Selbermach Samstag 161 (07.11.2015)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Bitte allenfalls sachliche Debatten zur Flüchtlingskrise.

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

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209 Gedanken zu “Selbermach Samstag 161 (07.11.2015)

  1. Ich nehm das mal hier rüber:
    https://allesevolution.wordpress.com/2015/11/04/selbermach-mittwoch-33-04-11-2015/#comment-209648

    “Bundestag stimmt für Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe”

    Peter Müller schreibt direkt darunter:
    „Gewerbliche Sterbehilfe sind sozusagen Handlungsreisende in Sachen Tod. Sie haben ein (eben gewerbliches) Eigeninteresse daran, möglichst viele Kunden zu haben.“

    Das „Argument“ ist in etwa so dämlich, wie jedem Berufstätigen grundsätzlich zu unterstellen, ein „Interesse“ daran zu haben, einen Kunden zu haben – also an seiner nicht-Befriedigung, damit er weiterhin eine Befriedigung seines Bedürfnisses braucht.
    Sehr beliebt z.B. um gegenüber Ärzten zu behaupten, sie hätten ein Interesse, dass der Patient krank bleibt (besonders blödsinnig angesichts von Fallpauschalen), aber es lässt sich im Prinizp auf jede Branche und jeden Beruf ausdehnen.

    Dass jemand, der einen bestimmten Beruf ausübt, tatsächlich ein Bedürfnis haben könnte, seine Arbeit gut zu machen, kommt darin nicht vor – lässt das vielleicht eher einen tiefen Einblick in das Selbstverständnis dessen zu, der den Verdacht ausspricht?

    Mir macht ehrlich gesagt etwas anderes viel mehr sorgen, und es wundert mich, dass bislang kein Kommentar, den ich irgendwo gelesen habe, das bemerkt:

    Die Sterbehilfe durch Angehörige bleibt Straffrei!

    Was heißt das?
    Jemand, der Sterbehilfe haben möchte, kann sich nicht mehr in die Hände irgendeiner Professionellen undhoffentlich unabhängigen Stelle begeben, sondern ist allein auf Angehörige Angewiesen.
    Das ist 1. eine ungeheuere Zumutung für diese Angehörigen, die mit dieser Verantwortung alleine dastehen, und zwar gerade dann, wenn sie diesen Menschen lieben. Es ist andererseits eine ungeheuere Gefahr darin, genau diesen und nur desen Weg zuzulassen: Haben doch gerade Angehörige mal ab und zu einen Anlass oder Grund, einen alten Elternteil oder Ehegatten zu beseitigen. Wenn der mal tot ist, kann der schwer belegen, das nicht wirklich selbst gewollt zu haben.
    Eine Professionelle Instanz, die einen solchen Schritt begleiten würde, könnte stattdessen auch sicherstellen dass hier wirklich der Wille des Betroffenen berücksichtigt wird.
    Wer hätte bei sowas denn wirklich mehr Eigeninteresse am Tof eines menschen: eine Organisation, die man durchaus auch für „Begleitung“ und Beratung entlohnen kann und nicht zwingend etwas vom möglichst frühen Tod haben muss, oder eine Erbschleicherische Sippschaft?

    Mir geht diese dämonisierung von Vereinen und Organisationen als „geschäftsmäßig“ mit dem Tod operierende gewaltig gegen den Strich, vor allem bei gleichzeitiger Legalisierung von privater Sterbehilfe. Eine Professionalisierung täte diesem Sektor durchaus gut.

    • „“Gewerbliche Sterbehilfe sind sozusagen Handlungsreisende in Sachen Tod. Sie haben ein (eben gewerbliches) Eigeninteresse daran, möglichst viele Kunden zu haben.”“

      Hihi, wenn sie mit unserer Leistung zufrieden waren, kommen sie doch gerne wieder!? 😦 ….

    • Ich finde diese „Erlösungsrethorik“ seltsam. Weil von diesem „Ende“ von Leid / Schmerz bekommt derjenige ja nichts mit, der tot ist.
      Er stirbt vielleich auf dem Peak seines Leids und das ist auch das letzte, was er aktiv mitbekommt. Die Stille danach ist nur für die Außenstehenden wahrnehmbar.
      Es ist m.E. eher für das Umfeld und das „Außen“, dass sie quasi nicht mehr am Leid teilhaben. Und ich finde auch die „Spezialisierung“ auf den Tod durch Institutionen und Vereine bedenklich. Der Tod ist quasi nicht mehr „Teilaspekt“ eines anderen Prozesses, sondern der Haupt-Fokus und das Geschäftsmodell.

      Ich bin nicht grundsätzlich gegen den Suizid. Aber dieser Versuch der gesellschaftlichen Einbettung nimmt dem ganzen aus meiner Sichtwarte ebenso die Würde.

      • „Er stirbt vielleich auf dem Peak seines Leids und das ist auch das letzte, was er aktiv mitbekommt.“

        Nein, so ist das idR durchaus nicht.

        Es ist eher so, dass man dem Leid durchaus mit entsprechenden Medikamenten begegnen kann, aber z.B. nicht dauerhaft. Oder dass das Schmerzfreie Leben mit beträchtlichen Einschränkungen verbunden ist.

        Für das Sterbenselbst lässt es sich dann eben so einrichten, dass es zwar „wach“, aber schmerzfrei oder schmerzarm geschehen kann. Auch um genau das zu gewährleisten, ist eine gewisse Professionaität durchaus nützlich, anstatt da mit Amateuren rumzupfuschen. Das kann dann ziemlich schreklich werden.

        • @maddes8cht

          Für das Sterbenselbst lässt es sich dann eben so einrichten, dass es zwar “wach”, aber schmerzfrei oder schmerzarm geschehen kann. Auch um genau das zu gewährleisten, ist eine gewisse Professionaität durchaus nützlich, anstatt da mit Amateuren rumzupfuschen. Das kann dann ziemlich schreklich werden.

          Mag sein. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es gut ist, dabei den Tod als Ziel zu haben.
          Organisationen, wie Dignitate (Schweiz) sind eben auch nicht frei von Skandalen. Leben, egal ob leidend oder sterbend wird m.E. deswegen nicht weniger wertvoll. Bevor sich jetzt jemand darüb er entrüstet, spiele ich damit eher auf die Auswirkung der Entsorgungs-Mentalität an. Meine Befürchtung ist, dass wenn man sowas „vergesellschaftet“, die Behandlung und der Umgang mit Kranken oder Sterbenden respektloser und ihr Leid fördernder wird.

          Auf der anderen Seite hat man festgestellt, dass gerade religiöse Krankenhäuser sehr sparsam mit Schmerzmitteln umgehen. Es gibt da keine eindeutig „gute“ Seite oder eine Pauschallösung.
          Das Thema hinterlässt mehr Unsicherheiten, egal, wie oft man sich damit beschäftigt.

          Ich will auch nicht für entsprechende Reglementierung oder ähnliches argumentieren.
          Mir geht es eher darum, dass man sich das selbst genau überlegen soll.
          Die Politik entscheidet selbst bei Themen, die weit weniger persönlich und weitaus objektivierbarer sind, nach total willkürlichen Kriterien.
          Insofern wäre es wahrscheinlich eine gute Sache, die Möglichkeiten des Einzelnen zu erweitern, selbst wenn die Inanspruchnahme für die Allermeisten keine gute Idee wäre.

          Denn der Staat ist nicht der „Advokat“ / Interessenvertreter des Bürgers, in der Praxis sehe ich das immer weniger.
          Egal ob staatliche Krankenhäuser oder Ämter, was auch immer. Der Bürger ist eher Bittsteller. Um die wichtigen Dinge sollte man sich in jedem Fall selber kümmern.

      • Ich glaube, das wird überdramatisiert.
        Es gibt Menschen, die aus bestimmten Gründen ihr Leben beenden möchten. Bisher gab es für die keine Ansprechpartner, das Thema wurde komplett unterdrückt und tabuisiert.
        Der Bedarf war/ist aber da. Das da dann irgendwelche Organisationen ins Spiel kommen (die von irgendwas leben wollen) finde ich nicht verwunderlich.
        Mir ist klar, dass das ein heikles Thema ist, besonders in Deutschland (Stochwort Euthanasie), aber dass man jetzt Oma Ingeborg schnell einschläfern lässt, bevor sie zu lange lebt und ihr Erbe ausgibt bevor sie es vererben kann, kann ich mir schwer vorstellen.
        Das sind sicher auch keine Entscheidungen, die leichtfretig getroffen werden, ist bei Transsexualität ja auch nicht so. Da kann man ja auch nicht aus einer Laune heraus hin und sich innerhalb weniger wochen operieren/hormonell behandeln lassen.

        Ich müsste eigentlich mal zum Notar und mir Gedanken machen, wie ich das überhaupt regeln will. Mir fällt bei diesem Thema grade auf, wenn ich morgen vom Bus angefahren werde und im Wachkoma liege, habe ich nichts hinterlassen, was regelt, wie/ob es weiterlaufen soll.

        • Dafür musst Du nicht zum Notar, sondern nur eine Patientenverfügung verfassen (leserliche Handschrift) und Dein soziales Nahfeld über die Existenz dieser Verfügung informieren. Ein Exemplar in der Handtasche/Geldbeutel wäre auch sinnvoll.

    • Eine Entscheidung gegen 80% der Deutschen.

      Wenn schon rund 10.000 Männer pro Jahr in DE auf grausamste Weise durch Selbstmord sterben, kommt es auf die wenigen Fälle auch nicht mehr an?! Nur weiter so, das nennt man „Menschlichkeit“ ….. 😦

      • Ich glaube, die meisten, die das in Anspruch nehmen, wissen schon wieso sie das tun.
        Es gab mal ein Tagebuch eines Journalisten der an einem nicht heilbaren Gehirntumor erkrankt war, der hat seinen Weg niedergeschrieben bis zum Ende. Er hat sich dann aber selbst erschossen.
        Ich denke, Sterbehilfe wird vor Allem von Leuten in solch einer Situation in Anspruch genommen.

        Du scheinst davon auszugehen, dass man da einfach hingehen kann „Hallo, meine Freundin hat schluß gemacht, ich bin total depressiv. Ich möchte sterben. Hier sind die 500 Euro, die das kostet.“ „Alles klar, bitte kommen Sie mit mir, ich begleite Sie in unseren Sterbe-Wellness-Raum.“

      • „Wenn schon rund 10.000 Männer pro Jahr in DE auf grausamste Weise durch Selbstmord sterben, kommt es auf die wenigen Fälle auch nicht mehr an?! Nur weiter so, das nennt man “Menschlichkeit” “

        Da schmeißt Du zwei Sachen in einen Topf, die miteinander nichts zu tun haben.

        Bezüglich der Sterbehilfe schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Das eine befürwortet sie angesichts mehrerer Familienmitglieder, die sich – schwer krebskrank – dem sicheren Tode entgegenquälen mussten, weil die moderne Apparatemedizin immer mehr in der Lage ist, auch absolut hoffnungslose Fälle an etwas zu binden, was mit Leben allenfalls noch im biologisch-technischen Sinne was zu tun hat.
        Das andere sieht durchaus die reale Gefahr, dass mit zunehmender Akzeptanz der Sterbehilfe irgendwann auch Druck auf die ausgeübt wird, den Schierlingsbecher zu leeren, die selbst sehr wohl noch am Leben hängen.

        Schwierige Kiste, an der die Politik sich schon seit bestimmt 30 Jahren vorbeigemogelt hat.
        Ich erinnere mich, dass ein Krankenhausleiter (Prof. Julius Hackethal) einer krebskranken Frau vor laufender Kamera ein Glas mit Gift zu trinken gab, was eine gewaltige Debatte zur Sterbehilfe anstieß.

        Ich muss bekennen, dass ich froh bin, hier nicht als Politiker entscheiden musste.

        • @carnofis
          „Ich muss bekennen, dass ich froh bin, hier nicht als Politiker entscheiden musste.“

          Ethisch ist das einfach: da solte sich niemand einmischen, weil es die ultimative Entscheidung ist. Also sollte nichts geregelt werden.

          Aber die Realität sieht anders aus, es muss ja unbedingt was geschehen!

          Wenn schon was geschehen muss, dann kann es nur sein, jede Hilfe beim Suizid unter Strafe zu stellen.

          Denn nur dies stellt sicher, dass keine Strukturen entstehen, die bei „Sterbewilligkeit“ nachhelfen würden oder gar Menschen euthanasieren.
          Wer jemandem anderen beim Suizid wirklich helfen will, der wird wohl realistisch gesehen auch nicht von der Strafe seiner Beihilfe beeindruckt sein. Denn das Auseinandersetzen mit diesem Problem ist schon schrecklich genug! Und wenn es in Einvernehmlichkeit geschieht gilt doch: wo kein Kläger, da kein Richter.

          Ethisch und praktisch würde ich also zwei verschiedene Lösungen wählen. In der Parxis muss man Kompromisse machen, um das bestmöglichste Ziel zu erreichen.

          Und ja, diesen „Menschenfreunden“, die für Sterbehilfe plädieren, den muss man grundsätzlich misstrauen.

        • „Wer jemandem anderen beim Suizid wirklich helfen will, der wird wohl realistisch gesehen auch nicht von der Strafe seiner Beihilfe beeindruckt sein. Denn das Auseinandersetzen mit diesem Problem ist schon schrecklich genug! Und wenn es in Einvernehmlichkeit geschieht gilt doch: wo kein Kläger, da kein Richter.

          Ethisch und praktisch würde ich also zwei verschiedene Lösungen wählen. In der Parxis muss man Kompromisse machen, um das bestmöglichste Ziel zu erreichen.“

          Und du hälst es für eine gute Idee, das den Leuten selber zu überlassen? Ich kenne zwei Fälle von Suizid, einen kannte ich recht gut. Dieser erschien einigermaßen „sanft“ (aber die Vorstellung ist trotzdem…krass) von der Methode, der erste war brutalst. Beides waren Männer.
          Dazu habe ich schon einige Zugverspätungen wegen Suiziden mitbekommen. Also Leute, die sich vor einen heranrasenden, tausende Tonnen schweren Zug gestellt haben. Da muss man doch irgendwie trotzdem einen ziemlich starken Instinkt überwinden um das hinzukriegen.
          Beim ersten Fall bin ich nicht sicher, beim zweiten hätte (bin ich ziemlich sicher) man wahrscheinlich was machen können, es war aber für mich vorher nichts erkennbar. Jedenfalls finde ich den gedanken, sich da selber was „mixen“ oder ausdenken zu müssen, und vielleicht von „irgendwem“ assistenz zu bekommen (was, wenn Familienmitglieder/Freunde es nicht können/wollen oder wenn keine Angehörigen vorhanden sind z.B?) auch nicht toll.
          Also vom Gefühl her fände ich wenn es schon sein muss jedenfalls „besser“, wenn man das in sicherer Umgebung und ärztlicher Hilfe machen kann, als sich auf ein Bahngleis zu stellen oO

          Zumal ich sogar denke, dass z.b viele Selbstmörder eventuell abgebracht werden könnten, gerade wenn es die potentielle Möglichkeit zur Hilfe (auch in diese Richtung) gäbe. Wenn da einer hinkommt und z.B sagt, dass er schwerdepressiv ist (auch davon gab es mal einen Fall in den Medien, wo Suizid mit Hilfe nicht bewilligt wurde, die Patientin hat sich dann wohl mit einer Platiktüte erstickt), Spielschulden bei Mafiosi hat und deshalb Schluß machen muss o.ä.oder Prostatakrebs diagnostiziert bekommen hat und deshalb jetzt auf jeden Fall alles vorbei ist usw. dann könnte es doch sein, dass gerade dadurch irgendwie ein „Stop“ des Prozesses eingeläutet werden könnte. Weil man, bevor man irgendwas tut, nochmal von einem Profi betreut wird.

        • @ata, ich bezog mich natürlich nur auf die Fälle von Suizid, die rational gerechtfertigt sind (bei Todkranksein), darum geht ja die Gesetzesänderung. Also bei Fällen, wo der Suizid nachvollziehbar als das geringere Übel erscheint.

          Die Fälle, die du erwähnst scheinen mir alle in diese Kategorie von irrationalen, überflüssigen Suiziden zu fallen, die meist im Affekt geschehen. Selbstverständlich sind alle diese Fälle nicht zu akzeptieren und können in keinster Weise unterstützt oder gerechtfertigt werden.

          Ausserdem musst du noch berücksichigen, ob der Betroffene, selbst wenn man eine finale Erkrankung annimmt, wirklich die bessere Wahl durch Suizid fällt. Wer weiss denn, ob man die Lage überhaupt angemessen einschätzen kann?! (vgl dein Beispiel mit dem Prostatakrebs). Das ist eine extreme Entscheidung, die alles abverlangt und sehr individuell ist. Das ist nicht zu regeln wie der Verkehr…

          „Und du hälst es für eine gute Idee, das den Leuten selber zu überlassen?“

          Unter einem Verbot würden die Menschen (paradoxerweise) am besten geschützt werden, dass sie selbst entscheiden. Und diese Entscheidung nicht leichtfertig fällt.

        • „Ethisch ist das einfach: da solte sich niemand einmischen, weil es die ultimative Entscheidung ist. Also sollte nichts geregelt werden.“

          „Wenn schon was geschehen muss, dann kann es nur sein, jede Hilfe beim Suizid unter Strafe zu stellen.“

          „Unter einem Verbot würden die Menschen (paradoxerweise) am besten geschützt werden, dass sie selbst entscheiden. Und diese Entscheidung nicht leichtfertig fällt.“

          Ich glaub, damit machst Du Dir das ein wenig zu einfach. Wir diskutieren hier nicht über Depressive, oder Leute, die aufgrund besonderer Lebensumstände in den Tod gehen (wollen).
          Die meisten diskutierten Fälle dürften wohl alte Menschen betreffen, die z.B. krebskrank bewegungsunfähig ans Bett gefesselt sind und gar nicht mehr in der Lage sind, über den eigenen Tod zu entscheiden.
          Wenn ich Deine Meinung richtig interpretiere, dann dürfte diesen Menschen aus ihrer Qual nicht geholfen werden. Das kann wahrlich nicht ethisch sein.
          Unsere Apparatemedizin ist in den meisten Fällen ein Segen, kann sich hier aber auch zum Fluch entwickeln, indem sie Menschen am Leben hält, die ohne diese Apparate keine 5 Minuten leben würden.
          Hier muss es einfach eine Möglichkeit geben, diesen Menschen beim selbst gewollten menschlichen Tod zu helfen.

        • @carnofis
          „und gar nicht mehr in der Lage sind, über den eigenen Tod zu entscheiden“

          Natürlich sind diese Kranken (ich muss wohl *noch einmal* betonen, dass es um diese geht, nicht um „Lebensmüde“) in der Lage darüber zu entscheiden. Diese Entscheidung geht im Kopf ab und die Betroffenen müssen als Massgebliche, als oberste Instanz, entscheiden.

          Du meinst, dass sie die Selbsttötung nicht mehr so gut alleine ausführen können, das mag tendenziell natürlich zutreffen. Dafür aber können sie auf Unterstützung durch andere hoffen. Wie ich schon behauptet habe, sollte ein Verbot hier nicht wesentlich im Wege stehen.

          Natürlich werden manche das nicht organisieren können und werden leiden müssen. Aber wenn man Sterbehilfe organisiert möglich macht, dann werden sicherlich auch Leute umgebracht werden, gegen ihren eigentlichen Willen.
          Hier ist abzuwägen. Und ich würde sagen, bei allem, was mit Gesetzen zu tun hat, geht der Schutz der Unschuldigen vor!

          Ein Automatismus durch Sterbehilfe ist so gesehen also vergleichbar mit dem Aufweichen der Unschuldsvermutung.

          Interessant übrigens, dass in beiden Fällen ganz ähnliche oder auch gleiche Akteure sowohl das eine als auch das andere betreiben. Alleine das sollte einem zu denken geben.

        • „Du meinst, dass sie die Selbsttötung nicht mehr so gut alleine ausführen können, das mag tendenziell natürlich zutreffen. Dafür aber können sie auf Unterstützung durch andere hoffen. Wie ich schon behauptet habe, sollte ein Verbot hier nicht wesentlich im Wege stehen.“

          Womit Du Dir selbst widersprichst.
          Du schriebst oben: “Wenn schon was geschehen muss, dann kann es nur sein, jede Hilfe beim Suizid unter Strafe zu stellen.”

          Anyway. Ich hab zwei Fälle vor Augen, wenn ich mit dem Thema konfrontiert werde. Und dass beide Fälle aus den 70ern und 80ern stammen zeigt, wie wenig Politik und Justiz dieses Problem angehen wollen.

          Der eine Fall war der beschriebene von der krebskranken Frau, die vor laufender Kamera von Prof. Hackethal einen Giftbecher gereicht bekam und der andere hat wohl sogar Rechtsgeschichte geschrieben, ist hier
          https://de.wikipedia.org/wiki/Karen_Ann_Quinlan
          beschrieben.

          Dieses Unwohlsein bei der Thematik liegt also nicht nur bei mir.

        • @carnofis
          „Womit Du Dir selbst widersprichst.“

          Aber sicher! Und ganz bewusst!

          Jedes Gesetz muss in erster Linie so sein, dass die Unschuldigen geschützt werden!
          Und ich habe schon betont, dass wenn es umbedingt und überhaupt ein Gesetz geben muss, der beste Kompromiss eben so aussieht. Und ich habe auch betont, dass es das allerbeste wäre, es gäbe gar kein Gesetz, welches dies reglen soll.
          Bitte denke nochmal in Ruhe drüber nach!

    • „Das “Argument” ist in etwa so dämlich, wie jedem Berufstätigen grundsätzlich zu unterstellen, ein “Interesse” daran zu haben, einen Kunden zu haben“

      Jeder gewerblich Tätige hat ein vitales und unmittelbares Eigeninteresse daran, Kunden zu haben. Dies liegt im Wesenskern des Gewerbes ( auf Dauer und mit der Absicht zur Gewinnerzielung) begründet. Arbeiter und Angestellte haben ein mittelbares Interesse daran. Lediglich Beamten kann es egal sein, ob sie „Kunden“ haben oder nicht 😉

      Inwiefern ist also mein Argument „dämlich“?

      „Sehr beliebt z.B. um gegenüber Ärzten zu behaupten, sie hätten ein Interesse, dass der Patient krank bleibt (besonders blödsinnig angesichts von Fallpauschalen)“

      Privatpatienten (wo es keine Fallpauschalen gibt) kennen das Phänomen einer Überdiagnostik zur Auslastung der Apparate. Wieso denkst Du, sollten Ärzte gegen ihre eigenen Interessen handeln?

      „lässt das vielleicht eher einen tiefen Einblick in das Selbstverständnis dessen zu, der den Verdacht ausspricht?“

      Nein, ich gehe tatsächlich erstmal davon aus, dass jemand versucht seine Arbeit gut zu machen, sonst würde er ja etwas anderes machen.

      „Die Sterbehilfe durch Angehörige bleibt Straffrei“

      Genau. Ebenso die Sterbebegleitung durch Dritte ohne gewerbliche Eigeninteressen.

      • Okay, schlecht formuliert.
        Ich meinte eher: Gegen den Kunden zu arbeiten, um einen Kunden zu behalten.
        Und das ist tatsächlich dämlich, weil es oft danebengeht. Ein Kunde kommt dann wieder, wenn er Vertrrauen zum Dienstleistere hat. Bzw. kommt überhaupt nur dann, wenn er irgendwoher vertrauen hat.
        Sowas gilt auch für solche Unternehmungen. Wer da einen schlechten Ruf hat, wird gemieden.

      • @PM
        „Ebenso die Sterbebegleitung durch Dritte ohne gewerbliche Eigeninteressen.“

        Entspräche das nicht eher…
        …“der “öffentlichen Tötungsanstalt” aus dem Film “Soylent Green”.“ …
        als den „Kommerziellen“?

        Was spricht eigentlich gegen die Kommerziellen? Sind die schlechter als ein institutioneller Apparat?
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine wirklich besser als das andere ist.
        Aber ein Monopol könnte seine eigenen, systematischen Gefahren haben, oder nicht? Eben eine Soylent Green Fabrik zu werden.

        • Also ich sehe schon einen gewissen Unterschied zwischen einer öffentlichen Tötungsanstalt und einem Hospiz. Eigentlich sehe ich sogar einen gigantischen Unterschied.

          Gegen eine Kommerzialisierung spricht – auch abseits meiner persönlichen Wert- und Moralvorstellungen – der Umstand, dass nicht ohne Grund das Sterben und der Tod in hochentwickelten Gesellschaften tabuisiert ist.

          Um eine Entwicklungsdynamik zu haben, muss das gesellschaftliche Leitbild stark auf das „Streben nach einem besseren Leben“ hin ausgerichtet sein. Positive, lebensbejahende Zukunftsprojektionen, welche den einzelnen motivieren können. Nicht umsonst war nach der ersten Saturierung ab den 70er Jahren der Jugendlichkeitskult und der Oberflächen-Sexismus (ich nenne es gerne „Junge-Frauen-Fetischismus“) dominierende Leitbilder. Forever young and always good sex…

          Eine Kommerzialisierung der Sterbehilfe hat eine Enttabuisierung unmittelbar zur Folge.

          Wenn erst Sterbe-Firmen auf Internetplattformen nach Servicequalität und Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet werden können, Wettbewerb zwischen den Firmen mit Werbung, Sonderkonditionen („Entscheiden sie heute und sie bekommen 10% Nachlass“) und Kooperationen („Beim Plus-Paket ist ein Designer-Sarg von xy mit inbegriffen“) in das öffentliche Bewusstsein sickert, ist Ende Gelände.

        • @PM
          „einen gigantischen Unterschied“

          Glasklar, natürlich sollte das so sein. Aber wenn sich die Zeiten ändern? Bei der ganzen Menschenfeindlichkeit, die sich derzeit entwickelt, sollte man doch skeptisch sein, oder nicht?

          „Gegen eine Kommerzialisierung spricht … dass … das Sterben und der Tod .. tabuisiert ist.“

          Da komme ich nicht mit bei dem Argument, es erscheint mir sinnlos.
          So tabuisiert ist das mit dem Sterben/Tod doch längst nicht mehr, dafür haben doch nicht zuletzt die immer wieder losgetretenen Diskussionen um „Sterbehilfe“ gesorgt… Ich würde sogar sagen, dass Viel drum geredet wird, ich habe das häufig erlebt.

          „Jugendlichkeitskult“

          So etwas soll sich positiv auswirken? Ich habe ganz das ganz entgegengesetzt wahrgenommen, dieser Fetisch war neben der Verdrängung von Tod und Sterben auch die Ablehnung „der Alten“, der „Grufties“. Gab ja sogar regelrechte Hasskampagnen gegen Alte (sie würden „stinken“ etc), natürlich nur im Kleinformat. Alles mit dem Unterton, die würden ja kein Leben mehr führen.

          „in das öffentliche Bewusstsein sickert, ist Ende Gelände.“

          Ende des Abendlandes? Meine ich nicht. Ich würde eher von einer Ent-Tabuisierung ausgehen, die stattfinden könnte. Und das wird wohl nicht so geschmacklos verlaufen, wie du skizziert hast. Und sozial verträglicher wären die Bestattungskosten bestimmt auch…

          Wo wir es doch von klassischen Filmen hatten, dazu fällt mir noch Harry & Sally ein… Der zum Leichenwagen umgebaute Sportwagen …. 😀

  2. „Mit der Reduzierung des Sprachschatzes und die Beschränkung des Denkvorgangs auf eine Art Wiedererkennensmechanik von Grundsituationen mit Brachialkategorisierung (man sagt nicht mehr, warum man etwas für blöd hält, sondern verkündet das akkustische Signal, das mit der Situtation „Blödes gefunden” assoziiert ist, ohne das zu begründen oder zu überprüfen, und synchronisiert dadurch das Publikum mit sich selbst) geht natürlich eine unglaubliche Verblödung einher. Es findet letztlich kaum noch oder gar keine inhatliche Kommunikation mehr statt, auch kein Denkvorgang. Mir ist etwas Ähnliches vor Jahren mal auf einer Namibia-Reise aufgefallen, bei der die Frauen in der Reisegruppen (allerdings im Rentneralter) auch ständig belanglos aber unaufhörlich schnatterten, nicht um etwas zu sagen, sondern um sich ständig emotional zu synchronisieren, zu verschränken, und sich ständig zu vergewissern, dass die anderen genauso fühlen. Ganz schrecklich. Und so dämlich. Es geht überhaupt nicht mehr um irgendwelchen Informationsaustausch oder Neuigkeiten, sondern nur noch darum, sicherzustellen und zu prüfen, dass sich die Gruppe in einem einheitlichen Emotionalzustand befindet, oder zumindest den eigenen mitzuteilen. Es wird nicht mehr die Situation beschrieben, sondern signalisiert, wie man sich fühlt, weshalb man auch mit so wenigen Grunzlauten auskommt. “

    http://www.danisch.de/blog/2015/11/06/hieroglyphen-fur-analphabeten/

    Zugegeben, alles andere als wissenschaftlich vorgetragen von Danisch, aber die Quintessenz glaube ich versteht und erkennt so mancher vielleicht wieder.

    Etwas, dass ich schon seit einiger Zeit beobachte und mir die Lust nach Gesprächen mit neuen Bekanntschaften vermiest, vor allem bei Personen aus meiner, der jüngeren Generation (vom Geschlecht total abgesehen), beobachte ich das zuhauf, wohingegen ich dem Phänomen im Gespräch mit älteren Personen weitaus seltener begegne, da die Gespräche umso vertiefender und interessanter werden können (auch wieder total abgesehen vom Geschlecht).

    Woran es liegt? Keine Ahnung.

    • Der ist auch gut:

      „Hass (Deutsch)
      Im Gender-, Polit- und Journalismusumfeld einziger Universalbegriff für jede Form abweichender Meinung, gelegentlich auch unterlassene Zustimmung.“

      Der Vorwurf der „Verrohung“ der Sprache ist ein altbekanntes Phänomen.
      Mit mittlerweile hartem Kern: Unsere Schulen, sofern sie in der Hand von Ultralinken sind (SED, Schariapartei, Grünix), sollen immer weniger leisten, damit auch Behinderte, Debile, Gestörte und nicht zuletzt jeder Migrant möglichst hohe Abschlüsse eruzielen kann.

      Die Techniken dazu heißen:
      – Kompetenzorientierung (Wissen ist scheiße)
      – Inklusion (jeder soll Abi haben)
      – Gender-sex-Unterricht

      • @ Axel

        Da fällt mir gerade dieser Link hier zu ein:

        http://www.deutschlandfunk.de/wandel-im-schulsystem-auswirkung-erforschen-ist-ziemlich.680.de.html?dram:article_id=335400

        „Schulbildung in Deutschland ist Ländersache. Entsprechend viele Gesetzesreformen gab es in der Vergangenheit. Das Fatale: Klare Ergebnisse darüber, welche Reform sich positiv oder negativ auf die Bildung auswirkt, gibt es nicht, denn Forschern sei es verboten, Datensätze nach Bundesländern auszuwerten, erklärte der Sozialforscher Marcel Helbig im DLF.“

        Das muss man sich mal vorstellen: Es ist VERBOTEN, Daten mit Ergebnissen aus Leistungstests aller Art nach Bundesländern auszuwerten.

        In was für einem Land leben wir eigentlich?

        Und ich bin bestimmt nicht einer, der automatisch davon ausgeht, dass konservativ regierte Bundesländer alles richtig machen. Aber das bestimmte Forschungsfragen wie die nach den Bundesländern erst gar nicht gestellt werden DARF, das passt eher in eine Dikatur als in so ein Land wie Deutschland.

        • „Und ich bin bestimmt nicht einer, der automatisch davon ausgeht, dass konservativ regierte Bundesländer alles richtig machen. “

          – Also ich schon. Konservative, die nicht den Kotau vor den Linksextremisten machen,. mache keine Experimente, und das ist auch gut so. Nicht umsonst haben Bayern, Sachsen, BaWü und Thüringen die besten Schulsysteme (noch).

          Merke: Rotgründukelrote wollen die Standards soweit senken, auf daß ALLE Menschen gleich werden. Haben wir den Kommunismus in Staat und Wirtschaft nicht erreicht, machen wir das jetzt halt im Bildungswesen. Mit exakt denselben Ergebnissen: Zusammenbruch.

        • @ Axel

          „Merke: Rotgründukelrote wollen die Standards soweit senken, auf daß ALLE Menschen gleich werden. Haben wir den Kommunismus in Staat und Wirtschaft nicht erreicht, machen wir das jetzt halt im Bildungswesen. Mit exakt denselben Ergebnissen: Zusammenbruch.“

          Da ist viel Wahres dran. Allerdings haben typisch konservative Bildungskonzepte auch teils gravierende Nachteile. Schwarze Pädagogik ist eher im konservativen Milieu zu finden. Dass Bildung als Statussymbol missbraucht wird und der Reproduktion sozialer Schichten dient, auch. Überhaupt eine rücksichtslose, harte Haltung gegenüber Schülern und Studenten ist meiner Erfahrung nach eher im konservativen Bereich zu finden und genauso unnötig und destruktiv wie Konzepte aus dem linken Lager, die aus Bildung unbestritten in vielen Fällen eine Farce machen.

        • ät Matthias:

          „Dass Bildung als Statussymbol missbraucht wird und der Reproduktion sozialer Schichten dient, auch.“

          – Jaahahaaa, Matthias, was machen denn die linken Politiker mit ihren Kindern? Ich sage nur: Privatgymnasium, englisches Internat. Seinen eigenen Nachwuchs opfert KEIN Sozi-Grüner für die hehren Ideale.

          Die Geschichte hatte ich glaub ich mal erzählt: Rotgrüne Politker in Wiesbaden haben die Gesamtdeppenschule eingeführt. Ihre eigenen Kinder schickten sie aber lieber aus Gymnasium über die Rheinbrücke rüber nach Mainz.

          Merke: Sozialismus und Gleichheit für alle ja – aber für mich und meine Sippe bitte nicht!

        • @ Axel

          “ Jaahahaaa, Matthias, was machen denn die linken Politiker mit ihren Kindern? Ich sage nur: Privatgymnasium, englisches Internat. Seinen eigenen Nachwuchs opfert KEIN Sozi-Grüner für die hehren Ideale.“

          Das stimmt natürlich.

          „Die Geschichte hatte ich glaub ich mal erzählt: Rotgrüne Politker in Wiesbaden haben die Gesamtdeppenschule eingeführt. Ihre eigenen Kinder schickten sie aber lieber aus Gymnasium über die Rheinbrücke rüber nach Mainz.“

          Ja, sowas spricht für sich.

          „Merke: Sozialismus und Gleichheit für alle ja – aber für mich und meine Sippe bitte nicht!“

          Ja. Nur dennoch habe ich Statusdenken im Bezug auf Bildung immer vor allem in konservativen Kreisen erlebt.

        • „Ja. Nur dennoch habe ich Statusdenken im Bezug auf Bildung immer vor allem in konservativen Kreisen erlebt.“

          – Das ist doch bei allen Menschen so. Mit dem Unterschied, daß Konservative damit nicht vorm Berg halten; Linke hingegen faseln den ganzen Tag was von Gleichheit und blabla, weswegen sie aufpassen müssen, daß ihre tatsächlich egoistische Neigung nicht zu offensichtlich wird.

          Nimm mal die Clintons: Die sind Multimillionäre und haben immer mal wieder kleine Wirtschaftsskandale produziert.
          Ist es bekannt, wie stinkreich die Familie ist? Nö.

        • Da sind mit Sicherheit nicht nur linke Pädagogen dran schuld. Die Verfügbarkeit von immer mehr audioviseullen medien dürfte auch ihren Teil dazu beigetragen haben. Es liest ja kaum noch jemand, alles sind ständig mit ihrem Handy beschäftigt, sehen Filme oder spielen irgendwelche Computerspiele; logisch, dass der Wortschatz da verkümmert.

          Als ich zur Schule ging (zunächst auf eine Realschule, bin dann später gewechselt und habe Abi gemacht) lasen alle, und wenn es nur die Bravo (Mädchen) war oder Perry Rhodan-Hefte (Jungs). Lesen ist immer eine geistige Leistung, auch wenn es nur Triviales ist. Es muss Sprache in Vorstellung umgesetzt werde, das ist etwas ganz anderes, als passives Zuschauen oder Reagieren auf Signale.

        • ät Mocho:

          „Es liest ja kaum noch jemand, alles sind ständig mit ihrem Handy beschäftigt, sehen Filme oder spielen irgendwelche Computerspiele; logisch, dass der Wortschatz da verkümmert.“

          – Die Technologie setzt zu Höhenflügen an, und die Menschen werden gleichzeitig dööfer. Ein klassisches Paradoxon.

          Klingt aber ehrlich gesagt nach Lehrer-Theorie, die ich auch zu hören bekam.
          Lesen Kinder wirklich weniger? In der „Bravo“ war auch nicht unbedingt Hochgeistiges zu lesen. Mit 500 Wörtern im passiven Wortschatz weitgehend zu stemmen.

        • Das Bildungsniveau und die Grundkompetenzen, Lesekompetenz, Informationen filtern, Analysieren usw. auch mathematische Fähigkeiten, Rechtschreibung alles schlechter geworden.

        • @Ata: Ja, den Beton-Clip kenn ich! Geil! XD

          Bin da auch gespalten: auf der einen Seite verheißt natürlich die Kombination „stark+doof“ nix Gutes, auf der anderen Seite:

          Wenn die Jungs mit ihrem BB Agressionen und Frust abbauen können sowie darüber auch an Anerkennung und Fickificki gelangen, ist das das Schlechteste nicht. Ich gönne es ihnen, sie haben sich ja nicht ausgesucht, was die Intiligenz angeht, in der Genlotterie leer ausgegangen zu sein, da ist ein gewisser Asgleich nur fair!

          Umso geringer evtl. zudem die Chancen, dass sie Frust aufbauen und den dann an irgendwelchen Nerd-Kartoffeln in Form von Kopftreten etc. auslassen, wobei ich

          1) natürlich auch bei diesen Kollegen nicht sagen kann, ob sie das nicht trotzdem tun

          2) selbstverständlich keinesfalls die Gewaltaten der Daniel-S.- und Johnny-K.-Mörder und Co. entschuldigen und/oder verharmlosen möchte!

        • ich finde das auch gut, sie haben etwas gefunden, was sie motiviert und beschäftigt.
          Ich wollte sie nur als Beispiel nehmen, für das was mojo meinte…naja vermutlich sind sie sonst eher nicht so interessiert und allgemein oder überhaupt gebildet.
          Auch wenn ich nichtmal sagen kann, dass ich sie total unsympathisch finde. Dieser Beton wirkt sogar ziemlich kindlich/lieb, auch wenn er einen Maulkorb beim Training braucht^^. Aber die Entwicklung von E-Autos vorantreiben oder eine Antwort auf multiresistente Keime finden werden sie wohl nicht.

        • ät Atacama:

          Findest Du Onur alias „Beton“ sexy?

          ät R-Män:

          Wenn die sich im Studio auspowern, ist das ja gut. Aber meinst Du, es bleibt dabei? Solche Mucki-Fanatiker nehmen hohe Dosen Testosteron. Denen möchte ich nicht im Dunkeln begegnen.

        • außerdem ist es für mich ein Symptom für meine Beobachtung, dass „Körperlichkeit“ bei Männern wichtiger wird. Das Posieren, Körperkult Pflegen usw. und auch als Mann auf „Schönheit“ (oder das was man dafür hält) zu achten. Die sind zumindest deutlich eitler als alle Frauen, die ich so kenne. Ich kenne keine, die über 8000 Selfies von sich selbst hat und ständig am Knipsen ist^^

          Außerdem bin ich ziemlich sicher, dass sie stoffen.

        • „Findest Du Onur alias “Beton” sexy?“

          Nein, aber niedlich. Auf eine kindliche Art.

          „ät R-Män:

          Wenn die sich im Studio auspowern, ist das ja gut. Aber meinst Du, es bleibt dabei? Solche Mucki-Fanatiker nehmen hohe Dosen Testosteron. Denen möchte ich nicht im Dunkeln begegnen.““

          Ja, vermutlich. Aber zumindest bei den beiden älteren die ganz am Anfang gezeigt wurden, denke ich, dass die langsam in einem Alter sind wo sie vielleicht intervenierend eingreifen können. Das sind zwei ehemalige Rapper, von denen ich auch mal einiges gehört habe. Natürlich der typische „Wir sind die härtesten und unser Leben ist das härteste“ Rap, aber die beiden sind mit dem Gesetz bisher nicht odr kaum in Konflikt geraten, zumindest hört man nichts, allerdings sitzt ihr Bruder im Knast.
          Außerdem sind das woh eher „Discopumper“, die eben einen gewissen Körperkult pflegen und weniger „Kämpfer“, zumindest trainieren sie entsprechend.

        • Außerdem haben die alle rasierte Brust, rasierte Beine, rasierte Arme, alles rasiert. Und wahrscheinlich nix mehr in der Hose wegen Steroiden. Noch dazu mag ich diesen Extremfitnesskörper nicht (auch wenn ich die Leistung dahinter anerkenne). Adipös auch nicht, aber ich find das hier nicht mehr schön. Es sieht dann irgendwie nur noch aus wie in „Körperwelten“.

          https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xpa1/v/t1.0-9/12189672_1677403755827873_868799364294293701_n.jpg?oh=709a34b1a9ccae0c94fed17b84cb28a2&oe=56B67132

          Außerdem lese ich gerade auf seiner Facebookseite dass er sich einen Malinois gekauft hat, einen Welpen. /facepalm.

          https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xap1/v/t1.0-9/12108957_1669932836574965_8030419598247734306_n.jpg?oh=86372f929e1e2f825c50bf9b3391bb25&oe=56F1523F

          Und hier hat er ein stolzes Video gepostet, „wie die werden wenn die ausgewachsen sind“

          Wenn ich jedes Mal 5 Euro kriegen würde, wenn ich einen Mann sehe, der sich wegen großer Rosinen in seinem Kopf einen Hund zu „Repräsentationszwecken“ zulegt mit dem er gar nicht fertig wird, hätte ich jetzt bestimmt 100 Euro. Aber vielleicht geht er ja in ne gute Hundeschule.

          Und dazwischen dann hyper tiefgründige Weisheiten, die er wahrscheinlich in seinem Zen Kloster im Himalaya erlangt hat so wie „To be rich, is not what you have in your bank account, but what you have in your heart.“

          Aber gute Arsch
          https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xfl1/v/t1.0-9/1461133_1522814841286766_3618440964448346617_n.jpg?oh=d49ee793b0887eea9f217593eacad948&oe=56B5D6FE

        • „Das Bildungsniveau und die Grundkompetenzen, Lesekompetenz, Informationen filtern, Analysieren usw. auch mathematische Fähigkeiten, Rechtschreibung alles schlechter geworden.“

          Also dafür hast Du nun wahrlich ein schlechtes Beispiel geliefert.
          Wer die Speisekarte lesen, die dahinter liegenden Informationen filtern und analysieren kann, der braucht ein extrem hohes Bildungsniveau.
          Und er muss ein hohes Gottvertrauen in die Kochkünste der Pizzeria haben, denn wenn die genauso kreativ kochen, wie schreiben … 😀

    • @Slavo

      „Etwas, dass ich schon seit einiger Zeit beobachte und mir die Lust nach Gesprächen mit neuen Bekanntschaften vermiest, vor allem bei Personen aus meiner, der jüngeren Generation (vom Geschlecht total abgesehen), beobachte ich das zuhauf, wohingegen ich dem Phänomen im Gespräch mit älteren Personen weitaus seltener begegne, da die Gespräche umso vertiefender und interessanter werden können (auch wieder total abgesehen vom Geschlecht). “

      Empfinde ich auch so.

  3. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder öffentlich Feminismus & Genderei kritisieren, solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.freiewelt.net/blog/die-eu-will-kritik-am-feminismus-verbieten-10011488/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal zum ***GENDER GAGA DER WOCHE***:

    Axel war Undercover als Biologe auf einer Veranstaltung bei den Autoanzünd… (hihi) ähm den Gendersens (Hintergrund: https://demofueralle.wordpress.com/2015/11/02/brandanschlag-auf-beverfoerde-firmengebaeude-geschaeftsadresse-von-demo-fuer-alle/). Hier sein Erfahrungsbericht – Viel Spaß!

    „Innenansichten eines Uni-Genderkurses

    An meiner örtlichen Hochschule wird für „Dozierende“ ein Kurs angeboten, in dem man orwellsche Gendersprache fürs Seminar lernen soll. Hab ich mich als Spion doch gleich mal angemeldet.

    Ging erstaunlich früh los: Schon um 9. Im Seminarraum gibt es Bio-Knabbereien und Kaffee (wahrscheinlich auch Bio). Aber nicht vegan.
    Außer mir sind nur sechs Teilnehmer da, ausnahmslos Geistes- und Sozialwissenschaftler.. Wer hätte das gedacht. Alle maximal dreißig, ich bin mit Abstand der älteste. Die Seminarleiterin ist auch ungefähr dreißig, hat ausladende Kurven und trägt ein recht enges Kleid, das die Kurven nicht verbirgt. Na gut, denke ich, die Wizo ist ja auch immer angemalt wie ein Clown. Frauen dürfen alles, auch geschlechtstypische Rollenmodelle reproduzieren.

    Unter den sechsen ist nur ein weiterer Mann mit kurzen Haaren; die Frauen haben bis auf eine alle lange Haare und sind weiblich gekleidet. Außer der Kurzhaarigen scheint keine lesbisch zu sein.

    Zu Beginn des Seminars geht es ums „Doing Gender“, also darum, wie Geschlecht sozial konstruiert wird, weil natürlich ist das ja alles nicht.
    Wir sollen wie in der Selbsthilfegruppe auf Kärtchen unsere Erlebnisse zur „Genderdynamik“ in der Lehre schreiben, die dann wie im Kindergarten an eine Wand geheftet werden, Dann sprechen wir drüber. Eine Soziologie-Doktorandin, offenbar stramm links und merkwürdig zittrig, erzählt, dass in ihren Seminaren die Männer sich wesentlich häufiger melden und so die Veranstaltung dominieren. In den schriftlichen Arbeiten seien sie aber auch nicht besser als die Frauen.
    Die Soziologin meint, dass Männer mehr an soziologischer Theorie interessiert seien, was wir vom Genossen Leszek kennen (Zitier-Monster).

    Die jüngste in der Gruppe ist eine superschnuckelige Blondine, die aussieht, als sei sie gerade bei Mami und Papi ausgezogen, was wahrscheinlich auch der Fall ist. Sie studiert u.a. Physik auf Lehramt und beklagt sich darüber, dass die Leute stets erstaunt sind, wenn sie das erzählt. Lustigerweise bezeichnet sie sich stets selbst als „Mädchen“, die Männer nur manchmal als „Jungs“. Sie berichtet, dass die Männer in ihrem Studium mehr an konkreten Sachen interessiert seien, die Frauen eher allgemein am Fach. Einen Artikel über das Hubble-Teleskop zB fand sie uninteressant, meinte sie.
    Aha, dachte ich. Wenn man also am Fach interessiert ist, nicht aber an den konkreten Objekten, was macht man dann? Lösung: na Stoff vermitteln, als Lehrerin. Frauentypisch.

    Hab ich aber nicht gesagt, sondern stattdessen den ultralinken Genderfanatiker gegeben. Als ich dran war mit meinen Kärtchen, hab ich gleich mal zwei Granaten gezündet: Ich habe von einer arabischen Studierix erzählt, die immer im Kopftuch rumrannte, weil sie das von den Sexisten in ihrer Heimat so eingetrichtert bekam.
    Das löste natürlich sofort den antirassistischen Reflex der Mädels aus, die mich belehrten, dass ich da meine Vorurteile beachten müsse und diese Muslimin bestimmt superselbstbewußt sei und deswegen ihr Kopftuch trägt. Hihi, genau.

    Danach habe ich kleiner Teufel eine Geschichte von zwei Biotech-Student*innen erzählt, die im Praktikum zu faul zum Arbeiten waren und sie daher an ihren Kommilitonen abgaben.
    Das ging natürlich gar nicht, weil Frauen nie faul sind und sie einfach nur Opfer des patriarchalischen Geschlechtsrollenbildes seien. Darüber solle ich einmal nachdenken. Selbstreflexion, Thomas! (mein nom de révolution)

    Die Seminarleiterin blieb erstaunlich gelassen, und argumentierte „sachlich“. Eine der geschickteren offensichtlich. Die Teilnehmer*Innen hingegen zeigten deutlich mehr Unmut.
    Ich hab dann noch ein bisschen „aus dem Nähkästchen“ geplaudert, wie schlimm doch die biologistischen Naturwissenschaftler seien, die mich als Genderfuzzi immer auslachten und so überhaupt nicht überzeugen ließen.
    Aber die Seminarleiterin gab mir interessante Tipps, wie ich da vorgehen könne. Der wichtigste: Nicht übertreiben! Wenn man den Leuten in den MINT-Fächern Befehle gäbe, wie sie zu sprechen hätten, erzeugte das nur Haß (ach nee, wer hätte das gedacht). Deswegen behutsam vorgehen, selbst Texte gendern und zunächst nur die weichgespülten Formen wie „Studierende“ verwenden. Wenn das sitzt, kann dann auch die „Studierx“ und der „ComputA“ kommen. Na siehste. So geht das.

    Habe dann, ganz perfide, evolutionspsychologische Kritik an der Reinen Lehre eingeflochten, indem ich behauptete, dass man sie mir als Gläubigem so vorgehalten hätte. Beispiel: Man solle „hegemoniale Machtstrukturen“ in Seminaren aufbrechen, indem man auch Literatur von Frauen anmahne (so wie bei Münklerwatch).
    Mein Einwand, dass mir Leute gesagt hätten., dass die Gendersens ja mittlerweile selbst Macht hätten, wurde mit „Scheinargumentation“ pauschal abgetan. Ich glaubte zu spüren, dass einige nun den Braten gerochen hatten, was ich wirklich für einer bin. Kann auch sein, dass sie mich als „linksradikalen Fanatiker“ nicht ausstehen konnten, hehe.

    Die Seminarleiterin schnallte allerdings offensichtlich nix. Gut, sie erzählte uns, dass sie schon in ihrer Diplomarbeit (Soziologie oder son Schrott) über ein Genderthema geschrieben hatte. Und wer so etwas tut, kann weder besonders leistungsbereit noch besonders helle sein. Da wundert es nicht, dass sie meine dick aufgetragene Schauspielerei nicht durchschaut hat.

    Die Gute ist übrigens „wissenschaftliche MitarbeiteriX“, mutmaßlich mit voller Stelle. Heißt, ca. 3.500 Euro brutto. Sie macht ihrer Erzählung nach auch irgendwelche Karriereberatungen, am liebsten aber wohl Gender. Typischer Schmarotzerjob also. Ihre Chefin ist nach dem Hörensagen promovierte Chemikerin. Wieso die so etwas durchgehen lässt, ist mir ein Rätsel. Aber welche Chemikerin arbeitet schon als „Dozierenden“-Beraterin? Na, eine, die gern rumpropagandiert.

    Die SeminarleiteriX jedenfalls war erschreckend durchideologisiert. Sie hat zwanghaft jede Personenbezeichnung gegendert und die üblichen Klagen über Sexismus bzw. geschlechtstypische Prägung runtergeleiert. Männerfeindlich schien sie kein bisschen zu sein, was ich auf ihre offensichtliche Heterosexualität zurückführe.
    Zum Schluß gab´s noch einen orwellschen Sprachführer mit dem Scheiß von Professix von der Humbug-Uni.
    Danach brummte mir der Schädel von der Genderleier und ich bin erst mal in die Frühvorstellung vom neuen James Bond gegangen, wo ganz konservativ klassische Geschlechterrollen reproduziert wurden. Das tat gut. Obwohl der Streifen insgesamt nicht zu empfehlen ist.“

    Nun wieder das Übliche:

    Die hier

    http://www.antifeminismus.ch/

    haben offensichtlich den Laden dicht gemacht. Kein Wunder, kam ja die letzte Zeit auch nichts mehr.

    Pelzblog:

    http://www.pelzblog.de/2015/11/die-afd-und-ihr-demokratiefeindlicher-gegner/

    Schoppe:

    http://man-tau.com/2015/11/02/kriegserklarungen-und-bankrotterklarungen/

    Cuncti:

    http://cuncti.net/geschlechterdebatte/891-angriffsziel-gender-studies-verfehlt

    Nicht-Feminist:

    http://nicht-feminist.de/2015/11/buch-gunnar-kunz-unberuehrbar-beschneidung-ein-interview/

    http://nicht-feminist.de/2015/11/jan-deichmohle-feminismus-ungleichgewicht-und-ungleichheit/

    http://nicht-feminist.de/2015/11/clip-englischthis-feministen-beuten-kinder-fuer-ihre-ideologie-aus/

    http://nicht-feminist.de/2015/11/birgit-kelle-verfuegung-gegen-sachverstaendige-anne-aufkreisch-wizorek/

    …und der Surftipp des Tages:

    http://www.birgit-kelle.de/

    Ein weiterer Überblick auf aktuelle Artikel der feminismuskritischen Szene:

    http://nicht-feminist.de/2015/11/jawos-links-am-mittwoch-kw-4445-in-2015/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Das hier

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/31/ubersicht-evolution-evolutionare-psychologie-und-partnerwahl/

    ist ein guter Überblick über die Theman hier bei Allesevolution. Wer richtig professionell mit „biologistischen“ Argumenten „trollen“ will, dem sei dieser Überblick sehr empfohlen, gerade auch Autoren & Journalisten.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Seepferdchen, umgekehrte Geschlechterrollen

    Und hier wirft das Männchen:

    Komisch, wie die Femis/Gendersens darauf kommen, die Biologie würde „stereotype Geschlechterrollen“ stärken. Umgekehrte Geschlechterrollen kommen in diesbezüglicher biologischer Literatur doch vor.

    • ät Matthias:

      Ist gar nicht sooo lang geworden, oder? Hätte gedacht, daß das den halben Platz des Tagesthemas einnehmen würde.

      Ja, die Seepferdle… da müssen wir hin! Im Ernst: Die Gendas sind ja, wie in meiner Spionageaktion beschrieben, alles eher mäßig intelligente und an den Dingen weitgehend desinteressierte Halb- und Antiwissenschaftler.

      Das Tierreich und die Natur des Menschen interessiert sie nicht, und kapieren tun sie es erst recht nicht. Die denken rein „gesellschaftlich“, also rein auf Ebene des Menschen (ohne die notwendigen Grundlagen).
      Unter „Biologie“ verstehen die daher „Nationalsozialismus“ o.ä.

      • @ Axel

        „Ist gar nicht sooo lang geworden, oder? Hätte gedacht, daß das den halben Platz des Tagesthemas einnehmen würde.“

        Nee, so lang war es ja nicht. Hatte ich auch nicht mit gerechnet, dass es sooooo viel Platz wegnehmen würde.

        „Ja, die Seepferdle… da müssen wir hin!“

        Die sind halt ein gutes Beispiel dafür, dass die biologische Sichtweise auf Geschlecht und Geschlechterrollen eben nicht eine einseitige Propaganda sind, sondern das man die Wahrheit so beschreibt, wie sie ist.

        Klar: Femis & Gendersens stoßen sich bestimmt nicht an den Seepferdchen, sondern an der Hirschbrunft.

        „Im Ernst: Die Gendas sind ja, wie in meiner Spionageaktion beschrieben, alles eher mäßig intelligente und an den Dingen weitgehend desinteressierte Halb- und Antiwissenschaftler.“

        Das wird überwiegend so sein.

        „Das Tierreich und die Natur des Menschen interessiert sie nicht, und kapieren tun sie es erst recht nicht.“

        Ja, aber andere Menschen können durch die Beschäftigung mit der Natur immun werden gegen solche Spinnereien wie die Genderideologie.

        „Die denken rein “gesellschaftlich”, also rein auf Ebene des Menschen (ohne die notwendigen Grundlagen).“

        Tja, das ist der große Fehler solcher Leute.

        „Unter “Biologie” verstehen die daher “Nationalsozialismus” o.ä.“

        Was eine unglaubliche Plattheit ist, aber so denken einige wohl wirklich.

        • „Klar: Femis & Gendersens stoßen sich bestimmt nicht an den Seepferdchen, sondern an der Hirschbrunft.“

          – Ach stimmt ja. Wobei das wahrscheinlich eine „Notsituation“ war, weil die Sozial“wissenschaftlerinnen“ einfach nicht wußten, was sie sonst gendermäßig schreiben sollten.

    • Seepferdchen sind irgendwie ästhetisch.

      Weiß gar nicht ob ich das schon mal gepostet habe.

      Ein Sugar Glider putzt oder masturbiert seine zwei Penisse. Die Weibchen haben zwei Uteri.

      Und ein Weibchen gebiert zwei Junge. Die kommen wie Kängurus als Embryo auf die Welt.

      Die Jungen in späterem Entwicklungsstand im Beutel

      Auch eine interessante Art der Fortpflanzung.

  4. „Das Klima wird vergiftet“

    Neulich brannten die Autos der AfD-Politkerin Beatrix von Storch und der „Demo-für-alle“-Organisatorin Hedwig von Beverfoerde.

    Wahrscheinlicher Anlaß ist das mit öffentlichen Mitteln finanzierte Theaterstück „Fear“ in Berlin, wo alle „rechten“ Frauen wie Birgit Kelle und den beiden Obengenannten als zu bekämpfende Neonazis, Rassisten etc. gestempelt werden.

    Die Augen der Porträtfotos wurden ausgestochen; und Adressen wurden teils genannt. Öffentlich!

    Was habt Ihr in den Hauptmedien darüber gesehen/gehört? Nix? Ist ja auch so.
    Daher der Ausdruck „Lügenpresse“.

    https://jungefreiheit.de/debatte/streiflicht/2015/das-klima-wird-vergiftet/#comment-391906

    • Ja schlimm. Kultur zerstörend.

      Es kommt aus der regressiven Dekadenzlinken. Bigotterie und Scheinheiligkeit, die sich für “progressiv“ hält. Und eigentlich nur Opfer-Sündenbock Agitpop mit entsprechend vergiftenden Narrativen produziert.

      (Crowder und Rubin – der ist übrigens Gay – untterhalten sich auch darüber)

  5. http://www.bento.de/queer/bin-ich-schwul-wenn-ich-tweets-anderer-maenner-herze-fragen-aus-dem-patriarchat-101984/

    „“Bin ich schwul, wenn ich Tweets anderer Männer herze?“

    Und zu der Diskussion über Intelligenz oder nicht Intelligenz bei Frauen

    http://www.telegraph.co.uk/men/thinking-man/11945184/Men-feel-threatened-by-intelligent-women.html

    „Men formed favorable impressions and showed greater interest in women who displayed more (versus less) intelligence than themselves,“ the study authors wrote.

    However, the trend was reversed in the second part of the test, where the men were given an intelligence test and then informed that they were about to actually meet a woman who had either performed better or worse than them on the same test.

    In this scenario, the researchers noted that the men who had been told they were about to meet a more intelligent woman „distanced themselves more from her, tended to rate her as less attractive, and showed less desire to exchange contact information or plan a date with her.“

    • …Männer fühlen sich durch damselnde feministing Bitches bedroht.

      Eine wirklich intelligente Frau ist dagegen eine Erholung. Und Intelligenz schließt auch Verantwortung ein. Leider immer seltener.

        • Ich denke auch, dass die Ursache wohl eher in einer Voreingenommenheit, als in wirklicher Ablehnung zu suchen ist.

          Ich hab viel mit Frauen in Forschung und Entwicklung zu tun gehabt, besonders Promovierende und PostDocs – jede mir wahrscheinlich in Intelligenz weit überlegen. Und die waren mir die angenehmsten Zeitgenossen, um meine Freizeit zu verbringen.

          Die oben beschriebene Studie bietet wahrscheinlich nur ne Momentaufnahme und fixiert sie als immerwährend. Es wäre aber interessanter, ob die Ablehnung blieb, oder in der Kennenlernphase verschwand.

  6. Ich recherchiere seit längerem, soweit die Zeit erlaubt, über die Gender Studies. In der einschlägigen Presse werden die ja seit Monaten positiv dargestellt. Vom Umfang her besonders bemerkenswert ist die Serie „Gender in der Forschung“ im Tagesspiegel, mittlerweile 8 Folgen.

    Dabei ist mir immer wieder negativ aufgefallen, wie oft und intensiv mit unklaren Begriffen wie Gender, Geschlecht, Rolle etc. getrickst und mit oft gut versteckten Begriffsverschiebungen gearbeitet wird. Ich halte das nicht für einen Zufall, sondern für eine bewußte Vernebelungstaktik bzw. das schon oft monierte feministische Doublespeak. Letztlich sabotiert man so sachorientierte Debatten. Anfänger und auch viele Fortgeschrittene fallen immer wieder auf die Tricks herein, und viele Diskussionen kommen mir sinnlos vor, weil man mit „Gender“ oft diametral entgegengesetzte Definitionen verbindet.

    In dem Zusammenhang habe ich jetzt versucht, den Begriffskrieg rund um die Begriffe Geschlecht und Gender in einer neuen Seite Kampfbegriff „Gender“ auf die wichtigsten Punkte konzentriert darzustellen. Wie üblich mit dem Leitgedanken, was müßte ein Anfänger lernen, damit er sich in den Debatten nicht mehr über den Tisch ziehen läßt. Dummerweise sind es ca. 15 Seiten Text geworden, liest wahrscheinlich keiner. Leider kommt man fast unausweichlich auf den Sozialkonstruktivismus zu sprechen, und damit macht man ein Faß ohne Boden auf.

    Jedenfalls wäre ich an Kommentaren interessiert,

    * ob so ein Glossar bzw. Leitfaden zum Erkennen typischer Täuschungsmanöver überhaupt sinnvoll ist

    * was man aus dem bisherigen Text ggf. weglassen sollte, damit er kürzer wird oder ob irgendetwas wichtiges fehlt

    * welche anderen Einführungen / Glossare / sonstige Texte zitiert werden sollten.

    • Ach DAS hatte ich auch diese Woche gelesen. Hatte ich ganz vergessen.

      Ja, klar, wenn die keine argumente mehr haben, dämonisieren sie den Andersdenkenden.

      Nächstes Jahr wird noch manche Galle von denen überschäumen. Und Prof. Kutschera kann aufpassen, dass sie seine Kutsche nicht anzünden.

        • was hast du denn an ihm auszusetzen, ät Adrian? ich nehme an, dass er zum ausdruck brachte, dass er homo- und heterosexualität nicht für völlig gleichwertig oder gleichberechtigt hält, oder?

          wie verhalten sich eigentlich pädo-, geronto-, nekro-, a-, zoo- und was weiß ich für sexuelle dazu? alle gleichwertig und gleichberechtigt, nehm ich mal an, da es die allgemeine gleichberechtigung gebietet? aber so argumentierst du nicht, denn es führt offensichtlich zu einem widerspruch und beweist – tertium non datur – dass das gegenteil, nämlich dass sich aus der allgemeinen gleichberechtigung aller menschen, eben NICHT die gleichwertigkeit aller sexuellen orientierungen ableiten lässt.

        • @albert
          „nämlich dass sich aus der allgemeinen gleichberechtigung aller menschen, eben NICHT die gleichwertigkeit aller sexuellen orientierungen ableiten lässt.“

          Das ist eine politische Frage und gar keine biologische. Seltsamerweise macht der Biologe Kutschera hier aber ganz demonstrativ ein politisches Fass auf. Und nur in Bezug auf die männliche Homosexualität. Und vertritt Standpunkte, die konträr seiner Meinung laufen, die er als Biologe haben *müsste*.

          Wenn man diese Meinung Kutscheras teilt, dann übersieht man freilich gerne, dass er als Biologe spricht und fühlt sich in irgendwelchen Glaubensfragen bestärkt. Und dies sollte Kutschera als Biologe niemals tun, selbst wenn es seine eigentliche Meinung ist.

          Und das ist ein unmögliches Verhalten, vor allem weil er den konsequenten Standpunkt, den er einnehmen müsste, an gender verrät.

          Aber das machen ja alle Konservativen so, die sich damit als die stillen Förderer von gender erweisen. Sind ja im Prinzip die gleiche Art von Wertvorstellungen, die beide Seiten vertreten.

        • „Das ist nur Deine subjektive Meinung, kein objektiver Fakt.“

          den ich allerdings, mittels reduktio ad absurdum, objektiv begründet habe. Du hast es ja tunlichst vermieden auf mein argument einzugehen, @adrian. Was gefällt dir an der begründung denn nicht? Hast du sachliche argumente oder ist es eher ein persönliches ungutes gefühl, das dich umtreibt?

        • hier ist das argument:

          „wie verhalten sich eigentlich pädo-, geronto-, nekro-, a-, zoo- und was weiß ich für sexuelle dazu? alle gleichwertig und gleichberechtigt, nehm ich mal an, da es die allgemeine gleichberechtigung gebietet? aber so argumentierst du nicht, denn es führt offensichtlich zu einem widerspruch …“

          ich finde es gut, dass du nachfragst, @adrian, wenn du etwas nicht verstehen willst 😉

        • „hier ist das argument:
          “wie verhalten sich eigentlich pädo-, geronto-, nekro-, a-, zoo- und was weiß ich für sexuelle dazu?“

          Das ist kein Argument, sondern eine Frage.

          „aber so argumentierst du nicht, denn es führt offensichtlich zu einem widerspruch …”

          Das kommt darauf an, wie der persönliche Wertmaßstab und die eigene Ethik ist.

        • Ja, das nennt man reduktion ad absurdum. Man nimmt an, dass etwas wahr wäre und zeigt dann da es zu einem widerspruch führt, @adrian. Daran ist nichts subjektives. Nun könnte man das ganze ohne frage formulieren, aber die mühe spar ich mir, denn mehr als zickige bemerkungen sind zu diesem thema von dir ja nicht zu erwarten. Eigentlich schade.

        • Du hast nun immer noch nicht erklärt, warum Sexualitäten objektiv ungleichwertig sind.

          Warum sind Heterosexualität und Homosexualität denn nicht gleichwertig?

        • Muss ich auch nicht, @adrian, ich habe lediglich dargelegt, dass man dies nicht mit gleichberechtigung begründen kann. Hast du denn außer der gleichberechtigung ein argument für die gleichwertigkeit von homo- und heterosexualität?

        • „Muss ich auch nicht, @adrian, ich habe lediglich dargelegt, dass man dies nicht mit gleichberechtigung begründen kann. Hast du denn außer der gleichberechtigung ein argument für die gleichwertigkeit von homo- und heterosexualität?“

          Es ist scheiss egal, ob man das subjektiv gleich oder gleichwertig findet, es sollte vor dem Gesetz so sein, das Gesetz sollte Gleichbehandlung anstreben.

          Und ich finde, dass es „gleichwertig ist, weil es dasselbe ist wie bei heteros (jetzt bitte keine Erklärungen über CSDs und Dark Rooms was es bei „uns“ nicht so gibt), bloß dass die Zusammensetzung des Paares anders ist. Wenn Ich Männer begehre und es ok ist, mit Männern zu schafen, dann muss es für einen Mann auch ok sein (mMn) und vice versa. Und weil es einfach nur wie Heterosexualität nur in anderer Zusammensetzung ist, verbietet sich aus meinr Sicht auch jeder Vergleich mit irgendwelchen Fetischen, Pädosexualität, Leichenschändung o.ä.
          Wenn es nicht schlimm oder pervers ist, dass Frauen auf Männer stehen, ist es auch nicht schlimm oder pervers, wenn Männer das tun. Und wenn es ok ist, dass Männer auf Frauen stehen, dann ist es auch ok, wenn Frauen auf Frauen stehen.

        • @adrian, dein letzter kommentar ist wieder ein schlimmer zicken-rückfall. Da warst du schon weiter.

          Ja, gleichberechtigung, also gleichheit vor dem gesetz ist geboten, aber daraus folgt eben nicht wie dargelegt eine gleichwertigkeit. Es wäre ja auch irre, wenn man aus der gleichberechtigung aller die gleichwertigkeit aller ableiten könnte, denn die gibt es ganz offensichtlich nicht. Deshalb kann man als gesetzgeber sehr wohl eine bestimmte gruppe, sprich die heterosexuellen, privilegieren indem er ihnen schutz angedeihen lässt.

        • „a, gleichberechtigung, also gleichheit vor dem gesetz ist geboten, aber daraus folgt eben nicht wie dargelegt eine gleichwertigkeit. “

          Und wie soll eine „ungleichwertigkeit“ in Gesetzesform gegossen werden? Wieso ist es wichtig, das explizit zu erwähnen? Und wieso ist überhaupt eine Ungleichwertigkeit vorhanden? Nur weil die nicht miteiannder Kinder machen können biologisch?

          „Deshalb kann man als gesetzgeber sehr wohl eine bestimmte gruppe, sprich die heterosexuellen, privilegieren indem er ihnen schutz angedeihen lässt.“

          klar, Schutz hätte doch jeder gerne- Ich möchte als heterosexuelle aber nicht „vor“ homosexuellen geschützt werden, auch nicht durch gesetzliche Privilegierung. Weil ich durch Homosexuelle und Homosexualität nicht in meiner sexuellen oder sonstigen Identität bedroht werde und auch keinen Familienschutz darin erkennen kann.
          Ich möchte auch nicht wegen meiner sexuellen Identität zum Erhalt von Privilegien oder zur Benachteiliging gegenüber anderen (einvernehmlichen und auf Erwachsene ausgerichteten) Identitäten verpflichtet sein.

        • @ Adrian

          „Obwohl Kutschera ja nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei ist.“

          Ich hab mir von ihm noch kein umfassendes Bild machen können. Ich halte es auch nicht für hilfreich, dass er von „Homoerotik“ statt „Homosexualität“ spricht.

          Aber gut, dass sich so einer überhaupt mal zur Genderideologie äußert, das ist viel wert.

          Es bleibt abzuwarten, was er noch von sich geben wird, vor allem in seinem Buch dann.

        • @albert,
          deine Suggestivfrage war keine Reduktion, sondern ein Aufblasen. Ins Absurde, ja. Aber eine ausufernde Absurdität, die du künstlich herbeigeführt hast, das war nicht so vorgegeben oder so angelegt.

          „gleichberechtigung, also gleichheit vor dem gesetz ist geboten, aber daraus folgt eben nicht wie dargelegt eine gleichwertigkeit.“

          Das sind deine ganz eigenen Werturteile, die andere nicht unbedingt teilen müssen. Offensichtlich kannst du keine Gleichwertigkeit homosexueller Ehen erkennen.

          „Es wäre ja auch irre, wenn man aus der gleichberechtigung aller die gleichwertigkeit aller ableiten könnte, denn die gibt es ganz offensichtlich nicht.“

          Wie meist du kommt die Idee etwas Gleichzuberechtigen überhaupt zustande? Vorher muss eine Art der „Gleichwertigkeit“ anerkannt werden, dass überhaupt eine Gleichberechtigung angenommen werden kann. Also verhält es sich genau andersrum: aus einer Gleichwertigkeit leitet sich die Gleichberechtigung ab oder besser gesagt muss eine Folge daraus sein.

          „Deshalb kann man als gesetzgeber sehr wohl eine bestimmte gruppe, sprich die heterosexuellen, privilegieren indem er ihnen schutz angedeihen lässt.“

          Es ist natürlich eine Priviligierung, wenn „bestimmte Gruppen“ über andere bevorzugt werden. Aber eigentlich nur dann, wenn man Gleichwertigkeit annimmt, was du aber nicht tust. Du widersprichst dir also selbst.

        • „Ich hab mir von ihm noch kein umfassendes Bild machen können. Ich halte es auch nicht für hilfreich, dass er von “Homoerotik” statt “Homosexualität” spricht“

          Wofür soll das hilfreich sein?
          Außerdem assoziieren die meisten mit Homoerotik was anderes als Homosexualität Homoerotik ist doch entweder künstlerisches Darstellen von Homosexualität oder homosexuellen Untertönen bzw. teilwiese auch schlicht Männer als „Objekt der Begierde“, während man mit Homosexualität sowohl homosexuellen Sex, als auch homosexuelle Identität versteht. wozu das „umändern“?

          Da bin ich auch nicht die einzige, deswegen werden ja so viele Sportarten teilweise als „homoerotisch“ oder „schwul“ dargestellt. Lies mal die Kommentare

          Und deswegen gibt es auch immer interessante oder absurde Debatten, z.B über kulturelle Ausformungen von Homosexualität.
          Adrian hat da mal einen Artikel verrissen, wo es um sowas ging, schade dass man alte, gute Artikel nicht so leicht findet wenn einem nicht die richtigen Schlagworte einfallen.

        • @albert
          „ein argument für die gleichwertigkeit von homo- und heterosexualität?“

          Das ist ganz einfach: für diese Art der sexuellen Orientierung kann man gar nichts. Und warum sollten beide nicht das gleiche Bedürfnis nach einer gleichen Behandlung vor dem Gesetz, der Ehe, haben? Dagegen sprechen nur Vorurteile.

          Es wird immer so getan, als sein der „Sinn“ der Ehe Kinder und dies würde beide Arten der Ehe unterscheiden. Dies trägt aber einen Ansruch an die Beziehung von Heteros, der zwar mit einem Gottes- oder Obrigkeitsstaat verträglich wäre, nicht aber mit unserem Staat, der nach GG vom Recht des Individuums ausgeht. Und daher bei der Ehe nur die Rechte beider Individuen, die eine Ehe eingehen wollen, berücksichtigen kann.

          Die Heuchelei wird natürlich dadurch offenkundig, dass nicht im Entferntesten daran gedacht wird, kinderlose Ehen den Status als Ehe nicht abzuerkennen.

        • „Ich muss niemanden für einen Gay Lifestyle rekrutieren. Einige – Männer wie Frauen – sind kulturell eh schon schwul. Man muss dafür nicht homosexuell sein. Und es gibt eine Menge Schwuler, die keinen Schimmer haben, wie man kulturell schwul ist – ich gehörte früher auch dazu. Darum fand ich das Thema ja so interessant. Diesen Kurs zu machen und später das Buch zu schreiben, hat mich kulturell schwuler gemacht. Vielleicht in anderer Hinsicht auch.“

          *gacker*

        • @ata
          „habe es gefunden^^“

          Ja, klar. Homosexuelle sind nur insoweit in Ordnung als sie sich weiblich geben. Nur das sagt doch dieser Prof. Halperin. Echt peinlich und verlogen, wie er das herleitet. So richtig lustig finde ich das nicht, ist es doch ernst gemeint. Und nicht zuletzt homophob.

        • Gleichwertigkeit ist wie du erwähnst, @ata, nicht gegenstand von gesetzen. Sie dient in diesem fall nur dazu die gesetzlich privilegierung einer bestimmten sozialen gruppe zu begründen, da deren handeln im schnitt einen großen geellschaftlichen nutzen bringt.

          Das musst du nicht mögen und es ist nicht wirklich zwingend geboten, aber man kann es machen.

          Wichtig sind mir zwei punkte:
          1. aus der Gleichberechtigung lässt sich keine gleichwertigkeit ableiten.
          2. man kann sich für die privilegierung heterosexueller beziehung aussprechen, ohne andere sexuelle Orientierungen zu diskriminieren.

        • @alex, so wie du sagst, ergibt sich gleichberechtigung aus einer art gleichwertigkeit, aber eben nicht der gleichwertigkeit ansich. Alle menschen genießen zwar dieselben unveräußerlichen grundrechte, aber sie sind eben nicht alle gleich oder gleichwertig, auch wenn das wohlmeinende kulturmarxisten gerne glauben würden. Dabei spielt es keine rolle, ob man sein soziales oder asoziales verhalten frei wählt oder sich ihm lediglich schicksalhaft ergeben ist.

          Meine beispiele waren vielleicht extrem, aber nicht absurd. Sie waren jedenfalls geeignet darzulegen, dass sich aus der gleichberechtigung keine gleichwertigkeit ableiten lässt. Was das mit werturteilen zu tun hat ist mir schleierhaft, denn homosexuelle ehen sind ganz offensichtlich nicht dasselbe wie heterosexuelle ehen, da sie keinen gesellschaftlich unabdingbaren nachwuchs hervorbringen. Das ist eine statistisch belegte tatsache und somit keine wertung.

          Ob man das system nun verfeinern muss, um kinderlosen paaren unverdiente pivilegien zu entziehen kann man diskutieren, scheint mir aber nicht wesentlich zu sein. Eine doppelmoral kann ich darin nicht erkennen.

          deinen letzten absatz verstehe ich nicht und kann keinen widerspruch erkennen.

        • @albert
          Ntürlich sind die Menschen alle verschieden und mit welcher Logik sollten sie „gleichgemacht“ werden? Doch nur, um sie rumzukommandieren…
          Die Gleichheit vor dem Gesetz hat damit gar nichts zu tun, sie ist sogar das Gegenteil aller „Gleichmacherei“.

          Es ist einfach so, dass die Menschen zu verschieden sind, als dass man es ihnen durch spezielle Gesetze gerecht machen kann. Aus diesem Grund macht man nur Gesetze, die für alle und für alle gleich gelten, mit der Idee, die Ungerechtigkeit gegenüber allen mögichst gering zu halten.
          Denn sobald du anfängst, Menschen per Gesetz verschieden zu behandlen, tust du ihnen allzuhäiufig Unrecht, besonders, wenn du spezielle Gruppen privilegierst.

          Dies allgemein, damit du die ganz verschiedenen Ideen von „Gleichheit“ verstehst.

          „da sie keinen gesellschaftlich unabdingbaren nachwuchs hervorbringen“

          Natürlich ist die Wertigkeit in Bezug auf Nachwuchs verschieden. Aber darauf kann es nicht ankommen, jedenfalls nicht mit unserem GG, ich habe das schon ausgeführt.

          „um kinderlosen paaren unverdiente pivilegien zu entziehen“

          Das war doch das mit der „Heuchelei“, der letzte für dich unverständliche Absatz.
          Aber ich sage dir: fängt man sowas an, dann wirst du wieder viel Ungerechtigkeit schaffen, s.o. dieser post, wie man sie vermeiden sollte. Wer wie wann und sowieso, das wäre ausufernd!

          Ich sehe das ansonsten so, dass die Ehe ohnehin keine Angelegenheit für den Staat ist, dass er diese vorgibt wie sie sein sollte.

          Und warum sollten zwei Menschen, die zusammen sein wollen, mit oder ohne Nachwuchs, überhaupt gegenüber allen anderen priviligiert werden? Das finde ich schon nicht ok!
          Es ist nicht die verdammte Pflicht des Staatsbürgers Nachwuchs in die Welt setzen zu müssen.
          Wer „heiraten“ will, kann das per Vertrag oder in der Kirche machen…

          Ansonsten muss man sich fragen, ob Homos nicht den Heteros gleichberechtigt werden sollten und das kann man nur bejahen.
          Ansonsten kannst du ja ein Gegenargument bringen (der Nachwuchs kann keins sein!).

        • Mal wieder ein echter Albert:

          „Alle menschen genießen zwar dieselben unveräußerlichen grundrechte, aber sie sind eben nicht alle gleich oder gleichwertig, auch wenn das wohlmeinende kulturmarxisten gerne glauben würden.“

          Nach dieser Auffassung sind „Kulturmarxisten“ jetzt also alle, die die Idee der Gleichwertigkeit aller Menschen für sinnvoll und richtig halten bzw. alle, die die die Idee der Gleichwertigkeit aller Menschen für richtig und sinnvoll halten, sind „Kulturmarxisten“.

          Im Grundgesetz wird die Idee der Gleichwertigkeit aller Menschen bekanntlich in dem Satz zum Ausdruck gebracht:

          „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

          Das bedeutet, dass es einen allen Menschen gemeinsamen und für alle Menschen gleichen Grundwert gibt, der von allen kontextuellen und funktionalen Beurteilungskriterien unabhängig ist und bleibt und hier im Begriff der Menschenwürde zu fassen versucht wird.

          Somit ist das Grundgesetz jetzt also Teil der „kulturmarxistischen“ Weltverschwörung.

          Nun ja, jedenfalls ist Albert, was seine rechte Gesinnung angeht, ziemlich ehrlich. So offensichtlich vehement rechts wie Albert treten die meisten anderen rechten Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungsideologen nicht auf.

        • @Leszek
          „dass es einen allen Menschen gemeinsamen und für alle Menschen gleichen Grundwert gibt, der von allen kontextuellen und funktionalen Beurteilungskriterien unabhängig ist und bleibt“

          An erster Stelle die Freiheit. Gegen die haben auch Marxisten und andere verwandte Linke bekannt traditionell was….

        • Oder um es zu präzisieren: Es gibt sowohl eine autoritär-sozialistische (eigentlich staatskapitalistische) als auch eine libertär-sozialistische Strömung mit jeweils vielen Unterströmungen.
          Die autoritäre und die freiheitlich-sozialistische Strömung sind traditionell miteinander verfeindet.
          Bezogen auf die erstgenannte ist die Kritik zutreffend, bezogen auf die zweite nicht.

        • albert,

          „1. aus der Gleichberechtigung lässt sich keine gleichwertigkeit ableiten.“

          Naja, die Wertigkeit von etwas ist ein unscharfer, subjektiver Begriff aus dem Verhältnis zwischen Menschen heraus. Die „Berechtigung“ ein objektiver Begriff aus dem Verhältnis zwischen Staat und Mensch heraus.

          Daher läßt sich das eine tatsächlich nicht aus dem anderen ableiten. Es sind zwei verschiedene Ebenen.

          „2. man kann sich für die privilegierung heterosexueller beziehung aussprechen, ohne andere sexuelle Orientierungen zu diskriminieren.“

          Eine Privilegierung der einen ist faktisch immer eine Diskriminierung der anderen. Sonst wäre es ja kein Privileg.

          Am Ende eine reine Frage der Abwägung, der Existenz von höheren Zielen (und der passenden Begründung).

        • @Leszek
          „marxistische und andere sozialistische Strömungen mit einer hohen Wertschätzung für Freiheit“

          Wir waren schon spezifisch bei den Marxisten und anderen Linken. Die Marxisten, also die echten, waren immer echte Kollektivisten und ich möchte anerkennen, dass viele dies „ehrlich“ oder nichtsahnend mitmachten.
          Die Wissenschaft über Splittergruppen und deren angeblicher Ideen führt da weg vom Thema.

          „staatskapitalistische“ trifft es gut, hierunter fallen eigentlich alle kommunistischen Regime, bzw Viele.
          Manche Rechte sagen ja, dass Marx Recht behalten hat und jetzt sein Sozialismus auch im Westen herrscht 😉
          Deshalb auch die Poularität dieser Kulturmarxismus-Sache. Sehr amerikanisch.

          Ausserdem ist der Begriff der Freiheit ein sehr politisch umkämpfter gewesen und kann nur exakt definiert werden. Und das haben die Kollektivisten natürlich immer gut vestanden, schön zum Ausdruck gebracht in Freiheit ist Sklaverei. Ja, für die die unterdrücken wollen muss es wohl so vorkommen. Und daher definieren sie die Freiheit als die Freiheit Aller und nicht als die Freiheit des Individuum.

          Aber auch an der Freiheit des Individuums lässt sich rummachen. derart, dass es die Freiheit der Unterdrücker ist, wenn es keine Moral oder gar Ethik gibt.

          Der Marxismus war gewöhnt ohne solche vorzugehen, auch viele Linke machen das so.

          Dass diese Linke am Ende nichts Positives für die Freiheit bringen, kann nicht wundern, hat geradezu System.

        • Das Bundesverfassungsgericht versteht den Menschenwürdebegriff als tragendes Konstitutionsprinzip im System der Grundrechte:

          „Mit ihm ist der soziale Wert- und Achtungsanspruch des Menschen verbunden, der es verbietet, den Menschen zum bloßen Objekt des Staates zu machen oder ihm einer Behandlung auszusetzen, die seine Subjektqualität prinzipiell in Frage stellt. Menschenwürde in diesem Sinne ist nicht nur die individuelle Würde der jeweiligen Person, sondern die Würde des Menschen als Gattungswesen. Jeder besitzt sie, ohne Rücksicht auf seine Eigenschaften, seine Leistungen und seinen sozialen Status. Sie ist auch dem eigen, der aufgrund seines geistigen oder körperlichen Zustands nicht sinnhaft handeln kann. Selbst durch „unwürdiges“ Verhalten geht sie nicht verloren. Sie kann keinem Menschen genommen werden.“

          (aus: Jörn Ipsen, Staatsrecht II, 4. Auflage, 2001, Luchterhand, S. 66)

          Und eben dies meinen die „Kulturmarxisten“ – nach Albert sind dies alle Menschen, die die Idee der Gleichwertigkeit aller Menschen bejahen – wenn sie sagen: alle Menschen sind gleichwertig.

          Der „Kulturmarxismus“ ist also die Art 1, Abs 1, Satz 1 GG zugrundeliegende moralphilosophische Auffassung.

        • Vielleicht liegen unsere standpunkte gar nicht so weit auseinander, @alex. Gleichberechtigung sehen wir beide nicht als gleichmacherei, sondern sinnvollen und gerechten ausdruck von einer art menschlicher gleichwertigkeit. Tatsächlich bricht das gesetz die absolute gleichberechtigung aller indem besondere soziale schichten wie mieter, verbraucher, kinder, arbeitnehmer, jugendliche, behinderte, etc. in besonderer weise geschützt werden. Eine dieser sozialen schichten sind aktuell die heterosexuellen ehen, die im GG geschützt werden. Jeder schutz stellt eine privilegierung dar, die von dir genannten risiken sind bekannt, aber aus guten gründen wird es dennoch praktiziert und keiner denkt daran etwas zu ändern.

          Das GG ist die rechtliche grundlage des zusammenlebens unserer gesellschaft. Warum sollen darin deiner meinung nach die gesellschaftlich unandingbaren hetero-ehen nun nicht privilegiert werden, @alex? Das ist doch widersinnig. Zwar gibt es keine kinderpflicht, aber kinder sind durch den gelebten generationenvertrag, grundlage unserer gesellschaft quasi vertragsbestandteil. In diesem sinne ist es gerecht, dieses engagement zu honorieren.

          Noch mal, die meinung muss man nicht teilen, aber kann sie auch nicht mit argumenten wie ungerecht, diskriminierend oder menschensrechtsverletzend verurteilen. andere argumente habe ich bisher leider nicht gehört.

          Zur heuchelei und dem entzug habe ich mich geäußert und mit dem letzten absatz habe ich den deines ersten beitrags gemeint.

          Da alle menschen gleichberechtigt sind gilt das auch für homos. Wenn allerdings ein homo mit einem schutzgesetz in konflikt kommt, ist gleichberechtigung kein argument, da der schutz eine willentliche, gewollte privilegierung ist. Ein 23-jähriger fällt auch nicht unter den jugendschutz. Die frage lautet also, will ich homo paaren denselben schutz gewähren den ich hetero paaren AUS GENANNTEN gründen gewähre?

        • „In diesem sinne ist es gerecht, dieses engagement zu honorieren.“

          Sagst Du. Subjektive Meinung.

          „Noch mal, die meinung muss man nicht teilen, aber kann sie auch nicht mit argumenten wie ungerecht, diskriminierend oder menschensrechtsverletzend verurteilen “

          Natürlich kann man das. Es ist ungerecht, dass eine unfruchtbare Angela Merkel in einer unfruchtbaren Verbindung heiraten darf, ein Adrian aber nicht.

        • @peter, ich glaub zwar das du eine richtig rote socke bist, aber deine prägnanten ausführungen teile ich ganz und gar. Ich bin etwas langatmig 😉

        • „Nach dieser Auffassung sind “Kulturmarxisten” jetzt also alle, die die Idee der Gleichwertigkeit aller Menschen für sinnvoll und richtig halten …“

          Ja, KM ist ein synonym für gleichmacherei, @leszek. Du triggerst aber besser auf ersteren begriff 😉

          „Im Grundgesetz wird die Idee der Gleichwertigkeit aller Menschen bekanntlich in dem Satz zum Ausdruck gebracht:

          “Die Würde des Menschen ist unantastbar.”“

          Du verrätst mir auch sicher warum, dann keiner ersteres schreibt, sondern IMMER nur letzteres?

          „… Menschenwürde zu fassen versucht wird.“

          Aha, also wird unter dem begriff menschenwürde die gleichwertigkeit aller menschen verstanden? Das ist ja orwellscher neusprech. Habe ich noch eine chance menschliches verhalten unterschiedlich zu bewerten ohne die menschenwürde zu verletzen, oder gibt neusprech das nicht mehr her?

        • @adrian, das nennt man raffiniert/zickig zitieren. Einfach das argument ignorieren 😀

          Und ob und wie man der angie privilegien entzieht, können wir uns gern unterhalten. Das halte ich aber nicht für wirklich dringlich. Du etwa? Homos heiraten zu lassen ist hingegen kontraproduktiv. Du kennst das mit dem verteilen beschränkter ressourcen und so.

        • „Das halte ich aber nicht für wirklich dringlich. Du etwa?“

          Ja.

          „Du kennst das mit dem verteilen beschränkter ressourcen und so.“

          Yep. Also unterstützen wir doch diejenigen, die Kinder aufziehen.

        • Albert,

          „ich glaub zwar das du eine richtig rote socke bist,“

          Damit hast du mich jetzt mal richtig zum Lachen gebracht, vielen Dank 🙂

          „Eine dieser sozialen schichten sind aktuell die heterosexuellen ehen, die im GG geschützt werden.“

          Da kommen Dir die Ebenen schon wieder durcheinander: Geschützt wird das Rechtsinstitut der Ehe, die sexuelle Präferenz der Eheschließenden ist dabei irrelevant. Wenn eine Lesbe und ein Schwuler gemeinsam vor den Standesbeamten treten, ist dies eine rechtsgültige Ehe.

          In der Weimarer Reichsverfassung ist der Schutz der Ehe an konkrete Erwartungen geknüpft: „Die Ehe steht als Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem besonderen Schutz der Verfassung.“ Art. 119 Abs. 1.

          Dies ist im GG nicht so.

          Hier bezieht sich der Schutz der Ehe mehr auf den Schutz vor dem Staat, aufgrund der Erfahrungen in den Jahren davor (Zwangsscheidungen von Staats wegen und Verbote von Eheschließungen von Staats wegen).

          Nach geltender Rechtssprechung des BVerfG ist übrigens die Ehe auch keine zwingende Voraussetzung für eine Familie (die in Art 6 GG ebenfalls unter dem besonderen Schutz des Staates steht). Damit wurde Art 119, Abs 1 WRV faktisch vollständig ausgehebelt.

        • Echt zum lachen, @peter – gut 😀 und ich dachte schon, dass meine zustimmung zu dir mich beim @leszek rehabiliert und er mich nicht mehr für so begriffsstutzig hält 😉

          Das recht und gerechtigkeit nicht dasselbe sind, wissen wir beide und in so weit vermischen sich im recht die ebenen fast zwangsläufig. Die väter unseres GG dachten jedenfalls ganz sicher nur an hetero-paare, als sie das GG verfassten und die weimarer verfassung war in diesem punkt meines erachtens ehrlicher und präziser. Aber was solls?

          Dein hinweis das sowohl ehe, wie auch familien durch das GG geschützt sind und zwischen beiden unterschieden wird ist sicher richtig, ändert aber nichts an den Überlegungen zur homo-ehe.

        • Ihr Konservativen seid in dieser Frage intellektuell so dusselig. Wenn ihr darauf insistieren würdet, dass Förderung von Beziehungen an Kinder geknüpft werden, könnte niemand Euch wegen der Homo-Ehe ans Bein pinkeln. Da ihr aber an einem veralteten Prinzip festhaltet, seid ihr langfristig auf der Verlierstrecke. Eure rgumente gegn die Homo-Ehe sind im Wesentlichen:

          a) gab es noch nie
          b) keine Fortpflanzung mgl.
          c) wir mögen keine Homos
          d) Gott

          Damit kommt Ihr nicht mehr durch.

        • @ Albert

          „Du verrätst mir auch sicher warum, dann keiner ersteres schreibt, sondern IMMER nur letzteres?“

          Dass der Begriff der Menschenwürde den (gleichen) Wert jedes Menschen beinhaltet, wird deshalb nicht immer extra dazu geschrieben, weil dies offensichtlich ist.
          Wenn du dich allerdings mit den Definitionen von Menschenwürde oder der moralphilosophischen Herleitung des Begriffs befasst, wird es natürlich erwähnt:

          „Menschenwürde ist ein Begriff, der in der deutschsprachigen Rechtsphilosophie und Rechtstheorie für bestimmte Grundrechte und Rechtsansprüche des Menschen steht (dies ist von der umgangssprachlichen Bedeutung des Begriffes Würde zu unterscheiden). Im modernen Sinne versteht man darunter, dass alle Menschen unabhängig von allen ihren Unterscheidungsmerkmalen wie Herkunft, Geschlecht, Alter oder Zustand denselben Wert haben, (…)“

          https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenw%C3%BCrde

          „Aha, also wird unter dem begriff menschenwürde die gleichwertigkeit aller menschen verstanden?“

          Die Gleichwertigkeit aller Menschen ist im Begriff der Menschenwürde jedenfalls beinhaltet und für diesen absolut zentral.

          „Das ist ja orwellscher neusprech.“

          Ich finde es amüsant, dass zeitgenössische Rechte sich manchmal gerne ausgerechnet auf George Orwell berufen. George Orwell war Sympathisant des libertären Sozialismus und des Linkssozialismus, stand also meiner Weltanschauung nahe:

          „Im (Spanischen) Bürgerkrieg sympathisierte er mit den anarchistischen und den nicht stalintreuen, revolutionären kommunistischen Gruppen (POUM) innerhalb der sozialistischen Bewegung, welche die soziale Revolution befürworteten und gegen die Verbürgerlichung der Revolution ankämpften (…)

          https://de.wikipedia.org/wiki/Mein_Katalonien#Bedeutung

        • @Leszek
          „Gleichwertigkeit aller Menschen“

          hat albert nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Nur die Gleichwertigkeit von Sexualität, die ist weniger Menschenwürde, sondern noch grundlegender: biologische Bedingtheit des Menschen.
          Und als solche bedingt sie auch nicht unbedingt die gesetzliche Gleichstellung von Homo-Paaren. Es fehlte ihm nur jegliches überzeugende Argument dagegen. Der Nachwuchs ist es ja nicht.

          Die sogenannten „Kulturmarxisten“ oder Marxisten und viele Linke haben aber kein echtes Verständnis von der Menschenwürde an sich, wo sie Massenmord wegen der Sache rechtfertigten oder billigend in Kauf nahmen.

          „Tatsächlich bricht das gesetz die absolute gleichberechtigung aller indem besondere soziale schichten …“

          Dies geschieht aber immer nur im spezifischen Kontext. Bei den „Mietern“ in Bezug auf die gemietete Wohnung (und nicht etwa in Bezug auf Steuern). Vor allem werden auch alle Mieter gleich behandelt vor dem Gesetz.
          Insofern wird die allgemeine Gleichstellung nicht „gebrochen“!

          „Eine dieser sozialen schichten sind aktuell die heterosexuellen ehen, die im GG geschützt werden“

          Die sich in der Realität wohl nicht grundsätzlich von den homsex unterscheiden werden. Aber wahrscheinlich bist du von diesem schwulen Kultur-Bild abgeschreckt, welches eben nur ein Kunstprodukt ist.

          „Warum sollen darin deiner meinung nach die gesellschaftlich unandingbaren hetero-ehen nun nicht privilegiert werden“

          Wenn die Würde der Person, jeder einzelnen Person massgeblich sein soll. warum werden Privilegien an Kollektive (Ehe und Anhang) gegeben? Und wenn, wer gehört dazu?

          „kinder sind durch den gelebten generationenvertrag, grundlage unserer gesellschaft “

          Natürlich, im übertargenen Sinne! Dann bitte schön weg mit den niederdrückenden Steuern im Fall von Kindern, vielleicht sogar Mehrwertsteuer? Aber kein direktes Geld für Kinder, der Vorteil darf nur indirekt sein, ist ja leistungsfördernd.

        • Gut können wir machen, @adrian, ich bin aber ein schrecklicher romantiker und du wirst es nicht leicht haben 😉

          Erstens funktioniert die bisherige regelung ganz gut. Es beklagen sich höchtstens 5%. Davon zu recht vielleicht nochmal 5%, wahrscheinlich noch weniger. Kennst du zahlen wie viele homo paare mit kind heiraten wollen?

          Zweitens die situation des kindes ist suboptimal. Sollte man das fördern oder zumindest honorieren? Ich bin mir nicht sicher, weiß es nicht und halte es auch wirklich nicht für dringlich. Was schwebt dir denn vor?

        • „Kennst du zahlen wie viele homo paare mit kind heiraten wollen?“

          Halte ich für irrelevant.

          „Zweitens die situation des kindes ist suboptimal.“

          Dann solltest Du für ein gesetz eintreten, was homosexuellen Paaren bzw. Menschen Kindern verbietet.

          „Sollte man das fördern oder zumindest honorieren?“

          Ich hab damit kein Problem.

          „Was schwebt dir denn vor?“

          Grob gesagt: Jedes Paar, das gemeinsame Kinder hat, erhält automatisch das Rechtsinstitut Ehe.

        • @PM
          „Hier bezieht sich der Schutz der Ehe mehr auf den Schutz vor dem Staat, aufgrund der Erfahrungen in den Jahren davor (Zwangsscheidungen von Staats wegen und Verbote von Eheschließungen von Staats wegen).“

          Das ist ein guter Punkt!
          Der Staat verletzt diesen Grundsatz aber, indem er zur „Förderung“ von Familien missbraucht wird. Da hat die Weimarer Erfahrung nicht grundsätzlich die Lage verbessert, weiterhin wird massiv politische staatliche Einflussnahme genommen.
          Vor allem hat sich der Feminismus das Feld angeeignet, neben den traditionellen Kirchen.

          War nicht immer die Familie das wichtigste Angriffsziel der Totalitaristen?

        • @adrian
          „Damit kommt Ihr nicht mehr durch.“

          Also, ich glaube, diesen abgefeimten Heuchlern ist das in Wirklichkeit egal und sie führen einen Schein-Krieg darum.

          Eigentlich ist es eine gute Möglichkeit der Ehe einen „progressiven“ Anstrich zu geben. Deshalb diese Horrorpropaganda, als nächstes nach der Homoehe sollten die Ehen ganz abgeschafft werden, ganz sicher kein Ziel von gender.

          Also, du kannst dich ganz auf die Konservativen verlassen, die werden sicherlich noch ihre Liebe zur Homoehe entdecken. Ob sie das denn zynisch als Gleichstellung feiern werden?

        • „ganz sicher kein Ziel von gender.“

          Ich hätte damit kein grundsätzliches Problem.

          „Also, du kannst dich ganz auf die Konservativen verlassen, die werden sicherlich noch ihre Liebe zur Homoehe entdecken.“

          Weiß ich nicht. Ich habe keine Ahnung, was die Zukunft für uns Homos bereithält. Ich denke, alles ist möglich, im positiven, wie im negativen.

        • Nicht das ich heute abend noch jedem zustimmen muss, @alex, und meine auch überzeugende argumente geliefert zu haben, stimme deinem ersten absatz aber zu.

          Jedoch geht es mir explizit um nachwuchs und stabile paarbeziehungen, also mehr als den rein homo- oder hetero sexuellen akt. Jedoch gibt es eine starke korrelation zwischen der sexuellen orientierung und den genannten zielen, was meines erachtens eine pragmatische lösung rechtfertigt. Was der angemessene kontext für nachwuchs ist, ob es steuern/geld ist, wäre zu diskutieren.

          Es ist ungewöhnlich, dass grundrechte an kollektive vergeben werden, aber wegen der besonderen bedeutung dieses kollektives – ja, es geht wieder um den nachwuchs – meines erachtens durchaus gerechtfertig. Das liegt nun daran, dass kinder eben ganz unmittelbar und nicht im übertragenen sinne grundlage des generationenvertrages sind. Und den rest habe ich nicht verstanden, @alex.

        • @ Alex

          „“Gleichwertigkeit aller Menschen”
          hat albert nicht grundsätzlich in Frage gestellt.“

          Doch, in seiner gewählten Formulierung oben schon.
          Das könnte aber auch daran liegen, dass er zwischen einem unverlierbaren gleichen menschlichen Grundwert, wie er z.B. im Begriff der Menschenwürde zum Ausdruck kommt, einerseits und einer kontextuellen Beurteilung menschlicher Handlungen andererseits begrifflich nicht ausreichend differenziert hat.
          In diesem Fall hätte er dann mißverständlich formuliert. Wollen wir mal hoffen, dass es sich so verhält und er Art 1, Abs 1, Satz 1 GG nicht ablehnt. Er wird es uns ja sicherlich noch mitteilen.

        • Adrian,

          „Grob gesagt: Jedes Paar, das gemeinsame Kinder hat, erhält automatisch das Rechtsinstitut Ehe.“

          Das ist bereits heute geltendes Recht. ich denke, die Homosexuellen kämpfen eigentlich nur noch um den Begriff „Ehe“, da sie „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ als abwertend empfinden.

          Alex,

          inwieweit wird der Staat denn zur Förderung von Familien „missbraucht“?

          „Ob sie das denn zynisch als Gleichstellung feiern werden?“

          Zynischer wäre ja der Hinweis, dass bereits heute gleichgeschlechtliche Menschen die Ehe eingehen können, nur halt eine/r der beiden vorher eine Personenstandsänderung vornehmen lassen muss…

        • „Das ist bereits heute geltendes Recht“

          Seit wann, ist ein unverheiratetes Paar verheiratet wenn es Kinder bekommt?

          „ich denke, die Homosexuellen kämpfen eigentlich nur noch um den Begriff “Ehe”, da sie “Eingetragene Lebenspartnerschaft” als abwertend empfinden.“

          Das würde ich auch so sehen. Die ganze Homo-Ehe-Diskussion ist nur ein Schrei nach Anerkennung.

        • Korrektur: Geltendes Recht ist, dass jedes Paar mit Kindern (egal ob gemeinsam oder nicht) das Rechtsinstitut der Familie erhält.

        • Das stimmt nicht. Ein unverheirateter Vater muss z. B. explizit die Vaterschaft anerkennen. Andernfalls kann die Mutter zwar Alimente einfordern, er hat aber keinerlei Rechte am Kind.

          Abgesehen davon: Auch ohne Kinder würde ich gerne die Möglichkeit haben, rechtlich als Paar gelten zu dürfen. Daran hängt nämlich eine ganze Menge.

        • @albert
          „Kennst du zahlen wie viele homo paare mit kind heiraten wollen?“

          Eben nur wenig. Wie auch Homo-Paare überhaupt. Und das soll irgendwie die Umverteilung an Hetero-Paare gefährden, die du oben noch als Argument benutzt hast, um den exklusiven Status der Hetero-Ehe zu rechtfertigen….?

          Es ist der Diskussion nicht dienlich, sich was aus den Fingern zu saugen, wenn man es brauch…

          @adrian
          „Grob gesagt: Jedes Paar, das gemeinsame Kinder hat, erhält automatisch das Rechtsinstitut Ehe.“

          Es gibt sehr viele, die ganz bewusst nicht heiraten, obwohl sie Kinder haben, wollen, alles.
          Aber der Zug geht schon dahin, mit der Lebensgemeinschaft, usw. Unser tolles, allumfassendes Sozialsystem macht´s möglich, dass diese Konzepte von Verpartnerschaftung Fuss fassen.
          Auch hier sieht man, wie Sozialismus zur Reduktion von Freiheit führt. Natürlich kann man das auch als „outsoucing“ an die Bevölkerung verstehen und Kostenreduktion.

          Aber du hast wahrscheinlich einen ganz anderen Aspekt bei der „Zwangsverheiratung“ im Sinn gehabt. Dann müssten ja auch Mehrfachehen in Netzwerken geradezu nötig werden…
          Da hebt sich die Idee der Ehe auf, also nur die Kinder fördern, wenn die schon ein Geschäft sein sollen und zu fördern…

        • Die Ehe ist eine überholte Institution: Sie ergibt im Zeitalter von funktionierenden Verhütungsmitteln und (sexueller) individueller Freiheit keinen Sinn mehr.

          Es muss m. E. weiterhin die Möglichkeit geben, rechtlich als Paar anerkannt zu werden. Ich gestehe Konservatvien auch die Förderung stabiler Familien zu (wer sollte etwas dagegen haben?) Die derzeitige Ehe aber ist nicht nötig für ersteres und taugt nicht für letzteres.

        • @adrian, also mir als konservativem geht es um kinder, ich würde die ehe zwar nicht automatisch verteilen, aber wegen mir gibt es steuervorteile erst mit kindern.

          Wie wollen wir das mit kollektiven von mehr oder weniger als zwei personen mit kindern handhaben? Hast du einen vorschlag?

          @adrian, anscheinend kennst du den unterschied zwischen lob und tadel nicht. Mir liegt es jedenfalls fern homo paare zu bestrafen.

          @leszek, dass du jetzt schon die deutsche wikipedia zitierst um offensichtlichen humbug zu verbreiten, sollte dir zu denken geben. Breivik geniesst zwar diesselbe menschenwürde, wie feymann, aber deren leistungen und taten haben nicht denselben wert. Das ist kulturmarxismus!

        • „Wie wollen wir das mit kollektiven von mehr oder weniger als zwei personen mit kindern handhaben? Hast du einen vorschlag?“

          Das kann man doch problemlos individuell regeln.

          „Mir liegt es jedenfalls fern homo paare zu bestrafen.“

          Es klingt nur so.

        • @albert
          „Das liegt nun daran, dass kinder eben ganz unmittelbar und nicht im übertragenen sinne grundlage des generationenvertrages sind.“

          Der „Generationenvertrag“ hat auch einen ganz unangenehmen kollektivistischen Touch, hier natürlich aus der rechten Ecke.

          Und gab es da nicht ein Problem mit der Familie und der Einflussnahme von staatlichen, quasi-staatlichen und öffentlichen Instututionen und Instituten? Heute?

          Das ist alles mit diesem Ehe-Kram gerechtfertigt und „wegen der Kinder“.

          Die „Religionsfreiheit“ ist auch so ein Ding.

          Hoffentlich wird die Geschichtsschreibung nicht eines Tages dies als die Schwachpunkte sehen müssen, die unsere Verfassung einst hatte.

          @PM
          „Zynischer wäre ja der Hinweis, dass bereits heute gleichgeschlechtliche Menschen die Ehe eingehen können, nur halt eine/r der beiden vorher eine Personenstandsänderung vornehmen lassen muss…“

          Das ist für die Konservativen zu kompliziert, die sind gern einfältiger. Wäre eher was für irgendwelche Genderleute.

        • @adrian/albert
          „Das kann man doch problemlos individuell regeln.“ mit den Kindern

          Über Mutter/Vater geht das immer. Schon heute ist das fast üblich geworden.

        • @adrian, du bist echt süß „das kann man doch problemlos individuell regeln.“ Solche gefühle habe ich einem mann noch nie entgegengebracht 😀

        • @ Albert

          „dass du jetzt schon die deutsche wikipedia zitierst um offensichtlichen humbug zu verbreiten, sollte dir zu denken geben.“

          Ich kann auch aus dem in wissenschaftlicher Hinsicht als zitierfähig geltenden Brockhaus zitieren 🙂

          „Menschenwürde, der unverlierbare, geistlich-sittliche Wert eines jeden Menschen um seiner selbst willen.“

          (aus: Brockhaus Enzyklopädie, 14. Band, Mag – Mod, 19. Auflage, F.A. Brockhaus, 1991, S. 469)

          Hier bei der Bundeszentrale für politische Bildung kannst du dir die Definition von Menschenwürde auch nochmal durchlesen:

          http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/recht-a-z/22561/menschenwuerde

        • @leszek, ich unterhalte mich mit dir und nicht dem brockhaus und der wikipedia.

          Ich halte fest, dass du die dir bekannten handlungen und taten von breivik und mahdma ghandi, martin luther king und al capone nicht für gleichwertig erachtest.

          Da man menschen nach ihrem tun und nicht nach dem schein beurteilen sollte, wenn man es denn will – scheiß neusprech der KMs – oder auch der maxime folgt „An ihren früchten sollst du sie erkennen.“ und dabei in der lage ist die menschenwürde zu achten – das können nicht nur KMs – so darf man den handlungen dieser menschen unterschiedlichen gesellschaftlich zuträglichen wert beimessen. Diese beurteilung ist legitim und notwendig. Du tust es auch – reminder: breivik. alles andere ist irrsinn, ohne dass ich dir dafür eine deinen Kriterien genügende quelle nennen könnte, die das belegt und verlasse mich auf deine nachsicht, deinen verstand und deine bildung. Das hätte ich übrigens auch brockhaus und wiki entgegnet, wenn sie ähnliches behauptet hätten, wie du.

      • „antigenderistische “

        – Soso, ich dachte, „Genderismus“ gäbe es nicht.
        Und wie Matthias sagt: Typische Reaktion von Linksradikalen, seine Gegner als Haßkappen und Ideologen zu bezeichnen.

        Kennt Steven Pinker aus den USA auch: Die linken Esoteriker benutzen die Argumente der Gegner, um diese zu kritisieren.
        Schwierig, dem entgegenzutreten.

        • Der Brüller ist die Autorenzeile:

          „Floris Biskamp ist Politikwissenschaftler und Soziologe in Kassel und Köln.

          Fabian Bärig ist passionierter Tierliebhaber und Großwildjäger aus Hamburg “

          Soso, ein Sozialschwafler verteidigt die Gendertheorie – wer hätte das gedacht.
          Und Bärig ist – ja, was eigentlich? Hobbys sind irrelevant.

  7. Ein kleines bisschen Munition für den Argumentationskampf:

    Feministen ziehen sich ja sehr gerne als Ausrede auf die „Definition“ zurück. „Informier dich erstmal richtig! Laut Definition ist Feminismus nichts anderes als der Kampf für Gleichheit!“ Oder so ähnlich.

    Gerade im Netz eine interessante Analogie gefunden um dieses Argument ad absurdum zu führen:

    Laut Definition ist ein Baseballschläger nichts anderes als ein Sportgerät. Feministinnen die mit der Definition des Feminismus argumentieren sind vergleichbar mit Skinheads die gerade jemanden zusammengeschlagen haben, und dann sich damit verteidigen daß man bitteschön erst die Definition eines Baseballschlägers nachlesen solle. Nein, das war kein Angriff mit einer Waffe. Laut Definition haben sie sich sportlich betätigt.

  8. Neuköllner Bürgermeisterin warnt vor sozialer Krise

    Zustimmung von:
    http://frankfurter-erklaerung.de/2015/11/neukoellner-buergermeisterin-warnt-vor-sozialer-krise/

    „Die Bürgermeisterin des Berliner Bezirks Neukölln warnt davor, Flüchtlinge in Turnhallen unterzubringen. Schon jetzt sei die Situation in der Hauptstadt „hoch problematisch“ …sagte Franziska Giffey… “

    An der Wortwahl sollt ihr sie erkennen:

    http://www.youtube.com/watch?v=2IAlYO7C2yU

  9. Pirincci-Anwalt und Achse-Co-Autor Joachim Steinhöfel u.a. zu „Gänder“.
    Herrlich!

    (ACHTUNG: Intro und Outro tierisch laut!)

    • Ein mutiger Mann, der Steinhöfel. Ein solch gewiefter Anwalt ist wohl nicht so leicht zu denunzieren; der verklagt den Denunzianten sofort auf hohe Beträge.

      • „der verklagt den Denunzianten sofort auf hohe Beträge.“ 😀

        „Irre diesen Kalibers … :mrgreen:“

        Auch gut: „Ortet in den klinischen Bereich, wo man Untersuchungen durchführen sollte, ob dort die Zurechnungs- und Geschäftsfähigkeit im Sinne des Bürgerlichen Gesetztbuches noch gegeben sind.“ XD

        • Da irrt der gute Steinhöfel leider: Hinter dem Irrsinn steckt ein nicht unerheblicher Zweckrationalismus. Typen wie Voß und Professix wären mit der heißen Luft in ihrem Kopf ohne Gender nie dorthin gekommen, wo sie jetzt sind. 4.500,- brutto, das mußt Du erst mal nachmachen.

        • @Axel: Das mit dem Zweckrationalismus hinter dem Irrsinn gilt ja auch für J. Buttler.

          Dass aber auch Schizos oft über einen gesunden Geschäftsinn verfügen beweißt Jonathan Meese:

          http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/schizoscheisse

          „In den letzten Jahren hat man mittels sich gegenseitigem Hochjazzens einen neuen Beuys etabliert. Jonathan Meese heißt der Mann und sieht auf jedem Bild so aus, als hätte man ihm soeben die Zwangsjacke abgenommen. Daß Künstler mehr als ein bißchen verrückt sind, ist nicht nur ein bekanntes Klischee, sondern auch wahr. Aber der nonstop irre dreinblickende und nonstop ohne Punkt und Komma irren Blödsinn daherschwafelnde Meese sieht auch ein wenig wie ein Irrer aus, als könne er es gar nicht glauben, daß man ihm seinen verbalen, insbesondere jedoch seinen wie die Verheerungen eines explodierten Farbmischers im Baumarkt wirkenden Mist tatsächlich abkauft.

          Aber weil Jonathan Meese trotz seines Irreseins mitnichten doof ist und das weiß, greift er zu einem bei dieser speziellen Scharlatanerie sehr beliebten Trick. Es gibt keine öffentliche Aufnahmen des Genies, in dem es sein Werk auf den Betrachter einfach in Ruhe wirken läßt. Nein, in einem nimmer endenden wollenden Wortschwall erklärt, interpretiert, etikettiert, vergleicht, lobt, überhebt und bejubelt Meese noch das primitivste Strichmännchen, das er gekritzelt hat, so daß man (vor allem der Filmer) sich von vornherein quasi in einem Käfig aus Schlagworten befindet und nicht mehr dazu kommt, sich eigene Gedanken zu der Sache zu machen. Der Künstler ist sein eigener Kunstkritiker. In jedem zweiten Satz verwendet er zudem das Wort Kunst und impliziert mit dem Nachdruck einer Penetration, daß der Scheiß, den er sich da in drei Minuten ohne Sinn und Verstand zusammengeschissen hat, als hohe Kunst zu gelten habe und er selber als ein Wahnsinnskünstler. Man mag über Jackson Pollock denken, was man mag, doch gibt es meines Wissens kein einziges Dokument von dem Mann, in dem er vom Künstler und der Kunst im Zusammenhang mit sich und seinen Bildern spricht. Bescheidenheit ist eine Zier.“

        • ät R-Män:

          Der Akif wieder…tja, hinter seiner Dreckschleudertei steckt ein erstaunlich wacher Geist.
          Wenn er das brachiale Geholze sein ließe, könnte er einer der wichtigsten kopnservativen Denker sein.

          Was Meese angeht, da sieht man, wie Marketing funktioniert. Die Mechanismen sind immer dieselben.

          Wobei ich die Marketing-Experten noch gar nicht mal für Genies halte. Die wissen „instinktiv“, was ankommt; es gibt da Naturtalente. Das steckt im Menschen tief drin, weil es in der Stammesgeschichte darauf ankam.

  10. Ich hab gerade den Film „God Loves the Fighters“ gesehen.

    Die Mutter von Chicken, die Frau vom Taxifahrer und die Nachbarin… die haben mich alle an diesen Text erinnert:

    Yet, despite all of this, my grandmother – who I and my other family members loved dearly – had a very real dark side. Her “Type A” personality had some serious “side effects”, which were often visited onto my grandfather in the form of withering verbal, and I’d say psychological, abuse. She was known, not just in the family, but in the neighborhood and beyond, as a no-nonsense woman who wouldn’t hesitate to curse you out or yell at you, and my grandfather endured the brunt of such abuse for decades. In fact, even when my grandfather tried to retreat into the basement – what some refer to as the “man cave” today – my grandmother wasn’t having it. She would stand at the top of the stairs leading down into the basement, and continuing arguing, yelling, harassing and cursing my grandfather out – sometimes, for hours at a time. I heard her call him “stupid”, “monkey” and “son of a bitch” too many times to count, and only once did my grandfather totally lose it – which frightened the beejeebus out of my grandmother. That episode aside, which was him cracking a glass table in the breakfast room with his fist and raising his voice, he was the stereotypical “strong and silent” type of Black man that seem to be standard issue at a certain place and time in Black American life.

    My mom, my grandmother’s daughter, was as driven as she – and just as abusive. Trained as a nurse coming right out of highschool, she continued in that line of work for the rest of her life, going into private service and amassing a formidable client list due to her professionalism and personality. Nevertheless, she too was known to cuss you out in a heartbeat, and would often cut my own dad down to shreds. My dad, born and raised in Savannah, GA during the Great Depression and in the grip of Jim Crow, met her after his tour of duty in the USMC in Korea, coming home and going to vo-tech school on the G.I. Bill. Like my grandfather, he too was soft-spoken and to be frank, nowhere near as verbally facile as my mom – which really, brutally showed whenever they got into a disagreement. The sheer “rate of fire” of my mom’s verbal barbs and jabs, to say nothing of the ferocity of the actual insults themselves, was like witnessing a lamb being led to slaughter. It was one of the reasons why my dad stayed out so often, among other things.

    Nearly all of the rest of the women in my immediate family circle – sisters, aunties, older female cousins, you name it – were cut from the same cloth. They were loud, boisterous, garrulous and often abusive with the tongue, cutting down men like a machete. Nor are they in any way unique or unsual in Black American life – indeed, five will get you ten that every Black person reading these words right now knows at least one, and truth be told quite a few, such “strong, independent” Black women as those I’ve described in my own family. It was this, among a great many other things I witnessed as a kid growing up into a young man, that put me on the path to where I am today as a Black Men’s Rights Advocate.

    http://www.avoiceformen.com/sexual-politics/why-i-became-a-black-mens-rights-activist/

    Die sitzen alle in ihren 30qm-Buden und sobald ein männliches Wesen durch die Tür kommt, wir es angebafft, uurrrggghhh.

    • der hat natürlich recht. Der neue Feminismus mit seinem Überlegenheitswahn ist aus der New Age-Bewegung hervorgegangen und drapiert sich nur notdürftig mit Ideologien.

      Immerhin halten die meisten Chef-Ideologinnen ihre Inspirationsquellen strikt im Verborgenen.

      Wer nur auf den ideologisch-rationalen Ausdruck des Feminismus achtet, kann gar nicht verstehen um was es geht.

      Wer nicht wenigstens ahnt, wie „Gaia Hypothese“, Göttinnen, Ökofaschismus, alternative Medizin, Veganismus, Patriarchats-Verschwörungsmythos, Neopaganismus, Matriarchatsforschung zusammenhängen tappt im Dunkeln.

      Früher, in der ersten Welle des Feminismus, war es Theosophie und andere spirtistische Sachen, die den geistigen Unterbau konstituierten und die eigentliche Mutter von New Age.

      Der Feminismus ist nur ein Aspekt einer grösseren, irrationalen Stömung, die sich breit gemacht hat.

  11. „Bitte allenfalls sachliche Debatten zur Flüchtlingskrise.“

    Die Kolumne von Don Alphonso zu den Flüchtlingen, er am Tegernsee Tee trinkend, ist zu köstlich und zu böse treffend, als dass man sich leisten könnte sie zu übersehen:

    http://blogs.faz.net/deus/2015/11/08/die-wahrheiten-und-filterblasen-der-asyldebatte-2967/

    „Mir wurde bei einem meiner idyllischen Radlbilder im Altmühltal von einer Twitteraktivistin vorgeschlagen, …“

    „Während sich die Mitglieder der Gruppe Wanda aus der westbalkanischen Metropole Wien dauernd fragen lassen müssen, wie sie es mit Frauenrechten halten, werden solche Fragen an Flüchtlinge nie gestellt.“

    „…erscheint mir die deutsche Filterblase mit ihrer Themensetzung problematischer als das leicht falsche Bild, das auch wegen mir und dem Roadster in Mali und Pakistan von Deutschland entsteht.“

    Da ist es wieder das „problematisch“, sogar als Steigerung!

    • … und es Don Alphonso ‚d weiter …

      “… Die Wahrheit – dass Flüchtlinge die ihnen geschenkten Gebrauchträder realistisch als zweitklassiges Fortbewegungsmittel erkennen und sie nur zwangsweise nutzen, aber wie ein dicker deutscher Spiesser sicher jederzeit den Mercedes bevorzugen würden – hat ihr überhaupt nicht gefallen. Man wird ganz schnell zum Rassisten abgestempelt, obwohl es offensichtlich ist, dass ausser den Grünen, Freunden des Steinzeitkommunismus und den Radsammlern niemand hier die Zukunftserwartung eines alten Rades hat. …“

      Herrlicher Text.

  12. Mit dem „Jihadi Special“ der neuen „week in stupid“ hat sich Sargon wieder mal selbst übertroffen.

    Kann ja eigentlich niemand wundern, dass in der „neoprogressiven“ Linken (so nennt Sargon das, eigentlich präzise) Stimmen auftauchen, wie Kritik an ISIS sei „islamophob“…

    Der britische mainstream-Linke hält ja schliesslich Hamas & Hisbollah für progressive, linke Freiheitsbewegungen, wofür exemplarisch der Name des Führers von Labor, Corbyn, steht (dies taucht nicht im Video auf, sollte hinlänglich klar sein).

  13. „Unsere Schule schadet den Jungs“

    [..]

    Die Mädchen suchten den kommunikativen Austausch, um ans Ziel zu kommen. Die Jungen wollten schneller und besser sein, wollten den Wettbewerb. Im Moment ist aber das personifizierte, individuelle Lernen in Mode. Die Schüler sitzen fast nur über ihren Arbeitsblättern. Sie sollen über sich selbst reflektieren und herausfinden: Wie werde ich besser? Aber Jungs wollen durch Berühren lernen, durch Technik und Handeln. Sie erkunden ihre Umwelt mit allen Sinnen. Das unterbinden wir in der Schule. Unsere Bildungspläne sind sehr schreib- und sprachlastig geworden, alles läuft über Literatur und Textverständnis. Die Auseinandersetzung mit Naturwissenschaften, das Experimentieren und Ausprobieren kommen zu kurz. Das ist zum Schaden der Jungs.

    [..]

    Ist es entscheidend, ob die Lehrer männlich oder weiblich sind?

    Wenn wir Frauen uns in einen Jungen hineinversetzen, ihn so akzeptieren, wie er ist, dann können wir ihn genauso gut unterstützen wie ein Mann.

    Ich höre an Ihrer Antwort heraus, dass Sie meinen, dass viele Frauen Jungs nicht akzeptieren.

    Ich beobachte an anderen Frauen und auch an mir selbst eine Tendenz, das Gegenüber verändern zu wollen. Eigene Werte und Einstellungen auf den anderen überzustülpen. Auch bei ganz banalen Dingen im Haushalt ertappe ich mich selber dabei. Ich versuche, meinem Mann vorzuschreiben, wie er den Keller einzuräumen hat oder wo die Schuhe hinzustellen sind. Umgekehrt habe ich noch nie den Versuch gespürt, dass ein Mann mich verändern will. Man hat mich so akzeptiert.

    [..]

    Sie leiten eine Grundschule im Kreis Konstanz. Was erleben Sie dort?

    Ich habe mit jungen Kolleginnen zu tun, die vielfältige Methoden anwenden und die Jungen dabei auch im Blick behalten. Allerdings reagieren die Mütter häufig sehr ängstlich und bilden eine Schutzhaube über ihre Jungs. Wir kommen dann gar nicht beim Kind an. Aber wir brauchen Angebote speziell für Jungen. Wenn zum Beispiel Frauen Geschichten für Schulbücher schreiben, dann sind die immer sehr nett. Es fehlen die Piraten, die Räuber.

    Star Wars.

    Das interessiert Jungs. Wir haben eine Experimentierwerkstatt, wo besonders die Jungen begeistert Experimente machen, mit weißen Kitteln und Schutzbrillen. Das darf auch ein bisschen gefährlich wirken.

    [..]

    Sie plädieren für einen fußballdidaktischen Ansatz. Was ist das?

    Man muss respektieren, dass Jungs einen hohen Bewegungsdrang haben, aber klare Strukturen brauchen. Und dass die meisten Jungs Teamplayer sind. Jeder hat seine Stellung. Mein fußballdidaktischer Ansatz bedeutet, dass jeder seine Individualität ausleben darf und wachsen kann, aber trotzdem eine Zugehörigkeit verspürt. Das sind die Werte aus dem Fußball: körperliche Anstrengung und Freiheit einerseits, Regeln und Rituale, die Stabilität geben andererseits. Schiedsrichter und Trainer, die Führung personifizieren. Respekt voreinander und vor dem Gegner. Und hinterher erntet man Anerkennung.

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/bildungsdebatte-unsere-schule-schadet-den-jungs-13900099.html

    • Man muss überhaupt keine neuen Geschichten schreiben zwanghaft. Man kann sich genauso auf die alten besinnen.

      Ich habe als Kind mal ein bebildertes Buch (aber kein Bilderbuch, mehr Text^^) über Robinson Crusoe geschenkt bekommen.
      http://www.amazon.de/Robinson-Crusoe-Daniel-Defoe/dp/3811221485/ref=sr_1_49?s=books&ie=UTF8&qid=1447101421&sr=1-49&keywords=crusoe+defoe
      Das habe ich verschlungen und konnte Nachts nicht schlafen, weil ich die Monster-Vision, die er in seinem Malaria-Delirium hatte so gruselig fand. Da kam auch das Thema Kannibalismus vor, er rettete einen Ureinwohner, den er Freitag taufte vor der Verspeisung, und andere brutalitäten, aber das hat mich nicht wirklich schockiert und das schockiert kinder meiner Erfahrung auch nicht sonderlich. Wenn man es mal genau nimmt, kommen in Märchen ja auch einige harte Sachen vor. Ich weiß allerdings nicht, ob/wie man das in den Unterricht integrieren könnte.

      Die Schatzinsel wäre eine andere Möglichkeit, kennen viele sicher auch nicht mehr heute.

  14. Sanctifying Misandry: Goddess Ideology and the Fall of Man

    Katherine K. Young,Paul Nathanson

    https://books.google.de/books?id=y8rI7snipZcC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_atb#v=onepage&q&f=false

    Eine politische Kulturanalyse, die aufzeigen, wie Mythologisierung politischen Inhalten dient.

    Eisler´s Chalice & Blade (Kelch und Klinge), Brown´s DaVinciCode und andere kulturelle Phantasiebilder werden zuerst abgehandelt, die Leseprobe geht aber noch weiter.

    …..

    Und nun zu etwas ganz Anderem, eine kulturelle Darstellung der Göttin als Plattencover aus den 1970ern. Manche würden das für Krach halten 🙂

    • „self raping child“ „keep them hung“ Das kann man doch selbst im Zeitalter des Feminismus nicht Ernst nehmen^^

      Ganz davon abgesehen, dass das Kind auf dem Bild sich problemlos befreien könnte, indem es seine Hände einfach unter den Riemen durchzieht und den Klettverschluss öffnet und das „Produkt“ schon allein deswegen keinen Sinn machen würde.

      Für den Fall, dass du gerade schon wieder Luft holst, dir fehlt offenbar ein wenig die Antenne für Satire, PetPanther.
      Das ist doch glasklar ein US Ableger (bzw. Vorbild) zu
      http://www.arche-internetz.net/index.php?sid=5de181693d7365516fbe8b588f0374e3

      😀

    • „….saint-shaming occurs whenever a member of the dominant secular culture ridicules, marginalizes, or says anything even faintly negative about about minority Christians. The H8riarchy reinforces these demeaning stereotypes in the media, academia, the workplace, and basically anywhere there are people or places. Anything bad that happens to a saint can be traced back to the H8riarchy, thus absolving saints of any culpability for their actions. Saints, by definition, cannot do wrong. This further means that anyone who is not a saint is wrong before they even have the chance to be right.

      Darlings as they are of the H8riarchy, secularists and especially homosexuals dance gaily through life, the unknowing beneficiaries of sin privilege. …

      All sin has its origin in masturbation. The milieu in which this kind of unconscious prejudice and discrimination is so ubiquitous is self-rape culture.

      #BlessedLivesMatter #MyCrucifixIsNotATrend #YesAllChristians“

      http://stopmasturbationnow.org/science/saint-shaming-is-not-okay/

    • Dies hier erinnert stark an die „Studie“ neulich mit den nicht heterosexuellen seienden Frauen:

      „There is nothing in the universe more disgusting or selfish than female masturbation. To prove this point we got a $50,000 grant from the Federal Government and The Foundation for a Better Tomorrow.

      Nothing is more true than someone’s natural instinct and immediate reaction. So we exposed 100 people to a 1 minute clip of an attractive 19 year old female masturbating the results were intense. In the end we had 6 people forced to seek medical assistance and one person suffered a mild coronary incident.

      This experienced was conducted under controlled conditions by trained faithfact personnel. DO NOT TRY THIS AT HOME“

      Trigger warning! Schreckliche Bilder!

      http://stopmasturbationnow.org/science/pictures-of-people-watching-a-19-year-old-girl-masturbate/

    • „A new study by the Foundation For A Better Tomorrow resulted in the discovery that there is a significant increase in self-rape rates in the warmer months of the year. Faith Scientist, Brother Richie Brinkman made the startling conclusion that one of the key factors to this spike in masturbation statistics is due to the “wearing of shorts and other inappropriate summer wear” on “beaches and common American city streets”.

      Brother Brinkman’s findings do appear to have merit outside of academia. The news is full of incidents of public masturbation this summer. …

      “You can’t entirely lay the blame on the ignorant lesser gendereds, and some men, who wear what I like to call ‘Satan’s garment’,” explains Brother Brinkman. “Many of them are naïve and are unaware they are contributing to a worldwide epidemic. The ultimate fault lies in the sick and damaged mind of the self-rapist. … Much like his mentor, Brother Lonnie Childs, Brother Brinkman feels that complete safety from self-rapists can only be achieved by the imprisonment of all suspected masturbators. “It’s really the only surefire way to keep everyone safe,”“

      http://stopmasturbationnow.org/gateway-drug/shorts-satans-garment/

    • Die Arbeit der Genderleute ist schon getan! Deshalb gibt es also Homosexualität!:

      „The federally funded study, conducted by faith scientists at Brother Lonnie’s University of Faithfacts (B.L.U.F.F.), took 16 months and $645,000 of your tax dollars in order to conclusively link the act of masturbation with making the choice to become a homosexual. As you can see in the chart below, the correlation is undeniable. The more someone masturbates, the more gay they become. Only the most ignorant and depraved masturhater could reject these results. ….

      After all, a man getting sexually aroused by touching an erect penis sounds pretty gay to me.“

      http://stopmasturbationnow.org/faith-fact-series/masturbation-is-a-homosexual-act/

      LOL Die Seite ist urkomisch!

      • Dieser Leserbeitrag (zu dem link links) ist zu gut als dass ich ihn nicht posten will, er fängt auch so an, wie der Tweet von @pp im Ausgangspost… Die Fehler drin sind auch zu lustig!

        „Okay so what the actual fuck is wrong with you people this so called „fact“ is your own oppinon and has not been proven by anyone official on the other hand IT HAS BEEN PROVEN that madturbation is healthy and normal and you are taking this the wrong way you dipshits really think youre so called „god“ hates gay people THEN WHY THE FLYING FUCK ISNT HE SENDING DOME GOD FUCKIJG REDEMPTION YOU HIPOCRIT SONS OF ******* IGNORANT PIECES OF SHIAT… okay had to let that one out becayse some of the measures you christians take against masturbation is just over the damn edge „Anti masturbation cross“ WHAT THE FUCK how the hell is a child suppose to sleep like that you dipshits… AND YOU CALL IT „SELF RAPE“ But the last time i checked rape was a word for when someone is forced to do sexual deeds with one another and cant be inflicted on yourself since you want to do them you absolute idiots!!!“

  15. Ich bin völlig sprachlos. Was ist denn da passiert? Der WDR bringt zur Hauptsendezeit einen Film mit Männerrechtlern in der Hauptrolle??!? Mit Wolle Pelz, Lassahn, Kunz in den Hauptrollen! Hätte Manndat nicht besser machen können. Der Film ist wirklich professionell und auch optisch / graphisch sehr gut gemacht. Unbedingt zu empfehlen!

    Sendung: markt
    http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/markt/indexmarkt100.html

    Montag, 09. November 2015, 21.00 – 21.45 Uhr
    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/markt/videomarkt356.html

    markt: Sendung vom 09.11.2015 — Die Themen der Sendung: Schlangen an der Kasse – Zeit und Nerven sparen | Defekte Haushaltsgeräte – Geplanter Verschleiß? | Gegen den Strich – eMANNzipation | Clementinen – Vitamine für die Winterzeit | Party ohne Alkohol – Detox-Night

    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/markt/videogegendenstrichemannzipation100.html

    Gegen den Strich – eMANNzipation: markt vom 09.11.2015

    Beim Thema Gleichstellung denkt fast jeder sofort an Frauen. Aber wer denkt an die Männer? Wir tun das heute mal. Denn auch Jungen und Männer haben mit gesellschaftlichen Nachteilen zu kämpfen. Mit welchen und wie, zeigt markt in „Gegen den Strich“.

    • Das mit dem Gender Pay Gap ist wirklich gut gemacht. Hat schon mal jemand einen/e Politiker/in über die Unterschiede in den Arbeitsjahren reden hören? Das sind bei der Durchschnitssfrau anscheinend 15 Jahre weniger (m:38;f:23, ich hatte mal ca 10 Jahre ausgerechnet). Wie soll das ausgelichen werden, ohne eine drastische Änderung in den Arbeitzeiten?

      Bei dem was Frau Flaake (Neue Mütter – Neue Väter) da sagt, kriegen die von der Mütterlobby bestimmt Schaum vorm Mund ^^

  16. bei Danisch gefunden, den Verweis auf:

    „Längst nicht nur als historische Betrachtung ist das 2009 in der zweiten Auflage erschienene Buch „AnarchaFeminismus. Auf den Spuren einer Utopie“ für anarchistisches Denken und herrschaftsfreie Praxis relevant. Etliche Positionen historischer Anarchistinnen, die darin vorgestellt werden, sind hochaktuell für libertäre Zusammenhänge. Kurz gesagt: Diese exzellente Einführung in anarchafeministische Theorie und Praxis ist ein Muss für alle Anarchist_innen, die Antisexismus nicht in ein postrevolutionäres Morgen vertagen – und gleichsam für die, die sich wundern, dass eine solche Praxis ihre verdiente Kritik erfährt.

    Silke Lohschelder, Liane M. Dubowy und Inés Gutschmidt unterteilen das Buch in drei Teile. …. So beeindruckend diese Ideen und die jeweiligen Kämpfe sind, so erschreckend sind die von diesen Herren formulierten Standpunkte zur Geschlechterpolitik. …. oder feministische Kämpfe gar als „bürgerlich“ diffamiert wurden. … Als Anarchistin kämpfte die gegen den Staat, als Frau kämpfte sie gegen ihre eigenen Genossen. Dieser Fakt zieht sich durch die Biografien aller hier vorgestellten Frauen und wird etlichen Leserinnen bekannt vorkommen. … Der Anarchismus allerdings muss den Feminismus als gleichwertige Theorie begreifen, statt ihn sich als quasi natürlichen Bestandteil einzuverleiben. …“

    Nein, das ist nicht aus
    http://stopmasturbationnow.org/

    sondern:
    http://www.kritisch-lesen.de/rezension/der-doppelte-kampf

    • Facts are oppressive, you shitlord.

      Schön fand ich den Kommentar: Wenn man eine Diskussion gegen eine Frau nur verlieren kann, was passiert, wenn zwei Frauen diskutieren?

      Parallel zu: Wenn ein Mann mitten in einem Wald etwas sagt, und es ist keine Frau in der Nähe: Hat er dann trotzdem unrecht?

    • @patriarchy

      „Ja, ich hätte die Frage auch gern beantwortet.“

      Na, wo bleibt jemand, der die ganzen archäologischen „Beweise“, die es diesbezüglich gibt, zusammenstellt? Ist ja wirklich nicht schwer oder will man damit nichts zu tun haben, da dort im Moment kein Blumentopf mit zu gewinnen ist?

  17. Hatte schon auf diese HoneyBadger Episode hingewiesen und gepostet.

    Nun auch Toy Soldiers:

    The Honey Badgers discuss male suicide
    Posted on November 9, 2015

    A few days ago the Honey Badgers invited Tom Golden, a psychotherapist and the author of Swallowed by a Snake, on their show to discuss men’s health.

    This is definitely an episode of Honey Badger Radio worth a listen.

    (Tom Golden hat auch mit Warren Farrell unter Men are Good eine Diskussionsrunde für eine längere Zeit. Übrigens ist die mitdiskutierende Adult Entertainerin Anna Cherry eine neuropsychologische Expertin mit universitärem Abschluß auf diesem Gebiet)

    https://toysoldier.wordpress.com/2015/11/09/the-honey-badgers-discuss-male-suicide/

  18. Heiute ist der 40. Jahrestag der berüchtigten UN-Resolution 3379, „Equating Zionism with Racism“:

    „The resolution was one of the many efforts (and one of the successful ones) of the Arab world and the Eastern bloc to isolate Israel and have her expelled from international organizations such as the United Nations.

    In 1991, after the fall of the Soviet Union, the United Nations General Assembly passed resolution 4686 „revoking“ resolution 3379 and virtually annulling it.“

    http://israelsdocuments.blogspot.de/2015/11/the-40th-anniversary-of-un-resolution.html

    Die Res. 3379 kam nicht zuletzt durch eine vorausgegangene Deklaration der Frauenbewegung zustande:

    „3379 (XXX). Elimination of all forms of racial discrimination“

    ……
    „Taking note of the Declaration of Mexico on the Equality of Women and Their Contribution to Development and Peace 1975, proclaimed by the World Conference of the International Women’s Year, held at Mexico City from 19 June to 2 July 1975, which promulgated the principle that „international co-operation and peace require the achievement of national liberation and independence, the elimination of colonialism and neo-colonialism, foreign occupation, zionism, apartheid and racial discrimination in all its forms, as well as the recognition of the dignity of peoples and their right to self-determination““

    https://en.wikipedia.org/wiki/United_Nations_General_Assembly_Resolution_3379

    Dass die Resolution „zurückgezogen“ wurde, scheint überhaupt keine Rolle zu spielen…

    • Es ist mittlerweile auffällig wie über die UN bzw. auch mit der UN manipuliert wird …

      EU genauso, und alle anderen supranationalen auch … FIFA & Co.

      Fehlende Kontrolle, Transparenz und Bürgernähe, immer noch hohes Ansehen etc. wird dazu genutzt. Ein Eldorado vor allem für alle linken „progressiven“ authoritären Rent-Seekers und Con Artisten.

    • „Does this mean women will stop telling men how masculinity is supposed to work?“

      (Das soll zwar Satire sein, aber ohne Kontext (den ich nicht kenne) ist es nicht witzig.)

      • Der typische Ploy … „ist ja nur Satire“.

        Kill All Men, Male Tears, … etc.

        Immerhin Jezebel.

        Natürlich ist das, auch wenn so verpackt, im Sinne der Wirkung ernst gemeint.

        Was zählt ist die Suggestion. So funktioniert Herabsetzungs- und Entmenschlichungspropaganda. So soll’s emotional ins Hirn gepflanzt werden. Das ist tatsächlich bösartig in der Intention.

  19. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hofheim-mann-schlaegt-einbrecher-und-wird-angezeigt-a-1062106.html#utm_source=panorama#utm_medium=medium#utm_campaign=plista&ref=plista

    „Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem 17-Jährigen um einen Serientäter, auf dessen Konto laut Polizei mehr als 200 ähnliche Delikte gehen. Ihm werden laut hessenschau.de Dutzende Fahrraddiebstähle und Einbrüche zur Last gelegt.

    „Er hätte der Einbrecher festhalten, aber nicht niederschlagen dürfen“, sagte ein Polizeisprecher dem Portal. Das Gericht müsse nun entscheiden, ob er in Notwehr gehandelt habe.“

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