Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 17. September 2015

Zu Zerfleischungen im Feminismus: Lann Hornscheidt als Rassist

Der radikale intersektionale Feminismus ist aus meiner Sicht nicht der Lage, jemals eine dauerhaft konstruktive Arbeit im größeren Stil zu ermöglichen. Er verliert sich in seinen vielen hierarchisch aufgebauten Diskriminierungsebenen, in der es keine Rücksicht oder keine minderschwere Tat geben darf, sondern alle Taten zu Distanzierungen und Ausschlüssen führen müssen, die eine solche Szene entweder zerreißen oder eben relativ homogen machen müssen. Konflikt ist insbesondere dann vorprogrammiert, wenn nichtintersektionale Feministinnen die anderen Ebenen ignorieren und einfach Feminismus betreiben wollen oder wenn zwei ungeklärte Diskriminierungsebenen aufeinanderstoßten. Dies scheint gerade mal wieder passiert zu sein, und zwar in der Form der Ebenen „Transsexualität“ und „Rasse“.

Die Fachschaftsinitiative der Humbold-Uni aus dem Bereich Gender Studies berichtet:

Liebe Student*innen der Gender Studies, liebe Interessierte,

Anfang Juli 2015 sah sich die weiß und mehrheitlich cis*-positionierte Fachschaft Gender Studies (FSI) dazu gezwungen, eine weiß und trans*-positionierte Person (R.) auszuschließen.

Das ist ja ersteinmal schon ein Skandal: Anscheinend schafft es die Fachschaftsinitiative nicht hinreichend ihre eigenen Privilegien zu hinterfragen und ist weißpositionierte (nicht: mehrheitlich weiß). Eigentlich schon ein Armutszeugnis und selbst Hinweis auf Rassismus. Aus diesem wurde nunmehr eine weiß und transpositionierte Person ausgeschlossen. Eigentlich ist bereits bei dieser Formulierung und Hervorhebung klar, dass es um Rassismus gehen wird.

Im Rahmen seiner_ihrer Fachschaftsarbeit kam es zu massiven rassistischen Äußerungen und Handlungen durch R. Dass erstmalig so ein drastischer Schritt, ein Ausschluss, nötig ist, möchten wir an dieser Stelle begründen und unsere Entscheidung öffentlich darlegen. Denn Rassismus ist keine Privatangelegenheit!

Im Zuge eines Seminars der Gender Studies bei Lann Hornscheidt im Sommersemester 2015 wurde gegen den, von Lann Hornscheidt ausgeübten, Rassismus interveniert. Eine beteiligte, cis-positionierte, PoC (N.) hat nach der Intervention die FSI davon in Kenntnis gesetzt.

Lann Hornscheidt wird Rassismus vorgeworfen, und das ansscheinend in einem Maße, das ein „intervenieren“ der PoC (ist es eigentlich rassistisch eine PoC mit „N.“ abzukürzen?) erforderlich war und die „Fachschaftsinitative verständigt wurde.

Hier ist eigentlich für einen Kenner dieser Theorien bereits klar: Wenn ein PoC Rassismus vorwirft, dann liegt auch Rassismus vor. Widerspruch ist bereits selbst Rassismus, da sich gerade eine Weiß positionierte Fachschaftsinitiative natürlich nicht anmaßen darf, dass sie sich in dem Bereich besser auskennt als die PoC.

R.s Reaktion darauf war in mehrfacher Hinsicht anmaßend und diskriminierend. Als weißeTrans*-Person verlangte R. von der WoC spezifische Auskünfte über die race- und gender-Positionierungen innerhalb der Interventions-Gruppe. Denn schließlich sei derweiße Raum, in dem interveniert wurde, ein Schutzraum für Trans*-Personen. Somit müsse, als Legitimation, ein_e Trans*Inter*GnC (Gender non Conforming) PoC oder Schwarze_r in die Intervention involviert sein. Wenn ein_e solche_r nicht gefragt werden könne, müsse letztlich eine weißeTrans*Inter*GnC Person die Erlaubnis erteilen, in einem „weißen Trans*Schutzraum“ zu intervenieren, zum Beispiel R. selbst.

Ich übersetze das mal: R war der Meinung, dass N. es etwas übertreibt und Lann Hornscheidt hier nicht etwa rassistisch war, sondern die Interessen von Transpersonen vertreten hat. Da R bewußt war, dass ausschlaggebend für das Ergebnis war, wessen Opferperspektive berücksichtigt wird, fragte er, wie sich die Gruppe zusammensetzt: Wenn da nur Schwarze oder sonstige „Nichtweiße“ vertreten wären, dann wäre zu befürchten, dass eine „Verurteilung“ wegen Rassismus erfolgt. Wären hingegen auch Transsexuelle oder zumindest Personen, die sich weniger deutlich einem Geschlecht zuordnen vorhanden, dann wäre die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Position, die er wahrscheinlich bei Lann Hornscheidt sieht, eher berücksichtigt wird und zumindest dem Rassismusvorwurf entgegengehalten wird.

Vergleichbar wäre dies bei einem Vorwurf der katholischen Kirche zur Zeiten der Hexenprozesse, bei der ein Heiler beschuldigt wird, schwarze Magie auszuüben und jemand darauf bedacht ist, dass in der Inquisitionsgruppe nicht nur Geistliche, sondern eben auch Heiler vorhanden sind und dieser Nachfragt, wie sich die Personen, die in Betracht kommen einordnen: Sieht sich einer vielleicht als Heiler? Dann wäre es günstiger.

Es ist also im Prinzip ein klassisches „die Revolution frisst ihre Kinder“, bei dem eine der revolutionären Gruppen bei einem Prozess über einen der seinen möglichst viele eigene unter den Richtern wissen will.

Anscheinend wird auch angeführt, dass in diesem Moment, in dem Lann Hornscheidt seinen Rassismus gezeigt haben soll, nur Weiße anwesend waren und in dieser Zusammenhang eben der Schutz von Transsexuellen vorgehen würde. Also vielleicht so etwas wie „Unter Weißen darf man doch wohl mal sagen, dass Transsexuelle in vielen Ländern mit schwarzer Bevölkerung sehr stark diskriminiert werden, dass ist dann nicht rassistisch, sondern ein Hinweis auf die Diskriminierung von Transsexuellen“.

N. weigerte sich, Auskünfte über die Positionierungen der Beteiligten zu geben. Die WoC wies R.s uneinsichtiges Beharren auf Antworten und diese Argumentationsweise an sich, als Ausdruck rassistischen Derailings und weißen Dominanzgebärens entschieden zurück.

Klar, das Ansinnen, dass man ein Inqusitionsgericht zur Aufklärung von Hexerei nicht mit Geistlichen besetzen kann,sondern auch einen Heiler einbeziehen müsste, ist Anzweifeln der heiligen Ordnung und damit Abwertung der Geistlichkeit. Als ob nur Heiler entscheiden könnten, was Heilerei und was Hexerei ist und da einen Wissensvorsprung hätten!

Interessant wäre es gewesen, wenn R. ein schwarzer Transsexueller gewesen wäre. Dann hätte man diese Unterscheidung schwerer machen können und hätte auch die Transsexualität eher berücksichtigen dürfen. Aber die Verteilung ist ansonsten eben einfach: In der Kategorie „Rasse“ ist der Weiße der Unterdrücker und der Schwarze der Unterdrückte. Damit kann nur ein Schwarzer bzw. ein PoC entscheiden, ob Rassismus vorliegt, niemals aber ein Weißer. Der Wunsch, wenn er auch eigentlich auf eine andere Kategorie bezogen ist, kann nur „weißes Dominanzgebären“ sein.

Die FSI hält R.s Argumentation für falsch und rassistisch:
Eine PoC oder Schwarze Person braucht weder die Erlaubnis einer weißen Person, um gegen Rassismus zu intervenieren, noch ist sie ihr Rechenschaft oder Auskunft schuldig. Deswegen sind die tatsächlichen gender- und race- Positionierungen an dieser Stelle auch irrelevant.

Ein geistlicher braucht keine Erlaubnis eines Weltlichen um gegen Hexerei zu intervenieren. Er muss auch keine Rechenschaft oder Auskunft geben. Natürlich ist es irrelevant, was er sonst noch vertritt, denn die Opferfrage bestimmt die Richter. Wenn Rassimus vorliegt, dann geht es eben nur um Rassismus. Wenn dann eine andere Kategorie mit hineinspielt dann ist es Sache dieser Kategorie, einen Ausweg zu finden. In meinem Beispiel wäre dieser beispielsweise gewesen, darauf hinzuweisen, dass aufgrund des Kolonialismus leider die Binarität der Geschlechter in vielen afrikanischen Ländern noch eine starke Position hat und dieser daher für Transsexuelle problematisch sein kann, dass aber natürlich dafür nicht etwa PoCs verantwortlich sind, sondern eben der Kolonialismus. Oder man hält über dieses Problem einfach den Mund.

Das Nachfragen an sich, als auch der Glaube, ein Recht auf eine Antwort zu haben, sind in diesem Zusammenhang rassistisch. Als weiße Person die Beteiligung einer Schwarzen oder PoC Trans*Inter*GnC-Person an einer antirassistischen Intervention gegen eine weiße Lehrperson zu fordern, verstehen wir als Tokenizing (Instrumentalisierung).

Den letzten Satz finde ich interessant. Denn sie betonen hier ja gerade beständig die Wichtigkeit der Hautfarbe und das er ein Weißer ist. Wenn er nun will, dass auch eine Trans*Inter*GnC-Person beteiligt ist, um ihre besondere Unterdrückungserfahrung einzubringen, dann soll das wieder eine Instrumentalisierung sein.

Die Darstellung dieses, weiß dominierten, Seminarraums als Schutzraum für Trans*-Personen trifft unserer Ansicht nach nicht zu. Es handelt sich um ein Universitätsseminar und nicht um einen Schutzraum. Selbst wenn der Raum trans*freundlich wäre, so wäre er dies nur für weiße Trans*-Menschen, da er rassistisch strukturiert ist, wie alle Uni-Räume hier. Daher kann er kein „sicherer“ Raum für Schwarze oder PoC sein, gleich welcher Gender-Positionierung oder sexuellen Orientierung. Somit kann ein weißer Raum niemals als Schutzraum fungieren.

Der Hinweis ist innerhalb dieser Theorie in der Tat wenig überzeugend. Es kann keine Schutzräume für Rassismus geben, auch nicht, wenn dieser Rassismus eigentlich nach Sicht des Sprechers nur Interessenvertretung von Transpersonen ist. Ob Schwarze im Raum sind ist da natürlich vollkommen irrelevant.

Und: Rassismuskritik zerstört oder destabilisiert keine Räume, sondern Rassismus und white supremacy (weiße Vorherrschaft)! Wenn weiße Räume als „meine Räume“ bezeichnet werden, wie R. es mehrfach tat, ist das nichts anderes als der traurige Versuch, den rassistischen Status Quo aufrechtzuerhalten.

In der Tat. Das ist ein reichlich bescheuerter Einwand, wenn man mitten in der Theorie steckt. „Meine Räume“ finde ich auch eine sehr komische Bezeichnung.

Über diese rassistischen Äußerungen hinaus wurde N. fremdpositioniert und abgesprochen GnC zu sein. Ihr wurde vorgeworfen, das Konzept der Intersektionalität nicht zu verstehen. Dieser Vorwurf ist nicht nur gegenüber einer mehrfachdiskriminierten queeren WoC, sondern auch inhaltlich fehl am Platz. Neben der Zuschreibung Intersektionalität nicht zu verstehen, auch den Missbrauch der Definitionsmacht vorzuwerfen, ist zynisch. Strukturell besitzen weiße Menschen Definitionsmacht, insbesondere über Rassismus.

„Fremdpositioniert“ ist auch ein geiler Vorwurf. Den kann man eigentlich fast immer bringen. Wenn man „Transrace“ vertritt sogar in Bezug auf die Hautfarbe.

R. hat hier also gesagt, dass N nicht versteht, dass es hier nicht um Rasse, sondern um Transsexualität geht und demnach auch eine Person beteiligt werden muss, die diese Perspektive einbringt. Da hat R ja auch durchaus einen Ansatzpunkt, nur wäre das  bereits ein Zugeständnis, dass Transsexualität zu verteidigen einem erlauben soll rassistisch zu sein. Was eben nicht geht. Dazu hatte ich oben bereits etwas geschrieben. Zwar kann ein Zustand Transsexualität und Rassismus betreffen, er muss dann aber so behandelt werden, dass keiner Opfer ist. Auch wenn man dazu etwas unter den Tisch fallen lassen muss.

R. verübte massive Grenzüberschreitungen, unter anderem vor allem dadurch, dass N.s  ausdrückliche Bitte, keine Mails mehr zu erhalten, nicht respektiert und stattdessen verhöhnt wurde. Vielmehr folgten daraufhin, über mehrere Tage hinweg, über 20 weitere E-Mails. Dabei gab es sexistisch-rassistische Beleidigungen und Drohungen durch R.

Die FSI hat den Anspruch, Trans*feindlichkeit ernst zu nehmen und begrüßt die Auseinandersetzung mit und das Vorgehen gegen diese Diskriminierungsform.
Das Nicht-Eingehen auf rassistisch konnotierte Nachfragen zu einer antirassistischen Intervention ist jedoch keine Trans*feindlichkeit. Wir halten R.s Behauptung, N. hätte sich in diesem Konflikt trans*feindlich verhalten, für victim blaiming (Täter_innen-Opfer-Umkehr). Auf eine Rassismuskritik zu reagieren, indem die eigenen, weißen Befindlichkeiten und Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt werden, verstehen wir als Derailing (Ablenkung vom eigentlichen Thema/ vom eigenen diskriminierenden Handeln).

Das problematische ist hier denke ich mal wieder, dass die eigenen Privilegien ungern hinterfragt werden und nicht gesehen wird, dass sich die eigene Ideologie jederzeit gegen einen wenden kann. Gerade Personen, die wie Transsexuelle, sonst sehr weit oben in der Opferhierarchie dieser Ideologie stehen, verkennen, dass sie dennoch in den meisten anderen Katgorien Täter sind und sich entsprechend verhalten müssen. Diese Perspektive ist, gerade wenn man eigene Interessen beeinträchtigt wird („Aber gerade schwarze Länger SIND besonders Transfeindlich“) natürlich schwer einzusehen.

Die dargelegten rassistischen Handlungen können wir nicht tolerieren. Sie sind unvereinbar mit unserem Selbstverständnis als Fachschaft. Eine weitere Zusammenarbeit mit R. ist so nicht möglich.
Fachschaftsinitiative Gender Studies

Klar, denn ein dulden wäre ja auch eine Duldung von Rassismus und damit ein Ende des Selbstverständnisses als „Die Guten“.

Ich bin wirklich gespannt, was Lann Hornscheidt gesagt haben soll und ob man dazu, nachdem die „Interventionsgruppe“ tätig war, etwas mehr erfährt. Auch interessant wird, wie Lann Hornscheidt darauf reagiert.

Es ist ja schon interessant, dass eine Person, die Bücher mit dem Titel “ Rassismus auf gut Deutsch. Ein kritisches Nachschlagewerk zu rassistischen Sprachhandlungen“ mit herausgegeben hat und als „Expertin für Rassismus“ gehandelt wird, des Rassismus beschuldigt wird.

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Responses

  1. Hoy,
    Interessanter an diesem Artickel ist die Opfertreppe, die wir bauen können
    Schwarz>andere ethnische Gruppen >transsexuell>weiblich>ganzer rest! wie Männer und Kinder…

    Wie die ticken kann man hier sehen
    https://genderini.wordpress.com/2014/11/21/statement-gegen-rassistische-epistemische-gewalt/
    Und hier
    https://genderini.wordpress.com/2014/12/04/statement-von-ak-uniwatch-zum-vorgehen-der-gemeinsamen-kommission-des-ztg-bzgl-weiterleitung-des-statements-zum-kolloquium-epistemische-gewalt/
    Wo der ak Uni watsch rummault.
    Interessant ist die verteidigung vom ZTG (Zentralkomitee Gender)
    “Rassismusvorwürfe sind hier ständig im Raum. Wir können überhaupt nicht mehr miteinander reden, weil es nur noch darum geht Rassismusvorwürfe zu verbreiten.”
    “Ich möchte, dass wir in der Sitzung fortfahren und dass das was wir gerade beschlossen haben auch gemacht wird. Das kann nicht sein, dass Sie hier einfach reinkommen und sagen wir haben ein Statement gemacht und Sie müssen das jetzt verbreiten. Wir müssen überhaupt nichts.”
    “Ich finde auch anonyme Schreiben in denen Kolleginnen diffamiert werden (…) die sich dann nicht wehren können problematisch.”
    “Ich finde es problematisch, dass immer die angegriffen werden, die sich mit Rassismus auseinandersetzen.”
    “Die Organisationen, die das Statement unterschrieben haben waren NICHT MAL da auf dem Kolloquium.”
    “Rassismus ist immer eure einzige Entschuldigung.”

    Hört sich so an wie die Verteidigung die auch böse Maskus bringen…

    • Sorry etwas unleserlich dank Apfel automatischer Verbesserung… Apple watch sozusagen…

    • Ich bin gar nicht sicher, ob es eine reine opfertreppe ist.
      Eine Entschuldigung, dass man transfeindlich sein darf, wenn man Rassismus kritisiert, würde wohl auch nicht greifen.
      Es sind vielleicht einfach die schwerer zu bildenden Fälle.
      Es gilt eher, dass man nichts falsch machen darf und alles falsch sein kann.

      • Denke ich nicht, ich denke die eine Gruppe hat einfach mehr definitionsmacht. Du kannst nicht sagen, alle Räume sind queerfeindlich, weil Du als queer auch untertauchen kannst, dich also verkleiden. Doch:
        „Selbst wenn der Raum trans*freundlich wäre, so wäre er dies nur für weiße Trans*-Menschen, da er rassistisch strukturiert ist, wie alle Uni-Räume hier.“

        PoC sticht Queer… auf Deutsch, Du bist weiss und kannst machen was Du willst, solange Du nicht schwarz bist, bist Du nicht so diskriminiert wie wir alle hier, sondern potentieller Diskriminator! Wir aber dürfen Dir sagen was Diskriminierung ist, weil Deine Schutzräume eh rassistisch sind, auch wenn ein paar Schwarze, PoC oder Roma teilnehmen! Somit, Schwarze vor PoC und PoC vor Roma. Sinti interessieren hier eh nicht…

        Ich finde ja eh, jeder sollte nur mit seinen eigenen Förmchen spielen. Aber wenn keine Eltern da sind, oder diese (wie das Lann) zu wenig Autorität haben, dann kommt halt sowas dabei raus.

        Doch Abhilfe ist schnell gefunden, denn den diskriminierten PoC kann ich nur den Rat geben die Massnahmen, die hier angebracht sind, voll auszuschöpfen und z. B. Ka_ugu_mies a/uf di_e Stü*hle von ra_ss*ist~ischen Macka*Typ_en zu kl_eben. Oda Vo_rles_ungen du_rch lauta räu_spana, rülp_sa und pu_pa zu stö_ra um aufme-rksa_mma mac_ha aufa diskrim_nierunga!

        Was dann als Transfeindlichkeit gewertet wird, wodurch die dann Kau_g_um_mies auf Stü_la kleba kö_nnen… Ich brauch Gott sei dank in dem Kindergarten nicht aufräumen…

        Prost

        PS:
        Folgendes schreibe ich nur, damit andere Sonderzeichen auf meiner Tast_@t_ur nicht diskriminiert werden:
        &é“‚(-è_çà)=+#{[|`\^@])}=$£*µ%ù:/.;,?§!

        PPS:
        Ich möchte auch noch auf die Sonderzeichen aufmerksam machen, die ich durch vorherigen Text nicht sichtbar machen konnte, wie das Lschzeichen oda dax Leee eeeerzeichen oda das com-puta aus Knopfaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa [Blub]

        • @Kai

          Ich hatte mir erst gedacht, man könnte die „weißen Räume“ doch *schwarz* streichen, dann wären sie nicht mehr ganz so rassistisch, diese bösen Räume.

          Aber dann fiel mir ein, das ist ja wie „blackfacing“! 😦
          Dann ist „blackpainting“ nur der Versuch, den darunter liegenden Rassismus (weiß) zu verbergen!

          Und dann fiel mir ein, wer diesen rassistischen Unsinn in mein Hirn gesetzt hat: „Rolling Stones – Paint it black“!

          „I see a red door and I want it painted black
          No colors anymore I want them to turn black“

          Diese Verleugnung der Existenz von Farben und die Aneignung der schwarzen Farbe, um alles schwarz zu malen, löscht gerade die Differenzen und rassistischen Differenzierungen aus, die wir sichtbar machen müssen!

          Dann wurde mir erst so richtig bewusst, in welchem Albtraum POC/WOC/TOC/MOC leben, wie muss es diese Menschen treffen, wenn sie ständig kulturell enteignet werden?

          Wenn z.B. ausgerechnet „The WHITE Stripes“ ein Lied singen namens „BLACK Math“, wo doch alle wissen, die Erfindung der schwarzen Mathematik ist ein Werk von People of Colour!

          Oder „Back in Black“ von ACDC, „Black Night“ von Deep Purple, „Black“ von Pearl Jam, „Man in Black“ von Johnny Cash.
          Ständig wird also schwarze Kultur von Weißen enteignet und meistens merken wir das noch nicht einmal.

          Es ist aber etwas ganz anderes, wenn Nina Simone als POC „Black Gold“ singt, als wenn „Back to Black“ von Amy Winehouse gesungen worden ist.
          Sie kann gar nicht zu „schwarz“ zurückkehren als Weiße, bzw. weiß positionierte und es sollte daher verboten werden!
          Was noch alles verboten werden sollte, ist hier zusammengetragen:
          http://www.listology.com/list/songs-featuring-black-title

          Natürlich muss man die Schwarzen aussortieren, die berechtigt über „schwarz“ singen.
          Ich träume von einer besseren Welt, in der ausschließlich Schwarze von schwarz singen und Weiße von weiß!

          Wo eindeutige Zuordnungen nach Hautfarbe möglich sind, die nicht von derailern wie Michael Jackson, mit seinem unerträglichen „Black OR White“ ständig in Frage gestellt werden.

          In der es mir möglich ist, den allerblödesten Rassismus als Anti-Rassismus zu verkaufen, mich trotzdem gut dabei fühle und allen anderen moralisch überlegen!

          Schönen Gruß, crumar

        • „Oder “Back in Black” von ACDC, “Black Night” von Deep Purple, “Black” von Pearl Jam, “Man in Black” von Johnny Cash.“

          Du hast die wichtigste vergessen, die „Lady in black“ von Uriah Heep.
          Eine reale Frau, die von WHM ins allgemeine Bewusstsein gehoben (gezerrt) wird, aber anonym – also bewusst unsichtbar – bleibt.
          Nicht nur, dass wir ihren Namen nie erfahren haben, ja, sogar Ken Hensley hatte sich nicht die Mühe gemacht, die unbekannte Frau vor seinem Fenster um ihre Identität zu bitten.

          Das Leben ist grausam, besonders für die, die noch nicht einmal wissen, dass sie Opfer sind.

        • @carnofis/crumar

          „“Black Night” von Deep Purple“

          Black Knight. Schwarzer Ritter, ganz, ganz finster….

          Und dann erst die Bands, die die Vereinnahmung schon im Titel tragen, Black Sabbath.

          Sex Bots schon 1976! Wegweisend!

        • @Carnofis

          Ich danke dir, dass du die Fackel der Sensibilität in dieses Forum getragen habt und weitere Beispiele für die Dialektik der Awareness lieferst.

          „Du hast die wichtigste vergessen, die “Lady in black” von Uriah Heep.“

          Das ist tatsächlich richtig und zeigt, wie sehr der tägliche und strukturelle Rassismus strukturell selbst meine Erinnerung strukturiert!

          Es sogar nicht auszuschließen, dass diese unsichtbare Frau durch das Tragen vom „kleinen Schwarzen“ – welches von der weißen (!!!) Coco Chanel erfunden worden ist – noch weiter objektifiziert und verniedlicht (klein) wird und weil das nicht auszuschließen ist, ist es so gut wie sicher.

          Nachdem also geklärt wurde, es handelt sich um männlich-weiße Dominanz, Rassismus, Sexismus und tallismus ist es unerträglich, dass dieses Stück hate speech weiterhin im Radio laufen darf.

          Schönen Gruß, crumar

      • Mir ist grade ein komischer Gedanke gekommen.
        Gibt es beim IS eigentlich Schwarze?

  2. Und ich sag ja immer wieder, die Prügelstrafe abschaffen, das war ein entscheidener Fehler; dafür war die Welt einfach noch nicht bereit…

  3. „Ich bin wirklich gespannt, was Lann Hornscheidt gesagt haben soll“

    Vermutlich etwas wie „Guten Morgen zusammen!“

    • Zusammen ist auch ein kritischer Begriff. Es bedeutet eine Gruppe mit starkem Zusammenhalt, in die man von außen schwer reinkann. Das kann man als klaren Ausschluss aller anderen Ethnien sehen. Außerdem verweise ich auf eine Rede H*tl*rs wo er sagt, wie er mit Eva ZUSAMMEN campen war.

      • Und „Guten Morgen“ ist ganz klar gegenüber Leuten … pardon ich meine natürlich Personxs*ea die grad schlechte Laune haben ableistisch ausgrenzend.

        Sollte die Hornscheid wirklich einen „Guten Morgen“ gewünscht haben (was mich ganz stark triggern würde) erfordert das eine augenblickliche Intervention!

    • Ich finde es positiv und unterstüztenswert, daß die Studierenden im Bereich Gender Studies sich gegenseitig intervenieren.

      Solange sie das untereinander machen, sind sie beschäftigt und es trifft keine unschuldigen Außenstehenden.

      • „Solange sie das untereinander machen, sind sie beschäftigt und es trifft keine unschuldigen Außenstehenden.“

        Das ist wahr!

        Es ist allerdings auch schwer vorstellbar, dass die eigenen Regeln im Alltag anwendbar sind. Die Kinokassenverkäuferin möchte ich sehen, die nach der rotzigen Aufforderung, bitte doch erstmal die korrekten Pronomen zu erfragen, nicht den Haussicherheitsdienst ruft und unsere special snowflakes herausschaffen lässt.

  4. Offenbar schlägt Rassismus grundsätzlich alle anderen Diskriminierungsformen.

    Schwarze Männer sind meiner Erfahrung nach sehr männlichkeitsbewusst, sie sind meist athletischer als Weiße. In Südamerika haben sie das image, die größten Machos zu sein. Wäre mal interessant, ein Zusammentreffen von Lann Honrscheidt und etwa Mario Balotelli zu erleben.

    Verbirgt sich hinter „PoC (N.)“ wirklich das berühmte N-Wort?

    • @mocho

      „Verbirgt sich hinter “PoC (N.)” wirklich das berühmte N-Wort?“

      Muss überhaupt gar nicht sein, denn Leute aus Nahost sind auch schon PoC (könnte dann allerdings religionsabhängig sein).

      • Es soll offensichtlich Schwarze von den anderen PoC unterscheiden, aber welchen Sinn hat das ? Schwarze als Ober-PoC?

        • ich meine nicht, dass eine etablierte Hierarchie der „PoC“ gäbe.

    • „Verbirgt sich hinter “PoC (N.)” wirklich das berühmte N-Wort?“

      Nein, natürlich nicht, das war nur eine kleine Spitze gegen die Tendenz in alles Rassismus hinein zu interpretieren.

    • ät Mocho:

      „Offenbar schlägt Rassismus grundsätzlich alle anderen Diskriminierungsformen.“

      – Meinst Du?
      Denk mal an die jüdische New York-Läuferin, die vor allem von N-Wörtern und Hispaniern angemacht wurde, wohingegen sich die patriarchalischen Nazi-Weißen deutlich zurückhielten.

      Eigentlich hätten die Antirassist_*Innen weltweit aufschreien müssen, weil durch das Video die Frauenfeindlichkeit der Edlen Wilden bewiesen wurde.

  5. Also mein Hirn weigert sich irgendwas davon zu verstehen. R hat gesagt N hat gesagt, Hornscheidt meinte, und dann sagte R und N meinte und bla bla bla. Alles was ich sehe ist: „Sack mit mehrheitlich weißem Reis in China umgefallen.“.

    • >>“Sack mit mehrheitlich weißem Reis in China umgefallen.”

      Ja. Nur das Problem ist:

      Dieser Sack hier an der HU will, dass alle so umfallen wie die. Alle überall.

      Das Problem sind nicht diese Leute. Es ist das Sendungsbewusstsein das diese Leute haben.

      Seminarräume als weiß dominierte Räume…hallo?

      • @ Tear

        Nichtmal das Sendungsbewußtsein ist das Problem.

        Diese Leute werden Berater der Regierung oder Gleichstellungsbeauftragte.

        Die haben später mal Macht und schreiben an Gesetzen mit.

        • @ddbz

          „Die haben später mal Macht und schreiben an Gesetzen mit.“

          Haben sie schon.

          Ins StGB wird gerade aufgenommen:
          „Straftaten …. rassistisch, fremdenfeindlich, etc motiviert, *im Sinne einer sozialen Konstruktion*.

        • @ Alex

          Ich meinte die diesen Unsinn verzapft haben, bestimmen später mal Regierungshandeln und Personalentscheidungen mit. Da scheinen mir aktuelle Genderisten ja noch normal gegen. 😦

        • Wollen „DIE“ uns mal wieder alle kontrollieren? Ich wette Hornscheidt höchstpersönlich schreibt gerade das STGB um!!!

        • „Ich wette Hornscheidt höchstpersönlich schreibt gerade das STGB um!!!“

          Würde mich nicht wundern, wenn die dort Beraterin ist. Eine Lehrtätigkeit oder gar Forschung ist bei der jedenfalls nicht ersichtlich. Was macht die so den lieben langen Tag so?

        • Was macht die so den lieben langen Tag so?

          Die unterwandern die Illuminaten, wenn sie nicht gerade Chemtrails mit Impotenz-Mittel versprühen.

        • @ kinch

          Als Beispiel mag dies genügen:

          „Wieder Hadmut im O-Ton: “Wie sich aus den Akten des Familienministeriums ergibt, war Baer praktisch fast nur für das Familienministerium tätig. Sie wurde fast nur von dort mit fast 3 Millionen Euro durchfinanziert, und hat dafür ungefähr 1.700 Beratungsdienstleistungen pro Jahr – entspricht ungefähr einer Beratungsleistung pro Dienststunde – durchgeführt. Das hat nicht nur nichts mit der Tätigkeit einer Professorin zu tun, sondern liegt verfassungsrechtlich weit außerhalb der Wissenschaftssphäre. Was genau sie dabei gemacht hat, wird streng geheim gehalten. Soviel ist bekannt, dass sie im Auftrag des Ministeriums andere Ministerien, Minister, Behörden usw. feministisch „beriet“. Wie sie dabei selbst in ihren Berichten an das Ministerium erwähnte, nutzte sie dabei ihre Professur, um als wissenschaftlich und neutral zu erscheinen.”

          http://sciencefiles.org/2015/01/13/professor-wider-fahigkeit-ist-susanne-baer-ein-hoax/

          Übrigens auch diese Genderbude an der HU Berlin.

        • Nein! Sag doch gleich, dass ein Verrückter der Meinung ist, dass unsere Gesellschaft heimlich von der Welt-Genderisten-Verschwörung kontrolliert wird!!!! Mehr Beweis geht gar nicht!!!

        • @ kinch

          Quatschkopp. Versuchst Du erzaehlmirnix neuesten Blogcomic nachzuleben?

          https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2015/09/17/beweise/

          Bisher hast Du keine Argumente. Aber lassen wir das einfach?

        • Bisher hast Du keine Argumente.

          Du meinst, dass ich dir ohne ein Argument antworte zeigt, dass du Recht hast?

        • Du machst dich jedenfalls nur lustig, ohne Argumente.

        • @kinchkun
          „Wollen “DIE” uns mal wieder alle kontrollieren? Ich wette Hornscheidt höchstpersönlich schreibt gerade das STGB um!!!“

          Wie ich sehe hast du keine Ahnung, aber davon eine ganze Menge.
          Die hier waren da übrigens massgeblich:
          http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/startseite/

          Die Änderung des StGB-Textes wirst du wohl finden?

          Tipp: „Ergänzung“ wegen der NSU-Sache.

        • @kinchkun
          „Nein! Sag doch gleich, dass ein Verrückter der Meinung ist, dass unsere Gesellschaft heimlich von der Welt-Genderisten-Verschwörung kontrolliert wird!!!! Mehr Beweis geht gar nicht!!!“

          Wer das noch wissen will, wie „reverses Gaslighting“ (gestern ja Thema) in extemis aussehen kann …..

        • Wollen “DIE” uns mal wieder alle kontrollieren? Ich wette Hornscheidt höchstpersönlich schreibt gerade das STGB um!!!

          Die unterwandern die Illuminaten, wenn sie nicht gerade Chemtrails mit Impotenz-Mittel versprühen.

          Ein Professor der Berliner Humboldt-Uni und die anderen dort herangezogenen Sektenmitglieder (die später mal alle Gleichstellungsbeauftragte und -Berater werden wollen, wofür die Politik wiederum die Stellen schafft) sind sicher nicht gerade ohne Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs. Zumal dieser in Bezug auf Geschlecht/Diskriminierung ja auch in der Politik hauptsächlich von mehr oder weniger radikalen Spinnern angeführt wird, und ja, selbst am BVerfG.

          Ich weiß nicht, ob ich mir mit deiner reductio ad absurdum da so wahnsinnig clever vorkommen würde.

        • @David

          Ein Professor der Berliner Humboldt-Uni und die anderen dort herangezogenen Sektenmitglieder (die später mal alle Gleichstellungsbeauftragte und -Berater werden wollen, wofür die Politik wiederum die Stellen schafft) sind sicher nicht gerade ohne Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs.

          Das ist doch alles nur Wischi-Waschi-Verschwörungs-Gelaber. Konkreter als „Die“ haben irgendwie „Einfluss“ könnt ihr nicht werden, weil das nur Hirngespinnste sind.

          Ihr seid ja herzlich eingeladen, mal irgendwas konkret zu belegen. Welche Gesetze hat den Hornscheidt so gemacht bisher, am demokratischen Prozess vorbei? Wer sind die Leute konkret und wie sieht denn konkret deren Plan zur Weltherrschaft aus?

          Alles was ihr habt, ist dass in Politik und Gesellschaft AUCH Genderisten gibt, mit gewissem Einfluss. Das gehört zu einer pluralistischen Gesellschaft halt dazu. Es haben AUCH genug Rechte, Konservative und Religiöse Einfluss.

          Aber der Verschwörungstheorievernebelte Verstand hat halt nicht Kapazität für etwas Belegbares oder Differenziertes.

        • Kinch, du kannst nicht diskutieren.

          Willst du jetzt deine reductio ad absurdum zum Strohmann erheben?

          Niemand hat gesagt, Hornscheidt würde Gesetze machen.

          Es ist auch überhaupt nicht per se „undemokratisch“, aber selbstverständlich drängen die Absolventen dieses Studiengangs in die Politik und auf staatliche Stellen, was denn sonst?
          Das gleiche wie für Genderprofessoren gilt für jeden Uniprofessor an renommierten Unis. Selbstverständlich werden die in Ausschüssen gehört, erstellen Expertisen, prägen den Diskurs medial mit und übernehmen beratende Funktionen.

          Selbstverständlich haben Geschichtsprofessoren großen Einfluss auf das Geschichtsverständnis und die Positionierung des Staates in historischen Fragen, so wie Biologen, Pharmazeuten und Mediziner in ihren jeweiligen Fachbereichen. Natürlich nehmen sie Einfluss und schreiben an Gesetzen mit, in meinem Fach beispielsweise über die dafür vorgesehenen Kammern, die am Psychptherapeutengesetz mitschreiben. Wie sollen denn auch Politiker ohne die Hilfe von Fachprofessoren über alles entscheiden und Gesetze machen, wenn sie doch inhaltlich davon so wenig Ahnung haben, wie du offenbar von Politik?

          Das ist ja auch grundsätzlich sehr zu begrüßen! Diese Verflechtungen sind keine Verschwörungen, sondern reale Vernetzung und durchaus erwünscht, da sinnig.

          Nicht zu begrüßen ist es allerdings, wenn diese Professoren (in dem Fall gar nicht explizit Hornscheidt, sondern eigentlich der gesamte Fachbereich) offensichtlich nicht mehr alle Latten im Zahn haben.
          Das ist in etwa wie wenn die Mehrheit deutscher Geschichtsprofessoren den Holocaust leugnet (analog dazu haben wir in der Türkei und dem von dortigen Historikern geleugneten Völkermord an den Armeniern ein reales Beispiel) – bist du wirklich so naiv zu glauben, das habe keine Folgen auf Gesellschaft und Politik? Weil schlicht keine Verflechtungen zu den Universitäten bestehen, schon gar nicht der Geisteswissenschaften?

          Wir haben bereits breit gesetzlich verankertes Gender Mainstreaming, dessen Prämissen zur Erklärung von Geschlechterverhältnissen weitestgehend den Gender Studies entnommen sind. Wir haben eine fast schon radikale Feministin als Zuständige für das entsprechende Ressort, die wiederum Verbindung in die netzfeministische Szene hat und aktuell beispielsweise erwartungsgemäß Lobbyismus für eine Reform des §177 betreibt. Ganz zu schweigen von der Genderfeministin Susanne Baer am BVerfG, die sich für ein „asymmetrisches Recht“ engagiert und das Geschlechtertheme in einem der wichtigsten Staatsorgane okkupiert.
          Ich halte zwar nicht viel von Danisch, aber er hat da einiges an Verflechtungen zu Tage gebracht, was du dir vielleicht mal anschauen könntest, bevor du dich wieder mal ahnungslos in deinem erhabenen Kindergarten-Sarkamus badest.

        • Kinch versteht einfach nicht, dass keine Dichotomie besteht zwischen einer Lann Hornscheidt, die Gesetze zur korrekten Anrede von Menschen erlässt und einer Demokratie, in der von den Universitätsfakultäten und Medien geführte Diskurse und reale Politik, reale gesellschaftliche Verschiebungen keinerlei Zusammenhang haben.

          Niemand hat eine konkrete Verschwörung behauptet, sondern es herrscht lediglich berechtigtes Unbehagen über eine durchgeknallte, kryptoautoritäre Lobbygruppe, die sich in hohen gesellschaftlichen Positionen eingenistet hat.

        • Niemand hat gesagt, Hornscheidt würde Gesetze machen.

          Ja, eben. Es wird gar nichts gesagt, außer nebulöse Andeutungen, „die Leute“ hätten jetzt besonderen Einfluss auf die Gesellschaft. Das ist doch genau mein Punkt.

          Was für einen Einfluss hat den Konkret Hornscheidt? Auf wen? Über wen außer den armen Schweinen, die freiwillig in ihrere Seminare gehen, hat Hornscheidt Autorität oder Einfluss? Die Antwort ist: niemand.

          Und was ist dem den FSI Leuten? Über wen haben die Macht, außer über ihre eigenen, freiwilligen Mitglieder?

          Gender Studies hat in der Gesellschaft gar nix zu melden und die Leute die das Studieren, sind die Taxifahrer von Morgen.

        • Ich stimme die zu: mit den Einfluss des Feminismus wird gerne versucht eine „moral Panik“ auszulösen. Dabei wird der Einfluss des Feminismus gern absolut gesetzt und alle nachteiligen Wirkungen für Männer lediglich diesem zugeschrieben (statt zB auch konservativen Einflüssen)

        • @david
          „und einer Demokratie“

          Ja, und zum Glück ist die „Legislative“, oder der demokratische Prozess, von der Exekutive und der Rechtsprechung getrennt.

          Unser System hielte wohl eine ganze Weilen diesen Spinnern stand. Und was die Auseinandersetzung in einem demokratischen Prozess anbelangt, so brauch man auch nicht pessimistisch sein. Ihre Schwäche ist ja gerade die, dass sie ihre Weltanschauung gar nicht rational verteidigen können und dies wird sie sehr schnell in eine heillose Defensive versetzen 🙂

          Die Welt aus einem „Geschlechterverhältnis“ heraus erklären zu wollen, ha!

        • @kinch
          „Gender Studies hat in der Gesellschaft gar nix zu melden“

          Psst, aber du hast deine Hausaufgaben nicht gemacht. Lenk nicht mit einer Prof. Supergescheidt ab.
          Die hat nur konsequent vorgemacht, wie man „das Patriarchat“ vielleicht restlos aus der Sprache exen könnte.

        • Natürlich gehe ich auch davon aus, dass die allermeisten Politiker jemanden wie Professix auch nur müde belächeln.

          Ich finde auch deine Position legitim, nach der dieses Milieu eher in sich geschlossen ist und unsere vernünftige Mehreitsgesellschaft keinerlei Gefahr ausgesetzt ist, deren Gehirnfürze ernst zu nehmen. Damit stehst du nicht alleine da. Ich habe mehrere politisch aktive Freunde, die meine Abscheu zwar nachvollziehen können, aber die die Genderista für in etwa so relevant und gefährlich halten wie Astrologen.

          Es ist trotzdem absolut albern, dafür „Beweise“ zu fordern, dass deren Präsenz in Hochschulen und (sozialen) Medien den gesellschaftspolitischen Diskurs verschiebt.
          Zum einen versteht es sich von selbst, dass die Einflüsse größtenteils indirekt, nicht „konkret“ durch Machtbefugnisse von statten gehen. Durch die ständigen #Aufschreie und Empörungen wird ein gesellschaftliches Klima geschaffen, in dem diese und entsprechende Forderungen sich zunehmend normalisieren und legitimieren. Und wenn du schonmal eine Universität von Innen betreten hast, wird dir vielleicht auch die insbesondere durch die Gender Studies betriebene, zunehmende „Postmodernisierung“ des Wissenschaftsverständnisses in vielen Fachbereichen aufgefallen sein. Leute, die Gender Studies studiert haben, schreiben heute für Zeit und taz, prägen also den Geschlechterdiskurs an mächtiger Position mit. Anhänger ihrer Theorien nehmen mächtige Positionen ein (z.B. Baer)

          Zum anderen tut die Manosphäre ja den lieben langen Tag nichts anderes, als diese Einflüsse deutlich zu machen.
          Auch wenn beispielsweise „Professix“ sich wohl eher nicht durchsetzt: die Zunahme von Gendersprech ist real! Die von Genderwissenschaftlern verfassten und durch parteinahe Stiftungen geförderten „Expertisen“ sind real. Das aktuele Aufweichen der Unschuldsvermutung (Reform §177) ist real, in den USA gar weit fortgeschritten, durch dieselbe Lobbygruppe forciert. Identitätspolitik, Diversity Quoten und Gender Budgeting sind zunehmend real. Die Selbstzensur der öffentlich-rechtlichen ARD einer Sendung die Gender „falsch“ thematisiert hat, ist real.
          Gender Mainstreaming ist real. Genderama ist leider keine Satireseite wie der Postillon.

        • Dabei wird der Einfluss des Feminismus gern absolut gesetzt und alle nachteiligen Wirkungen für Männer lediglich diesem zugeschrieben (statt zB auch konservativen Einflüssen)

          Thema verfehlt. Hier geht es nicht um Feminismus an sich und Benachteiligungen von Männern, sondern darum, ob die Gendersekte überhaupt irgendeine gesellschaftliche Relevanz habe.

          Das willst du doch nicht ernsthaft verneinen? Wozu sonst führst du dieses Blog?

        • Natürlich ist ein Einfluss vorhanden. Aber dieser wird eben gern über trieben.
          Lockerungen des Unterhalts waren zB ein rote grünes Projekt, weil man so die „zwangsselbständigkeit“ der Frau fördern wollte und stimmen aus der CDU waren dagegen. Das konservative Einflüsse unterschätzt und alles zu schnell auf den Staatsfeminismus geschoben wird sage ich ja nun auch nicht gerade selten oder?
          Ich bin hier gegen ein alles oder nichts Prinzip und auch gegen pauschale Zuweisungen ohne Nachweis und eben auch gegen Übertreibungen.
          Ja, Gender Studies ist gefährlich, gerade weil sie ein Monopol auf berufliche Geschlechtergrrechtigkeit etabliert haben. Nein, sie schreiben nicht direkt alle Gesetze und stellen eine Schatten Regierung dar

        • Übertrieben wird es natürlich vor allem dann, wenn man Strohmänner bastelt.
          Kein Wunder dass du Kinch zustimmst, wenn der mit „welches Gesetz hat Hornscheidt denn konkret geschrieben?“ argumentiert kommst du mit „Lockerungen des Unterhalts“, die ja schließlich die CDU nicht wollte. Wieso schreibst du denn pltzöich über Männerbenachteiligung?

          Dabei ist das hier jedem klar, dass Genderprofessoren weder für das eine, noch das andere verantwortlich sind.
          Es geht darum, dass hier Menschen (Uniprofessoren) in verantwortungsvollen, einflussreichen Positionen sind, die nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Die dann wieder unzählige Studentix mit Master-Abschlüssen, aber ebenfalls nicht mit Tassen im Schrank ausstatten.
          Die sicher nicht unbeteiligt daran sind, wenn wir in den nächsten Jahren neue Gesetze gegen die Verbreitung von „Hate Speech“ bekommen

          Darum geht es.

        • Ich nehme an, das war an kinch gerichtet:

          Ich stimme die zu

          dann ergibt das aber gar keinen Sinn:

          Ja, Gender Studies ist gefährlich

        • @david „Darum geht es.“

          … Aufweichung rechtsstaatlicher Prinzipien, den Einzug des Irrationalen und Emotionalen in Politik, Gesellschaft, Kultur, der Verlust der Freiheit durch zunehmende Reglementierung nach willkürlichen kollektivistischen Kriterien ….

        • Auch wenn ich nicht abzuschätzen vermag, in welchem Umfang, so bin ich überzeugt, dass Gender-„Wissenschaften“ großen Einfluss auf die Gesellschaft gewinnen.
          Sie besetzen zunehmend Schlüsselpositionen, um sie in ihrem Sinne umzustrukturieren.
          Wenn sie an einer Humbug-Uni in Berlin in ihrer eigenen Suppe köcheln würden, wäre das Ganze kein Problem.
          Wenn aber Gender zum Pflichtfach an Ingenieurswissenschaften werden wird, dann haben die Genderixen einen direkten Einfluss auf die nächste Techniker-Generation.

          Ich weiß, wovon ich schreibe, weil ich damals mein Studium beinahe im Pflichtfach „Arbeitswissenschaft“ in den Sand gesetzt hätte. Und das war wenigstens noch im Ansatz nachvollziehbar.
          Aber wenn man einen Prof vor sich hat, der eine persönliche Antipathie gegen einen Studenten hegt, dann hat dieser keine Chance mehr.

        • „Pflichtfach“ mit einem zusatzkurs, den wohl kaum einer ernst nimmt.

          Da ist der Einfluss denke ich gering.

          Dennoch eine unsäglich praxis

        • Christian, „Das konservative Einflüsse unterschätzt und alles zu schnell auf den Staatsfeminismus geschoben wird sage ich ja nun auch nicht gerade selten oder?“

          Natürlich kann man nicht ALLES auf den Feminismus/Genderismus schieben. Problematisch weit über ihren Wirkungskreis ist er aber dennoch. Der F. segelt immer noch unter seiner Wikipediadefinition der Gleichberechtigung und wird in der Bevölkerung genau so wahrgenommen. Tatsächlich ist er das Gegenteil. Wenn also Konservative gegen Gleichberechtigungsbemühungen zB im Familienrecht sind, so wäre die Stelle, die Feministinnen öffentlich, staatlich und sonstwo innehaben genau die richtige Stelle um dagegenzuhalten. Das jedoch passiert bekanntermaßen nicht. F. okkupieren die Stellen in der Gesellschaft und verhindern Gleichberechtigung so sehr effektiv.

          Ähnliches konnte man auch bei Hart aber Fair sehen. Auf der einen Seite waren Hauptberufliche SexistInnen, auf der anderen Seite war jedoch eigentlich nur Frau Kelle, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt.

        • Abstrakt ist das einfach zu behaupten. Aber was sagst du den zu dem Beispiel, das die Verbesserungen im Unterhaltsrecht auf rot grün zurückgehen und das aus bremsen eher auf konservative Kreise?
          Es war ja schon mehrmals Thema hier: Feminismus und konservative Ideen ergänzen sich durchaus ganz gut: beide sehen Frauen als Opfer, nur aus andren Richtungen.
          Ein Feminismus, der benevolent sexism in Familienrecht abbaut wendet sich hingegen gegen konservative Richtungen und befreit Männer von Pflichten.

        • Christian. „Aber was sagst du den zu dem Beispiel, das die Verbesserungen im Unterhaltsrecht auf rot grün zurückgehen und das aus bremsen eher auf konservative Kreise?“

          Nichts weiter als ein Kollateralschaden. Wie bei den zwei Vätermonaten. Von 14. Ich sehe keinen F. gegen benevolent sexism. Ich schaue auf Österreich, in dem der Genderwahnsinn meinem Eindruck nach stärker als bei uns ist und trotzdem jedweder Hinweis auf das spätere Rentenalter und der Wehrpflicht wie in einer allergischen Reaktion zurückgewiesen wird. Erst wenn Gleichstellung erreicht ist, könne man solche Vergünstigungen zurückfahren. Sie sind ja nur spärlicher Ausgleich. Trotzdem wird auch in Ö das Rentenalter angeglichen. Das ist zwar kein individueller Vorteil für den Mann, aber ggf ein summarischer. Ein Gleichstellungserfolg von F. ist es jedenfalls nicht.

    • Das ist doch rassistisch. Die Auslassung der Erwähnung von schwarzem Reis macht diesen unsichtbar und impliziert außerdem, das Säcke mit schwarzem Reis nicht umfallen können.

      • Du als Weiße_r kannst ja mal gar nicht beurteilen, was rassistisch ist und was nicht. Als Weiße_r bist du ja schonmal grundsätzlich rassistisch, weil du rassistisch sozialisiert wurdest. Aber mir, der ich opportunistisch tranz-schwarz bin, erzählen zu wollen, was rassistisch ist, ist ja wohl whitesplaining, schlechthin.

        Solltest dich schämen und zur Buse 50mal über deine Privilegien nachdenken.

        • Mir als trans_genem Reis zu unterstellen, ich wäre weiss, ist eine unerhörte und diskriminierende Fremdpositionierung meiner Reisität deinerseits. Mich über RoC trotz meiner goldreisigkeit belehren zu wollen ist tranz-schwarzes Dominanzgebaren, welches du als Mittel zum Derailing noch zusätzlich missbrauchst.
          _Du_ solltest dich schämen und mal über das Konzept der Interreisität neu nachdenken und deine Fehler einsehen.

        • Oh, ich wusste nicht, dass du dich transspezies definierst, und das auch noch bitrans in Kombination mit rhabarber. Wenn es eine Eigenbezeichnung war, dann ist es natürlich etwas anderes. Da man dich aber nicht transspezies als Reis of colour liest wäre es vielleicht sinnvoll, dass du dich entsprechend positioniert, damit andere RoCs das auch als Selbstbezeichnung wahrnehmen und nicht durch Rassismus getriggert werden

        • Als tRoC habe ich selbstverständlich keine Verpflichtung mich gegenüber Anderen in irgendeiner Art und Weise explizit zu Positionieren. Das weiss man doch. ^^

        • „… zur Buse 50mal über deine Privilegien nachdenken.“

          Du meinst ‚zum Busen‘, oder? Das würde ich sogar 100mal machen.

      • Das heißt natürlich RoC (Reis of colour) du reisist!

        • „RoC (Reis of colour)“

          Harhar, neue Kategorien für den Supermarkt: „Zucker of colour“, „iPhone of colour“, Chocolade of colour etc.

    • Was ich sehe: Zickenkrieg.

    • Ich korrigiere das mal für dich:

      Also meinx Hirnx weigerx sich irGENDERwas davon zu verstehx. Rx hax gesagx Nx hat gesagx, Hornscheidtx meinx, und dann sagx Rx und Nx meinx und blax blax blax. Alles was ich sehx istx: “Sackx mit mehrheitlich weißx Reisx in Chinx umgefallx.”.

  6. @cris, sehr gut dargelegt. Und das ist gar nicht einfach.

    Der Konflikt geht wohl darum, ob eine trans-Person oder ein PoC höher zu gewichten ist. Die trans-Person war über allen anderen cis-Personen stehend, kam dann aber mit dieser PoC in Konflikt. Die Fachschaft sah jetzt die PoC als höherwertig an, Frau Lanscheid offenbar die trans-Person, was ihr diesen Rassismus-Vorwurf einbrachte.

    Die ganze Anklage hier enthält leider gar keine konkreten Vorwürfe, es wird nur völlig abstrakt um den heissen Brei geredet, so dass man sich kein detailliertes Bild machen kann.

    Es ist tatsächlich so, dass die ganze Ideologie nach durchstrukturierten „hierarchisch aufgebauten Diskriminierungsebenen“ (sehr treffende Beschreibung) schreit, diese wurden von der Obersten Führungsebene, ie Judith Butler, aber nie gemacht. Die hockt da wohl wie die Spinne im Netz und lässt die Dinge laufen, so dass sie sich aussortieren…

    Ich würde aber vermuten, dass die „Queers“ im Zweifel über allem stehen sollen und dass hier gender „Rasse“ stechen soll, was ja auch Lanscheid zu meinen scheint.
    Vielleicht sind es die männlichen Schwulen schuld, die hier als zu unsichere Kantonisten wahrgenommen werden, als dass man den Queers den Blankoscheck ausstellen möchte. Das sind ja schliesslich nur Männer….

    • „Frau Lanscheid offenbar die trans-Person“

      Wer ist denn jetzt Lanscheid? Und warum ist das offenbar die Trans-Person?

      • nochmal umformuliert:

        Die Fachschaft stellte die PoC als höherwertig hin, Frau Lanscheid betrachtete offenbar die trans-Person als höherwertig. Dies brachten ihr diesen Rassismus-Vorwurf seitens der Fachschaft (bzw dieses Ausschusses oder was auch immer) ein.

        So klar?

      • Sorry, ich verstehs nicht. Ich hab doch zwei ganz konkrete Fragen gestellt, die ich in deiner Antwort nichtmal berührt sehe. Die Fragen waren:

        1) Wer ist Lanscheid? Der Name taucht außer in deinem Kommentar nirgendwo auf.

        2) Wie kommst du darauf, dass es sich bei dieser Lanscheid um dieses ominöse R. handelt?

        Ist Lanscheid eine Synthese aus Lann Hornscheidt? Wenn ja, ist deine Erklärung falsch. Denn Hornscheidts rassistisches Verhalten ist passiert und geklärt bevor N. und R. ihren Kleinkrieg angefangen haben.

        • 1) wer Schreibfehler findet, kann sie behalten 😉

          2) Die Frau _Horngescheit_, so habe ich angenommen, stellte sich auf die Seite von „R.“ und so kam der Vorwurf zustande….

          „Denn Hornscheidts rassistisches Verhalten“

          Das wundert mich irgendwie gar nicht, dass du da einer Meinung mit der Fachschaft bist.

        • 1) Ist ja wohl kein Schreibfehler, sondern ein andere Name. Also wunder dich nicht, wenn man dir nicht folgen kann. Und wenn man dich fragt, wer XYZ ist, guck lieber mal nach, ob du weißt von wem du redest.

          2)

          Die Frau _Horngescheit_, so habe ich angenommen, stellte sich auf die Seite von “R.” und so kam der Vorwurf zustande….

          Ja, ließ doch einfach was da steht, statt Annahmen zu machen:

          Im Zuge eines Seminars der Gender Studies bei Lann Hornscheidt im Sommersemester 2015 wurde gegen den, von Lann Hornscheidt ausgeübten, Rassismus interveniert. Eine beteiligte, cis-positionierte, PoC (N.) hat nach der Intervention die FSI davon in Kenntnis gesetzt.

          R.s Reaktion darauf war in mehrfacher Hinsicht anmaßend und diskriminierend. Als weiße Trans*-Person verlangte R. von der WoC spezifische Auskünfte über die race- und gender-Positionierungen innerhalb der Interventions-Gruppe.

          Also:

          – Hornscheidt hat was gemacht, was irgendwelchen Antirassisten nicht gefallen hat.
          – Die Antirassisten haben daraufhin ‚interventiert‘ aka das Seminar gestört.
          – Die Antirassisten sind dann bei den FIS um sich dort auszuheulen (oder dort zu prahlen, oder was auch immer)
          – Ein FSI Mitglied, namens R., hat gemeint, bevor die sich bei der FSI ausheulen, sollen die sich erstmal ordentlich positionieren.

          Hornscheidt ist also nicht die Transperson, das war nämlich R. Und Hornscheidts Vergehen ist auch nicht auf die Seite von R. zu stehen, sondern irgendwas von dem Ausschluss völlig unberührtes.

          Das wundert mich irgendwie gar nicht, dass du da einer Meinung mit der Fachschaft bist.

          Ein Vorschlag zur Güte: Eigne dir Textverständnis an oder lass es Blogartikel zu kommentieren.

      • @kinchkun
        „Und Hornscheidts Vergehen ist auch nicht auf die Seite von R. zu stehen, sondern irgendwas von dem Ausschluss völlig unberührtes.“

        Wieso sollten das zwei völlig voneinander unabhängige Sachen sein?
        Ich nahm einfach an, dass sie zusammenhängen und versuchte zu erklären wie.

        • Das ist dann aber reine spekulation

        • Natürlich, aber gibt es noch einen (einfachen) Zusammenhang, der denkbar wäre?
          Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass es sich hier um 2 völlig verschiedene Vorgänge handelt.

          Weiterhin könnte es doch diesen „weißen Trans*Schutzraum“ gehen….
          Wieso kann sich R. überhaupt darauf berufen? Ist es nicht logisch, dass dieser „Schutzraum“ ihr von der Professorin gewährt wurde? Die sollte doch dafür zuständig sein.
          Daher musste die Fachschaftsinitiative auch Prof. Hornscheidt angreifen, wenn sie R. rausschmeissen wollten…

          Dann wird natürlich auch nie rauskommen oder erklärt werden, um was es eigentlich ging, denn daran können weder diese Fachschaftsinitiative, noch Prof. H ein Interesse mehr haben.

          Wenn es sich um 2 verschiedene Sachen handelt, dann könnte der Streit Initiative/Prof weiter gehen.

        • Es ist sich wirklich einfach:
          R kann oder kann nicht in Verbindung mit hornscheidt stehen, hat sich aber, vermutlich weil er hornscheidt als trans oder was genau auch immer nahe steht oder schlicht kein Anhänger der intersektionalitat ist.
          Der Einsatz war so stark, das er als übergriffig empfunden wurde.
          Hornscheidt selbst kann als Professor bei einer Fachschaftsinitative schlicht nicht eingreifen. Hornscheidt wird dort auch einen geringen Einfluss haben, sonst würden sie nicht gegen ihn intervenieren und r musste sich nicht so nachhaltig einschalten

        • „schlicht kein Anhänger der intersektionalitat ist.“

          Dagegen spricht aber, dass R so argumentierte:

          „Denn schließlich sei derweiße Raum, in dem interveniert wurde, ein Schutzraum für Trans*-Personen. Somit müsse, als Legitimation, ein_e Trans*Inter*GnC (Gender non Conforming) PoC oder Schwarze_r in die Intervention involviert sein.“

          Lehnt sich doch rein an diese „Intersektionalität“ an.

  7. Frage: Ist Intersektionalmus zwingender Bestandteil des Gender-Feminismus‘?

    • Nein, es ist eine besondere Unterform. Ein Gender Feminismus ohne intersektionalismus ist zB der nach Beauvoir oder schlicht nach Butler. Es ist aber die inzwischen bei jungen Feministinnen wohl populärste Variante

      • Danke 🙂

      • @ Christian

        „Nein, es ist eine besondere Unterform.“

        Würde ich nicht sagen. Der (vulgär-)poststrukturalistische Gender/Queer-Feminismus in seiner aktuellen Ausformung ist eigentlich ziemlich durchgehend intersektional in diesem einseitigen und beschränkten Sinne.

        „Ein Gender Feminismus ohne intersektionalismus ist zB der nach Beauvoir“

        Das ist ein Gleichheitsfeminismus, aber kein Gender-Feminismus.

        „oder schlicht nach Butler.“

        Auch wenn ich keinen Text von ihr kenne, in dem sie den Begriff „Intersektionalität“ explizit verwendet, hatte ich bisher nicht den Eindruck, dass sie diesbezüglich etwas anderes vertreten würde.

        • Es mag sogar sein, dass butler einen intetsektionalismus vertreten würde, aber dennoch gibt es ja viele Feministinnen, die damit nichts am Hut haben.
          Das fängt beim emmafeminismus an, der Butler im wesentlichen ignoriert, und geht bei Leuten weiter, die etwas feministische Theorie haben, aber sich hauptsächlich für frauenanliegen interessieren.
          Die meisten, die heute tiefer in den Feminismus einsteigen, werden um intersektionalismus nicht herum kommen.
          Klar abgrenzbar ist es aber schon.
          An der Frage, wie stark man intersektionalismus in den Vordergrund rückt, entstehen die internen kämpfe.
          Nun zB femen oder blogs wie fuckermothers: meines Wissens nach nichts mit intersektionalismus am Hut.
          Der sexfeindliche klassische feminismus allgemein weniger. Den bei intersektionalität steht ja der Grundsatz, das die betroffene Gruppe bestimmt, was Unterdrückung ist in Vordergrund, damit auch bei der sexarbeit

        • @ Christian

          Ja, also können wir uns vielleicht darauf einigen, die Frage von KlausT folgendermaßen zu beantworten: Intersektionalität ist ein fester Bestandteil im zeitgenössischen Gender-Feminismus, aber sie ist kein fester Bestandteil in anderen feministischen Strömungen, auch nicht in anderen gleichheitsfeministischen Strömungen.

        • Im Prinzip ja, wobei wir „fester Bestandteil“ anders definieren.
          Du als Beschreibung der Gegenwart (ja), ich als Frage, ob diese Theorien so fest in die feministische Theorie eingebunden sind, das ohne ihr vorliegen eine feministische Theorie nicht besteht, also als notwendige Bedingung innerhalb der Theorie (nein, feministische Theorie geht wunderbar ohne und ist durchaus verbreitet)

      • @ Klaus, Christian, Leszek Ich finde es gleichwohl eine interessante Frage, warum eigentlich „Intersektionalität“ im zeitgenössischen Gender-Feminismus eine so herausgehobene Rolle spielt. Denn eigentlich ist dieses Konzept doch geeignet, feministische Positionen erheblich zu relativieren – zum Beispiel mit einem Hinweis darauf, dass Frauen westlicher Länder im Vergleich zu Männern aus afrikanischen Ländern ganz ungeheure Privilegien haben.

        Ein Grund ist sicherlich der, dass im Gender-Feminismus der Begriff „Herrschaft“ ganz ins Diffuse und Beliebige abgleitet – als eine irgendwie überall anwesende Struktur der Repression und Ausgrenzung. Es sind dann eben die ausgegrenzten Gruppen – Trans*Personen, PoC, GnC, vom Ableismus Betroffene etc.pp. – , die von der Korruption durch diese überall wirksamen Herrschaftsstrukturen noch irgendwie frei sind.

        Sie sind damit in der Position, in der früher einmal die „edlen Wilden“ waren. Sie stehen für eine human gebliebene, gleichsam reine Menschlichkeit – und es ist kein Wunder, dass das, was sie sagen, Offenbarungscharakter bekommt und um jeden Preis akzeptiert werden muss.

        Die Entwicklung solcher Konzepte im Gender-Feminismus, mit der immer kleinere diskriminierte Gruppen gleichsam den Status von Heilsbringern erhalten, setzt in meinen Augen einfach die klassische feministische Vorstellung fort, dass Frauen irgendwie das friedlichere, humanere Geschlecht seien. Frauen sind demnach, selbst wenn sie offenkundig erheblich privilegiert sind, in der natürlichen Position, sich von den ja irgendwie immer männlichen Herrschaftsstrukturen abgrenzen und die Herrschaftsverhältnisse gleichsam von einer unschuldigen Position aus beschreiben zu können.

        Ja, mehr noch: Da es ja immer irgendwie die weißen, heterosexuellen Männer sind, die angeblich von den allumfassenden Herrschaftsstrukturen profitieren, sind die weißen Frauen gleichsam in einer besonders herausgehobenen Position: Sie, vor allen anderen, decken diese Herrschaftsstrukturen auf, weil sie es ja auch vor allen anderen sind, die persönlich und von Beginn ihres Lebens an mit den WHMs direkt und in den eigenen Familien konfrontiert sind.

        Ich kann mir daher auch gut vorstellen, dass die ausgeschlossene, angeblich rassistische Trans*Person „R“ biologisch ein Mann war oder ist – denn feministische Ressentiments gegen Frauen, die einmal Männer waren (und die daher deren privilegierte Perspektive gleichsam in sich aufgesogen hätten), sind ja durchaus verbreitet.

        Es geht hier jedenfalls nicht um ernsthafte Konzepte der Intersektionalität, die hergebrachte Vorstellungen von Diskriminierungen durcheinanderbringen könnten. Ein klassisches und in Deutschland sehr wichtiges Beispiel für verschiedene Diskriminierungsformen, die sich gegenseitig verstärken, ist ja z.B. die schulische Situation von Jungen aus Migrantenfamilien. Es gibt, soweit mir bekannt, schlichtweg keine Feministin, die sich dafür auch nur die Bohne interessieren würde.

        „Intersektionalität“ im Gender-Feminismus variiert also lediglich wieder und wieder das alte Lied von der reinen Frau und dem herrschaftsgeilen Mann. Der Zwangscharakter, der sich ja in dem absurden Putzzwang der endlosen Entlarvung immer neuer Herrschaftsstrukturen zeigt, ist einfach ein gängiger Bestandteil solcher Reinheitsideologien.

        PS. Hornscheidt selbst kann mit Intersektionalität übrigens nicht viel anfangen. Aber das ist ein anderes Thema…
        http://portal-intersektionalitaet.de/theoriebildung/schluesseltexte/hornscheidt/

        • „Hornscheidt selbst kann mit Intersektionalität übrigens nicht viel anfangen“

          Das würde erklären, warum es den ärger gibt. Lann nimmt eben keine Rücksicht und kreidet auch Missstände an, die sonst unter den Tisch fallen würden.

          Die Mädchenmannschaft wurde ja auch sofort jeden Vergewaltigungsvorwurf an einer amerikanischen Hochschule als Beispiel für Rape culture beiden bringen, wenn die Täter weiß sind, sind sie schwarz darf dazu nichts geschrieben werden.

          Ich könnte mir vorstellen, dass denen, die sich besonders von einem bestimmen Faktor betroffen sehen, dieser auch besonders wichtig ist und sie sich ungern durch ihnen nichts bringende intersektionalität einengen lassen.
          Und bei Rasse ist das vielleicht noch an deutlichsten, weil es mit allen andren in Verbindung zu bringen ist, den es gibt eben transsexuelle, dicke, weibliche etc pocs.

          Bei weißen hingegen ist intersektionalität einfach die Entlastung von einer schuld, nämlich den Rassismusvorwurf. Im Gender Bereich ist eh vieles ausgereizt, da sind sicher Vorwürfe neue Betätigungsfelder

        • @Lucas
          „Ein Grund ist sicherlich der, dass im Gender-Feminismus der Begriff „Herrschaft“ ganz ins Diffuse und Beliebige abgleitet“

          Nein, alles ist zuvorderst mit Herrschaft zu erklären. So wird der gesamte Geschichtsprozess erklärt, insbesondere dass die „Weissen“ die „Schwarzen“ unterdrückt hätten (Rassismus) und die Männer die Frauen (Patriarchat). Das ist die gesamte Historiographie nach gender. Die der Bibel ist komplizierter.

          Eine Geschichtsphilosophie der reinen Macht.

          Dem Feminismus wurde das einfach mal so übergestülpt, ohne grossen Widerstand, höchstens wurde mal moniert, dass irgendwelche Männer jetzt in trans als Frauen auftreten und ähnliche Kleinigkeiten.

          Oder hätte mal je eine bona fide Feministin in den letzten 10-20 Jahren den Rassismus, der da mit gender Einzug hielt, im Ernst und analytisch kritisiert, oder die gender-Vorstellung? Komischerweise standen da alle Gewehr bei Fuss.

          „Es sind dann eben die ausgegrenzten Gruppen – Trans*Personen, PoC, GnC, vom Ableismus Betroffene etc.pp. – , die von der Korruption durch diese überall wirksamen Herrschaftsstrukturen noch irgendwie frei sind.“

          Das Merkwürdige ist, dass es gar keine theoretischen Herleitungen dieser Gruppen gibt. Diese müsste es aber geben, weil doch alles nach der Macht sich entwickelt haben soll. Eine gähnende Leere aber ist hier, diese Gruppen werden überdies nur als „Queer“ zusammengeschmissen.
          Ich denke, so eine Herleitung wie nötig ist auch gar nicht zu leisten, infolgedessen wird der grobe Bruch in der Logik des Gedankengebäudes auch stillschweigend übergangen….

          „…die von der Korruption durch diese überall wirksamen Herrschaftsstrukturen noch irgendwie frei sind.“

          Genau das füllt die Leere dann aus, das müssen die göttlichen Menschen sein, an den Mythos vom Hermaphroditen anknüpfend. Hier wird es dann echt esoterisch.

          „Es geht hier jedenfalls nicht um ernsthafte Konzepte der Intersektionalität, die hergebrachte Vorstellungen von Diskriminierungen durcheinanderbringen könnten.“

          Das ist ein Paralleluniversum, in dem deren „Diskriminierung“ mit deinen Vorstellungen gar nichts mehr zu tun haben, sondern ihnen diametral zuwiderlaufen.

          Die Umkehrung aller Werte.

          Und das ist doch mehr als passend, dass die Offenbarer die Queers genannt werden (queer = verkehrt).

        • Witzige Fußnote unter Lanns Text: „über dix autox“

          Ein „die“ bleibt auch als „dix“ weiblich, hätte daher „über dax autox“ heißen müssen. So ganz will Lann das Weibliche wohl doch nicht aufgeben.

        • @ Alex „Nein, alles ist zuvorderst mit Herrschaft zu erklären. So wird der gesamte Geschichtsprozess erklärt“ Ja, und eben deshalb gleitet der Begriff „Herrschaft“ auch vollkommen ins Diffuse, weil er ja überhaupt nicht mehr abgrenzbar ist. Nichts ist Nicht-Herrschaft – soziale Strukturen werden nicht funktional erklärt, oder im Hinblick auf pragmatische Überlegungen (denn das würde ja die Möglichkeit zerstören, sie beständig mit großem Gestus zu „entlarven“).

          Nicht-Herrschaft gibt es nur noch in der Utopie. Und das im wörtlichen Sinn: Es gibt KEINEN ORT(ou tópos), an dem nicht Herrschaft ausgeübt würde – außer eben bei den Ausgegrenzten, bei den Marginalisierten, denen ein Platz in den bestehenden Strukturen verwehrt wird und auf deren Ausgrenzung diese Strukturen angeblich grundsätzlich aufbauen.

          Daher ist es auch nur konsequent, die Äußerungen dieser Menschen nicht als Äußerungen in Debatten wahrzunehmen, die von einem alltäglichen Für und Wider bestimmt sind – sondern als Offenbarungen einer besseren, eigentlicheren Möglichkeit des Menschseins.

          Frauen (nicht alle, natürlich – nur die, die diese „Forschung“ betreiben) setzen sich dabei in die Position, die in den großen monotheistischen Religionen die Propheten hatten. Einerseits wandeln sie in unserer Welt, im Diesseits, können hier agieren. Wenn sie weiß sind, besitzen sie gar gewisse Privilegien (und angesichts der absoluten Frauendominanz in der Gender-Forschung ist es zumindest schwierig, Frauen dort generell als „marginalisiert“ abzutun).

          Andererseits haben sie, als die bekanntlich klassisch Ausgegrenzten aus den patriarchalen oder heterosexistischen Herrschaftsstrukturen, eben die Unkorrumpiertheit bewahrt, die es ihnen möglich macht, die Offenbarungen zu verstehen und in die Welt zu tragen.

          Dass dieses Konzept tief religiös ist, zeigt sich auch in einem weiteren, besonders problematischen Aspekt. Trotz allen Geredes von Herrschaft, Marginalisierung etc. sind hier Analysen ÖKONOMISCHER Zusammenhänge völlig unwichtig. Das, was die Linke – ob kommunistisch, anarchistisch oder sozialdemokratisch – einmal stark gemacht hat, ist in dieser angeblich „emanzipatorischen“ Politik völlig uninteressant.

        • Die Frage, woher denn die spezifische Bosheit der Weißen eigentlich kommt in einer Welt, in der alle anderen nicht böse sind, hätte man sich allerdings schon mal stellen können. Kennt da jemand irgendwas dazu?

        • @Lucas
          „Ja, und eben deshalb gleitet der Begriff “Herrschaft” auch vollkommen ins Diffuse, weil er ja überhaupt nicht mehr abgrenzbar ist.“

          Statt „Diffuse“ würde ich „Absolute“ sagen, was ja nicht wirklich verschieden ist.

          „Es gibt KEINEN ORT(ou tópos), an dem nicht Herrschaft ausgeübt würde – außer eben bei den Ausgegrenzten ….“

          Ja, wobei denen die Pflicht auferlegt wird, jetzt herrschen zu müssen. Wie könnten sie sich denn dieser Verantwortung entziehen, wo kein Ort existieren kann, der frei von Herrschaft ist?

          „Frauen (nicht alle, natürlich – nur die, die diese “Forschung” betreiben) setzen sich dabei in die Position, die in den großen monotheistischen Religionen die Propheten hatten ….“

          … und erklären en masse, Gott sei in Wahrheit eine Frau oder gar, sie seien alle selber Göttininnen oder doch wenigstens Hexen (Engel seltsamerweise nicht) oder wenigstens „wiedergeboren“.

          „Analysen ÖKONOMISCHER Zusammenhänge völlig unwichtig ….“

          Alle Realität wird vor diesen religiösen Offenbarungen überflüssig gemacht, ja negiert. Ist das wirklich nur Glauben oder nicht eigentlich nur Politik? Eine Politik, die die offene, sachliche Auseinandersetzung meiden muss, da sie keine überzeugenden Argumente vorzeigen kann und daher dann „hintenrum“ kommen muss. Denn wie sollte sie ihre Botschaft „Alles ist nur Macht“ auch demokratisch anders verkaufen können?

        • Schoppe, „„Intersektionalität“ im Gender-Feminismus variiert also lediglich wieder und wieder das alte Lied von der reinen Frau und dem herrschaftsgeilen Mann. “

          Ja, aber die Erklärung ist doch deutlich einfacher und liegt mE auf der Hand.

          Es ist nämlich absoluter Irrsinn, die Mehrheit der Bevölkerung zu einer diskriminierten Minderheit zu machen, umso mehr in der heutigen Zeit. Mit der Inklusion immer mehr spezieller Minderheiten schafft man die Verbindung zwischen Frauen und diskriminierten Minderheiten, sie werden in einem Atemzug genannt.

          Die Intersektionalität ist also ein zwingend wichtiger Baustein um den Feminismus in heutigen Zeiten nicht als das zu entlarven was er ist. Überflüssig.

          Warum aber WHM die Hassgruppe stellen müssen und nicht zB Kapitalisten, darüber grübel ich noch. Wahrscheinlich Viel Feind, viel Ehr. Der Gedanke, daß umso übermächtiger/größer der Feind ist, umso mehr Radikalität vonnöten ist.

        • @mocho
          „Die Frage, woher denn die spezifische Bosheit der Weißen eigentlich kommt…“

          Das ist eine ganz lange Geschichte. Die Vorstellungen vom „edlen Wilden“, die Romantik haben das vielleicht als erstes transportiert….

        • Kennen wir seit Rousseau. Der erste, der ein Stück Land einzäunte und sagte „Das ist meins“ hat mit dem Unglück angefangen.

          Aber mir schwebte eher eine wissenschaftliche Erklärung vor.

  8. „ist es eigentlich rassistisch eine PoC mit “N.” abzukürzen?“

    Das kann natürlich nur eine PoC entscheiden. Ich würde aber sagen ja, da sollte man dringend intervenieren und das gesamte Fach*schaftsinitiativ_In zum Rücktritt zwingen.

    • Allerdings ist eine PoC, die das falsch sieht, durchaus kritisch zu betrachten.

      • Gibt es da überhaupt ein „falsch“. Ist doch alles rein subjektiver Standpunkt, „emotional justice“…..

        • Nur, wenn die richtige Geinnung dahinter steht.
          Wenn eine Birgit kelle sich über Feminismus echauffiert, zählt das schließlich auch nicht, dass sie ihr Frausein für sich in Anspruch nimmt.

        • „Wenn eine Birgit kelle sich über Feminismus echauffiert, zählt das schließlich auch nicht, dass sie ihr Frausein für sich in Anspruch nimmt.“

          Doch. Genau dies zählt und genau darauf kommt es bei der an.

          Wie praktisch, dass die grössten Kritiker der Feministen selber welche sind 🙂

          „Die grössten Kritiker der Elche ….“

  9. Das Lann H hat es doch genauso gewollt. Das sind doch die Verhaltensweisen die sie gefördert und gefordert hat.

    „Ich erkläre es meinen Studierenden manchmal so: Wenn mir eine Person sagt, das Wort Blume traumatisiert mich, aus welchem Grund auch immer, dann höre ich auf, das Wort zu benutzen. Da muss ich mich nicht mal mit Macht- und Diskriminierungsstrukturen beschäftigen.“

    http://www.fr-online.de/kultur/professx-lann-hornscheidt-sexismus-in-der-sprache,1472786,29404464.html

    Vielleicht hat das Lann ja zweimal oder gar dreimalig „Blume“ gesprochtx? 🙂

    • Mich traumatisieren alle Wörter, die ProfessiX sagt. Ich hoffe x wird das in Zukunft berücksichtigen.

      • Mich traumatisiert die verwendung des Buchstaben X allgemein, besonders an Wortenden.
        Das hat etwas durchstreichendes, damit destruktives, damitetwas gewalttätiges und dadurch immer inhärent toxisch maskulines.

        Echt triggernd.

        • Es wäre interessant die Vorlesung zu trollen bis quasi tabu gespielt wird

        • Entschuligung, Christian – aber die Vorstellung triggert mich…

          Das ist so eine Art Dominanzgebaren (oder heißt das neuerdings Dominanzgebären? Gebirt da jemand eine Dominanz?)

          tatsächlich ist dabei ja völlig schnurz, gegen wen man da jeweils trollt.
          Alles niedertrollen – jede Äußerung kann triggern, jede der Dozentix, jede aus dem Publikum.

          Man muss halt nur durchhalten, die entsprechende Entrüstung auch ernsthaft durchzutragen, ohne in Lachkrämpfe zu verfallen.
          Das kann schwierig sein, wenn man auch och zu mehrern da ist.

          Aber die Vorstellung hat schon was.

        • Der erste Beitrag von Kai V zeigt ja, dass etwas derartiges bereits von alleine passiert.

          Als reaktion auf die Reaktion derProfessixe wäre als nächstes angebracht, sich in eine Veranstaltung von Professx Hornscheidt mit Transparenten reinzustellen, mit Klebeband über dem Mund, als schweigender Protest dagegen, „Unsichtbar“ gemacht und zum schweigen gebracht worden zu sein.
          Natürlich untermalt von Vuvuzelas oder Feueralarm, oder sonstigen Interventionsmethoden, wie sie vom Professx Hornscheidt so empfohlen werden.
          Dazu Kleber und Kaugummi auf ihren Stuhl kleben.
          Etc.

          Wenn sie das nicht versteht, sollte sie echt mal ihre Privilegien checken.

        • „Vuvuzelas“

          Kulturelle Appropriation! Was fällt dir ein!

        • Vielleicht findet sich eine entsprechnd PoC, die sowas machen kann?

        • Lieber maddes8cht,

          ich habe niemals dazu aufgerufen
          „Dazu Kleber und Kaugummi auf ihren Stuhl kleben.“!
          Ich möchte feststellen dass das Kleben von Kaugummies reine Machogehabe ist um andere Menschen und deren Meinung zu unterdrücken. Wenn Du Dir meinen Betrag genau durchliesst, dann habe ich eben folgendes vorgeschlagen:
          „Ka_ugu_mies a/uf di_e Stü*hle von ra_ss*ist~ischen Macka*Typ_en zu kl_eben.“

          Dein Vorschlag, wie man leicht sieht, ist einfach ein Aufruf zu Wandalismus und dem zum Schweigen bringen von Menschen, meiner hingegen ist eine sanfte gendersensiebele Intervention!

          Und nu stell Dich in die böse Maksuecke wo Du hingehörst!

          Danke!!!

        • Ui – jetzt schäm ich mich.
          Ich nehm aber an, dass das nicht reicht, oder?

        • Wahnsinn!

          Ich fühle mich auf einer Zeitreise in die Scholastik.
          Endlose – mitunter lebensgefährliche – Dispute um Nichts.
          Scholastik wird gern mit den Engeln auf der Nadelspitze verbunden.

          Rein inhaltlich halte ich es an sich schon für extremst rassistisch, überhaupt ein Opfer-Ranking einzuführen.

          Nach der gängigen Theorie ist es also Dominanzgehabe eines weißen Herrenmenschen, wenn ein obdachloser Schwuler (der am besten sogar WEGEN seiner Neigung erwerbs- und obdachlos ist) sich darüber empört, dass der US-Präsident in seiner Limousine neben ihm durch eine Pfütze fährt und ihn durchnässt.
          Seine Neigung erhöht zwar sein Ranking, aber nur unter Menschen der gleichen Hautfarbe, da ja „schwarz“, also „maximalpigmentiert“ im Ranking am höchsten steht.

          Da steigt ununterdrückbar in mir die Frage auf, ob es unter „schwarz“ auch noch Rankings gibt?
          Dann müsste ein Ghanaer stärker benachteiligt sein, als ein Äthiopier.
          Und wo sind die bekanntermaßen ebenfalls sehr dunkelhäutigen australischen Aboriginees einzuordnen?

          Es wäre sehr hilfreich, wenn die ehrwürdige Humbold-Universität ein verbindliches Ranking erstellen würde.
          Die Welt wartet drauf.

        • Nein, natürlich reicht das nicht!
          Du könntest aber Dein Gesicht schwarz anmalen und dann einmal so eine gendersensieble Aktion mit Ka_u_gummi an der Humburg Uni durchführen! Das würde Dir 1 Punkt auf der Allyskala zurückbringen… Du kannst auch noch eine Negerpuppe mitnehmen um auf die Unterdrückung von kleinen Negerbabies hinzuweisen. Das würde Dir noch einen Punkt bringen! Und ganze drei Punkte kannst Du erhalten wenn Du Dich dabei ein wenig dumm stellst, um auf die mangelhafte Schulbildung von PoC hinzuweisen, die Du verbessern möchtest. Viel Erfolg!

          Mal zurück zur Liste:
          “Rassismusvorwürfe sind hier ständig im Raum. Wir können überhaupt nicht mehr miteinander reden, weil es nur noch darum geht Rassismusvorwürfe zu verbreiten.”
          – Die sind also genau so genervt wie wir von Maskuvorwürfen oder einfach davon frauenfeindlich zu sein… Tut mir das leid? Nö!!!

          “Ich finde auch anonyme Schreiben in denen Kolleginnen diffamiert werden (…) die sich dann nicht wehren können problematisch.”
          – Öh, ja, ist gaaaaanz schlimm. Nur diesmal waren es nicht die bösen Maskus die das Lann diffamiert haben, sondern die bösen Allys!

          “Ich finde es problematisch, dass immer die angegriffen werden, die sich mit Rassismus auseinandersetzen.”
          – Ist garnicht so problematisch, ist normal. Problematisch wird es für die nur, wenn sie auf andere Lösungen kommen wie einige PoC…

          “Rassismus ist immer eure einzige Entschuldigung.”
          – LOOOOL, kennen wir auch oder?

          Das beste aber ist wie die PoC darauf reagieren:
          „Dabei wurde erneut auf vielfältige Weise Rassismus reproduziert. Beispielsweise wurden formale Verfahrensregeln herangezogen, um uns zum Schweigen zu bringen. Unser Protest dagegen wurde dann als zu aggressiv delegitimiert (tone policing). Gleichzeitig haben sich weiße Mitglieder des ZtG als die eigentlichen Opfer einer Diskussion über Rassismus dargestellt, die ständig und völlig unberechtigterweise mit Rassismusvorwürfen konfrontiert seien (Umkehr von Machtstrukturen). Dabei fielen unter anderem folgende Aussagen:“

          Der gleiche Kindergarten wie wir ihn auch erleben! Und last but not least, die gleichen Reaktionen… Das sollte man sich ausdrucken und in die Brieftasche stecken, das kann man dann mal rausholen, wenn einem sowas wieder vorgeworfen wird und sagen, hey, am ZenTralkomitee für Gender ist das an der Tagesordnung…

        • Mich schwarz an zu malen wäre aber blackfacing. Das wäre Rassismus.

        • Es wäre interessant die Vorlesung zu trollen bis quasi tabu gespielt wird

          Bist du dir sicher, dass wir das nicht gerade beobachten?

          Ich meine, wie würde sich getrolle von der Erklärung unterscheiden?

        • Mit ging es um die Vorlesung von kann. Die hat ja mit der Erklärung nichts zu tun

      • Lustig wird es dann, wenn ihr von jemandem gesagt wird, dem sie Rassismus vorhält, das Wort „Rassismus“ würde traumatisierent wirken … EOD?

      • Und die Schnarchnasen bei der Demo für alle sind von den ganzen bösen Schwulen, Lesben und Queer ach so traumatisiert. Die Queer können dann ja auch mal Rücksicht nehmen und sich wieder in den Wohnungen verstecken. Viele fänden dass super Gendersensibel…

  10. „Liebe Student*innen der Gender Studies, liebe Interessierte,“

    Es heißt Interessiert*innen, Ihr sexistischen, transphoben Arschlöcher*innen!

    • „Arschlöcher*innen!“

      Wenn man einem Neutrum ein „*innen“ anhängt, ist das nicht doppelt misandrisch?

      • Nein, es wäre höchstens neutrumophob

        • Es kann auch so misandrisch nicht sein, da ich kein Problem damit hätte, wenn „Arschlöchin“, „Scheusälin“, „fiese Möpsin“, „Schweininnenhündin“, „Sch**sskerlin“ mehr Verbreitung finden. Es wird höchste Zeit, dass Frauen in diesen Bereich sprachlich präsenter werden.

    • Alternativ würde auch „Interessierende“ gehen

      • Alternativ könnte man mit denen auch mal gassi gehen, könnte auch helfen…

  11. Ohne die Übersetzung hier hätte ich das nie verstanden. Ich habe gestern kurz versucht, musste aber nach den ersten zwei Absätzen mit Augenbluten abbrechen. Schön zu sehen, das die Universitäten immer noch ein Hort des Nonkonformismus ist und sich neue revolutionäre Ideen entwick….. Ach, ne, halt. Sie sind Horte des Schwachsinns geworden. Kann man denen endlich das Geld streichen? Danke!

  12. Kann es sein, dass der Autor dieses Blogs mehr Interesse an Feminismus hat, als mensch aus manchen seiner vordergründigen Äußerungen annehmen könnte, und wie würde sich das biologisch erklären? 😉

    • „wie würde sich das biologisch erklären“

      Es ist ganz klar ein Selektionsvorteil. Wenn jemand die Kosten aufbringen kann, sich mit etwas (objektiv oder subjektiv) völlig Irrelevantem zu beschäftigen, zeigt er damit, dass er über viele Ressourcen verfügt und ein guter Sexualpartner wäre.

      • Ist das wie die Handicap-Theorie? Z.B. beim aufwändigen Gefieder des Pfaus. Welches im so formulierten „Kampf ums Überleben“ von manchen BiologInnen als Luxus/Handicap und von anderen als technisch nützlich interpretiert wird.

        http://www.tagesspiegel.de/wissen/das-schoene-tier/6001558.html

        • Jo.

        • hi, @kosinsky

          was der Tagesspiegel uns hier weis machen will ist aber echt Blödsinn:

          „Wenn die Handicap-Theorie hieb- und stichfest ist, dann kann Darwins Theorie der sexuellen Selektion nicht stimmen – und umgekehrt.“

          Nach Darwin kommt es eh nur darauf an, ob die Art am Ende übersteht und da tragen die männliche und weibliche Seite gleichermassen, wenn auch unterschiedlich, zu bei. Der Fokus auf eine „sexuelle Selektion“ ist damit gleich doppelt verfeht, denn die Selektion greift am Individuum an.

          Ausserdem ist das mit dem „handicap“ sehr tendenziös vermenschlichend. Andere Organismen haben eine ganz andere Wahrnehmung als wir und das wird bei diesen Spekulationen meist nicht berücksichtigt.

          Aber was anders kann man von diesem Gender-Sprachrohr auch nicht erwarten, als dass sie Darwin missrepräsentiert.

        • Das ist das typische Unverständnis sexueller Selektion. Die funktioniert eben anders als natürliche Selektion. Sie können sogar gegeneinander arbeiten. Alles in der Evolutionsbiologie lang und breit ausgeführt.
          In der tat unwissen

        • @chris
          „Die funktioniert eben anders als natürliche Selektion.“

          In der Tat. Sie ist nur die konkrete, immer individuelle Wahl des Sexualpartners. Und das hat nur ganz untergeordnet mit Selektion im evolutionärem Sinn zu tun. Denn diese letztere greift nur wegen der „zufälligen Mutationen“, die niemals Gegenstand der sexuellen Auswahl sein können. Sonst wären sie ja nicht zufällig 😉

        • Du hat es ja schon etwas eingeschränkt, hat aber offensichtlich nicht verstanden, wie der Begriff sexuelle Selektion in der Evolutionsbiologie verwendet wird.
          Er betrifft im Fälle der intersexuellen Selektion nur solche Partnerwahl, die aufgrund biologisch abgespeicherten attraktivitätsmerkmalen erfolgt und vererbbar ist.
          In der intrasexuellen Selektion geht es um biologischen Selektionsdruck und die Selektion von genen die Vorteile im Kampf gegen Konkurrenten um paarungspartner geben, also sowohl bezüglich des Körpers an sich, etwa durch eine andere penisform oder größere Hoden wie zB bei bonobos oder durch Körpergröße und Muskeln wie beim gorilla aber auch bezüglich des Gehirns und dessen Fähigkeiten und disponierungen, etwa indem bei sozialen gruppentieren die Erlangung von status bei Männern besonders erstrebenswert erscheint.
          Individuelle Wahl, die nicht genetisch fixiert ist, spielt hingegen erst einmal keine Rolle

        • @chris, ps, natürlich bin ich ein wenig übers Ziel hinausgeschossen, die sexuelle Wahl ist natürlich auch der Selektion unterworfen und damit ein Faktor. Worauf ich hinauswollte war, dass er sehr gerne überbetont und „vermenschlicht“ wird.

        • @chis
          „In der intrasexuellen Selektion geht es um .. die Selektion von genen die Vorteile im Kampf gegen Konkurrenten um paarungspartner geben.“

          („intra-sexuell“ 😉 ob @Adrian es bemerkt hat?)
          Du nimmst eine intra-artliche und intra-sexuelle Konkurrenz an, die auf Fixierung genetischer Merkmale hin selektioniert. Insofern wird natürlich dem Postulat nach der Selektion, die am Individuum angreifen muss, Rechnung getragen.
          Aber wie wichtig ist dieser Teilaspekt in der Rechnung aller Selektionsfaktoren wirklich?

          Es ist ja nur das Ausmass dieser genet. Fixiertheit, wo die Meinungen auseinandergehen und welches unsere Diskussion hier hervorruft.
          Sicherlich ist das Ausbilden der Geschlechtsorgane genetisch fixiert und andere Merkmale des physischen Phänotyps. Aber das Verhalten und (vermeintliche) Instinkte sind noch eine rechte black box, gerade beim Menschen.
          Mir kommt es jedenfalls so vor, als sei die „sexuelle Selektion“ sehr überbetont.

        • „Mir kommt es jedenfalls so vor, als sei die “sexuelle Selektion” sehr überbetont“

          Da liegt ja auch nur die Ursache für so ungefähr alle Unterschiede zwischen Mann und Frau, ansonsten spielt es in der tat keine Rolle 🙂

          Ich wurde dir „the mating mind“ für intrasexuelle und „male/female“ für intrasexuelle Selektion bzw Konkurrenz empfehlen, wenn du es in einen Buch lesen willst.

          Es muss die vieles beschwört vorkommen, wenn du sexuelle Selektion nicht verstehst. Ich wurde wirklich empfehlen, etwas darüber zu lesen, es zeigt interessante Strukturen auf, die man unschwer beim Menschen wiedererkennt. Es ist auch sehr logisch

        • das ist auf jeden Fall weiterhin ein heisses Thema! Werde mal dranbleiben, auch die Bücher befragen 😉

    • Du glaubst, dass Christians Interesse an Feminismus noch größer sei, als er durch seine beständige Kritik an dieser Ideologie ohnehin betont?
      Halt ich für ziemlich fragwürdig. Ein bisschen interessiert sich Christian auch für andere männerrechtliche Themen, das nehm ich ihm durchaus ab. Und auch für andere Themen in Bezug auf Frauen.
      Glaub ich ganz ehrlich.

      Was willst Du üerhaupt mit Deiner Aussage aussagen??

      • „Was willst Du üerhaupt mit Deiner Aussage aussagen??“

        Das ist ein Flirt.

        • 🙂
          Ach so…

          Kannst Du das biologisch erklären?
          😉

        • Die sexuelle Ausstrahlung des Blogmasters aktiviert Sexualhormone gleich einer Champagnerflasche unter Druck.

        • Klingt nachvollziehbar und logisch.
          Ich bin beeindruckt.

          Ich betone aber, dass der Vergleich mit einer Flasche von Dir kam, und distanziere mich sicherheitshalber gleich mal.

  13. Dass es innerhalb dieser Ideologie üblich ist, sich gegenseitig zu zerfleischen, war mir schon länger klar, aber die Spanische Inquisition habe ich jetzt ehrlich gesagt nicht erwartet.

    • Die erwartet keiner…

      • auch damals nicht.

        Deshalb war sie ja so erfolgreich und mörderisch.

        • „so erfolgreich und mörderisch“

          Ist übrigens auch vom Feminismus damals um „die zweite Welle“ ins Unendliche hochstillisiert worden, als Art „Holocaust“, die „Hexen“….

  14. Worte können in der Praxis sehr erotisch sein.

    • Auf Ärzte stehst du auch?!?

      • Wortspiele sind oft lustig, aber ich sage mal spontan: interessanterweise selten erotisch. Oder doch? Mal eine empirische Untersuchung beginnen.

        • Und DoktorInnen-Spiele sind Geschmackssache.

        • Nö, das sind verschiedene Belohnungssysteme. Humor lebt vom Erkennen von Wahrheit, Erotik vom Verkennen der Wahrheit.

      • Wer nicht?

        • Ich dachte, so ein Blogmaster-Groupie hätte einen spezialisierten Geschmack.

          Diese Vorurteile immer…

        • Ich bin hier der Blogmaster-Groupie. Klaro?!

  15. Ist die Überschrift so korrekt?
    Müsste das nicht eigentlich „Rassistix“ oder „Rassix*_#“ oder so ähnlich heißen?

    • Die Überschrift ist eh veganerfeindlich! „Zerfleischungen“ geht gar nicht. 🙂

  16. Danke, dass Sie mir erklärt haben, was genau da passiert ist. Ich hatte es auch nach 2-maligem durchlesen nicht verstanden.

    Arne hat auf seines Blog gefragt ob mann erraten kann ob das Satire ist oder nicht.

    Ich kann nur ein einziges durchgehendes Prinzip bei all diesen Gender-ideologen und neuen Feministinnen wie Laurie Penny und Anne Wizorek erkennen: durchgeknallt oder verrückt? oder etwa beides? oder flagrante Unehrlichkeit?

    Es erinnert mich an die angeblichen Alien-entführungen, multiple Persönlichkeiten und herbei-hypnotisierte-nie-passierte Massenvergewaltigungen. Irgendwelche Leute erleben zusammen eine Massenpsychose oder Massenhypnose oder wasauchimmer.

    Immerhin haben die Deutschen vor einigen Jahrzehnten anhand ähnlicher psychologischer Techniken Millionen Menschen gequält und umgebracht. So „lustisch.de“ ist das also auch nicht …..

    Was ich jedoch nicht verstehe ist, wieso die Medien, die EU, UN, WHO usw. sich so leicht zu den Sklaven dieser Verrückten machen lassen. Immerhin muss doch bei allem Verständnis und Empathie für die Unterdrückten immer noch ein klein wenig Resthirn zu klarer rationeller Überlegung fähig sein.

    Z.B. auch „Mansreading“. Eine Frau hat, in den sehr seltenen Fällen wo ich Bus fahre, allein eine ganze Bushaltestelle besetzt mit sich, ihrem Hintern (der doppelt so breit war wie meiner) und ihren Einkaufstüten. Ich war wegen Manspreading-aktionen in den USA so hasserfüllt, getriggert und angep….., dass ich eine Tüte leicht zu Seite schob und einen halben Sitzplatz von 5 für mich in Anspruch nahm. Ich weiß das verstößt gegen die Genfer Konvention, die Menschenrechte und die Charta der Vereinten Völker des Universums. Nun ja, ich verzichte darauf die Indignation dieser Frau zu beschreiben ….. 😉 Aber ich lebe noch. Yeah!!!! 🙂

    MfG
    Yeph

    • „seinem Blog“ (sorry)

    • „Z.B. auch “Mansreading”“

      Alter, bring die nicht noch auf Ideen!

      • Zu spät!

        https://instagram.com/hotdudesreading/

        • Die Wirklichkeit ist der Satire immer einen Schritt voraus ;-)))

        • ja, deswegen wirkt sie da ja auch nicht 😦

          Aber dein Spruch ist prima 🙂

    • und „Manspreading“

      sorry^10

      „Manreading“ wär doch was für die Gender-studies, oder war es -mainstreaming. Anton Hofreiter hilf mir den Unterschied zu groken. Groken?

      Wiki:

      „Grok /ˈɡrɒk/ is a word coined by Robert A. Heinlein for his 1961 science-fiction novel, Stranger in a Strange Land, where it is defined as follows:

      ‚Grok means to understand so thoroughly that the observer becomes a part of the observed—to merge, blend, intermarry, lose identity in group experience. It means almost everything that we mean by religion, philosophy, and science—and it means as little to us (because of our Earthling assumptions) as color means to a blind man.‘

      Übrigens: auf Wikipedia sind sie schon einen Schritt weiter:

      „While anti-manspreading campaigners have criticized the practice for being rude and inconsiderate to other passengers who have to stand, they have also been counter-criticized for focusing on men, and for ignoring women who also take up more than one seat with their baggage.“

      So long
      Yeph

    • “ Ich war wegen Manspreading-aktionen in den USA so hasserfüllt, getriggert und angep….., dass ich eine Tüte leicht zu Seite schob und einen halben Sitzplatz von 5 für mich in Anspruch nahm.“

      Ach, Du warst das!

      Kam neulich abends in der „heute“-Sendung.
      Wollten Dein menspreading noch bei Maischberger in einer Sondersendung diskutieren. Aber ich glaub, die Gender-Aktivistinnen konnten sich auf keine Delegation einigen.
      😀

  17. Woah…Ich musste drei Mal lesen, um durchzusteigen.
    Frage:
    Ist „weiß positioniert sein“ von eigenen Privilegien profitieren oder wie genau ist das vom „mehrheitlich weiß sein“ abzugrenzen?

    Zum „R.s Reaktion“-Absatz bzw. deiner Zusammenfassung:
    Ich habe das gerade umgekehrt verstanden – dass R. WOLLTE, dass ein_e PoC/Schwarze_r mit dabei ist und nur für den Fall, dass das nicht geht, irgendwas von Legitimation durch weiße Trans*Inter*GnC geschwafelt hat – also dieses „mein Raum“-„dein Raum“-Ding wird da m.E. deutlich, aber kein „Wenn da mehr Nicht-Weiße sind, kommt nicht „mein“ Ergebnis raus“, sondern eher das Gegenteil, dass doch dann bitte wenigstens eine von beiden Formen der Diskriminierung betroffene Person mit dabei sein sollte.
    Ab dem Erlaubnis-Ding wird’s halt wieder ganz seltsam.

    Den Absatz zur Fremdpositonierung kann ich nachvollziehen. Das finde ich auch ziemlich scheiße, check’s in dem Zusammenhang allerdings gar nicht, weil am Anfang des Texts „beteiligte, cis-positionierte, PoC (N.)“ steht. Was’n nu?

    Naja. Ich warte auch mit Spannung darauf, eventuell zu erfahren, was die kritisierte Äußerung war.

    • R wollte, das eine schwarze trans- oder queerperson dabei ist. Schwarz, damit man ihm/ihr nicht vorwerfen kann, das r. Weiße Definitionsmacht da reinbringen will.
      So verstehe ich es zumindest

      • Aber, allein dass er WOLLTE genügte, ihn zu kreuzigen.
        Schon der Ausdruck einer abweichenden (wovon auch immer) Meinung ist schon Ausdruck seiner weißen Dominanz.

        So, wie sich ja auch eine mit gegrätschten Beinen in der S-Bahn sitzende Frau beim Begriff „manspreading“ unsichtbar gemacht fühlt.

        • @chris
          „R wollte, das eine schwarze trans- oder queerperson dabei ist.“

          Als Schiedrichter vermutlich. Denn R ahnte ja zumindest, dass nur eine solche Person der „Anklage“ Paroli bieten darf, nicht er selbst.

          „Aber, allein dass er WOLLTE genügte, ihn zu kreuzigen.“

          Ja, das Anrufen einer unabhängigen Instanz können die SJWs natürlich gar nicht akzeptieren und dann nur als Anmassung sehen.

      • Fazit: niemand kann es verstehen?!

        Mein Vorschlag wäre eine Diskriminierungshierarchie (Exceltabelle).

        Probleme gäbe es dann nur wenn mann wie beim Spiel Stein-Schere-Papier-Echse-Spock (Big Bang Theory) eine komplexere Hierarchie hätte.

        Ich frage mich ob nicht die Frauen eigentlich alle anderen triggern, allein weil sie weiblich sind, ein Geschlechtsorgan haben das als Kunst gilt ,und größtenteils nicht schwarz sind. Männer triggern sie allein deshalb weil sie weniger wert sind in der Hierarchie. Nur allein deshalb ist der große weiße Vater mehr wert als die kleine minderwertige weiße Mitochondrien-Mutter. Wären Frauen gleichwertig, oder würden sich, verdammt nochmal, dazu ein klein wenig Mühe geben, gäbe es die Überlegenheit des großen weißen Vaters nicht. Wobei ich mich immer noch frage wer denn nun ursächlich für das ganze Desaster verantwortlich ist, die Henne oder das Ei. Alles ist so kompliziertix bzwix komplexix wie man hier sehen kann:

        Also war wohl die Henne schuld. Weiß war er jedenfalls nicht der große gefiederte Ur-macho, aber vielleicht eine Transe? Welcher fürchterliche Unterdrücker, Vergewaltiger, und Weltherrscher trägt schon Federschmuck? Jedenfalls trägt er kein Hornx. Wobei wir wieder beim großen weißen Vater wären, bzw. dem großen Manitu? Auch so ne Transe?

        Und was mich schon seit Jahrzehnten und spätestens seit „Badesalz“ umtreibt, was ist eigentlich ein Fickwam?

        Hehe hoho hihi haha (Joker)
        Yeph

      • Ja genau, Christian, so verstehe ich es auch. Mich hatte dein „Da R bewußt war, dass ausschlaggebend für das Ergebnis war, wessen Opferperspektive berücksichtigt wird, fragte er, wie sich die Gruppe zusammensetzt: Wenn da nur Schwarze oder sonstige “Nichtweiße” vertreten wären, dann wäre zu befürchten, dass eine “Verurteilung” wegen Rassismus erfolgt.“ oben irritiert, weil R. ja eben offenbar gerade Nichtweiße in der Gruppe haben wollte – aber in dem Fall ist es klar.

        Ich muss aber nochmal fragen: Kann mir jemand sagen, was der Unterschied zwischen einer Gruppe von mehrheitlich weißen Menschen und einer „weiß positionierten“ Gruppe ist?

        • In einer mehrheitlich weiß positionierten Gruppe sind einige PoCs, aber sie sind eben nicht die Mehrheit. In einer weiß positionierten Gruppe sind keine PoCs

        • 😀 😀 😀 ACHSO!!! 😀
          Ich habe „weiß positioniert (nicht: mehrheitlich weiß)“völlig missinterpretiert und dachte, „weiß positioniert sein“ wäre noch in irgendeiner Art vom Weiß-Sein abzugrenzen. Also das Hirn umsonst zermartert. Danke.

        • „Positioniert“ trägt den Umstand Rechnung, das alles sozial konstruiert ist. Deswegen sagt man nicht einfach „mehrheitlich weiß“ sondern „weiß positioniert“

        • Danke! 🙂

        • „Deswegen sagt man nicht einfach “mehrheitlich weiß” sondern “weiß positioniert”“

          Wobei damit aber noch nicht die Diskurshoheit festgelegt ist, wer die Positionierung vornimmt.
          Auch ein Saal mit PoC kann „weiß positioniert“ werden und es gibt weiße Frauen, nicht eben nicht weiß positioniert werden wollen.

        • Das war auch mein Gedanke: Was ist, wenn PoC mit sehr heller Haut „als weiß durchgehen“/wahrgenommen werden? Sind sie dann weiß fremdpositioniert?

        • Oh, das kann auch ein großer Struggle sein, wenn man white passing ist

          https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/28/whitepassing-ist-auch-kein-privileg/

        • Hm. Ich finde davon schon einiges echt gut nachvollziehbar und würde diese Hirnficks nicht mit Feminismus direkt in Verbindung bringen, sondern eher mit einer gewissen Co-Abhängigkeit und Niemandem-Auf-Die-Füße-Treten-Wollen – eben nicht besonders stark ausgeprägtem Selbstwertgefühl und damit, irgendwie gesehen und verstanden werden zu wollen. Das finde ich ziemlich menschlich.

          Ich muss nun mal drüber nachdenken, ob ich mich nun weiterhin als weiß oder als weiß positioniert bezeichnen möchte. 😉

        • Es ist eine direkte Folge intersektionaler Theorie, die letztendlich immer auch gegen die eigenen Leute gerichtet sein wird.
          Vielleicht sind diese Artikel im Zusammenhang für dich interessant
          https://allesevolution.wordpress.com/2012/07/11/wie-die-privilegientheorie-dem-feministinnen-schadet/
          https://allesevolution.wordpress.com/2014/01/15/nicht-gut-genug-aktivismus/

        • Die Artikel hab ich gelesen, Christian, danke dir. 🙂

          Ich stehe der ganzen Sache zwiegespalten gegenüber, weil ich zwar nachvollziehen kann, dass das (also, sich in der Opferrolle zu suhlen oder sogar suhlen zu müssen) eine Folge davon sein kann, aber trotzdem der Ansicht bin, dass es wichtig ist, diverse Minderheiten zu berücksichtigen und den jeweiligen Personen und Personengruppen WIRKLICH zuzuhören – ich meine generell, dass die Wahrnehmung anderer Menschen zumindest respektiert werden muss und da muss aus meiner Sicht AUCH in dem Bereich echt noch einiges passieren – das aktuellste Beispiel war für mich die Diskussion um den Film „The Danish Girl“, der bzw. dessen aus diversen Gründen von der Trans*-Community hart kritisiert wurde. Wenn dann cis-Menschen ankommen und meinen, entscheiden zu „dürfen“, dass das alles „übertrieben“ wäre, macht mich das echt richtig wütend.
          Das allerdings unabhängig vom Thema und nicht nur auf feministische Theorie bezogen. Ich rege mich genauso sehr auf, wenn von Frauen-Seite häusliche Gewalt von Frauen gegenüber Männern (oder von überhaupt irgendjemandem, der nicht selbst direkt betroffen ist) heruntergespielt wird (um jetzt nur mal ein Beispiel zu nennen).
          Ich glaube, wenn bestimmte Verhaltensweisen benannt werden, besteht auch immer die Möglichkeit, dass Menschen, die die Ursache für all ihre Probleme im Außen zu suchen, das irgendwie für sich und ihre Opferrolle instrumentalisieren (PUler, die sich ständig geshittestet fühlen und meinen, dass jegliches weibliches Verhalten ein Betaisierunsversuch ist, zum Beispiel :-D).

          Ich stecke aber halt einfach auch nicht so tief drin, werde das auch nie und habe auch nur Umgang mit Menschen, die in der Hinsicht eher gemäßigt sind. 😀

        • „Oh, das kann auch ein großer Struggle sein, wenn man white passing ist“

          Eigentlich haben wir es doch richtig gut als WHM. Unsere Position ist zwar ganz unten, der letzte Dreck – weil wir die Herrscher des Universums sind – aber dort wenigstens sicher.
          Im Gegensatz zu den Frauen brauchen wir uns um unsere gesellschaftliche Stellung nie Sorgen zu machen.

          Und wir brauchen auch nie um Verbesserung oder eine andere Einordnung zu kämpfen, weil die Position des WHM als einzige unverrückbar ist 😀

        • „Das war auch mein Gedanke: Was ist, wenn PoC mit sehr heller Haut “als weiß durchgehen”/wahrgenommen werden? Sind sie dann weiß fremdpositioniert?“

          Du gehst von einem objektiven Begriff von PoC aus. Den gibt es aber nicht. Alle, die von Rassismus betroffen sind, sind PoC oder Schwarze. Alle anderen Weiße.
          Was Rassismus ist oder wann eine Aussage rassistisch ist, kann nur von der betroffenen Person bestimmt werden. (Hier wird das Prinzip der Definitionsmacht angewendet.)
          Es ist also ein Kreislauf, bei dem es eigentlich darum geht, wer zuerst vorwirft bzw. wer die Macht hat seine Sichtweise durchzusetzten.
          So ähnlich, aber wohl noch inkonsequent gibt es das ja auch beim Gender: Du bestimmst ob du Mann* oder Frau* bist.

        • Dann wäre also ein Mensch mit sehr dunkler Haut, der sich aber wegen persönlicher günstiger Umstände durch seine Hautfarbe nicht diskriminiert sieht, weiß (positioniert)?

          Was die Definitionsmacht angeht: Ich gehe da bis zu einem gewissen Punkt schon durchaus mit (siehe meine obige Antwort auf Christians Posting), weil ich der Ansicht bin, dass bestimmte subtilere Formen der Diskriminierung sich für nicht direkt betroffene Menschen einfach nicht deutlich zeigen.
          Um bei der Gendersache zu bleiben – auch, wenn das jetzt wohl nicht das beste Beispiel ist: Wenn ein Mann von seiner Freundin immer wieder als „irgendwie unmännlich“ dargestellt wird, ich das aber nicht weiß und sie dann in meinem Beisein so was wie „Warte, ich helf dir, das ist doch zu schwer für dich!“ sagt, wäre ich wohl der Ansicht, dass das einfach nur ein (vielleicht unnötiges) nettes Hilfsangebot war, für ihn stellt sich das aber ganz anders dar. Da MUSS ich ihm doch zugestehen, das besser beurteilen zu können als ich.

        • Eine Definitionsmacht wird immer missbraucht werden. Es reicht ein Hinweisrecht. Jeder soll sagen können, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Wenn er es gut vertritt und die Leute es auch so sehen, dann wird man was ändern. Wenn man meint derjenige sollte sich nicht so anstellen und es werde aus einer Mücke ein Elefant gemacht oder er vertrete Überzüge ziehe, dann kann das aber eben auch ein nachdenken wert sein.

          Gerade beispielsweise regte sich eine radikale transajtivistin (m–>f) auf twitter auf, das es trans feindlicher cisfaschismus wäre, das eine Lesbe, die erst an ihr interessiert gewesen wäre, kein Interesse mehr hatte als die ihr mitteilte, dass sie einen Penis hat. Das spreche ihr nur wegen ihres Penisse das Frausein ab.
          Nun ist es aber natürlich das gute recht jeder Person auch aus solchen gründen nicht mit einer Person schlafen zu wollen. Hier übertreibt sie schlicht und überzieht ihre opferposition

        • Okay, ja, kann ich so unterschreiben, finde aber, in dem Fall ohne weitere Informationen auch nicht sagen zu können, ob sie Recht hat oder eben nicht.
          Vermutlich unterstelle ich Menschen generell einfach ein bisschen zu viel Selbstreflexion.

        • Jut. Ja. Hätte man etwas weniger extrem formulieren können. 😀 Aber ich finde, so Unrecht hat sie trotzdem nicht – ich meine, was ist es denn sonst?
          Wenn ich einem schwarzen Menschen sage, dass ich halt einfach nicht auf Schwarze stehe, darf der sich dadurch diskriminiert fühlen. Wird er ja auch. 😀
          Ich fände es auch legitim, wenn die entsprechende Person ihrem Frust in dem Moment Ausdruck verleihen würde.
          Ich find ein „Sorry, du bist echt cool, aber ich steh halt auf Blondinen“ auch nicht so geil.

        • Nur das man bei einer Frau nicht davon ausgehen muss, das sie einen penis hat und das durchaus ein umentscheiden rechtfertigt.
          Es verändert ja schließlich den sex durchaus wesentlich

        • Naja. In Maßen, aus meiner Sicht. Ob nun Frau mit Strapon oder Frau mit Penis ist kein Unterschied und wessen Zunge oder Hand da ist, auch nicht. Klar. Wenn man nicht auf Schwänze steht, keinen anfassen oder in den Mund nehmen will, steht man halt nicht drauf. Ist ja ok. Trotzdem wird sie – also Katharina – in dem Moment auf ihr Genital reduziert und dass das sich scheiße anfühlt, verstehe ich genau so sehr wie den Wunsch, dass das nicht (ständig) passiert.

          Ob es nachvollziehbar ist oder nicht – also, dass die andere nicht will – ist dabei doch nicht die Frage. Nach Nazi-Logik war auch nachvollziehbar, dass Menschen vergast werden müssen. Das macht’s aber doch nicht weniger beschissen oder unfair für die Betroffenen.

        • Also, nur zur Sicherheit nochmal etwas deutlicher: Ich finde nicht, dass man der Frau vorwerfen kann, nicht auf Schwänze zu stehen. Ist halt so.
          Daraus, dass sie das Gespräch mit einer Person, an der sie zuvor klar Interesse gezeigt hat, in dem Moment abbricht, in dem sie erfährt, dass die trans* ist, allerdings schon bzw. ist das auch für mich klar transphob und ich finde es auch richtig, das anzuerkennen.
          Das heißt ja im Umkehrschluss nicht, dass sie jetzt deswegen mit Transfrauen ins Bett gehen muss, sie KANN ja transphob sein. Nur zu behaupten, sie wäre es nicht, finde ich nicht richtig.

        • Sure hat ja vorher gesagt, das trans nicht das Problem ist (das sieht man ja auch in der Regel sofort, zumindest in westlichen Gefilden). Ich finde es auch etwas unfair, das sofort unter transphobie verortet wird. Gerade dann, wenn man ihr eine gewisse Verwirrung zusprechen kann.
          Es ist ja auch nicht so ungewöhnlich: Männer haben weniger gravierendes zu Frauen gesagt und diese haben auch unter Vorwand verabschiedet.
          Einem man würde man insofern schlicht entitlement vorwerfen, wenn er meint, das die bei ihn hatte bleiben müssen oder es hätte erklären müssen.

        • Also daraus, dass sie nicht transphil ist, also nicht auf transen steht, abzuleiten, sie sei transphob, finde ich eine unzulässige Folgerung.
          Ich für mein Teil bin nunmal eindeutig Herero und hab keinerlei sexuelles Interesse an Männern.
          Deshalb bin ich noch lange nicht homophob.

        • Würdest du dich mit einem Kerl bis zu der Sekunde, in der du erfährst, dass er Homo ist, unterhalten und dann nix mehr mit ihm zu tun haben wollen, wärst du’s aber schon, oder nicht?

        • Das ist ja kein vergleichbarer Fall. Vorher war man an Sex interessiert, aber jetzt ist die Grundlage weggefallen.

          Abgesehen davon: Katharina ist da sehr radikal, ich wäre da auch nicht in ihre nahe geblieben und hatte mich als cisfaschist beschimpfen lassen.

        • Der Gesprächsabbruch ging ja, so lese ich das, von der anderen aus und die Beschimpfung war die Folge davon und nicht umgekehrt. Das Gespräch infolge einer Beschimpung durch die Gegenseite abzubrechen, wäre natürlich eine ziemlich verständliche Reaktion. 😀

        • Also zu erwarten, das ein penis für eine Lesbe kein dealbreaker sein kann und alles andere als „cisfaschismus“ zu deuten, halte ich schon für sehr arrogant.
          Wenn ich eine Frau anmachen wurde und ihr dann sagen würde “ auch übrigen, ich habe weibliche Geschlechtsorgane “ dann wäre ich wenig verwundert, wenn sie geht.
          Ich würde diese Reaktion um si eher erwarten, wenn derjenige, der so etwas offenbart davon ausgeht, das es kein dealbreacker sein darf. Es ist si wesentlich, das man schonend darauf vorbereiten muss und es als etwas darstellen muss, was sie interessant für sie ist und bei dem man deutlich macht, das man sich bewusst ist, dass etwas außergewöhnliches ist und man entsprechend damit umgeht. Es erfordert ein besonderes „game“, nicht die Erwartung, dass sie es gut zu finden hat.

        • Da bin ich ganz deiner Ansicht, ja. Ich weiß natürlich nicht – und du vermutlich genauso wenig – in welcher Art sie ihr das vermittelt hat. Vielleicht hat sie es ja auf behutsame Art getan.
          Mir geht es, wie bereits mehrfach geschrieben, auch nicht darum, dass die andere nicht auf Schwänze steht, sondern um den Umgang mit der Situation.
          Für einen Kerl, der sich darüber beschwert, dass Frauen immer und immer wieder das Gespräch im Online Game ab einem bestimmten Punkt und einer gewissen Info einfach abbrechen und sich nicht mehr melden, hätte ich genauso Verständnis.

        • Oder, um das noch etwas deutlicher auf den Punkt zu bringen:
          Ich bin auch kein Pädophiler, aber deshalb noch lange nicht pädophob.
          Ich liebe meine Kinder trotzdem. Eben auf einer nicht erotischen Basis.

        • Siehe mein vorheriges Posting. 🙂 Originalzitat von Twitter: „Das Gespräch endete in dem Moment, als ich ihr sagte, wie es bei mir aussieht.“

        • Ja dann schon.
          Mach ich allerdings nicht.
          Anders wärs aber, mit jemandem mit sichtlichem erotischem Interesse zu flirten und dann z.B. festzustellen, dass der gar keine Frau ist.Ob er danach nicht mehr mit ihr (sagt man da „ihr“?) geredet hat ist im übrigen Spekulation.
          Er hatte jedenfalls kein erotisches Interesse mehr.

        • Nee, das ist keine Spekulation, das steht so bei Twitter – das war eine der zuvor genannten erst fehlenden Informationen, die das Bild für mich komplettiert haben.
          Vielleicht – DAS ist jetzt Spekulation – wäre auch das Urteil nicht ganz so hart ausgefallen, wenn das „höflicher“ abgelaufen wäre.
          Und ja, es sind zwei Frauen, um die es geht, also sind weibliche Pronomen schon richtig. 🙂

        • Gibts da noch einen Tweet?
          Bei dem von Christian eingefügten steht was anderes.
          Und“abgewiesen“ ist nicht schön, aber definitiv was anderes als ein Gesprächsabbruch.
          Will nicht behaupten, dass es keinen gesprächsabbruch gab – aber davon steht nix eindeutig da.

        • Jap, hier: https://twitter.com/KatrinaR47/status/644176237544513536

  18. Dieser ganze neue Rassismus wurde ursprünglich als „Antizionismus“ ausgebrütet.

    Die Logik geht in etwa so: die Zionisten als weisse Nationalisten (böse) gründeten den Staat Israel, das damit ein rassistisches Projekt des weissen Mannes sei. Der „Antizionismus“ ist bestimmt genauso weit verbreitet wie der Feminismus und erreichte mittlerweile vor allem internationale Organisationen, wie insbesondere die UN, wo in absoluter Zuverlässigkeit und Regelmässigkeit Israel wegen seines „Rassismus“ gegeisselt wird.

    kleine Übersicht (mit Cartoons, sogar das kann man lustig darstellen):
    http://drybonesblog.blogspot.de/search/label/UN

    Entscheidend für diese Entwicklung ist nicht zuletzt auch jene Judith Butler, deren gender Ideologie jedoch keine direkten Berühungspunkte zu dem „Antizionismus“ aufzuweisen scheint. Sie ist aber als vehement Aktivistin unterwegs, zB für eine „ein-Staaten-Lösung“. Ausserdem hat ihr Konzept der „sozialen Konstruktion“ die theoretische Herleitung der neuen, völlig verkehrten und ahistorischen Umdeutung des Rassismus ermöglicht.
    Daran beteiligt war ein grosser Teil der sogenannten „liberalen Linken“, praktisch das who is who.

  19. Wird wirklich höchste Zeit, dass die alle mit Karacho vom Olymp der Definitionsmacht herunterkullern.

    • Und damit meine ich wirklich ALLE, ungeachtet des Grades der Verschrobenheit: mspro, wizorek, lightyear2000, et al. -> benevolente Publikationssperre! Die viele verplemperte Zeit, sich in dieses krass verschachtelte Undenk einzulesen …

      • Ach, ich weiß nicht.
        Wenn ich nicht so weit weg von Berlin leben würde, würde ich wahrscheinlich gelegentlich in meiner Freizeit dort die Vorlesungen von Profx Hornscheid besuchen.
        Ist bestimmt ein abendfüllender Spaß, mit gezielten Einwürfen die Scholastiker übereinander her fallen zu sehen 😀

        Als ich noch auf kommunaler Ebene aktiv war, waren die monatlichen Ratsversammlungen freitags in meiner Heimatstadt spannender und lustiger, als jeder Tatort-Krimi.

        Stell Dir mal vor, Du würdest denen die Spielwiese nehmen und die würden von da an alle hier frei herumlaufen …

  20. Ich habe das Gefühl das für diese Leute auch in einem Land in dem die große Mehrheit der Bevölkerung weiß ist, Weiße nicht auch die Mehrheit von Führungspositionen besetzen dürfen. So als ob die Weißen z.B. hier in DE oder auch GB den PoC in der Vegangenheit das Land weggenommen haben. Diese „Diversity“ wird natürlich nur in Länder gefordert, in denen eben Weiße die Mehrheit der Bevölkerung bilden.

    • Quark, das wird überall gefordert. Nur das da wo PoC leben eben durch den Kolonialismus Weisse ihre Definitionsmacht eingebracht haben, wodurch Schwarze selbst da diskriminiert werden, wo Schwarze in der Mehrheit sind! Somit wäre hier eine Intervention gut, die Schwarze hier erstmal dazu bringt sich selbst Strukturen aufzubauen, ohne dass übermächtige weisse Definitionsmacht eingebracht wird! Also, wie Du siehst, die sind auch für Gleichberechtigung in den Staaten wo Schwarze in der Mehrheit sind…

    • Sie vergessen die Out-of-Africa-theorie. Also sind wir eigentlich alle Afrikaner und deswegen theoretisch schwarz, auch wenn es nach außen anders aussieht. Seit wann ist eine Missgeburt überlegen? „Albinoäffchen“, wie Dave Davies immer sagt. Und wir haben uns mit den Neanderthalern gekreuzt, was eigentlich noch schlimmer ist. Schlimmer noch als die Inzest-monster die in Europa eigentlich den Großteil der Population ausmachen. Die vielen Eiszeiten, bzw. das Leben in kleinen Gruppen wie z.B. bei den Bergvölkern, wo neben Schwester und Cousine ….. Naja ich erspare euch die Details …

      Aber auch die Eskimos haben heute noch … auch das lass ich die Details lieber beiseite. Jedenfalls sind wir bewiesenermaßen Missgeburten. Unsere Weibchen (die Albinoäffinen) übrigens auch, aber immerhin tragen sie die Urmitochondrie noch in sich und sind allein deswegen weniger Missgeburt als der weiße harmlose Mann.

      Ich meine jeder Gangsterrapper stellt doch wohl klar wer hier die Eier anhat?! Der weiße Mann jedenfalls nicht. Der singt:
      „Hey Girl, ich will nur dass du weißt
      Ich mag dich so wie du bist
      Und egal was du gerne wärst
      Ich bin auf jeden Fall der Typ der es diggt“ (Cro)

      Yeph

      • @yeph
        „Also sind wir eigentlich alle Afrikaner..“

        Uppps, das nehmen sie dann als nächstes, um ihre rassistische Hierarchie biologistisch zu begünden 😦

  21. Nach durchlesen der Kommentare hab ich grad den Eindruck, dass sich die meisten über diesen Vorgang einfach nur lustig machen. Ich find das irgendwie echt nicht in Ordnung.

    • Das triggert mich jetzt aber sehr. Es schmerzt. Es tut weh. War das jetzt wirklich nötig?

      • Mich hat das lesen der Kommentare eben sehr betroffen gemacht, und deshalb hatte ich das starke Bedürfnis, das auch anzusprechen.
        Insofern also ja, das musste sein – auch oder grade wenn es wehtut.

        • Und ist es auch Wahnsinn,
          so hat es doch Methode.

          Ich glaube, Ihr habt das Gender-Abi verdient und das Recht, an Vorlesungen des Lanns teilzunehmen.

          Mit der offen ins Auditorium getragenen Betroffenheit mischt Ihr problemlos jedes Seminar auf.

          Ach ja, passt hier zwar nicht ganz, wird aber gleich mit verwurstet: schwarz anmalen, um sich in der Betroffenheitsskala aufzuwerten, ist nicht nötig.
          Wie wir ja gelernt haben, genügt es, sich als PoC zu „fühlen“, um eine solche zu sein (wer wollte sich zum Herrn über meine Befindlichkeiten erheben?).
          ECHTE schwarze Hautfarbe ist natürlich(!) noch ne andere Nummer, sozusagen Geburts-Adel.

  22. Wieder einmal liefert der Alles-Evolution-Service!
    Ich hatte woanders von der Affäre gehört, keinen Bruchteil von irgendwas verstanden und mich darauf verlassen, hier Aufklärung zu finden. Zurecht!

    Aber loben wir in dem lebensfernen Gedankenwust, was zu loben ist: Mit „Täter_innen-Opfer-Umkehr“ wird tatsächlich mal fair auch ein sonst nur männlich verwendetes negatives Wort gegendert.

    • Hier aufgrund der Transsexualität allerdings wahrscheinlich noch nicht einmal wirklich abstrakt.
      Täter ist ja zum einen kann, zum andern R., eine Person, die auch trans zu sein scheint.

  23. Die Presse greift die „Gender-Posse“ mittlerweile auch schon auf:

    https://jungefreiheit.de/kultur/zeitgeist/2015/gender-fachschaft-wirft-transvestiten-raus/

  24. Das ist einfach nur ein Bruch zwischen Verbündeten.
    Irgendwann hat der Gender-Feminismus die Farbigen in’s Boot geholt, frau dachte wohl frau wäre schlagkräftiger wenn Feminismus und Anti-Rassismus gekoppelt werden.
    Was dann passierte konnte man bei der Mädchenmannschaft gut sehen:
    Plötzlich waren die meisten Beiträge anti-rassistisch, Feminismus spielte nur noch eine untergeordnete Rolle. Wer dort diese Verschiebung thematisierte wurde mit infantilen Gif-Lawinen überschüttet.
    Die lautstark eingeforderte Dominanz der PoC in dieser Allianz geht den weissen Feministinnen aber nun selbst so auf den Senkel, dass es mit dieser Posse zum offenen Bruch kam. Die Allianz ist wohl zu Ende.

    • Ein Ende sehe ich da nicht. Der Untersektion allem is ist nach wir vor vorherrschend.
      Ich denke er ist eher aus einen moralischen erst recht Schluss entstanden: wenn Männer macht haben und deswegen privilegiert sind, dann muss das auch für weiße gelten. Denn für haben ja die macht. Ihr kommt nicht einmal gegen Unterdrückung wettern und sie selbst ausüben.

      Um weiterhin „die guten“ zu sein, musste man Rasse als Kategorie zulassen.
      Danach ist es schlicht eskaliert, weil es eben in vielen Bereichen so bequem ist: alles wird in ein einfaches Schema von einer besser dastehrnde Gruppe mit macht und Privilegien und eine schlecht darstehende Gruppe, die demnach diskriminiert wird, eingeteilt.
      Der sjw hilft den schwachen und haut den starken auf die Finger, übernimmt also pro soziale Dominanz.

      • Feministinnen sind aber primär keine Kämpfer für die Schwachen, das Schicksal der Aldi-Kassiererin wird da nur selten thematisiert. Der ganze feministische Fokus liegt „oben“, gläserne Decke und so.
        Die Ironie daran ist, dass die Feministinnen die Farbigen für ihre Zwecke instrumentalisiern wollten, nun aber von denen selber instrumentalisiert werden. Da keine der beiden Seiten sich unterordnen will, wird der Riss bald viel tiefer werden.

        • Aus ihrer Sicht kämpfen sie schon für schwache oder zumindest für benachteiligte.
          Es ist ja eine Ideologie, die auf einer starken Identität aufbaut: jemand zu sein, der gegen strukturelle Diskriminierungen angeht und selbst nach Möglichkeit nicht diskriminiert.
          Deswegen ist der Vorwurf, dies dich zu tun, ja so schädlich

  25. Hier wurde jetzt mehrfach konstatiert, Rassismus steche Sexismus oder queer.

    Ich halte das für einen Trugschluss:
    Die Situation ist absolut nicht symmetrisch.

    Für eine Vergleichbarkeit müsste man die Situation mit einer umgekehrten Situation vergleichen.

    Die wäre z.B.:
    Eine weiß Frau interveniert bei einem Professx gegen Sexismus.
    Ein farbiger Mann stellt danach die entsprechenden Fragen.

    Bezweifelt irgendwer, dass der schwarze Mann mindestens so verprügelt wird wie R?
    Ich würd sagen, dem gehts eher noch schlimmer.

    • „Ich würd sagen, dem gehts eher noch schlimmer.“

      weniger schlimm müsste die Antwort sein.

      Gender sticht „Rasse“, bei gleichem gender sticht „Rasse“.

    • Das stimmt.

      Wenn man sich das so ansieht, könnte folgendes Ranking ableiten: Mann beginnt immer mit einem Malus von -100, Frau bei 0. Jedes Feature gibt +10 als Sympathiebonus. PoC, abweichende sexuelle Orientierung, fett (wie war nochmal das pc Wort dafür?), hässlich. Eine Sonderregelung gibts für M2F Transidente, die operierten beginnen bei -50, wenn man es ihnen ansieht und/oder es weiss, die unsichtbaren/unerkannten haben die 0, nichtoperierte werden wie Männer gewertet. F2M Transidente haben mindestens -50, wenn sie authentisch wirken auch -100)

      Also steht die intervenierende weisse Frau bei 0, der schwarze Mann hat -90 (lassen wir ihn noch fett, hässlich und schwul sein, also -60)

      Immerhin wird er nicht so stark verprügelt wie ein weisser Mann 😉

      Es ist absolut logisch. Wenn kleine verwöhnte weisse Mädchen postpubertär gegen ihren Papa rebellieren, weil sie ansonsten gar keine anderen Probleme haben, wirkt die negative Emo umso stärker je ähnlicher das Feindbild ihrem Papa ist.

  26. South Park Fans aufgepasst…

    Heute um 22:00 spielt’s die neue erste Folge der 19. Staffel.
    Natürlich auf Comedy Central.

    Angeblich werden heute SJWs durch den Kakao gezogen. 🙂

    • Sollte eigentlich in den Selbermach Samstag…

      • SELBERMACH MITTWOCH!!!!!!

  27. Zum Thema Zerfleischen. Etwas ähnliches passiert teilweise auch in der Asyldebatte.

    Hier wurde z.B ein Politiker, der das mit Verbot bedrohte „Willkommensfest“ in Heidenau doch mit möglich gemacht hat, unter wüsten Bedrohungen von der Antifa aus der Stadt gejagt.

    • Jaja, dem Ulbig, der Pegida besonders hart verurteilte, war sein ungläubiges Entsetzen angesichts der Antifa-Hasser anzusehen.
      Hat ein Merkelianer mal gemerkt, mit wem er sich da so ins Bett gelegt hat.
      An dem Tag gab es eigentlich fast nur Idioten beim „Fest“ in Heidenau: Die Islamisten, die hirngewaschenen Willkommenkulturler, die Antifas, und die Nazis.

  28. Aus dem ursprünglichen Artikel:
    „Neben der Zuschreibung Intersektionalität nicht zu verstehen, auch den Missbrauch der Definitionsmacht vorzuwerfen, ist zynisch. Strukturell besitzen weiße Menschen Definitionsmacht, insbesondere über Rassismus.“

    Das ist auch eine der schärfsten Gedankenkapriolen des Artikels:

    Man verweigert R dabei die definitionsmacht darüber, (mit) zuentscheiden, was rassismus ist bzw. was ein Missbracuh von Definitionsmacht sei, mit dem Argument, dass er als weißer strukturell Definitionsmacht über rassismus habe…

    Eingedampft heißt das:
    Er darf keine definitionsmacht haben, weil er die definitionsmacht hat.

  29. […] https://allesevolution.wordpress.com/2015/09/17/zu-zerfleischungen-im-feminismus-lann-hornscheidt-al… […]

  30. Hilfe, ich dachte dieser Unsinn wäre noch nicht nach Deutschland übergeschwappt 😦 Diese orwellsche Sprachvernudelung bereitet einem ja Kopfschmerzen…

  31. […] Zu Zerfleischungen im Feminismus: Lann Hornscheidt als Rassist […]

  32. An denen sind echte Coder verloren gegangen! Echt schade.

  33. […] Zu Zerfleischungen im Feminismus: Lann Hornscheidt als Rassist […]


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