Das Selbstbewußtsein bei Kindern fördern

Eine Freundin von Südländerin war trotz der kalten Temperaturen und vergleichsweise sonniger in Südland zu Besuch nach Deutschland gekommen und hatte ihre Tochter mitgebracht, die 9 Jahre alt ist.

Damit dem Kind, dass auch kein Deutsch kann, nicht zu langweilig wird, hatten wir einige Aktivitäten eingeplant, den Besuch eines Tierparks, einen „Indoorspielplatz“ mit Trampoline und Gerüsten, Eislaufen, was Kindern eigentlich so Spaß macht.

Dabei war das Kind sehr sehr schüchtern. Den Affen etwas Futter geben? Zu gefährlich. Das Trampolinspringen? Oh weh, man könnte hinfallen. Das Eislaufen? Lieber erst gar nicht probieren.

Das Schlimmste dabei fand ich aber, dass die Mutter das alles mitmachte. Gut, sie versuchte das Kind mit zwei, drei Sätzen zu überzeugen, aber wenn das Kind dann nein sagte, dann hieß es „Nein, sie will leider nicht, sie wartet hier“.

Ich muss sagen, dass es mich wirklich enorm störte. Vielleicht ist sie schon von sich aus ein schüchternes Kind, aber man muss ihr doch dann gut zureden, sie einfach mal mitnehmen und auf so ein Trampolin stellen, ihr einfach zeigen, dass sie keine Angst haben muss.

Es störte mich vielleicht noch mehr, weil sie ein Mädchen ist. Nicht, dass es mich bei einem Jungen nicht gestört hätte, aber ich glaube tatsächlich ein Junge hätte es eher zumindest mal probiert und wäre so eher von selbst rausgekommen. Sie hatte es sich in ihrer Mutlosigkeit etwas bequem gemacht.

Also nahm ich sie an die Hand und zeigte ihr, dass die Affen ihr nichts tun können und sie ihnen ruhig einen Zweig durchs Gitter zuschieben kann. Ich trug sie einfach aufs Trampolin und zeigte ihr, dass sie auch langsam springen kann und sie ihr eigenes Tempo suchen kann und das es auch nichts macht, wenn sie mal hinfällt. Ich nahm sie mit aufs Eis, an den Rand und brachte ihr einen dieser Lernpinguine, an denen man sich als Kind festhalten kann, damit es einfacher ist.

Sie war immer noch sehr schüchtern, aber so langsam taute sie auf. Es machte ihr Spaß am Trampolin zu springen, wenn auch etwas zaghaft. Sie versuchte sogar ein paar kleine Tricks, wenn man ihr was vorführte. Sie ging auch bei anderen Tieren etwas mutiger mit. Sie ließ sogar mal den Rand los beim Schlittschuhfahren. Gut, einmal weinte sie etwas, als sie hingefallen ist. Aber es ging alles schon irgendwie. Und ich glaube es hat ihr Spass gemacht, sich da etwas zu überwinden. Gut, auf die Spitze des Klettergerüst hat sie sich dann nicht getraut, aber das ist ja auch okay.

Ich schimpfe dann heimlich etwas mit Südländerin über die Freundin, die könne doch nicht immer gleich klein beigeben, wenn die Tochter sich was nicht traut, wie soll sie den Selbstvertrauen bekommen, wenn sie nie etwas durchziehen muss? Südländerin stimmte zu: „Ja, das sollte sie wirklich, aber so was zu machen ist in Südland eher die Aufgabe des Vaters, und der will sie eben nur jeden Freitag einen Nachmittag sehen“ Ich fand das eine schlechte Ausrede, es ist ja immerhin auch ihre Tochter. Aber ich wollte mich jetzt auch nicht über Gebühr einmischen, sie war ja zu Gast.

Interessant fand ich aber die Frage, wer wohl üblicherweise Mädchen sonst eher fördert, wild zu sein. Sind es in anderen Familien auch häufiger die Väter, die Mädchen anregen, doch mal zu klettern oder etwas zu riskieren? Würden Mütter eher ihren Töchtern raten vorsichtig zu sein oder einfach weniger Situationen erzeugen, in denen sie mutig sein können ? Wäre interessant, ob es da Unterschiede im Schnitt gibt.

Simone de Beauvoir vertrat ja bereits die These, dass Mädchen, die bei Vätern aufwachsen „von der belastenden Weiblichkeit verschont bleiben“ und meinte “Ein Fluch, der auf der Frau lastet, besteht darin, daß sie in ihrer Kindheit Frauenhänden überlassen wird.” (S.348 ). Der Feminismus würde wohl auf „verinnerlichten Sexismus“ abstellen, die eine Frau zwingt auch ihre Töchter in die Frauenrolle zu drängen, weil sie sonst ihre eigene Unterdrückung realisieren würde.

Es würde mich interessieren, ob es da Untersuchungen gibt, wer so etwas eher mit den Kindern macht und was sich daraus ergibt.

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99 Gedanken zu “Das Selbstbewußtsein bei Kindern fördern

  1. “Ein Fluch, der auf der Frau lastet, besteht darin, daß sie in ihrer Kindheit Frauenhänden überlassen wird.”

    Eine interessante Meinung von Simone de Beauvoir. Die feministische Interpretation krankt allerdings daran, dass es Jungs in Frauenhänden nicht besser geht. Allenfalls rebellieren mehr Jungs.

    Meine These ist: Mütter erziehen Kinder so, dass es den Müttern nützt. Scheiss egal was das mit den Kindern macht. Und der Wert der Kindererziehung durch Mütter besteht darin, den Umgang mit dieser toxischen Weiblichkeit im Sinne negativer Pädagogik früh zu lernen.

    • das sehe ich absolut nicht so! Sicherlich erziehen Mütter entsprechend ihrem Weltbild, aber das ist die Krux der Menschheit allgemein!

      • Was Mütter machen geht über das Erziehen nach dem Weltbild deutlich hinaus. Müttern fehlt die Fähigkeit, sich so in das Kind hineinzuversetzen, dass sie den Unterschied zwischen dem, was gut für das Kind ist und dem, was gut für die Mutter ist, überhaupt geistig erfassen können. Für Frauen fühlt sich immer nur das „richtig“ an, was gut für sie selber ist. Und sie merken es selbst nicht mal.

        Das spielt auch anderswo eine Rolle, zum Beispiel beim Führungsverhalten. Führung durch Männer basiert darauf, die „Untergebenen“ zu stärken, besser zu machen, weil so die Gruppe besser wird. Führung durch Frauen dagegen basiert darauf dafür zu sorgen, dass der Geführte nie besser und stärker wird, damit die Frau die Macht behält.

        Im Extrem geht das bei der Kindererziehung so weit, dass Frauen den Lebenserfolg der Kinder sabotieren, damit die Kinder abhängig von der Mutter bleiben.
        Männer können sich natürlich irren, was gut für das Kind ist. Aber immerhin können sie die Frage richtig denken.

        • Sicherlich wird es diesen Typ Mutter geben. Aber konsequent durchgedacht, gäb’s nach Deiner Theorie keine erfolgreichen Männer mehr. Und es stimmt, Frauen führen anders!

        • Nun, die heutigen Probleme der Männer kommen ja nicht von ungefähr.

          In der Erziehung rebellieren auch wie gesagt viele Jungs mit der Pubertät und dem einsetzenden Testosteron dagegen. Das wird allerdings umso schwieriger, wenn der Vater nicht da ist und die Mutter ein Monopol als emotionale Bezugsperson hat.

          • ich glaube, dass Männer heutzutage mehr Probleme haben, weil sie als Kinder nicht mehr Jungen sein dürfen. Herumtoben, raufen gilt als zu korrigierendes Verhalten!
            Du stellst es so dar, als ob ein gutes Verhältnis zur Mutter automatisch den Niedergang bedeutet. Ich finde das überzogen!

      • Letztlich hängt das mit dem emotionalen Denken zusammen. Emotionales Denken ist nicht in der Lage, die Dinge zwischen den Perspektiven/Positionen verschiedener Subjekte aufzulösen. Im emotionalen Denken ist das alles eins. Und dadurch wird der Selbsterhaltungstrieb der Mutter quasi auf das Kind projiziert, indem die Mutter tatsächlich denkt, es wäre das gut für das Kind, was dem Selbsterhaltungsinteresse der Mutter entspricht.

        Um wirklich empathisch zu sein, das Wohl des Anderen wirklich erkennen zu können, muss man den Unterschied zwischen den Subjekten rational erfassen und auflösen können. Und weibliches Denken kann das nicht.

        • Feministinnen, die meinen, Männerprobleme dadurch lösen zu können, dass Männer mehr wie Frauen werden, ist ein anderes Beispiel für diese Denkfehler.

          Ein Mann der mehr wie eine Frau ist, ist für eine Frau weniger gefährlich oder leichter nützlich zu machen. Deshalb denkt die Frau, das wäre gut. Dass dies aber der wirklichen Problemlösung der Männer diametral entgegengesetzt ist und überhaupt nicht zur Problemlösung des Mannes taugt, übersteigt schlicht die geistigen Fähigkeiten von Frauen.

        • Männliches und weibliches Denken sind nunmal unterschiedlich. Im Männerkopf hat alles seinen Platz und seine Ordnung. Das eine kann vom anderen getrennt betrachtet werden. Im weiblichen Denken herrscht dagegen immer eine Art Kurzschluss, alles hängt mit allem zusammen, alles vermischt sich. Und das hat Konsequenzen.

          • @kinder Unlimited

            Die Studie geistert ja gerade durch die Medien, hat aber aus meiner Sicht einige Schwachstellen:

            – „viertklässler sind etwa gleich“ heißt nicht, dass sich da nicht noch einiges ändert, immerhin haben Mädchen einen leichten entwicklungsvorsprung im jungen alter (es ist etwa so als würde man Körperkraft vergleichen und anhand viertklässlern feststellen, dass Jungs und Mädchen gleich stark sind)
            – in den Ländern, in denen die Unterschiede kleiner sind sind auch die Leistungen (nach Stichprobe und Überfliegen) an sich niedriger
            – viertklässler Mathe ist auf einem geringen mathematischen Niveau, bei dem sich unterschiede noch nicht zeigen

            Heir ein paar andere Studien dazu:

            https://allesevolution.wordpress.com/2012/01/21/stereotype-threat-und-frauen-in-der-mathematik/
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/13/grunde-fur-die-unterreprasentation-von-frauen-in-mathematischen-fachern/
            https://allesevolution.wordpress.com/2010/06/08/hochbegabung-bei-mathe-und-sprache-unterschiede-zwischen-mann-und-frau/
            https://allesevolution.wordpress.com/2014/01/18/raumliches-denken-als-voraussetzung-fur-die-naturwissenschaften/
            https://allesevolution.wordpress.com/2014/05/18/verbale-und-mathematische-fahigkeiten-sowie-intelligenz-und-studienfachwahl/

          • danke für die Studien. Ich glaube, ein Hauptgrund für die Unterschiede ist die gender Erziehung mit Mädchen und Jungen Spielzeug und entsprechenden Erwartungen..so wird der Unterschied von klein auf indoktriniert! Wir selbst vergrössern die Unterschiede!

          • @kinder unlimited

            Anscheinend kann man aber diese Indoktrination durchaus abschütteln, wenn zB ein Mädchen etwas mehr pränatalen Testosteron ausgesetzt ist. Dann zeigt sie häufig ein männliches Spielverhalten
            https://allesevolution.wordpress.com/2012/12/20/hormone-und-spielverhalten/

            Grob lässt sich unser Leben in zwei Phasen einteilen:
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/09/17/lebensphasen-und-geschlecht/

            -Somatische Phase (“auf den eigenen Körper bezogene Phase”)
            Wachstum
            Tätigkeiten, die der Entwicklung dienen (in geistiger, sozialer etc Hinsicht)
            Überleben
            – Reproduktionsphase
            Partnerfindung
            Elternschaft
            Nepotismus (“Sorge für den Nachwuchs des Nachwuchs”)

            Die somatische Phase ist die Kindheit. Dort lernen Kinder, was sie später brauchen. WIr hatten über die Hauptphase unser ein paar Millionen zurückliedenden Artgeschichte eine deutliche Arbeitsteilung (haben wir ja auch heute noch). Demnach macht es sehr viel Sinn, dass Kinder andere Sachen spielen, weil sie sich auch auf andere Tätigkeiten vorbereiten müssen.
            Insofern ist es wenig verwunderlich, wenn Mädchen mit Puppen spielen, aber eben auch prosoziale Dominanz üben, während Jungs intrasexuelle Konkurrenz über Actionfiguren und Cowboy und Indianer oder eben fußball vorziehen

          • @Kinder

            Auch, es gibt viele vergleichbare Fälle. Wenn aber Testosteron einen „imun“ gegen die Indoktrinierung macht, würde dann nicht vieles dafür sprechen, dass Jungs, die noch viel mehr pränatalen Testosteron ausgesetzt sind, aus biologischen Gründen ebenfalls andere Vorlieben haben? Und andere Mädchen, die weniger Testosteron, aber dafür mehr Östrogen ausgesetzt sind, ebenfalls aus biologischen Gründen anderes Spielzeug präferieren, gemäß des planes für ihre (steinzeitliche) somatische Phase?

          • es wäre eine logische Schlussfolgerung, aber wenn es so sicher von vornherein ist, warum beeinflussen wir es noch mit geschlechterspezifischem Spielzeug?

          • @kinder

            wenn es unterschiedliche vorlieben gibt, dann finde ich das vorhandensein von geschlechterspezifischen Spielzeug sehr verständlich. Es bedient eben genau diese Vorlieben.

            Wie sollen sich denn aus unterschiedlichen Vorlieben gleiche Spielzeuge ergeben?
            (ich verstehe anscheinend die Frage nicht, kannst du das noch mal näher ausführen?)

          • ja, aber sie sollten allen angeboten werden. Noch immer trauen sich Mütter nicht, ihren Kindern eine Barbie zu geben! Spielzeug sollte farbneutral sein…neulich bekam ich mit, wie ein 4jähriges Mädchen zu Lego Steinen sagte, dass sie Jungespielzeug sein, weil sie grau schwarz waren! und damit für sie uninteressant! Die Auswahl treffen die Eltern vorher und die Industrie/das Marketing leitet sie!

          • @kinder

            Es gibt ja auch einiges an farbneutralen Spielzeug. Dank „Frozen“ ist die halbe Mädchenabteilung inzwischen sogar blau

            Und Lego tut ja nun wirklich alles um auch in den Mädchenmarkt zu kommen.

            Aber wenn es He-Mann-Figuren in Rosa geben würde, meinst du das würde nach dem oben festgestellten den großen umschwung bringen?
            Meine vermutung: Viele Mädchen würden mit He-Man und Teela und Orko allenfalls so spielen, wie sonst mit Barbie. Auch der rosa Prinz Adam hat da nicht gerade viel beigetragen

          • bis es zu einem Umdenken kommt, noch Mädchenfarben, für diese Generationen sehe ich keine andere Alternativen! Oder eben Schminke-Chemiekästen!

          • @kinder

            Interessant. und das mittels freiwilliger Selbstbeschränkung der Spielzeugindustrie oder direkt einem Verbot?

            Ich habe da übrigens eine gute Geschäftsidee: Spielzeugumverpacker.
            Man nehme einen Spielzeugbaukasten und biete ihn in neuer, rosa Verpackung an, genauso für anderes Spielzeug. Dafür kassiert man dann einen gewissen Aufschlag.

            Müsste eigentlich ein Erfolgsmodell werden.

            Wie erklärst du dir eigentlich trotz dieser Farbauszeichnungen, dass Chemie ein sehr beliebtes Studienfach in den Naturwissenschaften für Frauen ist?

          • Mit Jungespielzeug (Baukästen usw) werden oft andere Lernziele verbunden, Konstruktion, 3 dimensionales Denken etc…..das sollte es auch in Mädchenspielzeug geben! Ich glaube, dass es das Publikum gäbe. Im Augenblick landen Mädchen nach 3-4 Jahren in der pinken Baby/Pferde/Zauberschloss Falle!

            Ich denke, dass naturwissenschaftlich interessierte Mädchen in Chemie schnell Erfolgsergebnisse aufweisen. Sie schliessen aus Anfangsverständnis auf späteren Erfolg. Ich hatte bsp. Mathe LK und erreicht so manches Mal meine Grenzen, was mich abhielt, es zu studieren anstatt zu motivieren! (inwiefern das generalisierbar ist, weiss ich nicht)

          • @kinder

            „Mit Jungespielzeug (Baukästen usw) werden oft andere Lernziele verbunden, Konstruktion, 3 dimensionales Denken etc…..das sollte es auch in Mädchenspielzeug geben! Ich glaube, dass es das Publikum gäbe. Im Augenblick landen Mädchen nach 3-4 Jahren in der pinken Baby/Pferde/Zauberschloss Falle!“

            Hier bespreche ich ein Interview mit Tchibo, dass nahelegt, dass das Publikum eher kleiner ist als du denkst:
            https://allesevolution.wordpress.com/2015/02/02/tchibo-zu-geschlechterspezifizierenden-produkten-fur-kinder/
            Wichtiger Satz: „Der Markt liefert, was der Kunde will“

            Warum muss das eigentlich eine Falle sein?
            Was ist per se schlecht daran?
            Selbst mathematisch hochbegabte Frauen haben im übrigen gänzlich andere Vorstellungen vom Leben als mathematisch hochbegabte Männer:
            https://allesevolution.wordpress.com/2014/12/03/mathematisch-hochbegabte-mannern-und-frauen-und-ihre-leben/

            „Ich denke, dass naturwissenschaftlich interessierte Mädchen in Chemie schnell Erfolgsergebnisse aufweisen. Sie schliessen aus Anfangsverständnis auf späteren Erfolg. Ich hatte bsp. Mathe LK und erreicht so manches Mal meine Grenzen, was mich abhielt, es zu studieren anstatt zu motivieren! (inwiefern das generalisierbar ist, weiss ich nicht)“

            Und das führst du auf was zurück?

          • ob Tchibo fortschrittlich ist, bezweifel ich! Ich war auf einem Mädchen Gymnasium.
            Und das Bild meiner Eltern sah mich eher als Ehefrau und Mutter als als Mathematikerin, zwar studieren, aber etwas männerkompatibles !

          • @kinder

            was heißt fortschrittlich, sie sind ein unternehmen. Sie verkaufen, was Geld bringt. Wenn das Genderumgekehrtes wäre, dann würden sie eben das verkaufen.

            Ich frage mich aber immer, warum Feministinnen/anhänger Genderumgekehrten Spielzeugs so etwas nicht aufmachen, wenn sie da ein großes Marktpotential sehen. Wer daran wirklich glaubt, der sollte die Marktlücke nutzen, solange sie noch da ist

            Warst du denn ein Tomboy?

          • ja, ich war einer ! Ich sehe Tchibo aber nicht als einen Verkaufsort, an dem Umdenken passiert. Es ist wie Aldi ein Ort, an dem Traditionen gepflegt und bedient werden!

            Ich bin nicht für Genderumgekehrtes, ich bin für Angebotserweiterung, die eigentlich erst in einer Umerziehung passieren müsste, damit jedes Kind seinen Platz selbst finden kann, an dem es glücklich ist. Ich denke, das ist noch nicht gegeben!

          • @kinder

            Hast du dann schon mal überlegt, dass deine Vorliebe für andere Spielzeuge und das Gefühl durch die Farben eingeschränkt zu sein, vielleicht schlicht am pränatalen Testosteron lag und andere Kinder das Problem gar nicht haben?

          • interessanter Gedanke! Mag sein!

            Ich glaube aber eher, dass es mich rezeptiver machte. Mein Sohn wollte ein Barbie, was er sofort bekam, obwohl mein Mann fast einen Herzinfarkt bekam. Sein Interesse war nach einer Woche verschwunden! Er hatte sie operiert!

          • @kinder

            „Ich bin nicht für Genderumgekehrtes, ich bin für Angebotserweiterung, die eigentlich erst in einer Umerziehung passieren müsste, damit jedes Kind seinen Platz selbst finden kann, an dem es glücklich ist. Ich denke, das ist noch nicht gegeben!“

            Ich finde es ja gar nicht schlecht, dem Kind einfach was von „beiden Seiten“ zu schenken und es dann aussuchen zu lassen, was es nutzt. Zur not kann man es einfach aus der Verpackung nehmen, wenn man meint, dass die so ausschlaggebend ist.
            Ein freund von mir hat seiner Tochter auch eine Parkgarage hingestellt, und sie spielt recht süsse Geschichten mit ihr und den dazugehörigen Autos. Warum nicht?

          • solange nur die Eltern das in der Hand haben, funktioniert es auch problemlos! MEine Sorge war mehr, dass Jungs einen riesen Vorsprung haben mit Experimentieren, während Mädchen Pupen baden und Pferde kämmen!

          • @kinder

            Du meinst beim Puppen baden und Pferde kämmen kann man nichts lernen? Mir wäre aber auch nicht bekannt, dass Jungs da mit einem großen Vorteil starten, das würde auch der von dir zitierten Studie widersprechen

            im übrigen kann man Kinder eben auch nicht zwingen mit etwas zu spielen, was sie nicht interessiert. Wenn sie Chemiebaukästen langweilig finden, dann bringt alles wenig

            und selbst mathematikerinnen wollen später lieber mit Leuten arbeiten.

          • das stimmt alles, aber man sollte es vorurteilsfrei ausprobieren lassen! Ich könnte mir da sehr viel häufiger Mischformen vorstellen!
            Ich glaube halt an Selbstbestimmung und war immer jemand, der versucht hat, sich Erwartungen zu entziehen! Und seinen eigenen selbstbestimmten Weg zu finden. Das hat mit Feminismus nichts zu tun. Ich bezweifel eben, dass ALLE kleinen Mädchen beim Puppen baden & co glücklich werden, sie leben ein Kliché

          • @kinder

            „war immer jemand, der versucht hat, sich Erwartungen zu entziehen!“

            Das wäre als Tomboy auch sehr verständlich. Hier ist auch eine interessante Studie zu den Auswirkungen von erziehungsstilen und pränatalen Testosteron
            https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/21/grenzen-der-erziehung-in-bezug-auf-geschlechterrollen-durch-pranatales-testosteron-udry-studie/

            Da sieht man gut: Bei den Mädchen mit dem höchsten Testosteron schlug eine weiblichere Erziehung ins Gegenteil um: Um so eher man sie in Erwartungen pressen wollte um so mehr entdeckten sie, dass sie anders waren

          • hättest Du das auch gemacht, wenn Du ein fertiges Puppenhaus gehabt hättest? Was hättest Du dann gebaut?

          • ich habe auch gern mit Legos gespielt und dadurch, dass ich einen älteren Bruder hatte, auch mit „Konstruktionsspielzeug“

        • @Christian: Aber bei völlig abstrakten Denktätigkeiten sind Dinge wie Selbsterhaltungsinteresse, Selbstwertinteresse etc. nicht betroffen. Im Alltag schon.

        • Bei Tieffliegern, KKW’s und Terrorgefahr ist eine von der Mutter eingepflanzte Angst kaum hilfreich. Die Angst vor dem Kriegsdienst oder dem Atomkrieg war jedoch real und vielleicht sogar hilfreich.

          Ich denke dass sich Mütter weniger Sorgen darüber machen, ob das dem Kind schadet oder nicht. Da regiert m.E. oft nur das Bauchgefühl.

        • @Ih
          „übersteigt schlicht die geistigen Fähigkeiten von Frauen.“

          Du vertrittst hier einen reinen Sexismus. Es gibt kein „weibliches“ oder „männliches“ Denken, nur irrationales oder rationales. Wobei irrational eigentlich nur die Unfähigkeit oder die Weigerung zum Denken bezeichnet, ein Anti-Denken.

          Und natürlich scheint es so, dass irrationales „Denken“ unter Frauen weiter verbreitet ist – vor allem deshalb, weil dieses „Denken“ allgegenwärtig ist, bei denen, die sich „für Frauen“, für „weibliches Denken“ einsetzen, also für irrationale Weltanschauungen. Und dieses anti-Denken ist heute leider extrem weit verbreitet.

        • @Alex: Ich halte weibliches Denken keineswegs für irrational. Es gehorcht nur einer anderen Rationalität. Männliches Denken basiert auf logisch-linearen Ableitungen. Weibliches Denken basiert auf der Lösung einer Art Matrix, bei der „wahr“ das ist, was die psychischen Grundbedürfnisse der Frau am besten befriedigt.

        • „Was noch zu beweisen wäre “

          Eben. Ich wundere mich auch, wie Alex so ein Statement bringen kann, ohne Belege vorzuweisen.

          Ich finde Ih hat im Großen und Ganzen recht. Wenn man seinen Überlegungen folgt, dann ist weibliches Verhalten, als auch der Feminismus, kein Rätsel mehr.

        • @Christian: Ich interessiere mich bei solchen Überlegungen in der Regel nicht für Einzelpersonen oder Gruppen davon, sondern ich denke in abstrakten Modellen, die natürlich einem Schnitt entsprechen.

          Aber was diese Neigungen von Müttern angeht, habe ich bislang genau eine kennengelernt, die über diesen Beschränkungen des weiblichen Denkens stand indem sie ihre eigene Weiblichkeit recht gut verstanden hat. Diese Frau wusste dann übrigens auch genau, dass und warum ihr Dinge wie Negs, Disqualifikationen, Preselection, Mansplaining so viel Spaß machen und dies keine „bösen Manipulationen“ sind. Sie war nur im Umgang mit ihrer Weiblichkeit selbstbewusst genug um auf ihre Gefühle als Reaktion darauf vertrauen zu können.
          Mein „Sample“ ist natürlich begrenzt und biased, aber trotzdem scheinen mit solche „very high self esteem“ Frauen sehr selten zu sein.

          • @lh

            Da legst du eben auch einen sehr speziellen Maßstab an.
            Umgekehrt würde vielleicht eine Frau deiner Art sagen, dass es wenige Männer gibt, die wirklich über ihren Penis hinaus denken können und verstehen, warum sie in Konkurrenz zu anderen Männern stehen und um Status kämpfen.

        • @Ih/Co.
          „gehorcht nur einer anderen Rationalität“

          Es gibt nur eine „Rationalität“.

          „Weibliches Denken basiert auf der Lösung einer Art Matrix …“

          Unter Männern auch weit verbreitet. Warum sollte das „weiblich“ sein? Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund. Auch nicht, wenn du belegen solltest, dass „weibliches Denken“ unter Frauen häufiger auftritt.

          „ohne Belege vorzuweisen.“

          A=A — wäre diese Grundannahme als irgendwie „männlich“ oder „weiblich“ zu beschreiben?

          A ungleich B: das hier etwa?

          Dafür brauch man keinen Beleg vorzulegen, da die Definition „weiblich“ in Bezug auf geschlechtsunabhängige Phänomene einfach nur eine Willkürlichkeit darstellt. Genauso wie die Zuweisung, dass der Mond „weiblich“ wäre.

          „Ich finde Ih hat im Großen und Ganzen recht. Wenn man seinen Überlegungen folgt, dann ist weibliches Verhalten, als auch der Feminismus, kein Rätsel mehr.“

          Dieses ist aber eigentlich nur das Glaubensbekenntnis des Feminismus selbst, welches hier von Euch repliziert wird…

        • @Ih
          „“very high self esteem” Frauen“

          Auch das ist ein Begriff aus der Gabbelkiste des psychologisierenden, identitätspolitischen und irrationalen Wahns, der das Eigene als Überlegenes feiern will („selfesteem“).

          Jedenfalls sollte man „selfesteem“ nicht in dieser Hinsicht kritiklos verwenden, wie allzuviele Begriffe nicht.

          Das, was du meinst, das sind Frauen, die sich nicht in diese Ecke des „weiblichen Denkens“ stellen lassen wollen und denen man dann Selbst-Bewusstsein nachsagen könnte und nicht eines der Selbst-Wertigkeit.

          Denn die Wertigkeit wird eben nur durch Werte und insbesondere heute zB durch das Überlegenheitswertekanon des Weiblichen vermittelt, als unreflektierter Glaubensinhalt.

        • @Christian: Also ich bin mir sehr bewusst darüber, dass das allermeiste männliche Handeln, insbesondere intellektuelle und tatsächliche „Welteroberung“, den „Interessen des Penis“ dient. Ich bin es, der Kapitalismus für ein System der Statusdifferenzierung auf dem sexuellen Markt hält.

          @Alex:

          Das, was du meinst, das sind Frauen, die sich nicht in diese Ecke des “weiblichen Denkens” stellen lassen wollen und denen man dann Selbst-Bewusstsein nachsagen könnte und nicht eines der Selbst-Wertigkeit.

          Genau das meine ich nicht. Ich meine Frauen, die sich in ihrer Weiblichkeit so wohl fühlen, dass sie gleichzeitig sehr weiblich sind und aber auch die „Schwächen“ dieser Weiblichkeit kennen.

          @Anne:
          Es dient auch nicht zur Demonstration, sondern zur Diskussion. Ich frage mich allerdings, was Dein Einwurf demonstrieren soll?

          • @lh

            „Also ich bin mir sehr bewusst darüber, dass das allermeiste männliche Handeln, insbesondere intellektuelle und tatsächliche „Welteroberung“, den „Interessen des Penis“ dient. Ich bin es, der Kapitalismus für ein System der Statusdifferenzierung auf dem sexuellen Markt hält.“

            Und wie viele Männer würden dem deiner Meinung nach zustimmen? die wären ja schon auch nicht sehr fähig, da sie einen solchen Test nicht bestehen würden

        • Ich verstehe nicht, was Du willst? Ich sage übrigens nicht mal, dass das männliche Denken grundsätzlich überlegen wäre. Meiner Ansicht nach ist das männliche Denken besser zur Beherrschung der dinglichen Welt geeignet, da „Wahrheit“ für den Mann das ist, was Vorhersagen über Reaktionen der dinglichen Welt ermöglicht. Das weibliche Denken ist dagegen haushoch überlegen, wenn es darum geht aus einem sozialen Umfeld mit all seinem Chaos und seiner Komplexität das beste für die Frau herauszuholen. Leider geht diese Fähigkeit eben mit gewissen „toxischen Eigenschaften“ einher, da der Gewinn der Frau eben nicht aus der dinglichen Welt generiert wird, sondern dem sozialen Umfeld abgerungen wird, auch zu dessen Nachteil.

        • @adrian
          „Die meisten.“

          Wenn die ihre sexistischen Vorurteile ausbreiten, kommen sie schnell ins Nirgendwo.
          Weil sie immer nur ihre Grundannahme wiederkäuen (*moralische* Teilung der Welt in männlich / weiblich) und darüber auch gar nicht hinausgehen können und überdies noch diese penetrante Bigotterie ständig zur Schau stellen.

        • Diese Diskussion finde ich angesichts der Tatsache, dass drnessy so scharf angegangen wurde über ihre Thesen über „weiblichen Führungsstil“ (es gibt kein geschlecht, es gibt nur Führen können oder nicht) ziemlich amüsant.

          Was das Selbstbewusstsein angeht, vermutlich sind Frauen tendenziell vorsichtiger, aber was die Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung angeht, nimmt sich das mMn nicht viel. Da gibts einfach Eltern(teile) die das gut machen und welche, die es nicht gut machen.

        • @atacama
          „Diese Diskussion finde ich angesichts der Tatsache, dass drnessy so scharf angegangen wurde … ziemlich amüsant.“

          Welchen Aspekt denn? Dass @Ih einen ähnlichen mindset hat wie @drnessy?

        • „Ich glaube halt an Selbstbestimmung und war immer jemand, der versucht hat, sich Erwartungen zu entziehen! Und seinen eigenen selbstbestimmten Weg zu finden. Das hat mit Feminismus nichts zu tun.“

          Ich dachte, dies sei ein zentrales Element des Egalitäts-Feminismus?

          Das Ringen um Selbstbestimmung und gegen eine gefühlte/wahrgenommene (und vielleicht in Teilen sogar reale) Fremdbestimmung?

          Oder metaphysisch: Der Kampf zwischen Individualität und Kollektivismus im Kopf der Frau?

          „Ich bezweifel eben, dass ALLE kleinen Mädchen beim Puppen baden & co glücklich werden, sie leben ein Kliché“

          Ich kenne niemanden, der dies nicht ebenfalls bezweifeln würde.

    • Ich habe es auch so erlebt. Der Vater hat uns alles machen lassen, die Mutter war überängstlich. Das Wohl des Jungen ist dabei Nebensache. Die Angst der Mutter ist das Wichtigste.

  2. Erinnert mich stark an gewisse Spanierinnen… Die bemuttern die Töchter so sehr, dass die vollkommen hilflos wirken. Im Grunde aber wollen sie nur jeden Wunsch erfüllen …
    (-> „die könne doch nicht immer gleich klein beigeben, wenn die Tochter sich was nicht traut“)
    … was dieses Prinzessin-auf-der-Erbse Verhalten erzeugt.

  3. Ich habe den Eindruck, dass die Väter* mit den Nachwuchs zusammen den Spieltrieb ausleben wollen, und das Selbstvertrauen bezüglich Neuigkeiten oder Ungewissen der Nebeneffekt ist.

    Man sieht den Spass (guck mal, ganz oben auf dem Klettergrüst) vorm Risiko („whääää, bin gefallen“). Das ist dann das, was oft als „Unverantwortlichkeit“ ausgelegt wird („ihr habt WAAAS gemacht?!“).

    *) Wie immer, alles nur im Schnitt und in meinem Umfeld und so. Und definitv keine Gendersternchen.

  4. Ich kann dieses Mädchen vs. Junge in dieser Diskussion nicht ganz nachvollziehen. In der unrepräsentativen Stichprobe meiner beiden Kinder ist die „Rolle“ gerade anders herum. Unsere Tochter ist viel risikofreudiger als unser Sohn. Sie hat auch viel mehr Ausdauer als er. Wenn sie mal was angefangen hat, wird das durchgezogen. Hart wie Kruppstahl.

    Dennoch gibt es eine gewisse Rollenverteilung zwischen meiner Frau und mir. Ich ermuntere unsere Kinder eher. Während meine Frau besorgter ist. Obwohl meine Frau eigentlich die risikofreudigere von uns beiden ist. Wenn man von geschlechtsspezifischem Verhalten sprechen kann, dann eher bei uns als bei den Kindern.

    Ich denke, hier wird zuviel hingeheimnist. Mütter sind nicht egoistisch. Väter nicht verantwortungslos. Es gibt Idioten. Es gibt Glucken. Und es gibt Kinder von verschiedenem Charakter. Und alle liegen irgendwo dazwischen.

    • @ohne

      Klar, individuelle Unterschiede können natürlich vom Schnitt stark abweichen. Insofern kann deine Tochter auch risikorfreudiger sein als der Sohn.

      Ebenso ist es bei den Eltern im Einzelfall. Dennoch kann eine Betrachtung über den Schnitt interessant sein

      (lhs Theorien teile ich auch nicht)

    • „Ich denke, hier wird zuviel hingeheimnist. Mütter sind nicht egoistisch. Väter nicht verantwortungslos. Es gibt Idioten. Es gibt Glucken. Und es gibt Kinder von verschiedenem Charakter. Und alle liegen irgendwo dazwischen.“

      Da hast Du wohl recht.
      Wenn ein Egoismus feststellbar ist, dann liegt das daran, dass im Gegensatz zu früher Kinder heute schon fast ein Ausnahmetatbestand sind.
      Sie werden geplant, wachsen oft als Einzelkinder auf (was sie noch weit wertvoller macht) und geben den Müttern nicht selten nahezu den einzigen Lebenssinn. Da werden diese manchmal übervorsichtig.
      Nicht zuletzt, weil sie durch permanente Anwesenheit glänzen und sehen, was die Blagen machen.

      Früher hatten Frauen drei und mehr Kinder, die selbstverständlicher Bestandteil des Lebens waren und auch nicht verhätschelt wurden, weil die Mütter genug andere Arbeiten zu erledigen hatten. Der Nachwuchs erzog sich weitgehend selbst.

  5. Pingback: Kinder und Werte | Mein Senf

  6. Lohnt sich das noch zu diskutieren?

    In Zeiten in denen Jungs nicht nur nicht gefördert werden, sondern ihnen von dem sich für besser haltendem Fakeopfer- und Verantwortungssbschiebungsgeschlecht sowie andienlichen Tölpeln eingeredet wird, sie seien zB. potentielle Vergewaltiger, oder Petticoating etc. … in Zeiten in denen man Jungs ihre Identität gewaltsam austreiben möchte (sogar Parteiprogramm), weil sie toxisch maskulin seien.

    Vielleicht sind nicht alle Frauen so, aber das ist es was sie zugelassen und daraus gemacht haben. Mitläufer sind mitschuldig. So verarbeitet man ja hierzulande auch die Nazizeit.

    Lohnt es sich noch?

  7. „Aber eben nicht vollkommen. Frauen denken mehr emotional, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht rational denken können.
    Es arbeiten ja nun auch genug Frauen in durchaus logischen Berufen“

    etwas spät, aber vielleicht liest es ja noch jemand.

    Das ist kein Widerspruch, man muss immer den Referenzrahmen des Verhaltens beachten.
    Eine Frau kann im Beruf durchaus weitgehend professionell und rational sein, aber sobald es um Beziehungssachen, oder schlicht außerberufliche Dinge geht, wieder völlig „weiblich emotional“ denken.

    Ich habe schon manchmal in bestimmten Situationen mit erstaunen wahr genommen, wie schnell und gründlich dieses Umschalten von statten gehen kann.

    Dieses Umschalten ist aber auch bei Männern gegeben. kommt eben immer auf die Situation an. Frauen gehen wahrscheinlich mit sozialen- und Beziehungsdingen anders um als Männer, weil ganz einfach ihre Rolle eine andere ist.
    Wobei ich nicht verkenn, das die hormonelle Achterbahnfahrt, auf der sich Frauen üblicherweise befinden ihr gesamtes Denken färbt mehr oder weniger stärk prägt.

  8. Meiner Erfahrung nach liegt so etwas häufig daran, dass Eltern in der „Selber“-Phase überängstlich reagieren und dem Kind viel abnehmen („mache lieber ich“) und verbieten („ist zu gefährlich“). Ich kenne viel mehr ängstliche und vorsichtige älteste Kinder (meins eingeschlossen) als zweite, dritte oder gar vierte und denke, das ist der Tatsache geschuldet, dass die Eltern beim ersten Kind noch unerfahren und damit meist übervorsichtig sind.

    • Die Empirie bestätigt das nur teilweise. Es stimmt zwar, dass Erstgeborene sich stärker an den Eltern orientieren und auch vorsichtiger bzw. Risiko-averser sind. Erstgeboren zu sein wird in der Psychotherapie aber eher als Faktor betrachtet, der ein gutes Selbstbewusstsein wahrscheinlicher macht. Weshalb Erstgeborene im Schnitt auch später in den meisten Lebensbereichen etwas erfolgreicher sind als ihre Geschwister.

  9. Pingback: Wie würde eine maskulistische Erziehung von Kindern aussehen? | Alles Evolution

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