Mit der Frau vor der Tür am Ende des Abends

Es war als Thema die Situation vor der Tür nach einem Date vorgeschlagen worden.

1. Ausgangssituation

Man hat ein Date und bringt sie danach klassisch nach Hause. Man hofft, dass sich noch etwas entwickelt, insbesondere, dass man noch mit zu ihr in die Wohnung kommt und da intimer werden kann.

Gerade im klassischen Flirten steht man dann gerne vor der Tür und verabschiedet sich, redet noch etwas, vielleicht wartet sie auf eine Frage, vielleicht wartet man selbst darauf, dass sie einen fragt, ob man noch auf ein Bier/einen Kaffee mit hinaufkommen will. Irgendwann hat man nichts mehr zu besprechen und geht tatsächlich. Es kann sein, dass dann beide nicht froh über die Situation sind: Sie nicht, weil sie wollte, dass er was sagt und sie gerne gehabt hätte, dass man mehr gemacht hätte, er nicht, weil er eben mit nach oben wollte. Es kann natürlich auch sein, dass es aus ihrer Sicht zu früh war, sie Angst hatte als „Schlampe“ darzustehen, wenn sie fragt oder sie nicht sicher ist, was genau dabei rauskommt und ob sie ihn wieder los wird, wenn es doch nicht so wird, wie sie es will. Es springt also in diesem Moment möglicherweise ihre „AntiSlutdefence“ oder ihre Last Minute Resistance an, denn sie weiß ja, dass noch mit hochkommen zumindest ein gern verwendetes Signal dafür ist, dass man etwas intimer werden will.

2. Weit vor der Tür spielt die Musik

Wie auch bei der Last Minute Resistance, die es ja auch eigentlich ist, wird das Spiel häufig bereits im Laufe des Abends gespielt. Wenn sie genug Attraktion und Komfort aufgebaut hat, dann hat man auch weniger mit Abwehr zu rechnen, sondern sie wird weitaus aktiver daran arbeiten, dass man intim werden kann. Man sollte sich also fragen, wo im „Verführungsprozess“ man eigentlich gerade ist. Hat man mehr wie zwei Kollegen miteinander geplaudert, ohne das eine sexuelle Spannung in der Luft lag, ohne das sie einem gezeigt hat, dass sie an einem interessiert ist, ohne das man ihr deutlich gemacht hat, dass man sie aus qualifizierten Gründen auch gut findet, hat man sie bis dahin nicht berührt, dann sollte man 1. an seinem Game arbeiten und 2. nicht damit rechnen, dass es sehr intim wird.

Hier kann es interessant sein, sich die „7 Stunden Regel“ vor Augen zu halten: Bei gut gehenden Flirten brauchen Frauen ca. 7 Stunden tatsächlichen Kontakt um die passende Sicherheit für mehr aufzubauen. Dies kann man verkürzen, wenn man sie besonders anspricht, sei es durch Aussehen oder Game, sie einem vertraut, sie von solchen Ängsten typbedingt nicht geplagt ist, oder es ihr nach ihren Erinnerungen vorkommt als hätte sie bereits mehr Zeit mit einem verbracht. Letzteres kann man zB erreichen, wenn man sich nicht nur an einem Ort aufhält, sondern an mehreren Orten, damit sie beim Rückblick auf den Abend eine Vielzahl von Bildern vorfindet.

Auch den Weg entweder zu ihr oder zu ihm sollte man nutzen: Es kann schon, wenn man sonst wenig körperliches gab, reichen, ihr – zur Not übertrieben gentlemanlike mit einem „Darf ich bitten Frau Müller“ – den Arm zum Einhaken anzubieten. Wenn man merkt, dass sie nicht gegen körperliche Nähe hat, dann kann es sich anbieten, das ganze zu einem Arm um sie legen zu erweitern. Den Arm um sie, sie kuschelt den Kopf an die Schulter, es gibt schlechtere Grundlagen.

3. Warum überhaupt zu ihr?

Ansonsten gilt, dass ein solcher Abend eine gewisse Logistik hat, die man sich durchaus überlegen kann. Wenn man will, dass der Abend in einem Bett endet oder man zumindest rummacht, dann sollte man den Abend eben so planen, dass man sich an dessen Ende in der Nähe eines solchen befindet.

Das kann ihre Wohnung sein, muss es aber nicht. Man kann zB auch in der Nähe der eigenen Wohnung enden und dann „wo man gerade in der Nähe ist“ vorschlagen, dass sie zumindest auf eine Bier mit hochkommt. Auch die Variante „komm mit hoch, wir rufen dir von mir aus ein Taxi“ hat bei mir schon mal gut geklappt.

Vorteil der eigenen Wohnung ist, dass man diese vorbereiten kann, bei dieser also keine Hindernisse wie „ich habe nicht aufgeräumt, denn ich wollte ihn ja abends nicht mit zu mir nehmen“ (zu ähnlichen Selbstsabotagen vergleiche auch hier) oder der Mitbewohner/die Mitbewohnerin in ihrer WG, der/die das gar nicht mitbekommen soll, vorhanden sind.

Auch gut ist es ihr während des Abends von etwas zu erzählen, was sie interessieren könnte, ein bestimmtes Buch, ein interessantes Detail der Wohnung, eine Musik-CD, die man ihr leihen muss, weil sie toll ist. Und dann eben vorschlagen, dass sie sich das anschaut, weil sie ja gerade in der Nähe ist.

4. Nun aber: Vor ihrer Tür

Wie bereits gesagt kann hier eine Form der Last Minute Resistance vorliegen oder einfach das Gefühl, dass es zu schlampig ist, was soll er denn da denken, wenn sie ihn einfach so direkt mit hoch nimmt? Ist letzteres der Fall, dann kann es, eben so wie bei der eigenen Wohnung, sinnvoll sein, ihr einen Grund zu geben, der nichts mit Sex zu tun hat, aus dem man in ihre Wohnung will. Viele Frauen lieben Glaubhafte Abstreitbarkeit (englisch plausible deniability), die Geschichte des Abends soll weniger ein „Dann habe ich ihn mit hoch genommen, weil ich ihn ficken wollte“ sondern eher ein „es ist irgendwie passiert, er wollte nur kurz meine Wohnung anschauen und irgendwie war es dann schön und ich weiß gar nicht was passiert sind, aber morgens sind wir zusammen aufgewacht“.

Insofern ist „na wenn ich schon mal hier bin, dann kannst du mir ja auch gerade mal deine Wohnung zeigen“ ein Grund sein, der ausreicht. Am Besten versieht man ihn mit einer Zeitbeschränkung, damit sie ihre inneren Ängste noch leichter beruhigen kann: „Ich muss morgen früh raus, aber eine viertel Stunde hätte ich noch: Zeig mir doch kurz deine Wohnung, dann muss ich aber auch wirklich los“.

Zur Not ist auch „kann ich kurz mal bei dir auf Toilette“ etwas, was einen voranbringen kann, denn dazu kann man ja kaum nein sagen, und ist man erst einmal in der Wohnung, dann kann man sie sich auch kurz anschauen. Auch hier wirken Zeitbeschränkungen beruhigend.

Wichtig ist es aus meiner Sicht, dass man wie oben bereits dargestellt auf ihre Zeichen achtet und sich bewußt macht, wie weit man schon im Verführungsprozess ist. Hat man eine wunderbare Chemie und die Funken knistern, dann geht man eben einfach mit ihr zusammen hoch. Ansonsten würde ich persönlich immer fragen und etwas passieren, wenn auch nur etwas Chemie dabei war, da sie dann zumindest merkt, dass man etwas wollte und einen in die passende Schublade und nicht etwa in der Friendzone einordnet.

Um so weniger Zeit man miteinander verbracht hat und um so eher sie allen Anfragen ausweicht um so eher sollte man das Vorhaben aufgeben und einfach das nächste Date planen. Es ist schwer bis unmöglich eine Frau davon zu überzeugen, dass sie mit einem schlafen sollte, man muss sie in die Stimmung bringen, dass sie das will. Hat sie sich bereits festgelegt, dass sie das an dem Abend nicht will – sei es wegen einer „nie in der ersten/zweiten/etc Nacht Politik“ oder weil sie noch nicht genug vertrauen hat, dann ist man damit auch einen Schritt weiter.

5. Warum nicht einfach sagen, was man will?

Atacama hatte in den Kommentaren den Ansatz vertreten, dass man ihr nicht irgendwelche Märchen erzählen sollte, warum man hoch will, sondern ihr das deutlich sagen sollte, dann könnte sie sich ganz einfach entscheiden.

Ich kann mir auch problemlos Frauen vorstellen, bei denen das ganz wunderbar klappt und bei denen das der schnellste und der einfachste Weg ist. Die meisten Frauen sind davon aber meiner Meinung nach wenig begeistert. Sie wollen eben eher, dass ihre Anti-Slut-Defense intakt bleibt, dass sie leugnen können, dass sie ihn deswegen mit hoch genommen haben, sie wollen sich auch noch nicht festlegen, sondern eher verführt werden, es soll aus der Stimmung heraus dazu kommen, weil der Moment passt und es gefällt ihnen nicht, dass auszusprechen, weil es billig und vulgär klingt.

Und die, die auch mit offenen Worten kein Problem hätten, haben auch nichts dagegen, wenn man es etwas einkleidet. Frauen ist ja üblicherweise bewußt, dass ein Mann, der mit ihnen auf ein Date geht, auch üblicherweise kein Problem mit Sex hat, wenn das gut gelaufen ist.

Der Ansatz scheint mir daher an den Bedürfnissen der meisten Frauen vorbei zu gehen und eher nur auf einen sehr bestimmten Frauenkreis zugeschnitten zu sein. (Es wäre aber „direkt Game“ und auch das kann gerade wegen seiner Frechheit klappen. Andererseits: Wer die Sache vorher nicht wesentlich weiter gebracht hat, so dass an der Tür Unsicherheit besteht, für den ist es wahrscheinlich die falsche Variante).

6. In der Wohnung

Die Wohnung ist mitunter der wesentliche Schritt. Mitunter sitzt man aber dann auch da zu weit entfernt auf verschiedenen Sofas und es hat alles nichts gebracht. Auch hier noch mal: Die wesentliche Musik spielt vorher.

Ein „Übergangsmove“ der für mich klappte, war in der Wohnung den Arm ausladend auszustrecken als solle sie in eine Umarmung kommen. Und die Geste dann einfach halten, entspannt, einladend. Reagiert sie unsicher und denkt darüber nach, was sie machen soll, dann winkt man sie noch zusätzlich mit den Fingern heran und unterstützt  das mit einem „Komm“, dabei freundlich lächelnd. Das erfordert nicht viel Worte, es ist eine Geste, wo sie häufig auch einfach reagiert, weil es eben eine Aufforderung ist und wir Menschen mitunter dann einfach dieser als Handlungsimpuls folgen, wenn wir unsicher sind, was wir machen sollen. Dann nimmt man sie in den Arm und wenn sie das erwidert, dann nimmt man ihr Kinn leicht hoch, schaut ihr in die Augen und sieht eigentlich recht deutlich, ob sie geküsst werden will oder nicht. Ich fand es in seiner Simplizität immer erstaunlich effektiv, wenn IOIs da waren und es verhindert, dass man sich erst einmal zu weit voneinander hinsetzt und es dann irgendwie schwierig wird. (Sie zu einem Tanz einladen („weil der Abend so schön war und man Lust hat, etwas mit ihr durch die Wohnung zu tanzen“), einfach mit der üblichen „Walzerhaltung“ kann den gleichen Effekt haben). Hier muss man die richtige Methode für sich und die jeweilige Frau finden.

Man kann auch einfach schauen, wie es läuft, möglichst neben ihr sitzen, etwas trinken, sie necken und Spass haben und schauen wie sich der Abend entwickelt. Hier kommt es letztendlich sehr auf die jeweilige Frau an. Es kann sich anbieten, hier insbesondere Attraktion zu bedienen, vielleicht etwas freches über ihre Wohnung sagen und sie etwas herausfordern, denn es soll ja eben eine sexuelle Spannung aufkommen. Hat man hingegen noch nicht genug Komfort aufgebaut, dann kann es sich auch anbieten, erst einmal viel miteinander zu reden, das Thema dann aber zumindest auf Themen zu lenken, die etwas mit Sex zu tun haben, nicht vulgär, eher indem sie man über die Einstellung zu Sex redet, das Thema auf Vorlieben überleitet etc.

(Alternativ: Sie um ein Glas Wasser bitten und dann den Naked Man ausprobieren, dann aber bitte mit Bericht)

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23 Gedanken zu “Mit der Frau vor der Tür am Ende des Abends

  1. „Ich kann mir auch problemlos Frauen vorstellen, bei denen das ganz wunderbar klappt und bei denen das der schnellste und der einfachste Weg ist. Die meisten Frauen sind davon aber meiner Meinung nach wenig begeistert. Sie wollen eben eher, dass ihre Anti-Slut-Defense intakt bleibt, dass sie leugnen können, dass sie ihn deswegen mit hoch genommen haben, sie wollen sich auch noch nicht festlegen, sondern eher verführt werden, es soll aus der Stimmung heraus dazu kommen, weil der Moment passt und es gefällt ihnen nicht, dass auszusprechen, weil es billig und vulgär klingt.“

    Man kann doch auch ehrlich bzw. nicht unehrlich sein, ohne dass es gleich „vulgär“ ist (obwohl man es selbst offen ansprechen kann ohne dass es vulgär ist).
    Miria war das, die mit dieser Tour ein Problem hatte, ich sehe das aber ähnlich. „Komm doch mit hoch um ein Taxi zu rufen“ (hat keiner ein Handy dabei?) „Willst du noch einen Kaffee?“, „Willst du meine Wohnung sehen?“ (Wenn man nicht gerade ein Penthouse mit Blick über den Central Park hat oder Künstler ist, was gibts denn da zu sehen?), das finde ich viel unangenehmer. Also wenn es wirklich erkennbar doofe Ausreden sind, die aber gleichzeitig so eindeutig sind, dass es praktisch schon ein Code ist, sodass man es da genauso gut ehrlich sagen könnte. Wenn, dann müsste es schon sehr erkennbar ironisch sein. Aber dann kann man es sich doch auch gleich sparen, es geht doch schließlich um Erwachsene und nicht um 16 jährige.

    Ich würde als Mann in jedem Fall versuchen, schon vorher körperliche Annährungen zu erwirken im Verlauf des Treffens oder anderweitig festzustellen, ob Interesse besteht und einfach sagen „Komm noch mit hoch“. Das wäre unverfänglich, aber gleichzeitig kein Kindergarten und bei Interesse würde sie dann schon mitkommen. Wenn sie allen Ernstes fragt, wieso, kann man sich ja weiter was überlegen. Wenn sie es versteht und sagt, heute noch nicht, dann eben an dem Tag noch nicht, aber man weiß, dass grundsätzliches Interesse da ist. Wenn sie sagt, huch, ich dachte, wir gehen einfach nur was trinken kumpelmäßig, so hatte ich mir das nicht gedacht, weiß man auch, was Sache ist.

    Wenn es aus der Stimmung heraus kommen soll, dann soll man sich bitte aufs Filmgucken beschränken. Das ist nämlich eine einladende, gemütliche sache, die Nähe und Interesse signalisiert, es wäre aber genauso problemlos „möglich“, dass es nur beim Filmschauen bleibt, gleichzeitig kann man daraus alles weitere einfach entwickeln. Jedenfalls einfacher als bei „Komm, wir rufen dir schnell ein Taxi“ xD Das klingt dann wirklich so wie „Reinlocken unter einem Vorwand“. Aber andererseits, wenn du sagst, dass es Frauen gibt, die genau das wollen um sich irgendwas einreden zu können, um nicht dazu stehen zu müssen, sich auf Sex eingelassen zu haben, sind solche Vorwände vielleicht ja soar erwünscht.

    “ „Sie wollen eben eher, dass ihre Anti-Slut-Defense intakt bleibt, dass sie leugnen können, dass sie ihn deswegen mit hoch genommen haben, sie wollen sich auch noch nicht festlegen, sondern eher verführt werden, es soll aus der Stimmung heraus dazu kommen, weil der Moment passt und es gefällt ihnen nicht, dass auszusprechen, weil es billig und vulgär klingt.““

    naja, wenn das eben nötig ist, soll man es machen.

    Bei mir wäre das eher einer von sehr wenigen Gründen für den Aufbau einer „Defense“ bei einem ansonsten interessanten Mann. Besonders wenn ich hier lese, was für infantile Denkweisen da angeblich hinterstehen.

    • @atacama

      „Bei mir wäre das eher einer von sehr wenigen Gründen für den Aufbau einer “Defense” bei einem ansonsten interessanten Mann“

      Nach meiner Erfahrung bist du damit deutlich in der Minderzahl. Zumindest wenn der Abend nicht eindeutig verlaufen ist und man eh schon mehr oder weniger auf der Suche nach einem passenden Ort ist.
      Im Gegenteil, „es ist einfach so passiert“ ist eher etwas, was Frauen wunderbar finden und „frag nicht so blöd, mach einfach“ ist etwas, was man von Frauen häufig hört, wenn man zuviel fragt und zu deutlich ist.

      „Jedenfalls einfacher als bei “Komm, wir rufen dir schnell ein Taxi” xD Das klingt dann wirklich so wie “Reinlocken unter einem Vorwand”. Aber andererseits, wenn du sagst, dass es Frauen gibt, die genau das wollen um sich irgendwas einreden zu können, um nicht dazu stehen zu müssen, sich auf Sex eingelassen zu haben, sind solche Vorwände vielleicht ja sogar erwünscht.“

      Das scheint der Fall zu sein. Irgendwer hat es mal so formuliert, dass man beim Flirten mit der Frau gegen diese selbst als Hindernis arbeitet. Sie will auch das es klappt, wenn sie einen attraktiv etc findet, aber man muss dennoch erst gemeinsam daran arbeiten, es auf den richtigen Weg zu bringen und die Hemmungen zu überwinden. Das sind bei der einen mehr, bei der anderen weniger. Und gerade bei „nur Sex“ oder einem ONS sind diese Hürden eben für viele höher.

      „Besonders wenn ich hier lese, was für infantile Denkweisen da angeblich hinterstehen.“

      Unterbewußte Denkweisen wirken häufig infantil. Es sind ja auch sehr ursprüngliche Ängste, die als solche abstrakt sind

      • Aber wieso diese finden Frauen „Willst du noch mit hochkommen, damit ich dir meine Briefmarkensammlung zeigen kann?“ besser, bzw. was ist daran mehr „Mach einfach“, als das, was ich vorgeschlagen habe?

        „Im Gegenteil, “es ist einfach so passiert” ist eher etwas, was Frauen wunderbar finden und “frag nicht so blöd, mach einfach” ist etwas, was man von Frauen häufig hört, wenn man zuviel fragt und zu deutlich ist.“

        Also die wollen sich selbst einreden, dass sie ja eigentlich nur ein Taxi rufen wollen? Und wieso ist es ein Zuviel a Fragen, weil man etwas klarer in der Kommuikation ist? Das müssen ja nicht mehr an Worten sein.

        • Ich dachte, Pick Upper kennen Frauen besser als sie sich selbst. Und gerade weil Frauen das nicht können, brauchen sie ja Führung.
          Zumindest bekommt man hier doch regelmäßig zu lesen, was man als Frau mag und will.

          Und besonders Christian erklärt doch sehr oft, was die Motivatonen und Ursachen für Verhalten x und Reaktion y sind, hat er doch auch hier wieder gemacht. So jemandem darf man dann auch mal Fragen stellen.

        • @atacama

          „Aber wieso diese finden Frauen “Willst du noch mit hochkommen, damit ich dir meine Briefmarkensammlung zeigen kann?” besser, bzw. was ist daran mehr “Mach einfach”, als das, was ich vorgeschlagen habe?“

          Briefmarkensammlung wäre wohl auch zu klischeehaft. Aber grundsätzlich: Anscheinend weil es die unterbewußten Ängste nicht entsprechend ruhig stellt.
          Warum gehen Leute lieber über einen holzboden als einen PanzerPlexiglasboden, wenn sich beides über einen Abgrund befindet, obwohl das Glas viel stabiler ist? weil das Holz unsere Ur-Ängste, in einen Abgrund zu fallen eher beruhigt.
          Klar könnte man da auch anführen, dass das einfach nicht sein darf und alle umerzogen werden sollen, bis sie über Glasböden genauso gehen. Aber wenn man sie an Ort B haben will, dann wird man eben lieber einen nicht durchsichtigen Boden bauen.

          „Also die wollen sich selbst einreden, dass sie ja eigentlich nur ein Taxi rufen wollen?“

          Es ist ja noch nicht mal ausgeschlossen, dass man einfach nur ein Taxi ruft.

          „Und wieso ist es ein Zuviel a Fragen, weil man etwas klarer in der Kommuikation ist? Das müssen ja nicht mehr an Worten sein.“

          Das ist ähnlich wie die Frage „weißt du eigentlich wie viel Kalorien dieses Tortenstück hat, welches wir dort gerade bestellen wollen?“ auch ein zuviel an Fragen ist, hingegen „lass uns kurz eine Pause in dem Lokal dahinten machen, zum aufwärmen“ wesentlich unverfänglicher.

        • “ Frauen verraten es nicht.“

          Weil Frauen keine homogene Masse sind. Ich bin z.B eine Frau und verstehe es nicht, kann also auch nichts „verraten“. deshalb frage ich ja.

        • Ich würde sagen, Frauen testen damit einfach aus, ob sie dem Mann vertrauen können. Ob er den gesellschaftlichen Code verinnerlicht hat, der erfunden wurde, um Frauen zu schützen.

        • Stell Dir mal vor, er würde unten an der Türe direkt fragen, Du sagst ja. Dann geht ihr hoch und irgendwie, warum auch immer, fühlst Du es oben nicht mehr, die Lust ist weg. Dann noch mit ihm anzufangen wäre quasi aus Verpflichtung, schon ja gesagt zu haben und das macht bestimmt keinem von beiden Spaß.
          Indem man die Sache bis zuletzt offen und spannend hält, vermeidet man das.

          Aber warum beschäftigt Dich das so? Du könntest doch einfach an der Türe selbst alles klar machen, wenn Du meinst? Warum machst Du das nicht?

          • @lh

            „Stell Dir mal vor, er würde unten an der Türe direkt fragen, Du sagst ja. Dann geht ihr hoch und irgendwie, warum auch immer, fühlst Du es oben nicht mehr, die Lust ist weg“

            Zumal die Lust auch weg sein kann, wenn er es als klar ansieht, dass man Sex hat und deswegen der Übergang deutlicher wird. Auch da kann eine gewisse Vagheit helfen

            „Indem man die Sache bis zuletzt offen und spannend hält, vermeidet man das.“

            In der Tat, es hat auch die Funktion, dass man sich auch ihm gegenüber noch nicht festgelegt hat.

            „Aber warum beschäftigt Dich das so? Du könntest doch einfach an der Türe selbst alles klar machen, wenn Du meinst? Warum machst Du das nicht?“

            Auch eine interessante Frage

        • „Warum gehen Leute lieber über einen holzboden als einen PanzerPlexiglasboden, wenn sich beides über einen Abgrund befindet, obwohl das Glas viel stabiler ist? weil das Holz unsere Ur-Ängste, in einen Abgrund zu fallen eher beruhigt.“

          Gemünzt auf dieses Beispiel würde das aber doch eher bedeuten, ein Treibsand-Sumpf, über den man eine Plane, die wie gemütliches Parkett aussieht, gelegt hat, damit es weniger gruselig ist.
          Denn wenn Sex ein angstbesetztes Thema ist, zu dem man „unverfänglich“ hinein-geraten „werden muss“, weil man es als Sturz in den Abgrund wahrnimmt, läuft doch was grundsätzliches falsch.
          Das muss es doch aber gar nicht sein. Ich finde diese komische doppelbödige Kommunikation, wo quasi das Gegenteil vom dem was gesagt wird gemeint ist, ziemlich merkwürdig.

        • Um mich geht es hier gar nicht

          „stell Dir mal vor, er würde unten an der Türe direkt fragen, Du sagst ja. Dann geht ihr hoch und irgendwie, warum auch immer, fühlst Du es oben nicht mehr, die Lust ist weg.“

          Ich wüsste zwar nicht, wieso das auf dem Weg von draußen ins Haus passieren sollte, aber wenn, dann kann man das auch einfach ansprechen.

          „Dann noch mit ihm anzufangen wäre quasi aus Verpflichtung, schon ja gesagt zu haben und das macht bestimmt keinem von beiden Spaß.
          Indem man die Sache bis zuletzt offen und spannend hält, vermeidet man das.“

          Ich glaube, wir haben unterschiedliche Definitionen von Spannung.

          „Aber warum beschäftigt Dich das so? Du könntest doch einfach an der Türe selbst alles klar machen, wenn Du meinst? Warum machst Du das nicht?“

          Ich beteilige mich einfach nur an der Diskussion und beziehe mich auf den Artikel nicht auf mich.

          Generell bin ich aber der Meinung, dass so ein Getue überhaupt erst zu solchen Rape Culture und Consent-Debatten führt, zumindest Anteil daran hat, weil es vermutlich genau die Fälle sind „Huch, hach, ich weiß überhaupt nicht, wie das passieren konnte. Weil eigentlich „wollte“ ich es ja gar nicht. Ich wollte mir nur seine Architekturmodelle anschauen eigentlich“ aus denen dann irgendwelche Anschuldigungen werden (zumal, wenn der Mann sich hinterher ggf nicht wie gewünscht benimmt) und es wird doch „den Frauen“ oft mangelnde Klarheit und Selbstverantwortung vorgeworfen. Damit fördert man das doch erst Recht, wenn man von ganz alleine so eine Kommunikation an den Tag legt, die nichts Halbes und nichts Ganzes ist.

        • Es ging mir gar nicht um Deine persönliche Situation, sondern nur darum, dass Du Dich mal selber in die Lage versetzt. Ich vermute nämlich, dass wenn Du losziehen würdest um einen Typen abzuschleppen und Du der „Antreiber“ wärst, Du das instinktiv auch so machen würdest.

  2. Ich war diejenige, die geschrieben hatte, dass ich Ehrlichkeit bevorzuge.
    Aber Atamaca scheint eine ähnliche Meinung zu haben und vieles von dem, was ich zum Artikel sagen würde hat sie sich schon geschrieben.

    Vor der Tür irgendwelche Ausreden zu erfinden, um mit hineinkommen zu dürfen, find ich ziemlich scheiße!
    Immer schön durch lügen zum Ziel, prima Einstellung!

    Gerade der Punkt, eine Zeitbeschränkung zu erwähnen, die faktisch gar nicht existiert, um sie „in Sicherheit zu wiegen“ ist verdammt mies!
    Sollte das einzige Ziel ein ONS sein, ok könntetrotzdem funktionieren, weil sie ihm vielleicht im Vorfeld schon interessant fand.
    Sollte der Mann allerdings an mehr interessiert sein, ist das ein fetter Minuspunkt, der zeigt, dass man sich nicht auf den Man verlassen kann.
    Eine solche Methode zeigt der Frau, der Man ist unehrlich und unzuverlässig!

    • @Miria – wie Christian ja nun oft genug erläutert hat, ist das, was du „lügen“ nennst, keineswegs Selbstzweck oder Ausdruck der Persönlichkeit der betreffenden Männer, sondern lediglich eine Anpassung an die Wünsche der Frauen. Daraus irgendwelche Erkenntnisse über die Zuverlässigkeit des Mannes ziehen zu wollen, ist m.E. absurd.

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