Selbermach Samstag 154 (19.09.2015)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

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263 Gedanken zu “Selbermach Samstag 154 (19.09.2015)

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder de lila Miezekatze auf den Baum jagen (*Wau wau wau*), solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal das Neueste zu Alice S.:

    https://news.google.com/news/story?ncl=dgYjFT2b2Z6VFFM4vLjebM4MF6CbM&q=%22Alice+Schwarzer%22&lr=German&hl=de&sa=X&ved=0CCgQqgIwAGoVChMImLOk9oCDyAIVQlgsCh3HCwHK

    Eigentlich müsste was dazu am Fernsehen kommen. Kam was? Weiß einer was? Oder wird sie weiterhin hofiert?

    Das hier dazu ist besonders aufschlussreich:

    http://kurier.at/menschen/international/alice-schwarzer-neues-buch-tango-mit-alice-von-heimlicher-geliebter/152.436.392

    Nun zu einem anderen Thema, den Absoluten Beginnern:

    http://www.welt.de/vermischtes/article146108500/Mit-25-noch-nie-Sex-gehabt-Und-nun.html

    Immerhin gibt sie zu, dass die weitaus meisten Betroffenen Männer sind. Ich vermute allerdings, dass der Männeranteil dabei noch größer als 75 % ist.

    Frauen haben meist andere Möglichkeiten als männliche ABs:

    http://www.stern.de/digital/online/sugar-baby-of-the-year–ein-wettbewerb-fuer-unmoralische-angebote-6437186.html?utm_source=RUN_news.de&utm_medium=text&utm_campaign=veeseo_RUN

    Zum ***GENDER GAGA DER WOCHE***:

    https://genderini.wordpress.com/2015/09/13/statement-zum-ausschluss-von-r/

    Die meisten kennen diesen Textvermutlich schon. Wer noch nicht, möge ihn sich angucken, aber sich nicht wundern, wenn er nichts davon verstehen wird. Er ist kaum verständlich, ganz eigenartig – Gendergaga eben. Satire ist es glaub ich nicht, klingt aber teils danach.

    Dann noch was Neues zum Östrogen:

    http://derstandard.at/2000022310880/Hoher-Oestrogenspiegel-macht-asozial

    Zum Vergleich dazu etwas zum Testosteron:

    http://www.nature.com/nature/journal/v463/n7279/full/nature08711.html

    Wäre ich so gestrickt wie es typische Feministinnen sind, würde ich das nun ausnutzen, um das weibliche Geschlecht für asozial zu erklären. Tue ich aber nicht: Es ist aus verhaltensbiologischer Sicht nur logisch, dass gerade empfängnisbereite Weibchen (bzw. Weibchen mit zeitlicher Nähe zur Empfängnisbereitschaft) zu anderen Weibchen zickiger sind als gerade nicht empfängnisbereite Weibchen. Sind ja Konkurrentinnen.

    Nun das Übliche wieder:

    Schoppe:

    http://man-tau.com/2015/09/18/marcel-helbig-und-die-aggressionen-gegen-jungen/

    Cuncti:

    https://cuncti.net/politik/874-wider-den-gruenen-wahn (Eigentlich off-topic, aber diese Partei ist in gesellschaftspolitischer Hinsicht so schräg, dass sich auch ein Blick auf andere Bereiche bei ihr lohnt. Ökologisch sind die Grünen aus meiner Sicht teils gut, teils aber offenbar miserabel.)

    Nicht-Feminist:

    http://nicht-feminist.de/2015/09/feministisches-magazin-handlungsbedarf-bei-gewalt-in-lesbischen-beziehungen/

    http://nicht-feminist.de/2015/09/gender-genderwahnsinn-in-der-praxis/

    http://nicht-feminist.de/2015/09/recht-sexualstrafrecht-heiko-maas-vorerst-ausgebremst/

    Pelzblog:

    http://www.pelzblog.de/2015/09/meinungsfreiheit-in-deutschland-norbert-bolz/

    http://www.pelzblog.de/2015/09/marsch-fuer-das-leben-linke-gegendemos/

    …und der Surftipp des Tages:

    http://www.maskulist.de/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Das hier

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/31/ubersicht-evolution-evolutionare-psychologie-und-partnerwahl/

    ist ein guter Überblick über die Theman hier bei Allesevolution. Wer richtig professionell mit „biologistischen“ Argumenten „trollen“ will, dem sei dieser Überblick sehr empfohlen, gerade auch Autoren & Journalisten.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Rothirsch (Cervus elaphus)

    Man beachte die erheblichen Geschlechtsunterschiede in Körperbau & Verhalten. Frage ist: Wie will uns z.B. Heinz-Jürgen Voss erklären, dass diese nur „gesellschaftlich konstruiert“ seien? und wie will er uns erklären, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt? Wenn er das hier liest, möge er doch einmal Bezug auf diese Videos nehmen!

    Zur Zeit haben Rothirsche übrigens Brunft. Diese geht etwa von Anfang September bis Anfang oder Mitte Oktober. Wer in der Nähe oder in einem Rotwildgebiet (vgl. z.B. http://www.deutschewildtierstiftung.de/de/mitmachen-erleben/unfrei-im-freistaat/rotwild-verbreitungskarte/) wohnt, sollte es ausnutzen und beobachten, was die Femis/Gendersens am liebsten selbst in der freien Natur zensieren würden!

    • ät Matthias:

      „Es ist aus verhaltensbiologischer Sicht nur logisch, dass gerade empfängnisbereite Weibchen (bzw. Weibchen mit zeitlicher Nähe zur Empfängnisbereitschaft) zu anderen Weibchen zickiger sind als gerade nicht empfängnisbereite Weibchen. Sind ja Konkurrentinnen. “

      – Dazu noch eine Erkenntnis aus der Persönlichkeitspsychologie:
      Männer sind AUSSERHALB von Gruppen deutlich aggressiver, Frauen INNERHALB.

      Kann man nachvollziehen: Gezicke in Männergruppen? Gibts nicht.
      Andersherum: Eine Frau, die am Bahnhof eine andere anpöbelt „Ey, Du Schlampe, ich hau Dir in die Fresse“? Grotesk unrealistisch.

      Naomi Watts hat in einen Film mal eine Managerin (oder so) gespielt, die auf keinen Falkl unter einer Frau arbeiten wollte, nur unter einem Mann. Warum, ist nach obenstehender Info klar: Für die Chefin ist sie eine Konkurrentin, die angezickt wird; für den Mann ist sie die zu gewinnende Spermienempfängerin, die gepflegt wird.
      ———————–

      „Frage ist: Wie will uns z.B. Heinz-Jürgen Voss erklären, dass diese nur “gesellschaftlich konstruiert” seien? und wie will er uns erklären, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt?“
      – Da würde er wahrscheinlich mit dem Argument kommen, daß Menschen „keine Tiere“ seien. Auf so was warte ich nur.

      Es fällt auf, daß Voß nie direkt in Interviews zur Sache vorkommt; außer in stramm linken Magazinen, die ihm ins Rektum kriechen.

      Die Ausnahme war der Brigitte-Artikel, den ich neulich zitiert habe. Wie kann ein Journalist, der diesen Namen vedient hat, bei Voß um Meinung zu Beziehungen bitten?

      Zeigt, wie 80% abgedreht unserer Journalisten schon sind.

      • @ Axel

        „– Dazu noch eine Erkenntnis aus der Persönlichkeitspsychologie:
        Männer sind AUSSERHALB von Gruppen deutlich aggressiver, Frauen INNERHALB.

        Kann man nachvollziehen: Gezicke in Männergruppen? Gibts nicht.
        Andersherum: Eine Frau, die am Bahnhof eine andere anpöbelt “Ey, Du Schlampe, ich hau Dir in die Fresse”? Grotesk unrealistisch.“

        Ja, Männchen bilden halt Männchenkoalitionen und kämpfen gegen andere Männchenkoalitionen um Weibchen. Weibchen dagegen scheren sich nur um Gruppenmitglieder und Konkurrieren mit anderen Mitgliederinnen der Gruppe um Ressourcen und Aufmerksamkeit durch den Mann/die Männer, die das Weibchenrudel erobert haben.

        „Naomi Watts hat in einen Film mal eine Managerin (oder so) gespielt, die auf keinen Falkl unter einer Frau arbeiten wollte, nur unter einem Mann. Warum, ist nach obenstehender Info klar: Für die Chefin ist sie eine Konkurrentin, die angezickt wird; für den Mann ist sie die zu gewinnende Spermienempfängerin, die gepflegt wird.“

        Und genau das wird viel unterschätzt oder nicht einmal dran gedacht.

        ———————–

        „“Frage ist: Wie will uns z.B. Heinz-Jürgen Voss erklären, dass diese nur “gesellschaftlich konstruiert” seien? und wie will er uns erklären, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt?”
        – Da würde er wahrscheinlich mit dem Argument kommen, daß Menschen “keine Tiere” seien. Auf so was warte ich nur.

        Es fällt auf, daß Voß nie direkt in Interviews zur Sache vorkommt; außer in stramm linken Magazinen, die ihm ins Rektum kriechen.“

        Jepp.

        „Die Ausnahme war der Brigitte-Artikel, den ich neulich zitiert habe. Wie kann ein Journalist, der diesen Namen vedient hat, bei Voß um Meinung zu Beziehungen bitten?

        Zeigt, wie 80% abgedreht unserer Journalisten schon sind.“

        Ja.

      • Weiter unten wird’s zunehmend konfus, das stimmt.

        Damenhosen haben – wenn überhaupt – meist auch nur winzige Taschen, in denen man nicht einmal einen Geldbeutel unterbringt.
        Wenn ich sehe, welchen Stauraum mein Mann in Hosen, Jacken, sogar Hemden hat ..
        Und ich muss, auch wenn ich nur kurz mal weggehe, immer eine zusätzliche Tasche mitnehmen. Das ist oft lästig.

        Problematisch war es auch im Urlaub, als wir Keycards statt Zimmerschlüssel hatten.
        Mein Mann hatte eine Tasche in der Badehose, die immerhin ausreichend groß war.
        Bei meinem Bikini gab es keine solche Möglichkeit.

        • Anne Nühm,

          „Damenhosen haben meist…winzige Taschen“

          Mit „meist“ meinst Du sicher die meistgekauften und am häufigsten getragenen Hosen.

          Um Modelle mit großem Taschen-Stauraum (analog zu Männerhosen) zu finden, muss frau allerdings nicht lange suchen.

          Damit kann frau allerdings nunmal nicht ihre Silhouette präsentieren. Und in Abwägung zwischen „großem Stauraum“ und „den Körper präsentieren wie wenn er nackt wäre“, entscheidet die übergroße Mehrheit (80%+) der Frauen diesseits der Menopause sich regelmäßig für letztere Möglichkeit.

          Sobald das mit dem Stauraum den Frauen wirklich(!) wichtig wird (also nicht nur als Pseudo-Argument zum jammern herbeigezerrt wird), werden diese auch passende Damenhosen dazu kaufen.

          😉

          • Hosen sind mir eh wurscht, da ich seit vielen Jahren nur noch Röcke trage (für meine Zwecke wesentlich praktischer).

            Die im Handel erhältlichen Röcke haben i.A. gar keine Taschen, und wenn doch, kriegt man gerade mal ein Taschentuch unter.
            Selbst bei Jeansröcken ist oft nicht genug Platz für einen Geldbeutel.

            Und Schlabberlook hab ich nicht nötig – wobei T-Shirts und Leggings BTW auch keine Taschen haben.

            nicht nur als Pseudo-Argument zum jammern

            Keine Jammerei, lediglich eine Feststellung.

        • Anne Nühm,

          „Die im Handel erhältlichen Röcke haben i.A. gar keine Taschen,…“

          wenn es enge Röcke sind, gibt es keinen Platz für Taschen, wie bei engen Hosen auch. Bei weitgeschnittenen, Röcken wäre zumindest theoretisch Platz ohne Ende dafür vorhanden…

          Praktisch übrigens auch:

          wär das was für Dich? 😉

          • @Peter

            Bei weitgeschnittenen, Röcken wäre zumindest theoretisch Platz ohne Ende

            Theoretisch – du sagst es. In der Praxis sieht es jedoch meist anders aus.
            Es geht auch gar nicht darum, den halben Hausrat zu verstauen, sondern einen kleinen Geldbeutel und die Wohnungsschlüssel, so dass man die Wohnung auch mal ohne zusätzliche Tasche verlassen kann.

            wär das was für Dich?

            Nicht so recht mein Geschmack, aber würde ich durchaus bei passender Gelegenheit (z.B. wenn ich meine Eltern besuche) tragen.

        • … an das kleingeld habe ich ehrlich gesagt keinen gedanken verschwendet, @anne, das braucht man nicht. bei kreditkarten habe ich dann gemerkt, dass es sich um eine gedankliche „sackgasse“ handelt 😉

          • @albert
            Üblicherweise hab‘ ich dank der Kaffee- und Snackautomaten mehr Bedarf an Münzen als an Scheinen.
            Und selbst wenn ich mir ein Eis, oder beim Bäcker eine Laugenstange, oder am Imbisstand eine heiße Bockwurst kaufe, und mit Schein bezahle, bekomme ich ja Münzen als Wechselgeld.

      • Peter, natürlich finden sich unisex-Arbeitshosen. Aber funktionale weibliche Kleidung leicht zu finden, die primär auch noch gut aussieht und sekundär nicht überteuert ist? Das glaube ich nicht.

        Esther Vilar hat auch etwas hübsches darüber geschrieben.

        • Gerhard,

          ich hatte jetzt keineswegs Unisex-Arbeitshosen aus dem Baumarkt im Sinn. Sondern z.B Chinos, welche auch in der Frauen-Variante Taschenstauraum wie Männerhosen haben. Oder Cargo-Pants, welche es auch feminin geschnitten gibt.

          Weibliche Kleidung ist per se funktional, da die primäre Funktion darin besteht, jeweils entsprechend des modischen Grundkonsens unter Frauen, den eigenen Körper den anderen Frauen möglichst in einem stimmigen Gesamtbild und positiv zu präsentieren.

          Würde sich der modische Grundkonsens der Frauen dahingehend ändern, dass ausgefüllte Hosentaschen ebenfalls (oder sogar unbedingt) zu einem stimmigen, positiven Gesamtbild gehören, wäre das Stauraumproblem gelöst.

          Kommt vielleicht mal dazu, wer weiss….

    • So, jetzt habe ich Deine verlinkten Artikel auch gelesen. Ich würde höchstens ein Viertelvernünftig geben, eher weniger. Das ist einfach Esther Vilars Lied, nur rückwärts. Praktische Klamotten für Frauen sind sicherlich Mangelware, aber doch weil die keine kauft. Male gaze? Nö, Frauen ziehen sich insbesondere für andere Frauen an.

      Und wenn Ihr beiden den ganzen Kram mit Euch rumschleppt, ich brauche das nicht.

      High Heels sehe ich wirklich gerne, aber generell können Frauen auch bei Schuhen und auch sonst deutlich mehr verschiedene Sachen tragen. Gerade Schuhe. Sandalen und kurzer Rock bei den Damen und feste Lederschuhe und lange Hosen sind im vergangenen Sommer die normale Businesskleidung. Auch Umhängetaschen und Rucksäcke existieren, was spätestens im Anzug eher dämlich aussieht. Übrigens, Anzug. Anzughosen haben im Gegensatz zu Jeans weitausladende Vordertaschen, aus denen alles rausfällt, sobald man sich hinsetzt. Was klobigeres sollte man aber auch nicht reintun, das sieht einfach nur Kacke aus. Hemdtaschen scheinen dem Modediktat zum Opfer zu fallen, nur das Sakko hält sogar ein Tablet. Das ist cool. Außer im Sommer, wo ich mir manchmal eine Handtasche wünschte. 🙂

      • @Gerhard
        Ist denn der Wunsch, wenigstens einen kleinen Geldbeutel und den Wohnungsschlüssel körpernah in den Kleidern zu transportieren so vermessen?

        Praktische Klamotten für Frauen sind sicherlich Mangelware, aber doch weil die keine kauft.

        Ich schätze, dass es dafür schon eine Nachfrage gibt. Ich habe schon viel Zeit damit verbringen müssen, geeignete Kleidung zu suchen, aber nur selten etwas gefunden.
        Man muss auch unterscheiden zwischen Büro, Freizeit, repräsentative Anlässe, .. sowie Sommer, Winter, ..

        wo ich mir manchmal eine Handtasche wünschte.

        Was hindert dich daran, eine zu benutzen? :-p

        • „Ist denn der Wunsch, wenigstens einen kleinen Geldbeutel und den Wohnungsschlüssel körpernah in den Kleidern zu transportieren so vermessen?“

          Natürlich ist das angemessen. Du hattest aber auch noch ein paar andere Dinge genannt. 🙂 Das einzige, was ich manchmal bei Frauen (eher Müttern) nachfrage sind Taschentücher. Den Wohnungs- und Autoschlüssel kann man übrigens wie beschrieben ebensowenig wie Kleingeld in den Hosentaschen eines Anzugs sinnvoll verstauen.

          Was ich in Zeiten von 6″ Smartphones überhaupt nicht verstehe ist, warum nicht jede Jacke eine Reissverschlußinnentasche hat.

          Zusammengefaßt, das ist kein Geschlechtsproblem, wie Du am Anfang behauptet hast. Das ist etwas komplexeres mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

          „Was hindert dich daran, eine zu benutzen? :-p“

          Natürlich die patriarchalen Geschlechterrollen, die mich zum Konformismus zwingen. Hehe. Ich ziehe Turnschuhe, Jeans und T-Shirt an, wenn ich dem Patriarchat ein Schnippchen schlagen will. 🙂

          • @Gerhard

            Du hattest aber auch noch ein paar andere Dinge genannt.

            Das kommt immer drauf an, was man genau vorhat. Ein wenig Geld und der Schlüssel dürften aber schon das Minimum sein, und wenn ich mehr brauche, dann ist ja eine Handtasche durchaus sinnvoll.

            Den Wohnungs- und Autoschlüssel kann man übrigens wie beschrieben ebensowenig wie Kleingeld in den Hosentaschen eines Anzugs sinnvoll verstauen.

            Mein Mann hat damit keine Probleme. Mit einzelnen Münzen vielleicht, aber dafür hat er normalerweise eine Brieftasche, die er wie selsbtverständlich in der Hosentasche trägt.

            Zusammengefaßt, das ist kein Geschlechtsproblem, wie Du am Anfang behauptet hast.

            Im Schnitt schon.
            Allerdings wollte ich das gar nicht als „Problem“ dramatisieren, oder eine Lösung dafür finden, sondern lediglich auf die Thematik hinweisen.
            Und, bitte, wenn wieder einmal eine Frau in ihrer Handtasche kramt, sich nicht nur darüber lustig machen, sondern ein wenig Verständnis für die Gründe haben.

            Natürlich die patriarchalen Geschlechterrollen, die mich zum Konformismus zwingen.

            Setz‘ dich einfach darüber hinweg. 😉

        • „Was ich in Zeiten von 6″ Smartphones überhaupt nicht verstehe ist, warum nicht jede Jacke eine Reissverschlußinnentasche hat.“

          Sehr gut. Die Modeindustrie ist überhaupt nicht darauf eingestellt.

  2. Der Scharlatan und Demagoge Hadmut Danisch pöbelt mal wieder undifferenziert gegen die Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften, von denen er keine Ahnung hat:

    http://www.danisch.de/blog/2015/09/18/japan-schafft-sozial-und-geisteswissenschaften-ab/

    Dass er selbst nicht weiß, was überhaupt zu den Geisteswissenschaften gehört und was diese machen, gibt er in einem Kommentar amüsanterweise sogar zu.
    Dass Danischs Neigung unter dem Deckmantel der Gender-Kritik einer Zerstörung der Geistes- und Sozialwissenschaften das Wort zu reden, höchstens zu Solidarisierungseffekten von Geisteswissenschaftlern und Sozialwissenschaftlern mit den Genderisten führen kann, fällt diesem Schwachkopf noch nicht einmal auf.

      • @only_me: LOL! 😀

        „Scharlatan und Demagoge“ ist natürlich Quatsch, allerdings ist mir Danisch (samt vieler seiner Kommentatoren) auch nicht immer 100% koscher. Verwendet zu viel Energie auf Verschwörungstheorien.

        Naürlich gibt es sowas wie verdeckte Agendas, Sozial-Ingenieure und Hinterzimmerseilschaften etc., aber er unterschätzt doch häufig die chaotische Komponete gesellschaflicher und politischer Entwicklungen. Der war on sanity ist vielmehr ein Dekadenzphänomen als das Ergbniss irgenwelcher Verschwörungen. Die meisten Leute haben IMHO eben 0 Gespür für Populationsdynamik und „geselschaftliche Thermondynamik“ wenn man so will, weswegen dann immer die Reptiloiden/Juden/Illuminaten/Freimaurer/etc. als Boogyman herhalten müssen.
        Wenig hilfreich (wie unsere Grazie aus der Uckermark sagen würde), weil es von den Wurzeln der Fehlentwicklungen wegführt und somit natürlich auch von evtl. Lösungen.

        Da liefern Bar Bar und Stardusk (z.B. mit seiner Danger-Theorie) viel vernünftigere Ansätzte.

      • Man kennt den Danisch doch, er ist eben etwas rigoros und tatsächlich tendenziell verschwörungstheoretisch drauf. Das ist bei ihm aber noch im Rahmen des Rationalen.

        Leszek ist ein Demagoge und Scharlatan. Mehr dazu demnächst auf meinem Blog. 🙂

        Wie der immer rumheult, einfach nur putzig.

        Gutmenschen können wir in der Männerbewegung nicht gebrauchen.

        • @ Kirk

          „Man kennt den Danisch doch, er ist eben etwas rigoros und tatsächlich tendenziell verschwörungstheoretisch drauf. Das ist bei ihm aber noch im Rahmen des Rationalen.“

          Also ich halte den Typ für ziemlich irrational und bekloppt.

          „Leszek ist ein Demagoge und Scharlatan. Mehr dazu demnächst auf meinem Blog.“

          Ich werde also auf deinem Blog erwähnt. Das ist ja mal was ganz Neues.

          Als Scharlatan wurde Danisch von mir bezeichnet, weil er sich ständig über wissenschaftliche Disziplinen auslässt, von denen er keine Ahnung hat.
          Es gibt keinen substanziellen Unterschied zwischen Danischs kenntnisfreien Abwertungen der Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften oder einer Gender-Feministin, die die biologischen Verhaltenswissenschaften kenntnisfrei abwertet.

          „Wie der immer rumheult, einfach nur putzig.“

          Hast du mal wieder Probleme mit fundierter Kritik? 🙂

          „Gutmenschen können wir in der Männerbewegung nicht gebrauchen.“

          Ich lehne den rechten Kampfbegriff „Gutmensch“ übrigens radikal ab.

        • „Leszek ist ein Demagoge und Scharlatan. Mehr dazu demnächst auf meinem Blog. 🙂

          Wie der immer rumheult, einfach nur putzig.“

          So schauts aus! Vor allem aber spielt er sich hier gerne als Blockwart (um nicht zu sagen Blog-Wart) auf.
          Und bei Kritik verweißt er immer darauf, dass man sich ja beim Verband der Maristischen Anarchisten (so rum?) über ihn beschweren könne! LOL!

          Macht ähnlich viel Sinn wie sich beim Mafia-Paten darüber zu beschweren, dass man von seinen Mobstern in der Kneipe angemacht und zusammengetreten wurde.

          Als ob dieser Karnevalsverein irgendeine intelektuelle Autorität inne hätte. Zu köstlich!

          In dieser Hinsicht erinnert er mich an Arne Hofmann, der auch recht schnell dabei ist, alle die sein linkes Weltbild nicht teilen, ins Nazi-Eck zu stecken.
          Dass er dabei genau so mit den sog. „Islamhassern“ umspringt wie die Femis mit ihm, scheint ihn nicht in den Sinn zu kommen -oder nicht zu stören. (übrigens ganz großes Kino, sein Interview mit MuslimMarkt, die ganz auf der Linie der Mullhas aus Theran sind. Dann sich aber (teilweise ja durchaus zu recht) über das schwulenfeindliche Gelbe Forum zu beschweren was das Zeug hält.

          http://www.muslim-markt.de/interview/2005/hoffmann.htm

          Dazu wurde auf achgut damals schon alles nötige gesagt:

          http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=1426

          „Das Interview hat mich an einen Cartoon von Robert Gernhardt erinnert. Da sitzt ein lächelndes Ferkel zwischen zwei düster dreinblickenden Schlachthofarbeitern. Es sagt: ‚Aber ja – ich diskutiere gerne mit Metzgern.‘ “ (evtl. kam da Arnes devote, masochistische Seite durch 😉 Aber nichtsdestotrotz extrem gruselig und ekelhaft, das ganze elende Schauspiel!)

          Nebenbei:

          http://www.blu-news.org/2014/07/26/brueder-der-staatsministerin-hetzen-gegen-israel/

          (Da hat uns Mutti mal wieder einen Floh ins Nest gesetzt, einen von sehr sehr vielen!)

          Auf der anderen Seite hat er -genau wie Genosse L.- 0 Probleme damit sich bei Robin, Maren(!) und Co. anzubiedern. Lach mich kaputt! 😀

          Ich werd mal vorbeischauen, James 😉

        • @Reflective Man
          Das ist ja sehr erfreulich zu lesen. Dieses Interview werde ich mir mal anschauen. Hoffmann ist tatsächlich eine Kuriosität.

          Aber man muß wohl damit leben. Er macht halt seinen Job, und das macht er ja auch gut. Es ist eben nur seltsam, dann bei ihm genau die gleichen Verleumdungsmuster zu sehen insbesondere hinsichtlich der Islam-Thematik, wie wir Feminismus-Kritiker sie erfahren.

          Er glaubt sich das wirklich alles selbst, und das ist schon kurios.

          Einen Leszek-Artikel will ich schon länger schreiben. Mal sehen.

          @Axel
          Das ist auch kurios. 🙂 Einige verklemmte Männerrechtler leugnen konsequent die Ironie des Gutmenschenbegriffs und behaupten ohne Belege, der Begriff (nicht dessen Anwendungsweise!) stelle das Ideal des guten Menschen infrage.

          Völlig hirnrissig. Der Begriff wird unzählige Male korrekt gebraucht, selbst auf rechts-konservativen Seiten. Und Belege für einen unangemessenen Gebrauch bleibt Polter-Geisteswissenschaftler Leszek schuldig. 🙂

          Der Begriff ist mir gerade spontan eingefallen. Wundere mich manchmal richtig, was mir für gute Einfälle kommen.

          Poltergeisteswissenschaftler.

    • Von Zerstörung kann keine Rede sein. Auch nach der Abschaffung geisteswissenschaftlicher Fakultäten, können sich Interessierte weiterhin in diesem Bereich fortbilden und forschen. Niemand hindert sie daran. Die Frage ist doch, warum der Steuerzahler deren brotlose Hobbies finanzieren sollte? Das ist die Motivation Japans – und nicht ein pauschale Verdammnis dieser Fachbereiche.

      Man benötigt, um Geisteswissenschaften zu betreiben, keine teure Laborausrüstung wie in einigen Bereichen der Physik und anderen Naturwissenschaften. Auch muss man nicht unter strenger Aufsicht menschliche Leichen auseinander nehmen, wie angehende Mediziner das tun. Einige Bücher, ein wenig Muße und ein paar Gleichgesinnte zum Diskutieren und für Rückfragen reichen vollkommen aus. Das kann man alles über’s Internet organisieren. Universitäten sind für diese Fächer ein Relikt vergangener Jahrtausenden.

      Da es sehr wenig Bedarf an Soziologen, Philosophen, Gender-Studies-Tanten und anderen in der privaten Wirtschaft gibt, muss der Staat hier nicht eingreifen. Die Ausbildung des nötigen Nachwuchs kann man ruhig privaten Trägern und der Eigeninitiative der Interessierten überlassen.

      • @ cis scum

        „Von Zerstörung kann keine Rede sein.“

        Doch, wenn keine wissenschaftlich fundierte Ausbildung mehr gewährleistet werden kann, ist das faktisch eine Zerstörung dieser wissenschaftlichen Disziplinen.

        „Auch nach der Abschaffung geisteswissenschaftlicher Fakultäten, können sich Interessierte weiterhin in diesem Bereich fortbilden und forschen.“

        Das ersetzt in vielen Fällen offensichtlich keine systematische Ausbildung nach verbindlichen Standards.

        „Niemand hindert sie daran. Die Frage ist doch, warum der Steuerzahler deren brotlose Hobbies finanzieren sollte? Das ist die Motivation Japans – und nicht ein pauschale Verdammnis dieser Fachbereiche.“

        Wenn ein Staat die Sozial- und Geisteswissenschaften abschaffen will, dann ist die wahrscheinlichste Motivation, dass ein autoritärer Staatsumbau begünstigt werden soll.
        Eine der wichtigsten Funktionen der Geistes- und Sozialwissenschaften ist schließlich die Förderung und Aufrechterhaltung der kulturellen Moderne.

        Zweifellos hast du an der Aufrechterhaltung der kulturellen Moderne kein Interesse, ich schon.

        • @ Adrian

          „Inwiefern?“

          Die kulturelle Moderne ist wesentlich durch geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen geschaffen worden. Voraufklärerische Gesellschaften beruhen auf dem Mythos – religiösen Mythen und Dogmen – als zentralem Strukturierungsprinzip des kulturellen Wertesystems und der gesellschaftlichen Ordnung.

          Entwicklungspsychologisch entspricht dies den kognitiven Stufen vor der formal-operationalen Stufe nach Piaget. In solchen Gesellschaften kann nicht oder nur schwer über Bestehendes hinausgedacht werden, Menschenrechte, individuelle Freiheitsrechte und ein entsprechendes Demokratieverständnis gibt es daher in prämodernen, mythologischen Gesellschaften nicht.

          Der Übergang vom Mythos zur Vernunft wurde wesentlich durch geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen initiiert (Aufklärungsphilosophie und in Folge rational argumentierende politische Philosophien und Moralphilosophien). Indem diese mythologisches Denken durch rationales Denken in den zentralen gesellschaftlichen Diskursen ersetzten, kam es zur kulturellen Transformation zu modernen Gesellschaften, die hinsichtlich ihres kulturellen Wertesystems auf der formal-operationale Stufe nach Piaget aufbauen. Erst wenn aufgeklärtes Denken den Mythos ersetzt, werden moderne Gesellschaften möglich, die Menschenrechte und individuelle Freiheitsrechte anerkennen.
          Jedoch muss ein weiterer Aspekt unbedingt hinzukommen: Alphabetisierung und Bildung der Massen, denn ansonsten verbleibt ein größerer Teil der Bevölkerung im mythologischen Bewusstsein.

          Eine der Hauptfunktionen der Geistes- und Sozialwissenschaften nach der Aufklärung ist es diesen wesentlich durch sie geschaffenen erweiterten geistigen Raum zu bewahren und einen Rückfall in Mythos und kulturelle Prämoderne zu verhindern. Dass können Naturwissenschaften nicht leisten.

          Deshalb versuchen autoritäre Kräfte auch stets die Geistes- und Sozialwissenschaften unter ihre Kontrolle zu bringen und sie entweder einer einheitlichen Ideologie zu unterwerfen oder sie abzuschaffen.

          Religiöse Fundamentalisten z.B. sind meistens nicht an der Zerstörung der technologischen und naturwissenschaftlichen Aspekte der Moderne interessiert, sie wollen die kulturelle Moderne beseitigen. Entsprechend sind sie darauf angewiesen die Geistes- und Sozialwissenschaften zu beseitigen, denn diese garantieren, dass stets über Bestehendes hinausgedacht und geforscht werden kann.

          Ähnlich mit anderen autoritären Kräften. In autoritär-sozialistischen (in Wahrheit: staatskapitalistischen) Gesellschaftssystemen wurden die Geistes- und Sozialwissenschaften zerstört, indem sie komplett einer bestimmten Ideologie untergeordnet wurden.

          Die Zerstörung der Geistes- und Sozialwissenschaften veringert die Wahrscheinlichkeit, dass Gesellschaften, die auf der kulturellen Moderne beruhen, dauerhaft Bestand haben und begünstigt die Etablierung autoritärer Ideologien jeder Art.
          Wer also einen autoritären Staatsumbau anstrebt oder ansonsten eine autoritäre Ideologie, über die nicht hinausgedacht werden soll, etablieren will, der wird stets versuchen die Geistes- und Sozialwissenschaften zu unterwerfen oder abzuschaffen.

          Wer die Freiheit zerstören will, der wird versuchen die Geistes- und Sozialwissenschaften zu zerstören.

        • Adrian: Politologie doch auch ist eine GSGW-Disziplin.

          Leszek:
          „Doch, wenn keine wissenschaftlich fundierte Ausbildung mehr gewährleistet werden kann“

          – Es gibt KEINE wissenschaftlich fundierte Ausbildung in den Rotfächern. Sonst wären sie nicht rot.
          Es gibt ein paar Grundkurse mit Inhalten von Philosophen und Max Weber, Niklas Luhmann (etc), einverstanden, aber das ist zu wenig.
          Das könnte ich nach dem Lesen eines Buches auch lehren.

          Wichtig in der heutigen Soziologie finde ich die Umfragewissenschaft und die Statistik.
          Diese Statistik findet sich allerdings auch in der Psychologie.

          Ich wäre daher dafür, die Rotfächer dichtzumachen, das verkommene linke Personal komplett zur Arge zu schicken und die Bereiche mit richtigen Wissenschaftlern wiederaufzubauen.

          Allerdings nicht so ausufernd, um zu verhindern, daß dann wieder arbeitsscheue und radikale Bürgerkinder ihr Schmalspurstudium frei Haus serviert bekommen.

          Die Soziologie/Politologie sollte unbedingt klein gehalten werden, mit nationaler Begrenzung der Studienplätze. Es werden nicht deutlich mehr SGWler ausgebildet, als tatsächlich benötigt werden.

          Das Fach Sozialpädagogik sollte ebenfalls komplett gestrichen werden; die Pädagogik stark verkleinert und entgendert.

          Erzieher sollten auf keinen Fall eine akademische Ausbildung erhalten dürfen, weil das nur dem Akademiesierungswahn Vorschub leistet und für überzogene Gehaltsforderungen sorgt.

          HOCH LEBE DAS KAISERREICH NIPPON!

        • Leszek und Adrian2:

          „Die kulturelle Moderne ist wesentlich durch geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen geschaffen worden. “

          – Beweise bitte? Behauptungen sind keine Beweise.

          Ist natürlich reine Reklame: Die Moderne ist durch Technologien, Industriewirtschaft, Naturwissenschaft und Ingenieurwesen begründet worden.

        • @ Axel

          „– Es gibt KEINE wissenschaftlich fundierte Ausbildung in den Rotfächern. Sonst wären sie nicht (…)“

          Mir fällt da ein schönes Zitat von Arne Hoffmann ein, dass sich zwar auf ein anderes Thema bezog, aber hier auch gut auf dich passt:

          „Das wird jetzt viele schockieren, aber ich finde es tatsächlich vernünftig, dass man, wenn man von einem Thema so gar keine Ahnung hat, einfach mal dazu die Klappe hält. Natürlich kommt dieser Gedanke heutzutage vielen der Ketzerei gleich, die sich im Internet zu Wort melden. Näher über eine Sache Bescheid zu wissen hindert oft sehr am Genuss der eigenen Empörung.“

          „– Beweise bitte? Behauptungen sind keine Beweise.“

          Ich soll dir beweisen, dass die Aufklärungsphilosophie den religiösen Mythos als gesellschaftsstrukturierendes Prinzip zurückgedrängt, an seine Stelle die Vernunft gesetzt hat und dadurch die kulturelle Moderne ermöglicht wurde? Ernsthaft?
          Das ist eigentlich ziemlich unumstritten.

          Also ich werde dir jetzt sicherlich nicht extra ein langen Text zur Geschichte der Aufklärung, ihrer Wirkungen und ihrer entwicklungspsychologischen Voraussetzungen schreiben.

          Zur Philosophie der Aufklärung siehe z.B. folgende Bücher:

          Horst Herrmann – Philosophie der Aufklärung für Dummies

          http://www.bol.de/shop/home/suche/?sq=horst+herrmann+aufkl%E4rung&sswg=ANY&timestamp=1442675315057

          Manfred Geier – Aufklärung. Das europäische Projekt

          http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/aufklaerung/manfred_geier/EAN9783499627460/ID33789901.html?suchId=84ed58d8-7e0a-4eb8-bd59-09e27b47e714&jumpId=11143974

          Zu den entwicklungspsychologischen Voraussetzungen des Übergangs von der Prämoderne zur Moderne siehe:

          Georg W. Oesterdiekhoff – Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife

          http://www.bol.de/shop/home/mehrvonartikel/die_entwicklung_der_menschheit_von_der_kindheitsphase_zur_erwach/georg_w_oesterdiekho/EAN9783531197265/ID32649707.html?jumpId=11146535

          Günter Dux – Historisch-genetische Theorie der Kultur

          http://www.buecher.de/shop/logik/historisch-genetische-theorie-der-kultur-studienausgabe/dux-guenter/products_products/detail/prod_id/13543012/

          Zur Rolle der Alphabetisierung der Bevölkerung für Modernisierungsprozesse siehe:

          Youssef Courbage & Emmanuel Todd – Die unaufhaltsame Revolution. Wie die Werte der Moderne die islamische Welt verändern

          http://www.amazon.de/Die-unaufhaltsame-Revolution-islamische-ver%C3%A4ndern/dp/3492051316/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1442675951&sr=1-1&keywords=Youssef+Courbage++%26+Emmanuel+Todd

          „Ist natürlich reine Reklame: Die Moderne ist durch Technologien, Industriewirtschaft, Naturwissenschaft und Ingenieurwesen begründet worden.“

          Erstens sprach ich ausdrücklich von der KULTURELLEN MODERNE (Aufklärung, Rationalität, Menschenrechte, individuelle Freiheitsrechte, moderne Demokratie, Sozialstaat etc.)

          Zweitens sind aber AUCH die Erfolge der Naturwissenschaften, Technologien etc. in den letzten Jahrhunderten eine Folge der Aufklärung. Es ist kein Zufall, Axel, dass diese Erfolge aus sich selbst heraus nur in einer Zivilisation aufgetreten sind, der es gelang den Mythos durch die Vernunft zu verdrängen – und sonst nirgends.
          Das liegt nicht, wie reaktionäre Kulturkonservative gerne glauben möchten, an einer essentialistischen kulturellen Überlegenheit der westlichen Zivilisation, sondern an der Überlegenheit der Rationalität gegenüber dem Mythos.

          Aber auch in ihrer ursprünglichen Entstehung im antiken Griechenland waren die Naturwissenschaften von einer geisteswissenschaftlichen Disziplin abhängig. Naturwissenschaft und Naturphilosophie waren anfangs identisch. Die Naturwissenschaften sind aus der Philosophie hervorgegangen.

          Und ohnehin sind ALLE Wissenschaften, auch die Naturwissenschaften, existenziell von der Philosophie abhängig und werden es immer sein, weil ohne erkenntnistheoretische und wissenschaftstheoretische Grundlagen nicht geforscht werden kann und Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie Teildisziplinen der Philosophie sind.

          Die Geisteswissenschaft Philosophie ist als meta-wissenschaftliche Disziplin der Stamm, an dem alle anderen Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaftlichten nur Äste sind.

        • Leszek

          Eine der Hauptfunktionen der Geistes- und Sozialwissenschaften nach der Aufklärung ist es diesen wesentlich durch sie geschaffenen erweiterten geistigen Raum zu bewahren und einen Rückfall in Mythos und kulturelle Prämoderne zu verhindern. Dass können Naturwissenschaften nicht leisten.

          Lächerlich.

          Gender Studies und postmoderne Laberphilosophe befördern gerade den Rückfall in die Mythologie. Sie sind akademische Mythen, die nichts mit Rationalität zu tun haben.

          Diese naive Dichotomie ist typisch für den Demagogen und Scharlatan Leszek.

          Gerade weil die Geisteswissenschaften ihre beste Zeit hinter sich haben, produzieren sie heute so viel Schrott.

        • @ Kirk

          „Lächerlich.“

          Nein, völlig zutreffend.

          „Gender Studies und postmoderne Laberphilosophe befördern gerade den Rückfall in die Mythologie.

          Ich habe allerdings oben gesagt, dass ich die Abschaffung der Gender Studies wünsche.

          „Sie sind akademische Mythen, die nichts mit Rationalität zu tun haben.“

          Und das hat jetzt was mit meiner Argumentation zu tun?

          „Gerade weil die Geisteswissenschaften ihre beste Zeit hinter sich haben, produzieren sie heute so viel Schrott.“

          Die überwältigende Mehrheit der Geisteswissenschaftler und Sozialwissenschaftler hat mit Gender Studies nichts zu tun.

          Zudem beruhen die Gender Studies auf der sogenannten feministischen Wissenschaftstheorie (feministischer Empirismus, feministische Standpunkttheorie, feministischer Postmodernismus) als wissenschaftstheoretischer Voraussetzung, was zwangsläufig zur Unwissenschaftlichkeit führt.

          Die „feministische Wissenschaftstheorie“ wird aber in KEINER anderen geisteswissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Disziplin/Richtung verwendet. Daher kann und darf auch keine andere geistes- oder sozialwissenschaftliche Disziplin/Richtung nach den Gender Studies beurteilt werden.
          Das weiß eigentlich auch jeder, der minimale Kentnisse vom Thema hat.

        • ät Kirk und Leszek:

          „Gender Studies und postmoderne Laberphilosophe befördern gerade den Rückfall in die Mythologie. Sie sind akademische Mythen, die nichts mit Rationalität zu tun haben.“
          – Völlig richtig.
          Es ist paradox: Das mittelalterliche Spitzenprodukt Universität, das die systemastische Wissenschaft ermöglicht, produziert heute parareligiöse Glaubenssysteme, die auf die Aufklärung spucken.

          „Gender“ zB erfüllt zentrale Kriterien:
          – Mißachtung von Basiswissenschaften wie Biologie
          – Propagierung nichtrealer Konzepte wie „x Geschlechter“
          – politisch-mediale Bekämpfung von widersprechenden Wissenssystemen
          – absichtlich schwammige Definitionen

        • @leszek

          Eine fundiert Ausbildung ist auch weiterhin möglich – privat finanziert. Es gibt ja schon heute Privat-Universitäten, die ohne staatliche Zuschüsse auskommen. Sie werden finanziert durch Spenden und Studiengebühren. Schließen die staatlichen Unis ihre geisteswissenschaftliche Fakultäten, werden weitere Angebote aus dem Boden sprießen.

          Die Privatisierung hätte sogar Vorteile für das Fach. Die Wissenschaftler wären ideologisch nicht mehr gebunden – momentan hält man sie ja ala DDR aus; die herrschende Klasse muss ideologisch legitimiert werden. Zum anderen wären sie gezwungen, für den Ruf ihres Faches und ihres Tuns zu arbeiten.

          Wer hohe Anforderungen stellt, nur eine kleine Elite aufnimmt und ihnen nach harter Arbeit einen Abschluss gewährt, wird angesehene Absolventen entlassen, die den Ruhm der Einrichtung und des Faches vermehren. Wer dagegen nahezu jedem Idioten einen entsprechenden Abschluss verschenkt, so wie unsere heutigen Staats-Unis in den Geisteswissenschaften, wird schnell Pleite sein. Wer gibt schon Geld, für einen wertlosen Fetzen aus? Nur Staatsbetriebe können sich eine derartige Verletzung von Marktmechanismen erlauben.

          Autoritären Systemen wurden gerade von Geisteswissenschaftler jeglicher Couleur das Wort geredet. Faschismus und Kommunismus waren sehr beliebt unter ihnen – und du willst sie uns jetzt als Bollwerk gegen autoritären Staatsumbau verkaufen?

          Als die Geisteswissenschaften das Fundament für Aufklärung und Menschenrechte legten, waren Geistes- und Naturwissenschaften noch gar nicht voneinander getrennt, du sprichst es ja an. Ob wir heute einen damaligen Gelehrten als Naturwissenschaftler, Philosoph oder was auch immer einschätzen, ist eine Projektion aus heutiger Sicht.

          Und selbst wenn man sie rückblickend als Geisteswissenschaftler einstuft, ist es kein Argument für sie heute. Die Geisteswissenschaften waren eben eine Art Leiter, die damals nötig war, um das Ziel zu erreichen. Aber inwiefern sind sie jetzt, da man das Ziel erreicht hat, noch so wichtig, dass man Unsummen an Steuergelder darin versenken soll? Theologie und Wissenschaft waren auch nicht getrennt. Benötigen wir jetzt deshalb jetzt noch Fakultäten, in denen wir Augustinus und Albertus Magnus lehren? Die Kirchen haben das Wissen in Privatinitiative seit Jahrhunderten konserviert, ganz ohne staatliche Knete.

      • „Einige Bücher, ein wenig Muße und ein paar Gleichgesinnte zum Diskutieren und für Rückfragen reichen vollkommen aus.“

        Sorry. Ich bin Kunsthistoriker. Also aus einem jeder Fächer, die wohl am wenigsten ernst genommen werden und hier wohl niemand vermissen würde. Aber glaub mir, mein Studium ging weit über „einige Bücher“ und „ein wenig Muße“ hinaus.

        Ich find es auch interessant wie anscheinend viele hier meinen dass zu den Geisteswissenschaften nur Soziologie und Gender, vielleicht noch Philosophie, zu gehören scheinen. Was ist mit Historikern, Sprachwissenschaftlern, Literaturwissenschaftlern, etc?

        Alles unnötig? Wäre es eine bessere Welt wenn alle Naturwissenschaftler, Ingeneure oder ähnliches wären? Wäre es genug Museen einfach den Hobbyisten zu überlassen?

        Sicher kann man über beschränkte Studienplätze reden, da Jobs in den entsprechenden Fächern nunmal nicht so viel sind, sicher kann man darüber reden, ob manche Fächer eine Daseinsberechtigung haben oder ob die Studienpläne ihrem Zweck gerecht werden. Ich find es nur absurd Kurzsichtigkeit gleich die Abschaffung aller Geisteswissenschaften zu fordern,

        • Da stimme ich dir zu. Aber auch Historiker produzieren zuweilen den größten Müll entlang ihrer ideologischen Ausrichtung. Da wird richtig rabiat links oder rechts historisiert und der persönliche Lebenshintergrund unbewußt verwoben.

          Gab mal einen interessanten Artikel dazu im „Spiegel“ von Dirk Kurbjuweit.

          Geisteswissenschaften sind eben extrem fehleranfällig und subjektiv konditioniert.

          Wir leben eben auch in der Postmoderne, da sind die von Leszek angesprochenen Verdienste der Geisteswissenschaften kalter Kaffee. Mir sagen die Geisteswissenschaften wohl kaum, wie eine gute Politik aussieht. Das kann ich alles selber machen.

        • ät Alias und Jim:

          „Ich find es auch interessant wie anscheinend viele hier meinen dass zu den Geisteswissenschaften nur Soziologie und Gender, vielleicht noch Philosophie, zu gehören scheinen. Was ist mit Historikern, Sprachwissenschaftlern, Literaturwissenschaftlern, etc?“

          – Ebenfalls Zustimmung. Die Historiker, einige Rest-Germanisten, Romanisten, Slawisten, Wirtschaftler, einige Geografen, viele Juristen sind respektable Gelehrte.

          Diese hier aber nicht mehr:
          – Soziologen
          – Politologen
          – linke Germanisten (Jasna Strick…)
          – linke Anglisten/Amerikanisten
          – Geistes-Philosophen
          – Ethonogen-Kulturanthropologen
          – Sozialpädagogen
          – Pädagogen
          etc.

          Frage: Wie links und radfem. sind Kunsthistoriker heute?

        • @ James:

          Es gibt auch Naturwissenschaftler die Mist produzieren. Allerdings haben die Naturwissenschaften das Glück, dass solcher Mist einfacher durch Fakten widerlegt werden kann.

          Nur weil Geisteswissenschaften hier eine Schwäche haben, macht es sie aber nicht als ganzes obsolet.

          @ Axel:

          Ich kann zu den von DIr gelisteten Fachrichtungen nicht viel sagen. Hab da keine eigene Erfahrung zu.

          Allerdings wäre ich hier auch vorsichtig das Kind gleich mit dem Bade ausschütten zu wollen. Selbst Gendewissenschaften könnten einen sinnvollen Beitrag leisten, falls vernünftig umgestaltet.

          An meiner Fakultät war von links oder radfem keine Spur. Die meisten Profs waren ziemlich unpolitisch. Uns wurde noch eingebläut immer eine kritische Haltung zu haben, wenn auch eher bezogen auf den aktuellen Kunstmarkt. Leider ist da auch vieles Mist was da mometan gehandelt wird.

        • @ Axel

          „– Dein Mantra wird nicht wahrer, je öfter Du es wiederholst. Zum xten Mal: Wir richtigen Wissenschaftler und GSGW-Kritiker wissen mehr über die Halb- und Antiwissenschaftenm, als Dir lieb sein kann.“

          Nö, es ist eigentlich für jeden, der sich mit irgendwelchen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Disziplinen etwas auskennt, offensichtlich, dass du davon nichts verstehst.
          Ich bin ja auch nicht der einzige hier, der dir das schon gesagt hat.

          Es wäre wirklich gut, wenn du mal Lehrbücher derjenigen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen lesen würdest, über die du ständig Beurteilungen abgibst.

          Fang doch einfach mal an mit etwas, was dich potentiell interessiert, vielleicht ein Lehrbuch über Familiensoziologie (das müsste für Konservative doch eigentlich interessant sein) oder, wo du dich doch gerne zur Flüchtlingsthematik äußerst, mal ein Buch über Migrationssoziologie.
          Das wär doch mal was anderes als immer nur rechte Propaganda nachzuplappern.

          „– Ja, richtig, beweis es.“

          Wir können schwerlich ein empirisches Experiment dazu durchführen, es bleibt also nur festzustellen, welche Erklärungen für die Entstehung der Moderne überzeugender sind.

          „Sind Philosophen in Studierstuben wirklich so mächtig, wie Du behauptest?“

          Wenn ihre Gedanken Einfluss auf intellektuelle und politische Diskurse gewinnen selbstverständlich.

          „Denk an das revolutionäre Paradoxon: Revolutionäre Gruppen sind nicht Auslöser von Umwälzungen, sondern Begleiterscheinung.“

          Revolutionäre Gruppen sind auch Begleiterscheinungen bestimmter Ideen, die vorher bereits prägend für intellektuelle und/oder politische Diskurse waren.

          „Die Wärmekraftmaschine, die das Industriezeitalter eingeleitet hat, wurde von Denis Papin und Thomas Newcomen kurz VOR der Aufklärung erfunden.“

          Eher nicht, Axel:
          Denis Papin: 1647 – 1714
          Thomas Newcomen: 1663 – 1729
          Als die ihre Erfindungen gemacht haben, hatte es schon viele Frühaufklärer gegeben.

          „Was ist hier also Henne, und was ist Ei?
          Ich helfe Dir: Die Henne sind die Techniker und die Realwissenschaftler.“

          Unwahrscheinlich, denn der Mechanismus dahinter ist ja nicht wirklich plausibel.
          Es ist plausibel, dass eine Schwächung religiöser Mythen und Dogmen durch die Aufklärungsphilosophen auch die Naturwissenschaften zunehmend aus den Fesseln befreite, in die sie durch die traditionelle Religiosität gezwängt waren.
          Es ist auch plausibel, dass der Übergang vom konkret-operationalen zum formal-operationalen Denken, den die Aufklärung in entwicklungspsychologischer Hinsicht bei immer mehr Intellektuellen initiiert hat, auch bewirkte, dass die Naturwissenschaften auf ein höheres Komplexitätsniveau gehoben wurden.
          Es ist aber nicht plausibel, dass spezifisch die Naturwissenschaften die Errungenschaften der kulturellen Moderne bewirkt haben sollen.

          „Die Verbalwissenschaftler verstärken den Trend nur, bestenfalls. Meistens jedoch sind sie für die Auswüchse veranhtwortlich (Marxismus, Anarchie…)“

          Ich finde libertären Marxismus und besonders Anarchismus eine gute Sache und sehe in ihnen große Errungenschaften der Aufklärung.

          “Günter Dux – Historisch-genetische Theorie der Kultur”
          „-Das klingt interessant. Mal gucken, was hier unter “gentisch” verstanden wird.“

          Er meint genetisch nicht im biologischen Sinne.

          “Erstens sprach ich ausdrücklich von der KULTURELLEN MODERNE ”
          „– Ich auch.“

          Ausdrücklich hast du nicht davon gesprochen. 🙂

          „Knackfrage: Wer hast den Computer und das Arpanet entwickelt, mit deren Hilfe wir anonym kommunizieren?“

          Und wäre das auch in traditionell-religiösen, mythologischen Gesellschaften möglich gewesen? Offensichtlich nicht.
          Danke also den Geistes- und Sozialwissenschaftlern, für die Initiierung und Aufrechterhaltung der kulturellen Moderne, von der auch die Naturwissenschaften profitieren.

          „– Du übertreibst. So vernünftig sind wir Menschen nicht.
          Ein SYSTEM, das vernünftig ist, ist entscheidend. Denk an die Kernthese von Acemoglu und Robinson in ihrem Buch: In der englischen Glorreichen Revolution wurden die entscheidenden KRäfte alle ungefähr gleich stark – und hielten sich gegenseitig in Schach.
          Herauskam, was spieltheoretisch zu erwarten ist: Das Beste für alle, aber nicht für den Einzelschmarotzer.“

          Die Korrelation zwischen Aufklärung, kultureller Moderne und wissenschaftlichem und technologischem Fortschritt ist eindeutig. Keine prämoderne, voraufklärerische Gesellschaft vermochte dergleichen aus ihrer mythologischen Geisteshaltung heraus hervorzubringen. Aber natürlich hat es auch in anderen Kulturen Wellen der Aufklärung gegeben, die sich nur leider nicht dauerhaft durchgesetzt haben.

          „– Nein. denn: “Naturwissenschaft und Naturphilosophie waren anfangs identisch.”“

          Das heißt also naturwissenschaftlich geforscht wurde im Kontext einer geisteswissenschaftlichen Disziplin. Wenn das keine Abhängigkeit der naturwissenschaftlichen Forschung von einer geisteswissenschaftlichen Disziplin ist. 🙂

          „– Aha! Das ist was ganz anderes! Die antiken Philosophen warfen Meister des Denkens. Mit ihren Nachfolgern in Europa heute haben sie höchstens noch die Bezeichnung gemein.“

          Zweifellos gehörten sie zu den größten Denkern der Menschheit. Aber dennoch beinhaltet ihr Denken in mancherlei Hinsicht aufgrund der Prägung durch die damaligen Zeitumstände noch mythologische Elemente.
          Viele heutige Philosophieschulen sind im Vergleich dazu rationaler.
          Allerdings hast du von der Gegenwartsphilosophie auch wieder mal keine Ahnung und kannst ihre verschiedenen Richtungen daher nicht beurteilen.

          „– Das stimmt nicht mehr, Leszek.
          Wir haben die Grundlagen.
          Das induktiv-hypthetico-deduktive Modell der M-MINT funktioniert bestens. Und zwar alleinig.“

          Erstens dürfen sich Naturwissenschaftler dann ja bei denjenigen erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Denkern, die ihnen diese Grundlagen geliefert haben bedanken und bleiben von ihnen abhängig, zweitens geht die erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Diskussion beständig weiter, so dass Veränderungen und Verbesserungen nie ausgeschlossen sind, drittens brauchen z.B. qualitative Sozialforschung oder geisteswissenschaftliche Forschung z.T. andere erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Voraussetzungen und darauf aufbauende Methoden als MINT-Fächer, weil man viele ihrer Fragestellungen und Forschungsgegenstände mit empirisch-quantitativen Methoden nicht erforschen kann.

          „Erkenntnistheorien, die Anarchismus oder ähnliches unterstützen, sind keine.“

          Bei Erkenntnistheorien geht es nicht um Politik, dafür sind Politische Philosophie und Politikwissenschaft zuständig und in diesen haben Anarchisten bedeutende Leistungen erbracht.

          „– Da liegt das Problem.
          Orientiert sich die universitäre “Philosophie” nur an Geisteswissenschaften, kommt so was raus wie bei Butler.“

          Das ist schlicht Unsinn. Judith Butler spielt für die meisten philosophischen Schulen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen keine Rolle.

          „Die Philosophie muß naturtheoretisch basiert sein. Alles andere führt weg von der Erkenntnis hin zur Einbildung.“

          Nein, sie muss ihren jeweiligen Fragestellungen und Forschungsgegenständen angemessen sein. Dabei kann je nach Thema und Kontext eine Einbeziehung naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse und Theorien sinnvoll sein oder auch nicht.

          „Kannst Du als Soziologe nicht das Primat der M-MINT anerkennen, statt eigene soziologistische Pseudotheoriern zu entwickeln?“

          Es gibt kein Primat der MINT-Fächer. Es gibt ein Primat der Philosophie, weil alle MINT-Fächer auf erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen beruhen und ohne diese nicht forschen können, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie aber Teildisziplinen der Philosophie sind.

          Zudem können die biologischen Verhaltenswissenschaften ohne die Hilfe der Geistes- und Sozialwissenschaften die Natur des Menschen nicht bestimmen, weil ohne Rückgriff auf den Forschungsstand von Soziologie, Ethnologie und Geschichtswissenschaft nicht bestimmt werden kann, was menschliche Universalien sind und was nicht.

          „Geschlecht ist einzig ein biologisches Phänomen; und Menschen sind grundsätzlich so sündig und egoistisch, daß sozialistische Systeme über das Gesundheitswesen hinaus nicht möglich sind.
          Punkt.“

          Katholisch-gläubiges Geschwätz.

        • Hail to the chief, Richard P. Feynmam! @leszek, wenn der es sagt dann stimmt es! Das sagt die erfahrung!

          Wenn ich, deine sprachlosigkeit angesichts meines einwands zur behauptung der kritischen theorie, dass aufklärung zur mystik wird, in betracht ziehe, ist das halt einfach peinlich für die sozialwissenschaft in toto, die den quatsch der kritischen theorie jahrzehntelang wie eine monstranz vor sich hergetragen haben.

          Wenn jetzt behauptet wird, dass deine sprachlosigkeit nur auf mangelnde soziologischem wissen beruht, weil du dein studium abgebrochen hast, dann stehst du auf der selben stufe wie hadmut, der auch kein soziologe ist und solltest dich künftig nicht mehr über seine aussagen beschweren, denn sie haben dasselbe gewicht wie deine.

        • @ Albert

          „Wenn ich, deine sprachlosigkeit angesichts meines einwands zur behauptung der kritischen theorie, dass aufklärung zur mystik wird, in betracht ziehe,“

          Mythos, Albert, nicht Mystik. Und nicht die Aufklärung an sich schlägt Adorno und Horkheimer zufolge in den Mythos um, sondern die Aufklärung in Form der rein instrumentellen, zweckrationalen Vernunft, weil diese abgekoppelt von allen Sinn- und Wertbezügen zu Herrschaftsverhältnissen führt, die – ähnlich wie die Herrschaft des Mythos – nur schwer durchschaut und kritisiert werden können.

          Und ich hatte dir natürlich erklärt, was damit gemeint ist. 🙂

        • Mystik, @leszek, nicht mythos, danke! Ja, erklärt hast du es auch, aber jetzt stell dich mal nicht blöder, als du bist, dass argument läuft darauf raus, dass an der aufklärung und den methoden nichts falsches ist, man sie aber falsch anwenden KANN und damit die aufklätung zur mystik macht. Das ist völlig banal. Man kann jede methode falsch anwenden und damit mist produzieren. Gibt es sonst noch etwas zu verstehen?

          @leszek, jetzt hast du noch die chance den anne-wizorek effekt geltend zu machen und dich diesbezüglich für inkompetent zu erklären, aber je länger du rumeierst, desto inkompeteneter wirst du in soziologischen fragen in toto und darfst dann nicht mal mehr hadmut kritiesieren ohne gefahr zu laufen dich der lächerlichkeit preiszugeben.

        • „… mal genau zuhören was Richard Feynman da eigentlich sagt.“

          Interessanterweise führt Feynman als Beispiel für „Social Science“ Forschung zu gesundheitlichen Wirkung von „Organic Food“ an. Also entweder ordnet er Biologie und Medizin den pseudowissenschaftlichen Sozialwissenschaften zu oder er hat keine Ahnung, wovon er redet.

        • @albert
          Mystik war gar nicht so verkehrt. Wobei sich Mystik zum Mythos ungefähr so verhält wie Naturwissenschaften zur Technik.

          “ …. man sie aber falsch anwenden KANN und damit die aufklärung zur mystik macht.“

          @Leszek zitierte, Adorno & al. dass die Aufklärung in den Mythos umschlagen würde, wenn sie die Form der rein instrumentellen, zweckrationalen Vernunft, abgekoppelt von allen Sinn- und Wertbezügen zu Herrschaftsverhältnissen annimmt.

          Es ist doch höchst ironisch, dass die Adorno-Experten diese zentrale These ihres Meisters völlig konterkarriert haben, als sie mit der Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler ausgerechnet das heute erfolgreichste antiaufklärerische, mythische Werk einer reinen „instrumentellen, zweckrationalen Vernunft“ ausgezeichnet haben. Freilich ist dieses Werk nicht gänzlich von „allen Sinn- und Wertbezügen zu Herrschaftsverhältnissen“ frei, sondern im Gegenteil absolut und völlig davon bestimmt. Was sogar noch schlimmer ist.

          Das kommt denn wohl dabei raus, wenn man die Vernunft als solche denunziert, wie Adorno.

        • Genau, studienfächer, die die „vernunft … denunzieren“ haben damit selbst dargelegt, das sie keine wissenschaft sein wollen. Das sollte man respektieren und die fakultäten schließen.

          Die volkshochschule scheint mir der geeignetere rahmen für diese themen zu sein. Man könnte die themen viel individueller behandeln und voranbringen. Wäre das nicht der passendere rahmen?

      • ät Leszek:

        „Das wird jetzt viele schockieren, aber ich finde es tatsächlich vernünftig, dass man, wenn man von einem Thema so gar keine Ahnung hat,“

        – Dein Mantra wird nicht wahrer, je öfter Du es wiederholst. Zum xten Mal: Wir richtigen Wissenschaftler und GSGW-Kritiker wissen mehr über die Halb- und Antiwissenschaftenm, als Dir lieb sein kann.

        „Ich soll dir beweisen, dass die Aufklärungsphilosophie den religiösen Mythos als gesellschaftsstrukturierendes Prinzip zurückgedrängt, an seine Stelle die Vernunft gesetzt hat und dadurch die kulturelle Moderne ermöglicht wurde?“

        – Ja, richtig, beweis es. Sind Philosophen in Studierstuben wirklich so mächtig, wie Du behauptest?
        Denk an das revolutionäre Paradoxon: Revolutionäre Gruppen sind nicht Auslöser von Umwälzungen, sondern Begleiterscheinung.

        Die Wärmekraftmaschine, die das Industriezeitalter eingeleitet hat, wurde von Denis Papin und Thomas Newcomen kurz VOR der Aufklärung erfunden.
        Was ist hier also Henne, und was ist Ei?
        Ich helfe Dir: Die Henne sind die Techniker und die Realwissenschaftler.
        Die Verbalwissenschaftler verstärken den Trend nur, bestenfalls. Meistens jedoch sind sie für die Auswüchse veranhtwortlich (Marxismus, Anarchie…)

        „Günter Dux – Historisch-genetische Theorie der Kultur“
        -Das klingt interessant. Mal gucken, was hier unter „gentisch“ verstanden wird.

        „Erstens sprach ich ausdrücklich von der KULTURELLEN MODERNE “
        – Ich auch. Knackfrage: Wer hast den Computer und das Arpanet entwickelt, mit deren Hilfe wir anonym kommunizieren?

        „Es ist kein Zufall, Axel, dass diese Erfolge aus sich selbst heraus nur in einer Zivilisation aufgetreten sind, der es gelang den Mythos durch die Vernunft zu verdrängen – und sonst nirgends.“
        – Du übertreibst. So vernünftig sind wir Menschen nicht.
        Ein SYSTEM, das vernünftig ist, ist entscheidend. Denk an die Kernthese von Acemoglu und Robinson in ihrem Buch: In der englischen Glorreichen Revolution wurden die entscheidenden KRäfte alle ungefähr gleich stark – und hielten sich gegenseitig in Schach.
        Herauskam, was spieltheoretisch zu erwarten ist: Das Beste für alle, aber nicht für den Einzelschmarotzer.

        „Aber auch in ihrer ursprünglichen Entstehung im antiken Griechenland waren die Naturwissenschaften von einer geisteswissenschaftlichen Disziplin abhängig. “
        – Nein. denn: „Naturwissenschaft und Naturphilosophie waren anfangs identisch.“
        – Aha! Das ist was ganz anderes! Die antiken Philosophen warfen Meister des Denkens. Mit ihren Nachfolgern in Europa heute haben sie höchstens noch die Bezeichnung gemein.

        „Und ohnehin sind ALLE Wissenschaften, auch die Naturwissenschaften, existenziell von der Philosophie abhängig und werden es immer sein, weil ohne erkenntnistheoretische und wissenschaftstheoretische Grundlagen“
        – Das stimmt nicht mehr, Leszek.
        Wir haben die Grundlagen.
        Das induktiv-hypthetico-deduktive Modell der M-MINT funktioniert bestens. Und zwar alleinig.
        Erkenntnistheorien, die Anarchismus oder ähnliches unterstützen, sind keine.

        „Die Geisteswissenschaft Philosophie ist als meta-wissenschaftliche Disziplin der Stamm“
        – Da liegt das Problem.
        Orientiert sich die universitäre „Philosophie“ nur an Geisteswissenschaften, kommt so was raus wie bei Butler.
        Die Philosophie muß naturtheoretisch basiert sein. Alles andere führt weg von der Erkenntnis hin zur Einbildung.

        Kannst Du als Soziologe nicht das Primat der M-MINT anerkennen, statt eigene soziologistische Pseudotheoriern zu entwickeln?

        Geschlecht ist einzig ein biologisches Phänomen; und Menschen sind grundsätzlich so sündig und egoistisch, daß sozialistische Systeme über das Gesundheitswesen hinaus nicht möglich sind.
        Punkt.

        • ät Leszek:

          „Nö, es ist eigentlich für jeden, der sich mit irgendwelchen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Disziplinen etwas auskennt, offensichtlich, dass du davon nichts verstehst.“
          – Es ist für jeden Wissenschaftler hier offensichtlich, dass Du Dein Fach auf Biegen und Brechen verteidigst.

          „Es wäre wirklich gut, wenn du mal Lehrbücher derjenigen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen lesen würdest“
          – Ich brauche keine Bücher über Klangschalentherapie zu lesen, um diese beurteilen zu können.

          „Fang doch einfach mal an mit etwas, was dich potentiell interessiert, vielleicht ein Lehrbuch über Familiensoziologie …“
          – Daß solche Basisunterdisziplinen, die man im Grundstudium lernt, novh Restwissenschaft sind, glaube ich Dir. Werden leider nur noch als Feigenblatt verwendet. Was Sozios zu „Familie“ oder „Migration“ denken, ist zur Genüge bekannt. Ausnahmen sind irrelevant.

          „Das wär doch mal was anderes als immer nur rechte Propaganda nachzuplappern.“
          – Ich lese täglich die Junge Freiheit und den Spiegel, zudem teils noch Zeit, SZ, FAZ, Bild, Super-Illu, Brigitte,…
          Warum wirkt dann eigentlich nur die rechte Propaganda bei mir?

          „Wir können schwerlich ein empirisches Experiment dazu durchführen, es bleibt also nur festzustellen, welche Erklärungen für die Entstehung der Moderne überzeugender sind.“
          – Absolut richtig. Und was ist überzeugender als Beton, Autos, Dampfmaschinen, Schiffsschrauben, Flugzeuge, Computer, Stammzelltechnologie, Chemotherapie, Antibiotika, usw. uswfort?

          „Wenn ihre Gedanken Einfluss auf intellektuelle und politische Diskurse gewinnen selbstverständlich.“
          – Na ja. Die linken „Philosophen“ seit 1950 haben eigentlich nur Eigennutz produziert und Schaden angerichtet.

          „Revolutionäre Gruppen sind auch Begleiterscheinungen bestimmter Ideen, die vorher bereits prägend für intellektuelle und/oder politische Diskurse waren.“
          – Nein. Umwälzungen werden von Technologien, Wirtschaft oder Migrationsüberflutung ausgelöst. Außerdem von Pandemien und Naturkatastrophen.
          Das Umdenken im Spätmittelalter zB wurde durch die Pestpandemie ausgelöst: Man vertraute nicht mehr blind auf die Religion; außerdem wurden viele Ressourcen für weniger Menschen frei.

          „Eher nicht, Axel:“
          Papins Maschine 1690, Newcomen. 1701. „Aufklärung?????“ Montesquieu (1689–1755)

          „Nö, es ist eigentlich für jeden, der sich mit irgendwelchen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Disziplinen etwas auskennt, offensichtlich, dass du davon nichts verstehst.“
          – Es ist für jeden Wissenschaftler hier offensichtlich, dass Du Dein Fach auf Biegen und Brechen verteidigst.

          „Es wäre wirklich gut, wenn du mal Lehrbücher derjenigen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen lesen würdest“
          – Ich brauche keine Bücher über Klangschalentherapie zu lesen, um diese beurteilen zu können.

          „Fang doch einfach mal an mit etwas, was dich potentiell interessiert, vielleicht ein Lehrbuch über Familiensoziologie …“
          – Daß solche Basisunterdisziplinen, die man im Grundstudium lernt, novh Restwissenschaft sind, glaube ich Dir. Werden leider nur noch als Feigenblatt verwendet. Was Sozios zu „Familie“ oder „Migration“ denken, ist zur Genüge bekannt. Ausnahmen sind irrelevant.

          „Das wär doch mal was anderes als immer nur rechte Propaganda nachzuplappern.“
          – Ich lese täglich die Junge Freiheit und den Spiegel, zudem teils noch Zeit, SZ, FAZ, Bild, Super-Illu, Brigitte,…
          Warum wirkt dann eigentlich nur die rechte Propaganda bei mir?

          „Wir können schwerlich ein empirisches Experiment dazu durchführen, es bleibt also nur festzustellen, welche Erklärungen für die Entstehung der Moderne überzeugender sind.“
          – Absolut richtig. Und was ist überzeugender als Beton, Autos, Dampfmaschinen, Schiffsschrauben, Flugzeuge, Computer, Stammzelltechnologie, Chemotherapie, Antibiotika, usw. uswfort?

          „Wenn ihre Gedanken Einfluss auf intellektuelle und politische Diskurse gewinnen selbstverständlich.“
          – Na ja. Die linken „Philosophen“ seit 1950 haben eigentlich nur Eigennutz produziert und Schaden angerichtet.

          „Revolutionäre Gruppen sind auch Begleiterscheinungen bestimmter Ideen, die vorher bereits prägend für intellektuelle und/oder politische Diskurse waren.“
          – Nein. Umwälzungen werden von Technologien, Wirtschaft oder Migrationsüberflutung ausgelöst. Außerdem von Pandemien und Naturkatastrophen.
          Das Umdenken im Spätmittelalter zB wurde durch die Pestpandemie ausgelöst: Man vertraute nicht mehr blind auf die Religion; außerdem wurden viele Ressourcen für weniger Menschen frei.

          „Eher nicht, Axel:“
          Papins Maschine 1690, Newcomen. 1701. „Aufklärung?????“ Montesquieu (1689–1755)

          „Es ist aber nicht plausibel, dass spezifisch die Naturwissenschaften die Errungenschaften der kulturellen Moderne bewirkt haben sollen“
          – Ähm, Marxismus ohne Dampfmaschine?
          68er Revolte ohne Industrie-Massenwohlstand?
          Soziologie als Massenfach ohne Wertschöpfung durch das Ingenieurwesen?

          „Ich finde libertären Marxismus und besonders Anarchismus eine gute Sache und sehe in ihnen große Errungenschaften der Aufklärung.“
          – Nach der Machtergreifung würdest Du das sicher anders sehen. Psychologie, Leszek, Psychologie. Politik-Gerede ist nur Mittel zum Zweck.

          „Und wäre das auch in traditionell-religiösen, mythologischen Gesellschaften möglich gewesen? Offensichtlich nicht“
          – Eine Behauptung. Bei nur mäßiger Frömmigkeit ist ne Menge möglich. Der frühe Islam hat es bewiesen.

          „Danke also den Geistes- und Sozialwissenschaftlern, für die Initiierung und Aufrechterhaltung der kulturellen Moderne“
          – Ihr zerstört sie und parasitiert an der Wertschöpfung der M-MINTler.
          Sozio, Polito usw. sind weitgehend entbehrlich. Nur wenige sind nützlich.

          „Die Korrelation zwischen Aufklärung, kultureller Moderne und wissenschaftlichem und technologischem Fortschritt ist eindeutig. “
          – Ja. Frage: Henne/ Ei?

          „Das heißt also naturwissenschaftlich geforscht wurde im Kontext einer geisteswissenschaftlichen Disziplin“
          – Nein. Sokrates und Kollegen haben eben ohne Literatur und Götter gedacht, zumindest teilweise.

          „Viele heutige Philosophieschulen sind im Vergleich dazu rationaler.“
          – Nein. Sie haben sich neue Götter gesucht.

          „Allerdings hast du von der Gegenwartsphilosophie auch wieder mal keine Ahnung und kannst ihre verschiedenen Richtungen daher nicht beurteilen.“
          – Die Einzelheiten muß ich nicht kennen. Was ich konkret von christlichen Philosophen gehört habe, reicht mir völlig. Schwafel.

          „Erstens dürfen sich Naturwissenschaftler dann ja bei denjenigen erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Denkern, die ihnen diese Grundlagen geliefert haben bedanken “
          – Schönen Dank an die Kollegen von damals! 🙂

          „drittens brauchen z.B. qualitative Sozialforschung oder geisteswissenschaftliche Forschung z.T. andere erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Voraussetzungen und darauf aufbauende Methoden als MINT-Fächer, weil man viele ihrer Fragestellungen und Forschungsgegenstände mit empirisch-quantitativen Methoden nicht erforschen kann“
          – Ein Historiker wie Christopher Clarke kann natürlich keine Experimente machen. Er schaft es trotzdem, brauchbare Wissenschaft abzuliefern.
          Die Roten hingegen nutzen die laxere Methodik in den SGW schamlos aus, um ihre Propaganda zu lancieren.

          „Bei Erkenntnistheorien geht es nicht um Politik, “
          – Eben.

          „Judith Butler spielt für die meisten philosophischen Schulen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen keine Rolle.“
          – Politisch schon. Und Politisierung ist das Hauptproblem der GSGW.

          „Nein, sie muss ihren jeweiligen Fragestellungen und Forschungsgegenständen angemessen sein. “
          – Das ist Apologese. Auf jeden Fall müssen politische Konzepte wie Gender oder Marxismus draußen bleiben. Sobald so etwas auftaucht, ist das ein sicheres Zeichen für Antiwissenschaft.

          „Dabei kann je nach Thema und Kontext eine Einbeziehung naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse und Theorien sinnvoll sein oder auch nicht.“
          – Heute nicht mehr. Was ist spannender in der Germanistik, als die Gedichte des Walther vdV. unter evolutionstheoretischen Gesichtspunkten zu betrachten? Alles andere ist nur öde Wiederholung.

          „Es gibt kein Primat der MINT-Fächer. Es gibt ein Primat der Philosophie“
          – Sofern es sich um griechsche Philosophie handelt. Französische Schwafi-Zeck-Filosofie á la Sarte ist unwissenschaftlicher Unfug. Popper ist gut.

          „weil ohne Rückgriff auf den Forschungsstand von Soziologie, Ethnologie und Geschichtswissenschaft nicht bestimmt werden kann, was menschliche Universalien sind und was nicht.“
          – Geschichte OK. Hat Pinker auch gemacht. Ethnologie? Mit ihrem roten Weltbild? Kulturrelativismus? Ich lach mich tot!

          „Katholisch-gläubiges Geschwätz.“
          – Gar nicht. Konservativ und realistisch. Sozialistische Großexperimente sind immer schief gegangen.

          Warum wohl?

        • @ Axel

          „– Es ist für jeden Wissenschaftler hier offensichtlich, dass Du Dein Fach auf Biegen und Brechen verteidigst.“

          Speziell bezüglich der Soziologie ist nicht viel „Biegen und Brechen“ bei dir nötig, weil du mangels Kenntnissen ohnehin keine substanzielle Kritik dazu vorbringen kannst.

          „– Ich brauche keine Bücher über Klangschalentherapie zu lesen, um diese beurteilen zu können.“

          Es ist aber notwendig Bücher über Soziologie, Politikwissenschaft, Pädagogik, Ethnologie usw. zu lesen um diese wissenschaftlichen Disziplinen beurteilen zu können und nach Lesen eines Lehrbuches dazu würdest du feststellen, dass diese Lehrbücher weder links, noch sonst irgendwie „politisiert“ sind, sondern einfach sachlich den Forschungsstand zum Thema darstellen, einschließlich der verschiedenen Meinungen der Fachleute.

          „– Daß solche Basisunterdisziplinen, die man im Grundstudium lernt, novh Restwissenschaft sind, glaube ich Dir. Werden leider nur noch als Feigenblatt verwendet.“

          Nein, ich kenne kein Lehrbuch der Soziologie – weder die allgemeine Soziologie, noch die speziellen Soziologien betreffend – das nicht versuchen würde sachlich den Forschungsstand darzustellen.

          „Was Sozios zu „Familie“ oder „Migration“ denken, ist zur Genüge bekannt. Ausnahmen sind irrelevant.“

          Lehrbücher dazu haben allerdings die Funktion den Forschungsstand, einschließlich der verschiedenen Meinungen, die unter Fachleuten diskutiert werden, darzustellen.

          „– Ich lese täglich die Junge Freiheit und den Spiegel, zudem teils noch Zeit, SZ, FAZ, Bild, Super-Illu, Brigitte,…
          Warum wirkt dann eigentlich nur die rechte Propaganda bei mir?“

          Deine Neigung zum Schwarz-Weiß-Denken erweckt den Eindruck, dass primär diese bei dir hängen bleibt.

          „– Absolut richtig. Und was ist überzeugender als Beton, Autos, Dampfmaschinen, Schiffsschrauben, Flugzeuge, Computer, Stammzelltechnologie, Chemotherapie, Antibiotika, usw. uswfort?“

          Mich überzeugen mehr: Menschenrechte, individuelle Freiheitsrechtrechte, Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Rationalität als Medium der Diskussion etc.

          „– Na ja. Die linken „Philosophen“ seit 1950 haben eigentlich nur Eigennutz produziert und Schaden angerichtet.“

          Das sehe ich anders. Sie haben vieles zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der kulturellen Moderne beigetragen. Allerdings hast du von linken Philosophen mal wieder keine Ahnung und kannst sie daher nicht beurteilen.

          „– Nein. Umwälzungen werden von Technologien, Wirtschaft oder Migrationsüberflutung ausgelöst. Außerdem von Pandemien und Naturkatastrophen.
          Das Umdenken im Spätmittelalter zB wurde durch die Pestpandemie ausgelöst: Man vertraute nicht mehr blind auf die Religion; außerdem wurden viele Ressourcen für weniger Menschen frei.“

          Wie ich schon einmal erklärte, sehen wir im libertären Sozialismus geistige und materielle, kulturelle und ökonomische Faktoren in beständiger Wechselwirkung ohne dass es ein Primat gibt. Natürlich haben Ideen auch materielle und ökonomische Voraussetzungen und sie wirken dann wiederum auf diese zurück.
          Bestimmte Umstände begünstigen bestimmte Ideen, es macht dann allerdings wiederum einen Unterschied, welche der konkurrierenden Ideen bzw. Ideensysteme sich durchsetzen.
          Man muss bei der Analyse der Entstehung neuer Ideen also die materiellen und ökonomischen Umstände berücksichtigen – hier haben die Marxisten Recht, aber man muss auch die kulturellen und geistigen Voraussetzungen berücksichtigen, denn auch diese bilden einen wichtigen Teil des Hintergrundes auf den sich neue Ideen aufbauen.

          Ein Phänomen wie die Aufklärung, dass sich nur in der westlichen Kultur durchgesetzt hat, muss z.B. in der Analyse des Prozesses ihrer Durchsetzung auch die vorangegangenen Wellen der Aufklärung seit der ersten Welle der Aufklärung im antiken Griechenland berücksichtigen.

          „Eher nicht, Axel:“
          Papins Maschine 1690, Newcomen. 1701. „Aufklärung?????“ Montesquieu (1689–1755)

          Ich sprach von den Frühaufklärern, die es bereits gegeben hatte, bevor die beiden ihre Erfindungen gemacht haben.

          – Ähm, Marxismus ohne Dampfmaschine?
          68er Revolte ohne Industrie-Massenwohlstand?
          Soziologie als Massenfach ohne Wertschöpfung durch das Ingenieurwesen?“

          Nichts davon erklärt den Übergang vom Mythos zur Vernunft in der westlichen Zivilisation und die daraus folgenden rational begründeten politischen Philosophien und Moralphilosophien. Es erklärt höchstens bestimmte Vertiefungen dieses Prozesses.

          „– Nach der Machtergreifung würdest Du das sicher anders sehen. Psychologie, Leszek, Psychologie. Politik-Gerede ist nur Mittel zum Zweck.“

          Wir berücksichtigen im libertären Sozialismus die Psychologie genauso wie die Soziologie und ihr Verhältnis zueinander und Macht wird bei uns u.a. deshalb basisdemokratisch kontrolliert.

          „– Eine Behauptung.“

          Eine empirisch gesicherte Behauptung.

          „Bei nur mäßiger Frömmigkeit ist ne Menge möglich. Der frühe Islam hat es bewiesen.“

          Die Zeit der tatsächlichen wissenschaftlichen und philosophischen Errungenschaften im Islam fallen in den Zeitraum zwischen 800 – 1100. Zu diesem Zeitpunkt gab es eine Welle der Aufklärung im Islam, bei der u.a. die antike griechische Philosophie rezipiert wurde und die Religiosität zurückgedrängt wurde.

          „– Ihr zerstört sie und parasitiert an der Wertschöpfung der M-MINTler.“

          Nein, wir tragen dazu bei die kulturelle Moderne aufrechtzuerhalten, von der auch die Naturwissenschaften profitieren.

          „Sozio, Polito usw. sind weitgehend entbehrlich. Nur wenige sind nützlich.“

          Im Gegenteil, eine aufgeklärte und demokratische Gesellschaft kann viele soziologisch und politischwissenschaftlich gebildete Menschen gebrauchen. Das gilt auch dann, wenn einige davon nicht in diesen Berufen arbeiten, denn ihr Wissen haben sie ja trotzdem und können es wo nötig konstruktiv einbringen.

          “Die Korrelation zwischen Aufklärung, kultureller Moderne und wissenschaftlichem und technologischem Fortschritt ist eindeutig.“
          „– Ja. Frage: Henne/ Ei?“

          Wenn traditionelle Religiosität der Hauptfaktor ist, der kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritt verhindert, dann ist ihre Zurückdrängung von entscheidender Bedeutung für die Durchsetzung der Moderne. Und es waren eben nicht die Naturwissenschaften, die in der entscheidenden Phase die traditionelle Religiosität vom Sockel stießen.

          „– Nein. Sokrates und Kollegen haben eben ohne Literatur und Götter gedacht, zumindest teilweise.“

          Ja, teilweise. Was aber nichts daran ändert, dass die Naturwissenschaften aus der Philosophie entstanden sind.

          “Viele heutige Philosophieschulen sind im Vergleich dazu rationaler.”
          „– Nein. Sie haben sich neue Götter gesucht.“

          Das ist nicht zutreffed, zudem fehlt dir wie gesagt die Beurteilungsgrundlage.

          „– Die Einzelheiten muß ich nicht kennen.“

          Um die Gegenwartsphilosophie zu beurteilen, müsstest du einen gewissen Überblick über die wichtigsten zeitgenössischen Philosophieschulen haben. Ich bezweifle, ob du überhaupt weißt, welche das sind.

          „Was ich konkret von christlichen Philosophen gehört habe, reicht mir völlig. Schwafel.“

          Und welche christlichen Philosophen waren das und was hast du von ihnen konkret gehört?
          Hast du dich ausreichend mit ihnen befasst um das Gemeinte wirklich zu verstehen?
          Und inwiefern kann von diesen christlichen Philosophen auf andere Philosophieschulen geschlossen werden?

          „– Schönen Dank an die Kollegen von damals! :-)“

          Das ist ja schonmal ein Anfang.

          „– Ein Historiker wie Christopher Clarke kann natürlich keine Experimente machen.“

          Auch das zeigt ja einen Erkenntnisfortschritt bei dir.

          „Er schaft es trotzdem, brauchbare Wissenschaft abzuliefern.
          Die Roten hingegen nutzen die laxere Methodik in den SGW schamlos aus, um ihre Propaganda zu lancieren.“

          Unterstellungen ersetzen weder Kenntnisse, noch Argumente, noch Belege.

          “Judith Butler spielt für die meisten philosophischen Schulen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen keine Rolle.”
          „– Politisch schon. Und Politisierung ist das Hauptproblem der GSGW.“

          Judith Butler spielt für für die meisten philosophischen Schulen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen weder politisch, noch sonst irgendwie eine Rolle, sie ist schlicht irrelevant.
          Und dass die meisten Geistes- und Sozialwissenschaften gute Arbeit leisten, könntest du ihren Lehrbüchern entnehmen, wenn du sie mal lesen würdest. Ihre Lehrbücher sind nämlich nicht „politisiert“.

          „– Das ist Apologese. Auf jeden Fall müssen politische Konzepte wie Gender oder Marxismus draußen bleiben. Sobald so etwas auftaucht, ist das ein sicheres Zeichen für Antiwissenschaft.“

          Marxistische Konzepte sind sicherlich kein zwangsläufiges Zeichen von Unwissenschaftlichkeit. Du beurteilst hier mal wieder im Sinne einer Gesinnungsdikatur, nicht nach wissenschaftlichen Leistungen und Kriterien.

          „– Heute nicht mehr. Was ist spannender in der Germanistik, als die Gedichte des Walther vdV. unter evolutionstheoretischen Gesichtspunkten zu betrachten?“

          Und was kann in der Germanistik langweiliger sein als alles immer nur unter einem Gesichtspunkt zu betrachten?

          „Alles andere ist nur öde Wiederholung.“

          Die menschliche Kreativiät findet stets zu neuen Interpretationen.

          “Es gibt kein Primat der MINT-Fächer. Es gibt ein Primat der Philosophie”
          „– Sofern es sich um griechsche Philosophie handelt.“

          Nein, denn in der antiken griechischen Philosophie findet sich der heutige Stand der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie nicht.

          „Französische Schwafi-Zeck-Filosofie á la Sarte ist unwissenschaftlicher Unfug.“

          Finde ich nicht, er hatte zum Beispiel Einfluss auf die Herausbildung der Existenziellen Psychologie. In Existenzphilosophie und Existenzer Psychologie finden sich m.E. viele interessante Erkenntnisse über die existenziellen Bedingungen des menschlichen Daseins und den Umgang damit. Vieles davon geht zwar auf phänomenologische Forschungsmethoden zurück, aber manches ist auch der empirischen Forschung zugänglich.

          „Popper ist gut.“

          Ja, auch.

          „– Geschichte OK. Hat Pinker auch gemacht. Ethnologie? Mit ihrem roten Weltbild? Kulturrelativismus? Ich lach mich tot!“

          Ohne den Forschungsstand der Ethnologie zu berücksichtigen, lassen sich schlicht keine Aussagen über die Natur des Menschen machen – so einfach ist das.
          Des Weiteren gibt es verschiedene Schulen in der Ethnologie. Ob ein Ethnologie politisch links steht, sagt überhaupt nichts darüber aus, ob er ein guter Wissenschaftler ist und Kulturrelativismus ist als „methodische Einstellung“ in der Ethnologie unvermeidbar. Das ist etwas anderes als Kulturrelativismus als allgemeines ethisches oder politisches Prinzip.

          „– Gar nicht. Konservativ und realistisch. Sozialistische Großexperimente sind immer schief gegangen.
          Warum wohl?“

          Libertär-sozialistische Experimente haben in der Zeit als sie bestanden, stets gut funktioniert, sie wurden leider gewaltsam von außen niedergeschlagen.
          Und Beispiele für egalitäre Gesellschaften auf den vorangegangenen Kulturstufen gibt es viele.

        • ät Leszek:

          „Speziell bezüglich der Soziologie ist nicht viel “Biegen und Brechen” bei dir nötig,…“
          – Jaja, der Gegner hat halt keine Ahnung. Hat das Frau Müller-Lüdenscheidt-Klo nicht auch über Sophia Thomalla gesagt….? Hehe.

          „und nach Lesen eines Lehrbuches dazu würdest du feststellen, dass diese Lehrbücher weder links, noch sonst irgendwie “politisiert” sind, „
          – Die schreiben natürlich nicht offen rein, wie marxistisch sie sind. Außer bei Genders. Die glauben so feste dran, dass sie es mittlerweile zugeben. Schwerer Fehler.

          „Lehrbücher dazu haben allerdings die Funktion den Forschungsstand, ..darzustellen.“
          – In der Wissenschaft, ja. In Polit-Fächern würde ich eher Verschleierung attestieren.

          „Deine Neigung zum Schwarz-Weiß-Denken erweckt den Eindruck, dass primär diese bei dir hängen bleibt.“
          – Der Spiegel und die restliche Lügenpresse sind also nicht schwarz-weiß auf Linie? DU solltest mal reinlesen, mein Lieber. In Sachen Asül und Feminismus gibt es dort fast keine Kritik!“

          „Mich überzeugen mehr: Menschenrechte, individuelle Freiheitsrechtrechte, Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Rationalität als Medium der Diskussion etc.“
          – Gutes Argument.

          „Sie haben vieles zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der kulturellen Moderne beigetragen. Allerdings hast du von linken Philosophen mal wieder keine Ahnung und kannst sie daher nicht beurteilen.“
          – Nein, was Sartre, Beauvoir oder Foucault an Genialitäten verkündet haben, kann ich als rechter Sack wirklich nicht beurteilen. Da fehlt mir einfach die Rotlichtbestrahlung.

          „Wie ich schon einmal erklärte, sehen wir im libertären Sozialismus geistige und materielle, kulturelle und ökonomische Faktoren in beständiger Wechselwirkung ohne dass es ein Primat gibt. „
          – Wie ich schon einmal erklärte, sind bei Hopi-Ohrenkerzen-Therapie geistige und materielle, kulturelle und ökonomische Faktoren in beständiger Wechselwirkung ohne dass es ein Primat gibt….

          „Bestimmte Umstände begünstigen bestimmte Ideen, „
          – Was Du nicht sagst.

          „Man muss bei der Analyse der Entstehung neuer Ideen also die materiellen und ökonomischen Umstände berücksichtigen – hier haben die Marxisten Recht“
          – Dem stimme ich zu.
          „ aber man muss auch die kulturellen und geistigen Voraussetzungen berücksichtigen, denn auch diese bilden einen wichtigen Teil des Hintergrundes auf den sich neue Ideen aufbauen.“
          – Christentum! Hat unser individualistisches Menschenbild begünstigt.

          „Ich sprach von den Frühaufklärern, die es bereits gegeben hatte, bevor die beiden ihre Erfindungen gemacht haben.“
          – Charles von Montesquieu (1689–1755), geboren 1 Jahr vor Papins Dampfmaschine.

          „Nichts davon erklärt den Übergang vom Mythos zur Vernunft in der westlichen Zivilisation und die daraus folgenden rational begründeten politischen Philosophien und Moralphilosophien.“
          – Natürlich nicht. War ja später.

          „Wir berücksichtigen im libertären Sozialismus die Psychologie genauso wie die Soziologie und ihr Verhältnis zueinander …“
          – In der Klangschalentherapie wird die Psychologie des Patienten genauso beachtet wie auch das Verhältnis…..

          „Die Zeit der tatsächlichen wissenschaftlichen und philosophischen Errungenschaften im Islam fallen in den Zeitraum zwischen 800 – 1100. Zu diesem Zeitpunkt gab es eine Welle der Aufklärung im Islam, bei der u.a. die antike griechische Philosophie rezipiert wurde und die Religiosität zurückgedrängt wurde.“
          – Das meine ich. Die beste Idee, die Du hier geliefert hast. Du kannst es also, wenn Du willst.

          „Nein, wir tragen dazu bei die kulturelle Moderne aufrechtzuerhalten, von der auch die Naturwissenschaften profitieren.“
          – Quark. Parareligiöse Ideen wie die diversen linken Fanatismen sind ein Rückschritt in mythische Zeiten. „Es gibt 1000 Geschlechter“, „der neue Mensch kann zu reinem Altruismus erzogen werden“

          „Im Gegenteil, eine aufgeklärte und demokratische Gesellschaft kann viele soziologisch und politischwissenschaftlich gebildete Menschen gebrauchen.“
          – Je mehr von Euch, desto häufiger linke Überzeugungen wie „Refugees welcome“ oder „Rape culture“. Wohin die führen, sehen wir gerade sehr schön. Mit mehr anspruchsvollen Ausbildungen im Technik-Bereich haben die Menschen gar keinen Nerv für solchen Glaubensquatsch.
          Außerdem braucht unser reiches Land mehr Ingenieure, nicht mehr Sozial“forscher“. Letztere verballern nämlich nur das Volksvermögen.

          „Wenn traditionelle Religiosität der Hauptfaktor ist, der kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritt verhindert, dann ist ihre Zurückdrängung von entscheidender Bedeutung für die Durchsetzung der Moderne.“
          – Traditionelle oder neue Religiosität. Wobei zB der Vatikan lange Zeit die Wissenschaften sogar gefördert. Hat. Lemaitre solltest Du kennen.

          „Und es waren eben nicht die Naturwissenschaften, die in der entscheidenden Phase die traditionelle Religiosität vom Sockel stießen.“
          – Luther ok, aber Galilei? Kopernikus?

          „Was aber nichts daran ändert, dass die Naturwissenschaften aus der Philosophie entstanden sind.“
          – Aus einer NATURBEZOGENEN Philosophie. Nicht aus einer Geisteskonstrukt-Filosofie.

          „Das ist nicht zutreffed, zudem fehlt dir wie gesagt die Beurteilungsgrundlage.“
          – Die beste sind Uni-Filosofiestudenten. Und die kenne ich. Leider. Faules Pack. Nur Asül und Gender in der Birne.

          „Und welche christlichen Philosophen waren das und was hast du von ihnen konkret gehört?“
          – Ein Vortrag von einem Katholiken über Dawkins. Der hatte überhaupt nicht geschnallt, was Dawkins so schrieb. Mit etwas Biologie wäre es ihm sehr leicht gefallen, unseren Bio-Athe-Missionar empfindlich zu treffen.

          „Das ist ja schon mal ein Anfang.“
          – DAMALS! Heute seh ich nur Peinlichkeit.

          „Auch das zeigt ja einen Erkenntnisfortschritt bei dir.“
          – Jaja. Du hast ihn nicht bewirkt. Sondern Christopher Clark.

          „Unterstellungen ersetzen weder Kenntnisse, noch Argumente, noch Belege.“
          – Das sagt der Richtige.
          Nenne mir doch mal ein einziges sozialwissenschaftliches Prinzip, das Pseudowissenschaft zuverlässig erkennen ließe.
          In der Biologie absolut kein Problem: Wiederholbarkeit. Ist nicht gegeben. Hat wohl jemand gepfuscht oder etwas gesehen, was nicht da war. Dafür wird man gegrillt (Obokata 2014).
          So etwas in der Soziologie? Pfrrrr…

          „Judith Butler spielt für für die meisten philosophischen Schulen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen weder politisch, noch sonst irgendwie eine Rolle, sie ist schlicht irrelevant.“
          – Eine Behauptung. Apologese. Axel Meyer beschrieb, dass er 2009 erstaunt war, wie die GSGWler, mit denen er in Berlin zu tun hatte, begeistert zu einem JB-Vortrag rannten.
          Irrelevant sieht anders aus.

          „Marxistische Konzepte sind sicherlich kein zwangsläufiges Zeichen von Unwissenschaftlichkeit.“
          – Doch, sofort. Da gibt es keine Diskussion. Oder ist der Unterschied zwischen „marxistisch“ und „Diskussion Marxscher Positionen“ nicht bekannt?
          In der Biologie sind Bibelstellen tabu. Punkt. Deswegen genießt die Biologie auch ein hohes Ansehen als echte Wissenschaft.

          „Und was kann in der Germanistik langweiliger sein als alles immer nur unter einem Gesichtspunkt zu betrachten?“
          – Äh, habe ich was anderes geschrieben?

          „Die menschliche Kreativiät findet stets zu neuen Interpretationen.“
          – Kreativität ist nun etwas, was ich in den GSGW nicht vermuten würde. Die geistige Sterilität und Konformität dort sind höher als sonst irgendwo.
          Ein Gedankenexperiment: In Deinem Fachbereich kommt so ein Sozialaxel daher, und sagt was Positives über Pegida. Na?

          „Nein, denn in der antiken griechischen Philosophie findet sich der heutige Stand der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie nicht.“
          – Kompromissvorschlag: Nenn mir doch mal einen Deiner Lieblings-Erkenntnis-Philosophen.

          „In Existenzphilosophie und Existenzer Psychologie finden sich m.E. viele interessante Erkenntnisse über die existenziellen Bedingungen des menschlichen Daseins und den Umgang damit.“
          – Uff. Hatte ich im Psycho-Studium nie gehört. Wird das an normalen Unis gelehrt?

          „Ohne den Forschungsstand der Ethnologie zu berücksichtigen, lassen sich schlicht keine Aussagen über die Natur des Menschen machen – so einfach ist das.“
          – Das ist Unsinn. Wobei echte Wissenschaftler wie Chagnon tatsächliche Erkenntnisse gewonnen haben.“

          „ Ob ein Ethnologie politisch links steht, sagt überhaupt nichts darüber aus, ob er ein guter Wissenschaftler ist“
          – O doch! Ein Radikaler hat in der Wissenschaft nichts zu suchen! Wo sich zu viele von Gleichgesinnten sammeln, ist die Wissenschaft schnell im Eimer, wie wir an der Soziologie sehen können.

          „und Kulturrelativismus ist als “methodische Einstellung” in der Ethnologie unvermeidbar.“
          – Barer Unfug! Aber wundern tun mich solche Aussagen nicht. Ein Wissenschaftler forscht ergebnisoffen.

          „Libertär-sozialistische Experimente haben in der Zeit als sie bestanden, stets gut funktioniert, sie wurden leider gewaltsam von außen niedergeschlagen.“
          – Die Anarcho-Grüppchen in Spanien waren eine kleine Religionsgemeinschaft wie die Urchristen und hatten daher eine hohe Disziplin. Hätten sie ihren Glauben auf das ganze Land ausdehnen können, wäre ein beispielloses Blutbad die Folge gewesen.

          Welche anarch.Beispiele gäbe es sonst noch?

          „Und Beispiele für egalitäre Gesellschaften auf den vorangegangenen Kulturstufen gibt es viele.“
          – Das ist eine marxistische und „Edle-Wilde“-Legende. Warum stehen Frauen wohl auf Männer mit Status? Weil es den 2,4 Millionen Jahre nicht gab, bis der Ackerbau erfunden wurde?

        • @ Axel

          Weiter geht´s. 
          Habe leider nicht immer so viel Zeit zum Diskutieren, wie ich gerne hätte, da ich hin und wieder arbeiten muss.

          „– Jaja, der Gegner hat halt keine Ahnung. Hat das Frau Müller-Lüdenscheidt-Klo nicht auch über Sophia Thomalla gesagt….? Hehe.“

          Ob jemand Ahnung hat, ist ja an der Art der Kritik erkennbar:
          Werden Argumente, konkrete Beispiele und Belege genannt oder werden nur Behauptungen aufgestellt. Werden verschiedene Forschungsbereiche und Schulen einer wissenschaftlichen Disziplin differenziert beurteilt oder wird alles über einen Leisten geschlagen? Ist der Kritiker mit den erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Grundlagen der von ihm kritisierten Disziplin und ihren Forschungsmethoden vertraut oder weiß er nichts darüber?

          Es gibt klare Kriterien für gute und schlechte wissenschaftliche Kritik.

          Was würdest du wohl von jemandem denken, der ständig dein Fach Biologie kritisieren würde und behaupten würde, dieses sei unwissenschaftlich und ideologisch, aber nie Argumente, Beispiele und Belege für Unwissenschaftlichkeit anführen kann, der verschiedene Forschungsbereiche der Biologie und verschiedene Schulen der biologischen Verhaltenswissenschaften (wie Humanethologie und Evolutionäre Psychologie) nicht differenziert beurteilen kann bzw. dies noch nicht einmal für nötig hält, der von den erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Biologie und ihren Forschungsmethoden keine Ahnung hat – aber beständig behauptet, die Biologie sei unwissenschaftlich.

          Du würdest eine solche Person natürlich für einen unwissenschaftlichen Scharlatan halten – und das zu Recht.

          Natürlich stehen hinter solchen „Kritiken“ niemals wissenschaftliche Motive, sondern stets persönliche und/oder ideologische und/oder politische.

          Ich persönlich kann mir übrigens schwer vorstellen, wie irgendendjemand auf die Idee kommen kann eine wissenschaftliche Disziplin massiv zu kritisieren oder gar ihre Abschaffung zu fordern – und nie auch nur ein Lehrbuch dazu gelesen hat. Das ist von jedem ernsthaften wissenschaftlichen Standpunkt aus lächerlich und grotesk, da wird ja noch nicht mal versucht auch nur den Schein einer wissenschaftlichen Kritik zu wahren: ein Armutszeugnis, eine geistige Bankrotterklärung.

          „– Die schreiben natürlich nicht offen rein, wie marxistisch sie sind. Außer bei Genders. Die glauben so feste dran, dass sie es mittlerweile zugeben. Schwerer Fehler.“

          Die Gender Studies beruhen nicht auf marxistischem, sondern auf poststrukturalistischen theoretischen Grundlagen. Genderisten sind in der Regel keine Marxisten und Marxisten sind in der Regel keine Genderisten. Bezüge auf marxistische Theorien kommen in den Gender Studies entweder gar nicht oder nur am Rande vor – und wenn, dann als Reaktion auf die marxistisch-feministische Kritik, dass der Gender-Feminismus dem Neoliberalismus in die Hände spiele und völlig mit diesem kompatibel sei. Es gibt eine eigenständige marxistisch-feministische Gender-Kritik ebenso wie es eine eigenständige marxistische Kritik am Poststrukturalismus gibt. Die Gender Studies entstammen allerdings nicht dem ursprünglichen französischen Poststrukturalismus, sondern einer einseitigen, selektiven und dogmatischen US-amerikanischen Rezeption des Poststrukturalismus. Für die Entstehung der Gender Studies war in ideengeschichtlicher Hinsicht gerade ein massiver Einflussverlust marxistischen Denkens und der Aufstieg des Poststrukturalismus als Paradigma für Diskriminierungsdiskurse an US-amerikanischen Universitäten die entscheidende Voraussetzung.

          „– In der Wissenschaft, ja. In Polit-Fächern würde ich eher Verschleierung attestieren.“

          Wenn Lehrbücher der Geistes- und Sozialwissenschaften den Forschungsstand der jeweiligen Disziplinen sachlich darstellen, einschließlich der verschiedenen Meinungen der Fachleute, insoweit es hier Meinungsverschiedenheiten gibt – und das tun sie – dann bedeutet das, dass die zentralen Publikationen für Studenten und für die interessierte Öffentlichkeit wissenschaftlich fundiert und nicht-ideologisch sind. Nach Lehrbüchern richten sich außerdem auch Vorlesungen und Seminare wesentlich aus, denn Lehrbücher sind ja die zentralen Hilfsmittel zur Aneignung von Wissen für die Studenten neben Vorlesungen und Seminaren. Wer mal die Vorlesung oder das Seminar verpasst hast, der muss die entscheidenden Inhalte in den Lehrbüchern nachlesen können.

          „– Nein, was Sartre, Beauvoir oder Foucault an Genialitäten verkündet haben, kann ich als rechter Sack wirklich nicht beurteilen. Da fehlt mir einfach die Rotlichtbestrahlung.“

          Klammern wir Beauvoir mal aus und beschränken uns auf Sartre und Foucault, dann gilt hier für deine Aussage:
          Das meine ich mit Schwarz-Weiß-Denken. Es ist die gleiche Mentalität wie bei einem politisch korrekten Linken, der niemals ein Buch von einem bedeutenden konservativen Denker lesen würde, weil ja alle Konservativen „bäh“ sind und weil er ja genau „weiß“, dass es Teilwahrheiten und Errungenschaften nur in seiner eigenen politischen und philosophischen Perspektive gibt. Ich tendiere dazu eine solche Einstellung in intellektueller Hinsicht für pubertär zu halten.
          Ich befürworte stattdessen einen meta-philosophischen Standpunkt, der davon ausgeht, dass sich bei allen bedeutenden Denkern der Menschheit wichtige Teilwahrheiten und Errungenschaften finden. Entsprechend habe ich z.B. mit dem Lesen von Werken bedeutender konservativer Philosophen oder Soziologen keine Probleme, auch wenn ich die konservative politische Weltsicht nicht teile.

          Eben ausgehend von deiner eigenen Neigung zum Schwarz-Weiß-Denken scheint es dir auch schwer zu fallen, zu verstehen, dass diese Neigung bei vielen Dozenten der Sozialwissenschaften, auch wenn sie politisch links stehen, nicht in der Weise wie bei dir gegeben ist. Ich könnte dazu viele Beispiele aus eigener Erfahrung nennen und beschränke mich mal auf zwei:

          Ein Professor der Soziologie, bei dem ich mehrere Semester Vorlesungen und ein Seminar hatte, war z.B. ein Vertreter der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule. (Natürlich vertrat er nichts von dem, was die durchgeknallten rechten Anti-Kulturmarxismus-Spinner behaupten.) In den Vorlesungen zur Geschichte der Soziologie wurden die verschiedensten Klassiker der Soziologie mit ihren wichtigsten Forschungsergebnissen und Theorien dargestellt – liberale, linke und konservative Soziologen – und sie wurden alle sachlich und differenziert dargestellt. Weder wurden linke Soziologen besonders positiv hervorgehoben, auch nicht solche der Kritischen Theorie, noch wurden konservative Soziologen negativ dargestellt.

          Bei dem gleichen Dozenten hatte ich auch ein Seminar, in dem es um einen linken und einen konservativen Soziologen ging. Wiederum – keiner von beiden wurde schlechtgemacht, beide wurde sowohl in ihren Leistungen gewürdigt als auch kritisch hinterfragt.

          Ein anderes Beispiel: Ein Professor für Politikwissenschaft, bei dem ich ein Seminar hatte, in seinen eigenen politischen Ansichten links positioniert, referierte ausführlich über einen politischen Denker, der politisch deutlich rechts stand: Carl Schmitt. Dieser wurde nicht dämonisiert, sondern absolut sachlich und differenziert wurden seine Beiträge zum politischen Denken auf Teilwahrheiten und Irrtümer geprüft.

          Ich habe während meines Studiums Dozenten mit politisch linker Weltsicht ausschließlich in solcher Weise wie in den beiden genannten Beispielen kennengelernt – differenziert und tolerant und daher wissenschaftlich.

          Was du nicht verstehst, ist, dass Dozenten der Soziologie oder der Politikwissenschaft häufig einfach die Klassiker ihres Fachs mögen, egal welche politische Weltsicht diese hatten. Man wirft z.B. als Professor der Soziologie mit linker politischer Weltsicht nicht einfach die konservativen Klassiker der Soziologie aus dem Kanon raus, auch diese sind Teil der eigenen professionellen Identität und haben zu den Errungenschaften des Fachs beigetragen. Diese Haltung, die bei Dozenten der Soziologie und Politikwissenschaft meiner Erfahrung nach die Regel ist – ich habe persönlich keine Ausnahmen kennenglernt – ist für dich aufgrund deiner Neigung zum Schwarz-Weiß-Denken offenbar schwer nachvollziehbar.

          „– Wie ich schon einmal erklärte, sind bei Hopi-Ohrenkerzen-Therapie geistige und materielle, kulturelle und ökonomische Faktoren in beständiger Wechselwirkung ohne dass es ein Primat gibt….“

          Der libertäre Sozialismus ist als wissenschaftlicher Sozialismus, d.h. wissenschaftlich fundierter Sozialismus, eben in vielerlei Hinsicht in besonderem Maße um Objektivität bemüht.

          Tatsächlich sind die Unterschiede bei der Verhältnisbestimmung von Ökonomie und Kultur sozialphilosophisch sehr bedeutsam, will man die Unterschiede verschiedener linker Theorien wirklich verstehen. Wenn wir z.B. das Spektrum von Anarchismus, klassischem Marxismus, Neo-Marxismus und Poststrukturalismus nehmen, so leugnet natürlich keine der genannten linken Strömungen die banale Tatsache, dass es Wechselwirkungen zwischen Ökonomie und Kultur gibt, aber die spezifische Art und Weise wie diese genau konzeptualisiert werden, unterscheidet sich z.T. in signifikanter Weise.

          – Klassische Marxisten glauben z.B. an ein Primat der Ökonomie, das ökonomische Teilsystem der Gesellschaft beeinflusst die anderen Teilsysteme und die Kultur stärker als umgekehrt, die wichtigsten Aspekte des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens sind in dieser Sichtweise ökonomisch determiniert.

          – Der US-amerikanische Poststrukturalismus (nicht der ursprüngliche französische Poststrukturalismus) hat diese Sichtweise amüsanterweise genau umgekehrt: Hier hat der Bereich der Kultur – präziser die diskursive Festschreibung kultureller Bedeutungen – das Primat gegenüber allen gesellschaftlichen Teilsystemen, einschließlich der Ökonomie. Daher spielen hier auch ökonomische und kapitalismuskritische Analysen nur eine untergeordnete Rolle, (falls sie überhaupt vorkommen). Aus dieser Tradition stammen u.a. Gender Studies, Critical Whiteness, postmoderner Multikulturalismus, Political Correctness etc. und aus dieser Perspektive erklärt sich auch die Fixierung auf Sprachanalysen, Diskursanalysen etc.

          – Anarchisten und Neo-Marxisten vertreten demgegenüber häufig einen stärker ausgewogenen Ansatz, der auf die Festschreibung eines allgemeinen Primats verzichtet und Wechselwirkungen von Ökonomie und Kultur untersucht ohne bei jeder Fragestellungen bereits am Anfang vorauszusetzen, dass entweder das Ökonomische oder das Kulturelle in letzter Instanz der ausschlaggebende Faktor ist.

          „Man muss bei der Analyse der Entstehung neuer Ideen also die materiellen und ökonomischen Umstände berücksichtigen – hier haben die Marxisten Recht“
          „– Dem stimme ich zu.“

          Aha, damit erkennst du dann ja eine Errungenschaft marxistischen Denkens an.

          „– Christentum! Hat unser individualistisches Menschenbild begünstigt.“

          Aber nicht aus sich selbst heraus – mythisch-traditionelle Religiosität ist stets anti-individualistisch – sondern nur, weil es bereits eine erste Welle der Aufklärung im antiken Griechenland gegeben hat und zumindest ein Teil davon im antiken Rom und im Christentum fortwirkte, gelang es dem traditionellen Christentum nicht Individualismus-begünstigende Aspekte völlig auszulöschen.

          „Ich sprach von den Frühaufklärern, die es bereits gegeben hatte, bevor die beiden ihre Erfindungen gemacht haben.“
          „– Charles von Montesquieu (1689–1755), geboren 1 Jahr vor Papins Dampfmaschine.“

          Na ja, aber als Vordenker der Frühaufklärung gelten z.B.

          René Descartes (1596–1650),
          Thomas Hobbes (1588–1679)
          Baruch Spinoza (1623–1677).

          Und zu den eigentlichen Frühaufklärern zählen außerdem:

          Bernard le Bovier de Fontenelle (1657–1757),
          Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716)
          Christian Thomasius (1655–1728)
          Abbé de Saint-Pierre (1658–1743)
          Pierre Bayle (1647–1706)
          Jean Meslier (1664–1729).

          „Die Zeit der tatsächlichen wissenschaftlichen und philosophischen Errungenschaften im Islam fallen in den Zeitraum zwischen 800 – 1100. Zu diesem Zeitpunkt gab es eine Welle der Aufklärung im Islam, bei der u.a. die antike griechische Philosophie rezipiert wurde und die Religiosität zurückgedrängt wurde.“
          „– Das meine ich. Die beste Idee, die Du hier geliefert hast. Du kannst es also, wenn Du willst.“

          Bestätigt aber wiederum die Theorie, dass aufklärerische Philosophie den entscheidenden Faktor für solche Errungenschaften darstellt.

          „– Quark. Parareligiöse Ideen wie die diversen linken Fanatismen sind ein Rückschritt in mythische Zeiten. „Es gibt 1000 Geschlechter“,“

          Sowas wird ja nur in den pseudowissenschaftlichen Gender Studies vertreten.

          „der neue Mensch kann zu reinem Altruismus erzogen werden“

          Das vertritt heutzutage überhaupt keine linke Strömung.

          „– Je mehr von Euch, desto häufiger linke Überzeugungen wie „Refugees welcome““

          Eine zu unkritische Haltung zu Mirgationsprozessen ist sicherlich kein Resultat einer Beschäftigung mit Migrationssoziologie. Migrationssoziologen weisen auch auf die Probleme im Zusammenhang mit Migrationsprozessen hin. Es ist wohl eher so, dass sich im öffentlichen Diskurs zum Thema unabhängig von der politischen Weltsicht zu Wenige wissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetzen.

          „oder „Rape culture“.“

          Das stammt aus dem klassischen Radikalfeminismus. Befunde, die das Rape Culture-Konzept widerlegen, stammen aus Psychologie und Sozialwissenschaften. Aus der Klinischen Psychologie stammen die Forschungsergebnisse, die belegen, dass bei Vergewaltigern in der Regel psychische Störungen vorliegen, aus den Sozialwissenschaften stammen die Forschungsergebnisse zu Frauen als Tätern bei sexueller Gewalt und zu Männern als Opfern sexueller Gewalt, die dem Rape Culture-Konzept widersprechen.

          „Wohin die führen, sehen wir gerade sehr schön. Mit mehr anspruchsvollen Ausbildungen im Technik-Bereich haben die Menschen gar keinen Nerv für solchen Glaubensquatsch.“

          Nur mit Technikern können die kulturelle Moderne und die westliche Kultur nicht aufrecht erhalten werden, erst Recht können nur mit Technikern keine wissenschaftlich fundierten Lösungen für gesellschaftliche Probleme erarbeitet werden.

          „Außerdem braucht unser reiches Land mehr Ingenieure, nicht mehr Sozial“forscher“. Letztere verballern nämlich nur das Volksvermögen.“

          Das sehe ich anders. Ich denke, dass weit mehr Sozialforschung wünschenswert wäre, um den Menschen in seinen komplexen sozialen Bezügen besser zu verstehen, angemessene Lösungen für soziale Probleme zu finden und der Erreichung gesellschaftlich wünschenswerter Ziele näher zu kommen.

          „– Traditionelle oder neue Religiosität.“

          Jede dogmatische Religiosität tendiert dazu auch die Wissenschaft zu beschränken.

          „Wobei zB der Vatikan lange Zeit die Wissenschaften sogar gefördert. Hat. Lemaitre solltest Du kennen.“

          Ja, ja, ein Wechselspiel: einerseits die Wissenschaft fördern, wo man sie für die eigenen Ziele für nützlich hält und sie andererseits gleichzeitig unter Kontrolle halten, damit Wissenschaftler nicht damit anfangen von der Kirche nicht gewünschte Ergebnisse zu produzieren.
          Sich frei entfalten kann die Wissenschaft nur ohne Kontrolle durch den Vatikan.

          „Und es waren eben nicht die Naturwissenschaften, die in der entscheidenden Phase die traditionelle Religiosität vom Sockel stießen.“
          „– Luther ok, aber Galilei? Kopernikus?“

          Also gerade bei Galilei hat Roslin ja stets betont, was für ein frommer Katholik der war.
          Eine mythologische Religion wird durch vereinzelte naturwissenschaftliche Forschungsbefunde, die ihren Lehren widersprechen, nur in geringem Maße herausgefordert. Weder wird dadurch die Gesamtheit des mythologisch-religiösen Systems in Frage gestellt, noch ist dies für das Denken und Alltagsleben der Menschen in Bezug auf die Entwicklung einer kritischen Vernunft von entscheidender Bedeutung.
          Etwas anderes ist es, wenn eine aufklärerische Philosophie zentrale Teile oder sogar die Gesamtheit eines mythologisch-religiösen Systems in Frage stellt und explizit die Entwicklung selbständigen Denkens und kritischer Vernunft fordert.

          Entsprechend hatten die Naturwissenschaften für die Aufklärung anfangs auch nur eine geringe Relevanz:

          „Die Aufklärung wird oft als große Phase des Interesses an den Naturwissenschaften bezeichnet. Doch diese gewannen nachweislich kaum einen entscheidenden Anteil am Buchmarkt. Sie veränderten die Lebensbedingungen weit weniger als angenommen.
          (…)
          Was heute erstaunt: Naturwissenschaftliche Forschung wird anfangs selbst in Kreisen der Aufklärer belächelt. Weithin sucht die Mehrheitsmeinung nach so genannten Wundern der Natur und verliert sich in Experimenten, die nur kurios wirken und keinen Nutzen bringen. Zum Ende der Aufklärungsdebatte finden sich Utopien, welche die Naturwissenschaften auch nur marginal behandeln.“

          (aus: Horst Herrmann – Philosophie der Aufklärung für Dummies, WILEY-VCH-Verlag, 2012, S. 243 f.)

          Und hier noch was zu Thomas Newcomen:

          „Beispielsweise setzte der englische Eisenwarenhändler Thomas Newcomen (1663 – 1729) nach zehnjähriger Arbeit eine Dampfmaschine in Betrieb, die Wasser abpumpen konnte (1712). Seine Erfindung zog jedoch keine Forschungsarbeit nach sich. Der Wirkungsgrad der Maschine Newcomens kam nicht über 0,5 Prozent hinaus.“

          (aus: Horst Herrmann – Philosophie der Aufklärung für Dummies, WILEY-VCH-Verlag, 2012, S. 248)

          „Was aber nichts daran ändert, dass die Naturwissenschaften aus der Philosophie entstanden sind.“
          „– Aus einer NATURBEZOGENEN Philosophie. Nicht aus einer Geisteskonstrukt-Filosofie.“

          Die antiken griechischen Philosophen waren nicht nur naturbezogen, sondern hatten auch politische und metaphysische Theorien, gilt gerade auch für Platon und Aristoteles als den beiden Einflussreichsten.

          „– Ein Vortrag von einem Katholiken über Dawkins. Der hatte überhaupt nicht geschnallt, was Dawkins so schrieb. Mit etwas Biologie wäre es ihm sehr leicht gefallen, unseren Bio-Athe-Missionar empfindlich zu treffen.“

          Aha, und weil dir ein Vortrag eines christlichen Philosophen nicht gefallen hat, ist deshalb jetzt die gesamte zeitgenössische christliche Philosophie schlecht – und nicht nur die, sondern auch alle anderen zeitgenössischen Schulen der Philosophie?

          „Nenne mir doch mal ein einziges sozialwissenschaftliches Prinzip, das Pseudowissenschaft zuverlässig erkennen ließe.“

          In der empirischen Sozialforschung gibt es die drei Prinzipien Reliabilität, Validität und Objektivität.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Reliabilit%C3%A4t

          https://de.wikipedia.org/wiki/Validit%C3%A4t

          https://de.wikipedia.org/wiki/Objektivit%C3%A4t_%28Testtheorie%29

          Innerhalb der qualitativen Sozialforschung sind diese allerdings schwieriger umsetzbar als in der quantitativen empirischen Sozialforschung, zum Methodenstreit diesbezüglich siehe hier:

          https://de.wikipedia.org/wiki/Qualitative_Sozialforschung#Methodenstreit

          „– Eine Behauptung. Apologese. Axel Meyer beschrieb, dass er 2009 erstaunt war, wie die GSGWler, mit denen er in Berlin zu tun hatte, begeistert zu einem JB-Vortrag rannten.“

          Da wäre ich auch hingegangen, auch wenn ich ihre geschlechtsbezogenen Theorien ablehne. Zudem hat Judith Butler nicht nur über geschlechtsbezogene Themen geschrieben, der Vortrag könnte auch einen anderen Inhalt gehabt haben. Bei solchen Veranstaltungen reisen außerdem Fans aus ganz Deutschland an, so dass die Besucherzahlen überhaupt nichts über die Einstellung von Geistes- und Sozialwissenschaftlern in Berlin zu ihr aussagen.

          „Marxistische Konzepte sind sicherlich kein zwangsläufiges Zeichen von Unwissenschaftlichkeit.“– „Doch, sofort. Da gibt es keine Diskussion. Oder ist der Unterschied zwischen „marxistisch“ und „Diskussion Marxscher Positionen“ nicht bekannt?In der Biologie sind Bibelstellen tabu. Punkt. Deswegen genießt die Biologie auch ein hohes Ansehen als echte Wissenschaft.“

          Schlechter Vergleich. Karl Marx ist ein Klassiker der Philosophie, Wirtschaftswissenschaft und Soziologie und außerdem auch relevant für die Geschichtswissenschaft. Er hat in all diesen Bereichen Leistungen erbracht und viele Wissenschaftler nach ihm haben daran angeknüpft. Daher wird es positive Bezugnahme auf Marx Denken in diesen wissenschaftlichen Disziplinen immer geben und das ist gut so.

          Zudem haben sich marxistische Methoden und Analysen in den Geistes- und Sozialwissenschaften schlicht bei vielen Themen bewährt. Die marxistische Forschungsperspektive wird – wie oben bereits erwähnt – m.E. dann falsch, wenn dogmatisch vorausgesetzt wird, dass das Ökonomische in letzter Instanz stets die wichtigsten Aspekte aller anderen politischen Teilsysteme und der Kultur determiniert. Ich lehne das marxistische Basis-Überbau-Modell also als unwissenschaftlich ab.

          Aber: Als heuristisches Prinzip, das empirische Forschung und/oder theoretische Analyse anleitet, ist die „historisch-materialistische“ Perspektive für viele Fragestellungen wertvoll und kann wichtige Erkenntnisse liefern. Marxistische Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften arbeitet oft damit gesellschaftliche und kulturelle Phänomene zu erforschen, indem diese auf die „materielle Basis“ rückbezogen werden, also auf den Stand der Technik, Struktur und Funktion des Wirtschaftssystems, die Klassenverhältnisse und -konflikte und die damit verbundenen Sozialisationsbedingungen.
          Und weil es nun einmal zutrifft, dass die Ökonomie – auch wenn sie keinesfalls immer der ausschlaggebende Faktor für alle anderen wichtigen Aspekte in der Gesellschaft ist – ein einflussreiches Teilsystem der Gesellschaft darstellt, kann diese Forschungsperspektive auch viele wertvolle Ergebnisse hervorbringen.

          Dies gilt auch für den Bereich der Gender-Kritik. Die marxistisch-feministische Gender-Kritik analysiert z.B. den Gender-Feminismus in seinen theoretischen Grundlagen und seiner Ausbreitung kritisch vor dem Hintergrund der neoliberalen Umstrukturierung von Wirtschaft und Gesellschaft und deren Anforderungen und weist mit Hilfe dieser Perspektive auf die Neoliberalismus-Kompatibilität des Gender-Feminismus hin.

          Der Marxismus kann und wird nicht als eine Strömung aus den Geistes- und Sozialwissenschaften verschwinden, einfach weil marxistisches methodisches und analytisches Vorgehen sich immer wieder wissenschaftlich bewährt hat und zu wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen beiträgt.

          „Ein Gedankenexperiment: In Deinem Fachbereich kommt so ein Sozialaxel daher, und sagt was Positives über Pegida. Na?“

          Also von mir würde er gute Argumente gegen Pegidia zu hören bekommen. Gleichzeitig würde ich auf linke und liberale Multikulturalismuskritiker und linke und liberale Islam-Kritiker verweisen, bei den sich m.E. bessere Lösungsansätze für Integrationsprobleme finden als bei Pegidia.

          „– Kompromissvorschlag: Nenn mir doch mal einen Deiner Lieblings-Erkenntnis-Philosophen.“

          Ich fand Imre Lakatos eigentlich immer interessanter als Karl Popper. Ich würde allerdings davon abraten, sich bereits am Anfang der Beschäftigung mit Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie primär auf eine einzelne Person zu konzentrieren. Wichtiger ist es m.E. die erkenntnistheoretischen und wissenschaftstheoretischen Standpunkte und Debatte in ihrem Zusammenhang nachzuvollziehen und anhand dessen eine eigene Meinung dazu herauszubilden.

          Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie sind als Teildisziplinen der Philosophie nicht dasselbe, hängen aber zusammen bzw. gehen an bestimmten Punkten ineinander über.

          Als Einführung in die Erkenntnistheorie würde ich empfehlen:

          Gerhard Ernst – Einführung in die Erkenntnistheorie, WBG, 2014

          Als Einführung in die Wissenschaftstheorie:

          Alan F. Chalmers – Wege der Wissenschaft: Einführung in die Wissenschaftstheorie, Springer, 2006

          „In Existenzphilosophie und Existenzer Psychologie finden sich m.E. viele interessante Erkenntnisse über die existenziellen Bedingungen des menschlichen Daseins und den Umgang damit.“
          „– Uff. Hatte ich im Psycho-Studium nie gehört. Wird das an normalen Unis gelehrt?“

          Meistens nicht, da es sich um eine Unterströmung der Humanistischen Psychologie handelt und diese an Universitäten im Allgemeinen seltener vertreten ist.
          Die Existenzielle Psychologie befasst sich mit der Bedeutung von Phänomen wie Tod, Freiheit und Verantwortung, Isolation, Sinn und Sinnlosigkeit, Angst, Scheitern für den Menschen – also klassischen Themen der Existenzphilosophie – und ihrer Relevanz für Psychologie und Psychotherapie. Ihre bekanntesten Vertreter sind Rollo May und Irvin D. Yalom.

          „Ohne den Forschungsstand der Ethnologie zu berücksichtigen, lassen sich schlicht keine Aussagen über die Natur des Menschen machen – so einfach ist das.“
          „– Das ist Unsinn.“

          Nein, das ist Fakt. Die Ethnologie befasst sich u.a. mit der Erforschung traditioneller, schriftloser, nicht-staatlicher Gesellschaften. Um festzustellen, welche menschlichen Merkmale und Eigenschaften Universalien darstellen und welche nicht, muss daher geprüft werden, ob und inwieweit als menschliche Universalien behauptete Merkmale und Eigenschaften in diesen Gesellschaften tatsächlich vorkommen oder nicht.

          Geschieht eine solche Prüfung nicht, bleibt eine solche Behauptung eine empirisch ungesicherte Hypothese.

          Zudem hat die Ethnologie sogar nochmal eine besondere Wichtigkeit für die Evolutionäre Psychologie, da sie sich z.T. mit Gesellschaften befasst, die dem Leben unserer Vorfahren in der Steinzeit am relativ nächsten kommen. Die Ethnologie ist also ABSOLUT ZENTRAL für die Bestätigung oder Widerlegung evolutionär-psychologischer Aussagen zur Natur des Menschen.

          „Wobei echte Wissenschaftler wie Chagnon tatsächliche Erkenntnisse gewonnen haben.“

          Es wäre allerdings eine völlig unwissenschaftliche Herangehensweise sich selektiv auf Forschungsergebnisse und Theorien solcher Ethnologen zu beschränken, die von vornherein eine evolutionär-psychologische Perspektive vertreten.

          „ Ob ein Ethnologie politisch links steht, sagt überhaupt nichts darüber aus, ob er ein guter Wissenschaftler ist“
          „– O doch!“

          Nein, ob ein Wissenschaftler links, liberal oder konservativ ist, sagt über sein wissenschaftliches Werk nichts aus, dieses muss unabhängig von seiner politischen Weltsicht geprüft werden.

          „Ein Radikaler hat in der Wissenschaft nichts zu suchen!“

          Das „radikal“ ist ja nur eine Projektion von dir. Marxisten oder Anarchisten als Wissenschaftler sind oft nicht „radikal“ im Sinne von einseitig, schwarz-weiß-denkend, intolerant oder extrem, sondern lediglich im Sinne von konsequent-humanistisch. Die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten beeinträchtigt dies in vielen Fällen überhaupt nicht. Vielmehr könntest du einiges von vielen dieser Leute lernen, insbesondere differenziertes und multiperspektivisches Denken. Schwarz-Weiß-Denken, wie du es praktizierst, bringt die Wissenschaft nicht voran, Marxisten und Anarchisten sind da oft viel weiter.

          „Wo sich zu viele von Gleichgesinnten sammeln, ist die Wissenschaft schnell im Eimer, wie wir an der Soziologie sehen können.“

          Wer die Soziologie beurteilen und kritisieren will, muss Lehrbücher dazu lesen und Forschungsstand und Forschungsmetoden kennen. Wer ohne Kenntnis kritisiert, ist ein Ideologe und Scharlatan.

          „und Kulturrelativismus ist als “methodische Einstellung” in der Ethnologie unvermeidbar.“
          „– Barer Unfug! Aber wundern tun mich solche Aussagen nicht. Ein Wissenschaftler forscht ergebnisoffen.“

          Eben – und deshalb ist Kulturrelativismus als methodische Haltung für Ethnologen unvermeidbar. Wie soll ein Ethnologe eine traditionelle, schriftlose Gesellschaft oder eine Subkultur unvoreingenommen und aus einer um Objektivität bemühten Haltung erforschen, wenn er von Anfang an und die ganze Zeit während des Forschungsprozesses voreingenommen und wertend ist. Erstmal muss er diese Gesellschaft oder Subkultur ausreichend verstehen. Erst später, wenn er seine Forschung abgeschlossen hat, kann er sich Wertungen erlauben. Kulturrelativismus als methodische Haltung bedeutet wertfrei forschen.

          Extrem schädlich wird Kulturrelativismus allerdings, wenn er über die begrenzte und kontextspezifische methodische Haltung eines Ethnologen hinaus als allgemeines ethisches oder politisches Prinzip verbreitete Anerkennung findet, da dies zur Zersetzung der universalistisch-moralischen Grundlagen moderner Gesellschaften führt.

          Man muss also klar unterscheiden zwischen Kulturrelativismus als kontextspezifischer methodischer Haltung eines Forschers einerseits und Kulturrelativismus als allgemeinem ethischem oder politischem Prinzip andererseits. Letzteres ist kritikwürdig.

          „– Die Anarcho-Grüppchen in Spanien waren eine kleine Religionsgemeinschaft wie die Urchristen und hatten daher eine hohe Disziplin.“

          Es stimmt, dass Anarchisten oft eine hohe Disziplin haben, aber in Spanien waren darüber hinaus große Teile der Arbeiter und Bauern in der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft organisiert und zudem gab es breite Sympathie und Unterstützung aus der Bevölkerung. Nicht nur die überzeugten und disziplinierten Anarchisten, sondern große Teile der spanischen Bevölkerung sind mit ihrer Kreativität für die emanzipatorischen Errungenschaften der spanischen Revolution verantwortlich.

          „Hätten sie ihren Glauben auf das ganze Land ausdehnen können, wäre ein beispielloses Blutbad die Folge gewesen.“

          Wohl kaum. Erstens sind anarchistische Organisationsstrukturen direktdemokratisch und föderalistisch aufgebaut, zweitens nahmen die spanischen Anarchisten ihre moralischen Prinzipien im Allgemeinen sehr ernst. Beides wirkt der Wahrscheinlichkeit von Gewaltexzessen stark entgegen.

          Vorgeworfen wird den spanischen Anarchisten heute, dass sich auch auf ihrer Seite nachweislich Personen an den während des spanischen Bürgerkriegs verbreiteten Morden an Priestern beteiligten.
          Angehörige der Klerus sind sowohl von anonymen Volksmassen als auch von Mitgliedern aller Bürgerkriegsparteien – wozu im republikanischen Lager verschiedene linke Organisationen, nicht nur anarchistische – gehörten, getötet worden. Auch die Faschisten haben 16 Angehörige des katholischen Klerus im Baskenland sowie 20 protestantische Pfarrer erschossen. (Vgl. Antony Beever, Der spanische Bürgerkrieg, Goldmann, 2. Auflage, 2008, S. 111)
          Es besteht historisch kein Zweifel, dass auch Anarchisten an Priestermorden beteiligt waren. (Es gibt allerdings keine Belege dafür, dass Anarchisten Nonnen getötet hätten.)
          Die Morde an Angehörigen des Klerus auf republikanischer Seite gingen aber von Einzelpersonen und einzelnen Gruppen aus, hatten keinen von oben angeordneten systematischen Charakter.
          Die Führung der anarchistischen Organisationen lehnten die Morde aus pragmatischen und ethischen Gründen ab, veröffentlichten Artikel und Broschüren, in denen sie Morde an Angehörigen des Klerus scharf verurteilten. Einige bekannte Anarchisten veröffentlichten immer wieder und wieder Artikel in anarchistischen Zeitungen gegen die Morde.
          Die Tötungen waren schlichtweg das Resultat der Tatsache, dass die damalige katholische Kirche in Spanien sich traditionell immer mit der herrschenden Klasse verbündet hatte und die einfache Bevölkerung mißachtete, wenn nicht verachtete. So etwas wie einen sozialen Katholizismus gab es damals in Spanien nicht. Die katholische Kirche war ganz allgemein in großen Teilen der unteren sozialen Schichten verhasst.
          Das galt natürlich nicht für jeden einzelnen katholischen Priester. Es gab auch mehrere Fälle, in denen Geistliche von Anarchisten gerettet und versteckt wurden oder mit Geleitbriefen ausgestattet wurden. Solche Priester, die als solidarisch mit der armen Bevölkerung bekannt waren, wurden in der Regel nicht angetastet.
          Ansonsten kann den spanischen Anarchisten der damaligen Zeit keine Beteiligung an Massenmorden vorgeworfen werden. Personen aus den eigenen Reihen, die Verbrechen an der normalen Bevölkerung begingen, wurden erschossen.

          „Welche anarch.Beispiele gäbe es sonst noch?“

          Das zweitgrößte war die Machnowschtschina in der Ukraine. Ebenfalls in organisatorischer Hinsicht erfolgreich. Wurde leider von den Bolschewisten militärisch geschlagen.

          „Und Beispiele für egalitäre Gesellschaften auf den vorangegangenen Kulturstufen gibt es viele.“
          „– Das ist eine marxistische und „Edle-Wilde“-Legende.“

          Nein, das ist der allgemein anerkannte Forschungsstand zu vielen Jäger- und Sammler-Gesellschaften und außerdem zu manchen Gartenbauer-Gesellschaften, Hirtenvölkern und agrarischen Gesellschaften. Menschen haben von Natur aus starke evolutionär-psychologische Dispositionen zum Anstreben von Gleichheit.

          Das verhaltensbiologische Standardwerk zu diesem Thema ist das Buch des Verhaltensforschers und Anthropogen Christopher Boehm – Hierarchy in the Forest: The Evolution of Egalitarian Behavior, Harvard University Press, 2001

          „Warum stehen Frauen wohl auf Männer mit Status? Weil es den 2,4 Millionen Jahre nicht gab, bis der Ackerbau erfunden wurde?“

          Das ist kein ernsthaftes Gegenargument. Auch in egalitären Gesellschaften sind einige Personen beliebter, anerkannter und einflussreicher als andere. Was sich die Menschen in diesen Gesellschaften aber nicht gefallen lassen, ist von Einzelnen beherrscht, schikaniert, herumkommandiert zu werden. Wer dies in egalitären Gesellschaften versucht, wird sanktioniert. Personen mit mehr Status gibt es in solchen Gesellschaften also, aber diese haben keine institutionelle Befehlsgewalt über die anderen Gesellschaftsmitglieder.

        • ät Leszek:

          Du könntest Evochris langsam mal was spendieren, wenn Du solche Riesenbeiträge schreibst.
           
          „da ich hin und wieder arbeiten muss.“
          – Nu verrat doch endlich mal, was. Wenn Du allgemein genug bleibst, spürt Dich meine Priester-Schlägertruppe nicht auf. J
           
          „– Jaja, der Gegner hat halt keine Ahnung. Hat das Frau Müller-Lüdenscheidt-Klo nicht auch über Sophia Thomalla gesagt….? Hehe.”
           
          „Werden Argumente, konkrete Beispiele und Belege genannt oder werden nur Behauptungen aufgestellt.“
          –         Behauptungfen, das fällt auf Dich zurück.
           
          „Werden verschiedene Forschungsbereiche und Schulen einer wissenschaftlichen Disziplin differenziert beurteilt oder wird alles über einen Leisten geschlagen“
          –         Hab ich ja getan. Du erinnerst Dich, dass ich den letzten wissenschaftlichen Rest des Grundstudiums in der Soziologie als solchen genannt habe? Du erinnerst Dich, dass ich die nicht-rotgrün-versifften Fächer von der Kritik ausgenommen habe?
          Und ganz wichtig: Ich habe vor allem das verkommene Personal, das bourgeoise akademische Lumpenproletariat kritisiert, das Steuergelder gerne nimmt, ansonsten aber super „revolutionär“ ist. Du bist es ja selber. Deine Behauptung, dass das in den Rotfächern eine Ausnahme sei, ist schon grotesk.
           
          „Es gibt klare Kriterien für gute und schlechte wissenschaftliche Kritik.“
          – Es gibt klare Kriterien für Wissenschaft und Pseudo-Wissenschaft. No.1: Anerkennung von Basisfächern wie Biologie statt Ignoranz.
           
          „Was würdest du wohl von jemandem denken, der ständig dein Fach Biologie kritisieren würde und behaupten würde, dieses sei unwissenschaftlich und ideologisch, aber nie Argumente“
          – Witzbold. Das tun die Gender- und anderen kreationistischen Rotforscher laufend. Gugel mal „Pinker“ und „critic“ o.ä. Standardargument: Die Evolutionspsychologie/Biologie nutze nur das Etikett „evolution“, sei szientistisch (biologistisch), verneine die „Vielfalt“, reproduziere patriarchalische und rassistische Ansichten und „finde zudem, was sie finden will“.
           
           
          Dazu Dein Satz„Natürlich stehen hinter solchen „Kritiken“ niemals wissenschaftliche Motive, sondern stets persönliche und/oder ideologische und/oder politische…“-Absolut richtig!
          Denn da liegt genau das Problem: Die Ideologie hat in den politisierten Fächern (die mit „sozial“) die Wissenschaft ersetzt.
           
           
          „Ich persönlich kann mir übrigens schwer vorstellen, wie irgendendjemand auf die Idee kommen kann eine wissenschaftliche Disziplin massiv zu kritisieren oder gar ihre Abschaffung zu fordern – und nie auch nur ein Lehrbuch dazu gelesen hat. „
          Mal ne Knackfrage, Leszek: Wie beurteilst Du, dass die NPD eine Nazipartei ist? Am Programm? Kannste vergessen, da stehen die Schweinereien nicht drin. Du musst das Verhalten und die Verlautbahrungen der Mitglieder beurteilen.

          „Die Gender Studies beruhen nicht auf marxistischem, sondern auf poststrukturalistischen theoretischen Grundlagen.“
          Das ist piepegal. Ich kenne genügend Jung-Genderinnen, die so „modern“ sind, daß sie weder wissen, was Butler oder Fukoh genau sagen, noch was Marxismus so bedeutet. Der Inhalt von Ideologien ist gleichgültig, es geht um die dahinterstehende Psychologie. Rotforscher sind idR rebellische Träumer_*Innen, die weniger an der Erforschung der Wirklichkeit, sondern mehr an deren Manipulation nach „ideeller“ Vorgabe interessiert sind.

          „Wenn Lehrbücher der Geistes- und Sozialwissenschaften den Forschungsstand der jeweiligen Disziplinen sachlich darstellen, einschließlich der verschiedenen Meinungen der Fachleute, insoweit es hier Meinungsverschiedenheiten gibt „
          Muß ich wirklich Zitierkilometer mit Käse-Forschung von Soziologen bringen? Nö, brauche ich nicht. Haben Evochris & Kollegen an dieser Stelle, und der Arschi auf KriWi schon genug getan.

          „beschränken uns auf Sartre und Foucault, dann gilt hier für deine Aussage:
          Das meine ich mit Schwarz-Weiß-Denken. Es ist die gleiche Mentalität wie bei einem politisch korrekten Linken, der niemals ein Buch von einem bedeutenden konservativen Denker lesen „
          Sartre zB fand die Plattenbauburgen rund um Moskau gut, hat mit Freuden Andreas Baader besucht…. was interessiert mich das das schriftliche Gesamtwerk? Und den Existenzialismus dürftest auch Du als recht elitär finden.
          „bei allen bedeutenden Denkern der Menschheit wichtige Teilwahrheiten und Errungenschaften finden. „
          Erleuchte mich: Was hat Sartre denn mal Gutes für die Menschheit getan?
          „Eben ausgehend von deiner eigenen Neigung zum Schwarz-Weiß-Denken „
          Sagen wir, ich lasse mich ungern verarschen, wie mein Meister Piri es empfiehlt. Dazu gehört, daß das Argument „es sind ja nicht alle schlecht“ mich nicht erreicht. Weil es irrelevant ist. Bei Stalin&Hitler war auch nicht alles schlecht. War dummerweise am Ende irrelevant.

          „Bei dem gleichen Dozenten hatte ich auch ein Seminar, in dem es um einen linken und einen konservativen Soziologen ging. Wiederum – keiner von beiden wurde schlechtgemacht, beide wurde sowohl in ihren Leistungen gewürdigt als auch kritisch hinterfragt.“
          Dazu sage ich: Du bist ein Apologet der Soziologie; Deine Aussage ist damit zumindest unbewußt schönfärberisch. Selbst wenn nicht: Super, ein Beispiel. Dem stehen etliche Rote gegenüber, die Projekte für „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ und „sexuelle Vielfalt“ beantragen (auf deutsch: Multikulti, Antifa, Gender)
          „Ich habe während meines Studiums Dozenten mit politisch linker Weltsicht „
          Ähm, mal ne Frage, Leszek: Hand aufs Herz, hast Du nur EINEN Dozenten kennengelernt, der NICHT links war? Wenn ja (prust…), wieviel % macht er aus?
          „– ist für dich aufgrund deiner Neigung zum Schwarz-Weiß-Denken offenbar schwer nachvollziehbar. „
          Das wiederholst Du aber auffällig oft. Willst Du etwa eine Braun-rot-Sicht der Sozios verbergen. Leszek?
          „Der libertäre Sozialismus ist als wissenschaftlicher Sozialismus, d.h. wissenschaftlich fundierter Sozialismus, eben in vielerlei Hinsicht in besonderem Maße um Objektivität bemüht.

          Reklame, blabla. Mann, Du hättest wirklich Aktuelle-Kamera-Texter werden können.
          „will man die Unterschiede verschiedener linker Theorien wirklich verstehen. „
          Irrelevant. Erinnert ein bißchen an den Streit zwischen Arianern und Katholiken, die sich ernsthaft die Bäuche aufschlitzten, um zu klären, was Dreifaltigkeit konkret bedeutet. Wenn man nicht ganz blöde ist, weiß man natürlich, daß es darum natürlich NICHT ging. Es ging darum, eine symbolische feindliche Männergruppe auszulöschen, um an Weibchen u.a. Ressourcen ranzukommen.
          „Klassische Marxisten glauben z.B.
          Der US-amerikanische Poststrukturalismus (nicht der ursprüngliche französische Poststrukturalismus) hat diese Sichtweise amüsanterweise genau umgekehrt: Hier hat der Bereich der Kultur – präziser die diskursive Festschreibung kultureller Bedeutungen – das Primat gegenüber allen gesellschaftlichen Teilsystemen, einschließlich der Ökonomie.

          Lustig, daß Du von „Glaube“ sprichst. Verraten! Daß die Poststruktis/PCler den Bereich der Kultur so wichtig finden, würde ich als geniale Taktik charakterisieren: Die West-Kommunisten hatten bei der Masse keine Chance, der ging es viel zu gut im Kapitalismus.
          Deswegen haben sie den Weg über die „Kultur“ (Journalismus, Kunst, …) gewählt. Und – siehe da! – es hat funktioniert! Im Westen haben die Ultralinken die moralische Kontrolle über die Politik gewonnen und dringen mittlerweile sogar in die MINT ein (Genderbiologie…).
          „Anarchisten und Neo-Marxisten vertreten demgegenüber häufig einen stärker ausgewogenen Ansatz „
          Jaja, die sind ganz toll. Ihr habt verloren, Leszek. Die Konkurrenz von den Poststruktis hat gewonnen. Aber zum Glück sind deren Schüler in der Masse ziemlich dumm und faul, so daß Du mit Anarchismus ganz gut durch kommst. Wenn Du allerdings öffentlich was gegen Genderfemkram sagst, bist Du raus. Falscher Stallgeruch.

          „Aha, damit erkennst du dann ja eine Errungenschaft marxistischen Denkens an.

          Von mir aus. Aber ist materielles Denken wirklich eine „Erfindung“ von Marx? „ Das Sein bestimmt das Bewußtsein“ ist allerdings sehr weise. Marx wahr nur halb-bescheuert; im Beschreiben des Existierenden war er ziemlich gut.
          „Aber nicht aus sich selbst heraus – mythisch-traditionelle Religiosität ist stets anti-individualistisch „
          ???? Quark. Buddhismus oder Shintoismus ist eindeutig mythisch; dennoch sind diese Länder alles andere als individualistisch.

          „gelang es dem traditionellen Christentum nicht Individualismus-begünstigende Aspekte völlig auszulöschen „
          Wollten wir das denn? Denk mal an die Grabesriten der ursprünglichen Christen: Stets eher nüchtern im Vergleich zu den Heiden.

          „Na ja, aber als Vordenker der Frühaufklärung gelten z.B.

          Nun definier hier mal nicht um, Du Angeber. Die Renaissance war schon sehr „rational“. Angeblich hat sogar ein spanischer Admiral im 16.Jh eine Art Schiffs-Dampfmaschine gebaut. Wobei die Frage zu klären wäre, wieso Europa plötzlich die Renaissance eingeleitet hat. Die sozialwissenschaftliche Geschichte, daß ein paar antike Schriftrollen aus Arabien den Umbruch eingeleitet hätten, halte ich für ein Märchen. Da gab es viel Handfesteres: Pest, mehr Ressourcen, Bevölkerungswachstum, danach Wald- und Fischsterben. Die Europäer waren schlicht gezwungen, sich nach Lösungen umzusehen.
          „Und zu den eigentlichen Frühaufklärern zählen außerdem „
          Viel zu spät. Die waren erwachsen, als die Technologie einen Sprung machte.
          „Bestätigt aber wiederum die Theorie, dass aufklärerische Philosophie den entscheidenden Faktor für solche Errungenschaften darstellt.

          Na ja. Als der Islam noch nicht frömmlerisch, sondern weltoffen war, hat er u.a. die griechischen Technologien und Denkweisen übernommen, ja. Und weiterentwickelt.
          Aber Knackfrage: Warum haben die arabischen Heiden das nicht auch schon getan? Es gab beste Kontakte nach Norden; Mohammed war Karawanser. Irgendetwas muß die Religion freigesetzt haben.
          „Sowas wird ja nur in den pseudowissenschaftlichen Gender Studies vertreten.

          Die anderen Rotforscher vertreten halt was anderes. ZB, daß Anarchismus möglich sei, weil der Mensch im „Grunde gut ist“. Nein, sind wir nicht. Es braucht Herrscher (gewählte), die mit Gewalt und Gesetz für Ordnung sorgen.
          „Das vertritt heutzutage überhaupt keine linke Strömung.“
          Das ist so dreist gelogen, daß es weh tut. Du beleidigst mich.
          „Eine zu unkritische Haltung zu Mirgationsprozessen ist sicherlich kein Resultat einer Beschäftigung mit Migrationssoziologie. „
          Muß ja auch nicht. Es reicht, links zu fühlen. Das ist die Voraussetzung, Soziologie etc zu studieren (zu wollen). „Unkritische Haltung“? Du beliebst zu untertreiben. Aber immerhin.
          „Aus der Klinischen Psychologie stammen die Forschungsergebnisse, die belegen, dass bei Vergewaltigern in der Regel psychische Störungen vorliegen, aus den Sozialwissenschaften stammen die Forschungsergebnisse zu Frauen als Tätern bei sexueller Gewalt und zu Männern als Opfern sexueller Gewalt, die dem Rape Culture-Konzept widersprechen.“
          Die Psychologie ist keine Schnullilogie, sondern harte Wissenschaft. Das mit den SW kann ich nicht widerlegen, kommt mir beim heutigen Klima aber seeeeehr spanisch vor. Welcher Soziologe traut sich denn so was?
          „Nur mit Technikern können die kulturelle Moderne und die westliche Kultur nicht aufrecht erhalten werden „
          So, und warum? Unsere Technologie berührt uns jeden Tag (Du schreibst im Internetz); aus den Soziwissenschaften der Unis kommen heutzutage vor allem Multikulti-Trara, Genderismus, Drogenpropaganda, Asylwahn, Antifa-Gezetere….worauf der Rest der Menschheit bestens verzichten kann. Konkret bitte: Womit haben die GSGW unser Leben in der letzten Zeit verbessert?
          „Ich denke, dass weit mehr Sozialforschung wünschenswert wäre, um den Menschen in seinen komplexen sozialen Bezügen besser zu verstehen, angemessene Lösungen für soziale Probleme zu finden „
          Auch hier: Keine Allgemeinplätze bitte. Konkret: Wie werden wir die Mio. muslimischen ungebildeten Glücksritter wieder los, wie können wir die Babykrise bewältigen, wie können wir den Ressourcenschwund (Öl) auffangen, wie können wir (GANZ WICHTIG!!) die Männer-Benachteiligung im Bildungssystem beheben, wie können wir unser verkorkstes Bildungssystem insgesamt reparieren?, usw, und so fort. Du siehst: Einige der Probleme sind von den Linksextremisten in der Uni überhaupt erst geschaffen worden (Gender, Männer, Bildung).

          „Etwas anderes ist es, wenn eine aufklärerische Philosophie zentrale Teile oder sogar die Gesamtheit eines mythologisch-religiösen Systems in Frage stellt und explizit die Entwicklung selbständigen Denkens und kritischer Vernunft fordert.„
          Das heutige Christentum hat sich deswegen ja deutlich geändert (wobei ich auch hier der Technik und deren Folgen das Primat zugestehen würde). Dummerweise stirbt die Religion dadurch ab, was eine Katastrofe ist, weil sich die Gläubigen dann Ersatz suchen, zB Genderismus, Islam(ismus), Buddhisdmus, Hare.Krischna…..
          „„Die Aufklärung wird oft als große Phase des Interesses an den Naturwissenschaften bezeichnet. Doch diese gewannen nachweislich kaum einen entscheidenden Anteil am Buchmarkt. Sie veränderten die Lebensbedingungen weit weniger als angenommen.“
          Diesen Satz zweifle ich an. Gerade der deutsche Buchmarkt hat zu Beginn des 18.Jh ohne lästiges Copyright erheblich zugenommen, auch und gerade mit Technikkram. Und waren zu Darwins Zeiten nicht Bücher zu strunzlangweiligen Geologie-Themen schwer in Mode?

          „Seine Erfindung zog jedoch keine Forschungsarbeit nach sich. Der Wirkungsgrad der Maschine Newcomens kam nicht über 0,5 Prozent hinaus.“
          Weiß ich; deswegen war sie erst mal nicht außerhalb der Mine zu gebrauchen. Na und? Die Glühbirnen sind heute noch scheiße. Darfst nicht vergessen, daß Watt zunächst kein Erfinder, sondern Maschinenmechaniker war. Es gab also sehr wohl einen gewissen Markt für Dampfmaschinen, der nach Watts Verbesserung regelrecht explodierte.
          „Die antiken griechischen Philosophen waren nicht nur naturbezogen, sondern hatten auch politische und metaphysische Theorien, gilt gerade auch für Platon und Aristoteles als den beiden Einflussreichsten.“
          Das ist irrelevant, weil sie ansonsten gute Arbeit geleistet hatten. Und vergiß bitte nicht das Heer der anderen „kleinen“ Philosophen. Mein liebster ist Anaximander, der tatsächlich eine Evolutionstheorie postuliert hat. War zwar spekuliert, aber schon auf anatomischer Vergleichsbasis.

          „Aha, und weil dir ein Vortrag eines christlichen Philosophen nicht gefallen hat, ist deshalb jetzt die gesamte zeitgenössische christliche Philosophie schlecht „
          Wr ein Beispiel. Ich kenne genug andere. Was für Schwafler.
          „In der empirischen Sozialforschung gibt es die drei Prinzipien Reliabilität, Validität und Objektivität.“
          – Also weitgehend das, was KriWi immer fordert. Wenn es denn eingehalten wird……
          Wobei ich mir bei den Soziostatistikern auch weniger Sorgen mache. Nur: Was ist mit den nicht-quantitativen Soziologen? Du erinnerst Dich an Professix Sylka Scholz, Dozentin für Qualitative Methoden (also tatsächlich Gender)?

          (Meyer, Butler)„Da wäre ich auch hingegangen, auch wenn ich ihre geschlechtsbezogenen Theorien ablehne. „
          Aber doch nicht begeistert?
          „der Vortrag könnte auch einen anderen Inhalt gehabt haben „
          Hatte er, irgendein langweiliges Zeug. Die GSGWler sind aber wegen ihrer Prophetin hingegangen.
          http://www.fu-berlin.de/sites/dhc/zVideothek/999Hegel_Lecture_mit_Judith_Butler_3/index.html

          „Schlechter Vergleich. Karl Marx ist ein Klassiker der Philosophie „
          Guter Vergleich, weil Marx ein alternatives para-religiöses Glaubenssystem entwickelt hat. Du kennst die „Internationale“? Kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun… Verdamme die Konkurrenz.
          „Zudem haben sich marxistische Methoden und Analysen in den Geistes- und Sozialwissenschaften schlicht bei vielen Themen bewährt. „
          Ja, DAS glaube ich gern! Da liegt ja das Problem. Stichwort „Rotforscher“.
          „Marxistische Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften arbeitet oft damit gesellschaftliche und kulturelle Phänomene zu erforschen „
          Marxismus ist eine olle Socke aus dem 19.Jh. Und hat in moderner Forschung nix zu suchen. „Evolutionspsychologie“ heißt das Zauberwort (igitt, Nazi-Biologie). Zähle ich heute noch Erbsen wie weiland Mendel?
          „Die marxistisch-feministische Gender-Kritik analysiert z.B. den Gender-Feminismus in seinen theoretischen Grundlagen und seiner Ausbreitung kritisch vor dem Hintergrund der neoliberalen Umstrukturierung von Wirtschaft und Gesellschaft „
          Dafür brauche ich keinen Marxismus. Komme ich auch so drauf, wenn zB Zivilversagerin Wizorek davon faselt, wie schlimm es sei, daß Konzernbosse alles Schwänze sind.

          „Also von mir würde er gute Argumente gegen Pegidia zu hören bekommen. „
          Welche denn? Nazi, nazi, nazi und nazi?
          „Gleichzeitig würde ich auf linke und liberale Multikulturalismuskritiker und linke und liberale Islam-Kritiker verweisen „
          Interessant. Wer denn?
          „Alan F. Chalmers – Wege der Wissenschaft „
          Von dem habe ich schon mal was gehört.
          „Meistens nicht, da es sich um eine Unterströmung der Humanistischen Psychologie handelt und diese an Universitäten im Allgemeinen seltener vertreten ist.“
          Bei dem Wort „Humanismus“ krieg ich immer Blähungen, weil ich damit Genderismus und missionarischen Atheismus verbinde (Kutschera!).
          „Die Existenzielle Psychologie befasst sich mit der Bedeutung von Phänomen wie Tod, Freiheit und Verantwortung, Isolation, Sinn und Sinnlosigkeit „
          Klingt nach Hera Lind.

          „Die Ethnologie befasst sich u.a. mit der Erforschung traditioneller, schriftloser, nicht-staatlicher Gesellschaften. „
          Wenn sie es denn richtig machen würden wie Chagnon. Kennst Du den „Neger“-Skandal der Ethnologen in Mainz? Und bei diesen Antifa-Typen soll was Brauchbares rauskommen? Eher nicht. Was Trivers über die US-Kommi-Anthropologen so schreibt, stimmt mich auch nicht gerade versöhnlicher.
          „Die Ethnologie ist also ABSOLUT ZENTRAL für die Bestätigung oder Widerlegung evolutionär-psychologischer Aussagen zur Natur des Menschen „
          Wenn Mead „forscht“, absolut nicht. Jared Diamond und Chagnon: unbedingt!

          „Es wäre allerdings eine völlig unwissenschaftliche Herangehensweise sich selektiv auf Forschungsergebnisse und Theorien solcher Ethnologen zu beschränken, die von vornherein eine evolutionär-psychologische Perspektive vertreten.“
          Au contraire: Es garantiert eine wissenschaftliche Strenge.

          „Nein, ob ein Wissenschaftler links, liberal oder konservativ ist, sagt über sein wissenschaftliches Werk nichts aus „
          Die Erfahrung sagt: Ist ein Wissenschaftler linksradikal (oder Nazi), ist er kein Wissenschaftler. Punkt. Außer Chomsky.
          „Das „radikal“ ist ja nur eine Projektion von dir. „
          Nö. Du bist radikal, die Gendas sind es, die Kommis sind es, Butler ist es. Pinker ist es nicht, und ich auch nicht.
          „Wer die Soziologie beurteilen und kritisieren will, muss Lehrbücher dazu lesen und Forschungsstand und Forschungsmetoden kennen „
          Wer die Soziologie beurteilen und kritisieren will, muss die Propaganda (die Leszek hier betreibt) durchschauen können. Oder eigentlich auch nicht, weil Konzepte wie Gender, Multikulti und PC schnell als Politik und wirre Ideologie erkennbar sind.

          „Wie soll ein Ethnologe eine traditionelle, schriftlose Gesellschaft oder eine Subkultur unvoreingenommen und aus einer um Objektivität bemühten Haltung erforschen, wenn er von Anfang an und die ganze Zeit während des Forschungsprozesses voreingenommen und wertend ist. „
          Genau das hat die Kulturrelativistin Mead ja getan. Sie glaubte ernsthaft, daß die Mär vom Edlen Wilden hier zu beweisen ist. Mit Evolutionspsychologie im Gepäck wäre ihr das nicht passiert.
          „Es stimmt, dass Anarchisten oft eine hohe Disziplin haben, aber in Spanien waren darüber hinaus große Teile der Arbeiter und Bauern in der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft organisiert „
          Weil es ihnen gerade nützlich war. Gläubig sind Bauer idR nicht; vor allem, wenn es um Unifürze geht.
          „sondern große Teile der spanischen Bevölkerung sind mit ihrer Kreativität für die emanzipatorischen Errungenschaften der spanischen Revolution verantwortlich.“
          Wie waren die eigentlich wirtschaftlich drauf? Wie Allende später? Super, das wäre schiefgegangen.
          „Wohl kaum. Erstens sind anarchistische Organisationsstrukturen direktdemokratisch und föderalistisch aufgebaut, zweitens nahmen die spanischen Anarchisten ihre moralischen Prinzipien im Allgemeinen sehr ernst. „
          Die Engelchen…. Was da nach dem Sieg über Franco wohl draus geworden wäre? Das Paradies?
          „Vorgeworfen wird den spanischen Anarchisten heute, dass sich auch auf ihrer Seite nachweislich Personen an den während des spanischen Bürgerkriegs verbreiteten Morden an Priestern beteiligten.

          Aha!
          „Die Morde an Angehörigen des Klerus auf republikanischer Seite gingen aber von Einzelpersonen und einzelnen Gruppen aus, hatten keinen von oben angeordneten systematischen Charakter.“
          Das ist bei Killern auch nicht nötig, die nur darauf warten, daß die Umstände ihnen das Morden erlauben.
          „Die Tötungen waren schlichtweg das Resultat der Tatsache, dass die damalige katholische Kirche in Spanien sich traditionell immer mit der herrschenden Klasse verbündet hatte und die einfache Bevölkerung mißachtete „
          Verbrechen sind keine Rechtfertigung für Verbrechen.
          „Das zweitgrößte war die Machnowschtschina in der Ukraine. Ebenfalls in organisatorischer Hinsicht erfolgreich. Wurde leider von den Bolschewisten militärisch geschlagen.„
          Glaubenskonkurrenten halt. Würde Dir auch passieren.
          „Nein, das ist der allgemein anerkannte Forschungsstand zu vielen Jäger- und Sammler-Gesellschaften und außerdem zu manchen Gartenbauer-Gesellschaften, Hirtenvölkern und agrarischen Gesellschaften. Menschen haben von Natur aus starke evolutionär-psychologische Dispositionen zum Anstreben von Gleichheit „
          Aua. Hast Du das aus dem Film „Die Götter müssen verrückt sein“? Na, dann glaub mal schön, daß die Khoisaniden keine Rangordnung kennen. Wirtschaft ist das Zauberwort: Hast Du nur eine Sammlerwirtschaft, gibt es nur wenige Menschen und somit keine große Herrschaft. Dominanz und Herrschaft gibt es trotzdem, auch ohne Symbole.
          „Das ist kein ernsthaftes Gegenargument. Auch in egalitären Gesellschaften sind einige Personen beliebter, anerkannter und einflussreicher als andere. „
          Von wegen. Hier gibt es klare Rangfolgen, die man nicht mit „Beliebtheit“ usw abtun kann. Kennst Du den Fürsten von Sungir, 20.000 a vor heute? Kein Metall, kein Ton, keine Landwirtschaft, trotzdem ein Chef mit schönem Grab.
          Und was ist mit den Häuptlingen und Medizinmännern bei heutigen Wildbeutern?

          „Personen mit mehr Status gibt es in solchen Gesellschaften also, aber diese haben keine institutionelle Befehlsgewalt über die anderen Gesellschaftsmitglieder.“
          In kleinen Gesellschaften gibt es auch keine Institutionen. Oder doch: den Priester, s.o.
          Du bist naiv, Leszek. Wie erklärst Du bitte die heutige Neigung zu Machtspielchen, insbesondere bei Männern? Willst Du die marxistische (oder was auch immer) Legende vom „Sündenfall“ durch den landwirtschaftlichen Besitz wiederbeleben?
          Wir Menschen sind nicht egalitär veranlagt. Und wenn, hätte die Landwirtschaft daran nichts fundamental geändert.

          Uff, anderthalb Stunden…Du kannst einen wirklich herausfordern….

        • @ Leszek, Axel: Vielleicht kann ich helfen, euren Streit ein wenig aufzulösen.

          Der amerikanische Psychologe Jonathan Haidt hat eine Theorie zur Entstehung politischer Einstellungen entwickelt, die sog. „Moral Founsations Theory“, s. https://en.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Haidt#Moral_Foundations_Theory

          Demnach greift der menschliche geist auf bestimmte, evolutionär entstandene moralische Module zurück, die das menschliche Sozialverhalten bestimmen. Politisch rechts und links stehende Personen gewichten diese einzelnen Module jeweils unterschiedlich. Es sind folgende: The Care/harm Foundation, The Fairness/cheating Foundation, The Loyalty/betrayal foundation, The Authority/subversion foundation und The Sanctity/degradation foundation. Linke wenden überwiegend die beiden ersten an, ihnen ist es besonders wichtig, andere zu schützen und nicht zu schädigen, sowie sie fair (=gleich) zu behandeln. Rechte haben diese Einstellungen auch, aber sie nehmen einen geringeren Stellenwert in ihrem Weltbild ein. Hinzu kommen bei ihnen noch die Betonung von Loyalität und Verlässlichkeit, Anerkennung von (legitimen) Autoritäten und die Akzeptanz von „Heiligkeit“, sprich besondere, emotinal aufgeladene Wertvorstellungen. Dies alles tritt natürlich auch bei Linken auf, aber es hat weniger Gewicht.

          Das ist für mich eine überzeugende Theorie; sie leitet die politischen Vorstellungen aus der (evolutionär entstandenen) menschlichen Natur ab und betrachtet beide von einem übergeordneten Standpunkt aus. Besonders eindrucksvoll ist seine Beschreibung der Entwicklung eines Zwillingspaars, von dem sich einer zum rechten und die andere zur Linken entwickelt, alles aufgrund etwas unterschiedlicher mentaler Dispositionen:

          „Let’s imagine a pair of fraternal twins, a brother and sister raised together in the same home. During their nine months together in their mother’s womb, the brother’s genes were busy constructing a brain that was a bit higher than average in its sensitivity to threats, a bit lower than average in its tendency to feel pleasure when exposed to radically new experiences. The sister’s genes were busy making a brain with the opposite settings.

          The two siblings grow up in the same house and attend the same schools, but they gradually create different worlds for themselves. Even in nursery school, their behavior causes adults to treat them differently. One study found that women who called themselves liberals as adults had been rated by their nursery school teachers as having traits consistent with threat insensitivity and novelty-seeking. Future liberals were described as being more curious, verbal, and self-reliant, but also more assertive and aggressive, less obedient and neat. So if we could observe our fraternal twins in their first years of schooling, we’d find teachers responding differently to them. Some teachers might be drawn to the creative but
          rebellious little girl; others would crack down on her as an unruly brat, while praising her brother as a model student. But dispositional traits are just the lowest of the three levels, according to McAdams. The second level is our “characteristic adaptations.” These
          are traits that emerge as we grow. They are called adaptations because people develop them in response to the specific environments and challenges that they happen to face. For example, let’s follow our twins into adolescence, and let’s suppose they attend a fairly strict and wellordered school. The brother fits in well, but the sister engages in constant battles with the teachers. She becomes angry and socially disengaged.

          These are now parts of her personality—her characteristic adaptations—but they would not have developed had she gone to a more progressive and less structured school.
          By the time they reach high school and begin to take an interest in politics, the two siblings have chosen different activities (the sister joins the debate team in part for the opportunity to travel; the brother gets more involved with his family’s church) and amassed different friends (the sister joins the goths; the brother joins the jocks). The sister chooses to go to college in New York City, where she majors in Latin American studies and finds her calling as an advocate for the children of illegal immigrants. Because her social circle is entirely composed of liberals, she is enmeshed in a moral matrix based primarily on the Care/harm foundation. In 2008, she is electrified by Barack Obama’s concern for the poor and his promise of
          change.

          The brother, in contrast, has no interest in moving far away to a big, dirty, and threatening city. He chooses to stay close to family and friends by attending the local branch of the state university. He earns a degree in business and then works for a local bank, gradually rising to a high position. He becomes a pillar of his church and his community, the sort of person that Putnam and Campbell praised for generating large amounts of social capital. The moral matrices that surround him are based on all six foundations. There is occasional talk in church sermons of helping victims of oppression, but the most common moral themes in his life are personal responsibility (based on the Fairness foundation—not being a free rider or
          a burden on others) and loyalty to the many groups and teams to which he belongs. He resonates to John McCain’s campaign slogan, “Country First.”

          Things didn’t have to work out this way. On the day they were born, the sister was not predestined to vote for Obama; the brother was not guaranteed to become a Republican. But their different sets of genes gave them different first drafts of their minds, which led them down different paths, through different life experiences, and into different moral subcultures. By the time they reach adulthood they have become very different people whose one point of political agreement is that they must not talk about politics when the sister comes home for the holidays.“

          J. Haidt, The Righteous Mind

        • ät Mocho:

          Der Haidt scheint mir ein interesanter Denker zu sein. Mal gucken, ob es seine Bücher auch in einer schönen Sprache gibt. Also deutsch.

          Die Theorie ist eine gute Ergänzung zu Marc Hauser. Der hatte mit seiner Bahngleis-Umfrage ja festgestellt, daß Moral grundsätzlich im Erbgut verankert ist, um die Bevölkerung stabil zu halten.

          Daß es dabei Module gibt, die je nach Situation des Organismus unterschiedlich stärker oder schwächer aktiviert werden, ist nur nachvollziehbar. Ist bei einzelnen Genen ja bestens bekannt.

        • Tthe righteous mind ist sehr zu empfehlen. Der Journal-Artikel, der die Hauptaussagen zusammenfasst „The Emotional Dog and its Rational Tail“ findet sich hier als Full text:
          https://www.motherjones.com/files/emotional_dog_and_rational_tail.pdf
          Für mich der Anstoß, mich wirklich für Psychologie zu interessieren – ehrlich gesagt war ich da bereits im dritten Jahr des Studiums 😉

          Auf deutsch gibt es das Buch nicht. Wundert mich ja schon, dass jemand der sich ständig zum Vertreter der „echten Wissenschaftler“ stilisiert, offenbar Probleme mit der internationalen Wissenschaftssprache hat. Derselbe der mir mal sein Halbwissen über die Wirkung von Testosteron auf menschliches Verhalten demonstrieren wollte, indem er auf einen kuriosen Fußball-Artikel im Focus verlinkte^^

          Achja, Haidts „Happyness hypothesis“ gibt es inzwischen auf deutsch, hab ich mir auch erst neulich zugelegt.

      • @ cis scum

        „Eine fundiert Ausbildung ist auch weiterhin möglich – privat finanziert. Es gibt ja schon heute Privat-Universitäten, die ohne staatliche Zuschüsse auskommen. Sie werden finanziert durch Spenden und Studiengebühren. Schließen die staatlichen Unis ihre geisteswissenschaftliche Fakultäten, werden weitere Angebote aus dem Boden sprießen.“

        Die dann große Gefahr liefen allen möglichen Ideologien untergeordnet zu werden, entsprechend den Interessen der Geldgeber, die keine Ausbildung nach allgemeinverbindlichen Standards mehr zuließen und oftmals nur noch für Sprösslinge reicher Familien zugänglich wären.

        „Die Privatisierung hätte sogar Vorteile für das Fach. Die Wissenschaftler wären ideologisch nicht mehr gebunden – “

        Sie wären vermutlich stärker ideologisch gebunden als vorher, sicherlich nicht weniger.

        „momentan hält man sie ja ala DDR aus; die herrschende Klasse muss ideologisch legitimiert werden.“

        Da gibt es schon einen wesentlichen qualitativen Unterschied zur DDR. Es gibt unter den heutigen Geistes- und Sozialwissenschaftlern solche, die die herrschende Klasse legitimieren und es gibt solche, die das nicht tun, es gibt also vielfältige Meinungen diesbezüglich an den zeitgenössischen Universitäten.

        „Zum anderen wären sie gezwungen, für den Ruf ihres Faches und ihres Tuns zu arbeiten.
        Wer hohe Anforderungen stellt, nur eine kleine Elite aufnimmt und ihnen nach harter Arbeit einen Abschluss gewährt, wird angesehene Absolventen entlassen, die den Ruhm der Einrichtung und des Faches vermehren.“

        Ich ziehe es vor, dass nicht nur Kinder aus reichen Elternhäusern geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer studieren können und dass tiefergehende Erkenntnisse diesbezüglich nicht nur einer kleinen Elite vorbehalten bleiben, sondern jedem zugänglich sind, der sich ernsthaft dafür interessiert und bereit ist entsprechende Leistungen zu erbringen.

        „Wer dagegen nahezu jedem Idioten einen entsprechenden Abschluss verschenkt, so wie unsere heutigen Staats-Unis in den Geisteswissenschaften, wird schnell Pleite sein.“

        Ich wüsste auf Anhieb keine geistes- oder sozialwissenschaftliche Disziplin, die Abschlüsse verschenkt. Falls es eine gäbe, wäre dies zu ändern, es spräche aber keineswegs gegen diese Disziplin an sich, nur gegen das Verschenken von Abschlüssen.

        „Autoritären Systemen wurden gerade von Geisteswissenschaftler jeglicher Couleur das Wort geredet. Faschismus und Kommunismus waren sehr beliebt unter ihnen – und du willst sie uns jetzt als Bollwerk gegen autoritären Staatsumbau verkaufen?“

        Und die Naturwissenschaftler nicht vergessen. Es hat seine Gründe, warum die Biologie bis heute so einen schlechten Ruf hat.

        Die Geistes- und Sozialwissenschaften sind potentiell ein Bollwerk gegen einen autoritären Staatsumbau, denn sie sind u.a. dafür zuständig alles Bestehende in Kultur und Gesellschaft zu erforschen, zu erklären und zu verstehen, zu hinterfragen, kritisch zu prüfen, zu diskutieren und Alternativen, Verbesserungen und Problemlösungen ins Auge zu fassen. Eben das können Naturwissenschaften von ihrem Wesen her nicht.
        Diese Funktion erfüllen die Geistes- und Sozialwissenschaften umso besser, je stärker sie von Rationalität und demokratischen Traditionen geprägt sind, sowie wenn sie bereits auf einen größeren Fundus eigener Forschungsbestände und Theorien zurückblicken können und natürlich je geringer autoritäre Sozialisationsformen in der jeweiligen Gesellschaft verbreitet sind.

        Auch wenn ein gewisser Prozentsatz von Geistes- und Sozialwissenschaftlern unter bestimmten historischen, soziologischen und kulturellen Bedingungen bedauerlicherweise eine Anfälligkeit für autoritäre Ideologien entwickelt, besitzen die Geistes- und Sozialwissenschaften an sich trotzdem das Potential über das Bestehende hinaus zu denken. Nur wenn man sie abschafft oder einer staatlich verordneten Ideologie unterstellt, verlieren sie dieses Potential.
        Man vergesse bei diesem Thema auch nicht, dass sich auch in der kritischen Analyse der genannten autoritären Ideologien und Systeme (Faschismus und Staatssozialismus/Staatskapitalismus) viele Geistes- und Sozialwissenschaftler hervorgetan haben, darunter auch die von mir geschätzten Vertreter der Frankfurter Schule und andere linke und liberale Wissenschaftler und Philosophen.

        „Als die Geisteswissenschaften das Fundament für Aufklärung und Menschenrechte legten, waren Geistes- und Naturwissenschaften noch gar nicht voneinander getrennt, du sprichst es ja an.“

        Im der antiken griechischen Philosophie waren sie noch nicht getrennt. Die erste Trennung zwischen Naturphilosophie und Naturwissenschaften entwickelte sich in den hellenistischen Gelehrtenschulen Alexandriens, wo einige naturwissenschaftliche Disziplinen verselbständigt wurden. Das Christentum unterstellte Naturphilosophie und Naturwissenschaften der Theologie. Im 13. und 14. Jahrhundert kann es dann zu Bemühungen Theologie und Naturphilosophie/Naturwissenschaften stärker voneinander zu trennen und es entstand die Lehre von der doppelten Wahrheit. In der Renaissance wurden vergangene naturphilosophische Ansätze der antiken griechischen Philosophie wieder aktuell, die empirischen Naturwissenschaften entwickelten sich mehr im Hintergrund weiter. Im 16. und 17. Jahrhundert setzte sich die empirisch-naturwissenschaftliche Perspektive dann zunehmend durch und die Trennung von Naturwissenschaften und Naturphilosophie wurde faktisch immer mehr vollzogen.

        „Ob wir heute einen damaligen Gelehrten als Naturwissenschaftler, Philosoph oder was auch immer einschätzen, ist eine Projektion aus heutiger Sicht.“

        Nein, man kann schon unterscheiden, ob jemand Philosoph war oder Naturwissenschaftler oder beides.

        Und der Beitrag der Naturwissenschaften zur Wirkung der Aufklärungsphilosophie war erstmal relativ gering:

        „Darstellungen des 20. Jahrhunderts nahmen die Aufklärung wiederholt als die große Phase der Naturwissenschaften wahr. Die Perspektive hierauf veränderte sich in den letzten Jahren. Die Naturwissenschaften gewannen keinen größeren Anteil am Buchmarkt und veränderten kaum die Lebensbedingungen im vorindustriellen Europa. Die frühe Neuzeit ist die Zeit der Kopernikanische Wende, doch lässt sich nicht behaupten, dass dem eine große allgemeine mentale Verunsicherung folgte.[9] Atlanten des 18. Jahrhunderts präsentieren die Weltbilder harmonisch nebeneinander. Zur frühen Neuzeit gehört der Umgang mit der Welt als Globus, doch war man vor der Entdeckung Amerikas bereits davon ausgegangen, dass die Welt eine Kugel war.“
        (…)
        „Tatsächlich wird Forschung in den Naturwissenschaften bis in das 18. Jahrhundert hinein selbst in Kreisen der Aufklärung immer wieder belächelt: Man sucht hier Wunder der Natur in Experimenten, die keinen weiteren wirtschaftlichen Nutzen entfalten. Noch Utopien, die am Ende der Aufklärungsdebatte geschrieben wurden – Werke wie Louis-Sébastien Mercier’s L’An 2440 (1771) – messen den Naturwissenschaften im Blick auf die Zukunft kaum Bedeutung zu. Sie spielten nicht in einer Zukunft gänzlich anderer Technologien. Der Reiz des Nachdenkens liegt in der Zukunft, in der man endlich nach den Anforderungen der Ethik lebt.“

        https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung#Wissenschaft

        „Und selbst wenn man sie rückblickend als Geisteswissenschaftler einstuft, ist es kein Argument für sie heute. Die Geisteswissenschaften waren eben eine Art Leiter, die damals nötig war, um das Ziel zu erreichen. Aber inwiefern sind sie jetzt, da man das Ziel erreicht hat, noch so wichtig, dass man Unsummen an Steuergelder darin versenken soll?“

        Eine Gesellschaft, die auf der kulturellen Moderne beruht, versteht sich nicht von selbst, sie ist eine große kulturelle Leistung, die spezifische entwicklungspsychologische und kulturelle Voraussetzungen benötigt um fortexistieren zu können. Ein Rückfall in den Mythos ist potentiell möglich. Um dem entgegenzuwirken, benötigt eine moderne Gesellschaft u.a. wissenschaftliche Disziplinen und Diskurse, die sich hinsichtlich aller wichtigen kulturellen und soziologischen Fragen und Themen darauf konzentrieren, diese auf rationaler Grundlage zu erforschen, zu erklären und zu verstehen, zu hinterfragen, kritisch zu prüfen, zu diskutieren und Alternativen, Verbesserungen und Problemlösungen ins Auge zu fassen.
        Und dies sollte idealerweise auch mit einer gewissen öffentlichen Sichtbarkeit geschehen und sollte einem möglichst großen Teil der Bevölkerung zugänglich sein, denn nicht nur eine kleine intellektuelle Elite, sondern große Teile der Bevölkerung dürfen nicht auf mythologisches Bewusstseinsniveau zurückfallen. So lange der Platz, den in prämodernen Gesellschaften Mythos und Dogma innehatten durch rationale Begründungen und Diskussionen besetzt ist, kann die kulturelle Moderne fortexistieren und dies zu gewährleisten ist eben eine der Hauptfunktionen der Geistes- und Sozialwissenschaften in modernen Gesellschaften.

        „Theologie und Wissenschaft waren auch nicht getrennt.“

        Insofern die Wissenschaft der Theologie untergeordnet war, was ja ein wesentlicher Aspekt mythologisch-religiöser Gesellschaften ist.

        „Benötigen wir jetzt deshalb jetzt noch Fakultäten, in denen wir Augustinus und Albertus Magnus lehren? Die Kirchen haben das Wissen in Privatinitiative seit Jahrhunderten konserviert, ganz ohne staatliche Knete.“

        Also ich möchte weder, dass die Theologie sich in andere Geisteswissenschaften hineinverlagert, noch dass theologische Ausbildungen fernab der Universitäten immer fundamentalistischer werden.

    • “ Scharlatan und Demagoge“
      Weswegen man Informatikern so viel mehr bezahlt als Soziologen liegt auch daran, dass man da Kompetenz nicht vortäuschen kann – egal wie viele Bücher man zitiert, man muss Texte (Quelltext) verfassen, die das Problem lösen.

      • @ Dummerjan

        „Weswegen man Informatikern so viel mehr bezahlt als Soziologen liegt auch daran, dass man da Kompetenz nicht vortäuschen kann – egal wie viele Bücher man zitiert, man muss Texte (Quelltext) verfassen, die das Problem lösen.“

        Das ist ja toll.
        Allerdings habe ich den Typ nicht in seiner Funktion als Informatiker als Scharlatan bezeichnet, sondern – wie bereits erklärt – weil er sich ständig über wissenschaftliche Disziplinen auslässt, von denen er erkennbar nichts versteht.

        • @Leszek:

          „…weil er sich ständig über wissenschaftliche Disziplinen auslässt, von denen er erkennbar nichts versteht.“

          Du kannst nem Chimpansen 8 Nägel ins Hirn treiben und er wäre immer noch in der Lage zu erkennen, dass Soziologie im heutigen Deutschland nicht einen müden Steuer-Cent wert ist.

          Irgendwer (sogar hier im Blog glaube ich) hatte es -sinngemäß- mal wie folgt zusammengefasst):

          Soziologie ist zu 50% triviales Zeug in eine Sprache verpackt, die keiner versteht. Die anderen 50% sind abgehobener, weltfremder Scheißdreck, in eine Sprache verpackt, die keiner versteht.

          An sich wäre Soziologie bestimmt eine spannende Wissenschaft, aber sie ist extrem anfällig dafür, von Idiologen vergewaltigt zu und zum Anschaffen geprügelt zu werden. Schade eigentlich…

        • @ Leszek

          Alleine, daß es linke oder rechte Soziologen gibt, laut Deiner Aussage, zeigt doch, daß es keine Wissenschaft ist, sondern reine Politik.

          Welchen Einfluss hat wohl Einsteins politische Einstellung auf seine Physik?

          Soziologen sind politische Systemwissenschaftler und bekommen von Gender nicht genug ….

        • Die Sozial- und Geisteswissenschaft hat nicht nur in DE inzwischen ein ziemlich bescheidendes Image.

          Das ganze sei unverständlich und nutzlos heisst es. Dort seien nur Brillenschlangen die in Bibliotheken regelmeterweise Bücher fressen und dann unverdauliches als Paper in Journale schei…publizieren, die wiederum als Klopapier dienen könnten, wenn sie denn saugfähiger wären…

          Das finde ich irgendwie kurios, denn tatsächlich haben Unterdisziplinen dieses großen Bereiches in Zusammenwirken mit Bereichen der Psychologie und der angewandten Informatik, in Verbindung mit der Ökonomie heute mehr Macht als jemals zuvor in der Geschichte.

          Einfach perfekt, wie sich 5% der Disziplin hinter und zwischen dem Rest getarnt hat 🙂

        • @ P M

          Ich bezweifle langsam ob es sich bei GW um Wissenschaft handelt. Eigentlich ist es Geistespolitk. Sektenartiges Gesinnungswissen.

          Leszek redet ja selber von linken GW lern (gut in seinen Augen) rechts, natürlich ganz böse.

          Also eigentlich politisch agierende Leute! Nix Wissenschaftler …

        • ät ddbz:

          Zitat eines Kollegen aus der Chemie zur Soziologie, als wir uns gerade eine getarnte Genderprofessix im Netz anguckten:

          „Halbwissenschaft“. „Religion“.

        • @ ddbz

          „Alleine, daß es linke oder rechte Soziologen gibt, laut Deiner Aussage, zeigt doch, daß es keine Wissenschaft ist, sondern reine Politik“

          Vielleicht möchtest du dich nochmal mit dem Thema Entstehungszusamenhang, Begründungszusammenhang und Verwertungszusammenhang in der empirischen Sozialforschung beschäftigen, der dir bereits mehrfach erklärt wurde und durch den u.a. festgelegt wurde, in welchen Phasen einer wissenschaftlichen Untersuchung politische Motive unproblematisch sind und in welchen sie keine Rolle spielen dürfen.

          Alexander Ulfig hat es z.B. in einem Artikel erklärt:

          „In Anlehnung an Max Weber kann zwischen dem Entstehungszusammenhang, dem Begründungszusammenhang und dem Verwertungszusammenhang unterschieden werden.(34)
          – Im Entstehungszusammenhang werden Untersuchungsgegenstände nach Relevanzgesichtspunkten ausgewählt. Die Auswahl kann von wissenschaftsexternen Faktoren, z.B. von politischen oder wirtschaftlichen Interessen, abhängen.
          – Im Begründungszusammenhang sollen wissenschaftsexterne Wertungen ausgeschlossen werden. Sie dürfen den Prozess der Überprüfung bzw. Begründung von Hypothesen nicht beeinflussen. Das Postulat der Wertefreiheit soll demnach nur für den Begründungszusammenhang gelten.
          – Im Verwertungszusammenhang können die gewonnenen Erkenntnisse zu politischen Zwecken verwertet werden. Hier kann z. B. darüber entschieden werden, wie die Ergebnisse der Genforschung verwertet werden können.“

          Alexander Ulfig erklärt auch, inwiefern manche postmoderne Ansätze sowie solche, die auf der sogenannten feministischen Wissenschaftstheorie beruhen von diesen ansonsten allgemein anerkannten Grundsätzen der empirischen Sozialforschung abweichen:

          „In postmodernen und feministischen Ansätzen werden die einzelnen Ebenen vermischt. Der Entstehungszusammenhang und der Begründungszusammenhang werden nicht auseinandergehalten. Beispielsweise wird in den oben genannten feministischen Positionen aus der Tatsache, dass die meisten wissenschaftlichen Theorien von Männern aufgestellt wurden (Entstehungszusammenhang) auf die Falschheit oder Revisionsbedürftigkeit dieser Theorien (Begründungszusammenhang) geschlossen. Dass die meisten wissenschaftlichen Theorien von Männern aufgestellt wurden, sagt nichts über die Gültigkeit dieser Theorien aus.
          Außerdem wird in den genannten Ansätzen der Begründungszusammenhang mit dem Verwertungszusammenhang vermischt, denn die wissenschaftliche Arbeit im Begründungszusammenhang wird – wie oben ausgeführt wurde – von vornherein in den Dienst von politischen Zielen gestellt.“

          https://www.cuncti.net/wissenschaft/529-die-angst-vor-der-objektivitaet

        • @ Leszek

          Wenn Du meinst, daß es linke und rechte Soziologie braucht, bitte.

          Ist für mich genauso ein Unsinn wie deutsche Physik. Dies Geschwurbel zeigt mir einfach, es handelt sich nicht um Wissenschaft. Es ist Politik und sie sagen es ja auch … 🙂

        • „Weswegen man Informatikern so viel mehr bezahlt als Soziologen liegt auch daran, dass man da Kompetenz nicht vortäuschen kann“

          Bevor sich Danisch mit Genderthemen befasst hat, hat er sich ja mit Vetternwirtschaft an seiner TU befasst, vor allem aufgrund seiner abgelehnten Doktorarbeit und seinem Versuch, die Promotion auf dem juristischen Weg einzuklagen.

          Die fachliche Qualität seiner Doktorarbeit kann ich nicht beurteilen, aber wenn nur die Hälfte von dem, was er erzählt hat, stimmt (und er fügt ja zahlreiche Belege bei, Kopien von Gutachten seiner Professoren etc.), dann gibt es in den „objektiven MINT-Fächern“ einen Nepotismus-Sumpf, gegen den die Geisteswissenschaften ja geradezu harmlos sind – bis hin zu Promotionen ohne existierende Doktorarbeiten etc.

          Danisch ist eigentlich ein schlechter Zeuge, wenn man ihn zum Hochhalten der „MINT“-Fahne gegenüber den GeWi aufrufen will.

      • Die Geisteswissenschaften haben an unis nix zu suchen.
        Und wenn man sie nur abschaffte um den Schmid der loszuwerden, um dann nach angemessener Zeit in den Feldern tatsächlich wissenschaftliche methoden etabliert.

        • @ Alex II.

          „Die Geisteswissenschaften haben an unis nix zu suchen.“

          Die Geisteswissenschaften gehören zur Universität, seit es die Universität gibt.

          Es waren die technischen Disziplinen, die ursprünglich nicht universitär waren und sich an die Universität „anbiedern“ mussten. Der Doktor-Ingenieur wird deshalb mit Bindestrich geschrieben (Dr.-Ing.), um ihn ursprünglich vom „echten“ Doktor (Dr. phil.) zu diskriminieren. Im angelsächsischen Raum wird traditionell in allen Fächern der philosophiae doctor (PhD oder DPhil) vergeben, weil Philosophie die Königsdisziplin der Wissenschaften war.

          Die Geisteswissenschaften von den Unis zu verbannen, heißt, die Unis an sich abzuschaffen.

          Kann man natürlich machen, die Unis dicht und Technische Hochschulen als Ersatz.

          Dann gibt es auch keine Kompatibilitätsprobleme mit anderen Kulturen. Deutsche Ingenieure sind auch in Saudi-Arabien sehr gefragt und als Kultur kann man z.B. den wahhabitischen Islam implementieren, nachdem man die europäische Kultur in die Tonne geworfen hat.

        • Sagen wir hält einfach: das was aktuell in Deutschland durch institutionalisierte Geisteswissenschaftler an den deutschen Universitäten in – nicht nur ausschließlich – den momentanen Geisteswissenschaften getrieben wird, hat meiner Meinung nach an den von uns über Steuergelder finanzierten Universitäten nichts zu suchen, weshalb ich ein, leider nur rein hypothetisches,beenden der alimentierung eben genannter Lehrstuhl Besetzer als angemessen und zweckmäßig empfinde.

          Letztlich bewegen sich geisteswissenschaftler, meiner Meinung nach schon immer in einem Band zwischen:
          Best-case: keiner Störung der wissenschaftlichen Forschung
          Über: Störung in akut nicht relevanten Forschungsbereichen
          Bis hin zum
          Worst-case: Behinderung des zivilisatorischen Fortschritts auf breiter Front.

          Im Moment scheint es mir, dass wir durch die Institutionalisierung insb der gender-offiziere in großen schritten auf den wirst case zugehen.
          Deshalb sehe ich die ‚reißleine‘ als angemessen.

          Weil lezek erwähnt wurde: mir hat sich der Kopf gedreht bei dem weiter oben kommunizierten Bild, dass Wissenschaft sei, sich auf Autoritäten der Vergangenheit zu berufen 😦

          Das habe ich schon als kleines Kind beim lesen von Asimov, foundation, Kapitel vmtl 2, gelernt, dass das keine Wissenschaft ist.

    • Übrigens ist das ein schönes Beispiel für zeitgenössische deutsche Soziologie. 🙂

      „Im vergangenen Jahr erreichte in Deutschland die Zahl der gestellten Asylanträge mit 202.834 seit 1992 einen Höchststand. Einerseits versuchen Gruppen und Organisationen wie Pegida, Hogesa, AfD bestehend aus Rassist*innen, Nazis, Konservativen und selbsternannten besorgten Bürgern Gewalt und Ressentiments gegen Geflüchtete zu schüren, andererseits gründen sich ebenso viele Initiativen von ehrenamtliche Helfer*innen zur Unterstützung von Geflüchteten.“

      https://fssoziologie.wordpress.com/

      Allein die gestelzte PC Gutmensch.I.nnensprache

      • In der Tat. Ziemlich peinlich. Hochwissenschaftlich und seriös. ROFL

        By the Way: Müsste es nicht eigentlich „Nazi*innen, Konservativ*innen und selbsternannten besorgten Bürger*innen“ heißen?
        Gibt es einen Grund warum nur das Wort „Rassisten“ in den Genuss der Gendersprache kommt? Wie sieht da der wissenschaftliche Stand aus?

        • „Müsste es nicht eigentlich “Nazi*innen, Konservativ*innen und selbsternannten besorgten Bürger*innen” heißen?“

          singular Nazi*sse, plural Nazis*sen
          „Konservative“ umfasst schon beide Geschlechter, oder?
          Und „Bürger*innen“ ist gebräuchlich.
          „Rassist*innen“ geht wohl davon aus, dass „Rasse“ generell über „Geschlecht“ stehen soll, denn sonst könnte es ja nur „Rassisten“ geben (nämlich männliche). Aber darum streiten sich die Feministen et al. ja derzeit :mrgreen:

  3. Woman’s contribution to civilisation: Nagging.

    Es gibt ja den Spruch, dass wir noch in Grashütten leben würden, wenn Frauen für die Zivilisation zuständig wären.
    Ich glaube, dass das auch der Fall wäre, wenn sie nicht ständig nörgeln würden.

    • @only_me: Agreed!
      Dann könnten sie ihre Scum-Manifeste etc. in den Schlamm ritzen oder mit den eigenen Fäkalien an rauhe Höhlenwände schmieren.
      (Falls es denn überhaupt so etwas wie eine richtige Schrift geben würde, denn auch das bekämen die ach so kommunikativen Womynz nicht gebacken, vermute ich mal.)

    • Mich würde zudem interessieren wie viele Höhlen-Trullas damals auf einer Frauen-Quote von 30 oder gar 50% für Bärenjagden und Raubzüge auf den Nachbar-Clan etc. gepocht haben…

    • „Verdienste“ sind eben abhängig von der gültigen Moral. Sie betonen aber immer das Individdum, während kollektivistische Vorstellungen und Systeme dies nicht tun und infolgedessen das ausgezeichnete Individdum immer nur insofern anerkennen als es eben der gemeinsamen Sache hilfreich war.

  4. Ein bisschen off-topic; kein Gender, keine Evolution, keine zickige Feministin:

    In Kalifornien herrscht bekanntlich seit vier Jahren Dürre und jetzt sparen alle Wasser. Man hat ja diese Bilder gesehen, wo sie Wasser in Kanistern verteilen, Swimmingpools werden zerdeppert, zum Duschen reichts nicht mehr, abwaschen, wenns noch ein bisschen Wasser übrig hat, Klo spülen mit dem Kondenswasser aus der Klimaanlage.

    Ich bin schockiert. Wieviel verbrauchen die Europäer? Die Deutschen etwa 130 l pro Tag, die Schweizer etwa 160, andere Europäer in der Regel 100 – 200 l pro Tag, alles nur die Haushalte.

    Und in Kalifornien? Im Juli 2014 war der Durchschnitt 142 Gallonen, das sind 538 l pro Tag, im Januar 2015 waren es dann 77 Gallonen = 291 l pro Tag. Auch hier nur residential water use. Das ist offenbar stark saisonal abhängig. Die sparsamsten Gemeinden kommen wenigstens im Winter auf ein europäisches Niveau. Die verschwenderischsten lassen auch im Winter mehr als einen Kubikmeter Wasser durch.

    • So langsam kommen sie dahinter, dass Wasserzähler und mengenabhängige Wasserrechnungen keine schlechte Idee wäre. Bei der nächsten x-Jahre-Dürre hilfts dann vielleicht.

      • „Das wird höchstens durch den Kellerboden gehen.“
        Ja, schon, aber du hast vergesen, dass Merkel das Land auf den Kopf getsellt hat; d.h. Decke = Kellerboden 😉

        Was ich von solchen Petitionen halten soll, weiß ich tatsächlich nicht, aber man wird ja träumen dürfen…

  5. Ich finde übrigens, Du könntest „Männer“ aus dem Patriachatsverteiler rausnehmen. Letztens haben die es nicht kapiert, dass diese Gleichheitsveranstaltung nicht für alle Menschen galt. http://m-maenner.de/2015/09/gleiches-recht-jedes-geschlecht/ . War nicht das erste Mal. Die sind nicht schwul, die sind streng queer eingenordet.

    Dafür würde ich https://mpartei.wordpress.com/ als Zugang empfehlen.

    Schlußendlich, Herr Prof. Buchholz scheint mir auch nicht geeignet zu sein. Allerdings kann ich das nicht mit Sicherheit sagen, ich ignoriere den zumeist. https://schwulemiker.wordpress.com/2015/09/18/warum-voegeln-sex-ist/

    • Werde doch Stasi-IM.

      Deine Einstellung ist peinlich.

      Buchholz ist einer der wenigen, die sich trauen, homo- und islamophob zu sein. Ihm gebührt Respekt.

      Deine Geisteshaltung ist besser bei der Jury für das Unwort des Jahres aufgehoben.

    • Warum wurde „Männer“ überhaupt aufgenommen?

      Ich schlage übrigens vor, Kirk aus dem Kommentarverteiler zu nehmen. Er trägt niemasl etwas sachdienliches zu irgendeiner Debatte bei und ist im Grunde genommen nur ein Troll 🙂

      • Männer wurde aufgenommen, weil sure an dem Tag, an den ich zum ersten mal rein geschaut hatte, einen sehr schönen Artikel über Biologie drin hatten und wie das mit dem Feminismus nicht hinhaut. Da dachte ich das passt. Ich Esche auch ein weiteres Gegengewicht zu Meinungen wie Frankfurter Erklärungen auf dem Gebiet schadet auch nicht. Und eine Zeitschrift mit den Namen „Männer“ erschien nur prädestiniert.
        Wäre ab einen Meinungsbild interessiert: rausnehmen oder drinlassen?

        • Adrian, andererseits sind auch feministische Männer Männer. Mehr schwule Sichtweisen würden mir auch gefallen, aber wenn die sich zwischen „uns“ und Antje Schrupp entscheiden müßten, würden sie letzteres wählen. Die sind halt vom anderen Ufer. 🙂

    • Es dürfte nicht schwer sein, sachdienliche Kommentare von mir ausfindig zu machen. Da scheinst du dich übernommen zu haben.

      Werde ebenfalls Mitglied bei Stasi oder der Jury für das Unwort des Jahres.

    • Die zugrunde liegende Studie „MiKADO“ scheint nur Männer befragt zu haben, gibt aber vor, nach den sexuellen Vorlieben in der Allgemeinbevölkerung (sic!) geforscht zu haben. Siehe

      http://www.mikado-studie.de/index.php/mik.htm

      Zu MiK1 heisst es in der Überschrift: „Sexuelles Interesse an Kindern in der Allgemeinbevölkerung“

      Klickt man diesen Link jedoch an, heisst es plötzlich:

      „Sexuelles Interesse an Kindern in der männlichen Allgemeinbevölkerung“

      Sagt mir bitte, dass ich mich irre und etwas übersehen habe …!

    • Was stört dich daran? Jemand hat Männer befragt und jetzt berichten sie vom Ergebnis. Sollte man die Ergebnisse vertuschen, weil sie dir nicht gefallen?
      Das einzige, was ich merkwürdig finde, ist die Sache mit den „Internet-Chaträume als Kontaktbörse“. Das ist mir zu undifferenziert. Ist es wirklich überraschend, dass 22-Jährige Kontakt mit einer 17-Jährigen aufnehmen wollen? Sie pathologisieren normales, männliches Verhalten. Männer finden 17-Jährige nun einmal sexyer als Omas.

      • Ist das Dein Ernst? „knapp 1/4 sind Frauen“

        „4,4 Prozent von mehr als 8700 befragten Männer haben Fantasien über sexuelle Handlungen mit Kindern im Alter von zwölf Jahren und jünger. Das geht aus einer umfangreichen Studie zum Missbrauch von Kindern und Jugendlichen hervor. „Weniger als ein Mann unter 1000 erfüllt jedoch die diagnostischen Kriterien der Pädophilie“

        Da wird mal so ganz nebenbei das Problem bei Männern um den Faktor 50 aufgeblasen. Wie steht es mit den Frauen? Sind die grundsätzlich nicht pädophil? Welche Art von Pädophilie soll das sein? Das erinnert mich an den Pornostar, die ihren Ausweis mit 17 gefälscht hat um in den Filmen mitzumachen. Sind die Zuschauer danach pädophil oder nur die männlichen Zuschauer? Mädchen bekommen oft genug in der 4. Klasse ihre Tage. Bin ich pädophil, weil zwölfjährige Mädchen wie geschlechtsreife junge Frauen aussehen und ich Phantasien mit jungen Frauen habe? Man wird es nicht erfahren.

        Aber man kann dem Link folgen. Dort wird hauptsächlich über Männer geforscht, manchmal über Erwachsene. Und Frauen? Kommen nicht vor.Doch, genau einmal:

        „Erwachsene Internetnutzer mit sexuellem Online-Kontakt zu ihnen unbekannten Kindern und Jugendlichen kennzeichnen…
        […]
        ABER: knapp 1/4 sind Frauen“

        Exakt einmal. Wenn ich den Titel in der SZ schreiben müßte, er würde heißen: „Vorliebe erwachsener Frauen zu Kindern unter 12 weitgehend unerforscht, Indikatoren zeigen jedoch größeren Anteil als erwartet.“

        Übrigens, 12-jährige Jungs sehen im Gegensatz zu den Mädchen ziemlich selten auch nur halbwegs entwickelt aus. Insbesondere untenrum. Sind die 25% Frauen hauptsächlich Lesben? Sind Jungs ganz besonders gefährdet, weil bei den Mädchen die Grauzone deutlich größer ist?

        Genährt wird jedoch nur die diffuse Angst, daß Männer im Internet auf der Jagd nach kleinen Kindern sind.

        • Du unterstellst, dass da etwas aufgeblasen wird, obwohl nur nüchtern die Zahlen geliefert werden.
          Wer gelegentlich mal homosexuelle Phantasien hat, ist noch lange nicht schwul. Und wer gelegentlich mal sexuelle Phantasien mit Kinder hat, erfüllt noch lange nicht die klinische Definition von Pädophilie. Man muss nicht schwul sein, um mal Homosex zu haben – und genauso wenig ist jeder Kinderschänder gleich pädophil. Die Zahlen über die Phantasien sind daher informativ.

          Dass man Frauen weniger beachtet, ist gesunder Menschenverstand. Eine junge Frau oder auch Teenagerin ist, wenn sie nicht gerade eine Ausgeburt von Hässlichkeit ist, mit einer Vielzahl von Männlein konfrontiert, die jederzeit bereit wären mit ihr zu schlafen – umgekehrt gilt das nicht. Sex ist etwas, was Frauen haben und Männer wollen (Homosexuellen ignorieren wir mal.)
          In Deutschland gilt das Schutzalter 14, es ist prinzipiell erlaubt, mit Jugendlichen Kontakt aufzunehmen und mit ihnen Sex zu haben – deshalb ist z.B. Christian von Boetticher juristisch nichts passiert. Wenn ein Frau mit Jugendlichen Sex haben will, wird sie schon einen finden, der freiwillig mitmacht, Angebot und Nachfrage eben. Umgekehrt gilt das wiederum nicht, weshalb interessierte Männer tendenziell zu fragwürdigen Methoden greifen müssen, wenn sie trotzdem Erfolg haben wollen.

          Und es gibt noch mehr Unterschiede: Die Weibchen können schwanger werden – die Männchen nicht. Der Ruf einer Frau leidet, wenn sie mit jedem ins Bett geht – der Ruf eines Manns steigt mit jeder Frau, die er ins Bett gekriegt hat.

          Wie man es auch wendet. Es macht Sinn, sich vor allem auf Teenagerinnen als Opfer zu konzentrieren. Sie leiden mehr und häufiger als männliche Teenager. (Interessanter fände ich schon eher, wie es mit schwulen Jugendlichen aussieht. Missbrauch in der Homo-Szene, ein wohl vermintes Gebiet.)

          Bleibt noch das Problem von Frauen, die sich an Kinder, (und nicht Jugendliche) ranmachen. Per Google habe ich auf die Schnelle das gefunden: https://www.kein-taeter-werden.de/story/18/3818.html
          „Zwar gibt es auch pädophile Frauen, allerdings nach aktuellen Erkenntnissen nur sehr wenige. Schätzungen, die durch die klinischen Erfahrungen im Präventionsnetzwerk bestätigt werden, gehen davon aus, dass von 100 Menschen mit der Diagnose Pädophilie eine weiblich ist.“

          1 pädophile Frau auf 99 pädophile Männer – also kein wirkliches Problem, vor allem wenn man bedenkt, dass der Sextrieb von Frauen generell niedriger ist.

          Es gibt zwar auch weibliche Sex-Täterinnen, aber ihre Anzahl ist vergleichsweise gering. Männerrechtler, die Frauen unbedingt als Täterinnen in den Mittelpunkt stellen wollen, machen sich implizit die feministische Gleichheitslogik zu eigen.

          Zum letzten Punkt: Es ist in Ordnung, wenn die diffuse Angst genährt wird, dass im Internet Männer lauern, die sich an ihre Kinder ranmachen. Dann passen die Eltern vielleicht besser auf, was ihr Nachwuchs im Internet treibt. Gefahrenbewusstsein kann sich nur entwickeln, wenn man die Gefahr auch beim Namen nennt. Problematisch wird es erst, wenn man mit unseriösen Zahlen arbeitet.

        • „Bin ich pädophil, weil zwölfjährige Mädchen wie geschlechtsreife junge Frauen aussehen“

          und sich auch so benehmen ist hinzuzufügen

    • Kalauer: Ich kenne keinen, der sich auf Antje einen SCHRUPPen würde 😀

      Dieser Kalauer enthät mehr Wahrheit und auch Esprit als alles was Antje Schrupp je von sich gegeben hat zusammen gerechnet.
      Kann mir doch keiner was erzählen, bei Antje Schrupp handelt es sich doch um die verloren gegangene Zwillingsschwester von der Käsmann 😀

  6. Eieieiei…So viel was ich hier gerne poste würde, aber ich muss mich entscheiden.

    Meine Wahl fällt hierrauf:

    Der „Teilzeitnerd“ ist übrigens laut eigener Aussage eine „Schwuchtel“.

    Aus der Info-Box des Videos (letzte Zeile): „Wenn du das hier liest schreib ‚refugees welcome and bring your families!‘ in die Kommentare!“

    Ein durch und durch merkbefreiter SJW wie er im Buche steht!
    Ein Schwuler, der sich für die Masseneinwanderung junger Männer aus dem schwulenfeindlichsten* Kulturkreis schlecht hin starkt macht!

    Finde den Fehler! Zwei Hinweise seinen hier gegeben:

    1) Iran.
    2) Baukran.

    Zur Not hilft google weiter.

    (*Ich habe hier schwulenfeindlich statt homophob verwendet, weil auch hier – wie schon bei unserem Gröfaz und seiner Bagage- die Lesben 0,0 zu befürchten haben. So viel zu „male privelige“.)

    Ich bin nebenbei der Meinung, dass schon in wenigen Jahren Moslems (wahrscheinlich Salafisten) irgendeinen Zwischenfall beim CSD inzenieren werden, was weiß ich, ala‘ der Zug geht zu nah an unserem Gotteshaus vorbei etc.

    „Interessanter“ wäre es natürlich wenn Nadelstreifen-Moslems ala. Ayman Mazyek etc. sowas konstruieren würden, dann kommen unsere SJW ordentlich ins schwitzten 😉

    Siehe auch:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_linken_zauberlehrlinge

    (Schon zwei Jahre alt und auf Österreich bezogen, aber auf Deutschalnd im Jahre 2015 durchaus auch anwendbar)

    „Aber in gesellschaftlichen Übergangszeiten können eben kuriose Konstellation entstehen: Mit der geliehenen Macht von den Tausenden österreichischen konservativen Erdogan-Fans kann die SPÖ derzeit ihre linke Gender-Politik um und durchsetzen. Das ist wirklich skurril. Doch die SPÖ weiß nun auch, dass ihre Macht ein Ablaufdatum. Auf Dauer lassen sich diese Widersprüche und diese innere Zerrissenheit nicht mehr kitten und zudecken. Bei den Grünen treten sie schon jetzt offen zu Tage.“

    Roslin sprach hier glaube ich mal von Rissen im Surrogats-Proleteriat.

    Hier eben ein Riss zwischen Islam- und Gendergedöns.

    Allerdings scheint es auch zwischen (dem 2-wave?)-Feminismus und dem Gender-Gaga ordentlich Reibungsflächen zu geben:

    Kanibalismus dieser Art in Aktion ist manchmal recht amüsant 🙂

    • (*Ich habe hier schwulenfeindlich statt homophob verwendet, weil auch hier – wie schon bei unserem Gröfaz und seiner Bagage- die Lesben 0,0 zu befürchten haben. So viel zu “male privelige”.)

      Homophob ist sowieso ein Blödsinnsbegriff. Ganz unabhängig von dem Lesben-Bias sollte man darauf verzichten. Man unterstützt damit des männerfeindliche Gender-Milieu, das diesen Begriff ersonnen hat.

      Es ist ein Lifestyle-Begriff, der u.a. die rechte Gesinnung zur Schau stellen soll.

      Ich weiß gar nicht, wie man als denkender Mensch diesen Blödsinnsbegriff allen Ernstes verwenden kann. 🙂

      • „Homophob ist sowieso ein Blödsinnsbegriff.“

        Naja, Schwulenhass ist durchaus real (und was ich so mitbekommen habe, bist du scheins auch davon betroffen), auch wenn der Vorwurf heute inflationär gebraucht wird. Frag mal z.B. die türkischen Hauptschüler deines Vertrauens, was sie vom Prinzip Leben und leben lassen halten 😉

        Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die meisten Leute zumindest unterschwellig einen Hass auf Schwule schieben; wir Männer sollen uns gefälligst gegenseitig töten und bekämpf und nicht Zärtlichkeiten austauschen. Außerdem haben wir nur die Frauen zu begeheren, nicht unsere Geschlechtsgenossen! AUFSCHREI!!!!

        Verweichtlich zu sein und hedonistisch zu agieren ist Privileg der Frauen, was bilden sich die blöden Schwuchteln ein 😉
        Unverschämtheit!
        Ich kann dahingehend Adrians Abneigung gegen B. Kelle, deren Kritik am Bildungsplan- und Gendergaga ich allerdings teile – durchaus nachvollziehen und thalte auch nicht sehr viel von ihr.
        Bei hart aber fair hat man es auch schon gesehen- es ging nur um Frauen hier, Frauen da, Frauen dort.

        Ich stoß mich auch nicht an „Schwulereien“ an sich, sondern um das Tamtam, das drum gemacht wird. Lasst die sich doch küssen und arschficken wie sie wollen, aber die sollen uns auch nicht mit irgenwelchen Heteronormitivitäts-Vorwürfen auf de keks gehen.

        (Was das Adoptionsrecht angeht bin ich allerdings extrem skeptisch, kann mir nicht vorstellen, dass diese Konstealltion Kindern gut bekommt. Gleiches gilt im viel stärkeren Masse für Kinder zweier Mütter- besonders als Sohn zwei(!) Lesben zur Mutter zu haben; da ist der Weg in die Klappse ja fast schon vorbestimmt, oder?)

    • >> Ich bin nebenbei der Meinung, dass schon in wenigen Jahren Moslems (wahrscheinlich Salafisten) irgendeinen Zwischenfall beim CSD inzenieren werden […] dann kommen unsere SJW ordentlich ins schwitzten 😉 <<

      Bis dahin sind CSD in den Augen von Feminista vielleicht schon ganz arg Böse, weil Frauenverachtend und Objektifizierend.

      Die Sexfeindlichkeit nimmt ja in verschiedenen Colorierungen des Feminismus zu. Ist also durchaus denkbar.

    • „Um euch einen Einblick zu geben, eins meiner (vielen!) Lieblingszitate aus dem Buch– nicht nur, weil es ein Seitenhieb gegen Schwarzers „Weiblicher Masochismus ist Kollaboration“ ist. Thorn schreibt über BDSM; „Ich kenne keine kommunikativere oder feministischere Rahmenbedingung für Sex. Nirgendwo wird mehr Wert auf das uneingeschränkte Einverständnis des Partners gelegt.“

      miese propaganda

        • miese, hast du vergessen
          es stimmt nämlich überhaupt gar nicht

          aber ich gebe zu: ich hätte natürlich nichts dagegen, wenn femdom – speziell feminisierung und keuschhaltung des männlichen subs usw. – breitflächig propagiert würde,
          gerne ja auch von den so orientierten teilen der männerbewegung

          that would be fun
          😀

          • Es wird doch nur eine Aussage über Einvernehmlichkeit im BDSM getroffen und diese in Bezug zu Feminismus und irgendwelchen feministischen Vorurteilen gesetzt, oder was liest du da?
            Ich kenne keine mit der von Schwarzer vergleichbare Aussage eines Maskulisten über männliche Subs.
            Wie auch immer: Ich bin selbst nicht im Ansatz submissiv veranlagt und lese da dennoch keine Propaganda für weibliche Unterwerfung raus.
            Die Autorin ist übrigens selbst Switcherin.

        • bdsm ist per se weder feministisch noch (stärker als anderer sex) kommunikativ,
          und das überschreiten der (ausgehandelten) grenzen gehört fast immer dazu, nicht selten ist das der kick für den dom (etwas gegen ihren willen zu tun, was sie ihm „aus liebe“ – oder doch vielleicht mehr selbsthass? – durchgehen lässt)

          „Ich kenne keine mit der von Schwarzer vergleichbare Aussage eines Maskulisten über männliche Subs.“

          in der argumentation von maskus tauchen die nie auf,
          weil ihre erwähnung das wofür offen gestritten wird konterkarierte, nehm ich an.

          aber die vorstellung, sie erwähnten oben genanntes als nonplusultra, als DEN maskulistischen sex schlechthin, wär wirklich zu drollig XD

          • Du lebst BDSM in dem Fall anders als sowohl ich als auch alle Menschen, die ich kenne oder du hast ein anderes Verständnis von klar kommunizierten Grenzen.
            Und nochmal zum anderen: Sie propagiert keine weibliche Unterwerfung, sondern spricht von BDSM allgemein.

        • >> und das überschreiten der (ausgehandelten) grenzen gehört fast immer dazu, nicht selten ist das der kick für den dom (etwas gegen ihren willen zu tun, was sie ihm “aus liebe” – oder doch vielleicht mehr selbsthass? – durchgehen lässt) <<

          Öhm – Semikolon, ist das DEINE eigene Erfahrung damit?
          Oder wie kommst Du auf solchen Bullshit?

          "Austesten" der Grenzen mag dazugehören, aber ein Sub, der das durchgehen lässt, verbindet entweder tatsächlich einen Kick damit, was dabei passiert (und dann ist das auch okay), oder der/die Sub ist schön blöd, sowas tatsächlich zuzulassen.

          Ansonsten geht es in einer Session grundsätzlich vorwiegend um den Sub, dessen Lust und dessen Wohlbefinden.
          Der Top ist für den Sub da, nicht umgekehrt.

          Es gilt imübrigen auch die schöne Regel: Ein Stopwort, das nie benutzt wird, taugt nichts.

          Ein Sub sollte wirklich in der Lage sein, seine Grenzen auch zu kommunizieren, andernfalls sollte man die Finger von sowas wie BDSM lassen – sowohl als Mann wie als Frau.

        • Semikolon scheint ja auch der Ansicht zu sein, dass ein_e Sub generell von Selbsthass geleitet wird, vielleicht ist das der Knackpunkt.
          Wenn ich den Eindruck habe, dass ich für jemanden Instrument zum selbstverletzenden Verhalten und dem Ausleben irgendeines Selbsthasses wäre, kommt diese Person für mich als Spiel-/Sexpartner_in gar nicht erst in Frage.

        • @ miss

          Nein, bringt sie nicht. Man kann andere auch einfach ihr Ding machen lassen. Weil ich mich politisch betätige muß ich doch nicht Fremden Leuten „Emma“ feministisch genormten Blümchensex verordnen.

          Sogar die Vollzeitpolitikerin Merkel hat das noch nie gemacht, soweit ich weiß …

        • ich kann dieses ganze pc-geblubber in zusammenhang mit bdsm einfach nicht (mehr) ab und das bei uns seit jahrzehnten (!) massiv dafür geworben wird auf allen kanälen (nun gut, mit oben genannter ausnahme natürlich, aber vielleicht wird das bald ja noch kommen – fingers crossed!).

          niemand muss lang suchen, um „schwarze schafe“ und desaströse erfahrungen ausmachen zu können („sub-drop“).
          zu behaupten, solcherlei wäre nicht wesenhaft mit gerade dem s&m-teil verbunden ist bestenfalls augenwischerei.

          die aussage:
          „Ich kenne keine kommunikativere oder feministischere Rahmenbedingung für Sex. Nirgendwo wird mehr Wert auf das uneingeschränkte Einverständnis des Partners gelegt.“
          – wenn man sie nicht als miese propaganda liest –
          lässt einen erschaudern bezüglich der vorstellung, wie schlecht es allgemein um consent z.b. bestellt sein muss aus der perspektive einer jetzt-jungen frau.

          die Grande Dame des hiesigen feminismus hat zu dem thema im grunde schon alles notwendige geschrieben.
          wenigstens eine, die klar denken kann

        • ddbz: Du verstehst das nicht! Sie darf das! Ist ja ’ne Frau und damit niemalsnicht der Feind! 😉

          „und das bei uns seit jahrzehnten (!) massiv dafür geworben wird auf allen kanälen“
          Dann bin ich jetzt Teil der BDSM-Verschwörung. Geil!
          Ehrlich, Semikolon, so für ’ne viertel Stunde würd ich schon mal gern in deinem Kopf stecken und deine Wahrnehmung haben.

        • „Dann bin ich jetzt Teil der BDSM-Verschwörung. Geil!“

          du surfst auf ner welle, weil sich für dich daraus vermutlich vorteile ergeben, die überhaupt nichts mit deiner privaten lust oder unlust zu tun haben

          was nimmst du denn an, warum die stimmen masochistischer frauen derart verstärkt werden, dass der eindruck entstehen könnte, sie wären die mehrheit?

        • ich wüsste zu gern, ob eine ehemalige mitdiskutantin dieses blogs nach wie vor ohrfeigen und peitschenhiebe erbettelt – jetzt, wo es ihr seelisch wieder besser zu gehen und sie glücklich liiert zu sein scheint. ich würd mal raten: eher seltener…

        • @ miss

          „Am 9.11.2013 sollte eine Veranstaltung zu Grundlagen der Geschichte und politischer Dimension von BDSM stattfinden, die im Rahmen eines Bondage-Workshops einen respektvollen Umgang unter LGBTI-Studierenden fördern sollte. Am 6.11.2013 sandten Sie einen Brief an den RefRat (gesetzl. AStA), in dem es hieß, dass Sie „bei allem Respekt vor allen friedlichen Vorlieben“ für solcherlei Veranstaltungen Universitätsräume nicht mietzinsfrei zur Verfügung stellen könnten. Nach einem Briefwechsel, in dem Sie über den Nutzen eines solchen Workshops für Studierende und die Einbettung von BDSM und Bondage in die Wissenschaftsgeschichte, unter anderem der Gender Studies, informiert wurden, behaupteten Sie, dass kein besonderes Interesse „nicht heterosexuell veranlagter Menschen“ an unserer Veranstaltung vorläge.“

          Gender braucht BDSM!

          http://www.refrat.de/article/news.offenerbrief.html?1385216362

          Vielleicht auch:

          http://www.danisch.de/blog/2013/12/10/oh-hab-ich-etwa-den-sexclub-an-der-humboldt-universitat-gestort/

          Rad ab … 🙂

        • @ Semi

          Jetzt wirst Du übergriffig! Erheblich sogar!!

          Es steht Dir nicht zu über Lustgewinn Dir fremder Menschen zu urteilen! Das geht Dich erstens nix an und Du kannst das überhaupt nicht überblicken. Wer glaubst denn, wer Du bist? Unser aller Oberrichterin?

        • wenn man nicht möchte, dass das eigene sexverhalten kommentiert wird, dann lässt man es bitte auch bleiben es in die öffentlichkeit zu tragen und ihm verbal noch einen politisch-„progressiven“ anstrich verpassen zu wollen.

          ich möchte nicht (wie die mehrheit der frauen, da wage ich es mich aus dem fenster zu lehnen) mit der vorstellung konfrontiert werden, sexuelle aufgeschlossenheit zeige sich darin, dass frau körperstrafen analog der scharia bzw. offiziell längst verschwundener zeiten „wünscht“.

          ich möchte nicht, dass der tod einer frau beim sex als „unfall“ behandelt wird, wenn der … äh … partner aussagt, dass eine einvernehmliche gewalt-/“spiel-„beziehung bestanden hätte.

          als beispiele.

          und, ja: ich hab so ein bißchen meine schwierigkeit damit nachzuvollziehen, warum sich frauen, die in diesem bereich oder in zusammenhang mit der prostitution null problembewusstsein aufweisen, meinen feministinnen nennen zu müssen.
          kommt mir wie versuchtes highjacking vor.

        • über sex pflege ich irl für gewöhnlich nur mit den menschen zu sprechen, die es direkt betrifft
          und zugegeben: ne weibliche sub oder prostituierte war da noch nicht dabei
          so what
          gibt ja ausreichend literatur, um sich ne meinung zu bilden

        • @bbz
          Und bei Sheera ja auch.
          Die nebenbei ihr Sexleben auch schon megabyte-weise hier ausgebreitet hat, ohne dass jemand danach gefragt hätte. Dass ihre Masturbationsfantasien einen nicht „direkt betreffen“ kann man da ja nur hoffen. Ewww.

      • „bla bla bla“

        Exakt. Das war jetzt nicht nur ein wörtliches Zitat, sondern auch eine Zusammenfassung Deiner restlichen Kommentare. Aber Danke, daß Du Deine Argumentlosigkeit nochmal offen demonstriert hast.

    • @missmond

      Männer waren nie und sind nicht privilegiert. Jeder und jede, die ehrlich sind und die Augen aufmachen werden das feststellen.

      Eine unglaublich einfältige wie auch menschlich bösartige Unterstellung, wenn man das einmal wirklich reflektiert. Wie jemand sich dem hingeben kann ist mir insbesondere auf der menschlichen Ebene unverständlich.

      Du solltest darüber noch einmal nachdenken. Die HoneyBadger Session unten ist z.B. sehr interessant.

    • … das ist mal ein anfang, @miss-mind-fuck – wie kommst du eigentlich auf den nickname? – aber du hast noch einen langen weg vor dir, bevor du als aufgeklärter, rationaller mensch allgemein anerkannt wirst.

      Das ist auch die ursache deines gefühls, dass du Dich stereotypen weiblichen zuschreibungen, wie „irrational“, „überempfindlich“, etc. ausgesetzt siehst, denn du bist es und bestätigst damit die alltagserfahrungen, aka stereotype. Bitte nimm zur kenntnis, dass die meisten alltagserfahrungen, einer wissenschaftlichen überprüfung standhalten, denn es sind statistische aussagen, die auf alltäglichen erfahrungen beruhen.

      Um diese bedrückende situation zu einem guten ende zu führen, schlagen femi_nis*t.I.nnen vor alltagserfahrung zu verbieten. Ein aufgeklärter, rationaler mensch würde dir empfehlen dieses ideal anzustreben und dich zu bemühen es umzusetzen. Wenn dir dann einer blöd kommt, sagst du einfach, du seist humanist, der den idealen der aufklärung verpflichtet ist. Klingt viel rationaler als feministin. Anderfalls musst du ihn darauf aufmerksam machen, dass er nicht denken darf, dass du irrational bist, weil es nur auf seinen patriarchalen privilegien beruht, er dich damit diskreminiert und rollenzuschreibungen reproduziert, die dem fortschritt der menschheit entgegen stehen und du einen neuen #aufkreisch inzenieren wirst. Die dritte möglichkeit wäre es die zuschreibung zu akzeptieren.

      Glaub mir, mit mir gibt es viele menschen, die sich keine sorgen machen mit dem vorwurf der irrationalität konfrontiert zu werden; ringt ihnen höchstens ein müdes lächeln ab.

      • Ja und nein. Ja, ich versuche tatsächlich dir die welt zu erklären und könnte dir garantiert noch einiges interessantes berichten, von dem du nicht mal zu träumen gewagt hast. Nein, es ist nicht herablassend, höchstens oberlehrerhaft – jeder im rahmen seiner möglichkeiten, eine meiner vielen schwächen – und eingedenk meines alters wohl väterlich 😉

        Schau, mir wird häufiger mangel an empathie vorgeworfen, das passiert dir wohl kaum, und tatsächlich ist dies nahezu eine folge einer rationalen sicht, so dass es mir tatsächlich nicht immer leicht fällt eine entgegnung auf diesen einwand zu finden. Ich habe dafür die 3. option gewählt und akzeptiere es.

        Die lage der aufgeklärten, rationalen menschen ist nicht besser, als deine, aber ihnen geht es besser, weil sie ihren frieden mit sich gemacht haben. Sie glauben nicht an eine bestimmte theorie und verbinden damit ihr wohl, sondern sie glauben an die rationale methode an sich und freuen sich über jede erkenntnis.

        • Mir erscheint es vielmehr so; sehr häufig haben Menschen (ihre) eigene Definition von etwas, zb dem Feminismus und reagieren daher reflexartig, wie der berühmte Paslowsche Hund, wenn jemand (vorallem Frauen), die sich selbst als dies bezeichnen, Argumente bringt ohne auf die eigentlichen Aussagen wirklich einzugehen, bzw. im Detail zu hinterfragen. Muß man(n) natürlich nicht tun, nur dann ist eine Diskussion um Inhalte halt sinnlos.

      • … und für meinen geschmack war dein argument übrigens völlig unsachlich. Es kann dich beim besten willen nicht stören, wenn dir die welt erklärt wird, dann muss es der vermeintlich überhebliche ton gewesen sein. Mehr hast du nicht zum thema gesagt, @hirnfick. Jetzt stell dich halt nicht so an.

        • Ich dachte, es wäre längst geklärt, dass ich mich nicht NICHT anstellen kann, weil irrational und hysterisch.

          Aber nein, da können wir nicht auf einen Nenner kommen, denn ich akzeptiere Ungerechtigkeit nicht. Nicht gegenüber Männern, nicht gegenüber Frauen, nicht gegenüber Menschen, die irgendwo dazwischen oder nirgendwo auf der Skala sind. Zumindest nicht in meinem direkten Umfeld, das ich beeinflussen kann.

        • missmind,

          wie definierst Du denn „Ungerechtigkeit“ ? Und gleichst Du Deine Definition mit der von anderen ab und passt sie an? Oder hast Du da Deine festen Vorstellungen von „Gerecht“ und „Ungerecht“ im Kopf und versuchst Sie durchzusetzen?

        • Natürlich kann ich nur meiner eigenen Wahrnehmung entsprechend (re)agieren. 😉

          Verallgemeinerungen (also auch Sexismus) empfinde ich z.B. meistens als ungerecht.
          Aber ich hab im von mir verlinkten Blog-Eintrag einiges dazu geschrieben.
          „Die eigene feste Vorstellung von etwas durchsetzen wollen“ und „etwas nicht akzeptieren“ sind für mich übrigens zwei Paar Schuhe. 😉

        • wenn es dir nur um wahrheit und gerechtigkeit ginge, dann wären wir immer auf derselben seite, so wie es @peter andeutet, @miss. natürlich wird das nicht passieren, da wir uns nicht einigen könnten was gerecht und ungerecht ist, da dies meines erachtens zu emotional beurteilst. solltest du mit deiner einschätzung mal daneben liegen, dann würdest du dich übrigens für unrecht einsetzen. wäre das nicht furchtbar, @miss?

  7. Die HoneyBadgers hatten eine interessante Session.

    The beauty of male sexuality

    Ohne Karen, aber mit der sehr klaren Hannah Wallen. Es ist faszinierend ihr zuzuhören.

    Besonderes am Ende ab 2:17:50. Das wollt ich euch nicht vorenthalten.

    • Die tränen ausbrüche waren mir zu viel des guten, @panther. Vielleicht hat dawkins ja recht mit seiner hypothese, dass instinkte ultra schnell erlerntes sind. Da männere und frauen unterschiedlichen umweltbedingungen ausgesetzt waren, haben sie unterschiedlich dinge ultra schnell erlernt und als instinkt verinnerlicht. Rationales denken ist ein instinkt des whm und was macht der rest?

  8. Ich schaue ab und zu in die Onlinedatenbank des Deutschen Presserats rein, vor allem weil ich neugierig bin ob sich der Presserat irgendwann mit den zahlreichen Beschwerden zu dem unglaublichen Hetzartikel „Vom Zorn abgehängter Männer“ in der ZEIT beschäftigen wird.

    In dem Zusammenhang gerade gefunden, daß sich der Presserat mit den Beschwerden zu Louise Puschs unerträglichem Artikel in der EMMA befasst hat, wo sie Frauenquoten fürs Flugzeugcockpit gefordert hatte.

    Zu finden unter Aktenzeichen 0306/15/2 bei http://recherche.presserat.info/

    Naja, leider hat sich der Presserat nicht getraut EMMA und der Pusch eine auf die Finger zu geben. Zitate aus der Entscheidung, die sich für mich so anhören wie wenn der Presserat sich mit Spitzfindigkeiten aus der Verantwortung zieht:

    „Verstöße gegen presseethische Grundsätze erkennt der Beschwerdeausschuss in all den anderen Beschwerden in diesem Fall nicht. Sie beziehen sich auf Meinungsäußerungen der Autorin. Inwiefern diese persönliche Meinung pauschal Männer diffamieren kann, erschließt sich dem Presserat nicht. “

    “ Die Formulierung „Amoktrips sind Männersache“ bewertet das Gremium als zulässig zugespitzte Zusammenfassung des gesamtes Beitrags, ohne dass darin ein Verstoß gegen presseethische Grundsätze zu sehen ist.“

    „Schließlich kann die Berichterstattung nicht die Angehörigen erneut zu Opfern machen (Richtlinie 11.3 des Pressekodex), da sich der Beitrag nicht mit dem Unglück selbst auseinandersetzt, sondern mit den Konsequenzen, die die Fluglinien aus Sicht der Autorin daraus ziehen sollten.“

  9. 5.000 Demonstranten beim „Marsch für das Leben“ in Berlin heute.

    Wofür der Marsch? Weil 25.000 (!!!!!!!!!!!!!!!) Kinder im Quartal in unserem Land abgetrieben werden. Medizinische Indikation: <<5%.

    Der LESBEN-UND SCHWULENVERBAND LSVD randalierte zusammen mit den 1.500 Autonomen dagegen.
    "14 Polizisten wurden leicht verletzt, von 16 Demonstranten wurden nach Straftaten die Personalien aufgenommen, zwölf weitere wurden festgenommen."

    Treiben Lesben und Schwule so häufig ab? Würde mich doch wundern.
    Oder ist der LSVD möglicherweise ein linksextremistischer durchgedrehter bösartiger Gender-Verein, der mit "Homorechten" kaum noch etwas zu tun hat?

    Motto des LSVD/autonomski: „Fundamentalismus raus aus den Köpfen“
    Uha, der ist gut. Fundamentalismus würde gerade bei den Homos und der S-Antifa ja niiiiiiiemand vermuten……

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/marsch-fuer-das-leben-in-berlin-demonstration-von-abtreibungsgegnern-wurde-mehrfach-unterbrochen/12343156.html

    —————————
    Guter Kommentar der JF:
    "Wir plädieren daher immer und überall für eine echte und gute Willkommenskultur. Überall.
    Für die Flüchtlinge, die vor Unterdrückung und Gewalt fliehen und die Sicherheit im Leben suchen.
    Für die Alten, die in Würde sterben wollen und die Sicherheit des würdigen Altseindürfens suchen.
    Für die Alten und Kranken, die mit Würde und helfender wie respektvoller Nähe begleitet werden sollten und ein Recht auf Leben, auch in der Phase des Sterbens, haben.
    ****Und für die noch nicht geborenen Menschen, die schon da sind und einfach nur leben wollen – und Sicherheit im Leben suchen, die ihnen zusteht.****"

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/toeten-ist-keine-alternative/

    • Marsch fürs leben macht die Welt nur schlechter. Warum soll man Leute zwingen Kinder zu bekommen, die diese nicht wollen? Wie sollte dadurch die Welt besser werden?

      Konservative Christen sind mir ein Gräuel. Ihre Lust- und lebensfeindliche Art mit der sie andern was vorschreiben wollen. Hilft wirklich niemanden.

      • Warum bitte macht der Marsch fürs Leben die Welt schlechter? Kann man seine Meinung auch tiefer hängen?

        Allerdings sind real die Toleranz, ach gar Akzeptanz , fordernden LSGBT … usw Leute und die Feminist.I.nnen mehr ein Greul. Sie fordern für sich etwas, was sie nicht bereit sind anderen zu geben. Da weiß man doch, wie der Bildungsplan umgesetzt werden wird. 🙂

        Diese Leute behindern andere ihre Meinung zu sagen.

        Übrigens ist das Behindern und Stören einer zugelassenen Demonstration eine Straftat. Warum werden diese Leute nicht verfolgt, samt Parteien die zu solchen Straftaten aufrufen?

      • „Warum soll man Leute zwingen Kinder zu bekommen, die diese nicht wollen? “

        Das ist faktisch zwar richtig, kann man aber auch als sehr verantwortungsloses Statement auslegen.

      • ät Evochris und Adrian und ddbz:

        „Warum soll man Leute zwingen Kinder zu bekommen, die diese nicht wollen?“
        – Ist das so? Oder nicht eher andersherum?
        Menschen, vor allem Frauen, sind fürs Kinderkriegen psychisch konstruiert.
        Wenn sie ihre Föten ohne jegliche wirtschaftliche Not schreddern lassen, muß eine Hirnwaschanlage am Werk sein. So herum wird ein Schuh draus.

        Jemand, der sich mit Biologie und Evolution bestens auskennt, sollte das wissen.

        Noch eine pikante Bemerkung: Wenn >>20.000 deutsche Frauen pro Quartal trotz Sexualaufklärung und Antiperzeptiva es nicht auf die Reihe kriegen, nicht befruchtet zu werden, scheint eine Verbesserung des Sexualkundeunterrichtes nötig zu sein.

        Wenn nun der Biounterricht mehr Genderblödsinn statt harte Wissenschaft bietet, könnte sich die Zahl der ungeplanten Schwangerschaften noch erhöhen.
        Aber egal – kann man ja wegmachen. Drecksföten!

        Und noch was Peinliches: In Brasilien steigt die Zahl der Intiminfektionen mit allen möglichen Keimen bei Schulmädchen in den letzten Jahren massiv an.
        Grund: In der Gendersexkunde wird propagiert, daß die Mädchen alles mögliche ausprobieren und sich Gegenstände einführen sollen.

        Prost Mahlzeit!

  10. für die, die es noch nicht kennen möchte ich auf diese Seite aufmerksam machen:

    http://de.dfuiz.net/loesungsansaetze/gegenstrategien/familienpolitische-forderungen/

    daraus folgendes Zitat:

    Familienpolitische Einzelforderungen

    Die Frauen- und Männer­häuser, die Gleich­stellungs­beauftragten und all die anderen familien­feind­lichen Bürokratien sind abzuschaffen. Mit dem ganzen Schwindel sollte man schleunigst aufhören und da neu anfangen, wo Männer und Frauen einmal aufgehört haben: sich in der Anders­artigkeit zu achten und zu lieben.[1]

    Doch beginnen wir mit dem Grundsätzlichen:
    a.So wenig Staat wie möglich: Das Primat der Familie gegenüber der Politik ist im Sinne des Subsidiaritäts­prinzips wieder­her­zu­stellen.
    b.So viel Autonomie wie möglich: Die Autonomie der Familie ist wieder­her­zu­stellen und die Eigen­ver­antwortung des Bürgers (inkl. der Frauen) zu stärken.
    c.Souveränität des Volkes: Der Bürger ist Souverän über den Staat und nicht der Staat über die Familie.

    Im Kapitel Familienrecht wurde herausgearbeitet, wie sehr in der deutschen Rechtslage Frauen und insbesondere Mütter gegenüber Männern und Vätern bevorzugt werden. Eine gleich­berechtigte Partnerschaft ist auf dieser Basis nicht möglich, für stabile Familien ist die Macht­balance zwischen Ehemann (Vater) und Ehefrau (Mutter) wieder herzustellen. Dazu wird eine Reihe von grund­legenden Gesetzes­änderungen vorgeschlagen. Zunächst ist die bevorzugte Stellung der Mutter im Grundgesetz zu beseitigen und die Diskriminierung unehelicher Väter beseitigt werden. Eine entsprechende Forderung des Europäischen Gerichtshofs sollte im Grundgesetz festgeschrieben werden:

    • „Mit dem ganzen Schwindel sollte man schleunigst aufhören und da neu anfangen, wo Männer und Frauen einmal aufgehört haben: sich in der Anders­artigkeit zu achten und zu lieben.“

      Und das Lamm wird beim Löwen liegen und alle Menschen werden in Harmonie miteinander leben 😀

      „So wenig Staat wie möglich: Das Primat der Familie gegenüber der Politik ist im Sinne des Subsidiaritäts­prinzips wieder­her­zu­stellen.“

      Gilt das auch für die ganzen finanziellen Förderungen die Familien erhalten?

  11. http://www.welt.de/politik/deutschland/article146582999/Das-ist-der-Masterplan-zur-Integration-der-Fluechtlinge.html

    „Özoguz‘ Ausführungen enden mit einer klaren Botschaft: „Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel. Unsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein.“ Das Zusammenleben müsse täglich neu ausgehandelt werden. Eine Einwanderungsgesellschaft zu sein heiße, „dass sich nicht nur die Menschen, die zu uns kommen, integrieren müssen“.

    „Alle müssen sich darauf einlassen und die Veränderungen annehmen“, fordert die stellvertretende SPD-Chefin. „Schon heute hat jeder fünfte Bürger einen Migrationshintergrund: Deutschland ist längst nicht mehr der ethnisch homogene Nationalstaat, für den ihn viele immer noch halten. Es wird Zeit, dass sich unser Selbstbild den Realitäten anpasst, davon profitieren wir alle.“ “

    Ja, nee is klar! Danke, Mutti, für diese Ministerin!

    Unsere Kinder machen es vor, wie es mit der Intgration geht:

    http://www.huffingtonpost.de/2015/09/13/das-passierte-als-ein-deutscher-junge-auf-ein-arabisches-fluechtlingskind-traf_n_8129478.html

    „Folgende Geschichte einer Kindergärtnerin, die die „Zeit“ in ihrer Rubrik „Was mein Leben reicher macht“ veröffentlichte, beweist das wieder einmal auf sehr positive Weise – auch wenn der Austausch zwischen dem deutschen und dem arabisch sprechenden Jungen ein wenig anders aussah als beabsichtigt. “
    Unbedingt lesen!

    Und unsere Gutmensch-Beifallklatscher freuen sich natürlich wieder mal.
    Die dümmsten Kälber…

    Schön zu sehen, wie unsere Gäste ihre tollen Konflikte gleich mitbringen:

    (Dem Kollegen bei 0:40 wird wohl noch ’ne Weile vor lauter Bereicherung die patriotische Birne brummen 😀

    Wie war das noch Frau Roth, mit den tollen Konflikten der Türkei?

    (0:20 – 0:25)

    • Also ich lese in dem Artikel dieses:

      – drastische Kürzung der Sozialleistungen für viele abgelehnte Asylbewerber
      – eine Beschleunigung von Asylverfahren
      – unangekündigte Abschiebungen.

      Gut und sinnvoll, nicht zuletzt weil

      – Masterplan für die gesellschaftliche Einbindung derjenigen, die in Deutschland bleiben werden.

      Eben bei weitem nicht alle hier bleiben werden. Da wird ordentlich gesiebt werden.

      – Asylbewerber und Geduldete dürfen künftig auch als Leiharbeiter eingesetzt werden.

      Gut

      – „Mit dem Erwerb der deutschen Sprache steht und fällt die Integration“

      Richtig. Die Vernachlässigung dieses Aspekts war der Kardinalfehler der 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, als man abgeschottete Parallelgesellschaften befördert hat.

      Der Spracherwerb und die Aneignung der kulturellen Grundlagen sollten m.E. sogar noch stärker ein Selektionskriterium zum Bleiberecht sein. Die Bereitschaft dazu ist eine Bringschuld der Migranten. Es ihnen zu ermöglichen eine Bringschuld der Gesellschaft.

      – Projekte zur Bekämpfung von Rassismus zu stärken

      Gemeint ist hier der Rassismus der Migranten. Da gibt es teilweise massive Defizite (nicht verwunderlich, wenn man sieht aus welchen Ecken des Planeten die kommen)

      Sieh es doch mal als Versuch, die saturierte hiesige Gesellschaft zu re-vitalisieren.

      Und zu dem Aggressionspotential: Wie wäre es eigentlich mit einer deutschen Fremdenlegion? Auch für die Heissporne gibt es durchaus Verwendung…

      • @PM
        „– Projekte zur Bekämpfung von Rassismus zu stärken
        Gemeint ist hier der Rassismus der Migranten. Da gibt es teilweise massive Defizite (nicht verwunderlich, wenn man sieht aus welchen Ecken des Planeten die kommen)“

        Wie kommst du darauf? Muss man nicht befürchten, dass sie sich hier auf die Neusprech-Definition von „Rassismus“ bezieht und damit genau die befürchteten Zustände absichert und flankiert?!

    • „(Dem Kollegen bei 0:40 wird wohl noch ‘ne Weile vor lauter Bereicherung die patriotische Birne brummen :D“

      Ich finde viel „witziger“; dass es so aussieht als wären bei 0.40 in der Ecke links zwei JuSos oder Grüne Jugend oder die Sozialarbeiterinnen dieser Männer eingeklemmt^^.

      Ich finde das auch ziemlich unwürdig, dass solche Konflikte dann einfach fortgesetzt bzw. an Orte verlagert werden, die iegentlich friedlich sind.
      Dann kann man sich das Flüchten auch gleich sparen.

      Es zeigt aber auch, dass es hier nicht wenige sind, die tatsächlich einfach nur hier „leben“, aber mit der Politik eines anderen Landes verflochten sind und für diese Politik in der Fremde dann auch eintreten.
      Das wird selbst ohne den IS und irgendwelche Salafisten heftig werden, vielleicht wird man sich als Türke oder Kurde früher oder später für eine Seite entscheiden müssen wenn das weiter eskaliert.

      Und es zeigt wie tierisch wir eigentlich sind. Alles läuft wild durcheinander und haut/tritt auf unprofessionelle Weise um sich, selbst wer am Boden liegt, strampelt noch um sich um irgendjemanden zu erwischen und mittendrin die Polizei.
      Ich würde ja schon längst streiken und die Sicherung solcher Demonstrationen der Antifa überlassen.
      Achso, sind diese türken nicht irgendwie „rechts“, also nationalistisch? Stört das die Antifa nicht? Ich dachte, die sind gegen sowas.

      • @Ata: „Ich finde viel “witziger”; dass es so aussieht als wären bei 0.40 in der Ecke links zwei JuSos oder Grüne Jugend oder die Sozialarbeiterinnen dieser Männer eingeklemmt^^.“

        Lol, das wär natürlich der Hammer. 😀

        Siehe auch:

        https://phinau.de/jf-archiv/archiv08/200807020813.htm

        „Auf dem linksextremen Internetportal Indymedia erschien in der vergangenen Woche der Erfahrungsbericht eines „Antifaschisten“, der nach eigenen Angaben versucht hatte, sich an einer „Mahnwache für den ermordeten Salih“ zu beteiligen, und dafür Prügel bezog. „Einige Jugendliche beschimpften mich ohne erkennbaren Grund als ‚Scheiß-Deutscher‘, ‚Schweinefresser‘ und ‚Nazischwein‘ und schlugen mir ins Gesicht“, heißt es in dem Bericht von Hartwig Pruske vom Krefelder Präventionsrat gegen Rassismus und Gewalt. Der Angriff erfolgte, obwohl er ein „deutlich als antifaschistisch“ erkennbares Plakat mit der Aufschrift „Gegen jeden Rassismus – Nazis entschlossen engegentreten!“ bei sich trug. Auch andere deutsche Teilnehmer seien angepöbelt worden. „An dieser Stelle wird praktische Solidarität schwierig, weil sie anscheinend von einem großen Teil der Adressaten überhaupt nicht erwünscht ist.“ Für Pruske ist diese unerwartete Mißfallensäußerung allerdings kein Grund, von seinem Vorhaben abzulassen.

        „Wir Linken müssen jetzt deutlich machen, daß es viele Menschen mit ‚deutschem‘ Hintergrund gibt, die auf der Seite der diskriminierten MigrantInnen stehen, und daß der Konflikt in Wahrheit kein Konflikt zwischen Nationalitäten, Religionen oder angeblichen ‚Rassen‘ ist, sondern eine Auseinandersetzung allein um soziale Benachteiligung und Ausgrenzung von Menschen mit bestimmter Herkunft!“

        Er hege die große Befürchtung, daß sich bei vielen Beteiligten eine „ethnisierende Sichtweise“ des Konflikts herausbilden könnte. Zumal sich dieses mit seinen eigenen schmerzhaften Erfahrungen decke. „Daß ich zur Mahnwache gekommen war, um gemeinsam mit den Trauernden und an ihrer Seite zu demonstrieren, war scheinbar irrelevant – ich wurde auf meine ethnische Herkunft reduziert und allein wegen dieser Herkunft beleidigt und angegriffen“, beklagt sich der linke Aktivist. “

        Da stößt man doch als Satiriker an seine Grenzen…

  12. „Und zu dem Aggressionspotential: Wie wäre es eigentlich mit einer deutschen Fremdenlegion? Auch für die Heissporne gibt es durchaus Verwendung…“

    Intressanter Gedanke an sich, aber ich seh hier 2 Probleme

    1) Keine Gute Idee, Moselm-Jungmänner mit Waffen auszurüsten und die im Gebrauch dieser Waffen auszurüsten, da deren Treue zu Deutschland bezweifelt werden darf

    2) Die Kompetenz moslemischer Fachkräfte hält sich oftmals stark in Grenzen, d.h. selbst wenn sie Deutschland gegenüber loyal handeln, könnten sie mehr schaden als nutzten.

    „– drastische Kürzung der Sozialleistungen für viele abgelehnte Asylbewerber
    – eine Beschleunigung von Asylverfahren
    – unangekündigte Abschiebungen.“

    Das wäre natürlich sehr zu begrüßen.
    Hoffen wir nur, dass es auch konsequent und intesniv genug durchgezogen wird -und vor allem- noch zu rechten Zeit kommt.

    • „die im Gebrauch dieser Waffen auszurüsten“; Fehler, soll natürlich heißen: „die im Gebrauch dieser Waffen auszubilden“
      😉

    • Ich wüsste jetzt nicht, warum analog dazu die Treue der französischen Fremdenlegionäre zu Frankreich anders/besser sein sollte. Im Grunde sind es Söldner, die neben Geld auch gesellschaftlich/rechtliche Boni, wie z.b Staatsbürgerschaft erhalten (wenn sie ihren Vertrag erfüllen und überleben)

      Zur Kompetenz moslemischer Fachkräfte…das ist wahrscheinlich eine unterschiedliche Sichtweise von uns beiden. Ich sehe überall auf diesem Planeten anständige Menschen (sogar bei den Musels, stell Dir vor) und finde es sinnvoll, wenn diese anständigen Menschen hier bei uns dienlich leben können, anstatt woanders vor die Hunde zu gehen.

      Das es überall auch anständige Menschen gibt, bedeutet nicht, dass es überall nur anständige Menschen gibt. Daher kommt den Filterfunktionen bei der Zuwanderung natürlich besondere Bedeutung zu.

      Aufgrund historischer Altlasten ist dies allerdings kein geeignetes Thema für einen breiten öffentlichen Diskurs.

  13. WOW!

    „You have a right to be belived“!! 0_o

    Hierzu:

    Vor allem die Reaktion der Reportösen ab 15:10 ist sehr interessant – und sehr besorgniseregend, weil representativ für (junge) Frauen, ob jetzt offiziel feministisch oder nicht.

      • … jetzt wissen wir was die aktuelle deutsche bundeskanzlerin über massenzuwanderung aus islamischen staaten und diesbezüglichen ängsten europäischer bürger hält. Ein erschütterndes dokument.

        • Erschütternd? Das kannst Du laut sagen!

          Mutti hat doch echt nen Vollschuß!
          Die Fragerin hat Angst vor Islamisten und Islamisierung, und die Mutter aller Gläubigen rät, daß wir in die Kirche gehen und die Bibel lesen sollen.
          Und dann? Werden davon Terroristen zu Lämmchen?

          Und dann die Nazikeule, nach der wir Deutschen angesichts unserer Verbrechen von anno dazumal schön die Klappe halten sollen.
          Daß sie nicht noch mit den Kreuzzügen gekommen ist, wundert den Zuhörer. Ist sie heimlich SED-Mitglied?

          Fazit: Diese Person ist keine CDU-Politikerin mehr, sondern eine getarnte Grün-rote Erfüllungsgehilfin. Was nützt es, wenn die CDU die Mehrheit hat, und trotzdem ultralinke Politik gemacht wird?

      • @Petpanther: „gemany’s suicide note“ trifft es perfekt!

        Danke für’s Teilen! Sehr gute Analyse!

        @Axel: „Mutti hat doch echt nen Vollschuß!“
        Einen, den sie leider mit vielen aus Politik, „Kultur“, Medien und „wissenschaft“ in der westlichen Welt teilt. (Viele Frauen aus der Mitte der Geselschaft sind ähnlich verquer drauf, bei den Männern sieht es schon etwas besser aus.)

        Broder hat das etwas blumiger, aber dennoch recht deutlich zum Ausdruck gebracht:

        http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article146427223/Ist-die-maechtigste-Frau-der-Welt-ueberfordert.html

        Gruselig, diese Frau. Und um sie herum nur schleimige Oppurtunisten, die lieber den ganzen Kontinent zum Teufel schicken als sich mal von der Mutti-Brust loszureißen.
        Je früher wie diese „Leute“ los sind, desto besser.

        Käsmann hat ja auch ins gleiche Horn geblasen wie Angi M.:

        http://www.welt.de/politik/deutschland/article146239250/Angst-vor-Islamisierung-Gehen-Sie-in-die-Kirche.html

        „Ich muss bei den besorgten Mitbürgern immer ein wenig lächeln. Ich sage denen gern: Gehen Sie sonntags in die Kirchen, dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben“, sagte sie der „Hamburger Morgenpost“. Die wegen einer Islamisierung „besorgten Mitbürger“ nimmt Käßmann „ernst, aber ich stelle ihnen in Abrede, dass sie für das christliche Abendland sprechen“.

        (Natürlich ganz unabhänig hiervon frage ich mich grade, ob das Wort „Arschloch“ auch gegendert werden muss. Aber gegendert werden nur positive Begriffe, oder?)

        Hierzu:

        http://www.zellerzeitung.de/index.php?id=154
        (Im unteren linken Eck, wie treffend 😉

    • Toller artikel, @axel. Übrigens benutzt er den ausdruck „wohlmeinende Geister“ 😀 es ist erschütternt mit ansehen zu müssen, wie die wohlmeinenden euphorisch ihren hehren idealen wie irrlichtern hinterherlaufen und dabei jede vorsicht fahren lassen. Man sehnt sich tatsächlich eine alternative herbei.

      • @albert
        „Man sehnt sich tatsächlich eine alternative herbei.“

        Einen „starken Mann“ eben. Genau diese Sehnsucht zu erzeugen, das ist nicht nur das ureigenste Metier dieser Zeitung, der jegliche „Identitätspolitik“ ebenso am Herzen liegt, wie den genderern, wenn auch leicht anders begründet.

        • ät Alberto und Alex:

          „wie die wohlmeinenden euphorisch ihren hehren idealen wie irrlichtern hinterherlaufen“
          – Die „hehren“ Ideale haben ja alle Totalitätsbegeisterten, ob links, rechts oder religiös.

          IdR sind es aber nur Lippenbekenntnisse, wie zB bei Marenlein und ihrer „Empathie“.
          Die „Empathie“ sorgt natürlich nicht dafür, daß Flüchtilanten privat aufgenommen werden oder nennenswerte Beträge für die Empathie-Empfänger geopfert werden.
          Außerdem gelten die hehren Werte natürlich nur für eine kleine Gruppe ideologisch vorgegebener „Opfer“.
          Föten zB gehören bei den Linken nicht dazu.

          „Einen “starken Mann” eben.“
          – Nazi, Putin?
          Etwas anderes läßt Deine Weltsicht nicht zu?
          Ich hätte was Schönes anzubieten: Weitgehende Entmachtung marginaler intellektueller Lobbygrüppchen, die ihre Hirnfürze via „Kultur“ oder Medien den restlichen 90% der Menschen aufzwingen.

          Das beste Beispiel dafür ist der Genderismus: Ursprünglich die verlachte Ideologie einer lesbischen Feministinnen-Sekte, ist sie durch geschickteste Lobbyarbeit im Hauptstrom angekommen.
          Eine einzigartige Karriere, die an die Karriere anderer grotesker Sekten-Ideologien wie Bolschewismus oder Nazitum erinnert.

          So etwas muß in Zukunft verhindert werden!

          Wer hat eine Idee, wie das geschafft werden könnte?

        • … jetzt bleib mal auf dem teppich. ich habe persönlich schon zeiten erlebt in denen es in deutschland nicht diesen politischen einheitsbrei gab und man bei der wahl das gefühl hatte eine entscheidung treffen zu können, @alex. oder bist du etwa der meinung, dass die steuerung und kontrolle von einwanderung mit demokratischen prinzipien unvereinbar ist?

        • ich glaube, dass noch niemals morde im namen des buddhismus begangen wurden. das kann kaum eine andere ideologie und religion für sich in anspruch nehmen. der buddhismus ist ausgesprochen rational und beschwört das prinzip von ursache und wirkung. sprich ein aufgeklärte rationale kultur würde meines erachtens diese ideologischen ekzesse verhindern, @alex.

        • „… bist du etwa der meinung, dass die steuerung und kontrolle von einwanderung mit demokratischen prinzipien unvereinbar ist?“

          Ich wollte nur darauf anspielen, dass rechtsaussen Zeitungen wie die JF immer nach dem „starken Mann“ schreien bzw mittlerweile vorsichtiger geworden, die Sehnsucht dafür im Leser wecken wollen. Denn in unserem Land ginge ja viel zuwenig und da müsse „Ordnung“ her etc. Dehalb diese ganzen schrillen Töne derzeit, die sich gerne auf Merkel stürzen und allerlei Panik schüren möchten.

          Die Identitätspolitik ist auch so ein rechtes Ding. Früher mit Nationalismus und Rassismus, heute ist man in dieser Tadition sehr viel vorsichtiger in seinen Umtrieben, dann ist von Nationalidentität und Ethnien die Rede. Die JF scheint ganz auf Linie dieser Chefideologen, die gerne aus Frankreich stammen.

          @axel
          „Die “hehren” Ideale haben ja alle Totalitätsbegeisterten, ob links, rechts oder religiös.“

          Das ist wohl eine jener Projektionen der Rechten, die natürlich nicht einsehen können und wollen, dass es mehr gibt auf dieser Welt als reine Machtausübung.
          Denn sie sind ja selbst genau jene „Gutmenschen“, die ja alle bezeichnen sollen.

  14. Hier ist noch einer, ein Mikrobiologe, der wie ich meint dass die Genetik unvollständig und unverstanden ist:
    http://www.non-gmoreport.com/articles/october2013/genetic-engineering-has-become-religion.php
    „“The whole foundation of genetics turns out to be wrong,” he said. “Eye color is not determined by a single gene. DNA is not a master molecule.“

    So hatte ich das auch beschrieben, dass die DNA wie eine Klaviatur ist, der tatsächliche Bauplan, die „Melodie“, aber von aussen kommt.

    • Nein. Schon wieder falsch.

      Es ist eine Hierarchie von komplexen Prozessen aufbauend auf den Genen, d.h. es gibt keine einfache Zuordung Gen -> Phänomen.

      Das ist die “Melodie“ in diesem Bild. Von außen kommen Einflüsse auf die diese Prozesse reagieren.

    • „Chapela said … a wrong scientific paradigm, the “central dogma,” which states that specific traits are predetermined by genes.“

      Das „zentrale Dogma“ (mit leicht ironischem Unterton zu lesen) ist einfach, dass die genetische Info vom Gen ins Protein „fliesst“, nie andersherum. Dass „spezifische Eigenschaften“ von Genen (vollständig?) vorgegeben werden, ist keine Behauptung des „Zentraldogmas“.

      „…. der tatsächliche Bauplan, die “Melodie”, aber von aussen kommt.“

      Äh, woher?

  15. Feministisches nachtarocken von Laurie Penny’s vorgetragenen manhating Suprematist und Extortion Ansichten.

    M.E. sind das faschistisch denkende sog. “progressive“ Menschen, die uns bisher sozialkonstruktivistische Sozialismen wie Bolschewismus (Stalin, Mao, …), Nationalsozialismus, … beschehrt haben und uns nun mit Genderfeminismus als Arm eines poststrukturalistisch getragenen Kulturmarxismus beschehren.

  16. Anatol Stefanowitsch will uns weismachen, welche Wörter im Sprachgebrauch problematisch sind und welche nicht.

    „Nachdem ich mich vor einigen Wochen mit dem Wort „Asylkritiker“ und der Frage beschäftigt habe, wie man Menschen besser bezeichnen könnte, die Flüchtlinge und deren Unterkünfte verbal und mit Brandsätzen angreifen, möchte ich heute den aktuellen sprachlichen Umgang mit den Angegriffenen kritisch beleuchten.“

    Nach langem Blabla, was denn nun schlimm ist und was nicht kommt er zu folgendem Fazit:

    „Aus dieser Sicht würde es sich vielleicht anbieten, das Wort „Migrant“ als neutrale Bezeichnung zurückzuerobern. Das Wort hat zwar auch einen gewissen negativen Beiklang, aber es hat den Vorteil, dass es auf die vielen Millionen Menschen anwendbar wäre, die derzeit weltweit in Bewegung sind, ohne nach deren Gründen zu differenzieren oder auch nur zu fragen.“

    Wie gut, dass Steven Pinker dazu was unter dem Begriff „Euphemismustretmühle“ geschrieben hat, was solche politisch korrekten Bemühungen vollkommen unnötig macht.

    „Sie besagt, dass jeder Euphemismus irgendwann die negative Konnotation seines Vorgängerausdrucks annehmen wird, solange sich die tatsächlichen Verhältnisse nicht verändern.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus-Tretm%C3%BChle

    • „No one wants a white, CIS male child, and the people who pretend they do are merely deluding themselves.“

      [..]

      „it’s important for your child to see that even the micro-displays of masculinity should be snuffed out at the root before they spread like the cancer that they are.“

      Der ganz alltägliche Männerhass…

      oder ist das auch nur wieder ein Joke, wie #KillAllWhiteMen?

      Was ist das bloß für eine Seite?

  17. Eigentlich wäre es eine schöne Aufgabe der Gender Studies handreichungen für die Rollenbilder verschiedener Kulturen für die Flüchtlinge zu erarbeiten und diese dem deutsch-europäischen Rollenkanon/Idealbild gegenüberzustellen.
    #GenderStudiesFail

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