  8. „Kaum sei ich dazu gekommen, im Anzug, da ich von der Arbeit kam, wäre sie plötzlich eitel Sonnenschein gewesen und von einer fast vergebenen Wohnung sei keine Rede mehr gewesen. Wir haben dann die Wohnung aus Prinzip nicht genommen.“

    Man kann natürlich alles rassistisch interpretieren. Vielleicht hat die Maklerin einfach an den Gender Pay Gap gedacht.

  9. Ich würde gerne wissen, warum ein freier Mensch überhaupt irgendwelche Belehrungen darüber brauchen sollte, ob sein Verhalten „rassistisch“ ist oder nicht. Ich weiß nämlich keinen Grund.

    Für „fremdenfeindlich“, „islamophob“, „frauenfeindlich“, „homophob“, „sexistisch“ und die vielen anderen Begriffe, mit denen den Menschen vorgeschrieben werden soll, wie sie zu denken und zu handeln haben, möchte ich das auch gerne wissen.

  10. Die meisten hier vertretenen Meinung zum GG und zu Menschenrechten sind übrigens vollkommen abwegig und überraschend primitiv.

    Alle wichtigen Grundrechte im GG stehen unter Gesetzesvorbehalt, können also vom Gesetzgeber fast beliebig beschränkt werden. Z.b. sitzen einige Leute schon seit Jahren im Knast weil sie verbotene Meinungen geäussert haben, obwohl das GG Meinungsfreiheit „garantiert“.

    Gesetze und generell die Staatsgewalt darf durchaus anhand von Rasse, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, usw. unterschiedliche Regelungen treffen, solange ein Sachgrund dafür vorhanden ist. Deshalb brauchen z.B. Deutsche kein Visa zur Einreise nach Deutschland, Chinesen aber schon.

    Das geht auch garnicht anders, weil die sog. Menschenrechte alle miteinander in Konflikt stehen. Man denke nur an das Recht auf Freiheit was verletzt wird wenn man Straftätern einsperrt. Oder das Recht auf Eigentum, was durch Steuern verletzt wird. Oder das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung des Täters, dass verletzt wird wenn man Vergewaltigung verbietet.

    Der Gesetzgeber muss die Konflikte auflösen und verletzt dabei zwingend die Menschenrechte von Teilgruppen. Welche Konfliktauslösung die richtige ist, darüber gibt es soviele Meinungen wie Bürger.
    Die Frage ob eine bestimmte Handlung Menschenrechte verletzt ist deshalb keine objektive Frage, sondern eine originär subjektiv moralische Abwägungsfrage.

    Mal als Beispiel:

    Sind die Interessen der Flüchtlinge wichtiger als das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung der zusätzlich vergewaltigten Frauen?

    Wie viele Vergewaltigungen rechtfertigt ein gerettetes syrisches Leben?

    Natürlich labern Gutmenschen bei solchen Fragen von Integration und Polizei, aber das ist nur ein Ausweichmanöver, denn verhindern können sie die Vergewaltigungen nur zum Teil, was wieder genau die Frage aufwirft.

    (Mir persönlich ist es lieber wenn sich 1000 Syrier in Syrien gegenseitig umbringen als wenn meine Freundin einen unnötigen Kratzer abbekommt.)

    Analog: Wieviele Frauen müssen belästigt oder vergewaltigt werden bevor es gerechtfertigt ist ein Schwimmbad für Flüchtlinge zu sperren?

    • „Analog: Wieviele Frauen müssen belästigt oder vergewaltigt werden bevor es gerechtfertigt ist ein Schwimmbad für Flüchtlinge zu sperren?“

      Es ist niemals gerechtfertigt, m. E.

    • „Analog: Wieviele Frauen müssen belästigt oder vergewaltigt werden bevor es gerechtfertigt ist ein Schwimmbad für Flüchtlinge zu sperren?“

      Da frage ich doch mal, wieviel Verurteilte in diesen Dingen gibt es denn bisher so?

    • „Mir persönlich ist es lieber wenn sich 1000 Syrier in Syrien gegenseitig umbringen als wenn meine Freundin einen unnötigen Kratzer abbekommt.“

      Ein Kratzer bei einer Frau ist für Dich schlimmer als 1000 tote Männer? Was ist das denn für eine absurde Moral?

      • Ich sehe es als Pflicht meine Freundin und Familie vor Schaden zu bewahren aber ich sehe es nicht als Pflicht mich in den syrischen Bürgerkrieg einzumischen oder die Welt zu retten. Klar wär es schön, wenn die Leute sich dort weniger kloppen würden, aber es ist nicht mein Problem.
        Vorallem entstehen die meisten Kriege im nahen Osten ja erst aufgrund „humanitärer“ Einmischung der USA.

        Aber selbst wenn ich vor der Wahl stünde würde ich lieber auf die 1000 Syrier verzichten als meine Freundin vergewaltigen lassen.

        Letztlich ist das Egoismus, aber ethisch leicht zu rechtfertigender Egoismus, den eigentlich auch jeder versteht.

        Unsere moralischen Eliten mögen zwar anderes behaupten, aber letztlich opfern sie in der Regel fast nur fremde Frauen, indem sie die Flüchtlingsheime in die Unterschichtviertel setzen statt vor die eigene Haustür.

        Im weitesten Sinne ist die Verteidigung eigener Frauen Eigentumsschutz.
        Sogar das dt. Recht erkennt an, dass man sich gegen Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, etc mit tödlicher Gewalt wehren darf, wenn es notwenig ist um den Angriff sicher zu vereiteln. Grundsätze der Notwehr:
        „Recht muss dem Unrecht nicht weichen.“ und
        „Eine schimpfliche Flucht ist niemandem zuzumuten“

        Aber zugegeben: ein Kratzer – je nach Grösse – mag noch hinnehmbar sein, wenn es sich um vernünftige Syrier handelt.
        Allerdings nicht, wenn der Angriff von Ihnen ausging.

        • „Im weitesten Sinne ist die Verteidigung eigener Frauen Eigentumsschutz.“

          Diese absurde Behauptung erinnert mich fatal an einen Kommentar zu Köln, dass die Empörung der Männer so zu verstehen sein, dass ihnen was weggenommen werden würde. War, glaub ich, die unsägliche Stusskopfski von den Spon-Kolumnen.

        • „Im weitesten Sinne ist die Verteidigung eigener Frauen Eigentumsschutz.“

          Ah. Und wer gehört alles zu diesen „eigenen Frauen“? Alles die Du attraktiv findest oder nur nahe Verwandte plus derjenigen, die Dir gerade erlaubt, sie zu penetrieren?

          Ich persönlich sehe keinen Mann als mein Eigentum.

        • Damit wollte ich ausdrücken, dass die moralische Rechtfertigung darin liegt, dass mir die fraglichen Frauen in irgendeiner Weise nahe stehen. Da reicht u.U. auch europäische Abstammung.

          Realistisch und historisch gesehen ist die Metapher von Frauen als Eigentum aber garnicht so abwegig.
          Eigentum ist ein juristischer Begriff der sich aus der Bereitschaft ableitet, dass was man zu einem gehörig betrachtet mit Gewalt zu verteidigen.
          Frauen können sich im öffentlichem Raum nicht selbst verteidigen weil sie klein und schwach sind. Unbehelligt bleiben sie nur weil und soweit ihre sexuelle Selbstbestimmung von Männern verteidigt wird, entweder direkt oder durch die Androhung von Vergeltung. Deshalb gilt Vergewaltigung in vielen Gesellschaften auch als Eigentumsdelikt gegen den Vater oder Ehemann.

          In Gesellschaften mit einheitlicher christlicher Wertordnung ist ein Grossteil der männlichen Bevölkerung (wegen der Erziehung) bereit die sexuelle Selbstbestimmung auch von fremden Frauen mit Gewalt zu verteidigen. Deshalb versteht man hier leider nichtmehr, dass „Frauenrechte“ nicht weiter gehen als die Bereitschaft der Männer diese zu verteidigen. Diese Bereitschaft wird leider von Feministen systematisch zerstört.. und so erklärt sich die seit dem Flüchtlingsimport abnehmende Freiheit von Frauen im öffentlichem Raum.

        • Adrian, schonmal was von Eifersucht gehört?

          Und was ist eine Ehe sonst als Ausdruck des Willens zum gegenseitigen Besitz?

          Früher waren zwei Menschen tatsächlich frei sich rechtlich zu binden, auch für die Zukunft. Heute benutzt man eher Psychotricks und wirtschaftliche Abhängigkeiten.

          Nun benötigen Männer natürlich in der Regel keinen Schutz in der Öffentlichkeit.
          Aber auch Schwule haben ihre Strategien ihr Interesse am anderen zu schützen, sowohl gegen dritte als auch gegen den anderen. Etwas Aufklärunsgphilosophie macht uns nicht zu körperlosen Geisteswesen, die in prästabilisierter Harmonie leben. Es macht höchstens die faktischen Machtbeziehung unsichtbarer.

          Liebe = Wille zum Besitz (bzw. dessen emotionaler Ausdruck)

        • „Und was ist eine Ehe sonst als Ausdruck des Willens zum gegenseitigen Besitz?“

          Der Wille zusammenzuleben und sich gegenseitig zu unterstützen.

          „Heute benutzt man eher Psychotricks und wirtschaftliche Abhängigkeiten.“

          Das mag in Deinen Beziehungen so sein.

          „Nun benötigen Männer natürlich in der Regel keinen Schutz in der Öffentlichkeit.“

          Da sie einen Großteil aller Gewaltopfer stellen, bräuchten sie ihn ggf.durchaus.

          „Es macht höchstens die faktischen Machtbeziehung unsichtbarer.

          Aha. Ich geh jetzt vögeln 🙂

        • Für das Zusammenzuleben und Unterstützen braucht man aber keinen Vertrag in Form einer Ehe.

          Ehe dient (jedenfalls traditionell) dazu, dass sich beide Seiten glaubhafter binden können, indem beide auf das Recht verzichten es sich ohne guten Grund (Untreue des Anderen) anders überlegen zu können. Durch diesen Verzicht können beide Seiten mehr in die Beziehung investieren, weil das Risiko dass der Partner abhaut, sobald jemand Attraktiveres auftaucht, viel geringer ist.

          Zugegeben, aufgrund des heutigen Scheidungsrechts ohne Schuldspruch ist das Makulatur, und man sieht die Ergebnisse ja an der Proliferation alleinerziehender Mütter und deren sehr schlechten Erziehungsergebnissen.

          Wer etwas wert schätzt möchte es auch behalten, das ist fast schon tautologisch.

          Wer meint dass sich zwischenmenschliche Beziehungen in flüchtigen Gefühlen der Zuwendung und sexueller Anziehung erschöpfen wird das natürlich nicht verstehen. Entsprechend haben diese Leute nur kurze, oberflächliche und instabile Beziehung.

          Ich hab mal gehört, dass sich die Einstellung von Schwulen und Feministinnen dazu oft ändert, wenn sie ein gewisses Alter überschreiten …

        • „Für das Zusammenzuleben und Unterstützen braucht man aber keinen Vertrag in Form einer Ehe.“

          Hat keiner behauptet.

          „Wer meint dass sich zwischenmenschliche Beziehungen in flüchtigen Gefühlen der Zuwendung und sexueller Anziehung erschöpfen wird das natürlich nicht verstehen.“

          Nur weil ich schnell mal unkompliziert vögeln gehen kann, und dafür nicht einen halben Monatslohn verschleudern muss, behaupte ich nicht, dass sich zwischenmenschliche Beziehungen in flüchtigen Gefühlen der Zuwendung und sexueller Anziehung erschöpfen.

          Was weiß Du überhaupt von meinem Beziehungsstatus?

        • „Ich sehe es als Pflicht meine Freundin und Familie vor Schaden zu bewahren “
          Das nennt man eine Wahnvorstellung, vor allem eine die Dir selbst schadet. Die einzigen menschen, bei denen Dir solch eine Pflicht obliegt bist Du selbst und Deine Kinder, die noch nicht auf sich selbst aufpassen können.

      • Ja, und zwar wenn und weil es meine Frau ist.

        Am Schutz meines Eigentums hab ich ein legitimes Interesse, während mir die Kriegsspiele in Syrien egal sind.

        Der Altruismus unserer Politiker ist eh nicht glaubwürdig, solange sie durch entsprechende Plazierung der Flüchtlingsheime in Unterschichtvierteln nur fremde Frauen opfern.

        Da bin ich lieber offen egoistisch.

        Das gilt besonders wenn unsere Gastfreundschaft auf die Art wie in Köln missbraucht wird. (Hauptschuldige sind natürlich trotzdem die Politiker, die den Import organisiert haben, obwohl die Folgen offensichtlich vorhersehbar waren und vorhergesehen wurden.)

        Hm, irgendwas funktioniert mit der Kommentarfunktion nicht ganz richtig bzw. nur sporadisch…

        • Ich habe mich zu sehr gegen Christians Maulsperre gewehrt und immer über Flüchtis geschrieben obwohl ich das nicht sollte, deswegen hat Christian Postings in denen bestimmte Wortkombinationen vorkommen, automatisch gesperrt, die schaltet er dann manuell frei oder eben nicht.

  11. Ich kann verstehen, dass es einen nervt.

    Ich kann es ehrlich gesagt nur begrenzt verstehen.

    Smalltalk und Kennenlernen ist inhärent thematisch eingeschränkt. Es startet halt einfach nicht mit „Und was ist ihr Verständnis der Kopenhagener Interpretation?“.
    Es startet mit langweiligen Trivialitäten. „Was treibt sie hier hin?“ „Was machen sie Beruflich“ „Wie war die Fahrt?“ und eben „Wo kommen sie her?“.

    Ja, die Fragen und Antworten eines Standardgesprächs hatte man alle schon mal.

    „Und beruflich?“
    „Informatiker“
    „Ah, interessant, ich hab da nämlich so ein Problem im Iphone…“
    „…Ich mach mehr so Softwarearchitektur bei Banken“
    „oh“ (schweigen).

    Klar, irgendwie blöd, aber andererseits: woher soll mein Gegenüber wissen, was ich schon alles gehört hab?
    Für mich ist es vielleicht der hunderste „ich nehm’s auch umsonst“, für mein gegenüber ist es aber der Versuch, etwas gemeinsames zu finden.

    Anstatt jemanden vorzuwerfen, nicht originell genug für meinen Anspruch zu sein, könnte ich mich ja auch mal freuen, dass er sich überhaupt die Mühe macht, mich kennen zu lernen, und merken, dass er in einer sozialen Situation, die für viele extrem unangenehm ist, gerade nach offensichtlichen Strohhalmen greift.

    Wenn mich das Gespräch nervt, muss ICH es ändern, und nicht den anderen anschmollen und mich nachher beschweren.

    „Und beruflich?“
    „Ich erschlage Babyrobben“
    „Wirklich?“
    „Ne, aber ich kann es mir nicht leisten, mein Ansehen zu ruinieren, indem ich allen erzähle dass ich *flüster* für Banken arbeite“

    (Generell kann man hier imho ne Menge der „Game“-Ansätze verfolgen, letztlich will man ja eine lockere und angenehme Atmosphäre. Insbesondere „keine Faktenantworten“ ist Gold wert im Smalltalk)

    Zur Ursprungsproblematik:

    Möglichkeit eins: das Gegenüber ist wirklich ein Arschloch. Z.b. ein Rassist, der jemanden aufgrund des Äusseren die Staatsbürgerschaft abspricht.
    Dann ist nicht die Frage das Problem, sondern dass der Typ einen beleidigt.

    Oder das Gegenüber ist kein Arschloch. Dann sollte man es nicht so behandeln, nur weil man mit etwas mühe schaffen kann, seine Worte dahingehend zu verdrehen.

    • Ka, aber ich finde die geilsten und lustigsten Dialoge entstehen oft zwischen Leuten mit beiderseitigen starken Vorurteilen.

      Man kann das vllt auch mal etwas weniger ernst nehmen und mehr als soziales Spiel sehen. Natürlich müssen dazu beide Seiten ein gewisses Mass an Selbstironie aufbringen.

      Wenn man zB bei Feministinnen andeutet dass man sie für Schlampen hält ist das auch weniger Beleidigung als Herausforderung (zu einem Spiel).

      Sich darüber aufregen, dass der andere einen mglw. nicht maximal lieb hat ist irgendwie memmemhaft. Niemand hat Anspruch auf vorurteilslose Zuwendung.

  12. „Das beste Mittel ist es aus meiner Sicht in der Tat Rasse und Herkunft einfach auszublenden und den anderen als die normale, individuelle Person zu betrachten, die er ist.“

    Natürlich, das und nichts anderes ist geboten, und genau das erwarten die anderen auch. Die Schwarzen wollen einfach ganz selbstverständlich behandelt werden wie alle anderen, ohne das ihre Hautfarbe unnötig thematisiert wird.

    „Ich glaube auch wegen dieser Erfahrungen, dass der intersektionale Ansatz mit seiner Betonung der Gruppenzugehörigkeit, mit “kultureller Aneignung” und mit Rassismusvorwürfen, die sich an Kleinigkeiten festmachen, eher Schaden angerichtet wird.“

    In der Regel sind die Leute die sowas vertreten keine Schwarzen oder Asiaten, sondern Mischlinge. Die scheinen ein besonderes Problem zu haben. Ich habe mal einen Text von einem Deutsch-Inder gelesen, der sich darüber beklagte, nirgendwo wirklich dazu zu gehören; in Indien schaut man ihn genauso komisch an, wie in Deutschland. Das ist natürlich ein psychologisches Problem, und dazu eines, für das man niemand verantwortlich machen kann, außer dem zufälligen Zusammentreffen der Eltern. Und offenbar gibt es da leicht eine Reaktionsbildung, die dazu führt, die Gesellschaft als ganze als rassistisch abzulehnen. Noah Sow schreibt in ihrem Buch ja auch, dass ihre Mutter eine Deutsche ist.

    • Warum sollte es geboten sein unterschiedliche Menschen im privatem Kontext gleich zu behandeln?

      Muss ich dann auch Frauen mit grösseren Titten genauso behandeln wie welche mit kleinen?

      So ganz nebenbei verbietet man damit auch jeden Ausdruck positiver Wertschätzung, denn wer nicht negativ diskriminiert kann auch nicht positiv diskriminieren, weil beides das gleiche ist.

    • „Das beste Mittel ist es aus meiner Sicht in der Tat Rasse und Herkunft einfach auszublenden und den anderen als die normale, individuelle Person zu betrachten, die er ist.”

      Das ist absurd. Rasse und Herkunft sind Teil der Individualität.

    • “Das beste Mittel ist es aus meiner Sicht in der Tat Rasse und Herkunft einfach auszublenden und den anderen als die normale, individuelle Person zu betrachten, die er ist.”

      Das mag zwar löblich sein, ist aber naiv. Der Mensch denkt in Schubladen und gibt damit seinem Leben Struktur.
      Das ist solange nicht verwerflich, wie er bereit ist, im Bedarfsfall die Einordnung zu hinterfragen.
      Wenn ich in der S-Bahn auf dem Weg zum Kölner Hbf bin, klingelt mein internes Alarm-Zentrum, wenn zwei oder mehr südländisch wirkende junge Männer das Abteil betreten und sie ziehen erhöhte Aufmerksamkeit auf sich.
      Zu verlangen, Rasse und Herkunft einfach auszublenden, ist angesichts der jüngsten Vorkommnisse schlicht eine alberne Empfehlung.

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