Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 2. November 2015

Sind Maskulismus und Feminismus unvereinbar?

Auf dem Blog „Gleichheit und Differenz“ findet sich ein interessanter Absatz zu der oben in der Überschrift genannten Frage:

Wie gesagt sehe ich als die größte Herausforderung des modernen Feminismus das Hinarbeiten auf einen Abbau stereotyper Vorstellungen von Geschlecht. Der Feminismus wäre damit eine Spezialisierung, die sich dieser Aufgabe v. a. was stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit betrifft, widmet.

Da wäre der gegenwärtige Feminismus allerdings etwas über das Ziel dessen, was ich als richtiger Abbau von Essentialismus verstehen würde, hinausgeschossen. Aus meiner Sicht ist es ein legitimes Ziel, essentialistische Geschlechterrollenvorstellungen abzubauen, die besagen, dass Männer und Frauen nur auf eine bestimmte Weise sein dürfen. Andererseits sind Männer und Frauen eben auch gleichzeitig auf eine bestimmte Weise so oder so, allerdings eben nur im Schnitt. Wer anfängt, die Häufungen mit Unterdrückung gleichzusetzen, der verkennt diese Unterschiede aus meiner Sicht.

Entsprechend wäre der Maskulismus das logische Gegenstück des Feminismus, eine Bewegung, die sich dem Abbau stereotyper Vorstellungen von Männlichkeit widmet. Ziel eines solchen Maskulismus wäre dann ganz entsprechend, die vielen unterschiedlichen Varianten des „Mannseins“ zu betonen, ihnen Raum zu erkämpfen und eben gerade nicht einschränkende Vorstellungen von Männlichkeit zu wiederholen.

Das sollte aus meiner Sicht durchaus ein Anliegen des Maskulismus sein, aber eben mit den obigen Einschränkungen. Und in dieser Hinsicht – Befreiung von essentialistischen Geschlechterrollen – könnten Feminismus und Maskulismus in der Tat ein logisches Gegenstück sein – ein Feminismus, der sich für ein gleiches Recht auf Bildung und gegen „Frauen an den Herd, ins Bett, zu den Kindern und in die Kirche“ ausspricht hat meine vollste Unterstützung. Und hier kann ich das Anliegen konservative Geschlechterrollen nicht als absolut ansehen zu wollen, sehr gut nachvollziehen.

Insofern wären Feministen letzten Endes dann auch Maskulisten und umgekehrt. Feminismus und Maskulismus wären damit lediglich zwei Seiten derselben Medaille, die sich jeweils bedingen. Denn wie soll der Abbau stereotyper Vorstellungen von Männlichkeit gelingen, wenn nicht auch stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit hinterfragt werden und vice versa?

Das wäre schon eine wichtige Erkenntnis, die man aber etwas anders fassen sollte: Es unterdrückt nicht einfach ein Geschlecht das andere, sondern ihre gegenseitigen Erfahrungen, Anforderungen und Wünsche formen als kulturelle Ausgestaltungen biologischer Grundlagen das Verhalten des anderen Geschlechts

Advertisements

Responses

  1. Das Problem bei den meisten Feministinnen, die sich wohlwollend gegenüber Männerbelangen äußern ist, daß sie die Lösung zumeist so sehen, daß Männer und Jungs weiblicher werden sollen. Manche meinen, Jungs sollen Röcke anziehen dürfen, andere sagen es deutlicher, daß sie patriarchale Erziehung als das dahinterliegende Problem ansehen.

    Auch die Autorin meint in dem von Dir referenzierten Artikel, daß Jungs „systematisch“ von Frauen diskriminiert werden, was Frauenverachtend sei. So ein Blödsinn! Von Systematisch hat niemand etwas gesagt. Aber man kann doch nicht behaupten, daß mehr Frauen in den Chefetagen quasi Weltfrieden bedeutet, aber da wo Geschlecht tatsächlich etwas ausmacht, nämlich in der Pädagogik, dies keinen Effekt habe.

    • Das Problem bei den meisten Feministinnen, die sich wohlwollend gegenüber Männerbelangen äußern ist, daß sie die Lösung zumeist so sehen, daß Männer und Jungs weiblicher werden sollen.

      Genau das. Das weibliche ist das Gute und wären die Männer auch so, dann bräuchten wir den Begriff „weiblich“ gar nicht mehr mit in diesem „naturalistischen“ Sinne verwenden.
      Hat uns doch vor kurzem schon Onyx via Wizorek beigebracht: Das Problem von uns Männern ist, dass die einzigen „legitimen“ Emotionen, die wir in uns tragen und in der Lage sind auszudrücken, Aggression, Hass und Fußballproletentum bleiben.

      Der Feminismus will uns doch nur dabei helfen, Menschen zu werden! Warum vertraut ihr ihm nicht einfach?

      • @david

        „Das Problem von uns Männern ist, dass die einzigen “legitimen” Emotionen, die wir in uns tragen und in der Lage sind auszudrücken, Aggression, Hass und Fußballproletentum bleiben.“

        Wo hat sie das denn gesagt? 🙂

        • In dem Artikel den du von Onyx vor ein paar Wochen verlinkt hast.

          Mein zweiter Beitrag sollte eigentlich unten hin.

      • Ui, Margret hat einen eigenen Blog?

        Wobei die Artikel doch tatsächlich bisher wenig Kontroversen anbieten, da kann man einiges mitgehen.

        Den hier verlinkten finde ich noch am schwächsten. Immerhin behauptet sie darin nicht, wie so oft, dass Männerthemen bereits durch den Feminismus abgedeckt wären. Naja dafür schlägt sie einen Männerfeminismus vor, der in die gleiche Richtung geht.

        Wie gesagt sehe ich als die größte Herausforderung des modernen Feminismus das Hinarbeiten auf einen Abbau stereotyper Vorstellungen von Geschlecht

        Das ist ja mal sehr vage und klingt schon selbst wie ein Stereotyp.
        Aber okay, Stereotype sind grundsätzlich Fallen der Informationsverarbeitung und können über bestimmte psychologische und soziologische Effekte einschränkend sein. Insofern kann sich wohl jeder darauf einigen, dass ein Weniger an Stereotypen hilfreich wären.

        Die Frage ist ja nur, wie man die denn jetzt konkret „abbaut“. Es ist ja ziemlich heikel, wenn man an die „Vorstellungen“, also das was Menschen denken, ran will und an der Stelle hat Feminismus keine guten Antworten, sondern ist in der Tendenz totalitär.

        Die aus einer freiheitlichen Sicht einzige legitime Methode ist es, Gleichberechtigung herzustellen, aufzuklären und sehr sehr viel Geduld mitzubringen, bis sich das Stereotyp (also die wahrgenommene Realität) an die neue Realität anpassen kann und schwächer wird, dadurch wiederum Raum für Veränderung frei wird, dadurch wieder das Stereotyp schwächer wird usw.
        In vielen Bereichen hat dies längst funktioniert. Sonst würden Frauen nicht zahlreiche ehemals stereotyp männliche Domänen wie die Medizin besetzen, dort sogar teilweise ein Übergewicht herstellen können.

        Das große Problem des Feminismus bzw. Konstruktivismus ist es zum Einen, dass er sich die Welt und jegliche Unterschiede quasi ausschließlich nur durch Stereotype erklären kann. Er wird also gerade da besonders wirksame und schlimme Stereotype vermuten, wo sich die Welt nicht in seinem Sinne ändert und wo Unterschiede womöglich bestehen bleiben, weil sie andere Ursachen haben als bloß „Stereotype“.
        Der Feminismus weigert sich weitestgehend, das anzuerkennen. Gerade weil sie an manchen Stellen nichts ändert und kein anderes Erklärmuster als „Stereotyp“ besteht, wird diesen dann erst recht eine ungeheure Macht zugeschrieben, so dass Leute wie Margret die Bedeutung von Stereotypen für die menschliche Informationsverarbeitung und Motivregulation um den Faktor 10 überschätzen.

        Das andere Problem ist, dass der Feminismus mit Veränderungen die Zeit brauchen, keinerlei Geduld hat, immanent illiberal ist und daher durch proaktive Maßnahmen einen Prozess beschleunigen will, der einen angeblich naturgegeben (!) Gleichheitszustand herstellen soll – unabhängig davon, ob dieser überhaupt von der Mehrheit der Menschen so gewollt wird.
        Zu diesen Maßnahmen gehören Zensur („Hate Speech“), diskriminierende Quoten, Genderneusprech und Sprachpolizei, politisch korrekte Volkserziehung und ideologische „Jungenarbeit“.

        Ich nehme als Beispiel mal ein „sexistisches“ Werbeplakat. Darin wird auf die gesellschaftlich wahrgenommene Realität rekurriert, diese dann zugespitzt. Sobald ein „sexistisches“ Stereotyp die wahrgenommene Realität allerdings nicht mehr trifft, funktioniert die Aussage ohnehin nicht mehr. Wer zum Beispiel heute in einer Waschmittelwerbung eine Frau porträtiert, die voller Begeisterung von Waschmitteln spricht so als hätte sie keinen anderen Lebensinhalt, der wird auf ziemliche Verwunderung stoßen, da kein Mensch mehr solche Frauen kennt. Diese Zuspitzungen sind vielmehr eine Quelle von Veränderung, da sie Klischees bewusst macht und darüber schmunzeln lässt.

        Feminismus aber lädt solche Dinge emotional auf und polemisiert dagegen, wie Leute die gegenwärtige Welt wahrnehmen und abbilden. Ist das im Sinne des festgelegten Ziels oder nicht? Dadurch werden sozial sanktionierbare Sprach- und Denkregelungen aufgestellt.

        • @david
          „Das große Problem des Feminismus bzw. Konstruktivismus ist es zum Einen, dass er sich die Welt und jegliche Unterschiede quasi ausschließlich nur durch Stereotype erklären kann.“

          Das ist das Wesen des Feminismus: aus einem essentialistischen Geschlechtsantagonismus heraus produziert er ausschliesslich Stereotype über die Geschlechter. Nach diesen will er die Welt neu ordnen und das mit Zwang.

          gleichheitunddifferenz:
          „Wie gesagt sehe ich als die größte Herausforderung des modernen Feminismus das Hinarbeiten auf einen Abbau stereotyper Vorstellungen von Geschlecht.“

          Nimmt man das erst, wäre somit die grösste Herausforderung des Feminismus die eigene Selbstabschaffung.

          „der Feminismus …. einen angeblich naturgegeben (!) Gleichheitszustand herstellen soll“

          Genausowenig wie Feminismus gegen Stereotypen ist, so wenig ist Feminismus für einen irgendeinen „Gleichheitszustand“.

          „Naturgegeben“ ist einzig die essentialistische Grundauffassung des Feminismus: Die ganze Welt wurde und wird durch durch den unbedingten Willen zur Macht gesteuert. Diese Auffassung ist es auch, warum der Feminismus meint mit gutem Gewissen dreist lügen zu können, indem er seinen Überlegenheitskult des „Weiblichen“ als Gleichheit verkauft.

          Der Feminismus ist also gar nichts Neues, sondern nur eine zeitgemässe weitere Form eines rein politisch aktiven Irrationalismus, der zur absoluten Macht drängt.

          Es ist wirklich unbegreiflich, dass nach den Erfahrungen des Kommunismus und des Faschismus dererlei politischen Kräfte wieder Fuss fassen können.

          Und klar, mit einem beigeordneten Maskulismus zur weiteren Ideologisierung um die Geschlechterdifferenz würde dieser neue Totalitarismus einen Gang höher schalten können, deshalb wird jetzt an die Männer appelliert, ihre „Rechte“ einzufordern.

          Was ja an sich stimmig ist, das Problem ist nur der Zusammenhang… Deshalb: Nein, nur die Diskriminierung hat aufzuhören. Und jede Art der Sterotypisierung des Geschlechtlichen zur politischen Mobilisierung.

        • „Es ist wirklich unbegreiflich, dass nach den Erfahrungen des Kommunismus und des Faschismus dererlei politischen Kräfte wieder Fuss fassen können.“

          Das ist eine völlig naive Sichtweise. Wenn es heißt, man müsse …, damit dieses oder jenes nicht wieder geschehen kann: Es wird wieder geschehen. Leider.

          „… deshalb wird jetzt an die Männer appelliert, ihre “Rechte” einzufordern.“

          Bitte Rechte nicht in ironische Anführungszeichen setzen. Es sind tatsächlich Rechte. Du bist doch nicht etwa eine Feministin.

        • @pıʌɐp
          „Es sind tatsächlich Rechte. Du bist doch nicht etwa eine Feministin.“

          Meiner Meinung nach sind nur die gesetzlichen Rechte überhaupt relevant. Das andere, was so genannt wird, lässt sich nur mit der Kneifzange mit Anführungszeichen anfassen. Die sogenannten „Naturrechte“ etwa oder das „Recht“ etwa als Frau hätte man eine Besserstellung verdient. Diese „Rechte“ sind eigentlich nur Privilegien. Die Idee von Privilegien sind aber der Idee von Rechten absolut entgegengesetzt. Denn Privilegien sind nur für wenige da, Rechte aber für alle gleichermassen.

          Der Feminismus verdreht hier, nebenbei gesagt, auch in bewährter Weise Recht und Privilegien. Er greift Recht als vermeintliche Privilegien an und will Privilegien als Recht etablieren.

          „Das ist eine völlig naive Sichtweise. Wenn es heißt, man müsse …, damit dieses oder jenes nicht wieder geschehen kann: Es wird wieder geschehen. Leider.“

          Da gibt es keine geschichtliche Notwendigkeit, keine Teleologie, keine „Widerkehr des ewig Gleichen“. Aus Erfahrungen lernt man oder auch eben nicht. Die Frage lautet, warum nicht gelernt wurde.
          Zum Glück ist das aber noch nachzuholen, der neue Totalitarismus ist weit davon entfernt etabliert zu sein.

        • „Aus Erfahrungen lernt man oder auch eben nicht. Die Frage lautet, warum nicht gelernt wurde.“

          Wer ist ‚man‘?

          Es geht nicht ums Lernen. Die Leute suchen ihren Vorteil und es gibt immer genügend skrupellose, die das ohne Rücksicht auf den gesellschaftlichen Schaden machen. Die, die sich entgegen stellen, haben wenig persönlichen Nutzen davon.

          „Meiner Meinung nach sind nur die gesetzlichen Rechte überhaupt relevant. Das andere, was so genannt wird, lässt sich nur mit der Kneifzange mit Anführungszeichen anfassen.“

          Ich verstehe schon, was du meinst, wenn du aber bei den Rechten für Männer Anführungszeichen brauchst, heißt das dann, dass du damit Privilegien meinst?!

        • @divad
          „Wer ist ‘man’?“ Na, Intellektuelle, die Interessierten, kann jeder sein.

          Dass jeder nur seinen Vorteil suchen würde, ist eine Binsenweisheit. Die eigentlich sogar dem widerspricht, dass den politisch-radikalen Rattenfängern nachgelaufen wird. Ist ja in jeder Hinsicht nur nachteilig.
          Nein, Ideen und politische Ideologien und deren Verbreitung lassen sich nicht hinreichend mit einem materiellen oder gesellschaftlichen Vorteil erklären, sondern da muss man auch berücksichtigen, dass „man“ gerne an etwas glaubt…

          „Ich verstehe schon, was du meinst, wenn du aber bei den Rechten für Männer Anführungszeichen brauchst, heißt das dann, dass du damit Privilegien meinst?!“

          Es kommt doch ganz darauf an, was gemeint ist. Wenn jetzt irgendeine Männerkampagne darauf abzielen würde, dass Frauen in Bussen wegen dem Breitmachen mit ihren Einkaufstaschen abgestraft gehörten, weil man sich in seinen Rechten auf einen Sitzplatz eingeschränkt fühlt, dann würde ich dieses eingeforderte Recht nicht als solches anerkennen (du wirst unschwer merken, auf was ich anspiele).

    • „Das Problem bei den meisten Feministinnen, die sich wohlwollend gegenüber Männerbelangen äußern ist, daß sie die Lösung zumeist so sehen, daß Männer und Jungs weiblicher werden sollen.“

      Würde das denn keine Probleme lösen?

      • Würde das denn keine Probleme schaffen?

      • Für diese Feministinnen vermutlich schon, sonst würden sie das nicht immerzu anstreben. Aber welche Probleme von Männern „Verweiblichung“ lösen könnte, kann ich beim besten Willen nicht erkennen? Das scheint mehr nach dem Motto zu laufen „Hör auf ein Mann zu sein, dann hast Du auch keine Männerprobleme mehr“, was natürlich ein ziemlicher Fehlschluss ist.

        • „lach“…natürlich , normativer Fehlschluss gegen biologistischen Fehlschluss das ist doch das Spiel?

        • daß sie die Lösung zumeist so sehen, daß Männer und Jungs weiblicher werden sollen.”

          Würde das denn keine Probleme lösen?

          1) Ist das nicht schon geschehen?

          2) Wurde das nicht schon heftig von vielen Frauen bemängelt Es gibt keine richtigen Männer mehr …?

          3) Ist das wirklich erstrebenswert? Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Männer sich nicht noch mehr verbiegen können. PUA’s haben das doch als Grundsatz?

      • …bestimmt würde es Probleme lösen…und sobald das geschehen ist werden die Lösungen zu den Problemen werden…und mit deren Lösungen werden wieder andere Probleme auftauchen..u.s.w.

        Kausalität als die neue Ideologie ….furchtbar kalt und tödlich langweilig

        Ich glaube das der „Feminismus“ in Deutschland intellektuell grundsätzlich schon verdaut ist….

        • Welche Probleme würde es denn konkret lösen, also für Männer? Wenn da schon nichts zu finden ist, dann können wir und den Zirkel zur Schaffung neuer Probleme doch sparen?

      • Ich bezweifle auch, dass vielen Frauen damit geholfen wäre oder es ihnen recht wäre.
        Wenn Feminista geschafft haben, 90% aller Männer erfolgreich „verweiblicht“ zu haben, werden die Frauen vorwiegend auf die verbliebenen 10% nicht verweiblichter Männer fliegen.

  2. Leszek hat übrigens hier https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/10/29/gamergate-und-feminismus/comment-page-1/#comment-7406

    eine recht beeindruckende Liste hingelegt. Hier ist so einiges, was man als feministischen Standpunkt werten kann, der auch problemlos von der Gegenseite mitgetragen kann. Ich stehe nicht 100% hinter jedem Punkt. Interessant finde ich daß man das auch als komplexere Sicht als die des Feminismus auf diese Probleme sehen kann, und zwar eine die beide Geschlechter betrifft.

    Insofern wäre der Maskulismus eben nicht „das logische Gegenstück des Feminismus“, sondern eine andere Sicht auf dasselbe Problem. Und diese Probleme können nicht gelöst werden, wenn man ihn als Gegenstück begreift.

  3. Guten Morgen,

    Duden: stereotyp = (bildungssprachlich) (meist von menschlichen Aussage-, Verhaltensweisen o. Ä.) immer wieder in der gleichen Form [auftretend], in derselben Weise ständig, formelhaft, klischeehaft wiederkehrend

    Ich sehe vor allem, dass der Feminismus a) ein Problem damit hat, die typischen Verhaltensweisen der Männer zu akzeptieren, die gestrigen und die heutigen. b) Ausserdem ist der (extreme) Feminismus gegen jegliche Rollenverteilungen.

    Weder a) noch b) halte ich für erstrebenswert, noch sehe ich das als Ziel meiner Art von Maskulismus an.

    Selbstverständlich sind nicht alle Männer und alle Frauen so oder so und Vielfalt und Toleranz sind wichtig. Trotzdem gibt es angeborene Verhaltenweisen und die zu negieren ist m.E. falsch. Das tut der Feminismus dauernd und reitet auschliesslich auf den negativen, anscheinend typisch männlichen, Verhaltensweisen rum, ohne die positiven Seiten anzuerkennen.

    Ich sehe nicht den geringsten Anlass mich für mein Geschlecht und/oder meine Hautfarbe zu entschuldigen.

  4. Nur ist das nicht der Feminismus,dem wir begegnen. WIr begegnen einem prosozialen Bevormundungsfeminismus, der überforderten Müttern gleich, bei Widerstand zur Gewalt neigt.

  5. In dem verlinktem Text werden alle (erfundenen) bösen Aussagen über Frauen dem Maskulismus zugeordnet, daß es aber im Feminismus ähnliche, wenn nicht schlimmere über Männer gibt, wird völlig verschwiegen.

    • Ach ja, wenn der Feminismus für Frauen zuständig wäre (Rollenbilderabau und so) und der Maskulismus entsprechend für Männer, warum lässt der Feminismus denn dann die Männer nicht in Frieden und behindert sie nicht?

      • Ganz genau. Damit lässt sich die Sache eigentlich ausreichend entlarven.

        Praktisch verständlich ist es allerdings. Denn die gesunde Reaktion der Männer auf immer männlichere Frauen sind noch männlichere Männer. Die Dynamik zwischen den Geschlechtern braucht die Differenz.

        • „Die Dynamik zwischen den Geschlechtern braucht die Differenz.“

          Dann wäre es aber leichter, wenn die Männer sich verweiblichen würden.

        • „Die Dynamik zwischen den Geschlechtern braucht die Differenz.“

          Wozu? Es brauch keine Differenz, die einzelnen Menschen sind ohnehin verschieden genug. Reicht das nicht völlig? Warum sollen noch irgendwelche „höheren“, irrealen Differenzen aufgeblasen werden, die nur zum Nachteil der Individuen gereichen können?

        • Also ich weiß nicht, wie es Euch geht. Aber Frauen mit Kurzhaarschnitt, keinen Titten und keinem Arsch, die fluchen, rülpsen und furzen und stolz auf ihren Bizeps sind, machen mich nicht an? Ebenso wenig wie Frauen, die stolz auf die Menge ihrer vergangenen Geschlechtspartner sind? Von männlich-verhärteten Gesichtszügen will ich noch gar nicht anfangen?

        • @ lh
          Das ist aber eine andere Aussage als “Die Dynamik zwischen den Geschlechtern braucht die Differenz.”
          Du redest hier von Sexualität und Attraktivitätsmerkmalen, nicht von Dynamik und Differenz.

        • Die Attraktivitätsdynamik entsteht aus der Differenz.

        • @Ih
          „machen mich nicht an?“

          Warum sollten deine Vorstellungen irgendwie relevant sein, ausser natürlich für dich selbst? Wären daraus Normen abzuleiten, die verbindlich wären? Doch wohl kaum, mögen gewisse Vorlieben oder Abneigungen auch von Vielen geteilt werden.

        • die natürliche differenz zwischen den geschlechtern ist dir also nicht groß genug? wenn man sie nicht künstlich in beide richtungen erweiterte, ginge deine lust flöten, meinste?
          und das wäre problematisch, weil?

        • „Die Attraktivitätsdynamik entsteht aus der Differenz.“

          Nope. Die Attraktivitätsdynamik ensteht durch abgespeicherte Attraktivitätsmerkmale.

        • aber nicht bloß pränatal!
          vorlieben entwickeln sich erst in der pubertät und daher durchaus auch vom sozialen umfeld beeinflusst.
          wird echt mal zeit, dass das festgehalten wird:
          ein baby/(klein)kind hat noch keine bestimmte sexualität!

        • @semikolon

          Das ist wie bei einem Hausneubau:
          Nur weil die Sexualität noch nicht „angeschaltet“ ist, kann ja schon die Verdrahtung verlegt sein.

        • @Alex: Ich habe Euch gefragt, wie ihr das seht. Meinem Eindruck nach ticken die meisten Männer da nicht viel anders als ich.

          Es gibt wohl auch welche, die „vermännlichten Frauen“ attraktiv finden. Aber wie viele von denen sind dann mit so einer „vermännlichten Frau“ glücklich zusammen, inklusive aufregendem Sexleben?

          Für manche Männer ist die Idee von der Gleichheit und der Überwindung der Differenz attraktiv, weil es auf den ersten Blick so aussieht, als müssten sie dann nicht mehr im Hinblick auf ihre Männlichkeit performen. Nur: Spielen die Frauen dann dabei mit? Finden sie das attraktiv? Meinem Eindruck nach nicht.

          @Semikolon: Um meine Lust kümmere ich mich schon, indem ich Frauen bevorzuge, die „weiblich“ sind.

          @Adrian: Den Faktor gibt es in der Tat. Man kann sich an bestimmte Attraktivitätsmerkmale gewöhnen, wenn der Schwanz sich daran erinnert, damit schon mal Spaß gehabt haben. Aber die Gefahr dabei ist, sich in eine Sackgasse zu bewegen, was einem dann erst auffällt, wenn der Partner, mit dem sich so eine angewöhnte Attraktivitätsdynamik funktioniert hat, plötzlich nicht mehr da ist. Wenn man bei den „natürlichen Attraktivitätsmerkmalen“ bleibt, dann findet man schnell was neues weil diese eben funktionieren. Wenn man dagegen sich an etwas spezielles gewöhnt hat, dann muss man Einhörner suchen, mit denen das auch funktioniert.
          Stell Dir einfach mal vor, es gäbe morgen außer Dir keine schwulen Männer mehr. Was machste dann?

        • @semi
          „ein baby/(klein)kind hat noch keine bestimmte sexualität!“

          Jetzt kommt bloss nicht damit, die hätten „Erotik“…..

          Die Anlagen zur Sexualität sind aber zweifelsohne schon vorhanden. Wie das ausspielt, dies dürfte noch lange unbekannt bleiben, dafür ist unsere Zeit vermutlich nicht reif, da viel zu vorurteilsbeladen. Erkenntnis brauch Freiheit.

        • „in baby/(klein)kind hat noch keine bestimmte sexualität!“

          Aber ggf. eine exotische Faszination gegenüber einem Geschlecht. Das war zumindest bei mir so.

        • „Das ist wie bei einem Hausneubau:
          Nur weil die Sexualität noch nicht “angeschaltet” ist, kann ja schon die Verdrahtung verlegt sein.“

          asexualität wäre in dem bild dann was?

        • @ Ih
          Du wirfst zuviele Dinge durcheinander, das kann ich am Handy gar nicht alles adäquat kontern. Später vielleicht.

        • @Ih
          „Meinem Eindruck nach ticken die meisten Männer da nicht viel anders als ich.“

          Das mag sein, da sterotype Erwartungen und Vorstellungen weit verbreitet sind, natürlich vor allem mit Unerfahrenheit verbunden. Habe ich auch wirklich nichts dagegen, so ist das halt. Erfahrungen muss man immer selbst sammeln. Frag mal einen jeder, „die “vermännlichten Frauen” attraktiv finden.“ nach ihrer Meinung in der Jugend. Der hatte einst bestimmt auch nicht die Traute zu dem zu stehen, vor seinen Kumpels.
          Die Menschen sind doch immer überrascht, wie wenig ihre vermeintlichen Idealvorstellungen von Einst für sie selbst relevant sind, im Lauf des Lebens.

        • „Aber ggf. eine exotische Faszination gegenüber einem Geschlecht. Das war zumindest bei mir so.“

          an welches alter meinst du dich da zu erinnern?
          und exotisch deutet auf einen allgemeinen mangel an männlicher präsenz in dieser zeit hin, korrekt?

        • @Adrian: Wenn Du das machst, erläutere ich Dir gerne wie die Dinge zusammenhängen.

        • „Stell Dir einfach mal vor, es gäbe morgen außer Dir keine schwulen Männer mehr. Was machste dann?“

          Keine Ahnung. Pornos schauen? Geschlechtsumwandlung in Erwägung ziehen? Keinesfalls wird sich deshalb ändern, dass ich (bestimmte) Männer attraktiv finde.

        • „an welches alter meinst du dich da zu erinnern?“

          6 bis Pubertät.

          „und exotisch deutet auf einen allgemeinen mangel an männlicher präsenz in dieser zeit hin, korrekt?“

          Nope. Ich hatte keinen Mangel an männlicher Präsenz. Ich fand nur Jungs und Männer und männliche Tiere faszinierend und interessant. Die geistigen Anlagen zur Sexualität waren da, aber der Körper war noch nicht so weit. So würde ich es ausdrücken.

        • „Ich fand nur Jungs und Männer und männliche Tiere faszinierend und interessant.“

          betonung auf _nur_ *scnr*

          das kann aber doch keine exklusiv-schwule sache sein,
          dieses „iiieh, mädchen“ wird doch nahezu allen kleinen jungs von den großen jungs als „normale phase“ nachgesagt?

        • @semikolon

          Die Aussage von Eltern, dass ihr Kind schon immer „anders“ war und sie da schon immer einen Verdacht hatten ist ja nun fast schon klischee

        • verrätst du mir vielleicht auch noch, seit welchem alter dich mainstream-hetero-porno reizt?

        • „asexualität wäre dann in dem bild dann was?“

          Ein Handwerker, der gepfuscht hat.

        • ja mei, christian,
          ich persönlich lernte halt mehr ex-heten/trans-schwule* kennen, die irgendwann meinten festgestellt zu haben, dass sie wohl immer schon schwul gewesen sein müssen als cis-schwule*…
          sowas prägt halt das weltbild, machste nix

          *eigenkreation, glaub ich 😀

        • @semikolon

          Die spätere Eigeneinsicht und die einschätzung von anderen, dass man es auch früher hätte merken können oder das einen das Outing nicht überrascht können ja auch unproblematisch nebeneinander stehen und schließen sich nicht aus

        • „dieses “iiieh, mädchen” wird doch nahezu allen kleinen jungs von den großen jungs als “normale phase” nachgesagt?“

          Diese Phase hatte ich nicht. Mädchen waren okay. Aber eben nicht aufregend oder faszinierend. Das sind sie bis heute nicht 🙂

        • @semi
          „dieses “iiieh, mädchen” wird doch nahezu allen kleinen jungs von den großen jungs als “normale phase” nachgesagt?“

          Da verstehst du aber etwas vollkommen falsch, dieses überbetonte Desinteresse ist nichts als ein Ausdruck von Interesse, welches man demonstrativ ablehnt weil man noch nicht so recht weiss, wie man damit umgehen soll.

        • „Diese Phase hatte ich nicht“

          diese phase hast du rhetorisch nie abgeschlossen, adriana

          https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQ2EscQJ0_2VpgMdIVFX9GB8rN_6Q92NlSeH8tqn8KNIMEgSUpv

        • „verrätst du mir vielleicht auch noch, seit welchem alter dich mainstream-hetero-porno reizt?“

          Etwa seit ich 14 bin.

        • @adrian
          „Diese Phase hatte ich nicht. Mädchen waren okay.“

          Logisch, genau daran erkennt man auch die desinteressierten Jungs, die „anders sind“: sie laufen eben nicht mit „Ihhh Mädels“ durch die Gegend und rotten sich darum zusammen.
          Klar, dass das nicht hinreichend ist, aber tendenziell ist was dran.

        • „diese phase hast du rhetorisch nie abgeschlossen, adriana“

          Nope. Ich finde Frauen nicht iiieh. Nur oftmals nervig und kindisch. Aber da geht es mir kaum anders als vielen Hetero-Männern 😛

        • Auf die Gefahr hin, Dein Schwulsein zu pathologisieren, scheinst Du einfach nur den Unterschied zwischen „Vorbild als Mann“ und Sexualpartner nicht verstanden zu haben? Ich meine Jung hatte solche Theorien über Schwulsein.

          Aber im Sinne Deiner Argumentation wäre die Frage, was passiert, wenn Du mal eine Frau fändest, mit die Dinge gut funktionieren und der Sex Spaß macht. Vielleicht würde sich dann alles ändern? Das von Dir zu verlangen ist jedenfalls nicht abwegiger, als von mir zu verlangen, ich sollte „Mannweiber“ attraktiv finden.

        • „scheinst Du einfach nur den Unterschied zwischen “Vorbild als Mann” und Sexualpartner nicht verstanden zu haben?“

          Verstehe ich nicht. Worauf spielst Du an?

          „ist jedenfalls nicht abwegiger, als von mir zu verlangen, ich sollte “Mannweiber” attraktiv finden.“

          Und wer hat das hier von Dir verlangt?

        • Die größere Faszination für Männer sehe ich bei vielen kleinen Jungs. Da geht es aber nicht um sexuelle Anziehung, sondern darum, dass die kleinen Jungs sich von Männern abschauen können, „wie Männer sind“.
          Dieses Lernen vom Vorbild klappt übrigens auch bei einer gegebenen emotionalen Verbindung, die gar nicht so unähnlich wie eine sexuelle Liebesbeziehung ist, besonders gut. Man lernt mehr von Lehrern, die man mag.

        • Hier habe ich übrigens noch ein schönes Beispiel für die eingangs beschriebene Dynamik. Ein selbst deklariertes „Alpha Weibchen“ sucht Alpha Männchen:

          https://www.linkedin.com/pulse/im-elitist-just-alpha-female-amanda-bradford

          Die Frau sucht also nicht etwa weiblichere Männer, weil sie selbst schon so männlich ist, keineswegs. Das Männchen soll sie in Sachen „Alpha“ noch überbieten.

          So funktioniert das aber nicht. Insbesondere erfolgreiche Männer haben ganz sicher keine Lust auf eine Frau, wo ein Termin für Sex Monate im Voraus von Outlook ausgehandelt werden muss. So ein Mann wird sich eine Frau suchen, die immer bereit ist, wenn es sein Terminkalender zufällig zulässt. Und er wird die auch bekommen.

        • @Ih
          „Hier habe ich übrigens noch ein schönes Beispiel für die eingangs beschriebene Dynamik.“

          Für diese hier:

          „Die Attraktivitätsdynamik entsteht aus der Differenz.“

          Die sucht doch einen „Gleichgestellten“…. Wo ist da die „Differenz“?

          Wenn ich den Text lese, komm ich auf den Verdacht, dass bei der ihr equity kräftig „under water“ ist, ich mein den Verweis auf die 200k „Bafög“-Schulden. Ganz toll „alpha“ 😀

        • @ Ih
          Glaub mir. Ich fand Männer/Jungen nicht faszinierend weil ich mir sie zum Vorbild nehmen wollte.

        • @Alex: Sie meint die zu suchen, ja. Und sie muss eine ganze Dating-Site extra dafür gründen, weil sie sonst nichts findet, wo das passt.

          Und vermutlich ist ihre Equity tief unter Wasser, denn dafür wird es keinen nennenswerten Markt geben.

          Ich schätze übrigens, dass so eine Frau recht anfällig für ein stinkend faules, sexy Loser Arschloch wäre. Am besten mehrfach wegen Gewaltdelikten vorbestraft und mit ein paar dekorativen Narben von Schusswunden. Dem wird sie allerdings auch nur Geld bieten können.

        • das drama läuft wohl etwa so:
          – chicks dig intelligence (dummen reicht status oder geld als indiz dafür weitgehend aus)
          – sie mussten lernen, dass männer frauen für dumm und minderwertig halten
          – sind daher superfleißig, (auch) um mal ne besonders gute partie abzugeben
          – werden entweder ausgebremst oder müssen feststellen, dass männer eingeschüchtert sind, wenn sie sich nicht per se überlegen fühlen können
          – suchen weiterhin nach persönlicher weiterentwicklung
          – werden schlimmstenfalls mit häme für ihre perfekt-rationale, kaum verbesserungsfähige strategie übergossen

        • – Die Daten sagen eher, dass Frauen nicht auf Intelligenz stehen. Jeder IQ Punkt über 100 erhöht das Risiko als Jungfrau aus der Highschool zu kommen um 2,9% wenn ich mich recht erinnere.

          – Eine „superfleissige gute Partie“ ist für Männer eigentlich nur dann interessant, wenn sie selber zu faul zum Arbeiten sind. Im Allgemeinen gehen Männer ganz selbstverständlich davon aus, für ihr Geld entweder selbst arbeiten zu müssen oder es zu erben.

          – Vielleicht gibt es tatsächlich Männer, die sich vom Einkommen einer Frau einschüchtern lassen, weil sie meinen, außer mehr Geld einer Frau nichts bieten zu können. Aber das dürfte insgesamt kein glückliches Modell sein. Davon abgesehen sind Männer von einer erfolgreichen Frau ungefähr so eingeschüchtert wie eine Frau von einem Mann, der mehr Kosmetika als sie braucht und mehr als sie weint – eher gar nicht also.
          Der Grund, warum so eine Frau für die wenigsten Männer attraktiv ist, ist, dass Geld und beruflicher Status einer Frau für Männer einfach keine Merkmale sexueller Attraktivität sind. Und diese Frauen vernachlässigen häufig zu Gunsten ihrer Karriere, das was Männer sexuell attraktiv finden. Eine beruflich besonders attraktive Frau hat einem Mann daher einfach nichts zu bieten. Wenn sie gut aussieht, wird sie trotzdem einen finden, aber nicht deswegen.

          – Gegen persönliche Weiterentwicklung ist nichts einzuwenden. Aber wenn sich diese weg von dem führt, was das andere Geschlecht attraktiv findet, dann führt sie eben nicht zu größerer Attraktivität.

        • „Eine beruflich besonders attraktive Frau hat einem Mann daher einfach nichts zu bieten.“

          der fortschritt liegt hier darin, dass vor nichtmal ein bis zwei generationen eine frau ihre besondere attraktivität bereits verlor, wenn sie einen höheren schulabschluss oder auch nur eine berufsausbildung anstrebte,
          heute darf sie halt nur noch keinen erfolg haben,
          erst das schadet ihrer attraktivität.
          verstehe.

          um die gene eines großteils derer, die ausm genpool ausscheiden wollen, ists irgendwie nicht so schade.
          blicken wir voller hoffnung auf die nachwachsende generation, alles kann besser werden… und angeblich wirds das ja auch ständig.
          also.

        • „Vielleicht gibt es tatsächlich Männer, die sich vom Einkommen einer Frau einschüchtern lassen, weil sie meinen, außer mehr Geld einer Frau nichts bieten zu können. Aber das dürfte insgesamt kein glückliches Modell sein. Davon abgesehen sind Männer von einer erfolgreichen Frau ungefähr so eingeschüchtert wie eine Frau von einem Mann, der mehr Kosmetika als sie braucht und mehr als sie weint – eher gar nicht also.“

          Äpfel-und Birnenvergleich.

          Stimme semikolon sonst nicht so zu, aber in diesem Falle hat sie Recht. Wäre schön, wenn sich das irgendwann ändern bzw. abschwächen würde.

        • Die Frau wird nicht durch ihren Hochschulabschluss oder ihren Erfolg unattraktiver. Aber Zeit und Energie sind begrenzt und wenn sie diese in solche Dinge steckt, dann werden ihr dadurch andere Dinge fehlen, die sie attraktiv hätten machen können. Oder sie steckt die Energie überhaupt nur in diese Dinge, weil sie mit den echten Attraktivitätsmerkmalen sowieso nicht konkurrenzfähig wäre und meint, das dadurch kompensieren zu können.

          Bildung und Erfolg sind einfach irrelevant für die Attraktivität einer Frau, im Positiven wie im Negativen. Männer bekommen keinen Ständer von Geld, Titeln und Positionen, so ist das nunmal.

          Bei Frauen scheint das allerdings anders zu sein und deswegen ist es kein Äpfel- und Birnenvergleich.

        • heute darf sie halt nur noch keinen erfolg haben,
          erst das schadet ihrer attraktivität.

          Das hättest du wohl gerne 😀 Kann ich aber verstehen dass du dich damit selbst beruhigst.

          Ist ein klassischer Kausalitätsfehler. Männer haben per se erstmal gar nichts dagegen, wenn eine Frau Erfolg hat und viel Geld verdient. Im Gegenteil, sonst wären ja die ganzen Hollywod-Stars und Pop-Sternchen arm dran.
          Sie haben höchstens gewisse Bedenken, selbst nicht gut genug zu sein und die Frau nicht halten zu können, da Frauen hier ja das Geschlecht ist, was ganz klare Präferenzen bzgl. sozioökonomischen Status zeigt.

          Dass Karrierefrauen öfter mal keinen abkriegen, liegt nicht an der Karriere, sondern an den oft (längst nicht immer!!) sehr unweiblichen Eigenschaften, die diese Frauen mitbringen. Dieselben Eigenschaften sind übrigens auch bei Männern unangenehm, werden ihnen von hypergamen Frauen nur halt sehr gerne nachgesehen, daher das Ungleichgewicht.
          Grade Feministinnnen wie unsere Sheera behaupten ja gerne, dass sich so viele Psychopathen unter den Mächtigen und Erfolgreichen finden. Wieso sollte das für Frauen nicht gelten?
          Es wird halt nur nicht durch eine gute Partie belohnt.

          Ansonsten wird es dich wohl schockieren zu hören, dass den meisten Männern ein gehobener, zumindest gleichwertiger Bildungsabschluss immer wichtiger wird. Die Zeiten wo man als Krankenschwester den Oberarzt angeln konnte, als Sekräterin den Firmenchef und als Hausaufgabenhilfe den Uni-Prof, die sind eindeutig vorbei.

        • „Ist ein klassischer Kausalitätsfehler. Männer haben per se erstmal gar nichts dagegen, wenn eine Frau Erfolg hat und viel Geld verdient.“

          Aber viele haben was dagegen, wenn sie mehr verdient, „wichtiger“ ist als er oder auch nur klüger ist als er. Einige Männer haben ein Problem damit, wenn einer Frau in etwas „besser“ ist als sie, außer vielleicht in unwichtigen Sachen wie „Schminken“.
          Nicht alle, aber die Tendenz gibt es.

        • @Atacama: das ist zu einem guten Teil feministisches Klischee. Kein Mann würde eine Frau nur deswegen ablehnen, weil sie mehr verdient als er. Wenn es überhaupt eine solche Präferenz gibt, dann wie gesagt weil der Mann ohnehin weiß, dass ER dadurch unattraktiv für die Frau bzw. leicht ersetzbar ist. Denn diese hat dann wahrscheinlich mit vielen besserverdienenden Männern zu tun.
          Nochmal: es sind Frauen, die hier eine eindeutige Präferenz haben, und zwar in die wesentlich unsympathischere Richtung (Mann muss mehr verdienen).

          Es ist abgesehen davon nicht so – wie Sheera sagt – dass Frauen ihre „Attraktivität verlieren“ durch Erfolg, sondern dass unattraktive Frauen oftmals verbissener Karriere machen.
          Auch Persönlichkeitsstörungen die häufig mit einer erfolgreichen Karriere einhergehen (Narzissmus, Psychopathie, Schizoide PS, Anankastische PS), machen unattraktiv und werden von Männern (im Gegensatz zu Frauen) nicht honoriert.

        • „Aber viele haben was dagegen, wenn sie mehr verdient, “wichtiger” ist als er oder auch nur klüger ist als er. Einige Männer haben ein Problem damit, wenn einer Frau in etwas “besser” ist als sie, außer vielleicht in unwichtigen Sachen wie “Schminken”.
          Nicht alle, aber die Tendenz gibt es.“

          EIn Henne-Ei-Problem…

        • „@Atacama: „das ist zu einem guten Teil feministisches Klischee. Kein Mann würde eine Frau nur deswegen ablehnen, weil sie mehr verdient als er.“

          Diese Aussage halte ich für sehr gewagt.
          Außerdem geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Kompetenz, Wissen, Bildung usw.

  6. „Weil ich nicht feststellen kann, dass es der Bewegung, die sich gemeinhin als Maskulismus bezeichnet, tatsächlich darum geht.“

    Sie möchte erst den Maskulismus als Bewegung zur Auflösung traditioneller Geschlechterrollen begreifen und stellt dann fest, das es darum im Maskulismus überhaupt nicht geht? Vielleicht hätte sie dann erstmal verstehen sollen, worum es geht?

    Sie würde den Maskulismus offenbar gerne zu einem Feminismus für Männer („2 Seiten einer Medaille“) machen. Aber das ist es eben nicht.

    Gemeinsamkeiten gibt es vielleicht insofern, als beides Bewegungen auf der Suche nach einem zukünftigen Geschlechterverhältnis sind. Aber es ist entscheidend zu verstehen, dass sie darin nicht auf dasselbe Ziel hinarbeiten, ja die Ziele sogar unvereinbar sind, weil sie den sexuellen Interessen der Geschlechter entsprechen, die nun mal sehr unterschiedlich sind.

    • „Sie möchte erst den Maskulismus als Bewegung zur Auflösung traditioneller Geschlechterrollen begreifen und stellt dann fest, das es darum im Maskulismus überhaupt nicht geht? Vielleicht hätte sie dann erstmal verstehen sollen, worum es geht? “

      Worum geht es denn?

      • Der Teil des Maskulismus, der sich mit Männer-rechten beschäftigt, befasst sich so weit ich das erkennen kann gar nicht mit Geschlechterrollen.

        Und bei dem Teil, der in Richtung PUA/RedPill geht, geht es wesentlich darum, Männer zu ermutigen, ihre Männlichkeit zu leben und sich dafür oder ihre männliche Sexualität nicht zu schämen und sich nicht von Frauen hineinreden zu lassen. Praktisch läuft das oft darauf hinaus, Männer beim Leben eines traditionellen Bildes von Männlichkeit zu bestärken.

        • „Der Teil des Maskulismus, der sich mit Männer-rechten beschäftigt, befasst sich so weit ich das erkennen kann gar nicht mit Geschlechterrollen“

          Es gibt also verschiedene Teile? Wieviele und wie nennen die sich? Und worin besteht der Unterschied zwischen manosphere und maskulismus?
          Ich wurde hier vor Kurzem total angegangen, weil ich RedPillBewegung für einen Teil des Maskulismus hielt, das sei aber nicht so. Jetzt behauptest du, es sei doch so. Was denn nun?

        • „Der Teil des Maskulismus, der sich mit Männer-rechten beschäftigt, befasst sich so weit ich das erkennen kann gar nicht mit Geschlechterrollen.“

          Und Feminismus beschäftigt sich mit Frauenrechten. Wo ist also der Unterschied?

        • Ich persönlich würde RedPill/PUA zu Maskulismus zählen. Ich habe mehr Schwierigkeiten damit, die Männerrechtsbewegung als Teil der „manosphere“ aufzufassen, insbesondere da sich diese (theoretisch) nicht nur an ein männliches Publikum richtet. Ich hatte bei der anderen Diskussion nur keine Lust Dir beizuspringen. 😛

          Systematisieren will ich den Maskulismus gar nicht, schon gar nicht abschließend. Aus meiner Sicht gibt es aber 2 wesentliche Teile:
          Der eine Teil will Rechte ausverhandeln, auch im Dialog mit Frauen. Das ist die Männerrechtsbewegung.
          Der andere Teil (RedPill/PUA) will Männern so etwas wie Hilfe zur Selbsthilfe geben, damit sich individuelle Männer selbst helfen können.

          Meinem Eindruck nach beschäftigt sich Feminismus heute fast gar nicht mehr mit Frauenrechten (unter anderem weil Frauen mindestens rechtlich gleichgestellt, wenn nicht sogar privilegiert sind), sondern fast nur noch mit Rollenbildern, insbesondere sogar dem des Mannes. Ich sage nur „Aufschrei“.

      • “Sie möchte erst den Maskulismus als Bewegung zur Auflösung traditioneller Geschlechterrollen begreifen ……”

        Worum geht es denn?

        Mich würde brennend interessieren, was die Männer noch aufgeben müssten, weil sie es noch nicht getan hätten? (alle?)

        Und wäre es dann nicht allmählich an den Frauen etwas aufzugeben?

        Wenn ich feministische Texte lese scheint Frausein so wie eine Gottesplage über einen zu kommen.

        Wenn sich Frauen die falschen Männer aussuchen können nur sie das ändern.

  7. Sind das maskulinistischer Thesen?

    „“Das wirkt, im Kleinen wie im Großen. Auf zwei Gebieten haben wir besonders auffällig und viel diskutierten Erfolg: bei Gehalt und Gewalt.

    Gehalt, sprich: ökonomische Chancen, enthalten wir Frauen in höherem Maße vor als Männern – besonders eklatant in den Vorstandsetagen und auf Professorenstühlen, aber auch beim Durchschnittseinkommen. Diese Lücke schließt sich zwar, aber nur sehr langsam. In Sachen Gewalt sorgt unsere Gesellschaft mit Akribie dafür, dass vor allem Männer Gewaltopfer und -täter sind. ” (Christoph Kucklick a. a. O.)“

    Na dann, gute Nacht Marie … 🙂

  8. „lach“…natürlich sind sie das , wenn nicht sie wer dann?
    Wie auch immer ihr Verein auch heißen mag, es sind und bleiben Mann und Frau (abzüglich der anderen 58 Nebengeschlechtern)…und irgendwann wird das Leben wird ihn zu ihr oder sie zu ihm führen …und sie werden sich ansehen und er muss ihr Geheimnis kennen, wer ist sie? ….und dann lieben sie sich und er weis sie ist das Leben.

    Ich werde am Du….und der Mann kann nur an der Frau zum Mann werden und die Frau kann nur am Mann zur Frau werden und nur in der Gegengeschlechtlichen Vereinigung wird Welt erschaffen,,,dieses Prinzip ist unhintergehbar.

    • Was für ein esoterischer Mumpitz.

      • „lach“…stimmt weil die sonst hier vorherrschende Argumentation ja auch so wahnsinnig objektiv… Wissenschaftlichkeit pur gell 😉

        • … “lach“.

    • „der Mann kann nur an der Frau zum Mann werden und die Frau kann nur am Mann zur Frau werden und nur in der Gegengeschlechtlichen Vereinigung wird Welt erschaffen“

      Da ist was dran und dieses Deutungsmuster findet man ja auch weltweit.

      „…er muss ihr Geheimnis kennen, wer ist sie? ….und dann lieben sie sich und er weis sie ist das Leben.“

      Dieses nicht. Dürfte eine Erfindung von esoterischen Gyno-Feministas sein, die ihre Eierstöcke über die Testikel erheben möchten 😉

      Davon abgesehen wurzelt der moderne „Feminismus“ im Materialismus und daher steht wohl eher die Frage im Vordergrund „Wieviel mann kann/darf/soll sich frau aneignen um vollkommen und frei zu werden?“

      Die Emanzipation der Frau als Versuch, sich auf dem Rücken der haarigen Nutztiere zur Übermenschin zu erheben…Gelingen wird ihr dies nie, ihre Eierstöcke ziehen sie immer wieder auf den Boden zurück.

      Vielleicht würde es aber dem Manne gelingen, so er denn seine Fleischeslust loswürde und sich das ihm fehlende weibliche Element rein geistig aneignen könnte?

      Auch dieses Denkschema nicht ganz jung und durchaus verbreitet… 😉

  9. Dass der überwiegende Teil des heutigen Feminismus ja gerade ausdrücklich ein reaktionäres Geschlechterbild vertritt, und zwar sowohl in Bezug auf Frauen als auch auf Männer, habe ich ja schon vor einigen Tagen in meinem Blog thematisiert.

    Das Gros der Feministinnen vertritt ein veraltetes Rollenbild von Männer und Frauen, und wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen wenn es darum geht Vorurteile abzubauen.
    Eines der besten Beispiele: Männer als Opfer und Frauen als Täterinnen häuslicher Gewalt.

    http://maennerrechte.org/frauen-hintern-herd-was-sind-reaktionaere-geschlechterbilder-und-wer-vertritt-sie/

  10. Der Feminismus kann die meisten Stereotypen / mänlichen Rollen gar nicht auflösen, weil er sie selber stützt. Sobald ein globales Konzept wie Mate Selection zum Zug kommt, dann ist es unwichtig, was man eigentlich will.

    Zum Glück für Frauen ist die sexuelle Anziehung nicht an eine spezifische (Berufs-)Rolle geknüpft; eine arbeitende, junge Frau kann also grundsätzlich auch mit einer ähnlichen Frau konkurrenzieren, auch wenn sie konservative Rollen vertritt und zu Hause bleiben will. Zu einem grossen Teil unterliegen also Frauen unabhängig vom beruflichen Stand (den wir hier trivial als Befreiung von weiblichen Stereotypen einsetzen) nach wie vor den gleichen Ansprüchen und dem gleichen Druck von männlicher Seite her.

    Frauen (Feministinnen sowie weibliche Tradcons) fühlen sich weiterhin von Männern angezogen, die sich in der traditionellen Dominanzhierarchie durchsetzen. Da Männer nie eine Rolle besassen und besitzen werden, die über ihre Funktionalität als Ressourcenbeschaffer und Beschützer für andere hinausgeht, lassen sich die männlichen Stereotypen eben nicht von ihrem sexuellen Gelingen in der Dominanzhierarchie trennen, ausser Männet wollen keinen sexuellen Erfolg mehr, was mir relativ unwahrscheinlich erscheint.

    Kurzum; aufgrund unseres sexuellen Dimorphismus ist eine Rollenaufgabe der Frauen möglich und denkbar; eine der Männer hingegen nicht. Sprich weder der Feminismus, noch der Maskulismus können hier eine Lösung bieten.

  11. „Wie gesagt sehe ich als die größte Herausforderung des modernen Feminismus das Hinarbeiten auf einen Abbau stereotyper Vorstellungen von Geschlecht.“

    Da hat der Feminimus aber noch ne Menge zu tun, denn momentan bestätigt er alle meine Vorurteile gegenüber Frauen vortrefflich: prüde, emotional labil, moralisierend, egozentrisch 🙂

    • @adrian
      „denn momentan bestätigt er alle meine Vorurteile“

      Shitlord! Die sind doch „sexuell selbstbestimmt“, „empowered“, „die Guten“ und absolut „selbstlos“. :mrgreen:

    • …zwei Kinder (Laura-Schanthal und Jason-Marcel, jedes hat einen eigenen Vater) , eine fr. Bulldogge (kunibert), eine Affäre mit dem verheirateten Vorgesetzten und der beste Freund nicht zu vergessen (stock schwul logo)…noch was?….ach ja 2,5 Abtreibungen …perfekt! 😉

      • Interessant (nicht). Und was willst Du jetzt damit sagen?

        • Nach meiner Erfahrung wird man Trolle am besten los, indem man sie auf ihre Aussage festnagelt. Diejenigen nämlich mit Interesse an ihren Aussagen und am Thema bleiben am Ball.

        • Das Sandfrauchen macht aber ja gar keine Aussage.

        • nix schlimmes ..das war einfach eine lustige Zuspitzung einer eh schon völlig verengten Perspektive ,…leicht neurotisch?

        • Leicht gaga?

        • New Agie Genderista Konstruktiviki und Feminiki sind erleuchtet und sehen mehr als wir, die verengten kleinen Menschen.

          Der Spirit der konstruierten und dekonstruierten Raum-Zeit-Kontinuums…

          Wir verstehen nur nicht …

          …sind neurotisch 🙂

  12. darf ich an der stelle vielleicht kurz meine neueste twitter-entdeckung präsentieren?

    Calling pregnant people in history "women" is ahistorical. pic.twitter.com/hQzzJYuNud— Third Wave Lessons (@3rdWaveLessons) 16. Juni 2015

    //platform.twitter.com/widgets.js

    Lesbian = woman attracted to female brains. We've been fighting against the idea of female brains for decades, but this makes perfect sense.— Third Wave Lessons (@3rdWaveLessons) 30. Juli 2015

    //platform.twitter.com/widgets.js

    There should, however, be shame in desiring women who don't have penises. pic.twitter.com/gV90Vpz6Sb— Third Wave Lessons (@3rdWaveLessons) 16. April 2015

    //platform.twitter.com/widgets.js

    Race and gender are different because one is biological and one is a social construct. Although we're not sure which is which. #transracial— Third Wave Lessons (@3rdWaveLessons) 12. Juni 2015

    //platform.twitter.com/widgets.js

    The biological sex of a child can only be determined once they've shown a preference for girl toys or boy toys.— Third Wave Lessons (@3rdWaveLessons) 12. April 2015

    //platform.twitter.com/widgets.js

    At least Iran is super progressive on trans issues.— Third Wave Lessons (@3rdWaveLessons) 20. Mai 2015

    //platform.twitter.com/widgets.js

    ^^
    hilarious!

    • öh… falls du weißt, wo der fehler liegt (warum die tweets nicht eingebettet werden), möchte ich dich bitten abhilfe zu schaffen, christian. merci

    • zu hart, ich seh schon.

      sagt mal: wenn es euch plausibel erschiene, dass länder wie z.b. der iran geschlechtsumwandlungen akzeptiert und sogar fördert um das homosexualitätsverbot erhalten zu können (und nicht aus einsicht und nettigkeit den betroffenen gegenüber, sondern weil nicht sein kann was nicht sein darf),
      wie könnt ihr dann ohne weiteres schließen, transsexuelle wären bei uns nicht ebenso (patriarchal) unterdrückt (wenngleich bei uns eben die biologisten-saga vom „angeborenen gehirngeschlecht“ den mechanismus auslöst)?

      ich persönlich seh das übrigens nicht so streng.
      ein mann, der hormonell auf das level der „durchschnittsfrau“ eingestellt, dessen körper und erscheinung an gültige schönheitsnormen angepasst und daher als frau gelesen wird,
      kann zur (halben) frau werden, denn er teilt weibliche unterdrückungserfahrungen, trotz biologisch-männlichem geschlecht.

      let’s be honest here:
      gender studies lassen sich so wenig „abschaffen“ wie feminismus.
      auch wenns der reinste eiertanz ist.

      • „wie könnt ihr dann ohne weiteres schließen, transsexuelle wären bei uns nicht ebenso (patriarchal) unterdrückt“

        Ganz einfach: Weil niemand patriarchal unterdrückt ist. Fertig.

        • du hast vergessen zu erwähnen, dass feministinnen beide wörter überhaupt erst erschaffen haben… auf sowas wären einfaltspinsel von deinem schlag schließlich niemals von allein gekommen
          ^^

        • Aber Semikolon, weißt Du denn nicht, dass Christian in den Kommentaren Höflichkeit verlangt? Wenn selbst Du jetzt ausfällig wirst und als „schlechtes Vorbild“ agierst, wo soll das nur enden?

        • Feministen haben das Wort Patriarchat nicht erschaffen. Sondern umgedeutet. Es bedeutete ursprünglich ein familiäres Rechtssystem, indem der Vater die Verfügung über Ehefrau und Kinder hat. Beispiel: das antike Rom.

        • -> Die Mächte des pater familias als Hausherr wurden patria potestas ‚väterliche Gewalt‘, manus ‚eheherrliche Gewalt‘ und dominica potestas ‚herrschaftliche Gewalt‘ genannt. Das Wort des pater familias war absolut und endgültig. Nach dem Zwölftafelgesetz hatte der pater familias die vitae necisque potestas – die Macht über Tod und Leben – über die Angehörigen der familia. Er konnte also unter Umständen seine Kinder, seine Sklaven oder seine Frau töten.

          umgedeutet^^
          klar klar

          http://rlv.zcache.com/the_radical_notion_that_women_are_people_poster-r7600b4f75e184f0e96044717bdc5750b_wvo_8byvr_1200.jpg?view_padding=%5B0.452380952380952%2C0%2C0.452380952380952%2C0%5D

        • Natürlich umgedeutet. Oder erkennst Du den Unterschied nicht zwischen Hausherr und alle Männer?

      • @semi
        „wenn es euch plausibel erschiene, dass länder wie z.b. der iran geschlechtsumwandlungen akzeptiert“

        Dafür muss man wohl besonders progressiv sein, um den Iran toll zu finden …. oder diesen inkohärenten Durchfall, der da sonst noch gezwitschert wird.

        „kann zur (halben) frau werden, denn er teilt weibliche unterdrückungserfahrungen, trotz biologisch-männlichem geschlecht.“

        Wie überaus menschlich das doch ist, die Absolution vom „biologisch-männlichem geschlecht“ doch noch erteilen zu können, welche Gnade.

        „let’s be honest here:
        gender studies lassen sich so wenig “abschaffen” wie feminismus.“

        Es wird immer schwerer neue Anhänger zu finden. Wer kann diesen höchst paradoxen, unlogischen und absurden Kram überhaupt glauben? Eh nur eine Minderheit.

      • „denn er teilt weibliche unterdrückungserfahrungen“

        Also keine.

        • „denn er teilt weibliche unterdrückungserfahrungen”

          Also keine.“

          Bingo!
          Gegenbeispiel:
          Gehe als zum scheinbaren Mann umgedrechselte Frau in eine feministische Diskussion und versuche sachlich gegen totalitäre Feminismen zu argumentieren…. 😉

          Oder in ein Jugendamt als angeblich unterdrückter Vater, in eine Gewaltberatungsstelle…….

  13. [ich sehe] als die größte Herausforderung des modernen Feminismus das Hinarbeiten auf einen Abbau stereotyper Vorstellungen von Geschlecht. Der Feminismus wäre damit eine Spezialisierung, die sich dieser Aufgabe v. a. was stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit betrifft, widmet.

    Das ist, böse gesagt, ein bisschen so, wie zu sagen, dass Linke und Rechte Politik doch total vereinbar sind, weil sie beide das Gute für Menschen wollen, die einen halt spezialisiert auf ein geographisch und historisch definiertes Subset von Menschen (dem Staat), und die anderen auf ein über Eigentums und Tätigkeits definiertes Subset (dem Proletariat).

    Und ich bin mir auch relativ sicher, dass man sicher positivbeispiele findet, die tatsächlich in Teilbereichen zusammenarbeiten könnnen.

    Wenn man aber etwas konkreter wird, und nachhakt, was „das Gute für Menschen“ ist, ist die kompatibilität der Utopien der Mehrzahl der Linken/Rechten, und imho eben auch zwischen Maskulisten/Feministen nicht gegeben

    Und dass ich gelegentlich auf einer Anschauungsachse ein heterogenes Päärchen finde, was glaubt, an unterschiedlichen Aspekten des gleichen Ziels zu arbeiten, sagt mir eigentlich eher, dass wir gerade die falsche Achse verwedenden.

    Wieder am Politikbeispiel:

    Ich persönlich z.B. halte ein bediungsloses Grundeinkommen für eine hervorragende Idee, u.a. weil ich es nicht für realistisch halte, dass die Nachfrage nach Arbeit hinreichend mit den Lebensnotwendigkeiten der Anbieter von Arbeit korelliert, weil ich nicht denke, dass der Staat ansatzweise kompetent ist, bedürftigkeit hinreichend unabhängig festzustellen, und ich denke, dass die komplexitätsreduktion anderen Chancen bietet.
    Tendenziell würde man mich wegen dieser befürwortung Links einordnen

    Aber: diese Annahmen sind falsifizierbar, und mittel zum Zweck.
    Jemand, der gegen das Grundgehalt ist, weil er glaubt, dass die Korellation gegeben ist, weil er glaubt, dass das Problem der Staatsobjektivität in diesem Problem zu vernachlässigen ist, etc, den man also typischerweise eher als „konservativ“ oder „rechts“ einordnen würde, kann mir sehr viel näher stehen, als jemand der meine annahmen teilt, und dann weitermacht „…und deshalb müssen wir jeden komplett enteignen, Handel nur noch über den perfekten, neuen Staat abwickeln, und einen 5-Jahresplan ausrufen“.

    Denn, ich glaube, rechts/links ist hier die falsche Achse, die interessante ist „Libertär/Autoritär“.

    Und, mein Eindruck ist, dass „Libertär“ tatsächlich fast immer der gemeinsame Nenner ist, wenn es tatsächlich sowas wie Kooperation zwischen Feministen und Maskulisten gibt.

    Zwei Parteien, die Herrschaft ablehnen, können sich einig werden. Zwei Parteien die Herrschaft befürworten, nur wenn sie den gleichen Herrscher wollen.

    Aber, wieviele Libertäre gibts denn in den Fraktionen?

    Um mal ein etwas polemisch zu sein:

    Wieviele Feministen gibt es, die gegen Quoten sind, und somit gegen Diskriminierung?
    Wieviele sind gegen „listen and believe“ und – in der Konsequenz – gegen den Rechtsstaat?

    Wieviele Maskulisten (jenseits meiner Filterbubble aus allesevolution, arne hoffman &co) sagen in ihren Argumenten „Die Geselschaft ist für’s Individuum da“, und wieviele wollen Partnerwahl, Sexualität, etc einem von ihnen angenommen gesellschaftlichen Ziel unterordnen?
    Wieviele klicken bei Allesevolution auf „like“, wieviele bei Chateau Heartiste?

    Ich habe manchmal den Eindruck, die vernünftige Ecke der Genderdebatte ist nur ein Kristallisationspunkt bei dem genervte, pro-Wissenschaftliche, Libertäre und Humanisten kleben bleiben.

    Und ich denke mir, anstatt zu versuchen, den Begriff „Maskulismus“ und „Feminismus“ so lange zu verbiegen, bis er ja „eigentlich“ das meint, was man selber propagiert, sollte man die Begriffe lieber fallen lassen, und sich positiv als rational und humanistisch verstehen.

    • @keppla
      „Ich persönlich z.B. halte ein bediungsloses Grundeinkommen für eine hervorragende Idee …. Tendenziell würde man mich wegen dieser befürwortung Links einordnen“

      Was soll überhaupt links an dieser Idee sein? Sie ist nichts anderes als der Versuch, sich Gefolgschaft zu erkaufen. Die Abhängigkeit eines Teils der Bürger von diesen Zahlungen kann doch nur in autoritäre Zustände führen….

      • oh, wo ich das sehe:
        neben end-losen möglichkeiten zum bürokratieabbau wäre der aller-entscheidendste vorteil, das staaten miteinander in konkurrenz träten (um das wohl ihrer bürgerinnen und bürger), weit, weit stärker als bisher.

        das system wäre sehr stabil, viel mehr leute als bislang verbänden den gedanken an „vater staat“ mit etwas positivem.

        nur:
        was machen wir mit den vielen, hunderttausenden oder … ach was – on a global scale at least – millionen überflüssigen beamten? sachbearbeitern? richtern? anwälten? gutachtern? „grenzschützern“ etc. pp.

        deren gehalt würde selbstverständlich eh schon um das bge reduziert, aber ohne weite teile ihres bisherigen aufgabengebiets (in a nutshell: kontrolle und macht über andere ausüben) bliebe erklärungsbedürftig, wofür wir sie noch bräuchten.

        in meiner vorstellung bekämen sie vielleicht 3 monate zeit sich – innerhalb ihrer interessensverbände – zu überlegen, womit sie diesem land dienen könnten und wollten, das konzept würde vorgestellt und müsste von einer bestimmten anzahl (nicht-betroffener) bürger unterstützt werden für eine festgelegte periode.

        dad würd mal ordentlich schwung in die ganze chose bringen!

      • Was soll überhaupt links an [BGE]sein?

        Eigentlich war das eher als Beispiel gemeint, und ein recht austauschbarer Teil meiner Aussage. Meine Behaptung funktioniert auch mit Einwanderung, Asylrecht, Staatsräson, etc.

        Seis drum:

        Es ist einerseits eher Links, weil die Linke mal – bevor es ihr hauptsächlich darum ging, ein paar Prinzessinnen in den Club der erfolgreicheren Kapitalisten zu bringen – mal das Motto hatte: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“ (nicht meine Begründung), und ein BGE den Zwang „Proletarier“ lindert, ihre „Arbeitskraft dem Kapital zu verkaufen“.

        Es ist andererseits eine Position, die unabhängig von idealistischen Unterbau empirisch gesehen imho eher von Linken vertreten wird: bei „Die Linke“ hat es afaik ins Parteiprogramm gefunden, bei den Grünen war es mal Thema. Der „rechteste“ Vertreter, der mir einfällt, ist Milton Friedmann.

        Bei den (extrem) rechten ist Grundsicherung imho immer irgendwie bedingt: man ist „Held“ (Versehrter, Mutter) oder potentiell nützlich (fleißiger Arbeiter).

        Sie ist nichts anderes als der Versuch, sich Gefolgschaft zu erkaufen.

        Man kann sich mit so gut wie allem Gefolgschaft erkaufen, was jemanden nützt. „Nur“ passt aber nicht, denn beispielsweise ich halte es für eine gute Idee, obwohl ich weder direkt davon Profitieren würde, noch Gefolgschaft brauche.

        Die Abhängigkeit eines Teils der Bürger von diesen Zahlungen kann doch nur in autoritäre Zustände führen….

        So deine These.

        Meine Gegenthese wäre, dass die Abhängigkeit nicht verschwindet, sondern im Gegenteil, steigt, wenn dem Staat ermöglicht wird, die Grundhilfe zu verweigern.

        Dass dir der Sachbearbeiter effektiv den Rest deiner Existenz nehmen kann, wenn ihm deine Nase nicht passt, wird nicht gerade für mündigere Untertanen sorgen.

        Davon ab, dass der Sachbearbeiter und die ganze korrupte Infrastruktur um ihn herum (endlose Bürokratie, sinnlose Weiterbildungsmaßnahmen, Lohndumping durch 1€-Jobs und Aufstocken) auch nicht gerade Günstig sind.

        Aber, eigentlich ist das hier ein schönes Beispiel dafür, dass man durchaus kooperieren kann, auch wenn man in Sachfragen keinen Konsens hat: wenn ich dir, oder du mir, demonstrieren kannst, dass eine These stimmt, dürfte das Thema gegessen sein.

        • @keppla
          „Davon ab, dass der Sachbearbeiter und die ganze korrupte Infrastruktur um ihn herum …“

          Das ist ja gerade meine Erwartung bei der „Grundsicherung“ – dass diese auch mit einem „Kleingedrucktem“ einherkommt, welches so gar nicht den ursprünglichen Ideen entspricht.

          Wenn du die Versorgung aller frei leisten willst, wird das die Arbeitsmoral erst mal drücken, man kommt ja zurecht. Warum sollte man soviel mehr tun?

          Der Rest muss umsomehr für weniger arbeiten und die allgemeine „soziale Hängematte“ (hier ist der Begriff Schröders mal angebracht) bezahlen, auch nicht unbedingt für gute Stimmung sorgend. Die Kleinen zahlen die Zeche, wie auch schon bei HartzIV.

          Bevormundung kommt dann ganz von alleine, irgendwelche Politiker werden zweifelsohne entdecken, dass es für Vater oder Mutter Staat die Grundsicherung doch einer Gegenleistung bedarf, wie zB durch die folgende Möglichkeit:

          Es kann natürlich auch sein, dass so ein totaler Sozialstaat die Beute aussen machen will, also um seine priviligierten Bürger zu saturieren, Eroberungen und Krieg brauch (denke ans antike Rom).

          Weiterhin wird es mit einer guten Wahrscheinlichkeit so sein, dass bei stagnierender Produktion und fehlendem Wertwert „aus dem Ausland“ (Handel, Krieg) die Zahlungen der Grundsicherung durch Inflation durch eben diese Grundsicherung entwertet werden und diese eben nicht mehr ausreicht. Bezahlt hätten in diesem Fall auch wieder die Produktiven der Gesellschaft.

          Politisch kann diese Grundsicherung nur in irgendwie autoritäre Verhältnisse führen, niemals wird sie die Freiheit einer Gesellschaft vermehren. Höchstens ganz zu Anfang, wenn fehlender Druck Einkommen zu erzielen natürlich erst mal als Freiheit empfunden werden kann.

          Beispiele dafür gibt es freilich nicht direkt (?), obwohl ich das kaiserliche Rom in die Richtung interpretieren würde und vieleicht manche Versuche von Monarchen mit Inflationspolitik sich über Wasser zu halten.

    • „Ich habe manchmal den Eindruck, die vernünftige Ecke der Genderdebatte ist nur ein Kristallisationspunkt bei dem genervte, pro-Wissenschaftliche, Libertäre und Humanisten kleben bleiben.

      Und ich denke mir, anstatt zu versuchen, den Begriff “Maskulismus” und “Feminismus” so lange zu verbiegen, bis er ja “eigentlich” das meint, was man selber propagiert, sollte man die Begriffe lieber fallen lassen, und sich positiv als rational und humanistisch verstehen.“

      Wow!
      Ich kaufe ein „humanitär“ und ersetze damit das „humanistisch“.

      Ansonsten …. Chapeau!

  14. Die Titelfrage würde ich ganz klar verneinen. Es kommt eben nur darauf an, wie sich die beiden Richtungen sehen.
    Der Abbau von Zwang durch Geschlechterrollen sollte beiden gemein sein, Schuldfragen sollten ausgeklammert werden, Erbschuld eh außen vor gelassen.
    Sie könnten wie Staatsanwalt und Verteidiger, oder Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertreter beim Arbeitsgericht jeweils eine Seite zum gemeinsamen Ziel der Geschlechtergerechtigkeit vertreten, wobei sie verstehen müssen, dass der andere nicht der Feind ist, sondern eben nur für eine andere Interessengruppe spezialisiert.

  15. „Sie könnten wie Staatsanwalt und Verteidiger, oder Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertreter beim Arbeitsgericht jeweils eine Seite zum gemeinsamen Ziel der Geschlechtergerechtigkeit vertreten, wobei sie verstehen müssen, dass der andere nicht der Feind ist, sondern eben nur für eine andere Interessengruppe spezialisiert.“

    Nö! Da verwechselst Du scheinbar die Rollen von Personen mit denen von Ideologien.

    Zumal es kein gemeinsames Ziel zur Geschlechtergerechtigkeit gibt.
    Genauer kann es in Punkto „Gerechtigkeit“ nicht mehr Ziel geben als bei jedem anderen Ideal: es ist unerreichbar und bleibt das auch.

    Ich denke, zwei diametral sich gegenüberstehende Ideologien können zwar theoretisch kurzfristig ein Gleichgewicht erreichen, mehr jedoch nie, eine Art Patt also.

    Und in der Praxis kommt totaler Murks dabei heraus:
    Feministen behaupten zwar für Gleichberechtigung einzutreten, was an sich schon absurd ist, treten aber im Alltag grundsätzlich dagegen, nämlich für Privilegien und Diskriminierung ein.

    Während sich immer mehr tatsächliche Gleichberechtigungsbefürworter, die auch niemenden diskriminieren, sondern im Alltag für die Umsetzung gleicher Rechte ( bspw. nach UNmrk ) und Chancen eintreten, sich als Maskulisten o. Männerrechtler bezeichnen, was ebenso absurd ist.

    Interessant ist der kleine Unterschied:
    die einen hängen einem ( nebenbei ziemlich verlogenen ) totalitären Glaubensgebilde an, die anderen einem sprachlichen laissez-faire, um es mal sallopp zu überspitzen.

    Das passt hinten und vorn nicht zusammen, da ergänzt sich garnix.

    Und solche Mikroideologien wie “ Meinfeminismus“ und „der wahre Maskulismus“ o.ä., sind m.E. lediglich dumme Ausreden bei ( meist durch Argumentlosigkeit bedingten ) Kommunikationsproblemen.

    Alex schrieb schon weiter oben:
    „Nimmt man das erst, wäre somit die grösste Herausforderung des Feminismus die eigene Selbstabschaffung.“

    Korrrrrekt!
    Tatsächlich muß es immer und überall vornehmstes Bestreben jeglicher sozialen Initiative sein ( die sich gegen etwas dissoziales richtet ), sich selbst überflüssig zu machen und in letzter Konsequenz als solche abzuschaffen.

    Auch da beachte man den Unterschied:

    Feminismus klammert sich an Geschlechterkriegsrollenbilder, verteidigt die mit Zähnen und Klauen, um sein Feindbild zu fördern, während hier ein paar normale Menschen und eine ganze Reihe an sich selbst so nennenden, oder einfach falsch so bezeichneten „Maskulisten“, Männerrechtlern“ o.ä. sich darüber unterhalten, ob man aus diesen gravierenden Gegensätzen ( s.o. ) nicht doch irgendwie eine Zusammenarbeit basteln könnte, die beide Phänomene im Endeffekt ( und hoffentlich bald ) wieder überflüssig macht.

    Das „Gegenangebot“ des Feminismus lautet dementsprechend:
    Klar wollen wir kooperieren, es gibt auch nur eine Bedingung: schafft Euch als Männer ab, cancelt alles männliche und werdet Feministen, dann seid Ihr herzlich willkommen“, nach der ‚Lütt Matten‘-Methode.
    http://www.susannealbers.de/02kultur-luettmatten.html

    Na? Funkt’s?
    Wer ungleiche Bedingungen voraussetzt und fordert, kann nicht komplementäre Ergänzung zu jemandem sein, der sich auf Augenhöhe unterhalten will, das ist schlichtweg unsinnig.
    Ohne gegenseitigen Respekt keine gemeinsame Basis. So einfach ist das.

  16. „Es unterdrückt nicht einfach ein Geschlecht das andere“

    Nein, das habe ich auch nie behauptet. Genau darum ging es ja, es handelt sich um stereotype Rollen, die den Handlungsspielraum für beide Geschlechter einengen.

    Auch geht es mir nicht darum, Männern „Weiblichkeit“ aufzudrängen sondern darum, angeblich „weibliche“ Verhaltensweisen ins Repertoire von „Männlichkeit“ aufzunehmen, so dass sich Männer, die sich nicht oder in Teilen nicht „typisch“ verhalten (was wahrscheinlich auf eine recht große Anzahl an Männern zutreffen wird), dennoch problemlos als männlich definieren können und andersrum sich „untypische“ Frauen ebenso als „weiblich“ wahrnehmen können. Es geht also schlicht darum, verschiedene Varianten von Männlichkeit (oder Weiblichkeit) zuzulassen, wie ich auch schrieb „Ziel eines solchen Maskulismus wäre dann ganz entsprechend, die vielen unterschiedlichen Varianten des „Mannseins“ zu betonen, ihnen Raum zu erkämpfen und eben gerade nicht einschränkende Vorstellungen von Männlichkeit zu wiederholen“ (dasselbe schrieb ich einen Artikel zuvor über Weiblichkeit). Das bedeutet aber nicht, das „alte“ Rollenverhalten aufzugeben, sondern lediglich, es zu erweitern, zugunsten größerer Freiheit.

  17. „einschränkende Vorstellungen von Männlichkeit“

    Kannst Du dafür mal ein praktisches Beispiel nennen, bitte? Irgendwie habe ich da noch nie irgendwelche Einschränkungen erlebt? Und wenn würde ich Geschichten wie „Aufschrei“ oder „Yes means Yes“ darunter subsumieren?

    Davon abgesehen ist es natürlich ganz unvermeidlich, dass bestimmte Verhaltensweisen bei Dritten besser oder schlechter ankommen und das für die weitere Interaktion Bedeutung hat.

  18. […] einen interessanten Kommentar bei Geschlechterallerlei interessantes geschrieben (danke an Gerhard für den […]

  19. […] Sind Maskulismus und Feminismus unvereinbar? […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: