Selbermach Mittwoch 23 (26.08.2015)

Zum Selbermachen

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164 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 23 (26.08.2015)

  1. Adrian hatte vorgeschlagen, ich sollte dies hier nochmal posten:

    Mein vor ein paar Tagen angekündigter Text zur Verteidigung der Männerrechtsbewegung bezüglich Robins Artikel ist jetzt online und freigeschaltet. Falls es jemanden interessiert:

    https://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2015/08/18/montagskolumne-antifeministische-scheisse-des-monats/comment-page-1/#comment-4863

    Ich differenziere in diesem Kommentar zwischen 5 Dimensionen der Männerrechtsbewegung, die bei einer fairen Beurteilung einzeln behandelt werden müssten und gehe sie kurz durch:

    – Die Anliegen und Ziele der Männerrechtsbewegung
    – Die Literatur der Männerrechtsbewegung
    – Die Organisationen der Männerrechtsbewegung
    – Die Blogs und Foren der Männerrechtsbewegung
    – Kommentatoren auf männerrechtlichen Blogs und in männerrechtlichen Foren im Netz

    Dabei habe ich versucht um Objektivität bemüht zu sein und nicht jegliche Kritik an der Männerrechtsbewegung zurückzuweisen.

    (Des Weiteren wurden DMJ und Christian von mir verteidigt.)

        • Wenn du als Inbegriff des Patriarchats giltst und Robin für das steht, was der Feminismus für die „Zeit danach“ zu erreichen sucht, bin ich auf jeden Fall Antifeminist.

          Ob sie sich den Schuh anziehen würde? „Seht her: ich lebe antipatriarchale Ideale vor.“
          Naah, wahrscheinlich gibt es kein richtiges Leben im Falschen oder so.

          • Robin ist nicht der Feminismus. Aber ihr meinfeminismus passt zu ihrer Reaktion: es ist hält alles irgendwie gefühlt und schwammig, unterteilt in gut und böse, das fehlen von Theorie wird als Vorteil ausgewiesen, Grundannahmen nicht offen gelegt, damit man nicht begründen muss. Wie soll man auf dieser Grundlage anders reagieren als mit subjektiven Verurteilungen?

          • „Robin ist nicht der Feminismus“

            Sicher nicht aus der leszeckschen kategorisierenden Sichtweise.

            Ich frage mich aber, ob Feminismus als Bewegung jemals einen Fuß auf die Erde gekriegt hätte, wenn es nicht viele, viele Robins gäbe, denen Gefühl meilenweit vor Theorie geht.
            „gefühlt und schwammig und Frauen sind irgendiwe besser oder zumindest gut“ steckt ganz tief im Kern vom Feminismus.
            Insofern ist „Robin ist nicht der Geminismus“ nicht ganz richtig.

        • Das ist die männlichste aller Rollen: Der böse Oberschurke, das gefühllose Monster 😉

          Witzig ist, dass mann sich diese Rolle gar nicht wirklich aussuchen kann. Mann bekommt sie von Frauen einfach aufs Auge gedrückt, wenn und solange es dramaturgisch passt.

          Manchmal frage ich mich, ob „in der Kindheit zuviel alleine mit Puppen gespielt“ die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Mädchen später Dramaqueen wird…

        • Vielleicht gibt es ja nicht 7 mrd. Gender, sondern 3,5 mrd. Feminismen @Christian.

          Diese von feministinnen vorgetragene hypersubjektivität ist doch nun wirklich unübersehbar! Es gibt nur eine Gemeinsamkeit: tu irgendwas gutes für frauen. Mehr nicht. Alles andere ist nur erdacht um diesen minimalkonsens zu befriedigen. Tu es etwas gutes für die 3,5 mrd. Feminismen auf der Erde…

    • @Leszek:

      Oh, danke für die Verteidigung!
      Ich muss gestehen, bis eben gar nicht gewusst zu haben, dass ich dort drüben Teil der Debatte wurde. Entsprechend danke, dass du dort Widerspruch gegen meine Labelung als Antifeminist eingelegt hast.
      – Natürlich, ich kritisiere vieles Feministisches, aber halte die Richtung generell für viel zu breit, als dass ich eine simple Pro- oder Contra-Haltung dazu einnehmen könnte. Dachte eigentlich, das hätte ich deutlich genug gemacht und war daher ja auch schon zu den Pudeln gerechnet. Jetzt gleich zur „antifeministischen Scheiße des Monats“ gerechnet zu werden, irritiert mich da doch.

      Insbesondere für den zitierten Kommentar, der ja eigentlich wenig mit Geschlechterfragen zu tun hat. Mag sein, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe, aber meine Haltung war doch eigentlich, dass es eben nicht die Pflicht der Frau ist, dem Vater seine Rechte hinterher zu tragen.
      Damit sage ich nicht, dass das Kindeswohl egal wäre, nur dass ich es eben jenem nicht für zuträglich halte, wenn das Kind mitkriegt, dass jemand zum Kontakt mit ihm gezwungen wird.
      Richtig glückliche Lösungen gibt es ja schließlich in einer solche Situation nicht.

      Na gut… so plagt es mich natürlich, dass ich nun ausgerechnet Opfer meines Lieblingsproblems (Lagerdenken – weil ich hier keine feministische Position habe, bin ich folglich Antifeminist) wurde, aber es tröstet mich trotzdem, dass sich Robin selbst in einem Rant Zeit nimmt, zu erwähnen, dass sie mich generell mag.
      Das werte ich zumindest als Silberstreif, dass Labels einen nicht automatisch zu Feinden machen müssen. 😉

    • Inhaltlich sicher nicht falsch, ansonsten jedoch eine reine Zeitverschwendung, denn seit Warren Farrell hat sich der Feminismus nur in eine Richtung bewegt. Der Diskurs mit Feministinnen wird auch die nächsten 40 Jahre scheitern.

      • Dem muss ich zustimmen. Jeder Versuch einer rationalen Diskussion erscheint sinnlos, wenn die andere Seite nicht gewillt (oder in der Lage?) ist, Realitäten argumentativ zu erörtern. Gerade die Mein-Feminismus-Feministen (allerdings nicht nur diese, und auch keineswegs nur Frauen) bauen immer wieder ihre gesamten Argumentationen auf „gefühlte“ Umstände auf, die wenig Bezug zu tatsächlichen Gegebenheiten haben. Robins Auseinandersetzung mit den Kommentaren genügt da schon als Beispiel – selbst ihre willkürliche und aus dem Kontext gerissene Zitatenauswahl gibt nicht annähernd da sher, was sie dort hineindeutet, vielmehr sind ihre Interpretationen offensichtlich extrem beeinflusst durch ihre persönlichen Emotionen zum Thema. Auf der Basis verzerrter Wahrnehmungen sind zielführende Diskussionen idR schlichtweg unmöglich.

    • Robin interpretiert ja die UN Konvention der Kinderrechte als juristisches Geschwafel und maskulistisches Gebrabbel.

      Niveaulimbo auf Stufe 10.

    • Ich befürchte, ich bin da wenig Qualifiziert, ich kenne keine Studien oder zitierbare Dinge, die da hilfreich waeren.

      Falls spekulationen interessieren: Ich persönlich habe die „pet theory“, dass sich das ganze ein „Ideologisches Parasitentum“ ist, dass es ab einer gewissen Größe einer Ideologie der Payoff „Soziales ansehen pro Konflikt“ besser dabei ist, Verbündeten in den Rücken zu fallen – weil die sich aus Selbstkritik nicht verteidigen, sondern befürchten, die Vorwürfe stimmen – als echte Gegner zu bekämpfen.
      Das Verhalten waere somit einerseits spieltheoretisch modellierbar, und deshalb erstmal auch ohne Biologie erklaerbar.
      Andererseits ist es auch das, was man bei einem Evolutionaer enstandenen Gehirn erwarten wuerde, weil es ja scheinbar auf den sweetspot zwischen coop und defect selektiert wurde.
      Und, so scheint mir, wird mit der „Moral Panic“ auf Memetischer Ebene das biologisch zwangslaufige Verhalten von Fleischfressern und Beute nachgebaut, was ja durchaus schon recht „hard science“-y erforscht ist (https://en.wikipedia.org/wiki/Lotka%E2%80%93Volterra_equation).

      So, mal ab von Theorien:

      Cooler Blog! Danke für die interessanten Beitrage! Bitte Weiter so!

  2. Jiippiiieeehh, Selbermach-Mittwoch. Hier, liebe Femis & Gendersens, nehmt das:

    https://www.freitag.de/autoren/ahoffmann/adams-apfel-und-evas-erbe-1

    Das hier sollte man auch gelesen haben:

    http://asta-kassel.de/stellungnahme-unileitung-kutschera-interview

    Die versuchen, Herrn Prof. Kutschera auf Gender-Linie zu bringen.

    „Die Universitätsleitung wird mit Herrn Prof. Kutschera das Gespräch suchen, um ihn an diese Grundsätze zu erinnern.“

    Da fragt man sich: Und wer erinnert die ganzen Gender-Profxes daran, wie Wissenschaft geht und wofür eine Uni überhaupt da ist?

    Das hier ist das Präsidium

    http://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/ueber-uns/universitaetsleitung.html

    der Uni Kassel, und das die Vizepräsidentin

    http://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/ueber-uns/universitaetsleitung/vizepraesidentin.html

    Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt.

    • ät Matthias:

      Ach Du sch.., wo haste den Asta-Artikel gefunden? Selber recherchiert? Gute Nase, Matthias. Da zeigt sich der investigative Journalist.

      Gut, so bekloppt, so erwartbar. Gibt es in D/A/CH eigentlich auch nicht-linksextremistische Asten/StuRas, die nicht alle exakt dasselbe denken?
      Erstaunlich, wie es in einer Demokratie (Femokratur 🙂 ) möglich ist, daß innerhalb eines Miljöhs alle so kongruent denken (besser: fühlen, glauben).
      Dagegen ist unsere Römische Kirche ja geradezu vielfältig&bunt!

      Ist schon vom Julei. Kutschera unterrichtet auch Psychologen. Wie gut er vernetzt ist, weiß ich nicht; aber ist schon seit ’92 da. Kann mir nicht vorstellen, daß so ein Kaliber wie er sich von den Schwafelogie-Studierixes im Asta verschrecken läßt.

      Weißte was? Asten (etc.) sind doch eigentlich nur Folklore. Mit Demokratie haben sie nichts zu tun, weil kaum einer zur Wahl geht und daher nur die größten Spinner gewählt werden. Tatsächlich sind die nur am Saufen und am Geldrausschmeißen.

      Eigentlich müßte man sie abschaffen, oder irgendwie dafür sorgen, daß sie nicht laufend von Fanatikern mißbraucht werden können.

      • @ Axel

        „Ach Du sch.., wo haste den Asta-Artikel gefunden? Selber recherchiert? Gute Nase, Matthias. Da zeigt sich der investigative Journalist.“

        So wild isset auch nicht – ich hab einfch nur beim Arne auf Genderama reingeguckt.

        „Gut, so bekloppt, so erwartbar.“

        Yepp.

        „Gibt es in D/A/CH eigentlich auch nicht-linksextremistische Asten/StuRas, die nicht alle exakt dasselbe denken?“

        Glaub ich nicht, dass es die gibt. Wenn, dann wenige. Das ist schon ein Phänomen: So ein Asta ist immer weit links, und die Masse der Studenten einer Uni hat nix mit zu tun.

        „Erstaunlich, wie es in einer Demokratie (Femokratur 🙂 ) möglich ist, daß innerhalb eines Miljöhs alle so kongruent denken (besser: fühlen, glauben).“

        Ja, und unheimlich ist es.

        „Dagegen ist unsere Römische Kirche ja geradezu vielfältig&bunt!“

        Tja, im Direktvergleich vielleicht schon.

        „Ist schon vom Julei. Kutschera unterrichtet auch Psychologen. Wie gut er vernetzt ist, weiß ich nicht; aber ist schon seit ’92 da. Kann mir nicht vorstellen, daß so ein Kaliber wie er sich von den Schwafelogie-Studierixes im Asta verschrecken läßt.“

        Glaub ich auch nicht. Er hat die Argumente. Und er nimmt kein Blatt vor den Mund. Offenbar genau der richtige dafür, sich mit denen anzulegen. Ich hoffe, er bleibt so und zieht das durch, auch wenn es dann teils gegen ihn losgehen wird. Anhänger wird er auch genug haben.

        „Weißte was? Asten (etc.) sind doch eigentlich nur Folklore.“

        Keine Ahung, aber so politisch aktive Studenten, naja, manchmal haben sie recht (z.B. Thema Studiengebühren und Studienbedingungen), aber manchmal sind sie halt sebst Ideologen.

        „Mit Demokratie haben sie nichts zu tun, weil kaum einer zur Wahl geht und daher nur die größten Spinner gewählt werden. Tatsächlich sind die nur am Saufen und am Geldrausschmeißen.“

        Weiß nicht, ob das wirklich so ist. Aber stimmt: Man weiß als Student gar nicht, wen man da eigentlich wählt, und hat sehr geringe Wahlbeteiligungen.

        „Eigentlich müßte man sie abschaffen, oder irgendwie dafür sorgen, daß sie nicht laufend von Fanatikern mißbraucht werden können.“

        Letzteres. Denn ich finde schon, dass wir demokratischere Hochschulen und auch eine wirksame Interessensvertretung der Studenten brauchen. An der hapert es – deshalb war ja auch der Bologna-Prozess möglich.

        • ät Matthias:

          “ – ich hab einfch nur beim Arne auf Genderama reingeguckt.“
          – Hab ich übersehen. Tja, Arne H und KriWi sind einfach unschätzbare Nachrichtenverteiler, weil sie laufend über alle Schandtaten unser irren Oberschichtspinner informiert werden.

          Da kann man schon übers Arnes Homogenderkram und KriWis Kauzigkeit hinwegsehen.

          „Denn ich finde schon, dass wir demokratischere Hochschulen und auch eine wirksame Interessensvertretung der Studenten brauchen. An der hapert es – deshalb war ja auch der Bologna-Prozess möglich.“
          – Ähm – na ja. An meinen Unis haben die linksradikalen Superstudis wegen jedem Scheiß demonstriert – natürlich auch wegen Bologna.
          Wirkung: pfffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff…Du weißt schon.

          Die Bürgerkind-Randalierer mit ihrem verdrehten Weltbild und ihrem Berufsdemonstrantentum nimmt einfach keiner mehr ernst.
          Die Politiker wissen (aus ihrer eigenen Jugend) ganz genau, daß der „Widerstand“ gegen irgendwas bei verwöhnten, rebellischen Gutmenschkindern einfach zu den Freizeitaktivitäten dazugehört.

          Und die langzeitstudierenden Laufend-Randalierer, Antifas, Antikaps und Genderspinner mit ihren bunten Haaren, schwarzen Klamotten und dämlichen Politsymbolen darauf stoßen die normalen Leistungsstudenten einfach nur ab. Mit denen will ich nicht demonstrieren; auch wenn es tatsächlich mal um was Substantielles geht.

  3. Falls ihr heute über den Tag schon dadurch verleitet wurdet oder man euch davon abgehalten hat: Eure tägliche Dosis Erinnerung wie ihr euch zu benehmen habt, ihr Schweine.

    Ich hoffe ich schaffe es dadurch die ein oder andere Vergewaltigung zu verhindern, die ihr heute noch plant durchzuführen.

  4. Ein Ire wurde in Istanbul von einem ganzen Bataillon Einzelhändler angegriffen, aber er konnte sie in Schach halten.
    Wirklich schöne Rechte aus Sicht eines Boxfreundes.
    Mal wieder ein Klischee über Iren bestätigt.

    Und in den USA soll ein Afroamerikaner ein weißes TV-Team erschossen, angeblich weil er sich dort rassistisch diskriminiert gefühlt hat bzw. wurde. Es soll sein voriger Arbeitsplatz gewesen sein. Man, das wird immer schlimmer mit Weiß vs Schwarz in den USA.

    http://www.focus.de/panorama/welt/in-virginia-unbekannter-erschiesst-zwei-journalisten-bei-live-sendung_id_4905088.html

  5. Ich kann ja mal aus aktuellem Anlaß auf meinen Artikel zu Arne Hoffmanns Spamgate verlinken.

    Hoffmann ist meiner Meinung nach ziemlich humorlos und mit Brett vor’m Kopf auf einen Satire-Artikel hereingefallen. Es ist mir ein Rätsel, wie er das schaffen konnte.

    Seine spätere Erklärung dazu finde ich ziemlich dünn angesichts der Tatsache, daß der Spiegel-Artikel auch ohne Satire-Kennzeichnung mehr als offensichtlich als solche erkennbar wäre. Auch die beiden Leserrückmeldungen, die er zitiert, machen die Sache nicht besser. Die erste wirkt ziemlich begriffsstutzig.

    Die zweite ist sehr entlarvend, da dort auf WGVDL herumgehackt wird, dessen User angeblich humorlos seien etc.

    Na ja. Alles ein bißchen irrsinnig.

    Auch Arne Hoffmann fällt mal ins Satire-Wurmloch

  6. Hi an Alle, ich bin neu hier!

    Ich habe immer wieder mal sporadisch mitgelesen (je nach Thema) und dachte, ich beteilige mich kurz, auch wenn ich kein grosser Freund von online-Diskussionen bin.

    Ich möchte gerne zwei Artikel von mir verlinken, welche ich seinerzeit, als ich noch ‚männer.ch‘-Mitglied war für die schweizer Männerzeitung geschrieben hatte.

    Beide sind schon viele Jahre alt und ich hatte damals kaum – wenn auch überwiegend positive – Reaktionen ausgelöst (unter anderem von einer alleinerziehenden Mutter eines Sohnes)

    Man muss leider ein wenig scrollen, beim ersten Link auf Seite 60, beim zweiten auf Seite 39:

    http://www.maennerzeitung.ch/pdf/zeitungen/maennerzeitung_nr_33_1_2009.pdf

    http://www.maennerzeitung.ch/pdf/zeitungen/maennerzeitung_nr_41_1_2011.pdf

    In Bezug auf den zweiten Artikel: Er liest sich stellenweise etwas abgehackt-holprig, was einerseits daran liegt, dass er an einigen Stellen gekürzt werden musste und andererseits daran, dass es mir damals gesundheitlich schon sehr schlecht ging und ich daher nicht gerade zu rhetorischer Höchstform aufgelaufen bin.

    Seither hat sich einiges geändert, ich würde mich selber heute als diejenige Art ‚Antifeminist‘ bezeichnen, welche Leszek bei Robin wie folgt beschrieb:

    Personen, die sich als Antifeministen verstehen, den Begriff „Antifeminismus“ aber lediglich in einem unpräzisen Sinne als Synonym für eine Kritik an Einseitigkeiten und Fehlern des Mainstream-Feminismus verwenden (und nicht im Sinne einer Ablehnung aller frauenrechtlichen Strömungen in Geschichte und Gegenwart), die an Gleichberechtigung orientiert sind und bei denen keine frauenfeindlichen Einstellungen vorhanden sind

    ‚…in einem unpräzisen Sinne…‘ würde ich jetzt zwar nicht sagen – ich bin ein Mensch, der Begriffe und (Eigen-)Bezeichnungen durchaus nuanciert betrachtet und nicht aus einem Bauchgefühl heraus wählt – aber im Grossen und Ganzen ist das eine treffende, faire Beschreibung.

    (Und nur um es unmissverständlich klarzumachen: Organisationen wie die IGAF finde ich dennoch in jeder Hinsicht zum Kotzen und ich stehe nach wie vor zu meinen grundsätzlichen Aussagen und Ansichten in meinem Artikel.)

    Ich habe im Moment leider nur begrenzt Zeit, online Diskussionen zu verfolgen oder mich daran rege zu beteiligen, würde mich aber sehr über neue Kontakte freuen. Unter dem einen Artikel findet sich meine nach wie vor gültige e-Mail-Adresse, falls jemand Kritik oder Anregungen loswerden möchte, lese ich das gerne, kann aber auf Grund des erwähnten Zeitproblems nicht immer sofort antworten.

    Wie dem auch sei, ech mues jetz ondere (schwiizerdütsch für ‚Ich sollte dringend ins Bett‘), vielleicht kommentiere ich, sobald ich wieder etwas Luft hab‘, doch dann und wann mal auf diesem Blog, wäre cool, wenn ich Teil davon sein könnte.

    Gute Nacht

  7. Ober-Gura (he!) Schwarzer mal wieder über das feministische Lieblingsthema: Ficken:

    http://www.emma.de/artikel/liebe-laurie-es-ist-noch-aerger-330465

    Wirklich neues ist nicht dabei, aber gerade Adrian empfehle ich die Lektüre. Willkommen im Patriarchat, du bist jetzt „unser“ ally!

    Ich finde das total lustig, dass Feministinnen männliche Sexualität problematisieren wo sie können und Forderung an Forderung an Männer reihen (ein Gentleman ist erst fertig, wenn sie es ist) und sich dann wundern, dass Männer irgendwie doch nicht die sexroboter, die Bedürfnisbefriediger spielen. It takes two for Tango. Richtig guter Sex ist geben und nehmen. Wo ist die Wertschätzung der männlichen Sexualität im feminismus? Wo ist die Akzeptanz, wo ist die thematisierung statt problematisierung?

    Für diesen schwarzer feminismus (und die ablehnung männlicher Sexualität geht weit darüber hinaus) ist quasi alles was Männern an Sexualität Spaß macht ein problem. Und dann wundert man sich, dass frauen heute unbefriedigender (empirische Basis?) seien als früher?

    Mädels wacht auf! Diese scheiß Männerverachtenden lesbofeministinnen wollen euch nur als Frischfleisch haben für ihr lesbenempauerment. Fangt lieber an offen, herzlich und aufrichtig mit Männern umzugehen, dann klappts auch mit dem Sex.

    Wer aber sie eine feministische bergziege durchs leben geht und Ansprüche ohne Gegenwert stellt und über Männer blöckt (der guckt mich an! RAPE!), der wird nicht glücklich werden. Tiere im Zirkus, die man scheisse behandelt werden irgendwann zurückzahlen. Und wenn schwarzer schreibt sie habe heterosexualität dekonstruiert, was hat sie dann aus männlicher Sexualität konstruiert? Die ganze Zeit sagen Feministinnen das Männer Schweine seien und frauen ihnen überlegen und was passiert? Scheisse, Männer fangen an ohne frauen zu leben und sich ab und an mal ein paar fickbereite (tinderellas, oder was aufgerissenes) ins Bett zu holen, mit denen weiter nichts geplant ist. Natürlich nicht! Männer sind doch so sagen Feministinnen, ist der ruf erst….usw. werde ich als Zirkuselefant ständig geschlagen, laufe ich irgendwann amok, wir kennen die storys. Was genau dachte denn die dritte Welle? Dass sie Männer wie Abfall behandeln und bezeichnen können und das diese dann NICHT ihre Schlüsse daraus ziehen?

    Über soviel Naivität einer grand dame des feminismus bin ich wieder erstaunt. Muss wohl das patriarchat bei ihr reinkonstruiert haben. Nee nee…es ist echt unfassbar. Mal was persönliches. Ich habe online schon über vieles debattiert. Auch schwachsinniges. Ökologische steuerreform, Atomkraftwerke, 9/11 inside job. Mondlandung. Irakkrieg (ich dafür!!!) und jetzt feminismus. Ich bin noch nie mir meiner Meinung so sicher gewesen, dass man hier auf einem absoluten Holzweg ist. Das man hier in die falsche Richtung geht.

    Denn das ist das Problem. Diese Frau wird zitiert, interviewt, gelesen und gehört. Das ist keine Verschwörungstante ohne Freunde, sie ist politisches establishment. Das ist erschreckend! Die beschreibt Penetration als vergewaltigung und wundert sich, dass Männer dann bei frauen kurz reinhalten und dann reinhauen. Frauen nehmt euch vor solchen lesbofeministinnen in acht! Folgt ihnen nicht!

    Ekelhaft!

    • „Wirklich neues ist nicht dabei, aber gerade Adrian empfehle ich die Lektüre. Willkommen im Patriarchat, du bist jetzt “unser” ally!“

      Das kann ich aus dem Artiel nicht entnehmen. Erklär mal.

      • „Das kann ich aus dem Artiel nicht entnehmen. Erklär mal.“

        Denk mal an dein Gespräch mit semi über bisexualität. Mit deinen aussagen stellst du laut schwarzer die alte sexordnung wieder her. Du bist eine der patriarchalen anpassungsbewegungen auf die von feministinnen durchgeführte empauernde sexuelle Befreiung der frau. Du bist schuld das heten frauen unbefriedigt sind! Hahaha….

        Ergo: Du gehörst jetzt zur dunklen Seite der Macht! Willkommen im imperi…Ah patriarchat!

        • Schwarzer sxhreibt:

          „Wir hatten die Sexualität von den Normen befreit und erklärt: Alles ist möglich! Menschen können Menschen lieben, unabhängig vom biologischen Geschlecht.

          Genauso hatte in den 1970er Jahren auch die Homosexuellenbewegung argumentiert. Doch das hat sich inzwischen gedreht. Heute argumentieren die Homo-Bewegungen meist im Namen einer „angeborenen“ Homosexualität (Was auch wissenschaftlich unhaltbar ist) oder einer irreversiblen Prägung der „sexuellen Orientierung“ (Dabei wissen wir längst um die Plastizität des Gehirns und die lebenslang möglichen neuronalen Veränderungen). Sexuelle Präferenzen sind nicht Natur, sondern Kultur. Die ausschließliche Homosexualität ist nur die andere Seite der Medaille „Zwangsheterosexualität“ (Psychoanalytiker Sándor Ferenczi). Das Subversive war die Sprengung dieser Normen!“

          Semikolon schreibt:

          „allmählich so frei zu bekennen, dass sie individuen begehren und das geschlecht dieser doch mehr nebensache ist.”

          Du schreibst:

          „Unbiologisch. Absurd.“

          Schwarzer macht das, was wir schon seit einiger Zeit in der Szene beobachten können. Der endgültige Bruch feministischer lesbovertreterinnen mit schwulenverbänden. Und was ist das Werkzeug der femioma? Tatsächlich der irrige queerfeminismus.

          Deine Homosexualität Adrian ist Kultur! Begreife es endlich! Wenn du sagst du bist so von Natur aus, stärkst du die antifeministischen Kräfte. Du führst zur Restauration des Patriarchats. Und letzlich, da frauen so denken sie könnten nicht ins lesbientum flüchten, bist du (ja du Adrian!) ein Grund warum heten frauen unbefriedigt sind.

          Willkommen im Patriarchat Adrian!

        • Du bekommst erstmal ne Gehaltserhöhung von ca. 35 Prozent. Wir dachten ja du gehörst zu denen, aber jetzt. Money!

          Aber inhaltlich finde ich das längst überfällig. Kommt nach hause junx! Mannsein ist dicker als politische Zweckverbände.

        • Lass dich von den paar Stinkstiefeln nicht beeindrucken. Die Zukunft der schwulenbewegung ist nicht der queere feminismus…

          Wie gesagt, höre dich um und schau dich um. Wenn die Argumentation von homoheilern plötzlich zur Zwangsheterosexualitäteinstürztenden Praxis wird, zum anti patriarchalen Akt, dann ist etwas faul im Staate Dänemark.

          Tu mal was für deine Akzeptanz und bums mal eine frau! So bringst du das patriarchat ins wanken….ist das lächerlich.

        • @ teardown

          „Sexuelle Präferenzen sind nicht Natur, sondern Kultur.“

          Diesen Stuss hat Schwarzgeld schon im Kleinen Unterschied unters Volk zu bringen versucht. Sie hat also in 40 Jahren sich nicht weiter entwickelt.
          Bei ihren „Interviews“ bedrängte sie schon fast die Frauen, es doch auch mal mit gleichgeschlechtlicher Liebe zu versuchen, weil – s.o.
          Hinzu kam, dass Heterosexualität eine Erfindung der Männer zur Unterdrückung der Frauen sei. Vögeln sei also nur männliches Dominanzgehabe, nicht Ausdruck der Lust.

          Mein Problem, das ich bei ihr stets beim Lesen habe, ist der subtile Zweifel, was und wie viel wirklich von ihren Geschichtchen wahr ist.
          Eine verschworene Gemeinschaft griechischer Frauen raunt sich in Hinterhöfen gegenseitig Opfertypennummern zu, koreanische Hausfrauen entdecken sich im Büchlein einer deutschen lesbischen Feministin wieder …
          Mag wahr sein, vielleicht aber auch nicht.
          In ihrem Kleinen Unterschied fabulierte Schwarzgeld auch eine antike Welt irgendwo im Mittelmeerraum, in der die Frauen das Sagen hatten, zur Arbeit gingen, während die Männer daheim blieben und den Nachwuchs versorgten.

          Heute – 20 Jahre nachdem ich das Buch gelesen habe – habe ich immer noch keinen Hinweis über diese ominöse Volk der Glückseligen gefunden, aber, wer weiß …

    • Feminismus bzw. seine Folgen im leben von Männern: frauenbevorzugung, frauenförderung und ständige Abwertung des männlichen haben meiner Ansicht nach zwei gruppen unter den Männern gestärkt:

      A) Diejenigen die frauen wirklich hassen. Die die abwerten und benutzen.
      B) Diejenigen die verunsichert sind, die die nicht wissen was sie wollen.

      Diese beiden Gruppen wurden größer in den letzten jahren. These!

      Und was zeichnet diese beiden Gruppen aus? Richtig, frauen dürfen von ihnen schlechten sex erwarten. Der eine nimmt nur, und der andere gibt nicht. Die coolen guys werden weniger, nicht trotz feministischer sexualerzieherung (man muss Männern beibringen…), sondern wegen dieser!

      Schaut euch ruhig um im Männerfreundeskreis. Der eine fragt sich, warum frauen suf Männer stehen können, mit dem anderen diskutiere ich die Frauenförderung bei Volkswagen, wie ungerecht diese ist. Früher (ja man war auch jünger) war bei „uns“ mehr frauenachtung…

      Chivarly ist btw. tot…warum wohl?

  8. Deserteure und Wehdienst, diesmal Ukraine:

    http://de.sputniknews.com/militar/20150825/304001529.html

    Frauen natürlich besonders betroffen.

    Das „Presswesen“ ist wieder in:

    http://www.rtdeutsch.com/29002/international/ukraine-armee-jagt-wehrdienstpflichtige-maenner-in-jugendtreffs-und-verhaengt-fangquoten-fuer-buergermeister/

    Frauen natürlich besonders betroffen.

    Die Sprecherin (weibl) des Bundesamtes für Flüchtlinge erklärt, dass Desertion kein Asylgrund ist:

    „„Wir gehen nach wie vor davon aus, daß es interne Fluchtalternativen gibt“, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes. Nach dem deutschen Asylverfahrensgesetz ist Desertion kein Asylgrund. 2014 wurden nur 5,5 Prozent der Anträge ukrainischer Asylbewerber bewilligt. (cop)“

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/zahl-der-ukrainischen-asylbewerber-verfuenffacht-sich/

    Frauen natürlich besonders betroffen.

    • Apropos Care:
      Verdi meint Pflege wäre weiblich:

      https://mittelfranken.verdi.de/++…/Die%20Pflege%20ist%20weiblich.pdf

      Leider ist man nicht in der Lage die entsprechenden Fakten zu verstehen.
      Hier wird dieses Thema einmal behandelt:

      http://www.verlag-kreuz.de/buecher/details?k_tnr=61265

      Demnach sind 40% der Familienpflegenden männlich.
      Hat Verdi dann nicht doch Recht?
      Nun ja, die Männer die die Angehörigen nicht pflegen, können dies meist nicht mehr, weil sie tot sind – höhere Lebenserwartung der Frau in dieser patriarchalischen Gesellschaft führt halt dazu, dass die Männer früher sterben.

      • >>>Nun ja, die Männer die die Angehörigen nicht pflegen, können dies meist nicht mehr, weil sie tot sind<<<

        Ist auch so eine patriarchale Sauerei. Die (Männer) machen so eben mal einen Abgang und an wem bleibt die ganze Care-Arbeit hängen? An den Frauen, wie immer. Frauenbenachteiligung wo man hinsieht!

        Ich wär ein echt guter Feminist. Habs voll drauf!

      • ät Dummerjan:

        Hehe, das Video ist ja geil. Wenn Mediziner so vortragen würden, würden sie bestenfalls Kopfschütteln ernten.

        Meine Vision für feministische Ökonomie: Die Managerinnen halten ihre Besprechungen grundsätzlich bei Latte macchiato und Kuchen in der Kaffeebar ab; und die Arbeitszeit geht von 10-16h.
        Wichtigstes Thema bei der Planung ist die Einführung von Kitas im Konzern und „frauenfreundlichen“ Bedingungen in der Produktion (Also Latte, Kuchen und „soziale“ Arbeitszeiten….)

        🙂

    • Männer sterben überall früher, außer im Kloster.

      Ich finde, Männer passen gut in die Pflege. Das ist ja kein eiteitei Job, sondern erfordert viel Knochenarbeit. Einen erwachsenen Patienten umzulagern oder festzuhalten geligt einem Mann sicher oft besser.

      • Nein, das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Überprüft man Kohortenweise die Sterblichkeit kann man das Jugendalter des Mannes als wesentliche Determinante der geringeren Lebenserwartungen von Männern identifizieren. Bis zum 30. Lebensjahr überwiegt die Sterblichkeit von Menschen männlichen Geschlechts die von Menschen weiblichen Geschlechts deutlich.

        Diie zweite große Sterblichkeitswelle von Menschen männlichen Geschlechts kommt dann nach dem 65. Lebensjahr.

        Der Frauenüberschuss in der häuslich-familiären Pflege kommt jedoch weniger aus der Übersterblichkeit der Männer gegenüber von Frauen, sondern aus der Hypergamie: Frauen heiraten nach wie vor gerne ältere Männer als sie es selber sind.

        • „Frauen heiraten nach wie vor gerne ältere Männer als sie es selber sind.“

          Klar. Die Frauen sind wieder mal schuld. Als würden Männer sich um Frauen in ihrem Alter oder gar älter reißen.
          Dazu kommt, dass der ach so große Altersunterschied bei durchschnittlich 4,5 Jahren liegt. So dramatisch ist das nun nicht.

        • „Klar. Die Frauen sind wieder mal schuld. “
          Das ist eine Unterstellung, dass ich dies behauptet hätte.
          Die Bennenung einer Ursache impliziert kein Werturteil.

          „Dazu kommt, dass der ach so große Altersunterschied bei durchschnittlich 4,5 Jahren liegt. So dramatisch ist das nun nicht.“
          Im Alter zwischen 80 und 85 Jahren halbiert sich die männliche Alterskohorte.
          Das ist offensichlich hinreichend dramatisch.

    • Jetzt mal im Ernst, Dummerjan. Eine Stunde dieser Trulla zuhören? Feministische Ökonomie? Mehr Kohle für Frauen und alles wird gut. Ist da sonst noch etwas, was ich wissen sollte?

      • Ja. Dauerhaftes Kopfschütteln ist nicht gut. Stirn auf Schreibtischplatten schlagen auch nicht.
        Reicht dies als Hinweis zur Gesunderhaltung?
        Ich hatte ja gewarnt…

    • @Dummerjan

      >>“Klar, Weiberwirtschaft rettet die Welt:
      http://www.claudia-neusuess.com/tag/feministische-oekonomie/

      Puhh…

      Eigentlich müsste man diese Frauen in den Arm nehmen und streicheln, ihnen gut zureden und sie loben. Denn es ist schon auffällig wie sehr diese frauenbewegten Frauen ihre Minderwertigkeitskomplexe herumtragen. Ich war auf der Seite, und habe mal die Info-Broschüre angelesen:

      http://www.weiberwirtschaft.de/fileadmin/user_data/pdf/informieren/Standort_fuer_Chefinnen_2014.pdf

      Ich zitiere aus der Einleitung:

      „Männer gründen anders als Frauen. Und da Männer
      einstweilen noch das Maß der Dinge in der Wirtschaft
      sind, werden Gründungen von Frauen vielfach immer
      noch als defizitär angesehen: Angeblich gründen
      Frauen zu klein, in den „falschen“ Branchen, sind risikoavers
      und zu wenig wachstumsorientiert. Alles eine
      Frage der Perspektive, meinen wir! Man kann auch
      umgekehrt die Tatsache hervorheben, dass von Frauen
      gegründete Unternehmen krisenfester sind, dass sie
      größeren Wert auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit
      legen und die Nase vorn haben bei den wissensbasierten
      Dienstleistungen.

      Die größten Unterschiede gibt es tatsächlich in der
      Wahl der Branchen. Männer haben bis heute andere
      Prioritäten bei der Wahl der Berufsfelder als Frauen
      und diese Differenzen spiegeln sich auch in der Existenzgründung.
      Kurz gesagt gibt es mehr Gründungen
      von Männern im MINT-Bereich und mehr Gründungen
      von Frauen im kulturellen und sozialen Bereich.
      Frauengeführte Unternehmen sind in der Regel kleiner
      als männergeführte und sie wachsen langsamer.
      Das hängt außer mit den Branchen mit den Ressourcen
      zusammen: Männer verfügen in Deutschland durchschnittlich
      über 43% mehr Vermögen, haben ein 23%
      höheres Einkommen und damit deutlich bessere Voraussetzungen,
      Kapital für eine Existenzgründung aufzubringen.“

      Also, diese Frauen feiern sich, nicht weil sie gründen, sondern weil sie Frauen sind die gründen. Sie wollen eigentlich Normalität, betonen aber ständig die Unterschiede und vergleichen sich fast zwanghaft mit Männern (Männer als „Norm in der Wirtschaft“). Meine Güte, überall der ständige Vergleich, und die Grrrrlllss wollen es ja denn Männern zeigen, seht her wir können auch was.

      Aber so einfach ist es nicht, nein nein! Der Vergleich mit Männern ist nur einer, WENN Frauen feststellen, dass Männer es ja viiiiiel einfacher haben. Denn wenn man als selbstbewusst unbewusste Frau ja ständig die PolePosition der Männer vor Augen hat, muss man die rationalisieren. Also schreiben diese Weiberwirtschafterinnen so Sätze wie den vorliegenden in EINEN Text:

      Männer haben ja bessere Voraussetzungen zu Gründen, weil sie mehr Kapital rankriegen, weil man weibliche Gründung als defizitär ansieht. bitte was? GENAU das wird es sein. Das:

      – Männer GRÖSSER gründen
      – Männer in risikoreicheren Branchen gründen
      – Männer mehr in MINT gründen
      – Männer mehr Vollzeitgründungen machen

      schreiben diese Weiberwirtschafterinnen sogar in ihren Text. Die besseren Startbedingungen der Männer hängen natürlich vom Geschlecht ab, und nicht etwa davon was Männer gründen, klar! Und gleichzeitig entblöden sich diese Frauen nicht, davon zu fabulieren, dass doch Frauenunternehmen krisenfester sind. Ach nee! Deshalb bekommen diese ja auch weniger Venture Capital, weil dieses eben Rendite sehen will. Umgekehrt gehen so natürlich auch öfter Männer Pleite, wenn ein Plan nicht funktioniert. Beides die Seiten einer Medaille, die Frauen splitten aber, und legen so aus, dass sie als BESSER-Chefinnen und als diskriminiertes Geschlecht darstehen.

      Ich finde langsam, man sollte diesen pathologischen Zwang alles was Frauenbewegte tun zu betonen und ständig in einen Vergleich mit Männern zu ziehen untersuchen. Ich gehe einige Gründer, die machen sich einen feuchten Kehrricht darüber, WIE und WAS Frauen gründen, wie Männer im Vergleich abschneiden, die MACHEN einfach.

      Aber bei den Frauenbewegten braucht ALLES eine Ursache und das immer im Vergleich mit Männern, die es stets LEICHTER haben und Frauen soooooooooo schwer.

      Puh….

      • Ich finde langsam, man sollte diesen pathologischen Zwang alles was Frauenbewegte tun zu betonen und ständig in einen Vergleich mit Männern zu ziehen untersuchen.

        Es geht halt darum, Weiblichkeit in Szene zu setzen und aufzuwerten – Weiblichkeit als Marke und als Produkt¹ zu etablieren und mit einem positivem Image auszustatten. Dazu muss man fast unausweichlich an allen Ecken und Enden, wo es auch nur möglich erscheint, Unterschiede herausstellen und als positives Alleinstellungsmerkmal kommunizieren. Alles, was sich irgendwie als Männlich deuten lässt muss dann als Negativschablone herhalten.

        Jede Institution, deren Firmierung mit „Frauen-“ (oder „Weiber-„) anfängt ist schwer vermeidbar für diese sexistische Auf- und Abwertungslogik anfällig.

        Diese Dynamik fing, in der jüngeren Geschichte, damit an dass Feministinnen Frauengruppen, Frauenzentren, Frauenbuchläden etc. gründeten. Was bald vorherrschend Feminismus konstituierte und nahtlos in Staatsfeminismus überging.

        Marxistische Feministinnen nannten diese ab Mitte der 1970er dominante Entwicklung des Radikalfeminismus „cultural feminism“ (von „Frauensubkultur“), und waren sich dessen hochgradig geschlechterreaktionären Kernes durchaus bewußt. Mit ihnen ging aber jede Kritik an dieser Entwicklung unter.

        Ich persönlich würde diese Entwicklung darauf zurückführen, dass die Kernkompetenz des weiblichen Körpers – Kinder gebären – mit dem Pillenknick praktisch obsolet wurde. Die tradierte Aufwertung des Weiblichen beruhte aber auf alle möglichen Eigenschaften, die man mit Mutteschaft in Verbindung brachte.

        Es musste ein Surrogat gefunden werden, um Weiblichkeit zu inszenieren und um eine positive Identität daraus zu gewinnen. Da bietet sich eben die radikalfeministische Idee, dass die Unterdrückung von Frauen durch Männer die Mutter aller Unterdrückungs- und Ausbeutungsformen sei – vor allem auch der „Unterdrückung und Ausbeutung der Natur“ – geradezu an. Man kann dann Weiblichkeit als herionenhaften Kampf gegen das Patriarchat aka das Weltenleid inszenieren und sich so die geistige Mutterschaft für die Menschheit reklamieren. Eine Mutterschaft, die natürlich materiell ermöglicht werden muss.

        Genau in diese Kerbe schlägt die „feministische Ökonomie“.

        Es waren real natürlich nicht Frauen, die Konzepte wie „Nachhaltigkeit“, „Wohlfahrt/Care“ und „soziale Gerechtigkeit“ erfanden und die Beförderung entsprechender Politiken kann auch nicht gerade tendenziell Frauen zugeschrieben werden.

        Hitler konnte sich einer ebensogroßen weiblichen wie männlichen Anhängerschaft erfreuen, und der unübersehbare blutige Terror der SA-Horden hat daran wenig ändern können. Auch begeisterte Nationalsozialistinnen kümmerten sich liebevoll um ihre eigenen Kinder. Begeisterte Nationalsozialistinnen pflegten insbesondere liebevoll verwundete SS-Kämpfer, und freuten sich an dem billig ersteigertem Hausrat ihrer nach Auschwitz deportierten jüdischen Nachbarn.

        Diese Frauen verkaufen weiblichen Gruppennarzissmus.

        ¹) Es wird der Nutzen „Gerechtigkeit“ gegen Subventionen gehandelt

  9. http://www.bild.de/news/ausland/fluechtling/50-fluechtlinge-tot-in-lkw-42348642.bild.html

    Bs zu 50 Flüchtlinge in Laderraum erstickt. Das ist so krass, die Schleppermafia verdient sich schon dumm und dämlich, aber selbst dann muss es immer noch mehr sein und jeder packt alles voll bis unters Dach, um noch ein bisschen mehr Profit zu machen, scheiss egal ob die lebend ankommen und dann sieht man, dass die alle tot sind und haut einfach ab.
    Gier. Eindeutig meine Lieblingssünde.

  10. „Eine Berliner Homo-Aktivistengruppe durchsucht soziale Netzwerke nach homophoben Kommentaren. Die häufig sehr jungen Poster werden dann im Netz als „Vollpfosten des Tages“ präsentiert, dem Arbeitgeber gemeldet und angezeigt.“

    [..]

    „Man observiert das Internet (besonders die sozialen Netzwerke und Kommentarspalten von Tageszeitungen), ob dort eindeutig homophobe Aussagen fallen. Und verfolgt die Macher dieser Aussagen dann gnadenlos.“

    [..]

    „Dennoch haben wir alle eine Verantwortung, Menschen vor solchen (möglichen) Gewaltaufrufen zu schützen. Wir haben uns lange gefragt, ob wir den Arbeitgeber von Sara informieren sollten. Nach unserer Recherche haben wir herausgefunden, dass Sara erst seit wenigen Tagen eine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen hat.

    In Anbetracht dieser Tatsache, dass unter den von ihr betreuten, pflegebedürftigen Personen, auch LGBTI*-Menschen dabei sein könnten und sie ihren Hass unter diesen Menschen womöglich auslässt, war unsere Entscheidung eindeutig.“

    [..]

    „Im Fall Max habt ihr die Firma Zalando, den Arbeitgeber von Max, angeschrieben, … (der hatte) seit drei Wochen eine Ausbildung in einem Team mit über 100 Nationalitäten begonnen, so sah sich der Arbeitgeber gezwungen, die anderen Mitarbeiter*innen zu schützen und hat Max bis auf Weiteres von der Arbeit freigestellt. Sollte der Betriebsrat zustimmen, wird Max das Team verlassen müssen.“

    http://www.heise.de/tp/artikel/45/45822/1.html

    Die gehen zu weit. Ich hab kein Verständnis dafür. Glauben die wirklich das sich diese Leute oder deren Freunde/Bekannte/Verwandte nach solchen Aktionen besser auf Homosexuelle zu sprechen sind?

    • Einerseits ja.
      Andererseits ist die Frage, ob solche Personen in einem Pflegeberuf richtig aufgehoben sind. Für solche Berufe gibt es nämlich auch Hürden und Bedingungen, was die eigenen sozialen Fähikeiten und Einstellungen und das Menschenbild angeht.
      Was glaubst du, was die mit einem homosexuellen Pflegebedürftigen macht, wenn sie einen in die Finger kriegt.

      „Die gehen zu weit. Ich hab kein Verständnis dafür. Glauben die wirklich das sich diese Leute oder deren Freunde/Bekannte/Verwandte nach solchen Aktionen besser auf Homosexuelle zu sprechen sind?“

      Macht bei Leuten, die einen nicht mal das Recht auf Leben gönnen allerdings kaum einen Unterschied. Mehr radikalisieren geht ja nicht (es sei denn, man führt es aus).

      • Nein, aus einer künstlerischen Gestaltung(hier: ein Raptext) lassen sich solche Aussagen bezüglich des Autors NICHT herleiten. Eine ausführliche Aussage zu derartigen künstlerischen Figuren, wie in dem inkriminierten Text geschehen, findet sich z.B. in der Verteidigung von Hans Söllner gegen Gauweiler wieder.
        Sonst müßte man ja jeden Hitlerdarsteller wegen Volksverhetzung einbuchten. Nur so als Beispiel.

        • Das sagte ich doch. Deshalb meinte ich doch, dass ich es beim Jungen ungerechtfertigt (nicht weil ich es „ok“ oder „toll“ finde was er gesagt hat) finde und beim Mädchen gerechtferigt.
          Ich differenziere ganz klar zwischen diesen beiden Fällen. Bitte lies in Zukunft genauer.

        • „Deshalb meinte ich doch, dass ich es beim Jungen ungerechtfertigt … finde“

          Wo hast du das geschrieben? Ich habe deinen Kommentar zweimal gelesen und kein Wort davon gefunden. Oder habe ich jetzt was übersehen???

          „Bitte lies in Zukunft genauer.“

          Bitte schreib in Zukunft genauer.

        • „Bei dem Jungen finde ich es auch ungerechtfertigt, das kann man wirklich noch als (leider) jugendlichen Trashtalk werten, aber nicht das was das Mädchen gemacht hat.
          Und nein, ich habe auch als Jugendliche keine Tötungskommandos veröffentlicht, so blöd sind Jugendliche nämlich auch nicht, dass sie überhaupt nicht wissen, was sie tun.
          Und wenn doch, dann ist das genau der richtige Schuss vor den Bug. Das klingt so als wären Jugendliche völlig unzurechnungsfähig und wissen nicht was sie tun.
          Und wenn das der Fall ist, dann ist es ja gut, dass das Mädchen noch mindestens 6 Monate bis 1 Jahr zum Nachreifen bekommt, bevor sie nochmal in verantwortungsvoller Position auf teilweise hilflose Menschen trifft.
          im Altenpflegebereich ist sowieso schon so viel im Argen. Da braucht man nicht noch Leute, die offenbar solche Phantasien mit sich rum tragen.

          Angesichts dessen finde ich es auch unfassbar, dass die Gründung “homosexueller Pflegeheime” teilweise als absurder Sonderwunsch und Ghettoisierung veralbert wird.

          „Ich auch nicht, aber das Geblödel von dem Jungen ist dem heutigen “Gangsterrap geschuldet und (meistens) wirklich nur Geblödel. Es ist dann auch schwierig, zu erklären, warum es erlaubt ist, dass Über Dreißigjährige CDs mit diesem Inhalt legal zu verkaufen und zu vertreiben und dafür noch einen Integrationsbambi bekommen (Bushido usw.)

          Aber bei dem Mädchen ist es echter Hass und eben ein echter Aufruf zum Mord. Vielleicht fände ich das weniger schlimm wenn sie Chemielaborantin oder Einzelhandelskauffrau wäre. Deshalb finde ich es bei dem Zaandojungen auch nicht so schlimm. Wenn man den ordentlich brieft im Falle von Mißverhalten gegenüber etwaigen homosexuellen Kollegen. Einfach weil man da weniger Schaden anrichten kann, aber wenn man wirklich mit Menschen arbeitet, dann “darf” so eine Denkweise eigentlcih überhaupt nicht, quasi von Natur aus, nicht vorhanden sein mener Meinung nach. Und da ist es auch nicht mit mal “in den Senkel stellen” getan
          „bzw doch ich finde es schlimm, aber ich habe da eben mittlerweile die Erfahrung genacht dass viele Jungs diese Rethorik an den Tag legen um sich groß zu machen und weil das eben die aktuelle Redensart (leider) ist in der Rapmusik die bei jungen Männern sehr beliebt ist.
          Aber da merkt man eben auch dass es sehr überzeichnet ist.

          Da es bei Mädchen diesen Konformations- und Aggressionsdruck nicht gibt, ist bei Mädchen meistens viel mehr dahinter, wenn sie sowas raushauen.“

      • @ Ata

        „Für solche Berufe gibt es nämlich auch Hürden und Bedingungen, was die eigenen sozialen Fähikeiten und Einstellungen und das Menschenbild angeht.
        Was glaubst du, was die mit einem homosexuellen Pflegebedürftigen macht, wenn sie einen in die Finger kriegt.“

        Dann dürften Feministinnen auch nicht in solchen Berufen, insbesonder mit Kinderkontakt, beschäftigt werden. Nicht auszudenken, wenn die Jungen oder Männer in die Finger kriegen …

        Gibt es eigentlich noch den Radikalenerlass? 🙂

        • Nein, und der Radikalenerlass würde sich auch nur auf Stellen beim Bund und den Ländern beziehen. Wie schon erwähnt liegt es im Ermessen des Arbeitgebers, ob sie mit den Leuten arbeiten wollen. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, dass das schweizer Bistum Chur unter Herrn Huonder es nicht als Hinderungsgrund ansehen würde, wenn eine junge Frau nur sagt, was schon in der Bibel verlangt wird.

          Es ist nun nur mal eben so, dass die meisten Leuten, inklusive Arbeitgeber in einer aufgeklärten Gesellschaft es nicht gut finden, wenn man der Tötung von Leuten aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer sexuellen Orientierung so begeistert zustimmt, was dir natürlich nicht gefallen muss.

          Im Bereich der Pflegeberufe kommt da eben noch hinzu dass, Menschenleben von der korrekten und gewissenhaften Ausübung des Berufes direkt abhängen, und da es kaum eine Möglichkeit gibt die potentiellen Pfleglinge der Frau K dahingehend zu selektieren, dass sie es nur mit solchen zu tun bekommt, die sie für lebenswert hält, ist es für die meisten Arbeitgeber eben günstiger eine Pflegekraft zu beschäftigen, die menschliches Leben insgesamt für erhaltenswert hält, was die Sara K. ja offensichtlich nicht tut.

      • Irritiert mich auch grade etwas dass Matze das Aufdecken schlimmer findet als die Sache die aufgedeckt wurde. Is aber symptomatisch dafür, weswegen ich der Männerrechtsbewegung nicht besonders viel zutraue in Sachen Homosexualitäts-Inklusion, geschweigedenn Erkenntnis, dass das zum „Mannsein“ dazu gehört bzw. gehören kann. Ich hoffe, ich irre mich.

        • Ich halte nur das Melden beim Arbeitgeber für falsch. Das läßt keinen Raum mehr zu, etwas zu bereuen oder einen Fehler einzusehen. Ich verstehe auch nicht, warum man sowas absondert. Wahrscheinlich werden die beiden jetzt aufpassen was sie in Zukunft sagen, dann aber nicht aus Einsicht oder Überzeugung, sondern aus Angst. Halte ich nicht für zielführend.

          Vor ein paar Jahren hätte ich noch gesagt das Aufklärung durch Bildung hilft, da ich einen Bericht gelesen hatte in dem stand, das unter den Leuten mit Abitur die Zahl der Rassisten deutlich geringer ist. Naja, das würde ich heute auch nicht mehr vertreten.

          Aber ich hab irgendwie den Glauben, das viele Vorurteile sich auflösen würden, wenn die Leute bloß nicht das leichte unanstrengende Denken so mögen würden.

          Vielleicht bin ich da auch zu optimistisch.

        • und btw. Atacama, deinen Seitenhieb um die Männerrechtsbewegung als homophob darzustellen, kannst du dir schenken.

          Das sich der Hass hier gegen Homosexuelle richtet, ist für mich nicht so wichtig, in dem Sinne das solche Aussagen gegen Ausländer oder Rothaarige oder sonstwen genauso dumm und falsch sind. Wichtig ist für mich die Reaktion darauf und die finde ich in erster Betrachtung überzogen.

          Nachtschattengewächs schreibt weiter unter das ihr Freund auch so eine Leuchte ist… möglicherweise sind das ja Wiederholungstäter. Dann würde ich das anders beurteilen.

        • „und btw. Atacama, deinen Seitenhieb um die Männerrechtsbewegung als homophob darzustellen, kannst du dir schenken.“

          wieso? Wenn du denkst, sie ist es nicht (auch), bist du naiv.

          „Wichtig ist für mich die Reaktion darauf und die finde ich in erster Betrachtung überzogen.“

          Und ich finde die Tatsache, dass du das in beiden Fällen tust (und dich wahrscheinlich noch für tolerant hältst), symptomatisch für die Homophobie der Männerbewegung.

        • @Actacama

          „wieso? Wenn du denkst, sie ist es nicht (auch), bist du naiv.“

          Ah-ja, wieviel Prozent müssen den homophop sein, damit alle homophop sind?

          https://twitter.com/erzaehlmirnix/status/636934517614333952

          „Und ich finde die Tatsache, dass du das in beiden Fällen tust (und dich wahrscheinlich noch für tolerant hältst), symptomatisch für die Homophobie der Männerbewegung.“

          Dann bin ich also auch rassistisch? Denn ich schrieb direkt davor:

          „Das sich der Hass hier gegen Homosexuelle richtet, ist für mich nicht so wichtig, in dem Sinne das solche Aussagen gegen Ausländer oder Rothaarige oder sonstwen genauso dumm und falsch sind.“

          Ich habe etwas gegen Pranger im Allgemeinen. Wenn mich das homophop macht, dann ist das wohl so. Kritik am Feminimus macht einen ja auch zum Rechten und Frauenhasser.

          Es ist in meinen Augen nicht die Aufgabe von irgendwelchen Privatpersonen Urteile über andere zu fällen. Dafür gibt es einen Staat und ein Rechtssytem. Wer setzt denn für diese Privatpersonen die Grenzen, was angemessen ist und was nicht. In diesem Fall ist es klar, aber die Situation in den USA zeigt dass das immer weiter getrieben wird und immer weniger notwenig ist. Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die auf Denunziation gründet.

        • Wenn du sagst, dass zu sagen, dass man Ausländer töten muss nicht so schlimm ist (zumal in einem Pflegeberuf), quasi ein kleiner Lausbubenstreich, dann ja.

          „Es ist in meinen Augen nicht die Aufgabe von irgendwelchen Privatpersonen Urteile über andere zu fällen. Dafür gibt es einen Staat und ein Rechtssytem. Wer setzt denn für diese Privatpersonen die Grenzen, was angemessen ist und was nicht. In diesem Fall ist es klar, aber die Situation in den USA zeigt dass das immer weiter getrieben wird und immer weniger notwenig ist. Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die auf Denunziation gründet.“

          Deswegen darfst du aber trotzdem einen Nachbarn melden, der falsch parkt.

        • „Deswegen darfst du aber trotzdem einen Nachbarn melden, der falsch parkt.“

          Ja eben. Das meldet man der Poilzei und die setzt die Strafe fest.

          „Wenn du sagst, dass zu sagen, dass man Ausländer töten muss nicht so schlimm ist (zumal in einem Pflegeberuf), quasi ein kleiner Lausbubenstreich, dann ja.“

          Ich hab nirgendwo geschrieben das es nicht schlimm ist, jemanden den Tod zu wünschen. Trotzdem ist in meinen Augen die Justiz dafür zuständig und das Ankacken beim Arbeitgeber halte ich daher für übertrieben. Hier wird denen gleich aufgrund von Worten eine Lebensgrundlage entzogen. Ja, die Empathie hält sich in Grenzen.

          Mit geht es hierbei überhaupt nicht um Homosexuelle, nur um die Reaktion. Es geht mir auch nicht um „ein das wird man ja nochmal sagen dürfen“. Es ist falsch und krank was die da geschrieben haben. Aber ich bezweifle das Verbote zu einem Umdenken führen. Die Leute sind danach dann auch nicht aufgeklärter.

        • Mir geht es in dem Fall auch nicht um einen Erziehungsauftrag, sondern erstmal darum, die Öffentlichkeit bzw. Pflegebedürftige Menschen vor diesem Subjekt zu schützen.
          Alles weitere kann man dann sehen, aber als erstes muss ihr die Ausbildung gekündigt bzw. ausgesetzt bis zur Klärung werden.
          Mir egal ob du das übertrieben findest.

          „Ja eben. Das meldet man der Poilzei und die setzt die Strafe fest.“

          Arbeitgeber können Arbeitnehmer auch für andere Sachen, die nicht strafrechtlich relevant sind, entlassen. z.B häufiges Zuspätkommen, Alkoholkonsum usw.
          Und der Arbeitgeber hätte die Information ja nicht als Anlass zur Aufhebung des Ausbildungsvertrages nehmen müssen. Man muss sich da eben entscheiden, was einem wichtiger ist. Mordaffine Pfleger, oder ein Image, das die Worte „Mord“, „Misshandlung“ und „Pfleger“ nicht in eine Reihe bringt. Das ist freie Marktwirtschaft.

        • Ich stimme Matze insoweit zu, dass ich mich angesichts dessen niemals engagiert hätte. Da ruft jemand zum Mord auf Facebook auf? An Homosexuellen? Pfff, passiert doch eh täglich, und Facebook bietet eine Plattform auch für Irre – das ist vmtl sogar förderlich, um deren passive Aggressionen im Zaum zu halten.

          Ich finde das Anpfeifen beim Arbeitgeber auch nicht fein. Vor allem weil wir mittlerweile in einem Klima leben, indem man wegen viel, viel harmloseren Äußerungen beruflich und sozial vernichtet werden kann.

          Andererseits muss ich weiterhin sagen: Wer so bescheuert ist, hat es nicht besser verdient. Ich würde bei Zalando (Frauen – Schwuhe – schwul) so jemanden auch nicht einstellen wollen. Und im Pflegebereich würde ich so ne asoziale Schickse auch nicht sehen wollen.

          „Und ich finde die Tatsache, dass du das in beiden Fällen tust (und dich wahrscheinlich noch für tolerant hältst), symptomatisch für die Homophobie der Männerbewegung.“

          Na, dann bin ich wohl auch irgendwie homophob. Wurde auch Zeit. Frauenfeindlich bin ich ja schon lange. Strike 😀

        • Ich stimme Matze insoweit zu, dass ich mich angesichts dessen niemals engagiert hätte. Da ruft jemand zum Mord auf Facebook auf? An Homosexuellen? Pfff, passiert doch eh täglich

          Und findest du es jetzt eher positiv oder eher negativ, dass Aufrufe zu deiner Tötung so häufig und gewöhnlich sind, dass sie nicht mal mehr dir als Betroffenem ein bisschen Aufregung wert sind?

        • @ Nachtschattengewächs
          Erstens bin ich nicht betroffen i. e. S. Da ist ein Post bei Facebook. Mehr ist es erst mal nicht.
          Zweitens bin ich schon lange genug Homo, dass ich weiß, dass es Leute gibt, die uns nicht mögen. Bad Luck. Ich würde sogar vermuten, es hat abgenommen. Aber in Zeiten des Internets zeigt sich Hass eben anders, man sieht ihn schneller.

          Birgit Kelle regt mich mehr auf, als ein Mordaufruf im Internet. Aber auch nicht viel mehr.

        • Birgit Kelle regt mich mehr auf, als ein Mordaufruf im Internet. Aber auch nicht viel mehr.

          Es fiel mir nur letztens bei mir auch wieder auf. Ich bin mir nicht sicher ob es eine gesunde Einstellung ist, wenn man es für nicht mehr der Rede wert hält, dass eine erstaunliche Menge Leute einen lieber tot sähe.

          Mal als Frage an die nicht-schwulen Männer: Wenn Mary Dalys Idee die männliche Bevölkerung auf 10% zu reduzieren ähnlich viele Anhänger hätte wie die Idee Schwule sollte man töten ( was ja unter den fundamentalistischeren Anhängern einiger Religionen und bei ein paar Rechtsaussen durchaus verbreitet ist), so dass ihr so abgestumpft wärt, dass es euch gar nicht mehr groß aufregen würde, wenn das jemand irgendwo verkündet. Hieltet ihr das für gesund?

        • „Ich bin mir nicht sicher ob es eine gesunde Einstellung ist, wenn man es für nicht mehr der Rede wert hält, dass eine erstaunliche Menge Leute einen lieber tot sähe.“

          Es ist eine nachvollziehbare Einstellung. Denn man ist es ja gewohnt. Nur Berufshomos haben die Zeit und die Ressourcen , sich über so was alltäglich zu echauffieren 🙂

        • „Mal als Frage an die nicht-schwulen Männer: Wenn Mary Dalys Idee die männliche Bevölkerung auf 10% zu reduzieren“

          Interessant übrigens, dass Du Dalys Idee nicht auf Dich beziehst.

        • „Interessant übrigens, dass Du Dalys Idee nicht auf Dich beziehst.“

          Er meint das glaube ich anders und zwar will er nicht-schwule Männer mit der 10% Quote ansprechen, weil nicht-schwule Männer durch Verbote und Sanktionen von Homosexualität ja nicht betroffen sind und sich deshalb womöglich schlechter hineinversetzen können, als in einem Szenario in dem sie selbst ins Fadenkreuz genommen werden.

        • Interessant übrigens, dass Du Dalys Idee nicht auf Dich beziehst.

          Guter Punkt. Ich denke ich habe irgendwann um die 18, kurz nachdem ich endgültig sicher war dass ich keine Titten will und ganz zufrieden mit dem Schwanz und den Eiern bin aufgehört mich primär über mein Geschlecht zu definieren. Realistisch gesehen wäre ich da natürlich bei den 90%. Immerhin will sie ja wahrscheinlich welche die mit einer gewissen Begeisterung bei der Sache sind. 🙂

          Aber da ich tatsächlich ein Mann bin und es auch für die meisten Schwulen sehr wichtig ist, sei so lieb und denk dir ich hätte ‚Frage an die anderen Männer….‚ geschrieben.

        • „Ich denke ich habe irgendwann um die 18, kurz nachdem ich endgültig sicher war dass ich keine Titten will und ganz zufrieden mit dem Schwanz und den Eiern bin aufgehört mich primär über mein Geschlecht zu definieren.“

          Mach Dir mal keine Sorgen, ich auch 🙂
          Wie sollte es in einer heteronormativen Gesellschaft auch anders sein?

        • Wenn Mary Dalys Idee die männliche Bevölkerung auf 10% zu reduzieren ähnlich viele Anhänger hätte wie die Idee Schwule sollte man töten..

          Wieso „wenn“? Diese Aussage hat Mary Daly nicht im Geringsten geschadet, sie wird nach wie vor als große einflußreiche Feministin abgefeiert.

          ( was ja unter den fundamentalistischeren Anhängern einiger Religionen und bei ein paar Rechtsaussen durchaus verbreitet ist)

          Du kannst nicht ernsthaft behaupten, dass so etwas irgendwie salonfähig sei. Ich verstehe Adrian auch so, dass es ihn Frau Kelle deshalb mehr aufregt weil sie eine salonfähigere und damit gefährlichere Variante der Homophobie vertritt.

          #killallmen gilt hingegen, ebenso wie das direkte Umdichten von SS-Judenhass-„Witzen“ auf Männer, als ganz lustige „Ironie“

          Man meint, Männer seien so eine starke „Gruppe“, dass sie gegen soche Entmenschlichungen „unverwundbar“ seien. Es trifft dann aber diejenigen Männer, die sich zusätzlich anderweitig ausgrenzen lassen. Okay, derzeit betrifft das eher nicht Homos, aber das war durchaus mal anders.

          Ich finde die Geschichtsblindheit so vieler Homos ziemlich peinlich. Die teils tödliche Verfolgung männlicher Homosexueller hat sehr viel mit Männlichkeitsdämonisierung zu tun.

        • ..vielleicht sollte man mal alle affirmierend unter #killallmen Postenden bei ihren Arbeitgebern doxen. Warum sollte man denn einer solchen Radabfeministin die Pflege von Männern anvertrauen?

          Nicht mein Ding, diese vice-squad-Mentalität, aber wenn man es ganz ok findet dass diese Frau K. – zusätzlich zu der in ihrem Fall in Aktion getretenen Strafverfolgung – ihren Job verliert, dann müsste man wohl so konsequent sein auch das zu betreiben.

          Für mich ist der „Schutz der zu Pflegenden“ eine reichlich herbeigezogene Rechtfertigung eines Bestrafungswillens.

        • „Ich verstehe Adrian auch so, dass es ihn Frau Kelle deshalb mehr aufregt weil sie eine salonfähigere und damit gefährlichere Variante der Homophobie vertritt.“

          So ist es.

        • Du kannst nicht ernsthaft behaupten, dass so etwas irgendwie salonfähig sei.

          Nicht? Du meinst handelt sich um ein Gerücht dass es Länder gibt in denen auf aktive Homosexualität mit religiöser Begründung die Todesstrafe steht? Der IS bringt keine Schwulen um? Es gibt weder evangelikale noch islamische Sekten oder übriggebliebene Nationalsozialisten die uns gerne umbringen würden? Das ist beruhigend. Ich dachte tatsächlich es wäre anders.

          #killallmen gilt hingegen, ebenso wie das direkte Umdichten von SS-Judenhass-“Witzen” auf Männer, als ganz lustige “Ironie”

          Ich dachte das wäre der Unterschied. Das es für einen Witz gehalten wird. Es ist ein ziemlich schlechter Witz, aber die historische Präzedenz dafür dass man Männer umbringt weil sie Männer sind, ist eher dünn, also ist es eher unwahrscheinlich, dass es ernst gemeint ist.

          Aber schön. Ich interpretiere dass dann mal so, dass Witze über Männer allgemein viel schlimmer sind als die Befürwortung der Tötung von Schwulen, und das wir uns wegen ein paar Morddrohungen und ein paar Morden in fernen Ländern nicht so anstellen sollen.

          Ich finde die Geschichtsblindheit so vieler Homos ziemlich peinlich. Die teils tödliche Verfolgung männlicher Homosexueller hat sehr viel mit Männlichkeitsdämonisierung zu tun.

          Fein. Klär mich auf. Ich dachte eigentlich dass seit Theodosius die Tops laufen ließ und nur die Bottoms bestrafte, was übrigens voll und ganz den Gepflogenheiten des alten Roms entsprach, wo man sich politisch auch nur Ärger einhandelte wenn man sich ficken ließ, anstatt richtig männlich penetrierenderweise tätig zu sein, es immer wesentlich gefährlicher war, wenn man sich nicht den Regeln der ‚dämonisierten Männlichkeit‘ entsprechend verhielt.

          Auch die entsprechenden Beschimpfungen schienen eher darauf abzuheben, dass man sich nicht den Regeln der dämonisierten Männlichkeit entsprechend verhält. Die paar Radfems die uns netterweise auch als unterdrückerische Männer sehen, schienen geschichtlich eine relativ neue Erscheinung zu sein.

          Was habe ich übersehen? Wo kriegten wir Schwulen wegen unserer überwältigenden Maskulinität ernsthaften Ärger?

        • Nicht? Du meinst handelt sich um ein Gerücht dass es Länder gibt in denen auf aktive Homosexualität mit religiöser Begründung die Todesstrafe steht? Der IS bringt keine Schwulen um?

          Du willst nicht ernshaft behaupten, dass in der Bundesrepublik die Einführung der Sharia kurz bevorsteht.

          Ich dachte das wäre der Unterschied. Das es für einen Witz gehalten wird.

          „Tötet die Schwulen“ kann man mit gleicher Rechtfertigung für einen „Witz“ halten.

          aber die historische Präzedenz dafür dass man Männer umbringt weil sie Männer sind, ist eher dünn, also ist es eher unwahrscheinlich, dass es ernst gemeint ist.

          Witzbold. Warum nur hat man im NS homosexuelle Männer getötet und homosexuelle Frauen weitgehend unbehelligt gelassen? Hat man sie also getötet, weil sie Homosexuell waren? Nein, man hat sie getötet, weil sie homosexuelle Männer waren.

          , es immer wesentlich gefährlicher war, wenn man sich nicht den Regeln der ‘dämonisierten Männlichkeit’ entsprechend verhielt.

          Du hast ganz klar zuviel Herstory gelesen. Die letzte große Verfolgungswelle war in den 1950ern, und verschonte keineswegs die „Tops“. Insbesondere lagen die Wurzeln der Verfolgung im 20. Jhd. in der Sittlichkeitsbewegung, und deren Lieblingsdämon war nun mal leider die männliche Sexualität per se. Was denkst du: Warum sind in den USA so viele Männer beschnitten?

          Auch die entsprechenden Beschimpfungen schienen eher darauf abzuheben, dass man sich nicht den Regeln der dämonisierten Männlichkeit entsprechend verhält.

          Und du glaubst ernsthaft, dass man damit Gewalt hätte legitimieren können? Die Gewalt gegen Schwule war nur dadurch zu legitimieren, dass angeblich von ihnen eine Bedrohung ausging. Einen Mann, der sich „weibisch“ verhält lacht man vielleicht aus, aber man tötet ihn nicht.

        • Wo kriegten wir Schwulen wegen unserer überwältigenden Maskulinität ernsthaften Ärger?

          Tendenziell und Plaktativ, weil es sonst eines ganzen Aufsatzes bedürfte: „Der gefährliche und destruktive männliche Sexualtrieb wird durch die emotionale Bindung an DieFrau eingehegt und in gute Bahnen gelenkt. Fehlt dieses Korrektiv, geht das Abendland unter!!11!“

          „zuviel“ vs. „zu wenig“ Maskulinität geht leider komplett am Thema vorbei, da habt ihr euch von Radfems eure Geschichte schreiben lassen.

        • Du willst nicht ernshaft behaupten, dass in der Bundesrepublik die Einführung der Sharia kurz bevorsteht.

          Nein. Ich behaupte lediglich dass es auch in Deutschland signifikante Gruppen gibt, deren Weltanschauung die Tötung von Homosexuellen sehr ernsthaft befürwortet. Im Gegenzug sind mir keine signifikanten gesellschaftlichen Gruppen bekannt, die generell die Tötung von Männern als solche ernsthaft befürworten.

          “Tötet die Schwulen” kann man mit gleicher Rechtfertigung für einen “Witz” halten.

          Eh nein. Dafür gibt es Präzedenzfälle. Historisch und gegenwärtig.

          Witzbold. Warum nur hat man im NS homosexuelle Männer getötet und homosexuelle Frauen weitgehend unbehelligt gelassen? Hat man sie also getötet, weil sie Homosexuell waren? Nein, man hat sie getötet, weil sie homosexuelle Männer waren.

          Ja, man hat sie getötet weil sie homosexuelle Männer waren. Wäre es nur darum gegangen dass sie Männer waren, hätte es ja wohl auch die heterosexuellen Männer erwischen müssen. Es war also gerade die Abkehr von einer der Säulen der Heteronormativität, nämlich das man als Mann gefälligst auf Frauen zu stehen hat, die als strafwürdig angesehen wurde.

          Das homosexuelle Frauen sowohl in den religiösen Vorschriften als auch bei den entsprechenden Gesetzen seltenst beachtet werden, mag schlicht daran liegen, dass es kaum jemanden interessiert was Frauen im Bett machen, solange sie nicht anderer Leute Kinder kriegen. Für Ehebruch kriegten sie normalerweise Ärger. Die Monotheismen sehen dafür durchgehend die Steinigung vor.

          Du hast ganz klar zuviel Herstory gelesen. Die letzte große Verfolgungswelle war in den 1950ern, und verschonte keineswegs die “Tops”. Insbesondere lagen die Wurzeln der Verfolgung im 20. Jhd. in der Sittlichkeitsbewegung, und deren Lieblingsdämon war nun mal leider die männliche Sexualität per se. Was denkst du: Warum sind in den USA so viele Männer beschnitten?

          Die Beschneidung wurzelt tatsächlich in der Sittlichkeitsbewegung, aber wenn die Verfolgung an der schröcklichen ungebundenen männlichen Sexualität gelegen hätte, müssten dann nicht Männer die wild mit Frauen herum vögeln nicht auch verfolgt worden sein? Soweit ich mich erinnere, gab so etwas eher einen hohen Status und machte einen Mann begehrenswerter. Und warum traf die soziale Verachtung immer die Tucken, also die homosexuellen Männer die sich nicht männlich verhielten, wenn es die wilde Maskulinität war die so bedrohlich schien?

          Und du glaubst ernsthaft, dass man damit Gewalt hätte legitimieren können? Die Gewalt gegen Schwule war nur dadurch zu legitimieren, dass angeblich von ihnen eine Bedrohung ausging. Einen Mann, der sich “weibisch” verhält lacht man vielleicht aus, aber man tötet ihn nicht.

          Och traditionell wurde sie damit legitimiert, dass wir die Kinder verschwulen würden, wenn es nicht gerade die Verletzung göttlicher Gebote oder die Rassenreinheit war. Die könnten dann ja auch keine ‚richtigen Männer‘ werden. Weshalb ja auch viele Konservative es unmöglich finden, dass Schüler mit einem Vertreter von Schwulenverbänden allein gelassen werden. Das könnte die ja geschlechtsverwirren. Ich habe zumindest noch keinen Protest gesehen, der darauf abhebt dass die Jungs durch Verschwulung hypermaskulin werden könnten.

        • Nein. Ich behaupte lediglich dass es auch in Deutschland signifikante Gruppen gibt, deren Weltanschauung die Tötung von Homosexuellen sehr ernsthaft befürwortet.

          „signifikant“ besagt nur, dass sich solche Gruppen knapp oberhalb der Messbarkeitsgrenze bewegen. Das gilt wohl zweifellos auch für Radabfems, die ernsthaft eine „decontamination“ befürworten.

          Dann steh‘ doch einfach zu deiner Meinung, dass „Männer“ niemals eine vunerable Gruppe sein können.

          Wäre es nur darum gegangen dass sie Männer waren, hätte es ja wohl auch die heterosexuellen Männer erwischen müssen.

          Wäre es darum gegangen dass sie homosexuell waren, hätte es ja wohl auch die homosexuellen Frauen erwischen müssen.

          Es war also gerade die Abkehr von einer der Säulen der Heteronormativität, nämlich das man als Mann gefälligst auf Frauen zu stehen hat, die als strafwürdig angesehen wurde.

          Nein, ohne die Konstruktion einer „Gefahr“ ist eine solche Verfolgung nicht möglich. Auch im NS nicht.

          Das homosexuelle Frauen sowohl in den religiösen Vorschriften als auch bei den entsprechenden Gesetzen seltenst beachtet werden, mag schlicht daran liegen, dass es kaum jemanden interessiert was Frauen im Bett machen, solange sie nicht anderer Leute Kinder kriegen.

          Warum sollte es dann irgendjemand interessieren, was Männer im Bett treiben?

          Für Ehebruch kriegten sie normalerweise Ärger. Die Monotheismen sehen dafür durchgehend die Steinigung vor.

          „Sodomie“ wurde bei uns auch bei Frauen grundsätzlich schwer verfolgt. Die constitutio criminalis carolina kannte in dem Punkt kein Geschlecht. So durften beispielsweise Prostituierte nur Vaginalverkehr ausführen.

          müssten dann nicht Männer die wild mit Frauen herum vögeln nicht auch verfolgt worden sein?

          Der Kampf gegen den „double standard“ war ein zentrales Anliegen der Sittlichkeitsbewegung. Männer, die außerhalb der Ehe vögelten waren selbstverständlich ganz pöse.

          Ein entscheidendes Kernkonzept dieser Bewegung war die „degeneration“, und Frauen waren dagegen praktisch immun.

          Die höchste und zersetzendste Form der „Degeneration“ war die männliche Homosexualität. Um es nochmal zu betonen: Die inhärent männliche Anfälligkeit plus Homosexualität.

          Genau darauf basierte die Verfolgung im NS.

          Du willst mir vielleicht erklären, warum das rein gar nichts mit Männlichkeitsdämonisierung zu tun haben soll?

          Och traditionell wurde sie damit legitimiert, dass wir die Kinder verschwulen würden, wenn es nicht gerade die Verletzung göttlicher Gebote oder die Rassenreinheit war.

          https://thedrummersrevenge.wordpress.com/2008/09/10/the-social-purity-movement-and-homosexuality/

          Die könnten dann ja auch keine ‘richtigen Männer’ werden.

          Nein, es ging in diesem Diskurs ganz und gar nicht um „Verweiblichung“, sondern um „Degenerierung“. Auch Onanie soll demzufolge das Hirn aufweichen. Das ist ein und derselbe Diskurs.

          Das mit der „Verfolgung weiblicher Männer“ hat Hersory erfunden, um Honig aus der Verfolgung männlicher Homosexualität zu saugen, indem sie sie letztlich als „eigentliche“ Misogynie framt.

        • „Warum sollte es dann irgendjemand interessieren, was Männer im Bett treiben?“

          Weil unmännliche Männer toxische Männer sind, die die ganze Männlichkeit einer Gesellschaft „vergiften“ und damit „Kaputt machen“ können.

          Frauen umbringen nur weil sie auf Frauen stehen, ist unnötig und blöd, weil Frauen Kinder bekommen können. Eine tote Gebärmutter ist schlecht, eine lesbische (was ja korrigierbar ist oder nicht weiter ins Gewicht fällt, wenn man die Frau gut „einhegt“) Gebärmutter kann Babys produzieren.
          Bei unmännlichen Männern ist es besser wenn sie tot sind, bevor sie alle anderen Männern auch entmännlichen oder ihr unmännliches Sperma weitergeben. Oder Jungs nachstellen und sie dann korrumpieren.

        • Dann steh’ doch einfach zu deiner Meinung, dass “Männer” niemals eine vunerable Gruppe sein können.

          Das ist Quatsch. Ich behaupte nur dass bis ins letzte Jahrhundert nie in der Geschichte Männer für die Eigenschaft Männlichkeit mit dem Tod bedroht wurden und dass es niemals gezielte gesellschaftliche Anstrengungen gab Männer nur für ihre Männlichkeit zu töten.

          Auch die dass Idee dass Männlichkeit der Zähmung durch das Weibliche bedürfe, führt z.B. Kucklick nur zum Beginn der Moderne zurück. Du kannst kaum Sanktionen die sich ins letzte Jahrtausend verfolgen lassen, auf Ideen zurückführen, die gerade mal etwas über 200 Jahre alt sind. Von religiösen Texten die nochmal etwas älter sind mal ganz abgesehen.

          Warum sollte es dann irgendjemand interessieren, was Männer im Bett treiben?

          Weil Männlichkeit sozial stärker reguliert ist als Weiblichkeit?

          Du willst mir vielleicht erklären, warum das rein gar nichts mit Männlichkeitsdämonisierung zu tun haben soll?

          Weil es eine Praxis fortsetzt, die wesentlich älter ist als Männlichkeitsdämonisierung. Es wurde nur mit der Aufklärung schwieriger sie religiös zu begründen.

          Nein, es ging in diesem Diskurs ganz und gar nicht um “Verweiblichung”, sondern um “Degenerierung”. Auch Onanie soll demzufolge das Hirn aufweichen. Das ist ein und derselbe Diskurs.

          Eh , nein. Das war der Sittlichkeitsdiskurs des letzten und vorletzten Jahrhunderts. Schon in der Antike war es die Verletzung der Männlichkeit, die zu Statusverlust führte. Man hat Gaius Julius Cäsar nicht blos vorgeworfen dass er mit Nicomedes geschlafen habe. Man hat versucht ihn lächerlich zu machen, indem man ihn in Spottliedern als ‚Königin von Bythinien‘ bezeichnete.

          Das mit der “Verfolgung weiblicher Männer” hat Hersory erfunden, um Honig aus der Verfolgung männlicher Homosexualität zu saugen, indem sie sie letztlich als “eigentliche” Misogynie framt.

          Und das wohl schon bei Tacitus, der wohl ein früher Feminist gewesen sein muss. Ebenso wie Juvenal der Homosexuelle blos als weibisch verspottete, um die feministische Agenda zu stützen. Und auch in Situationen mit Zwangshomosexualität in der Moderne gibt es den Statusunterschied zwischen denen die gefickt werden und denen die ficken nur wegen den Feministen. Und in der amerikanischen Umgangssprache hat sich auch nur eingebürgert, dass man jemandes ‚Bitch‘ sei, wenn man dominiert wird, weil die Feministen das geschickt so eingefädelt haben. Und ‚weibliches‘ Verhalten bei Männern wird sozial auch nur stärker sanktioniert als ‚männliches‘ bei Frauen, weil das Teil des feministischen Plans ist.

          Tut mir leid, aber du träumst.

        • ..ach ja, bevor du dich im verlinkten Text an

          The artists and writers despised by Nordau were characterized as emotional, melancholic, and generally feminized; Nordau’s plan for regeneration thus involved both the purification and masculinisation of “the race.”

          ..störst: Das ist natürlich die Interpretation von Mariana Valverde. In „Entartung“ spricht Nordau eher von „Hysterie und Neurasthenie“ – die er, abweichend von den meisten seiner Zeitgenossen – eben nicht als weibliche Krankheiten betrachtet.

        • Ich behaupte nur dass bis ins letzte Jahrhundert nie in der Geschichte Männer für die Eigenschaft Männlichkeit mit dem Tod bedroht wurden und dass es niemals gezielte gesellschaftliche Anstrengungen gab Männer nur für ihre Männlichkeit zu töten.

          Aus „alleine für die Eigenschaft Männlichkeit“ leitest du „niemals für die Eigenschaft Männlichkeit“ ab. Das ist schon absurd unlogisch.

          Der Schwarze Mann wurde meist deshalb gelyncht, weil man ihm eine unkontrollierbare Männlichkeit unterstellte. Er wurde nicht deshalb gelyncht weil er schwarz war und er wurde nicht deshalb gelyncht weil er ein Mann war. Erst die Kombination dieser beiden Eigenschaften wurde ihm zum Verhängnis.

          Nun stellts du dich hin und behauptest, seine Männlichkeit hätte rein gar nichts damit zu tun. tss, tss..

          Du kannst kaum Sanktionen die sich ins letzte Jahrtausend verfolgen lassen, auf Ideen zurückführen, die gerade mal etwas über 200 Jahre alt sind.

          Das ist lächerlich: Die Grundlage des Anti-Homo-Diskurses wird ja nicht irgendwann festgelegt und bleibt dann auf ewig unveränderbar. Die Nazis haben sich gerade nicht auf die Bibel berufen.

          Wir reden hier vom anti-homo-Diskurs der Moderne und du versuchst, jede Quelle aus der Moderne für ungültig zu erklären, weil es doch vorher auch einen anti-homo-Diskurs gegeben hätte. tss, tss. Nun ja, der Christliche anti-homo-Diskurs war aber ziemlich anders gestrickt.

          Und das wohl schon bei Tacitus, der wohl ein früher Feminist gewesen sein muss.

          Tacitus berichtete in seinem Germania von der angeblichen Todesstrafe gegenüber sich sexuell passiv verhaltenden Männern (latein.: corpore infames) bei den Germanen

          Ich würde eher sagen, du träumst.

        • weil das Teil des feministischen Plans ist.

          Komisch, den indigniert vorgetragenen Strohmann der „feministischen Weltverschwörung“ kenne ich sonst nur von Feministinnen, die damit jede Kritik an irgendeinem Feminismus abbügeln wollen.

          Hier geht es darum, ob „die Verachtung des Weiblichen“ der zentrale Kern des modernen homophoben Diskurses ist.

          Wie ich am Diskurs der „Enartung“ oder „degeneration“, der wohl absolut maßgeblich für die letzte lethale Verfolgungswelle (der Nazis) war, gezeigt habe: Ganz klar nicht.

        • Mädels, bitte keinen Streit.

          Jetzt mach mal hier nicht die Oberglucke 😀

          Fügt sie zusammen und alles klärt sich auf 🙂

          Da gibt es kaum etwas zusammenzufügen: Wenn man den Verweiblichungsdiskurs als „Hauptwiderspruch“ behauptet kann es daneben kein anderes Motiv geben.

          Manche Leute brauchen halt einfache Kausaltitäten, und das Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ bietet eine solche.

        • Deshalb halte ich jeden versuch, diese Person “hintenrum” zusätzlich zu bestrafen – und das gezielte Anschwärzen beim AG hat für mich endeutig diese Intention – für ziemlich schäbig bis ekelhaft.

          Das ist eine feine Unterscheidung zur Verbreitung öffentlicher Äußerungen, zumal es vor einem Monat, als das Gleiche von ganz normalen Facebook-Usern statt von schwulen Aktivisten zum Thema Ausländer gemacht wurde, hier auch keinen aufgeregt hat.

          Aber gut.

        • zumal es vor einem Monat, als das Gleiche von ganz normalen Facebook-Usern statt von schwulen Aktivisten zum Thema Ausländer gemacht wurde, hier auch keinen aufgeregt hat.

          Davon habe ich nichts mitbekommen. Auch da wäre ein Strafantrag wohl das bessere Mittel gewesen.

        • ..das Ganze kann nur so enden, dass bald bei jeder irgendwie als x-feindlich empfundenen Aussage beim Arbeitgeber gepetzt wird.

          In so einer Welt möchte ich nicht leben.

        • Aus “alleine für die Eigenschaft Männlichkeit” leitest du “niemals für die Eigenschaft Männlichkeit” ab. Das ist schon absurd unlogisch.

          Nein. Das ist eine Antwort auf deine Unterstellung ich würde Männern als Gruppe die Verwundbarkeit absprechen. Und auf die waren wir gekommen, weil ich deine These:

          Die teils tödliche Verfolgung männlicher Homosexueller hat sehr viel mit Männlichkeitsdämonisierung zu tun.

          ablehne, weil uns sozial ja gerade ein Mangel an Männlichkeit zugesprochen wird. Auch deine Quelle nennt Effeminacy als primäres Anzeichen der Degeneration. Auch wenn der Autor sicher noch weitere Merkmale aufführt.

          Der Schwarze Mann wurde meist deshalb gelyncht, weil man ihm eine unkontrollierbare Männlichkeit unterstellte. Er wurde nicht deshalb gelyncht weil er schwarz war und er wurde nicht deshalb gelyncht weil er ein Mann war. Erst die Kombination dieser beiden Eigenschaften wurde ihm zum Verhängnis.

          Er wurde aber sicher nicht verfolgt, weil man ihn für schwul oder unmännlich hielt. Tatsächlich ist besondere Männlichkeit immer noch ein beliebtes Klischee über Schwarze.

          Das unterscheidet die Benachteiligung von Schwarzen von der von Homosexuellen.

          Nun stellts du dich hin und behauptest, seine Männlichkeit hätte rein gar nichts damit zu tun. tss, tss..

          Und sicher wurden Schwule verfolgt weil sie homosexuell und Männer waren. Aber du setzt hier unzulässigerweise Männlichkeit als biologische Kategorie mit Maskulinität gleich. Das halte ich für intellektuell unehrlich.

          Das ist lächerlich: Die Grundlage des Anti-Homo-Diskurses wird ja nicht irgendwann festgelegt und bleibt dann auf ewig unveränderbar. Die Nazis haben sich gerade nicht auf die Bibel berufen.

          Die sicherlich feministisch unterwanderte Wikipedia meint dazu:

          Hitler sah Homosexualität als ein „entartetes“ Verhalten, das die Leistungsfähigkeit des Staates und den männlichen Charakter des deutschen Volkes bedrohe.

          und

          Ziel des NS-Regimes waren indes vorgeblich „Umerziehungsmaßnahmen“, um den Geschlechtstrieb von Schwulen in Richtung einer heterosexuellen Betätigung zu verändern (z. B. zwangsweise Besuche von KZ-Bordellen, wobei das Verhalten der Männer durch SS-Offiziere beobachtet wurde). Dokumentiert sind darüber hinaus – nicht nur aus Konzentrationslagern – zwangsweise, jedoch angeblich „freiwillig beantragte“ Kastrationen.[18] Ebenso wurden zahlreiche medizinische Menschenversuche durchgeführt, um die Ursachen von männlicher Homosexualität zu ergründen (z. B. operative Einpflanzung einer „künstlichen Sexualdrüse“, dies auch nach zuvor durchgeführter Kastration u. v. a. m.)

          Die Jungs in Bordelle zu schicken damit sie ‚richtigen Sex‘ lernen, oder der Versuch sie zu kurieren indem man ihnen zusätzliches Testosteron verschafft, scheint mir wenn ich von ungezügelter männlicher Sexualität als Grund ausgehe dann doch etwas kontraproduktiv.

          Wir reden hier vom anti-homo-Diskurs der Moderne und du versuchst, jede Quelle aus der Moderne für ungültig zu erklären, weil es doch vorher auch einen anti-homo-Diskurs gegeben hätte. tss, tss. Nun ja, der Christliche anti-homo-Diskurs war aber ziemlich anders gestrickt.

          Ich versuche dir klarzumachen dass deine These, so hübsch sie auch ist, beklagenswert wenige Berührungspunkte mit der Realität hat.

          Ich versuche dir zu verdeutlichen dass der konstante Faktor seit dem frühen christlichen Rom -und damit Jahrhunderte bevor Dämonisierung von Männlichkeit überhaupt in den Diskurs eintrat – der Vorwurf der Verletzung der Maskulinität ist.

          Es stimmt schon, dass im Zuge des Sittlichkeitsdiskurses noch der Vorwurf hinzukam dass wir Schlampen wären, aber das kann nicht der primäre Vorwurf sein, weil es für heterosexuelle Männer keinen Statusverlust darstellte viele Frauen gehabt zu haben.

          Tacitus berichtete in seinem Germania von der angeblichen Todesstrafe gegenüber sich sexuell passiv verhaltenden Männern (latein.: corpore infames) bei den Germanen

          Ja, eben. Sich sexuell passiv verhaltende Männer. Das ist das gleiche Muster wie bei den Anschuldigungen gegen die römischen Politiker. Tacitus versucht hier seinen dekadenten Landsleuten die edlen Wilden als Vorbild hinzustellen, indem er ihnen zuschreibt wie die mit den unmännlichen Tucken umgehen würden.

          Nicht die Homosexualität an sich wird als primär verwerflich angesehen, auch nicht die Promiskuität als Solche sonder der Bruch der maskulinen Rolle.

          Das ist allerdings, denke ich nicht Misogynie, weil man weibliches Verhalten bei Frauen ja begrüßt, sondern eher eine recht spezielle Ausprägung von Misandrie, die ‚unmännliches‘ Verhalten verteufelt. Auch hier liegt, denke ich, wieder eine unzulässige Gleichsetzung von ‚Unmännlichkeit‘ und ‚Weiblichkeit‘ vor. Ich nehme an das passiert, wenn man sozial in Begriffen von zwei exklusiven Geschlechtern denkt. Was unmännlich, also nicht männlich, ist, muss dann zwangsläufig weiblich sein.

        • ..das Ganze kann nur so enden, dass bald bei jeder irgendwie als x-feindlich empfundenen Aussage beim Arbeitgeber gepetzt wird.

          In so einer Welt möchte ich nicht leben.

          Wenn du mir in einer vernünftig kleinen Gruppe erzählst man solle mich töten, dann nenne ich dich ein Arschloch und verzichte sogar auf eine Anzeige, weil ich wirklich schon zu abgestumpft bin, und weil es mir bei den ganzen Abrahamiten deren heilige Bücher mich zum Tode verurteilen, auf einen Irren mehr auch nicht ankommt.

          Aber wenn du das Gleiche vor Zehntausenden unter Klarnamen machst, dann ist das in meinen Augen äquivalent dazu es auf dem Marktplatz einer mittelgroßen Stadt in ein Megaphon zu brüllen. Das ist, denke ich, eine andere Qualität als eine dumme Bemerkung. Offensichtlich willst du dann dass es alle hören. Da sehe ich es dann auch nicht mehr als verwerflich an das weiter zu verbreiten.

        • ..ablehne, weil uns sozial ja gerade ein Mangel an Männlichkeit zugesprochen wird.

          „Manneszucht“!=“Männlichkeit“

          Der „Mangel“ Homosexueller Männer bezieht sich eher auf „Manneszucht“ als auf „männlichkeit“.

          Vor allem aber ist „Männlichkeit“ niemals eine einfache lineare Größe. Deine simple Gleichung „Homophobie kann nicht Männerfeindlich sein, weil Homosexuelle als zu wenig männlich erachtet werden“ beruht auf Männlichkeit als einfache lineare Größe.

          Männlichkeit beinhaltet immer ein ganzes Set an Eigenschaften, und eine davon ist eben „Triebhaftigkeit“. Gerade diese Eigenschaft ist im tradierten Diskurs sehr negativ angesehen, und genau diese Eigenschaft wird dem Homosexuellen _nicht_ abgesprochen.

          Meine Güte, du darfst ruhig ein klein wenig komplexer denken.

          Auch deine Quelle nennt Effeminacy als primäres Anzeichen der Degeneration.

          Das ist aber eher ein Anzeichen als die eigentliche „Gefahr“.

          Tatsächlich ist besondere Männlichkeit immer noch ein beliebtes Klischee über Schwarze.

          Du siehst also, dass die Zuschreibung von Männlichkeit auch tödlich enden kann. Was zu beweisen war.

          Und sicher wurden Schwule verfolgt weil sie homosexuell und Männer waren. Aber du setzt hier unzulässigerweise Männlichkeit als biologische Kategorie mit Maskulinität gleich. Das halte ich für intellektuell unehrlich.

          Es geht hier die ganze Zeit ausschließlich darum, was die Gesellschaft unter Männlichkeit versteht.

          Hitler sah Homosexualität als ein „entartetes“ Verhalten, das die Leistungsfähigkeit des Staates und den männlichen Charakter des deutschen Volkes bedrohe.

          Den Wippermann nimmt doch niemand ernst. Vom „männlichen Charakter des Deutschen Volkes“ habe ich noch nie etwas gehört. Es ging um die Unterminierung der Manneszucht, die die Wehrkraft der Teutonenrasse zersetze. Nur mit Manneszucht könne sich ein Rasse behaupten, insbesondere sexuelle Zügellosigkeit führe jedes Volk ins Verderben.

          Die Jungs in Bordelle zu schicken damit sie ‘richtigen Sex’ lernen, oder der Versuch sie zu kurieren indem man ihnen zusätzliches Testosteron verschafft, scheint mir wenn ich von ungezügelter männlicher Sexualität als Grund ausgehe dann doch etwas kontraproduktiv.

          Du pickst dir Einzelheiten heraus, die in dein Schema passen. Tatsächlich war der NS daran interessiert, die Ursache für Homosexualität zu ergründen. Dazu machte man eine ganze Reihe von teils widerlichsten Menschenversuchen.

          Ich versuche dir klarzumachen dass deine These, so hübsch sie auch ist, beklagenswert wenige Berührungspunkte mit der Realität hat.

          ..beklagenswert wenig Berührungspunkte mit deiner offenbar nicht besonders elaborierten Meinung.

          Ich versuche dir zu verdeutlichen dass der konstante Faktor seit dem frühen christlichen Rom -und damit Jahrhunderte bevor Dämonisierung von Männlichkeit überhaupt in den Diskurs eintrat – der Vorwurf der Verletzung der Maskulinität ist.

          Deine simpel gestickte Monokausalität ist .. zu simpel. Aus der Tatsache, dass es bereits vorher Homophobie gab folgt nicht, dass die frühere Begründung auch die einzig mögliche Begründung ist.

          Außerdem bist du in deiner Geschichtswahrnehmung hochgradig selektiv. Die Christliche Begründung beispielsweise ist eben nicht „Verletzung der Maskulinität“. In der Carolina steht „Mann mit Mann“ und nicht: „Mann wie Weib“. Auch „Weib mit Weib“ war mit dem Feuertod zu bestrafen.

          aber das kann nicht der primäre Vorwurf sein, weil es für heterosexuelle Männer keinen Statusverlust darstellte viele Frauen gehabt zu haben.

          Wo hast du das nur her? Selbstverständlich war der Mann, der viele Frauen hatte auch „degeneriert“ – wenn auch nicht in dem Maße wie ein Homosexueller. Homosexualität war demzufolge das Endstadium, der Anfang war schon die Onanie.

          Eheliche Untreue war selbstverständlich ein erheblicher Mangel an „Manneszucht“. Lies nochmal die Quelle zur social purity.

          Ja, eben.

          Ja eben? Tacitus hat eine Menge Unsinn zu den Germanen geschrieben.

          Nicht die Homosexualität an sich wird als primär verwerflich angesehen, auch nicht die Promiskuität als Solche sonder der Bruch der maskulinen Rolle.

          Du stehst glaube ich weit abgeschlagen alleine da, mit dieser These. Außer vielleicht ein paar Radfems und Connell, der nun nicht gerade ein Experte für die Geschichte der Verfolgung Homosexueller Männer ist.

          Das ist allerdings, denke ich nicht Misogynie, weil man weibliches Verhalten bei Frauen ja begrüßt

          Der Radabfeminismus liest es jedenfalls als Misogynie, weil das „weibliche Verhalten“ den Mann krass entwerte.

          Ich nehme an das passiert, wenn man sozial in Begriffen von zwei exklusiven Geschlechtern denkt. Was unmännlich, also nicht männlich, ist, muss dann zwangsläufig weiblich sein.

          Du stolperst über deine eigene Denke. Ich glaube nicht, dass der Homosexuelle in erster Linie deshalb geächtet wird, weil er „unmännlich“ sei. Es gibt viele Rechtfertigungen.

          Die tödlichsten davon sind, in der Moderne, der Entartungsdiskurs und der Pädo-Diskurs. Und die liegen verdammt dicht beienander und haben sehr viel mit dem männlichen Sexdämon zu tun – die „Ungehobelte“ und „Zügellose“ Männlichkeit, halt.

        • ..es ist insbesondere der notorische Radabfeminist Rolf Pohl, der die Ansicht vertritt Homophobie sei ein Ausdruck des Hasses und der Abwehr des Weiblichen.

          Allerdings ist der Straftatbestand in Constutio Carolina „Mensch mit Vieh, Mann mit Mann oder Frau mit Frau“ – und das liest sich auch schon im Alten Testament so.

          Die Stadt Sodom (->Sodomie) wurde lt. Bibel deshalb vernichtet, weil die Sodomiten die männlichen Gäste Lots vergewaltigen wollten – nicht gerade irgendwie weiblich, diese Sünde.

          Mag ja sein, dass man im alten Rom den Bottom verabscheute, aber in der wohl viel älteren und prägenderen Bibel findet sich nichts dergleichen. Da geht es schlicht und einfach um „Unzucht“ jeglicher Couleur. Was dann über die Carolina im §175 RStGB mündete, der ebenfalls auch Sex mit Tieren sanktionierte.

          Man kann also mit mindestens gleicher Berechtigung behaupten, dass Homophobie eine Ausdruck des Hasses und der Abwehr des Animalischen sei 😉

          Jedenfalls wenn der §175 plötzlich „Frau mit Frau“ weglässt, dann ist das wohl durchaus ein Indiz dafür, dass man ab dann Sodomie nur dem männlichem Sexdämon zutraute.

      • Die Sache hat für mich zwei Seiten. Einerseits ist es ziemlich idiotisches Zeug, was diese Jugendlichen veröffentlichen. Andrerseits sind es (vorwiegend) Jugendliche. Die sind bekannt dafür, ziemlich viel Scheiss zu reden. Oder ist hier jemand, der in seiner Jugend keinen Scheiss dahergeredet hat? Dumm ist es, das auch noch zu veröffentlichen.

        • Bei dem Jungen finde ich es auch ungerechtfertigt, das kann man wirklich noch als (leider) jugendlichen Trashtalk werten, aber nicht das was das Mädchen gemacht hat.
          Und nein, ich habe auch als Jugendliche keine Tötungskommandos veröffentlicht, so blöd sind Jugendliche nämlich auch nicht, dass sie überhaupt nicht wissen, was sie tun.
          Und wenn doch, dann ist das genau der richtige Schuss vor den Bug. Das klingt so als wären Jugendliche völlig unzurechnungsfähig und wissen nicht was sie tun.
          Und wenn das der Fall ist, dann ist es ja gut, dass das Mädchen noch mindestens 6 Monate bis 1 Jahr zum Nachreifen bekommt, bevor sie nochmal in verantwortungsvoller Position auf teilweise hilflose Menschen trifft.
          im Altenpflegebereich ist sowieso schon so viel im Argen. Da braucht man nicht noch Leute, die offenbar solche Phantasien mit sich rum tragen.

          Angesichts dessen finde ich es auch unfassbar, dass die Gründung „homosexueller Pflegeheime“ teilweise als absurder Sonderwunsch und Ghettoisierung veralbert wird.

        • Ich auch nicht. Ich bin ja völlig einverstanden, dass die mal ordentlich „in den Senkel gestellt werden“. Als erste Massnahme. Falls das nichts fruchtet, kann immer noch an der Eskalationsschraube gedreht werden.

        • Ich auch nicht, aber das Geblödel von dem Jungen ist dem heutigen „Gangsterrap geschuldet und (meistens) wirklich nur Geblödel. Es ist dann auch schwierig, zu erklären, warum es erlaubt ist, dass Über Dreißigjährige CDs mit diesem Inhalt legal zu verkaufen und zu vertreiben und dafür noch einen Integrationsbambi bekommen (Bushido usw.)

          Aber bei dem Mädchen ist es echter Hass und eben ein echter Aufruf zum Mord. Vielleicht fände ich das weniger schlimm wenn sie Chemielaborantin oder Einzelhandelskauffrau wäre. Deshalb finde ich es bei dem Zaandojungen auch nicht so schlimm. Wenn man den ordentlich brieft im Falle von Mißverhalten gegenüber etwaigen homosexuellen Kollegen. Einfach weil man da weniger Schaden anrichten kann, aber wenn man wirklich mit Menschen arbeitet, dann „darf“ so eine Denkweise eigentlcih überhaupt nicht, quasi von Natur aus, nicht vorhanden sein mener Meinung nach. Und da ist es auch nicht mit mal „in den Senkel stellen“ getan.

        • bzw doch ich finde es schlimm, aber ich habe da eben mittlerweile die Erfahrung genacht dass viele Jungs diese Rethorik an den Tag legen um sich groß zu machen und weil das eben die aktuelle Redensart (leider) ist in der Rapmusik die bei jungen Männern sehr beliebt ist.
          Aber da merkt man eben auch dass es sehr überzeichnet ist.

          Da es bei Mädchen diesen Konformations- und Aggressionsdruck nicht gibt, ist bei Mädchen meistens viel mehr dahinter, wenn sie sowas raushauen.

        • Wenn sie diese Ausbildung weitermacht jemals, muss da auf jeden Fall jede Menge echte Verständnisarbeit erfolgen. Nicht nur „Ok, ich darf sowas nicht sagen“. Das hat dann auch nichts mit ideologischer Indoktrinierung zu tun und wenn, dann ist es in dem Fall eine notwendige.

        • @atacama
          Da Rapmusik seinen Ursprung in den afroamerikanischen Vierteln der US–Großstädte hat, bewegt man sich sehr schnell in kulturrassistischem Vokabular.

          Das rituelle Beschimpfen, Protzen und Beleidigen hat hier eine lange und gewissermaßen institutionalisierte Tradition, „the Dozen“ genannt. Sie wird in etwas so verstanden wie hierzulande die „Deine Mudda“-Witze, eher als grotesk-scherzhafte Übertreibung.

          Der Text von „Blurred lines“ illustriert dies in sexueller Hinsicht:
          „ch frag‘ dich nur eine Sache
          Lass mich derjenige sein, auf dem du deinen Arsch reibst [3]
          Yo, von Malibu bis Paris, Süße
          Hatte schon ’ne Bitch, aber die war nicht so krass drauf wie du
          Also ruf mich an, wenn du auf der Durchreise bist
          Ich geb dir etwas, dass groß genug ist, deinen Hintern entzwei zu reißen
          Du hast Chic, auch wenn du dich normal anziehst
          Ist fast nicht zu ertragen
          In 100 Jahren würd‘ ich nicht wagen
          Einen auf Pharcyde zu machen „du gehst mir am Arsch vorbei“ [4]
          Bin nicht so wie dein letzter Typ, der war viel zu spießig für dich
          Klapst dir nicht auf den Po und zieht nicht an deinen Haaren
          Drum sitz ich nur und warte drauf
          Daß du dem echten Aufreißer die Ehre erweist
          Nicht viele Frauen können dem widerstehen
          Ich bin ein netter Kerl
          Aber laß dich nicht täuschen, du kriegst es richtig!“

          Wesentlich direkter in Stan Lewis von 1957
          “ I thought I treat my baby fair
          I just found out she don’t want me here
          If I get her in my sight
          Boom boom! Come on! Out go the lights!“

          Thematisch wird das dann dieser Duktus von deutschen Jugendlichen übernommen, der dann ohne diesen kulturellen Hintergrund plötzlich extrem bedrohlich rüberkommt.

          Es ist also auch eine Frage multikulturellen Verständnissen, welches sich hier bei den Älteren entwickeln muss. Die Frage, wann diese „rituelle Grenzüberschreitung“ auch als solche direkt gemeint ist, bleibt natürlich ein Problem.

        • Für diesen Text hast du mir jetzt 10 Sekunden meiner Lebenszeit gestohlen obwohl du überhaupt nichts Nutzbringendes darin sagst. Ganz toll gemacht.

        • „obwohl du überhaupt nichts Nutzbringendes darin sagst. “

          Korrektur: „obwohl Atacama nichts Nutzbringendes darin erkennen konnte“

          Ich fand das ein sehr schönes Beispiel dafür, warum deine Anmaßung, du könntest entscheiden, wann Lynchjustiz gerecht ist, sehr gefährlich ist.

        • „Korrektur: “obwohl Atacama nichts Nutzbringendes darin erkennen konnte”“

          Er begreift noch immer nicht, dass er einfach nur wiederholt, was ich bereits mehrmals gesagt habe, geschmückt mit ein paar belanglosen Zusatzsinformationen über RapMusik.

          „Ich fand das ein sehr schönes Beispiel dafür, warum deine Anmaßung, du könntest entscheiden, wann Lynchjustiz gerecht ist, sehr gefährlich ist.“

          Jetzt mach doch nicht so ein Fass auf. Und wo habe ich nun wieder die Berechtigung von Lynchjustiz entschieden?

        • Und wo habe ich nun wieder die Berechtigung von Lynchjustiz entschieden?

          Nun ja, du fühlst dich ermächtigt, zum „Schutze der zu Pflegenden“ einzuschreiten und Einfluß auf private Verträge zu nehmen.

          Ob das legal ist oder nicht ist wohl nicht ganz einfach zu beantworten. Fest steht aber, dass eine rechtsstaatliche Verfassung dich zur Wahrnehmung einer solchen Aufgabe ausdrücklich nicht ermächtigt.

        • Nun ja, du fühlst dich ermächtigt, zum “Schutze der zu Pflegenden” einzuschreiten und Einfluß auf private Verträge zu nehmen.

          Indem man einen Arbeitgeber über in einem öffentlichen Forum (ich denke eine Facebookgruppe mit 26k Likes ist öffentlich genug) unter Klarnamen getätigte Aussagen informiert? Ändert das den Ausbildungsvertrag? Sind das irgendwie vertrauliche und schutzwürdige Informationen, so dass die Privatsphäre der entsprechenden Personen verletzt wird. Erlegt das dem Arbeitgeber eine Verpflichtung auf?

        • Indem man einen Arbeitgeber über in einem öffentlichen Forum (ich denke eine Facebookgruppe mit 26k Likes ist öffentlich genug) unter Klarnamen getätigte Aussagen informiert?

          Nun ja, rechtlich ist das Anschwärzen selbst kaum zu beanstanden, aber das kann kaum über den Charakter eines rechtstaatlich und humanistisch fragwürdigen Bestrafungswillens hinwegtäuschen.

          Die Intention ist kaum übersehbar, es geht darum diese Person über das gesetzlich vorgesehene Maß hinaus – und vor allem: außerhalb der dafür vorgesehen rechstaatlichen Institutionen – zu bestrafen, sie sozial zu vernichten.

          Meinen Ekel Befremden darüber kannst du leider auch nicht juristisch belangen.

        • Meinen Ekel Befremden darüber kannst du leider auch nicht juristisch belangen.

          Habe ich nicht vor. Und ich bin überzeugt, dass du es genauso eklig fändest, wenn die gute Frau das bei der Demo für Alle ins Mikro gesagt hätte, und jemand hätte ihren Arbeitgeber darüber informiert, dass die öffentlich die Tötung von Homosexuellen befürwortet. Oder wenn sie stattdessen das Vergasen von Juden befürwortet hätte und jemand hätte das dem Arbeitgeber mitgeteilt. Weil es ja schließlich ein Grundrecht ist, dass man vor zigtausend Leuten zur Tötung von Bevölkerungsgruppen aufrufen kann, ohne soziale Konsequenzen zu erleben.

        • Weil es ja schließlich ein Grundrecht ist, dass man vor zigtausend Leuten zur Tötung von Bevölkerungsgruppen aufrufen kann, ohne soziale Konsequenzen zu erleben.

          Das ist jetzt deine Unterstellung. Gegen die Frau wird jetzt wg. Volksverhetzung ermittelt, und das ist auch gut und richtig so.

          Ebenso gut und richtig wäre es, sie öffentlich deshalb zu kritisieren, weil sie ein äußerst ekelhaftes Statement vom Stapel gelassen hat. Wenn ihr Arbeitgeber so davon erfährt, hat sie sich das selbst zuzuschreiben.

          Bestrafen ist allerdings ein Monopol des Staates, was eine unabwendbare und notfalls mit Gewalt zu verteidigende Voraussetzung für den Rechtsstaat ist.

          Deshalb halte ich jeden versuch, diese Person „hintenrum“ zusätzlich zu bestrafen – und das gezielte Anschwärzen beim AG hat für mich endeutig diese Intention – für ziemlich schäbig bis ekelhaft.

        • Da sehe ich es dann auch nicht mehr als verwerflich an das weiter zu verbreiten.

          Widerlich ist die Absicht, durch gezielte Denunziation an entscheidender Stelle sozial vernichten und so bestrafen zu wollen. Das hat nichts mehr mit einer öffentlichen Diskussion zu tun und ist auch nicht der Sinn der Pressefreiheit.

          So ganz einfach ist es mit der Legalität auch nicht. Der Addressat ist ja nicht die Öffentlichkeit, sondern der Arbeitgeber. Insofern greift die Pressefreiheit eher nicht.

          Naja, irgendwann macht ein Hobbystrafverfolger einen rechtlichen Fehler und hoffentlich gibt es dann so richtig was auf den Zeigefinger.

          Dann ist zwar das Geheule groß, aber zur Strafverfolgung ist nun mal alleine der Staatsanwalt zuständig.

    • Tja. Schwierig. Was passiert ist, wie ich es verstanden habe:

      Eine Jugendliche hat in einem öffentlichen Forum erklärt dass:

      Homosexuelle Menschen gehören getötet. Ist ja widerlich

      Dafür wurde sie auf einer Aktivistenseite als Vollpfosten angeprangert. Gleichzeitig wurde sie angezeigt und bei Facebook gemeldet. Im Gegenzug haben die und ihre Freunde die Aktivistenseite gemeldet und eine kurzzeitige Sperrung erreicht. Die Aktivisten haben zwischenzeitlich die Arbeitgeber der Jugendlichen und ihres Freundes, der sich mit Verlautbarungen wie:

      ich führe buch über meine morde als wäre ich adolf hitler ich schlage kinder und schwule und mir ist scheißegal was ihr über mich denkt

      männlich vor sie gestellt hat, informiert.

      Soweit ich weiss wurde allerdings nicht zum Boykott des Arbeitgebers aufgerufen, sondern die Sache schlicht in deren Ermessen gestellt.

      Da ist zum Einen die gefürchtete political correctness betroffen. Die Meinungen bei den Heise-Kommentatoren scheint zu sein dass entweder man etwas wie:

      Juden gehören vergaßt. Ist ja widerlich oder Asylanten gehören vor ein Exekutionskommando. Sind ja Schmarotzer oder Männer gehören auf 10 Prozent reduziert. Sind viel zu gefährlich. oder eben Homosexuelle Menschen gehören getötet. Ist ja widerlich ja wohl noch in öffentlichen Foren sagen dürfe, und dass Juden, Asylanten, Männer und Homosexuelle sich gefälligst nicht so anstellen sollen.

      Oder dass eine Anzeige wegen Volksverhetzung ok wäre (die, seien wir ehrlich, höchstwahrscheinlich an Mangel an öffentlichem Interesse eingegangen wäre) dass es aber irgendwie unverzeihlich wäre, einem Arbeitgeber zu hinterbringen, was seine Mitarbeiter so in aller Öffentlichkeit von sich geben.

      Ich stimme da nicht zu. Würde ich öffentlich auf dem Marktplatz erkläre, dass ich für die Internierung von Religiösen in psychiatrischen Anstalten sei ( bin ich nicht), weil die unter Wahnvorstellungen leiden, dann müsste ich damit rechnen, dass das eine Menge gegenwärtiger und potentieller Kunden, von denen wohl einige religiös sind mitkriegen, und mich deshalb nicht mehr mögen würden. Bei Verlautbarungen in Facebookgruppen mit zigtausend Mitgliedern ist es wohl ähnlich.

      Wobei es dem Arbeitgeber ja durchaus freigestanden hätte, die Sache in einem Mitarbeitergespräch zu klären, und es vielleicht bei einer Verwarnung und eventuell einer öffentlichen Distanzierung von den Äußerungen zu belassen, weil so etwas den Betriebsfrieden stören kann. Dass der Arbeitgeber ungern wegen so etwas in die Presse kommt, und sich lieber von den Mitarbeitern trennt, ist eine andere Sache.

      Zwar ist da der Umstand, dass Jugendliche (und Erwachsene) gerne mal Blödsinn reden, und dass man deshalb nicht jemandes Zukunft zerstören sollte, aber die Beiden haben ja kein Berufsverbot, und in ein paar Wochen wird die Sache wahrscheinlich kaum mehr jemanden interessieren. Es wird allerdings wahrscheinlich bei Recherchen zukünftiger potentieller Arbeitgeber auftauchen, und es wäre wahrscheinlich eine gute Idee die Aussage entweder zurück zu nehmen, oder sich eben einen Arbeitgeber zu suchen, der eine ähnliche Meinung zur Tötung von Homosexuellen hat.

    • interessant dass sie das so viele Jahre geschafft hat. Besonders wenn sie mehrere Personen aus dem eigenen Haus ermordet hat. Da haben die russischen Behörden wohl nicht so gut gearbeitet.

      • >>>interessant dass sie das so viele Jahre geschafft hat.<<<

        Allerdings. Wenn in einem Haus reihenweise Leute verschwinden – unter anderem ihr Ehemann – könnte man, wäre man Sherlock Holmes, doch einen vagen Anfangsverdacht konstruieren, der nicht völlig aus der Luft gegriffen ist.

    • «Ganz objektiv ist das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit eines, das vor allem dazu erfunden wurde, um Konflikte unter Männern zu regeln: Von allen Inhaftierten in Deutschland sind lediglich 5 Prozent Frauen, bei den rechtskräftig Verurteilten sind es 16 Prozent. Was die schweren oder „gemeingefährlichen“ Verbrechen angeht, so betrifft das Rechtssystem also praktisch ausschließlich Männer. Man könnte es auch zugespitzt so sagen: Würde es nur Frauen geben, bräuchten wir keine Justiz.»

      – Die Feministin und stolze bekennende Nicht-Mutter Antje Schrupp

      • Interessante Spekulation: Wie würden wohl Frauen in einer reinen Frauenwelt mit so Sachen wie Diebstahl, Raub oder Mord umgehen?

        Einen Stuhlkreis bilden und darüber reden?

        • Da sich auch bei Frauen Hierarchien und unterschiedliche Aggressionspotentiale und Frustrationstoleranzen ausbilden, wäre es wohl kein Stuhkreis.

        • nicht zu vergessen, unterschiedliche Grade von Asozialität. Eine liebe, unbedarfte Waldorfschülerin wäre da bestimmt ähnlich überfordert wie Steve Urkel in St Quentin. Und müsste Schutzgeld zahlen. Damit die sich neue Fingernäel kaufen können oder so 😀

        • Witziger Film. Man beachte, dass die xxx dort sich mit Vorliebe gegenseitig „Alter“ nennen (anstatt „Alte“).

          Feministas würden wahrscheinlich sogleich argumentieren, diese jungen Frauen wären erst durch das brutale, repressive partiarchale Regime der Männergewaltherrschaft sozial deformiert und traumatisiert worden…oder so…

          Am wahrscheinlichsten halte ich übrigens, dass es in einer reinen Frauenwelt wirklich keine Justiz gäbe, da Konflikte unmittelbar mit schnell eskalierender Selbstjustiz geregelt würden. Auge für Auge plus noch etwas drauf….kam ja auch im Film zur Sprache…

  11. „Many Psychology Findings Not as Strong as Claimed, Study Says“

    „Now, a painstaking yearslong effort to reproduce 100 studies published in three leading psychology journals has found that more than half of the findings did not hold up when retested. “

    „The vetted studies were considered part of the core knowledge by which scientists understand the dynamics of personality, relationships, learning and memory.“

    „More than 60 of the studies did not hold up. Among them was one on free will. It found that participants who read a passage arguing that their behavior is predetermined were more likely than those who had not read the passage to cheat on a subsequent test.

    Another was on the effect of physical distance on emotional closeness. Volunteers asked to plot two points that were far apart on graph paper later reported weaker emotional attachment to family members, compared with subjects who had graphed points close together.

    A third was on mate preference. Attached women were more likely to rate the attractiveness of single men highly when the women were highly fertile, compared with when they were less so. In the reproduced studies, researchers found weaker effects for all three experiments.

    The new analysis, called the Reproducibility Project, found no evidence of fraud or that any original study was definitively false. Rather, it concluded that the evidence for most published findings was not nearly as strong as originally claimed.“

  12. Der Mann, ein Flaschensammler:

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/a-bisserl-was-geht-immer

    „Männlich und meist schon im Rentenalter sind 90 Prozent der Flaschensammler, darin ist die Gruppe homogen. Außerdem eint sie der Wunsch, eine Aufgabe zu haben, die einer Arbeit ähnelt – eine feste Tagesstruktur, wie es auch der Freiburger Soziologe Sebastian J. Moser in seiner Dissertation Pfandsammler. Erkundungen einer urbanen Sozialfigur (2014) beschreibt. Etwas Redliches tun, erklären die Flaschensammler selbst, manche haben durchaus Freude an ihrer Tätigkeit.“

    Frauen sind natürlich besonders betroffen.

  13. Ich bin den ganzen Tag am überlegen ob man heutzutage auch von männlichen Shit-Tests sprechen kann bzw. ob die überhaupt existieren und wenn ja, auf welcher Art und Weise sie sich manifestieren.

    • Bei männern äußert sich das in zur Schau gestellter Unnahbarkeit und Schroffheit, was natürlich auch lediglich Desinteresse bedeuten kann. In jungen Jahren ist das Phänomen stärker, auch in seiner Sichtbarkeit, es gibt es aber auch bei älteren.
      In der (Früh)pubertät war es jedenfalls bei uns so, dass Jungs möglichst unwirsch waren, je mehr sie einen mochten.

      Ähnlich wie bei Frauen. Wo es welche gibt, die pseudo-desinteressiert sind, so gibt es welche, bei denen das kein „Bitch Shield“ ist, sondern authentische Darstellung des Innenlebens.

      Man wird da nie eine klare Antwort auf solche Fragen finden, weil es dazu dann doch zu individuell ist.

  14. Pingback: “Moralische Panik” (Moral Panik) | Alles Evolution

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