Sind mehr Frauen als Männer gegen Abtreibung?

Ein für mich überraschendes Ergebnis von Umfragen wird beim Guardian dargestellt:

Polling on abortion, as highlighted by UKPollingReport back in 2012, is pretty clear when it comes to the attitudes of men and women:

“Polls consistently show … that women are more likely than men to support a reduction on the abortion limit. In the 2011 YouGov poll 28% of men supported a reduction, 46% of women did. In the 2012 YouGov poll 24% of men supported a reduction, 49% of women did. In the Angus Reid poll 35% of men supported a reduction in the limit, 59% of women did. In the ICM poll 45% of men supported a reduction to 20 weeks, 59% of women did.”

Drilling down into the numbers doesn’t reveal anything untoward. YouGov’s 2012 poll suggests that slightly more men than women want to ban abortion completely (8% vs 5%), but the result isn’t statistically very significant, and the effect disappears in the Angus Reid poll (the question isn’t asked in ICM’s). The YouGov numbers are lower than those found by Angus Reid and ICM, but the gender differences are still consistent.

Other polls have appeared since that article, and they show the same thing. A 2013 YouGov poll on behalf of the University of Lancaster found 26% of men supporting a reduction or ban, versus 43% of women. Interestingly, 53% of women in that survey believed that life begins at conception, against 35% of men – not exactly „every sperm is sacred“, but not too far off.

The difference even holds up when you poll Catholics. A second University of Lancaster survey carried out last autumn found that 40% of Catholic men supported a reduction or ban, against 57% of Catholic women. Exactly the same difference in percentage points that they found among the general population.

Das ich Abtreibung als ein Recht sehe, dass auch für Männer wichtig ist, hatte ich bereits in diesem Artikel dargestellt. Ich verstehe auch die Männer nicht, die gegen eine Abtreibung sind, es wird in einer ernsten Beziehung selten dazu kommen und ansonsten bedeutet es häufig, dass man Kindesunterhalt zahlen wird, über die Elternschaft an eine Person gebunden ist, die anscheinend nicht genug Vertrauen in die Sache hat, um das Kind mit einem gemeinsam zu wollen oder die es sich gegenwärtig selbst nicht zutraut. Die Ausgangslage ist insoweit denkbar ungünstig.

Frauen, die dagegen sind, verstehe ich noch weniger. Immerhin haben ja letztendlich Frauen die Entscheidung, ob sie es machen oder nicht und können damit für sich selbst die ihnen genehme Lösung wählen.

Andererseits waren es in (theoretische) Diskussionen um eine Abtreibung auch eher Frauen, die mit Argumenten wie „Es ist ja immerhin ein Kind“ kamen, die meisten Männer sahen das eher praktisch. Wenn es nicht passt, dann ist es besser, dass das Kind erst gar nicht geboren wird. Frauen schienen da häufig eine emotionalere Position zu zu haben und es auch noch neben dem medizinischen Gesichtspunkt unter dem Gesichtspunkt „kann man das mit einem Embryo wirklich machen“ zu betrachten.