Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 25. Juli 2015

Galbrush Paradoxon

Feministinnen prangern an, dass zuwenig Frauen in Filmen vorhanden sind. Interessant fand ich dazu das in den Kommentaren erwähnte „Galbrush Paradox“:

Galbrush Paradox

Galbrush Paradox

Hier noch einmal etwas länger:

Absolutely not. If you can’t tell a two bit con artist from one of your own, you really need to clean up your movement before you start ’suggesting‘ anything.

But maybe you’re just naive and don’t understand the problem. Do you know why there’s so many white male characters in video games? Especially leads? Because no one cares about them.

A white male can be a lecherous drunk. A woman can’t or it’s sexist. Sexualizing women and what all. A white male can be a mentally disturbed soldier who’s mind is unraveling as he walks through the hell of the modern battlefield. A woman can’t or you’re victimizing women and saying they’re all crazy.

Consider Guybrush Threepwood, start of the Monkey Island series. He’s weak, socially awkward, cowardly, kind of a nerd and generally the last person you’d think of to even cabin boy on a pirate ship, let alone captain one. He is abused, verbally and physically, mistreated, shunned, hated and generally made to feel unwanted.

Now let’s say Guybrush was a girl. We’ll call her Galbrush. Galbrush is weak, socially awkward, cowardly, kind of a nerd and generally the last person you’d think of to even cabin boy on a pirate ship, let alone captain one. She is abused, verbally and physically, mistreated, shunned, hated and generally made to feel unwanted.

Now, you might notice that I’ve given the exact same description to both of these characters. But here’s where things deviate. While no one cares if Guybrush takes a pounding for being, for lack of a better term, less than ideal pirate, Galbrush will be presumed to be discriminated against because of her gender. In fact, every hardship she will endure, though exactly the same as the hardships Guybrush endured, will be considered misogyny, rather than someone being ill suited to their desired calling.

And that ending. She goes through ALL that trouble to help, let’s call him Eli Marley, escape the evil clutches of the ghost piratess Le Chuck, it turns out he didn’t even need her help and she even screwed up his plan to thwart Le Chuck. Why, it’d be a slap in the face to every woman who’s ever picked up a controller. Not only is the protagonist inept, but apparently women make lousy villains too!

And that’s why Guybrush exists and Galbrush doesn’t. Men can be comically inept halfwits. Women can’t. Men can be flawed, tragic human beings. Women can’t. And why? Because every single female character reflects all women everywhere.

The horrible truth ls you and Sarkeesian want to craft a box into which you can force every female character into. Some idiotic ‚ideal‘. Putting aside the stupidity of exchanging one unobtainable role model for women with another, this has the added problem of making all female characters exactly the same. And when all characters are exactly the same, that’s boring And boring characters do not sell video games.

Die Idee ist also, dass an weiblichere Charaktere andere Anforderungen gestellt werden, sie dürfen nicht einfach dumm sein, dass wäre sexistisch. Ihre Handlungen dürfen nicht sinnlos sein, dann wäre sie kein Vorbild und es wäre evtl auch sexistisch. Eine Frau kann insofern eigentlich nur die eine ideale Powerfrau sein, die irgendwie ans Ziel kommt. Ein männlicher Charakter unterliegt all diesen Einschränkungen nicht, er kann ein Verlierer sein, er kann scheitern, er kann verarscht werden und alles ist gut.

Resolute Nuss ergänzte dazu:

Leider weiß ich nicht mehr wo oder wer genau es war, weiß nur dass es eine Frau war die mal ausführlich darüber geschrieben hat wie man nur männlichen Charakteren alles antun darf und deswegen entsprechend auch so ziemlich alles sein dürfen. Womit nun mal viele Feministen zu einer eingeschränkten kreativen Freiheit von weiblichen Figuren beitragen. Stimme dem absolut zu, weil jeder Skandal über eine fiktive Frau egal wie groß oder klein dieser auch ist immer mit einem Mann nicht passiert wäre (außer natürlich er tut etwas einer Frau an oder man hätte sie über das fehlen von Frauen beschwert).

Man denke nur jeweils an das bekannte Comiccover von Spiderwoman oder dem Joker mit Batgirl. Da wurden innerhalb kürzester Zeit Beispiele gefunden wo eine fast identische Darstellung mit Männern keine auch nur annähernd vergleichbare Reaktion ausgelöst hat. In dem Film Jurassic World ist das erste mal innerhalb der Reihe soweit ich mich erinnern kann eine Frau gestorben und so gleich hat ein bekannter Netzfeminst sich darüber beschwer es wäre der grausamste Tod im Film gewesen. Obwohl das völlig subjetiv ist. Gebe dir daher deinen abschließenden Sätzen völlig recht. Denke wahrscheinlich wäre die Aufregung über weibliche Minions sogar noch größer gewesen, weil sie “stereotypisch” weibliche Merkmale gehabt hätten und es gebe auch keinen eigenen Film über sie. Ich vermute sogar ein wenig, dass diese Diskussion erst wirklich dadurch ausgelöst wurde, weil sie so eine große Beliebtheit erreicht haben. Ein Satz wie “Like, yes I don’t like minions as much as the next person, but…” deutet zumindest für mich darauf hin (ich mag das zwar eigentlich nicht, aber jetzt wo das so populär ist, müssen auch Frauen auf besondere Weise beachtet werden).

Eigentlich hätte man die Minions auch Henchmens oder so ähnlich nennen können. Ein Henchman definiert sich praktisch über seine Entbehrlichkeit und oft auch über Unfähigkeit. Meistens wird nur zu Comedyzwecken darauf hingewiesen, dass es eigentlich auch Menschen mit einem eigenen Leben sind:

https://www.youtube.com/watch?v=Ag_AFraxj-4

Deadpools Sidekick Bob ist eigentlich die Verkörperung eines solchen Witzes. Darum und aus ein paar anderen Gründen könnte er auch nicht weiblich sein (oder es würde “Misogynie!” Vorwürfe ohne Ende geben).

Wer um jeden Charakter eine Diskussion im Sinne eines „Nicht gut genug“Aktivismus macht, der schränkt halt dessen Möglichkeiten in der Verwendung ein.


Responses

  1. Hat man Angst das Frauen sofort anfangen sich mit einer dusselgien, dummen, fähigkeitenbefreiten, Charaktersau zu identifizieren. Also das sie ihren Mut verlieren und dann irgendwie zwangsweise diese neagtive Charaktereigenschaften annehmen, sobald eine Frau mal nicht hoch moralisch , super smart, geschickt und im direkten Vergleich immer Siegerin gegen den jeweiligen Mann dargestellt wird?

  2. Das ist eigentlich ein ziemlich bekanntes Phänomen nicht nur bei Frauen, sondern vor allem bei Minderheiten. TvTropes hat eine schöne Beispielliste.

    Als Begründung für einen Mangel an weiblichen Leads würde es aber nur taugen, wenn es davon vor den Unterdrückungsolympiaden wesentlich mehr gegeben hätte.

  3. nana, ist doch so unlogisch gaanich: wenn es da ein Machtgefälle gibt bzw einen Gradienten, traditioneller Art, dann gibt es halt keine Symmetrie.
    man kann ja auch ein Pferd nicht vom Schwanze her aufzäumen, oder eine Katze gegen den Strich bürsten, oder David muss sich nun mal was einfallen lassen gegen den Goliath. verstehss? alles easy, yo

  4. Es gibt noch einige beispiele, dass man maennern „alles“ antun kann ohne das es mehr als ein schockeffekt ist:

    Besonders hart in erinnerung habe ich crank 2, bei dem der Main character *Jason stratham* um informationen zu bekommen, einem Villain, eine Shotgun in den Hintern schiebt.: (ab 1:30)

    Insbesondere Videospiele und Filme (Action und Horror) leben davon, gewisse grenzen zu sprengen – und damit eine emotionale Reaktion des Zuschauers zu erhalten. (Ein anderes Beispiel mit weiblichem Charakter ist „The Hills have eyes“ (Teil 1) bei dem eine Teenagerin von einem Mutant vergewaltigt wird, was es bis zu diesem film [meines wissens] nicht gegeben hat)

    Als ich die Filme zum ersten mal gesehen habe, haben beide Szenen bei der Gruppe ziemlich starke emotionen ausgeloest (beide filme habe ich zusammen in einer gruppe mit sowohl maennlich als auch weiblichen zuschauern gesehen) – Jedoch mit dem unterschied, dass bei „Hills have eyes“ sowohl maennliche (insbesondere bei den maennern war es sehr stark zu merken) als auch weibliche zuschauer in richtung „Das kann der Film jetzt nicht machen, da kommt bestimmt jemand um das zu verhindern, dass koennen sie nicht… fuuuuuuck, das geht garnicht!“ reagiert haben.
    Waehrend bei crank 2 im grossen ganzen nur die maenner zusammengezuckt sind. Ich erinnere mich, das ich nachher mit einer Freundin ueber die szene diskutiert hatte, die „das zwar heftig“ fand – aber im gegensatz zu „Hills have eyes“ nicht absolut grenzueberschreitend.
    Das kann natuerlich auch daran liegen, dass in Crank2 die Szene „casual violence“ zeigt – es ist kein besonderer „Wendepunkt“ des films – waehrend in „The Hills have eyes“ dies den Hauptcharakter zerbricht (und die vorbereitung auf dieses szenario und damit der spannungsbogen laenger ist)

    Waehrend ich generell nichts gegen violence im Videos/Videospielen habe, war beide Filme fuer mich durchaus grenzueberschreitend.
    Der unterschied warum mir Crank in Erinnerung geblieben ist, liegt darin begruendet, dass es „casual violence“ war. Es ist kein wendepunkt im Film, es ist „nur“ ein schockeffekt, und wird nicht als „besonderes uebel“ (schliesslich macht es der protagonist ohne konsequenzen) dargestellt, sondern nur als „extreme“ methode zur zielerfuellung. Im gegensatz zu „hills have eyes“ hat es fuer den „ausfuehrenden“ keine konsequenzen und wird auch nicht als „besonders verabscheuungswuerdig“ impliziert.

    Ich habe die Filme nur auf Englisch gesehen – falls jemand die Filme im deutschen fernsehen gesehen hat, wuerde mich interessieren, ob beide szenen bei der ausstrahlung geschnitten wurden – oder ob es da einen unterschied gab.

    • Stimmt, Vergewaltigung ist nochmal ein ganz spezielles Unterthema der Debatte. Wird sie einem Mann angetan, ist sie ein einfacher Gag (ich erinnere mich spontan an „Die Glücksritter“ und „Ace Ventura 2“, wo der Schurke am Ende jeweils sogar durch einen Gorilla vergewaltigt wird, ohne dass sich wer beklagt; Prison Rape ist so verbreitet und akzeptiert, dass mir da nicht einmal konkrete Fälle aufgefallen sind), als Bestrafung einer bösen Frau sieht man es aber so gut wie nie. Der Eastwood-Film „Der Mann ohne Namen“ wäre der einzige, der mir auch nach längerem Nachgrübeln einfällt (ehe man mich falsch versteht: Es gibt auch unproblematisierte Vergewaltigungen von Frauen, etwa wenn sie mit jemand schlafen, den sie für wen anderen halten o.ä. – aber da liegt der Fehler woanders, nämlich dass die Macher es nicht als Vergewaltigung erkennen).

      Und das sind Vergewaltigungen durch Männer. Durch Frauen sieht man es nie irgendwie als Problem, weshalb es ja auch einen eigenen Eintrag bei Tvtropes hat:

      http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/DoubleStandardRapeFemaleOnMale?from=Main.RapeIsOkWhenItIsFemaleOnMale

      • Die Pulp fiction vergewaltigung durch zac ist sogar popkultur geworden. Selbst bei den Simpsons wurde das aufgegriffen.

        Wenn in finchers gone girl mal eine frau als das evil dargestellt wird, gibt es gleich eine riesendebatte darüber.

  5. Um mich aus einem Artikel zu zitieren:

    „Klar, wenn Frauen in der Popkultur nicht mehr schwach, böse, mittelmäßig oder Randfiguren sein dürfen, bleibt ja bald nur noch die Rolle der eindimensionalen Strahlefrau übrig, die keine Schwächen hat (und zu der man deswegen auch kaum eine emotionale Beziehung aufbauen kann – sie ist ja übermenschlich) und die in jedem Fall eine politische Botschaft zu verkünden hat, die über die Dimension der Geschichte hinausgeht (und dabei hervorragend jegliche Immersion zerstört). Da ist kein Platz mehr für Zwischentöne oder komplexe Charakterzeichnungen, also genau die Dinge, für die der Leser von heute doch angeblich bereit ist und die er so schätzt. Kurioserweise werden solche weiblichen Charaktere dann genau zu dem, was sie ja eigentlich nicht sein sollten: Zur Klischeerolle “die Frau”, bei der das Geschlecht schon die wesentliche Charakterisierung darstellt.“

    Als Quelle empfehle ich auch I Hate Strong Female Characters – von einer Frau, wohlgemerkt, die gerade auf dieses Problem hinweist.

  6. Freut mich, dass die popkulturelle Richtung hier dieser Tage weiterverfolgt wird!

    Denn hier haben wir ja wirklich einen deprimierenden Fall, wo jemand mit einem guten Grundanliegen diesem auf lange Sicht ziemlich schadet. Mehr Diversität auch in der Fiktion ist eine gute Sache. Da auf Defizite hinzuweisen entsprechend äußerst begrüßenswert und nötig.
    Aber nun ist das Thema von der den Berufsaufregern mit Beschlag belegt worden und damit zum Selbstzweck geworden. Es geht nicht mehr darum, sich zu freuen, weil etwas sich gebessert hat, sondern Prestige dadurch zu gewinnen, doch noch etwas schlechtes zu finden.
    Immer mit schwärzestmöglicher Pädagogik vom Schlimmsten ausgehen: Nie auch nur erwägen, der Künstler könnte einfach unachtsam oder gedankenlos gewesen sein, sondern sofort mit dem größtmöglichen Kaliber auf ihn feuern. Einseitigkeit ist dann gleich Frauenhass, pubertäre Anzüglichkeit Vergewaltigungsbefürwortung.

    Da sauber herauszukommen ist hart, entsprechend hat man die besten Chancen, wenn man ganz ausweicht: Ja, bei einem rein männlichen Cast wird auch gemeckert, aber nicht so sehr, wie wenn es als falsche empfunden wird, wie eine Frau dargestellt wurde. Über ersteren lästert man kurz, letzterer kriegt lange Hasskampagnen und muss mit Kündigunsforderungen an seinen Arbeitgeber rechnen.

    Wer es eigentlich gut meint, wird in eine aussichtslose Lage gebracht, die dann zur Lose-Lose-Situation für alle, außer die Aufgregungsindustrie wird. Ist ein weiblicher Charakter sexy, ist er ein „Fighting Fucktoy“, ist er unsexy, ein „Man with Boobs“. Hat er mit speziellen weiblichen Themen zu tun, wird er nicht für würdig männlicher Probleme erachtet, spielt das Geschlecht keine Rolle, ist die Weiblichkeit nur vorgeschoben. Jedes Attribut kann irgendwie zu einem Vorwurf verbogen werden, außer man macht den Charakter zu einer fehlerlosen Mary Sue – und dann wird (zurecht) beklagt, dass er künstlich, unglaubwürdig und unansprechend ist.
    Es gibt keinen Ausweg.

    Wie schon so oft verweise ich (nachdem der famose „I Hate Strong Female Characters“-Artikel ja schon verlinkgt wurde) auf Vicsor, die in einer vernünftigen Welt den Ruhm hätte, den in der unseren Sarkeesian hat:

    http://victorsopinion.blogspot.co.uk/

    Die Frau wünscht mehr weibliche Figuren, also sucht sie zusammen, welche es gibt (räumt dabei bereits ein, dass es doch wesentlich mehr sind, als sie dachte) und rät dazu, hier zu fördern, was man für richtig hält, anstatt über das zu nörgeln, was man nicht mag. Weil ihre Arbeit zu produktiv und zu wissenschaftlich korrekt ist, ist sie übrigens auf der Liste des Twitter-Blockbots, so dass diejenigen, die über einen Mangel weiblicher Videospielhelden klagen, die Lösung nicht sehen können. Super gemacht, Bot!

    Zu dem Druck auf Künstler, ihre Vision zugunsten politischer Ideale fallen zu lassen, auch dieser sehr lesenswerte Medium-Artikel eines schwarzen Schreibers, von dem sich vieles auch auf Geschlechter übertragen lassen dürfte:

    View story at Medium.com

    • „Die Frau wünscht mehr weibliche Figuren, also sucht sie zusammen, welche es gibt (räumt dabei bereits ein, dass es doch wesentlich mehr sind, als sie dachte) und rät dazu, hier zu fördern, was man für richtig hält, anstatt über das zu nörgeln, was man nicht mag.“

      Das war genau das, was ich nach dem ersten Anita-Sarkeesian-Video gedacht habe. Warum sucht man sich nicht positive Beispiele (die es nun einmal gibt) und untersucht, warum es da richtig gelaufen ist? Warum gibt man den positiven Fällen nicht etwas mehr Beachtung?

      • Ja, von all den bizarren Dingen im Rahmen von GamerGate ist das für mich der Aspekt, der wirklich tragisch ist – dass die Frau, die das Potential hätte, die „wahre Retterin“ zu werden, zugunsten einer Lautsprecherin nicht auf die Bühne gedrängt wird.
        Es ist wohl angenehmer, die Sache voranzubringen, indem man Shaming betreibt, als dass man Videospiele spielt… was vermutlich eine Menge sagt. Ob über die Menschheit insgesamt, oder nur die Anti-GG-Bewegung, maße ich mir nicht an, zu sagen.

        Himmel – als kürzlich Empörung darüber herrschte, dass Link aus „Legend of Zelda“ noch immer männlich ist (ich wünschte, das wäre ein Scherz), traf Vicsor auf taube Ohren, als sie auf ein anderes Spiel verwies, welches quasi wie „Zelda“ sei und eine gewünschte weibliche Hauptfigur habe… Der Blockbot ließ sie einfach nicht durch.

  7. Bei dieser Gelegenheit: Es gab mal einen dreiteiligen Schwarzweiß-Comic, der den Teufelskreis bei der Kritik an Popkultur verdeutlichte:

    1. Es kommen keine Frauen vor!
    2. Die Frauen machen nicht alles, was Männer auch machen!
    3. Oh nein! Die Frauen sterben und ihnen wird Gewalt angetan!

    Ich meine, es ging um Computerspiele. Habe ich irgendwo mal in den Kommentaren gesehen und dann nie wiedergefunden. Kann sich jemand erinnern?

    • Daran erinnere ich mich auch noch dunkel… habe es aber nicht zur Hand… War das nicht was von den Honey Badgers?

  8. Das Lustige daran ist, daß „starke“ Frauenfiguren sich häufig an männlichen Mustern orientieren und gleichzeitig weiblich-sexy zu wirken haben.

    Hauptbeispiel dafür ist Angelina Jolie, die in etlichen Filmen kampfstark, aber gleichzeitig mit herausgestelltem großen Busen und weiteren Kurven agiert. Mr & Mrs Smith, Sky Captain, Lara Croft, Grendel, ….


    🙂

    Eine uralte Männerfantasie, die schon bei den Griechen mit den Amazonen nachweisbar ist. In der Wirklichkeit gab es das – nie.

    Die Alternative dazu ist der völlig ernt gemeinte Vorschlag von Anita Sarkeesian, stattdessen geschlechtslose Strichmännchen (-weibchen) über den Monitor turnen zu lassen. http://www.reaxxion.com/7422/why-anita-sarkeesians-idea-of-the-perfect-female-game-character-is-stupid

    Wobei ein militärischer Kämpfer IMMER männlich charakterisiert ist.

    Ist es vorstellbar, daß die langhaarige, schick gekleidete und sorgfältig geschminkte Anita S. mit Wumme übers Schlachtfeld hechtet?
    Sicher doch.

  9. Es gibt ein Spiel welches dieses Paradox widerlegt ‚Edna bricht aus‘.

    • Habe es noch nicht gespielt, weiß aber was „Edna“ ist.
      Vollkommen richtig: Es gibt immer Einzelfälle und Ausnahmen, man soll nie zu absolut sprechen.

      Es gilt aber denoch zu bedenken, dass das Spiel eher ein kleiner Titel ist und erschienen, bevor mit Sarkeesian die Hysterie über die Videospielwelt hineinbrach.

  10. […] Leider ist die Trope noch nicht so verbreitet, dass es dazu Einträge in Online-Nachschlagewerken gäbe, darum muss Christian Schmidt als Quelle herhalten: https://allesevolution.wordpress.com/2015/07/25/galbrush-paradoxon/. […]

  11. Ist zwar Monate später, und ich kam auf diesen Eintrag weil es gerade bei „Ware Mann“ weiterverlinkt wurde, aber mir ist gerade was eingefallen was ein weibliches Äquivalent zu Guybrush sein könnte.

    Zwar im Film, und nicht als Videospielcharakter, aber trotzdem: Bridget Jones.

    Die Frau ist bewusst als Komplettkatastrophe dargestellt, die eben aufgrund ihrer ganzen Unzulänglichkeiten und Ungeschicklichkeiten die Sympathien des Zuschauers kriegt.

    Socially awkward? Check. Inept? Check. Pathetic? Check. Sie schafft es beim Kochen für ihre Freunde den Faden vom Gemüse mit zu kochen und damit hellblaue Suppe zu fabrizieren.

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann haben damals tatsächlich genug Feministinnen über den Film ihre übliche Schnappatmung bekommen. Vielleicht gerade deshalb war zumindest der erste Bridget Jones Film ein ziemlicher Erfolg, und ich fand den auch ziemlich gut.


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