Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 17. Juli 2015

Wann hat der Feminismus / Maskulismus sein Ziel erreicht?

Leser Teardown hat einen Themenvorschlag gemacht, den ich gerne gerne berücksichtige

Übrigens, Themenvorschlag für demnächst:

Wann ist es eigentlich gut? Wann hat Feminismus sein Ziel erreicht? Wann können Quoten und Fördermaßnahmen eingestellt werden, wann ist Gleichberechtigung in Gleichstellung erreicht?

Vielleicht kann man das ja irgendwann mal unterbringen.

Das ist ja durchaus eine gute Frage: Gibt es einen Zustand bei dem der Feminismus sagen würde, dass jetzt zumindest mal kein Patriarchat vorliegt oder keine Rape Culture? Oder dürfen dazu zB überhaupt keine Vergewaltigungen mehr stattfinden?

Gerade der Feminismus neigt dazu immer wieder geradezu bizarre Nachweise für Unterdrückung zu finden, eigentlich kann nahezu alles, was irgendwie im Mann Frau Verhältnis passiert ein entsprechender Nachweis sein, weil das kleine Ereignis nur deutlich macht, dass die Strukturen nach wie vor bestehen. Ein Ausstieg ist insofern nicht in Sicht.

Wenn man das den Feminismus fragt, dann muss man aber natürlich auch einem Maskulismus die gleiche Frage stellen: Ab welcher Unterhaltsregelung, ab welchem Prozentsatz von für Väter günstigen Entscheidungen zum Aufenthaltsbestimmungsrecht, ab welchem Anteil von Ehen in denen Frauen wie viel verdienen oder Männer beruflich kürzer treten wären Ziele erreicht?


Responses

  1. ich glaube das wird ein ewiger grabenkampf bleiben.
    da es im feminismus schon lange nicht mehr darum geht gleichberechtigt zu sein es geht nur noch darum sich mit aller gewalt das zu nehmen was die gerne hätten. selbst wenn die überall 100 prozent quoten haben werden die sich beschwerden das die ganze verantwortung jetzt bei den frauen liegt und das das ungerecht ist.

    • ich glaube das wird ein ewiger grabenkampf bleiben.

      genau, nie.

      Es sind Ausdrucksweisen des ewigen Geschlechterkampfes, und das ist auch gut so, man kann hoffen, das die gegenwärtige unschöne Phase dabei bald überwunden wird

      „Die Menschen wollen das Leben enträtseln. Mir macht aber erst das ´Geheimnis des Lebens das Leben schön und lebendig“
      Alfred Kubin

  2. k.A.

    Wenn es nach den durchsetzungsstarken Feministinnen geht vieeicht wenn alle Männer ausgerottet sind. Das Patriarchat existiert dann ja natürlich noch weiterhin, strukturelle und verdeckt, also wären als nächstes dann wohl die männerfreundlichen Frauen dran. Dann die Delphine und dann muss irgendwann eine Alienrasse gefunden werden, der man die Schuld an allem geben kann.

    Im Augenblick wird immer noch behauptet, das Frauen hier oder z.B. in den USA nicht gleichberechtigt sind. Sie sind es aber. Daher wird dann eine andere Zeit oder ein anderes Land herangezogen, um Frauenbevorzugung zu rechtfertigen. Mit dieser Argumentation sind Frauen immer Ungleichberechtigt.

    Überall wo Geld oder Prestige zu holen ist, sollen MINDESTENS 50% Frauenanteil erreicht werden. Da es Bereiche gibt die Frauen nicht interessieren, wird die Bewerberquote auch noch ziemlich lange unter der geforderten Frauenquote bleiben. Und solange die 50% nicht überschritten sind, bleibt die Forderung nach der Quote bestehen. Gleichzeitig sollen Männer MINDESTENS 50% der Hausarbeiten machen, also 60% sind auch gut. Weil es geht um die gerechte Teilhabe usw. usf.

    Möglicherweise wird ja auch ein weltweites Kalifat errichtet, dann ist wahrscheinlich auch Ende im Gelände.

  3. Das wäre übrigens tatsächlich etwas, bei dem mich von vorne bis hinten lightyears Position interessieren würde.

    Wann haben weisse heterosexuelle Männer ihre Privilegien verloren und wann herrscht gleichberechtigung zwischen allen Zweibeinern unter Gottes Himmel über Deutschland.

    • Die biologische Zweigeschlechtlichkeit wird ja (soweit ichs ehe) auch von lightyear nicht bestritten, sie muss nur anders verstanden werden.

      In sofern ist da kein erreichbares Ziel vorhanden, denn sie wird nicht verschwinden (jedenfalls nicht in historischen Zeiträumen). Man kann sich also unbegrenzt weiter an ihr abarbeiten.

  4. Da es dem (politisch aktiven) Feminismus wesentlich um Ressourcenverschiebung geht, ist die Frage vergleichbar mit „Wann haben Banken ihr Ziel erreicht? Wann haben sie genug Geld verdient?“

    Da Feministinnen festgestellt haben (auch wenn das nie eine sagen würde), dass menschliche Fische nur dann kein Fahrrad brauchen, wenn sie einen Roller oder ein Auto haben, kann man die Frage auch vergleichen mit „Wann hat der ADAC sein Ziel erreicht? Wann wurden genug Autos geflickt und genug Lobbyarbeit für den Ausbau der Autoinfrastruktur gemacht?“

    Insofern ist die Antwort wohl: Wenn die Menschen vermehrt weg vom Geld zum direkten Tauschhandel übergehen. Wenn da keine Instanz mehr ist, die entscheiden kann, mehr Geld in Straßen als in Schienen oder Fahrradwege zu stecken.
    Wenn da kein Staat mehr ist, der die Frau – einen Ehemann ersetzend – beschützen und ernähren kann.

    Hat jemand in letzter Zeit was von griechischen Feministinnen gehört?

    • Frauen sind von der eurokrise besonders betroffen, weil kein Geld für frauenförderung da ist?

      Du bist ja ein Fuchs! 🙂

    • „Hat jemand in letzter Zeit was von griechischen Feministinnen gehört?“

      „The on-going global financial and economic crisis has its severe consequences in Greece with disastrous effects on people’s lives and disproportionately hits women. Women are especially affected by public sector cuts, unemployment ….“

      http://www.efi-ife.org/sites/default/files/Statement,%20Paris%20July%202015%20-%20english.pdf

      • Das sind Feministinnen aus Frankreich, die die Lage in Griechenland instrumentieren: „Seht, hier geht es Frauen schlecht! Wir brauchen mehr Macht und Geld!!“.

        Ich meinte schon, von griechischen Feministinnen, die in Griechenland leben.

    • @only me

      „Hat jemand in letzter Zeit was von griechischen Feministinnen gehört?“

      Wobei ich mit feministinnen in Griechenland durchaus noch sympathisieren könnte, es ist nach wie vor in vielen Bereichen eine ziemliche Machogesellschaft. Um so mehr man von der Großstadt weg kommt, um so deutlicher.
      Da kann man durchaus noch das ein oder andere in Sachen Frauenrechten tun (Männerrechte durchaus auch, wenn man gegen starre Geschlechterrollen ist). Ich hatte ja hier schon mal Urlaubserfahrungen verblogt
      https://allesevolution.wordpress.com/2012/09/14/griechenland-ein-paar-anmerkungen/

      Interessanterweise ist es vielleicht teilweise deswegen auch durchaus emanzipierter in gewissen Teilen. Weil viele Familien das Geld zweier Vollzeiterwerbstätiger haben, hat es nur einen Gender Pay Gap von 15%. Dazu beitragen kann auch, dass das Unterhaltsrecht für die Frau wohl auch eher zurückhaltend ausgestaltet ist, wenn ich das richtig verstanden habe.

      • @Christian,
        alles interessant, aber am Punkt vorbei: Wo sind die griechischen Feministinnen, die sich als Strong Independent Woman inszenieren, jetzt wo ihr Ersatz-Ehemann quasipleite ist?

        Feminismus hat als Voraussetzung das Gefühl, dass genug Ressourcen irgendwie da sind und nur „gerecht“ verteilt werden müssen.
        Sind Ressourcen spürbar abwesend, gibt es keinen Feminismus.

      • Heisst dein blog nicht „allesevolution“ oder so?

        In letzter Zeit wäre „allesfeminismus“ eher angebracht.

        Sei es. Wenn wir den Namen deines blogs, der „totes Recht“ sein dürfte, ernst nehmen und also erstaunt feststellen, dass es überall auf der Welt so verdammt viele „Machogesellschaften“ gibt, dann drängt sich eine Feststellung auf:

        Die müssen doch evolutionär Sinn machen, diese „Machogesellschaften“.

        • @zip

          „Sei es. Wenn wir den Namen deines blogs, der “totes Recht” sein dürfte, ernst nehmen und also erstaunt feststellen, dass es überall auf der Welt so verdammt viele “Machogesellschaften” gibt, dann drängt sich eine Feststellung auf: Die müssen doch evolutionär Sinn machen, diese “Machogesellschaften”.“

          1. „Totes Recht“? den verstehe ich nicht so ganz.
          2. Klingt etwas nach einem evolutionären Fehlschluß.
          (und bei Griechenland natürlich auch schnell ein Eigentor bei der gegenwärtigen Lage)

          Was ist denn deiner Meinung nach der Sinn?
          Das es eine Form ist, die man als Ausgestaltung verschiedener biologischer Grundlagen verstehen kann ist klar, das ist fast notwendig so, aber das ist bei vielen Gesellschaftsformen der Fall, es ist immer nur die Frage, wie welcher Anteil gewichtet wird und wer seine Interessen wie durchsetzt.

          Auch eine Gesellschaft, bei der der Vater egal ist und Männer die Kinder ihrer Schwester unterstützen entspricht biologischen Grundlagen. Sie hat dann aber den Nachteil, dass sie Anstrengungen von Männern, Status und Wohlstand als Signaling in der Partnersuche zu gebrauchen, kaum nutzt etc

        • @Christian

          Das mit dem „Eigentor“ verstehe nun ich wiederum nicht so ganz.

          Der griechische Schuldenberg hat doch nichts mit der traditionellen Verfasstheit der griechischen Gesellschaft zu tun!

          Es hätte jeden anderen Staat auch treffen können, dessen Regierung sich trotz negativer volkswirtschaftlicher Kennzahlen auf riskante CDS-Geschäfte mit ausländischen Banken einlässt und deren fragwürdige Kredite und unsinnigen Gegengeschäfte akzeptiert. Als nächstes ist Italien dran.

          Aber das nur so en passant.

          Das evolutionsgeschichtlich relevante Moment der griechischen „Machogesellschaft“ ist mir aufgefallen, als ich auf deinen Link „Griechenland-ein paar Anmerkungen“ geklickt habe.

          Dort beschwerst du dich ja unter anderem darüber, dass Väter immer noch massiv Einfluss auf die Sexualität ihrer Töchter ausüben, etwa fordern, dass sie „jungfräulich“ in die Ehe gehen oder sich nicht zu freizügig kleiden sollen.

          Das sind in der Tat ganz typische Merkmale paternalistisch organisierter Gesellschaften, wie sie auch die arrangierte Ehe darstellt.

          Da kam mir diese Studie in den Sinn.

          http://link.springer.com/article/10.1007/s40750-015-0029-1#page-1

          2015. Apostolou: Understanding the Prevalence of Sexual Dysfunctions in Women: an Evolutionary Perspective

          Auszug daraus:

          In all societies but one, the primary mode of long-term mating was arranged marriage, where fathers and other male relatives dominated marriage arrangements, and daughters were controlled more than sons.

          Comparisons between agropastoral and foraging societies suggests that parental choice is stronger in the former, indicating that it had also been stronger in the later stages of human evolution which followed the agricultural revolution approximately 10,000 years ago (Apostolou 2010).

          In the pre-industrial context, women are married relatively early, while before marriage they are chaperoned by their parents to prevent sexual adventures from taking place (Apostolou 2014). The husband receives from the parents the right to have sexual access to their daughter, a deal that is usually sealed with the payment of the bridewealth, which women have limited capacity to resist (Goody and Tambiah 1973)…

          In sum, the anthropological and historical records of pre-industrial societies indicate that extensive free mate choice is an evolutionary novel phenomenon found predominantly in post-industrial societies.

          Mit anderen Worten: Apostolou (klingt griechisch ;–) untersucht die Prävalenz von sexueller Dysfunktion von Frauen in unserer modernen, post-industriellen Gesellschaft. Er vergleicht unsere Gesellschaft mit anderen Gesellschaftsformen und stellt fest, dass es in auffälliges Merkmal gibt, das bei den traditionellen Gesellschaften nicht vorhanden war: free mate choice.

        • @zip

          „Dort beschwerst du dich ja unter anderem darüber, dass Väter immer noch massiv Einfluss auf die Sexualität ihrer Töchter ausüben, etwa fordern, dass sie “jungfräulich” in die Ehe gehen oder sich nicht zu freizügig kleiden sollen.“

          Nicht nur die Väter. Die Mütter natürlich auch.

          Die Studie schau ich mir gerne mal an. Wobei ich ja nicht glaube, dass es vor unser Gesellschaft nur arrangierte Ehen gegeben hat.

          Anthropological evidence from pre-industrial societies suggests that the choice of mates and the sexuality of women in ancestral times were regulated (Apostolou 2014; Stephens 1963). More specifically, one study collected evidence from a sample of 190 contemporary foraging societies and analyzed their mating patterns (Apostolou 2007). It was found that the most common mode of long-term mating (in approximately 70 % of the cases) was arranged marriage, where parents choose spouses for their children. In fewer than 5 % of cases, was the primary mode of marriage courtship, where children choose their own spouses with little input from their parents. Furthermore, in the vast majority of cases, men, mainly fathers, were in control of marriage arrangements.
          Phylogenetic analysis, which attempts to reconstruct the conditions prevailing in ancestral societies, has provided evidence that the patterns of mating found across modern forag

          Hier kommt mir der Aspekt zu kurz, dass viele Eltern eher genehmigt als frei ausgesucht haben. Und das sowohl der Mann Interesse an der Frau gehabt haben muss als auch wohl darauf geachtet haben wird, dass die Frau im positive Signale gibt, bis er um die „Hand anhält“

        • @Zip
          Auch die Stelle scheint mir interessant:

          „Comparisons between agropastoral and foraging societies suggests that parental choice is stronger in the former, indicating that it had also been stronger in the later stages of human evolution which followed the agricultural revolution approximately 10,000 years ago (Apostolou 2010).“

          10.000 jahre sind ja nicht viel aus evolutionmärer Sicht. Selbst heutige Jäger und Sammler sind aus meiner Sicht auch eher sesshafter als frühere und haben daher eher besitz. Sie kommen ja quasi nur noch in Urwäldern vor, eine Umgebung, die den Ursprüngen des Menschen in Afrika eher nicht entsprach und in denen es auch keine Tierherden gibt, die weiter ziehen. Es wäre die Frage, inwieweit man das übertragen kann.

        • Hab die 2007er Studie noch nicht gelesen.

          Aber ich denke, dass Apostolou den Aspekt […], dass viele Eltern eher genehmigt als frei ausgesucht haben. Und das sowohl der Mann Interesse an der Frau gehabt haben muss als auch wohl darauf geachtet haben wird, dass die Frau im positive Signale gibt, bis er um die “Hand anhält” als „courtship“ bezeichnet, dessen Anteil er in den untersuchten Gesellschaften mit 5 % angibt.

          Interessant allemal.

        • @ Christian

          ref. 10.000 years

          Ja, bemerkenswert.

          Klingt nach einer schnell eingeleiteten männlichen Gegenmaßnahme.

          War da nicht etwas mit dem evolutionären Flaschenhals (Stichwort 17:1 ratio) zu Beginn der agrikulturellen Revolution?

        • @zip

          Es ist schlicht der simple Umstand, dass man mit der Agarwirtschaft und der Sesshaftigkeit Eigentum hatte und damit andere Strategien interessant wurde. Vorher konnte man gar keine großen Vermögen übertragen.

        • @Christian

          Diese Form der paternalistischen Eigentumsübertragung allein erklärt keineswegs die Notwendigkeit von Reglementierung weiblicher Sexualität.

          Wie hat sich der Ressourcenzuwachs auf die „female choice“ ausgewirkt?

        • @zip

          Sie anderen Kommentar:

          Die Möglichkeit Ressourcen zu haben, ermöglicht es überhaupt erst entsprechende Zahlungen zu verlangen und auch zu erhalten. Und damit wurde es interessant, die Wahl zu umgehen und den Preis in den Vordergrund zu stellen.

          Es ist so ähnlich wie mit Land: An Nomaden, die frei umherziehende Tiere jagen, Land zu verkaufen ist nicht sinnvoll, da das Land nutzlos ist. Mit Landwirtschaft wird aber Land plötzlich etwas wert.

        • Befehl zurück: die agrikulturelle Lebensweise, mit Eigentum verbunden, erfordert natürlich, dass der Vater umso mehr darauf achten muss, das Eigentum an seine eigenen Söhne zu übertragen.

        • @zip

          Es ermöglicht ihm auch zum ersten Mal für seine Tochter Geld zu verlangen oder für die Übernahmne der Tochter von einem anderen und damit die Befreiung von der Unterhaltspflicht Geld/gegenwerte zu bekommen, je nach Kultur.
          Es ermöglicht auch, die Umgehung des Willens der Tochter für die Eltern direkter in einen Vorteil umzuwandeln, mit denen sie anderweitig den Reproduktionserfolg fördern können.

          Vorher war das nur sehr eingeschränkt möglich, da man essen kaum speichern konnte und aller Besitz tragbar sein musste

        • Zum ersten Mal gab es eben die Möglichkeit, Ressourcen zu akkumulieren.

          Das erweitert die strategischen Optionen natürlich. Auch die Optionen der „female choice“?

          http://www.psmag.com/nature-and-technology/17-to-1-reproductive-success

      • „Wobei ich mit feministinnen in Griechenland durchaus noch sympathisieren könnte, es ist nach wie vor in vielen Bereichen eine ziemliche Machogesellschaft. Um so mehr man von der Großstadt weg kommt, um so deutlicher.
        Da kann man durchaus noch das ein oder andere in Sachen Frauenrechten tun (Männerrechte durchaus auch, wenn man gegen starre Geschlechterrollen ist).“

        Ein interessantes Beispiel für eine griechische Frauenrechtlerin ist die in Griechenland bekannte Schriftstellerin Lily Zografou. Sie schrieb patriarchatskritische Romane und bezeichnete sich gleichzeitig als Antifeministin.

        Eigentlich behandeln einige ihrer Bücher feministische Themen, aber Lily Zografou lehnte die radikalfeministische Auffassung ab, Frauen hätten keinen Eigenanteil daran das Patriarchat aufrecht zu erhalten und Männer seien grundsätzlich Unterdrücker. So kommen in ihren Büchern auch stockkonservative Frauenfiguren vor. Über Männer schrieb sie: „Ich habe mich nie weit von den Männern entfernt gefühlt, die Männer besaßen nichts, was ich mir nicht genommen habe, wenn ich es haben wollte. Was wäre aus mir geworden, wie hätte ich so viel Lust und solchen Spaß im Leben haben können, wenn es die Männer nicht gäbe?“

        http://www.kreta-buch.de/webseite/de/die-frauen-der-familie-ftenoudos,269_1_0_82.5,6%26artikel%3D14

  5. In seiner biologischen Grundlage wird der Feminismus nie sein Ziel erreicht haben. Der Feminismus ist ja kaum mehr als die ideologisch verbrämte Tendenz von Frauen, an Männern herumzunörgeln.

    Das ist ein Resultat der sexuellen Selektion und über Jahrtausende die erfolgreichste Strategie der Frauen gewesen, ihr Überleben und eventuell das ihrer Nachkommen zu sichern.

    Und das wird nie enden. Es sei denn man exzidiert die limbischen Gehirnareale der Frauen. Weltweit.

  6. Der Feminismus als Sammelbewegung wird nie sein Ziel erreicht haben, weil diverse Feminismen ja unterschiedliche Ziele verfolgen, die sich teilweise diametral entgegenstehen. Es wird somit immer mindestens ein Feminismus übrigbleiben, der noch ein Ziel zu verfolgen hat – jedenfalls, solange die Menschheit noch existiert. Vielleicht wird man das dann aber nicht mehr Feminismus nennen.

    Der Staatsfeminismus im besonderen wird sein Ziel dann erreicht haben, wenn er keinen Nutzen mehr als Herrschaftsinstrument für das gerade herrschende Machtkartell erbringt. Dann wird er eiskalt fallengelassen.

    • Der Staatsfeminismus im besonderen wird sein Ziel dann erreicht haben, wenn er keinen Nutzen mehr als Herrschaftsinstrument für das gerade herrschende Machtkartell erbringt. Dann wird er eiskalt fallengelassen.

      Das denke ich allerdings auch.

      Und was bleibt dann übrig? Nichteinmal sowas wie die Mädchenmannschaft, schätze ich, denn auch die hängt mittelbar am Gendertropf. Feminismus hängt schon seit Jahrzehnen an der Hez-Lungenmaschine.

      • @Nick

        Wie hängt die Mädchenmannschaft denn am Gendertropf?

        Bekommen die Gelder?

        • Bekommen die Gelder?

          Meines Wissens nicht, aber sie rekrutieren sich und ihre Anhängerschaft aus dem Dunstkreis des universitären Gender-Gedöns. Wenn das wegfiele, hätten sie keine Basis mehr.

          Ich sehe nicht, dass sie außerhalb dieser Blase irgendjemand erreichen, geschweige denn mobilisieren oder „vernetzen“ könnten.

          Wenn das Patriarchat nicht mehr den freundlichen Gastgeber gibt, dann gibt es auch bald keine Parties mehr.

          Die Zeiten der „autonomen Frauengruppen“ sind halt lange vorbei.

        • @Nick

          Ich finde es eine interessante Frage, ob da das universitäte Umfeld eine so große Rolle spielt. Ich kann mir das schon vorstellen und einige aus dem bereich haben ja auch Gender Studies studiert, wenn ich mich richtig erinnere.

          Andererseits hat die Bewegung ja auch so einen deutlichen Rückhalt, Netzfeminismus als Phänomen gibt es auch abseits des Studiums und die Theorien sind letztendlich auch so einfach, dass man wahrlich kein Studium braucht um sie zu begreifen.

          Gender Studies vereinfacht es sicherlich, aber ich glaube nicht, dass mit deren Abschaffung die Sache vorbei wäre. Leider aber wahrscheinlich eine Frage, deren Antwort wir nicht so bald erhalten werden

    • Hm –
      „Der Kommunismus im besonderen wird sein Ziel dann erreicht haben, wenn er keinen Nutzen mehr als Herrschaftsinstrument für das gerade herrschende Machtkartell erbringt. Dann wird er eiskalt fallengelassen.“

      Klingt komisch.

      Ersetze Kommunismus durch eine andere Staatsideologie: Nationalsozialismus, Kapitalismus, Monarchismus…

      Klingt auch alles komisch.

      In dem Sinne, in dem er stimmt, ging das „Fallenlassen“ dabei üblicherweise mit einem Totalkollaps einher.
      Denn zuvor arbeitet die Ideologie verbissen am selbsterhalt. Und Feminismus hat sich schon sehr fest verankert. Siehe unten zur Selbstermächtigung der SPD-Frauenquote. Was man mal hat, gibt man da nicht wieder her.

      • Naja, in China beispielsweise wurde der Kommunismus als Staatsideologie faktisch tatsächlich fallengelassen. Allerdings wird er pro forma noch immer zelebriert. Aber das ist bloss Folklore.

        Ansonsten hast Du natürlich Recht: wenn das Machtkartell kollabiert und personell ausgewechselt ist, dann können auch frühere Günstlinge sehr schnell ausgetauscht werden, wenn sie den neuen Machthabern nicht mehr nützen. Das ist wohl der Normalfall im Politbetrieb. Und so habe ich es eigentlich auch gemeint, weshalb ich ‚das gerade herrschende Machtkartell‘ geschrieben habe. Das muss ja nicht identisch sein mit einem vorher herrschenden Machtkartell.

        • Hm –
          „Der Kommunismus im besonderen wird sein Ziel dann erreicht haben, wenn er keinen Nutzen mehr als Herrschaftsinstrument für das gerade herrschende Machtkartell erbringt. Dann wird er eiskalt fallengelassen.“

          Ersetze Kommunismus durch eine andere Staatsideologie: Nationalsozialismus, Kapitalismus, Monarchismus…

          Klingt komisch.
          In dem Sinne, in dem er stimmt, geht das „Fallenlassen“ dabei üblicherweise mit einem totalkollaps einher.
          Denn zuvor arbeitet die Ideologie verbissen am selbsterhalt. Und Feminismus hat sich schon sehr fest verankert. Siehe unten zur Selbstermächtigung der SPD-Frauenquote. Was man mal hat, gibt man da nicht wieder her.

          Deine ursprüngliche Aussage klingt eben so, dass Feminismus mal irgendwann, wenn er für den politbetrieb seinen Nutze verloren hat, „einfach mal so“ fallengelassen würde.
          Und ich wollte sagen, dass das unterschlägt, wie fest verankert die Ideologie gegenwärtig ist.

          Deine (ursprünglich) Aussage verschleiert in meinen Augen die Heftigkeit des politischen Erdbebens, das notwendig wäre, um ein „Fallen lassen des Feminismus“ zur Folge haben zu können.

          Darüber, dass Feminismus seinen „Nutzen“ verlieren würde, wird dies nicht geschehen.
          Welchen unersetzlichen, nicht anders erreichbaren Nutzen soll Feminismus denn für den Politbetrieb haben?
          Er ist längst selbsterhaltender Selbstzweck geworden.

          Er dient seinen eigenen Interessen. Vor allem denen seiner Protagonisten.

      • Ersetze Kommunismus durch eine andere Staatsideologie: Nationalsozialismus, Kapitalismus, Monarchismus…

        Feminismus ist allerdings auch nicht eine vergleichbare Leitideologie. Wir mögen einen Staatsfeminismus an der Backe haben, aber wir haben gottseidank noch keinen feministischen Staat.

        Feminismus wird von fast allen politischen Kräften getragen, weil man sich Vorteile davon verspricht. Und wenn man sich diese Vorteile nicht mehr verspricht, dann wird er fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Deshalb kollabiert das System aber nicht, mehr als hier und dort ein Slutwalk mit <500 Femtrullas wird man nicht bemerken.

        Natürlich wird man nicht gleich sämtliche Quoten und Genderlehrstühle abschaffen, man wird das ganze eher sukzessive auslaufen lassen.

    • @Maesi
      „Der Feminismus als Sammelbewegung wird nie sein Ziel erreicht haben, weil diverse Feminismen ja unterschiedliche Ziele verfolgen, die sich teilweise diametral entgegenstehen.“

      Das sehe ich genauso.

      Alle Ziele gleichzeitig können niemals erfüllt sein, aber zumindest die Ziele einer Richtung könnten erreicht sein.

      • Ich sehe es eher als Grenzwertbetrachtung. Näherungen sind möglich.

      • Es gibt nur das eine Ziel: Kontrolle über Männer zur beliebigen Verfügung. Und das ist immerwährend und nie endend.

        • @petpanther

          Das ist dann doch sehr übertrieben. Vielen geht es nicht darum, Männer zu kontrollieren, es reicht ihnen, wenn sie selbst die Guten und andere die schlechten sind und das sie einen Strohmann haben, den sie für alles verantwortlich machen können

  7. Du schreibst es ja selbst: „Gerade der Feminismus neigt dazu immer wieder geradezu bizarre Nachweise für Unterdrückung zu finden, …“, wobei du durchaus die Vorsilbe „er“ vor „finden“ hättest setzen können.

    Das zeigt die Unermüdlichkeit der Bewegung, mit allen Mitteln und auf allen Ebenen rücksichtslos die Bevorzugung der Frau und die Benachteiligung des Mannes voranzutreiben. Solange man sie eben lässt. Ohne Ende. Unerbittlich. Skrupellos. Bis in alle Ewigkeit, Amen.

    Den Maskulismus hingegen macht nichts anderes, als die Auswüchse des Feminismus zu bekämpfen, seine Notwendigkeit definiert sich rein über den Feminismus.

  8. Karen hat dazu kürzlich ein Video gemacht:

  9. Der Feminismus wird seine Ziele nie erreichen; selbst die Abwesenheit von Männern wird das Problem nie lösen können, da dann selbst die patriarchale Vergangenheit ein solches psychisches Echo hinterlassen; dass die Frauen sich nur daran zurückerinnern müssen um getriggert zu werden – sozusagen ein Abschiedsgeschenk des ewigen Patriarchen.

    Ich glaube der Feminismus wird wie bereits von anderen erwähnt immer Unterdrückungen finden; er hat bereits jetzt keine Probleme damit und wird auch so fortfahren können.

    Der Maskulismus (als Humanismus verstanden) könnte seine Ziele natürlich erreichen und zwar in einem rechtlich (vermutlich unmöglichen) Equilibrium bei dem beide Geschlechter mit ihren evolutionären Stärker und Schwächen sich gleich stark bevorteilt bzw. benachteiligt fühlen. Ob es diesen Punkt überhaupt gibt, wage ich zu bezweifeln, aber grundsätzlich wäre er denkbar. Das Problem ist dann wahrscheinlich, dass sich beide Seiten ungerecht behandelt fühlen; man wird also keine Zufriedenheit von 50% und eine Unzufriedenheit von 50% als Schnittpunkt wählen können, sondern eine rechtliche/soziale Situation erschaffen, bei denen beide Geschlechter zu 70% unzufrieden sind, weil das ganze immer ein Nullsummenspiel bleiben wird. Natürlich wird in einer solchen Situation jedes Geschlecht versuchen dem anderen eine Grube zu bauen; wahrscheinlich ist der Feminismus auch zu einem guten Teil eine kollektive Korrekturbewegung und „Rache“ für die Einschränkung weiblicher Hypergamie während der letzten Jahruhunderte, in denen weibliche Hypergamie durch soziale Konventionen stark bestraft wurde.

  10. Feminismus hat sein Ziel erreicht, wenn alle Frauen zufrieden sind und nichts mehr an Männern auszusetzen haben.

    • Also nie.

      • Korrekt.

      • Du hast das schon richtig erkannt:

        „Der Feminismus ist ja kaum mehr als die ideologisch verbrämte Tendenz von Frauen, an Männern herumzunörgeln.“

        Könnte von mir sein 🙂

        Es liegt Frau sozusagen in den Genen, an Männern herumzunörgeln. Damit verschafft sich Aufmerksamkeit, Ressourcen und eine ständige Angst im Mann, ihn zugunsten eines Besseren zu verlassen.

        • Diese Angst ist ja ziemlich real.

          Sie wird von modernen, empowerten Frauen nicht nur als Drohung befeuert, sondern auch „mit Leben erfüllt“.

        • Natürlich ist diese Angst real. Sie wird von mehreren Dingen befeuert, denn

          a) fast jede Frau hat mehrere Männer aus denen sie wählen könnte (ob sie diese wirklich will, ist eine andere Sache)

          b) die Liebe einer Frau zu einem Mann ist äußerst wankelmütig und relativ abhängig von externen Faktoren (was arbeitet er, wie verhält er sich, wie steht er seinen Mann, was sagen die Freundinnen zu ihm?)

          c) die Gesellschaft steht i. w. S. immer auf Seiten der Frau. Das wird durch Untersuchungen bestätigt, bei denem einem fremden steitenden Paar in der Öffentlichkeit von fast allen andere Menschen intuitiv dem Mann die Schuld zugeschoben wird.

        • Einer der einsamen Momente, wo ich unter dein Kommentar nur eins schreiben kann:

          volle Zustimmung 🙂

        • Einsame Momente? Wieso? Ich schreib doch sonst auch nix anderes.

        • Eh.

          Wenn du nicht gerade von heimtückisch homophoben Elementen dauerverfolgt wirst.

          ;–)

        • Tja, dieses Problem hast Du halt nicht.

        • Ich bilde mir dafür andere ein.

          Frauenstress anyone?

          Harmlos, aber existenzbedrohend.

  11. Vielleicht so:

    Im Feminismus geht um die Übernahme der Lebensverantwortung und Versorgung der Frau durch andere, vornehmlich eben Männer, da kein anderes Geschlecht dazu vorhanden ist. Deshalb hört er unabhängig von jedweder Situation nie auf und ist nie befriedigbar.

    Das scheint evolutionär bedingt triebgesteuert und damit Wunsch- und Willensbildend bei Frauen zu sein. Feminismus erscheint deshalb zu den sozial schmeichelnden Bemäntelungsmythen kognitiv dissonant und scheinheilig.

    Sollte das so sein ist das Geschlechterverhältnis von Grundauf von weiblicher Seite her zwecks Reproduktion parasitär aufgebaut und kann eben nur über soziale Konstrukte kooperativ gestaltet werden. Eben so wie bei anderen Spezies eben auch, speziell bei Säugern.

    Empfehle dazu das Gespräch von Stardusk mit zwei Evolutionswissenschaftlern über Evolution, dass ich im letzten SmM gepostet hatte.

    Da geht es auch um die letztendliche Nichtexistenz eines freien Willens, die man sich u.a. darüber klar machen kann, dass Wünsche, Triebe eben nicht gewollt werden können. Eine Illusion genauso wie das Aufgehen der Sonne dazu verleitet, dass sie sich um die Erde drehen würde.

    • Feminismus erscheint deshalb zu den sozial schmeichelnden Bemäntelungsmythen kognitiv dissonant und scheinheilig.

      Feminismus ist all das, eben weil er triebgesteuert ist.

      Und die Triebwünsche (um einen schönen, alten Freudschen Begriff zu verwenden) der Frauen sind dissonant, widersprüchlich und nicht rational.

      Nimm z.B.die duale sexuelle Strategie der Frau, die auf diversen Manosphere-blogs unter der stehenden Wendung „Alpha Fucks, Beta Bucks“ (AFBB) zusammengefasst wird.

      Einerseits die guten Gene vom charming Asshole-Alpha, andererseits die Versorgung vom verlässlichen Beta.

      Wenn das nur nicht auffliegt! Dann ist Feuer am Dach.

      Die beste Methode, das andere Geschlecht darüber zu täuschen, ist, diese Strategie vor sich selbst zu verbergen.

      NAWALT.

  12. Ist doch klar: Je mehr der Feminismus bekommt (angefangen bei Aufmerksamkeit), umso mehr und umso bescheuerte Sachen wird er fordern. Frauen sind nicht so schwer zu verstehen…

  13. Als Beispiel dafür, wann endlich mal gut ist, verweise ich darauf, wie die SPD das mit ihrer Frauenquote handhabt.
    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39811/1.html

    Die wurde nämlich explizit als Zeitlich begrenzt eingeführt, nicht zuletzt weil man damals noch sensibel dafür war dass das Verfassungswidrig wäre.
    Nach Jahren hatte man sich aber so daran gewöhnt, dass die Frauenfraktion mehr oder weniger Kampflos in einer Nacht-und Nebel-Aktion die Quote auf Dauer unbegrenzt verlängert hat.
    Ein Akt der Selbstermächtigung, eine Art „Ermächtigungsgesetz“, durch Untergraben demokratischer Spielregeln.

  14. […] Wann hat der Feminismus / Maskulismus sein Ziel erreicht? […]


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