Die 32 verschiedenen Typen von Antifeminismus

Auf der Seite Everyday Feminism werden die 32 verschiedenen Typen von Antifeminismus dargestellt:

32 verschiedene Typen von Antiifeminist

32 verschiedene Typen von Antifeminist

Das sind natürlich alles ziemliche Strohmänner, dennoch interessant für eine Besprechung.

Für die Zuordnung schlage ich das System „Reihe X, Bild Y“ vor. Reihe 7, Bild 4 wäre demnach die Karrikatur von Hoff-Sommers (oder wer da auch immer Vorbild gewesen sein sollte). Das Strohmannige ist hier, dass man es erstens recht problemlos auf Feministinnen übertragen könnte „Männer sind das das Böse, oh ein neuer Buchdeal/eine Position als Schreiberin/eine Einladung zu einer Talkshow“ etc. Interessant auch Reihe 3, Bild 1, die Frau, die Männer nicht hasst. Natürlich ist teilweise auch etwas Wahrheit vorhanden, sicherlich gibt es dort auch genug Verbitterte und Weltverschwörer und solche, die das Abendland untergehen sehen. Dennoch recht plump, hier anscheinend jede Form der Kritik zu entwerten.

Es gibt auch schon eine „korrigierte Version“ im Netz, die ich hier nicht vorenthalten möchte:

32 Typen von Antifeminismus

32 Typen von Antifeminismus

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27 Gedanken zu “Die 32 verschiedenen Typen von Antifeminismus

  1. Also, ich würde mich zu den beiden „Back away“ – Varianten der ersten Bildfolge (Reihe 6, Bild 1 und 2) bekennen. Ich bin der Meinung, dass sich die Menge meines Ejakualats infolge der Einwirkung des Feminismus drastisch verringert hat. Als Gegenreaktion bliebe mir nur die Rolle des Quasi-Vergewaltigers ( das darauf folgende Bild), zu der ich mich aber nicht durchringen kann, weil ich’s nicht bringen würde, was mich schließlich zur völligen Abstinenz zwingt.(im Keller des Hauses meiner Mutter). 😦

    • Das noch blödere ist, dass uns der institutionalisierte Feminismus in Form von Frauenquoten, -förderung, -hilfe, -spezialangeboten, rein weiblichen Gleichstellungsstellen in allen möglichen Gesetzen und Institutionen erhalten bleiben wird. Über Jahre und Jahrzehnte.

  2. Reihe 3, Bild 1 „The Good Girl“ ist wirklich interessant. Das ist doch ein sehr entlarvendes Eingeständnis? Das kein Strohmann, sondern ein Angriff gegen Frauen, die sich weigern vom Feminismus aufhetzen zu lassen. Eine Frau die Männer nicht hasst? Sakrileg! So eine muss sofort als „Braves Mädchen“ verspottet werden.

    Und letztendlich ist es ein unfreiwilliges Geständnis, daß Feminismus eben doch eine Hassbewegung ist. Wenn eine Frau die Männer nicht hasst damit Anti-Feministin ist, dann kann man mit klassischem Modus Tollens doch sofort den Umkehrschluss ziehen?

    Eine Frau die Männer nicht hasst ist Antifeministin (das ist die Aussage von Panel 3,1)
    Eine Frau ist Feministin.
    Ergo: Sie hasst Männer.

    Es dürfte einen Grund haben, warum in der korrigierten Version dieses Panel unverändert übernommen wurde. Das Panel ist ein feministisches Eigentor, es gibt hier einfach nichts zu ändern.

    • Du interpretierst das falsch. Feministen glauben ja wirklich, dass sie Männer nicht hassen würden. Sie machen sich daher über das „Good Girl“ lustig, die nur deshalb keine Feminstin sei, weil sie fälschlicherweise glaubt, Feminsimus sei Männerhass.

      • Ach so, so rum ist das zu verstehen.

        Also was in die Richtung:

        Normale Frau: „#HateAllMen? Alle Männer sind potentielle Vergewaltiger? Abschaffung der Unschuldsvermutung? Und schaut euch nur mal die typische feministische Rhetorik an! Sorry, damit will ich nichts zu tun haben. Ich hasse keine Männer!“

        Feministinnen: „Ach du Dummerchen! Natürlich hassen wir keine Männer! Das ist alles nur ironisch gemeint. Daß du keine Ahnung hast ist nicht deine Schuld, denn du bist noch komplett patriarchalisch indoktriniert. Hör auf uns, wir wissen es besser. Wenn du widersprichst bist du Anti-Feministin.“

        • „Ach du Dummchen hast doch einfach keine Ahnung von Feminismus.
          Was? Wer ist schon Andrea Dworkin? Kenn‘ ich nicht, die spielt keine Rolle, ham‘ wir nicht im Genderkurs behandelt!!!11!!“

      • @adrian

        Ich glaube sie werfen ihr eher vor, dass sie ein „gutes Mädchen“ durch Anbiederung an ihren Herrn, die Männer/dasPatriarchat ist. Sie hat eben den internalisierten Sexismus verinnerlicht und nimmt gar nicht mehr wahr, was die Männer alles schlimmes machen

  3. Nu ja, eigentlich findet man alle 45 Typen im Netz, muss man blos die entsprechenden Forenkommentare lesen.
    Allerdings sind das oben meist Misogynisten, während das unten die liberalen Männerrechtler sind.
    Merke: Eintreten für Männerrechte (und allgemein für Menschenrechte) =| Misogynie.

    LG
    Mike

  4. Warum baut man in einer Zeit in der alle immerzu predigen, dass doch alle Menschen gleich behandelt werden müssen immer mehr Schubladen, in der man die verschiedenen Menschen reinstecken kann?

    Nur damit man sagen kann, der glaubt das und das, da brauch man nicht zuhören?

  5. Der Stil der Karikaturen ist schon sehr 30ties, isn’t it? Der Gegner wird nicht einfach karikiert, sondern verhässlicht und dämonisiert. Oder ist das ganz bestimmte amerikanische Zeitungs-Strip-Tradition? Ernsthafte Frage, ich habe mich der Entwicklung des politischen Cartoons in den USA nicht wirklich beschäftigt.

  6. Danke an euch, auch für den link. Ich wollte auch gar nicht auf einen genuinen Stürmer-Style anspielen, sondern eher auf die harsche Freund-Feind-Logik der frühen Dreissiger, zumal in den Wahlkämpfen.

  7. Das Problem ist das der radikale Feminismus/Netzfeminismus sich komplett mit verschiedenen Immunisierungsstrategien gegen jede Form der Kritik abschottet. Also das Gegenteil eines offenen, kritikfähigen Systems im Sinne des Kritischen Rationalismus ist.
    Dazu gehört die Verwendung der Standpunkttheorie nach der Kritiker immer falsch liegen. Die Betonung von Macht und Privileg etc.
    Eine weitere Technik ist es jeden Kritiker zu dämonisieren wie man es in dem Comic gut sieht.

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