Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 23. August 2015

Die „Dating Apokalypse“: Begünstigen Apps wie Tinder eher die Männern?

Arne hatte bereits ein Stück aus einem interessanten Artikel in der Vanity Fair zitiert:

Elizabeth Armstrong, a professor of sociology at the University of Michigan who specializes in sexuality and gender. „Young women complain that young men still have the power to decide when something is going to be serious and when something is not — they can go, ‘She’s girlfriend material, she’s hookup material.’ … There is still a pervasive double standard. We need to puzzle out why women have made more strides in the public arena than in the private arena.“

Aus meiner Sicht leicht mit Spieltheorie zu erklären: Männer haben aufgrund ihres stärkeren Sexualtriebs, der zudem eher auf Casual Sex ausgerichtet ist, weniger Probleme mit Sex einfach so. Insofern ist ihre Bereitschaft für Sex einfach zu bekommen, die Bereitschaft für Bindung aber schwieriger. Sex ist heutzutage etwas, was relativ weit am Anfang einer Beziehung liegt, es kann von einer modernen Frau nicht mehr sehr weit aufgeschoben werden. Wenn man ein paar Mal miteinander rumgemacht hat wird es komisch, wenn man nicht bald miteinander schläft. Damit ist das Zeitfenster für die Frau recht kurz geworden und sie ist im Endeffekt vorleistungspflichtig. Da aber evtl mit dem Sex bereits alles erfüllt ist, was der Mann von ihr wollte, fällt es ihnen schwer bei Männern, für die sie sich interessieren, die Regeln zu setzen. Dies um so mehr, da in einer anonymen Gesellschaft, in der vorehelicher Sex normal ist, auch keine soziale Bestrafung oder Verpflichtung daraus entsteht, erst recht nicht bei Sex über eine App, bei der die Wahrscheinlichkeit, dass man gemeinsame Bekannte hat, noch weiter sinkt.

Natürlich stimmt das aber auch nicht ganz: Es ist eher eine „eingeschränkte Apex-Fallacy“. Ja, einige Männer haben es sehr einfach über solche Apps an Sex zu kommen, sei es weil sie gut aussehen oder Game haben. Aber die Auswahl, wer überhaupt eine Gelegenheit bekommt, etwas zu schreiben und in eine nähere Bekanntschaft zu treten, liegt weitaus eher bei den Frauen. Viele Männer nutzen auf diesen Apps eher den „Trick“ einfach immer oder sehr überwiegend auf „ja“  zu klicken und dann zu schauen, bei welcher Frau etwas hängen bleibt, welche also ihrerseits „Ja“ klickt. Das kommt daher, das Frauen in der Regel wählerischer sind bzw der Mann sich denkt, dass man bei geringen Interesse ja erstens noch Nein sagen kann oder zweitens eben vielleicht zumindest Sex hat. Genug Männer werden hier schlicht keine Bedingungen stellen können und vielleicht froh sein, wenn überhaupt einmal ein „Ja“ hängen bleibt.

Das bewirkt wiederum, dass eine Frau sich bei einem Ja weitaus unsicherer sein muss, ob der Mann wirklich interessiert an ihr ist und verstärkt den obigen Punkt noch: Sie weiß, was sie will, ist es aber eine Beziehung, dann kann sie wesentlich unsicherer sein, was er eigentlich vor hat und ob er ehrlich spielt. Das obige Dilemma schlägt zu, weil gerade die besser aussehenden, die sie ausgesucht hat, es im Zweifel nicht ehrlich meinen werden, wenn sie einen höheren Partnermarktwert haben als sie selbst.

Sprich: Um so besser der Kandidat, um so höher die Chance, dass er nicht an einer Beziehung mit ihr interessiert ist. Das kann hart für das Ego sein.

Der Artikel enthält einige andere interessante Ausführungen dazu:

And is this “good for women”? Since the emergence of flappers and “moderns” in the 1920s, the debate about what is lost and gained for women in casual sex has been raging, and is raging still—particularly among women. Some, like Atlantic writer Hanna Rosin, see hookup culture as a boon: “The hookup culture is … bound up with everything that’s fabulous about being a young woman in 2012—the freedom, the confidence.” But others lament the way the extreme casualness of sex in the age of Tinder leaves many women feeling de-valued. “It’s rare for a woman of our generation to meet a man who treats her like a priority instead of an option,” wrote Erica Gordon on the Gen Y Web site Elite Daily, in 2014.

Das dürfte auch davon abhängen, wie „hoch“ man rangeht bei der Partnerwahl. Und inwiefern man sich auch seinen eigenen Marktwert bewusst macht. Aber in der Tat verlockt die Anonymität dazu, eben nur auf Sex aus zu sein.

Immerhin lassen sie dann einen Experten zu Wort kommen:

It is the very abundance of options provided by online dating which may be making men less inclined to treat any particular woman as a “priority,” according to David Buss, a professor of psychology at the University of Texas at Austin who specializes in the evolution of human sexuality. “Apps like Tinder and OkCupid give people the impression that there are thousands or millions of potential mates out there,” Buss says. “One dimension of this is the impact it has on men’s psychology. When there is a surplus of women, or a perceived surplus of women, the whole mating system tends to shift towards short-term dating. Marriages become unstable. Divorces increase. Men don’t have to commit, so they pursue a short-term mating strategy. Men are making that shift, and women are forced to go along with it in order to mate at all.”

Warum sich binden, wenn man eine große Auswahl hat? Gerade für Leute, die nachgefragt sind oder gut über Nachrichten flirten können, sicherlich verlockend.

Now hold on there a minute. “Short-term mating strategies” seem to work for plenty of women too; some don’t want to be in committed relationships, either, particularly those in their 20s who are focusing on their education and launching careers. Alex the Wall Streeter is overly optimistic when he assumes that every woman he sleeps with would “turn the tables” and date him seriously if she could.

In der Tat gibt es auch genug Frauen, die kein Problem mit „Sex einfach so“ haben. Aber ihre Zahl ist eben geringer als die der Männer, deutlich geringer, und die meisten Frauen wollen zumindest eine gewisse Verbundenheit, Vertrauen etc. Die Faszination für pure Abwechselung und die neue Eroberung dürfte bei Männern doch noch größer ausgeprägt sein. Was denen, die die Auswahl haben, meist den entsprechenden Vorteil bringt: Es interessiert sie weniger, ob es etwas schief läuft bzw schief laufen ist vollkommen anders definiert. Wenn sie erklärt, dass sie ihn nach dem ersten Sex nicht mehr sehen will und er ansonsten genug Auswahl und das passende Selbstvertrauen hat, dann gilt der alte Grundsatz „Doesn´t matter, had Sex“ und evtl ist es ihm ganz recht, dass die Abwicklung so verläuft.

Insofern müssen die Frauen, die bei einer solchen Dating App auf Suche nach einem festen Partner sind, eher aufpassen, denn im Vergleich zum sonstigen Flirten senden sie mit dem „Ja“ schon deutliche Zeichen von Interesse, so dass sie sich wesentlich mehr aus der Deckung gewagt haben.

Auch dieser Abschnitt ist aus meiner Sicht interessant:

They say they think their own anxiety about intimacy comes from having “grown up on social media,” so “we don’t know how to talk to each other face-to-face.” “You form your first impression based off Facebook rather than forming a connection with someone, so you’re, like, forming your connection with their profile,” says Stephanie, smiling grimly at the absurdity of it.

When it comes to hooking up, they say, it’s not as simple as just having sex. “It’s such a game, and you have to always be doing everything right, and if not, you risk losing whoever you’re hooking up with,” says Fallon, the soft-spoken one. By “doing everything right” she means “not texting back too soon; never double texting; liking the right amount of his stuff,” on social media.

“And it reaches a point,” says Jane, “where, if you receive a text message” from a guy, “you forward the message to, like, seven different people: ‘What do I say back? Oh my God, he just texted me!’ It becomes a surprise. ‘He texted me!’ Which is really sad.”

“It is sad,” Amanda says. “That one A.M. text becomes ‘Oh my God, he texted me!’ No, he texted you at one A.M.—it’s meaningless.”

They laugh ruefully.

Gut, dass nur das herzlose Pickup plant und analysiert. Und nicht etwa bei Frauen die Textnachrichten von ihm in eine Whattsapp-Gruppe kopiert werden, damit man sie mit den Freundinnen besprechen kann (was ganz lustig sein kann, ich war schon mehrfach coach bzw. bei entsprechenden Runden dabei, aber das ist eine andere Sache)

“If he texts you before midnight he actually likes you as a person. If it’s after midnight, it’s just for your body,” says Amanda. It’s not, she says, that women don’t want to have sex. “Who doesn’t want to have sex? But it feels bad when they’re like, ‘See ya.’ ”

“It seems like the girls don’t have any control over the situation, and it should not be like that at all,” Fallon says.

“It’s a contest to see who cares less, and guys win a lot at caring less,” Amanda says.

“Sex should stem from emotional intimacy, and it’s the opposite with us right now, and I think it really is kind of destroying females’ self-images,” says Fallon.

“It’s body first, personality second,” says Stephanie.

Honestly, I feel like the body doesn’t even matter to them as long as you’re willing,” says Reese. “It’s that bad.”

“But if you say any of this out loud, it’s like you’re weak, you’re not independent, you somehow missed the whole memo about third-wave feminism,” says Amanda.

Tja, die Nachteile, wenn Frauen und Männer gleich sind und man nicht zugeben darf, dass man in dem Spiel verliert, weil man anders denkt als ein Mann und – im Schnitt – andere Ziele hat. Lustig auch, dass der „Frauen wollen ja auch Sex einfach so“-Trope auch in dem Text mehrfach ganz deutlich angesprochen wird, um ihn dann hier wieder etwas zu relativieren. Ich finde dazu immer noch diesen Spruch sehr passend:

„A woman proud of getting laid is like an alcoholic proud of getting drunk. Where you win is in securing the commitment of a man“

Wenn in der App die nächste Frau, die Sex will, eben nicht sehr weit entfernt ist, dann beseitigt das für die passenden Männer die Logistikprobleme, die sie sonst hindern, ihre Vorstellungen eines guten Sexlebens auszuleben. Allerdings dürfte dies, wie gesagt, eben nur bei den wenigsten Männern der Fall sein. Es zieht sich aber dennoch als Problem durch. Die männliche 10 hat eben vielleicht nichts dagegen mit der 7 zu schlafen, ist aber sonst nicht weiter an ihr interessiert. Die männliche 7 ist vielleicht bereit mit der weiblichen 4 zu schlafen, aber ansonsten eben nicht weiter interessiert. Die weibliche 4, die denkt, dass der schnuckelige Kerl ja auch auf „Ja“ geklickt hat, kann sich insofern eben nicht sicher sein, was er eigentlich von ihr will oder ob sie nur in der „Fuckzone“ ist. Was auch zu Frustation führen kann.

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Responses

  1. Ich hatte bei dem Vanity Fair-Artikel den Eindruck, daß hier vor allem das Opfer-Abo der Frauen restauriert werden soll. Seitdem Hanna Rosin ausgeplaudert hat, daß eigentlich die Männer die Loser sind und jeder Blick auf Bildungsstatistiken Rosin bestätigt, ist der immerwährende Opferstatus der Frauen erheblich gefährdet. Der wiederum ist Voraussetzung für diverseste strukturelle Besserstellungen und Frauenfördermaßnahmen. Also müssen neue soziologische Modelle her, warum Frauen immer noch diskriminiert sind.

    Die soziologischen bzw. psychologischen Theorien in dem Vanity Fair-Artikel sind extrem spekulativ, wie eigentlich alle Theorien zu diesen privaten Vorgängen. Die Behauptung „young men still have the power to decide when something is going to be serious and when something is no“ ist glatter Unsinn. Nein sagen können beide Seiten unabhängig voneinander, nachgerade auch unsere hochempowerten jungen Damen, und ja sagen müssen beide zusammen.

    Falsch ist mMn außerdem die grundsätzliche These des Vanity Fair-Artikels, die Verhandlungspositionen im Dating-Markt seien **vor allem** durch die Apps zugunsten von Männern verändert worden. Die wirkliche Hauptursache ist die jahrzehntelange einseitige Frauenförderung und die Bildungskatastrophe von Jungen und Männern, die in den gehobenen sozialen Schichten – an denen Vanity Fair orientiert sein dürfte – das Angebot an akzeptablen Männern pro Frau stark verringert haben. Man kann es grob an der Frauenquote bei den Bachelor-Abschlüssen festmachen, bei derzeit ca. 60% Frauen kommen auf 60 Frauen nur noch 40 Männer mit gleichem Bildungsstatus. Schon vor ca. 5 – 7 Jahren, bevor es Tinder und Co. gab, kamen regelmäßig Klagen „Where Have the Good Men Gone?„.

    • Da machen mal so 50% mehr Frauen den Bachelor, aber was wir brauchen ist noch mehr Frauenföderung.

      Es das so eine Art „Der Weg ist das Ziel“? Der Weg ist hier die Frauenföderung, was da am Ende herauskommt ist eigentlich egal.

    • @mitm

      Die Situation für Frauen an den colleges in den USA ist m.E. insofern noch katastrophaler, als du es hier beschreibst:

      „bei derzeit ca. 60% Frauen kommen auf 60 Frauen nur noch 40 Männer mit gleichem Bildungsstatus.“

      weil sich diese 40% der Männer wiederum zu einem erheblichen Anteil auch nach unten orientieren – also sich für Frauen mit einem geringeren Bildungsstatus interessieren.
      Was Frauen nicht tun.

      Selbst wenn das nur 30% dieser Männer sind, dann bleiben für 60 Frauen noch 28 Männer übrig.
      Aus der Sicht der Frauen konkurrieren ergo ZWEI Frauen um EINEN Mann mit vergleichbarem Bildungsstatus (hierin sind noch nicht einmal schwule Männer enthalten).

      Der rosa Elefant im Raum, der im kompletten Text nicht ein einziges Mal verhandelt wird: Binnengeschlechtliche Konkurrenz.
      In der „sisterhood“, der imaginären Gruppe mit imaginiert identischen Erfahrungen und Interessen – darf es diese Konkurrenz aber nicht geben. Das wäre zwar eine richtige Erkenntnis, die muss jedoch verdrängt werden; ergo ist männliches Verhalten das Problem.

      Zurück zur Realität: Es gibt ein faktisches *Überangebot* von Frauen mit hohem Bildungsstatus, die alle auf der Suche nach Männern mit einem mindestens gleichen sind.
      Erschwerend kommt hinzu, dass mit der Verlängerung der Ausbildungsdauer Frauen auf einen Beziehungsmarkt gelangen, wenn ihre Attraktivität bereits abnimmt. Es konkurrieren dann 27-28 jährige mit jüngeren Frauen um männliche Aufmerksamkeit – ein Wettbewerb, in dem sie nur verlieren können.

      Selbstverständlich sind unter den skizzierten Bedingungen auf dem Sexual- und Beziehungsmarkt diejenigen im Vorteil, die stärker nachgefragt werden.
      Und das sind nun einmal derzeit – siehe oben – Männer.
      Die Verhältnisse haben dazu geführt, dass sich der Wert von „Frau“ auf diesem Markt durch massives Überangebot mehr oder weniger *halbiert* hat. Eggs are cheap…

      Dass die Marktverhältnisse den Austausch „weiblicher Sex gegen Zugang zu männlichen materiellen Ressourcen“ zu Ungunsten von Frauen verschoben hat ist jedoch trivial.
      Dieser Markt schadet nicht etwa Frauen, weil er sie benachteiligt, sondern weil er für *gleichberechtigte* Verhältnisse sorgt.
      Und Gleichberechtigung schadet Frauen. /sarcasm off

      Diese Marktverhältnisse werden in der delikaten Psyche junger Frauen so widergespiegelt:

      “Young women complain that young men still have the power to decide when something is going to be serious and when something is not.“

      Es ist natürlich eine Frechheit, dass a. Männer immer noch Macht haben und b. Entscheidungen treffen.
      Besonders wenn es sich um die Entscheidung über einen Beziehungsstatus handelt.
      Wo doch alle Frauen wissen (oder fühlen), eine solche Macht, diese Entscheidung zu treffen steht *allein* Frauen zu.

      Wenn man in diesem Satz die Geschlechter vertauscht:

      “Young men complain that young women still have the power to decide when something is going to be serious and when something is not.“

      Handelt es sich natürlich um male entitlement der finstersten Art – ich finde solche Sätze entlarvend für das Pseudo-progressive weibliche Bewusstsein und auch diese beiden Sätze hier sind es:

      „It’s not, she says, that women don’t want to have sex. “Who doesn’t want to have sex? But it feels bad when they’re like, ‘See ya.’ ”

      It seems like the girls don’t have any control over the situation, and it should not be like that at all,”

      Wenn Frauen ein sexuelles Bedürfnis haben, dann tauscht sich dies auf einem Markt prinzipiell mit dem sexuellen Bedürfnis eines Mannes im Verhältnis 1 zu 1.
      Haben beide Interesse an unverbindlichem „nur Sex“, dann ist das eine Bedürfnis nicht mehr und auch nicht weniger wert als das andere.
      Und keiner Seite schuldet der anderen irgendetwas.
      Das wäre in der Tat *Gleichberechtigung* in der Sexualität.

      Wer jedoch der festen Überzeugung ist, der eigene Sex habe einen *größeren Wert*, kann den Verlust der Kontrolle über den Austausch von sexuellen Bedürfnissen beklagen, weil es den Verlust der Kontrolle über diesen Wert bedeutet. Und dieser „Wert“ geht m.E. über das hinaus, was Baumeister/Vohs beschreiben.

      Hier hat „Kontrolle“ nämlich einen Doppelcharakter:

      1. Als Durchsetzung einer Ideologie, der weibliche Sex sei geknüpft an BEDINGUNGEN, die einem Mann gestellt werden können und die dieser erfüllen muss. Der männliche Sex umgekehrt hingegen nicht.

      2. Zielt diese auf die Kontrolle der (gesellschaftlichen und individuellen) *Wahrnehmung*, dass nicht etwa die sexuellen Bedürfnisse wechselseitig befriedigt worden sind und sich gegenseitig aufheben.

      Sondern die eine Seite (weiblich) SCHENKT ihre Sexualität und die andere Seite (männlich) SCHULDET ihr etwas für dieses Geschenk.
      Und nur somit erwirbt sie durch Sex ein Anrecht auf die materiellen Ressourcen des Mannes.
      Existieren sexuelle Bedürfnisse aber *gleichberechtigt*, dann heben sich beide wechselseitig auf.

      Der Kern und die Konsequenz der weiblichen Ideologie ist damit, dass es *diese Gleichberechtigung* niemals geben darf.

      Die Entwicklung und Entstehung des Sexual- und Beziehungsmarkts hat dieses weibliche default (historisch entstandene Grundüberzeugungen, die ihnen als natürliches Anrecht erscheinen) erschüttert.
      Unter den derzeitigen Marktverhältnissen lassen sich diese Grundüberzeugungen weder durchsetzen, noch lassen sie sich halten.

      Ergo müssen sich a. Frauen entweder an die Marktverhältnisse anpassen oder b. der Markt muss so re-reguliert werden, dass das weibliche default wieder gilt. Und Frauen aus der Mittel- und Oberschicht wählen natürlich b.

      Aus der Perspektive einer politischen Ökonomie der Sexualität macht die Verschärfung des Sexualstrafrechts und die Hysterie über eine nicht existente „rape culture“ an den Universitäten in den USA einen Sinn.
      Als Korrektur von Marktverhältnissen für bürgerliche Frauen der Mittel- und Oberschicht, in denen der Wert von „Frau“ und weiblicher Sexualität zwangsläufig sinkt und die Gefahr droht, dass Männer nicht mehr in den institutionellen Rahmen einer Ehe einzuzwängen sind, in denen diesen Frauen per se die Hälfte des Einkommens eines Mannes zur Verfügung steht. Natürlich kann der „Staat als Ehemann“ einspringen; bei der Summe an materiellen Transfers, die Männer jährlich gewährleisten, wären Eskapaden bspw. wie der Irak-Krieg schlicht nicht finanzierbar.

      Die „falsche Sexualität“ soll also durch ein Bedrohungsszenario für Männer potentiell so teuer werden, dass sich diese in die Bahnen einer „richtige Sexualität“ lenken lässt.
      Und in dieser richtigen Sexualität gilt – wieder das weibliche default.
      Ironischerweise haben sie den Bogen in den USA m.E. dabei überspannt.
      Wenn JEDE Form von Sexualität für Männer potentiell bedrohlich ist und teuer werden kann, verliert weibliche Sexualität noch mehr an Wert.

      Schönen Gruß, crumar

    • „Falsch ist mMn außerdem die grundsätzliche These des Vanity Fair-Artikels, die Verhandlungspositionen im Dating-Markt seien **vor allem** durch die Apps zugunsten von Männern verändert worden.“

      Habe mir jetzt mal zu Testzwecken auch ein Account geholt und ich muss sagen: App Spielerei. Nen Kumpel hat am Freitag in einer bar zwei ein halb Stunden gebraucht um mit einem Mädel abzuzischen. Du hast keine bösen Überraschungen (fotos von oben!), trinkst Bier und hast Spaß. Alles halb so wild…

    • @ Crumar

      Gute Zusammenfassung!

      „Zurück zur Realität: Es gibt ein faktisches *Überangebot* von Frauen mit hohem Bildungsstatus, die alle auf der Suche nach Männern mit einem mindestens gleichen sind.
      Erschwerend kommt hinzu, dass mit der Verlängerung der Ausbildungsdauer Frauen auf einen Beziehungsmarkt gelangen, wenn ihre Attraktivität bereits abnimmt. Es konkurrieren dann 27-28 jährige mit jüngeren Frauen um männliche Aufmerksamkeit – ein Wettbewerb, in dem sie nur verlieren können. “

      Dieses Beispiel ist z.B. im China am extremsten (siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Sheng_nu); dort finden ganz viele Frauen aufgrund ihrer eigenen Ansprüche keinen Partner mehr. Leider reagieren Frauen auch dort instinktiv fast immer falsch; sie erhoffen sich bessere Chancen durch noch mehr Bildung und Einkommen (Etwas, dass sie an Männern attraktiv finden, aber Männer nicht unbedingt an Frauen) und schiessen sich damit endgültig völlig ins Abseits, da sie dann 35 sind und sich der überhaupt akzeptable Datingkreis bei den Männer stetig nach oben geschoben wird durch die Erwartung, der Mann müsse mehr verdienen als die Frau. Die Männern in diesem haben natürlich völlig andere Optionen (z.b. sehr hübsche 20 jährige) und dadurch gehen immer mehr Menschen auf lange Zeit leer aus (die schlecht verdienenden Männern mit niedrigem sozialen Status und die gut verdienenden Frauen mit hohen Ansprüchen).

      China als zentralistischer Gewaltstaat versucht das Problem (siehe http://www.latimes.com/la-op-kurlantzick21oct21-story.html) in erster Linie durch die Militärpolizei zu lösen oder aber durch eine offeneren Umgang Sexualität. Auf staatliche Initiative wurden Shops mit Sexspielzeug (für Männer und Frauen) geschaffen um die Frustrationen zu bekämpfen (siehe Youtube, dort gibt es Hunderte von Reportagen darüber), weil China genau weiss, was passiert, wenn Männer in einer konservativen Gesellschaft keinen Zugang zu Sexualität haben. In der Ehrlichkeit sind sie uns zumindest in diesem Punkt weit voraus.

      • @toxivvanguard

        Das Beispiel von China zeigt, dass Frauen nicht begriffen haben, auf welch schmalen Sockel sich diese weiblichen Ansprüche zwangsläufig beziehen müssen.

        Wenn weibliche Sichtweise ist, nur 2,5% aller Männer seien überdurchschnittlich attraktiv und die Mehrheit (!!!) der Männer unterdurchschnittlich, dann kann das nicht funktionieren.

        Wenn sich Angelina Jolie auf Brad Pitt reimt, dann trifft die 5% Frau auf den 2,5 % Mann – addiere ich dann noch deren Einkommen in die Gleichung, dann ist eine solche Konstellation statistisch annähernd so irrelevant wie ein Lotto-Gewinn.

        Was aber leider nicht heißt, Frauen hielten diese Kombination für irrelevant, weil sie eben keine Angelina Jolie SIND.
        D.h. es ist inzwischen nicht mehr gerechtfertigt darauf hinzuweisen, dass es objektive Kriterien gegeben hat, warum Brad Pitt keine fetten Walrösser, die gender studies studiert haben als Frau genommen hat.

        Sondern eine Frau, die wenigstens EBENSO reich, sexy und intelligent ist wie er und zusätzlich mit dem weiblichen Geheimwissen versehen, das Beste aus ihrer Weiblichkeit zu machen, nämlich gemeinsamen Nachwuchs zu generieren.
        DAS ist bereits *prinzipiell* Beleidigung weiblicher Fantasie.
        Es knüpft nämlich Sexyness, Intelligenz und Einkommen an die generative Potenz von Frauen.

        Und wir alle WISSEN, wie entsetzlich *insbesondere Frauen* zu leiden haben durch die Existenz solcher Bedingungen.
        Außer eben Angelina Jolie, die einen weniger leidenden Eindruck macht.

        All das findet übrigens in den USA statt und NICHT in China.
        DAS autoritäre Regime schlechthin in Sachen „gender“ findet sich m.E. auch nicht in China, sondern in den USA.

        Schönen Gruß, crumar

  2. “It seems like the girls don’t have any control over the situation, and it should not be like that at all,”

    Wo drüber wollen die Frauen dort die Kontrolle haben? Ob das jetzt eine Beziehung oder nur Sex wird?

  3. Tinder und andere ähnliche Portale sind für die Anbahnung einer Partnerschaft eher nicht geeignet. Das ist ein Bumsportal.
    —————————————————————————-

    Die “Dating Apokalypse”: Begünstigen Apps wie Tinder eher die Männer?”

    Das würde ich nicht so sehen!

    Die moderne Einstellung zur Bildung und Aufrechterhaltung einer Familie hat dazu geführt, dass immer mehr Leute freiwillig oder gezwungenermaßen als Single leben.

    Wenn es um die Erfüllung sexueller Bedürfnisse geht, hat die Frau den Vorteil. Sie ist das begehrte Objekt/Subjekt und kann sich unter den paarungswilligen Männern denjenigen aussuchen, der ihr am meisten zusagt. Mit zunehmenden Alter wird die Auswahl geringer, da muss sie Abstriche hinnehmen.

    Bei Tinder findet sie eine große Auswahl gutgebauter Männer. Allerdings sind diese eher nicht mehr bereit, eine Partnerschaft einzugehen, weil sie die Abwechslung lieben.

    Ein erheblicher Teil der Single-Männer ist für die Frauen nicht gut genug (Nerds, Verhaltensgestörte, Alkoholiker, mickrige, ungepflegte, mit Bierbauch, Loser). Diese Männer haben auch sexuelle Bedürfnisse, aber sie kommen bei Tinder nicht zum Zug. Da bleiben nur mehr die Frauen vom Sex-Gewerbe.

    Mit dieser Kurzdarstellung ist das Problem nicht vollständig beschrieben. Da müsste man ein Buch darüber schreiben 😉

  4. Feminismus: Die Empörung, dass nicht 100% der Frauen so privilegiert sind wie die privilegiertesten 10% der Männer.

  5. Das stimmt nicht mit meinen Erfahrungen vor einigen Jahren überein https://breakpt.wordpress.com/2015/02/09/neunhundertfuenf-20071685/.
    Auf Datingportalen wimmelt es nur so von Männern, die eine Beziehung suchen, statt reinem Sex. Ich bezweifle, dass das bei Apps wie Tinder viel anders ist.

    Genug Männer werden hier schlicht keine Bedingungen stellen können

    Ein Mann, der gar keine Bedingungen stellt, besteht schon den initialen Shittest nicht.

    • „Auf Datingportalen wimmelt es nur so von Männern, die eine Beziehung suchen“

      Sind wahrscheinlich die falschen Männer

    • Da hast du schon recht, aber das sind genau die Männer, die keine Frau abkriegen, weil sie schlichtweg ungeeignet sind. Das ist die dritte und letzte Kategorie der Nerds und Loser,… was immer auch.

      Nur ein Drittel der Männer ist gut genug für die Frauen. Die meisten davon sind vergeben, verheiratet oder in einer festen Partnerschaft lebend.

      Wenn eine Frau so einen hat, muss sie diesen nicht selten mit anderen Frauen teilen.

      Es gibt schon noch geeignete Männer unter den Singles. Allerdings sind die schwer für eine Partnerschaft zu gewinnen. Da braucht es gute Argumente und ein sehr gutes Angebot. Man findet diese Männer eher nicht auf Tinder, sondern persönlich (im Sportverein oder im Kirchenchor 😉 )

      • Nein, Nerds waren damals AFAIR nicht dabei. Mit denen hätte ich mich sicherlich besser amüsiert.
        Es kommt mir recht befremdlich vor, dass du Nerds und Loser in einen Topf schmeißt.

        • „Es kommt mir recht befremdlich vor, dass du Nerds und Loser in einen Topf schmeißt.“

          Du warst nie ein männlicher Teenager Nerd. Im Bezug auf sexual market gibt es eine starke Korrelation zwischen Nerd und Loser (=einer, der keine abkriegt).

        • Du warst nie ein männlicher Teenager Nerd.

          Aber ein weiblicher. 🙄
          Zehn, zwanzig Jahre später sieht alles ganz anders aus.
          Und ich kenne eine Menge erfolgreicher Nerds. 😉

        • „Aber ein weiblicher“

          Gehst du davon aus, dass für weibliche Tennager Nerds die gleichen Spielregeln gelten wie für männliche?
          Hmmmm…
          Mich würde das überraschen.

          „Zehn, zwanzig Jahre später sieht alles ganz anders aus“

          Das ist natürlich richtig. Bei mir gings mit 30 los.

        • Gehst du davon aus, dass für weibliche Tennager Nerds die gleichen Spielregeln gelten wie für männliche?

          Vermutlich nicht, zumindest nicht in sämtlichen Aspekten.
          Ich habe mir damals noch keine Gedanken darüber gemacht, zumal ich sonst überhaupt keine Nerds kannte.

        • Anders gefragt: Hast du dich als (sexuell gesehen) Underdog gefühlt?

        • So würde ich das nicht formulieren, und es war mir damals auch nicht völlig bewusst, aber im Grunde wohl durchaus.
          Ich hab hier mal was geschrieben, das in die Richtung geht: https://breakpt.wordpress.com/2015/05/13/neunhundertachtundsiebzig-20361010/

        • Es ist egal, wie sich die Leute kennenlernen, über Tinder, Parship oder elitepartner. Sie werden von der Qualität her nicht besser.

          Es gibt 100 Gründe, warum Mann und Frau nicht zueinander passen. Bei den Heirats-Vermittlern lehnen die Frauen natürlich eine Affäre ab, dafür sind sie sich zu gut, sie sind doch kein billiges Flittchen. Nachdem sie eine Beziehung begonnen haben, stellen sie fest, dass dieser Mann nichts Besonderes ist, er ist ganz gewöhnlich. Dann würden sie die Angelegenheit im Nachhinein gerne als Affäre betrachten.

          Bei einem dating-Portal ist von Anfang an nur eine Affäre vorgesehen, oder noch kürzer. Wenn sich daraus was entwickelt – ist es gut. Die Wahrscheinlichkeit dafür kann ein Unbeteiligter nicht abschätzen.

      • Ein bisschen ist es so, zumindest damals, wenn man noch mehr nach Konformität strebt.
        Ich habe zumindest gerne mal ein paar Spiele gezockt. Das galt in meinem Umfeld bereits als etwas, das man als Frau nicht „raushängen lassen“ sollte.
        Dann habe ich eine Zeit WoW gespielt, das wird auch von vielen Frauen gespielt, wahrscheinlich wegen der Grafik und der niedlichen Figuren.

        Mir ist da übrigens aufgefallen eine interessante geschlechtliche Verteilung der Aufgaben, wenn man in Gruppen spielt.
        „Tank“, also der, der die Aggression des Gegners auf sich zieht und alle Schläge einsteckt wird größtenteils von Männern gespielt.
        Während Frauen überprozentual Heiler spielen, ich habe auch fast nur Heiler gespielt.
        Im Schadensausteiler-Bereich hält es sich die Wage.

        Außerdem ist mir aufgefallen, dass es viele Männer gibt, die weibliche Charaktere spielen, andersherum nicht so häufig. Ich selber hatte auch nur einen männlichen Avatar.

        Und was noch interessanter ist, dass es in WoW eine Art Crusing Area gibt. Leute die mit ihren Figuren Cyber Sex haben 😀

    • „Ein Mann, der gar keine Bedingungen stellt, besteht schon den initialen Shittest nicht.“

      Das ist ein erstaunliches Maß an Klarheit von einer Frau. Ich bin etwas beeindruckt.

      • Danke. Aber es ist doch offensichtlich so:
        Zu allem gleich Ja und Amen zu sagen, wirkt extrem unattraktiv, und kommt unwürdig und needy rüber.

        • Natürlich. Aber eine Frau, die das so sagt, verlangt quasi danach, ihr Hindernisse in den Weg zu stellen. Das erscheint auf den ersten Blick nicht sehr klug und Frauen machen das in der Regel ja auch nicht. Ich frage mich, warum Du das tust?

        • So etwas einem Mann, den man gerade kennenlernt, direkt zu sagen, wäre tatsächlich extrem unklug.

          Ich selbst bin inzwischen vom Markt. Wenn mein Mann sich von mir auf der Nase herumtanzen ließe, wäre ich nicht mit ihm zusammen.

          Im Laufe der Zeit habe ich einiges an Erfahrungen und Erkenntnissen gewonnen, das ich gerne mit Leuten teile, die vielleicht davon profitieren können.

  6. Auch bei dem Artikel ist zu beachten, nicht so sehr darauf zu schauen, was die interviewten Frauen sagen, sondern auf das, was sie tun.

    Wenn die Damen z.B. sich beschweren, ihnen würde da Commitment, Verbundenheit, Vertrauen fehlen: Dafür gäbe es bestimmt bessere Möglichkeiten als Tinder. Trotzdem sind die Damen nicht bei der Heiratsvermittlung, sondern eben bei Tinder. Das bedeutet etwas.

    Wenn jemand diesen Artikel so interpretiert, dass diese Frauen hoffentlich bald genug davon haben, als total austauschbare Sexobjekte zum Wegwerfen behandelt zu werden oder lieber besseren Sex hätten: Nein, genau das bedeutet dieser Artikel nicht.

  7. https://www.youtube.com/watch?v=YkiR1KjIw7k lohnt sich in dem Zusammenhang zu schauen….für mich auf den Punkt gebracht !

    • „That is a hell of a pick up line“

      LOL

  8. “Young women complain that young men still have the power to decide when something is going to be serious and when something is not — they can go, ‘She’s girlfriend material, she’s hookup material.’ … There is still a pervasive double standard. We need to puzzle out why women have made more strides in the public arena than in the private arena.”

    Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Im Endeffekt impliziert er nichts anderes, als dass Männer keinerlei Entscheidungsfreiheit in Sachen Sex und Beziehung haben sollten. Gut, nicht überraschend, dass ist eines der Ziele des Feminismus.

    Ansonsten verstehe ich den Text nicht . Was ist die Ausssage außer, dass Frauen mal wieder furchtbar benachteiligt sind und Männer irgendwie doof?

    • „Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Im Endeffekt impliziert er nichts anderes, als dass Männer keinerlei Entscheidungsfreiheit in Sachen Sex und Beziehung haben sollten.“

      Genau das bedeutet der Satz nicht. Du nimmst den, als würde da ein Mann logisch und direkt sagen, was er will. Das kommt aber von einer Frau. Und deshalb bedeutet der Satz, dass Frauen Commitment nur von Männern wollen, von denen sie das nicht einfach bekommen. Er bedeutet, dass nur wenn die Frauen in Sachen Commitment nichts zu melden haben, dieses Commitment für sie in Frage kommt.

      • Hä?

        • So weit ich weiß meinst Du ja, das Frauen und Männer inkompatibel sind. Und während ich auch vermute, dass Frauen nicht über die geistigen Möglichkeiten verfügen, Männer zu verstehen, kann das männliche rationale Denken einen zuverlässigen „Übersetzer“ weiblich -> männlich produzieren und verwenden. Das ist eine weitere Säule der Überlegenheit des Mannes.

        • Selbstredend verfügen Frauen über die geistigen Möglichkeiten, Männer zu verstehen. Sie haben daran aber kein Interesse. Das Interesse von Frauen an allem, was nicht unmittelbar mit ihnen zu tun hat, oder sich nicht für ihre Bedürfnisse verwerten lässt, ist gering ausgeprägt.
          Deshalb ist es übrigens volkswirtschaftlich ja auch so absurd, Frauen zu fördern. Aber das ist eine andere Baustelle.

        • „Deshalb ist es übrigens volkswirtschaftlich ja auch so absurd, Frauen zu fördern“

          Geht man von einer Potentialreserve von 20-30% der Frauen aus, die weitergehende Interessen und Fähigkeiten haben und über den eigenen Schminkspiegel und das eigene soziale Netzwerk schauen können, ist es volkswirtschaftlich eben nicht absurd, diese zu mobilisieren. Anstatt sie in der Frauenwelt versauern zu lassen…

        • Geht man von einer Potentialreserve von 20-30% der Frauen aus, die weitergehende Interessen und Fähigkeiten haben und über den eigenen Schminkspiegel und das eigene soziale Netzwerk schauen können, ist es volkswirtschaftlich eben nicht absurd, diese zu mobilisieren. Anstatt sie in der Frauenwelt versauern zu lassen…

          Diese „20-30% der Frauen“ (oder wieviele auch immer) schaffen das aber entweder ohne spezielle Förderung, oder es lohnt den Aufwand nicht.

        • „diese zu mobilisieren.“

          Da klingt Frauenförderung fast wie Fracking. Da ist nicht viel, aber wir scheuen keine Kosten und Schäden, dranzukommen.

          Die Kosten/Nutzen Rechnung fänd ich interessant

        • „Geht man von einer Potentialreserve von 20-30% der Frauen aus, die weitergehende Interessen und Fähigkeiten haben und über den eigenen Schminkspiegel und das eigene soziale Netzwerk schauen können, ist es volkswirtschaftlich eben nicht absurd, diese zu mobilisieren“

          Natürlich ist es das. Denn wenn die 20 bis 30 Interessen und Fähigkeiten haben, hindert sie niemand daran, diese einzusetzen. Eine spezielle Frauenförderung ist schlichtweg überflüssig.

        • So einfach ist das nicht. Interessen und Fähigkeiten sind das eine, die sozialen Kosten bei vom Mainstream abweichendem Verhalten stehen denen immer gegenüber.

          Gerade wenn das „(anderen frauen aus dem sozialen Nahfeld) gefallen wollen“ ein dominierendes Handlungsmotiv ist, wird im Zweifel vielleicht ein Interesse da sein, dann aber zugunsten von konformeren Alternativen verworfen.

          Ganz ohne sanfte Unterstützung schaffen es dann vielleicht noch die 2% High-Performer, in deren Einschätzung die sozialen Kosten niedriger sind als das Interesse an der Sache.

      • Doch, da hat Adrian schon Recht, denn das ist genau das was die Gendervertreterin fordert.

        Es wird gefordert, dass wenn eine Frau sich schon herablässt mit einem Mann (den sie ausgewählt hat und von dem sie geistig Commitment erwartet) zu schlafen, dieser nachher nicht einfach nein sagen kann, wenn es um eine Beziehung geht, Dass es dabei natürlich immer um Männer geht, die mit grosser Wahrscheinlichkeit eh nicht commiten würden, ist von vornherein klar, sonst würde das „Problem“ ja gar nicht erst entstehen.

        • Nun ja, sind Frauen wirklich so doof, dass sie glauben, ein Mann der mit ihnen ins Bett geht will gleich mehr von ihr? Ich meine, klar, Frauen interessieren sich nicht groß für Männer, haben daher kaum einen Schimmer von männlicher Sexualität (siehe Onyx, Stephi, Margret et al) aber für so doof halte ich sie nicht.

        • Ok, sehe gerade dass Deine Aussage das gar nicht impliziert.
          Ja Frauen fordern Investitionen in sie als Tausch für sexuelle Versprechungen. Die leichtere Verfügbarkeit von Sex senkt dessen Preis und erschwert es Frauen männliche Ressourcen anzuzapfen. Deshalb die Bemühungen, die Kosten für Sex wieder zu erhöhen.

        • Nein, das glauben sie nicht. Aber sie sind empört, wenn sie nach dem Sex mehr wollen und er nicht.
          Um Gottes Willen soll nicht jeder, mit dem sie Sex haben, sofort um ihre Hand anhalten. Aber es ist eine Beleidigung, wenn der, von dem sie das gut finden würden, es nicht tut.

          Judgy Bitch hat eine Zusammenstellung von Geschichten, die in jedem amerikanischen Gericht heutzutage als Vergewaltigung durchgehen würden, wo es aber nie zur Anklage kam, weil die beiden jetzt zusammen sind.
          http://judgybitch.com/2014/09/26/im-gonna-repost-this-because-i-still-find-it-hilarious-hypothesis-its-only-rape-if-he-doesnt-fall-in-love/

          Erklärt sowohl die Rape-Hysterie als auch diese Beschwerde über Tinder: Es geht nicht an, dass Prinzessin nicht ihren Willen kriegt

        • „Um Gottes Willen soll nicht jeder, mit dem sie Sex haben, sofort um ihre Hand anhalten. Aber es ist eine Beleidigung, wenn der, von dem sie das gut finden würden, es nicht tut.“

          Das ist korrekt.

        • „Nein, das glauben sie nicht. Aber sie sind empört, wenn sie nach dem Sex mehr wollen und er nicht.“

          na dann keinen Sex mehr und alle sind glücklich…

    • „Was ist die Ausssage außer, dass Frauen mal wieder furchtbar benachteiligt sind und Männer irgendwie doof?“

      Tinder macht Männern Spaß. Alles was Männern Spaß macht ist eine Bedrohung. Es zieht Aufmerksamkeit und Begierde von der Frau ab. Daher muss tinder abgewertet werden. Wie implizit alles was Männern Spaß macht erstmal abgewertet wird. Man kennt das aus den Beziehungen. Männer müssen, wenn sie Spaß haben (ohne Frau), Kompensationsleistungen erfüllen. Frauen sind süchtig nach Bestätigung und Sicherheit, Freiräume müssen sich Männer immer erkämpfen oder dafür bezahlen. Erkämpfen sie sich keine Freiräume durch Kompensationsleistungen mehr, werden sie unattraktiv. Aber das ist ein anderes Thema. Tinder macht Männern Spaß (tinder steht hier für casual sex) und alles was Männern Spaß macht muss abgewertet werden.

      • Das ist eigentlich recht offensichtlich. Ich habe noch keine Frau getroffen, die an ihrem Partner nicht rumerzogen hätte. Ein Leben für Männer außerhalb der weiblichen Welt ist nicht vorgesehen. Sie hat der Fixpunkt aller Aufmerksamkeit zu sein.

      • Das gaze Verhalten ist alles nur ein Shittest, genau wie der Feminismus…

        „Dalrock complaints that women ruin everything. They want to enter male spaces and make the space feminine, as a power play, not out of any interest in the things of value in that male space, which they inevitably destroy.

        This is a key issue in gamergate, where feminists demand that the games should be no fun and no one should play them.

        Women want to rule, even though it makes them unhappy – it is a fitness test. They are looking for men that can defeat them, master them, and put them in their proper place.

        Natural selection wants men to fight against subordinate status so that they will win. Natural selection wants women to fight against subordinate status so that they will lose only to worthy men and and thus get impregnated by those worthy men.

        When women push their way into male spaces and then set about destroying those male spaces, they are looking for worthy men who will uphold the space and put them in their place. It is a fitness test. They hope to find the lord of this space who will not put up with a woman’s nonsense.

        What women really want is to be allowed into a male place on subordinate and unequal terms, to be allowed to speak only if spoken to, and any male wishing to speak the them has to get the permission of their owner first. They will fight like hell against this status, but if they win, they are unhappy, and if they lose, are happy.“

        http://blog.jim.com/culture/why-women-ruin-everything/

        ^^

        • Da musste ich gleich wieder hier ran denken:

          https://allesevolution.wordpress.com/2015/08/20/ceara-mccord-this-feminist-has-no-mind-of-her-own/

        • „Das gaze Verhalten ist alles nur ein Shittest, genau wie der Feminismus…“

          Mein Kumpel hat mich am freitag gefragt, dass er sich nicht erklären kann, warum frauen auf Männer stehen. Ich sagte ihm „Weil sie cool sind. Sie machen all das, worauf frauen nicht kommen, sie überschreiten Grenzen und sie geben Sicherheit. „.

          Deshalb ist feminismus eigentlich auch so fatal für viele viele frauen: Er nimmt weibliches klagen und leid zu ernst und setzt diese interessen politisch auf einseitigen kosten von Männern durch. Die Beziehung zwischen Männern und Frauen wird immer von gegenseitiger Näherung und ablehnung gezeichnet sein. Aber in dem man nur die eine Seite entmachtet, beschämt und behindert, bricht das letztlich zusammen.

          Crumar bringt das wieder wunderbar auf den Punkt: gleichberechtigung würde aufgrund der unterschiedlichen Interessen an sex bei frauen zu Verlusten führen. Daher muss diese hier verhindert werden, weil alte Strukturen weggefallen sind.

          Feminismus will hier mal wieder alles für die frau ohne Konsequenzen. Sie soll alles entscheiden dürfen und wenn sie das tun kann, ists auch wieder nicht recht. Und man kommt aus diesem Teufelskreis nicht heraus, es wird nie gut sein, Männer müssen irgendwann stopp sagen und eigene Interessen vertreten. Und genau das darf nicht sein, das wird beschämt und abgelehnt. Furchtbar ätzend, aber leider Realität in einer Welt, in der weibliches entitlement sogar schon politisch institutionell in frauen Organisationen und parteien in medien und politik abgesichert werden. Denn es wird nie aufhören, feministinnen werden immer jammern. Ganz einfach weil sie nur auf die Spitze gucken, genauso wie beim mating die Millionen Männer ohne Beziehungen und sex unsichtbar sind. Und klar, wenn ich nur die guten und erfolgreichen sehe, die die picky sind, dann denke ich das es Männer einfacher haben. Aber das jammern wird nie aufhören, nie. Den shittest kannst du nicht bestehen. Aber wir probierens mit immer mehr feministischen regulativ. Und das geht nicht gut, Männer machen ihr eigenes Ding…jedenfalls die guten. Und mit „den schlechten“ wird frau nicht glücklich. Siehe Artikel. Und schon wird gejammert. Würden Feministinnen das ganze in den Blick nehmen, würden sie erkennen wie gut es frauen doch eigentlich geht. Aber naja…der mensch ist eben nicht rational…

        • „Mein Kumpel hat mich am freitag gefragt, dass er sich nicht erklären kann, warum frauen auf Männer stehen. “

          Komische Frage. Findet er Männer so scheiße und abartig?

        • „Komische Frage. Findet er Männer so scheiße und abartig?“

          Ja sehr komisch. Ich war ein bisschen schockiert über die frage. Er kommt aber auch aus einer siebenjährigen Beziehung mit zwei jahren ehe und gemeinsamen Kind. Er ist jetzt in Trennung und sagt selbst, dass sie ihn ziemlich fertig gemacht hat was sexuelle Bedürfnisse angeht. Naja da muss ich noch mehr nachbohren, solche Gedanken gehen natürlich gar nicht.

          Aber kein wunder in der heutigen Zeit. Männer die sich fragen, warum frauen auf sie stehen. Umgekehrt undenkbar!

        • „What women really want is to be allowed into a male place on subordinate and unequal terms, to be allowed to speak only if spoken to, and any male wishing to speak the them has to get the permission of their owner first. They will fight like hell against this status, but if they win, they are unhappy, and if they lose, are happy.”“

          Was für ein Schwachsinn.

        • “Ja sehr komisch. Ich war ein bisschen schockiert über die frage. Er kommt aber auch aus einer siebenjährigen Beziehung mit zwei jahren ehe und gemeinsamen Kind. Er ist jetzt in Trennung und sagt selbst, dass sie ihn ziemlich fertig gemacht hat was sexuelle Bedürfnisse angeht. Naja da muss ich noch mehr nachbohren, solche Gedanken gehen natürlich gar nicht.”

          Hört sich nach einer depressiven Episode an.

    • @Adrian

      Wie gesagt, das kannst du moralisch verurteilen so viel du willst, die meisten Frauen, die einen Mann ernsthaft daten, haben ernsthafte Absichten. und fühlen sich sehr verarscht, wenn sich dann herausstellt, dass es für ihn nur Geplänkel war. Wird in den Fällen, wo es andersherum läuft auch so sein.
      Oder in Fällen, wo Frauen sich so verhalten wie sie sich offenbar gegenüber truth verhalten. Truth ist dann auch nicht nur „selber schuld“, wenn er glaubt, sie hätten ernsthaftes Interesse.
      Frauen die sich für einen 30 Minuten Bums treffen, sind davon natürlich ausgenommen.
      Aber auch im ersteren Fall gibt es eben durchaus Männer, die sich das zu Nutze machen. Denn dass man direkt am Anfang sofort die Karten auf den Tisch legt und von Heirat oder so redet, ist ja auch eher unwahrscheinlich.
      Manche Männer stellen sich dann auch etwas doof bzw tun so, als hätten sie plötzlich keine Ahnung von Frauen. „Wie? nur weil ich mich 6 Monate regelmäßig mit ihr getroffen habe und wir wie ein Paar gelebt haben, denkt sie, das wär was Ernstes? Selber Schuld.“
      So einfach ist das eben nicht.

      Plus, wie Christian schon sagte, das Zeitfenster zum Sex ist heute viel kürzer. Du „musst“ als Frau also relativ schnell intim werden.

      Aber man sollte das als Frau dann auch wirklich trennen. Wenn man sofort in die Kiste springt, sollte man im Hinterkopf behalten, dass es eben nur das sein könnte und ansonsten erst mal etwas kennen lernen und notfalls sich eben zum Affen machen und sagen, dass man nicht außerhalb einer Beziehung Sex hat und was der Mann dazu meint.
      Nur ob Tinder überhaupt dafür geeignet ist, darf sowieso bezweifelt werden. Das ist ja wirklich eher eine Bums- als eine Partnerbörse, das sieht man ja schon an der Aufmachung und Interface.

  9. Naja, wenn frau die unteren 60% abschneidet kann sie sich dann kaum darüber beschweren, dass die oberen 40% die Wahl haben. Je stärker die Hypergamie einsetzt (auch aufgrund von dem Fakt, dass Frauen mehr verdienen und sich weiterhin nur gegen oben orientieren werden), desto extremer wird der Konkurrenzkampf, da sie den Pool aktiv immer weiter verkleinern. Leider gibt das den Feministinnen immer mehr Munition, da sie sich immer stärker sexuell verfügbar machen müssen, was natürlich schlussendlich alles Vergewaltigung und Rape Culture ist.

    Wie im Hamsterrad.

    • äh ja und wenn die unteren 60% sich nicht mit den unteren 60% Frauen zufrieden geben, wird es eben auch nichts. Das ist keine einseitige Sache, sondern bedingt sich gegenseitig. Es ist nämlich auch nicht so, das mann sich so vorbehaltlos mit irgendeiner „Plunze“ zufrieden gibt. Dieses ständige Verantwortung hin und her schieben immer.

      • Und da ist sie wieder, die dreiste, weibliche Lüge, die entgegen allen Statistiken aus Deutschland, Südkorea (übrigens ein sehr extremes Beispiel bezüglich Hypergamie) und Hong Kong (Wo sie Männer „importieren“ müssen, weil den Frauen der Status ihrer Männer zu gering ist) weiterhin behauptet, dass Hypergamie nicht existiert und vor allem kein einseitiges Konstrukt ist, dass durch Frauen zustande kommt. Alle Statistiken, die Einkommen mit Status in Verbindung bringen und dann eine direkte Korrelation zwischen diesen Faktoren ziehen können, sind alles nur patriarchale Verschwörungstheorien.

        Du musst mir das alles nicht glauben, aber bald wird auch in Deutschland die Situation so offensichtlich sein (spätestens wenn die Generation nach Generation von Männern mit schlechten Zukunftsaussichten auf den „Markt“ geworfen wird), wie sie Momentan in Amerika oder Asien ist, aber dann wirst du sicher wieder eine andere Erklärung finden, warum das alles wieder die Schuld der Männer sein muss. Dann wird es wieder heissen „Where have all the good Men gone“ und „Man up“ und „Peter Pan“ und so weiter, einfach weil Selbstreflektion nicht möglich ist.

        • Ich habe nicht gesagt, dass Hypergamie nicht existiert (Wobei ich glaube, dass Hypergamie auch sozial/gesellschaftlich beeinflußt ist und verstärkt bzw. abgeschwächt werden kann). Aber ich sage, dass es auch ein Bestreben bei Männern nach besonders begehrten Frauen gibt. Von den Tendenzen.

          Die unteren 60% Männer können doch z.B die hier heiraten.
          Da haben sie vielleicht nicht so supi viel Konkurrenz von George Clooney und Herr CEO.

          Aber da heisst es dann doch auch wahrscheinlich eher „Hmnöö ich verdien was besseres“. Diese „Hypergamie“ existiert in anderem Kontext auch bei Männern.
          Selbst bei Roosh gibt es exakt dieses Phänomen. Es ist irritierend, dass ihr das nicht versteht. Ich habe nur sehr selten dort gelesen und kann es deshalb nicht mehr wieder finden, aber ich schwöre es ist wahr.
          Da ging es in einem Artikel über Heiraten usw. Und Roosh beschrieb dann die notwendigen Bedingungen, die die Frau erfüllen muss, um von ihm eventuell in Betracht gezogen zu werden. Da bin ich fast vom Stuhl gefallen 😀
          Natürlich kann jeder Ansprüche stellen, so viel er will.
          „Die Männer“ beschweren sich aber beide im Prinzip „grundlos“. Denn quantitativ gäbe es für jeden jemanden, wenn man ehrlich ist, oder? 😉 😉 😉

          Wenn Männer sich also beschweren, ist das im Prinzip genauso heuchlerisch wie die Frauen. Und wenn der Mann sagt „Ja aber sie ist mir zu hässlich“, dann muss er akzeptieren wenn die Frau sagt „Ja, aber er ist mir zu arm.“
          Deshalb nervt mich einfach dieses (was der Feminismus ja auch tut ich weiß, das macht es aber nicht besser) „Du bist schuld“ „Nein du“ „Du unendlich“ „Ne, ich hab einen Spiegel der es zurückwirft auf dich“ Spiel.

          „Zukunftsaussichten auf den “Markt” geworfen wird), wie sie Momentan in Amerika oder Asien ist, aber dann wirst du sicher wieder eine andere Erklärung finden, warum das alles wieder die Schuld der Männer sein muss. Dann wird es wieder heissen “Where have all the good Men gone” und “Man up” und “Peter Pan” und so weiter, einfach weil Selbstreflektion nicht möglich ist.“

          Ja, das muss man regeln. Weil es gravierende volkswirtschaftliche, (sozio)demografische, gesundheitspolitische Folgen hat. Ich habe da aber nicht so den Zugang zu. Ich bin zwar auch „hypergam“ in dem Sinne, dass ich einen Mann möchte, der mir gefällt und den ich mag, aber diese extreme Tendenz nach größtenteils materiellen materialistischen Aspekten kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Aber ich mag auch einfach einen anderen Typus Mann.
          Ich bin in dieser Sache auch nicht sicher, in wie weit das noch „rein natürlich“ ist oder ob nicht der soziokulturelle Aspekt auch stark beteiligt ist.
          Ich bin mir in dieser Sache einfach nicht mehr sicher, in wie weit sich der Mensch von der natürlichen Evolution „abgekoppelt“ hat bzw. sie zumindest beeinflußt.
          Ich kann mir nicht vorstellen, dass derart extremes Verhalten (sagen wir, in Hong Kong sind die Frauen verzweifelt, weil nur arme Schlucker mit 60.000 im Jahr (ka was man da verdient) ür sie interessieren) „natürlich“ ist. Ich denke, der technologische Fortschritt, Globalisierung, WOhlstand und massives Kohle Raushauen für Sachen die im Prinzip völlig sinnlos sind in Industrienationen, Wille, diese sinnlosen Sachen auch zu haben bei den Armen usw. spielt da auch mit rein. Heute gibt es einfach künstlich gesetzte Prioritäten (ja, auch die mögen nur wieder eine groteske Überformung biologischer Gesetzmäßigkeiten sein, aber dennoch…), die es „früher“ (menschheitsgeschichtlich) garantiert nicht gab. Da sind wir wieder bei der Frage nach dem Kultur oder Naturwesen.

        • und

          könnten http://exgirlfriendrecovery.com/wp-content/uploads/2015/02/nerdy.jpg

          heiraten, der vielleicht bei http://laylasurfs.com/wp-content/uploads/2014/01/Jessica-Simpson-11.jpg

          nicht sooooooo gut ankommt.

          Die träumen aber lieber von sowas hier usw.

          „Schuld“ ist da wohl niemand. Außer die Scheiß Industrialisierung. Wenn wir noch in der Steinzeit leben würden, gäbe es die Probleme nicht 😀

        • Ich bin aber auch dafür, dass mal etwas Werbung für „Facharbeiter-Männer“ gemacht wird.
          Man kann ja großflächige Plakate drucken auch wenn es sexistisch ist.

          Mit dem Plakat könnte man gleich noch Werbung dafür machen, einem aus dem Nahen Osten geflüchteten Mann ein Zuhause zu geben und für multikulturelle Diversität.

        • @Atacama:

          „“Die Männer” beschweren sich aber beide im Prinzip “grundlos”. Denn quantitativ gäbe es für jeden jemanden, wenn man ehrlich ist, oder?“

          Das gilt nur wenn alle monogame Paarbeziehungen wollen, was offenbar beiderseitig nicht der Fall ist.

          „“Wie? nur weil ich mich 6 Monate regelmäßig mit ihr getroffen habe und wir wie ein Paar gelebt haben, denkt sie, das wär was Ernstes? Selber Schuld.” So einfach ist das eben nicht.“

          Doch, so einfach ist das. Wenn Frauen Commitment/Heiraten von Männern wollen, dann ist heute mehr denn je die Frage, was dabei der Vorteil für den Mann sein soll? Ich meine, wenn die heute noch kochen und putzen können/wollen würden, dann wäre es vielleicht lohnenswert einen Preis dafür zu bezahlen. Und ob Du es glaubst oder nicht, genau die von Dir vermutlich geschätzte und gewollte Aufmerksamkeit des Mannes ist für den nicht immer die reine Freude.

          Das ist das Problem mit der entfesselten Hypergamie: Frauen wollen so lange bessere Männer, größere Gefühle, aufregenderen Sex, bis sie zu alt geworden sind um noch einen zum Bleiben halten zu können. Wenn sie dann einsam bleiben, ist das nicht die Schuld der Männer. Sondern das Scheitern der Frauen an ihrem eigenen sexuellen Ehrgeiz.

          Eine meine Exfreundinnen mochte dieses Lied hier dazu. Einige laufen da sehenden Auges hinein..
          http://www.myvideo.de/watch/6467242/Prinzessin_auf_dem_Abstellgleis

        • „Doch, so einfach ist das.“

          Nein.

          „Wenn Frauen Commitment/Heiraten von Männern wollen, dann ist heute mehr denn je die Frage, was dabei der Vorteil für den Mann sein soll?“

          Das gehört zu den Sachen, die man aber zwingend offen legen muss. Alles andere wäre Betrug, vielleicht nicht im juristischen, aber im moralischen Sinne.
          Dass der Mann das in dem Szenario nicht tut, zeigt ja, dass er weiß, was Sache ist. Weil er dann riskieren würde, dass es nicht klappt.

          „Doch, so einfach ist das. Wenn Frauen Commitment/Heiraten von Männern wollen, dann ist heute mehr denn je die Frage, was dabei der Vorteil für den Mann sein soll? Ich meine, wenn die heute noch kochen und putzen können/wollen würden, dann wäre es vielleicht lohnenswert einen Preis dafür zu bezahlen. Und ob Du es glaubst oder nicht, genau die von Dir vermutlich geschätzte und gewollte Aufmerksamkeit des Mannes ist für den nicht immer die reine Freude. “

          Du erwartest also dass deine Freundin für dich kocht oder putzt, sonst ist dir der Preis zu hoch, als dass es sich für dich lohnt. Ok. Gilt das nur wenn ihr einen gemeinsamen Haushalt teilt oder auch sonst?

        • Tja. Ich habe noch nie festgestellt, dass in dem Bereich irgendwas „moralisch“ funktioniert. Stell Dir mal vor irgend so ein NiceGuy würde sagen: „Wenn die Frau so aufgedonnert halbnackt rumrennt und sie sich dann auch noch Drinks von mir ausgeben lässt und sie dann hinterher doch nicht mit mir ins Bett steigt, dann ist das Betrug! Sie muss das vorher sagen, dann spare ich mir das Geld für die Drinks.“

          Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt. Und moralische Argumentationen sind eigentlich immer nur ein Ausdruck von Hilflosigkeit, was beiderseits unsexy ist.

          „Du erwartest also dass deine Freundin für dich kocht oder putzt, sonst ist dir der Preis zu hoch, als dass es sich für dich lohnt. Ok. Gilt das nur wenn ihr einen gemeinsamen Haushalt teilt oder auch sonst?“

          Ich mache das mit dem Zusammenziehen ja nicht mehr, weil es sich eben nicht lohnt. Es gab trotzdem schon Frauen, die versucht haben mit Hausarbeit in meiner Wohnung mein Herz zu erobern. Aber vielleicht ist das gar keine schlechte Idee von Frauen Putzen für Sex zu verlangen. So wie ich die Frauen kenne, fänden die das geil. Also nicht unbedingt das Putzen, sondern sich für den Sex zu qualifizieren. Ist doch nicht meine Schuld, dass Frauen so bescheuert sind.

        • “Wenn die Frau so aufgedonnert halbnackt rumrennt und sie sich dann auch noch Drinks von mir ausgeben lässt und sie dann hinterher doch nicht mit mir ins Bett steigt, dann ist das Betrug! Sie muss das vorher sagen, dann spare ich mir das Geld für die Drinks.”“

          Ich finde das nicht unbedingt vergleichbar, weil die Situation zu kurz und „anonym“ ist als wenn man ein „partnerschaftsähnliches Verhältnis“ führt.
          Aber bei Frauen, die längerfristig solche NUmmern wie mit truth abziehen bzw. Nice Guys wirklich ausnutzen, finde ich das absolut vergleichbar, ja.

          Im Falle, dass die Frau durch exzessives Flirten auf den Gedanken bringt, dass sie tatsächlich Intersesse hat (und sei es am Austausch von Telefonummern) und sich dann den ganzen abend unterhalten lässt und dann von der Toilette nicht mehr zurück kommt, finde ich das genauso inakzeptabel.

          „Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt. Und moralische Argumentationen sind eigentlich immer nur ein Ausdruck von Hilflosigkeit, was beiderseits unsexy ist.“

          Das ist unerheblich. Denn ohne bestimmte und sei es ungeschriebene Regeln wird alles erschwert. Klare Ansagen sind immer besser.
          Das ist in jedem sozialen Kontext so, nicht nur im partnerschaftlichen. Das wird sich durch Fatalismus nicht bessern, solltest du eigentlich wissen inzwischen.

          „Ich mache das mit dem Zusammenziehen ja nicht mehr, weil es sich eben nicht lohnt.“

          Das bedeutet demnach, dass Frauen, die ernste Absichten haben, bei dir so oder so an der falschen Adresse sind. Da wäre es dann von deiner Seite aus durchaus fair, das zeitnah anzusprechen, bevor sie sich umsonst bemüht.

          „Es gab trotzdem schon Frauen, die versucht haben mit Hausarbeit in meiner Wohnung mein Herz zu erobern. Aber vielleicht ist das gar keine schlechte Idee von Frauen Putzen für Sex zu verlangen. So wie ich die Frauen kenne, fänden die das geil. Also nicht unbedingt das Putzen, sondern sich für den Sex zu qualifizieren. Ist doch nicht meine Schuld, dass Frauen so bescheuert sind.“

          Nun ja, ich kann auch nicht verstehen wieso dieses Thema Putzen so ein Knackpunkt ist und mir kommt es tatsächlich etwas machistsch vor dass das so in den Fokus gesetzt wird teilweise, dass ausgerechnet hier selbst Frau Dr. med. bitte den Besen schwingen muss.
          Von einem Mann erwartet man ja auch nicht, dass er einen Speer schnitzt und im Wald Hirsche jagt, sondern man gesteht im zu, den bequemen Umweg übers BWL Sesselpupsen o.ä. zu nehmen. Dann sollte man doch so fair sein, das einer Frau auch zuzugestehen oder nicht? Ich gönne mir ja sogar wenn ich alleine lebe eine Putzfrau. Was nicht bedeutet dass ich gar nichts mache, aber für eine Generalreinigung eben doch ab und an.

        • „Klare Ansagen sind immer besser.“

          Das wäre wohl so, wenn Sicherheit und Verlässlichkeit Frauen scharf machen würde. Aber das Gegenteil ist der Fall. Je unklarer, umso schärfer.

          „Das bedeutet demnach, dass Frauen, die ernste Absichten haben, bei dir so oder so an der falschen Adresse sind. Da wäre es dann von deiner Seite aus durchaus fair, das zeitnah anzusprechen, bevor sie sich umsonst bemüht.“

          Natürlich suche auch ich nur meine Traumfrau, mein Special-Snowflake-Unicorn. Sie ist wunderschön und keine Last, sondern das reine Vergnügen. Und dann leben wir zusammen glücklich und zufrieden bis ans Ende aller Tage. Manchmal ist es schwierig, es immer wieder neu zu versuchen, voller Hoffnung! und dann ist sie doch wieder nicht…

          Tatsächlich kommuniziere ich meine Bindungsunwilligkeit in der Regel ganz offen. Weil ich weiß, dass Frauen nicht so vernünftig sind, dann woanders hin zu gehen, sondern weil sie sich dann erst richtig heiß darauf werden und sich mehr Mühe geben.

          Du trauerst auch nur denen hinterher, die Du nicht zum Bleiben bewegen konntest anstatt denen, die Du weggeschickt hast.

          Aber wir kommen vom Thema ab. Ich sage nach wie vor, dass wenn Frauen einen tollen Mann zum Bleiben bewegen wollen, sie sich besser überlegen sollten, was sie dem für einen Vorteil dadurch bieten. Irgendwelche Rechte darauf gibt es nicht.

        • „Das wäre wohl so, wenn Sicherheit und Verlässlichkeit Frauen scharf machen würde. Aber das Gegenteil ist der Fall. Je unklarer, umso schärfer.“

          In den USA offenbar nicht, deshalb ja der Artikel.

          „Tatsächlich kommuniziere ich meine Bindungsunwilligkeit in der Regel ganz offen. Weil ich weiß, dass Frauen nicht so vernünftig sind, dann woanders hin zu gehen, sondern weil sie sich dann erst richtig heiß darauf werden und sich mehr Mühe geben. “

          Das ist dann aber ihre Sache, denn du hast ja klar kommuniziert.

          Anderes Beispiel: Was ist mit Fremdgehen in einer Beziehung? Sagst du einer Freundin gleich zu Anfang präventiv, dass du nicht möchtest, dass sie nebenher mit anderen schlft oder würdest du ihr so viele Affären zugestehen bis du dahinter kommst und ihr dann verzeihen, weil du ja – selbstverschuldeter Weise – nicht gesagt hast, dass du das nicht so gut findest? Wie gesagt, ganz ohne Mindeststandards geht es nicht, oder eben doch, aber das ist dann Anarchie. Gibt ja auch welche, die das mögen.

        • „In den USA offenbar nicht, deshalb ja der Artikel.“

          Wie ich schon anderswo hier schrieb ist das Wesentliche an dem Artikel nicht, dass sich da Frauen über die Dating-Landschaft beschweren, sondern dass sie trotz Alternativen voll auf diese Dating-Landschaft einsteigen.

          „Was ist mit Fremdgehen in einer Beziehung?“

          Ich rede da gar nicht drüber und ich bin auch nicht sonderlich eifersüchtig. Bei mir gilt, dass eine Frau genau so lange in meinem Leben beiben darf, wie sie mir Spaß macht. Dazu gehört, dass sie möglichst verrückt nach mir ist und ich für sie der Tollste bin. Wenn das nicht mehr der Fall sein sollte -und wenn sie Interesse an anderen hat ist das ein Zeichen dafür- dann macht die Geschichte sowieso keinen Sinn mehr und sie fliegt raus. Ich drohe das auch nicht an oder so, das soll sie sich schön selber überlegen.

        • Das Wesen von Fremdgehen ist, dass man es oft nicht bemerkt. Also?

          Sie kann doch einfach wenn sie z.B auf einer Fortbildung ist eine Affäre haben und dann ganz normal wiederkommen.
          Trotzdem ist das etwas, das die meisten Menschen veurteilen würden, auch wenn bisher kein Gespräch darüber geführt wurde, wie man das handhabt.

          „Ich rede da gar nicht drüber und ich bin auch nicht sonderlich eifersüchtig. Bei mir gilt, dass eine Frau genau so lange in meinem Leben beiben darf, wie sie mir Spaß macht. Dazu gehört, dass sie möglichst verrückt nach mir ist und ich für sie der Tollste bin. Wenn das nicht mehr der Fall sein sollte -und wenn sie Interesse an anderen hat ist das ein Zeichen dafür- dann macht die Geschichte sowieso keinen Sinn mehr und sie fliegt raus. Ich drohe das auch nicht an oder so, das soll sie sich schön selber überlegen.“

          Also letztendlich insgesamt genau dieselbe als unreif kritisierte Einstellung, die auf Frauenseite kritisiert wird, interessant.

        • Wie bereits gesagt sind es immer die Schwachen, die moralisch argumentieren müssen. Vielleicht tust Du Dich mit denen zusammen, die so laut über die böse Hypergamie klagen. Vielleicht könntet Ihr etwas schönes, „faires“ ausmachen.
          Es ist allerdings immer leichter und sicherer, den eigenen Optimierungsehrgeiz zu zügeln, solange man in der Position der Stärke ist.

        • „Wie bereits gesagt sind es immer die Schwachen, die moralisch argumentieren müssen. Vielleicht tust Du Dich mit denen zusammen, die so laut über die böse Hypergamie klagen. Vielleicht könntet Ihr etwas schönes, “faires” ausmachen.
          Es ist allerdings immer leichter und sicherer, den eigenen Optimierungsehrgeiz zu zügeln, solange man in der Position der Stärke ist.“

          Das hat nichts mit Müssen zu tun, das ist einfach meine Meinung.

        • @ Atacama

          Auch bei den Frauen ist natürlich zu erwarten, dass je nach Statistik die unteren 10% – 20% leer ausgehen, je nach Statistik. Das wird auch schon automatisch passieren, weil mehr Männer sterben, obwohl es ja von Natur aus eine leichte Anpassung beim Geschlecht gibt

          Und ja, natürlich gibt es auch Hypergamie bei Männern, wobei man da eher von einer Tendenz Richtung R-Selektion sprechen kann (also viel Sex/Kinder im Extremfall ohne sich darum zu kümmern.) Nur wird ein solches Verhalten bei Männern in unseren Gesellschaft eben extrem stark bestraft, sobald Kinder ins Spiel kommen. Hypergamie bei Frauen wird hingegen staatlich gefördert bzw. belohnt (Darum werden zwischen 60-80% der Scheidungen durch Frauen ausgelöst, je nach Land etc.).

          Da die Kosten des Commitment für Männer extrem hoch geworden sind (deine Ehe wird nicht halten und du wirst dafür finanziell ausbluten) ist es absolut verständlich, wenn Männer nicht commiten, da es nicht übertrieben ist zu sagen, dass Commitment zu einer Frau dein eigenes Leben gefährden kann. Du kannst von Männern nicht erwarten, dass sie sich freiwillig durch den Fleischwolf drehen lassen nur um zu hoffen, dass sie das Ganze vielleicht intakt überstehen.

          Ich würde jedem Mann dazu raten keine längerfristige staatlich abgesegnete Beziehung (i.e. Ehe, Konkubinat etc.) mit einer Frau einzugehen. „Jungen“ Männern würde ich auch empfehlen Langzeitbeziehungen aus dem Weg zu gehen (gut, ich bin selber noch keine 30…). Das alles nicht, weil wir alles pubertierende Kindsköpfe sind (Ich bin lieber „Peter Pan“ als mich von der Gesellschaft als menschliche Arbeiterdrohne missbrauchen zu lassen, denn Peter Pan kann fliegen…) sondern weil diese Einstellung die einzige rationale, korrekte Antwort auf die aktuellen Zustände ist. Alles andere vergrössert das Risiko selber Schaden zu nehmen. Die Männer meiner Generation haben genug durch das System zerstörte Männer während ihrer Jugend gesehen, sie brauchen keine weiteren Beweise. Es ist nicht nötig diese Fehler selber nochmals zu begehen.

          Was im Artikel vorgeschlagen wird, ist eben wieder nur die Einschränkung der Männer und der Wunsch der Frauen den Mann zum Commitment zwingen zu können.

        • @toxic

          „. Hypergamie bei Frauen wird hingegen staatlich gefördert bzw. belohnt (Darum werden zwischen 60-80% der Scheidungen durch Frauen ausgelöst, je nach Land etc.). “

          Wieso „darum“? Nur weil zwei Phänomene parallel auftreten, muss kein kausaler Zusammenhang bestehen. „Du will was besseres“ ist so allgemein gesagt mit ziemlicher Sicherheit zu einfach.

          „Da die Kosten des Commitment für Männer extrem hoch geworden sind (deine Ehe wird nicht halten und du wirst dafür finanziell ausbluten) ist es absolut verständlich, wenn Männer nicht commiten, da es nicht übertrieben ist zu sagen, dass Commitment zu einer Frau dein eigenes Leben gefährden kann. Du kannst von Männern nicht erwarten, dass sie sich freiwillig durch den Fleischwolf drehen lassen nur um zu hoffen, dass sie das Ganze vielleicht intakt überstehen.“

          Wie gesagt: Von Leuten, die keine ernsten Absichten habe, erwarte ich, dass sie solche nicht vorspielen, um irgendein Ziel zu erreichen. Das gebietet eigentlich der Anstand.
          Ich habe aber schon zweimal erlebt, wie es anders laufen kann und das ist dann ein echt übles Gefühl und hat auch nichts mit Schwäche zu tun.
          Vertrauensmißbrauch ist einfach nicht schön. Das werden doch wohl auch einige Männer kennen oder nicht? Wieso wird das nun wieder so dargestellt, als wäre das nur ein Problem völlig naiver Frauen.

          „Ich würde jedem Mann dazu raten keine längerfristige staatlich abgesegnete Beziehung (i.e. Ehe, Konkubinat etc.) mit einer Frau einzugehen. “Jungen” Männern würde ich auch empfehlen Langzeitbeziehungen aus dem Weg zu gehen (gut, ich bin selber noch keine 30…). Das alles nicht, weil wir alles pubertierende Kindsköpfe sind (Ich bin lieber “Peter Pan” als mich von der Gesellschaft als menschliche Arbeiterdrohne missbrauchen zu lassen, denn Peter Pan kann fliegen…) sondern weil diese Einstellung die einzige rationale, korrekte Antwort auf die aktuellen Zustände ist. Alles andere vergrössert das Risiko selber Schaden zu nehmen. Die Männer meiner Generation haben genug durch das System zerstörte Männer während ihrer Jugend gesehen, sie brauchen keine weiteren Beweise. Es ist nicht nötig diese Fehler selber nochmals zu begehen.

          Was im Artikel vorgeschlagen wird, ist eben wieder nur die Einschränkung der Männer und der Wunsch der Frauen den Mann zum Commitment zwingen zu können.

          Kein Problem. Nur: Man muss es sagen.
          6 Monate lang große Liebe vorspielen und dann (von vornherein geplant) aus heiterem Himmel abdampfen und die Frau weiß nicht wo oben und unten ist, ist nicht ok.
          Man muss sich dann eben eine Frau suchen, notfalls gegen Bezahlung, die sich auf sowas einlässt.

        • „6 Monate lang große Liebe vorspielen und dann (von vornherein geplant) aus heiterem Himmel abdampfen und die Frau weiß nicht wo oben und unten ist, ist nicht ok.“

          wer nach 6 monaten sexueller beziehung nicht (mehr) ernsthaft verliebt ist, tut am besten daran, einen schlußstrich zu ziehen.

          wer sich vornimmt, 6 monate nach erst-verkehr abzudampfen, wird seinen plan nicht in die tat umsetzen (wollen und können), wenn er sich ernstlich verliebt hat.

          wer jung ist, kann verknallt und verliebt anfangs nur schwerlich auseinanderhalten.

          wie lange wolltest du den jeweiligen IHN denn zurückhaben (und was hast du dafür getan)?

        • „wer nach 6 monaten sexueller beziehung nicht (mehr) ernsthaft verliebt ist, tut am besten daran, einen schlußstrich zu ziehen.“

          Das meine ich nicht.

          „wie lange wolltest du den jeweiligen IHN denn zurückhaben (und was hast du dafür getan)?“

          Gar nicht. Am Ende war ich dann sogar froh drum. Ich habe mir nur gewünscht, ich hätte mir die Mühen vorher gespart. Es waren auch keine 6 Monate, das war nur ein Beispiel, aber es war definitiv so, dass er nu Sex (ohne den Aufwand des jedes mal Neu Suchens) wollte und dafür eben das (für ihn) nervige Paar-Spiel mitgespielt.

        • Und das hat er dir so gesagt?

        • Keine Antwort heißt nein?
          Das war nur die Erklärung, die Du Dir zurecht gebastelt hast nach dem Kontaktabbruch, oder?
          Er war das durchtriebene, letztlich eiskalte Arschloch und Du sein ahnungsloses Opfer, das ihm in die Falle gelaufen ist?

          Liebe ist Glücksspiel – keine sichere Bank.

          Gut, vielleicht sollte ich zu dem ganzen Thema lieber schweigen, wo ich doch noch nie verlassen wurde.^^

        • „Und das hat er dir so gesagt?“

          Nicht wörtlich, aber manche Sachen kann man auch so mitkriegen. Ich habe aber jetzt auch nicht so die Lust hier Beziehungsverläufe auszubreiten im Detail um irendwelchen Leuten im Internet irgendwas zu „belegen“.

          „Das war nur die Erklärung, die Du Dir zurecht gebastelt hast nach dem Kontaktabbruch, oder?“

          Nein.

          „Er war das durchtriebene, letztlich eiskalte Arschloch und Du sein ahnungsloses Opfer, das ihm in die Falle gelaufen ist?“

          Dieser ja.

        • Soll es geben.
          Was genau ist jetzt denn die Konsequenz daraus für Dich?

          (Nur soviel noch: das war vermutlich kein übers Internet abgegriffenes Exemplar, nehme ich instinktiv an?)

        • „Soll es geben.
          Was genau ist jetzt denn die Konsequenz daraus für Dich?“

          Schneller Verhältnisse klären.

          Angesichts des allgemeinen Kreuz und Quer Vögelns und der Flüchtlingsströme, die auch für eine höhere Durchseuchung der Gesellschaft sorgen, besonders, wenn man bedenkt, wie sehr sich die Männer mit den hiesigen Frauen „mischen“, muss man da eh vorsichtig sein. Selbst HPV ist ja auch nicht ohne.

          http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hiv-zahl-der-neudiagnosen-steigt-a-1042360.html

          „(Nur soviel noch: das war vermutlich kein übers Internet abgegriffenes Exemplar, nehme ich instinktiv an?)“

          Nein.

        • Für mich kam z.B. niemals ein Mann als Sexpartner ernstlich in Frage, von dem ich vermuten konnte, er hätte bereits die durchschnittliche Anzahl übertroffen.

          Womit einem irgendwann fast nur mehr ganz junge Männer zur Auswahl bleiben
          🙂

      • @ Atacama

        Wieso “darum”? Nur weil zwei Phänomene parallel auftreten, muss kein kausaler Zusammenhang bestehen. “Du will was besseres” ist so allgemein gesagt mit ziemlicher Sicherheit zu einfach.

        Da gibt es zu viele Studien zwischen wirtschaftlicher Situation und Hypergamie, die genau das Gegenteil davon anführen, was du gerade behauptest. In jedem Staat, in dem ein westliches Scheidungsmodell eingeführt wird (zuletzt Südkorea) steigt die Anzahl der Scheidungen, die durch Frauen ausgelöst werden rapide bis auf zwischen 2/3 bis 3/4 an. Das ist eben interessanterweise entlang aller kulturellen Grenzen und Völker gültig; es stimmt nur dort nicht, wo die Frau extremen Schaden bei der Auflösung einer Ehe nimmt (Theokratien etc…). Wäre hingegen männliche Hypergamie staatlich unterstützt, würden sich alle 40-50 jährigen Männer immer jeweils scheiden um neue, jüngere Frauen zu heiraten. Das können sich Momentan nur Millionäre und/oder Hollywoodstars leisten, dort ist die Existenz dieses Verhaltens aber recht offensichtlich.

        Zum Rest kann ich nichts sagen; ich befürworte sicherlich eine Position, bei denen beide ihre Karten offen auf den Tisch legen. Nur ist eine Verabredung über Tinder eben eher ein Fuckdate als eine Einladung zu einer Beziehung, daher sehe ich hier auch nicht die Notwendigkeit, dass der Mann schon von Anfang an sagt, er wolle keine Beziehung (Er kann es sich ja denn auch tatsächlich anders überlegen); in anderen Kontexten vielleicht schon, da magst du schon Recht haben. 6 Monate aktive Täuschung um an Sex zu kommen würde ich auch niemanden empfehlen.

        Grundsätzlich wird dieses Verhalten aber zunehmen, da Männer in den oberen 40% (oder weniger, das weiss man noch nicht) eine grössere Auswahl haben und sie durch eine Bindung nur Nachteile in Erfahrung nehmen. Je stärker deshalb Frauenförderung im Job und so weiter greifen, desto schwerer werden sie es auf dem Partnermarkt haben. Wenn z.B. die Zahlen aus Amerika wirklich stimmen und die höheren Abschlüsse zwischen Männern und Frauen in 10 Jahren 35:65 verteilt sein werden, dann werden sich beide Geschlechter lauthals beklagen, die eine Mehrheit weil sie gar keine Chance bei Frauen haben und die Mehrheit der Frauen, weil sie aufgrund der Konkurrenz austauschbar sind und nur als Kurzzeitstrategie in Frage kommen.

  10. Sag ich doch die ganze Zeit. Bisher wurde das immer geleugnet hier.

    • Äh, worauf bezieht sich das?

    • auf den Artikel.

      • Ah, verstehe ich recht, dass du meinst, der Artikel hat recht und alle Relativierungen und Kontextherstellungen in den Kommentaren sind irrelevant oder falsch?

        • Natürlich, Männer sind an weiblicher Hypergamie schuld. Sie sollen sich gefälligst mehr anstrengen…

        • „der Artikel hat recht und alle Relativierungen und Kontextherstellungen in den Kommentaren sind irrelevant oder falsch?“

          Nein, aber in den Grundzügen ist dieses Phänomen zu beobachten und das liegt eben nicht nur an „bösen Frauen“. Ich habe es in meinem Kommentar näher erläutert.

          In den USA scheint der Datingmarkt auch noch ganz anders zu laufen als hier. Und da Pick Up aus den USA kommt, wird das Phänomen dort auch sehr häufiger zu finden sein, mit bekannten Folgen.
          Mit Männern, die z.B ihr Verhalten von Roosh der in den usa ja sehr beliebt zu sein scheint, abgucken, ist wohl kaum ein Blumentopf zu gewinnen als Frau. Da sie aber auf ihre lay quote kommen wollen, gibt es sicher viele Frauen die mit solchen auf die Schnauze fliegen.

        • Also im Prinzip in anderen Worten crumars Darstellung inwiefern Frauen derzeit gearscht sind.

          Stimmt wohl in gewisser Hinsicht.

        • Nur in den USA. Hier passiert das exakte Gegenteil
          In Deutschland kommt Welle um Welle an Männernachschub aus middle east und africa und glaub mal nicht, dass die keine Chance haben. Das ist ein bisschen so als würde plötzlich Pattaya nach Deutschland flüchten (wobei mir das Gefahrenpotential durchaus bewusst ist).

          Das ist jetzt poltisch inkorrekt, aber meine Beobachtung ist ein bisschen so: Die Afrikaner tun sich mit den dicken deutschen Frauen zusammen. Mir kommt es vor, als würden solche Paare aus dem Boden sprießen wie Pilze, wobei es auch schwarz/weiße Paare gibt wo die Frau nicht dick ist, und die „charmanten“ Araber und Syrer umhäkeln den Rest übertrieben gesagt.

          Du kannst als Frau zwischen 10 und 60 in manchen Gegenden kaum noch vor die Tür ohne dass dir einer auf die Pelle rückt übertrieben gesagt. Ich war neulich in München. Heftig, heftig. Und viele Frauen werden schwach wenn da so ein „Exot“ ankommt, ist ja bei Männern nicht anders.
          Auch weil da physische Attraktivität mit „schlimmem Schicksal und vermuteter Pflegebedürftigkeit“ einhergeht. Die überwiegende Mehrheit der Ehrehamtlichen in Asylheimen soll weiblich sein.

          http://www.salzburg24.at/oe3-lady-elke-lichtenegger-nimmt-fluechtling-bei-sich-auf/4428735

          . Das ist (neben vermutlich steigenden Übergriffen) natürlich auch wieder eine massive Gefahr, wenn es hier dann genau umgekehrt läuft wie in den USA und das Pendel in genau die andere Richtung ausschlägt.

        • @ Atacama

          Kleine Anmerkung: In den USA kommt Welle um Welle an Männernachschub aus Mittel-/Südamerika und der Karibik zusätzlich zu den regulären Einwanderern aus aller Welt.

          Aber ist doch schön, wenn die hiesigen Frauen sich unserer arabischen und afrikanischen Freunde annehmen. So haben die doch ihr ganz persönliches „.Fräuleinwunder“ Wir sollten das denen aufs Taschengeld anrechnen 😉

          Und damit die hiesigen Jungs auch was haben, könnten wir doch mal wieder eine stattliche Zahl an jungen Frauen aus der Ukraine, Moldawien und Georgien und Armenien zu uns einladen. Ein echtes Win-Win.

        • Die Partnerschaft mit Ausländern ist nur scheinbar eine Problemlösung.
          Hier geht es um ein Geschäft. Es werden Sex und Familie gegen materielle Dinge eingetauscht. Nach einiger Zeit stellt man fest, dass die Erwartungen nicht erfüllt werden. Dann ist der Sex weg, die Familie weg, das Geld ist auch weg.

          Es kann gelingen, aber da müssen beide hart daran arbeiten, die Erwartungen des Partners nach Möglichkeit erfüllen.

          Wenn jemand feststellt, dass er/sie mit einer Partnerschaft ein schlechtes Geschäft gemacht hat, ist diese schon verloren. Zumindest ist kein Nutzen/Vorteil mehr damit verbunden.

        • @Peter Müller

          „Kleine Anmerkung: In den USA kommt Welle um Welle an Männernachschub aus Mittel-/Südamerika und der Karibik zusätzlich zu den regulären Einwanderern aus aller Welt.“

          In die USA kommen aber auch sehr viele Frauen. Hier gibt es zwar jetzt auch viele Frauen aus Südosteuropa usw. aber meistens sind es Männer. Ich glaube der Überschuß liegt schon bei 1 Million. Die Frauen aus dem mittleren Osten sind meistens in famiärer Begleitung oder nur für die eigene Ethnie zugänglich. Bei Südamerikanerinnen ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit anders. Ich finde das ziemlich verantwortlich, um ehrlich zu sein.

          „Und damit die hiesigen Jungs auch was haben, könnten wir doch mal wieder eine stattliche Zahl an jungen Frauen aus der Ukraine, Moldawien und Georgien und Armenien zu uns einladen. Ein echtes Win-Win.“

          Gibt es doch schon, wobei die meisten eher vom Balkan oder Bulgarien kommen.
          Es wundert mich sowieso, dass sich aus z.B Mazedonien offenbar keiner auf den Weg macht. Bei der wirtschaftlichen Situation da könnten sie sich doch einfach anschließen zynisch gesagt.

        • Warum kommen keine Leute aus Mazedonien? Weil wir keine solchen in die EU hereinlassen. Sie sind nicht EU-Mitglied.

        • Naturgemäß ist die Mobilität bei Männern ja höher. Ob das in den USA wesentlich anders ist, weiss ich gerade nicht. Wenn, könnte das mit dem Ius soli dort zusammenhängen…

          Deswegen schrub ich ja „einladen“. Um die Frauen vom heimischen Schuhschrank wegzulocken, muss man sich schon was einfallen lassen…

          „aus z.B Mazedonien offenbar keiner auf den Weg macht.“

          Tun sie doch schon. Und wenn es dort zum Bürgerkrieg kommt, werden die Zahlen explodieren.

        • „Naturgemäß ist die Mobilität bei Männern ja höher. Ob das in den USA wesentlich an“
          Ja, weil man in den USA kein Meer überqueren muss. Die prozentuale Differenz ist in den USA zumindest nicht so groß wie hier.

          Die Einheimischen Mazedonier beantragen jetzt auch Asyl? Die ersten Pakistaner und Inder sind wohlauch schon hier. Oh man. Irgendwie beschleicht mich das gefühl, da läuft was latent aus dem Ruder. Ich bin zwar keine Politikwissenschaftlerin, aber ich sehe Europa und die EU auf keinem guten Weg.

        • @decordoba

          „Die Partnerschaft mit Ausländern ist nur scheinbar eine Problemlösung.
          Hier geht es um ein Geschäft. Es werden Sex und Familie gegen materielle Dinge eingetauscht. Nach einiger Zeit stellt man fest, dass die Erwartungen nicht erfüllt werden. Dann ist der Sex weg, die Familie weg, das Geld ist auch weg.“

          Natürlich, multikulturelle Beziehungen bieten noch ganz andere Stolpersteine. Trotzdem ist es etwas was mir aufgefallen ist.
          Wirklich, wer mal in München ist, soll mal ein bisschen die Gegend um den Hauptbahnhof erkunden. Vielleicht übertreibe ich ja.

          „Wenn jemand feststellt, dass er/sie mit einer Partnerschaft ein schlechtes Geschäft gemacht hat, ist diese schon verloren. Zumindest ist kein Nutzen/Vorteil mehr damit verbunden.“

          Bis dahin ist das Maleur aber vielleicht schon passiert.
          War das nicht in den 60er und 70ern mit Italienern der Fall?


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