Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 27. Juli 2015

„Einfach nur bloggen bringt nichts“

Der Hinweis kommt oft: „Einfach nur Bloggen bringt nichts, was tut ihr denn konkret für das, was ihr vertretet“.

Maren führte es beispielsweise gerade wieder auf Geschlechterallerlei an:

Kinder! Ich habe es schonmal gesagt und ich sag es wieder:
Bloggen bringt nichts, aber auch gar nichts! Da müsste man eventuell mal seinen Hintern in die richtige Welt bringen.

Ich sehe das anders und zwar aus den folgenden Gründen:

1. Blogs stellen Kristallisationspunkte dar

Blogs oder natürlich auch andere Seiten ermöglichen ein Zusammenfinden Gleichgesinnter, die große Stärke des Internets. Man kann unproblematisch Ideen austauschen und eine gewisse Szene kann sich auf diese Weise herausbilden. Solche Treffpunkte sind wichtig, gerade in den Anfangszeiten einer Bewegung, da man dann mit seinen Gedanken dazu nicht mehr allein ist und auch andere merken, dass da ähnlich denkende Vorhanden sind. Von solchen Blogs aus kann also eine Bewegung entsprechend wachsen.

2. Eine andere Perspektive durchdenken

Artikel im Internet geben einem genug Zeit sich mit einer anderen Perspektive zu beschäftigen und sie erst einmal zu durchdenken, bevor man aktiver wird. Lokale Gruppen können natürlich die gleiche Funktion haben, wenn sich ihre Mitgliederzahl ausweitet, aber sie bilden nicht den gleichen Einstieg, es ist schwieriger in ihnen Wissen auszutauschen und zusammen zu kommen. das Internet ermöglicht einen unproblematischen Erstkontakt.

3. Wissensansammlung und dessen leichte Verfügbarkeit

Blogs ermöglichen eine Ansammlung von Wissen und das Bereitstellen von Informationen. Es ist beispielsweise sehr schnell möglich, sich hier über diverse Kritik am Feminismus oder etwa biologische Theorien zu den Geschlechtern zu informieren. Auch findet man schnell Stellungnahmen zu vielen klassischen Argumenten im Geschlechterstreit und kann auch nachvollziehen, wer welche Argumente bringt. Es kann schnell verlinkt und kopiert werden und damit auch zB in Leserbriefen oder Diskussionsforen eine bereits vorformulierte Argumentation eingebracht werden

4. Der „Der Kaiser ist nackt“ Effekt

Der Gender-Feminismus hat den Vorteil, dass er eine Deutungshoheit über das Thema beansprucht, Kritik tabuisiert hat und einfach zB Pauschal auf Butlers Bücher verweist und im übrigen so tut als seien dessen Theorien gut abgesichert. Diese Haltung zu enttabuisieren dazu kann eine direkte Auseinandersetzung mit diesem Thema, die so wohl nur im Internet stattfinden kann, dienen. Dazu reicht es, dass Leute hier und in anderen Blogs Argumente aufnehmen und damit die Mystik weg ist. Es wird dann klar, dass dort keine tatsächliche wissenschaftliche Grundlage vorhanden ist und andere Forschung dagegen spricht. Die relativ einfachen Schema und Konstruktionen und auch die Art, wie dort mit vagen Begriffen und Widersprüchen argumentiert wird, kann so deutlich werden.

Dadurch, dass entsprechende Blogs als „Szene“ wahrgenommen werden kann also eine Entmystifizierung stattfinden und insofern Kritik normalisiert werden. Normalerweise wird eine Meinung dann erheblich an Gehalt verlieren, wenn Leute sie für unlogisch halten. Dieser Prozess wird durch eine Tabuisierung verzögert. Um so verbreiteter solche Argumente aber sind, um so schwerer ist es die Tabuisierung aufrechtzuerhalten.

5. Arbeitsteilung und gegenseitige Verstärkung

Aus dem oben genannten folgt, dass man sich die Arbeit durchaus auch teilen kann. Der eine schreibt, der andere ist eher praktisch orientiert. Wobei ich gegenwärtig die Zeit einfach noch nicht für hinreichend reif halte, um viel zu bewirken.

Eine Demo gegen das Unterhaltsrecht oder für ein Wechselmodell wäre sicherlich interessant, aber dazu ist die Szene noch nicht vernetzt genug und die meisten Leute würden wahrscheinlich nie etwas davon erfahren, so dass aufgrund der geringen Anzahl von Leuten wahrscheinlich auch ansonsten keine Berichterstattung darüber erfolgen würde. Es blieben nur Aktionen, die nicht durch die Anzahl der Leute auffallen, sondern auf andere Weise.

Hierzu ist wahrscheinlich auch noch eine bessere Vernetzung vielleicht auch mit aktiveren Gruppen wie Mandat etc erforderlich.

Ich denke, dass beide Seiten durchaus einander unterstützen und jeweils das Gute in dem Tätigkeiten der anderen sehen sollten.

Momentan sehe ich Aufklärung und Verbreitung von Ideen als einen sehr wichtigen Prozess an.

Wer lieber konkrete Aktionen planen will oder bereits plant kann dazu aber natürlich auch gerne etwas in den Kommentaren mitteilen.

 

 

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Responses

  1. „Wer lieber konkrete Aktionen planen will oder bereits plant kann dazu aber natürlich auch gerne etwas in den Kommentaren mitteilen.“

    Ich verlinke einfach nochmal den aktuellen Diskussionsstrang auf Geschlechterallerlei, wo kürzlich eine interessante Diskussion zu direkten gewaltfreien Aktionen für Männerrechte gestartet wurde:

    https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/07/14/gastartikel-leszeks-kritik-an-den-thesen-zum-maskulismus/

    Wer weitere Ideen zum Thema hat, kann sie gerne dort einbringen.

  2. Ich hatte mich ab und an an derartigen Debatten beteiligt und es wird demnächst wieder ein kleineres Treffen in Berlin geben, wo auch der Man Tau – Macher mitwirkt. Grund: eine Tür zur hermetisch geschlossenen Filterbubble der Bloggerszene und den aktiven Machern finden. Meine Wahrnehmung kann ich nur noch mal bekräftigen: es mag sein, dass der ideologische oder philosophische Überbau besprochen werden muss, aber viele Debatten hier lassen wertvolle Energie verpuffen, frustrieren Macher, deren Tische übervoll sind und helfen null denen, um die es hier geht. Insofern und unterm Strich: Einfach nur Bloggen bringt nichts. Vielmehr scheint es für einige eine Art Gewissensberuhigung zu sein, man tue ja was.

    • @tristan

      „aber viele Debatten hier lassen wertvolle Energie verpuffen, frustrieren Macher, deren Tische übervoll sind und helfen null denen, um die es hier geht. Insofern und unterm Strich: Einfach nur Bloggen bringt nichts“

      die frustrierten Machen müssen ja auch nicht per se mitbloggen, das ist dann eben Arbeitsteilung. Hast du nicht das Gefühl, dass es da Synergieeffekte gibt? Die einen tragen Informationen aus ihrer Arbeit in das Netz, im Netz finden sich vielleicht unterstützer oder Leute, die sich Gedanken dazu machen oder über Blogs kommen Leute auf die Idee sich mit dem Thema mehr zu beschäftigen und dann praktisch zu arbeiten

      • Die gibt es unbestritten, dennoch fehlen draußen jede Menge Macher, während insbesondere in den Kommentarspalten einige nur abrotzen.

        • @tristan

          Ich weiß gar nicht, warum man das als Kampf aufbauen muss.
          Die einen machen dies und die anderen das.

          Eher würde es mir hilfreich erscheinen, die Blogs als potentielles Rekrutierungsmittel zu sehen.

          Stell doch mal in einem Gastartikel dar, wofür konkret mehr Leute wo benötigt werden und wie die Arbeit aussieht, die man da macht. Vielleicht findet ja ein Leser, dass das genau das richtige ist und er da gerne helfen würde.
          ich bin sicher, dass auch Arne und andere Blogs so etwas gern veröffentlichen würden.

        • Kampf ganz und gar nicht, aber meiner Beobachtung nach krankt unsere Emanzipation daran, dass Männer Weltmeister im Lamentieren und Verdrängen sind.

    • Was machen denn die aktiven Macher?

      • Das ist nicht Dein Ernst oder? Unzähligen Betroffenen Hilfe leisten, unverbindlichen Politikern jahrelang näher und näher bringen wo Not besteht, Medienarbeit, Recherchen, Vernetzungstreffen, Gesprächsrunden, Lesungen, Filmabende…

        • Danke!

        • argh, sollte unter die Antwort auf meine Frage. Bin heute zu Bloed.

        • Passiert 🙂

      • https://gleichmass.wordpress.com/uber-uns-projekte/?preview=true

        • @tristan

          Und wo braucht ihr da Leute und für welche Arbeit genau?

        • Ich hab unter El Mochos Kommentar unseren Menüpunkt „Über uns / Projekte“ verlinkt, vielleicht hilft das Deine Frage zu beantworten. Wenngleich es nicht erkennen lässt, wieviele Aufgaben dahinter stecken.

        • Ach sorry, Du bist ja schon hier.

        • Verkürzt formuliert: es fehlen Leute für Selbsthilfe, für Verteilung, für Fahrten zu Treffen, beim Schreibkram, eigentlich an ziemlich jeder Ecke.

        • @Tristian

          Also wenn du eine „Werbeartikel“ als Gastartikel willst, indem du es vielleicht etwas „farbiger“ schilderst, dann haben vielleicht Leute Lust mitzumachen.

          Was macht ihr denn sonst so für die „Mitgliederwerbung“? Eher Mund zu Mund Propaganda?

        • Wir könnten einen Grafiker und einen Programmierer brauchen, der nichts verlangt. Das wäre Klasse. Und wir könnten deutlich mehr erreichen mit einem ehrenamtlichen Verteilernetz (Leute mit eigenen Auslagestellen).

        • @tristan

          Was sollte der denn Progammieren und um was für Grafiken geht es?

          Und was meinst du mit einem ehrenamtlichen Verteilernetz? Was verteilt man wie?

        • Zur Programmiersprache muss ich gerade passen, da ich erst nachschauen müsste. Grafische Gestaltung von Flyern, Broschüren etc. und das Ausfahren von diesen Dingen vor Ort (Ämter, Familienzentren, Kneipen etc).

        • Nicht boese gemeint, ehrliche Frage:

          Wo siehst du den Unterschied zwischen einer Broschuere und einem Blogartikel? Beides ist letztlich ein Text, von dem du dir Oeffentlichkeit versprichst.

          Ist Papier „Zielgruppengerechter“ (weil es z.B. in der Kneipe liegt)?

        • Im Gegenteil, das ist eine gute Frage. Ältere Leser, Behörden oder Politiker erreicht man immer noch besser mit gedruckten Informationen statt Mails oder Postings. Der Aufwand und die Kosten sind natürlich ungleich höher.

  3. Ein Blogger, der’s wirklich „bringt“: Don Alphonso. Er recherchiert, sammelt, verlinkt und kommentiert mit so verhaltenem Biss, dass es eine Freude ist.
    Nicht nur zu den Piraten, wie sie sich von Kampflesben und der Antifa vereinnahmen liessen, sondern aktuell, wie der Nobelpreisträger Tim Hunt ganz von Emanzen und ihren Wasserträgern bei den linken Medien, von Guardian bis Zeit, „abgeschossen“ wurde. Hoch- spannend, hier:
    http://blogs.faz.net/deus/2015/07/24/der-fall-tim-hunt-tonmitschnitt-bringt-seine-verfolger-in-bedraengnis-2730/

    • Ja, die teilweise hysterischen Reaktionen (z.B. auf Twitter), die seine Texte hervorrufen, kommen nicht von ungefähr.

    • Bezüglich des Falls Tim Hunt hab ich den Eindruck, dass der offizielle Teil viel zu wenig Beachtung findet.

      Er selbst schrieb:

      „I am extremely sorry for the remarks made during the recent “Women in science” lunch at the WCSJ in Seoul, Korea. I accept that my attempts at a self-deprecating joke were ill-judged and not in the least bit funny. I am mortified to have upset my hosts, which was the very last thing I intended. I also fully accept that the sentiments as interpreted have no place in modern science and
      deeply apologize to all those good friends who fear I have undermined their efforts to put these stereotypes behind us. In my own career I have always tried to treat my colleagues with respect and kindness whoever they are and am proud to have developed and mentored the careers of many excellent young
      scientists who will be tackling tomorrow’s biological problems long after I have left the scene. I would like to ask that people accept my apology as heartfelt and judge me on my record.“

      http://www.kofwst.org/files/KOFWST_0617.pdf

      This, of course, he was denied.

      Cheer up buttercup

      • Was für ein unglaublich dämlicher Kommentar zu einem erzwungenen Statement, verursacht durch feministischen Mob.

        • Du glaubst nicht, dass er bereut was er gesagt hat?
          Dann hätte sein Arbeitgeber ja absolut richtig gehandelt…

        • Nein. Falsch.

        • … und mit dem nun kürzlich aufgetauchten Video ist gezeigt, dass das wieder einmal eine bewusst erstunkene Story mit bewusst lanciertem Mob war.

          Mit dann ähnlich erzwungenem „Geständnis“ wie beim Shirtgate.

          Diesen Schmutz werden wir jetzt immer wieder sehen.

        • Du glaubst nicht, dass er bereut was er gesagt hat, aber er hätte deshalb trotzdem nicht entlassen werden dürfen, weil …?

        • Diese Frage ist überflüssig … sprengt den Rahmen der Verlogenheit, Unterdrückungs- und Kontrollgeilheit 🙂

        • Tim Hunt hat also gelogen, als er für seinen bizarren „Witz“ um Entschuldigung bat? Es wird immer doller…

        • Oder – für Dein Niveau – was soll denn gelogen sein?
          Dass er das wirklich gesagt hat? Bitch please…

        • Du checkst das offenbar wirklich nicht.

        • Well, I simply follow the facts, weirdo

        • Nein. Du machst sie dir selbst, wunderst dich dann über Kritik und wirst ggf. ausfällig.

        • Die Lüge liegt darin, einen selbstironoschen Witz als Frauenfeindlichen Akt dargestellt zu haben und dafür eine „Entschuldigung“ sowie seine Entlassung erpresst zu haben. Natürlich tut es Tim Hunt Leid, dass er das gesagt hat und hätte es heute lieber nicht gesagt – aber nicht, weil etwas daran falsch war, sondern deshalb, weil der feministische Mob es missbraucht hat, und er das möglicherweise hätte ahnen können. Weil Feministen nunmal so drauf sind.

  4. Wie haben es die Feministinnen denn geschafft, dass in den Medien jede Kritik am Feminismus sofort als rechtsgerichtet dargestellt wird, dass die unsinnigsten Maßnahmen von staatlicher Seite hingenommen werden, sofern sie nur (angeblich) Frauen helfen? Doch nicht durch „praktische“ Aktionen wie Demos oder Parteigründungen, sondern durch die Eroberung des öffentlichen (medialen) Diskurses, d.h., indem sie ihre Ideologie weiter verbreiten und Leute an entsprechneden Orten plazieren.

  5. Was mensch aus der Evolution macht ist vielleicht determiniert und offen zugleich.

    • I love you 🙂

      • Wie komödiantisch darauf gerne geantwortet wird: Thank you.
        Aber generell, wie auch immer es gemeint war, ich nehme es so wie es da steht: Es erfreut mich. 🙂

  6. Bloggen schafft Bewußtsein und schärft den Blick. Auch die Diskussionen bringen eine ganze Menge. Ich habe viel gelernt.

    Auch gibt es mittlerweile mit Dir und Arne einen Kristallisationspunkt, den ich auch gerne Freunden zeigen und empfehlen kann. Das war vor ein paar Jahren noch ein wenig anders.

    Es wird meiner Meinung nach Zeit, den Patriarchatsverteiler auf Twitter mal was auszumisten.

    • @gerhard

      „Es wird meiner Meinung nach Zeit, den Patriarchatsverteiler auf Twitter mal was auszumisten.“

      ich bin da sehr zurückhaltend, auch wenn mir nicht alles gefällt, was da drin ist.
      Meine Meinung muss ja nicht maßgeblich sein.
      Welche würdest du denn rausschmeißen?

      • Nicht-Feminist und Pelzblog kann raus. Ins Abseits geschossen hat sich auch

        https://karstenmende.wordpress.com/2015/07/26/nuernberg-die-geschichte-wiederholt-sich-doch/

        • Wolle Pelz redet zwar Blödsinn, wenn es um Schwulenrechte geht, ansonsten liefert er aber durchaus wertvolle Beiträge.
          Auch andere Leute haben in manchem schräge Meinungen.
          Bitte nicht nach belieben rauskicken, weil eine bestimmte Meinung nicht passt.
          Nicht-Feminist ist außerdem nicht nur Wolle, und auch deshalb wäre es schade.

          In Bezug auf Häusliche Gewalt und Sexualstrafrecht fände ich es einen Verlust.
          Also lasst die bitte drin.

        • Und wenn Du die „Kehrseite“ wegen diesem Beitrag „im Abseits“ siehst, dann schmeißen wir doch auch gleich Graublau raus, der in diesem Artikel
          https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/07/23/warum-sogar-mir-detlev-braeunig-einmal-sympathisch-ist/
          Detlev Bräunig verteidigt, gell.
          Geht ja woll gar nicht.
          (Sorry, Graublau, das war nicht gegen Dich gerichtet..)

          Mann mann, wenn wir so anfangen…

          Dass jemand gegenüber einem Kongress mit dem Titel „erster deutscher Genderkongress“ zumindest erst mal skeptisch gegenüber steht – kann niemand nachvollziehen?
          Dass das ganze eher eine art Männerrechtler-U-boot ist, sieht man dem ganzen ja absichtlich nicht auf Anhieb an.

      • Ich würde so etwas nicht machen.

      • Der Gerhard hat wohl Komplexe.

        Könnte ja mal Begründungen für seine Wertungen liefern.

        Wahrscheinlich sind die drei Blogs alle „homophob“ und konterrevolutionär. Das gefällt dem Gerhard nicht.

        Ich könnte übrigens auch mal in diesen komischen Patriarchat-Verteiler.

        • „Ich könnte übrigens auch mal in diesen komischen Patriarchat-Verteiler.“

          Dafür gibt es m. E. keinerlei Veranlassung.

        • Jep, und Dich sollte man hier auch sperren. Mindestesn solange Du nicht aus dem Wandschrank raus kommst.

        • Du bewerben sich wohl zwei für den Posten des Ministers für völkische Reinheit.

          Die erbetenen Argumente für die obigen Wertungen sind irgendwie nicht gekommen. Das ist schwach. Ich finde Mendes Blog sehr gut. Und meins auch.

          Mein Artikel zur Transsexualität z.B. ist meiner Meinung nach eine gute Sache angesichts der Verblendung und Unwissenheit bei diesem Thema.

          Man muß natürlich auch ein Interesse daran haben, seinen Horizont zu erweitern und nicht im Sandkasten der politischen Korrektheit zu vergammeln. Spielt mal schön weiter.

      • Maddesacht, „Dass jemand gegenüber einem Kongress mit dem Titel “erster deutscher Genderkongress” zumindest erst mal skeptisch gegenüber steht – kann niemand nachvollziehen?“

        Das hast Du ja süß formuliert. Erst mal Skeptisch? Das war ein Nazivergleich. Und das im Vergleich mit Graublau, der auch mir manchmal zu weich ist?

        Maddes, Du und ich und die meisten hier, wir wissen wie man Sciencefiles bewerten muß. Wir ziehen die erwartete grottige Rabulistik von Klein direkt mal ab und nehmen mit, daß er einen Punkt hat. Oder Buchholz und andere. Aber Wolle ist nichts weiter als ein gespiegelter Radfem, ständige Nörgelei und Geweine inklusive. Und Homophobie verbitte ich mir auch. Ciao, Mr. Kirk.

        Das Internet ist ja groß genug. Ich hätte gerne ein, zwei ordentliche Quellen die ich meinen Freunden zeigen kann. Wo ich nur wenig darüber sagen muß, dass der eine oder andere halt einen an der Klatsche hat, aber auch ein Argument.

        Christians Haltung im Blog ist bewundernswert. Er hält immer mit Argumenten dagegen und zensiert nur wenn es wirklich sein muß. Das klappt aber im Twitterverteiler nicht.

        Ich finde Trolls wie Marenleinchen durchaus amüsant, aber meine Toleranz auf meiner Seite des Meinungsspektrum endet eher schnell. Soll sich jeder lächerlich machen wie er es braucht, aber meine Überzeugungen möchte ich nicht durch Trottel beschmutzt sehen.

        • Ist das nicht ein bisschen zu eng? Meinungen durch Trottel beschmutzt sehen ?

          Denk ich mir auch manchmal. Aber …

        • „wir wissen wie man Sciencefiles bewerten muß. Wir ziehen die erwartete grottige Rabulistik von Klein direkt mal ab und nehmen mit, daß er einen Punkt hat. Oder Buchholz und andere. Aber Wolle ist nichts weiter als ein gespiegelter Radfem, ständige Nörgelei und Geweine inklusive.“

          Du meinst das Ernst, oder?
          Mit seinem gespreizten Manierismus macht sich Michael Klein viel von seiner (und unserer) Glaubwürdigkeit kaputt, weil er genau das macht, was er der Gegenseite so gerne vorwirft: Er pflegt eine extrem einseitige und tendenziöse Argumentationsweise.
          Angesichts seines angeblichen Anspruchs auf Wissenschaftlichkeit, die ja seiner Meinung nach so sehr auf Kritik angewiesen sei, reagiert er jedesmal angepisst aggressiv, wenn man das vorsichtig versucht zu sagen oder irgendwas an seiner Argumentation kritisiert.
          Deshalb empfinde ich Michael als Kleingeist und eher ein bisschen peinlich. Verlinken würde ich auf ihn eher ungern. Aber dennoch bringt er eben immer wieder interessantes. Als Informationsquelle nutze ich ihn also dennoch. Aber Buchholz oder seine Partnerin Heike Dieffenabach sind da schon um einiges seriöser und vorzeigbarer.

          Im Vergleich fällt es mir erheblich leichter, mich mit Wolle zu unterhalten als mit Michael Klein, und es fällt leichter, eine gemeinsame Basis zu finden. Die finde ich, wie schon oben geschrieben, bei Sexualstrafrecht, häuslicher Gewalt und noch anderen Themen.
          In vieler Hinsicht zeigt er sich als sichtlich verletzt. Wenn verletzte Männer bei uns nicht integrierbar sind, sondern von Leuten wie Dir als „weinerlich“ abgetan werden, so ist das ein Armutszeugnis.
          Wäre es Dir lieber, wir könnten uns alle als starke männliche Helden präsentieren?
          Wolle ist weder ein „gespiegelter Radfem“ noch ein Schwulenhasser. Ihm geht allerdings das ganze Buchstabenmenschenzeug besonders auf den Senkel. Wofür ich sogar ein gewisses Verständnis habe. Selbst Adrian mag keinen Gendersprech und gegenderten Ampeln.
          Kannst Du mir auch nur einen einzigen Beitrag von Wolle zeigen, wo er auch nur annähernd etwas derart Menschenverachtendes über Frauen oder Buchstabenmenschen sagt, wie wir das so von Feministen oder Genderisten gewohnt sind? (oder auch vom WVGVDL wie das, was Adrian gerade in seinem Blog zitiert hat..) Irgendwelche von diesen Gewaltphantasien oder grundsätzlichen Einschränkungen rechtsstaatlicher Prinzipien ?

          Mit solchen Radfem-Vergleichen solltes Du vorsichtig sein.
          Und damit sind wir beim Nazivergleich.
          Der bietet sich nun mal an bei faschistischen Ideologien.

          Mich kannst Du dann bei Geschlechterallerlei auch gleich rausschmeißen:
          https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/04/03/das-ende-der-judischen-vorherrschaft/
          Und wenn wir schon dabei sind, Graublau gleich noch einmal:
          https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/07/04/warum-ich-maenner-immer-wieder-gerne-durch-auslaender-schwarze-juden-ersetze/
          Sowie Arne Hoffmann mit seinem Artikel „wir müssen reden – über Faschismus“, der auf Genderama fest verlinkt ist, und der auf Genderama ebenfalls immer mal wieder Radfems (ganz korrekt) als Faschisten benennt.
          http://www.cuncti.net/geschlechterdebatte/272-wir-muessen-reden-ueber-faschismus

          wenn Du alle rausschmeißen willst, die in Bezug auf Feminismus / Genderismus schon mal einen Nazivergleich gemacht haben, dann wirst Du danach mit dem Bundesforum Männer alleine sein.
          Der Vergleich drängt sich einfach auf.
          Weil Feminismus / Genderismus eine faschistische Ideologie IST.

        • Petpanther, „Ist das nicht ein bisschen zu eng? Meinungen durch Trottel beschmutzt sehen ?“

          Finde ich gar nicht. Ich bin Antifeministisch weil ich für Gleichberechtigung bin. Und keinesfalls ein Frauenfeind. Und ich möchte nicht mit denen in einem Topf landen.

          Ist auch genau der Vorwurf den wir der Gegenseite zu Recht machen. Dass selbsteingeschätzte gemäßigte Feministinnen mit nur leichtem Männerhass sich nicht von ihren radikalen Schwestern distanzieren. Denn dieses Schweigen bedeutet schlußendlich Zustimmung, wenn sie beim nächsten Thema Seite an Seite stehen.

        • Maddesacht,

          ich möchte nicht über Wolle diskutieren. Auch nicht mit ihm.

          Homophobe und Frauenfeinde stehen ganz klar nicht auf meiner Seite, egal welche Solanasfreundin was sagt. Die von Dir zitierten Artikel sind mE völlig ok und haben außer dem Nazivergleich gar nichts dem diskutierten Artikel gemeinsam.

          Ansonsten finde ich es ganz interessant, daß wir beide einige Leute in der Unverträglichkeitsskala weit oben einordnen, aber in verschiedener Rangfolge. Irgendwo sollte jedoch eine Grenze gesetzt werden. Und die meiner Meinung nach eher streng als liberal.

          Wie ich schon schrieb, ist das Internet groß genug für alle. Ich fänd es prima, einen Feed zu haben der nicht erläuterungsbedürftig ist. Was ich nicht meine ist, dass wir unsere Diskussionspartner aufeinander abstimmen sollen.

        • Und wo findest Du nun bei den genannten diese Frauenfeindlichkeit?
          Bei Detlev Bräunig oder WVGVDL stimme ich Dir da ja zu.
          Aber bei Kehrseite oder Wolle Pelz?
          Z.B. Wolles Bericht von der Alleinerziehendenrunde aus seiner Mutter-Kind-Kur, an der er als einziger alleinerziehender Vater teilnahem, war zwar kritisch, aber durchaus respektvoll und wertschätzend.
          Auch er poltert nicht gegen „Frauen“, sondern gegen Feminismus.

        • Boah Maddesacht, können wir über etwas anderes reden?

          „Z.B. Wolles Bericht von der Alleinerziehendenrunde aus seiner Mutter-Kind-Kur, an der er als einziger alleinerziehender Vater teilnahem, war zwar kritisch, aber durchaus respektvoll und wertschätzend.“

          Ich habe mal den Solipsimusbericht vom 13.5. überflogen. Zusammenfassung: Alle Frauen in der Gruppe waren kacke, destruktiv und herzlos. Eine Ausnahme bestätigt die Regel. Früher war das auch schon immer so. Wolle glaubt, daß man das verallgemeinern kann. Blablabla.

          Es ist unhöflich, in der Öffentlichkeit schlecht über andere zu reden. Du magst seine Artikel, ich halte ihn (ua!) für frauenfeindlich. Das muß doch jetzt reichen.

        • „ich möchte nicht über Wolle diskutieren. Auch nicht mit ihm.“
          Tut mir Leid, hat sich mit meiner Antwort überschnitten.

          Nur ein Hinweis vielleicht noch:
          Schöner Satz. In leichter Abwandlung von Thomas Gesterkamp: „Wir reden über Männerrechtler, aber nicht mit ihnen.“
          Okay, Du redest auch nicht über in … sagst Du …. bist allerdings derjenige, der ihn hier zur Sprache gebracht hat, dass Du nicht über ihn reden willst…
          Finde ich schon sehr nachvollziehbar, dass es Wolle ankotzt, wie er geschnitten wird.
          Vielleicht ist es auch das, was mich grad so ankotzt, so dass ich das Thema nicht lassen kann.
          Weil ich dieses geschnitten werden so gut kenne, so bald es um diesen Themenkreis geht. Plötzlich redet niemand mehr mit einem. Man ist wie ein Aussätziger, wenn man sich für Männerthemen stark macht.

          „Ich fänd es prima, einen Feed zu haben der nicht erläuterungsbedürftig ist.“
          Möglicherweise ist „das Patriarchat“ dafür nicht der richtige Feed, denn aus dem müsste dann sehr sehr viel mehr rausfliegen als Wolle und Karsten Mende, eben z.B. Sciencefiles.
          Ich hätte „das Patriarchat“ erst mal als möglichst umfassend gesehen, ein Versuch, möglichst umfangreich das Geschehen in der „manosphäre“ abzubilden. Einen solchen umfassenden Feed finde ich sinnvoll. Dort müsste konsequenterweise selbst der legendäre Captain der U.S.S. Enterprise vertreten sein, der sich auch in fortschrittlicher Zukunft noch Machoallüren leisten kann.
          Sehe ich das falsch?
          „Es soll hier um eine Sammlung von männerrechtlichen, maskulistischen oder feminismuskritischen Blogartikeln gehen um so eine Übersicht zu erleichtern.“ heißt es auf der Twitterseite von „das Patriarchat“.

          Ein Feed, der „nicht erklärungsbedürftig“ ist, müsste entsprechend deutlich kleiner sein – es kann unmöglich der selbe sein.
          Ich denke auch, dass wir uns da z.B. auf eine gemeinsame mindestbasis einigen könnten, da sind wir vermutlich nicht weit auseinander.
          Okay, ich hab ohnehin im „Patriarchat“ nichts mitzubestimmen, ist eure Angelegenheit.

          Andererseits ist es natürlich so, dass diese Mindestbasis für verschiedene Leute auch verschieden aussehen wird.
          Auch durchaus für verschiedene Leute, die Du und ich durchaus für „vernünftige Leute“ befinden. Das liegt einfach in der Natur der Sache.
          Möglicherweise müsstest Du da also Deinen eigenen Feed basteln?

        • @maddes8cht

          „Finde ich schon sehr nachvollziehbar, dass es Wolle ankotzt, wie er geschnitten wird.“

          Nun, wolle teilt ja selbst auch ganz gut aus und ist dann unversöhnlich, wenn etwas zurück kommt. Wolle sieht sich leider gerne als armes Opfer, tritt aber selbst sehr radikal auf. If you can´t stand the heat….

          „Ich hätte “das Patriarchat” erst mal als möglichst umfassend gesehen, ein Versuch, möglichst umfangreich das Geschehen in der “manosphäre” abzubilden. Einen solchen umfassenden Feed finde ich sinnvoll. Dort müsste konsequenterweise selbst der legendäre Captain der U.S.S. Enterprise vertreten sein, der sich auch in fortschrittlicher Zukunft noch Machoallüren leisten kann.“

          Muss er aus meiner Sicht nicht. Und wird er auch nicht, solange er mit „Adolf der Männerrechtler“ aufmacht, wenn auch ironisch.

        • Ich denke, da ist ziemlich viel Unversöhnlichkeit auf beiden Seiten entstanden.

          Und ich kann sie auf beiden Seiten nicht ganz nachvollziehen.

          Also, Du, Christian, redest ja immerhin noch mit ihm. Und wenn ich das richtig sehe, befürwortest Du auch den Verbleib im Patriarchats-Verteiler.
          (das mit Adolf, dem Männerrechtler, kann ich dagegen verstehen… und richtig ist natürlich, dass ihr „müssen“ gar nichts müsst.)

        • @maddes8cht

          Ich hatte ihm vor kurzem ja angeboten, dass wir einfach einen Schlußstrich ziehen, wollte er nicht. Natürlich lasse ich zB hier links auf seinen Blog zu, er darf hier auch gerne kommentieren, wenn er nicht jammert, wie er unterdrückt wird etc.

          Ich bin da keineswegs unversöhnlich. Er ist mir insofern schlicht egal und es ist mir klar, dass ich mich da nicht weiter um gemeinsames bemühe.

      • Also dieser Gerhard ist ja ein ziemlich unangenehmer Typ. Mit so jemandem möchte ich nicht in Verbindung gebracht werden. Er schadet nur der Männerbewegung.

        Das mit dem Gender-Kongreß finde ich auch verzeihlich. Das kann keiner ahnen, und ich finde es zumindest merkwürdig, daß Arne Hoffmann nur einen einsilbigen Segenswunsch auf seinem Blog ausspricht und es dabei beläßt. Jeder vernünftige Mensch hat bei „Gender-Kongreß“ sofort eindeutige Assoziationen. Deshalb hätte Hoffmann vielleicht noch etwas ergänzen sollen, damit man die Sache einordnen kann.

        Ich finde das jedenfalls fahrlässig angesichts des absoluten Alarm-Wortes Gender.

        Etwas anderes ist es, daß Karsten Mende vielleicht mal einen genaueren Blick auf die Sache hätte werfen können.

        Also dieser Gerhard noch mal ist ja ein ziemlich autoritärer Typ.

        Der sollte mal meinen Artikel über Transsexualität lesen. Da kommt er auch drin vor. 🙂

    • „Bloggen schafft Bewußtsein und schärft den Blick. Auch die Diskussionen bringen eine ganze Menge. Ich habe viel gelernt.“

      Das find ich auch.

  7. Sehe ich auch so. Der regelmäßige Blick bei „Genderama“, „Alles Evolution“ und „man tau“ (leider wenig[er] Artikel), manchmal noch gewürzt mit „Danisch“ und „ScienceFiles“ (letztere stehen mir ferner, sind aber manchmal in ihrer Polemik unterhaltsam und informativ), gibt mir einen umfassenden Überblick und Argumente an die Hand. Ist nicht zu unterschätzen in der Breitenwirkung.

    • @ Klaus “man tau” (leider wenig[er] Artikel)“ Danke für die Erwähnung, zumal in dem Kontext!

      Für mich sind es immer noch ganz schön viele Artikel, schon weil ich im Beruf, im Dasein als Trennungsvater und in weiteren persönlichen Beziehungen ja auch ein ziemlich reichhaltiges Offline-Leben habe.

      Ich war allerdings in den letzten Monaten auch öfter mal etwas unzufrieden mit der Vorstellung, einfach nur immer weiter zu bloggen und zu warten, dass es irgendwann auch mal außerhalb unserer Filterblasen Wirkung hat. Und ich glaube schon, dass wir auch anderes versuchen müssen.

    • Wann ziehst du denn zu Wörtpress um?

      Und überrede bei dieser Gelegenheit gleich mal Jüngling, daß er auch umziehen soll.

      • Ich will mit dem nächsten Text umziehen – ich hab ihn schon fertig, bastele aber noch am Blog herum. Ich möchte im Laufe der Woche fertig sein.

        Ob ich irgendjemanden überrede, hängt erstmal von den Erfahrungen ab, die ich mache…

  8. Dass das Bloggen nichts bingt, stimmt natürlich nicht. Es bringt nur nicht alles Mögliche – poliitsche Veränderungen beispielsweise lassen sich durch das Bloggen wohl kaum erreichen.

    Marens Vorstellung, dass es allein an der Bereitschaft zum Hinternhochbekommen läge, entspringt aber wohl auch einer begrenzten Sicht. Tatsächlich war es, für mich zumindest, sehr schwer, überhaupt erst einmal formulieren zu können, was ich sagen will. Das Gefühl der Isolation war in den ersten Jahren des Trennungsvater-Daseins enorm.

    Ich kann mich noch daran erinnern, wie erleichtert und regelrecht beseelt ich war, als ich entdeckt hatte, dass mit Monika Ebeling zumindest EINE Gleichstellungsbeauftragte auch Anliegen von Männern vertrat. Kurz danach wurde dann an deren Person ja bekanntlich ein Exempel statuiert, das deutlich machte, wie radikal tabuisiert ein solcher Einsatz gerade bei den rot-grünen Parteien ist (die FDP war in diesem Fall allerdings auch ganz vorn mit dabei) – bis hin zum Versuch, die bürgerliche Existenz zu zerstören.

    Das kann sich Maren aus ihrer Position vermutlich einfach nicht vorstellen (und sie kann es sich wohl auch nicht vorstellen, dass sie es sich nicht vorstellen kann): Wie wichtig es ist, überhaupt erst einmal die Möglichkeit zu haben, eigene Anliegen zur Sprache zu bringen – sich mit anderen darüber auszutauschen – die eigenen Erfahrungen mit denen anderer abgleichen zu können – und überhaupt ein Forum zu finden, in dem offen diskutiert werden kann.

    Dazu kommt das gestrige Thema: Jemand wie Detlef Bräunig hat es m.E. deutlich leichter als linke oder liberale Männerrechtler, weil er die Freund-Feind-Muster und die Geschlechterklischees des heutigen Feminismus einfach nur von der anderen Seite aus wiederholt, nur eben mit etwas anderer Betonung und Bewertung. Wer aber Ideen für eine linke oder liberale Geschlechterpolitik sammeln möchte, hat es schwerer – weil es solch eine Politik bis heute faktisch nicht gibt.

    Deshalb hat es durchaus seine Berechtigung, dass wir uns lange Zeit in Blogs austauschen. Dass aber, wie Tristan oben schreibt, viel Larmoyanz dabei ist, mag sein, und das ist dann tatsächlich schlecht: Sich ab und zu Luft verschaffen zu können, ist gleichsam eine Bedingung dafür, alles beim Alten zu lassen. Larmoyanz ist, sozusagen, systemstabilisierend.

    Andererseits braucht politischer Aktivismus eben auch ein halbwegs stabiles, halbwegs vernünftig strukturiertes Hinterland aus theoretischen und politischen Positionen – und die Erfahrung mit offenen Debatten. Solch ein Hinterland können Leute wie Bräunig oder das wgvdl-Forum nicht bieten, für politische Lobbyarbeit sind sie völlig ungeeignet – dort geht es eben vorwiegend darum, sich mal Luft zu machen.

    Beim Väteraufbruch hingegen habe ich immer mal wieder Man-sollte-mal-Aktivisten kennengelernt – Leute, die in einer akuten Notlage als Väter waren, die unbedingt auf den Tisch hauen und größere politische Aktionen starten wollten – und die dann nach wenigen Wochen wieder verschwunden waren, wenn sie sich mit ihrer persönlichen Lage irgendwie arrangiert hatten.

    Für ein längerfristiges politisches Engagement sind offene Debattenforen und erprobte demokratische Positionen, wie die Bloggerszene sie bietet, daher m.E. sehr wichtig. Sie können eben nur dieses Engagement nicht ersetzen. Sie sind eine notwendige Bedingung, aber keine hinreichende für politische Veränderung.

    • Maren ist noch nie durch besonders intelligente Meinungsäußerungen aufgefallen.

      Bloggen bringt hauptsächlich Bewußtseinserweiterung und spielt die Rolle des Geburtshelfers.

      Wer hat denn nicht schon an diversen feministischen Erzählungen oder dem Sprachfeminismus oder eben dem Gender-Gedöns gezweifelt? Viele zweifelten – und landeten dann irgendwann in der männlichen Blogosphäre.

      Nicht zuletzt gibt es viele Artikel, die ewig im Netz liegen und aufklären über die Machenschaften von Gender-Ideologen. Die sind immer als Referenz abgreifbar und quasi eine Art Bibliothek.

      Maren kann sich ja auch mal anstrengen und richtig stark ihr Gehirn gebrauchen – dann kommt sie womöglich auf den Gedanken, daß das Internet auch die reale Welt ist. Über Aktionen wurde hier schon ausgiebig nachgedacht und diese Phase ist jetzt wohl an der Reihe.

      Dazu bedurfte es aber erst einmal eines Kennenlernens und Eruierens.

      Maren, setz‘ deinen Arsch in Bewegung und zeige deinen Bekannten, wie schwachsinnig die Gender-Ideologie ist.

      http://gender-ideologie.de

    • @schoppe

      *Das kann sich Maren aus ihrer Position vermutlich einfach nicht vorstellen (und sie kann es sich wohl auch nicht vorstellen, dass sie es sich nicht vorstellen kann): Wie wichtig es ist, überhaupt erst einmal die Möglichkeit zu haben, eigene Anliegen zur Sprache zu bringen – sich mit anderen darüber auszutauschen – die eigenen Erfahrungen mit denen anderer abgleichen zu können – und überhaupt ein Forum zu finden, in dem offen diskutiert werden kann.*

      Nein, das kann sie sich tatsächlich nicht vorstellen.
      Schoppe, ohne dir zu nahe treten zu wollen:
      Du bist weder Teil einer Minderheit, noch lebst du in einem Polizeistaat oder einer sonstigen Willkürherrschaft.
      Wenn dich eines vom offenen Sprechen abhält ist das ganz allein deine eigene Feigheit. Du hast hierzulande alle Möglichkeiten deine berechtigten Anliegen zu vertreten, also tu es auch.

      Da wird sich so oft an Einzelfällen, die ganz schlimm für ihre Überzeugung und ihr Recht leiden mussten, hochgezogen, dabei wird aber mEn komplett ausgeblendet wie selten diese Fälle sind.
      Monika Ebeling zum Beispiel hat sich bewusst zur Märtyrerin stilisiert/stilisieren lassen, sie wollte nicht als geschlechtergerechte Gleichstellungsbeauftragte arbeiten, sie wollte Exempel statuieren und hat sich teilweise dabei sehr fragwürdige Bettgenossen gesucht.
      Alleine die Reichweite, die mediale Präsenz, die diese relativ unbedeutende Frau (Goslar, bleiben wir doch mal auf dem Teppich) bekommen hat, zeigt doch wohl, dass sie eben nicht das arme kleine Hascherl ist, dem so übel mitgespielt wurde. Frau E. BRAUCHT keinen Tagesjob mehr und wenn sie keinen mehr bekommt, dann weniger wegen ihrer Überzeugungen, sondern weil ein AG wahrscheinlich keinen Bock hat, in den ganzen Klumpatsch mit reingezogen zu werden, den Frau E. forciert hat.

      *Beim Väteraufbruch hingegen habe ich immer mal wieder Man-sollte-mal-Aktivisten kennengelernt – Leute, die in einer akuten Notlage als Väter waren, die unbedingt auf den Tisch hauen und größere politische Aktionen starten wollten – und die dann nach wenigen Wochen wieder verschwunden waren, wenn sie sich mit ihrer persönlichen Lage irgendwie arrangiert hatten. *

      Vielleicht gibt es dann tatsächlich auch keinen so großen Leidensdruck.

      • Als kleiner Nachtrag:
        Wie lange hat es gedauert bis einer der größeren Anstoßpunkte der Männerrechtler, nämlich die Wehrpflicht, vom Tisch war?
        Was hat sich seit den MRAs beim Unterhaltsrecht geändert? Wie lange hat es gedauert,bis ihr Gehör bei entsprechenden Politikern bekommen habt? Wie lange dauerte es, bis über ein Beschneidungsverbot diskutiert wurde? Das ging alles recht flott, oder?
        Vielleicht seid ihr ja doch nicht die superdiskriminierteste Gruppe dieses Planeten…

        (BTW, ich mache dafür die Tatsache verantwortlich, dass an den entsprechenden einflußreichen Stellen größtenteils Männer sitzen 😀 )

        • Ich hab schon öfter in Diskussionen auch kontroverse Positionen vertreten und darüber diskutiert.
          ich weiß wie das ist, dafür auch angegriffen zu werden.
          Insgesamt ist mein Argumentationsstil dabei meist vermittelnd und ausgleichend, und ich werde dafür geschätzt, das ich Gegner Ernst nehme und anhöre. Genau ds verschafft mir meist auch das Vertrauen,d as nötig ist, um selbst gehört zu werden.

          Aber niemals bin ich in Diskussionen auf solche aggressive Abwehr, auf derart übersteigerte unversöhnliche Aggression gestoßen, wie regelmäßig in Diskssionen zu Männerrechtlich relevanten Themen.
          Was einem da entgegenkommt lässt sich nur mit dem Wort „Hass“ belegen. Blindwütiger hass.
          Als ich dem zum ersten Mal so begegnet bin, hat mich das schon sehr schockiert. Und es bleibt immer wieder erneut schockierend, wenn es von Leuten kommt, mit denen man bereits eine Weile zu tun hat, von denen man glaubt, sie ein bisschen zu kennen und auch das Vertrauen hat, ein etwas schwierigeres Thema mal anzusprechen – und dann dieser massiven Aggression begegnet. Zu wissen, dass die Bereitschaft dabei bis zur Vernichtung der bürgerlichen Existenz geht, macht durchaus berechtigt Angst.

          Dass Du, Maren, Dir nicht vorstellen kannst, dass ein solches Klima Angst macht, diese Themen anzusprechen, zeigt, dass Du diese Angst vermutlich nicht kennst. Als Frau bist Du da auf der sicheren Seite. Und mit Feministischen Themen ist das schlimmste, was Dir begegnen wird, eben Widerspruch – aber (von ausnahmen abgesehen) kaum dieser radikale Hass. Für Dich ist das Thema vergleichsweise risikolos.

          Der andere Punkt wr, dass Betroffene „nchts machen“.
          Es ist nun mal erheblich leichter, etwas zu machen, wenn man dafür mit Geld ausgestattet ist, Leute auch für hre Arbeit bezahlen kann.
          Frag mal, wie viele Frauen aus Frauenhäuser „man sllte mal“ oder „ihr müsstet mal“ rufen können, ohne jemals was selbst auf die Beine zu stellen?
          VOn Leuten in Not eigenen Aktivismus für „die Sache“ zu fordern ist nicht ganz fair – die stecken auch einige Wochen später noch in der Scheiße. Zu sagen, sie hätten „sich arrangiert“ geht an der Sache vorbei.
          Sie müssen sich mühsam in ein Leben einfinden.
          Forderst Du das selbe von Frauenaus einem Frauenhaus?

          Seit 40 Jahren bemühen sich Menschen darum, auch was für Männer zu machen.
          Erin Pizzey hat beschrieben, wie sie ziemlich bald nach ihrem Frauenhaus beschlossen hatte, ein Männerhaus zu gründen, und dachte, dass sie dafür einfach in der selben Weise Gelsd sammeln könnte – stattdessen wurde sie von Anfaang an massiv und aggressiv von der Feminista bekämpft.
          Unter den selben Bedinungen, unter denen bei Frauen sofort die Geldquellen fließen, passiert bei Männenr günstigstenfalls nichts – im weniger günstigen Normalfall gibts einen Shitstorm.

        • „Wie lange hat es gedauert bis einer der größeren Anstoßpunkte der Männerrechtler, nämlich die Wehrpflicht, vom Tisch war?“

          Das hatte mit Männerrechtlichem Engagement wie viel zu tun? Nichts. Die Wehrpflicht wurde nicht wegen irgendwelcher Proteste ausgesetzt, sondern ausschließlich aus prltischen Gründen. Zudem nur auf widerruf. Sie ist ausgesetzt, nicht abgeschafft. Und zur Frage, wie lange es gedauert hat: Jahrzehnte. Jedenfalls länger als z.B. die einführung des Frauenwahlrechts, das fast überall nur sehr wenige Jahre nach Einführung eines Wahlrechts für alle Männer eingeführt wurde (in Deutschland und Großbrittanien: gleichzeitig)

          „Was hat sich seit den MRAs beim Unterhaltsrecht geändert? Wie lange hat es gedauert,bis ihr Gehör bei entsprechenden Politikern bekommen habt?“
          Du willst die Minischritte zu einer ersten kleinen Verbesserung nach Jahrzehnten nicht als „schnell“ verkaufen, oder? Wenn Feministinnen rufen: Ich will aber“ – dann passiert jedenfalls viel schneller was. Viele der ungerechtigkeiten des Unterhaltsrechts sind aufgrund feministischer unersättlicher Forderungen extra für sie gebastelt worden, willst Du das bestreiten?

          „Wie lange dauerte es, bis über ein Beschneidungsverbot diskutiert wurde? Das ging alles recht flott, oder?“

          Die Diskussion über weibliche und Männliche Beschneidung hat einigermaßen zu gleicher zeit begonnen. Von Anfang an war die allgemeine Stimmung so, dass weibliche Beschneidung vollkommen anzulehnen und dringendst was zu tun ist, was auch richtig so ist.

          Okay, gut, es hat eine „Diskussion“ gegeben, ganz toll.
          Die Diskussion ist so ausgegangen, dass weibliche Beschneidung in Deutschland als Verbrechen gilt, während die männliche Beschneidung ausdrücklich regierungsamtlichen Segen erhalten hat.

          „Vielleicht seid ihr ja doch nicht die superdiskriminierteste Gruppe dieses Planeten…“

          Ist Dir klar, wie absolut lächerlich Deine Beispiele sind, und wie sie gradezu das Gegenteil dessen bezeugen, was Du behauptest?

        • @maddes8cht

          „Viele der ungerechtigkeiten des Unterhaltsrechts sind aufgrund feministischer unersättlicher Forderungen extra für sie gebastelt worden, willst Du das bestreiten?“

          Da würde ich auch vorsichtig sein: Viele scheinen mir eher ausprägungen sehr konservativer Vorstellungen von dem Mann als Ernährer und der Frau als Kinderbetreuerin, die dafür freigestellt werden muss, entstanden zu sein.

        • Chris, ich sagte nicht „alle“, sondern „viele“.
          Es bleiben immer noch „viel“ andere Ungerechtigkeiten aufgrund konservtiver Vorstellungen.
          Der Mann als der, der zu blechen hat – das ist sicher ein konservative Vorstelllung.
          Der Mann als standardmäßig anzunehmender gefährlicher Gewalttäter, vor dem die Frau zu schützen ist – das ist nicht vorrangig eine konservative Vorstellung, sondern eine Radikalfeministische.

          Für vieles lässt sich auch konstatieren: zu großen Teilen durch Feministische Propaganda unterstützt. Auch „zu großen Teilen“ bedeutet nicht „ausschließlich“, aber der Feminismus hat zweifellos seine destruktive Kraft dazu eingesetzt.

        • @maddes8cht

          „Der Mann als standardmäßig anzunehmender gefährlicher Gewalttäter, vor dem die Frau zu schützen ist – das ist nicht vorrangig eine konservative Vorstellung, sondern eine Radikalfeministische.“

          Der Mann als Beschützer der Frau und die Frau als das zu schützende ist eine sehr starke konservative Vorstellung. Welcher konservative Mann kann sich schon vorstellen, dass eine Frau einen Mann schlägt?

        • „Der Mann als Beschützer der Frau und die Frau als das zu schützende“ ist eine sehr starke Vorstellung hinter allen „progressiven“ und linken Parteien, die es in Deutschland gibt.
          Du kannst natürlich sagen, dass die alle im Grunde konservativen Vorstellungen nachlaufen, ebenso wie auch der Feminismus eine stockkonservative Angelegenheit ist (letzterem stimme ich in jedem Fall zu). Aber wenn alle „konservativ“ sind, verliert das Label etwas an Aussagekraft.
          Offenkundig ist „Der Mann als Beschützer der Frau und die Frau als das zu schützende“ vor allem eine sehr menschliche Vorstellung, und Dir sollte doch die Vorstellung einigermaßen nahe liegen: Eine evolutionsbiologisch vorgegebene.

        • @maddes8cht

          „Offenkundig ist “Der Mann als Beschützer der Frau und die Frau als das zu schützende” vor allem eine sehr menschliche Vorstellung, und Dir sollte doch die Vorstellung einigermaßen nahe liegen: Eine evolutionsbiologisch vorgegebene.“

          Klar, das ist ja eines der Probleme für einen Maskulismus.
          Ich glaube aber dennoch, dass man es in den jeweiligen Richtungen anders verkauft:
          Im Konservativen kreisen stellt man den Schutz durch den starken Mann/staat in den Vordergrund, der als Aufgabe jedes Mannes gilt.
          In linkeren Kreisen würde man das nicht so formulieren, dass wäre ja sexistisch, man würde den „Abbau von Benachteiligungen“ anführen und den Schutz vor sexistischen Übergriffen die aus dieser Benachteiligung stammen in den Vordergrund stellen. Beides führt im Endeffekt zum gleichen Ergebnis, aber von anderen Seiten

        • „Ich glaube aber dennoch,“
          Dennoch? Das lässt sich überhaupt nicht bestreiten.
          Allerdings sind es regelmäßig vor allem Linke, die „mehr Staat“, mehr regulative einführen. Das war schon immer so.
          Ich würde daher eher sagen:
          In Konservativen kreisen stellt man den Schutz durch den starken Mann in den Vordergrund, der als Aufgabe des individuellen Mannes gilt. Daher hab ich „Staat“ aus genau der Formulierung rausgenommen. Der Schutz des Mannes ist ein individueller.

          In linken Kreisen dagegen propagiert man sehr gerne die Hilfe des Staates. Weil sich das entindividualisieren lässt, ist es nicht mehr persönlich sexistisch. Dort argumentiert man viel lieber kollektivistisch. Und genau auf der Basis funktioniert linke männerfeindliche Gesetzgebung, wie z.B. die verschärfung des Sexualstrafrechts von Justitzministerin Maas. Was der macht, ist ganz traditionell linksfeministische „weißer Ritter schützt unterdrückte Frau“ Politik.

        • Christian, „In linkeren Kreisen würde man das nicht so formulieren, dass wäre ja sexistisch, man würde den “Abbau von Benachteiligungen” anführen und den Schutz vor sexistischen Übergriffen die aus dieser Benachteiligung stammen in den Vordergrund stellen. Beides führt im Endeffekt zum gleichen Ergebnis, aber von anderen Seite“

          Schauen wir mal nach Österreich, wo es noch die Wehrpflicht UND das spätere Renteneintrittsalter für Männer gibt. Dort wird Gleichberechtigung zugunsten von Männern von Feministinnen vehement abgelehnt wegen allg. Unterdrückung/Paygap/Patriarchat. Erst wenn all diese Benachteiligungen für Frauen überwunden sind, darf es auch in diesem Themenfeld Gleichberechtigung geben (Ja ich weiß, die Rentenalteranpassung läuft trotzdem). Und wie wir wissen, passiert das nie.

          Christian, Du sperrst Dich gerne dagegen, daß der Feminismus „an allem Schuld ist“, dass es in vielen Themenbereichen Konservative Ansichten sind. Aber das ist doch eigentlich egal. Da, wo linke Feministinnen eigentlich aufstehen müßten und sagen sollten, daß das nicht so geht, da sind sie mindestens blind und taub oder marschieren direkt mit den Konservativen mit. Hauptsache gegen Männer. Diese Differenzierung lohnt doch gar nicht.

          Hier haben wir die feministische Schweswig und die konservative vdLeyen. Zwischen denen paßt kein Blatt.

        • „UND das spätere Renteneintrittsalter für Männer gibt.“

          http://www.pensionsversicherung.at/portal27/portal/pvaportal/content/contentWindow?contentid=10007.707791&action=2

        • @ maren

          „Wie lange hat es gedauert,bis ihr Gehör bei entsprechenden Politikern bekommen habt? “

          Haben wir? Ist mir da was entgangen?

          Neben den schon aufgezählten Gründen für die Schwäche der Männer, sollte man die umfassenden Rufmordkampagnen gegen Männer nicht vergessen, die sie sprachlos machen.

          Jedes Jahr zum Weltfrauentag wird uns zur besten Primetime die alte – längst widerlegte – Lüge von den Männern als Schlägern in die Wohnzimmer gestrahlt.
          Weiland Renate Schmidt empörte sich 2004 in ihrem „Gewaltschutzbericht“, dass jede 4. Frau Opfer häuslicher Gewalt sei. Das ZDF machte daraus noch am selben Tag „jede 3. Frau“.
          Suggeriert wurde, dass alle diese Frauen mehr oder weniger regelmäßig von ihren Partnern zusammengeschlagen werden.

          Wer hat sich – wie ich – schon die Mühe gemacht, den Bericht überhaupt zu lesen, um festzustellen, dass unter „Gewalt“ ein Katalog von Albernheiten (laute Stimme, Lächerlichmachen, Drohen, Taschengeldentzug, nicht im Haushalt mitarbeiten(!) ) subsummiert wurde und dazu noch jede 4. Frau „im Verlauf ihres Lebens(!)“ mindestens 1mal Opfer von Gewalt wurde.

          Dann erfahren wir, dass jeder 3. Vater seine Kinder sexuell missbraucht. Seit über 20 Jahren widerlegt, wird auch diese Mär bei jeder sich bietenden Gelegenheit wiederholt.

          Und last but not least erfahren wir ja auch täglich, dass Männer für die gleiche Arbeit 23% mehr Geld bekommen.

          Selbst mir werden privat immer wieder die zitierten Vorwürfe um die Ohren gehauen. Ich kann nun – oft mit wenig Erfolg – entsprechend kontern, aber 99% der Männer „da draußen“ lesen allenfalls die SMSen auf ihren Smartphones, kaum jemals aber die einschlägigen Veröffentlichungen, wo die feministischen Thesen zerlegt und widerlegt werden.
          Wenn die also mit den Totschlagargumenten attackiert werden, schweigen sie.
          Und das ist auch der ganze Zweck der Kampagnen.

          Wer sich täglich als Täter erfährt, duckt sich lieber weg, als noch ne dicke Lippe zu riskieren.

        • @carnofis

          http://www.presserat.de/presserat/alternative-startseiten/beschwerde-einreichen/

          Dank mir nicht.

        • Scusi, schon wieder mein privater Sermon, aber weil mich das _echt_ ankotzt:

          Durch die Erhöhung des Renteneintrittalters in D. wird meine Ma (insofern sie es körperlich packt) nun erst in den wohlverdienten Ruhestand treten 52 (!) Jahre nach dem Beginn ihrer Ausbildung!

          Sie hatte damals nach meiner Geburt ein Jahr pausiert und arbeitete seither meist (z. B. wegen der häuslichen Pflege) nur Teilzeit oder auf Stundenbasis, anders als mein Vater, der inzwischen aufgrund von Berufsunfähigkeit „Frührentner“ ist – auch nach mehr als 40 Beitragsjahren (und selbstverständlich mit Abschlägen).

          WIR haben so ein verdammtes Scheißglück, dass für uns der Ernst des Lebens nicht schon mit 14 Jahren losging!

          Ahnt ihr das eigentlich?

        • … immerhin kriegen deine eltern, wenn such mit abschlägen rente. das wird bei dir viel schlechter aussehen. anders ausgedrückt: das rentenniveau sinkt dramatisch. ein ende ist nicht absehbar. die heutigen rentner können sich nicht beklagen.

        • Du, das was meiner Mutter als Rente prophezeiht wird, geht auch bereits auf keine Kuhhaut mehr. Sind vielleicht 200-300 Euro monatlich mehr als wenn sie NIE berufstätig gewesen wäre (die paar Jahre Minijob hauen scheinbar ziemlich kräftig rein).

          Was lernen wir daraus?

          Gearscht sind immer die Arbeiter.
          Also die, die wirklich arbeiten.
          Nicht die Sesselpupser und Wichtigtuer, deren „Leistung“ eh konsequent überbewertet wird.

          Aber nein, meine Eltern beklagen sich darüber kaum.
          Mich regt das mehr auf als sie, weil es nunmal fürchterlich ungerecht ist und ich – im Gegensatz zu ihnen – von der Politik mehr erwarte. Meine Eltern gehören schon lange dem Heer der politikverdrossenen Nichtwähler an.

          BTW
          Wann immer der Vorschlag im Raum stand, ich könne einer Partei betreten (schieb ich ungelogen seit Jahrzehnten vor mir her), stellte mein Vater fest:
          „Dich würd ich wählen! Egal, wo ich dafür mein Kreuzchen machen muss. Aber erwarte bloß nicht, dass ich deshalb dann immer mit Dir einer Meinung bin“

        • „Gearscht sind immer die Arbeiter.“

          Mein Vater war auch Arbeiter.
          Schwerarbeiter.
          Nach 45 Jahren Erwerbstätigkeit diente der ein letztes Mal dem Staat durch ein „sozialverträgliches Ableben“ – zwei Wochen vor Eintritt in den Ruhestand.

          Aber die Verhältnisse sind nicht wirklich überraschend.

          Wirklich und richtig gearscht sind nicht nur die Arbeiter, sondern unter denen noch besonders die Familien, wie ich neulich vorrechnete. Denn sie zahlen 2x in die Rentenkasse und bekommen dafür am Ende weniger, als die Kinderlosen, die das Geld für die Kinder lieber in Vermögen investieren.

      • Da wir keine „Komikernation“ sein wollen, hat sich unsere Bundeskanzlerin persönlich dafür eingesetzt, daß kleine Jungen weiterhin beschnitten werden können. Du scheinst politisch nicht auf dem Laufenden zu sein und wohl eine besondere Art des Sadismus zu pflegen.

        Aber selbst ein James T. Kirk schafft es mittlerweile, cool und sachlich zu bleiben angesichts deiner völlig ungenügenden und provokant ignoranten Kommentare.

      • „Vielleicht gibt es dann tatsächlich auch keinen so großen Leidensdruck.“

        Wie hoch war noch mal die Selbstmordrate entsorgter Väter im Vergleich zum Rest der Männer?

      • @maren „Wenn dich eines vom offenen Sprechen abhält ist das ganz allein deine eigene Feigheit.“ Nein, das ist nicht so, aber das ist vermutlich gerade ein Punkt, in der Du von deiner eigenen Situation auf die anderer schließt – und Dir nicht vorstellen kannst, dass deren Lage anders sein könnte als Deine.

        Über die Situation als Trennungsvater muss ich da gar nicht mehr viel sagen. Wer sich damit auch nur nebenbei mal beschäftigt hat und glaubt, für „offenes Sprechen“ gäbe es keine Probleme – der will es einfach nicht wahrnehmen. Sicher, jeder kann offen sprechen, der den Preis bereit ist zu zahlen – aber hier geht es eben auch um ein Kind, das mitbezahlt. Wenn es z.B. keinen Kontakt zum Vater mehr hat.

        Was mich darüber hinaus auch beunruhigt, und was ich zunächst nicht glauben konnte: Tatsächlich haben viele Angst, sich offen zu äußern, weil sie Angst vor beruflichen Repressalien haben. Inwieweit diese Angst realistisch ist, weiß ich nicht in jedem Fall – aber es ist ein Beleg für ein undemokratisches Klima, dass es diese Angst bei ganz verschiedenen Leuten überhaupt gibt. Mit Übertreibungen („Polizeistaat“ etc) kann man das lächerlich machen, aber es bleibt ein Problem.

        Bei Ebeling war es ganz gewiss so, dass sie als Opfer inszeniert wurde – ich kann mich an einen Papa-Ya-Titel erinnern, auf dem sie wie die Jungfrau von Orleans auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde… Aber darum geht es doch gar nicht. Sie ist aus ihrem Posten als Gleichstellungsbeauftragte entfernt worden, und dann hat es für ihre politischen Gegner immer noch nicht gereicht, und sie mussten sie unbedingt auch noch von ihrer Stelle im Kindergarten entfernen. Da war stark die örtliche FDP beteiligt, den Anstoß hatten nach meiner Erinnerung rot-grüne Frauen gegeben (obwohl Ebeling selbst Sozialdemokratin war). Ob Ebeling sich selbst inszeniert hat oder nicht, ist da doch völlig egal – dieses Verhalten ist radikal undemokratisch, und es war ganz sicher ein Exempel für andere.

        Tatsächlich ging es mir mit dem Hinweis, dass Männer es schwer haben, überhaupt erst einmal eine Sprache zu finden, aber um etwas ganz anderes als um Angst vor Repressalien. Ich kann mich noch ganz gut an Uni-Veranstaltungen erinnern, z.B. an Seminare mit feministischen Themen – das Verhalten der wenigen Männer war fast durchgehend identisch. Sie haben entweder die Klappe gehalten – oder sie haben feministische Klischees nachgebetet.

        Warum auch immer: Es ist nach meinem Eindruck für die meisten Männer sehr schwer, sich offen und klar gegen Positionen zu stellen, die von Frauen vertreten werden – und die als spezifisch weibliche Positionen vertreten werden. Solche Leute wie Bräunig, oder ein Forum wie wgvdl geben zwar einigen die Möglichkeit, was rauszuhauen – für umso mehr andere machen sie das Sprechen nur noch schwerer. Welcher Mann, der noch alle Tassen im Schrank hat, will schon eine gemeinsame Position mit Leuten, die Frauen als „Fotzen“ beschimpfen, ihnen das Wahlrecht entziehen wollen oder die homosexuellen Männern (wie gerade Adrian auf seinem Blog dokumentiert und kommentiert hat) unheilbare AIDS-Erkrankungen wünschen?

        Darum ging mir das vor allem: Bei einigen Frauen ist die Vorstellung, dass Männer ohnehin alle volltexten (mansplaining) oder sich eher eh ständig breitmachen würden (manspreading), so betoniert, dass sie männliches Schweigen nur auf Desinteresse am Kommunizieren zurückführen können. Das Reden von der „superdiskriminiertesten Gruppe dieses Planeten“ bestätigt das nur. Niemand hat das ja so behauptet – aber der Hinweis darauf, dass es ÜBERHAUPT spezifische Schwierigkeiten für Männer geben könnte, ist für Dich offenbar so schwer erträglich, dass Du ihn sogleich lächerlich machen musst.

        • aber der Hinweis darauf, dass es ÜBERHAUPT spezifische Schwierigkeiten für Männer geben könnte, ist für Dich offenbar so schwer erträglich, dass Du ihn sogleich lächerlich machen musst.

          Das kratzt eben an dem implizitem radikalfeministischem Modell.

          Es gibt eben keine theorielose Welt, der Praktiker kennt nur seine handlungsleitende Theorie nicht – oder will sie lieber partout nicht kennen, weil er sie nicht vertreten könnte, ohne sich zu schämen.

          Die Blogosphere ist definitiv unverzichtbar, um dieses implizite Modell sichtbar zu machen.

        • @schoppe
          *Sicher, jeder kann offen sprechen, der den Preis bereit ist zu zahlen – aber hier geht es eben auch um ein Kind, das mitbezahlt. Wenn es z.B. keinen Kontakt zum Vater mehr hat.*

          Vielleicht definieren wir „offen sprechen“ anders. Ich denke dass es kein Problem ist, wenn jemand kommuniziert dass er seine Kinder sehen möchte, im Gegenteil.
          Wie hoch ist denn der Anteil von tatsächlichen Fälle von Kindesentzug bei Trennungen? Gibt es da Zahlen zu? Weil ich kenne persönlich einen einzigen Fall, wo der Mann derbe über den Tisch gezogen worden ist bei der Scheidung (ein Familienmitglied vor ca. 30 Jahren) und selbst da konnte er regelmäßig seine Kinder sehen, insbesondere als sie alt genug waren, dass sie auch außerhalb der Papazeit vorbeikommen konnten.

          *Tatsächlich haben viele Angst, sich offen zu äußern, weil sie Angst vor beruflichen Repressalien haben. Inwieweit diese Angst realistisch ist, weiß ich nicht in jedem Fall – aber es ist ein Beleg für ein undemokratisches Klima, dass es diese Angst bei ganz verschiedenen Leuten überhaupt gibt. *

          Ich halte es eher für eine Folge der Gruselgeschichten, die regelmäßig auf maskulistischen Blogs die Runde machen (selbsterfüllende Prophezeiung), bzw. die Unfähigkeit zwischen berechtigter Kritik und tatsächlich frauenfeindlichen Äußerungen zu unterscheiden.
          Ein Indiz für zweiteres wäre ja der Umgang mit Bräunig hier, viele hier halten ihn für unfassbar komisch und klug und verstehen gar nicht, dass viele andere ihn für widerlich menschenverachtend halten. Zudem wird oft beklagt, dass man ja in seinem Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten wird, wenn Widerspruch kommt, bzw. dass ja alle so empfindlich geworden sind. Dass das Blödsinn ist, muss ich ja denke ich nicht ausführen.

          *Aber darum geht es doch gar nicht.*
          Doch genau darum geht es. Es geht größtenteils um ihren Umgang mit den, insbesondere maskulistischen, Medien. Sie hat sich mit der IGAF eingelassen, verdammt nochmal. Niemand, dem tatsächliche Gleichberechtigung am Herzen liegt täte das.
          Und dass sie nicht mehr in diesem Kindergarten arbeiten durfte sehe ich ebenfalls als Folge, nicht als Grund, ihrer zweifelhaften, medial aufgebauschten politischen Umtriebe.

          *Ich kann mich noch ganz gut an Uni-Veranstaltungen erinnern, z.B. an Seminare mit feministischen Themen – das Verhalten der wenigen Männer war fast durchgehend identisch. Sie haben entweder die Klappe gehalten – oder sie haben feministische Klischees nachgebetet.*

          Dass das ihre Meinung war kommt dir nicht in den Sinn? Oder dass sie sich schlicht nicht dafür interessieren?
          Als wäre das was besonderes, in den meisten Pflichtseminaren sitzen größtenteils Leute, die sich nicht sonderlich interessieren.

          *Es ist nach meinem Eindruck für die meisten Männer sehr schwer, sich offen und klar gegen Positionen zu stellen, die von Frauen vertreten werden – und die als spezifisch weibliche Positionen vertreten werden. Solche Leute wie Bräunig, oder ein Forum wie wgvdl geben zwar einigen die Möglichkeit, was rauszuhauen – für umso mehr andere machen sie das Sprechen nur noch schwerer. Welcher Mann, der noch alle Tassen im Schrank hat, will schon eine gemeinsame Position mit Leuten, die Frauen als “Fotzen” beschimpfen, ihnen das Wahlrecht entziehen wollen oder die homosexuellen Männern (wie gerade Adrian auf seinem Blog dokumentiert und kommentiert hat) unheilbare AIDS-Erkrankungen wünschen?*

          Ganz genau. Und wenn man mit solchen Herzchen Positionen teilt, sollte man diese eventuell nochmal genau überdenken. Zudem, wenn man die ganzen Knallchargen wegnimmt, wer bleibt dann noch? 3 Figuren?
          Um nochmal auf Bräunig zurückzukommen: Dieser ist ein „Väterrechtler“, der seit Jahren seine Kinder finanziell und emotional im Stich lässt, sich im Ausland ein schönes Leben macht und obendrauf noch im Netz ein fragwürdiges Menschenbild verbreitet. Hätte er das (alleinige) Sorgerecht verdient?

          *aber der Hinweis darauf, dass es ÜBERHAUPT spezifische Schwierigkeiten für Männer geben könnte, ist für Dich offenbar so schwer erträglich, dass Du ihn sogleich lächerlich machen musst.*

          Die gibt es sicherlich, das habe ich nie bestritten. Allerdings halte ich die Darstellung für übertrieben, insbesondere wenn man die vielen, vieeeeeeelen „Nebentheorien“ auf antifeministischen Blogs anguckt, Gynozentrismus, Hypergamie etc. Das geht dann tatsächlich oft in Richtung Verschwörungstheorien.
          Es wird dem Feminismus ein Einfluß zugesprochen, den er im wirklichen, täglichen Leben nicht hat.
          Aber wie heißt es so schön, wer einen Hammer hat sieht überall nur noch Nägel. 🙂

        • @maren

          „Wie hoch ist denn der Anteil von tatsächlichen Fälle von Kindesentzug bei Trennungen? Gibt es da Zahlen zu?“

          Das ist durchaus eine interessante Frage. Ich glaube auch, dass es bei vielen durchaus läuft, eben mit Umgang am Wochenende alle zwei wochen. Ein Vater, der mehr haben will, hat von vorneherein schlechte Karten, das durchzusetzen, insofern gibt es natürlich auch weniger Gerichtsentscheidungen dazu, weil man die Prozesse erst gar nicht führt.
          Man müsste wohl die Verfahren mit aufnehmen, in denen dieser Umgang hart erkämpft wird und die Mutter (oder der Vater, das gibt es ja auch, wenn auch seltener) das nach kräften vereitelt. Eine Möglichkeit ist, dass die Mutter weiter wegzieht (ab einer bestimmten Entfernung schafft man es kaum, einen Umgang effektiv durchzuhalten, auch wegen Kosten etc) eine andere ist die Entfremdung.

          Es hat sich hier die Lage bereits etwas verbessert, weil Gerichte nunmehr nach einem Monat terminieren müssen. Vor ein paar Jahren war es zB in berlin so, dass man einen Termin und damit eine Möglichkeit zu einer Entscheidung frühestens in einem jahr bekam. Die mutter konnte also den Umgang verweigern und man hat frühstens in einem Jahr einen Termin bekommen um das zu besprechen. Bis dahin hatte man keine Gestaltungsmöglichkeit.

          Und der frühe Termin bringt einem auch wenig, wenn eine deutliche Entfremdung stattgefunden hat. Dann wollen die Kinder nicht mehr und die Gestaltungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Man kann die Kinder ja nicht mit dem Gerichtsvollzieher abholen. Es bleibt der Umgangspfeger oder die Überprüfung, ob der, bei dem das Kind wohnt, erziehungsfähig ist.

          „Es wird dem Feminismus ein Einfluß zugesprochen, den er im wirklichen, täglichen Leben nicht hat.“

          mein Reden, dass die konservativen Anteile hier unterschätzt werden

        • Das Reden von der “superdiskriminiertesten Gruppe dieses Planeten” bestätigt das nur.

          Das sind eben typische Strategien, mit denen das implizite Modell verteidigt wird. Maren kriegt es eben nicht anders hin, ihren Standpunkt zu verteidigen ohne vor Scham in den Erdboden zu versinken.

          „Es _kann_ keine Diskriminierung von Männern geben, weil DieMänner DieMacht haben!!11!“ – so einen Standpunkt kann man eben kaum außerhalb von feministischen Bubbles vertreten, ohne sich ziemlich lächerlich zu machen.

          Da ist es einfacher, den tradierten „Jammerlappen“-Diskurs zu bedienen. Es gibt eben kaum regressiveres als Klemmradfems.

        • @Maren:
          Ich halte es eher für eine Folge der Gruselgeschichten, die regelmäßig auf maskulistischen Blogs die Runde machen

          Du gibst dir selbst regelmäßig die allergrößte Mühe jede und jeden auf eine sehr billige Art ad personam zu beschämen, der von Erfahrungen berichtet, die deiner radikalfeministischen Weltsicht widersprechen.

          Da du dir offenbar Erfolg davon versprichst (sonst würdest du es ja nicht machen) scheinst du selbst davon überzeugt zu sein, dass solche Ausgrenzungstrategien funktioneren.

          Dein Umgang mit der casa Ebeling spricht da Bände. Du kriegst es eben nicht hin, jenseits von „das ist eine ganz blöde Kuh!!“ ein Argument zu formulieren:

          Monika Ebeling zum Beispiel hat sich bewusst zur Märtyrerin stilisiert/stilisieren lassen, sie wollte nicht als geschlechtergerechte Gleichstellungsbeauftragte arbeiten, sie wollte Exempel statuieren und hat sich teilweise dabei sehr fragwürdige Bettgenossen gesucht.

          Ad Personam-Psychologisierung plus guilt by association, ansonsten: Nada.

          Alleine die Reichweite, die mediale Präsenz, die diese relativ unbedeutende Frau (Goslar, bleiben wir doch mal auf dem Teppich) bekommen hat, zeigt doch wohl, dass sie eben nicht das arme kleine Hascherl ist, dem so übel mitgespielt wurde.

          Ad Personam gepaart mit grober Unlogik: Was soll denn bitte die mediale Präsenz über eine Persönlichkeit aussagen? Oder steuert diese Dämonin gar die Presse?

          Frau E. BRAUCHT keinen Tagesjob mehr und wenn sie keinen mehr bekommt, dann weniger wegen ihrer Überzeugungen, sondern weil ein AG wahrscheinlich keinen Bock hat, in den ganzen Klumpatsch mit reingezogen zu werden, den Frau E. forciert hat.

          Auch hier fehlt es an jeder Substanz. Mehr als bloße Behauptungen zur angeblich gestörten Persönlichkeit der Frau E – Fehlanzeige.

          Anstatt dich mit der casa auseinanderzusetzen hoffst du also auf den Erfolg einer negativen Stimmungsmache gegen diese Person. Du begrüßt ausdrücklich den tatsächlichen Erfolg dieser gut dokumentieren Stimmungsmache. Und damit belegst du, dass du selbst nicht an das glaubst was du vorgibst zu vertreten.

        • @Maren:
          Ein Indiz für zweiteres wäre ja der Umgang mit Bräunig hier, viele hier halten ihn für unfassbar komisch und klug und verstehen gar nicht, dass viele andere ihn für widerlich menschenverachtend halten.

          Auch so ein Beispiel. Als Indiz wofür – gerade wenn die Meinungen zu L.D. stark divergieren? Dann ist es eben kein Indiz für irgendetwas bezüglich deiner Feindbildgruppe, sondern allenfalls bezüglich eines Teiles deiner Feindbildgruppe.

          Hier wird ein impliziter Schluß von dem Teil, der ihn lustig findet auf alle gezogen. Dieser Schluß ist natürlich logisch unsinn und das weißt du auch. Du kannst es trotzdem nicht lassen diesen Schluß zu implizieren, weil du essenziell auf Beschämungsstratiegien angewiesen bist.

          Du kannst deinen Standpunkt nicht anders vertreten, weil du genau weißt wie lächerlich du dich damit machst.

        • @nick
          *Ad Personam-Psychologisierung plus guilt by association, ansonsten: Nada.*

          Ja, ich hab mir gedacht: „Machste ma was der Nick immer macht“. Wie oft du alleine mir schon irgendwelche Beweggründe untergeschoben hast oder Sympathien für obskure Feministinnen oder deren Theorien, das passt auf keine Kuhhaut. Von daher wäre ich sehr vorsichtig mit den Steinen im Glashaus, mein Freund.
          BTW, dass du das machst um von der eigentlichen Kritik abzulenken und mich in eine Defensivposition zu drängen ist mir durchaus klar, die Schote hatte ich schon mehrfach durch. Kannst es daher eigentlich lassen.

          Und ja, ich halte Frau E. und das was sie tat für wenig integer und nicht sonderlich intelligent, finde es allerdings bemerkenswert, wie sie die Aufmerksamkeit für ihre Zwecke genutzt hat (Immerhin hatte sie fast sofort ein Buch beim renommierten Herder-Verlag rausgebracht) Das ist meine Position.

        • @Maren:
          Ja, ich hab mir gedacht: “Machste ma was der Nick immer macht”.

          Nur pflege ich im Gegensatz zu dir meistens meine Ansichten zu begründen.

          Wie oft du alleine mir schon irgendwelche Beweggründe untergeschoben hast oder Sympathien für obskure Feministinnen oder deren Theorien, das passt auf keine Kuhhaut.

          Es geht nicht um Sympathien, sondern um das Teilen von Prämissen und Interpretationsmustern.

          BTW, dass du das machst um von der eigentlichen Kritik abzulenken und mich in eine Defensivposition zu drängen ist mir durchaus klar, die Schote hatte ich schon mehrfach durch.

          Kritik? Welche Kritik? Mehr als Beschämungstaktiken bringst du ja leider nicht zuwege. _Du_ hast keinerlei ideolgischen Konnex zwischen denjenigen, die der Meinung sind dass „Tatsächlich haben viele Angst [haben], sich offen zu äußern“ und dem von dir ins Spiel gebrachten Bräunig begründet.

          Und ja, ich halte Frau E. und das was sie tat für wenig integer und nicht sonderlich intelligent

          Dass du findest, dass sie eine ganz blöde Kuh ist, die vollkommen zurecht gemobbt wurde ist mir nicht entgangen.

        • obskure Feministinnen oder deren Theorien

          Dass du lieber gar nichts von sehr prägenden Feministinnen und deren Theorien, und deren damit einhergegehenden Einfluß auch auf dein Weltbild lieber wissen willst war ist ja mein Reden.

          obscurus → lat „dunkel, bedeckt“

        • „“Wie hoch ist denn der Anteil von tatsächlichen Fälle von Kindesentzug bei Trennungen? Gibt es da Zahlen zu?”

          … Ich glaube auch, dass es bei vielen durchaus läuft, eben mit Umgang am Wochenende alle zwei wochen. Ein Vater, der mehr haben will, hat von vorneherein schlechte Karten, das durchzusetzen, insofern gibt es natürlich auch weniger Gerichtsentscheidungen dazu, weil man die Prozesse erst gar nicht führt.“

          That’s it.

          „“Es wird dem Feminismus ein Einfluß zugesprochen, den er im wirklichen, täglichen Leben nicht hat.”

          mein Reden, dass die konservativen Anteile hier unterschätzt werden“

          Hier gehen wir nicht konform.
          Gerade der Umgang wurde aufgrund feministischer Agitation in den späten 80ern bis in die Mitte der 00er unnötig restriktiv gehandelt.
          Noch Ende der 90er war es Common Sense, dass Väter als Männer für alles Übel dieser Welt verantwortlich zu machen seien. Ob Massenvergewaltigungen, Hungerepidemien, massenhafter Kindesmissbrauch, Frauenversklavung, oder Kriege, hinter allem steckte eine verschworene Männergemeinschaft.
          Und diese Geißeln der Menschheit ließen sich nur ausrotten, wenn man Männern jede Einflussnahme auf die Erziehung der nächsten Generation verbietet und sie auch von den eigenen Kindern fernhält.

          Diese Hetze traf auf durchaus willige Vollstrecker in der Justiz, die eh der konservativen Meinung waren, dass Kinder zu den Müttern (und NUR dort hin) gehörten.

          Ohne den Radikalfeminismus hätte sich die systematische und langanhaltende Väterentsorgung nicht halten können.

        • mein Reden, dass die konservativen Anteile hier unterschätzt werden”

          Der Fehlschluß liegt wohl darin, dass man dabei von einer Dichotomie ausgeht.

        • Sie hat sich mit der IGAF eingelassen, verdammt nochmal. Niemand, dem tatsächliche Gleichberechtigung am Herzen liegt täte das.

          Auch hier wieder das übliche äußerst niedrige BILD-Niveau. Frau Ebeling war _nach_ ihrer Abwahl _Rednerin_ beim „2. Anti-Feminismus Treffen“

          http://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-9-vergiften-des-brunnens

        • Ohne den Radikalfeminismus hätte sich die systematische und langanhaltende Väterentsorgung nicht halten können.

          In Anbetracht solcher Biografien wie Anita Heiliger oder Barbara Kavemann ist es ziemlich lächerlich, so zu tun als habe Feminismus per se nichts gegen Väter.

          Und die Behauptung, Feminismus sei eine kleine unschuldige Graswurzelbewegung ohne tatsächlichen Einfluß sollte sich eigentlich dann erledigen, wenn man sich anschaut wer im für diese Frage sehr maßgeblichem Frauenministerium sitzt.

        • „In Anbetracht solcher Biografien wie Anita Heiliger oder Barbara Kavemann ist es ziemlich lächerlich, so zu tun als habe Feminismus per se nichts gegen Väter.“

          Oh ja, da hast Du genau die Richtigen genannt.
          Beides Lesben, beide von einem geradezu psychotischen Hass auf Männer gekennzeichnet.
          Dabei bediente die Heilige Anita mehr den polterigen Pöbel, während die Kavemann die Intellektuelle spielte.
          Die beiden haben mich immer an die entsprechenden Nazi-Größen im III. Reich erinnert.

          Kavemann trägt maßgeblich Verantwortung für die Diskreditierung der Väter als notorische Kinderschänder (Kavemann/Lohstöter „Väter als Täter“; „jedes 3. Kind wird von seinem Vater sexuell missbraucht“).
          Als die Masche etwa 1995 – mit 5 Jahren Verzögerung von den USA ausgehend – in sich zusammenbrach, zog Kavemann als unermüdliche Wühlerin schon die nächste Kampagne auf. Sie ist Mitbegründerin und geistige Mutter der BIG (Berliner Initiative gegen häusliche Gewalt), die sich – bis heute – medienwirksam entsetzt, dass „jede 3. Frau (sic!) Opfer häuslicher Gewalt“ sei.

          Genau genommen war besonders im letzten Jahrzehnt ein Triumvirat gegen Männer allgemein und Väter im Besonderen aktiv. Zu nennen sei da noch Carol White-Hagemann.
          Dann gibt es noch die Chargen aus der zweiten Reihe, zu denen ich Schröttle als Schülerin Kavemanns zähle, die unermüdlich für „Runde Tische“ in den Kommunen kämpfte, wo die drei Gewalten (Legisl, Exek, Judik) gemeinsam Strategien zur Bekämpfung gewalttätiger Männer ausarbeiten sollten.
          Sie forderte auch die Entfernung von Zweiflern aus solchen Kreisen.

          Die Schriften, die ich dazu aus dem Netz zusammengesammelt haben, lesen sich wie ein Gruselroman aus einer George Orwell-Welt.

        • „Die Schriften, die ich dazu aus dem Netz zusammengesammelt haben, lesen sich wie ein Gruselroman aus einer George Orwell-Welt.“

          Her damit!

        • „Her damit!“ unterstütze ich….

        • Gerne auch als Gastartikel, wenn es was längeres ist!

        • „Gerne auch als Gastartikel, wenn es was längeres ist!“

          Im Prinzip sehr gern.
          Aber ich habe sie nur in der ausgedruckten Form in einem dicken Ordner zu Hause, auf das ich nur an den Wochenenden Zugriff habe.

          Ich werd mal sehen, was ich tun kann.

          Besonders Schröttle hatte keine Hemmungen, auch rechtsstaatliche Grundsätze für ihre Vorstellung von einem feministischen Paradies außer Kraft zu setzen.

        • Ergänzung:

          Das Merkwürdige ist, dass ich diese ganzen Schriften vor etwa 8 -6 Jahren aus den Netz gezogen hatte.
          Heute findet man sie dort nicht mehr.
          Nicht einmal der berüchtigte „Gewaltschutzbericht“ von Bundesfrauenministerin Renate Schmidt, der ja immer noch allenthalben zitiert wird, ist im Archiv der Schriftenreihen des Ministeriums aufzufinden.

          Insofern war es vielleicht doch nicht so dumm, den ganzen Sermon damals downzuloaden und auszudrucken.

      • Bei Ebeling war es ganz gewiss so, dass sie als Opfer inszeniert wurde

        Maren braucht nur eine Rechtfertigung dafür, dass sie sich selbst, ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken oder zu zögern, mit Verve an diesem institutionalisiertem Mobbing beteiligt hätte.

        Dass sie nicht in der Lage ist, ihrem Weltbild widersprechende gesellschaftliche Tatsachen auch nur wahrzunehmen hat sie hinreichend bewiesen.

        • Ob Ebeling als Opfer inszeniert wurde, ist Ansichtssache.

          Tatsache ist, dass Ebeling ihren Job als Gleichstellungsbeauftragte ernst nahm und sich an entsprechender Stelle auch für Männerinteressen einsetzte.
          Erst, als darob ein entsprechender Shit-Storm in den Medien losbrach, konnte sie sich überhaupt als „Opfer“ inszenieren – so sie es überhaupt getan hat.
          Besonders in Ost-Deutschland, wo Frauen generell ein anderes Selbstverständnis haben und traditionell ihr Leben eher in die eigene Hand nehmen, als in West-Deutschland, wird eine solche Diskussion bestenfalls mit staunendem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen.
          Der VAfK hat z.B. bis vor Kurzem jedes Jahr regelmäßig im November hochkarätig besetzte Tagungen in Halle durchgeführt.
          Organisiert und moderiert hat das die dortige Gleichstellungsbeauftragte Susanne Wildner. Auch sie betrachtet sich als Verantwortlich für die Sache, nicht für ein Geschlecht.

        • Erst, als darob ein entsprechender Shit-Storm in den Medien losbrach, konnte sie sich überhaupt als “Opfer” inszenieren – so sie es überhaupt getan hat.

          Ja, das ist der Punkt: _Wenn_ sie sich als Opfer inszenieren wollte, dann hat man ihr sehr reichlich Gelegenheit dazu geboten.

          Besonders in Ost-Deutschland, wo Frauen generell ein anderes Selbstverständnis haben und traditionell ihr Leben eher in die eigene Hand nehmen, als in West-Deutschland, wird eine solche Diskussion bestenfalls mit staunendem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen.

          In Ostdeutschland ist man eben eher von Interpretationsmustern des marxistischen Feminismus geprägt. Da kommt man nicht weit mit impliziertem Radikalfeminismus. Jedenfalls nicht in den Kommunen, dort müssen Politiker eben auch in ihrem sozialem Umfeld ihre Positionen vertreten.

        • @carnofis

          Diese Susanne Wildner?
          http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/ampelmaedchen-halle102_zc-a2551f81_zs-ae30b3e4.html

          Na das kann ja wohl nicht sein,erstens, laut Aussage von Frau E. ist sie ja die einzige Gleichstellungsbeauftragte des Universums, die überhaupt was für Männer übrig hat, und zweitens kann man, wie Frau E. ja gezeigt hat, nur entweder für Frauen oder für Männer sein, das ist so ähnlich wie der Geissenpeter sagte „Wenn du lesen kannst, kannst du nicht mehr auf die Alb“

        • Monika Ebeling hat wiederholt auf andere Gleichstellungsbeauftragte hingewiesen, die für die Anliegen von Jungen und Männern ansprechbar gewesen wären. Eine von ihnen habe ich selbst bei einem Vortrag im Kurhaus meiner Kreisstadt erlebt (sie hat es allerdings danach nicht mehr lange gemacht). Allerdings gab es solche Gleichstellungsbeauftragte nur sehr vereinzelt. Und selbst die wurden isoliert oder manipuliert, als die perfide Rufmordkampagne in der Form von Thomas Gesterkamps Hetzschrift gegen Männerrechtler – der zufolge ich zum Beispiel dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet werde – in zahllosen Gleichstellungsstellen auslag.

          Monika Ebeling hat ausweislich ihrer Rechenschaftsberichte, die sogar die „Süddeutsche Zeitung“ überzeugt haben, auch nur einen Bruchteil ihrer Arbeit Jungen und Männern gewidmet. Das reichte aus, damit die Goslarer Grünen einen offenen Brief auf ihre Website stellten, in dem sie beklagten, Ebeling wolle „Benachteiligungen von Männern aufzeigen und beseitigen – das ist nicht unser politischer Wille“.

          Fast sämtliche Goslarer Parteien schlossen sich der darauf folgenden Hexenverbrennung an. Allein in den Reihen der Goslarer CDU gab es Widerstand. „Da wird ein Mensch öffentlich geschlachtet“, befand deren Fraktionschef Frank Schober. Und genau so war es auch.

          Was niemand vorausgesehen hatte, war, dass zumindest einige Journalisten inzwischen nicht mehr glaubten, Geschlechterpolitik habe ausschließlich Frauen zugute zu kommen. So entstand unerwartet eine recht breite positive Berichterstattung über Ebeling, die natürlich auch dem Umstand zu verdanken war, dass Ebeling weiblich ist. Männer wären so problemlos abgeräumt worden wie die beiden Männerbeauftragten in der Schweiz (Markus Theunert und ein komplett unbekannter Vogel, von dem man davor und danach nie wieder etwas gehört hat).

        • „Diese Susanne Wildner?“

          Wenn sich Halle nicht zwei gleichnamige Gleichstellungsbeauftragte leistet, wird’s wohl die gemeinte sein.

          Ich weiß jetzt nicht, was ich aus dem von Dir verlinkten Text mehr lesen soll, als dass eine durchgeknallte grüne Stadträtin Bedarf an Ampelmädchen erkannte und dies der Gleichstellungsbeauftragten zur Kenntnis brachte.
          Kein Hinweis auf Begeisterung, oder pflichteifriger Umsetzung (die sie als Gba eh nicht hätte anleiern können).

          Vielleicht hättest Du besser diesen Link gebracht:
          http://www.halle.de/de/Verwaltung/Verwaltungsorganisation/Geschaeftsbereich-Ob-05840/Gleichstellungsbeauf-06064/

        • Hat Maren hier wieder einen ihrer eminent konstruktiven und redlichen Kommentare verfaßt?

          Sie scheint wie nicht wenige Frauen diese eingeschnappte Mecker-Rolle angenommen zu haben und sich gerne selbst zu infantilisieren, indem sie alles ausblendet, was ihrem vorgefertigten Weltbild widerspricht.

          Früher war solchen Frauen die positive Aufmerksamkeit gewiß. Heute höchstens noch die negative. 🙂

          Aber vielleicht spornt das die Maren ja auch an.

        • @ Maren

          „Wenn dich eines vom offenen Sprechen abhält ist das ganz allein deine eigene Feigheit. Du hast hierzulande alle Möglichkeiten deine berechtigten Anliegen zu vertreten, also tu es auch.“
          „Ich halte es eher für eine Folge der Gruselgeschichten, die regelmäßig auf maskulistischen Blogs die Runde machen (selbsterfüllende Prophezeiung), bzw. die Unfähigkeit zwischen berechtigter Kritik und tatsächlich frauenfeindlichen Äußerungen zu unterscheiden.“

          Als ich vor einigen Jahren einmal im Kontext einer mir bekannten linken Gruppierung Benachteiligungen von Männern ansprach, hagelte es Beschimpfungen und Beleidigungen von feministischer Seite gegen mich einschließlich einer Drohung zu versuchen mich auszuschließen.
          Dabei war ich damals noch weitgehend unkritisch feministisch orientiert gewesen und sah damals noch keine Mitverantwortung des Feminismus für Benachteiligungen von Männern (das sehe ich heute anders) und sagte dies auch, es war also noch nicht mal eine feminismuskritische Äußerung meinerseits gewesen.

          Ein anderes Mal kritisierte ich den Verkauf von Valerie Solanas „Scum“-Manifest durch eine linke Gruppierung an einem Büchertisch. Das brachte mir als Reaktion der verantwortlichen Feministin den Spruch ein: „Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!“ sowie eine Erklärung, wieviel ihr dieses Buch gegeben habe und wie wichtig es für den Feminismus und für Frauen sei.

          „Ein Indiz für zweiteres wäre ja der Umgang mit Bräunig hier, viele hier halten ihn für unfassbar komisch und klug und verstehen gar nicht, dass viele andere ihn für widerlich menschenverachtend halten.

          Viele Männerrechtler haben Bräunig in klaren und unmissverständlichen Worten für seine Frauenfeindlichkeit kritisiert und deutlich gemacht, dass sie nichts mit ihm zu tun haben wollen.
          Zeig mir mal eine feministische Diskussion, in der sich vergleichbar viele Personen von männerfeindlichen Feministinnen und ihren Aussagen distanzieren.

          „Dass das ihre Meinung war kommt dir nicht in den Sinn? Oder dass sie sich schlicht nicht dafür interessieren?“

          Solche Leute gibt es – und dann gibt es auch Leute, die schweigen, weil sie Reaktionen, wie ich sie oben beschrieben habe, gerne vermeiden möchten.

          „Ganz genau. Und wenn man mit solchen Herzchen Positionen teilt, sollte man diese eventuell nochmal genau überdenken.“

          Nur wenn man mit solchen Leuten irgendwelche menschenfeindlichen oder undemokratischen Positionen teilt.

          Wenn eine Feministin, die männerfeindliche Ansichten hat, darüber hinaus auch ein berechtigtes frauenrechtliches Anliegen unterstützt, z.B. Engagement gegen weibliche Genitalverstümmelung, dann wird der Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung deswegen ja auch nicht falsch, sondern bleibt trotzdem ein berechtigtes frauen- und menschenrechtliches Anliegen. Gleiches gilt, wenn ein berechtigtes männerrechtliches Anliegen auch von einem frauenfeindlichen Radikalmaskulist vertreten wird.

          „Zudem, wenn man die ganzen Knallchargen wegnimmt, wer bleibt dann noch? 3 Figuren?“

          Kommt drauf an, was der Maßstab sein soll.
          Wenn der Maßstab ist, dass man an Gleichberechtigung orientiert ist, nicht frauenfeindlich ist sowie freiheitlich und demokratisch orientiert ist, bleiben die Mehrheit linker und liberaler Männerrechtler übrig.

          Bescheuerte Ansichten sind im konservativen/rechten Flügel der Männerbewegung im Schnitt leider häufiger vorhanden, nicht bei linken und liberalen Männerrechtlern.
          Aber natürlich hat nicht jeder konservative Männerrechtler bescheuerte Ansichten und kann es im Einzelfall auch bei nicht-konservativen Männerrechtlern bescheuerte Ansichten geben. Trotzdem ist hier anhand der politischen Lager m.E. eine Grundtendenz erkennbar, wo problematische Einstellungen einen potentiell günstigeren oder ungünstigeren Nährboden haben. Insofern fehlt bei deiner Kritik leider die Berücksichtigung von Strömungsdifferenzierungen in der Männerrechtsbewegung.

          Ist der Maßstab hingegen, dass über Orientierung an Gleichwertigkeit, Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie hinaus weitergehende Übereinstimmungen mit deiner Weltsicht bestehen, werden es natürlich weniger. Aber das wäre eben ein unrealistischer Anspruch.

          Wie viele Netzfeministinnen würden denn deiner Ansicht nach übrigbleiben, wenn man die Anhängerinnen männerfeindlicher und autoritärer feministischer Strömungen wie Radikal- und Gender-Feminismus usw. wegnimmt?

        • @leszek

          „Wie viele Netzfeministinnen würden denn deiner Ansicht nach übrigbleiben, wenn man die Anhängerinnen männerfeindlicher und autoritärer feministischer Strömungen wie Radikal- und Gender-Feminismus usw. wegnimmt?“

          Leider keine. Hätte eben auch die Folge, dass sie letztendlich das Lager wechseln müssen und mehr oder weniger Antifeministen wären. Allenfalls kommt noch „das ist nicht MeinFeminismus“ oder „nicht der richtige Feminismus“ aber eine tatsächliche Aufarbeitung und Auseinandersetzung ist dort quasi nicht vorhanden.

        • @ Christian

          Also ich denke, ein paar Alltagsfeministinnen und liberale Feministinnen (und hoffentlich auch die eine oder andere marxistische/sozialistische/anarchistische Feministin abseits des feministischen Mainstreams) würden schon übrigbleiben, aber viel ist es nicht.

        • @Leszek

          Das Problem bei Kritik am Feminismus ist, dass man, wenn man nur etwas in die sache hineingeht, fast zwangsläufig die gesamte dortige Theorie ablehnen muss. Das macht es denke ich für viele feministinnen sehr schwierig
          Kritik ist sehr schnell eine Aufgabe der feministischen Identität, auch gerade weil kein „vernünftiger Feminismus“ zum Auffangen bereit steht.

        • „Also ich denke, ein paar Alltagsfeministinnen und liberale Feministinnen (und hoffentlich auch die eine oder andere marxistische/sozialistische/anarchistische Feministin abseits des feministischen Mainstreams) würden schon übrigbleiben, aber viel ist es nicht.“

          Feminismus hatte für in meinen Augen für eine bestimmte Generation und Schicht von Frauen tatsächlich eine nachvollziehbare und positive Bedeutung. Ich kann mich an Professorinnen von mir erinnern, die sich explizit als Feministinnen bezeichneten, von denen ich aber nie eine männerfeindliche Äußerung gehört habe. Die aber auch tatsächlich mit der Geringschätzung zu kämpfen hatten, die akademische Männer Frauen entgegenbrachten – ob es nun Autorinnen waren oder Kolleginnen.

          Der Feminismus der zweiten Welle hat also wohl eigentlich seine Funktion darin gehabt, die Um-Orientierung bürgerlich-akademischer Frauen von der Hausfrauenexistenz zur beruflichen Etablierung politisch und ideell zu orchestrieren. Da das nur einen kleinen Teil der Frauen betraf und Frauen aus dem Arbeitermilieu – aufgrund der geringeren Ressourcen – ohnehin immer schon arbeiten mussten, hatte er diese Funktion nur für einen kleinen Teil der Frauen, und nur für eine begrenzte Zeit.
          Aus dieser Zeit würden aber wohl durchaus noch ein paar Frauen übrig bleiben, die ihren Feminismus nicht männerfeindlich verstanden. Sie spielen in der heutigen Diskussion nur praktisch keine Rolle.

          Der Feminismus als politische Bewegung hat sich völlig überlebt. Er kann noch individuelle Funktionen haben, so wie im „MeinFeminismus“. Dann hat er für eine Frau eine sehr persönliche, oft auch sehr aufgeladene Bedeutung, die ebenfalls nicht unbedingt männerfeindlich sein muss. Das ist dann aber eigentlich keine politische Bedeutung, sondern eine quasi-religiöse. Gegen sie zu argumentieren, ist ähnlich sinnlos, wie es sinnlos ist, mit überzeugten Christen über die Gewaltschneisen zu diskutieren, die das Christentum durch die Geschichte gezogen hat. Man bewegt sich dann auf zwei ganz verschiedenen Ebenen, die eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben.

          Politisch aber ist der heutige Feminismus, zumindest in den westlichen Ländern, völlig funktionslos. Er ist einfach dafür da, die Zuweisung öffentlicher Mittel und institutioneller Absicherungen an Begünstigte zu legitimieren, und dafür braucht er Feindbilder und die Vorstellung, in einem „Patriarchat“ sei die staatliche Unterstützung von Frauen dringend geboten (dass immer nur ein paar eh schon privilegierte Frauen unterstützt werden, ist da nicht so wichtig und ohnehin klar). Daher gibt es heute auch faktisch keinen Feminismus ohne Männerfeindlichkeit, zumindest nicht auf politischer Ebene.

          Das heißt aber nicht, dass alles an ihm immer schon männerfeindlich war. Wichtig finde ich zum Beispiel, dass feministische Autorinnen (und Autoren) deutlich gemacht haben, wie die Verletzung von Menschenrechten auch durch Geschlechterklischees begründet sein kann. Dass Feministinnen dann selbst mit Geschlechterklischees zu Menschenrechtsverletzungen beigetragen haben, ist nie ernsthaft im Feminismus diskutiert worden – was zu seiner heutigen politischen Irrelevanz beiträgt.

          Ich finde aber, dass das Konzept des „integralen Antisexismus“ hier auch Wurzeln im Feminismus hat – und die humanen Anteile des Feminismus wesentlich besser aufbewahrt und aktualisiert, als es heutige Feministinnen mit ihren „HeForShe“-Modellen tun.

        • @Marenleinchen
          „Na das kann ja wohl nicht sein,erstens, laut Aussage von Frau E. ist sie ja die einzige Gleichstellungsbeauftragte des Universums, die überhaupt was für Männer übrig hat, und zweitens kann man, wie Frau E. ja gezeigt hat, nur entweder für Frauen oder für Männer sein, das ist so ähnlich wie der Geissenpeter sagte “Wenn du lesen kannst, kannst du nicht mehr auf die Alb”“

          Wieder mal eine groteske Verkehrung der Umstände ins Gegenteil.
          Frau Ebeling wurde geschsst, wiel sie überhaupt angefangen hatte, neben der Frauenarbeit zusätzlich auch etwas für Männer zu tun.
          Sie war ja genau die, die versucht hatte, sowohl für Frauen als auch für Männer was zu tun.
          Sie ist genau dafür abgestraft worden, weil offenkundig alle anderen in Goslar der Meinung waren, dass das nicht statthaft sei und man demzufolge „nur entweder für Frauen oder für Männer“ sein kann, keinesfalls aber für beides. Wobei irgendwie die Meinung mitzuschwingen scheint, dass man, sobald man irgendwie für Männer was macht, man damit automatisch gegen Frauen sein muss.

          => Maren beim Lügen erwischt. Soweit nichts bemerkenswertes, ist ja irgendwie normal.

        • Ebeling wird für mich auf ewig verbunden bleiben mit dem Statement aus ihrer Verteidigungsrede vor der Abwahl (im Übrigen Alles Andere als ein Einzelschicksal), dass da lautete:

          „Jeden Hundehaufen kann man problemloser seinem Erzeuger zuordnen.“

          Wenn das nicht vollkommen schräg war, ja dann weiß ich auch nicht.

        • @Schoppe
          „Politisch aber ist der heutige Feminismus, zumindest in den westlichen Ländern, völlig funktionslos.“

          „Dass Feministinnen dann selbst mit Geschlechterklischees zu Menschenrechtsverletzungen beigetragen haben, ist nie ernsthaft im Feminismus diskutiert worden – was zu seiner heutigen politischen Irrelevanz beiträgt.“

          Wie bitte?
          Feminismus ist politisch funktionslos und politisch irrelevant?

          Ich glaube nicht, dass Du meinst, was Du da sagst.
          Was Du sagen willst ist, dass Feminismus keine _legitime_ Funktion bzw. Relevanz hat.
          Dennoch hat institutionalisierter Feminismus sehr weitreichenden Einfluss in der Politik und ist daher alles andere als „funktionslos“ und hat als solcher auch politische Relevanz.
          Es ist eine beträchtliche Verharmlosung des institutionellen Feminismus, ihn als funktionslos und irrelevant darzustellen – gerade weil diese Relevanz nicht legitim ist.

        • @Semikolon
          „Wenn das nicht vollkommen schräg war, ja dann weiß ich auch nicht.“

          Ja, schon schräg, dass man in Deutschland jeden Hundehaufen leichter seinem Erzeuger zuordnen kann als ein Kind seinem Vater. Weil die dazu nötigen Untersuchungen im einen Fall erlaubt sind, im anderen Fall verboten sein können, wenn die Mama was dagegen hat.

          Es braucht einen gewissen Mut, sowas notfalls in drastischen Worten sichtbar zu machen.

        • „Weil die dazu nötigen Untersuchungen im einen Fall erlaubt sind, im anderen Fall verboten sein können, wenn die Mama was dagegen hat.“

          Falsch, natürlich:

          „Mit Wirkung vom 1.04.2008 ist das „Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren“ in Kraft getreten. […] Sollte eine Person die Einwilligung in die Abnahme der Probe verweigern, hat das Familiengericht die Einwilligung zu ersetzen und die Duldung einer Probeentnahme anzuordnen.“

          http://www.vaterschaft-anfechten.de/vaterschaftsanfechtung_praxis/neues_gesetz_zur_vaterschaftsfeststellung_ab_01_04_2008_in_kraft.php

          Und 3 Jahre später wusste diese „Fachfrau“ da immernoch nix von?

          Komisch.

        • „Ich glaube nicht, dass Du meinst, was Du da sagst.“ Doch, das meine ich aber sehr wohl.

          Es ist doch ein beständiges Bemühen heutiger Feministinnen, ihre Relevanz – und die eines „Feminismus von heute“ (Wizorek) – zu betonen. Nur geben sie dafür niemals überzeugende Gründe an. Die „Relevanz“ des Feminismus muss dadurch deutlich gemacht werden, dass ein „Gender Pay Gap“ herbeifantasiert wird, oder eine „Rape Culture“, oder dadurch, dass es als (wie im Hollaback-Video) als „Alltagssexismus“ verkauft wird, wenn ein Mann einer Frau einen schönen Tag wünscht oder wenn er in der U-Bahn sitzt und seine Knie sich nicht berühren (Breitmachmacker!!).

          Darüber hinaus, dass Begünstigte mit Geldern und Posten versorgt werden, hat Feminismus heute keine erkennbare Funktion – außer vielleicht der, von wirklich gravierenden sozialen Problemen abzulenken.

          Das heißt natürlich nicht, dass er machtlos ist. Aber Macht und Irrelevanz – das ist nun einmal eine gefährliche Kombination, die durchaus bösartig machen kann. Feministinnen haben zwar unendliche Möglichkeiten, sich zu äußern, aber sie haben nach meinem Eindruck eigentlich nichts zu sagen. Da liegt es nahe, auf Feindbilder zurückzugreifen, die für die eigenen Widersprüche verantwortlich gemacht werden können. (Sieht man ja schon an den Aggressionen, mit denen feministische Frauen auf Frauen reagieren, die ihre Freund-Feind-Muster in Frage stellen, so wie eben Ebeling das tat.)

        • „Sieht man ja schon an den Aggressionen, mit denen feministische Frauen auf Frauen reagieren, die ihre Freund-Feind-Muster in Frage stellen, so wie eben Ebeling das tat.“

          Ich hab gar nicht mal so wenig auf ihrer Homepage rumgelesen, und noch niemals irgendwas gefunden, wo sie nicht gegen Frauen agitierte. Und ich hab sie mal live erlebt in einem workshop, wo sie mich auch nicht positiv beeindrucken konnte (Ausnahme: was Dokumentation angeht – nicht der Inhalt, sondern rein der Umfang – scheint sie wirklich fit zu sein).
          Ist nicht so, als hätte ich ihr keine Chance gegeben…

        • @Schoppe

          >>“Es ist doch ein beständiges Bemühen heutiger Feministinnen, ihre Relevanz – und die eines “Feminismus von heute” (Wizorek) – zu betonen.“

          http://werbrauchtfeminismus.de/

          Und diese komische Relevanz-Kampagne ist sogar nur eine Reaktion auf eine Aktion der jungen AfD’ler die Plakate in die Kamera gehalten haben.

          Das hat eine neue Qualität, mittlerweile selbstbestärkt man sich seiner Wichtigkeit, seiner Relevanz. Deutlicher kann man das nicht zeigen, als mit dieser lächerlichen Aktion.

          Die ich übrigens für nicht gelungen halte:

          „Wer braucht Feminismus?“

          Äh, niemand?

        • Oh…ich sehe gerade das die Resonanz ähnlich katastrophal war wie der Claim…

          Tjo…Go Feminism!

        • Am Lustigsten fand ich übrigens den Teil, wo sie „selbstkritisch“ die Trennung von ihrem ersten Ehemann aufgearbeitet hat.
          Indirekt gab sie dem Feminismus die Schuld, direkt soll ihr damaliges Umfeld veranwortlich für ihr Verhalten gewesen sein:
          Alle hätten sich damals getrennt! Da „musste“ sie natürlich auch…

        • Kannst Du bitte zitieren, wo Monika Ebeling „gegen Frauen agitiert“ ?
          Soweit ich das sehe, agitiert sie lediglich gegen Feminismus und deren Vertreter, aber nicht pauschal gegen Frauen.
          Eine allgemeine Abwertung alles Weiblichen, analog zur Abwertung des Männlichen im Feminismus, oder gar entsprechende Gewaltphantasien gegen Frauen, wie bei Feministen gegen Männer so beliebt, kann ich bei ihr nicht erkennen.

          Eine Aussage wie
          „Das hat sich nicht nur in Goslar noch nicht rumgesprochen, sondern wird gerade von den bisher in der Gleichstellungsarbeit aktiven Menschen, überwiegend Frauen, weitestgehend ausgeblendet. Diese Frauen versuchen mit allen Mitteln, Frauenpolitik zu erhalten und ihre Pfründe zu wahren.“
          http://ef-magazin.de/2011/04/26/2967-interview-mit-monika-ebeling-diese-frauen-versuchen-mit-allen-mitteln-ihre-pfruende-zu-wahren
          bezieht sich eindeutig nicht allgemein auf Frauen, sondern auf Frauen aus der Frauen-Helferindustrie, also ganz bestimmte Frauen.

          Willst Du etwa wieder mal die absurde Behauptung widerholen, Feminmus vertrete „Alle Frauen“?
          Genau dagegen verwahrt sich Monika ebeling – und viele ander Frauen ebenfalls. Siehe „women against feminism“.

  9. @ Schoppe

    „Beim Väteraufbruch hingegen habe ich immer mal wieder Man-sollte-mal-Aktivisten kennengelernt – Leute, die in einer akuten Notlage als Väter waren, die unbedingt auf den Tisch hauen und größere politische Aktionen starten wollten – und die dann nach wenigen Wochen wieder verschwunden waren, wenn sie sich mit ihrer persönlichen Lage irgendwie arrangiert hatten.“

    FAST treffend umschrieben, die Verbal-Revoluzzer.
    Aber sie sagen nicht „Man sollte mal“, sondern „Ihr müsst mal“.
    So, als hätten sie mit ihrem Jahresbeitrag von 50 € ein Abo auf eine Revolte wöchentlich, zusätzlich zur kostenfreien Rechtsberatung – und natürlich dem physischen Einsatz beim Kampf um ihre Väterinteressen.

    Wenn man dann antwortet „DU bist der Verein und wir stellen Dir die Mittel für Deinen Kampf zur Verfügung“, dann müssen sie ganz dringend weg, weil die Sportschau anfängt.

    So akut kann die Notlage also dann nicht sein, wenn das eigene Engagement noch nicht notwendig ist.

    Wenn jeder dieser Maulhelden nur an EINER Aktion sich aktiv beteiligt hätte, wir würden über das Problem „Väterrechte“ hier kein Wort verlieren müssen.

  10. Ich finde die Trennung in „richtige welt“ und „Internet“, wie sie exemplarisch in…

    Bloggen bringt nichts, aber auch gar nichts! Da müsste man eventuell mal seinen Hintern in die richtige Welt bringen.

    …vorgenommen wird, zunehmend albern.

    Nichtmal die etablierten Saeulen der „Realen Welt“ sehen das noch so: die ARD berichtet ueber die Twitternachrichten von Griechischen Politikern.
    Die Printmedien flennen tagein/tagaus, dass sie keine Chance gegen „Online“ haben. Menschen werden Entlassen wegen „Shitstorms“.
    Wann ist das das letzte mal wegen einer Demo oder einem strongly worded letter geschehen?

    Der Punkt ist nicht On/Offline, der punkt ist Wirksamkeit, und das ist ein etwas komplexeres Ding als On/Oflline.

    Klar, wenn _ich_ Blogge hat das absolut gesehen recht wenig Auswirkung. Aber, das hat es auch wenn ich auf eine der tausenden von Demos gehe, ueber die nicht berichtet wird, und von der allein in Berlin 3/Tag stattfinden.
    Oder wenn ich einen Brief an einen Abgeordneten schreibe, was allerhoechstens dazu fuehrt, dass sein Praktikant mir ein paar Textbausteine zurueckschickt.
    Oder, ums mal zu ueberspitzen, wenn ich ein Auto anzuende oder irgendwen verpruegele, ist der Effekt auch erstmal nur ein angepisster anderer.

    Interessant ist imho mehr die relative Wirksamkeit, und habe ich den Eindruck, hat ein Blogpost gar keine sooo schlechte Aufwand/Effekt-Quote.

    Klar, der Effekt ist maximal, dass jemand drueber stolpert, und sich denkt „so hab ich das noch nicht gesehen, interessant“.

    Aber, mal ehrlich, das ist auch der maximale Effekt der typischen Demo, mit dem Nachteil, dass kaum einer, der sie wahrend ihren 2h Lebensdauer sehen wird, nachfragen wird, oder des Briefs an den Abgeordneten mit einem noch kleineren Publikum von 1 Mitglied des Presseteams. Da hat ein Blog amortisiert doch eine bessere Reichweite.

    Und auch das mit der „Filterbubble“ sehe ich nicht ganz so hart, bzw, sie ist oft einfach eine Tautologie.
    „das interessiert da draussen keinen“ – klar, weil die, die es dann interessiert auch als „drinnen“ gezaehlt werden.
    Ich glaube, das Bild der Abschottung entsteht dadurch, dass es bei jedem Blog immer nur einen harten Kern aus Kommentatoren gibt, der recht Ideologisch gefestigt aussieht.
    Auf jeden Kommentator kommen aber die lurker, die Typen, die gerade einem Link gefolgt sind, die die was recherchieren, etc. Gerade die unverbindlichkeit von Blogs macht es ideologisch fremden leichter, mal drueberzugucken, und so kommt es dann doch zu einer Beeinflussung. Sieht man auch an sich selbst: ist man wirklich schon immer so gewesen, wie man jetzt ist? Hat sich im stillen Kaemmerichen aus „frist principles“ alles abgeleitet? Eher nicht, sondern man hat einfach mal was gelesen.

    Alles im allen: Das Internet ist gar nicht so schlimm 🙂

    • Kann ich nur unterstreichen.

      Ich benutze diesen Blog, um mich zum Thema „Feminismus“ im weiteren Sinne zu informieren.
      Im Gegenzug bring ich meine Kenntnisse und Erfahrungen ein.

      Bei keinem kommerziellen Medium findet man so geballte Infos zu einem Thema, wie in einem entsprechenden Blog.

      Ich denke, dass auch die hier Postenden sich nicht nur im Netz bewegen, sondern auch im RealLife entsprechend diskutieren, was sie mit dem entsprechenden Hintergrundwissen wesentlich besser können, als jemand, der sich nur aus Allgemeinplätzen informiert hat.

      Und dazu kommt eine unbekannte Zahl anonymer Leser.

  11. Die ganze Männerrechtsbewegung ist nur über Internet und Bloggen entstanden. Das Internet ist das wirksamste Medium überhaupt.

    • Korrekt! Betrachten wir sonst doch mal die Gegenseite.
      Deren Extremistinnen, denen immer wieder unangebrachte Zugeständnisse gemacht werden, bauen ihre Karrieren auch über das Internet auf.
      Ja, inzwischen hält Sarkeesian Vorträge und tritt in Talk-Shows auf. Aber wie ist sie dahin gekommen? Über das Internet.

      Es ist nicht die Dauerlösung, aber wie ich schon sagte, in diesem frühen Stadium das Sprungbrett, über das man sich zusammenfinden kann und überhaupt erst Bewusstsein dafür schaffen, was los ist.

  12. Bloggen allein bringt nichts. Bloggen und gelesen werden aber schon.

    Und all das, was ich in den Blogs und den Kommentare-Diskussionen dazu lese, gibt bei mir ein Fundament, dass ich immer wieder mündlicherweise an die Welt um mich herum weitergebe.

    Und das – Informationsverbreitung – ist schon die halbe Miete…

  13. In der Tat, Bloggen allein rettet nicht die Welt.
    Aber man muss bedenken, in welch frühem Stadium sich die Männerrechtsbewegung noch befindet. Die meisten Leute wissen gar nichts von ihr und wenn sie was aufschnappen, dann meist von irgendwelchen Spinnern (denn auf die wird natürlich immer gern verwiesen).

    Darum sind Blogs wie dieser schon allein deshalb konstruktiv, weil sie Bewusstsein für Dinge schaffen, die in der Regel gar nicht hinterfragt werden.

  14. […] Schoppe machte einen interessanten Kommentar: […]

  15. […] noch einmal das Thema “Die Aktiven und die Bloggenden” aufgegriffen, welches hier schon mehrfach Thema war. Ich hatte ja schon in der letzten Diskussion einen leichten Rant in mir […]

  16. […] “Einfach nur bloggen bringt nichts” […]

  17. […] Buch gegeben habe und wie wichtig es für den Feminismus und für Frauen sei.“ Leszek bei Alles Evolution, Nachtrag 2015 Zur Verteidigung des vor kurzer Zeit populären Hashtags „killallmen“ schreibt […]


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