Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 5. Dezember 2015

„Das was sie verdient, ist ihr Geld. Das was du verdienst, ist euer Geld“

Matze schrieb in einem Kommentar eine alte Formel, die man immer wieder hört und die wohl gerne praktiziert wird

„Das was sie verdient, ist ihr Geld. Das was du verdienst, ist euer Geld“

Ich könnte wetten, dass ich das schon irgendwo mal im Blog als Thema hatte, aber ich finde es gerade nicht. Aber es schadet ja auch nicht, es noch mal zu besprechen.

Es kommt denke ich insbesondere dann vor, wenn der Mann deutlich mehr verdient und sie zB eine Teilzeitarbeit in Steuerklasse V hat. Dann gehen von seinem Konto die Miete/Abzahlung für das Haus und alle anderen Nebenkosten sowie sonstige normale Ausgaben runter und ihr Verdienst ist etwas ausgeklammert.

Interssiert mich aber schon, warum dieses Modell so beliebt ist und da nicht gesagt wird, dass das dann eben auch aufs gemeinsame Konto soll. Ist es die Frau, die da einfach etwas mehr Freiheit will (und so das Gefühl hat,  nicht für jeden Einkauf Rechenschaft ablegen zu müssen, weil sie ja weniger verdient und sich im Rahmen dieses kleineren Betrages dann auch eher mal einen gewissen Luxus leisten zu können?). Wird es hingenommen, weil der Betrag eh relativ gering ist und man deswegen keinen Streit anfangen will? Ist es gut für den Familienfrieden, weil man so Freiräume lässt? Gefallen sich vielleicht auch einige Männer darin, ihr diesen Betrag zu lassen und der Versorger zu sein? Und wie häufig ist dieses Modell eigentlich?

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Responses

  1. Wenn sich jemand bewusst auf ein solches Modell einlässt, ist er doch selber schuld! In meiner letzten Beziehung gab es ein gemeinsames Konto, auf das all unser Geld ging. Egal, wer etwas verdient hat, es war immer unser, kein mein und dein.

    Kann es aber auch sein, dass in solchen Konstellationen wie oben beschrieben, der Betrag der Frau relativ gering ist und er eben einen ähnlichen Betrag auch problemlos vom gemeinschaftlichen Konto für seine Interessen ausgeben kann…

    • Dieser Spruch beschreibt ja auch kein Modell, sondern eher die Erwartungshaltung vieler Frauen.

      • wobei das irrelevant ist, denn unabhängig vom Modell werden in den meisten hetero-Beziehungen der überwiegende Teil der Konsum – Ausgaben für die Frau sein. Ist jedenfalls bei mir auch so.

    • Aus „letzer Beziehung“ schließe ich, es ist passe.
      Wie wurde denn das unser aufgeteilt 50/50 ? ich frage nur so aus Neugier.

      • Ja, ist schon länger passe.
        Aufgeteilt wurde das gemeinsame Inventar zum Beispiel so, dass jeder das genommen hat, was er brauchte, er zum Beispiel den Kleiderschrank, ich das Bett usw.

        Da wir nie viel sparen konnten, weil wir beide noch in Ausbildung bzw. Studium waren, war es so, dass alles was noch bezahlt werden musste vom Konto bezahlt wurde und anschließend jeder sein eigenes Geld hatte.

        War jetzt irgendwie nicht so kompliziert, aber vielleicht auch weil wir keinen lange andauernden Ruesenkrach hatten, sondern uns immernoch gut verstehen.

        • aha, schön.

          In längeren Beziehungen, wo ein großer Hausstand da ist, ist das ja oft komplizierter, weil da ein großer Teil der substantiellen Sachen (Immobilien) eher vom Mann finanziert wird, dann aber die Frau im Haus bleibt. Solche Fälle führen dann manchmal zu männlicher Obdachlosigkeit.
          Der Fall ist sicher nicht vergleichbar, aber ich vermute schon, das Frauen aus längeren gut bürgerlichen Beziehungen mit Trennungen oft einen guten Schnitt machen.
          Ich kenn einen Fall aus meinem Umfeld, da hat ein Mann der Frau einen gut gehenden Laden und ein Top-Grundstück überlassen, nur um seine Ruhe zu haben, gut er war wirtschaftlich
          und wohnungsmäßig noch anderweitig bestens versorgt, aber es zeigt eben doch, wie sich eine Frau an einer Trennung gesund stoßen kann.

          Wobei das rein materielle 50:50 rechnen an sich ja nicht den emotionalen Wert von Dingen berücksichtigt.

  2. Die spannende Frage ist doch, ob – WENN sie „ihr“ Geld verdient – die dann nötige Putzhilfe, schließlich ist sie arbeiten, durch das Gemeinschaftskonto abgedeckt werden 🙂

  3. Ich denke auch, das ist kein „modell“, jedenfalls kein offizielles – und vor allem würden Frauen das eher abstreiten, das so zu sehen.
    Es ist insofern eher eine Wahrnehmung, die bei den Männern genau in dem Moment einsetzt, wenn sowas wie von Frank beschriebenes passiert:
    „Ich würde mich beim Kauf der Kleidung für unsere zwei Jungs doch arg bedeckt halten…
    Niemals nie hätte ich bis dahin gedacht mal finanzielle Vorwürfe dieser Art von Ihr zu hören.

    […]

    erklärte ich überflüssiger Weise das bereits am Ersten das Monats gut tausend Euro (Miete /Strom) von meinem Konto abgingen nur um erstmal so zu leben wie wir leben…die anderen Festkosten erwähnte ich garnicht erst.

    Sie kuckt mich Verständnislos an und meint :
    “ABER DAS ZAHLST DU DOCH SOWIESO! ”“

    Also eine Wahrnehmung, dass die selbstverständlichkeit, mit der ein Mann sein Geld teilt,nicht gewürdigt wird.

    Ich denke, für sehr viele Männer wäre das überhaupt kein Problem, aber wenn dann eine solche Anspruchshaltung daraus erwächst, fühlt man sich schlicht gesagt verarscht. Da formuliert man das dann auch mit einer polemischen Zuspitzung wie der Aussage: „was sieverdient ist ihr Geld, was er verdienst ist ihr (gemeinsames) Geld. Würde sie niemals so sagen, sie bemerkt den Anspruch gar nicht mal. Schließlich „zahlt er das ja sowieso“.

    Was dahinter zum vorschein kommt ist vor allem eine mangelnde Wertschätzung für das, was der Mann da einbringt. Ist ja bloß Geld.
    Dass es mehr als „bloß Geld“ ist, sondern ein ganz beträchtlicher Teil seines Lebens, mit dem er dieses Geld nämlich für die Familie verdienen muss, Zeit, in der er nicht bei der Familie und seinen Kindern sein kann, für die er das leistet, übersieht sie einfach.
    Das wird ihr aber auch sehr leicht gemacht von einem gesellschaftlichen Bild, in dem ein Mann in der Arbeit ohnehin seine Selbstverwirklichung betreibt, so wie das Frauen ja auch erzählt wird, dass sie Beruf vor allem aus Gründen der Selbstverwirklichung betreiben sollen – und deshalb vor allem Berufe ergreifen, die diesem Anspruch entgegenkommen.

    • Das wird ihr aber auch sehr leicht gemacht von einem gesellschaftlichen Bild, in dem ein Mann in der Arbeit ohnehin seine Selbstverwirklichung betreibt, so wie das Frauen ja auch erzählt wird, dass sie Beruf vor allem aus Gründen der Selbstverwirklichung betreiben sollen – und deshalb vor allem Berufe ergreifen, die diesem Anspruch entgegenkommen.

      Das spannende an diesem Strang: Der Zeitabschnitt, in dem Jugendliche ihren zukünftigen Beruf wählen, ist i.d.R. jener, während dessen sie noch daheim bei ihren Eltern leben. Und damit ist diese Wahl zu grossen Teil auch durch Beratungen mit den Eltern beeinflusst.

      Meine Erfahrung im Kreis von Bekannten ist die, dass es hier vor allem die Mütter sind, die ihren Töchtern die Wichtigkeit der Selbstverwirklichung nahelegen und die die finanzielle Nachhaltigkeit einer Berufswahl ausser Acht lassen.

      Bei Buben, denen in aller Regel ihr Status gegenüber ihren Freunden wichtig ist, ist diese finanzielle Nachhaltigkeit bereits ein Wert, den sie bei der Berufswahl mit einbeziehen. Da erlebe ich, dass die Mütter nicht in die Diskussion eintreten, ob ihre Söhne „mit ihrer Berufswahl glücklich werden“.

      Ebenso sehe ich diese Haltung beim weiblichen pädagogischen Fachpersonal…

      • Natürlich. Jede Frau geht implizit davon aus, ein Mann sie irgendwann mitfinanziert.

        • @ Adrian:

          Du schreibst: Natürlich. Jede Frau geht implizit davon aus, [dass] ein Mann sie irgendwann mitfinanziert.

          Ich möchte denn Fokus legen auf: „Natürlich. Jede Mutter geht implizit davon aus, dass ein Mann ihre Tochter irgendwann mitfinanziert.“ und darauf, dass dies kein Thema innerhalb des feministischen Diskurses ist.

      • Ich betreibe tatsächlich nur noch Selbstverwirklichung mit meiner Arbeit, abgesehen davon, dass man immer auch Probleme mit Auftraggebern, Kunden etc. hat, und Arbeit an sich immer wieder zu Spannungen und Problemen führt. Der Unterschied zu Frauen ist vielleicht, ich kann dieses Privileg wahrscheinlich besser schätzen als Frauen, weil es bis dahin ein langer harter Weg war, auch mit harter Arbeit, und kein Versorger im Hintergrund steht.
        Und ich binde auch viel Zeit damit ans Bein, man empfindet es eben nur nicht als Job.

    • Man(n) sollte das nicht als Ausdruck eines Anspruchsdenkens verstehen, sondern als Ausdruck der geistigen Beschränktheit von Frauen. Diese abstrakt-objektiven Überlegungen über eine dahinter stehende Leistung machen sich Frauen in der Regel nicht. Sie bemerken nur, dass die Dinge selbstverständlich jeden Monat kommen und sie selbst nichts dafür tun müssen. Daraus schließt sie dann, dass diese Dinge eben selbstverständlich sein müssen und keinen besonderen Wert haben.

      Das ist derselbe Mechanismus, der eine Frau, die von einem werbenden Mann eingeladen wird, denken lässt, der sei wohl so schlecht das nötig zu haben und umgekehrt von einem Arschloch, dass der wohl ganz toll sein muss, weil sie sich das mit ihm antut.

      Bescheuert? Verdreht? Ja. Aber so sind sie nunmal…

      • Das gilt natürlich auch auf grösserer Ebene. Überall wo Frauen mitbestimmen durften wurde der Sozialstaat massiv ausgebaut und zwar so, dass massiv und ohne Leistungen das Geld von Richtung Männern in die Hände von Frauen fliesst. Das stellt der moralische und juristische Normalfall dessen dar, was Frauen als „gerecht“ empfinden. Gut, dass sie momentan eine demokratische Mehrheit stellen…

        Dass der Sozialstaat nur aufrechterhalten werden kann, weil so viele Männer freiwillig einen Teil ihrer Arbeit der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, ist Frauen völlig egal; für sie ist es völlig natürlich selbstverständlich, dass sie als Frauen versorgt werden und in den Genuss von geschlechtsspezifischen Vorteilen kommen.

        Das einzig positive an dieser Geschichte sind natürlich Extremfälle wie Japan und Südkorea, wo die Leistungsbereitschaft der Männer für fast keinen Lohn mehr ein leben lang zu schuften, langsam abnimmt. Gut, im Westen wird das mit der steigenden Problemen von Jungen und jungen Männern im schulischen Bereich sowieso von alleine losgetreten, ohne, dass irgendjemand etwas tun muss.

        http://www.people.fas.harvard.edu/~iversen/PDFfiles/LottKenny.pdf

        http://www.jstor.org/stable/30026099?seq=1#page_scan_tab_contents

        • Hach, bist Du wieder frauenfeindlich 😛

        • Dass Heiraten Mist ist, begreifen ja schon immer mehr Männer. Ich denke irgendwann werden die meisten auch verstehen, dass sie eigentlich nur so fleissig und viel Geld verdienen, weil sie irrtümlich meinen, das würde ihnen Frauen und Heiraten bringen. Wenn sie das erst begreifen, arbeiten auch nur noch Frauen für Frauen. In der farbigen Subkultur in den USA kann man das schon beobachten.
          Wir Männer sollten uns dann halt nicht die Köpfe wegschießen um zu zeigen, was für tolle Hechte wir sind. Dann könnte das eigentlich ganz gemütlich werden…

        • „freiwillig einen Teil“
          Von freiwillig kann ja wohl keine Rede sein, ich werde durch die gesetzlichen Regelungen gezwungen, bzw. gar nicht gefragt, wenn z.B. aus meinen Krankenkassenbeiträgen spezielle Frauenförderung bezahlt wird. Da geht ja das erkennen, das auch
          Männer spezielle gesundheitliche Probleme haben recht langsam vor sich.
          Aber immerhin. Vielleicht ein Erfolg der Männerbewegung und des wachsenden Selbstbewusstseins ?

        • Das ist dies, welches ich seit Jahren kurz und bündig mit der Begrifflichkeit: „Geld kommt aus Wand“ beschreibe.

          Ist übrigens auch ein psychologisches Problem der zunehmend bargeldlosen Gesellschaft, die dahinter stehende Leistung überhaupt nicht mehr zu sehen und wertzuschätzen.

          Im übrigen sollten wir das nicht vergessen was dr. caligari angesprochen hat:
          „Steuern (und Abgaben) sind Raub!“

        • @ Adrian

          Das freut mich natürlich, für dich mache ich das gerne ;).

          Ich habe heute extra die Realität gefragt, ob sie sich von der schlimmsten Seite zeigt, damit ich zu meinen zutiefst frauenfeindlichen Thesen komme…

        • @ dr. caligari

          Ja, das war natürlich schon eher Euphemismus, mit dem freiwillig, da hast du schon recht, dir droht als Mann sowieso sofort Gewalt, wenn du nicht bereit bist grosse Teile deiner Arbeitsleistung an den Staat abzugeben. Es ist ja nicht so, dass nicht auch schon auf persönlicher Ebene von dir verlangt wird… Immerhin ist die Wehrpflicht für Deutschland momentan aufgehoben, aber sobald es brennt wirst du auch wieder mit deinem eigenen Leib Kinder und Frauen verteidigen dürfen.

          Gerade der von dir angesprochene bezüglich Krankenkassen ist der Unterschied extrem siehe z.B. Schweiz:

          „Laut einer in der «SonntagsZeitung» publizierten Expertenberechnung kosteten 19 bis 25 Jahre alte Männer aus dem Kanton Zürich die Kassen 2013 pro Monat im Schnitt 283 Franken. Davon entfielen nur 75 Franken auf Gesundheitskosten, die übrigen 208 Franken musste eine Kasse in den Risikoausgleich abliefern.“

          http://www.20min.ch/finance/news/story/Krankenkassen-wollen-keine-jungen-Maenner-20141269

          Wobei der Risikoausgleich wohl zu mindestens 70% (wie bei allen Medizinkosten) Frauen zugute kommt; was schlussendlich sogar dazu führt, dass Krankenkassen junge Männer extra schlechter behandelt, damit diese eher wechseln. Wir sind so emanzipiert, mir fehlen fast die Worte…

          Der westliche Staat ist nichts anderes als eine Umverteilungsmaschine, die nicht etwa aufgrund von Bedürftigkeit entscheidet wem sozial geholfen darf, sondern aufgrund des Geschlechts. Männliche Obdachlose können ruhig sterben, solange für Frauen einfach nur Abtreibungen und die Pille von der Krankenkasse übernommen werden.

    • „.. Also eine Wahrnehmung, dass die selbstverständlichkeit, mit der ein Mann sein Geld teilt,nicht gewürdigt wird. ..“

      Kann ich nur bestätigen.

      Das ist so ähnlich, wie die Aussage „Der Strom kommt aus der Steckdose“. Wer den wo und wie produziert ist genauso unerheblich, wie die Tatsache, das die Miete halt irgendwie bezahlt wird.

      Das ist nicht mal eine Erwartungshaltung, sondern es ist eine angenommene Beständigkeit, die aufzeigt, wie so manche Menschen ticken.

      „Ihr Geld war ihres, meines war für Alle“.

      So unlängst ein alter Bekannter, der wesentlich weniger als seine Partnerin verdiente. Noch Fragen?

      • „So unlängst ein alter Bekannter, der wesentlich weniger als seine Partnerin verdiente. Noch Fragen?“

        War bei mir auch so. Meine Ex hatte zeitweise fast doppelt so hohe Einkünfte, wie ich. Aus der Beteiligung an der Miete hatte sie sich schon zuvor bis auf einen symbolischen Betrag zurückgezogen, und ansonsten bezahlte sie von „ihrem“ Geld nen Apple Mac (ich hatte nur nen alten Atari aus der Studienzeit), ne Küchenzeile, nen Gebrauchtwagen und Klamotten. Für die laufenden Kosten (Miete, Lebensmittel) war ich zuständig.
        Als wir uns trennten, hat jeder das mitgenommen, was er bezahlt hat. Sie hat da zusätzlich noch ordentlich in die von mir bezahlte Spielzeugkiste gegriffen und so nebenbei jede Menge kompletter Lego-Sätze auseinandergerissen.
        Und immer, wenn sie mit den KIndern in der Nähe war, hatte sie – sie hatte noch nen Wohnungsschlüssel – sich aus meinem Kühlschrank bedient.

        Irgendwie hatte ich das Gefühl, über den Tisch gezogen worden zu sein.

        Anyway, heute hab ich n gutes Ing-Einkommen, während sie von der Stütze lebt, weil es sich 15 Jahre lang so gut in der Unterhaltshängematte aushalten ließ.

        • Scheint wirklich so zu sein.
          Ich halte es daher so, mein Haus samt Inventar Grundstücke, Fahrzeug, alles meins. Sie ist praktisch wie eine in dieser Hinsicht Rechtlose bei mir untergekommen, ihr gehören nur ihre (ständig zahlreicher werdenden) Kleider und Schuhe, Schmuck ansonsten nichts und ist auch zufrieden damit.
          Aber sie ist wohl eine Ausnahme, hat auch lange gedauert aus dem ganzen Frauenvolk eine Angenehme zu filtern.

        • Anyway, heute hab ich n gutes Ing-Einkommen, während sie von der Stütze lebt, weil es sich 15 Jahre lang so gut in der Unterhaltshängematte aushalten ließ

          ja, dass ist auch so ein Punkt. Die vielen armen hartzenden alleinerziehenden Mütter, die oft in den Medien als besonders von der Gesellschaft benachteiligte geschildert werden sind oft selber Schuld. Falschen Mann angelacht, oder Mann schnell entsorgt, Keine Anstrengungen für eigene wirtschaftliche Basis geschaffen, da muss der Staat halt den Ernährer ersetzten.

  4. In Dr. Warren Farrels Buch Warum Männer so sind wie sie sind, steht etwas über seine Paartherapiesachen beschrieben. Ich habe das Buch jetzt nicht parat, aber aus dem Kopf:

    Es gab Streß in der Beziehung. Was genau weiß ich nicht mehr aber es hatte irgendwas mit wenig Respekt vor seiner Leistung zu tun. Sie hatten sich als Lösung auf folgendes geeinigt: Egal was gekauft wird, es wird immer exakt Hälfte/Hälfte bezahlt. Und wenn sie von ihrem Geld nichts mehr über hatte, dann gab es auch nichts mehr. Sie lernte dann sehr schnell seinen Mehrverdienst zu würdigen. Denn sonst saß das gemeinsame Essen gehen halt schlicht nicht drin. Sie konnte sich auch gewisse Luxusartikel (wie Schminke oder den 3. Satz schuhe) nicht mehr leisten usw.

    • Anekdote aus einer Weiterbildung…

      Der Kursleiter erzählte über die Wichtigkeit der Work-Life-Balance und erwähnte dabei, selbst nur noch ein 50%-Pensum zu arbeiten, nach dem seine Kinder selbstständig genug waren.

      Ein Kursteilnehmer berichtete dann, dass dies eigentlich auch die ursprüngliche Abmachung mit des Kursteilnehmers Partnerin gewesen sei, diese aber nun keine Anstrengungen unternehme, wieder in ihren Beruf zurück zu kehren.

      Der Kursleiter grinste darauf hin und berichtete, dass dies in seiner Beziehung über drei Jahre hinweg eine fruchtlose Diskussion gewesen sei, und er dann ohne weitere Absprache mit seiner Frau das Pensum reduzierte. Nach der Reduktion informierte er sie darüber, dass sie das Haushalts-Budget jetzt drastisch einschränken müsse – er verdiene nur noch die Hälfte. Bereits nach drei Monaten war seine Frau dann zu 50% wieder berufstätig.

      Und der Kursleiter fügte an: „Diskutieren Sie nicht lange! Machen Sie einfach! Denn Diskussionen sind kein ausreichender Beweggrund um eine komfortable Situation zu ändern.“

  5. Ich kenne das „System“, Modell möchte ich es nicht nennen, relativ gut von Paaren aus der Generation meiner Eltern. Da war es in der Regel so, dass die Frau ganz klassisch die Arbeit aufgab, den Haushalt und die Kinderbetreuung übernahm und neben dem Haushaltsgeld zusätzlich Taschengeld ausbezahlt bekam.

    Sobald die Kinder pflegeleichter wurden und zur Mithilfe im Haushalt eingespannt werden konnten suchten sich die Frauen wohl einen Minijob, in dem sie tatsächlich nur relativ wenig verdienten. Dafür entfiel dann das Taschengeld. Also eine Win-Win-Situation für beide Partner.

    Wenn dann allerdings später aus dem Minijob eine Teil- oder sogar Vollzeitstelle wurde blieb es dabei. Seins ist das Familiengeld und ihres halt ihr Geld.

    ***

    Ich vermute, dass diese Einstellung von den Töchtern ganz selbstverständlich übernommen wurde und daher ganz ohne Böswilligkeit dieses „Phänomen“ auch in Partnerschaften ohne Kinder zu finden sein kann.

    Ich kann mich noch gut erinnern wie meine Ex aus allen Wolken fiel, als ich von ihr, nachdem sie bei mir einzog, einen Teil der Miete wollte. Schließlich hatte ich meine Wohnung, in der sie die meiste Zeit „auf Besuch“ war bisher ja auch alleine gezahlt.

    • „Ich kann mich noch gut erinnern wie meine Ex aus allen Wolken fiel, als ich von ihr, nachdem sie bei mir einzog, einen Teil der Miete wollte. Schließlich hatte ich meine Wohnung, in der sie die meiste Zeit “auf Besuch” war bisher ja auch alleine gezahlt.“

      Hat sie da denn vorher kostenlos bei den Eltern gewohnt? Ich kann mir so ein Denken echt nur schwer vorstellen.

      • Das und wohl die Tatsache, dass sich durch ihren „Einzug“ praktisch kaum etwas geändert hatte, da sie eh so gut wie immer da war. Mehr als Ummelden und noch ein paar Sachen abholen war das auch nicht.

    • „Ich kenne das “System”, Modell möchte ich es nicht nennen, relativ gut von Paaren aus der Generation meiner Eltern. Da war es in der Regel so, dass die Frau ganz klassisch die Arbeit aufgab, den Haushalt und die Kinderbetreuung übernahm und neben dem Haushaltsgeld zusätzlich Taschengeld ausbezahlt bekam.“

      ich kenne das als seltenen ausnahmefall, entstamme allerdings auch der arbeiterklasse. keine einzige meiner verwandten hat auch jemals ne putzfrau beschäftigt, einige (die, die noch keinen beruf erlernen durften) hingegen jahrzehntelang als solche geschuftet (möglicherweise – ich hab nie nachgefragt – schwarz).

      „Ich kann mich noch gut erinnern wie meine Ex aus allen Wolken fiel, als ich von ihr, nachdem sie bei mir einzog, einen Teil der Miete wollte.“

      sowas bespricht man grundsätzlich vorher, dann hätte sie vielleicht aufs offizielle zusammenziehen auch verzichtet. so musste sie sich ja verarscht und ausgenommen fühlen, hat aber vermute ich dennoch zähneknirschend deine kostenbilanz reduziert?

      • „sie vielleicht aufs offizielle zusammenziehen auch verzichtet. so musste sie sich ja verarscht und ausgenommen fühlen“

        Ach ja? Ich würde es als selbstverständlich empfinden einen Teil der Miete zu zahlen, wenn ich bei meinem Freund einziehe. Aber gut, ich bin ja auch keine diskriminierte, unterdrückte Frau…

        • kernpunkt ist, dass ihm nach eigener aussage keine mehrkosten durch den zusammenzug entstanden, ein teil seiner motivation zum „offiziell machen“ scheinbar finanziell bedingt war – allerdings vor ihr versteckt.
          wäre auf ihrer seite nun dadurch die miete weggefallen, hätte sie es sicher ebenso selbstverständlich gefunden, sich bei ihm zu beteiligen, aber so war es ja nicht.

        • Es geht um die Anspruchshaltung. Verstehst Du? Manche Menschen würden es als selbstverständlich empfinden, sich an den Lebenshaltungskosten zu beteiligen. Aber wie bereits Esther Vilar schrieb, betrachtet es Frau offenbar bereits als Beitrag, ihm ihre Vagina in bestimmten Intervallen zur Verfügung zu stellen 😀

        • Es ist wirklich bemerkenswert, dass Semikolon es nicht erkennt, wie sehr sie selbst in diesem Lebensmodell gefangen ist…
          „Sex gegen Lebensfinanzierung“ ist bei ihr die Default-Einstellung, alles davon abweichende bedarf bei ihr einer Absprache….

        • hat sie ja sicher schon vorher, als er seine mietkosten noch allein tragen musste.

          und er war derjenige mit der anspruchshaltung, die erst spät verbalisiert – und ich wette immernoch: erfüllt – wurde.
          hälst du sein vorgehen etwa für fair?

        • Natürlich ist es fair. Zusammen leben, zusammen einstehen. Was könnte fairer sein?

        • es geht nicht um abstrakte fairness, sondern um den einzelfall.
          sie dachte offenbar, zusammenziehen sei nur ne formalität und ändere sonst nichts, er kalkulierte heimlich damit, dass sich seine kosten um exakt den beitrag reduzieren würden, der ihr an mehrkosten neu entstünden.
          also dass er profitiert, während sie verliert.
          fair ist daran erstmal gar nichts.

        • Da sie wohl kaum vorhatte unter einer Brücke zu schlafen ist das durchaus fair.

        • und er war derjenige mit der anspruchshaltung, die erst spät verbalisiert – und ich wette immer noch: erfüllt – wurde.
          hälst du sein vorgehen etwa für fair?

          und weiterhin unterstellt Semikolon nur dem Mann eine Anspruchshaltung. Die tatsächliche Anspruchshaltung der Frau bleibt ihr wohl für immer verborgen

        • es wird lächerlich

        • sie dachte offenbar, zusammenziehen sei nur ne formalität und ändere sonst nichts, er kalkulierte heimlich damit, dass sich seine kosten um exakt den beitrag reduzieren würden, der ihr an mehrkosten neu entstünden.
          also dass er profitiert, während sie verliert.
          fair ist daran erstmal gar nichts.

          In deinem Kleinmädchenhirn ist sowieso gar nichts fair.
          War aber schon immer so, dass man dir Basics abendländischer Ethik haarklein erklären musste, und du sie selbst dann nichts blickst.

          JEDER normale, erwachsene Mensch würde selbstverständlich per default davon ausgehen, dass wenn er auf Dauer bei Partner/in einzieht, somit Platz und Nebenkosten verbraucht, seinen Beitrag zur Miete leistet. Außer derjenige sieht davon ausrücklich ab.
          Es wäre auch am Einziehenden, das Thema selbst anzusprechen. Für den anderen ist es etwas unangenehmer das selbst anzusprechen, aber er kann natürlich damit rechnen, dass das als Selbstverständlichkeit gilt, also zumindest die Nebenkosten + x.
          Ist sicher auch von ihm blöd, das Thema zu vermeiden bis es soweit kommt. Von ihr aber komplett unverschämt und unredlich.

          Ich wette, du wirst „nicht mal“ ne Frau finden, die da auf deiner Seite ist. Wenn doch, spräche das wohl für die These des Threads.
          Wenn nein, spricht es halt nur gegen dich.

          Ist es das eigentlich, was dich innerlich so tiefwütend macht?

          Du wärst gerne so emanzipiert, lässt dich aber mangels Begabung zu einträglicher Erwerbsfähigkeit doch nur aushalten? Weil du es halt „verdienst“?

        • @ david:

          Wir sollten nicht ausser Acht lassen, dass „Semikolon“ möglicherweise ein bösartiger Extrem-Maskulist ist, der unter der Maske einer Frau alles daran setzt, Frauen als intellektuell minderbegabt erscheinen zu lassen…

        • ich nehme dann mal an, dass die sich echauffierenden herren immer brav jeder einzelnen partnerin von alleine angeboten haben, die pillenkosten hälftig zu übernehmen?
          ich weiß, das hat mehr so symbolischen wert, aber gut zu wissen, dass das grundsätzlich erwartbar ist und nicht etwa einzeln von der frau angesprochen werden müsste…

        • strunzdummer vergleich, weil absolut nicht üblich (ebenso wenig wie dass sie sich an den Gummis beteiligt), aber zufällig ich kann sogar sagen: ja, hab ich! Hatte allerdings nur zwei die zu dem Zeitpunkt auf Pille waren und beide haben sie dann nicht mehr lange genommen.

        • Der Vergleich ergibt durchaus Sinn. Eben dann wenn man Sex als Belohnung ansieht, die man dem Mann für gütiges Verhalten gewährt 🙂

        • angeboten? von dir aus?
          und das soll ich glauben?

        • Achso. Dass sich ein Mann – nach deinen Maßstäben – NICHT unmoralisch verhält, ist per se unglaubwürdig. Geil.

          Ja, hab ich tatsächlich. Haben beide abgelehnt! Und ist auch sicher nicht üblich. Ebenso wenig wie dass Frauen Kondome zahlen.
          Hat mit Miete aber nichts zu tun.

          Zum anderen haste nichts zu sagen?

          Geh jetzt mal noch uffe piste….

        • „Haben beide abgelehnt!“

          wie großzügig

          „Hat mit Miete aber nichts zu tun.“

          exakt dasselbe prinzip (nur mit geringeren beträgen und eh nicht aufteilbaren, einseitigen risiken)

          „Zum anderen haste nichts zu sagen?“

          weiß nicht, was du meinst

        • für’s Protokoll: Habe sowohl die Kosten für Miete etc. voll und ganz übernommen als auch die Kondome allein bezahlt. Die jeweiligen Partnerinnen waren jeweils keine Anhängerinnen der hormonellen Verhütung.

          Ändert nichts daran, dass deine Argumentation, Semikolon, weiterhin auf der Grundlage basiert, dass Frauen a priori mietfrei bei ihren Typen wohnen sollten und dass deine Argumentation damit weiterhin impliziert, dass diese Art der Prostitution jenes Modell ist, dass du, Semikolon, für gerechtfertigt hältst.

          Wäre ich eine Frau, würd‘ ich an dieser Stelle von dir Satisfaktion fordern.

        • „… er kalkulierte heimlich damit, dass sich seine kosten um exakt den beitrag reduzieren würden, der ihr an mehrkosten neu entstünden.
          also dass er profitiert, während sie verliert.
          fair ist daran erstmal gar nichts.“

          Lassen wir mal Euren Kleinkrieg beiseite, so bleibt doch Deine Aussage in ihrem Kern falsch.
          Die Frau verliert nur dann, wenn sie ihre eigene Wohnung behält, was aber üblicherweise nicht der Fall ist.
          Gibt sie ihre Wohnung auf und zieht zu ihm, dann spart sie ihre Mietkosten brutto für netto., während seine um ihre Verbrauchskosten steigen.
          Nehmen wir mal an, er hat eine Wohnung für 600 €, sie gibt eine für 400 € auf. So zahlt sie in Zukunft 300 €, hat also nichts verloren, sondern 100 € gewonnen.
          Das nennt man Synergieeffekte.
          Sie würde nur draufzahlen, wenn ihr Anteil die ursprünglichen Kosten überstiegen.

        • „Ändert nichts daran, dass deine Argumentation, Semikolon, weiterhin auf der Grundlage basiert, dass Frauen a priori mietfrei bei ihren Typen wohnen sollten“

          hätten sie sich eine größere wohnung zusammen genommen – natürlich nicht. hätte es „synergieeffekte“ gegeben – natürlich nicht. aber unter der voraussetzung, dass einer nur profitiert und einer nur draufzahlen soll und das nichtmal vorher besprochen wurde, find ich das unmöglich.

        • Was für eine sinnfreie Diskussion wegen einer kleinen Annektode…

          kernpunkt ist, dass ihm nach eigener aussage keine mehrkosten durch den zusammenzug entstanden, ein teil seiner motivation zum “offiziell machen” scheinbar finanziell bedingt war

          Es war ihre Idee. Natürlich sind die Kosten gleich geblieben, einfach weil sie vorher schon fast ständig bei mir war, was einfach daran lag, dass sie frühs 20 Minuten länger liegen bleiben konnte.

          Was du unter den Tisch fallen lässt, ist die Tatsache, dass meine Kosten vorher schon durch ihren Aufenthalt angestiegen sind. Nur stelle ich Gästen das in der Regel nicht in Rechnung.

          sowas bespricht man grundsätzlich vorher, dann hätte sie vielleicht aufs offizielle zusammenziehen auch verzichtet. so musste sie sich ja verarscht und ausgenommen fühlen, hat aber vermute ich dennoch zähneknirschend deine kostenbilanz reduziert?

          Um meine Kostenbilanz effektiv zu reduzieren hätten wir uns trennen müssen. Schlicht weil sie nur ein Lehrlingsgehalt hatte und letztendlich auch nur einen eher symbolischen Beitrag leistete. Mit einem spitzen Bleistift gerechnet musste ich immer noch draufzahlen.

          Warum musste sie sich verarscht vorkommen? Weil es ganz selbstverständlich ist, dass der Mann stillschweigend alle Kosten übernimmt? Man könnte auch ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass verursachte Kosten stillschweigend übernommen werden.

          wäre auf ihrer seite nun dadurch die miete weggefallen, hätte sie es sicher ebenso selbstverständlich gefunden, sich bei ihm zu beteiligen, aber so war es ja nicht.

          Was lernen wir daraus? Eltern! Lasst eure Kinder nicht kostenfrei bei euch wohnen.

          Da sie wohl kaum vorhatte unter einer Brücke zu schlafen ist das durchaus fair.

          Ihre Eltern haben sie ja nicht rausgeworfen. 😉

          aber unter der voraussetzung, dass einer nur profitiert und einer nur draufzahlen soll und das nichtmal vorher besprochen wurde, find ich das unmöglich.

          Wie du nur auf die Idee kommst, ich hätte finanziell profitiert…

          Und selbst wenn es so gewesen wäre. Jeder, der aus dem Hotel-Mama auszieht zahlt drauf. Finanziell „profitiert“ haben dabei lediglich ihre Eltern.

        • weiß nicht, was du meinst

          Doch doch, tust du. Und sicherlich schämst du dich auch zumindest ein bisschen.

        • „Warum musste sie sich verarscht vorkommen?“

          weil du erst nachher gesagt hast, welchen betrag du von ihr erwartest, was nur in einem fall ein akzeptabeles vorgehen wäre, nämlich dann, wenn sich erst dann ihre einkommenssituation (positiv) oder deine (negativ) verändert hätte.

          das ist doch wirklich nicht schwer zu verstehen.

          du hast noch gar nicht erwähnt wie das mit der beschaffung von allem voran lebensmitteln bei euch lief. ich halte es für nicht unüblich, dass der weibliche part einer beziehung wesentlich häufiger, mehr und auch hochwertiger (auf eigene rechnung) einkauft. auch das sind ja mehrkosten, die sie aufgebracht haben könnte, von denen du in dem fall direkt profitiert haben müsstest.

        • weil du erst nachher gesagt hast, welchen betrag du von ihr erwartest, was nur in einem fall ein akzeptabeles vorgehen wäre, nämlich dann, wenn sich erst dann ihre einkommenssituation (positiv) oder deine (negativ) verändert hätte.

          das ist doch wirklich nicht schwer zu verstehen.

          Falsch.
          Für dich scheint es zu schwer zu verstehen, dass es auf diesem Planeten anders läuft.
          Deine Moral existiert so nur auf dem imaginären Planet „Frau“.

          Wundert’s dich eigentlich nie, dass du mit deinen Behauptungen dazu, was „fair“ wäre, fast immer völlig alleine dasteht, selbst unter Feministinnen?

          dass der weibliche part einer beziehung wesentlich häufiger, mehr und auch hochwertiger (auf eigene rechnung) einkauft.

          Jup, vor allem dann wenn sie mit seinem Geld einkauft, vermutlich 😉

          Wahrscheinlich gehörst du auch zu denen, die sich noch nie überhaupt der Vorstellung hingegeben haben, wie prekär sie mit dem selbst verdienten Einkommen leben müssten.

        • du hast noch gar nicht erwähnt…

          Sag mal, du halbes Kolon, wie lange willst du das tote Pferd eigentlich noch reiten? *facepalm*

          …halte es für nicht unüblich, dass der weibliche part…

          Jaja, und du hältst es für üblich, dass die „weiblichen parte“ by default mietfrei bei den „männlichen parten“ wohnen, und kratzt dazu alles zusammen, was aufgrund der grammatischen Konjunktion wie ein Argument aussehen könnte…

        • weil du erst nachher gesagt hast

          So höret doch! Welch Ungemach ihr widerfuhr. Von schönen Worten – Sirenen‘sang gar – herausgelockt, aus trautem Heim. Listen! Der Spitzbub – das gar garst‘ge Mannsbild dort. Versprechen gab er wohl, von einem Ort – an dem die Maid, die Unschuld‘ge, sich des Nachts in dunkler Stund‘ wärmen könnt‘ die kalten Füße. Ausgenutzt – den treuen Glauben. Mit kaltem Herzen ausgequetscht. Die zarte Blüte, unberührt, entweiht und achtlos fallen lassen. Nach schnödem Mammon stand ihm der Sinn. Bereichert auf des Kostens Kind. Dort lacht er – des Teufels Brut. Verhöhnt und in der Falle sitzend – die arme Maid, ganz ohne Hemd.

          Ok, ein Meisterwerk wirds wohl nicht. Aber Drama kann ich auch.

          und auch hochwertiger

          Du meinst so Sachen wie, „Billigchips ess ich nicht!“?

          Öfter eingekauft wohl kaum. da ich der mit Auto und Führerschein war. Den Einkauf nach Einkaufsliste haben wir hälftig geteilt. Sonderwünsche Extra.

        • „So höret doch! Welch Ungemach ihr widerfuhr. Von schönen Worten – Sirenen‘sang gar – herausgelockt, aus trautem Heim. Listen! Der Spitzbub – das gar garst‘ge Mannsbild dort. Versprechen gab er wohl, von einem Ort – an dem die Maid, die Unschuld‘ge, sich des Nachts in dunkler Stund‘ wärmen könnt‘ die kalten Füße. Ausgenutzt – den treuen Glauben. Mit kaltem Herzen ausgequetscht. Die zarte Blüte, unberührt, entweiht und achtlos fallen lassen. Nach schnödem Mammon stand ihm der Sinn. Bereichert auf des Kostens Kind. Dort lacht er – des Teufels Brut. Verhöhnt und in der Falle sitzend – die arme Maid, ganz ohne Hemd.“

          ^^

      • „sowas bespricht man grundsätzlich vorher, dann hätte sie vielleicht aufs offizielle zusammenziehen auch verzichtet. so musste sie sich ja verarscht und ausgenommen fühlen, hat aber vermute ich dennoch zähneknirschend deine kostenbilanz reduziert?“

        LOL, das würde ich gerne mal miterleben. „Wenn du bei mir einziehst, musst du dich an den Kosten beteiligen.“ „Nö, dann lieber nicht.“

      • sowas bespricht man grundsätzlich vorher, dann hätte sie vielleicht aufs offizielle zusammenziehen auch verzichtet. so musste sie sich ja verarscht und ausgenommen fühlen

        Semi-Kolon bestätigt hiermit auf das volltrefflichste die Selbstverständlichkeiten der Normal-Frauen…
        …und ebenso bestätigt sie auch aufs vollendetste Elmar Diedrichs‘ These von der bürgerlichen Prostitutionhttps://jungsundmaedchen.wordpress.com/2015/06/08/frauen-schlagen/#2

        • die selbstverständlichkeit, dass man die eigenen erwartungen rechtzeitig anspricht, oder halt nicht erwarten kann sie durchzusetzen, oder zuallermindest nicht überrascht sein darf, wenn der/die im mündlich geschlossenen vertrag zuvor getäuschte nicht in hurra-rufe ausbricht angesichts dessen…
          a whole new world, is klar.

          für punkt 2 gilt: habs nicht gelesen, nehme aber an, die frage, ob sie sich an seinen kosten beteiligt hat, müsste erst noch abschlägig beantwortet werden (imho unwahrscheinlich), bevor man da eine parallele ziehen könnte.

        • Ich weiß nicht.
          Vielleicht liegt hier ein absurdes Missverständnis vor.
          Ich habe den Verdacht, dass bei der Diskussion zwei verschiedene Annahmen/Szenarien im Hinterkopf sind.

          Szenario 1: Die ziehen zusammen. Sie gibt ihre Wohnung auf, spart also ihre Miete, und er spricht an, dass sie jetzt gemeinsame Wohnungskosten haben. Gemeinsame. Die also auch gemeinsam beglichen werden sollten.

          Szenario 2: Ich glaube, Semidings meint allen Ernstes dieses Szenario: Sie würde ihre Wohnung parallel weiter zahlen und er hätte den Vorschlag mit dem Zusammenziehen in Wirklichkeit nur gemacht, um seine Kosten zu drücken.
          Was – Hurra, Hurra – ein Anlass für moralische Empörung ist.
          Nebenbei: Geile Vorstellung von zwischenmenschlichen Verhältnissen 😉

        • ich glaube, du solltest nochmal lesen.
          sie wohnte vorher – ich nehme an mietfrei – bei ihren eltern, und er wollte anscheinend tatsächlich im wesentlichen nur seine kosten drücken, hatte zu keinem zeitpunkt im sinn, dass sie aus dieser konstellation mit mehr als nem fetten minus rauskommt.

        • „sie wohnte vorher – ich nehme an mietfrei – bei ihren eltern“

          Und dachte offenbar, sie könnte weiterhin ein Kind bleiben.

          „hatte zu keinem zeitpunkt im sinn, dass sie aus dieser konstellation mit mehr als nem fetten minus rauskommt.“

          So ist das halt wenn man erwachsen wird. Man muss sich an seinen eigenen Lebenshaltungskosten beteiligen. Ich weiß, dass ist für Frauen noch ein relativ neues Konzept, das mit Erwerbsarbeit und Verantwortung und so. War ja auch so nicht geplant als man für das Wahlrecht (ohne Kriegsdienst) und gleichen Lohn (ohne die dazugehörige Arbeit) auf die Straße gegangen ist.

        • wie gesagt: er hätte es vor dem umzug sagen müssen.
          hat er nicht, und die eigentliche frage ist doch: warum nicht?
          weil er wusste, dass sie dann dankend abgelehnt hätte?
          ein schelm…

        • „warum nicht?“

          Weil er sich schlicht nicht vorstellen kann, dass nach Jahrzehnten des Getöse um Gleichberechtigung und Emanzipation, eine Frau den Anspruch hegt, mietkostenfrei Strom, Wasser, Gas und Heizung zu erwarten.

        • „ich glaube, du solltest nochmal lesen.
          sie wohnte vorher – ich nehme an mietfrei – bei ihren eltern, und er wollte anscheinend tatsächlich im wesentlichen nur seine kosten drücken, hatte zu keinem zeitpunkt im sinn, dass sie aus dieser konstellation mit mehr als nem fetten minus rauskommt.“

          Und das findest du völlig ok? Nicht mal ein kleines bisschen egoistisch (oder sagen wir mal wohlwollend kindlich-naiv) von ihr, dass sie sich gleich ins nächste gemachte Nest setzen will, ohne ihren Beitrag zu steuern? Du erklärst allen Ernstes hier ihn als den Geldgierigen?
          Klar kommt sie erst mal „mit mehr als nem fetten Minus raus“. Das kommt ja wohl auf jeden Menschen zu, der irgendwann mal flügge wird. Manche müssen ihre Wohnung sogar ganz alleine zahlen, weil sie so schnell keinen passenden Mitbewohner/Freund finden, aber auch nicht ewig Mami und Papi auf der Tasche liegen wollen. Das ergibt dann erst ein fettes Minus.
          Sag mal: wenn du auf ein Konzert fahren willst, und eine Freundin von dir in derselben Stadt, wo dieses Konzert stattfindet, arbeitet, du aber kein Auto hast, weil es in der Werkstatt steht, und darum sie bittest, dich mitzunehmen, findest du es dann auch in Ordnung, dich nicht beim Sprit zu beteiligen, weil sie ja ohnehin mit dem Auto gefahren wäre?

        • „Du erklärst allen Ernstes hier ihn als den Geldgierigen?“

          yup, so siehts aus.

          „Sag mal: wenn du auf ein Konzert fahren willst, und eine Freundin von dir in derselben Stadt, wo dieses Konzert stattfindet, arbeitet, du aber kein Auto hast, weil es in der Werkstatt steht, und darum sie bittest, dich mitzunehmen, findest du es dann auch in Ordnung, dich nicht beim Sprit zu beteiligen, weil sie ja ohnehin mit dem Auto gefahren wäre?“

          klar doch. ich hatte mal so ein seltsames exemplar zur freundin, die „spritgeld“ für gemeinsame touren verlangte. hab ich bezahlt, allerdings nicht ohne mich zu wundern, mir wurde nunmal ein ganz anderes verständnis von freundschaft, hilfe und fairness vorgelebt.

        • und er wollte anscheinend tatsächlich im wesentlichen nur seine kosten drücken, hatte zu keinem zeitpunkt im sinn, dass sie aus dieser konstellation mit mehr als nem fetten minus rauskommt.

          Nochmal an dieser Stelle. Klar hatte sie unterm Strich ein Minus in der Kasse. Ich aber genauso, trotz eher symbolischer Beteiligung. Wenns ums Geld gegangen wäre hätte ich die Beziehung beenden müssen.

          Die Kosten steigen halt einfach wenn man vorher 0 DM Miete gezahlt hat und später 100 DM abdrücken muss.

          Und weil das in der ganzen Diskussion schön unter den Tisch fällt. Durch ihren insgeamt schleichenden Einzug hat sich der für meine Sachen verfügbare Wohnraum immer weiter reduziert. Wenn man also die Miete auf die m² umlegt haben sich meine Kosten fast verdoppelt.

        • Durch ihren insgeamt schleichenden Einzug hat sich der für meine Sachen verfügbare Wohnraum immer weiter reduziert. Wenn man also die Miete auf die m² umlegt haben sich meine Kosten fast verdoppelt.

          Auch das blickt Muttchen Sheera natürlich nicht. Gäste sind temporär und nicht zur Kompensation verpflichtet, allenfalls symbolisch. Wer offiziell einzieht, verliert dadurch Gaststatus. Und auch als „Dauergast“ entstehen ungeschriebene Verpflichtungen, zumindest moralisch.

          Es ist ja selbsterklärend, dass die Dame als Gast ja auch schon massiv profitiert und er Wohnraum abgegeben hat. Noch zusätzlichen, wenn sie gänzlich mit ihren Sachen einzieht. Manche Frauen (ich bin sicher, die wenigsten, und Sheera wird sicher keine Feministin finden die sie dafür nicht verachtet) scheinen zu glauben, ihre bloße Anweisenheit müsse für Männer doch eine geldwerte Leistung sein.

          Man sieht daran, dass Sheera abgesehen von ihrem sie aushaltenden Ehemann (der dieses Weltbild stützt) kaum noch Kontakte in die reale Welt hat. Anders ist diese unterentwickelte Moral und Unkenntnis sozialer Gepflogenheiten nicht zu erklären.

          Richtig absurd wird es, wenn sie tatsächlich glaubt, ein Mann hätte auch noch die Medikamente mitzufinanzieren, die sie nimmt. Ob sie in der Zeit wo sie sich – laut eigener Aussage – von vier Typen parallel ficken ließ, die Kosten schön gefüntelt hat?

          Meine Güte, was hätte ich mich geschämt, wenn ich je ernsthaft eine Freundin gefragt hätte, ob sie sich an meinen Kondom-Ausgaben beteiligt.

      • sowas bespricht man grundsätzlich vorher, dann hätte sie vielleicht aufs offizielle zusammenziehen auch verzichtet. so musste sie sich ja verarscht und ausgenommen fühlen

        Du bist schon eine Marke. Denkst auch die Welt kostet nichts, solange man nen dummen Mann an der Seite hat.
        Wie viel trägst du eigentlich mit deinem bisschen Hausaufgabenbetreuung zum Familieneinkommen bei? So 10%?

      • „entstamme allerdings auch der arbeiterklasse. keine einzige“

        Meine Sozialisation ist ähnlich, da haben beide Arbeiten müssen, und beide haben Anschaffungen gemeinsam finanziert, es gab eigentlich fast nie Streit ums Geld, außer meine Mutter wollte mal irgendwas, was mein Vater als überflüssigen Luxus eingestuft hat, da gab es dann mal knatsch, aber letztendlich hat er dann ein Machtwort gesprochen und ja oder nein entschieden.

        So geht es jetzt noch in der Familie, ein großer Topf, habe eigentlich nur einen groben Überblick, ich achte nur darauf das eine kritische festgelegte finanzielle Grenze nicht unterschritten wird, dann ist Schluss mit lustig shoppen gehen. Wenn das von Beiden akzeptiert wird, geht das eigentlich ziemlich entspannt, besser als ständiges aufrechnen.

        Die Grenze ist so definiert, das im Mittel die Einnahmen die Ausgaben immer überschreiten müssen. Ausnahme sind größere längerfristig zu planende Anschaffungen.

  6. Eigentlich ist es doch ganz einfach: Jeder behält sein Konto und es wird noch ein zusätzliches Konto eingerichtet, auf das jeder monatlich den gleichen Betrag für Miete und Lebensmittel einzahlt. Darüber hinaus kann sich jeder Partner (über das eigene) vom restlichen Geld seinen persönlichen Luxus leisten. Wie groß der dann ausfällt, hängt eben von dem Betrag ab, der nach Abzug von Miete/Lebensmittel übrig bleibt. Wenn die Frau sich ein anderes Modell (wie das von Christian beschriebene) wünscht, hat jeder mündige Mann die Möglichkeit, das abzulehnen und weiterhin alleine zu wohnen. Über sowas spricht man doch in der Regel bevor man zusammenzieht?!

    • Welchen „persönlichen Luxus“ hat man denn in einer Beziehung?

      Ich kaufe mir einen flachbildfernseher -> Guck bitte weg!
      Ich fliege in den Cluburlaub -> Ohne dich.
      Ich kaufe mir einen BMW -> Du nimmst bitte den Bus zu unserem gemeinsamen Ausflug.
      Usw. Usf.
      Die Beziehung möchte ich mal sehen, die das durchhält. Selbstverständlich leistet jeder nach seinen Möglichkeiten gemeinsam seinen Beitrag. Urlaub: Er zahlt die 600 Euro Flugtickets, sie eben das essengehen für 200 Euro. Der Rest ist Symbolik. Das ist die Realität.
      Und das ist im Prinzip ja auch kein Problem. Männer wollen dafür eigentlich nur Wertschätzung. Wenn ich mir die Welt anschaue, es wäre eigentlich ein superleichtes für frauen. Übrigens gerade auch für feministas, wenn sie einfach mal nett zu Männern wären. Sie könnten ihre Ziele viel besser erreichen. Aber ihr Hass ist stärker und so versuchen sie Männer durch beschämung zu verhaltensänderungen zu bewegen. Klar das das nicht funktioniert, kein System funktioniert durch Bestrafung sondern stets durch Belohnung.

      Aber das feministische Ziel ist ja keine Partnerschaft, sondern Herrschaft über Männer….

      • Ähm, alles Mögliche. Kleidung, eine Modelleisenbahn, Fußballspiele, Wellness-Wochenende … Mir fällt da eine Menge „persönlicher Luxus“ ein. Ein Fernseher ist ja heutzutage wohl eher ein Möbelstück, und seit wann kann man den Urlaub nicht gemeinsam zahlen?
        Was hast du denn sonst für einen Vorschlag?

        • >>“Ein Fernseher ist ja heutzutage wohl eher ein Möbelstück,“

          Ähm, ich rede von Geräten ab 5000 Euro aufwärts. Möbelstücke sind bei dir Luxus? Interessant!

          Ich verdiene bereits jetzt gut 600 Euro mehr als meine Freundin, Tendenz für die Zukunft: Der Gap wird noch größer (Allein schon durchs Senioritätsprinzip bei der Entlohnung -> Sie ist älter als ich).

          >>“und seit wann kann man den Urlaub nicht gemeinsam zahlen?“

          Klar, sie kann natürlich sich auch länger bzw. mehr Geld zurücklegen als ich, in Praxis werden aber aufwändige Urlaube durch sie nicht finanzierbar sein.

          Was meinst du, gleiche Bezahlungsanteile vorausgesetzt, hat ihre geringere Entlohnung keinen wirkungsvollen Einfluss auf den Zielort des Urlaubs?

          Aber hey…dann fliege ich eben nach Neuseeland und sie nach Mallorca. Wie die Gleichstellungsideologie die Hirne vernebelt…

          >>“Was hast du denn sonst für einen Vorschlag?“

          Habe ich doch geschrieben, liest du noch oder schubladisierst du nur? Ich schlug ja eine proportionale Bezahlung vor, denn DAS wird und ist der Regelfall. Der Besserverdienende bezahlt eben mehr. Das ist übrigens auch der Grund für diesen Thread. Es geht darum, dass manche Frauen aus diesem Prinzip einen Anspruch ableiten…

          Lustig in dem Zusammenhang ist übrigens, dass du unten von einer Bekannten berichtest, die diese Anspruchshaltung entwickelt hat, aber sehr „tradtionell“ lebt. Sie putzt und kocht ect.

          Moment…ist DAS nicht eine von den Frauen wo Feministinnen sagen, sie würde UNbezahlte Arbeit leisten?

          Merkst du? Das was Männer einbringen wird als gegeben hingenommen, das was Frauen (im Gegenzug) geben wird als schlimme Benachteilgung gesehen. Die Renten von Frauen sind 50 Prozent geringer, ich frage mich bis heute warum so wenige Frauen bei uns verhungern, geschweige denn das Frauen mehr Geld für Kosmetika, Bekleidung und Schmuck ausgeben als Männer.

          Es steht wirklich dramatisch um die unterdrückten Frauen in Deutschland…

        • „Ähm, ich rede von Geräten ab 5000 Euro aufwärts. Möbelstücke sind bei dir Luxus? Interessant!“

          Nein. Umgekehrt. Ein Fernseher ist für mich kein Luxus. Gut, ein 5000 Euro teurer schon (woher soll ich erraten, dass dein Flachbildfernseher 5000 Euro kostet? Mittlerweile werden einem die Dinger – teilweise schöne, große – um unter 500 Euro nachgeworfen), allerdings fehlt mir das Verständnis, für einen solchen Gegenstand 5000 Euro auszugeben, wenn man nicht gerade Geld wie Heu hat.

          „Ich verdiene bereits jetzt gut 600 Euro mehr als meine Freundin, Tendenz für die Zukunft: Der Gap wird noch größer (Allein schon durchs Senioritätsprinzip bei der Entlohnung -> Sie ist älter als ich).“

          Und? Was interessiert mich das?

          „Klar, sie kann natürlich sich auch länger bzw. mehr Geld zurücklegen als ich, in Praxis werden aber aufwändige Urlaube durch sie nicht finanzierbar sein.
          Was meinst du, gleiche Bezahlungsanteile vorausgesetzt, hat ihre geringere Entlohnung keinen wirkungsvollen Einfluss auf den Zielort des Urlaubs?
          Aber hey…dann fliege ich eben nach Neuseeland und sie nach Mallorca. Wie die Gleichstellungsideologie die Hirne vernebelt…“

          Nett, wie du mir so einfach Dinge unterstellst, die du nicht wissen kannst. Zum Beispiel irgendwelche Ideologien, die du mit dem Wissen, dass ich weiblich bin und dir widerspreche, in deinem Hirn zusammenschusterst.
          Sie verdient 600 Euro weniger, als du. Willst du in Zukunft nach Bora Bora fliegen? Oder in dieses exquisite Hotel in Dubai (denke ich zumindest), das 12.000 Euro die Nacht kostet? Oder willst du hier nur den großen Macker markieren? Auch mit einem halbwegs normalen Gehalt muss man durchaus nicht in Mallorca Urlaub machen.

          „Habe ich doch geschrieben, liest du noch oder schubladisierst du nur? Ich schlug ja eine proportionale Bezahlung vor, denn DAS wird und ist der Regelfall.
          Der Besserverdienende bezahlt eben mehr.“

          Nun, wenn du damit zufrieden bist, dann ist es ja gut. Zum Schubladisieren … Das beherrscht du mindestens genauso gut.

          „Das ist übrigens auch der Grund für diesen Thread. Es geht darum, dass manche Frauen aus diesem Prinzip einen Anspruch ableiten…“

          Manche Frauen. Schön, dass du das so sagst. Die meisten hier sind eher der Überzeugung, alle Frauen hätten diese Einstellung.

          „Lustig in dem Zusammenhang ist übrigens, dass du unten von einer Bekannten berichtest, die diese Anspruchshaltung entwickelt hat, aber sehr “tradtionell” lebt. Sie putzt und kocht ect.“

          Diese „Anspruchshaltung“ hätte sie, wenn sie erwarten würde, dass er sich beim Haushalt beteiligt. Sie arbeitet für ihn. Er gibt ihr dafür Geld (d.h. er bezahlt alleine die Betriebskosten – sie wohnen in einer Eigentumswohnung – und die größeren Anschaffungen). Was ist daran eine „Anspruchshaltung“? Ohne sie müsste er eine Putzfrau, eine Wäscherei und jemanden, der für ihn bügelt beschäftigen und jeden Tag essen gehen oder von Schnittchen leben. Oder aber Mutti am Rockzipfel hängen, was ein ähnlich parasitäres Verhalten ist, wie das der Freundin von HansG. Ohne ihn hätte sie einen Ganztagsjob und eine kleine Mietwohnung und würde nicht studieren. Was die beiden haben, wäre nicht mein Lebensmodell, aber solange sie damit glücklich sind …

          „Moment…ist DAS nicht eine von den Frauen wo Feministinnen sagen, sie würde UNbezahlte Arbeit leisten?“

          Eine Feministin würde es, denke ich, erst dann „unbezahlte Arbeit“ nennen, wenn sie überall die Hälfte zahlt, aber den Haushalt alleine schmeißt.

          „Merkst du? Das was Männer einbringen wird als gegeben hingenommen, das was Frauen (im Gegenzug) geben wird als schlimme Benachteilgung gesehen.“

          Nein. Absolut nicht. Ich denke, die Mehrheit ist sich dessen bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, „was Männer einbringen“. Wobei ich persönlich ja absolut keinen Grund habe, wegen irgendetwas demütig zu sein, denn ich zahle bei allem die Hälfte. Ich verdiene gut, dankesehr.

          „Die Renten von Frauen sind 50 Prozent geringer, ich frage mich bis heute warum so wenige Frauen bei uns verhungern, geschweige denn das Frauen mehr Geld für Kosmetika, Bekleidung und Schmuck ausgeben als Männer.“

          Weil wir Gott sei Dank ein gutes soziales Netz haben. Wäre es nicht so, würde es nicht nur Rentnerinnen schlechter gehen.
          Und Männer geben mehr Geld für Autos und Technik-Schnickschnack (siehe dein 5000€-Strunz-Fernseher) aus. Und für Autos kann man wesentlich mehr Geld ausgeben, als für Klamotten.

          „Es steht wirklich dramatisch um die unterdrückten Frauen in Deutschland…“

          Kannst du die armen Strohmänner wieder löschen? Die können doch gar nichts dafür.

        • >>“Gut, ein 5000 Euro teurer schon (woher soll ich erraten, dass dein Flachbildfernseher 5000 Euro kostet?“

          Deshalb sprach ich ja von „persönlichem Luxus“ und nicht von einem 279 Euro Billig-Gerät ausm Discounter…

          Nur wie gesagt, wenn ich mir so etwas anschaffen würde, dann wäre dies kein „persönlicher“ Luxus. Es sei denn natürlich ich verbiete meiner Freundin dieses Gerät auch mal anzuschalten. Und daher schrieb ich ja auch: Die Beziehung möchte ich sehen, in der es expliziten „persönlichen“ Luxus gibt…

          >>“allerdings fehlt mir das Verständnis, für einen solchen Gegenstand 5000 Euro auszugeben, wenn man nicht gerade Geld wie Heu hat.“

          Wenn man ein Cineast ist? Warum nicht?
          Ich habe kein Verständnis dafür, dass Frauen (und auch ein paar Männer) für 500ml Duschgel 3,99 Euro ausgeben. Sie tuns eben!

          >>“Und? Was interessiert mich das?“

          Wenn der eine einen Kuchen mit 1 Kg Mehl backt und der andere mit 500g ist es illusorisch anzunehmen, dass beide gleich große Kuchenstücke genießen werden können ohne das jemand zumindest (!) Abstriche machen muss.

          Die Person die mehr Mehl hat wird natürlich hiervon abgeben.

          >>“Oder willst du hier nur den großen Macker markieren? Auch mit einem halbwegs normalen Gehalt muss man durchaus nicht in Mallorca Urlaub machen.“

          Es geht hier doch nicht um die exakten Zielorte und Hotelzimmer. Ist es denn so schwer zu verstehen, dass wenn beide gleich viel geben aber unterschiedlich verdienen, der der weniger hat irgendwann an den Punkt kommt, an dem er eben nichts mehr dazu steuern kann?

          Und wenn man sich dann „Luxus“ (Du fremdelst ein bisschen mit dem Begriff oder) leisten will, kann man dann:

          A) Darauf verzichten (Sie verdient weniger)
          B) Man zieht es ohne sie durch (Stress)
          C) Oder man zahlt eben proportional mehr (So haben alle Nutzen maximiert)

          Ich verstehe nicht, warum das so schwer begreifflich ist…

          >>“Eine Feministin würde es, denke ich, erst dann “unbezahlte Arbeit” nennen, wenn sie überall die Hälfte zahlt, aber den Haushalt alleine schmeißt.“

          Eine Feministin nennt jede Haushaltshandlung von Frauen unbezahlt.

          >>“Weil wir Gott sei Dank ein gutes soziales Netz haben.“

          Genau. Und der Strom kommt aus der Steckdose. Zu dem was Männer innerfamiliär an Frauen distribuieren (s.o.) kommen ja noch die staatlichen Umverteiligungen hinzu.

          Es gibt eben keine „un“bezahlte Arbeit von Frauen…nur eines wird man davon nicht: „reich“. Zu dumm.

          >>“Und Männer geben mehr Geld für Autos und Technik-Schnickschnack (siehe dein 5000€-Strunz-Fernseher) aus. Und für Autos kann man wesentlich mehr Geld ausgeben, als für Klamotten.

          Männer sparen auch mehr und machen sich häufiger über Finanzfragen Gedanken. Interessant, dass das Geschlecht das 50 Prozent weniger Rente und 23 Prozent weniger Einkommen hat und noch dazu ungemein häufiger gar kein Einkommen so leben kann.

          Daher ist das kein Strohmann, sondern berechtigt:

          Frauen in Deutschland geht es verdammt gut.

      • „Männer wollen dafür eigentlich nur Wertschätzung. Wenn ich mir die Welt anschaue, es wäre eigentlich ein superleichtes für frauen. Übrigens gerade auch für feministas, wenn sie einfach mal nett zu Männern wären.“

        Genau der Punkt, ich verstehe nicht warum es sich viele Frauen oft so schwer machen !?

      • „Und das ist im Prinzip ja auch kein Problem. Männer wollen dafür eigentlich nur Wertschätzung. Wenn ich mir die Welt anschaue, es wäre eigentlich ein superleichtes für frauen.“

        Genau auf den Punkt gebracht!
        (Quasi: Ende der Durchsage)

        „Frauen in Deutschland geht es verdammt gut.“

        Dies würde ich sogar grundsätzlich noch etwas erweitern:

        Weisse Frauen, in westl. Industrienationen (je nach ges. Abstufung) sind die privilegierteste Gruppe auf diesem Planeten.

  7. Ihr die 100%ige Kontrolle über die eigenen Finanzen zu geben ist wohl nur etwas für extrem devot veranlagte.

    Geiz und Spitzfindigkeiten sind aber auch extrem unsexy.
    Also einfach großzügig sein.
    Wenn man genügend verdient, tut es auch nicht weh.
    Eine richtig gute Frau gibt es eben nicht umsonst, was nicht heissen muss, dass besonders konsumfreudige Exemplare automatisch zu präferieren sind.

    • „Wenn man genügend verdient, tut es auch nicht weh.“
      Die Ansprüche steigen mit den Möglichkeiten. Vor allem wenn Sie viel Zeit hat.

  8. Finanzielle Aspekte sollte jedes Paar unter sich aushandeln – ohne äußere Einmischung.
    Es ist absolut sinnvoll, eine gemeinsame Kasse oder Konto zu führen, um nicht jeden Bissen Brot einzeln abrechnen zu müssen.
    Wieviel jeder in dieses gemeinsame Konto einzahlt, darüber muss das Paar sich selbst einigen, so dass es für beide akzeptabel ist. Statt Geld sind auch andere Leistungen möglich (Naturalien, Arbeit, ..).

    Manche Männer versuchen auch, Frauen ihr Geld regelrecht aufzudrängen, oder bestehen darauf, Rechnungen selbst zu bezahlen, bis die Frauen letztendlich nachgeben, anstatt immer wieder deshalb eine nutzlose Diskussion führen zu müssen.

    • @Anne

      „Finanzielle Aspekte sollte jedes Paar unter sich aushandeln – ohne äußere Einmischung.“

      Aber bedenke doch, das Private ist politisch! Sowohl der Paartner.I.nnenfinazausgleich als auch die Aufteilung der Hausarbeit, muss vor das Geschlechterverfssungsgericht … Kläger, Anwälte und Richter sind je Femis und Maskus … Privat ist nich‘ mehr! Alles Geschlechterkampf! Basta!!

      • Private ist politisch

        Diese Sentenz mein eigentlich das umgekehrte. Das private Handeln wird politisch, wenn es sich den von oben verordneten Regelungen widersetzt, oder Normen oder Fakten setzt, die eine gesamtgesellschaftliche Auswirkung haben
        In dem Sinne ist z.B. MGTOW keine private, sondern eine politische Entscheidung, nur ein Beispiel, vieles Andere auch.

    • „ohne äußere Einmischung“

      Leider regelt der Staat zu viel ins Private hinein und vergiftet es damit, wenn die Regelungen ideologisch motiviert sind.

  9. Es ist ja nicht nur mit Geld so. Wenn das Machtgefälle in der Beziehung schon so schief hängt, dann zieht sich das ja für gewöhnlich durch alle Bereiche durch.

    Ich beobachte das gerade bei meinem Bruder, der gerade mit seiner Freundin zusammengezogen ist. Im Haus herrscht das totale Chaos, nichts funktioniert so wirklich, mein Bruder ist der einzige, der irgendwas macht (ihm zu helfen ist leider nur sehr begrenzt möglich, ohne sich aufzudrängen), während sie konstant fordert und meckert. Interessanterweise, selbst wenn man sie beobachtet, wie mein Bruder an den Schränken arbeitet und sie daneben sitzt und an ihrem Handy spielt, sagt mein Bruder nachher
    „So, 4 haben _wir_ schon geschafft, jetzt brauchen _wir_ nur noch 2.“
    Weil sie ja zusammen in den anderen Raum sind, um die Schränke zu machen. Als dann aber die Maße nicht gestimmt haben, da war es dann mein Bruder, der die Sachen falsch gemessen hat, nicht „wir“.

    Ich kann diese Frau nicht leiden, hab ich das schon erwähnt?

    Oder weiterführend, nicht nur bei meinem Bruder, höre ich durchaus öfter etwas in die Richtung „Ich entscheide über mein eigenes Leben“ von weiblicher Seite, da hat er sich nicht einzumischen, aber alles andere wird „gemeinsam“ entschieden, wobei das oft in ihrer Entscheidung ausartet, der er dann des Friedens Willens zustimmt. Aber das hatten wir ja vor kurzem noch an anderer Stelle.

  10. Ich bin ja bekanntlich aus dem Osten – und habe sehr jung geheiratet. Bei der Verlobung im Rosengarten in Dresden hat meine (spätere) Frau einen Halbsatz gesagt, der mir bis heute in Erinnerung geblieben ist: »… aber ich will immer selbständig bleiben«. Unsere Elternhäuser waren noch Hausfrauen-Ehen. Das wollten wir beide nicht.

    Was soll ich sagen: Wir bestreiten die laufenden Kosten zu gleichen Teilen. Wir verdienen etwa gleich viel Geld. Wir planen alle größeren Ausgaben gemeinsam. Und ich glaube, dass dies auch die Grundlage unsere stabilen Beziehung ist: Ich bin vom Lebensjahr 22 bis 48 verheiratet und es funktioniert immer noch. Meine Vermutung: Weil das Trennungsrisiko erheblich minimiert wird, wenn beide selbständig sind.

    Klar kenne ich aus der Jugend den oben zitierten Satz und auch die Abwandlung: »Was Dein ist, ist auch mein. Was mein ist, geht Dich gar nichts an!« Aber – muss man es so weit kommen lassen?

    • „Ich bin vom Lebensjahr 22 bis 48 verheiratet und es funktioniert immer noch. “

      Herzlichen Glückwunsch. Dann hast Du wohl eines der wenigen Exemplare von Frauen bekommen, die tatsächlich konsequent sebsttändig sind. Das Gros aber bleibt beim Lippenbekenntnis und setzt sich dann ins gemachte Nest.
      Hohe Ansprüche ohne Gegenleistung dürfte eher der deutliche Regelfall, denn die Ausnahme sein.

      • Das ist hier in Dresden doch etwas anders. Hier gehen traditionell mehr Frauen arbeiten und sie arbeiten auch länger als in den westlichen Bundesländern. Ich will das gar nicht werten – jedes Modell hat seine Berechtigung. Aber es ist meine Erfahrung – zugegeben: in einer Stadt mit vergleichsweise wenig Arbeitslosigkeit und mit sehr guter Infrastruktur.

        Das traditionelle Modell mit dem »gemachten Nest« funktioniert doch ohnehin nicht, wenn man sich bestimmte Ziele fürs Leben setzt. Beim heutigen Stand der Steuern und Abgaben müssen schon beide Seiten etwas zum Unterhalt der Familie beitragen.

        • Das ist hier in Dresden doch etwas anders. Hier gehen traditionell mehr Frauen arbeiten und sie arbeiten auch länger als in den westlichen Bundesländern. Ich will das gar nicht werten – jedes Modell hat seine Berechtigung. Aber es ist meine Erfahrung

          Dein Gefühl trügt dich nicht. Das belegen auch entsprechende Statistiken.

      • Da bedauere ich eher dich. Ich kenne nur eine einzige Frau, die obiges macht, und ehrlich gesagt war ich schockiert, als sie das erzählte. Und man muss dazusagen, dass sie allgemein die traditionelle Rolle einnimmt: sie kocht, bäckt, putzt die Wohnung picobello, näht, bügelt, etc. Die perfekte Hausfrau. Er muss nicht mal den Müll runter tragen.

        • „Da bedauere ich eher dich.“

          No need. Ich hab mich vor 15 Jahren von der letzten Frau der kritisierten Art verabschiedet (der Mutter meiner Kinder) und lebe seit 8 Jahren mit einer zusammen, die die erwartete Selbstständigkeit – mit kleinen Einschränkungen – zeigt.

          Aber ich laufe eben auch nicht blind durchs Leben und kann ähnliche Beobachtungen berichten.
          Auch meiner Frau wurde von einer Freundin empfohlen, beruflich doch langsamer zu treten, sie habe doch einen Mann, der genug für beide verdiene.
          Sie könne damit ganz gut leben und sich in der gewonnenen Freizeit noch sozial engagieren.
          Ihr Ehemann gab dazu keinen Kommentar ab, ich war ob dieser fröhlichen Aufforderung zur Abzocke erstaunt und meine Frau verärgert.

          Aber private Erfahrungen unterliegen naturgemäß der selektiven Wahrnehmung und Filterung, weshalb ich sie nicht überbewerten will.
          Die kritisierte Einstellung „der Frauen“ wird ja auch offiziell bestätigt.
          War es irgendwann im Frühling, als der SWR eine Umfrage unter Frauen im erwerbsfähigem Alter zu ihrem Erwerbsverhalten durchführte? Anlass war – so ich mich recht entsinne – eine vergleichende Studie des Bundes, die zur Erkenntnis kam, dass westdeutsche Frauen deutlich seltener erwerbstätig seien, als ostdeutsche.
          Die Umfrage in den Shopping-malls Heidelbergs, der Stadt mit der niedrigsten Erwerbstätigkeit von Frauen, bestätigte lediglich, dass die (west)deutsche Durchschnittsfrau sehr wohl der Meinung sei, dass der Mann allein für das Familieneinkommen zuständig sei, die Frau allenfalls für gelegentliche Zusatzeinkünfte, um sich gemeinsamen(!) Luxus leisten zu können.

  11. Das Problem ist, dass in den meisten Beziehungen nie über die Aufteilung der Kosten geredet wird. Das macht nämlich keinen Spaß. Dennoch ist es wichtig.

    Bei uns ist es so:
    Gemeinsame Kosten (Miete, Strom, Internet, Einkaufen usw): 2/3 ich, 1/3 sie, was in etwa den Einkommensverhältnissen entspricht.

    Freizeit (Urlaub, Ausgehen usw.) 50/50 für beide, wobei ich bei Sonderwünschen von mir (Business-Class auf Langstrecke) durchaus den Mehrpreis bezahle. Außerdem schenke ich Ihr oft was.

    Größere Gegenstände (Möbel, Elektronik…) bezahlt immer einer von uns, dem es dann auch gehört. Meist bin das dann ich, aber den Thermomix hat z.B. sie gekauft.

    Dinge. über die man sich nicht einigen kann wer sie bezahlt gibt es halt nicht. So wird das Auto jetzt abgeschafft (brauchen wir nur selten). Dann gibt’s Mietwagen und so, Aufteilung siehe oben.

    Damit das funktioniert muss aber z.B. die Steuerklassenverteilung 4/4 sein. Das schadet ja niemandem, denn den Rest des Geldes gibt es nach der Steuererklärung zurück (Erstattung wird hälftig entsprechend der Differenz zur Einzelveranlagung aufgeteilt)

    Ich weiß, das Modell ist komplex und ich bezahle immer noch mehr. ABer es schafft eine klare Erwartungshaltung, und am Ende (so es das gibt) ist auch klar, wem was gehört

    Stepfel

    • So halte ich es auch in meiner jetzigen Beziehung.
      Es geht mir auch nicht darum, dass ich mehr zahle, sondern darum, dass meine Wirtschaftsleistung geschätzt und nicht als selbstverständlich hingenommen wird.

  12. ich beschreib jetzt doch nochmal grob, wie das bei uns läuft/lief, wohlwissend welche häme ich damit heraufbeschwöre… alles für die sache 😉

    1. wir haben getrennte konten (formal) ohne gegenseitige vollmachten (de facto greift er – selten – auf mein konto zu)
    2. wir haben nach posten aufgeteilt, so geht z.b. das allermeiste, was die kinder betrifft, von mir ab (krieg ja auch das kindergeld, was selbstverständlich nicht im entferntesten ausreicht)
    3. vor und während wir uns kennenlernten steckte ich mein gesamtes erspartes (der grund, weshalb ich übrigens kein bafög bekam) in die renovierung unseres jetztigen wohnorts, lebte quasi auf ner baustelle und bin dann dankbar bei ihm untergeschlüpft bis zur (fast-)fertigstellung nach der geburt der großen (ohne mich an seiner miete zu beteiligen, dafür hab ichs auch bei ihm wohnlich gemacht und natürlich lebensmittel beigetragen)
    4. so lange wir nicht verheiratet waren hab ich penibel drauf geachtet, dass er sich zumindest nicht an fest eingebautem beteiligt, den wintergarten als letzte große bauliche maßnahme hat er allerdings fast allein finanziert
    5. an „grundmiete“ zahlt er ziemlich genauso viel wie früher in seiner wohnung, allerdings hat er nun (s)ein auto zu unterhalten und, nunja, er ist der mit dem „notgroschen“ siehe nächster punkt
    6. im gegensatz zu ihm konnte ich nichts mehr zurücklegen, wenn mehr rein kommt, geht mehr raus
    7. urlaube werden wenn möglich hälftig bezahlt, mit ausnahme von vor ort, da hat es sich so eingependelt, dass ich sozusagen taschenlos unterwegs sein darf 🙂
    8. zum glück hab ich sehr bescheidene konsumwünsche und empfinde shoppen generell mehr als stress
    9. gemeinsame freizeit … granted, zahlt er fast immer
    10. warum ich nicht einfach vollzeit arbeite? ein kapitel für sich…

    ich trage mehr bei als ich verkonsumiere – allerdings wäre mit leuten wie mir allein keine großartige konsumgesellschaft am leben zu erhalten.
    macht mich natürlich „minderwertig“ in den augen der mehrheitsgesellschaft, seh ich ein.

    was solls, die verachtung ist im grunde ja gegenseitig.

    • ich verkneif es mir 😉

      • jetzt enttäuscht du mich aber…

        • ich meine: ich sehe, wie das exakt bi-sexistische, bürgerliche rollenvorgaben widerspiegelt, weiß, dass mich das total aufregen müsste, und es gab zeiten, da hätte es das getan.
          aber im endeffekt ist es doch so: mir ist geld ziemlich unwichtig und der größte luxus ist sowieso schlaf.
          sorry, ich bin so langweilig.

  13. Ich kann das genauso aus erster Hand bestätigen. Vom Geld, das der Mann einnimmt wird die Familie ernährt, sie kauft sich von ihrem Geld was schönes. Aber wenn ein Kerl das mit sich machen lässt, ist er selber schuld.


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