Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 28. Dezember 2015

Label, Gruppenzugehörigkeit, Schuldzuweisung und Lagerdenken

DMJ kommentierte zu „Das Patriarchat schadet auch Männern“

Die ganze Sache zeigt, wie viel wichtiger Label, Gruppenzugehörigkeit, Schuldzuweisung und Lagerdenken in der Diskussion sind, als ein Vorankommen.

Wie gesagt: Auch ich meine, dass Geschlechterrollenzwänge schädlich sind. Für Männer, wie Frauen. Wer diese Zwänge auflösen will, hat meinen Segen (wobei er aber nicht über das Ziel hinausschießen sollte – nicht die Rollen sind schlecht, nur ihr Zwang).
Aber ich sehe eben nicht, dass der Feminismus (zumindest in den Strömungen, die obigen Satz am lautesten sagen), das tut.
Im Gegenteil: Bedingung zur Mitgliedschaft ist ja das absolute und rückhaltlose Bekenntnis zu den festen Rollen von Mann und Frau als Unterdrücker und Unterdrückter, wobei das Individuum nichts und die Gruppe alles ist. Was immer gegen diese beiden klaren Schubladen spricht, wird ignoriert oder umgedeutet (als positiver oder internalisierter Sexismus) und darauf zu verweisen gilt als Blasphemie.

Ich erinnere mich noch zu gut daran, wie mir eine Feministin, die weit mehr als ich verdiente erklärte, dass es mir als Mann besser ginge, da die Mehrheit der Aufsichtsratsvorsitzenden und Staatsoberhäupter Genitalien der gleichen Art wie ich hat.
Diese Denkweise ist ebenso bizarr, wie inhuman. Ich lehne alle Ideologien ab, die das Individuum missachten, da sie quasi eine Startrampe für Unmenschlichkeiten sind.

Es ist ja interessant, dass der Feminismus vorgibt, Rollen auflösen zu wollen, aber selbst feste Rollen als Grundlage seiner Ideologie hat, aus denen man kaum entkommen kann: Der Mann hat Privilegien per Geburt, deswegen ist er schuldig und muss Buße zu, in dem er seine Privilegien hinterfragt. Er ist insofern zumindest aus Sicht der radikalen Feministen immer Feind, allenfalls ein Unterstützter, ein Ally, der täglich seinen Wert beweisen muss.

Rauskommen kann der Feminismus oder eine Feministin, die eine menschlichere Betrachtung der Geschlechterverhältnisse will, in der Tat nur, wenn sie neben abstrakten Gruppen, von denen nur eine Macht haben darf, auf eine individuellere Sichtweise umgestellt wird, die berücksichtigt, dass gewisse Unterschiede nur im Schnitt bestehen.

 

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Responses

  1. Feminismus ist das von dem er vorgibt dagegen zu sein: Feminismus ist Patriarchat.

    Und jetzt „Man Up!“ statt eure „Male Tears“ und #heforshe, denn Männer müssen für Frauen die „safe spaces“ einrichten, wobei wichtig ist: „listen and believe“.

    Ich erkenne darin die tradierteste Männerrollen. Der schweigende, helfende, unterstützende Beschützer und Versorger von Frauen. Neuer Zwang in alten Schläuchen…

    • Alter Zwang in neuen Schläuchen…guten morgen…. 🙂

  2. Messerscharf hat Schopenhauer vor vielen, vielen Jahren gefolgert:

    “…Demgemäß wird man als den Grundfehler des weiblichen Charakters Ungerechtigkeit finden. Er entsteht zunächst aus dem dargelegten Mangel an Vernünftigkeit und Ueberlegung, wird zudem aber noch dadurch unterstützt, daß sie, als die schwächeren, von der Natur nicht auf die Kraft, sondern auf die List angewiesen sind: daher ihre instinktartige Verschlagenheit und ihr unvertilgbarer Hang zum Lügen.”

    und war es dieser alte Grimmbart oder Nitzsche der sagte:
    gehst du zum Weibe, vergiss die Peitsche nicht.

    ..Alter Zwang in neuen Schläuchen…guten morgen….

    Es liegt an den Männer sich von diesem Zwang zu befreien, und nicht noch dran mitzuarbeiten und sich dabei auch noch toll zu fühlen. Das geht jetzt nicht an die Adresse der männl. Feministen, im Gegenteil.
    Ich erlebe im Alltag viel zu oft, wie Männer sich von Frauen über den Tisch ziehen lassen, stolz wie Hunde, wenn sie was für ihre Herrin machen dürfen.

    • .ach ja, und ich habe den Eindruck, es gibt heutzutage nicht wenige Frauen, die sich benachteiligt oder ungerecht behandelt fühlen, wenn sie nicht zu 100% mit dem durchsetzen können, was sie sich in den Kopf gesetzt haben

  3. Logik, Plausibilität, Konsistenz, Differenzierung sind doch alles nur Mittel patriarchaler Unterdrückung! Es geht doch um das Gefühl dabei..

    • Logik, Konsistenz usw. und Gefühl, schließen einander nicht aus.
      Im Gegenteil. Ich bin sehr empfindsam, sensibel, gefühlvoll, wenn ich auch das s von sm bin, aber doch oder gerade deswegen gefühlvoll.

      Und echtes Gefühl braucht einen sicheren Rahmen und Konsistenz.
      Auch Logik, in dem Sinne das es verlässlich ist, und immer gleich, vorhersehbar, darauf vertraubar.
      Alles andere sind keine Gefühle sondern Affekte, das wird glaube ich oft durcheinandergeworfen.
      Und wirkliches Gefühl setzt immer auch das Hineinfühlen in andere voraus. Das reine Baden in der eigenen Befindlichkeit würde ich jetzt auch nicht als Gefühl bezeichnen.

      • @dottore caligari

        Das ist sehr schön formuliert. Vieles von dem, was als „Gefühl“ ins Feld geführt wird, ist gar keines. Vieles ist, wie du schreibst, Affekt. Gerade bei den SJWs auch einfach Ressentiment.

        Und noch häufiger ist das „ins Feld geführte Gefühl“ nicht einmal das. Da wird nicht gefühlt, das wird gedacht, geredet. Und Gefühle wollen wirklich gefühlt werden, nicht beredet. Sonst würden sie nicht Gefühle heißen, sondern Gerede.
        Gerade in der SJW- und Radikalfeministen-Szene ist das Schwätzen über „Gefühle“ nur ein armseliges Mittel, Diskurshoheit zu erlangen oder zu erhalten. Und andere Meinungen mundtot zu machen.

        Und dann gibt es noch die Ersatzgefühle. Wenn man z.B. traurig wird, um die eigentlich angemessene Wut nicht fühlen zu müssen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

        Nein, man kann als Daumenregel wirklich sagen: Wer am meisten über „Gefühle“ schwätzt, fühlt am wenigsten.

      • Und echtes Gefühl braucht einen sicheren Rahmen und Konsistenz.
        Auch Logik, in dem Sinne das es verlässlich ist, und immer gleich, vorhersehbar, darauf vertraubar.
        Alles andere sind keine Gefühle sondern Affekte, das wird glaube ich oft durcheinandergeworfen.
        Und wirkliches Gefühl setzt immer auch das Hineinfühlen in andere voraus. Das reine Baden in der eigenen Befindlichkeit würde ich jetzt auch nicht als Gefühl bezeichnen.

        Bravo! Sollte man einrahmen und aufhängen, genau darum geht es, du hast das sehr schön auf den Punkt gebracht.

        Ich würde sogar noch weiter gehen: Das Unterscheiden zwischen genuinen Gefühlen und momentanen Affekten bzw. Befindlichkeiten ist eine der wesentlichen Grundlagen unserer Kultur bzw. Zivilisation. Ohne diese Fähigkeit wären wir noch in der Steinzeit und würden uns gegenseitig mit der Keule die Schädel einschlagen.

        Deshalb geht auch Christians gutgemeinter Vorschlag ins Leere:

        Rauskommen kann der Feminismus […] nur, wenn sie neben abstrakten Gruppen […] auf eine individuellere Sichtweise umgestellt wird, die berücksichtigt, dass gewisse Unterschiede nur im Schnitt bestehen.

        Das perfide am momentan herrschenden institutionalisierten Feminismus ist aus meiner Sicht, dass er nicht nur am genannten Grupppendenken krankt, sondern in geradezu genialer Weise _gleichzeitig_ auch an seinem Gegenteil: An einer totalen und völlig perversen Individualisierung, die sich in folgendem Grundsatz zusammenfassen lässt: „Meine Gefühle sind immer richtig!“ Die Implikation „Und du hast sie ohne zu fragen zu akzeptieren/abzustellen/verstärken“ wird wohlweislich verschwiegen. Das Gegenüber hat in dieser Konstellation nur eine Aufgabe: Auf die Gefühle einzugehen und zu versichern wie schlimm alles ist, sich zu entschuldigen, und unhaltbare kindliche Versprechungen in vorauseilendem Gehorsam zu machen. Wer es wagt seine eigenen Ansichten ob dieser total enthermmten Gefühlsdiktatur kundzutun, ist Teil des Patriarchats, ein Unterdrücker, ein Schwein. Wenn Frau fühlt, muss Mann… ja was eigentlich? Mitfühlen? Nur solange das Mitgefühl konsistent mit den Gefühlen der Frau ist!

        Auch bei Gefühlen ist eine gewisse Verhältnißmäßigkeit angebracht. Wenn das kleine Kind die neue Bluse mit Apfelmus beschmutzt, dann ist das ein bedauerliches Missgeschick. Das Kind zusammenzuschreien, aus Ärger über die Situation Teetassen an die Wand zu werfen hat mit „Gefühlen“ nichts, mit infantiler Unbeherrschtheit sehr viel zu tun. Ein solches Verhalten als fortschrittlich „im Einklang mit seinen Gefühlen sein“ oder „seine Gefühle ehrlich ausdrücken“ zu verkaufen ist nichts weiter als eine Ausrede.

  4. Wir suchen instinktiv Zugehörigkeiten, die sich dann auch als *gemeinsame* Kultur gegen andere abgrenzen.

    Familie, Gemeinde, Nation, …

    Das war schon immer so. EvoPsych hat sicherlich einiges dazu zu sagen. Jedes “Gebilde“, das sich ideologisch darüber hinwegsetzt wird bzw. muss totalitär werden. Polizeistaat etc., der früher oder später gewaltsam oder friedlich deshalb zerfällt.

    U.a. sind deshalb auch Grenzen notwendig. Vor allem wenn sich Solidargemeinschaften bilden.

    Es ist ein ganz grundsätzlicher linker Fehlschluß, das als “schlecht“ brandmarken zu wollen. Ausserdem machen sie es auch nur verlogener und per ideologischer ggf auch weiterführender Gewalt. Dahinter verbirgt sich dann auch nur linkes Lagerdenken, das dann recht extrem wird. Verlogen mit falschem Label es sei nicht so.

    Und natürlich ist deshalb überall “Lagerdenken“. Auch bei denen die meinen sie täten es nicht. Sie zwingen sich dann mit eben diesem Lagerdenken auf. Ein verlogener Trick, mehr nicht.

    Es geht um Identität entgegen Konformität. Und dem Schutz von Identität, letztlich auch dem Platz, der Umgebung in der man friedlich lebt.

    Dazu ein kürzliches Buzzfeed Interview mit Ramzpaul:

  5. „Es ist ja interessant, dass der Feminismus vorgibt, Rollen auflösen zu wollen, aber selbst feste Rollen als Grundlage seiner Ideologie hat, aus denen man kaum entkommen kann.“

    Ja das halte ich auch für einen der zentralen Widersprüche des sozialen Konstruktivismus. Man sieht alle Kategorien alles sozial konstruiert an, konstruiert dann neue die dann als super-objektiv gelten sollen.

    Ein weiterer Widerspruch:
    Man sagt die bestehenden Kategorien unterdrücken und verletzen Menschen. Aber wo hat man für diese Verletzungsannahme eine objektive Basis? Das kann ja genauso gut konstruiert sein.

    • @tom

      „Man sieht alle Kategorien alles sozial konstruiert an, konstruiert dann neue die dann als super-objektiv gelten sollen.“

      Gerechtfertigt wird das ja damit, dass man nicht die Rollen konstruiert, sondern vorfindet. Leider SIND eben Männer in dieser privilegierten Rolle und es GIBT eine Rape Culture. Und dieser „Ist-zustand“ wird dann absolut gesetzt und es wird ausgeschlossen, dass das Individuum oder ein Großteil einer Gruppe sich bereits daraus befreit hat

    • Was heißt denn „neu“?

      Bar jeder Erkenntnis glauben Gender Feministinnen irgendwelche Geschlechterrollen zu „dekonstruieren“, indem sie unglaublich profan und schlicht das Gegenteil dessen konstruieren, was derzeit irgendwie Geltung hat.

      Als Beispiel: Pink als limitierende und angeblich einschränkende Mädchenfarbe wird „dekonstruiert“ indem Jungs in Pink abgebildet werden (Was für eine Geistesleistung). Dabei halte ich ja schon die genderfeministische Vermutung das „Pinkifizierung“ Mädchen davon abbringt MINT zu studieren oder DAX-Vorstand für einen derart geist- und beleglosen Gedankenmüll, das ich mich frage wie blöd man eigentlich sein kann. Das pinke Mädchen-Ü-Ei hält diese davon ab einen technischen Beruf zu erlernen, was für ein Menschenbild! Der Mensch als komplett inhaltsleeres und roboterhaftes Wesen dem man artifiziell irgendwie so konstruieren kann, das es mit der eigenen Ideologie passt.

      Was für eine dumpfe Lebensferne!

      • Es gibt jetzt eine Barbie Werbung wo ein Junge dabei ist. Allerdings ist der Junge gestylt wie ein Klischee-Mini-Designer oder Justin Bieber. Womit es wiederum doch kein richtiger Sterotypenbruch wäre

        • Mit diesem Werbespot versuchte übrigens Opel „Stereotypen“ zu durchbrechen und die Marke zu verjüngen um endlich das Klischee von der Rentnermarke loszuwerden:

          Dieser Spot schlug vernichtend ein und markiert den Beginn des dramatischen Abstiegs von Opel als Marke…

        • >>“Womit es wiederum doch kein richtiger Sterotypenbruch wäre.“

          Der ist auch nicht zu erwarten. Du machst eben den Fehler, den jeder Laie bei der Betrachtung von Werbung macht: Er überschätzt A) ihre Wirkung und viel wichtiger B) du nimmst Werbung um die Kultur der Adressaten von Werbung zu einem bestimmten Zeitpunkt zu konstruieren, statt Werbung als Quelle von Verbraucherkonzepten der Marketing-Experten zu sehen.

          Gerade B) ist entscheidend. Der Barbie-Spot mit dem Jungen sagt uns viel über das Verbraucherkonzept des Modedesigners und Barbie, aber gaaaanz wenig über unsere Kultur.

          Werbung greift nur auf, Werbung formt nicht.

          Vertiefend hierzu: Konrad Dussel, Rainer Gries, Nepamuk Gasteiner, Siegfried Schmidt und Niklas Luhmann lesen. 🙂

  6. „Es ist ja interessant, dass der Feminismus vorgibt, Rollen auflösen zu wollen, aber selbst feste Rollen als Grundlage seiner Ideologie hat, aus denen man kaum entkommen kann“

    Schön auf den Punkt gebracht…

    Da mühen sich Generationen von Soziologen, Psychologen u.a. mit den Rollen-Modellen ab und die Genderistas wischen dies mit dem Postulat einer einzigen „Super-Rolle“ vom Tisch…

    Hab dazu schnell mal in der allwissenden Müllhalde nachgeschaut und bin dabei auf diesen interessanten Satz gestossen:

    Eine weiter gehende Rollendebatte fand in der angelsächsischen Soziologie nicht statt

    Ich fragte mich zunächst: Ist das eventuell der Schlüssel? Dass all die Apologeten einer J. Butler dieses Thema ignorieren?

    Hab dann die Diskussionsseite dieses Wiki-Artikels angeschaut. Diskussionsseiten sind meistens die „interessanteren“ Info-Quellen.

    Dort gefunden:

    In akteurbezogenen (oft mikrosoziologisch fokussierten) soziologischen Theorien ist der Begriff der „sozialen Rolle“ oft fruchtbar und wird gerne angewandt.

    Schwieriger tun sich die kollektivbezogenen Theorien (z. B. Strukturfunktionalismus, Ethnotheorie), weil die stets notwendigen Rollen-Kompromisse der Akteure hier eher z. B. als Fehlverhalten oder als z. B. als von außen (‚europäozentrisch‘) hinein getragen aufgefasst werden und mit anderen Begriffen analysiert werden („dysfunktional“, „kulturimperialistisch“).

    Wo „Theorien der Gesellschaft“ von „soziologischen Theorien“ unterschieden werden (z. B. im Marxismus, in der Systemtheorie nach Niklas Luhmann), wird der Begriff entweder vehement zurück gewiesen (so Frigga Haug mit ihrem Rückgriff auf die „Charaktermaske von Karl Marx), oder er bleibt unverwendet bzw. wird ganz neu definiert.
    Zu lernen ist daraus: Auch der Begriff der „sozialen Rolle“ bietet eine Ansatzpunkt für Ideologie, empirisch wichtig da, wo die Handlungen selbst bedeutungslos werden, als reines äußeres Handeln, während der Akteur sich in die ‚inneren Emigration‘ (s. a. Rollendistanz, Anomie) gezwungen sieht.
    Die Wirklichkeit wird dann leicht zur täuschenden Inszenierung, und gesellschaftlichen Verhältnisse erscheinen dementsprechend als (hoffnungslos) unveränderbar oder nur revolutionär anderbar.
    Die Rollentheorie gilt im letzteren Fall als Ideologie („falsches Bewusstsein), da sie „Rollen“ als vorgegeben akzeptiert, gesellschaftliche Widersprüche ins Individuum verlegt und zu Rollenkonflikten entschärft, was in Wirklichkeit Klassenkampf sein sollte.

    Frigga Haug (Haug 1994) bezweifelt, dass mit einem Rollenbegriff das gesellschaftliche Leben hinreichend und erkenntnisreich erläutert werden kann. Mit dieser Methaphorik, die dem Theater entlehnt wurde, verschwindet sowohl die Geschichte der Gesellschaft und ihre ökonomischen Bedingungen als auch das dialektische Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft. In einer Analyse entlang eines Rollenbegriffs kommt es auch zu verhüllenden Schlussfolgerungen.

    Diese Frigga Haug – ich hab bisher noch nie was von ihr gehört – ist die von Belang im sogenannten „Diskurs“?

    @ Chris: Wie wär’s mit einem eigenständigen Blogthema zu „Rollentheorie und deren Stellenwert in der Geschlechter-Debatte“?

  7. The heteronormative nature of the patriarchal construct that pervades western nations which allows for the perpetuation of restrictive gender norms and trivialisation of serious oppression faced by women, Peoples Of Colour and the disabled at the hands of cis het white males via their privileged status is problematic to say the least and is indicative of a society ruled by old white men who refuse to smash the glass ceiling and allow equal representation of downtrodden for fear that their misplaced illusions of superiority be proven wrong.

    • Foucault wäre stolz auf ihn. Buzzwordparade über sieben Zeilen.

      Was mich dabei immer so erstaunt ist diese Endgültigkeit. Mit niemanden liefere ich mir zum Beispiel erbittertere politische Debatten als mit weißen cis-heten Männern über die Ausgestaltung Deutschlands und Europa, aber irgendwie arbeiten wir alllle zusammen. Haben alllllle ein Ziel. Bekämpfen alllllle frauen, anderspigmentierte und Behinderte….

      Alle weissen Männer sind eins. Allllle. Egal ob dick dünn, arm reich, proletarisch oder bürgerlich, mit Mihigru oder ohne, egal ob Bayernfan oder HSVler, ob Theater oder Kinogänger, egal ob kriminell oder nicht. Alle weissen cis heten sind eine verschworene Koalition gegen alle anderen. Das ist der Grund warum wir geboren wurden. Eine Hautfarbe sie zu knechten. Eine heterosexualität sie zu unterdrücken, ein geschlecht um sie zu versklaven.

      The pure evil. Alllllle….

  8. Ui, man hat wieder einen Beitrag zu einem Ausspruch von mir – und noch dazu zu meinem Lieblingsthema, dem Labelproblem – gemacht. 😀

    Das freut mich – gerade dieser Tage, wo ich mich wieder als Sexist bezeichnen lassen durfte, weil ich Rey im neuen „Star Wars“ als langweilige Figur, die außer Perfektion aller Fähigkeiten keine Charaktereigenschaften hat, sehe. 😛

    • Wieso gibt es eigentlich so gut wie keine Feministin, die die Bedeutung oder auch nur den Sinn des Wortes „Sexist“ kennt?

      • Weil das nur hinderlich wäre. 😉

        Es war tragikomischerweise auch keine Feministin, die mir den Vorwurf machte, sondern ein SW-Fanboy, dem wohl alles recht war, was er einsetzen konnte, um zu zeigen, dass meine Anmaßung, den Film subjektiv nicht zu mögen, verwerflich sei.
        Solche Tricksereien erleichtern die Sache natürlich.

        (Der Vollständigkeit halber hier noch kurz meine kurzen und betont subjektiven Ausführungen zum Film: http://www.buddelfisch.de/2015/12/star-wars-episode-7-das-erwachen-der-macht-oder-das-entschlafen-des-interesses/ – wem er gefallen hat, der soll ihn halt mögen, mir aber eben nicht.)

  9. „Ich lehne alle Ideologien ab, die das Individuum missachten, da sie quasi eine Startrampe für Unmenschlichkeiten sind.“

    Der Satz gefällt mir echt gut. Würde ich so unterschreiben.

  10. […] Kommentator Pingpong schrieb: […]


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