Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 11. Dezember 2015

„Wir sollten alle Feministen sein“

(das ist der Tedx-Talk, auf dem das Buch beruht, welches in Schweden an alle Schüler verteilt werden soll)

Aus der ersten Buchbesprechung bei Amazon:

In We Should All Be Feminists beschreibt Adichie zunächst Geschichten aus ihrem Leben, die sie u.A. dazu gebracht haben Feministin zu sein. Sie spricht über die Schere zwischen Frauen und Männern in Machtpositionen und wie wir anfangen müssen unsere Kinder anders zu erziehen – ohne ihnen Geschlechterrollen aufzuzwingen.

Obwohl Adichie hier ihren Fokus auf eigene Erfahrungen und Nigeria legt, weil es das ist was sie kennt, kann man alles was sie sagt auch auf jede Gesellschaft in jedem anderen Land beziehen.

So z.B. spricht sie davon, dass Geschlechterrollen unseren Kindern mehr schaden und das wir aufhören müssen auf ihnen zu beharren. In dem wir meinen, Männer müssten stärker und härter sein, nehmen wir ihnen ihre Menschlichkeit. Unsere Definition von Maskulinität ist sehr eng. Wir lehren ihnen Angst vor Ängsten und Schwächen, Verletzlichkeit zu haben. Dies führt dazu das Männer oft mit mehr mentalen Gesundheitsproblemen zu kämpfen haben, weil wir ihnen beibringen, dass Sensibilität eine Schwäche sei – sei dies auch nur mit einem kleinen Satz wie „Große Jungs weinen nicht!“. Weil wir Jungs diese Idee von Maskulinität aufzwingen, enden die meisten mit sehr zerbrechlichen, zarten Egos.

Dann erziehen wir unsere Mädchen so, dass wir ihnen beibringen, sich um diese zerbrechlichen Egos zu sorgen. Wir machen sie klein.
Wir bringen Mädchen bei nie „zu viel“ von etwas zu sein. Mädchen können Ehrgeiz haben, aber sie sollten nicht zu viel davon haben. Mädchen können erfolgreich sein, aber sie sollten nicht zu erfolgreich sein. Wir müssen eine Rolle spielen, sodass wir Männer nicht „entmannen“.

Sie schreibt, dass wir uns von dieser Prämisse verabschieden sollten. Das der Erfolg einer Frau keine Gefahr für den Mann sein muss.
Wenn wir einfach nur anfangen unsere Kinder anders zu erziehen, könnte sich die Ungleichheit von Geschlechtern binnen 10 Jahren in Luft auflösen – hoffentlich.

Ich glaube, ich erzähle ziemlich viel nach, obwohl da natürlich noch viel mehr ist, dass Adichie anschneidet! Aber ich fand es beeindruckend Adichies Gedanken zu Feminismus zu lesen und ich war begeistert davon wie sehr ich ihr zustimme. Adichie bringt mit diesem Text einen dazu nachzudenken und Geschlechterrollen anzuzweifeln, wenn man das denn nicht schon bereits tut. Ich denke, We Should All Be Feminists sollte jeder lesen und den Titel beim Namen nehmen.

Was ich zuvor nicht wusste ist, dass dieser Text ein Transkript der Rede ist, die Adichie bei Tedx gehalten hat und ich habe mir gleich nach dem Lesen auch gleich das Video auf Youtube angeschaut und ich kann nur sagen: Was für eine Frau!

Adichies Worte sind weise. Sie ist intelligent und stark, harsch aber wahr und sie hat unglaublich viel Charme und Witz. Die Art von Feminismus von der Adichie redet ist keine, die leicht zu verdauen ist, denn sie rüttelt an vielen Denkweisen, die tief in jede Gesellschafft verzeigt sind, aber wenn man ihr wirklich zuhört, sei dies in dem man We Should All Be Feminists liest oder es auf Youtube anschaut, merkt man wie viel Wahrheit dahinter steckt.

Ich denke, Adichie ist eine Frau, der man viel mehr Aufmerksamkeit schenken sollte und sie ist ein großartiges Vorbild für jedes junge Mädchen da draußen. Deshalb finde ich es auch klasse, das Weltstars wie Beyoncé, dessen Musik von vielen jungen Menschen gehört wird, auch Adichie an die breite Masse bringt, denn die Frau die man ‚Flawless‘ sprechen hört ist sie!

Ich bin absolut begeistert von Adichie und We Should All Be Feminists und kann es nur an jeden weiterempfehlen!

Zu der Aktion gibt es einen interessanten Text, der meint, man müsse Jungs schon das Recht geben, Nein zum Feminismus zu sagen und ihren eigenen Weg zu wählen:

As a lapsed male feminist myself, I feel I should start with aconfessional.

Firstly, I think Chimamanda Ngozi Adichie is an extraordinary human being. I defy anyone with an open mind and an open heart to watch her speak and not be impressed by her intelligence, humour, courage, creativity, compassion, self awareness and beauty.

When she proudly declares: “I have chosen to no longer be apologetic for my femaleness and for my femininity and I want to respected in all of my femaleness because I deserve to be”, there’s a part of me that wishes I was a strong, black woman so I could whoop along with the Sisterhood.

However, as a straight, white male from working-class roots living a fairly middle-class lifestyle (a demographic one of my mates describes as “half-classed”), I’m left wondering if there is a stage anywhere in the world where a young man could be applauded for saying:

“I have chosen to no longer be apologetic for my maleness and for my masculinity and I want to be respected in all of my maleness because I deserve to be!”

It may sound comical but in a truly egalitarian world we would welcome such declarations of male and female empowerment with parity. And yet my personal experience of the feminist worldview that dominates gender politics, is that rather than encourage the empowerment of men, it expects us to apologise for our maleness, our masculinity and our manhood.

So the day I gave up apologising for being my own man – both to socially-conservative traditionalists and to progressive, liberal feminists – was the day I became an unapologetic, card-carrying non-feminist.

Ja, warum eigentlich nicht? Im Feminismus wäre die Antwort klar: Weil dort Männlichkeit absolut negativ besetzt ist und vergleichbar ist mit der Erklärung, dass man stolz auf seine Ausbeuterei und Unterdrückung anderer Menschen ist. Dabei gibt es natürlich viele positive Aspekte von Männlichkeit, die man ebenso hervorheben könnte und als Mann leben zu wollen ist nicht schlimmer als als Frau leben zu wollen.

Der Text behandelt dieses Problem nicht und stellt dafür auf die freie Wahl in den Vordergrund und den Umstand, dass man nicht einen „Käfig“ durch einen anderen ersetzen sollte.

I believe every child, everywhere in the world, deserves the right to be taught to think for themselves and then use those skills to decided what they want to believe or not believe.

Adichie, for example, has some really interesting beliefs about boysthat are worth considering. She says: “We do a great disservice to boys in how we raise them. We stifle the humanity of boys. We define masculinity in a very narrow way. Masculinity is a hard, small cage, and we put boys inside this cage.”

And yet her response to this rigid masculine conditioning is to place boys inside a narrow thought cage called “We Should All Be Feminists”.

Es folgt ein weiteres schönes Plädoyer für freie Wahl in Abgrenzung zum Feminismus:

Adiche claims we do a disservice to boys by making them feel “they have to be hard”, leaving them with a “very fragile ego” in the process. This process, she argues, does “a much greater disservice to girls, because we raise them to cater to the fragile egos of males”.

There may be some truth in that. It’s also my experience that feminism – with it’s trigger warnings and its fundamentalist belief that “we should all be feminists” – is the embodiment of a fragile female ego that is incapable of accepting that anyone else (especially men and boys) should be entitled to the privileged position of being considered vulnerable, sensitive and worthy of protection.

Adiche says she wouldn’t be interested in any man who would feel intimidated by her and rightly so. So why does she expect boys to be interested in a fundamentalist approach to gender politics that is so intimidated by reasoned criticism?

Finde ich einen Text mit sehr viel guten Stellen.

 

 

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Responses

  1. “We do a great disservice to boys in how we raise them. We stifle the humanity of boys. We define masculinity in a very narrow way. Masculinity is a hard, small cage, and we put boys inside this cage.”

    Und wer ist dieses „We“. Feministinnen schließen sich da ja automatisch auszuschließen.

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/12/09/selbermach-mittwoch-38-09-12-2015/#comment-216119

    • Feministinnen schließen sich da ja anscheinend automatisch aus.*

  2. „Adichies Worte sind weise.“

    Adichies Feminismus wirkt auf mich wie ein Kleinkinderchristentum: „Jesus sagt, wir sollen uns alle ganz doll lieb haben, dann sind alle nett zueinander und keinem stößt ein Leid zu. Wär das nicht toll?“

    Für die heilige Sache darf man dann allerdings schon böse werden:
    „The oppression of women, she says, „Makes me angry. I can’t not be angry. I don’t know how you can just be calm. My family says to me, ‚Oh, you’re such a man!‘ – you know, very lovingly… But of course I’m not, I just don’t see why I shouldn’t speak my mind.“
    (http://www.vogue.co.uk/arts-and-lifestyle/2015/10/chimamanda-ngozi-adichie-novelist-ted-speaker-interview)

    Immerhin ist sie in ihrer Partnerwahl nicht ganz so scheinheilig wie Watson.
    http://www.nairaland.com/attachments/1324218_chimamanda_jpg31a9dfc45d6e2680b6dd24501924b1fe

    • Ja exakt, gerade folgendes Zitat:

      „Wenn wir einfach nur anfangen unsere Kinder anders zu erziehen, könnte sich die Ungleichheit von Geschlechtern binnen 10 Jahren in Luft auflösen – hoffentlich.“

      hat mich sofort an eine ältere Dame aus meiner früheren Nachbarschaft erinnert, die in irgendeiner evangelikalen Sekte war und einen mit ihren penetranten Missionierungsversuchen und ihrer geradezu absurd naiven Weltsicht genervt hat. Einer ihrer Lieblingssprüche war „Wenn sich alle Menschen nur an die Bibel halten würden gäbe es in kürzester Zeit kein Leid und Elend mehr auf der Welt“.

      • Ja genau. Dieses missionarische quasi-religiöse Argument ist mir auch aufgefallen. Wenn alle an Allah glauben, wird es auch keinen Terrorismus (-> keine Ungläubigen) mehr geben.

  3. “I have chosen to no longer be apologetic for my femaleness and for my femininity and I want to respected in all of my femaleness because I deserve to be“

    What a stupid statement.

    Feminismus mag ja in Nigeria relevant sein, aber nicht im Westen.

    • Ja darüber bin ich u.a. auch gestolpert. Wo müssen sich frauen bitte in Deutschland oder Schweden für ihr Frausein entschuldigen?

      • Und: Warum sollte irgendjemand Respekt dafür bekommen, dass er ein Geschlecht hat?

    • >>“Wenn wir einfach nur anfangen unsere Kinder anders zu erziehen, könnte sich die Ungleichheit von Geschlechtern binnen 10 Jahren in Luft auflösen – hoffentlich.“

      Ich würde mich ja als Pragmatiker bezeichnen. Ich habe zwar mein ideologisches Grund-Mindset (Eher wirtschaftsliberal, eher sozial- und wertkonservativ) und bilde aufgrund dieser Einstellungen politische Meinungen, aber im Prinzip geht es mir immer um die Sache:

      Problem – Lösungsansätze – Entscheidung – Evaluation des Problemlösungserfolgs

      Daher Butter bei die Fischer: Wie genau erziehen wir heute Jungen? Warum ist das wie wir es tun ein Problem? Welche anderen Erziehungsansätze gibt es? Wie unterscheidet sich eine feministische Erziehung von diesen Ansätzen? Warum wäre feministische Erziehung eine bessere Problemlösung? Wie können wir den Erfolg von feministischer Erziehung messen? Das sind ganz einfache Fragen entlang meines Entscheidungskonzepts.

      Und das sind meine konkreten Fragen an Feministinnen. Und man sage mir nicht, feministische Erziehung sollte darauf beruhen, das man lehrt Geschlechter gleich zu respektieren/behandeln/fördern. Das ist aufgeklärte humanistische Erziehung wie ich sie in Europa überall erlebe.

      Wenn man Feminismus als Mindset so entgrenzt anwendet, fehlt dieser Kategorie die Unterscheidbarkeit, die heuristische Abgrenzung zwischen feministischen und nicht-feministischen Erziehungsansätzen. Wenn ich sage „Alles ist Feminismus“ ist eben auch nichts feministisch (Ein Problem, dass Mein-Dein-Feministinnen ständig ausblenden), sie beschreiben mit einem feststehenden Begriff einfach alles was irgendwie gut sein soll.

      Deshalb ist ja der Verweis auf die Wörterbuchdefinition so lächerlich, ich kann das was dort steht eben auch wollen ohne Feminist zu sein (Gleichberechtigung).

      Aber weiter: Wie genau sieht feministische Erziehung aus? „Respektiere den anderen, das andere Geschlecht“ ist kein feministischer Wert. Es gibt hier z.B. keine Unterschiede zu einer aufgeklärt-humanistisch-demokratischen Erziehung und feministischer Erziehung.

      Halt Stopp! Doch den gibt es, sonst wäre es ja keine feministische Erziehung. Feministische Erziehung soll:

      >>die Geschlechterrollen die „unseren Kindern mehr schaden und das wir aufhören müssen auf ihnen zu beharren. In dem wir meinen, Männer müssten stärker und härter sein, nehmen wir ihnen ihre Menschlichkeit. Unsere Definition von Maskulinität ist sehr eng. Wir lehren ihnen Angst vor Ängsten und Schwächen, Verletzlichkeit zu haben. Dies führt dazu das Männer oft mit mehr mentalen Gesundheitsproblemen zu kämpfen haben, weil wir ihnen beibringen, dass Sensibilität eine Schwäche sei – sei dies auch nur mit einem kleinen Satz wie “Große Jungs weinen nicht!”. Weil wir Jungs diese Idee von Maskulinität aufzwingen, enden die meisten mit sehr zerbrechlichen, zarten Egos.“

      Das hatte mich an etwas erinnert. An ein Mem, dass man immer hört, wenn man Feminismus kritisiert: Man habe eine schwache Männlichkeit, man habe Angst vor Frauen. Man solle doch bitte stark sein, ein echter Mann und Frauen helfen.

      Und das ist genau der Punkt, wo diese feministische Erziehung ein großes logisches Problem bekommt. Man möchte einerseits Männer aus ihrem „Käfig der Männlichkeit“ befreien, und so erziehen, damit diese schwach, verletzlich, ängstlich sein können und dürfen (Lustig das Männer das ja sind, es sind ja die Reaktion der anderen -> Frauen, die sie diese Verhaltensweisen nicht zeigen lassen). Man muss Männer nicht erziehen zu ihren Gefühlen zu stehen, man müsste Frauen erziehen diese Gefühlsäußerungen zu akzeptieren, aber GENAU das schließt feministische Erziehung aus, denn:

      >>“Dann erziehen wir unsere Mädchen so, dass wir ihnen beibringen, sich um diese zerbrechlichen Egos zu sorgen. Wir machen sie klein.“

      Die Erziehung von Mädchen zu Wesen, die sich um die von der feministischen Erziehung gebrochenen Jungs kümmern und sorgen sollen, macht diese klein und ist zu verhindern.

      Und:

      Gleichzeitig sollen diese Männer dann aber verpflichtet werden, für Frauen einzustehen und deren Rechte durchzusetzen. So wie personal guards der Frauen funktionieren und jeden anderen der Frauen kleinhält policen. Da müssen die Männer aber Stärke zeigen, Stärke und Aufopferung für Frauen. Wie stellt man sich das vor? In der U-Bahn sagt ein Typ zu deiner Freundin „Schlampe“ und du fängst als feministisch erzogener Junge an zu weinen und sagst schluchzend „Du bist schlimmer als ein Sexist, du hältst die rape culture aufrecht, die Frauen unten hält und verängstigt. Werde Feminist, das würde deinen zerbrechlichen (SCHUCHZT) Ego helfen damit klar zu kommen, dass meine Freundin erfolgreicher ist als du!“

      Natürlich spitze ich zu, aber der Punkt ist:

      Wie will feministische Erziehung einerseits Männer aus ihrem „Käfig der Männlichkeit“ befreien und gleichzeitig diese zu starken Guards für Frauen machen?

      Das logische Problem lässt sich ganz einfach auflösen, wenn man sich überlegt, dass „feministische Erziehung“ kein Code-Wort für eine andere Erziehung ist (Und nochmal: Wo ist heute Erziehung rückständig?), sondern für eine alte, traditionelle Erziehung. Eine, in der Männer stark sein müssen, weil Männer Verantwortung für Frauen haben, aber Frauen keine für Männer, denn DIESE macht sie klein. Eine, in der Männer ihre Interessen, Bedürfnisse und Wünsche zurückstecken müssen, und stattdessen „Frauen auf Händen tragen“ und mit ihren Händen verteidigen sollen und jede anti-feministische Haltung policen sollen.

      Deshalb sollen alle Jungs zu Feministen erzogen werden. Das ist die Vision hinter diesen feministischen Mythen von echter Gleichberechtigung: Willenlose, komplett auf Frauen ausgerichete Roboter die ihnen dienen sollen und alles akzeptieren sollen, was Frauen mit ihnen machen, die sich allerdings untereinander policen sollen, falls sich doch mal einer daneben benimmt und wenn ein Mann Zerbrechlichkeit und Schwäche zeigt, dann ist das nicht das Problem von Frauen, denn das Sorgen um den Zustand des Mannes hält sie klein.

      Und das lustigste daran ist, diese feministische Erziehung wird sich selbst ds schaffen, was sie glaubt zu beseitigen: Gebrochene, zerbrechliche Jungs, die Hass auf Frauen entwickeln werden, durch konstante Ungleichbehandlung (Mädchen müssen stärkend erzogen werden, Jungs schwächend).

      Feministische Erziehung sind nicht die blumigen quasi-religiösen Gottesdienste von Chimamanda Ngozi Adichie, die total selbstverständliches und gelebtes fordert, wie eine Erziehung zum gegenseitigen Respekt.

      Feministische Erziehung ist das hier, und deshalb muss feministische Erziehung verhindert werden:

      • Auf voller Linie versenkt.

        • Ich möchte hinzufügen:

          Was glauben Feministinnen eigentlich würde passieren, wenn Männer wirklich zu Feministen erzogen werden würden, die für die Bedürfnisse von Frauen eintreten und sie ständig verteidigen?

          Wie würde das wiederum auf die Mädchen und Frauen spiegeln? Was lernen die aus einer Erziehung, die Jungs schwächend behandelt und ihnen die „Furcht“ vor Ängstlichkeit, Zerbrechlichkeit etc. nimmt gleichzeitig aber Mädchen dazu erzieht, darauf keine Rücksicht zu nehmen und Stärke und Empauerment zu zeigen, da die Rücksicht auf zerbrechliche Egos von Männern Frauen schwächt?

          Was lernen Frauen ganz konkret aus dieser feministischen Erziehung, die sie stärkt und Jungen schwächt, in der Jungen lernen Verantwortung für Mädchen zu übernehmen und Mädchen lernen keine Verantwortung für Jungen zu übernehmen?

          Was glauben Feministinnen welche Art von Mädchen sie produzieren? Das ist nämlich der Käfig der Weiblichkeit, in dem man zwar sicher ist und man gefüttert wird, in dem man aber auch faul wird und unglücklich, weil man nichts wirkliches leisten kann und will. Wie sollen so starke Frauen erwachsen, die bei jedem Widerstand sofort nach Safe-Space und Policeing rufen?

          Hatte ich schon gesagt, dass ich Feministinnen für ausgesprochen faule Menschen halte? Ich finde das sieht man auch in deren ideologischen Konzepten, die das Prinzip der „Teilhabe“ aus der bürgerlichen Ehegemeinschaft in das Wirtschaftssystem übertragen, teilhaben an der Leistung anderer, weil man Frau ist. Noch so eine „feministische Vision“, die total rückständig ist. Die Vision von einer feministischen Ökonomie…

        • „die für die Bedürfnisse von Frauen eintreten und sie ständig verteidigen?“

          Das tun sie doch bereits.

        • >>“Das tun sie doch bereits.“

          Ja, aber noch nicht genug, noch immer bekommen Frauen mindestens einmal im Leben nicht das was sie wollen.

          Das ist wie bei Konsum von Schuhen bei viele Frauen: Es gibt einfach keinen abnehmenden Grenznutzen, keine Sättigung…

        • „Ja, aber noch nicht genug, noch immer bekommen Frauen mindestens einmal im Leben nicht das was sie wollen.“

          Das stimmt allerdings. Solange irgendeine Frau etwas leisten muss, um das zu bekommen, was sie möchte, und solange irgendeiner Frau etwas widerfährt, was sie nicht möchte, wird es keine Gerechtigkeit geben.

        • „Was lernen Frauen ganz konkret aus dieser feministischen Erziehung, die sie stärkt und Jungen schwächt, in der Jungen lernen Verantwortung für Mädchen zu übernehmen und Mädchen lernen keine Verantwortung für Jungen zu übernehmen?“

          Sehr gute Frage. Feministinnen behaupten es gehe um die Auflösung der Geschlechterrollen. Wenn ich mir diesen Text oder den Girl’s- und Boy’s Day ansehe, wo Jungen die Berufe schmackhaft gemacht werden, aus die man Mädchen wegen schlechterer Konditionen am liebsten raushaben will oder das EU-Paper, in dem steht, das Männer „at least“ 50% der Hausarbeiten machen sollen (wenn Frauen mehr wie 50% machen ist das schlecht, bei Männern: egal)… dann ist das keine Auflösung, sondern eine Umkehrung. Aber auf ein „Kind gehört zur Mutter“ und Schutz und Förderung nur für Frauen wollen sie dann auch nicht verzichten.

          Ähm… nö!

        • Mal nebenbei bemerkt: Ich war kürzlich auf einer Tagung zur beruflichen Bildung. Da kam die Frage auf, warum immer noch bevorzugt klassische Männer- oder Frauenberufe gewählt werden? Ein Vertreter des Kultusministeriums berichtete, dass der Effekt der Girls- und Boys-Days gegen null geht.

          Niemand wusste einer Erklärung, es herrschte Ratlosigkeit.

        • Die hätten auch einfach nach Skandinavien schauen können. Die machen das schon länger und der Effekt wird sogar noch größer…

          Aber das gehört wohl zu den Sachen, die manche linke Politiker nicht wahrhaben wollen.

          Reinste Geldverschwendung.

        • @ El_M

          „Niemand wusste einer Erklärung, es herrschte Ratlosigkeit.“

          Wie wäre es mit, Boys sind keine Girls und Girls keine Boys! 🙂

  4. . Ich werde diesen Unsinn den Frauen abkaufen, sobald sie anfangen, diese ach so sensiblen Männer zu heiraten. Ja, diesen bebrillten Nerd, der so gar nicht nicht aggressiv und furchtbar nett ist.

    • genau das ist der Punkt, die Frauen machen sich nicht klar, das sie selbst das Problem sind mit ihrem Partnerwahlverhalten, natürlich nicht alle, aber eben doch die Mehrheit.
      Und noch ein Zweites: Männer können, wenn sie denn Schwäche, Sensibilität und Ratlosigkeit, Unentschlossenheit, also alle diese weichen Eigenschaften zeigen, von Frauen im Allgemeinen keine Empathie und Wohlwollen erwarten, sondern eher Verachtung und Geringschätzung.
      Noch einmal, der Punkt ist, dass das Problem bei den Frauen selbst liegt, ihrem Verhalten, und das sie das nicht erkennen und auch nicht ändern können oder wollen.
      Der Feminismus ist jedenfalls nicht der Weg negative Rollenbilder zu überwinden, er fördert sie eher.
      Darüber hinaus reagiert er meiner Meinung nach sogar beunruhigt und panisch, wenn Männer wirklich ernst machen mit der Rolle als vollwertiger Mensch und nicht mehr nur den harten Kerl geben wollen der der Frau den Weg durch die Welt frei boxt, der auch Gefühl für sich selbst aufbringt und nicht nur für seine Frau.

      • Eben. Meine tiefste Überzeugung: Feminismus IST Patriarchat. (Patriarchat verstanden als Definition von Feministinnen)

        Oder wie Schoppe die am Beispiel der Kritik an Feminismus akzentuierte: Feminismus IST der Backlash.

        —-

        Feminismus ist die blumige Rechtfertigung für frauen, dass sie nichts an ihrer Situation ändern könnten und alle gesellschaftlichen Verhältnisse vollkommen ohne ihren Einfluss stattfinden. Dass Frauen keine Verantwortung und keine Möglichkeit zum ändern haben. Nachdem dieses narrativ nun nach jahrzehnten der propaganda innerhalb der feministischen Bewegung durch pseudo-Modelle und -Erklärungen rationalisiert wurde (Patriarchat, rape culture, gender, pay gaps, intersektionalität, critical race und queer Theorie und gläserne decken ect.), ist es nur folgerichtig das Feministinnen nun versuchen, kleine Jungs zu ihren Erfüllungsgehilfen machen zu wollen. Denn frauen können das ja nicht. Es müssen xie Männer die Kastanien aus dem Feuer holen und den endsieg…schuldig die endgültige Emanzipation von frauen umsetzen.

        Wie tief reaktionär ist eigentlich diese feministische Perspektive die frauen vorgeblich emanzipieren will, sie gleichzeitig total entmündigt und jungen und Männern alle Verantwortung für das Wohlergehen von frauen distribuiert.

        Die UN hat dafür die passende formel gefunden, heforshe. Männer Subjekte, frauen Objekte.

        Feminismus ist patriarchat. Feminismus ist der Backlash.

  5. Gerade erschien vor ein paar Tagen ein Artikel im Schweizer 20 Minuten und auch anderen Zeitschriften, dass Frauen jetzt wieder den altmodischen Typ Mann wünschen, den retrosexuellen Mann: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/13633107

    Die Kommentare zeugen von männlichem Selbstvertrauen.

    • Der Text und die Kommentare belegen vor allem einmal mehr die gesellschaftliche Absurdität der Heterosexualität.

      • Nicht der Heterosexualität an sich, sondern der Ausprägung, die sie in der Spezies Mensch angenommen hat.
        Ein interessantes Rätsel der Evolution.

        • Tschulliung, noch was vergessen, für den gläubigen Ur-christen natürlich überhaupt kein Rätsel, für ihn ist klar, das die Frau seit dem Sündenfall vom Teufel verführt und besessen ist. Der wahre Shittest ist es, ihnen diese Besessenheit täglich neu auszutreiben.
          (Scheiterhaufen muss ja nicht gleich sein, kann man ja auf Härtefälle beschränken ;-))

    • „Ganz so einfach fassbar ist der Retrosexuelle dann aber doch nicht. Während sich der Metrosexuelle über gezupfte Augenbrauen definiert und der Lumbersexuelle über seinen Holzfällerlook ….“

      „Retrosexueller“ lol. Zum Lumbersexuellen hier das:

    • «Wenn ein Mann immer zuerst fragt, wo und wie er seine Frau anfassen darf, vergeht die Lust.»

      NEIN, das ist eine Lüge! Feministinnen wissen das besser! YES-MEANS-YES!!!

    • Ich halte solche Artikel sowieso für Verunsicherungs-Propaganda. Da wird dem Mann ständig vorgespiegelt, er müsse „anders“ sein, um anzukommen. Wann immer man sich dem neusten Ideal angepasst hat, kommt schon das nächste. Selber schuld, wer da mitmacht. Gibt es eigentlich auch Artikel, wie Frauen heute zu sein haben? Neulich war ein Artikel im Blick am Abend über die Grösse von Brüsten. Heraus kam, dass kleine Brüste ganz toll sind. Wobei die gleiche Zeitung natürlich lügt, weil man dauernd Artikel von Frauen bringt, die aufgrund ihrer Oberweite berühmt werden, ansonsten allerdings nichts können.

      • Ein Privileg der Frauen: Für Sexualität bzw. das Versprechen auf Sexualität Geld bekommen.

  6. „Das der Erfolg einer Frau keine Gefahr für den Mann sein muss.“

    Naja, wenn man jetzt mal die weibliche Hypergamie im Auge behält und es dazu führt, dass sich Frauen mit Männer unter ihrer Augenhöhe nicht einlassen wollen, das wiederum dazu führt, dass die Geburtenrate rapide absinkt, dann glaube ich diesem Satz nicht.

    „Wenn wir einfach nur anfangen unsere Kinder anders zu erziehen, könnte sich die Ungleichheit von Geschlechtern binnen 10 Jahren in Luft auflösen – hoffentlich.“

    Keep on dreaming, sugar.

    • Ich finde es wirklich erstaunlich, dass sich innerhalb der gesamten feministischen und genderistische Szene niemand mal die Frage stellt, ob traditionelle Geschlechterollen nicht möglicherweie was mit dem Umstand zu tun haben, dass, wenn Frau und Mann vögeln, Frau Kinder bekommen kann. Dass diese Geschlechterollen also dazu dienen, eine Zukunft für Kinder in einer Welt zu gestalten, in der es keine sicheren Verhütungsmittel gibt. Es bedarf doch nun wirklich keiner allzugroßen Phantasie sich eine Gesellschaft auszumalen, in der jeder intime Kontakt zwischen den Geschlechtern Nachwuchs zur Folge haben kann.

      • Geht ja nicht, da alles durch die Brille der möglichen Diskriminerung und Unterdrückung betrachtet wird.

        Die Theorien aus dieser Ecke vernachlässigen ja, will sagen: ignorieren bewusst, die biologischen Grundlagen und die daraus resultierenden Umstände für unser Zusammenleben und die Rollenaufteilung zwischen den Geschlechtern von Grund auf.
        Das passiert eben wenn man auf den bewusstseinsverändernden Trip des Sozialkonstruktivismus schwimmt.

        Kurzum: social engineering so wie man ihn nicht machen sollte.

      • „in der jeder intime Kontakt zwischen den Geschlechtern Nachwuchs zur Folge haben kann.“

        Vor allem auch Geschlechtskrankheiten, wie neuerdings wieder – nach den grossen Epidemieen der Vergangenheit.

        Die Sexualität muss eingeschränkt werden, sogar die Natur wirkt als Gegenkraft gegen die menschliche Vermehrung.

        Wahrscheinlich deshalb freut man sich, dass es die ganze Immigration gibt. Die füllt das Land wieder auf.

        Unlogisch ist trotzdem, warum die Geschlechter-Trennung so forciert wird, ist das nur ein irrsinniger Selbstläufer?

      • fehlender post, irgendwie danebengegangen.

    • Keep on dreaming, sugar. Oder fangt einfach an ihr Frauen, was hindert euch ?

  7. Wenn wir einfach nur anfangen unsere Kinder anders zu erziehen, könnte sich die Ungleichheit von Geschlechtern binnen 10 Jahren in Luft auflösen – hoffentlich.

    Diese Gleichmacherei wäre alles andere als wünschenswert, kann glücklicherweise auch nicht passieren.

    • „Ungleichheit von Geschlechtern in Luft auflösen“

      Erinnert an das UFO-Einheitswesen aus dem SciFi. Der feministische Jargon ist ähnlich abgehoben wie deren Phantasien ;D

      Natürlich wird das nicht gelingen, aber darum geht es denen ja auch nicht. Obwohl so manche das freilich rechtschaffen glauben, vor allem weil sie nicht verstehen, was überhaupt gemeint ist.

      Es ist lustig, dass genau diese Vorgänge aus Romanen/Filmen über politische Indoktrination, wie „Die Welle“ usw heute tatsächlich zB mit der Geschlechterpolitik umgesetzt werden wie in einer miesen Parodie auf die Vergangenheit.

  8. Als echter Feminist müsste man doch heute eigentlich die Frauen vor dem Feminismus retten?

    #IneedFeminismBecauseNobodysThere


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