Konservative Geschlechterrollen: Die unschuldige, sorgende Frau

Das Gegenstück zum starken Mann wäre dann die der Frau zugewiesene Geschlechterrolle, die eine gewisse Unschuld mit sich bringt: Zumindest sollte eine Frau so sein, es ist auch in diesem Fall ein gewisses Idealbild:

Nick hatte es schon einmal als das Ideal der bürgerlichen Dame bezeichnet: Es ist eine gewisse Anständigkeit, eine Unschuldigkeit, die sie allerdings im Gegenzug auch vom Geschäftsleben ausnahm, weil die Unschuldigkeit auch mit einer gewissen Schwäche einhergeht: Wer moralisch gut ist, höheren Idealen verpflichtet, „rein“, der ist nur eingeschränkt für die harte Geschäftswelt geeignet.

Die zugewiesenen Stärken sind in dem Zusammenhang eher das Bereiten eines Heimes, die Betreuung der Kinder, die Unterstützung des Mannes und die Schaffung des „Nestes“ im Sinne eines Heimes.

Natürlich hat sich auch dies heute geändert: Auch konservative Richtungen wie beispielsweise die CSU akzeptieren inzwischen Geschäftsfrauen und eine anderweitige Beteiligung von Frauen in den meisten Lebensbereichen. Aber dennoch sind diese Rollenbilder noch aktiv und wirken sich entsprechend aus.