Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 8. September 2015

„Erobert die Straße zurück“ #takebackthestreets

Ein klassisches Beispiel einer moralischen Panik war der Hashtag „takebackthestreets“ auf Twitter, mit dem dafür geworben wurde, dass Frauen sich die Straßen zurückerobern sollten. Dort wird der Eindruck erweckt, dass Frauen sich nicht mehr auf die Straßen trauen würden, weil dort eben die Gefahr für sie zu hoch ist belästigt zu werden bzw. Opfer sexueller Gewalt zu werden.

Es ist meiner Meinung nach schon deswegen gut als „Moralische Panik“ zu erkennen, weil massig Frauen zu beliebigen Tagen unterwegs sind und anscheinend keine Probleme damit haben. Natürlich gibt es Vorfälle sexueller Gewalt und sicherlich auch blöde Anmachen oder Sprüche und sicherlich wird vielen Frauen im dunklen auch mal mulmig sein oder sie werden Angst haben, aber das alleine ist erst einmal nur ein relatives Gefühl, dass durchaus auch Männer kennen und das eben häufig schlicht unbegründet ist. Meist will der hinter einem hergehende Mann auch schlicht nach Hause oder irgendwo hin.

Hier einfach mal ein paar der Tweets:

 

Und der „Backlash“:

Ich hatte mir noch erlaubt hier einmal auf einen Widerspruch zu anderen feministischen Thesen hinzuweisen:

 

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Responses

  1. Eigentlich ein schönes Beispiel für die Infantilisierung durch Feminismus.

    Da ist zum einen die Überzeugung, frau habe ein Recht darauf, sicher zu sein. Wenn eine Frau Angst hat, dann ist die Welt irgendwie falsch? Dann macht irgendjemand seinen Job nicht richtig? Ich kann verstehen, dass ein Kind so denkt: „Wo sind meine Eltern?“

    Da ist zum anderen die Lösungsstrategie: „Ich weiß, ich stampf ganz doll mit dem Fuß auf, dann wird das anders.“

    Interessant finde ich nur die beiden Aspekte, dass die Angst wirklich da ist und dass alle Maßnahmen damit vollkommen gerechtfertigt seien.
    Frauen glauben wirklich, es sei für sie lebensgefährlich, durch ein Parkhaus zu gehen. Auch hässliche Frauen über 40 fühlen sich dramatisch bedroht.

    Der Inbegriff der Hypoagency. „Ich kann mir nicht selbst helfen, ich hab Angst, irgendjemand tu was.“

    Kindisch auch das Egozentrische. „ICH hab Angst, also helft MIR. Ich will und kann nicht bedenken, ob andere mehr bedroht sind als ich“

    Andererseits: es stimmt ja, dass zumindest junge Frauen mit ihrer Sexualität etwas wertvolles mit sich rum tragen, wertvoll in dem Sinne, dass so mancher beträchtliche Risiken eingehen würde, um in den Genuss der „Ware“ zu kommen.
    Da fällt mir dann immer das Bild des reichen Kaufmanns ein, der im edlen Wams durch Sherwood Forrest reitet. Der arme Mann hat ganz viel Angst, weil er ganz viel Geld hat.
    Angeblich ist in Schweden (und in Rotherham) die Zeit der Räuber ja schon wieder angebrochen.

    Uii was werden in den kommenden Jahren weiße Federn verteilt werden. Ich bin sehr gespannt, wieviele Männer sich dadurch noch zum selbstlosen Schutzfron beschämen lassen.

    • Dazu passend von Rollo : http://therationalmale.com/2015/09/02/solipsism-i/

      Es ist kein Wunder, dass Hillary solche Aussagen tätigt, wie z.B., dass Frauen die primären Opfer des Krieges sind. Es ist kein Zufall, dass Feministinnen bei einem Gewaltverhältnis von 10:1 und in einem der sichersten Länder behaupten, dass Frauen auf den Strassen gefährdet sind und Männer nicht und es ist kein Zufall, dass wir bei Game of Thrones einen feministischen Zwischenfall wegen einer Vergewaltigung hatten, wobei männliche Folteropfer in solchen Gedankengängen gar nicht erst vorkommen.

      In der weiblichen Wahrnehmung existieren Männer als Menschen nicht, ausser sie bieten ihnen Vorteile bzw. sind mit ihnen verwandt. Wie Rollo beschreibt handelt es sich beim weiblichen Solipsismus nicht etwa um eine soziale Charakterschwäche, sondern um einen evolutionären Mechanismus, der die Frau selber und ihre Nachkommen schützt. Rationale Argumente sind da vollkommene Zeitverschwendung. Selbst wenn die Strassen zu 100% sicher für Frauen wären, würden Frauen das genau gleiche wie jetzt auch behaupten. Frauen sehen und nehmen männliche Opfer kaum wahr und wenn doch, dann wie Hillary schreibt, weil dann der Mann stirbt und die Frau alleine für die Kinder sorgen muss, weil dadurch schlussendlich zusätzliche Last entsteht.

      Diese Einstellung kann und wird nicht überwunden werden, ausser im Transhumanismus, sobald wir anfangen unser Erbgut zu verändern.

      • „In der weiblichen Wahrnehmung existieren Männer als Menschen nicht, ausser sie bieten ihnen Vorteile bzw. sind mit ihnen verwandt.“

        Bei Roland Tichy war letztens ein Gastkommentar einer gewissen Anabel Schunke, die dort aus ihrer Sicht erläuterte wieso in Deutschland so wenig Kinder geboren werden:

        http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/kinder-oder-lieber-nicht/

        Der Artikel ist ein hochinteressanter Einblick in diesen Aspekt des Denkens vieler Frauen was deren Einstellung über Männer angeht:

        Zuerst echauffiert sich die Dame mit „Manchmal denke ich, es gibt nur noch bescheuerte Männer“. Das übliche Gezetere, die heutigen Männer sind alle Peter Pans, wollen keine Kompromisse eingehen weil das ihre freie Entfaltung einschränken würde, und brechen alle einfach den Kontakt zu ihr nach ein paar Monaten ab, alles Arschlöcher.

        Im Abschnitt 3 dann aber: „Ich neige dazu impulsiv, manchmal ungehalten und aufbrausend zu sein. Ich habe Angst, ich könnte es an meinem Kind auslassen, wenn ich wegen ihm überall zurückstecken muss, wenn ich meine Lebensträume nicht erfüllen kann, weil der Staat nicht dafür sorgt, dass wir Frauen Karriere und Kinder miteinander vereinbaren können.“

        Mein erster Gedanke war hier: Diese Anabel hat also Angst davor, daß sie ihre Aggressionen an ihrem Kind auslassen könnte (später spricht sie sogar davon, daß sie sogar Angst um ihre Katze hat). So weit so gut, aber Angst davor aggressiv und ungehalten ihrem Partner gegenüber zu werden kommt dieser Dame zu keinem Zeitpunkt in den Sinn. Sie gibt offen zu, „Impulsiv, ungehalten und aufbrausend“ zu sein, und wundert sich dann warum Männer einfach den Kontakt zu ihr abbrechen. Müssen alles Arschlöcher sein, diese Männer.

        Ihr Kind wäre alles für sie. Der Mann ist nur der Idiot, der als Boxsack für ihre Gefühlsausbrüche herhalten soll. Wie abschreckend sie auf Männer wirkt kommt ihr erst gar nicht in den Sinn.

        Und natürlich fordert die Madame offen, daß der Staat ihr ihre Lebensträume erfüllen muss, wenn sie keinen Mann findet der das tut. Bei ihren Lebensträumen zurückzustecken – also ‚Kompromisse eingehen‘ – kommt für sie gar nicht in Frage. Schließlich ist sie Frau und deshalb einen Anspruch auf freie Entfaltung.

        Die Kommentare bei dem Artikel haben dieser Anabel auch sehr offen und deutlich klargemacht, was für eine Petra Pan sie ist. Aber ja, ich fürchte das wird bei dieser Art von Frau nicht ankommen, eben wegen dem evolutionären Erbe.

      • „In der weiblichen Wahrnehmung existieren Männer als Menschen nicht, ausser sie bieten ihnen Vorteile bzw. sind mit ihnen verwandt.“

        Das haben Esther Vilar und Adrian schon lange erkannt 😛

      • @ToxicVanguard

        Dazu eine kleine Geschichte:

        Ich war mal zu einem Seminar in einer anderen Stadt. Nachts auf der Party lernte ich eine Frau kennen und wie es so lief, landeten wir in meinem Hotelzimmer. Sie machte dann aber plötzlich ein ernstes Gesicht und erzählte mir etwas von der „H-Frage“ (nicht rasiert) und von ihrer Überraschung und Nichtvorbereitung. Ich erwiderte ihr, dass ich auch (sehr ärgerlich btw!) unvorbereitet wäre, die übliche „K-Frage“ (nicht bestückt). Sie sagte man könne ja so auch viel Spaß haben, ich stimmte ihr zu. Nach einer Stunde wollte ich aber mehr und mehr, der Bahnhof war gleich nebenan, es war kein Problem Kondome zu kaufen. Sie entgegnete mir aber mit einem leichten Anflug von Empörung „Das ist typisch Mann, können nicht einfach so Spaß haben und beisammen sein, wollen immer mehr“, keine halbe Stunde später kaufte ich innerhalb von fünf Minuten Kondome und sie war nicht eingeschlafen und sie wollte dann plötzlich (!) auch….

        Was ich damit sagen will, sie kam gar nicht auf den Gedanken, dass Männer vielleicht schon biologisch-evolutionär eine andere Herangehensweise an Sex haben, als Frauen. Dass es vielleicht Männer nicht so glücklich macht, eben keinen wegzustecken. Dass für Männer kuscheln zwar auch schön ist, aber zwischendurch manches eben (noch) schöner. Dass sie ihr Bedürfnis nach Geborgenheit und Aufmerksamkeit an eins setzte, wertete direkt mein Verhalten als „typisch männlich“ ab. Dabei wollte ich nur das, was meinen Spaß maximiert. Ich maximierte ihren ja schließlich auch. Und letztlich das Beste: Letztendlich wollte sie es ja auch. Aber ohne Beschämung von mir ging es wohl nicht.

        Unwahrnehmbar offenbar für viele Frauen, dass Männer fundamental anders ticken und ganz andere Bedürfnisse als Frauen haben und das NICHTS Schlimmes ist, sondern ganz normal. Aber nein, das ist dann schnell „typisch Mann“, denn weibliche Bedürfnisse first!

        Und ja, umgekehrt ist es häufig auch so. Auch Männern mangelt häufig das Verständnis für weibliche Bedürfnisse, die sich unterscheiden zu männlichen. Aber Männer im Gegensatz dazu werden von der Gesellschaft zu ständiger Selbstreflektion aufgefordert und Männer gelten nicht als das „verständnisvollere“, das „sozialere“, das „empathische Geschlecht“. Frauen die keine Ahnung von Männern haben…und auch nicht haben können….

        Auch in der Wahrnehmung sozialer Interaktionen haben wir letztlich eine Mehrverpflichtung von Männern…

        • Du musst Kondome am Bahnhof kaufen? Junge ich habe immer eines im Portmonee und drei in meiner Tasche.

        • Portmonee-Kondome sind allerdings sehr gefährlich. Werden viel beansprucht und reißen deswegen schnell

        • Schnucki, ich hab deswegen extra ne Kondom-Pocket-Schutzhülle 🙂

        • Ist mir nie nie nie wieder passiert Adrian…das war richtig Abturn…

        • Gut so. Bei Mann-O-Meter in Berlin gibt es Kondome im 100-Pack.

        • @Adrian

          Was hast du? Pocket-Hülle? Whats that?

        • Aus der Apotheke. Eine kleine Schutztasche für Kondome.

        • Aus der Apotheke? Was es nicht gibt, werde mal fragen!

          Danke Adrian!

        • Bitte.

          Ich hoffe der Blogmaster nimmt es mir nicht übel, dass ich ihn „Schnucki“ genannt habe.

        • @adrian

          Aber nicht doch, Schmucki 😉

          Ich erinnerte mich nur an meinen jugendlichen Leichtsinn ein Kondom im Portmonaie aufzubewahren, dass dann tatsächlich sogar mal zum Einsatz kam und unbemerkt sogleich entschied, dass es oben an meinem Penis sehr viel schöner ist als in einer vagina, wo ich ihm einen Aufenthalt zugedacht hatte. Vielleicht ein schwules Kondom 😉

        • Sieht so aus. Ein Penis mit Angst vor Vaginas 😀 Was hast Du gemacht?
          Und gibt es noch mehr Geschichten über Deinen Penis? 😉

        • Nicht der penis, das Kondom. Ich habe mit ihr zusammen etwas gejammert, dann die fruchtbaren Tage berechnet, sie überzeugt, dass gerade nicht viel passieren kann und dann mit ihr fern gesehen wenn ich mich recht erinnere

        • Ach ja, das Kondom, stimmt 🙂

        • Freudsche Fehlleistung oder? 😉

        • Yep 🙂

        • ein Kondom fürs Kondom 😀

        • @Teardown

          Sie sagte man könne ja so auch viel Spaß haben, ich stimmte ihr zu. Nach einer Stunde wollte ich aber mehr und mehr,

          Naive Frage: Was habt ihr denn in dieser Stunde gemacht?

        • Teardown
          “biologisch evolutionär sind Männer anders“: was bist du denn für ein Troll?

        • Wieso, was ist daran wenn man es auf den schnitt bezieht falsch?

        • Goldig.
          Bist Du nicht „Huch.. Ich fürchte, du kennst dich überhaupt nicht aus mit Feminismus“ Franz vom Katrin Rönicke Thema?
          Der Nachfrage nach was substantiellem bist Du da jedenfalls bislang noch nicht nachgekommen – auch nicht der Einladung, Deine Meinung in einem Gastbeitrag zu erläutern.
          Aber andere des Trollens bezichtigen.
          Argumente: Exakt null.
          Definiert sich Trollen nicht eher so?
          Oder kommt da irgendwann mal was sachliches?

          Wir warten…

        • @Franz
          “biologisch evolutionär sind Männer anders“: was bist du denn für ein Troll?

          Hast du Probleme das zu verstehen?

        • @Franz

          >>““biologisch evolutionär sind Männer anders“: was bist du denn für ein Troll?“

          Ist es denn so unwahrscheinlich zu verstehen, dass Nähe+sexuelle Handlungen nicht so erfüllend für einen Mann sind wie PIV-GV? Und ist es so erstaunlich gleichzeitig anzunehmen, dass Frauen, die höhere Kosten von Sex haben, vielleicht schon ohne PIV-GV Befriedigung finden?

          Man kennt dieses geflügelte Wort „Männern gehts nur ums eine.“ Ja! Was ist also daran negativ? Das ist der gottverdammte Auftrag der Evolution an Männer!

          Warum werde ich dann als „typisch männlich“ abgewertet, weil ich nicht nur rummachen, sondern auch PIV haben will, während der Frau ersteres schon zur Erfüllung reicht?

          Der einzige Troll bist du mit deinen Strohmännern, Diffamierungen und Unterstellungen….

        • @Anna

          >>“Was habt ihr denn in dieser Stunde gemacht?“

          Alles andere 😀

        • :-p
          Erstaunliche Geduld!
          Würde ich nicht aufbringen.

    • “frau habe ein Recht darauf, sicher zu sein“

      Alte Menschen haben das Recht darauf, sicher zu sein und keine Angst zu haben. Warum sprichst du das Frauen ab?

      Ich als mann fühle mich auch manchmal unsicher, wenn Gruppen von Männern laut gröhlend auf der Straße gehen. Von ihnen geht auch potentiell mehr Gefahr aus als von Frauen, die auf der Straße gröhlen. Das beweist nicht nur die Empirie.

      Seid ihr bzw bist du nie mit Frauen unterwegs?

      Sehr traurig, solche menschenverachtenden Postings wie deine hier zu lesen.

      • Die Empirie weist vor allem darauf hin, dass Männer die häufigsten Opfer von Gewalt und Belästigungen sind. Natürlich ist das nicht so interessant weil Männer keine Brüste haben, die man beschützen will.

      • „Alte Menschen haben das Recht darauf, sicher zu sein und keine Angst zu haben. Warum sprichst du das Frauen ab?“

        Du meinst vermutlich „alle Menschen“? Für ein Recht „sicher zu sein“ bitte ich um Mitteilung einer Rechtsgrundlage und weise gleich darauf hin, dass es ein solches generelles Recht nicht gibt. Menschen haben Rechtsgüter (unter anderem auf körperliche Unversehrtheit) und andere Menschen dürfen in diese Rechtsgüter nicht ohne weiteres eingreifen. Das ist klar, lässt aber einen Haufen Risiken für die Sicherheit offen, die zum Teil sogar unter „allgemeines Lebensrisiko“ von der Rechtsprechung ausdrücklich dem Betroffenen zugesprochen werden.

        Jenseits davon ist bei den hier fraglichen Aspekten der „Sicherheit vor Catcalling“ sehr fraglich, inwiefern dabei überhaupt in geschützte Rechtsgüter der Betroffenen eingegriffen wird. Denn ein Rechtsgut „Schutz vor unerwünschter Kommunikation“ gibt es ausdrücklich nicht. Und bis zur Grenze von Körperverletzung, Vergewaltigung oder gewisser Ehrverletzungen sind auch keine anderen betroffenen Rechtsgüter erkennbar. Mit anderen Worten: Einer Frau auf der Straße mitzuteilen, dass man(n) sie z.B. attraktiv findet, ist in unserer Rechtsordnung erlaubt.

      • „Alte Menschen haben das Recht darauf, sicher zu sein und keine Angst zu haben. “

        Das ist in dieser Form Humbug und kann so nur von jemandem kommen, der zugunsten des Gefühls seinen Verstand an der Garderobe angegeben hat.

        Nimm die Wikipediadefinition als Ausgangspunkt:

        Ein subjektives Recht ist […] eine konkrete Befugnis, etwas zu tun […], zu unterlassen oder zu verlangen.

        Es geht hier offensichtlich nicht darum, ob die Frau etwas tun oder unterlassen kann, um sich sicherer zu fühlen, sondern es geht darum, ob sie verlangen kann, sich sicher zu fühlen.

        Die m.E. entscheidende Frage dabei ist: von wem könnte sie das verlangen? Wer ist verpflichtet dazu, dafür zu sorgen, dass die Frau sicher ist oder – noch absurder – sich sicher fühlt?

        Ein bißchen genauer aufgedröselt; ein Recht kommt im Wesentlichen in zwei Geschmacksrichtungen, Freiheit und Anspruch:

        In der ersten Bedeutung weist „right“ auf „liberty“ oder „privilege“ hin, d. h., eine Handlungsfreiheit oder -privileg. Wenn A ein Recht gegenüber B besitzt, H zu tun, heißt dies umgekehrt, dass A keine Pflicht gegenüber B hat, H zu [unterlassen]. Das Recht, Musik in der eigenen Wohnung zu hören, ist nach dieser Analyse die Abwesenheit einer Pflicht gegenüber den Nachbarn, keine Musik zu hören.
        In der zweiten, und nach Hohfeld zentralen, Bedeutung meint „right“ einen „claim“, d. h., einen Anspruch. Ansprüche korrespondieren mit Pflichten: wenn A ein Anspruchsrecht gegenüber B auf H hat, dann hat B eine Pflicht, H zu tun.

        Es ist bei uns bereits so, dass jedes A den Anspruch hat, nicht verletzt zu werden, sprich jedes B hat die Pflicht, A nicht zu verletzen.

        Das aber offensichtlich ist nicht gut genug, denn sonst gäbe es ja den Diskussions-auslösenden Hashtag nicht. Zwei weitere Aspekte kommen also hinzu:

        Zum einen die Erkenntnis, dass es Menschen gibt, die sich nicht an ihre Pflichten halten, sprich die Rechte anderer missachten.
        Was folgt daraus?
        Hat C die Pflicht, A vor B zu beschützen?
        Hat C die Pflicht, seine eigene Sicherheit zu vernachlässigen, um die Sicherheit von A zu gewährleisten? Was ist mit Cs Recht auf Sicherheit?
        Oder: Hat C die Pflicht, eigene (finanzielle, zeitliche) Interessen hintenanzustellen, um A eine größere Sicherheit vor B zu garantieren?
        Es ist offensichtlich, dass die Antwort hier nicht einfach „Ja“ sein kann. Bestenfalls (für deinen Standpunkt) kann es ein Abwägen zwischen den Freiheiten von C und dem Anspruch von A geben.

        Zum anderen ist das Problem der hashtag-Zeterer ja nicht, ob A sicher ist, sondern ob A sich sicher fühlt.
        Wenn du nun postulierst, A habe das Recht, sich sicher zu fühlen, dann wird die Abwägung zwischen diesem Anspruch von A und den Freiheiten von B noch grotesker und schwieriger.
        Im Extremfall: Es gibt Frauen, die sich durch meine bloße Existenz bedroht fühlen. Willst du mir nun die Freiheit absprechen zu sein, weil ihr Anspruch auf Bedrohungsfreiheit Vorrang hat?

        Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Meschenfreund wie die befürwortet, dass alle Männer umgebracht werden müssen, damit auch die letzte misandrische Frau sich nicht mehr bedroht fühlt.

        Also auch hier eine Abwägung. Wo hören die Freiheiten von B auf, damit A sich nicht bedroht fühlt?

        Da das Gefühl der Bedrohung hochgradig subjektiv ist, welches im Zweifelsfall B alle seine Rechte nehmen würde, kann es nicht Grundlage eines Rechtsanspruchs sein.

        Zusammenfassend:
        Das Recht, sicher zu sein verpflichtet C auf eine Art und Weise, die nicht haltbar ist.
        Das Recht, sich sicher zu fühlen nimmt B Rechte weg in einem Ausmaß, das nicht vertretbar ist.

        Wenn du jetzt aufstampfst und „Trotzdem“ rufst, die Sicherheit von Frauen verlange halt Opfer, sagst du nur, dass Männer weniger Menschenrechte haben sollen als Frauen.

        Das wär ganz schön menschenverachtend von dir.

        • „Im Extremfall: Es gibt Frauen, die sich durch meine bloße Existenz bedroht fühlen. Willst du mir nun die Freiheit absprechen zu sein, weil ihr Anspruch auf Bedrohungsfreiheit Vorrang hat?“

          noch extremer:
          „die *behaupten* sie fühlten durch meine bloße Existenz bedroht zu sein….“

          … denn – wer will zuverlässig unterscheiden können, ob das Gefühl echt oder nur vorgeschoben ist?

    • Ist für Frauen ja auch immer irgendwie ambivalent. Die Angst hat ja auch immer zugleich was erregendes: ich bin attraktiv, die Männer sind hinter mir her, können sich nicht beherrschen, das schwingt ja im Unterbewusstsein mit. wobei die Angst natürlich jeder rationalen Grundlage entbehrt. Das Risiko nachts im öffentlichen Raum ernsthaft angegriffen und verletzt oder getötet zu werden ist für Männer ungleich größer. kaum ein Mann will einer Frau ernsthaft was tun, meist will er sie einfach nur ficken.
      Was natürlich auch extrem schlimm ist (meine ich nicht ironisch), es ist schlicht ekelhaft körperlich so von einem Fremden bedrängt zu werden. Es ist ja schon unangenehm im Bus neben jemanden zu sitzen, der einen körperlich unangenehm ist, Geruch, Pflegezustand usw.
      Natürlich ist es für die Frau auch eine traumatische Erfahrung, da sie ja üblicherweise die Kontrolle über den Sex hat, bzw. selbst entscheidet, ob und wann sie diese dem Mann überlässt. Mit der Vergewaltigung hebt der Mann diese Regel einfach auf.

  2. #takebackthestreets ist schlicht lächerlich und peinlich.
    Es scheint eine Art Wettbewerb abzulaufen, wer denn jetzt am häufigsten auf der Straße belästigt wird.

    Meine bisherigen Tweets dazu:

    Alleine von der Wohnung zum Büro gelaufen. Nicht belästigt worden. #takebackthestreets— breakpoint (@breakpt) 7. September 2015

    //platform.twitter.com/widgets.js

    Kräfte sammeln für den Heimweg. #takebackthestreets Dass es so kalt ist, und regnen könnte, beunruhigt mich viel mehr.— breakpoint (@breakpt) 7. September 2015

    //platform.twitter.com/widgets.js

  3. Was mir immer wieder auffällt.
    Mit den ständigen Betonungen, wie oft frau belästigt wird, signalisiert sie ja auch: „Schaut mal wie begehrt ich bin, ich werde sogar unter Inkaufnahme etwas Illegales oder Unsittliches zu tun, angesprochen.“.
    Ob das jetzt nur ein Neben- oder der Hauptaspekt bei den Beschwerden ist, kann ich nicht sagen.

    • Das ist ein Aspekt der immer wieder in Redpill Kreisen diskutiert wird, und den ich bis jetzt immer noch nicht so richtig glauben mag, weil das maximal „fucked up“ wäre. Aber es wird immer wieder erwähnt, daß hinter manchen Falschbeschuldigungen als Motiv steckt: „Schaut her ihr ganzen Konkurrentinnen, ich bin so attraktiv daß ein Mann sämtliche Hemmungen hat fallen lassen und soweit ging ein Verbrechen zu begehen“. Was dem Mann damit angetan wird ist der Falschbeschuldigerin scheissegal, hauptsache sie kriegt Punkte und Aufmerksamkeit in ihrem weiblichen Zirkel.

      Mit zunehmendem Alter werde ich leider zunehmend desillusioniert. Ich bin langsam schon so zynisch, daß ich beim Fall „Bill Cosby“ wo immer mehr Frauen behaupten daß auch sie von ihm vergewaltigt wurden, den Gedanken habe daß das nur Aufspringen auf den derzeitig fahrenden Zug sein könnte. „Ich! Auch ich! Schaut her! Auch ich bin so sexy, daß ein Alphapromi sich nicht mehr zurückhalten konnte! (und vom seinem Vermögen hätte ich auch gerne den mir zustehenden Anteil)“.

      Gibt es tatsächlich Frauen die wirklich so denken?

      • Ich würde auf keinen Fall soweit gehen, zu unterstellen, dass bei richtigen Vergewaltigungsvorwürfen diese Außensignalwirkung beabsichtigt ist.

        Aber gerade bei niederschwelligen Aussagen wie „Huch, so schlimm, alle Jungs Pfeifen mir nach.“, wie ich sie von jungen Frauen schon gehört habe, wird dies durchaus der Fall sein. Auch einige von Christian zitierten Tweets würde ich in diese Kategorie einordnen.

        • Dabei würde Mann viele dieser jungen Frauen nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

    • @markus

      Mit den ständigen Betonungen, wie oft frau belästigt wird, signalisiert sie ja auch: „Schaut mal wie begehrt ich bin, ich werde sogar unter Inkaufnahme etwas Illegales oder Unsittliches zu tun, angesprochen.“

      Anders kann ich mir diese Menge an Anschuldigungen nicht erklären, und verweise auf die Diskussionen hier:

      https://bpmeta.wordpress.com/2014/10/14/parallele-welten/
      https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2014/11/06/parallele-welten/

      • Es ist zumindest augenfällig, dass Frauen, die kein erhöhtes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Herausstellen ihres Marktwerts haben (ich kenne mehr als genug die das nicht nötig haben), äußerst selten von solchen Übergriffen erzählen.

        Und wenn sie es doch tun, dann eher beschämt oder eben so, wie wenn man über etwas Unangenehmes spricht. Nicht im klassisch empört-affektierten Stil von Feministinnen.

        • Das denke ich auch.
          Wer wirklich eine unangenehme Erfahrung gemacht hat, wird das nicht so triumphierend herausposaunen.

  4. Meine freundin war letztens erstaunt als ich berichtete, dass ich schon mal von fremden auf der Straße getreten und geschlagen wurde, als wir in einem anderen Kontext das Thema frauen Parkplätze diskutierten.

    Und mir selbst ist nachts an manchen Orten auch unwohl, nur bin ich halt ein mann und werde dann mit ganz niederen und archaischen Argumenten befriedet: ich sei ja stärker als frauen. ein ganz mmerkwürdiger traditionalismus mit dem das Sicherheitsbedürfnis von Männern abgewertet wird.

    so ist das heute mit gleichstellung und gleichberechtigung. Lasst uns die Geschlechter gerecht behandeln, also das weibliche besser!

    • Ja es klingt wirklich so, als gäbe es für Männer grundsätzlich keine Gefahr in dunklen Straßen. Wobei die Chance, gleich mit Waffen angegangen zu werden, für Männer sicher höher ist.

    • GirlWritesWhat erzählte mal von einer Studie (wie immer ohne Quellenangabe), in der die Interaktionen zwischen Menschen von Zuschauern bewertet werden sollten.

      Die Interaktionen wurden von Schauspielern durchgeführt.
      Die eine Testgruppe bekam „normale“ Interaktionen zu sehen.
      Bei der anderen Testgruppe wurde darauf geachtet, dass die Frauen von den Männern genau so behandelt wurden, wie vorher andere Männer behandelt hatten.
      Letztere wurden durch die Bank als frauenfeindlich empfunden.

      • Welcher Tweet fehlt im obigem Beitrag?

        • Den zweiten finde ich sehr schön 🙂

        • Danke 🙂

        • der zweite ist absolut genau die korrekteste Antwort, die es auf den Punkt bringt!

        • Stimmt, die habe ich im Beitrag auch vermisst! 😉

  5. Besserer Tipp für derlei Probleme:

    #takehaloperidol

  6. @chris tweet:
    „Verbreitet #takebackthestreets da nicht einfach vergewaltigungsmythen und stützt die #rapeculture?“

    Natürlich ist das alles unter dem Thema „rape culture“-moral panic einzuordnen, ganz offensichtlich.

    Zu „take back the streets“ fiele mir, in ganz losem Zusammenhang, noch ein:

    In den letzten Jahren bin ich mehrere Male in lebensbedrohliche Situationen gekommen (völlig unverschuldet), weil unglaublich rücksichtslose Autofahrer die deutschen Strassen bevölkern.
    Jeder kennt diesen Zustand, das hat sich lange Zeit entwickelt.
    Gibt es da auch so eine Kampagne, die Strasse sicher zu machen?
    Aber vermutlich eignet sich das nicht so gut, um gegen Männer zu hetzen.

    • @alex

      „Natürlich ist das alles unter dem Thema “rape culture”-moral panic einzuordnen, ganz offensichtlich.“

      Ich finde es immer nur schön, wenn man Feministinnen dazu bringt sich untereinander zu widersprechen innerhalb der gleichen Theorienansätze

      • Sorry, wo war der Widerspruch hier?

  7. Leicht OT, aber für dieses Blog absolut passend:

    Teil 2 der Serie „Gender in der Wissenschaft“ im Berliner Tagesspiegel

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/serie-gender-in-der-forschung-2-das-biologische-ist-auch-sozial/12288880.html

  8. Was ihr hier macht ist ja schon an und für sich unglaublich: ihr respektiert nicht, dass sich *manche* Menschen unwohl fühlen, wenn sie von Männern auf der Straße angesprochen würden. Gleichzeitig relativiert ihr (sexuelle) Übergriffe.

    Der Eindruck entsteht, dass ihr (also fast alle, die hier kommentieren) eine Welt zurück wollt, in der Frauen als Eigentum von Männern betrachtet wurden, die ihren Unmut mit was auch immer – in diesem Fall, dass Frauen thematisieren, dass *manche* blöd angeregt werden auf der Straße – äußern.

    Die Welt ist offener geworden, wer auch immer die Kommentare hier liest, greift sich auf den Kopf und ist gleichzeitig froh darüber, dass es heute anders abläuft, als es hier dargestellt wird.

    • Es geht eher darum, dass eben die meisten Männer sich ganz normal verhalten und keine Frau belästigen. Und deswegen Aktionen dieser Art unnötige panikmache und Übertreibungen sind, eben eine moral panic

      • Ja, irgendwo bei Twitter hat auch jemand die interessante Beobachtung gemacht, daß die allermeisten Tweets von Frauen bei #takebackthestreets deren Ängste zum Thema haben, aber konkrete Belästigungserfahrungen eher selten vorkommen.

        Also meistens „Wir wollen uns sicher fühlen“, „Man muss sich überlegen ob man alleine irgendwo hingeht“, „Erstmal checken wo die Zugbegleitung sitzt“, „Ultimative Mutprobe an einer Gruppe Männer vorbeilaufen“

        Was die Hypothese stützt, daß es sich hier um eine Moral Panic handelt.

        • @sb
          „konkrete Belästigungserfahrungen eher selten vorkommen.“

          Ja, wo sind all die Zeitungsmeldungen, die die Polizeiberichte über all die alltäglichen Übergriffe melden?

          Ach ja, ich vergass, die patriarchale Verschwörung mit ihrer „Lügenpresse“….

    • Was ist denn dein Vorschlag, wie man Frauen die Straße zurückgibt?

    • Und es geht darum, dass diese subjektive Angst insofern unberechtigt ist, dass Männer in sehr viel höherem Maß von Gewalt in der Öffentlichkeit bedroht sind als Frauen. Männer müssten sehr viel eher Angst davor haben, allein auf die Straße zu gehen. Sie werden häufiger Opfer von schweren Raubüberfällen und von Gewalt. „Frauen schlägt man nicht“ ist sehr tief in unserem Denken verwurzelt, aber es macht offenbar nichts aus, wenn Männer verprügelt werden.

      Dabei will ich überhaupt keiner Panikmache das Wort reden, dass Männer sich nicht mehr auf die Straße trauen sollten. Aber wenn man was gegen die Ängste von Frauen tun will, dann könnte man das vielleicht am besten, indem man auf diese Panikmache gegenüber Männern verzichtet, die nicht zuletzt das Klima zwischen Männern und Frauen untergräbt.

    • @Frank

      „dass sich *manche* Menschen unwohl fühlen“

      rechtfertigt das Schüren von Panik, „auf den Strassen“ sei man nicht mehr sicher?

      Kennst du die Progaganda der Rechtsextremen? Ein evergreen Standard von der ist, dass es auf den Strassen nicht sicher sei, wegen der vielen kriminellen Ausländer.

      • „Kennst du die Progaganda der Rechtsextremen? Ein evergreen Standard von der ist, dass es auf den Strassen nicht sicher sei, wegen der vielen kriminellen Ausländer.“

        So sieht es aus. Genau der gleiche Dummfick, nur das bei #takebackthestreets die Männer die Ausländer sind.

    • @Franz

      dass sich *manche* Menschen unwohl fühlen, wenn sie von Männern auf der Straße angesprochen würden.

      Diese „*manche* Menschen“ haben vermutlich ein psychisches Problem, wenn ihnen alleine schon das Angesprochen-Werden Unwohlsein verursacht.
      Daran sollten sie arbeiten, statt diese Hetze und Panikmache zu betreiben.

      Die Gefahr, z.B. auf der Straße von einem Fahrzeug angefahren zu werden, ist wesentlich größer, und hat realere Auswirkungen.
      Am besten, man geht gar nicht mehr aus dem Haus.

      • „Am besten, man geht gar nicht mehr aus dem Haus.“

        Meinst Du das so?
        Oder so: Am besten, mann geht gar nicht mehr aus dem Haus.

        Schon Ende der 80er wurde in feministischen Kreisen ernsthaft diskutiert, Männern an einem Tag in der Woche ein gesetzliches Ausgangsverbot zu erteilen.
        Natürlich nur abends, nach Feierabend. Denn die Kohle soll er ja schon noch anschaffen.

        • pass it along, by way of mouse:

          save yourself, don´t leave the house!

        • @Carnofis
          Sorry, für das Missverständnis. 😳 Ich sollte mir angewöhnen, mehr Smileys zu setzen, insbesondere bei Ironie oder Sarkasmus.
          Mit „Am besten, man geht gar nicht mehr aus dem Haus.“ wollte ich auf das allgemeine Lebensrisiko hinweisen.
          Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, beispielsweise von einem Auto überfahren zu werden, ist sie doch vorhanden.
          Solchen Gefahren kann man nur aus dem Weg gehen, indem man in seiner Wohnung bleibt (und dann schlägt evtll. ein Meteor gerade da ein).
          Die Paranoia wegen der vermeintlichen Gefahr, auf der Straße belästigt zu werden, ist dagegen völlig unverhältnismäßig.

        • „und dann schlägt evtll. ein Meteor gerade da ein“

          Wau, das wäre vermutlich ein Glücksfall. Denn der Erlös daraus müsste die angerichteten Schäden ganz leicht übertreffen können. Dass er jemandem direkt schadet, ist ja unwahrscheinlich.
          😀

    • @Franz: Oder, dass den meisten Männern hier schlicht und ergreifend bereits schlimmeres widerfahren ist, als auf der Straße einen Anmachspruch zu erfahren, und etwas sauer sind, wenn ein generelles Problem geschlechter-einseitig behoben werden soll, wenn es die Menschen mit Brüsten trifft.

      Man könnte überhaupt einfach mal fragen, was denn Menschen motiviert, auf einem Blog wie diesen hier zu kommentieren, statt dem ersten Eindruck nachzugeben den man bekommt, bevor man sich dann wieder selbst auf die Schultern klopft wie Weltoffen man ist.

      • „er, dass den meisten Männern hier schlicht und ergreifend bereits schlimmeres widerfahren ist, als auf der Straße einen Anmachspruch zu erfahren“

        Paradoxerweise wäre das verhalten häufig der Wunschtraum vieler Männer. Sie würden allenfalls denken, dass sie wer verarschen will

        • „There’s only one thing worse than getting too much attention: getting no attention.“

  9. Als ich gestern mal in den Hashtag hereingesehen habe, war ich erfreut, dass da Gegenstimmen zu überwiegen schienen.

    Zeigt mal wieder die Filterblase, in der wir alle mit unseren Geschlechterthemen leben. 😉
    Die meisten Frauen wären wohl recht erstaunt, wenn man sie darauf anspricht, dass sie sich ja eigentlich kaum auf die Straße trauen würden/könnten.

    Wie Christian schon sagte, ist solcher feministischer Aktionismus tatsächlich das, was hierzulande einer „Rape Culture“ mit am nächsten kommt: Frauen wird Vergewaltigung als eine so allgegenwärtige, ständige und unausweichliche Bedrohung vorgeführt, dass sie aus Angst davor in ihrem Handeln eingeschränkt werden, wenn sie es schlucken.

  10. Ach ja: Als Kuriosum emfpand ich auch den Tweet über „Macho-Meninist-Opfer“ (nebenbei… ich dachte, „Opfer“ als Schimpfwort wäre nicht okay?), welche an die „Existenz der friendzone glauben“.

    Ich weiß, bei Twitter muss man verkürzen und später meinte sie ja noch verächtlich, diese MMO würden Frauen die FZ vorwerfen, aber DAS es die Situation gibt, dass Männer darunter leiden, von Frauen, mit denen sie eine Beziehung wollen, nur als Freunde gesehen zu werden, will sie doch kaum leugnen?

    • Ja, der Tweet ist mir in seiner Absurdität auch aufgefallen. Einerseits leugnet sie die Friendzone, andererseits beschreibt sie im folgenden Tweet die Friendzone ziemlich genau.

      Ich könnte mir eventuell vorstellen, daß sie leugnet daß es Frauen gibt die solche Orbiter (bewusst oder unbewusst) ausnutzen, was ja leider häufig der Fall ist. Wir sollten alle genug Geschichten kennen oder selbst erlebt haben, wo eine sich kostenlos zum Essen einladen lässt, mit dem Auto rumkutschieren lässt, den Orbiter mit ihrem neuesten Gefühlschaos zutextet, und der arme Kerl leistet all das in der stillen Hoffnung, endlich ‚erhört‘ zu werden.

  11. Interessante Einstellungen. Wenn ich mit einem einzelnen Mann unterwegs bin, der mir persönlich nahe steht, bin ich in eskalationsgeneigten Situationen eigentlich meist eher besorgt, dass dem etwas passiert. Ich bin eigentlich ganz gut darin, mich nicht in Dinge hereinziehen lassen. Abgesehen davon fühlt es sich wohl für Männer und Frauen gleichermaßen nicht immer besonders sicher an, z.B. spät nachts allein in der Großstadt in bestimmten Vierteln unterwegs zu sein, n’est-ce pas?

    • Ich meine eine Studie gesehen zu haben, wonach das Opferverhältnis im öffentlichen Raum bei m/f 75:25 liegt.

      Auf die Schnelle hab ich nur eine Publikation des BMfaaM gefunden: http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/10/10-3-Daten-aus-studien-zur-erhellung-des-dunkelfeldes/10-3-2-gewalt-gegen-frauen-und-maenner.html
      die zumindest die Zahl in etwa bestätigt.

      Natürlich wird die Quote gleich relativiert mit dem Hinweis auf die hohen weiblichen Opfer im häuslichen Milieu.

      • Interessant wären ja auch die absoluten Zahlen. Wovor hat man pauschal Angst im öffentlichen Raum, also bei jedem Ausflug in die Innenstadt, bei jeder Fahrt mit dem Fahrrad, bei jedem abendlichen Termin? Wenn man nicht bereits in der Vergangenheit Opfer einer einschlägigen Straftat war und deshalb besonders sensibilisiert ist, was die Angst erklären konnte. Insgesamt dürfte das Risiko – egal ob allein oder in Begleitung – objektiv nicht soo hoch sein, zufälliges Opfer von Gewaltkriminalität zu werden, unabhängig vom eigenen Geschlecht. Gegen die gewaltbereite Jugendgang hingegen hat wohl eine beliebige Frau ähnlich schlechte Chancen wie ein beliebiger einzelner Mann.

        • Gegen die gewaltbereite Jugendgang hingegen hat wohl eine beliebige Frau ähnlich schlechte Chancen wie ein beliebiger einzelner Mann.

          Sie hat sogar im Vergleich ziemlich gute Chancen, nicht mehr befürchten zu müssen als blöde Sprüche.

          Jugendgangs greifen in der Regel nur Männer an.

        • Ich habe da keine vergleichenden Untersuchungen gemacht und habe es auch nicht vor. Um den Punkt deutlicher zu machen:

          Grundsätzlich hat bei einem körperlichen Angriff durch eine Gruppe der Einzelne vergleichbar schlechte Chancen, ob er nun männlich oder weiblich ist. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Angriffs mag variieren. Wenn die Gruppe aber bereit ist, gegen mich Gewalt auszuüben, sich das Risiko also verwirklicht, dann werden sie das eben tun. Was ihr Motiv ist (Langeweile, Selbstbestätigung, Finanzbedarf,…) kann mir dann auch egal sein.

          Welches Motiv bei mitteleuropäischen im Vergleich zu beispielsweise südamerikanischen Jugendgangs das wahrscheinlichere ist, ist dafür auch nicht relevant. In La Paz würde ich es nicht darauf ankommen lassen, egal ob Mann oder Frau, nachts alleine herumzulaufen. In Brüssel würde ich bestimmte Straßen meiden. In Marburg hätte ich auch kein grundsätzliches Problem damit, morgens um fünft allein durch die Gegend zu laufen.

  12. Etwas (oder ziemlich OT)

    Tja, muss wohl seinen Grund haben, dass die sich die Straße wieder zurückholen wollen. Eine Suche nach „frauen halbnackt in Deutschland“ brachte folgendes, exemplarisches Ergebnis:

    http://www.suedkurier.de/storage/pic/region/hochrhein/kreis_waldshut/2014/rennen_nackt/8472601_1_Nachdem_Miss_Schweiz_Dominique_Rinderknecht_die_Strecke_freigegeben_hat_sprinten_die_Lauferinnen_weg.jpg?version=1395334348

    Was wäre wohl los, täten Männer das gleiche?
    Ist nur mein Einwurf zu diesem ‚Frauentheater‘

    • „Was wäre wohl los, täten Männer das gleiche?“

      Tun sie doch 🙂

      • Na, dann organisier‘ mal solch einen Fackelumzug, wie oben abgebildet Adrian. Die Medien dürften etwas irritiert sein …

        Am hellichten Tage kann ja jeder 😉

      • ich glaube aber, die unteren sind wesentlich lockerer drauf 😀

      • Korrektur @Alex: Nicht die MoPo, sondern „Femen“

  13. Ich muss notgedrungen an das alte Rätsel vom umfallenden Baum denken, wenn ich sowas lese. Kennt ihr sicherlich alle, oder?

    „Im Wald fällt ein Baum um, aber niemand ist da, um zeuge davon zu werden. Macht er trotzdem ein Geräusch?“.

    Die Antwort ist einfach: Nein. Er macht kein Geräusch. Das Geräusch entsteht erst dadurch, dass Luftschwingungen durch das Ohr aufgenommen und vom Gehirn verarbeitet werden. Ergo, wo kein Hirn, da kein Geräusch.

    Genauso verhält es sich mit „feministischen Hashtag Kampagnen“. Ich habe zwar nen Twitteraccount, schau aber selten rein. Hab eben mal meine Freundin gefragt, die hat gar keinen. Meine Mutter beispielsweise weis gar nicht was das überhaupt ist. 99% der Bevölkerung interessiert sich schlichtweg nicht dafür, was so alles „getweetet“ wird. Wieso auch?

    Worauf ich hinaus will, sollte ja schon klar sein. Diese ganzen Tumblr- und Twitter Feministinnen können doch nur gesellschaftlichen Druck ausüben, wenn man ihnen Beachtung schenkt. Wenn darauf geantwortet, es ge“retweetet“ wird oder man Beiträge dazu schreibt.

    Klar ist es Teil dieses Blogs (den ich sehr schätze btw^^) den feministischen Unfug zu dokumentieren, aber wir sollten uns alle mal fragen, ob das wirklich sinnvoll ist. Wieso überhaupt eine Plattform für diesen Kampagnen bereit stellen?

    Die Parole „There is no bad publicity“ ist heute aktueller denn je. Wieso das Spiel also mitspielen?

    Wieso behandeln wir feministische „Hashtagkampagnen“ nicht wie den oben genannten Baum im Wald. Wo niemand ist, um Zeuge des Umfallens zu werden, da entsteht auch kein Geräusch…

    • Das weg schauen hat nicht geklappt. Dafür sitzen Feministinnen an zu vielen stellen, was den Geschlechter Bereich angeht. Es ist daher aus meiner Sicht sinnvoll weitere Informationen zu Genen.
      Allerdings: deine Mutter wird, wenn sie das Thema eh nicht berührt, eben auch diesen blog nicht wahrnehmen. Aber wenn sie mal ein Geschlechtetthema googelt, dann sollte sie eben auch die Gegenstimmen finden

    • War das nicht „Wenn ein Mann mitten im Wald etwas sagt und es ist keine Frau in der Nähe, hat er dann trotzdem unrecht?“?

    • Das bekommen trotzdem genügend mit und entfaltet damit Wirkung.

      Ob wir uns damit befassen oder nicht.

      Das Verlangen nach dieser Art von Gelassenheit kann ich zwar verstehen, aber dieser Unsinn hat uns beim Thema Feminismus nicht gut getan. Und mit Blick on die Historie auch nicht. Insbesondere dann nicht, wenn etwas u.a. dadurch bereits institutionalisiert ist.

      Gerade konnte man eine deutlich faschistisch denkende Feministin aus dem Präsidium des Frauenrats on Tandem mit #aufschrei in einer deshalb wiederholten Talkshow besichtigen.

      Derlei schläuliche Kommentare langweilen deshalb ein wenig.

      • Na, langweilig soll’s ja nicht werden, also hier der Nachschlag.

        Ich wollte in meinem Beitrag nicht zu „Gelassenheit“ aufrufen. Es ist etwas ganz Anderes, was ich eigentlich ausdrücken möchte. Es ist eine Frage nach Macht und Einfluss.

        Ich bekomme regelmäßig Schwindelanfälle, so sehr muss ich mit dem Kopf schütteln, wenn feministische Hetzkampagnen in Erfolgen münden. Absolut obskur erscheinen mir Diskussionen um „Furz Vergewaltigungen“, „Man Spreading“ oder sonstigem Unfug, der augenscheinlich frustrierten Damen auf dem Heimweg in überfüllten S-Bahnen eingefallen ist.

        Was wir hier erleben, ist die misshandelte Anwendung eines altbekannten Prinzips, was schon von den 2.Welle Feministinnen benutzt wurde: Die Politisierung des Privaten. Während diese in der bürglichen Bierdermeier Gesellschaft der 50er und 60er noch eine zu vertretende Strategie war, ist sie heute nur noch lächerlich.

        Feministinnen schaffen es irgend wie private Unannehmlichkeiten und persönliche Wehwehchen als gesellschaftliche Fundamentalkritik zu verkaufen. Wie kann das denn bitte funktionieren?
        Wie kann es sein, dass augenscheinlich völlig irrelevante, irrationale und objektiv gesehen, inkorrekte Beschwerden zu gesellschaftlich relevanten Veränderungen führen?

        Vor allem in Anbetracht der ständig vorgetragenen Kritik, dass wir doch in einem ununterbrochen vergewaltigenden Patriachat lebten, dass Frauen sowieso keine Chance gebe….

        Die Realität straft doch diese Kritik lügen und führt sie ab absurdum. Die Realität ist der größte Widerspruch für jegliche feministische Gesellschaftskritik.

        Klassiche Machttheorien können sehr gut erklären, wer oder was in Gesellschaften zu Veränderungen anleitet. Das sind nun mal NIE die Machtlosen. Es wäre ein absolutes Novum, eine völlige Anomalie der Geschichte, wenn Machtlose und Unterdrückte dazu fähig wären relevanten gesellschafltiche Veränderungen herbeizuführen.

        Daher muss sich ein jeder mal fragen, wie es trotz alledem sein kann, dass Feministinnen ständig Siege erlangen.

        Eigentlich lässt es nur 3 Erklärungen zu.

        Erklärung 1:Feministinnen werden durch Eliten gefördert/unterstützt, die tatsächlich mächtig sind und ein großes Interesse an der Verbreitung dieser Ideologie haben, sowie einen Nutzen aus den gesellschaftlichen Veränderungen ziehen.

        Erklärung 2: Feministinnen sind schon in so viele gesellschafltich relevante Positionen vorgedrungen, dass sie effektive Veränderungsstrategien induzieren und koordinieren können.

        Erklärung 3: Weder werden Feministinnen durch Eliten unterstützt, noch haben sie eine kritische Masse an gesellschaftlich relevanten Positionen besetzt. Statt dessen manipulieren sie durch geschickte Kampagnen.

        Gerne würde ich von euch hören welche Erklärung ihr tatsächlich für möglich haltet. Gleichzeitig würde ich euch bitten zu reflektieren welchen Sinn und Zweck das ständige Diskutieren jener Kampagnen haben kann, außer einer direkten Bestätigung selbiger.

        Die Wirkung, die @petpanther oben beschrieben hat, würde sich doch nie entfalten, wenn keinerlei Plattform geboten würde. Ich hatte z.B. bis eben noch nie etwas von „#takebackthestreets“ gehört. Nun ist es aber Teil meines Referenzkaders. Ich diskutiere mich euch darüber. Vielleicht spreche ich im Privaten mit Menschen, die wieder mit Menschen darüber diskutieren und so weiter. Dadurch entsteht doch erst der gesellschaftliche „Impact“.

        Um das mal auf eine kleinere Ebene zu ziehen, ein Beispiel was mit Feminismus nur im Entferntesten etwas zu tun hat: Lästern. Lästern funktioniert nur, wenn sich Menchen beteiligen. Dabei ist es relativ unerheblich, ob aktiv gelästert wird, oder Menschen darüber reden, DASS über eine bestimmte Person gelästert wird. Die Lästerinhalte werden so oder so weitergegeben und bekommen dadurch Substanz.

        Würde niemand über das Lästern sprechen und Menschen, die konsequent gegen Lästern sind, nicht versuchen auf Inhalte des Lästerns einzugehen, sondern das Lästern an sich zu verurteilen, würde selbiges stoppen. Weil eben Lästern nur durch Reproduzieren des schädlichen Inhalts funktioniert.

        Feminismus ist Lästern auf gesellschaftlichem Niveau….

        • „Wie kann es sein, dass augenscheinlich völlig irrelevante, irrationale und objektiv gesehen, inkorrekte Beschwerden zu gesellschaftlich relevanten Veränderungen führen?“

          Die Frage ist am besten in der Vergangenheit beantwortet.
          Am historischen Beispiel.
          Eigentlich sind politisch herbeigeführte Veränderungen immer mit völlig einseitigen, ungerechten, objektiv falschen Ideologien herbeigeführt worden und die Irrationalität neigten immer zur Gewalt.
          Und deshalb ist die Gesamtprognose auch keine gute.
          Allerdings ist auch die Rationalität so verbreitet wie nie zuvor. Und das könnte entscheidend sein.

          „Feminismus ist Lästern auf gesellschaftlichem Niveau….“

          Am besten zieht sich das Patriarchat zurück und lässt die Frauen alle Arbeit machen. Wer ist es dann, der sich fortpflanzen will?

          Der Feminismus vergisst, dass das Geschlechterverhältnis komplementär zueinander, nicht diametral gegenübergesetzt ist.

          Pace

        • Sieleben,

          Erklärung 1 ist zutreffend. Allerdings mit der Einschränkung, dass natürlich bei weitem nicht alles, was Feministas so von sich geben, einen übergeordneten Nutzwert hat.

          Twitter an sich hat keinen massenmedialen Chrakter, da gebe ich Dir auch recht. Tatsächlich dient es hier nur als so eine Art Stimmungsbarometer oder Versuchsballon oder virtueller Stammtisch oder eben dann als publizistische Legitimation um ein Thema massenmedial zu rezipieren, wenn es opportun ist.

          Wenn es nicht massenmedial wird, ist das Thema kein öffentliches Thema.

          „Würde niemand über das Lästern sprechen und Menschen, die konsequent gegen Lästern sind, nicht versuchen auf Inhalte des Lästerns einzugehen, sondern das Lästern an sich zu verurteilen, würde selbiges stoppen. Weil eben Lästern nur durch Reproduzieren des schädlichen Inhalts funktioniert.“

          Äh, nein. Lästern ist eine sehr menschliche Kommunikationsform und bedient sowohl das Kuschelbedürfnis (Gruppenbildung durch Konsens im Lästern), die eigene Geltungsssucht (moralische Eigenüberhöhung durch Verurteilung von Handlungen anderer) und ist oft auch ein Ventil um Neidgefühle artikuliert abzuleiten.

          Lästern kannst Du nicht stoppen, das Bedürfnis steckt zu tief im Menschen drin 😉

        • „Absolut obskur erscheinen mir Diskussionen um “Furz Vergewaltigungen”, “Man Spreading” oder sonstigem Unfug, der augenscheinlich frustrierten Damen auf dem Heimweg in überfüllten S-Bahnen eingefallen ist.“

          😀

          Ich finde Rülps-Vergewaltigungen viel schlimmer. Kennt ihr diese Männer, die ständig rülpsen und dann entschuldigung sagen und es dann 10 sekunden später wieder tun und dann wieder entschuldigung sagen?

          Ich weiß, was du meinst und sehe das ähnlich wie du.
          Diese tumblr- und twitter Sachen werden viel zu hoch gehangen („Guckt mal, hier hat schon wieder irgendwo irgendeine einen komischen Tweet abgelassen“). Das ist kleinklein.
          Wenn man konkrete Problemlagen vor sich hat (Sorgerecht, Männer sterben zu früh o.ä.) dann sollte man auch genau das angehen.

          „Die Wirkung, die @petpanther oben beschrieben hat, würde sich doch nie entfalten, wenn keinerlei Plattform geboten würde. Ich hatte z.B. bis eben noch nie etwas von “#takebackthestreets” gehört“

          Eben.

    • „Macht er trotzdem ein Geräusch?“

      Eigentlich schon, er erzeugt ja Schallwellen, unabhängig, ob diese von jemandem gehört werden oder nicht.
      Die Welt bleibt also die Gleiche, ob das jemand wahrnimmt oder nicht macht keinen Unterschied.
      Aber ein Geräusch gibt es in dem eng gestellten Sinne nicht.

      Die Frage soll ja nur klären, ob man versteht, was ein Geräusch überhaupt ist.
      Sagt man sofort: klar es gibt kein Geräusch, könnte man für dumm hingestellt werden. Aber auch für besonders schlau.
      Man geht kein Risiko ein und beschreibt gleich beide Betrachtungsweisen, dann kann man keinen Fehler machen 🙂

      „Genauso verhält es sich mit “feministischen Hashtag Kampagnen”.“

      Ein anderer Vergleich ist der mit der Schrödinger-Katze. Man weiss nicht, ob tot oder ob sieleben.

      „Wieso behandeln wir feministische “Hashtagkampagnen” nicht wie den oben genannten Baum im Wald. Wo niemand ist, um Zeuge des Umfallens zu werden, da entsteht auch kein Geräusch…“

      Weil es die planmässigen Verwertungseinrichtungen gibt, die diese Funktion übernehmen. Die spielen sich die Bälle zu. Ist ein Problem der Vernetzung und Organisation.

      Natürlich ignorieren sie die Reaktion auf ihre Aktionen vollkommen. Es ist ja auch nie gedacht gewesen, hier eine echte Kommunikation zu machen. Im Gegenteil, die wir absolut geblockt.

      Das sind eigentlich PR-Kampagnen, werden dann aufgegriffen und in Meinungs-Artikeln verbreitet, in den Zeitungen.

      Die Öffentlichkeit sollte diese Zeitungen einfach boykottieren, das heisst die einzelnen Konsumenten. Dann gibt es wirklich kein Geräusch mehr beim Umfallen des Baums.

      Die Öffentlichkeit hat auch schon längst damit angefangen, die veröffentlichte Meinung zu ignorieren oder umzudeuten. Das Zeitungssterben geht ja voran.

      Die Leute wollen halt nicht dafür auch noch bezahlen, dass sie Humbug vorgesetzt bekommen. Das muss dann „umsonst“ sein, Internet, etc. Da ist auch eine viel grössere Meinungsvielfalt zugänglich.

      Die unsinnigen Kampagnen graben sich also selbst das Wasser ab 😉

  14. @#takebackthestreets

    Ich hatte einen Traum:
    Ich war mit MissPiggy zusammen, nach ihrer Trennung.

  15. Ach, das ist doch nur wieder der 5673432te Versuch, die herrlichen Moralpaniken der 1970er wieder herbeizubeschwören. Damals hieß das „Take back the Night“.

    Weil den Damen einfach keine wirkmächtigeren Skandale einfallen, konstruieren sie aus ihren hochbeschworen Ängsten eben welche, an die sie eigentlich selbst nicht wirklich glauben können. Natürlich muss _jede_ eine Geschichte beisteuern, sonst bleibt die große Massenbewegung aus..

    Cargo-Cult.

    • da gab es neulich doch auch „take back the internet“.

      Der gemeinsame Nenner ist auch, dass es da nie etwas „zurückzuholen“ gibt. Das hatten sie nie besessen, aber wollen es auf einmal kontrollieren.

      Mit solchen Doppeldenk-erzeugenden Sachen operieren sie ja offenbar ständig, müssen echte 1984-Fans sein :9

      • Warum eigentlich nicht gleich „take back fort knox“

        Das hatten sie nie besessen, aber wollen es auf einmal kontrollieren.

        Iss immer so. Beim Bau der Straße klagen sie über die furchbar schöckliche ungehobelten Bauarbeiter, die sie mit Bilcken vergewaltigen, und wenn die Straße fertig ist, dann war es schon immer ihre gewesen.

        müssen echte 1984-Fans sein

        Ja, das Werk hat sie scheinbar sehr nachhaltig beeindruckt..

        • „Warum eigentlich nicht gleich “take back fort knox”“

          Da könnten sie wirklich zeigen, dass sie dem Patriarchat überlegen sind – es viel besser als der Stümper Goldfinger hinkriegen und nebenbei auch noch den Obermacho James Bond plattmachen!

          „Ja, das Werk hat sie scheinbar sehr nachhaltig beeindruckt..“

          Der sexuelle Übergriff und die Verführung durch die Hauptfigur ist ja auch die schändlichste Form der Rebellion gegen die perfekte Welt!

  16. Das ist wieder einmal ein Auswuchs des feministischen Verfolgungswahns. Es wäre beinahe lustig, wenn es nicht echt wäre.

    Story time:
    Vor ca. 5 Jahren war ich in einer Klinik wegen Depression. Ich war stark übergewichtig, habe mich kaum noch getraut das Haus zu verlassen, habe mich ständig beobachtet gefühlt, auf mein Gewicht reduziert gefühlt, hatte da sgefühl jeder verurteilt mich, macht sich über mich lustig, usw. Ich war ziemlich am Ende.

    Nachdem ich mit Hilfe der Therapie und ein paar Jahren Abstand wieder klar denken konnte, war die böse, grausame Welt die ich bis dahin kannte verschwunden. Ich bin noch immer übergewichtig, aber das ist der Welt um mich herum ziemlich egal. Klar ist irgendwo immer mal ein Idiot, aber da kann man prima drüber stehen, wenn man sich nicht ständig einredet, dass alle so sind.

    Und genau so wie ich in dieser Depression war, genau so klingen für mich diese Verfolgungsszenarien des Feminismus, ob es nun #yesallwomen, #manspreading oder jetzt #takebackthestreets ist. Diese Frauen brauchen psychologische Hilfe. Dringend.

  17. Mir gibt vor allem das Unbehagen zu denken, mit dem „Steinmädchen“ ( die mit den Fettfalten dazwischen, „ich schwör“ ) sich im von Chris verlinkten ergänzenden Beitrag darüber beklagt, daß die Frauen auf den Reklamebildern der Vergewaltigungskampagnen immer jung und hübsch sind, man die Täter aber nicht sieht, sondern nur aus deren Perpektive.
    Das Argument, daß das nicht so richtig wirklich realistisch ist, zumindest nicht immer, ist ja nicht völlig von der Hand zu weisen.
    Aber hey, was meint Ihr, wie wenig es das Geschäft der Investigativvereine ( Wildwetter, Zartwasser, Taubitter & Co ) ankurbelt, wenn ein brutalrealistisches Dunkelfeld grell abgebildet würde?
    Sagen wird mal, eine erzhäßliche rund 47Jahre alte fette Tante im Vollbild, die gerade ihren zweieinhalbjährigen Neffen genüßlich grinsend anal vergewaltigt.
    Hmmm?
    #Takebackthecradles!

  18. Why should the filthy Morlock males be allowed among the ethereal Eloi SurfaceWomen?

    #takebackthestreets


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