„Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem Frauen nicht unterdrückt werden

Der Text wurde schon an anderer Stelle häufig zitiert, ich möchte es aber dennoch auch hier noch mal tun. Rachel Edwards erklärt Feministen, dass ihre gesamte Bewegung, in der sich über Kleinigkeiten aufgeregt wird, nur dann in dieser Form bestehen kann, wenn Frauen eben gerade nicht mehr unterdrückt werden, da eine solche Protestbewegung dann schlicht keinen Fuß auf den Boden bekommen würde:

The kinds of countries that suffer from actual oppression can not protest, because they don’t have the right to protest. If they protest someone will shoot them where they stand and their bodies will be promptly cleaned off the sidewalk. Feminism can only exist in the kinds of countries that are doing so well that they don’t have to consider eating rats for much needed sustainance. It can only exist in a place with enough human rights, to care that you as a woman are a little upset.

In der Tat ist aus meiner Sicht das Unterdrückungsszenario, welches teilweise im Feminismus behauptet wird, kaum mit den Freiheiten, die Feministinnen haben zu vereinbaren. Wenn Männer tatsächlich ein Regime unterhalten würden, in dem sie kein Problem damit hätten, dass 1/3 der Frauen (oder welche Zahl auch immer) vergewaltigt wird und sie problemlos für gleiche Arbeit 23% Lohn abziehen, in dem jedes vor auf die Straße gehen ein Spießrutenlauf ist, dann wäre dies ein Schreckensszenario, in dem man feministischen Protest dagegen ganz anders bekämpfen würde. Denn man nimmt ja offensichtlich auch sonst ziemliches Leid für einen schwer zu bestimmenden Profit hin.

Feminism can only exist in countries where women can be smart enough to understand the concept of oppression; Yet stupid and coddled enough to believe that such words describe the country that they live in. In fact a country has to care about women period for feminism to even be a thing. You have to register as respectable human beings deserving of mercy, for a government to even care that you are walking around with signs and chanting.

„Mikroaggressionen, ich brauche sofort Katzenbilder und einen Safespace!!!11elf“ Es ist in der Tat bezeichnend, welche Nichtigkeiten im gegenwärtigen radikalen Feminismus zu unvorstellbar schrecklichen Angriffen aufgeblasen werden. Und damit werden sie dann auch noch ernst genommen, zur UN eingeladen, über feministische Aktionen wird berichtet, sie werden Teil von Gutachterkommissionen, sie gewinnen Preise für ihre Webseiten. Wie soll das zusammenpassen?

Kann man eine „Rape Culture“ aufrechterhalten und gleichzeitig einen feministischen Shitstorm ernstnehmen, weil ein Physiker ein Hemd mit Pinupmädchen trägt? Kann man überall Gleichstellungsbeauftragte einrichten und bei jeder Partei einen feministischen Flügel haben und eine solche Rape Culture aufrechterhalten? Es ist eigentlich nur in der Übertreibung möglich.

If men really dehumanized women in the way that you feminists suggest, men would not treat you with such kindness. If you were actually oppressed in the way you describe, men would have no problem at all, gunning down your slut walk. They would not share their lives and homes with you. Instead you’d be lucky and happy to enjoy a life being chained up as a breeding vessel in some guy’s basement. On a good day he’d dump some table scraps into a dog dish for you and you’d look at him like a god.

Natürlich ist das auch wieder eine Übertreibung, die das eine Extrem dem anderen gegenüber stellt: Entweder Unterdrückung ist absolut oder nicht vorhanden. Man kann abseits des angeketteten Daseins im Keller natürlich diskriminiert und Nachteile haben. Allerdings gibt es schon feministische Texte, in denen die angebliche Verachtung von Männern oder der Gesellschaft gegenüber Frauen auf eine Weise dargestellt wird, die in der Tat eher dem Anketten im Keller entspricht. Und Autorinnen wie Rich sahen das ja im Prinzip auch so: Zwangsheterosexualisiert, jeder Sex im Endeffekt eine Vergewaltigung. Das ist nicht weit von der Schilderung weg

Feminists act as though men treat them like slaves or objects that they are entitled to. You don’t negotiate with slaves. Men don’t have to talk objects into sleeping with them. If you think that a guy being super nice to you, buying you stuff, and then performing oral sex on you is slavery, then it’s time you cracked open a history textbook. Because I don’t think that you understand these things.

Das ist in der Tat richtig. Wobei im intersektionalen Feminismus ein Vergleich mit Sklaven für weiße Feministinnen ohnehin verboten wäre. Aber auch der Objektevorwurf an sich ist kaum zu rechtfertigen. Im Gegenteil: Frauen werden nicht auf Plattformen gestellt um sie zu verkaufen, sondern um sie empor zu heben und ihre Wünsche umzusetzen.

If you live in an oppressive regime, you get treated as being worse than shit. Then if you are lucky, you get treated like dirt. If you’re really lucky, one day you’ll be treated like a barnyard animal. You don’t get treated like a human being, you get treated as merely a means to an end. You are merely a tool used to accomplish a goal. You’re easily replaced, easily discarded, and nobody cares if you die aside from your family. There’s no one to protect you from getting raped or murdered and nobody cares if those things happen to you and you can’t report it.

Auch die Darstellung unseres Justizwesens als geradezu Pro-Rape ist in der Tat durch nichts gerechtfertigt. Aber es ist schon interessant, dass Feministinnen in der Justiz das Patriarchat sitzen sehen und einige Männerrechtler im Gegenzug den Staatsfeminismus

It’s time that you feminists woke up. First world governments bend over backwards to give you things that you want. People care that you picket in the streets, as you’ve been given the right to do so as a full citizen of a first world country. You get food, and medical care. There are people who at least attempt to enforce laws here, and those laws are for the most part pretty fair when compared to a good portion of the world.

In der Tat leben wir nicht in der schlechtesten denkbaren Welt für Frauen, sondern im Gegenteil im Westen in der bisher besten Welt für Frauen. Sie bilden die Mehrheit der Wähler, sie haben auch sonst alle Rechte, die Männer haben, die Eherechte sind eher zu Gunsten der Frauen ausgestaltet.

There is no patriarchy. The glass ceiling is something that you’ve constructed for yourself. It’s a barrier that you’ve created for yourself as a spoiled entiled woman with first world problems. You have the greatest amount of personal choice when compared to most of the world and yet that is never enough for you. It’s not enough that men here protect you, give you rights, give you freedom, and share all their possessions with you. No, you want all those things and to then be able to shit all over men while you receive them. You want to be able to act like a total asshole to everyone, and call anyone that complains a misogynist.

Deutliche Worte. Aber durchaus angemessen für den radikalen Feminismus

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42 Gedanken zu “„Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem Frauen nicht unterdrückt werden

  1. Ich brauche sofort Katzenbilder und einen Safespace!!!11elf

    „If you think that a guy being super nice to you, buying you stuff, and then performing oral sex on you is slavery“

    Und ich will jetzt auch mal von Frauen unterdrückt werden!

  2. Wo wir’s gestern mal vom „nett sein“ hatten:
    „you think that a guy being super nice to you, buying you stuff, “ die Tür aufhält, sonstwie ein Kavalier ist, dafür erwartet, dass die Frau einfach kurz „nett“ zu ihm ist oder ihn gar (shocking) anlächelt, dann ist diese „Anspruchshaltung“ des Mannes patriarchale Unterdrückung.

  3. “Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem Frauen nicht unterdrückt werden“

    Diese Aussage wird gleich viel interessanter, wenn man ein Wort austauscht….

    –> “Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem *Männer* nicht unterdrückt werden“

    Wie kann dieser Rachel Edwards entgangen sein, dass die agressive Rhetorik von der angeblichen Unterdrückung nur dazu dient, eben eine solche Unterdrückung zu schaffen?!

      • @adrian
        „Versteh ich nicht.“

        Was denn? Dass der Feminismus sowas wie ein „Patriarchat“ herbeiführen will, mit der Methode, dieses in imaginierter Form anzuklagen?

        Oder:
        –> “Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem *Männer* nicht unterdrückt werden”

        in eine Frage umgewandelt:
        Ist es nicht eine perkekte Ausgangsbasis für den heutigen Feminismus, dass allenthalben die Männlichkeit dehumanisiert wird und Männer allenthalben als die Verursacher allen Übels hingestellt werden?

        • Der hier?
          “Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem *Männer* nicht unterdrückt werden”

          Und wenn man das „nicht“ weglässt?

          “Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem Männer unterdrückt werden”

        • @adrian
          Dann müsste die Original-Überschrift für dich ebenso sinnlos sein (?)

          “Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem Frauen nicht unterdrückt werden“

        • Dann hat Feminismus also nichts mit irgendeiner Art von „Unterdrückung“ (wollen wir den Begriff mal ganz gedehnt verstehen) von Männern zu tun? Verhält sich also völlig neutral zu denen?

          Ich würde schon meinen, dass gilt:
          “Der heutige Feminismus kann nur in einem Land existieren, in dem Männer unterdrückt werden” wobei „unterdrückt“ durch „missachtet“ zu ersetzen wäre (war nur wegen der Analogie zur Überschrift von mir übernommen).

          Denn wie könnte sonst Benachteiligung im Sinne von „Gleichstellung“ überhaupt möglich sein, so dass Männer nicht im grösseren Umfang aufmucken. Allerdings auch keine Frauen, die werden ja eigentlich genauso missachtet, vom Feminismus. Weswegen ich auch die Artikel Überschrift unzutreffend finde.

        • A long and winding road….

          die um deine lakonischen Kommentare schlindert.

          Der „ursprüngliche Satz“ ist durch den Austausch Frauen -> Männer natürlich sehr merkwürdig. Und Sinn ergibt er so auch nicht, höchstens wenn man das „nicht“ weg lässt und „Unterdrückung“ durch „Geringschätzung“ oder ähnlich abmildert.

          Ist nicht diese Geringschätzung auch früher vorhanden gewesen, in der Zeit, in die das feministische Narrativ die „Unterdrückung“ verortet, als es noch hiess „Frauen und Kinder“ zuerst (also ganz voran die Frauen)? Darauf bezog sich doch sogar der von dir gerade vertweetete Welt-Arikel vom Grazer Oberpatriarchen, der „Männer“ abweisen will, weil sie eben Männer sind…

          Sogar manche Bibel-Exegetinnen (Savina Teubal) haben da merkwürdige und überaus unpassende Dinge zum Status der Frauen im Original-Patriarchat zu sagen:

          http://www.youtube.com/watch?v=Ogs35yYZGUc

          (keine Ahnung, ob das korrekt ist, aber interessant)

        • Wenn ich Dich recht verstehe, behauptest Du, Feminismus sei nur in einer Gesellschaft möglich, die Männer geringschätzt.
          Was aber bedeutet „geringschätzen“? Männer werden geschätzt als hart arbeitende, sich nicht beklagende, sich für die Gesellschaft, die Familie und die Frau aufopfernde Helden. Ansonsten nicht. Das Narrativ hat sich in modernen Zeiten etwas verschoben, aber im Wesentlichen gilt es noch immer.

          Feminismus ist ja im Wesentlichen die Klage, dass

          a) Männer nicht den Wünschen von Frauen entsprechend verhalten
          b) Männer Frauen nicht das zukommen lassen, was ihnen zusteht.

        • „behauptest Du, Feminismus sei nur in einer Gesellschaft möglich, die Männer geringschätzt.“

          *Dieser* Feminismus, den wir gerade überall sehen – ja.

          „Geringsschätzen“ bedeutet dieses ganze Spektrum an milder, aber dennoch entschiedener Dehumanisierung, wie Männer sind brutal, für alle Kriege verantwortlich, weil nicht empathisch, irgendwie primitiv und dämlich, sind immer sexgeil, wie Tiere, vergewaltigen alle… Na das ganze Spektrum, überall täglich irgendwo zu beobachten, achtet man drauf.

          Dass sie stoische Helden seien, das war einmal, da denkst du wohl noch an die 1950er und davor 😉

          „Feminismus ist ja im Wesentlichen die Klage, dass…“

          Das ist ein wenig vordergründig. Feminismus war zum Teil schon immer und heute (seit den 60ern verstärkt) praktisch ausschliesslich ein Überlegenheitskult. Das was einst die „Arier“ waren, sind jetzt die „Frauen“, rein, überlegen, besonders weiss und moralisch, ethisch und spirituell angeblich in jeder Hinsicht der Massstab. Daher kommt auch die absolute Unduldsamkeit und die Arroganz, mit der sie auftreten. Dies hat nichts mit materiellen (ob es Zufall ist, dass da „mater“, „Ehefrau“ drin steckt?) Zielen zu tun und ist denen sogar abträglich.

        • „Dass sie stoische Helden seien, das war einmal, da denkst du wohl noch an die 1950er und davor“

          Ich sehe in diessr Hinsicht keinen wesentlichen Unterschied. Das Bild vom Mann als jemand der sich seinen Respekt durch Taten verdienen muss, ist das Gleiche wie in den 50ern, nur angepasst an moderne Umstände.
          Der Unterschied zu den 50ern und davor ist allerdings, dass damals auch von der Frau erwartet wurde, Ihre „Frau zu stehen“ (Kinder, Küche, Kirche). Heute erwartet man von einer Frau eigentlich gar nichts, außer selbstbewusst zu ihrem Ich als Frau zu stehen.

          „Das ist ein wenig vordergründig. Feminismus war zum Teil schon immer und heute (seit den 60ern verstärkt) praktisch ausschliesslich ein Überlegenheitskult.“

          Dass schließt sich ja nicht aus. Ich erkenne beim Feminismus ausschließlich egozentrische Ziele zum Wohle des eigenen Ichs.
          Mein Fokus liegt hier – zugegeben – aber eher auf die Folgen für den Mann, den der Feminismus ja nicht einfach entsorgen kann, auch wenn – das soltlen wir nicht vergessen – feministische Ideologie genau solche Phantasien bereits hervorgebracht hat. Allein das sagt übrigens schon viel. Es hat in den Jahrtausenden des „Patriarchats“ keinen männlichen Denker gegeben, der jemals von einem Genozid an Frauen geträumt hat, um eine bessere Welt zu schaffen.

        • @adrian
          „Das Bild vom Mann als jemand der sich seinen Respekt durch Taten verdienen muss, ist das Gleiche wie in den 50ern, nur angepasst an moderne Umstände.“

          Natürlich ist da immer noch was dran. Vor allem, da es einfach auch den Überlebenswillen schlechthin darstellt. Das dürfte also immer gelten, für alle *Menschen*.

          „Heute erwartet man von einer Frau eigentlich gar nichts, außer selbstbewusst zu ihrem Ich als Frau zu stehen.“

          Da kam diese Ideologie oder was auch immer daher, die den Frauen ihre Besonderheit predigte, ihren vorzüglichen Status als eine Art Übermensch, Nietzsche stand (wieder einmal) ganz klar Pate. Aus der selben Geisteshaltung kamen auch die französischen De/kontruktiviusten, die dem Feminismus ebenfalls dienten, „Alles ist Macht“. Der Feminismus ist eine Herrenmenschenideologie.

          „Ich erkenne beim Feminismus ausschließlich egozentrische Ziele zum Wohle des eigenen Ichs.“

          Dann enthielte er aber liberale Momente (müsstest du leicht erkennen), die es aber nicht gibt. Gar nicht. Da wird immer nur das Wohl eines Kollektivs in den Blickpunkt gerückt (auch wenn es de facto nur zum Vorteil der Wenigen gereicht).

          „die Folgen für den Mann, den der Feminismus ja nicht einfach entsorgen kann“

          Diese Idee ist sehr trügerisch. Man könnte durchaus einen Grossteil der Männer „opfern“ ohne weitreichende Folgen. Und der Irrsin hat keine Grenze, das hat die Menschheit immer wieder unter Beweis gestellt.

          „Es hat in den Jahrtausenden des “Patriarchats” keinen männlichen Denker gegeben, der jemals von einem Genozid an Frauen geträumt hat…“

          Es gab dieses Patriarchat nicht. Es ist einfach nur die Wiederbelebung des alten antisemitischen Verschwörungsmythos (siehe oben, Antwort auf @crumar). Und daher erscheint die Möglichkeit eines entfesselten Massenmordens leider sehr real, zahlreiche Feministinnen haben dies ja schon mehr oder minder klar zum Ausdruck gebracht, unwidersprochen.

          Ich hoffe ja, dass ich mich völlig irre. Auf der anderen Seite war es schon immer so, warum also sollte unsere Zeit überhaupt besser sein? Und ist es letztlich nicht immer gut gegangen? 🙂
          Es ist komisch, aber kein Gedanke kann zu düster sein.

    • … es ist klar, dass um gewinnbringende Opferrhetorik zu betreiben Legitimation vorhanden sein muß.

      Deshalb ja auch Begriffsdehnung und Bestrebungen gar tatsächliche Unterdrückung zu schaffen. Einerseits von Männern und andererseits auch von Frauen.

      Das wird dann wieder zur Legitimation für noch mehr davon genutzt.

      Diese “Kafkafallen“ Logik ist aber auch Markenzeichen aller Opfer-Sündenbock basierten totalitären Ideologien bzw. Kulte, totalitär ideologisierten Religionen, …

      • @pp
        „Diese “Kafkafallen“ Logik ist aber auch Markenzeichen aller Opfer-Sündenbock basierten totalitären Ideologien“

        Logisch, das hat der Feminismus wirklich nicht erfunden.

        Ich meine, dies wäre erstmals im Nationalismus vor dem 1. WK vorgekommen, wo alles Böse auf die andere Nation projiziert wurde, um sich paradoxerweise zu dem zu machen, was die anderen ja schon längst waren.

  4. „Radical feminism“ könnte mensch vielleicht auch „Wut als Gegenreaktion (mit bewusster und unbewusster Übertreibung und Fokussierung auf die Kategorie ‚Mann‘)“ nennen. Der radical feminism ist aber meiner Kenntnis nach nur ein kleinerer Teil des heutigen mehrperspektivischen Feminismus.

    Feminismus – wie alle anderen sozialen Bewegungen etc. auch – kann als gesellschaftlich etablierte/öffentliches Phänomen vermutlich nur in den Gesellschaften existieren, die politik-systemisch und gesellschaftlich ein Mindestmaß an Raum bieten. Gesellschaften, in denen nicht mehr brutalste Unterdrückungsmaßnahmen angewendet werden und die zivilgesellschaftliche Aktitvitäten im Keim ersticken wollen. Aber das bedeutet ja nicht, dass diese Bewegungen keinen inhaltlichen Grund hätten, zu existieren (und nur noch institutionell-positionelle Reproduktion). Wie Du selbst schreibst, spielt sich das meiste ja zwischen brutalster Unterdrückung und voller effektiver Gleichberechtigung ab.

    Es gibt außerhalb des Westens Gesellschaften und Politische Systeme, die stark die patriarchale Form zur partikularen Herrschaft nutzen und allgemein heftig autoritär sind. Selbst in diesen gibt es weiterhin Menschen, die sich für die Menschenrechte von Transgender, Homosexuellen und Frauen einsetzen (als ihre eigenen Rechte oder die Anderer). Diese werden mit Ausgrenzung und gesellschaftlicher und staatlicher Gewalt unterdrückt, sind aber weiterhin ebenso ein Teil aller Gesellschaften, so lange es Menschen gibt.

    • @kosinsky

      „Aber das bedeutet ja nicht, dass diese Bewegungen keinen inhaltlichen Grund hätten, zu existieren“

      Vollkommen richtig.
      Allerdings passt die teilweise im radikalen Feminismus geschilderte angebliche Unterdrückung nicht unbedingt zu den Rechten, die man dann andererseits dem Feminismus zugesteht. Das scheint mir das eigentlich interessante zu sein: Wer behauptet, dass Frauen die „niggers of the World“ sind (und sei es in einer weniger auf den Rassismus bezugnehmenden Form, der sollte mal drüber nachdenken, wie das zu den Rechten passt, die Frauen zugestanden werden.

      Wenn in Deutschland eine Femenaktivistin auf einem Altar blank zieht, dann kommt da nicht viel bei raus.
      Vergleichen wir das mal nur mit Russland und Pussy Riot:

      http://www.zeit.de/2013/40/nadeschda-tolokonnikowa-pussy-riot-erfahrungsbericht-straflager

      Dieser bestellte mich an meinem ersten Tag zu einem Gespräch. Er wollte, dass ich mich schuldig bekenne. „Du erlebst ein Unglück, nicht wahr? Du wurdest zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Menschen ändern ihre Meinung, wenn ihnen Schlimmes widerfährt. Wenn du so schnell wie möglich freikommen willst, musst du dich schuldig bekennen. Wenn nicht, wirst du so schnell nicht entlassen!“

      Ich habe ihm ins Gesicht gesagt, dass ich nur die acht Stunden am Tag arbeiten werde, die laut Arbeitsgesetzbuch vorgesehen sind. „Das Gesetzbuch ist die eine Sache – was wirklich zählt, ist die Arbeitsnorm. Wenn du die nicht erfüllst, musst du Überstunden machen. Wir haben schon stärkere Willenskräfte als deine gebrochen!“

      Meine Brigade näht 16 bis 17 Stunden pro Tag. Von halb acht Uhr morgens bis halb eins in der Nacht. Wenn wir Glück haben, können wir vier Stunden schlafen. Alle sechs Wochen haben wir einen Tag frei. Eine 50-jährige Frau bat darum, einmal die Woche bereits um 20 Uhr ins Bett gehen zu dürfen, um acht Stunden Schlaf zu bekommen. Sie fühlte sich krank, und sie hatte hohen Blutdruck. Als Reaktion wurde eine Gruppenversammlung anberaumt, die Frau gedemütigt und als Schmarotzerin beschimpft. „Glaubst du, du bist die Einzige, die mehr Schlaf will? Du musst härter arbeiten, du Kuh!“

      In meinem Wohntrakt wurde ich von einer Insassin begrüßt, die kurz davor war, ihre neunjährige Haftzeit zu beenden. „Die Schweine haben Angst, dich anzufassen. Es ist besser, wenn das die anderen Insassen für sie machen.“ In der Kolonie sind es die Häftlinge selbst, vor allem die älteren, die alle anderen terrorisieren, ihre Rechte mit Füßen treten – alles auf Befehl der Verwaltung.

      Um Disziplin und Gehorsam der Häftlinge zu erhalten, gibt es eine ganze Reihe von inoffiziellen Bestrafungen. Eine davon kann beispielsweise sein, dass alle, ganz gleich, ob im Herbst oder Winter, auf dem Hof ausharren müssen. Für Stunden. Ohne die Erlaubnis, den Waschraum zu benutzen oder einen Schluck Wasser zu trinken.

      Im Juni habe ich 29 Rubel (etwa 60 Cent) verdient. Meine Abteilung näht täglich 150 Polizeiuniformen. Vor zwei Wochen wurde die Arbeitsquote jeder Abteilung um 50 Stück angehoben – einfach so. Deine Hände sind durchlöchert von Nadelstichen und von Kratzern übersät, die Werkbank ist voll mit deinem Blut, und trotzdem nähst du weiter.

      „Wenn du nicht Tolokonnikowa wärst, hätten sie dir deinen Widerstand schon längst aus dem Leib geprügelt.“ Das sagen Insassen zu mir, die einen guten Draht zur Gefängnisbehörde haben. Ein Jahr bevor ich hierherkam, wurde eine Roma-Frau zu Tode geprügelt. Sie gehörte der dritten Brigade an, der sogenannten Stresseinheit, in der die Insassen täglich verprügelt werden. Sie starb im medizinischen Lager unseres Straflagers. Als offizielle Todesursache wurde ein Schlaganfall angegeben. In einer anderen Abteilung wurden aufmüpfige Näherinnen gezwungen, nackt zu arbeiten. Erst kürzlich rammte man einer jungen Frau eine Schere in den Kopf, weil sie eine Hose nicht pünktlich fertig genäht hatte. Eine andere versuchte sich mit einer Säge den Bauch aufzuschneiden. Man konnte sie gerade noch daran hindern.

      Der Gefangene soll sich hier wie ein schmutziges Tier ohne Rechte fühlen. Zwar gibt es in den Schlafsälen „Hygieneräume“, aber es gibt auch noch einen „Allgemeinen Hygieneraum“, der für Strafzwecke genutzt wird. In diesen Raum, passend für fünf Menschen, werden alle 800 Insassen des Straflagers geschickt, um sich zu waschen. Einmal in der Woche dürfen wir unsere Haare waschen. Aber auch dieser Badetag kann ausfallen – mal ist eine Pumpe kaputt, ein andermal sind die Rohrleitungen verstopft. Es gibt Zeiten, in denen sich meine Einheit zwei bis drei Wochen lang nicht waschen kann.

      Anscheinend gehört es zu ihren Erziehungsmaßnahmen, uns Gefangenen altes Brot, reichlich mit Wasser verdünnte Milch, ranzige Hirse und verfaulte Kartoffeln zu essen zu geben. Im Sommer wurden Unmengen Säcke mit schlammigen, schwarzen Kartoffeln geliefert. Die gaben sie uns zu essen.

      Vor drei Wochen bat ich Oberstleutnant Kuprianow, den Gefangenen meiner Arbeitseinheit acht Stunden Schlaf zuzugestehen. Wir diskutierten darüber, die Arbeitszeit von 16 Stunden am Tag auf 12 Stunden zu reduzieren. „Von mir aus, ab Montag wird die Brigade nur acht Stunden am Stück arbeiten“, willigte er ein. Mir war klar, dass das eine Falle war. Es ist körperlich unmöglich, die erhöhte Quote in acht Stunden zu erfüllen. Uns würde dafür die nötige Zeit fehlen – und wir würden als Folge unseres Versagens bestraft werden. „Sollte jemand herausfinden, dass du dahintersteckst, wirst du nie wieder jammern. Denn im Jenseits gibt es keinen Grund, sich zu beklagen.“ Kuprijanow machte eine Pause. „Hör auf, dich für andere einzusetzen. Ich arbeite hier schon seit vielen Jahren, und die Menschen, die für andere etwas beantragt haben, sind direkt von meinem Büro in die Strafkammer gewandert.“

      In den folgenden Wochen wurde das Leben in meiner Einheit zur Hölle. Die Gefangenen, die eng mit der Verwaltung verbunden sind, stachelten die anderen auf, sich zu rächen. Die Insassen hier haben Angst vor ihren eigenen Schatten. Selbst wenn sie dir gestern noch zugewandt waren und darum gebettelt haben, dass du etwas an diesen 16-Stunden-Schichten änderst – seit mich die Verwaltung gängelt, haben sie Angst, auch nur ein Wort mit mir zu wechseln.

      Ich habe mich an die Gefängnisleitung mit dem Vorschlag gewandt, den Konflikt zu lösen. Ich bat darum, dass der Druck auf mich aufhört, dass die Sklavenarbeit endlich aufhört, dass der Arbeitstag verkürzt wird. Als Reaktion darauf hat der Druck noch mehr zugenommen. Deswegen bin ich in Hungerstreik getreten und weigere mich, an der Sklavenarbeit im Lager teilzunehmen, bis die Gefängnisleitung endlich das Gesetz befolgt und die Häftlinge nicht wie Vieh behandelt, sondern wie Menschen.

      • @Christian

        „Allerdings passt die teilweise im radikalen Feminismus geschilderte angebliche Unterdrückung nicht unbedingt zu den Rechten, die man dann andererseits dem Feminismus zugesteht. Das scheint mir das eigentlich interessante zu sein: Wer behauptet, dass Frauen die “niggers of the World” sind (und sei es in einer weniger auf den Rassismus bezugnehmenden Form, der sollte mal drüber nachdenken, wie das zu den Rechten passt, die Frauen zugestanden werden.“

        WEISSE Frauen waren nie „Niggers of the world“ – das ist das, was ein dummer ally von sich gibt, der John Lennon war.

        In der Realität waren Sklaven im Süden der USA WEISSER FAMILIENbesitz und den Vergleich der Institution der Ehe mit Sklaverei haben interessierte feministische Kreise ausschließlich vorgenommen, um diesen Umstand zu verwischen.

        Wer „Ehe“ mit „Sklaverei“ verwechselt oder verwechseln will, der „verwechselt“ auch „Vertragspartei“ und „Vertragsgegenstand“.
        D.h. der zentrale JOB dieses „radikalen Feminismus“ made in USA lässt sich so zusammenfassen: historischer Revisionismus, Geschichtsfälschung.

        Das komplette Spektrum an „Feminismen“ ist eine multidimensionale „Opfer-Enteignung“.
        Jeder „survivor“ war vormals „holocaust survivor“ – inzwischen ist es NUR noch JedE und bezieht sich auf sexuelle Straftaten – ausschließlich begangen an Frauen.

        Es geht nicht um Unterdrückung.
        Es geht nur darum auszuwischen (wipe out), wie weiße Frauen von eben dieser Unterdrückung profitiert haben.
        Du sollst nicht mehr wahrnehmen, was die WEISSE Sklavenherrin von der Sklavin unterscheidet, sondern du sollst GLAUBEN, die Herrin wäre durch magische weibliche Bande mit der Sklavin verbunden (sisterhood!).
        Und nicht mit ihrem Ehemann, der dir durch Teilhabe an seinem Besitz auch das Verfügungsrecht auf MÄNNLICHE UND WEIBLICHE Sklaven und Sklavinnen ermöglicht.

        Der Job des „radikalen Feminismus“ made in USA war und ist es, ein Kollektivsubjekt „Frau“ zu konstruieren, das niemals existiert hat.
        Und an dieser Stelle sollte gefragt werden: WEM nützt diese Art der Geschichtsfälschung?
        Die radfems existieren nicht ohne Grund – ihre „nützliche Idiotie“ macht sie so wertvoll.

      • @crumar
        „WEM nützt diese Art der Geschichtsfälschung?“

        Das liegt doch auf der Hand, den „Ewiggestrigen“.

        Besonders die zahllosen Bezüge und Parallelen zum Antisemitismus sind zahllos.

        Das Patriarchat ist nichts anderes als ein Aufguss der Verschwörungstheorie vom Juden a la „Protokolle der Weisen von Zion“. Der Anfang vom „Patriarchat“ wurde von zahlreichen Theologinnen des Feminismus im alten Israel verortet, wobei das angebliche „Matriarchat“ gewaltsam vernichtet worden sei. Die Hexenverfolgungen wurden ausgibig mit der Shoah verglichen. Der moderne Antisemitismus in der Form des Antizionismus ging zum entscheidenen Teil vom Feminismus aus, hier wurde der „Postkolonialismus“ und der Neorassismus überhaupt erfunden — um den Nazi-Alliierten den Mufti von Jerusalem, bzw seinen Adlatus Arafat und die PLO zu unterstützen…

        Natürlich hatte Netanjahu gar nicht unrecht, als er den totalen Vernichtungswillen der Nazis gegenüber den Juden am Mufti festmachte, das räumen die Eichmann-Protokolle und auch die viel unangenehmeren Kasztner-Protokolle (per Gerichtsakten) ein.

        Ha, und demnächst wird man in Berlin die Statue des Nazis und Homophoben Hirschfeld errichten, als erklärtem Säulenheiligen der Gleichberechtigung von Homosexuellen.

        Das ist alles zu streng.

    • „Es gibt außerhalb des Westens Gesellschaften und Politische Systeme, die stark die patriarchale Form zur partikularen Herrschaft nutzen und allgemein heftig autoritär sind. Selbst in diesen gibt es weiterhin Menschen, die sich für die Menschenrechte von Transgender, Homosexuellen und Frauen einsetzen (als ihre eigenen Rechte oder die Anderer). “

      Genau diese Leute erfahren die im Artikel genannten wirklich massiven Unterdrückungen.
      Genau das ist der Unterschied zum hiesigen Feminismus.
      Feministen behaupten ernsthaft, Frauen würden „als Frauen“ und „weil sie Frauen sind“ in einer Weise „unterdrückt“ wie Menschen, die sich in solchen Staaten für Homosexuelle einsetzen. Das ist derart Absurd und widerspricht vollkommen der Realität, in der der institutionalisierte Feminismus staatlich finanzierte Aktionsprogramme zur Quotierung von Frauenposten betreiben kann, und es juristisch abgesicherte Gleichstellungsbeauftragte“ gibt, die in Wirklichkeit reine Politkommissare für Frauenangelegenheiten sind.

      Institutionalisierter feminismus sitzt bei uns in allen Instanzen auf der anderen Seite des Machtgefälles – nicht auf einer „Untersrückten“, sondern auf der offiziell und inoffiziell staatlich geförderten. Niemand kommt in diesem Land am institutionalisierten Feminismus vorbei, wenn irgendetwas deren Interessen berührt.

  5. Die Kernaussage kann auch so zusammenfassen:

    Die Errungenschaft von Rede- und Demonstrationsfreiheit allein hat längst sicher gestellt und ist gleichzeitig der ultimative Beweis dafür, dass NIEMAND mehr unterdrückt wird.
    Das ist leider ein sehr reaktionäres Argument.

    Ansonsten hat der Artikel natürlich im Großen und Ganzen recht. Selbst wenn Frauen tatsächlich durch „Glass Ceiling“ etc. benachteiligt wäre, wäre dieses endlose Geschnatter über „Unterdrückung“ und all die großen Worte die noch für First World Problems bemüht werden, immer noch weltfremd, egozentrisch und zynisch angesichts der tatsächlichen Zustände in der Welt.

    • „Die Errungenschaft von Rede- und Demonstrationsfreiheit allein hat längst sicher gestellt und ist gleichzeitig der ultimative Beweis dafür, dass NIEMAND mehr unterdrückt wird.“
      Aber nein. Es ist ein beweis dafür, dass vor dem Gesetz alle gleich sind. Und zwar im Guten wie in Schlechten.

      Nur hat eben die reine Gleichheit auch ihre Tücken, denn auch andere Aspekte spielen für das Wohlergehen eines Menschen eine wichtige Rolle.

  6. Ja, das stimmt. Und ich finde es auch sehr schade, dass der Feminismus zumindest der hiesige, sich in so einem Kleinklein ergeht, aber das ist auf der anderen Seite auch typisch für die jetzige Gesellschaft. Ich fände es gut, wenn mehr aufs Große Ganze geschaut werden würde, es gibt in Sachen Menschenrechten, auch Frauenrechten, ja doch einige Baustellen auf der Welt.

    • heisst nicht, dass man kleine Sachen nicht ansprechen darf, aber manchmal denke ich mir, wenn man mit derselben Energie mit der man seit Monaten den GamerGate Konflikt handhabt, den Israel-Palästina Konflikt oder Syrien-Konflikt angehen würde, dann hätten wir schon längst Weltfrieden.

      • @ata
        „wenn man mit derselben Energie mit der man seit Monaten den GamerGate Konflikt handhabt, den Israel-Palästina Konflikt oder Syrien-Konflikt angehen würde, dann hätten wir schon längst Weltfrieden.“

        Da wird mit viel grösserer argumenativer Durchschlagskraft die Korrumpiertheit der Presse täglich offen gelegt, aber was hilft es? Gar nichts….

        Nur ein klitzekleines Beispiel von heute:
        „Economist tries out new euphemism for malevolent terrorists: “Restive” Palestinians“
        „The word restive is an adjective which describes someone “unable to keep still or silent and becoming increasingly difficult to control, especially because of impatience, dissatisfaction, or boredom.”“

        http://ukmediawatch.org/2015/10/28/economist-tries-out-new-euphemism-for-malevolent-terrorists-restive-palestinians/

      • „wenn man mit derselben Energie mit der man seit Monaten den GamerGate Konflikt handhabt“

        Ich denke, da die Gamer sowieso schon im Internet sind, sieht es so aus als ob dort vergleichsweise viel Energie reingesteckt wird.

        Aber ich finde es auch komisch den Syrien-Konflikt und Gamergate als gleichwertige Probleme zu sehen.

        • @matze
          „Aber ich finde es auch komisch den Syrien-Konflikt und Gamergate als gleichwertige Probleme zu sehen.“

          Das ist doch nur eine Retourkutsche für die Rhetorik, dass Feminismus nur „first world problems“ von Frauen thematisieren würde, wobei zB die Frauenprobleme der islamischen Welt ignoriert werden oder im Gegenteil der Status Quo sogar noch als „Emanzipation“ gefeiert wird.

          Der grundlegende Unterschied ist ja, dass Feminismus für *alle Frauen schlechthin* (damit auch weltweit) zu sprechen sich rausnimmt, während es diesen Gamergatern lediglich um Videospiele geht, weswegen sie natürlich auch was dagegen haben, wenn ihnen von oben herab, durch die einschlägige Videospiel-Presse, urplötzlich vermittelt wird, was für miese Sexisten sie allesamt doch seien.

          Aber wir wissen ja, dass die Feministen nicht differenzieren können, sie haben ja was Wichtigeres im Kopf.

          Und das PR disaster um gamergate soll natürlich schnell vergessen, relativiert und sonstwas werden. Auf zur nächsten Haltlosigkeit… (whatever…), vielleicht verfängt da ja was.

  7. Erinnert mich an Ulrike Meinhof, da habe ich mal in einer RAF Doku einen Ausschnitt aus ner Talkrunde gesehen, in der sie irgendwas von Unterdrückung im Schweinestaat gestammelt hat (noch vor der Radikalisierung), in einer Zeit als es nur das Staats-TV gab… Huch Gott, ein Schweinestaat, der das Verbreiten von anderen Meinungen auch noch über das eigene TV erlaubt.

    Da ist also eine deutsche Journalistin, die sowas im Fehrnsehen sagen kann, das ausgestrahlt wird, und sie fühlt sich von diesem Staat Unterdrückt? Warscheinlich weil sie ihre Meinung nicht sagen durfte, die arme… Dieses Privileg hätten viele linke Männerrechtler heute gerne mal!

    Ähnlich ist doch der Feminismus drauf, der sogar absolut priviligiert ist, mit Millionen gefördert wird, überall durch Frauenquoten vertreten ist etc. etc. etc. Aber trotzdem behauptet Frauen seien auch vom Staat unterdrückt, weil nicht gleichoft vertreten. Nun eine Parallele zur RAF hat der Feminismus schon mal, auch dort in der Führung gab es viele Frauen, vor allem Ensslin und Mainhof.

    Und noch eine Parallele
    „Wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine, wir sagen der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heißt, wir haben nicht mit ihm zu reden, und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natürlich kann geschossen werden.“ Ulrike Meinhof
    Im Frauenhaus Rheine sagt man das etwas humaner:
    „Die Sichtweise der Männer interessiert uns nicht.“…
    Die Konsequenz ist jedoch die gleiche…

  8. Der beste Beweis für die Gefährlichkeit des Patriarchats (und daher die Notwendigkeit des Feminusmus) ist, dass man den Teufel nicht erkennt.

    • „Es war der beste Schachzug des Teufels alle davon zu überzeugen, dass er gar nicht existiert“ frei erinnert, Zitat (von wem?)

      Paranoia ist ein Selbstläufer.

        • Ui, das hat mich überrascht, da die Quelle älter sein hätt sollen. Ein bisschen rumgesurft und es war der Charles Baudelaire, der wurde nach seiner Bohemien-Karriere katholischer Mystiker, der um 1860 dies schrieb:

          «Mes chers frères, n’oubliez jamais, quand vous entendrez vanter le progrès des lumières, que la plus belle des ruses du diable est de vous persuader qu’il n’existe pas!»

          „Die schönste List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, daß es ihn nicht gibt.“

          http://www.aphorismen.de/suche?f_rubrik=Aphorismen&f_autor=562_Charles+Baudelaire&f_thema=Teufel%2C+Satan

          Übrigens ist der Spruch irgendwie ganz typisch für Baudelaire.

  9. Der Artikel hat natürlich mehr als recht. Man google mal nach Vergewaltigungs-Statistiken. Wer kommt da besonders schlecht weg? Schweden, Deutschland, Frankreich, Kanada und die USA. Glaubt jemand das wirklich? Es ist wohl eher die feministische Hypersensiblität, die da durch die Decke geht.

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