Kooperationsgleichgewichte und Konfrontation zwischen Mann und Frau

Elmar schreibt in einem Kommentar zu dem Artikel Appell an Männerrechtler etwas, was ich durchaus interessant finde:

Mit Neid hat das nichts zu tun. Worum es uns geht, ist die Tatsache, daß im Grunde jeder Feminismus eine Metaphysik des Sozialen betreibt. Dies geschieht, indem er implizit auf die Fragen “Worin besteht die wahre Realität?” und “Was sind die ersten Ursachen und Gestaltungsprinzipien der wahren Realität?” antwortet:

1. Die wahre Natur der sozialen Realität besteht in einem Konflikt derjenigen sozialen Klassen, die durch Geschlechter gebildet werden. (Durch den Ansatz der Intersektionalität wird die Sache später verfeinert.)

2. Die ersten Ursachen der sozialen Realität sind alle auf ein Machtgefälle zwischen den Geschlechtern zu Gunsten der Männer zurückzuführen (deren Ursache von den verschiedenen Wellen des Feminismus mal in der Rolle der Mütter und mal im hetereosexuellen Begehren gesehen wird) und ihre Gestaltungsprinzipien sind Beeinflussungen der persönalen Autonomie durch Geschlechterrollen sowie ökonomische oder rechtliche Strukturen.

Das beef, daß der Maskulismus mit dem Feminismus hat, dreht sich gerade um diese Frage “Wie kann man die soziale Realität charakterisieren?” und viele Maskulisten sind der Meinung, daß statt der vom Feminismus behaupteten Konkurrenz in Wahrheit Kooperationsgleichgewichte die zentrale Rolle bei der Analyse der sozialen Realität spielen. Das bedeutet: Was der Feminismus kritisiert, sind Eigenschaften von Kooperationsgleichgewichten, er möchte andere Kooperationsgleichgewichte, doch die Mittel des Feminismus sind auf Konfrontation hin designed – was die Gesellschaft nach Meinung vieler Maskulisten auf Dauer zerstören wird. (Und der Streik der der Männer liefert erste Hinweise darauf, daß es genauso kommt.)

Ich würde das etwas anders ausdrücken, wie ich auch dort in einem Kommentar bereits geschrieben hatte:

Feministinnen sehen die Beziehung der Geschlechter als Nullsummenspiel um Macht, während es aus meiner Sicht in der Tat eher ein kooperatives Spiel ist, indem bestimmte Konstellationen aufgrund evolutionärer Selektionsprozesse besonders beliebt sind und kulturelle zu Geschlechterrollen ausgeformt worden sind, die aber durchaus mit gewissen im Schnitt der Geschlechter bestehenden Unterschieden übereinstimmen.

Die Ausgestaltung als Nullsummenspiel wird dabei in den Theorien sogar binär ausgestaltet. Entweder eine Gruppe hat Macht oder sie hat keine Macht. Da bleibt nicht viel Spielraum für differenzierte Betrachtungen.

Die Geschlechterrollen sind deswegen weltweit vorhanden, weil die Biologie bestimmte Prozesse geschaffen hat, die zu bestimmten Strategien passen, die sich nach der Sexual Strategies Theorie betrachten lassen. Beide Geschlechter können ihre evolutionär erfolgreiche Fortpflanzungsstrategie durchaus zu Lasten des anderen Partners optimieren, zB Männer in dem sie möglichst viele Frauen schwängern, Frauen indem sie sich Versorgung sichern, aber dennoch optimales Genmaterial mitnehmen. Diese Strategien verhindern eine kooperative Strategie und damit diese dennoch attraktiv ist verlieben wir uns und können so überhaupt erst eine Langzeitstrategie mit Arbeitsteilung und hohen Kosten der Fortpflanzung tragen, die unser großes Gehirn erforderte und damit die Arbeitsteilung klappt haben sich auch unsere Gehirne und Körper spezialisiert und sind mit Vorlieben ausgestattet.

Viele der „Kooperationsgleichgewichte“ werden deswegen von vielen Männern und Frauen als durchaus passend empfunden. Andere, gerade Leute mit einer vom Schnitt in die Richtung des anderen Geschlechts abweichenden Gehirnausrichtung sehen das nicht so. Darunter sind eben zB auch viele Feministinnen. Sie erleben dann zB eben diese Strategien nicht als kooperativ, sondern als etwas, was ihnen aufgezwungen wird und meinen, dass es deswegen allen Frauen aufgezwungen wird.

Die feministische Theorie kann kooperative Strategien aufgrund der Betonung des Gruppenfaktors und des Kriteriums Macht gar nicht erkennen, weil die feministische Theorie so etwas gar nicht vorsieht. Bei ihr kann es dieses alles gar nicht geben, weil sie alles als soziale Konstruktion sehen, die durch Macht aufrecht erhalten wird, wo es tatsächlich gesellschaftliche Normen sind, die beiden Geschlechtern nutzen.

Der „Beef“ beginnt bereits früher, Feministinnen sehen eben eine soziale Konstruktion der Realität (was Elmar sieht bleibt aus meiner Sicht unklar), die ohne Mann und Frau auskommen könnte und bei der jede Konstruktion, die auf Kooperation zwischen den Geschlechtern aufbaut, bereits weil sie häufig an dem Geschlecht festmacht, falsch sein muss, da sie die angeblich überflüssige Konstruktion erhält.

Der Familienvater und die Frau, die für die Kinderbetreuung aussetzt sind dann erst einmal Ausdruck von Geschlechterrollen und Macht, eben der Macht der Männer, die Frauen von der Erwerbsarbeit und der damit verbundenen finanziellen Unabhängigkeit und höheren gesellschaftlichen Position abzuschneiden. In dem Denkmodell kann das als bewußte freie Entscheidung, die beiden gefällt, gar nicht wahrgenommen werden. Auch der Gedanke, dass Erwerbstätigkeit nicht per se Freiheit bedeutet, sondern auch Einschränkung sein kann, oder der Gedanke, dass Unterhalt, Zugwinnausgleich und Versorgungsausgleich diese Freiheit wieder einschränken und Erfolge an die Frau übertragen, wenn beide verheiratet sind, kommt in dieser Betrachtung nicht vor.

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101 Gedanken zu “Kooperationsgleichgewichte und Konfrontation zwischen Mann und Frau

  1. Die feministische Theorie kann kooperative Strategien aufgrund der Betonung des Gruppenfaktors und des Kriteriums Macht gar nicht erkennen

    Mich beschleicht immer mehr die Überzeugung, dass die Feministinnen vor allem Angst haben ihre offensichtlichen Priviliegien in der Gesellschaft zu verlieren. Je mehr Frauen allmählich merken wie abstrus die Argumente der Fanatikerinnen sind, je hysterischer sie reagieren.

    Die Felle schwimmen ihnen davon un der beef ist lediglich gerechtfertigte Kritik, bzw. hate speech auf Neusprech (ohne binneni).

    • Ich finde Holzhammerlogik ja einen guten Punkt, über ein Phänomen nachzudenken. Zu diesem also:
      „dass die Feministinnen vor allem Angst haben ihre offensichtlichen Priviliegien in der Gesellschaft zu verlieren“

      * Feministische Theorie lässt sich weitgehend durch Projektion erklären („Männer beuten Frauen aus“, „Männer hassen Frauen“, „Männer schließen Bündnisse explizit gegen Frauen“ funktionieren alle nur mit umgedrehten Geschlechtern.)

      * Die feministische Erklärung für die Existenz von Feminismuskritikern ist: „Die haben Angst um ihre Privilegien“

      Kein reiner Syllogismus, aber erst mal keine weiteren Fragen euer Ehren.

      • Gäbe es radikalen Maskulismus der nur noch mit Strohmännern argumentiert wäre eine Analogie eventuell gerechtfertigt.

        In dem Fall ‚Feminismus – Maskulismus‘ ist es m.E. so offensichtlich dass der moderne, bzw. radikale Feminismus aggressiver und fanatischer wird, je unsinniger ihre Forderungen und Behauptungen werden.

        Es besteht m.E. ein klarer Gegensatz zwischen der objektiven Betrachtungsweise der meisten Maskulisten und der rein subjektiv empfundenen Diskriminierung der Radikalfeministinnen.

        Je absurder desto aggressiver. Es gibt dazu ein schönes französisches Sprichwort: „C’est la vérité qui blesse“ (nur die Wahrheit tut wirklich weh).

        Ich kann mir das Verhalten vieler Frauen gar nicht anders erklären … mit Verlaub!

    • Das ist ja nun eine Binsenweisheit, dass Frauen zu so manchen Lebensbereichen ein etwas stärker sexualisiertes Verhältnis haben als Männer. Und die Faszination für starke, etwas aggressive und gefährliche vielleicht auch etwas geheimnisvolle Führergestalten kennen wir ja aus unserer Geschichte ebenfalls.

      Gerade auch was Gewalt angeht, da beschreibt schon Montaigne (wenn ich recht erinnere) die sexuell gefärbte Erregung, die er bei Frauen beim Ansehen öffentlicher Hinrichtungen und Folterstrafen beobachten konnte. Zu seiner Zeit war das noch gängige juristische Praxis

      Wobei dies Neigung meiner Meinung nach auch kulturell sehr beeinflussbar ist, und auch individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt.
      Wobei das schwierig zu ermitteln ist, weil viele Frauen nicht zu ihren dunklen Seiten stehen.
      Auch hier gilt wieder: nie darauf achten was sie sagt und vorgibt sondern immer nur darauf was sie tut und wie ihre unbewussten Reaktionen sind.

      • Und die Faszination für starke, etwas aggressive und gefährliche vielleicht auch etwas geheimnisvolle Führergestalten kennen wir ja aus unserer Geschichte ebenfalls.

        Das gilt auch für Männer, wogegen „libidinös“ … ? … ? 😉

        • libidinös” … ? … ?
          ja genau darum geht’s, die sexuelle Faszination die solche Eigenschaften auf viele Frauen ausübt.

          Das ist nicht zu verwechseln mit der Faszination für sexuelle Gewalt die ich als Sadist empfinde, oder die die Masochistin empfindet, wenn ich sie malträtiere.
          Hier geht es überwiegend darum, dass Männer attraktiv und erregend sind, die Gewalt im Außenverhältnis, also außerhalb des sexuellen Bezugsrahmens anwenden, außerhalb des Intimverhältnisses, also zur Durchsetzung ihrer Ziele, meist dabei Gewalt gegen andere Männer. Natürlich spielt dabei in gewisser Weise auch die Vorstellung mit, das er dann auch im Bett dominant ist und sie zu nehmen weis, aber das ist nur ein Aspekt.
          O je, das ist jetzt etwas rumplig und unreif formuliert, aber ich hoffe im kern kommt rüber was gemeint ist.

          Die männliche Faszination hat eher andere Gründe, wenn man’s mal böse ausdrückt u.U. schwingt da auch Neid mit, man wäre als eher Looser Typ auch gerne so, eventuell auch impliziert mit Erfolg bei Frauen.
          Die willigste Gefolgschaft, solcher Bewegungen rekrutiert sich ja meist aus Männern, die auf Grund sozialer Deklassierung nur geringe Chancen auf Erfolg bei Frauen haben.
          Bei den meisten Männern ist es aber einfach Opportunismus, man arrangiert sich mit der gerade erfolgreichsten Kraft, um innerhalb des Systems auf der Karriereleiter aufzusteigen, was natürlich erfolgversprechender ist als in der Oppositionsrolle.

      • „Gerade auch was Gewalt angeht, da beschreibt schon Montaigne (wenn ich recht erinnere) die sexuell gefärbte Erregung, die er bei Frauen beim Ansehen öffentlicher Hinrichtungen und Folterstrafen beobachten konnte.“

        Und Theweleit z.B. beschrieb das Phänomen gesteigert für beispielhaft die mordenden Nazis (gilt aber sicher für Soldaten jeder Couleur).

        • „sexuell gefärbte Erregung“

          Weil ein tiefgreifendes, existenzielles Erleben auf das vegetative Nervensystem durchschlägt. Denke nicht, dass dass das eine Bedeutung über die Kuriosität hinaus hat.

          Das scheint schon Montaigne so gedacht zu haben, wenn er von „gefärbt“ gesprochen haben sollte.

        • wollen wir das etwas aufklären?

          was montaigne beobachtet haben soll, war ziemlich sicher schrecken und angst, die er zur sexuell gefärbten erregung umgedeutet hat.

          was theweleit beschrieb, waren offenkundige erektionen angesichts von tod und verstümmelung. bestimmt kann man das zu angst umdeuten…

        • „Weil ein tiefgreifendes, existenzielles Erleben auf das vegetative Nervensystem durchschlägt. Denke nicht, dass dass das eine Bedeutung über die Kuriosität hinaus hat.“

          Ballerspiele wie jetzt aktuell z. B. Fallout 4 und ihre Beliebtheit (unter männlichen Menschen vorallem) sind eine Massenerscheinung – keine Kuriosität. Und frau darf sich nicht darüber wundern, dass der „zivilisierte“ männliche Mensch häufig seine „Entspannung“ darin findet, in immer realistischeren Bildern Menschen abzuknallen…

        • meiner erfahrung nach darf übrigens nichtmal der fakt, dass manche spiele vom militär entweder mitentwickelt oder zum training der soldaten eingesetzt werden, problematisiert werden.

        • @semi
          „offenkundige erektionen angesichts von tod und verstümmelung.“

          Erregung wird doch auch bei den Opfern von Vergewaltigung beschrieben, beider Geschlechter.
          Auch so ein Fall von „Durchschlag“, hat aber natürlich gar nichts mit positiver Bejahung der Gegebenheiten zu tun.
          Ebenso das „Abkacken“ im Todesfall, auch ein vegetativer Kurzschluss.
          Alles unter „Durchdrehen“ zu verbuchen.

          Was dein Ausfall gegen irgendwelche „Ballerspiele“ hier zu suchen hat, na ja, ich kann´s raten:

          „dass der “zivilisierte” männliche Mensch“

        • ich bin schon ewig der überzeugung, dass first person shooter und pornographie den bildungserfolg von jungs nachhaltig gefährdet. individual-psychologisch sicher einflussreicher als feminismus oder eine verweiblichete lehrerschaft.

  2. Ich denke zumindest sobald es um die Gesetze und Leistungen geht, muss man tatsächlich von einem Nullsummenspiel ausgehen. Lockert der Staat z.B. die Unterhaltsregelungen, muss er das nun fehlende Geld trotzdem von irgendjemandem eintreiben (Auch wenn dies fairer wäre). Genau gleich wird es sich bei der Jungenförderung verhalten; wenn Gleichstellungsstellen ihr Geld nun für beide Geschlechter ausgehen müssten, dann kriegen Frauen eben tatsächlich weniger und dies wird der Feminismus natürlich vollständig bekämpfen. Der Kuchen wir nicht von alleine grösser. Ich glaube viele der grösseren Ungerechtigkeiten sind Nullsummenprobleme (Scheidungen, soziale Sicherung, fehlende Jungenförderung).

    Im sozialen Bereich mag died etwas anders aussehen, aber mir fallen wenig Beispiele ein, wo man ohne Geld an der aktuellen Situation etwas ändern könnte. Daher würde ich auch nicht länger von einer Kooperationsstrategie ausgehen.

    • „Ich denke zumindest sobald es um die Gesetze und Leistungen geht, muss man tatsächlich von einem Nullsummenspiel ausgehen.“

      Zu diesem Schluss gelangt man, wenn man an den Anfang der Überlegungen die Annahme macht, dass es sich um ein Nullsummenspiel handelt…
      Wenn man anstatt der Konkurrenzsituation eine kooperative Situation fördert, kann dabe am Ende mehr Gewinn für beide Seiten herauskommen.
      Das Cochemer Modell in Umgangsfragen, wie es ursprünglich vom Richter Jürgen Rudolph entwickelt und umgesetzt wurde, setzt z.B. auf solche Kooperation, und hat in vielen Fällen für eine Entspannung der Trennungssituation gesorgt, nicht zuletzt und vor allem zum Vorteil der betroffenen Kinder.

      Die gegenwärtige Praxis ist leider auch in Cochem wieder zu konfrontation und beschämung des Mannes gewechselt.

      Ich sehe auch bei Gesetzen und Leistungen nicht, dass es sich nur und zwangsläufig um ein Nullsummenspiel handelt.

      Zwei Betrachtungen dazu:
      Wenn ich eine „Summenachse“ betrachte, bei der ich vorteile der einen gegen nachteile der anderen aufrechne, dann sehe ich vor allem ein nullsummenspiel, wenn ich mich auf diese Achse fokussiere.
      Ich führe da mal eine weitere Achse ein: Kooperation gegen konfrontation.
      Je weiter ich auf dieser Achse in Richtung Konfrontation gehe, um so mehr gibt es verluste auf beiden Seiten. Es geht dann oft genug darum, die eigene Verkuste zu minimieren und im idealfall für die begünstigte Seite dafür eine wiedergutmachung des Gegners zu erhalten, die zusätzlich zu seinen ohnehin vorhandenen Lasten aufgebürdet wird. Die Konstruktion gewährleistet dabei, dass die Seite, die „wiedergutmachung“ erhält, sich schon aufgrund der gewichtung dieses Ausgleichs als „wiedergutmachung“ als Opfer sehen darf. Das ist die gänige Praxis, wie sie heute gehandhabt wird, und zwar überwiegend zu Lasten des Mannes.

      Geht man dagegen in Richtung kooperation, so entsteht für beide seiten weniger Schaden, es können gar synergieeffekte auftreten, die beiden Seiten zu Gute kommen. Im Idealfall ist kooperation ein Modell, das gar nicht in Trennung endet, sondern in Zusamenführung. Die Gegenwärtigen Regelungen, empfehlungen und handhabungen scheinen etwas derartiges nirgends zu befürworten, das Stichwort „Familienzerstörung“ hat da schon seinen Grund.

      In der Mitte zwischen Kooperation und Konfrontation mag es daher ein „Nulsummenspiel“ geben, aber je weiter man in Richtung Konfrontation geht, desto größer der gesamtverlust beider Seiten, je weiter man in Richtung Kooperation geht, desto größer der Gesamtgewinn der Beteiligten.

      Zweite Betrachtung:
      Es ist nicht unbedingt ein Nullsummenspiel zweier Parteien. Als dritte Partei mischen gerne die Richter und Anwälte mit.
      Während die Richter unter einer überlast an Fällen am liebsten möglichst schnell und einfach entscheiden wollen, während schlichtung eher aufwändig ist, wollen die Anwälte vor allem verdienen.
      Und verdienen kann man am Konflikt besser als an der Kooperation.
      Im Konfliktfall sind oft vor allem die Anwälte die Gewinner im „Nullsummenspiel“, die beteiligten Kontrahenden, die von den Anwälten gegeneinander ausgespielt werden, sind beide Verlierer.

      • „Die gegenwärtige Praxis ist leider auch in Cochem wieder zu konfrontation und beschämung des Mannes gewechselt.“

        Echt?
        Das ist so unendlich bitter 😦 !

        Genau die Tatsache, dass am Ende die beiden Kontrahenten „Vater“ UND „Mutter“ in den allermeisten Fällen in der Summe gewannen, hätte eigentlich zwingend zu einer Fortführung des Modells führen müssen.
        Was für eine Pflaume hat den Rudolphs Nachfolge angetreten?

        „… aber je weiter man in Richtung Konfrontation geht, desto größer der gesamtverlust beider Seiten, je weiter man in Richtung Kooperation geht, desto größer der Gesamtgewinn der Beteiligten.“

        Ich bin mir nicht sicher, ob es hier eine Mitte gibt, von der aus es entweder in Richtung Kooperation, oder Konfrontation geht.
        Kooperiere ich mehr, wenn ich immer „Ja, Missus“ sage, im Vergleich zu Schweigen?
        Grundsätzlich aber hast Du recht. Je weiter die Kontrahenten in Richtung Konfrontation gehen, desto größer ist der Schaden, auch wenn in der Sache objektiv nichts bewegt wurde.
        In der Realität bringen die Eltern alle nur verfügbaren Ressourcen ins Feld – und oft noch mehr -, also Vermögen, das in den Justizapparat fließt und der Familie nicht mehr zur Verfügung steht.
        Gewinner ist nur der Justizapparat, während beide Kontrahenten verlieren.

        • @carnofis
          „Gewinner ist nur der Justizapparat, während beide Kontrahenten verlieren.“

          Ein „Nullsummenspiel“ ist es halt nur dann, wenn man alle Komponenten seines Systems wirklich kennt. Sehr ideal also, in der Paxis wohl weniger tauglich….

        • „Ein “Nullsummenspiel” ist es halt nur dann, wenn man alle Komponenten seines Systems wirklich kennt. Sehr ideal also, in der Paxis wohl weniger tauglich….“

          Naja, aber Sinn macht es nur, wenn man das System abgrenzt.
          Im Beispiel möchte ich eigentlich die Justiz nicht als Mitspieler bezeichnen. Da zieh ich die Grenze bei den wirklichen Kontrahenten und bestenfalls den Kombattanten, also Vater, Mutter, Kinder.
          Eigentlich sollte die Justiz ja den Part des Schiedsrichters übernehmen, der aufpasst, dass alle sich an die Regeln halten.

          Wenn man ALLE Komponenten mit berücksichtigen will, dann wird jede Aussage sinnlos.
          Das wäre wie der Energieerhaltungssatz, der das Universum als geschlossenes System betrachtet.

        • @car
          Die Justiz ist ja weniger das Problem, eher die Anwälte 😉

          „als geschlossenes System“

          Darauf läuft es hinaus. Und daher ist die 0-Summe wohl auch nur wirklich gut, wenn man sein abgestecktes, wohldefiniertes Spieltheorie-Feld hat.

        • „Die Justiz ist ja weniger das Problem, eher die Anwälte “

          Naja, ein Richter, der ein Gefälligkeitsgutachten für 5.000 € in Auftrag gibt und damit ein ebenso teures Gegengutachten provoziert, kann auch massiven Vermögensschaden anrichten.

          Die Anwälte kommen zwar auch auf erkleckliche Summen, wenn der Prozess nur lange genug am Leben gehalten wird, aber die wirklich dicken Einzelposten sind die Gutachten.

    • naja, Nullsummenspiel … bei Gerechtigkeit finde ich diesen Ausdruck ein wenig deplatziert.

      Es geht doch eher darum, ob es insgesamt ein Nullsummenspiel ist. Und das ist es nachweislich nicht. Wenn z.B. die Ursachen von häuslicher Gewalt bekämpft werden, wenn man die Gewalt von Frauen mit einbezieht, hat die ganze Gesellschaft dabei gewonnen.

      Andersrum ist es bei den Quoten in Chefetagen, da verliert die ganze Gesellschaft …. 😦

  3. Das erscheint mir unlogisch. Wenn gleichstellungsstellen jungenförderung adressieren und Gelder splitten, dann ist das doch nicht nur zum Nachteil der Mädchen. Diese Mädchen müssen ja schließlich mit den jungs zusammenleben und wenn deren Probleme nicht adressiert werden, dann wird das auch das Leben der Mädchen beeinträchtigen.

    Wir können also annehmen, dass hier eine Nullsumme, sondern ein umgedreht U-förmigen Verlauf des Nutzens Geschlechtersspezifischer Förderung vorliegt. Einer also, der mit den ersten Euros sehr hoch ist, aber mit jedem weiteren Euro abnimmt. Wenn wir also bei gedachten 1000 Euro für die Mädchen 100 Euro für jungen abziehen, senkt das zwar die Auszahlung der Mädchen, erhöht aber die Wohlfahrt im gesamten System. Und das ist ziemlich genau das Gegenteil einer Nullsumme.

    wir sehen so übrigens auch, dass eine Förderung anhand tatsächlicher Bedürfnisse der Wohlfahrt noch förderlicher ist. Oder meinst du Mädchen brauchen dieses Ausmaß gegenwärtiger Förderung tatsächlich? Ich glaube das nicht, ich glaube hier wird viel geld verschwendet. Überfördert ist hier das Stichwort. Das nennt man auch verschwendung. Und das übrigens senkt auch die Wohlfahrt.

    Es ist kein Nullsummenspiel für mich erkennbar.

    • Frauenförderung ist eine absolute Fehlallokation von Ressourcen. Sie hat uns nicht mehr gebracht als einen Anstieg sozial – und geisteswissenschaftlicher Studiengänge. Ökonomischer und wissenschaftlicher Fortschritt liegt immer noch fast ausschließlich in den Händen von Männern. Das kreative und produktive Potenzial und das entsprechende Outcome ist überwiegend männlich. Und all die für eine Gesellschaft notwendigen, aber unbequemen Arbeiten ebenso (ausser Pflege).

      Hinzu kommt, dass die Vernachlässigung von Männern gleichzeitig destruktiv ist. Männer haben nicht nur das Potential zu schaffen, sondern auch zu zerstören. Eine gesellschaftlich und ökonomisch abgehängte Frau birgt kaum Risiken. Sie wird in Lockenwicklern auf dem Sofa rumlümmeln, RTL2 schauen und rummaulen. Die Destruktivität ist begrenzt.
      Wir alle aber können die Folgen abgehängter Männer erkennen: Kriminalitätsrate, Suizidrate, Alkoholismus, Gewalt und die Partizipation in extremistischen politischen Gruppierungen.

      Der Bereich aber, bei dem en masse Mann keine Frau ersetzen kann (Geburt und Kinder) wird vernachlässigt.

      • sehr gut Analyse, ich frage mich immer wieder warum Entscheidungsträger das nicht raffen, da es ja so offensichtlich ist.
        Allerdings scheint westliche Politik generell unfähig erkannten Unsinn zu korrigieren, siehe Sommerzeit, Glühlampenverbot etc.

  4. Bin beim Nachrichtenlesen auf die Kulturseite gerutscht und habe folgendes interessante Interview zum Thema der Rollenmuster gelesen:

    http://www.heise.de/tp/artikel/46/46428/1.html

    interessant fand ich diese Aussage zum akademischen Milieu:

    Wie wirkt sich diese Veränderung auf die Sexualität der Paare aus?

    Cornelia Koppetsch: Zu dem Thema Sexualität können wir kaum etwas sagen, weil es hier unglaublich schwierig ist, auskunftswillige Paare zu finden. Wir haben drei Paare aus dem akademisch-bürgerlichen Milieu befragt und hier war es so, dass sich die Frauen gewünscht hätten, dass der Mann verstärkt die sexuelle Initiative ergreift, der Mann aber eher lustlos war.

    > Werden die Männer in dieser Situation einfach depressiv, drückt sich darin eine Art von Missgunst aus, oder ist diese Distanzierung einem Faule-Kater-Syndrom zuzurechnen?

    Cornelia Koppetsch: Das ist schwer zu sagen, aber ich denke, sie spielen der Frau zurück: Wenn sie schon ansonsten überall die Initiative ergreift, dann soll sie es bitte auch hier tun. Hier wollen die Frauen wieder das klassische Rollenspiel in Form eines Märchenprinzen haben, der sie wach küsst. Sie wollen also das Dornröschen sein, während sie aber in allen anderen Belangen die Hosen anhaben. Hier machen die Männer nicht mit.

    > Rächen sich die Männer also für den Subjektstatus, den jetzt die Frau besitzt?

    Cornelia Koppetsch: Sie versuchen zumindest, ihn nicht noch weiter zu steigern. Wenn die Frau schon so emanzipiert sein will, dann soll sie es auch im Bett sein. Das ist die Botschaft die Männer.

    • Die Fähigkeit von manchen Frauen eine logische Analyse von Daten vorzunehmen, weil das Ergebnis ihr Weltbild zerstören würde, ist beeindruckend. Dieses Interview ist ein tolles Beispiel dafür. Irgendwie ist alles doof, irgendwie sind doch Männer die Buhmänner, über die Folgen der eigenen Entscheidungen wird einfach hinweggegangen.

      >>“Viele Frauen setzen in ihrem Lebensentwurf nach wie vor in erster Linie auf Familie und Kinderbetreuung. Beruf und Karriere nehmen für diese Frauen einen sekundären Stellenwert an.“

      >>“Die Haushaltsarbeit ist nämlich im akademischen Milieu stark abgewertet und die Paare versuchen dementsprechend, sie einander aufzurechnen, was oft im Streit endet.“

      >>“Wir haben die Erwerbskrisen von Männern untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass es für Männer in bestimmten Milieus sehr wenig Alternativen zur Erwerbsarbeit gibt. Für die urbanen Akademiker und die Männer aus dem Arbeiter- und Handwerkermilieu gilt: Wenn diesen Männer der Beruf wegbricht, dann geht es ihnen tatsächlich sehr schlecht. […]“

      >>“Ein Mann, der in diesem Milieu tatsächlich in die Hausmannsrolle schlüpfen sollte, wäre hier einem enormen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt, weil man sich gerade im Bürgertum auf einen Status hin orientiert, der Erfolg suggeriert.“

      >>“Für viele Frauen ist der Verlust der Erwerbsrolle oft weniger tragisch, weil sie über unterschiedliche Säulen der Identität, wie beispielsweise wie Familie, Partnerschaft und Freundschaften verfügen und dementsprechend Alternativrollen ausfüllen können, die in der Regel dem Mann nicht zur Verfügung stehen.“

      >>“Eine Umverteilung von Hausarbeiten an Männer wird in größeren Umfang daher auch bei den Topfrauen nicht stattfinden.

      >>“Wie in der feudalen Adelsfamilie werden häusliche Arbeiten hier an unterprivilegierte Frauen delegiert, zum Beispiel auch an Frauen aus den Schwellenländern. Wir sehen also eine neue Form der Klassengesellschaft sich herausbilden die sich an der Frage entzündet: Wer macht eigentlich in eurem Haushalt die Hausarbeit?“

      Ich verstehe es nicht wie man solche Aussagen in ein und demselben Interview treffen kann, ohne einfach mal schlicht und einfach zu sagen: Frauen wollen den karriereorientierten Ernährer, der im Job 110 Prozent gibt. Frauen wollen aber auch die Hausarbeit wegdeligieren. Frauen wollen dabei auch selbst Karriere machen oder zu Hause sein aber mit gleichverteilter Hausarbeit. Und wenn der karriereorientierte Hausmann (!) dann auch keinen Bock mehr hat den großen Sex-Zampano zu spielen, dann ist das seine Rache für seinen Subjektstatus…ich fass es nicht! Liebe Frauen, das geht einfach nicht zusammen, IHR müsst euch entscheiden oder auch mal Nachsicht walten lassen (Sexgott, Hausmann, Karrieretyp…heftig!), statt die Schuld dem Mann/den Arbeitgebern/ den Strukturen zuzuschreiben. You can’t have the cookie and eat it, too. Simple as that. Und wenn Männer sich dann bei einem solchen Set an Ansprüchen der Damen vornehm dazu entschließen, lieber eigene Lebensentwürfe zu verwirklichen, dann kommt bestimmt Heise um die Ecke und schreibt etwas von Verunsicherung der Männer vor sog. „starken“ Frauen…haha

      • ja das ist immer so die Nummer, Männer haben Angst vor starken Frauen, bla bla bla.

        Auf die Idee, das es Männer gibt, die sich ganz selbstbewusst gegen ein Zusammensein mit Frauen entscheiden, die eine Beziehung nicht als liebevolles Miteinander, sondern als Machtkampf begreifen, kommt man bei diesem reflexhaften Männer-bashing offensichtlich nicht.

        Vielleicht haben „starke“ Frauen (ich würde eher von gestörter Sozialisation sprechen) eher umgekehrt Angst, keinen Mann mehr zu bekommen ?

  5. @elmarsText
    „Worum es uns geht, ist die Tatsache, daß im Grunde jeder Feminismus eine Metaphysik des Sozialen betreibt.“

    Feminismus ist nichts anderes als eine Metaphysik der Geschlechterbeziehung, als zentralem Erklärungspunkt für die Welt. Wobei die „soziale Konstruktion“ oder die überkommene Vorstellung der Geschlechter als „sozialen Klassen“ nichts anderes ist, als der Versuch diese Metaphysik rational zu fassen.

    Während die metaphysische Vorstellung von „sozialen Klassen“ sich noch auf das Geschlechterverhältnis konzentrierte, erweitere die „soziale Konstruktion“ das metaphysische Spielfeld unter Einbezug solcher Vorstellungen wie „Rasse“ erheblich. Die implizite und rein esoterisch geschöpfte Grundannahme von der reinen Machtausübung, die die menschlichen Beziehungen bestimmt und bestimmen soll, machte dann mit der „sozialen Konstruktion“ den „Intersektionalismus“ notwenig, als Versuch der Feinabstufung einer strikten Hierarchie von Machtbefugnissen.

    Die Betrachtung des Geschlechterverhältnisses als „Kooperationsgleichgewicht“ oder eines „kooperatives Spiels“ ist dem Feminismus aber nicht fremd. Dazu müsste er sagen: „Früher und jetzt haben die Männer alle Macht, jetzt wollen wir sie“.

      • Habe mich ganz von deiner Wendung der „Metaphysik des Sozialen“ inspirieren lassen, die ist ausserordenlich gut beschreibend, womit wir es zu tun haben.

        • „Metaphysik“ wird in diesem Kontext von mir genau so verwendet, wie das Philosophen seit 2000 Jahren tun.

          Die Anwendung philosophischer Ideen auf Fragen des Kollektivs ist in der Soziologie durchaus nicht unüblich.

          Am klarsten wird der metaphysische Standpunkt des Feminismus in der blogossphäre im Moment von lightyear2000 exemplifiziert.

          lightyear2000.wordpress.com …. glaube ich.

        • @Yeph

          Es gibt ein Rumpfverständnis von Metaphysik und das sieht genau so aus, wie oben beschrieben.

          Wer in die Details gehen will, der sollte sich ansehen, wie Metaphysik kritisiert wird. Dann findet man ca. 8 verschiedene Versionen von Metaphysikkritik, zu denen natürlich jeweils ein eigenes Verständnis des Metaphysikbegriffs gehört.

    • @alex

      “ „Früher und jetzt haben die Männer alle Macht, jetzt wollen wir sie“.“

      Wäre das denn ein kooperatives Spiel?
      Scheint mir eher in Richtung Nullsumme zu gehen: Es scheint ja darauf abzustellen, dass man dem anderen Geschlecht etwas wegnehmen muss um es zu haben

      • Natürlich nur der Extremfall einer „kooperativen Interaktion“ („Spiel“ impliziert natürlich eher eine andauernde Dynamik), „the winner takes it all“.

        Diesen Spruch “Früher und jetzt haben die Männer alle Macht, jetzt wollen wir sie” habe ich tatsächlich schon mehrfach von Frauen gehört, die aber bestimmt nicht tiefgehender feministisch aktiv waren (kann man sehen, wie das mit den „Memen“ gemeint sein muss…).

        „dass man dem anderen Geschlecht etwas wegnehmen muss um es zu haben“

        Genau dahin läuft es doch beständig, unter dem Vorwand der „Gleichstellung“.

        Die „Gleichheit“ wie sie im Feminismus gedacht wird, dies ist eben nur der „neue Gleichgewichtszustand“, den sie zwischen den Geschlechtern herbeiführen wollen.

        • @alex

          „Genau dahin läuft es doch beständig, unter dem Vorwand der “Gleichstellung”.“

          Dann ist es aber eben ein Nullsummenspiel oder? Nullsumme bedeutet, dass wenn man beide Beträge der Seiten zusammenzählt immer das gleiche rauskommt, weil beide nur von dem anderen etwas wegnehmen können.

        • @alex

          „Genau dahin läuft es doch beständig, unter dem Vorwand der “Gleichstellung”.“

          Dann ist es aber eben ein Nullsummenspiel oder? Nullsumme bedeutet, dass wenn man beide Beträge der Seiten zusammenzählt immer das gleiche rauskommt, weil beide nur von dem anderen etwas wegnehmen können.

        • Ist es nicht eher so, dass die Frauen es als Nullsummenspiel ansehen, weil sie denken ihnen ständen alle Privilegien zu. Also zu den üblichen „Frauen und Kinder zuerst“ „Frauen schlägt man nicht“ „Gentleman“ usw… usf… kommen dann noch die angeblichen Privilegien der Männer.

          Wenn die Geschlechter sich gegenseitig verstehen gewinnen alle dabei. So ist es ja auch meistens bei Friedensverhandelungen.

          Nach dem Krieg gab es das grosse deutsche Wirtschaftswunder, ein Nullsummenspiel?

          Die ganze Philosophie des Extremfeminismus ist so absolut hanebüchen dass sie wahrscheinlich jedem einigermaßen intelligenten Wesen richtig weh tut. Wahrscheinlich sogar dem Bonobo Kanzi, der Schimpansin Washoe, dem Orang Utan Chantek und der Gorilladame Koko. 🙂

        • @yeph

          noch mal zur Definition:

          https://de.wikipedia.org/wiki/Nullsummenspiel

          Nullsummenspiele beschreiben in der Spieltheorie Situationen, also Spiele im verallgemeinerten Sinne, bei denen die Summe der Gewinne und Verluste aller Spieler zusammengenommen gleich null ist.[1]
          Nullsummenspiele sind spieltheoretisch äquivalent zu den Spielen mit konstanter Summe (Konstantsummenspielen). Bei diesen Spielen ist die gemeinsame Auszahlungssumme nicht gleich null, sondern gleich einer Konstanten, betrachtet man jedoch die Auszahlung als im Voraus an die Spieler verteilt, so spielen diese um eine Umverteilung mit Summe null. Beispiele für Nullsummenspiele sind alle Gesellschaftsspiele und Sportarten, bei denen gegeneinander um den Sieg gespielt wird, beispielsweise Poker oder Schach. Es ist dabei zu beachten, dass die betrachteten Gewinne und Verluste außerhalb des Spieles verstanden werden – in einer Schachpartie verlieren beide Spieler gegenüber dem Partiebeginn in der Regel an Spielmaterial, es geht aber nur um die Auszahlung des Spieles „nach außen“, hier zum Beispiel als „ein Punkt in einem Turnier“.
          Ein Nullsummenspiel im ökonomischen Sinne ist eine Konkurrenzsituation, bei der der wirtschaftliche Erfolg oder Gewinn eines Beteiligten einem Misserfolg oder Verlust eines anderen in gleicher Höhe gegenübersteht.

        • „die aber bestimmt nicht tiefgehender feministisch aktiv waren“

          nahezu alle Frauen tragen das „feministische Gen“ in sich, die Frage ist nur unter welchen Umständen es aktiv oder inaktiv ist.

          Das ist im Spiel der Geschlechter meiner Meinung nach eine Grundkonstante, dass der Gewinn immer auf Seite der Frauen liegen muss, mal mehr mal weniger offensichtlich. Natürlich ist Kooperation wesentlich erfolgreicher, aber durch dieses „feministische Gen“ lassen sich Frauen eben sehr leicht verführen in ein Konkurrenz- bzw. Feinddenken zu Männern zu geraten. Aber je extremer das wird, destso mehr geht (hoffentlich) auf welcher Irrweg das ist.

    • @Alex

      „Wobei die “soziale Konstruktion” oder die überkommene Vorstellung der Geschlechter als “sozialen Klassen” nichts anderes ist, als der Versuch diese Metaphysik rational zu fassen.“

      Nicht so schnell: Die Verwendung einer soziologischen Konflikttheorie durch den Feminismus hat an sich erst mal nichts Metaphysisches. Das ist einfach nur richtig oder falsch. Die Metaphysik kommt an dem Punkt ins Spiel, wo behauptet wird, daß man über die soziale Realität nichts anderes sagen kann, als genau das.

      Soziale Konstruktionen gibt es übrigens durchaus. Geld ist ein gutes Beispiel dafür. Mit der Vorstellung von Geschlechterklassen hat sozialer Konstruktivismus erst mal nichts zu tun, denn die Grundintuition des sozialen Konstruktivsmus besagt, daß die Frage, welche Meinung Wissen ist, zumindest teilweise auf eine noch zu erklärende Weise von der Gesellschaft abhängt. Eine Wahlfreiheit z.B. beim Geschlecht – wie sie gerne vom Feminismus propagiert wird – impliziert das erst mal überhaupt gar nicht.

      Sozialer Konstruktivismus bei Individuen ist gar nicht einfach zu widerlegen und das hat primär zwei Gründe:

      i) Der erste besteht darin, daß man in der Philosophie des Geistes ziemlich scharf dafür argumentieren kann, daß die Inhalte unserer Meinungen nicht identifiziert werden können, ohne bestimmte externe Faktoren zu kennen, z.B. den Ort, wo sie geäußert werden oder die Menge der in derjenigen Gesellschaft anerkannten Theorien, in der diese Meinungen gehegt werden.

      Das ist erst mal äußerst verstörend und geht auf Tyler Burge zurück: http://www.philosophy.ucla.edu/people/55-tyler-burge.html

      Wer das genauer wissen will, kann hier weiterlesen: http://plato.stanford.edu/entries/content-externalism/

      Mit der Wahrheit dieser inhaltlich unterbestimmten Meinungen hat das erst mal noch nichts zu tun.

      ii) Die Sache mit der Wahrheit kommt ins Spiel. wenn man bemerkt, daß das Projekt, welches K.R. Popper mit seiner Wissenschaftstheorie vorgelegt hat, eigentlich das Problem der Abgrenzung ernstzunehmender Wissenschaft von metaphysischer Spekulation lösen sollte. Denn Popper behauptet, daß man wenigstens falsche Behauptungen bzw. Hypothesen erkennen kann, doch leider ist seit 1935 so einiges geschehen:

      In der Erkenntnistheorie hat man infolge der Arbeiten von Willard van Orman Quine gemerkt, daß die Unterscheidung von „analytisch“ und „synthetisch“ eigentlich unberechtigt ist. Die Folge ist, daß man nicht mehr wissen kann, welche Aussagen eigentlich empirisch sind und welche nicht. Mit anderen Worten: Es gibt einfach keine Popperschen Prüfsteine der Erfahrung und der Ursprung des Wissens verliert sich de facto im Dunkeln.

      http://plato.stanford.edu/entries/analytic-synthetic/

      In der Wissenschaftstheorie hat man dieselbe Sache auch bemerkt, dort heißt das „das Problem der theoretischen Terme“.

      http://plato.stanford.edu/entries/theoretical-terms-science/

      Biologisten benötigen übrigens diese naive und inzwischen völlig überholte Wissenschaftstheorie, aber sie haben natürlich Poppers LOGIK DER FORSCHUNG niemals gelesen. Denn hätten sie es getan, dann wäre ihnen vermutlich aufgefallen, daß Poppers Theorie selbst ein metaphysisches Element enthält: die Theorie der Basissätze. Poppers Gegenspieler Carnap hat sich auch mal an sowas versucht und seine Theorie der Protokollsätze ist ebenfalls grandios gescheitert, da indexicals wie „ich“ „hier“ „jetzt“ bereits eine Art Koordinatensystem benötigen, um entschlüsselbar zu sein.

      http://plato.stanford.edu/entries/indexicals/

      Damit verteidige ich nicht die vom Feminismus vertretene Version des sozialen Konstruktivismus von gender, denn ich halte ihn für eine Verzerrung und Radikalisierung der von mir oben skizzierten ursprünglichen Startposition und eventuell trägt auch Thomas Kuhn mit seiner Theorie von den Paradigmenwechseln einen Teil der Schuld.

      http://plato.stanford.edu/entries/thomas-kuhn/

      Von analytischer Seite ist natürlich auch Richard Rorty zu nennen, der der Postmoderne in einzigartiger Weise den Weg bereitet hat.

      http://plato.stanford.edu/entries/rorty/

      ALSO: Das bedeutet, daß es sehr wohl Abhängigkeiten unseres Wissens von – sagen wir mal salopp – Theorien oder sozialen Faktoren gibt. ABER:

      1. Wir wissen nicht sehr viel darüber, wie genau das für die einzelnen Bereiche präzise aussieht. Wir wissen aber ganz genau, daß Popper falsch liegt: Der macht sich das alles viel zu einfach.

      2. Die poststrukturalistischen Philosophen, auf die der Feminismus fortwährend zurückgreift, haben eine völlig andere Begründung für den sozialen Konstruktivismus als die analytischen Philosophen. Erstere geben den Wahrheitsbegriff im Grunde auf und ihr Konstruktivismus ist einer der Quellen der Meinungen – deshalb Machtfragen hier auch eine wesentliche Rolle spielen und der Begriff der personalen Autonomie von Feministen im Grund durch eine Autarkie des Meinungserwerbs analysiert wird.

      Ok?

      Man kann also die wahren – von den Analytikern vorgetragenen – Zweifel am empirischen Fundament unseres Wissens nicht so ohne weiteres mit dem feministischen Konstruktivismus vergleichen. Und den feministischen Schwachsinn zu widerlegen, wird uns nicht in die LEGO-Welt des Biologismus oder Poppers zurückführen.

      Für den Maskulismus spielen die wahren – von den Analytikern vorgetragenen – Zweifel am empirischen Fundament unseres Wissens über Geschlechterphänomen also durchaus eine Rolle.

      Nur weiß im Moment keiner, welche das genau ist. Mit Esoterik hat das alles nichts zu tun.

      Der Biologismus hat natürlich bereits alle diese Probleme gelöst – durch konsequentes Ignorieren.

      • @elmar

        „Der Biologismus hat natürlich bereits alle diese Probleme gelöst – durch konsequentes Ignoriere“

        Elmar, wir sind immer noch weiter als du. Du hast noch nicht einmal eine Theorie, kannst keines der klassischen Probleme in irgendeiner weise lösen, vertröstet bei Nachfrage seit Jahren darauf, dass dein großer Wurf jetzt wirklich demnächst kommt und wirst ausfallend, wenn man dich darauf hinweist, das da schlicht nichts ist.
        Es gibt niemanden, der im Geschlechterbereich deine Ansätze verfolgt, aber du siehst nicht, dass es eine Sackgasse ist. Dagegen gibt es ganze Bibliotheken mit Argumenten und Forschung zu zB der Biologie und du erklärt sie für ungültig mit dem Hinweis, dass dein großer Wurf das alles klären würde, es sei so falsch, dass du dich noch nicht mal damit beschäftigen musst. Das ist allenfalls armselig. Komm mal von deinen hohen Ross runter

      • @elmar
        „Die Verwendung einer soziologischen Konflikttheorie durch den Feminismus hat an sich erst mal nichts Metaphysisches.“

        Ich meine, dass die Verwendung von „soziologischen Konflikttheorien“ lediglich der Bemäntelung ihrer Metaphysik dient. Diese kann ja nicht offen gezeigt werden, sie muss esoterisch bleiben.
        Deshalb ist der Feminismus eklektizistisch: weil er einfach verschiedene schon etablierte Ideensysteme nutzen kann, die seiner Metaphysik einen rationalen Anstrich geben kann.

        „Soziale Konstruktionen gibt es übrigens durchaus.“

        Nenn es „soziale Wirklichkeit“ oder sowas. Im Begriff der „Konstruktion“ ist schon enthalten, dass diese abgelöst von jeder anderen Wirklichkeit ist, sie ist *alleinige Wirklichkeit* – und genau diese Idee ist wieder eine metaphysische.

        Die Idee von „Wahrheit“ ist natürlich auch metaphysisch. Aber immerhin kann man sagen, dass alles, was nicht als falsch zu erkennen ist, aller Voraussicht nach wahr ist. Auf diesen einfachen Nenner lässt sich aller Rationalismus bringen, auch der erwähnte Popper.

        Die unzähligen sophistischen anti-Philosophien der „Postmoderne“ zielen mE alle nur auf die Zertrümmerung jeglicher Vernunft und Logik hinaus. Dies geschieht bezeichnenderweise allzuhäufig mit dem Verweis auf die eine angeblich höhrere Bedeutung der „Macht“.
        Und da diese „Philosophie“ sich derartig schon als Erfüllungsmagd der Macht entpuppt hat, brauch man sie auch gar nicht mehr ernst nehmen.

        Der von dir erwähnte Kuhnt mit seinen „Paradigmen“ ist auch so ein Schwindler.

        „Zweifel am empirischen Fundament unseres Wissens …“

        Führt immer zur Ablehung jeder Autorität jeglichen Wissens. Und eröffnet nur der politischen Willkür jede Tür. Das ist nicht nur anti-philosophisch, sondern auch im höchsten Masse feindlich gegen jede Vernunft, gegen jedes brauchbare Wissen und letztlich nur mit einem politischen System der systematischen Unterdrückung kompatibel.

        Was wieder zeigt, dass das „Patriarchat“ genau das ist, was der Feminismus eigentlich anstrebt, btw.

        • @Alex

          „Ich meine, dass die Verwendung von “soziologischen Konflikttheorien” lediglich der Bemäntelung ihrer Metaphysik dient.“

          Nein, das stimmt nicht. Ute Gerhard z.B. hat viel Geduld in die Untersuchung der These investiert, daß der Geschlechterklassenkampf an der historischen Entwicklung des Rechtssystems abgelesen werden kann.

          Ich teile ihre Auffassung zwar nicht, aber als metaphysisch kann man ihr Vorgehen sicher nicht bezeichnen.

          „Deshalb ist der Feminismus eklektizistisch: weil er einfach verschiedene schon etablierte Ideensysteme nutzen kann, die seiner Metaphysik einen rationalen Anstrich geben kann.“

          Da ist was dran und der Maskulismus leidet notorisch darunter, daß er diese verwirrten Fäden nicht zu entwirren versucht.

          „Aber immerhin kann man sagen, dass alles, was nicht als falsch zu erkennen ist, aller Voraussicht nach wahr ist.“

          Hm…. ist vielleicht doch zu optimistisch.

          „Auf diesen einfachen Nenner lässt sich aller Rationalismus bringen, auch der erwähnte Popper.“

          Popper ist alles mögliche, aber kein Rationalist – wobei ich Rationalismus so verwende, daß Descartes ein Rationalist ist.

          Was ist eigentlich eine Anti-Philosophie?

          „Was wieder zeigt, dass das “Patriarchat” genau das ist, was der Feminismus eigentlich anstrebt, btw.“

          Das verstehe ich leider nicht. Kannst du das bitte erläutern?

        • @elmar
          „Ute Gerhard z.B. hat viel Geduld in die Untersuchung der These investiert, daß der Geschlechterklassenkampf an der historischen Entwicklung des Rechtssystems abgelesen werden kann.“

          Hört sich ja abenteuerlich an. Vermutlich einer jener Mythologisierungen, die eine rationale Ummäntelung der feministischen Metaphysik so dringend nötig hat….

          Und natürlich ein Argument für den Kampf gegen unser Rechtssystem, welcher vom Feminismus eindeutig und auf breiter, internationaler Front geführt wird.

          Solche Schriften liefern wohl die Begründung dazu.

          „aber als metaphysisch kann man ihr Vorgehen sicher nicht bezeichnen.“

          Natürlich braucht die Arbeit in ihren Ausführungen nicht metaphysisch an sich zu sein. Aber ihre Grundannahmen, Thesen oder irgendwas werden es sicherlich sein. Das „Patriarchat“ ist da doch sicherlich auch verbacken, oder?

          „… daß er diese verwirrten Fäden nicht zu entwirren versucht.“

          Weisst du, wie das mit dem „gordischen Knoten“ ging?

          „Was ist eigentlich eine Anti-Philosophie?“

          Wenn man denkerisch gegen Vernunft, Logik, Wahrheit, Gerechtigkeit vorgeht. Das sind doch die grossen Themen der Philosophie.

          „Das verstehe ich leider nicht. Kannst du das bitte erläutern?“

          Das „Patriarchat“ ist doch die Vorstellung einer vollkommenen Despotie, Tyrannei oder Diktatur…
          Und diesen Gesellschaften völlig angemessen ist eine „Anti-Philosophie“ wie oben beschrieben, in der diese philosophischen Werte negiert oder völlig umdefiniert werden müssen.

          Daher ist die „Postmoderne“ auch nichts weiter als ein Versuch der Intallation von Despotie, Tyrannei oder Diktatur.

        • @Alex

          Die Sache mit der Anti-Philosophie und der Diktatur verstehe ich jetzt.

          Aber ich denke, der Grund für das top-down-Vorgehen des Feminismus – das man z.B. beim gender-mainstreaming beobachten kann – ist ein andere:

          Feminismus und Biologismus gleichen sich darin, daß sie keine Vorstellung davon haben, daß ein Kollektiv andere Probleme und andere Aufgaben hat, als ein einzelnes Individuum. Daher setzen sie auch beide nur am Individuum an: Der Feminismus will das unbeschriebene Blatt des Geistes einer Person „richtig“ bedrucken und das geht einfach, indem man es anordnet. Der Biologismus ist konservativ und will alles so lassen wie es ist, es gibt seiner Ansicht nach über Gesellschaft nicht viel zu sagen, was nicht schon gesagt wäre, indem man die Dispositionen des Individuums untersucht.

          Doch das in Wahrheit das selbstorganisierte Kollektiv für die Entwicklung der Individuen dominieren könnte, kommt keinem von beiden in den Sinn.

          Diese Option, das lokal-selbstorganisierte Kollektiv als dominanter Faktor in Geschlechterphänomenen, wird nur vom analytischen Maskulismus entfaltet.

        • @ Elmar

          Der Biologismus ist konservativ und will alles so lassen wie es ist, es gibt seiner Ansicht nach über Gesellschaft nicht viel zu sagen, was nicht schon gesagt wäre, indem man die Dispositionen des Individuums untersucht.

          Nicht wirklich; man weiss z.B. dann einfach dank der Biologie, dass auch Menschen noch ein starkes Verlangen nach Zucker bei einem Nachrungsüberschuss haben und somit in unserer Gesellschaft eher dick werden, was aber nicht heisst, dass man diesen Zustand gut finden muss oder, dass es verboten ist, etwas gegen den Zuckkerkonsum zu tun; unsere Einstellung zu übermässigem Zuckerkonsum ist nicht vollständig von der Tatsachenbeschreibung abhängig.

          Wenn also die evolutionäre Psychologie rausfindet, dass Frauen und Männer geschlechtsspezifische Unterschiede haben, heisst das noch lange nicht, dass man den vorhandenen Neigungen nachgeben muss. Wenn jetzt langsam aber sicher bewiesen wird, dass Frauen in der Regel weniger Empathie mit Männern als umgekehrt haben, dann leitet sich zumindest aus dieser Tatsachenbeschreibung eben nicht ab, dass dieser Zustand immer positiv sein muss – ich als Anhänger evolutionärer Forschung würde sogar sagen, dass wir Männer in fast allen Bereichen die Arschkarte gezogen haben. Das Vorhandensein von biologischen Erklärungen steigert einfach laut meiner Sicht einfach die Kosten, die für eine allfällige Änderung des Verhaltens gezahlt werden müssten, enorm.

          Das heisst natürlich nicht, dass ich dann extreme Hypergamie oder etwas ähnliches gutheissen muss, nur weil das evolutionär selektiert wurde; auch wenn ich weiss, dass Hypergamie zentral bei der weiblichen Partnerwahl ist und somit die männliche Dominanzhierarchie mit all ihren Nachteilen, auch gegen den Willen der Männer aufrecht erhalten werden kann. Hier behauptet aber wohl fast niemand, dass alles so bleiben soll, wie es bereits ist.

        • @Toxicvanguard

          „Nicht wirklich; man weiss z.B. dann einfach dank der Biologie, dass auch Menschen noch ein starkes Verlangen nach Zucker bei einem Nachrungsüberschuss haben und somit in unserer Gesellschaft eher dick werden,“

          Mag sein – nur daß der wesentlche Teil des menschlichen Lebens nicht darin besteht, nach Zucker zu suchen. 😉

      • elmar, auf popper triggere ich genauso gut, wie der leszek auf kulturmarxismus 😉 muss ich die ganzen links lesen, nur um wieder enttäuscht zu werden, von diesen „konstruktivistischen“ ansätzen oder der spekulationen über böse „basissätze“. sag halt was daran „metaphysisch“ ist, egal nach welcher definition.

      • der „theoretical terms“ artikel, elmar 😩

        „Definition 2 (T-non-theoreticity)
        A term t is T-non-theoretical if and only if it is not T-theoretical“

        er bezieht sich ständig auf carnaq und ist sichtlich verwirrt. das glaubst du doch selbst nicht, wenn er über die unbeobachtbarkeit von elektronen mit dem bloßen auge philosophiert und signifikante unterschiede zu einer blasenkammer sieht, die die elektronen sehr wohl visualisiert.

  6. Warum schalten mich Feministinnen nur für maximal einen Kommentar frei? Ich versuche doch, ein guter ally zu sein. Ich hatte in dem von Christian verlinkten Beitrag auf onyx geantwortet, die sich eine menschliche Männlichkeit wünscht.

    Darauf hin Margret:

    „Ich schalte das jetzt mal frei, möchte dich aber auffordern, eindeutige Unterstellungen zu lassen. Onyx hat nichts dergleichen geäußert oder gefordert. Ich verstehe sie so, dass es ihr, wie mir, darum geht, die Möglichlkeiten auch für Männer zu erweitern im Sinne von “Mann sein kann man auf viele Weisen”.“

    Ja, aber bitte so, dass es Margret gefällt. 🙂

    Daraufhin onyx:

    „Danke Margret, ich habe herzlich gelacht. Soviel überschwengliche Phantasie beim freien Interpretieren eines einzigen herausgepickten Satzes ist eine Gabe, die man auch erstmal finden muß 😀
    Viel Spaß noch.“

    Und mein nachfolgender Kommentar landet in der Freischaltungsschleife. Warum bloß? Ich dachte, Männer sollen sich vielgestaltig ausdrücken :

    „Wenn ich über ein geringes Argumentationsniveau verfügte, würde ich schweigen und nicht versuchen, um meiner Position Gewicht zu geben, die Gegenseite lächerlich zu machen. Der Dank an die liebe Margret wirkt noch dazu tantenhaft angestaubt. So als ob zwei ätere Damen beim Nachmittagstee sich über die ungestüme Jugend auslassen. :)“

    Ich pack es einfach nicht.

        • Deine Hilfestellung für die Argumentationsarmut zweier Feministinnen erkenne ich an. Wesentlich ist, dass die Toleranzschwelle in einem feministischen Diskussionsraum sehr niedrig ist. Dazu gehört spiegelbildlich das Tolerieren einer Meta-Bemerkung einer Feministin, die über die Äußerung einer männerrechtlichen Position herzlich lacht und sie damit als erledigt betrachtet und das Nicht-Tolererieren des Einwandes, dass dieser Argumentationsstil unpassend, weil tantenhaft, sei, mit dem zusätzlichen Hinweis, es handle sich um eine unpassende Meta-Bemerkung.

        • Das ist aufmerksam von dir. Danke. Allerdings impliziert dein Rat, dass ein Argument in Margrets Blog geäußert, so unsachlich und angreifend wirken kann, dass eine Sperrung eintritt, während in deinem Blog die gleiche Äußerung keine Folgen nach sich zieht. Beweis: ich bin von dir bislang nicht gesperrt und ich habe mich hier nicht viel anders geäußert, als dort. Damit sagst du, dass ich dort mit einer geringeren Liberalität rechnen und dies bei der Formulierung meiner Aussagen in Rechnung stellen muss. Nichts anderes wollte ich mit dem Zitiieren obiger Kommentare zum Ausdruck bringen.

        • so wie ich quellwerks beiträge kennen- und schätzen gelernt habe, bezweifle ich, dass

          „er keinen Inhalt außer Vorhaltungen auf der Metaebene oder nicht?“

          hatte, christian. befriedige unsere sensationslust, wenn du mehr weißt 😉 dein entsetzen ob der reaktion, quellwerk, erscheint etwas naiv, da es auf der annahme basiert, es würde bei diesen „diskursen um gender-fragen“, um mehr als „emotionales einschwingen“ gehen 🙂

    • „Ich versuche doch, ein guter ally zu sein.“

      Das ist der Fehler. So behandeln sie Allys. Seit ich auf feministischen Blogs nur noch unbekümmert Contra gebe und möglichst direkt meine abweichende Meinung kundtue und mich zwischen den Zeilen über sie lustig mache, werden alle meine Kommentare freigeschaltet. Und die ermahnen mich weniger als Christian das tut.

      • Hey, das mit dem alley war ironisch gemeint. Trotzdem Danke für deine Schützenhilfe bei Margrets Blog. Ich wollte mich hier nicht beklagen, sondern ihre Kommentarpolitik aufzeigen. Dass sie dich nicht sperren, weil du dort klare Kante zeigst, aber mich, weil ich nach deiner Einschätzung zu vorsichtig vorgehe, lasse ich mir mal durch den Kopf gehen.

        • Wesentlich ist folgendes: Der Informationsinhalt ist in einem Gespräch mit Frauen ziemlich irrelevant, es geht immer um die Emotionen dabei. Und vorsichtiges Kommentieren beinhaltet Angst, Klagen oder Verlangen nach Fairness etc. beinhaltet Leiden und Verletzung, unterwürfige Freundlichkeit bedeutet Erwartung einer Gegenleistung. Das sind keine schönen Gefühle und deswegen mögen sie das nicht.
          Ich habe nur Spaß und mir ist völlig egal, wie sie finden, was ich sage und das mögen Frauen. Die selbstsichere Provokation ist dann nur noch Bonus.

          Übrigens muss ich wenn für Deine Hilfe bei meiner Beweisführung danken. Danke!

        • Uiuiui, nicht gleich gar so dramatisch. Merke: Ich habe einen Beitrag von dir nicht freigeschaltet, weil Du offenbar nicht in der Lage warst, meine Blogregeln zu lesen oder zu verstehen (keine Beleidigungen, wenigstens halbwegs respektvolle Diskussion, kein unsachliches Rumstänkern) und selbst nach Ansage meinerseits nichts geändert hast. Wenn du dich natürlich hier gleich als „gesperrt“ darstellen möchtest, steht dir das frei. Es entspricht nur nicht der Wahrheit.

          Vom guten Ih habe ich auch übrigens gleich zwei Kommentare nicht freigeschaltet, da er auf meine klare Bitte bestimmte Wörter zu vermeiden nicht reagiert hat und in einem anderen unsachlich-süffisant gegenüber einer anderen Kommentatorin wurde. Möchte ich auf meinem Blog nicht. Ich möchte eine halbwegs sachliche Diskussion und möchte die Zahl der persönlichen Angriffe möglichst gering halten. Wobei ich (ja tatsächlich, ich, eine Frau) im Einzelfall bestimme, was noch okay ist und was nicht. Ihr wisst schon: Mein Blog, meine Regeln und so …

      • Dies ist ein gutes Beispiel für ein Gespräch unter Männern, das Gefühle und Befindlickkeiten thematisiert, ohne ins Peinliche abzugleiten. Dehalb mach ich gleich weiter und gehe auf Kommentare ein, die du im Margrets Blog gemacht hast:

        Du schreibst dort:

        „Aber es ist tatsächlich interessant, dass radikale feministische Positionen und radikale maskulinistische Positionen aus der PUA-Ecke in Wirklichkeit sehr nah beieinander liegen. Ich bin ja Feministinnen auch immer für Anregungen dankbar.“

        und

        „Man muss eigentlich nur immer das Gegenteil von dem machen, was Feministinnen sagen und dann lernt man schnell, wie ordentliche Männlichkeit funktioniert. Bei meiner Mutter habe ich das auch schon immer so gehalten. Nur ist es irgendwie tragisch, dass heute die alten und weniger alten Frauen dieses “Geheimwissen” weitergeben müssen und nicht mehr die alten Männer“

        Es ist plausibel, dass deine Art bei Feministinnen verfängt. Letztlich sind sie Frauen und du behandelst sie nach PUA-Maßstäben. Damit stellst du eine Verbindung über die emotionale Schiene her, auf die sie anspringen. Sie spüren, dass du nicht antifeministisch bist, sondern eher ein wohlmeinendes Rauhbein, das Frauen liebt. Eigentlich sagst du, dass radikale Feministinnen ausgeprägt prototypische Frauen sind.

        Ich bin da etwas anders gestrickt als du, ohne hier eine Wertung einzuführen. Für mich sind Margret, onyx et. al. politische Gegner, die abserviert gehören. Ich will nicht mit denen ins Bett. Ich denke, diese Abneigung spüren sie. Deswegen die Sperrung.

        Da du deine Mutter erwähnst, was ich gut finde, weil es persönlich ist, erwähne ich kurz meine sehr selbstbewusste Mutter, mit der ich früher ein sehr harmonisches Verhältnis hatte. Sehr emotial. Sehr direkt. Genau wie sie, lasse ich mir ungern was vorschreiben. Genau wie sie, gehe ich für nahe Personen durchs Feuer. Hingabe und Annahme. Vertrauen. Frauen, die die shit-test Nummer fahren und permanent Gegenwind brauchen und sich als Prinzessin fühlen, lösen bei mir nichts aus. Möglicherweise ist mein Verhältnis zu Frauen etwas ungewöhnlich. Fakt ist aber, dass Tussis mich abtörnen.

        Was du als Klagen und Jammern bei mir diagnostizierst, ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung, die Zerbrechlickkeit von Männern zu thematisieren, wozu mich die Lektüre von Jan Deichmohle ermuntert hat. Hier vermute ich einen wichtigen Schlüssel für die Männerbewegung.

        Kann nicht mehr antworten. Muss jetzt wech.

        Freundliche Grüße von mir.

        • Es geht nicht darum, irgend jemanden ins Bett zu bekommen. Es gibt nur bessere und schlechtere Arten mit Frauen umzugehen. Und Frauen denken und sprechen nunmal in Gefühlen. PUA’s nutzen das, um Sex zu bekommen, aber im Prinzip gelten diese Sachen in jedem Umgang mit Frauen. Es geht immer mehr um wie sie etwas sagen, was sie nicht sagen und solche Sachen, man muss das immer im ganzen Kontext interpretieren, wenn man es wirklich verstehen will. Und umgekehrt verstehen Frauen auch männliches Sprechen nicht als bloße Informationsweitergabe, sondern interpretieren es ganz automatisch genau so. Nur das Männer auf diese Ebenen nicht achten oder sie sogar der Projektion von Ängsten der Frauen überlassen. Das passiert insbesondere dann, wenn Männer versuchen die emotionale Reaktion der Frau zu erfühlen, auf sie zu reagieren, anstatt selbst das Gefühl dabei zu bestimmen. Und deswegen fühlen sich Frauen in der Gesellschaft dominanter Männer, die diese Ebenen füllen (indem sie z.B. mit ZFG [Zero Fucks Given] zumindest die Angst aus diesen Ebenen raushalten), sicherer.

          Man(n) muss sich auf die vollen Möglichkeiten dieser komplexen Kommunikation nicht immer ganz einlassen, nicht wie eine Frau kommunizieren, obwohl das sehr nützlich sein kann. Man(n) kann z.B. auch sehr gut ganz logisch-rational sprechen, aber dann ist es enorm wichtig die emotionalen Ebenen dabei nicht „irgendwie“ zu füllen oder füllen zu lassen, sondern dann sollte man diese auf 0 reduzieren. Es kann allerdings sein, dass sie darauf reagieren indem sie noch viel emotionaler und „irrationaler“ werden. Das ist dann Selbstschutz.

          Das Wesentliche ist immer, dass man als Mann von seinen eigenen Gefühlen her agiert. Empathisch zu sein kann schon helfen, Dinge zu verstehen. Aber es ist sehr wichtig, nicht einfach die Frau die eigenen Gefühle lenken zu lassen, sondern die der Frau zu lenken, Dominanz eben. Frauen kommen sonst mit ihrem eigenen Chaos im Kopf nicht klar.

          einer bewussten Entscheidung, die Zerbrechlickkeit von Männern zu thematisieren, wozu mich die Lektüre von Jan Deichmohle ermuntert hat.

          Wozu soll denn das dienen? Will er Frauen die Hölle bereiten, die sie zweifellos verdienen oder was?

        • … du bist ja ein frauenflüsterer, lh! ich sehe das differenzierter: den radfems sollte man entschieden emtgegentreten, da kommt man anders nicht weiter, oder hast du besser erfahrungen gemacht?

        • Wenn ich mich dazu hinreißen lasse, dann trete ich denen vor allem entschieden entgegen. Aber das schließt ja nicht aus zu verstehen, warum sie darauf positiv reagieren.

          Die wirkliche Frage ist, ob es sinnvoll ist, auf die Provokationstrategie des Feminismus einzugehen und ihnen die Aufmerksamkeit und den Widerstand zu geben, nach denen sie sich sehnen. Vor mir rechtfertige ich das mit den potentiellen männlichen Lesern, aber es macht mir wohl auch Spaß.

          Meine „politische Meinung“ ist, dass man „toxische Feminität“ am besten mit „toxischer Maskulinität“ bekämpft bzw. ganz natürlich in Schach hält. Und das funktioniert so gut, dass „der Gegner“ wirklich keine Gefahr ist. Aber das ist eine bottom-up und keine top-down Sache.

        • … sie stellten sich gar freundlich, lh. So wie bei extremisten ist manipulation nicht immer erfolgversprechend, obwohl dies in aller regel das erfolgversprechendste vorgehen ist. Ab und an ist ein bestimmtes vorgehen dienlich – ließe sich bestimmt evo-psycho-biologisch „beweisen“ 😉

          Du unterstellst, dass radfems, auf die bezog ich mich, nur nach aufmerksamkeit heischen, aber ist das so? Weiß ich was sich ein dschichadist so alles überlegt. Wenn sie glauben, was sie sagen, erlaube ich mir keine mutmaßungen.

          Wieso sollten wir gift mit giftbekämpfen, dann darfst du lieber als frauenflüsterer deiner kunst nachgehen. Kommt mehr dabei raus.

          Wie kann man darauf kommen, dass unsere fortschrittsgesellschaft ein nullsummenspiel wäre? Totale Realitätsverweigerung?

        • Wieso sollten wir gift mit giftbekämpfen, dann darfst du lieber als frauenflüsterer deiner kunst nachgehen. Kommt mehr dabei raus.

          Meiner Ansicht nach ist das dieselbe Sache. Darum geht es ja. Es geht nicht darum, mehr Gift anzurühren, aber die neutralisieren sich gegenseitig.

          Und der Begriff „toxisch“ dient sowieso nur dazu, eine emotionale Reaktion zu erzeugen. Schau nicht auf den Informationsgehalt, es geht bei dem Vorwurf um die Erzeugung eines Gefühls. Und wenn ein Mann den Vorwurf der „toxischen Maskulinität“ ernst und wörtlich/sachlich nimmt, dann hat er gerade einer Frau gestattet, ihn zu dominieren. Und wenn wir heute in einer Welt leben, wo so viele Männer solche Aussagen von Frauen nehmen, als kämen sie von Männern (Gleichheit!), anstatt sie richtig zu verstehen, wundert es Dich dann, dass toxische Femininität, Feminismus, Amok laufen oder ohne Rücksicht auf Verluste Fraueninteressen durchsetzen?

  7. „Der Familienvater und die Frau, die für die Kinderbetreuung aussetzt sind dann erst einmal Ausdruck von Geschlechterrollen und Macht“

    Der Mann und die Familienmutter, die für die Kinderbetreuung aussetzt
    hätts heißen müssen, Christian.

    Wie um Alles in der Welt konnte diese Verdrehung passieren?

  8. Der sogenannte „Appell“ an „Männerrechtler“ ist eigentlich kein Appell (denn die angebliche Untätigkeit wird von der – natürlich noch bescheidenen – Realität der Unwahrheit gestraft), sondern die Bescheinigung völlig vernarrt „in starre, traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit“ zu sein.

    Nichts weiter, die Diagnose der vermeintlichen Benachteiligung von Männern, vermag höchstens drüber wegzutäuschen. (Erstaunliches taktisches Manöver tät man im ersten Moment meinen).

    Interessant sind die Ausschnitte in der Diskussion, in der es irgendwie um das „Patriarchat“ geht (alles Zitate der blogmeisterin). Und wie hier rumgeschlichen wird, wie die Katze um den heissen Brei. Warum gibt sie nicht einfach zu, dass es diese Idee überhaupt gibt (dabei ist sie ja wohl tausendfach wiedergegeben….)? Genau dies kann man derzeit bei vielen Feministinnen beobachten, dass diese Grundidee des Feminismus konsequent verleugnet wird. Dies lässt darauf schliessen, dass dies vorsätzlich geschieht und dass dies möglicherweise koordiniert ist.

    Hier die Zitate:
    „Die Idee vom Patriarchat (Vaterrecht) als Gesellschaftsform ist nichts, was der Feminismus erfunden hätte …. schon lange genutzter Begrifflichkeit, um bestimmte Gesellschaftstrukturen mit männlichem Haushaltsvorstand zu beschreiben.“

    „Die feministische Priviliegientheorie in ihrer radikalsten Form geht davon aus, dass Männer sich ihre “Dominanz” und damit die Herrschaft gegen Frauen erkämpft haben.“

    „Ansonsten halte ich das Patriarchat (das ich eher im klassischen soziologischen Sinn verstehe) im westeuropäischen Raum für eine Sache der Vergangenheit.“

    „“Kämpft Ihr Feministinnen nicht ständig gegen dieses Patriarchat”
    Zumindest ich nicht.“

    Ja, sie hat offenbar eine andere, spezielle Aufgabe zu übernehmen.

    -> Zellenstrukturorganisation des Feminismus. Die Basis gibt sich heutzutage betont unideologisch und weltanschaulich neutral, um Mitgliederschaft und Sympathisanten zu gewinnen. Häufig, aber wohl nicht immer, erinnert an den Feminismus direkt nur ein extrem vages und undiferenziertes Selbstbekenntnis.

  9. toxicvanguard on 17. November 2015
    at 7:30 nachmittags

    „Das heisst natürlich nicht, dass ich dann extreme Hypergamie oder etwas ähnliches gutheissen muss, nur weil das evolutionär selektiert wurde; auch wenn ich weiss, dass Hypergamie zentral bei der weiblichen Partnerwahl ist und somit die männliche Dominanzhierarchie mit all ihren Nachteilen, auch gegen den Willen der Männer aufrecht erhalten werden kann. Hier behauptet aber wohl fast niemand, dass alles so bleiben soll, wie es bereits ist.“

    ich habe nur mal den Schluss zitiert, aber insgesamt danke für den Beitrag. Er verdeutlicht schön, was ich mal als evolutionäre Sackgasse bezeichnet habe. Die Probleme der Menschheit sind meiner Meinung nach zu einem nicht unwesentlichen Teil auf diese (weibliche dominierte ) Verhaltensmuster zurückzuführen. Sie lassen sich bei aller Vielfalt: Gewalt, Klimawandel, Überfischung, Flächenverbrauch etc. im Prinzip auf eine einzige Ursache zurückführen: Ressourcenverbrauch. Natürlich will das Weibchen eine gesicherte Sphäre mit ausreichenden Wohlstand für sich und (hoffentlich) auch die seine Kinder, aber der absolute Erfolg wird zu einem Pyrrhussieg, wenn er so groß wird, dass er die materielle Basis dieser gesicherten Sphäre zerstört. Da aber nicht absehbar ist, das Frauen und auch Männer in Masse ihr Verhalten ändern wird es zu einer weiteren Verschärfung der Krise kommen.
    Ich beobachte immer wieder, selbst bei sogenannten Umweltbewussten haushalten im Bekanntenkreis, das der hauptantrieb zum Ressourcenverbrauch, zum Konsum von den Frauen ausgeht.
    Grünenwählerhaushalte haben meist riesige ökologische Fußabdrücke.
    Leider gibt es nur wenige Frauen, die das einsehen. Die meisten wollen eben immer noch nicht den Mann der die Welt rettet, sondern den der sie und die Nachkommen rettet, wenn die Welt untergeht, selbst wenn sie selbst die Ursache für diesen Untergang gesetzt haben sollte.

  10. „1. Konflikt derjenigen sozialen Klassen, die durch Geschlechter gebildet werden“
    Großer Quatsch, Kulturelle Ergänzung vermied gerade Konflikte. Was die eine Seite hatte, erhielt auch die andere. Erst Feminismus schuf einen Interessenskonflikt und Konkurrenz der Geschlechter.

    „2. Die ersten Ursachen der sozialen Realität sind alle auf ein Machtgefälle zwischen den Geschlechtern zu Gunsten der Männer zurückzuführen“
    Großer Quatsch. Das weibliche Geschlecht ist biologisch dominant und ein Ausgleich dieser Dominanz nötig. Feminismus hat alles völlig falsch gedeutet, das Ungleichgewicht stark vergrößert und einen Totalverlust menschlicher Kultur bewirkt. Feminismus ist die destruktivste Ideologie aller Zeiten.
    Beweise: Die Buchreihe „Die beiden Geschlechter“ http://www.amazon.de/s/field-keywords=Deichmohle+Geschlechter

        • Deshalb schrieb er ja biologisch dominant.
          Im Übrigen ergänzen sich Mann und Frau nur beim Sex. Der Penis passt gut in die Vagina. Aber selbst da, gibt es mehr Reibereien als Harmonie.

        • Das stimmt so durchaus nicht. „Kennst du keine Ehen/Partnerschaften, die gut funktionieren?“

          Natürlich. Das liegt aber doch nicht an ihrer Eigenschaft als Mann und Frau.

        • @adrian

          Teilweise durchaus.

          Eben weil die Arbeitsteilung für viele gut passt, viele Männer zB gerne eine Frau haben, die ihnen was familie und soziales angeht den Rücken freihalten, die die Geburtstage von diversen Verwandten nicht vergißt, für die sie Held oder starker Mann sein können etc

        • @adrian

          Nein, natürlich können auch Homosexuelle wunderbare Partnerschaften haben.

          Aber auch dort wird es welche geben, die gerade funktionieren, weil einer der beiden eher weiblicher und der andere eher männlicher ist. Gender ist da ja nicht an den Körper gebunden.
          Bei Gleichheit mag es andere Synergieeffekte geben, das muss deswegen ja nicht schlechter sein.

          Ob nun die Frau immer weiß, wo man dies und das hingelegt hat, weil sie ein besseres Gedächtnis dafür hat oder man sich einfach angewöhnt da nicht auf einen Partner zu vertrauen ist ja recht egal, dennoch kann man da eine Synergie fühlen

        • „Aber auch dort wird es welche geben, die gerade funktionieren, weil einer der beiden eher weiblicher und der andere eher männlicher ist.“

          Wahrscheinlich funktionieren auch Männerfreundschaften nur dann, wenn der eine weiblicher ist als der andere…
          Da ist eine vollkommene heteronormative Interpretation. Menschen verstehen sich nicht automatisch besser, je mehr sie sich unterscheiden.

        • @adrian

          „Wahrscheinlich funktionieren auch Männerfreundschaften nur dann, wenn der eine weiblicher ist als der andere…“

          Polemik und Strohmann

          „Da ist eine vollkommene heteronormative Interpretation. Menschen verstehen sich nicht automatisch besser, je mehr sie sich unterscheiden.“

          Das habe ich noch nicht einmal behauptet. Dennoch können sich natürlich gerade aus Unterschieden Synergieeffekte ergeben.

          Wenn einer lieber pepsi mag und der andere cola, dann sind sie, wenn sie eine entsprechende gemischte Ladung aufteilen müssen, eben im Vorteil gegenüber einer Gruppe, die nur Pepsitrinker hat.

          Natürlich werden diese sich ihr Leben deswegen auch anders einteilen, aber dennoch kann es ja die gemischte Gruppe so empfinden, dass sie sich gegenseitig gut ergänzen.

          Nur weil du keine Abwertung von gleichen Beziehungen willst musst du eben auch nicht ungleiche abwerten. Eigentlich einfach

        • „Polemik und Strohmann“

          Danke. Küsschen 🙂

          „Nur weil du keine Abwertung von gleichen Beziehungen willst musst du eben auch nicht ungleiche abwerten.“

          Polemik und Strohmann.

      • @Christian, gute Frage. Deine Antwort habe ich leider erst heute gesehen. „Biologisch dominant“ wird in der Buchreihe „Die beiden Geschlechter erläutert“. Einen folgenreichen Beitrag liefert sexuelle Selektion, die bei (fast allen) Tieren und dem Menschen von Frauen ausgeübt wird. Darüber hinaus gibt es angeborene evolutionäre Mechanismen wie eine schiefe Sicht, die für besonderen Schutz und Bevorzugung nicht nur von Kindern, sondern auch Frauen (und damit z.B. Müttern) sorgen. Doch es gibt weitere Mechanismen, die rangniedere Männer (etwa 80 Prozent, darin stimmen Feministinnen ausnahmsweise mal mit genetischen Tatsachen überein) unfair und negativ wahrnehmen lassen. Ursprünglich sollte das die Fortpflanzung im wesentlichen nur den ranghohen 20 Prozent Männern (mit den guten Genen) überlassen – aber so gut wie allen Frauen. Aus diesen Mechanismen ergibt sich eine biologische Dominanz der Frau, die jedoch von der Wahrnehmung ausgeblendet wird. Wir unterliegen einer verzerrten Wahrnehmung, indem wir biologische weibliche Dominanz nicht wahrnehmen, ebenso wenig wie weibliche Bevorzugung, dafür aber Männern eine Macht zuschreiben, die sie nie hatten, und die nur ein – von Frauen verlangtes – Gegengewicht war. Es ist immer gefährlich, Dinge verkürzt in einer Kommentarspalte erklären zu wollen. Dabei kann es Mißverständnisse geben, jemand kann mich aus dem Zusammenhang zitieren und mit einem Kommentar diffamieren, der die Fakten nicht vollständig erklären kann. Ich verweise auf die Buchreihe „Die beiden Geschlechter“, wo das ausführlich und korrekt erklärt und bewiesen wird.

        • @Jan

          Sexuelle Selektion läuft ja nicht nur über Auswahl der Frau.
          Wie der Busen zeigt und die Tendenz zu kindlicheren Gesichtern wirkte auch sexuelle Selektion durch den Mann auf die Frau, etwa auf entsprechende Signale für genetischen Wert und Jugend.
          Zudem sollte man auch intrasexuelle Konkurrenz und darauf aufbauende Selektion nicht vergessen.

          Worauf stützt du, dass Fortpflanzung nur ranghohen Männern, den oberen 20% vorbehalten bleiben sollte? Und wer soll so etwas überhaupt vorenthalten?
          Da der Mensch in Paarbindung lebt und Frauen nach meinem Wissen dem Harem durchaus nicht so zugeneigt sind (dazu sind wir eine zu eifersüchtig) halte ich 20% da für erheblich zu niedrig.

          So viel zu monopolisieren würde auch erhebliche macht erfordern, wie man sie später über Reichtum und Ressourcen zB bei den Azteken oder anderen Königen hatte. Das ist allerdings bei Jägern und Sammlern, die ja den Hauptteil unserer Geschichte bilden, nicht zu erwarten.

          Dennoch würde ich es interessant finden, wenn du einmal dein Buch und seine wesentlichen Thesen als Gastbeitrag darstellen wolltest, am liebsten mit Verweis auf die Studien oder andere Quellen auf die du dich stützt.

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