Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 13. September 2015

Eine weibliche Perspektive auf den One Night Stand

Auf dem Blog „Männer und Gefühle“ stellt die Bloggerin ihre Sicht auf „One Night Stands“ dar, die denke ich durchaus so von vielen Frauen geteilt wird:

Für mich passieren One-Night-Stands eher ungewollt. Wenn ich jemanden mit nach Hause nehme, tue ich das, weil ich diese Person mag und mir mehr vorstellen könnte. Gelegentlich kennt man sich in dieser Situation noch nicht wirklich gut, aber der erste Eindruck passt und man könnte darauf aufbauen. Ich lasse Männer nur dann so nah an mich heran, wenn ich mir relativ sicher bin, dass sie mich zu schätzen wissen.

Frauen müssen eher als Männer eine gewisse Verbundenheit haben, ein gewisses Vertrauen, dass man im Pickup unter „Komfort“ oder „Rapport“ einordnet.

Nun sieht es die Gegenseite ein wenig anders. Meiner Wahrnehmung nach, ist Männern für ein ONS heutzutage nur noch wichtig, ob die Frau einigermaßen attraktiv und “willig” ist. Dann geht man mal mit, macht sich danach aus dem Staub und stellt sich tot (Thema Ghosting). Es macht den Eindruck, als würden menschliche Werte nicht zählen. Einzig und allein die Befriedigung ist ausschlaggebend. Es zählt nicht der Charakter, der Humor, die Lebensansichten. Der Gegenüber wird somit um alles reduziert, was ihn liebenswert macht.

Wenn man tatsächlich nur auf einen One Night Stand aus ist, dann spielt in der Tat hauptsächlich das optische eine Rolle. Und noch nicht einmal das muss eine sehr große Rolle spielen, wie man zB an Lewinsky und Clinton sieht. Häufig genug ist „Gelegenheit“ weitaus entscheidender. Natürlich spricht auch nichts dagegen, wenn sie Charakter, Humor, passende Lebensansichten hat, ganz im Gegenteil. Aber wenn man weiß, dass sich daraus nicht mehr entwickelt, dann ist das in der Tat auch nicht so wichtig.

Schönheit vergeht, das wissen wir alle. Nun geht es also nur um die Hülle des Menschen, die man sich nun leider nicht selbst aussuchen kann.

Man kann sie sich nicht aussuchen, aber man kann natürlich einiges an ihr verändern und sie mit Sport und passender Ernährung gestalten (oder verunstalten)

Wie man einen Menschen danach direkt vergessen kann, aus dem Leben streichen, ist mir ein Rätsel. Man hat, wenn auch nur körperlich, eine Verbindung aufgebaut. Man war sich so nah, wie man es einem Menschen nur sein kann.

Das geht vielen Männern ja nicht anders. Die meisten Männer sind froh, wenn sie eine passende Frau gefunden haben, die ihnen gefällt und mit der sie auch charakterlich zurechtkommen und mit der sie dauerhaft Sex haben können. Allerdings kommt hier eben der obige Unterschied zu tragen: Die Kriterien für eine Beziehung sind gänzlich andere als für Sex. Weswegen Frauen eben wesentlich schneller als Männer in der „Sexzone“ landen (Männer hingegen häufiger in der Friendzone, auch wenn sich in beiden auch das andere Geschlecht findet, zB Frauen in der Friendzone)

Auch wenn man sich danach keine Beziehung vorstellen kann, besteht trotzdem eine besondere Verbindung zwischen diesen beiden Menschen. Heutzutage fühlt man sich wie weggeworfen, aussortiert, liegen gelassen. Man kann den tollsten Charakter dieser Welt haben. Das zählt alles nicht, man wurde benutzt und ist nur in den seltensten Fällen “wiederverwendbar”. Das klingt hart, aber so erlebe ich es immer wieder. Dass sich aus einem ONS mehr ergibt, ist mir noch nicht untergekommen.

Dann spricht vieles dafür, dass sie entschieden zu hoch rangeht und Männer aussucht, denen sie nichts bedeutet, weil sie meinen auf einer wesentlich höheren Stufe zu stehen bzw. die gut genug mit Frauen sind („Game haben“) als das sie sich um „Nachschub“ keine Sorgen machen müssen.

Oft hört man Sätze wie: “Man kann ja erstmal schauen wie es ist, und dann verliebt man sich vielleicht.”

Nein! Jeder Frau, die so etwas gesagt bekommt, kann ich versichern: Das wird nicht passieren! Das ist Taktik.

Die Chance würde ich bei einer solchen Äußerung auch eher für gering halten.

Heutzutage kann man froh sein, wenn man vom ONS nach einigen Wochen noch gegrüßt wird, sobald man sich zufällig auf der Straße trifft. Das was am Ende bleibt, ist ein Name auf einer “Vögelliste”. Man ist einfach nur ein Name, kein Mensch, keine Persönlichkeit.

Das spricht dafür, dass sie ENTSCHIEDEN zu hoch rangeht. Oder die Männer aus anderen Gründen lieber keinen Kontakt wollen, etwa weil sie fremd gegangen sind.

Wie schafft ihr Männer das? Wie könnt ihr alles ausblenden, nur damit ihr euren Spaß habt? Was bleibt da in euren Köpfen, wenn ihr den Walk of Shame (mit den selben Klamotten heim gehen, mit denen man am Abend in den Club gegangen ist) hinter euch bringt? Hinterlassen ONS irgendwas in euren Köpfen oder sind es nur Nummern?

Klar hinterlassen sie Spuren. Aber eben nur, wenn die Betreffende für uns interessant ist und wir uns mehr erhofft haben oder zumindest interessiert sind. Üblicherweise werden die meisten Männer sich vermute ich auch durchaus höflich verhalten, wenn sie Sex hatten. Zumindest habe ich es so (meistens) gehalten. Bei einigen war es sicherlich eher Geilheit und Alkohol und insofern für mich danach relativ uninteressant. Andere Frauen haben ganz erhebliche Spuren in meinen Kopf hinterlassen. Andere waren schon vorher gute Freundinnen und sind es auch geblieben. Andere wurden mehr.


Responses

  1. Wenn die Dame bei einem ONS nicht das erhält was sie sich erhoffte, sollte sie die ONS vielleicht lieber lassen, statt zu klagen das der andere wirklich nur einen ONS wollte.
    Ich halte es auch für naiv zu glauben man könnte bei einem ONS für den anderen mehr sein als Körper, man kennt sich seit ein paar Stunden von einer Party aus einem Club u.ä. Wo soll da das tiefere Interesse am anderen herkommen, man kennt die Person doch garnicht.

    Auch die Aussage vom „walk of shame“… Wenn man sich am nächsten Tag dafür schämt, sollte man es einfach in der Nacht davor nicht machen. Sondern nur Nummern austauschen und sich erstmal treffen und kennenlernen, bevor Mann mit dem anderen ins Bett springt. Das ist zwar auch kein Garant für mehr, aber die ich vermute die Wahrscheinlichkeit ist größter das es was langfristiges wird.

    Wenn ich als Mann eine langfrist Strategie verfolge ist eine Frau die einen ONS mitmacht für mich keine sichere Option, da sie ja scheinbar eine kurzfrist Strategie verfolgt.

    • man merkt doch erst hinterher, dass es ein ONS war

      Wenn von anfang an abgesprochen wird, dass es ein ONS werden soll, wären die Rollen geklärt, und Hoffnung wäre unnötig.

      Es ist aber strategisch sinnvoller für den Mann, nicht von ONS zu reden. Schließlich würden die meisten Frauen dann „nein“ sagen.

      Ich vermute, viele Frauen haben nicht ausreichend Erfahrung. Und diese Erfahrungen waren halt schmerzhaft. Sobald sie aber gelernt haben, wie sie Männer richtig einschätzen können, werden sie dann auch deinen Vorschlag umsetzen.

      Die Frau aus dem Text schreibt den Text vermutlich auch, weil sie bestimmte Zusammenhänge erkannt hat und nun Antworten will.

  2. Ach da kommt „Objektifizierung“ her. Das macht es ja direkt nachvollziehbar. Alles andere (Blicke als Objektifizierung) ist nur die übliche feministisch hysterische Übertreibung.

    Wenn ich dann aber daran denke, dass die Autorin den Film „Before Sunrise“ vermutlich total romantisch findet, relativiert sich das Verständnis gleich wieder.
    Die Handlung des Films: Mann und Frau treffen sich, finden sich interessant, verbringen eine schöne Nacht miteinander und gehen dann auseinander, ohne Aussicht, sich je wiederzusehen.

    Hach wie schön, ein Paradebeispiel für einen Chickflick. Warum ist der Film schön und kein Fall von Objektifizierung? Weil sie nicht im Bett landen.

    Gegen das Script „man trifft sich, man erlebt etwas schönes Inniges, man geht auseinander“ ist aber per se offensichtlich nichts einzuwenden.

    Problematisch wird es nur durch den Sex.

    Adrian hat halt recht. Der Walk of Shame ist die Scham des Händlers, der sich für alle sichtbar hat übers Ohr hauen lassen.

    Die ganze Empörung ist letztlich die Empörung von Touristen, die auf dem Basar schlecht gefeilscht haben und sich jetzt über den überteuerten Plastikelefanten aufregen.

    Es sagt eine Menge über unseren Zeitgeist, dass Frauen es geschafft haben, den einen Händler in diesem Spiel als Unmensch zu framen.
    „Wie kann er nur? Was für ein Mensch dreht anderen Plastikelefanten an?“

  3. Dass sie zu hoch angelt, ist eine schöne Idee. Aber die Wahrheit dürfte brutaler sein: Eine Frau wird für etwas ernstes umso unattraktiver, mit je mehr Männern sie geschlafen hat. Bei uns Männern sorgt Testosteron dafür, dass aus Casual Sex nicht so leicht Bindung entsteht. Wenn Frauen dasselbe versuchen, geht das nur, indem sie emotional Schaden nehmen. Mit jedem Mal, wo eine Frau so eine Bindung abschüttelt oder abschütteln muss, verliert sie Bindungsfähigkeit und wird unbrauchbarer für was ernstes. Sie merkt das vielleicht daran, dass sie immer weniger bereit ist, zu hoffen, es wäre mehr, Gefühle zu investieren. Ohne investierte Gefühle der Frau wird das aber nichts.

    Die Bloggern ist inzwischen offenbar ziemlich kaputt, daher die Klage. Sie könnte vielleicht noch versuchen, diese Vergangenheit abzuschütteln und es bei einem zu versuchen, der sicher nichts davon weiß. Ansonsten bleibt nur deutlich niedriger zu gehen und einen ohne Optionen zu nehmen, der sein Glück nicht fassen kann, dass die Schlappe sich plötzlich für ihn interessiert.

    • Eine Frau, die Sex genauso schätzt wie ich und sich nicht unnötig ziert ist ganz klar eine sehr gute Wahl für eine langfristige Beziehung. Eine, die Sex als Belohnung für gutes Verhalten einsetzt anstatt zu bumsen weil sie es will, brauche ich nicht zuhause.

      • Wie kommen Frauen überhaupt auf die Idee, sie hätten einen moralischen Anspruch auf mehr, wenn sie mit einem Mann Sex hatten?

        • Nur wenn sie die Definitionsmacht darüber verloren haben, wie der Mann um die Frau zu werben hat und ihr solange am Bein kleben soll bis sie ihr Ego genug gepudert hat. Dasselbe Verhalten, daß sie wie selbstverständlich an den Tag legt, ist dieser Frau plötzlich sehr unangenehm wenn sie nicht mehr die Kontrolle darüber hat.

          Erinnert mich sehr an das Aufkreischen von Onyx und anderen bezüglich Pickup.

        • gefickt eingeschädelt….

          Du kannst bestimmt auch den Pinguinen am Südpol Kühlschränke verkaufen, wenn du geschickt bist 🙂

        • Meinst Du mich und wenn ja: Hä, ich verstehe nicht.

        • @adrian, ja klar, wer sonst, was meinst du, warum ich die Szene an den Südpol verlegt hab 🙂

          sachdienliche Hinweise:
          erste Zeile: ein Verdreher
          zweiter Absatz: „moralischer Anspruch auf mehr“ in die Ökonomie übertragen, hinkt, natürlich…. aber vielleicht kaufst man auch lieber „eine Bücke in Brooklyn“?

        • @ Alex
          Sorry, versteh ich nicht.

        • Ich verstehs auch nicht.
          Die Pointe (Kühlschränke am Südpol verkaufen) schon, aber nicht den Bezug zu Adrian oder zum Artikel. Oder inwiefern Adrian etwas „gefickt eingeschädelt“ haben soll.

        • „Wie kommen Frauen überhaupt auf die Idee, sie hätten einen moralischen Anspruch auf mehr, wenn sie mit einem Mann Sex hatten?“

          Das haben sie geschickt eingefädelt, wie Kühlschrankverkäufer, die ihre Produkte an Eskimos verkaufen. Es klappt ja.

          dachte es wäre schnell verständlich 😦

        • Das hieße im Umkehrschluss, dass, wenn deine Ansicht repräsentativ wäre, alle Männer, die Frauen kritisieren, die Sex zur Manipulation oder Erpressung oder zum Vorteilsgewinn ein(zu)setzen (versuchen), diese Kritik nicht wirklich so meinen, sondern eigentlich das exakte Gegenteil.

        • “Wie kann man nur? Was für ein Mensch dreht anderen Plastikpudel an?”, frei nach onlyme (s.o.)

          Also diese Ansicht hier wäre wirklich mal „repräsentiv“, meine natürlich nicht 😉

          Wie aber macht dein Umkehrschluss Sinn?
          Männer werfen Frauen vor, sie wollten sie manipulieren (mit xyz). Diese Kritik ist pseudo und sie meinen eigentlich genau das „Gegenteil“. Das Gegenteil von „manipulieren“ hier wäre „sich manipulieren lassen“(?)….
          Woraus folgt: Männer werfen Frauen eigentlich vor, dass Frauen sich manipulieren lassen, wenn sie behaupten, sie würden durch Frauen manipuliert werden….
          Vielleicht wolltest du was ganz anderes sagen?

        • „Wie aber macht dein Umkehrschluss Sinn?“

          Insofern als dass es etwas dämlich ist, Frauen für Manipulieren, Sex als Druckmittel einsetzen, „Preis hochtreiben“, Parasitentum usw. zu kritisieren und gleichzeitig zu kritisieren, wenn Frauen das nicht bzw. nicht mehr so stark tun (Kühlschränke in der Arktis verkaufen).
          Aber vielleicht sind das auch einfach zwei Gruppen von Männern mit verschiedenen Ansprüchen und deshalb kommt es einem nur wie ein Widerpruch vor.

      • Natürlich. Aber Männer wollen eine Frau, die nur für sie und wegen ihnen so scharf auf Sex ist. Klar ist das objektiv eine naive romantische Phantasie, aber es geht ja nur um das Gefühl.

        • ja stimmt, Männer die kleinen, emotionalen Traumtänzer die immer so irrwitzigen romantischen Phantasien anhängen.

          Ich prophezeihe, das wird in den meisten Fällen so nicht hinhauen. Ich stimme dir aber, teilweise, zu und hatte das auch einige Male angesprochen, wenn der Vorwurf kam, Frauen würden so widersprüchliche Sachen (Rollenerwartungen) von einem Mann wollen (Sex, Handwerker, Babywindeln wechseln, Reden usw. Maskulin, aber „trotzdem“ lieb usw.)

          Warum wird das nicht klappen (in den meisten Fällen), zumindest in einer liberalen Welt (in der Frau nicht gleich gesteinigt wird)?
          Weil es uter einigermaßen normalen Bedingungen vom Sexualtrieb abhängt.
          Hat die Frau einen (im Vergleich zu triebschwachen Frauen) stärkeren Trieb, wird sie ihre Jungfräulichkeit mit erhöhter Wahrscheinlichkeit irgendwann verlieren, vermutlich, bevor sie verheiratet ist. Es sei denn, sie hat eine eiserne Selbstdisziplin und will es aus im Über-Ich liegenden Gründen nicht (Religion z.B).

          Lässt der Mann diese Frauen links liegen bzw benutzt sie nur zum Hörner Abstoßen und heiratet dann eine Triebschwache, ist die Chance nicht gering, dass sie öfter mal Migräne hat. Der Mann wird dann unter Umständen ziemlich bald wieder los ziehen und sich mit einer der Frauen aus ersterer Gruppe abgeben und sich vielleicht im Internet über „Meine Frau will nicht“ beschweren oder den Acker so oder so beackern, je nach gesellschaftlichem Rahmen.

          Jungfrauen-Ehen machen in meinen Augen btw. nur in sexuell/geschlechtsrollenbezogen sehr repressiven Gesellschaften Sinn, wenn überhaupt, in denen Es bei Eheschließungen auch in erster Linie um andere Dinge als um das Paar und dessen Lebensqualität geht.
          Warum sonst sollte man jemanden heiraten, von dem man nicht weiß, ob es sexuell überhaupt funktioniert bzw. harmoniert (von der Art, Quantität, Intensität, Praktiken usw.)

    • „Mit jedem Mal, wo eine Frau so eine Bindung abschüttelt oder abschütteln muss, verliert sie Bindungsfähigkeit und wird unbrauchbarer für was ernstes.“

      Das kenne ich als Theorie der Prägung und als Begründung dafür, warum eine Frau jungfräulich in die Ehe gehen sollte: Weil sie sich so maximal bindungsfähig ist und sich daher bestmöglich dem Mann anpassen kann.

      Ich sehe das nicht so schwarz-weiss, denke eher dieser Effekt macht sich erst bei 50+ Abenteuern und auch nicht bei allen Frauen wirklich bemerkbar…

      Böse „frauenfeindlich“ könnte man sagen: Manche Frauen sind als Schlampe geboren und können schadlos hunderte Casual-Sex-Events mitmachen, andere tun gut daran, als Jungfrau in die Ehe zu gehen und wieder andere sind gut beraten, auch als Jungfrau ins Altenheim zu ziehen…

      • Eine gewisse Erfahrung macht auch meiner Sicht eine Beziehung eher besser. An einem gewissen alter wäre Jungfräulichkeit auch eher ein Hinweis für eine gewisse Merkwürdigkeit. Es muss ja einen Grund haben

        • Das stimmt…Erfahrung und Spaß am Sex bei der Frau verspricht auch einen genussvollen fuck close.

          Das ist ja mal wieder ein echtes Frauen-Dilemma, über das diese vortrefflich jammern können: Eine gewisse Erfahrung soll sie haben, aber sie darf auch nicht als Dorf-Matratze gelten.

          Mal sehen, wann die erste hier das Klagelied anstimmt…

        • „Das ist ja mal wieder ein echtes Frauen-Dilemma, über das diese vortrefflich jammern können: Eine gewisse Erfahrung soll sie haben, aber sie darf auch nicht als Dorf-Matratze gelten.

          Mal sehen, wann die erste hier das Klagelied anstimmt…“

          Dieses „Klagelied“ habe ich hier schon oft angestimmt. Es wurde aber nicht angenommen, weil der Alt-Herrenwitz über komplizierte, anspruchsvolle Frauen und Männer, die nur Essen und Sex möchten („aber wir bemühen uns natürlich, unsere Ansprüche für die Damenwelt noch weiter zu reduzieren höhöhö“) eben eine doch zu verführerische Diskurs-Waffe ist und es ja außerdem darum geht, Männer und Frauen als möglichst unterschiedlich bzw. komplementär (Männer: klar, objektiv, einfach, logisch, auf sympathische Weise näher am Tier als am Mensch = zufrieden mit der niedrigsten maslowschen Bedürfnisebene etc. ; Frauen: verwirrt, widersprüchlich, unlogisch, über-anspruchsvoll etc.) darzustellen.

        • Jungfrauenehe halte ich heute auch eher für ein Risiko. Das vergrößert doch nur die Gefahr, dass sie doch irgendwann noch ausprobieren will und dann schon in einem Alter ist, wo es schwer wird danach noch was Gutes „fürs Alter“ zu bekommen.

          Es ging mir nur darum, dass Frauen wissen sollten, dass sie nur eine begrenzte Zahl „Versuche“ haben (ich schätze deutlich unter 50) und „nach oben raus“ diverse Gefahren drohen.

        • Ich würde es auch sehr typabhängig sehen. Eine Frau, die sich nur des deswegen zurückhält ist schon nicht mit einer Frau vergleichbar, die das hat nicht will.

        • „Ich würde es auch sehr typabhängig sehen. Eine Frau, die sich nur des deswegen zurückhält ist schon nicht mit einer Frau vergleichbar, die das hat nicht will“

          Und wie will man die unterscheiden und zwar im Vorfeld? Das dürfte in einer Gesellschaft mit „Jungfrauenkult“ schwierig werden.

          @lh
          „Es ging mir nur darum, dass Frauen wissen sollten, dass sie nur eine begrenzte Zahl “Versuche” haben (ich schätze deutlich unter 50) und “nach oben raus” diverse Gefahren drohen.“

          Sicher, aber dann müssen Männer auch „wissen“, dass von ihnen erwartet wird, sich früher oder später zu entscheiden und nicht erst mit 45 und bis dahin „austoben“ (und dabei überhaupt erst solche Frauen zu produzieren). Dann zu sagen „Waaaas? Die Frau hat echt gedacht, das würde auf was ernstes hinaus laufen? Haha schön blöd/Entitlement. Aber achtung, du bist jetzt 38, beeil dich mal langsam lieber“ ist ja auch irgendwie heuchlerisch. Es gibt da nämlich eine gegenseitige Beeinflußung meiner Meinung nach.

          Und dann soll es am besten noch eine brave, nicht so renitente, gut kochende häusliche, unkomplizierte usw. Frau sein, die nicht so ein Karriereweib ist, sondern schön gemütlich aber ich will nicht für sie verantwortlich sein, wenn es mal zur Scheidung/Midlifecrisis kommt. Weil das ist voll doof. Das Geld gäbe ich doch besser für die jüngere neue Freundin aus und nicht für die alte die sowieso weg soll >:((((

          Je mehr ich mich in diese Thematik einlese, desto weniger Unterschiede sehe ich zwischen den Geschlechtern muss ich sagen. Überspitzt gesagt, was den Frauen der Sommerschlußverkauf ist, ist den Männern die Games Convention aber im Prinzip isses doch beides dasselbe.

        • Die Frage ist nicht, was „erwartet“ wird, sondern was funktioniert. Offenbar gibt es Frauen, die mit dem Spiel und dem, was sie daraus bekommen, unglücklich sind und ich bin lediglich so freundlich zu sagen, was der Fehler ist und wie sie das Spiel mit besseren Chancen für sich spielen können. Mehr kann ich nicht tun.

      • „ich bin lediglich so freundlich zu sagen, was der Fehler ist und wie sie das Spiel mit besseren Chancen für sich spielen können. “

        Bis ich gehört habe, was du dir darunter vorstellst, bleibe ich erstmal auf meinem Standpunkt.

        • Ich vermute, Frauen sind glücklicher und gesünder, wenn sie Bindung zu einem geeigneten Mann finden.

        • Das ist mit Verlaub eine Binsenweisheit die vermutlich für jeden Nicht-Einzelgänger gilt und ist keine konkrete Antwort.

          Du z.B. hast glaube ich mal gesagt, dass du keine Beziehungen möchtest. Wissen die Frauen mit denen du zu tun hast das?

        • Naja. Ich lasse mich nur nicht verpflichten. Und das sage ich sehr deutlich. Die mögen das auch viel lieber.

        • Frauen sind glücklicher mit stabiler Bindung, mögen es aber viel lieber ohne Verpflichtung. Das liest sich leicht widersprüchlich.

          aber wenn du so deutlich bist, ist es ja gut.

        • So wie Du auf dem speziellen Punkt rumreitest nehme ich inzwischen an, du brauchst vielleicht gerade dieses „Vorspielen von Commitment“? Tut mir leid, dass ich zu faul dafür bin. :p

          Hilft Dir das vielleicht Deine Unsicherheit zu überwinden, ob sich das Investieren von Gefühlen lohnt? Dann würde ich sagen: Du kannst ruhig auf die Kraft Deiner Gefühle vertrauen. Die haben Macht. Es mag nicht immer funktionieren, aber eine Frau hat ja ein paar Versuche. Auch mit Deinem von dem Du das Trauma hast hätte es vielleicht funktioniert, wenn Du Dich nicht zu sehr auf den Anschein verlassen hättest, sondern ihn mehr umworben hättest und vor allem: seinen Bluff nicht gecalled und es drauf ankommen hättest lassen.

          Der Grund, warum „meine Frauen“ die gewisse Unsicherheit mögen ist, dass es, sich für sie so anfühlt, als hätten sie auch keine Verpflichtungen. Nur Gefühle. Und das mögen sie so gerne wie ich.

        • Bitte weich nicht aus und drehe dir etwas zurecht, nur weil ich dich auf einen offensichtlichen Widerspruch hinweise.

        • Fur die Widersprüchlichkeit weiblicher Verdrehtheit kann ich nichts. Ich verstehe sie allerdings ganz gut.

  4. Um es mit einem bissigen Kommentar auszudrücken: Und da gibt es noch Menschen, die Prostitution verbieten wollen. (Der körperliche Bedarf ist da, aber sobald er mit Leuten befriedigt wird, bei denen es Diplomatie benötigt, um sie davon zu überzeugen, und es keinen Wunsch auf eine weitere Verbindung gibt, dann wird sich darüber beschwert, dass Menschen wie eine weggeworfene Ware behandelt werden.)

  5. Inkompatibel.

  6. Das hast Du schön zerlegt. Was für eine fiese Frau. Echt eklig, man kann nur jedem Mann wünschen, daß diese ihm erspart bleibt. Selbst zum Händeschütteln möchte ich sowas nicht haben.

    Ich glaube allerdings nicht, daß diese Art von Anspruchshaltung von vielen Frauen geteilt wird, so ein Gedanke ist ja schon frauenfeindlich.

    Zur Sache selbst, mit so ziemlich jeder Frau mit der ich Körperflüssigkeiten ausgetauscht habe, habe ich mich auch als Mensch verbunden gefühlt. Die Aufnahme in eineVögelliste ist dabei kein Widerspruch.

    Nochwas, Du wirst es selbst gesehen haben, über Deinen Patriarchatstwitterverteiler habe ich in Helges Blog folgendes Fundstück gefunden: https://crunkfeministcollective.wordpress.com/2012/07/02/asking-for-sex-what-do-you-do-when-the-guy-says-no/

    Manchmal finde ich es doch zusammen mit vielen Feministinnen schade, daß es kein Medikament fürs Lesbischwerden gibt…

    • „Zur Sache selbst, mit so ziemlich jeder Frau mit der ich Körperflüssigkeiten ausgetauscht habe, habe ich mich auch als Mensch verbunden gefühlt.“

      Was auch immer das heißt. Ich kann mit dieser Aussage, ehrlich gesagt, nichts anfangen.

      • „Auch wenn man sich danach keine Beziehung vorstellen kann, besteht trotzdem eine besondere Verbindung zwischen diesen beiden Menschen. “

        So empfinde ich das auch. Aber eine solche Empfindung spricht sie mir als Mann ab.

        • „So empfinde ich das auch.“

          In jedem Fall? Ich nicht. Ich habe keine besondere Verbindung zu jedem Mann mit dem ich mal Sex hatte.

        • Und was bedeutet überhaupt „besondere Verbindung“? Ich würde sagen, die besondere Verbindung besteht darin, dass man Sex mit ihnen hatte. Das macht sie zu besonderen Menschen, denn mit der Mehrzahl der Menshen dieses Palneten hatte man noch keinen Sex. Wenn der Sex gut war, und man diesen wiederholen möchte, macht das diese Menschen noch besonderer. Aber sonst?

        • Man kann (muss nicht) einen Menschen mit dem man einen One Night Stand hat (oder auch nicht) auch einfach so als Mensch besonders finden.
          Es gibt doch so Menschen mit denen man sich in der Bahn unterhält und die einen Eindruck hinterlassen/mit denen man irgendwie gut harmoniert/die einen interessieren. Vielleicht ist es so gemeint.

      • „In jedem Fall? Ich nicht. “

        Es sei Dir gegönnt. 🙂

        Ich habe mit diesem Menschen etwas intimes und schönes geteilt. Eine Nacht, ihr Geruch, ihr Wesen. Also Sex außerhalb des Swingerclubs, wie mir dabei auffällt.

    • Klasse Link

      “ I have a strong personality, I’m outspoken, and smart“

      Übersetzung: „I am bitchy, bossy and I DO know how to turn on my MacBook“

      • HAHAHA

        And in the classic fashion of those with privilege, they played the victim, changed the rules, and refused to give the thing they had the power to give. In this case, sex.

      • Übersetzung: “I am bitchy, bossy and I DO know how to turn on my MacBook”

        😀

      • Ob der Plattform „Emotional Justice“ eine grosse Zukunft bevorsteht?
        Hört sich nach der logischen Steigerungsform von „Social Justice“ an.

        You couldn´t make up this stuff.

  7. Hallo,

    Das passt doch gut zu der Tendenz vieler Männer, mir eingeschlossen, sich aus dem Partnermarkt komplett auszuklinken.

    Wenn man nur noch als Sündenbock und Punchingball für psychopathische Frauen herhalten muss, bleibt man lieber Single. Vielleicht ergibt sich ja irgendwo irgendwas, aber halt nicht da wo sonst üblicherweise Partnerschaften ihren Ursprung fanden.

    So hat der Feminismus und seine Indoktrination es fertig gebracht, dass auf dem offiziellen Partnermarkt nur noch PUA’s und ähnliches rumwuselt, bzw. Jungs und Männer die wegen Drogen- bzw Alkoholrauschs kaum noch wissen was sie tun.

    Ha, selber schuld. Anstatt die Männer durch die Bank zu beleidigen und sich als die Krone des Universums anzusehen (wenn das Universum reicht), wäre ein klein wenig Selbstkritik angesagt.

    Es gibt sie da draußen, die Guten, Netten, Macher, Nerds, Intellektuelle, Schüchterne, Träumer, Sportler usw.. usw… Wie wär’s mit einem netten Lächeln oder einer freundlichen Geste seitens dieser Mädchen und Frauen, die sich nur noch über all das beschweren was sie eigentlich letztendlich selbst zu verantworten haben.

    Es gibt sogar ein Lied speziell für diese Ladies: http://www.lyricsmode.com/lyrics/s/steve_vai/yourself.html#!
    und das ist einer der der besten Gitarristen der Welt. Der MUSS es doch wohl wissen?! 🙂 Oder 🙂

    MfG
    Yeph

    • „Es gibt sie da draußen, die Guten, Netten, Macher, Nerds, Intellektuelle, Schüchterne, Träumer, Sportler usw.. usw… Wie wär’s mit einem netten Lächeln oder einer freundlichen Geste seitens dieser Mädchen und Frauen, die sich nur noch über all das beschweren was sie eigentlich letztendlich selbst zu verantworten haben.“

      Kling für mich nach Friendzone-Jammern, was für mich mit einer Ich-habs-doch-verdient-Haltung einherkommt.

      Beschäftige Dich einfach mit PU. Richtig angewendetes PU macht Männer UND Frauen glücklicher.

      • PU ist nicht für jeden sinnvoll. PU ist eine auf Tussis abgestimmte Methode. Wenn man keine Tussis will, hilft PU nicht. PU erhöht die Anzahl der Tussis und ist kontraproduktiv für diejenigen, die qualitativ gute Beziehungen suchen. Viele PUA müssen sich ernsthaft fragen, ob sie es verantworten können, anderen Menschen, eine Methode zu empfehlen, die langfristig emotional aushöhlt. Ein abstoßendes Beispiel von PUA ist der alternde Autor Oliver Flesch von WAHRE MÄNNER. Wenn ich was von dem lese, habe ich immer das Gefühl, er hält seinen noch feuchten Schwanz in den Bildschirm. Würg.

        • Fesch betreibt pu?
          Also bisher bereichert pickup meine Beziehung sehr.
          Pickup bedeutet auch nicht, dass du unbedingt mit 1000 Frauen schlafen musst. Man kann sich auch einfach für das normale flirten Zusatzkentnisse zulegen

        • Es wäre imo sinnvoll die Begriffe präzise zu verwenden. „PickUp“ ist die Praxis des Ansprechend in der Öffentlichkeit. Die Mittel der Verführung sind „Game“ und das bringt tatsächlich sehr viel auch für Beziehungen. Leidenschaft fällt nicht vom Himmel.

        • Kann sein, dass ich eine Untergruppe kenne, die nicht repräsentativ ist. Meine erste Einführung in die Kunst der Liebe hatte ein PUA vorgenommen, der Mitte 30 war und sich durchs Leben vögelte. 95% der Männer waren in seinen Augen Versager. Als ich 14 Jahre alt war, hatte ich eine Woche bei ihm gewohnt (Er war mit mir verwandt und ich war mitten in der Pubertät und hatte wohl mit meinen Eltern Stress). Er meinte, es wäre Zeit für mich, ’ne richtige Frau zu fi… WIe er mir später erzählte, wollte er erst seine Lebensgefährtin zu mir ins Bett schicken. Dann hat er sich es anders überlegt und ist mit mir in einen Puff gefahren. Die Prostituierte, die sehr gut aussah und in den Zwanzigern war, hat nach meinem Alter gefragt. Als ich es ihr gesagt hatte, wies sie mich darauf hin, vom dem Treffen nichts zu erzählen, weil sie sonst belangt werden könnte. Die Sache kam nicht richtig in Gang, weil ich sehr aufgeregt war. Ich habe Sie gefragt, ob wir vielleicht zuerst kuscheln wollten (ich wollte sie sogar küssen). Ihre Antwort war, so etwas mache sie nicht. Die ganze Sache haben wir dann irgendwie über die Bühne gebracht. Meinen Verwandten machte mein karger und nicht begeisterter Bericht missmutig. Er meinte abfällig, das nächste Mal könnte ich ja ’ne alte häßliche Nutte nehmen, dann würde ich keine Komplexe haben. Das war dann wohl das PU-Äquivalent zu: „Klingt für mich nach Friendzone-Jammern, was für mich mit einer Ich-habs-doch-verdient-Haltung einherkommt.“
          Ich erzähle das nicht, um mich zu beklagen. Das ganze hat bei mir kein Trauma bewirkt. Mein Verwandter meinte es gut und unser Verhältnis hat kein Schaden genommen. Meine Erkenntnis davon war: es gibt eine Gruppe von Männern für die ist PU ok. PUA sollten sich in der Bewertung anderer Männer zurückhalten. Ihr günstiges Urteil über sich und ihr abwertendes Urteil über andere, kann nicht nur darin begründet liegen, dass sie besonders vortrefflich sind, sondern auch darin, das ihnen etwas fehlt, was sie nicht verstehen und als Schwäche bei anderen Männern auslegen. Gerade im Internet, weiß man nicht, ob hinter dem Bildschirm ein sensibler 16 jähriger sitzt, der naiver Weise denkt, ihm fehle etwas, weil er nicht in der Lage ist, die Frauen als biologische Apparate wahrzunehmen, die auf äußere Reize reagieren.
          Aber ich denke auch, du verwendest PU ganz anders, als ich es beschrieben habe…

  8. „Es zählt nicht der Charakter, der Humor, die Lebensansichten.“

    Und was muss man tun damit man nach einem ONS das alles berücksichtigt und einem nicht gleich die Menschlichkeit abgesprochen wird?

    Das sieht doch wieder ganz danach aus, als ob Männer nach einem ONS auch bereit sein sollen eine Beziehung einzugehen, wenn sie das will. Pures Entitlement.

  9. Wie die Überschrift bereits nahelegt, ist dies „eine“ weibliche Sicht, und nicht „die“ allgemeingültige weibliche Sicht auf den ONS – die es auch bestimmt gar nicht gibt.

    Wenn ich jemanden mit nach Hause nehme

    Schon der erste Fehler. Jemanden, den man kaum kennt, nimmt man keinesfalls mit in die eigene Wohnung – gilt unabhängig von Geschlecht und Intention.

    Dass sich aus einem ONS mehr ergibt, ist mir noch nicht untergekommen.

    Dann wär’s ja auch kein ONS gewesen, der per definitionem eine einmalige Sache beschreibt.

    Man ist einfach nur ein Name

    Ich wäre vorsichtig damit, gleich den realen Namen zu nennen.

    Ein ONS dient
    a) der spontanen Lustbefriedigung mit einem mehr oder weniger zufällig verfügbaren Partner.
    b) dem Ausprobieren des Partners (wenn sich bei beidseitigem Gefallen Wiederholungen ergeben, war es aber im Rückblick kein ONS).
    jedoch keinesfalls, weil man sich erhofft oder erwartet, dass „mehr“ daraus wird.

    Meiner (durchaus beschränkten) Erfahrung nach sind es vor allem Männer, denen daran liegt, die Sache zu wiederholen, bzw. zu einer Affäre, Freundschaft Plus oder gar einer Beziehung auszubauen, so dass es ziemlich lästig werden kann, ihnen klarzumachen, dass dies so nicht in Frage kommt.

    • @anne
      „….so dass es ziemlich lästig werden kann, ihnen klarzumachen, dass dies so nicht in Frage kommt.“

      Was natürlich die Bereitschaft zu spontanem Sex mindert. Denn: ohje, wen wird man da vielleicht an der Backe kleben haben?!
      Insofern ist das natürlich gar nichts für Unerfahrene oder Jüngere, wie sie die blog-Schreiberin offensichtlich eine ist.

      „Dass sich aus einem ONS mehr ergibt, ist mir noch nicht untergekommen.“

      Das ist natürlich absolut klasse 😀

      • @Alex
        Ja, stimmt.
        Es kann recht schwierig werden, einen Mann nach einem ONS wieder loszuwerden.
        Da muss man leider schon darauf achten, mit wem man sich einlässt.
        Und so etwas führt dann die Vorteile eines ONS wieder ad absurdum – nämlich unverbindlicher Sex ohne weitere Verpflichtungen.

        • @anne
          Als Mann geht es einem natürlich genauso, fast überflüssig das zu erwähnen.
          Und du hast absolut recht mit der Konsequenz.
          Ist es auch nicht schon grundsätzlich paradox mit einem Menschen völlig intim werden zu wollen, mit dem Vorsatz der völligen Unverbindlichkeit?
          There is no free lunch. Und wenn doch, dann ist das eine Ausnahme. Eben ein wahrer „one night stand“ 😉

  10. Ich hab vorhin mal ein wenig weitergelesen in dem Blog. Wäre er auf englisch, wäre ich davon überzeugt, dass das eine Sockpuppet von Heartiste ist, um zu zeigen, dass AWALT.

    Da ist alles drin.
    Der Hinweis auf die 5 Minuten mit einem Alpha („echten Mann“), seit dem kein anderer mehr gut genug ist.
    Der Hinweis, dass die Betas (lieb, zuverlässig, verantwortungsvoll, emotional zugänglich), die sie vor ihrem derzeitigen Karusselritt hatte, nun echt zu langweilig waren.
    Die Klage, dass sie die Mauer nahen fühlt und kein Alpha weit und breit, der ihre Kinder finanzieren will.
    Die Beteuerung, dass der Spruch: „Man isst nicht, wo man kotzt“ keine unmoralische Komponente hat. Sie bietet den Männern, bei denen sie sich auskotzt, weil sie sie sexuell uninteressant findet, doch auch etwas an, was diese zwar nicht haben wollen, ist aber doch ein tolles Angebot: Diese können sich nämlich auch bei ihr auskotzen. Ist doch super.

    Dass sie dann noch einen Job hat, der anscheinend keinerlei Erfüllung bietet, macht das Klischee voll.

    • @onlyme
      „Die Beteuerung, dass der Spruch: “Man isst nicht, wo man kotzt” keine unmoralische Komponente hat.“

      Die Moral des Spruches ist doch wohl der, dass „man ist, was man isst“. Das ist tatsächlich erst mal a-moralisch. Und vor allem auch gut auf geistig-intellektuelle „Nahrung“ übertragbar. Moralische Konsequenzen ergeben sich dennoch zwangsläufig, vor allem wenn es dann um die Interaktion mit anderen Menschen geht. So wage ich zu behaupten, dass es schon ein höchst moralisches Problem ist seine Unverdaulichkeiten anderen vorzusetzen.

      • „So wage ich zu behaupten, dass es schon ein höchst moralisches Problem ist seine Unverdaulichkeiten anderen vorzusetzen.“

        Naja, wenn das einvernehmlich passiert. Aber es ist ja, genau wie die ONS, über die sie sich beklagt, keine klar abgesprochene Interaktion.

        Sie regt sich darüber auf, dass Männer, die mit ihr körperliche Innigkeit erleben, sie nicht interessant genug finden für eine ebenso innige Beziehung.
        Findet es aber völlig unproblematisch, dass sie Männer, die mit ihr eine innige emotionale Ebene haben, körperlich zu uninteressant findet für eine sexuelle Beziehung.

        Sie versucht sich rauszureden mit: „Wieso? Die können doch auch mit mir reden? Das muss doch gut genug sein.“.
        Wobei sie das 1:1 Pendant „Wieso? Sie hat doch auch Sex mit mir? Das muss doch gut genug sein.“ nicht akzeptiert.

        Das alles wäre so vollkommen egal wie alle Reissäcke in China, wenn nicht die Verallgemeinerung gelten würde:
        Frauen, die Männer benutzen, das ist OK.
        Männer, die Frauen benutzen, das ist nicht OK.

        • Ich wäre mir nicht mal sicher, ob sie wirklich im Sinne einer Allgemeingültigkeit generalisiert oder ob das nur ein stilistisches Mittel ist. Sozusagen der blumige Rand um die Kotze, die sie aus persönlicher Betroffenheit heraus in ihren Blog reiert.

          Ich wäre mir auch nicht sicher, ob diese Regel:

          „Frauen, die Männer benutzen, das ist OK.
          Männer, die Frauen benutzen, das ist nicht OK.“

          für sie selber irgendeine Allgemeingültigkeit hätte. Oder ob nicht (pragmatisch halt) der Kontext und die Position im sozialen Netzwerk die Wertung maßgeblich beeinflussen würde. Also z.B. eine Frau die ihren Bruder benutzen würde, wäre dann wohl ganz und gar nicht OK.

          Insofern offenbart der Blogeintrag weniger eine allgemeingesellschaftliche Situation oder postuliert irgendwelche Regeln.

          Sondern der Beitrag zeigt eher auf, wie die Autorin es schafft, Schuld- und Verantwortung von sich wegzudelegieren, damit sie sich nicht jenen unangenehmen Fragen stellen muss, die in ihrem Unbewußtsein durchaus nagen:

          Warum will keiner mit mir ein zweites Mal Sex haben?
          Warum mag mich keiner, trotzdem ich für ihn die beine breit gemacht habe, und schenkt mir wärmende Aufmerksamkeit danach und ausserhalb des Bettes?

          Und DAS sind hier wirklich angebrachte Fragen…

        • @ome
          „Naja, wenn das einvernehmlich passiert.“

          Das geht doch ganz häufig in eine Richtung, unilateral sozusagen und nach einer Rangfolge, Hackordnung. Man vomitiert nach unten, „den Eimer bitte, Garcon“ (Monty Python, Sinn des Lebens, der Mr. Creosote).

          @PM
          „Insofern offenbart der Blogeintrag weniger eine allgemeingesellschaftliche Situation oder postuliert irgendwelche Regeln.“

          Das kommt doch ganz darauf an, wie allgemein die Aussagen gehalten sind. Und die sind absolut allgemein daherkommend und behaupten ein Vielzahl von ganz offenbar allgemein herrschenden moralischen Zuständen.

          Die Zielsetzung des Ganzen kann man schon der suggestiven Blogüberschrift entnehmen:

          „Männer und Gefühle … geht das?“

          Natürlich nicht, denkt man sofort. Autofahren und Trinken geht ja auch nicht. Auch scheint es ganz allgemein um Männer zu gehen und nicht etwa um spezielle Vertreter dieser Gruppe.

          Die Überschrift der Story „Man ist nur ein Körper, eine Nummer“ bestätigt das alsgleich. Wer nur Körper und Nummern kennt, der kann natürlich keine „Gefühle“ haben.

          Und wahrscheinlich meint sie alle Männer, denn die holprige, ziemlich inkohärente und allzuhäufig unlogisch komponierte Klageschrift, ist völlig generalisierend und einseitig. Ohne jeden positiven Aspekt, ohne Differenziertheit und ohne nachvollziehbare Begründungen.

          Die einzigen Begründungen liegen immer in den Gefühlen und der Empörtheit der Autorin.
          Sie immer „schockierter“ geworden, die „Gegenseite“ würde sie nicht wirklich schätzen, nur Aussehen und Willigkeit seien für die wichtig, dann macht man sich aus dem Staub, man sei für die „kein Mensch, keine Persönlichkeit“.
          Man wird von der Autorin aber auch völlig im Unklaren gelassen, was sie eigentlich von den Männern will, einen „ONS“ oder eine dauerhafte Beziehung.

          Man kann eigentlich nur vermuten, dass die Autorin über gar keine Lebenserfahrung verfügt und nur irgendwelche Vorurteile zusammenbackt. Dabei schreibt sie noch schlecht und kittet ihre Versatzstücke ungeschickt zusammen.

  11. Dieser diskutierte Beirag enthält soviel hanebüchenes Zeug, dass es sehr schwierig ist, darauf eine bündige Antwort zu geben.

    Am einfachsten die:
    1. Männer sind keine homogene Gruppe.
    2. Niemend an allein aus seiner Geschlechtszugehörigkeit einen Anspruch auf irgendwas.
    3. Sexualität gehört zum Menschen und seinen Beziehungen und nichts, was irgendwo besonders geheiligt ist.
    4. Man kann nicht „jemanden Kennenlernen und dann Sex haben“ sondern Sex haben ist Teil des kennenkernens.

    Ansonsten: Offensichtlich ist es der Verfassering nciht gelungen, ihre Bedürfnisse und Wünsche im Zusammenhang mit Sexualität und Beziehungen an ihre „Männer“ zu bringen oder (Nichtexklusiv) sie hat die falschen Männer für Ihre Wünsche ausgewählt. Das ist doch völlig normal, dass eben in dieser Hinsicht mit „Versuch und Irrtum“ gelernt wird. Tut weh und ist irritierend, aber so ist das Leben. Vielleicht hat Sie auch nicht als Partnerin gepaßt und sie war vielleicht nicht besonders im Bett. Keine Ahnung. Es gibt eben vieles was bei zwei Menschen miteinander schief gehen kann.

    Man muß nicht immer eine Philosophie draus basteln. Und schon gar nicht sollte man irgendwelche Leute (mich z.B.) in Sippenhaft nehmen.
    Vielleicht hätte es ja mit mir besser geklappt.

    • Sorry, für die Rechtschreibung – völlig daneben. Irgendwie ist das Licht heut besonders schlecht.

      „. Niemend an allein aus seiner Geschlechtszugehörigkeit einen Anspruch auf irgendwas.“
      Niemand hat allein aus seiner Geschlechtszugehörigkeit Anspruch auf irgendwas.

  12. Ich finde den Artikel sehr interessant, weil ich ähnliches von Freundinnen kenne, die nach Berlin gezogen sind. Ich nenne das immer das „Berlin-Problem“ 🙂

    Ich finde auffällig, dass gerade diese ONS immer strunzstrulle nach einem Club-Abend stattfinden. Dass da dann noch Erwartungen dran geknüpft werden, ist für mich kaum zu fassen. Man nimmt das Treibgut mit, dass zufällig herangespült wird, und beschwert sich, dass es kein Gold ist.

    Wobei ich gar nichts gegen betrunkene Club-Abende mit After-Hour sagen will. Aber halt ohne Erwartungen. Es fiele mir nicht im Traum ein, in so eine Begegnung irgendetwas hineinzuinterpretieren. Aber vor lauter Single-Frust scheint das dann der Ausweg zu sein.

  13. Doppelstandards, #117: der Walk of Shame

    existiert so für Männer nicht, satt dessen erlebt ein Mann, der morgens/mittags nach einer Clubnacht mit ONS den Heimweg antritt das exakte Gegenteil, den „Walk of Pride“ 🙂

    er hat sich erfolgreich durchgesetzt, denn alle Männer die gestern mit ihm auf der Pirsch waren, wollten Sex, aber er hat ihn bekommen.

    das ganze wirkt IMO sogar statusbildend, wenn man in dem Zustand auf eine Bekannte, an der man interessiert ist trifft, die dann bemerkt, dass man „erfolgreich“ war bzw. einen am Vorabend noch gesehen hat

    Ging zumindest mir immer so, das ich eher ein breites grinsen im Gesicht hatte (wenn die Frau in die Kategorie „man schämt sich nicht“ fiel)

    das leben ist nicht fair.

    • Na, sobald man erkannt hat, dass Männer im Club nur auf der Jagd sind, lässt dann auch der Spaß am Clubleben nach.

      (Das hat schon Vorteile, wenn man Clubs meidet. Für beide Seiten.)


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