Bericht eines Mannes aus den Genderstudies (via Genderama)

Bei Arne ist ein interessanter Bericht eines Mannes aus den Gender Studies erschienen:

Zu Anfang fühlte ich mich nicht besonders unwohl, trotz dem – nennen wir es in Ermangelung eines besseren Wortes – Argwohn der Frauenmehrheit in den entsprechenden Kursen. Das Ganze änderte sich, als ich anfing, bei einschlägigen Themen um Details nachzufragen. Wenn z.B. in einer Übung eine Kommilitonin – nicht selten mit offener Bewunderung – einen Text von Andrea Dworkin oder Susan Brownmiller o.ä. zur Besprechung ausgewählt hatte

Würde mich interessieren, welchen Stellenwert diese Autoren da noch haben.

und von der Vergewaltigung als patriarchalem Mittel der systematischen Frauenunterdrückung redete, lautete z.B. meine Frage, was die entsprechenden Autorinnen unter ’systematisch‘ verstanden. Ich habe nicht getrollt, es war eine ehrliche wenn auch im Nachhinein naive Frage nach dem Systembegriff, weil es in den Sozialwissenschaften mehrere davon gibt und ohne dessen Definition sich die These unabhängig von Zustimmung oder Ablehnung dazu nicht verstehen/erörtern liesse.

Die Antwort war meist eine unwirsch formulierte Ausflucht und entgeisterte Blicke von Kommilitoninnen und der Dozentin gleichermassen.

Das wäre ja schon eine ziemliche Entfernung von wissenschaftlichen Vorgehensweisen, aber durchaus zu erwarten. Wäre interessant, ob es da Bemühungen gibt, dass zu definieren und dann entsprechend nachzuweisen.

Das Klima wurde kälter. Klar sind es nicht immer die gleichen Leute in den Veranstaltungen, aber bei einem relativ kleinen Fachbereich überschneiden sich die Studienwege halt öfter. (Um fair zu sein, es gab auch jeweils einige Frauen, welche im freien Kreditpunktebereich Veranstaltungen besuchten, also nicht zu dem sich schnell gebildet habenden ideologischen Kern gehörten, deren Verdutztheit in solchen Situationen nicht zu Übersehen war).

Also einige normalere Studenten und ein ideologischer Kern, den es eben gar nicht auf die Begründung ankam, sondern die vollauf damit zufrieden waren, dass vorauszusetzen, wenn ich es richtig verstehe

Immer öfter beobachtete ich die beschriebene Situation, in der selbst grundsätzliche Fragen offen blieben und gar nicht erst das Interesse nach Klärung bestand. Es frustrierte mich so dermassen, dass in diesem Fach nicht das gelebt wurde, was ich in den anderen zwei als wissenschaftliche Grundregeln kennengelernt hatte.

Ich schien einfach nur der Störfaktor zu sein in einer quasi-religiösen Gemeinschaft, deren Veranstaltungen mit der Zeit eher wie esoterisch angehauchte Selbshilfegruppen auf mich wirkten.

Da liegt er glaube ich nicht so daneben.

Als ich dann auch noch – und ich möchte betonen, nicht in einer feindseligen Art und Weise – immer öfter den „Was-ist-mit-den-Männern?“-Aspekt in die Diskussion einbrachte, wurde mir klargemacht, dass diese Fragen nicht erwünscht seien. Mal über passiv-aggressive Zurechtweisungen im Untericht selber, mal über rhetorische Spitzen, wenn man sich zufällig über den Weg lief.

Das ist so ziemlich das Bild, welches man erwartet.

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42 Gedanken zu “Bericht eines Mannes aus den Genderstudies (via Genderama)

  1. „Ich schien einfach nur der Störfaktor zu sein in einer quasi-religiösen Gemeinschaft, deren Veranstaltungen mit der Zeit eher wie esoterisch angehauchte Selbshilfegruppen auf mich wirkten.“

    Da stellt sich die Frage, wie kommt solch ein Studiengang an die Unis und was soll der dort? Wissenschaft treiben scheinbar nicht.

    • Von diesem Phänomen sind ja diverse Fachbereche betroffen. Glücklicherweise beschränkt sich das Extrem bislang – was ich in meiner Studienfachblase mitbekomme – auf eine Hochschule der Bundeshauptstadt. Soweit ich weiß, ist die Idee der x-Suffix in Berlin geboren und ausgearbeitet worden.
      Nun ist Linguistik in erster Linie wertfrei, weil deskriptiv. Dieser Grundsatz wurde dort allerdings über Bord geworfen, um Normen zu formulieren, die der Realität nicht gerecht werden und den Gleichstellungsgedanken meiner Meinung nach ab adsurdum führt. Ernstzunehmen ist es zumindest kaum; weder als Wissenschaft noch als Lösungsvorschlag (der ja nicht einmal flächendeckend gefordert wird und deshalb jedes Individuum entmündigen würde, das mit diesem Gedanken eben NICHTS anfangen kann).
      In der Biologie mischt der Feminismus ja auch schon mit. Löwenmännchen trauern neuerdings nach einer Paarung, weil sie sich der Unterdrückung des Weibchens schuldig fühlen. Immer fein anthropozentrisch denken.

        • Wobei ich – in meinem nicht außerordentlich massiv untermauerten Theoriewissen – eher den Eindruck habe, dass die beschriebene Form der Gender Studies eher eine Variation im Sinne einer tendenziösen Weiterentwicklung der feministischen Dekonstruktion darstellt. Gender Studies sind ja genuin erstmal (ebenso wie Sprachwissenschaften) beschreibende Ansätze. Zumindest habe ich sie in den Literaturwissenschaften so kennengelernt. Das mag aber auch dozentabhängig sein.

        • @dampfblogue

          „Gender Studies sind ja genuin erstmal (ebenso wie Sprachwissenschaften) beschreibende Ansätze. Zumindest habe ich sie in den Literaturwissenschaften so kennengelernt. Das mag aber auch dozentabhängig sein.“

          Das Problem ist hier ja, dass man Geschlechterthemen kaum beschreiben kann ohne zu werten. Und wer wertet, der muss eben deren Grundlagen ermitteln.
          Strukturelle Diskriminierung oder systematische Benachteiligung haben ein beschreibendes Element „Mehr Männer als Frauen an der Spitze“, aber darauf beschränken sich die Gender Studies ja nicht

        • Ich weiß ich bin etwas spät dran, aber mir wurde schon mitgeteilt, das gerade Hochschulen im Rheinland noch ne Ecke schlimmer sein sollen. Von denen hört man nur komischerweise so gut wie nie.

          Zumindest laut dem E-Celeb „Dr. Layman“ ist das so, der ja selbst Sozialwissenschaftler ist.

          Kann aber auch sein dass er seine eigenen Erfahrungen etwas höher einschätzt als das was man in der Presse hört, wer weiß. Ich wollte nur mal drauf hinweisen.

  2. @Christian

    Sie unterschlagen den Teil:

    Die Spätfolgen waren im eigentlichen Sinne aber auch seelisch existenzvernichtend und ich wähle den Begriff nicht aus rhetorischen Gründen. Ich wäre daher skeptisch, ob man dazu jemanden ermutigen sollte; nicht jeder hat Lauren Southerns Bekanntheitsgrad und kann sich notfalls medial wehren.

    Ich denke, dass fast alle den ganzen Artikel kennen. Trotzdem finde ich persönlich gerade den Teil des Artikels bezeichnend für die ganze Kultur. Existenzvernichtend

    Immer öfter beobachtete ich die beschriebene Situation, in der selbst grundsätzliche Fragen offen blieben und gar nicht erst das Interesse nach Klärung bestand. Es frustrierte mich so dermassen, dass in diesem Fach nicht das gelebt wurde, was ich in den anderen zwei als wissenschaftliche Grundregeln kennengelernt hatte.

    Wer nicht nach 5 Minuten merkt, dass Genderstudien „Cargo cult science“ bzw. Mumpitz sind hat selbst ein Problem psychischer oder lobotomystischer Natur 😉

    https://en.wikipedia.org/wiki/Cargo_cult_science

    MfG
    Yeph

    • @yeph

      den Teil finde ich eher uninteressant, weil ich ihn sehr subjektiv finde. Er findet einen Stoff vor, begreift wie es läuft, sieht es aber nicht ein. Er hätte sich natürlich anpassen und das dann duckmäuserisch durchziehen können.
      In Theologie stellt man ja auch keine Fragen nach Dawkins oder legt dar, dass Gott ein ziemlicher Arsch ist.
      In Jura bringt es auch nichts Eigentum an sich zu hinterfragen und in einer Hausarbeit marxismus aus der Menschenwürde herzuleiten.

      „Wer nicht nach 5 Minuten merkt, dass Genderstudien “Cargo cult science” bzw. Mumpitz sind hat selbst ein Problem psychischer oder lobotomystischer Natur ;-)“

      Eben. deswegen mache ich mal victim blaming und sage, dass er sich das selbst zuzuschreiben hat

      • Ich kann nur für Jura sprechen und da kann man solche Fragen ohne weiteres stellen. Das wird nicht das Klausurthema sein und man verfehlt besser kein Klausurthema, aber die intellektuelle Debatte darüber ist durchaus möglich und passiert auch, soweit das Vorlesungsformat das zuläßt.

        • @lh

          Man kann in Jura sicherlich viele fragen stellen, aber auch da wird der Professor bei Fragen der von mir skizzierten Art irgendwann unwirsch werden (oder den höflichen Verweis „das ist sicherlich ein interessantes Thema für eine Doktorarbeit, bringt uns hier aber nicht weiter“ verwenden). Die Antwort ist ja auch relativ simpel: Es steht im Gesetz und im GG.

          Es bringt auch wenig bei der Frage welche Anspruchsvoraussetzungen § 985 BGB oder § 929 BGB haben tiefgreifende Diskussionen zu führen, ob Eigentum an sich falsch ist.

        • Glücklicherweise ist es beim Thema Jura immer offener geworden und die Gesetze sind keineswegs mehr so absolut unveränderlich. Die Juristen melden sich immer mehr in Talkshows und den Printmedien zu Wort.

          Deshalb auch meine Hoffnung für die Männerbewegung, weil sie gerecht ist.

          MfG
          Yeph

        • @Christian: Natürlich, solche Fragen führen im Sinne des Fachs nicht weit. Aber die Herangehensweise, auch Grundlagen intellektuell hinterfragen zu lassen oder sogar dazu zu ermutigen, habe ich durchaus erlebt.

          Und das ist der wesentliche Unterschied: Bei einem Universitätsstudium geht es letztlich darum, eine bestimmte Art zu Denken zu lernen und dazu gehört eben auch die Abwesenheit von Denkverboten. Eine „intellektuelle Wahrheit“ muss in der Lage sein, sich jedem Feuer von Kritik zu stellen und gerade dort zu überzeugen, sonst taugt sie nichts.

          Und eine solche Kultur scheint es im Bereich Gender-Studies eben nicht zu geben während sie in anderen Bereichen völlig selbstverständlich ist.

        • @lh

          Das ist mir durchaus bewußt. Im Strafrecht behandelt man ja auch verschiedenste Konzepte, warum Strafe überhaupt erfolgt, sei es grundsätzlich oder zB beim Rücktritt vom Versuch.

          Aber die ganz grundlegenden Fragen wird man auch dort wenn man konkretes Besprechen will meist ausklammern. Wer also § 929 BGB besprechen will muss sicherlich über das Abstraktionsprinzip sprechen wird aber auf eine Nachfrage an der Stelle, ob die Gesetze der BRD überhaupt eine zulässige Rechtsquelle sind von einem „Reichsdeutschen“ auch nicht vertieft einsteigen, weil er sonst den Stoff nicht durchbekommt.

          Natürlich ist das eine ganze andere Ebene als bei Gender Studies, weil dort nach den Angaben wichtige Begriffe nicht definiert und hinterfragt werden und die Frage so gesehen durchaus berechtigung hatte

        • Die Widerlegung des „Reichsdeutschen“ passiert durchaus in dem Studium, allerdings nicht im Sachenrecht, sondern eben im Staatsrecht. Vielleicht nicht direkt anhand einer solchen Frage, zumindest solange niemand konkret danach fragt, aber die relevanten Fragen dafür werden behandelt.

          Aus meiner Sicht macht es halt einen riesigen Unterschied, ob man sagt „wir haben keine Zeit dafür, sonst schaffen wir den Stoff nicht“ oder „das zu hinterfragen ist verboten“. Schon „keine Zeit“, wie wohl die Regel im Bachelor-Studium, ist eigentlich ein unverzeihlicher Verstoß gegen den Anspruch, den Studenten Denken beizubringen (worum es eigentlich gehen sollte). Aber beim Denkverbot verlässt man den Bereich wissenschaftlichen Denkens (oder des Denkens überhaupt) eben nachhaltig.

        • @lh

          „Die Widerlegung des „Reichsdeutschen“ passiert durchaus in dem Studium, allerdings nicht im Sachenrecht, sondern eben im Staatsrecht. Vielleicht nicht direkt anhand einer solchen Frage, zumindest solange niemand konkret danach fragt, aber die relevanten Fragen dafür werden behandelt.“

          Bringt auch nicht viel, dass Beispiel jetzt zu überreizen. Natürlich hätte man, auch wenn man es nicht erörtern will, auch eine Antwort darauf. Wir sind uns wohl einig, dass es in einem Seminar zu den Einzelheiten sachenrechtlicher Fragestellungen zum Eigentumsübergang eher als störend empfunden würde.

          In dem obigen Beispiel klingt es mir nicht so als wäre es da nicht erörtert worden, weil es zu abseits des Themas war. Ich bin da auch der Ansicht, dass es in den Gender Studies zu wenig kritik an den Grundlagen gibt.

      • victim-blaming hahaha gefällt mir 🙂

        Das habe ich wirklich auch zuerst gedacht. Trotz allem fällt mir auf wie viele Leute daran zerbrechen (siehe Rosenkranz). Umso mehr bewundere ich die Kämpfer an der Front (Arne, Christian, ManTau, Jüngling usw….) !!!

        MfG
        Yeph

    • ich verstehe nicht genau warum man sich einem Studiengang aussetzt, der einem so zusetzt. Zu so einem Ergebnis gehören auch immer zwei Parteien.

        • Nun, ich denke, es gibt noch viel zu wenige, die „legal gender studies“ studieren. Ich habe nur ein einziges Beispiel im Kopf und das ist zugegebenermaßen recht beschränkt. Aber allein das reicht aus, um zu erkennen, daß es sich dabei um eine hochkriminelle Sache handelt, die hohen Einfluss hat und Männern essentielle Grundrechte nicht nur entziehen will, sondern auch für entsprechende Umsetzung in der juristischen Praxis längst sorgt.
          Nämlich dergestalt, daß heute schon ( seit locker mindestens 5 Jahren ) Männer, die irgendeiner Form von Gewalt beschuldigt werden, ohne wenn und aber als Täter in den entsprechenden Statistiken geführt und auch als solche behandelt werden. VOR EINER OFFIZIELLEN SCHULDIGSPRECHUNG, WOHLGEMERKT! EIN ERMITTLUNGSVERFAHREN REICHT AUS!

          Nachzulesen auf der Seite von Sisanne Baer an der Humbug-Uni-Bärlin im Bereich „legal Gender studies“, Wibig-Studie Kurzfassung ( ausgeführt von der Uni- Osnabrück unter Baer’s Schirmherrschaft. Man lese einfach die Seite 24, plus ein paar Zeilen. Highlight:
          „Die Teilnehmer, die über eine justizielle Weisung in die Programme gelangt sind, waren in der Regel Beschuldigte eines Ermittlungsverfahrens wegen Körperverletzung. Der am häufigsten genannte Tatvorwurf war der der einfachen Körperverletzung, ein Drittel der Teilnehmer wurden der gefährlichen Körperverletzung beschuldigt.“
          Nachzulesen hier:
          http://plone.rewi.hu-berlin.de/de/lf/ls/bae/w/files/lsb_wissen/wibig_kurzfassung_deutsch.pdf

        • “ Aber allein das reicht aus, um zu erkennen, daß es sich dabei um eine hochkriminelle Sache handelt, die hohen Einfluss hat und Männern essentielle Grundrechte nicht nur entziehen will, sondern auch für entsprechende Umsetzung in der juristischen Praxis längst sorgt.
          Nämlich dergestalt, daß heute schon ( seit locker mindestens 5 Jahren ) Männer, die irgendeiner Form von Gewalt beschuldigt werden, ohne wenn und aber als Täter in den entsprechenden Statistiken geführt und auch als solche behandelt werden. “

          Schon vor 10 Jahren war aus den feministischen Lagern ganz ungeniert gefordert, die drei Gewalten Legislative, Judikative und Exekutive bundesweit lokal an einen sog. „Runden Tisch häusliche Gewalt“ zu bringen, wo Verdächtigte (Männer!) in einer Art Schnellgericht vorab verurteilt werden sollten.
          Die Mitglieder der Runden Tische sollten handverlesen aus Personen bestehen, für die das Täter-Opfer = Mann-Frau – Verhältnis zweifelsfrei feststeht.
          Zweifler oder gar Gegner sollten – eine wörtliche Forderung der Feministin Schröttle in einer Handlungsanweisung – aus dem Kreis entfernt, bzw. gar nicht erst zugelassen werden.

          Dazu passt eben auch, dass NRW (sowohl SPD-, als auch CDU-regiert) über mehrere Jahre Fördermittel an Vereine und Gruppierungen auslobte, die sich mit häuslicher Gewalt „weit überwiegend oder ausschließlich“ gegen Frauen! beschäftigten.

          In mindestens einem östlichen Bundesland gab es ein ähnliches Konstrukt, ich weiß aber nicht mehr, welches.

  3. Mal eine ketzerische Frage:
    Woher wissen wir überhaupt, ob man diesen Erfahrungsbericht überhaupt ernstnehmen kann?

    Ich möchte jetzt nichts gegen Arne sagen, aber er hatte nur über Mail Kontakt mit einer Person die von sich behauptet Schweizer und Mann zu sein und Gender Studies studiert zu haben. Kein Hinweis auf die Uni im Text. Und Arne hat den Text sogar noch ‚auf bessere Lesbarkeit hin redigiert‘, also verändert. Das könnte genauso gut ein (unabsichtlicher) Hoax sein. Immerhin steht genau das drin, was wir immer angenommen haben. ‚Preaching to the choir‘ kombiniert mit ‚On the Internet, nobody knows you’re a dog‘.

    • Ich muss sagen, der Gedanke hat sich mir auch aufgedrängt. Es passt einfach zu gut.

      Trotzdem ist Kritik an diesem Fach angebracht. Wer nicht bereit ist seine Ansichten auf Grundlage von Fakten zu ändern, betreibt keine Wissenschaft sondern Religion.

    • @chapel

      Das ist überhaupt keine ketzerische Frage, sondern eine ganz wichtige.

      Es sollte doch klar sein, dass *jeglicher* Erfahrungsbericht das Risiko von Manipulation birgt. Dies liegt einfach daran, dass man behaupten kann, was man will — entweder glaubt man es oder nicht. In eine angebliche Tatsachengeschichte lassen sich viel leichter Moral und Wertungen unterbringen, weil die Bereitschaft des Lesenden stark erhöht ist „authentische“ Geschichten zu glauben, gegenüber abstrakten Argumentationen.

      In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass im Feminismus zum allergrössten Teil mit angeblichen Erfahrungen gearbeitet wird und dies sogar noch gefordert wird.

      Auch in allen möglichen Medien ist der romaneske Stil bei Berichten weit verbreitet, es empfiehlt sich auch hier die Kneifzange 😉

      Was den hier vorgestellten Text betrifft, so kann ich nicht erkennen, dass es ein fake sein könnte. Dieses Hineindriften in Zustände, die der Schreiber wohl von vorneherein gar nicht mochte, scheint mir allerdings glaubwürdig, das ist dieses „der wollte es richtig wissen“. Denn häufig will man ja nicht glauben, was man sieht und dies kann eine ganze Weile so gehen.

    • Wer sagt uns dass es Arne Hoffmann wirklich gibt? Oder Christian? Alles nur ein Fake. Ich glaube ich bilde mir alles hier nur ein. Passt einfach zu gut als dass dieses Blog wahr sein könnte. Bis auf diesen Kommentar von chapel.

      Aber der erlaubt mir erst darauf zu antworten, also auch bloß Einbildung. Und überhaupt HartAberFair, wo ist es geblieben, auch nur so ein Phantom, wohl eine Zusammenarbeit zwischen NSA und KGB um die westliche 68igergeneration zu unterwandern. Ich glaube jedenfalls gar nichts mehr. Vielleicht existiere ich ja nicht einmal. Oder etwa doch. Coitus ergo sum, wie Christian (eine meiner multiplen Persönlichkeiten) immer sagt. Und schon rede ich wieder mit mir selbst ganz allein …. Irgendwie unheimlich diese Dissoziationsschübe. Fast dachte ich es gibt sie wirklich diese Mannzen, äh Wanzen in meiner Wohnung, will sagen Männerversteher, rosa Ponys, MRAs, Genderwahnkritiker, Realisten, WerBinIchUndWieviele … jedenfalls allesamt gemeingefährliche Verrückte …

      ach Yeph halts Maul (ein anderes meiner multiplen … Ruhe … …. ok … so was darf doch wohl mal gesagt werden oder???

      Tschöhö 😉 …)

    • Diese Fragen sind natürlich völlig berechtigt. Zunächst mal: Diesen jungen Mann gibt es schon wirklich. Dafür liegt mir zum einen eine Bestätigung von Professor Hollstein vor, der mit ihm schon vor einigen Jahren Kontakt hatte, zum anderen zwei Artikel, die der Betreffende vor einigen Jahren unter einem Namen veröffentlicht hat, der seiner Mailadresse entspricht, und die ich in meinem Blogbeitrag nicht erwähnt habe, um seine Anonymität zu schützen. Wenn das Ganze ein Hoax wäre, dann wäre er auf Jahre hinweg sehr aufwändig angelegt gewesen – mit dem einzigen Ziel, dass ich meinem Leser auf zwei seiner Mails hin vorschlage, seine Erfahrungen auf Genderama zu veröffentlichen. Das ergäbe nicht wirklich Sinn.

      Für die Korrektheit von allem, was er mir berichtet hat, kann ich mich natürlich nicht verbürgen; ich habe ja weder Beweisdokumente vorliegen, noch war ich selbst dabei. In dieser Hinsicht unterscheidet sich der Text aber nicht von zahllosen anderen „Betroffenenberichten“. Auf mich wirkte der junge Mann in unserem Mailwechsel sehr authentisch, aber das allein bedeutet ja nicht, dass jede einzelne Erinnerung stimmt oder nicht zumindest subjektiv gefärbt ist.

      • @ Arne und dem Genderstudenten

        Alle Räder hatte er aber wirklich nicht am Rad? Hätten die mich in meinem Elektrostudium als Elektongläubigen beschimpft …Merkte ich dann nichts?

        Ehrlich? Dar Mann ist dumm! Extrem dumm!! Entmündigen würde ich den.

        Sorry. aber ich sehe das so.

        Soeiner ist doch nicht eigenlebensfähig … ?

        • @ddbz
          „Sorry. aber ich sehe das so.“

          Du weisst nichts und deine Einschätzungen sind etwas zu sehr verachtend.

        • @ddbz:
          „Ehrlich? Dar Mann ist dumm! Extrem dumm!! Entmündigen würde ich den.“

          Weiß, was du meinst, ich halte den Knaben auch für nicht ganz knusper im Wirsing.

          Allerdings denke ich nicht, das er dumm ist (ziehmlich naiv wohl schon), sondern psychisch krank.

          Evtl. ein Masochist oder der Sohn einer Radikalfeministin.

          Extrem geringes Selbstwertgefühl, evtl. ein Schuldkomplex, was weiß ich, David kann da evtl. ja mal eine Ferndiagnose erstellen, so er denn will…

          Entmündigen ginge mir allerdings zu weit. Ich jedenfalls habe Mitleid mit diesem armen Mann, er tut mir leid, seinen Bericht zu lesen tat weh 😦

          Nichtsdestotrotz musste ich bei diesem Abschnitt schallend lachen:

          „Was die Existenzvernichtung angeht: Ich habe mich wieder fürs Studium angemeldet (nur Geschichte/Soziologie), um wenigstens irgendwie noch einen BA zu machen, obwohl meine Genesung trotz eines erfahrenen Therapeuten an meiner Seite noch lange nicht abgeschlossen ist. Nur: Als über 30-jähriger, mit DER Lücke im Lebenslauf!?!? Ich krieg selbst bei ’nem guten Abschluss nie ’nen anständigen Job, isso!“

          LOL! (Obwohl, falls er an staatliche Futtertröge (a.k.a Helferindustrie etc.) wollte, hat er wohl recht mit seiner Einschätzung.

          Aber trotzdem überwiegt bei mir das Mitleid.

        • @ Alex

          Meine Einschätzungen mögen sonst was sein, zB verachtend, sind sie etwa auch falsch? Und wenn, warum?

          Hast Du auch das eine odere anderr Argument?

          Meins wäre zB warum ein Mann sich Männerbeschipfung, als Wissenschaft getarnt gefallen lassen soll …

          Wer immer das länger als einen Tag mitmacht hat meiner Meinung nach ein Rad ab!

        • @ddbz
          Natürlich hat der nach deiner Meinung ein Rad ab, bzw er hat eins abbekommen. Soweit ist das ja okay anzunehmen.
          Aber dass er da reinrutscht und ganz lange darauf beharrt, vielleicht doch noch das Gute in seinen Studies zu finden, ist doch eine plausible Erklärung? Der geht immerhin zu einer Universität, die und ihre Fächer haben doch für einen „kleinen Studenten“ erstmal Autorität….

  4. Der Vergleich mit Jura scheint mir nicht ganz passend. Denn die Rechtswissenschaft will ja keine Erkenntnisse gewinnen, sondern transparente menschengeschaffene Regeln aufstellen und anwenden. Insofern könnte man sich tatsächlich gut fragen, inwiefern es wirklich Wissenschaft ist und nicht mehr eine Art Verwaltungstechnik.

    Gender Studies hingegen behaupten ja durchaus, die Realität mit wissenschaftlichen Mitteln zu erforschen, scheinen es aber nicht zu tun, insofern haben sie da einen Widerspruch, den Jura nicht hat.

    Sinn macht natürlich der Vergleicht mit Theologie, was ich persönlich als eine „Wissenschaft zweiten Grades“ sehe. Die nimmt sich eine Prämisse und arbeitet auf dieser Grundlage (aber eben nicht an ihr selbst) relativ wissenschaftlich. Aber da bin ich auch der Meinung, dass es nicht an staatliche Universitäten gehört, sondern durch Religionswissenschaft (die erstmal nichts glaubt) ersetzt werden sollte und die Kirchen eben Zusatzausbildungen selbst anbieten müssten.

    • Der Unterschied zwischen Genderstudies und Jura verschwimmt in D. aber spätestens mit der Tatsache, daß sehr viele Richter und .I.nnen radikale Feministen ( und z.T. auch aktive Mutterkultfetischisten ) sind, weibliche im erzfeministischen djb organisiert und die setzen den von den Generitisbefallenen verfassten Müll im Gerichtssal direkt 1:1 um.
      Zufällig wurden meine ehemalige Tochter und ich von solchen Wahnsinnigen dazu verurteilt, nie wieder ein familiäres Verhältnis miteinander haben zu dürfen, ich spreche also u.a. auch aus Erfahrung.

  5. Prof. Janice Fiamengo mit einem weiteren Video ihrer Serie.

    Diesmal über eine wiederum feministische Ableitung der Gender Studies: Usurpatorisch platzierte Men’s Studies von Kimmel. Von den höchsten feministischen Schranzen (Steinem & Co.) mitorganisiert und am Futternapf des feministisch-misandrischen Fundingapparates in Manhattan.

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