Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 31. Juli 2015

„Ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“

Männerhass im Feminismus wird gerne damit relativiert, dass man ja gar nichts gegen Männer habe, sondern nur gegen Männlichkeit und männliches Verhalten. Das sei eben Frauenfeindlich und bestärke entsprechende Strukturen

Es ist eigentlich eine klassische Form der sonst dort gar nicht gern gesehenen Form von „Ich habe nichts gegen Gruppe X, aber…“. Mit Schwarzen oder Homosexuellen ist man sich in dem Lager recht einig, dass danach eigentlich immer Rassismus und Homophobie kommen muss. Bei Männern soll das anders sein, Dabei ist es die gleiche Zuweisung von Eigenschaften nach Gruppenzugehörigkeit.

  • „Ich habe nichts gegen Schwarze, ich mag nur ihr Verhalten nicht“ wäre rassistisch
  • „Ich habe nichts gegen Schwule, ich mag nur nicht, wie sie sich verhalten“ wäre homophob
  • „Ich habe nichts gegen Feministinnen, ich mag nur nicht, wie sie sich verhalten“ wäre wohl auch unter Feministinnen eher so ausgelegt worden, dass man etwas gegen sie hat

Ich vermute mal, dass man im Feminismus anführen wird: „Männer können sich ja ändern und müssen sich nicht so verhalten, das führt zu sexistischen Strukturen und unterdrückt Frauen. Wenn sich Männer nicht so verhalten, dann haben wir auch nichts gegen sie.“

Aber das ist eben dennoch eine Verknüpfung einer negativen Eigenschaft mit einer Gruppe. Und viele Tätigkeiten stören Feministinnen eben dann gerade, wenn Männer sie durchführen, bei Frauen ist es ihnen egal.

Dominantes Auftreten ist eben bei Frauen empowerment, bei Männern Patriarchat. Etwas von oben herab erklären ist bei Männern Mansplaining, bei Feministinnen aber nervigerweise den Erklärbär für Leute, die es noch nicht begriffen haben spielen müssen.

Und es wäre eben auch nicht weniger rassistisch, wenn man sagt, dass man „nichts gegen Schwarze hat, wenn sie eben nicht stehlen und vergewaltigen, sie könnten sich ja ändern“. Weil man eben eine Gruppe verurteilt und ihr bestimmte negative Eigenschaften unterstellt und nur den Einzelnen davon ausnimmt, wenn er sich exkulpiert.

Die Gruppenmitglieder, gegen die man nichts hat, sind dann eben persönlich bekannt und werden deswegen ausgenommen, weil man bei ihnen die negative Sicht nicht aufrechterhalten kann, die man sonst gegenüber der Gruppe hat. Und damit ist es eigentlich recht deutlich, dass man eigentlich ein negatives Verhältnis zu der Gruppe hat, das auf Vorurteilen beruht.

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Responses

  1. Bei Schwulen ist es ja auch. ‚Und lasst die bloß nicht an die Kinder ran, sonst verschwulen die die.‘ Das lässt sich bei manchen Feministen in Bezug auf Männer auch beobachten. Da habe ich auch schon mal ein Interview gelesen, wonach es gut wäre dass Jungs wenige männliche Erzieher haben, weil sie von denen überkommene Rollenbilder übernehmen könnten.

    • ät Solanum:

      „Und lasst die bloß nicht an die Kinder ran, sonst verschwulen die die.“
      – Ach quatsch, wer sagt denn so was heute noch? Ultra-evangelikale Eltern? War neulich auf einer katholischen Hochzeit; und die Trans-Frau und die Lesbe dort waren keinen „Diskriminierungen“ ausgesetzt. Noch nicht mal von mir.

      Andersrum wird ein Schuh draus: Nicht die Konservativen sind noch groß intolerant; sondern die Toleranz-Schreier sind es. Tatsache ist, daß die linksextremen Gender-, Vielfalt- und Toleranzanhänger heutzutage die ideologischsten, verbohrtesten und intolerantesten Typen der Gesellschaft sind.

      • Ach quatsch, wer sagt denn so was heute noch? Ultra-evangelikale Eltern?

        Und gelegentlich katholische. Die Beschwerde dass den Schülern Homosexualität als gleichwertige sexuelle Orientierung gelehrt würde, was die in ihrer Identität verwirren könnte, kam durchaus öfter mal in der Bildungsplan-Diskussion. Zusammen mit der Frühsexualisierung.

        • ät Solanum:

          Kleinen Kindern auftragen, sich über ihre „eigentliche“ Sexualität „bewußt“ zu werden ist ja auch übergriffig.
          Daß Katholiken auch restriktiv sein können, ist richtig. Aber wie gesagt: In der heutigen Zeit ist die Gegenseite deutlich totalitärer eingestellt.

          Wären vor 500 Jahren wahrscheinlich seeeeehr gute Katholiken gewesen. 🙂

    • Das mit den Erziehern ist doch totaler Bullshit von Feministinnen, die von der Realität keine Ahnung haben. Wer als Mann Erzieher wird, wird wohl vom Typ her kein Rambo oder Don Juan sein, sondern ein Mann mit starkem Interesse an sozialen Gefügen und Mitmenschen. Die charakterliche und körperliche Spreizung bei Männern ist doch so hoch, dass es alle Charaktäre gibt. Die Feministen sehen halt immer nur die Klischeerollentypenmänner und denken, dass alle anderen auch so sind und die „dominanten“ „sexistische“ Verhaltensweisen nur verstecken, aber auch danach handeln.

      Das ist in etwa so absurd, wie männlichen Erziehern der Pädophilie zu verdächtigen.

      • Das ist in etwa so absurd, wie männlichen Erziehern der Pädophilie zu verdächtigen.

        Jap. 🙂 Aber das ist ein Vorurteil dass sich erstaunlich lange hält. Und die eine oder andere Gendertante hat eben ein schlechtes Männerbild.

        Ah, hier war es. Die Frau Faulstich-Wieland

        ,,,,hält Erzieher dagegen für gefährlich. Die Gefahr bestehe darin, dass „Jungen auf ein Stereotyp von Männlichkeit programmiert werden“.

  2. „(…) wonach es gut wäre dass Jungs wenige männliche Erzieher haben, weil sie von denen überkommene Rollenbilder übernehmen könnten.“

    Welche Frauen natürlicherweise nicht haben und nicht an Jungs weiterreichen können. Das ist natürlich ganz klar!!1!

    • Da greift das gute alte konservative Weltbild, nachdem Frauen sowieso viel netter und besser sind, und die Jungs bloß davon profitieren können. 🙂

      • Besser und motivierter in der Erziehung sind sie; ein männliches Vorbild ist trotzdem wichtig.

      • Im Gegenteil. Hab im KiGa seltene männliche Anwesenheit (in Form vom Praktikanten) nie als restriktiv, sondern in jeder Hinsicht für die Kinder positiv wahrgenommen (rumtoben, auf dem freigelände Ball spielen, tiefere Stimme/andere Kommunikation), während nicht wenige weibliche Erzieherinnen ihr konservativchristliches Weltbild auf die Kinder gedrückt haben. Beispiel, Kindergeburtstag in der Gruppe (3-6 J.), Kind wird mit dem Stuhl drei Mal hochgehoben, Erzieherin ruft nach „starken Jungs“ und verweigert (kräftigen, großen) Mädchen, mitanzupacken… Bullshit. In dem Alter sind die Unterschiede in Kraft und Größe doch noch minimal. Und Jungs, die nicht in die Puppenecke dürfen, weil sie „stören“. Wtf…

        • „Weibliche Erzieherinnen“. Ich finde diesen gehirnknacks den wir uns gerade durch gender feministische sprachdogmatik anlernen wirklich putzig. Dieser Versprecher zeigt jedes mal, dass die kollektivbezeichnung „Erzieher“ genauso gemeint ist, wie es Feministinnen wollen: geschlechtsneutral.

          Erst durch „männliche Erzieher“ wird es eindeutig. Da man ja eine symmetrie vermutet wäre „weibliche erzieherinnen“ ja nur logisch. Aber da ist keine symmetrie. Dort stehen die Erzieher der kita. Keiner weiß was übers Geschlecht. Dort stehen die erzieherinnen der kita. Keine keine weiteren fragen.

          wie eine idiotische Ideologie uns dümmer macht….

        • Ich würde t-u-san in diesem Fall zu gute halten, dass er vielleicht nur einen Pleonasmus intendiert hat. So wie „laute Punk-Band“.

        • Haha, erwischt. Der Erzieher, die Erzieher. Blah. Und ich bin kein „er“ Tststs. xD

  3. Ich habe nichts gegen Schwule, aber gegen ihre dominante schwulheit….

    Alles im feminismus dient der Verschleierung, alle Begrifflichkeiten wie gender, Männlichkeiten ect. ist letzlich ohne Belange. Es ist ein Nebel der über die kalte Ausgrenzungsideologie gelegt werden soll.

    Ich höre nicht mehr drauf, habe abgeschlossen irgendetwas positives für Männer aus feminismus herauszuziehen. Bei mir ist der vorhang gefallen. Keine Vorstellungen mehr von mein feminismus oder der ist doch für alle da. Alles quatsch, am ende gehts darum frauen zu sichern und Männer zu belasten.

    Und in feministischer Theorie gehts sogar noch weiter. Feminismus ist genau das, was er vorgibt zu bekämpfen. Er ist nicht die Lösung eines Problems, er ist das Problem. Gewohnt totalitäre Ideologie eben….

    • Ich habe nichts gegen Schwule, aber gegen ihre dominante schwulheit….

      Wir sind nicht alle dominant. Oder meintest du unsere Medienpräsenz?

      Das wäre das Gabalier-Argument. Normalerweise empfehle ich ja, wenn es jemandem unangenehm ist dauernd mit rummachenden Schwulen konfrontiert zu werden, weniger Schwulenpornos zu schauen.

      Ansonsten: Ja, wir sind gerade verstärkt in den Medien. Hauptsächlich weil uns die Demo-für-christlichen-Familienschutz-Fraktion -anlässlich der Eheöffnung und der Bildungspläne- gerade wieder wieder für den drohenden Untergang des Abendlandes verantwortlich macht.

      Ansonsten sind wir medial eher langweilig geworden. Da sind seit gut einer Dekade die Transsexuellen dominant. Komischerweise die MtF, obwohl es inzwischen wahrscheinlich mehr FtM gibt. Das ist noch aufregend und grenzüberschreitend. (genetische) Männer die als Frauen leben. Das regt die Fantasie des heterosexuellen Publikums an. Das war ja schon immer beliebter Comedy-Stoff, aber jetzt ist es in echt.

      • „Wir sind nicht alle dominant. Oder meintest du unsere Medienpräsenz?“

        Immerhin hast Du wieder mal diesen Beitrag verschwult 🙂

        • Sorry. 🙂

        • Ich finde das ja gut. Es entlastet mich, wenn Du da ab und an einspringst 🙂

      • Könntet ihr beide mal bitte mit eurem gayplaining aufhören?

        Typisch. Spricht man kritisch über dominante und einzwängende schwulheiten kommt direkt das derailing und ihr verweist auf Christen et al

        • Welche Schwulheiten zwängen Dich denn ein? Mir ist das mal bei einem Dreier passiert, aber wie läuft das bei Dir?

        • Gut, dann setze ich mich jetzt halt brav hin und überdenke meine Privilegien als Schwuler. Will ja ein guter MHR-Ally sein.

        • Genau, überdenkt mal eure priviligien. Wenn ich meint, das ihr keine habt ist das normal. Der priviligierte sieht seine Privilegien nicht.

        • Ich kenne meine Privilegien. Das wichtigste ist, jenes Geschlecht sexy zu finden, mit dem man geistig, emotional und intellektuell auf einer Wellenlänge liegt 😛

        • Ich hätte trotzdem gerne noch ne Antwort bezüglich der Zwänge. Kommt da noch was?

        • Letztens hat das Schwulitat hier seine jährlichen Paraden abgehalten. Die ganze Stadt war beflaggt mit bunten Fähnchen die die homonormativität preisten.

          Die zwänge sind überdeutlich, aber wir wehren uns! Jetzt ist schluss damit!

        • Hast du dich vertan, Christian? Wolltest du nicht schreiben:

          Schwulenhass im Maskulismus wird gerne damit relativiert, dass man ja gar nichts gegen Schwule habe, sondern nur gegen schwules Verhalten sei. Das sei eben männerverweichlichend und bestärke entsprechende Strukturen.

          NSG und Adrian haben deinen Artikel so verstanden. Irritierender Weise bezeichnet sich das NSG als „MHR-Ally“. Muss Schleimen schön sein. 🙂

        • Das Argument, das man nichts gegen x hat, sondern nur gegen das verhalten, findet sich in vielen Gruppierungen, auch im (konservativen) Maskulismus. Es ist dort genau so falsch, wie in anderen Gruppierungen

        • „Die ganze Stadt war beflaggt mit bunten Fähnchen die die homonormativität preisten.“

          Hmm, das ist alles? Man hat Dich nicht gezwungen, Schwänze zu blasen? Es war eigentlich eine Anweisung von mir, an alle CSDs der Republik, darauf zu achten, dass dies durchgesetzt wird. Welche Stadt war das?

          „Die zwänge sind überdeutlich, aber wir wehren uns! Jetzt ist schluss damit!“

          Du kannst ja eine Straight Pide Parade organisieren. Die letzte in Seattle war ein voller Erfolg 😀
          https://schwulemiker.wordpress.com/2015/07/29/lose-straight/

        • Ist es neuerdings ein schwules Privileg, es nicht nötig zu haben Ironie zu erkennen?

        • Ist es neuerdings ein schwules Privileg, es nicht nötig zu haben Ironie zu erkennen?

          Jetzt habt ihr es geschafft. Ich bin unsicher ob ich den Witz nicht verstanden habe, oder ihr. Ich dachte wir parodieren Facebook-Feministen.

        • Nick
          Ich kontere Ironie mit Sarkasmus 🙂

        • @Christian

          Sag ich doch. Adrian und NSG haben diese Struktur erkannt und übertragen. Das sie dies hier machen, heisst dann, dass es sich bei diesem Blog um einen des konservativen Maskulismus handelt, wie du sagst.

        • Wer so etwas sagt, der müsste sich den Schuh eben auch anziehen. Meines Wissens sage ich so etwas aber nicht. Wenn du meinst, dass die Argumentation auf einen konservativen Maskulismus zutriffst, dann sollte man das eben zurecht kritisch hinterfragen. Wenn du meinst, dass es nicht zutrifft oder das Argument an sich falsch ist, dann argumentiere dagegen

      • @ Christian

        Kennst du denn konservative Maskulisten ausserhalb des gelben Forums, die eine Reichweite haben?

        • Wofür würde das eine Rolle spielen?

        • Weil oft geschrieben wird im „konservativen“ Maskulismus wäre Eigenschaft X und Y vertreten und ich langsam bezweifle, dass diese Thesen überhaupt von irgendjemanden ausser rechtsextremen Verschwörungstheoretikern vertreten werden.

          Auch in der englischsprachigen „Szene“ lassen sich nur sehr wenige Beispiele dafür finden. Die Positionen, die „konservative“ Maskulisten vertreten sollten sind meistens einfach nur die Positionen von Kulturkonservativen.

        • Das wäre ja um so besser. Sind wir und denn einig, dass die verheimlichte Unterscheidung falsch ist?

        • Meine Aussage hat sich darauf beschränkt, dass diese Positionen kaum (noch) existieren. Es bezeichnet sich auch keiner wirklich als konservativer Maskulist, sondern der Feminismus spielt einfach die Rolle eines Propagandakonstrukts im „Kulturmarxismus“.

          Ein ähnliches Problem hat aber z.B auch der linke Maskulismus in seiner Namensgebung; würde man ihn z.B an der Mainstreamdefinition der linken Politik festmachen wäre er aus der Sicht von 99% der linken Politiker eine rechte, konservative Verschwörungstheorie.

      • „Die Beschwerde dass den Schülern Homosexualität als gleichwertige sexuelle Orientierung gelehrt würde, was die in ihrer Identität verwirren könnte, kam durchaus öfter mal in der Bildungsplan-Diskussion.“

        Auf der Seite der „Demo-für-Alle“ wird fast ausschließlich gegen die Frühsexualisierung argumentiert. Gegen die Homo-Lobby steht da praktisch nichts.
        Frühsexualisierung bedeutet nicht (nur), dass man Kindergartenkinder unbedingt beibringt, was homosexualität ist, am besten bevor sie überhaupt begreifen, was sexualität überhaupt ist. Frühsexualisierung ist, wenn man sie im Kindergarten in einer Weise mit Sexualität in Berührung bringt, die sie von sich aus überhaupt nicht interessiert, weil sie Sexualität in der Form noch nicht verstehen. Dass dahinter mit Kentler, Sielert und Tuider und ihrem Gedankengut die selbe Bagage steckt wie hinter dem grünen Pädo-Sumpf kann man gar nciht oft genug betonen.

        Danisch hat erst kürzlich einen Artikel gehabt, in dem er nachweist, dasss die DPA dies in Artikeln widerholt falsch dargestellt hat – nämlich immer wieder so, als ginge es da gegen Toleranz gegenüber Homosexualität. Und von der DPA schreiben alle ab – bzw. übernehmen es ungeprüft.
        Es geht bei Demo-für-Alle nicht um Schwule. Auch nicht gegen sie. Es geht dort tatsächlich um etwas anderes. Liebe Schwule, niemand hat etwas gegen euch, es geht nur nicht immer nur um euch.

        • In der Petition selbst wurde gegen

          Lehrkräfte sollen die nächste Generation mit dem Anspruch, sämtliche LSBTTIQ-Lebensstile seien ohne ethische Beurteilung (…) gleichzustellen…

          protestiert. Frühsexualisierung wurde da noch gar nicht besonders erwähnt. Das kam, meiner Meinung nach, in der Debatte erst später, um die Ängste um die Kinder gegen die Akzeptanzförderung zu instrumentalisieren. Und zwar mit Zitaten der ’schreckerregendsten‘ Übungsvorschläge aus einem Lehrbuch zur Sexualpädagogik, dass weder Teil eines geplanten Lehrplans. noch in irgendeiner Weise mit den Zielen und Richtlinien des Bildungsplans in Verbindung stand. Und weil es so schön war, hat man auch gleich den Eindruck erweckt, Übungen für 13-14-jährige wären für Grundschüler bestimmt.

        • Hier hast du die gute Hedwig. Sie hat es immer noch mit der Akzeptanz die sie nicht mag.

        • @Nachtschatten
          Du reißt hier einen Einzelsatz aus dem Gesamtkontext, an dessen Formulierung Du dich stößt.
          Bemerkenswerterweise ist das, was Dich stört, dass da bemängelt wird dass es keine ethische Beurteilung geben dürfe.

          Wiederstand gegen eine ethische Beurteilung is mir erst mal suspekt: Warum hat jemand etwas gegen eine ethische Beurteilung?
          Hat er Angst, dass die ethische Beurteilung nicht so günstig ausfällt?

          Zu diesem Thema Ethischer Beurteilung gehör z.B. der Absatz:
          „In „Verankerung der Leitprinzipien“ fehlt komplett die ethische Reflexion der negativen Begleiterscheinungen eines LSBTTIQ-Lebensstils, wie die höhere Suizidgefährdung unter homosexuellen Jugendlichen, die erhöhte Anfälligkeit für Alkohol und Drogen, die auffällig hohe HIV-Infektionsrate bei homosexuellen Männern, wie sie jüngst das Robert-Koch-Institut (5) veröffentlichte, die deutlich geringere Lebenserwartung homo- und bisexueller Männer, das ausgeprägte Risiko psychischer Erkrankungen bei homosexuell lebenden Frauen und Männern.“

          Ich frage mich schon, was verkehrt daran sein soll, dies zu thematisieren, wenn man das Thema der Buchstabenmenschen schon so Raumgreifend ausführt.
          Nur Friede-Freude-Eierkuchen klingt da schon nach einer ziemlichen Überhöhung – und nach ideologie.

          Immerhin führt der Bildungsplan fünf Leitprinzipien an:
          “ Berufliche Orientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, Prävention & Gesundheitsförderung sowie Verbraucherbildung. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass jedes dieser Leitprinzipien unter dem Gesichtspunkt der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ umgesetzt werden soll.“

          Dazu die Forderung, dass dieser Gesichtspunkt der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“in allen Klassenstufen und in allen Fächern beachtet werden soll (worauf auch die Schulbücher abgestimmt werden müssen. Jedes Schulbuch muss also irgendwo was zu diesem Gesichtspunkt enthalten. JEDES, sonst wird es nach diesem Bildungsplan nicht zugelassen.Das Erdkundebuch ebenso wie das Mathe- und das Chemiebuch)
          Aber bei all dieser Überbetonung der Buchstabenmenschen Darf nirgends auch mal nur ein kritisches Wörtchen dabe sein?
          Das ist dann „homophob“?
          Ehrlich, Schüler sind nicht doof, die merken, wenn sie bei sowas verarscht werden, und dass sie da „nichts kritisches sagen und denken dürfen“. Merkt man bei Ideologen immer schnell.

          Neben deinem herausgegriffenen Einzelsatz sagt die Petition nämlich auch an viel prominenterer Stelle:
          „Die Pläne schießen über das Ziel hinaus
          Wir unterstützen das Anliegen, Homosexuelle, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle nicht zu diskriminieren. Bestehende Diskriminierung soll im Unterricht thematisiert werden. […] Das vorliegende Papier „Verankerung der Leitprinzipien“ und die Ankündigung die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in ähnlicher Weise in den Bildungsstandards der einzelnen Fächer zu verankern, zielt für uns auf eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen.“

        • Du kannst nicht eine kritische Sicht auf „Heteronormativität“ einfordern (was die Buchstabenmenschensicht und der Bildungsplan nämlich durchaus enthält) und dabei jegliche kritische Sicht auf die Buchstabensuppe unterbinden.
          Das ist unethisch.
          Selbst katholischer Religionsunterricht ist da selbstkritischer unterwegs.
          Aber eine ethische Bewertung willst Du ja auch nicht dulden.

        • @maddesacht

          Du reißt hier einen Einzelsatz aus dem Gesamtkontext, an dessen Formulierung Du dich stößt.

          Zuerst einmal habe ich deine Behauptung zurückgewiesen, es ginge nur um Sorgen um Frühsexualisierung. Tat es am Anfang nicht. Tut es auch bei den nächsten Demos für Alle nicht. Queer.de bringt die Highlights vom Forum Deutscher Katholiken. Und da ist die gute Hedwig von Beverfoerde als eine der Hauptverantwortlichen recht ehrlich, in Bezug darauf, worum es ihr geht.

          Nun sei „die Zivilehe zu verteidigen“. Es sei entscheidend, als Bewegung zu wachsen, die fast 100.000 Online-Unterschriften für die Ehe-Öffnung zu übertreffen, auf die nächste „Demo für alle“ am 11. Oktober zu gehen, für diese zu werben, offline wie online. „Man kann die Ehe für alle noch verhindern.“

          Das Gerede von der Frühsexualisierung war schlicht eine Instrumentalisierung der Kinder, die man schützen zu wollen vorgibt.

          Wiederstand gegen eine ethische Beurteilung is mir erst mal suspekt: Warum hat jemand etwas gegen eine ethische Beurteilung?
          Hat er Angst, dass die ethische Beurteilung nicht so günstig ausfällt?

          Es ist wirklich eine interessante Frage. Immerhin machen wir uns nicht die Mühe die ethischen Dimensionen des Fußballspiels in Hinsicht auf die Gesundheitsrisiken zu untersuchen. Und eine einfache Unterrichtsfrage mit Verfremdungseffekt (GEW-Papier), ob es für Frauen wirklich sinnvoll wäre, in Anbetracht ihres gegenüber Lesben deutlich erhöhten Risikos sich Geschlechtskrankheiten zu zuziehen, heterosexuellen Sex zu haben, rief einen Sturm der Entrüstung von rechts-konservativer Seite hervor. Warum ist also das Gesundheitsrisiko von zwei erwachsenen Männern, die einvernehmlich Sex miteinander haben, eine ethisch so erstaunlich bedeutsame Frage?

          Dazu die Forderung, dass dieser Gesichtspunkt der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“in allen Klassenstufen und in allen Fächern beachtet werden soll

          Weil die Förderung von Akzeptanz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet wird.

          Das vorliegende Papier „Verankerung der Leitprinzipien“ und die Ankündigung die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in ähnlicher Weise in den Bildungsstandards der einzelnen Fächer zu verankern, zielt für uns auf eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen.”

          Und da sind wir beim Kernproblem. Nämlich beim Erziehungsauftrag der Schule. Ich habe bei dem Thema schon einmal geschrieben, dass ich natürlich keine Akzeptanz erzwingen darf.

          Ich kann von jemandem der aus weltanschaulichen Gründen Homosexualität kategorisch ablehnt, nicht verlangen dass er seine Weltanschauung aufgibt.

          So wenig wie ich von einem Rassisten, der vielleicht Schwarze und Asiaten für minderwertig hält erwarten kann, dass er seine Weltanschauung aufgibt. Oder von einer Feministin, die vielleicht glaubt Männer wären jederzeit nur eine Haaresbreite davon entfernt die nächste Frau im Blickfeld zu vergewaltigen oder dass männliche Erzieher für Kinder gefährlich sind (nicht dass das alle Feministen täten), dass sie ihren Glauben aufgibt.

          Darf die Schule nun aber den Kindern beibringen dass Rassismus eigentlich keine belastbaren Grundlagen hat, dass Homosexualität eine völlig akzeptable Orientierung ist, und dass Männer normalerweise keine vergewaltigenden Monster sind, oder ist das eine moralische und ideologische Umerziehung an allgemeinbildenden Schulen?

          Immerhin greift die Schule damit ja in das Erziehungsrecht unserer hypothetischen rassistischen, homophoben oder misandrischen Eltern ein, und macht ihnen – wie die Birgit Kelle es formulierte – die Lufthoheit über den Kinderbetten streitig.

          Ich denke: Ja, die Schule ist in ihrem Erziehungsauftrag geradezu verpflichtet dazu, das zu tun.

          Du kannst nicht eine kritische Sicht auf “Heteronormativität” einfordern (was die Buchstabenmenschensicht und der Bildungsplan nämlich durchaus enthält) und dabei jegliche kritische Sicht auf die Buchstabensuppe unterbinden.

          Oh, ich habe nichts gegen eine kritische Betrachtung der Buchstabensuppe. Ich habe etwas gegen die Instrumentalisierung von Kindern für homophobe Angriffe, gegen das Anlegen ungleicher Maßstäbe bei der kritischen Betrachtung und gegen Nebelkerzen wie ‚Man wolle doch nur mögliche Schaden durch Frühsexualisierung von den Kindern abwenden‘.

        • @NSG

          „Oh, ich habe nichts gegen eine ethische Betrachtung der Buchstabensuppe.“

          Ach ja? Und warum führst du sogleich ein Gegenargument an, das die ethische Betrachtung als nicht gerechtfertigt erscheinen lassen soll, nämlich die Nichtbetrachtung der ethischen Dimensionen des Fußballspiels? Dieses Argument bezieht seine Kraft zum einen daraus, dass erst ALLES einer ethischen Betrachtung unterzogen werden muss, bevor es ans Kritisieren der Buchstabensuppe geht (sonst wäre es Diskriminierung?). Diese Vorgehensweise ist ein zu durchschaubarer rhetorischer Trick, um sich gegen Kritik zu immunisieren und reicht nicht. Das Momentum erhält dieser Einwand erst durch die Art des Gegenstandes, nämlich Fußball, welches ein typischer männlicher Sport ist. Dadurch wird das Kritikwürdige der Buchstabensuppe zu einer Funktion des männlichen Blicks. Woraus folgt, dass die subversive Kritik am Männlichen erst vollständig und ohne Rest durchgeführt werden muss, um diese Funktionalität außer Kraft zu setzen, bis eine Kritik an der Buchstabensuppe gerechtfertigt ist. Dann erst sei sie objektiv und nicht nur ein verstellter Blick aus heteronormativer Perspektive. Übersetzt also: analysiere erst deine toxische Männlichkeit und Heteronormativität, bevor du mich kritisieren darfst. Das Ungleichgewicht in der moralischen Gewichtung der entgegengesetzten Positionen ist klar. Anti-Heteronormativität (Buchstabensuppe) muss sich nicht selbst kritisieren, bevor es Heteronormativität kritisiert. Heteronormativität dagegen soll sich erst vollständig kritisieren, bevor es Anti-Heteronormativität kritisiert.

          Dieses Argument ist damit ein konkretes Beispiel des Themas dieses Blogbeitrags, nämlich: „Ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“ wobei das X „Heteronormative“ sind, die Kritik an LGBTI üben und der zweite Halbsatz die Tätigkeit der Heterornomativen, nämlich Kritik an LGBTI zu üben.

          Das zweite Argument, das du vorbringst geht so:

          „Ich habe etwas gegen die Instrumentalisierung von Kindern für homophobe Angriffe, gegen das Anlegen ungleicher Maßstäbe bei der kritischen Betrachtung und gegen Nebelkerzen wie ‘Man wolle doch nur mögliche Schaden durch Frühsexualisierung von den Kindern abwenden’.“

          Auch hier ein konkretes Beispiel des Themas dieses Blogbeitrags, nämlich: „Ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“

          a.

          „Ich habe nichts gegen X “

          entspricht

          „Oh, ich habe nichts gegen eine ethische Betrachtung der Buchstabensuppe“

          also:

          „Die ethische Betrachtung der Buchstabensuppe“ ist das X, welches auf ein Gruppe übertragen, die Tätigkeit Heteronormativer ist (s.o.).

          b.

          „sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“

          entspricht

          „Ich habe etwas gegen die Instrumentalisierung von Kindern für homophobe Angriffe, gegen das Anlegen ungleicher Maßstäbe bei der kritischen Betrachtung und gegen Nebelkerzen wie ‘Man wolle doch nur mögliche Schaden durch Frühsexualisierung von den Kindern abwenden“

          also:

          „sie sollen sich nicht wie Heteronormative verhalten“ , nämlich LGBTI kritisieren, indem sie ein Argument anführen, das ein Ausdruck des heteronormativen Verhaltens ist: Kinder.

          Der Satz von Christian wird zu: „Ich habe nichts gegen heteronormative Kritik an Homosexuelle, ich habe nur etwas gegen eine Kritik, die sich heterosexuell verhält, nämlich aus der Perspektive der von Heterosexuellen gezeugten Kinder.

        • at quellwerk
          WTF? Wie kann man eine Argumentation nur so verdrehen?

        • at maddes8cht
          „Aber eine ethische Bewertung willst Du ja auch nicht dulden.“

          Geschlechtsreife Menschen, die im gegenseitigen Einvernehmen Sex haben und Beziehungen führen. So wie Heteros auch. Nur, dass sie es mit dem gleichen Geschlecht tun. Das soll nun unter ethischen Gesichtspunkten seziert werden?

          Man, man, Ihr Heteros seid so gefangen in Eurer normativen Welt. Niemand von Euch würde es akzeptieren, wenn man Euer Leben, Eure Beziehungen und Euer Sexleben dermaßen kritisch unter „ethischen Gesichtspukten“ unter die Lupe nimmt.
          Ihr Heteromänner setzt Frauen immerhin einem deutlich höheren Infektionsrisiko aus, wenn ihr mit ihnen schlaft. Ihr setzt sie gar der Gefahr aus, sie zu schwängern. Schwangerschaft und Geburt sind dabei nicht ohne Gesundheitsrisiken.

          Ja, ich habe als Mann, der mit Männern rummacht – als homosexueller Mann – ein erhöhtes Risiko, mich mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren. Was folgt daraus? Knast? Gesellschaftliche Stigmatisierung? Der Rat, doch lieber heterosexuell zu leben? Worum geht es hier?

        • Und wenn wir schon bei einer „ethischen Beurteilung“ sind. Nehmen wir uns doch mal die Männer vor:
          diese zeigen im Vergleich zu Frauen ein erhöhtes Risiko zum Selbstmord, zu Depressionen, eine erhöhte Anfälligkeit für Alkohol und Drogen, eine höhere Rate von Gewalttätigkeiten und Morden. Akzeptanz von Männlichkeit im Unterricht zu verankern zielt da durchaus auf eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung.

        • @ Adrian

          „Man, man, Ihr Heteros seid so gefangen in Eurer normativen Welt.“

          Aber natürlich! Wir haben ja auch normativen Sex, sogen. Blümchensex … 🙂

          Dir ist aber schon noch aufgefallen, daß gerade unser

          „“Sexleben dermaßen kritisch unter “ethischen Gesichtspukten” unter die Lupe“

          genommen wird?

        • „Dir ist aber schon noch aufgefallen, daß gerade unser ”Sexleben dermaßen kritisch unter “ethischen Gesichtspukten” unter die Lupe” genommen wird?“

          Ja, und ich sehe das ebenso kritisch.

        • @ Adrian

          Ich übe für einen meiner nächsten Beiträge, der sich mit dem Diskurs beschäftigen wird.

          Du benutzt zum Beispiel laufend das rhetorische Mittel, von einer konkreten Sache zum allgemeineren Standpunkt zu wechseln und von diesem aus den konkreten Sachverhalt zu bewerten und umgekehrt.

          Zum Beispiel sagst du:

          „Geschlechtsreife Menschen, die im gegenseitigen Einvernehmen Sex haben und Beziehungen führen. So wie Heteros auch. Nur, dass sie es mit dem gleichen Geschlecht tun. Das soll nun unter ethischen Gesichtspunkten seziert werden?“

          Es ging um die Frühsexualisierung von nicht autonomen Kindern und du redest über das Sexualverhalten von autonomen Erwachsenen.

          Oder:

          „Was folgt daraus? Knast? Gesellschaftliche Stigmatisierung?“

          Während es um die Gestaltung des Unterrichts an der Schule geht, woraus kaum Freiheitsentzug zu folgern ist.

          Ich habe bei NSG folgendes Methode angewendet: versuche, sobald du auf die Argumentationsfigur

          „Ich habe nichts gegen dich, ich habe nur etwas gegen dein Verhalten“

          triffst, eine Inhaltsgleicheit zwischen Subjekt und Tätigkeit herzustellen und beweise damit, dass der Sprecher dieses Satzes etwas gegen das Subjekt hat. Eine rhetorische Figur, die im feministischen Diskurs breite Anwendung findet.

        • „Es ging um die Frühsexualisierung von nicht autonomen Kindern und du redest über das Sexualverhalten von autonomen Erwachsenen.“

          Ich weiß, ich weiß, lernen das es Homosexualität gibt, und diese zu akzeptieren sei, ist Frühsexualisierung.

        • @Adrian

          Und wieder:

          es geht um die konkrete Ausgestaltung des Unterrichts, wie das Thema Homosexualität zu behandeln ist und du sprichst allgemein von der Kenntnisnahme der Homosexualität, die nicht erfolgen soll.

          Du hast ein massives Problem, die Begriffsebenen festzuhalten.

        • Konkret habe ich folgendes kritisiert:

          “In „Verankerung der Leitprinzipien“ fehlt komplett die ethische Reflexion der negativen Begleiterscheinungen eines LSBTTIQ-Lebensstils, wie die höhere Suizidgefährdung unter homosexuellen Jugendlichen, die erhöhte Anfälligkeit für Alkohol und Drogen, die auffällig hohe HIV-Infektionsrate bei homosexuellen Männern, wie sie jüngst das Robert-Koch-Institut (5) veröffentlichte, die deutlich geringere Lebenserwartung homo- und bisexueller Männer, das ausgeprägte Risiko psychischer Erkrankungen bei homosexuell lebenden Frauen und Männern.”

          Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, dass es ebenso keinerlei ethische Reflexion der negativen Begleiterscheinungen eines heterosexuellen Lebensstils an unseren Schulen gibt.
          Zusätzlich ahebich dies mit einer ethische Reflexion der negativen Begleiterscheinungen von Männlichkeit karikiert.

        • @ Adrian

          Woran machst Du die

          „… die höhere Suizidgefährdung unter homosexuellen Jugendlichen,…“

          fest? Hast Du Belege für die Beauhtung?

          *Methodisch qualtitätvolle Studien lassen kein erhöhtes Suizidrisiko Homosexueller erkennen, aber eine erhöhte Sterblichkeit aufgrund von HIV-Infektionen*

          http://sciencefiles.org/2014/01/22/homosexuelle-begehen-nicht-haufiger-selbstmord-als-heterosexuelle/

        • Ja, formal ist das ist ok. Davon lässt sich das Publikum schon seit Jahren beeindrucken. Der Punkt ist der, dass das formale Argument ohne inhaltliche Begrenzung, auch das Propagieren der Vielehe, Geschwisterliebe, Sex zwischen Eltern und Kindern begründen kann. Das Problem ist die Leugnung der Sinnhaftigkeit der Heteronormativität und die Unterordnung unter derselben. Die Akademia lässt sich seit Jahren von einer formalen Gleichheit blenden, die inhaltlich nicht gegeben ist. Das gleiche gilt bei der Homoehe.

        • „Der Punkt ist der, dass das formale Argument ohne inhaltliche Begrenzung, auch das Propagieren der Vielehe, Geschwisterliebe, Sex zwischen Eltern und Kindern begründen kann.“

          Das hoffe ich doch.

          „Das Problem ist die Leugnung der Sinnhaftigkeit der Heteronormativität und die Unterordnung unter derselben.“

          Nein, das Problem ist die Ungleichbehandlung, Diskriminierung und Stigmatisierung nicht-heterosexueller Menschen.

        • „Das hoffe ich doch.“

          Das Verhalten einer Kravallschachtel, die das Ficken von Kindern durch ihre Väter gutheißt, macht auf mich keinen großen Eindruck. Ich kann mich noch an einem Blogeintrag von dir erinnern, wo du bei deiner Familie warst oder sie bei dir zu Besuch waren, ich glaube da war sogar noch ein religiöser Hintergrund (Ostern?). Das ist bewundernswert: in traditionellen Verhältnissen aufwachsen und sie im fortgeschrittenen Alter pflegen aber gleichzeitig die Zügellosigkeit propagieren. Vielleicht solltest du deine Mutter mal in ihrem Ar.. fi… . Vielleicht kömmt ihr euch da etwas näher? 🙂

        • Wenn Du so dumm bist und nicht zwischen Einvernehmlichkeit und nicht konsensualem Sex unterscheiden kannst, kann ich Dir auch nicht mehr helfen.

        • Kannst du das entscheiden?

        • Was kann ich entscheiden?

        • Na, was konsensual ist und was nicht. Formalistisch wie du argumentierst, würde doch ein Formular ausreichen, um sein Einverständnis zu bekunden. Ein fünfjähriger Sohn bekäme ein Formular mit Bildern, wo er dann mit seinem Daumenabdruck sein Einverständnis für den konsensualen Sex bekundet. Zwischen Geschwistern sollte vollständige Freigabe herrschen. Zwischen Müttern und Söhnen auch, weil eine Frau einen Mann nicht vergewaltigen kann. Du siehst, die Grenzen verschwimmen.

        • Konsens kann man nicht immer eindeutig bestimmen. Bei Kindern gibt es daher ein Schutzalter, das die geistige Unmündigkeit und das Abhängigkeitsverhältnis von Kindern Rechnung trägt.

          Was Erwachsene im Einvernehmen miteinander treiben, geht niemanden was an. Das ist mein Grundsatz. Den ich für rationaler halte, als Dein Ansatz der Verhinderung von Zügellosigkeit.

        • “ Das ist bewundernswert: in traditionellen Verhältnissen aufwachsen und sie im fortgeschrittenen Alter pflegen aber gleichzeitig die Zügellosigkeit propagieren.“

          Ich bin auch entsetz: heterosexuelle Eltern haben und Ostern feiern, sich aber ansonsten von Männern in den Arsch ficken lassen. Zügellosigkeit allerorten.

        • @Quellwerk

          “Oh, ich habe nichts gegen eine ethische Betrachtung der Buchstabensuppe.”

          Genau genommen schrieb ich ‚kritische‘, nicht ‚ethische‘

          Und warum führst du sogleich ein Gegenargument an, das die ethische Betrachtung als nicht gerechtfertigt erscheinen lassen soll, nämlich die Nichtbetrachtung der ethischen Dimensionen des Fußballspiels?

          Ich habe die Frage gestellt, warum die ‚ethische‘ Betrachtung der Gesundheitsrisiken beim einvernehmlichen Sex zwischen Männern eine derart hohe Bedeutung haben soll, wenn die Gesundheitsrisiken bei anderen Aktivitäten, offensichtlich keine bedeutende gesellschaftliche Relevanz haben, ja wenn die Frage nach den Gesundheitsrisiken heterosexueller Betätigung für Frauen im Vergleich zur homosexuellen Betätigung wahlweise als absurd angesehen wird oder zu einem Sturm der Entrüstung führt.

          Die naheliegende Vermutung ist für mich, dass es sich um einen Versuch handelt eine Assoziation zwischen Homosexualität unhd Gesundheitsrisiken zu schaffen, die bei heterosexuellem Verkehr nicht angenommen wird. Das wäre die altbekannte Pathologisierungsschiene.

          Dieses Argument bezieht seine Kraft zum einen daraus, dass erst ALLES einer ethischen Betrachtung unterzogen werden muss, bevor es ans Kritisieren der Buchstabensuppe geht

          Und diese Behauptung wäre vielleicht ein non sequitur, wenn du dir die Mühe machen würdest eine Prämisse herauszuarbeiten, anstatt einfach nur die Behauptung in den leeren Raum zu stellen, dem sei so.

          Das Momentum erhält dieser Einwand erst durch die Art des Gegenstandes, nämlich Fußball, welches ein typischer männlicher Sport ist.

          Die eine oder andere Fußballerin mag dir da widersprechen wollen. Auch wie das behauptete Merkmal der ‚Männlichkeit‘ des Fußballspiels zum ‚männlichen Blick‘ führt ist mir nicht ersichtlich.

          Es tut mir leid dir das sagen zu müssen, aber Behauptungen in freier Assoziation aneinanderreihen, mag dem einen oder anderen Psychoanalytiker Freude machen, gilt aber gemeinhin nicht als gültige Argumentation.

          Es ging um die Frühsexualisierung von nicht autonomen Kindern und du redest über das Sexualverhalten von autonomen Erwachsenen.

          Ich bin nicht sicher um was es dir geht, obwohl ich den Verdacht habe dass es etwas mit ‚Trollen‘ zu tun hat, aber mir ging es ursprünglich um die hinter der Demo für Alle stehenden Motivation. Die Frühsexualisierung von Kindern erachte ich dabei schlicht als Instrumentalisierung der Sorge um das Kindeswohl. Wenn du darüber reden willst, da gab es letztes Jahr hier eine interessante Diskussion, an der auch einige regelmäßige Besucher von diesem Blog teilgenommen haben.

        • Es ist beruhigend zu sehen, dass der Begriff des Schutzalters für dich etwas bedeutet. Rein formal könntest du ein Schutzalter auf 3 Jahre setzen. Das bedeutet, dass deine Sucht, alles gleich zu machen, Grenzen kennt. Diese Grenzen zeigst du auf und verhältst dich damit wie die Gegner der Homoehe, deren Grenzziehung wiederum wegen des Arguments der formalen Gleichheit nicht gelten soll. Offenbar gilt für dich das Argument der formalen Gleichheit nur dann, wenn es dir passt. Im Fall der Kinder beziehst du dich wahrscheinlich auf ein nicht bestimmbares „Wohl des Kindes“: hier soll Ungleichheit herrschen. Diese Ungleichheit findet ihre Begründung worin? In der Natur der Sache? Eine Natur der Sache, die du bei der Ehe leugnest, wenn du formal ihre Konnotation mit Fortpflanzung zur Seite wischt?

        • @NSG

          „Und diese Behauptung wäre vielleicht ein non sequitur, wenn du dir die Mühe machen würdest eine Prämisse herauszuarbeiten, anstatt einfach nur die Behauptung in den leeren Raum zu stellen, dem sei so“

          Dies ergibt sich implizit aus der Wahl deines Gegenarguments, welches zwei Wirkungen hat.

          a.

          LBGTI wird kritisiert wg. erhöhtem HIV-Befund. Du gehst nicht auf diesen Punkt ein, widerlegst oder bestätigst ihn, sondern du machst etwas anderes: du erwähnst, dass die Kritiker eine Selbstkritik an anderer Stelle vermissen lassen. Die Tatsache dass diese Stelle (Fußball) nichts mit HIV zu tun hat, sagt folgendes aus: Will ein Mitglied der Gruppe A Mitglieder der Gruppe B wegen Y kritisieren, so reicht der Hinweis, dass Mitglieder der Gruppe A ein beliebiges (=jedes) X bei sich nicht kritisieren, um die Kritik an LBGTI zurückzuweisen. Dieser Satz ist deswegen in deinem Sinne richtig, weil du ihn sonst nicht ausgesprochen hättest. Aus der Beliebigikeit des X folgt notwendig, dass alle X abgearbeitet werden müssen, um in den Zustand zu geraten, LBGTI als Mitlgied der Gruppe A kritisieren zu können.

          b.

          Die Wahl des beliebigen Punktes der Selbstkritik (Fußball) ist bedeutend. Hättest du nur das Argument gebracht, dass Heterosexuelle sich ja auch anstecken und dies müsste zuerst thematisiert werden, bevor man sich der Risikogruppe zuwendete, wärest du zwar immer noch der Kritik ausgewichen, indem du auf den Kritiker zurück zeigst, aber immerhin wärst du bei der Sache geblieben. Der Nachteil hier wäre, dass die Sache, nämlich HIV, bei den Heterosexuellen nicht so ausgeprägt ist, so dass die zurückgewiesenen Kritik wieder auf dich zurückfiele. Das Thema Fussball ist für dich ein möglicher Ausweg, der neben der obigen, auch folgende Bedeutung hat:

          Unter a. habe ich nachgewiesen, dass du die vollständige Abarbeitung sämtlicher kritischer Punkte der Gruppe A forderst, bevor du an die Antwort auf die Kritik an der Gruppe B gehst. Wesentlich dafür ist die Beliebigkeit des kritischen Punktes X der Gruppe A.
          Allerdings definiert sich die eine Hälfte der Gruppe A idealer Weise durch ein spezifisches stereotypes Verhalten (neben der Hetersosexualität die Begeisterung für den Fussball). Wenn die Begeisterung für den Fussball als typischer Ausdruck der einen Hälfte der Heteros genommen wird (Männer), dann besteht also die Empfehlung zuerst das stereotypischte Verhalten der Männer, das es gibt, zu hinterfragen, um sich in die Lage zu versetzen, LBGTI kritisieren zu können. Wenn ein typisches Verhalten, das Männlichkeit spezifiziert, aber mit HIV nichts zu tun hat, abgebaut werden soll, um LBGTI kritisieren zu können, dann heißt dies, dass das „Männliche“ vermindert werden soll, der „männliche Blick“ zurückgenommen werden soll, um LBGTI objektiv in den Blick nehmen zu können.

          Du hast also mit dem Hinweis, Heteros sollen ihre Fußballbegeisterung hinterfragen, zwei Wirkungen erzielt, um die Kritik an LBGTI abzuschwächen.

        • „Diese Ungleichheit findet ihre Begründung worin? “

          Dass Kinder keine Erwachsenen, nicht mündig und damit keine eigenständigen Rechtssubjekte sind.

          „Eine Natur der Sache, die du bei der Ehe leugnest, wenn du formal ihre Konnotation mit Fortpflanzung zur Seite wischt?“

          Natürlich, denn Ehe ist etwas anderes als Fortpflanzung, denn

          a) ist Fortpflanzung keine Pflicht um zu heiraten (siehe bspw. Merkel, Kauder, Steinbach)

          b) ist die Ehe keine Bedingung um sich fortzupflanzen (meine zwei Neffen sind unehelich gezeugt worden und wachsen auch so auf)

        • Quellwerk

          „dass das formale Argument ohne inhaltliche Begrenzung, auch das Propagieren der Vielehe, Geschwisterliebe, Sex zwischen Eltern und Kindern begründen kann. “

          Genau darauf läuft es hin. Nur, wo ist jeweils das Problem?

        • Hui, hier gings aber ab.
          Nicht, dass mich das jetzt überraschen würde…
          Bevor ich mich durch alles durchgelesen hab (fall ich das tue), auf jeden Fall eines:
          In der Argumentation gegen eine ethische Bewertung tut ihr so, als gäbe es jau auch keine ethische Bewertung des Heterosexualität.
          Genau das ist aber falsch, und das habe ich auch bereits geschrieben:
          Heterosexualität wird von der genderista als „heteronormativ“ bezeichnet, das ist ein ethisch wertender Begriff, der heterosexualität abwertet, um die Buchstabensuppe aufzuwerten.

          Und genau das war der eine Teil meiner Begründung:
          Wenn da schon die Heteronormativität kritisch und „ethisch“ belechtet wird (und das wird sie), dann kann es (vor allem angesichts des schieren Umfangs, den das Thema in Zukunft spielen soll – wie gesagt, in fünf von fünf Leitprinzipien „besonders“ zu berücksichtigen, in allen Fächern und in allen Klassenstufen – da gibt es irgendwie nichts wichtigeres mehr) einfach nicht sein, dass man an die Regenbogenfraktion nicht auch mal einen kritischen Blick richten darf.

        • @ maddes8cht
          Vielleicht können wir darüber reden, wenn Heterosexuellen auf der Grundlage einer angenommenen Höherwertigkeit der Homosexualität das Recht auf Freiheit, Ehe, Gleichberechtigung und Achtung verwehrt wird. Ansonsten lasse ich mich auf keinerlei Diskussionen um eine Diskriminierung heterosexueller Menschen ein.

        • Ah, das selbe „Argument“ wie bei bei der Feminista: Solange noch nicht alle „Frauenprobleme“ der Welt beseitigt sind, brauchen wir über so was wie Männerprobleme gar nicht erst anfangen nachzudenken.

          Ist das Billig.

          Die Art und Weise, „Heteronormativität“ (was für ein Wort) „kritisch“ zu hinterfragen, und entsprechend „kritische“ Fragestellungen gegenüber der Buchstabensuppe zu unterlassen, ist durchaus eine erste Form von Diskriminierung.

          Und es ist im Wesentlichen die selbe Methode wie die des Feminismus, den Männern bei Geschlechterthemen jede Mitsprachemöglichkeit zu verweigern. So hat es dort vor 40 Jahren angefangen, dass nur Frauen die Legitimation zuerkannt wurde, sich dazu zu äußern.

          Und nein, Adrian, ich habe keine Lust, so lange mit Reaktionen zu warten, bis sich diese Denke genauso durchgesetzt hat wie beim Feminismus.

          Die Schwulenbewegung verscherzt sich mittelfristig alle Sympathien, die sie gegenwärtig durchaus hat, mit der Art und Weise, wie sie genausowenig den Hals vollbekommen wie die Feminsta.

          Gleiche Rechte genügen nicht – es müssen Quoten sein in Rundfunkrat, den öffentlichen Sendeanstalten und ähnlichem, es braucht diese ausufernde Darstellung im Schulunterricht, die sich wie Mehltau über alles und jedes noch so kleine Thema legen muss.

          Alles Teile des baden Württembergischen Aktionsplanes, von dem der Bildungsplan ja nur ein Teil ist.

          (Wobei ich mich ja zwei Dinge besonders frage: Was ist, wenn da Homos selbst der Meinung sind, dass ihre Sexuelle Orientierung ihren Arbeitgeber einfach nichts angeht?
          Und zweitens: Wenn ich mir ansehe, wie viele prominente Journalisten ihre Homosexualität bereits geoutet haben und sich stolz dazu bekennen (nicht falsch verstehen: dürfen sie…), dann frage ich mich durchaus, ob diese Branche nicht ohnehin einen eher hohen Anteil an Buchstabenmenschen beherbergt. Wenn man da eine Quote einführt, die sich so grob am Anteil in der Bevölkerung orientiert, und dann feststellt, dass diese weit übererfüllt ist, sagen wir mal um das doppelte – sollte man dann Entlassungen von Homos fordern ….? Nein, wie immer bei Quoten wird das natürlich nicht passieren. Aber irgendwas wird dann wohl trotzdem als Beweis gesehen werden, dass man die Quote trotzdem braucht…)

        • @maddesacht

          Ah, das selbe “Argument” wie bei bei der Feminista: Solange noch nicht alle “Frauenprobleme” der Welt beseitigt sind, brauchen wir über so was wie Männerprobleme gar nicht erst anfangen nachzudenken.

          Ok, nochmal ganz langsam, für Dumme wie mich: Adrian schreibt er fände Diskriminierung von Heterosexuellen als solche erst diskutierenswert, wenn eine ungerechtfertigte Diskriminierung von Heterosexuellen tatsächlich vorliegt.

          Du interpretierst dass als einen Unwillen sich mit Männerproblemen zu befassen, was Adrian offensichtlich seit Jahren tut.

          Nun können wir sicher feststellen, dass gegen dich ungerechtfertigt diskriminiert wird. Aber in welcher Eigenschaft? Sicherlich als sexueller Mann durch die Dämonisierung der männlichen Sexualität. Das trifft aber Schwule genauso. Die Diskriminierung hier bezieht sich nicht primär auf deine Heterosexualität (sonst würde das uns Schwule nicht treffen ) sondern auf deine Männlichkeit. Zweitens durch die gesellschaftlichen Anforderungen an Männer. Nachdem schwule Männer auch mehrheitlich als Männer wahrgenommen werden (überzeugend Mädchen spielen konnte ich nur als ich jünger war und als zierlich durchging), ist das auch keine spezifische Diskriminierung Heterosexueller. Bisher habe ich den Eindruck, dass gegen dich zwar in deiner Eigenschaft als Mann diskriminiert wirst, wogegen Adrian sich oft und begeistert ausspricht, aber nicht bezogen auf das Merkmal Heterosexualität.

          Die Art und Weise, “Heteronormativität” (was für ein Wort) “kritisch” zu hinterfragen, und entsprechend “kritische” Fragestellungen gegenüber der Buchstabensuppe zu unterlassen, ist durchaus eine erste Form von Diskriminierung.

          Heteronormativität wird wohl deshalb hinterfragt, weil heterosexuelle cis-Menschen, und ihre Rollenbilder eine gesellschaftliche de facto Norm schaffen. Das ist jetzt keine Schuldzuweisung, sondern schlicht eine Funktion dessen, wie wir die Welt nach Erfahrungswerten einteilen. Wenn 95% der Pärchen gemischt-geschlechtlich sind, ist es nur vernünftig bis zum Beweis des Gegenteils davon auszugehen, dass das nächste Paar dass einem über den Weg läuft wohl auch gemischt-geschlechtlich ist. Die Hinterfragung zielt, so zumindest mein Eindruck, weitgehend daraufhin ab, inwieweit eine Anpassung an die vorgegebenen Rollenbilder notwendig und inwieweit es unnötig ist.

          Ich habe absolut kein Problem damit zu hinterfragen, inwieweit straight-acting für Schwule notwendig ist ob die sexuelle Orientierung im Job wichtig ist, ,wie sich die Abneigung gegen Tunten und andere fems innerhalb der Community auswirkt, usw. Darüber kann man tagelang labern, glaub mir. Das wird auch kräftig gemacht, wen es mal langweilig ist. Da wird tatsächlich die Lebensweise von Homosexuellen kritisch hinterfragt, und du bist selbstverständlich auch als Heteromann herzlich eingeladen dich daran zu beteiligen, wenn du dir das antun willst.

          Bei der ‚kritischen‘ Hinterfragung von Homosexualität durch Heterosexuelle, meistens abhebend auf die ‚Risiken eines homosexuellen Lebensstils‘ und häufig mit dem Zusatz ‚ethisch‘, um anzudeuten dass die Frage mit wem ich Sex habe, eine ethische Dimension über den Umstand dass ich meine Partner fair und liebevoll behandeln sollte, hätte, werden aber andere Maßstäbe angelegt, als beim gleichen Vorgang für Heterosexuelle. Die Frage ob es für Frauen wirklich sinnvoll ist mit Männern Sex zu haben eignet sich ja gerade für Verfremdungseffekte, weil die Fragestellung weitgehend als absurd empfunden wird.

          Es fragt niemand ernsthaft nach den Gesundheitsrisiken von Heterosexualität. Es wird nicht versucht Heterosexuellen psychische Probleme anzudichten, nur weil sie gerne mit dem anderen Geschlecht Sex haben. Es vermutet niemand eine unvollkommene Ablösung vom Vater oder Kindesmisshandlung weil sie gerne mit Frauen schlafen. Kurz, außer von ein paar sehr wenigen durchgeknallten Radfems, versucht niemand Heterosexualität an sich zu pathologisieren.

          Gleiche Rechte genügen nicht – es müssen Quoten sein in Rundfunkrat, den öffentlichen Sendeanstalten und ähnlichem, es braucht diese ausufernde Darstellung im Schulunterricht, die sich wie Mehltau über alles und jedes noch so kleine Thema legen muss.

          Uhm. Die Medienkontrollräte werden schon seit langem so besetzt dass Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen dort vertreten sein sollen. Hier ist die derzeitige Besetzung beim ZDF. Wir sind eine signifikante gesellschaftliche Gruppe, also fände ich nichts falsch daran, wenn wir eben falls einen Vertreter dort hätten. Du kannst sicher sein, dass wenn jemand eine LGBTTIQ*-Quote für Unternehmens-Aufsichtsräte fordern würde, ich denjenigen oder diejenige ebenfalls auslachen würde.

          Alles Teile des baden Württembergischen Aktionsplanes, von dem der Bildungsplan ja nur ein Teil ist.

          Von dem von den üblichen Verdächtigen das Ergebnis eines Brainstormings veröffentlicht wurde, als der größte Teil davon schon als quatschig verworfen worden war, und der ein eher kleines Budget hat.

          (Wobei ich mich ja zwei Dinge besonders frage: Was ist, wenn da Homos selbst der Meinung sind, dass ihre Sexuelle Orientierung ihren Arbeitgeber einfach nichts angeht?

          Dann werden sie es wohl einfach nicht erwähnen. Die Frage die sich mir stellt, ist onb du es für in Ordnung hältst, wenn ein ‚Homo‘ Angst haben muss sich vor seinem Arbeitgeber zu outen, wenn er es denn doch für wichtig hält.

          Und zweitens: Wenn ich mir ansehe, wie viele prominente Journalisten ihre Homosexualität bereits geoutet haben und sich stolz dazu bekennen (nicht falsch verstehen: dürfen sie…), dann frage ich mich durchaus, ob diese Branche nicht ohnehin einen eher hohen Anteil an Buchstabenmenschen beherbergt. Wenn man da eine Quote einführt, die sich so grob am Anteil in der Bevölkerung orientiert, und dann feststellt, dass diese weit übererfüllt ist, sagen wir mal um das doppelte – sollte man dann Entlassungen von Homos fordern ….? Nein, wie immer bei Quoten wird das natürlich nicht passieren. Aber irgendwas wird dann wohl trotzdem als Beweis gesehen werden, dass man die Quote trotzdem braucht…)

          Wer hat den jetzt eine LBTTGQI*-Quote für Journalisten oder andere Berufsgruppen gefordert? Habe ich da etwas übersehen?

  4. Toxic Masculinity ist auch ein solcher Begriff, der eigentlich nichts anderes ist, als eine Abwertung von typische männlichen Eigenschaften. Dabei wird dann natürlich so getan, wie wenn als Mann anders agieren könntest, aber es wird einfach jeder Widerstand als toxische Maskulinität ausgelegt. Das einzige was dort verlangt wird um nicht mehr als toxischer Mann gesehen zu werden ist die komplette Kapitulation der Entscheidungsfreiheit.

    • offtopic

      Ich glaube du hattest hier mal ein Video über die Berechnung des IQs gepostet. Weißt du noch den Titel?

  5. Was ich toll finde: Der Artikel behandelt den Umgan des Feminismus mit Männlichkeit und alle diskutieren über schwule wegen einem Satz, der nicht Thema des Artikels ist. Besonders die Schwulen wollen hier auch auf ihrer „Schwulheit“ grade rumreiten – oder auf anderen schwulen oder sowas.

    • Ich hätte auch nichts dagegen, wenn wir zu dem Thema mânnerfeindlichkeit vs Männlichkeitsfeindlichkeit zurückkehren

      • Da wäre toxicvanguards toxische Männlichkeit ein Ansatz. Die umfasst ja im Wesentlichen das kritisierte Verhalten.

        Wobei ich die in meinem Bekanntenkreis eigentlich nicht stark sehe. Die Kerle sehen das mit der Männlichkeit mehrheitlich eher entspannt.

        • Klar sehen die das entspannt. Die sind ja nach feministischer Theorie auch die Nutznießer dieser Männlichkeit

        • NSG
          Von welchem Ansatz sprichst du: die Männlichkeit von toxicvanguards oder sein Begriff der toxischen Männlichkeit? Nach dir umfasst eine von beiden „im Wesentlichen das kritisierte Verhalten“. Das kritisierte Verhalten ist lt. Thema „ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“. Da ein Begriff sich nicht verhält, sondern Menschen, meinst du also, dass das Verhalten von toxingvanguards toxisch männlich ist ?

          Meinst du allgemein, dass das Verhalten toxischer Männlichkeit zum kritisierten Verhalten „ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“ führt und sich damit, weil Strukturen bestätigt werden, als toxische Männlichkeit erweist? Also, dass toxische Männlichkeit die toxische Männlichkeit begründet oder eine Folge von ihr ist oder von ihr bestimmt wird oder sich auf diese gründet?

          Als Gegensatz zu dieser undeutlichen Position nimmst du deine Bekannten, die „du nicht stark siehst“, denen die Männlichkeit egal ist , was als positiv von dir eingeschätzt wird (“ sie sind entspannt“). Es kann sich ja bei denen nicht um eine in sich ruhende Stärke handeln, da du sie ja „nicht stark siehst“.

          Das führt dann zu folgender These:
          Sobald sich ein affirmatives – explizit oder in sich ruhend – und nicht nur gleichgültiges (entspanntes) Verhalten zur eigenen Männlichkeit äußert, zum Beispiel als Ablehnung des Begriffs der toxischen Männlichkeit, ist dies ein Anzeichen für das Muster „ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“ und damit toxisch.

          Sag es doch gleich deutlich und klar und schwurble nicht so herum: wenn ein Mann sich als Mann bezeichnet und einstuft, indem er männliche Attribute (zum Beispiel „stark“) für sich in Anspruch nimmt, handelt es sich um einen Akt toxischer Männlichkeit.

        • „Wenn ein Mann sich als Mann bezeichnet und einstuft, indem er männliche Attribute (zum Beispiel “stark”) für sich in Anspruch nimmt, handelt es sich um einen Akt toxischer Männlichkeit.“

          Natürlich, ich glaube das dürfte ja schon klar sein.

          Toxic masculinity ist eine sprachliche Umsetzung des von Christian definierten Konstrukts – du definierst das Standardverhalten als toxisch und definierst das gewünschte „neue“ Verhalten als nicht toxisch, das es aber in der Realität gar nicht gibt.

          Es erlaubt folgenden, inhaltlich natürlich gleichwertige Aussage zu treffen :

          Ich habe nichts gegen Schwarze, nur gegen diejenigen Schwarzen, die sich toxisch verhalten.

          Alle (99.99%) Schwarze verhalten sich in meinen Augen toxisch.

          Vorteil der Aussage ist halt ganz klar, dass man eine Ausnahme machen kann und nicht sagen muss, dass man explizit etwas gegen Schwarze hat, sondern nur gegen die toxische Variante (also gegen fast alle). Das erlaubt es eben z.B Männerfeindlichkeit nicht als Männerfeindlichkeit verkaufen zu müssen, auch wenn sie es ist.

        • weiss -> weiß

        • Vielleicht könnten wir ja mal klären, was toxische Männlichkeit überhaupt ist. Nach feministischer Definition wohl alles, was einer bestimmten Feministin an Männern nicht passt.

          Tatsache ist: Männlichkeit kann toxisch sein; Männer haben das intellektuelle und körperliche Potential Gesellschaften zu gestalten, als auch zu zerstören. Umso wichtiger wäre es, dass jede Gesellschaft junge Männer fordert und fördert. Eine Gesellschaft, die das versäumt, hat keine Zukunft.

        • Ich hatte für die toxische Männlichkeit die Interpretation von Christian hier als

          Also letztendlich die Beschreibung einengender Geschlechterollen für den Mann, wobei die Verantwortung hierfür allein dem Mann zugewiesen wird.

          genommen. Ich habe es hier im Text als ‚toxicvanguards‘ referenziert, weil er das Stichwort in dieser Diskussion aufgebracht hat (Ehre wem Ehre gebührt )

          Mein persönlicher Eindruck in meinem Bekanntenkreis ist, dass die Mehrzahl der Männer sich nicht (mehr) stark von ihren Geschlechtsrollen einengen lässt. Sie verhalten sich zwar gerne ‚traditionell männlich‘ im Sinne von kompetitiv, stark und bis zu einem gewissen grad stoisch, scheinen das aber bei weitem nicht so verbissen zu sehen, dass sie sich in ihrer Männlichkeit bedroht sehen, wenn sie es mal eben nicht sind. Überspitzt gesagt, kann eine Frau den meisten Männern eine Handtasche zum Halten geben, ohne dass sie das Ding mit den Fingerspitzen auf Abstand halten, um nicht mit so einem femininen Objekt kontaminiert zu werden, und es bricht ihnen kein Zacken aus der Krone, wenn sie sich mal in einer Situation wieder finden, in der ‚traditionell weibliches‘ Verhalten‘ (empathisch, sensibel, … ) vorteilhafter ist.

          Das scheint sich auch weitgehend mit dieser dieser Studie zu decken.

          Als Gegensatz zu dieser undeutlichen Position nimmst du deine Bekannten, die “du nicht stark siehst”, denen die Männlichkeit egal ist , was als positiv von dir eingeschätzt wird (” sie sind entspannt”). Es kann sich ja bei denen nicht um eine in sich ruhende Stärke handeln, da du sie ja “nicht stark siehst”.

          Stark Im Sinne der obigen Interpretation von Christian stark einengend. ‚Starr‘ oder ‚unflexibel‘ wären wohl bessere Begriffe.

          Sag es doch gleich deutlich und klar und schwurble nicht so herum: wenn ein Mann sich als Mann bezeichnet und einstuft, indem er männliche Attribute (zum Beispiel “stark”) für sich in Anspruch nimmt, handelt es sich um einen Akt toxischer Männlichkeit.

          Nein. Ich mag maskuline Männer eigentlich. Toxische Männlichkeit würde ich vermuten, wenn die Maskulinität kein selbstverständlicher und flexibler Selbstausdruck ist, sondern eine starre, ängstlich verteidigte Maske.

        • „Vielleicht könnten wir ja mal klären, was toxische Männlichkeit überhaupt ist. Nach feministischer Definition wohl alles, was einer bestimmten Feministin an Männern nicht passt.“

          Wenn das so wäre, hätte eszumindest eine gewisse Berechtigung: Es würde sich gegen das richten, was ihr an Männern nicht passt. Ziemlich menschlich.

          „toxische Männlichkeit“ richtet sich aber gegen männliches Verhalten, das sie als „männlich“ empfindet und deshalb als toxisch interpretiert.
          Und das obendrein nur dann, wenn es von Männern ausgeübt wird. Von Frauen gilt das selbe Verhalten nämlich weder als unerwünscht noch als toxisch, sondern als empowernd.

          Der schöne Satz wird dadurch gewissermaßen zu:
          „Ich habe nichts gegen Schwarze, sie sollen sich nur nicht so verhalten, wie sie es tun. Sie sollten wissen, dass ihnen das als Schwarze nicht zusteht (anderen aber schon)“

          So sagt das niemand, so ist es aber doch gemeint. Auf jeden Fall inzwischen gegen Männer.

          „Tatsache ist: Männlichkeit kann toxisch sein; Männer haben das intellektuelle und körperliche Potential Gesellschaften zu gestalten, als auch zu zerstören. Umso wichtiger wäre es, dass jede Gesellschaft junge Männer fordert und fördert. Eine Gesellschaft, die das versäumt, hat keine Zukunft.“

          Als alleinstehenden Satz kann ich nur sagen, dass er unerträglich ist. So wie das mit halben Wahrheiten gerne ist.
          Die halben Wahrheiten sind die schlimmsten Unwahrheiten.
          Ich denke, der Satz sollte nicht gesagt werden, ohne auch zu sagen:

          Weiblichkeit kann ebenso toxisch sein. Frauen haben ebenfalls das intellektuelle und körperliche Potential, zu gestalten, insbesondere zu stützen, zu inspirieren, aber auch zu untergraben, unterminieren und zu zerstören, auf eine je spezifisch weibliche Art. Umso wichtiger ist, dass eine Gesellschaft Männer und Frauen nicht gegeneinander aufhetzt, sondern ein gesundes Miteinander untersützt, fordert und fördert. Eine Gesellschaft, die das veräumt, hat keine Zukunft.

      • „Ich habe nichts gegen Schwarze, nur gegen diejenigen Schwarzen, die sich toxisch verhalten.

        Alle (99.99%) Schwarze verhalten sich in meinen Augen toxisch.“

        Gut formuliert. Worauf ich noch Gewicht legen würde, wäre der Hinweis, das das Toxische sich nicht aus einem Kriterium ausserhalb des Schwarzseins oder Mannseins bedient, sondern wieder aus dem Schwarzen oder Männlichen . Ein Zirkelschluss der sich dann so anhört:

        „Ich habe nichts gegen Schwarze, nur gegen diejenigen Schwarzen, die sich als Schwarze verhalten.“

        was das Ausgangskonstrukt von Christian wiedergibt.

        Interessant ist, dass dieses Konstrukt zur Rationalisierung der eigenen Abneigung von allen verwendet wird, also auch von denen, die sich als Opfer solch einer Rationalisierung sehen (zum Beispiel Schwule), wobei sich, zum Beispiel von einem schwarzen Aktivisten der Zirkelschluss so erweitert:

        „Ich habe nichts gegen Weisse, nur gegen diejenigen Weissen die sich als Weisse verhalten, nämlich in der Form, nichts gegen Schwarze zu haben, nur gegen diejenigen Schwarzen, die sich als Schwarze verhalten.“

      • weiss -> weiß

  6. Leider wahr.
    „Leider“, weil ich an sich versuche, Godwin’s Law zu vermeiden und meinen Gegner nicht mit Nazis zu vergleichen, auch wenn sich mir die Parallelen aufdrängen. Und hier drängen sie sich ja auf.
    Also nicht zum Dritten Reich, sondern so dem aktuellen Simpel-Rechten, der Brandanschläge als „Asylkritik“ euphemisiert. Ein Ausweichen, bei dem man nicht zu dem steht, was man eigentlich sagt, indem man einen Teilaspekt vorschiebt, der aber an sich schon wieder eine Verleumdung ist.

    „Ich habe nichts gegen Muslime, nur die sollen mir nicht ihren Glauben aufzwingen“/“Ich habe nichts gegen Schwule, aber die sollen mich nicht angrabbeln“ – Beides verleumdet, da es der Gruppe von vornherein unterstellt, Fundamentalist/Grabscher zu sein. An Männern nur „toxisches männliches Verhalten“ zu hassen, ist eine ähnliche Unterstellung.

    Überhaupt scheint mir, dass momentan Kritik viel zu sehr gegendert wird. Ein Kerl kann unhöflich zu einer Frau sein, aber das muss nicht gleich sexistisch sein. – Aber zur Zeit tun sich dann eher die Fronten „Es war sexistisch!“ und „Es war okay!“ auf, aber ich vermisse „Es war nicht okay, aber nicht sexistisch.“

    Kurz gesagt müssen wir erkennen: Alle SexistInnen sind Arschlöcher, aber nicht alle Arschlöcher SexistInnen.

  7. „Ich habe nichts gegen Gruppe X, aber…“

    Wenn das ein Sprachcode ist, dessen Ausgang IMMER selbstrelativierend ist….

    Oder anders ausgedrückt: wenn die Leute auf diesen Satz immer so reagieren, als wäre es ein Code für eine innere Haltung, dann kann man sich einfach eine neue Formulierung ausdenken und ist aus dem Schneider.

    Ich hab das eine oder andere Mal mitbekommen, dass auf diese Satz-Einleitung automatisch mit Abwertung reagiert wurde.
    Wer die Diskursion um diesen Satz mitkommen hat, der hat die Möglichkeit anders zu Formulieren. Wer davon nichts mitbekommen hat, der wird dann direkt mal in eine Ecke gestellt und kann sich nicht mehr verteidigen.

    Ich halte es für ein bisschen Selbsttäuschung, wenn man den Kontext nicht mehr beachtet und sich an dieser Formulierung festklammert um Menschen zu verurteilen. Selbst wenn man in vielen Fällen richtig liegt, weil auch der Kontext stimmt.

    • Das hat nur halb mit deinem Beitrag hier zu tun.

      Ich find den Satz ähnlich unklar wie das Wort „Gutmensch“, das ja irgendwie auch von allen Seiten verwendet in unterschiedlichen Kontexten verwendet wird.

    • Da stimmte ich auch zu. So gewaltig oft „Ich bin kein X, aber…“ von Xen verwendet wird, darf man nicht die Beweislast umdrehen und davon ausgehen, dass die Verwendung der Einleitung schon gleich ein Beweis ist.
      Gerade, da man ja mit manchen Positionen wirklich leicht in ein falsches Licht gerückt wird, so dass eine solche Formulierung durchaus wirklich als Klarstellung gemeint ist.

  8. Leicht umformuliert ist es die perfekte Umschreibung:

    “Ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten”

    Männerhass im Feminismus wird gerne damit verleugnet, dass man ja gar nichts gegen Männer habe, sondern nur gegen all das, was als männlich gilt oder das (angeblich oder tatsächlich) überproportional von Männern getan wird.

    Alleine die Überschrift ist schon großartig. Einer der besten Artikel seit langem.

  9. Ist ein bisschen ot, ich weiß. Kann mir aber den Hinweis darauf, wie ironisch diese Formulierung schon 1992 im Diskurspop verwendet wurde, nicht verkneifen:

    „ich hab nichts gegen Menschen als solche
    meine besten Freunde sind welche
    aber leider lebenslänglich mein Platz
    an der Seite derer, die randvoll Beischlaf morden
    als Lügner gefiel ich Dir besser
    gefiel ich Dir besser?“

    Blumfeld, Penismonolog (auf: Ich-Maschine)

  10. ich hab auch nichts gegen Feministinnen, solange sie nicht ihren typischen Männer Hass ausleben
    😉

  11. […] ist faszinierend zu sehen, wie immer wieder mit Strohmännern und einer Variante von “Wir sind nicht gegen Männer, sondern nur dagegen, was Männer machen” arbeiten. Dabei liegt unter der Oberfläche mit nur geringfähigen Bohren ein “Die […]

  12. […] Das Schema dieser gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit lautet: „Ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“ […]


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