Männerberatungsnetzwerk

Tristan Rosenkranz hat über Gleichmaß e.V. als Träger ein Männerberatungsnetzwerk etabliert.

Aus der Selbstbeschreibung:

Das Männerberatungsnetzwerk ist eine Vernetzungsplattform existenter Notrufe, Beratungseinrichtungen und Schutzwohnungen in Deutschland, die von häuslicher Gewalt betroffenen Männern Unterstützung gewähren. Der Anspruch des Netzwerkes ist es, einen Überblick über vorhandene Angebote zu ermöglichen, mithilfe von Informationen zu Kontaktstellen die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen zu erleichtern sowie eine stärkere Sensibilisierung zu erreichen.

Vorliegendes Netzwerkangebot versteht sich als notwendige Ergänzung zur Hilfelandschaft für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und leistet im Bedarfsfall auch für Frauen Hilfe in Form örtlicher Weiterverweisung an Beratungs- und Unterbringungseinrichtungen.

Als Initiator, Koordinator und Ansprechpartner zeichnet sich der Gleichmaß e. V. mit Sitz in Gera verantwortlich.

Wenn ich es richtig verstehe, dann geht es also darum eine Sammelstelle für Beratungsstellen zu bilden, aus denen dann ein entsprechendes Netz entstehen kann.

Eine Anlaufstelle zu bilden, der andere sich anschließen können, finde ich eine gute Idee. Es bietet eine leichtere Übersicht und erlaubt auch den Austausch von Erfahrungen.

Würde mich interessieren, ob und wie das Angebot angenommen wird.

Konservative Geschlechterrollen: Religion als Stabilisator

Religion, in unserem Bereich eben das Christentum, erlaubt die Berufung auf eine höhere Autorität, die es erlaubt moralische Regeln abzusichern und auf ein festeres Fundament zu stellen.

Entsprechend wurden damit diverse Tabus aufgestellt: Von der Abwertung des Ehebruchs bis hin zu der Absicherung der Geschlechterrollen als von Gott vorgegebene Rolle für Mann und Frau. Aber auch eine weitere Absicherung vor einem Ausbruch des Mannes aus der Ehe zugunsten seines Sexualtriebs: Das Verbot der Homosexualität aber auch das sonstige Verbot sexueller Aktivitäten.

Damit konnte man Verstöße gegen entsprechende Verbote moralisch noch verwerflicher darstellen, da sie nicht nur gegen irdische Verbote, sondern auch gegen göttliche Gebote verstießen.

Ein Ausbrechen aus den zugewiesenen Rollen konnte damit wesentlich erschwert werden. Und da Gott sich nicht irrt und seine Regeln nicht veralten können, kann man auch Veränderungsbegehren leichter abwehren