Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 5. Juli 2015

Warum Männer aus reinem Egoismus Feministen sein sollten?

Wieder mal ein Text, der für den Feminismus wirbt:

Männer sollten aus rein egoistischen Motiven ­Feminist sein!

Kommen wir also zurück zum Sex. Wenn die bewegten Frauen nicht so vehement für Geburtenkontrolle gekämpft hätten, hätte ja niemand so entspannt Sex, wie Mann das heute gewohnt ist.

Wenn es tatsächlich so war, das die Geburtenkontrolle gerade von Feministinnen durchgesetzt worden wäre, was ich bezweifele, dann wäre das kein Grund sich dem heutigen Feminismus und seinen heutigen Forderungen anzuschließen. Denn die gehen eben weit über das Recht auf Geburtenkontrolle hinaus, die heute selbstverständlich sind – das alte Bild, dass man die Errungenschaften der Gleichberechtigung nicht nutzen darf, wenn man nicht dem heutigen Feminismus gut findet, obwohl beide nichts miteinander zu tun haben.

Aber das nur am Rande. Es gibt darüber hinaus auch niemanden, der den Männern besser als die Feministinnen erklärt, wie sie es einer Frau richtig besorgen. Leider haben manche Männer – apropos „sex-negative Emanze“ – das schon in den 1970er Jahren nicht geschnallt: Es waren nicht nur die Feministinnen, die das Wissen über die weibliche Sexualität und die weibliche Lust aus der Sexualforschung in die weite Welt getragen haben. Es waren auch die Feministinnen, die sich selbst zum Forschungsgegenstand gemacht und ihre Ergebnisse frauenfreundlicherweise für die Nachwelt notiert haben. Stichwort: Klitoris. Zum Beispiel. Wenn es jetzt nicht klingelt … tja! Dann eben weiter: Rein-Raus-Fertig.

Das wage ich auch zu bezweifen: Im Gegenteil: Wenn man sich Flirttipps von Feministinnen ansieht oder deren Vorstellung, was die Frau beständig alles Bekunden muss, während sie Sex hat, dann würde ich eher vermuten, dass die meisten Frauen sich schlagartig an eine sehr trockene Wüste erinnert fühlen. Die Saga davon, dass Feministinnen den besseren Sex bringen. Wer ernsthaft glaubt, dass die Klitoris heute noch eine neue Entdeckung ist, der scheint mir jetzt auch nicht die Avantgarde der Sexualität

Kommen wir also zur Pornografie. Einige Männer weigern sich, Feminist zu sein, weil der Feminismus ihnen angeblich die Pornos klauen will (und damit, so geht die Argumentation i.d.R. weiter, den schönen schmutzigen Sex). Diese Männer haben komischerweise keine Bedenken, dass Pornos ihnen den Spaß im Bett verhageln. Dabei ist das sogar wissenschaftlich belegt: Wer regelmäßig Pornos guckt, kriegt nicht nur schlechter einen hoch, weil die Bilder, die erregen, immer krasser sein müssen; nein, er inhaliert sozusagen auch noch reihenweise Sexpraktiken, die Frauen abturnen. Und im echten Leben … tja.

Also immerhin das Geständnis, dass man die Pornos klauen will. Ich glaube auch nicht, dass man für den Unterschied zwischen Porno und echten Sex lange braucht, wir schaffen es auch Aktionfilme zu sehen ohne deswegen Amok zu laufen. Aber wäre interessant, auf welche Studie er da anspielt. Kennt die einer?

Kommen wir zum Flirten:  Feminismus ist besser als Tinder”

Auch kein Geheimnis: Gleichberechtige Beziehungen halten länger. Unter anderem, weil Frauen bessere Laune haben, wenn ihr Kerl mit anpackt. Gut Gelaunte sind nicht nur good company, sie sind auch attraktiver. Wenn ein Feminist eine Feministin dated, sinkt also die Wahrscheinlichkeit, dass eineR von beiden genervt abhaut.

Um eine gleichberechtigte Beziehung zu führen brauche ich auch keinen Feminismus heutiger Prägung. Ich brauche eine emanzipierte Frau. Und das moderne Feministinnen attraktiver sein sollen, weil sie besser gelaunt sind… naja, angesichts dessen, das es große Überschneidungen zur Fatacceptance Bewegung gibt, es dort auch keine objektive Schönheit geben soll und das Feministin „Normschönheit“ als Privileg ansehen, würde ich da nicht viel erwarten.

Kommen wir zur Familie: Feministen haben das Privileg, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Die Elternzeit gerecht zu teilen, hat außerdem Einfluss auf die Laune von Frauen, damit auf die Beziehung und damit auf den Sex. Komisch, dass das noch immer nicht alle Männer begriffen haben. Zwar gehen mittlerweile 30 Prozent der deutschen Väter in Elternzeit; davon nehmen allerdings 80 Prozent nur das ­gesetzliche Minimum von zwei Monaten.

Auch hier werden wieder Themen mit einem Alleinbesetzungsanspruch versehen. Um eine Elternzeit zu nutzen muss man sich nicht mit einer Feministin heutiger Prägung einlassen, die einem beständig seine angeblichen Privilegien vorhält, meint, die Deutungshoheit zu allen Geschlechterthemen zu haben, bei denen man demnach besser das Maul halten soll und einem beständig vorwirft die Rape Culture zu fördern, weil man ein Mann ist. man braucht nur eine emanzipierte Frau, die ein entsprechendes Interesse daran hat.

„Kommen wir zum Flirten: Feminismus ist besser als Tinder! Frauen erkennen einen Feministen vielleicht nicht auf drei Kilometer Abstand – und auch nicht auf drei Meter quer durch die Bar. Aber nach den ersten Dates ahnen sie, wen sie da vor sich haben.

Leider nehmen sie das nicht unbedingt positiv auf. Denn als echter Feminist müsste er sich entweder schon dreimal die Peitsche über den Rücken gezogen haben und erklärt haben, wie übel er als Mann ist oder er ist eben kein echter Feminist.

Diese Vorahnung entscheidet darüber, ob der Typ tindermäßig rausgewischt wird aus dem Leben oder rein.

Und meist ist es eben eher raus. Für einen emanzipierten Mann mag es anders aussehen, aber die allerwenigsten Frauen wollen sich über Rape Culture unterhalten und über seine Reflextion der Privilegien

„Frauen stehen auf Arschlöcher“ ist ein Spruch, den mit Sicherheit ein Arschloch erfunden hat. Die Wahrheit sieht so aus: Frauen stehen so lange auf Arschlöcher, bis sie mal eins richtig am Hals hatten. Danach können die Arschlöcher mit noch so schönen Fotos auf Dating-Apps für sich werben – nette Männer haben die besseren Chancen.

Naja, da habe ich hier ja genug im Blog zu. Nett muss nicht schlecht sein, frech ist aber wesentlich besser, cocky und Funny weit überlegen, und Arschlöcher können sehr anziehend sein

Aber kommen wir zu den harten, zu den männlichen Themen: Geld! Wirtschaft! Karriere! Feminist sein heißt, den eigenen Job zu sichern. Ja, Sie hören richtig! Von gleichberechtigten Strukturen in der Erwerbsarbeit profitieren Männer über alle Maße. Wirtschaftswissenschaftler mahnen schon lange, dass gerade in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen – die Motoren des Wohlstands also – dem grassierenden Fachkräftemangel ohne die Frauen nicht mehr beizukommen ist. Das betrifft den Bereich Forschung und Innovation genauso wie auch das ganz alltägliche Geschäft. Wenn gute Arbeitskräfte fehlen, sinkt die Produkti­vität eines Unternehmens. Damit sinkt der Umsatz. Damit schwinden langfristig Arbeitsplätze. Auch die von Männern.

Auch das ist aus meiner Sicht eher Blödsinn. Zum einen weil die Frauenförderung teuer erkauft ist und häufig wenig bringt, zum anderen weil diese Männer dann eben weitaus schwieriger Karriere machen können. Auch hier muss man aber sich nicht auf einen Feminismus neuer Art einlassen, der nur Männer dafür verantwortlich macht. Effektiver wäre es dann, eine Bewegung zu gründen, die dafür sorgt, dass Frauen die entsprechende Sache selbst in die Hand nehmen und statt Gender Studies eben Naturwissenschaften studieren.

Hinzu kommt: Diverse Teams mit einem ausgeglichenen Arbeitsklima arbeiten besser. Plus: Frauen sind zahlungskräftige Kundinnen. Das ist heute anders als vor 50 Jahren. Da hatte der Mann die Hoheit über die Finanzen – und damit auch über die Anschaffungen. Nun geben die Frauen sowohl Geld für alltägliche Dinge als auch für Statussymbole aus. Und diese Kundinnen wollen Produkte, die ihren Bedürfnissen entsprechen – egal ob es sich um einen Mixer, ein Auto oder eine hochpreisige Armbanduhr handelt. Und wer weiß am besten, wie die aussehen? Richtig: Die liebe Kollegin. Und der Feminist.

Auch das wage ich zu bezweifeln. Männliche Forscher mit entsprechenden Test bei Gruppen und entsprechenden Befragungen haben bisher auch entsprechende Produkte erfunden. Und Frauen wollen eben häufig tatsächlich das Frauenprodukt, gegen das viele Feministinnen dann Sturm laufen, weil es ein unnötiges Gendern ist.

Wenn die Feministinnen das aber so gut wissen, dann frage ich mich, warum sie nicht tatsächlich einfach Firmen gründen und die Produkte verkaufen. Sie würden unkompliziert reich werden und könnten so viele Frauen anstellen wie sie wollen.

Außerdem: Wollen Männer sich wirklich über die Hälfte ihres Lebens den Stress geben, als Alleinverdiener die ganze Familie zu ernähren?

Viele Ja. Bzw sie wollen es mit der richtigen Frau, wenn die Beziehung klappt und nicht unbedingt alleine sondern mit entsprechender Berufstätigkeit, aussetzen wegen der Kinder, Halbtagsarbeit etc.

Aber selbst wenn: Auch hier reicht eine emanzipierte Frau

Nun das finale Argument: Feministen leben länger. Aus dem einfachen Grund, dass sie bewusster mit ihrem Körper umgehen

Da würden mich Studien interessieren. Ich habe so meine Zweifel daran.

Es war der Feminismus, der das Thema Männergesundheit auf die Agenda gesetzt hat.

ist das so? Gibt es da Belege?

Der die Risiken thematisiert hat, unter denen Männer tendenziell öfter leiden als Frauen: Alkoholsucht, Nikotinsucht, die daraus resultierenden Herzkrankheiten zum Beispiel. Auch typische „Frauenkrankheiten“ wurden bei Männern lange ignoriert, wie Depressionen. Weil die Symptome (u.a. Aggressionen) oft andere waren als bei Frauen (u.a. Niedergeschlagenheit). Hinzu kommt, dass Männer erstmalig ermutigt worden sind, überhaupt über ihre seelischen wie körperlichen Schwächen zu sprechen. Von Feministinnen.

ich erinnere mich. Mimimi, heul doch, Male Tears, ich trinke sie becherweise.

Feministen leben länger, weil sie bewusster mit ihrem Körper umgehen”

Männer müssen dank Feministinnen auch die Verantwortung für Krieg und Frieden nicht mehr alleine schultern. Es gibt Verteidigungsministerinnen. Und Soldatinnen an der Front. Gleichzeitig ist die Frauenbewegung die friedlichste soziale Bewegung, die es jemals gegeben hat. Es waren die Feministinnen, die über alle nationalstaatlichen Grenzen hinweg immer schon für Frieden gekämpft haben. Und dieses Anliegen zu unterstützen, ist nicht nur ­ehrenhaft. Sondern auch lebenserhaltend.

Auch hier wieder eine unzulässige Vereinnahmung: Die heutigen Feministinnen sind wohl kaum Soldatinnen an irgendeiner Front, dazu sind sie zu links. Und der Einsatz für Frieden wäre mir jetzt auch neu: Im Gegenteil: Untereinander sind Feministinnen häufig überaus zerstritten und werfen sich gegenseitig vor, nicht feministisch genug zu sein.

Aber kommen wir zurück zum Herrengedeck an der Theke. Die Menschen munkeln, dass Männer da heute des öfteren Frauengespräche führen: Über diese Zerrissenheit zwischen der Forderung, das starke Geschlecht sein zu müssen – und gleichzeitig der sanfte Frauenflüsterer. Über Frauen, die zwar in der Theorie mehr Unterstützung von ihren Männern fordern, aber in der Realität immer nur blockieren. Über die Komplexe, die Werbeplakate mit muskulösen, unerreichbaren Männerkörpern auslösen. Ruhig Blut, Jungs: Wir kennen ambivalente Gefühle. Feminismus hilft beim Auseinanderklamüsern. Das macht zufriedener. Zufriedene Menschen sind glücklicher. Glücklichsein wirkt attraktiv. Attraktive Menschen haben mehr Sex. Und hier schließt sich der Kreis.

Zur Zufriedenheit des männlichen Feministen hatte ich schon einmal etwas geschrieben. Ich möchte sie nicht haben. Dazu ist mir der heutige Feminismus zu unterdrückend, duldet Männer eher als sie wirklich als gleichberechtigte Partner zu sehen, gesteht ihnen allenfalls einen Ally status zu.

Hier wird kaum etwas über das Männerbild des Feminismus angeführt, kaum etwas darüber gesagt, dass man dort Männer schlicht nicht mag, weil sie die bösen sind, die die Rape Culture unterhalten und die Privilegien haben.

Sich darauf einzulassen ist das gute Recht eines jeden. Mir reicht Emanzipation und Gleichberechtigung vollkommen aus.

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Responses

  1. Bei einem Text wie diesem, bei dem vielleicht 4% der Aussagen in irgendeiner Form wahr sind, kratz ich mich mich immer am Kopf und rätsel, ob der Autor das alles wirklich glaubt oder ob das doch nur verzweifelte Propaganda ist.

    Apropos: Es waren PUAs, die das Feuer erfunden haben. Frauen, die es gerne warm haben, sollten also nicht so geizig mit Sex sein. (War das richtig so?)

    • Das Phänomen ist eigentlich ganz gut zu verstehen: Wenn eine Aussage zweifellos wahr wäre, man müsste ja keine Behauptung machen, gar nicht darüber sprechen. Ein solcher Text wie der hier entsteht dann, wenn man als Erkenntnisquelle und Maßstab nur das eigene Gefühl für eine Sache hat. Dann muss jede Differenz zwischen dem, was man gerne hätte und dem leisen Zweifel im Hinterstübchen daran, durch eine besonders überzeugte Aussage „entschieden“ werden. Und das Ergebnis ist ein Text, in dem so ziemlich jede Aussage Blödsinn ist und das Gegenteil richtiger wäre.
      Wenn es nicht bisweilen so tragisch wäre, man könnte sich über den weiblichen Solipsismus und seine Produkte kaputt lachen.

    • @ only me
      ja war richtig so !
      Ansonsten selten so gelacht, eine solche Anhäufung von Unsinn, Verdrehungen, es ist heute so schwül, da liege ich lieber auf der faulen Haut, als mir die Mühe zu machen das auseinanderzunehmen, zumal ich ja morgen wieder „hart“ arbeiten muss.

      Aber eins muss ich doch loswerden.
      „Außerdem: Wollen Männer sich wirklich über die Hälfte ihres Lebens den Stress geben, als Alleinverdiener die ganze Familie zu ernähren?“

      Wenn ich eine Frau zu Hause habe, die NICHT emanzipiert ist, dann ist es zumindest aus dieser Warte kein Stress
      -Die hält mir bei der Hausarbeit den Rücken frei
      -die gehorcht, wenn ich sage die Tapete ist noch gut, dann ist das so, ohne Widerspruch. Da werde ich nicht, wie ich es von vielen Männer kenne, nicht zu Hause noch von einem nie zu befriedigenden Nestbautrieb genervt, der mich ständig zum umräumen, umdekorieren, umbauen etc. zwingt.
      Da ist sie zufrieden, wenn ich mal keinen Bock auf Sex habe (kommt bei mir ja öfter vor) und genauso, wenn ich mal mehr als sie will.

      Das bedeutet ja nicht, das ich ihr keine Wünsche erfülle, oder nicht auf ihre Ratschläge eingehe, wenn sie gut sind.

      Was ich meine ist, das Frauen, was ihrer biologischen Veranlagung entspricht, durch den Feminismus nur noch mehr aufgestachelt werden, Männer zu instrumentalisieren und zu nerven.
      Der Feminismus ist meiner Meinung nach eine Sackgasse, die zu keiner Lösung der Probleme führt, zu denen die geschlechtsbezogene Verhaltensbiologie in der menschlichen Kultur führt.
      Meiner Meinung nach steckt die Menschheit hier in einer evolutionären Sackgasse, einer Fehlanpassung. Die gesamte Gesellschaft ist ein Balzplatz und wird von den widersprüchlichen Wünschen der Frauen in eine ungewisse Zukunft getrieben. (umgekehrt hat das nicht ganz so krasse Auswirkungen)

      Der eigentliche Ausweg wäre, wenn sich die Männer endlich mal emanzipieren würden.
      Wobei natürlich Frauen zu verhüllen und wegzusperren auch nicht gerade ein Zeichen männlicher Souveränität Frauen gegenüber ist.

      Ja langes Thema, aber wie geschrieben, keine Lust mehr heute, gehe jetzt faulenzen und Ernte verarbeiten, muss auch sein.

      • Die gesamte Gesellschaft ist ein Balzplatz und wird von den widersprüchlichen Wünschen der Frauen in eine ungewisse Zukunft getrieben.

        Dieser Satz kommt so harmlos daher.

        Ist er aber nicht. Da stecken tausende Jahre leidvolle Menschheitsgeschichte drin.

        Der Druck der Frauen auf Männer, Commitment bzw. Status gegen Sex zu tauschen (je nach Strategie, siehe SST), hat zu unzähligen Exzessen an intrasexueller Gewalt, an rücksichtsloser Ressourcenaneignung und zu blinden Akkumulationsorgien geführt.

        Eine Fehlanpassung, in der Tat.

      • „Der eigentliche Ausweg wäre, wenn sich die Männer endlich mal emanzipieren würden.“

        Sag ich ja. Das geht aber nur, wenn man schwul wird 🙂

        • @Adrian @Christian

          Adrian zuerst: Deine Strategie durchschaue ich sofort!
          Du willst marktverzerrende Propaganda verwenden, um das Angebot in die Höhe zu treiben, damit für dich der Preis für Sex fällt. 😉

          @Christian

          Die Propaganda in den USA hat sogar eine neue Abkürzung für die schädlichen Folgen der Pornografie erfunden: PIED – porn induced erectile dysfunction. Wenn die Entdeckung auch noch so granzdebil ist, gib ihr einfach einen griffigen Namen!

          Zum Beispiel hier:
          http://blogs.psychcentral.com/sex/2012/05/abusing-porn/

          Dabei ist Pornographie aber nicht das Kernthema, sondern – wie schon seit ewigen Zeiten – die Masturbation.
          Natürlich nur die männliche Masturbation (das versteht sich irgendwie von selbst, oder?!).

          Dabei kommt man zu irre innovativen, geradezu bahnbrechenden Einsichten:

          „But if you masturbate too frequently—especially in the hours before you attempt sex with a partner—your recent orgasms may make it more difficult for you to perform, or may lower your interest in sex, Ofman says.“

          http://www.menshealth.com/sex-women/porn-erectile-dysfunction

          Wenn man mehrmals vor dem Sex mit dem (weiblichen?) Partner masturbiert hat, dann wird es schwieriger mit der Performanz oder – wesentlich schlimmer – man hat gar kein Interesse mehr am Sex.

          Und das ist böse.
          Denn nur wenn die sexuelle Ökonomie dergestalt aussieht, dass eine Frau Sex gegen beliebige Dinge ihres Herzens eintauschen kann, dann hat ihr Sex einen Wert.
          Wenn der Mann sich erdreistet, dies per Masturbation in Frage zu stellen, so entwertet er weibliche Sexualität.
          Ergo Weiblichkeit generell.
          Also ist er ein Frauenhasser.
          Folgt: Masturbation ist böse, deshalb ist Porno schädlich.

          Diese *eigentliche* Intention ist in der Kommentarspalte des „Men´s Health“-Artikels auch völlig richtig verstanden worden.

          Zitat (genau so untereinander stehend):
          „Good bye porn.“
          „Don’t be a wanker“

          Dabei fallen rationale, physische und psychische Gründe für die Bevorzugung von Masturbation gegenüber Sex mit einer Frau komplett unter den Tisch:

          1. Ich bin inzwischen der Überzeugung, die US-Leidenschaft für Analverkehr hat etwas mit den Beschneidungsritualen der US-Gesellschaft zu tun. Wenn die Vorhaut des Mannes weggeschnitten wird, dann entsteht auf der Eichel eine Lederhaut. D.h. es tritt eine Desensibilisierung auf, die noch verstärkt wird durch den Gebrauch von Kondomen. Unglücklicherweise ist dann eine sehr erregte, nämlich nasse Frau ein weiterer Lustkiller. Um also überhaupt etwas zu spüren, braucht man es extra eng.

          Was hier *für* Analverkehr spricht, entwertet wiederum Vaginalverkehr. Und wertet Masturbation auf.

          2. Wenn ich mir die allmähliche Verfettung der US-Gesellschaft anschaue, wo die Normalgewichtigen inzwischen die Minderheit stellen, dann empfände ich die Vorstellung auch abtörnend, mit einer „runden“ oder „starken“ oder „kurvigen“ (=fetten) Frau im Bett Spaß zu haben.

          Meine „fat acceptance“ liegt auf einem extrem niedrigen Niveau und wenn ich mir sexuelle Fantasien von Männern so anschaue, dann sinkt die sexuelle Erregung beim Anblick eines Walrosses schlagartig – was ich, wie gesagt, sehr gut nachvollziehen kann.
          Dies öffentlich zu sagen – dass Übergewicht und Adipositas sexuell unattraktiv sind – würde aber einen gigantischen Shitstorm entfachen.

          Nur zwei Beispiele für einen Erklärungsansatz, der ohne Dämonisierung männlicher Sexualität auskommt und aus genau diesem Grunde werden diese medial nicht thematisiert.
          D.h. Pornografie ist nur die Strohpuppe und Feministinnen sind die nützlichen Idiotinnen des reaktionären backlash gegen die Ergebnisse der sexuellen Revolution.

          Zusammenfassend:

          – Männliche Sexualität hat sich gefälligst *ausschließlich* auf Frauen zu beziehen,

          – Frauen haben gefälligst *genau so* sexuell attraktiv empfunden zu werden wie sie sind und sein wollen und wir

          – (um ganz sicher zu gehen) müssen dahin kommen, das sexuelle Angebot künstlich so zu verknappen, dass weibliche Sexualität wieder einen Tauschwert hat.

          Schönen Gruß, crumar

        • @crumar

          „1. Ich bin inzwischen der Überzeugung, die US-Leidenschaft für Analverkehr hat etwas mit den Beschneidungsritualen der US-Gesellschaft zu tun. Wenn die Vorhaut des Mannes weggeschnitten wird, dann entsteht auf der Eichel eine Lederhaut. D.h. es tritt eine Desensibilisierung auf, die noch verstärkt wird durch den Gebrauch von Kondomen. Unglücklicherweise ist dann eine sehr erregte, nämlich nasse Frau ein weiterer Lustkiller. Um also überhaupt etwas zu spüren, braucht man es extra eng.“

          Ich kann mir vorstellen, dass das zu gewissen Problemen führt oder diese verschärft, aber Analsex ist auch so ziemlich geil.

        • @crumar

          Zuzugestehen ist: Wenn meine Freundin soviel masturbieren würde, dass sie keine Lust hat auf Sex und dann nicht mehr erregt ist, dann würde ich das auch nicht gut finden.

          Bei Männern sicherlich auch noch eher ein Problem. Frauen können das etwas einfacher mit etwas gleitmittel beheben, aber das wäre auch nicht so die Erfüllung, wenn sie keine Lust hat.

          Aber: Die Lösung liegt ja nun wirklich für jeden Mann auf der Hand. Den Zusammenhang muss man nun nicht wirklich sonderlich herausstellen.

        • @crumar

          „Meine “fat acceptance” liegt auf einem extrem niedrigen Niveau und wenn ich mir sexuelle Fantasien von Männern so anschaue, dann sinkt die sexuelle Erregung beim Anblick eines Walrosses schlagartig – was ich, wie gesagt, sehr gut nachvollziehen kann.“

          Allerdings sind die amerikanischen Männer ja meines wissens nach nicht schlanker.
          Hinzu kommt: Testosteron wird im Fettgewebe nach meinem Wissen in Östrogen umgewandelt, was vielleicht auch noch das Problem verschärft

        • @Christian

          „Fat acceptance“ zuerst:

          Sie – amerikanische Männer – sind nicht unbedingt schlanker, aber dafür nicht so fett.
          Schau mal hier auf die Tabelle 5, nämlich Zusammensetzung nach Geschlecht für BMI über 30, respektive 35:

          http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1832542

          Deine These, wonach Testosteron im Fettgewebe in Östrogen umgewandelt wird war mir neu.
          Ich kannte bisher nur den erwiesenen Zusammenhang von Verfettung und sinkendem Testosteronspiegel.
          D.h. um so fetter, desto mehr sinkt die Libido (auch wenn dies sehr stark vereinfacht ist).

          Ich habe auf die schnelle auch nur einen einzigen Artikel dazu gefunden und den auch nur als Zusammenfassung:
          http://www.researchgate.net/publication/12955541_The_hypogonadal-obesity_cycle_Role_of_aromatase_in_modulating_the_testosterone-estradiol_shunt-A_major_factor_in_genesis_of_morbid_obesity

          Beziehst du dich auf den?

          Dann zur Masturbation: Der Zusammenhang zwischen drei mal masturbieren am Tag und dann eher weniger Lust auf weiteren Sex mit der/einer Frau zu haben ist so sonnnenklar, dass ich mich frage, warum die sich trauen, einen solchen Blödsinn auch noch als *wissenschaftliche* Erkenntnis zu publizieren.

          Zudem finde ich es erstaunlich, in welchem Umfang masturbatorische Praxen von Männern beklagt werden, denen GLEICHZEITIG attestiert wird, sie litten unter erektiler Dysfunktion.
          Was ein Widerspruch in sich ist.
          Man hätte diese Männer fragen sollen, ob sie eine Morgenlatte haben und sich einen runterholen – wenn sie nämlich beides bejahen, handelt es sich definitiv um kein physisches Problem.

          In dem Fall handelt es sich m.E. um ein Problem der Partnerschaft und man sollte den Gang zum Paar-Therapeuten planen.

          Zum Thema Analsex: Ich bin und bleibe Liebhaber der natürlich glibberigen Vagina bzw. Vaginae – ein formidables Stück Schleimhaut! (Analsex ist aber auch ganz nett)

          Schönen Gruß, crumar

  2. Die Studien zu den Pornos beziehen sich vielleicht auf Leute wie Gail Dines, welche soweit möglich tatsächlich Pornos klauen will und in anderen Ländern schon teilweise Erfolg damit hatte. Ihre Daten sind oft fragwürdig, so versucht sie z.B. Nischenseiten als Mainstream darzustellen und versteht nicht den Unterschied zwischen BDSM und Folter (sie meint beides verstößt gegen die UN-Antifolterkonvention, wenn ich micht richtig erinnere). Die These, das Pornos immer extremer werden müssen klingt auf jeden Fall sehr nach ihr.

    • Ich bin Feministin und will niemanden die Pornos klauen! Ganz bestimmt auch nicht die Bdsm Pornos.

      Außer vielleicht um sie selbst zu schauen 😉

      • „Ich bin Feministin“

        Und was bedeutet das?

        • Lieber Adrian, diese Frage habe ich schon ausführlich auf meinem Blog beantwortet:

          http://nur-miria.blogspot.it/2013/06/mein-feminismus.html

          Und das könnte auch noch interessant sein :

          http://nur-miria.blogspot.it/2015/03/feindbild-feministin-erhalten.html?m=1

          Oder hier :

          http://nur-miria.blogspot.it/2014/07/warum-feminismus.html?m=1

        • Wenn Du für die Gleichberechtigung aller Geschlechter kämpfst,dann bist Du kein Feminist.

        • Oder die ist schlicht eine gemäßigte Feministin, ich finde, dass lässt sich durchaus vereinbaren.

        • Sie sollte das Label weglassen. Niemand mag Feministen. Außer Feministen.

        • Femisismus steht für Frauenbevorzugung, wie schon der Name sagt.

        • @C

          Eine gemäßigte Geschlechtsrassistin? Lässt sich sicher vereinbaren … nur womit eigentlich?

        • @ddbz

          Das du da nicht differenzieren kannst ist mit klar. Bezeichnet du den auch maskulisten wie Arne Hoffmann oder Warren Farrell als Geschlechtsrassisten?

          Oder dir näherstehende wie Elmar oder wolle?

        • @ C

          Das ich was nicht kann, ist Dir bekannt? Vielleicht erkennst Du den Kern der Sache nur nicht?

          Und ja, Maskulisten in einer solchen Umgebung, wie der des Staatsfeminismus, wären für mich auch Geschlechtsrassisten.

          Nebenbei, @Adrian scheint ähnliche Ansichten in diese Sache zu haben?

        • Ich glaube, die meisten Frauen, die sich heute freiwillig Feministen nennen, wollen keine Gleichberechtigung, sondern Priviegierung von Frauen auf Kosten der Männer.

        • Ah, da schränkst du es ein. Was macht da die Änderung aus?

        • @ C

          Nochwas, ich bin KEIN Maskulist und mit Elmar oder Wolle ganz sicher nicht immer einer Meinung …

        • Ich bin auch kein Maskulist.

        • Ich habe auch nicht behauptet, dass du einer bist. Aber wenn es beim Feminismus aus den Wort folgt, dann muss es das beim maskulismus auch. Und dann müssen Maskulisten zwangsläufig Geschlechtsrassisten sein nach deiner Logik, damit eben auch Elmar und co

        • @ C

          „Ah, da schränkst du es ein. Was macht da die Änderung aus?“

          Feministinnen wollen ganz offensichtlich Frauenbevorzugung. Das ist in meinen Augen Geschlechtsrassismus. Unterschied genug?

          Beispiel,: Gibt es eine Gleichstellungsbeauftragte, die NUR ein Mann sein darf oder entspechende Forderungen von Maskulisten? Hä?

          Willst Du das geburtsrassistische einer Solchen Position nicht erkenne?

          Nebenbei, warum glaubst Du, bin ich KEIN Maskulist? uA wegen dem dort innewohnendem Geschlehterrassismus.

        • Du hast zwei Argumente:

          1 es ergibt sich aus dem Begriff

          2 die vertreten ja dieses und jenes

          Bei 1 muss es den Feminismus und den maskulismus insgesamt betreffen

          Bei 2 bleibt unklar, warum es keinen Feminismus geben kann, der das nicht vertritt, genauso wie du damit teilweise den maskulismus weniger verurteilst und für akzeptabel hältst

        • @ C

          Schonmal die realen Folgen von Feminismus und Maskulismus betrachtet?

          Fordert der Maskulismus etwa eine geschlechtliche festgelegte Menschenquote, für Männer? Zu den Gleichstellungsbeauftragen sagt auch kein Femifreund was …

        • Und was sagt das jeweils darüber aus, ob man eine gemäßigte Form vertreten kann, die diese folgen nicht unterstützt? Nichts

        • Hallo Miria,
          ich hab nicht so den Eindruck, dass alle Deine „feministischen Schwestern“ da ohne weiteres zustimmen? Bist Du nicht in Deinem Blog genau das schon von anderen Feminista gefragt worden: Warum Du überhaupt dieses Label benutzt, bei Deinen Meinungen? (Ich kommentiere zwar nicht /fast nicht in Deinem Blog, aber les ihn gerne..)

          Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, und als Selbstbezeichung steht Dir natürlich frei, Dich als Feministin zu sehen – mir selbst fällt allerdings schon sehr schwer, Dich hinter dieser menschenverachtenden Ideologie zu erkennen. Aber gut, selbst Leute wie Christina Hoff Sommers oder Cathy Young wollen nicht von dem Label lassen.

          Diese Minderheit im Feminismus, die Christian wohl mit „gemäßigte“ umschreiben will, wird doch zunehmend regelmäßig massiv vom mainstream-Feminismus angegriffen und dämonisiert.

          Ich kann absolut nicht erkennen, dass Du mit Deinen Ansichten irgendwie repräsentativ für irgendwas wärest, wie sich Feminismus sonst präsentiert – abgesehen von dieser kleinen Minderheit, die vom Rest massiv dafür angegangen wird.
          Für mich bist Du eine emanzipierte Frau, was in meinen Augen so ziemlich das Gegenteil einer Feminstin ist.
          Dein „mein-feminismus-feminismus“ ist insofern wirklich ausschließlich Dein privater – unter Ausschluss all dessen, wie sich der übrige Feminismus selbst artikuliert. Ich lese Deine Privatdefinition „Deines“ Feminismus, aber was hat das mit dem zu tun, was sonst „Feminismus“ ist?

          Macht so ein Label dann noch Sinn?
          Ja, ich weiß, hast Du im Grunde schon mal in Deinem Blog geschrieben.
          Aber während ich Deine sonstigen Aussagen in der Regel sehr gut verstehe und nachvollziehen kann, bleibt mir das ziemlich unklar.

          Ohne jede Polemik, ernsthaft als Frage: Warum hältst Du an diesem Label fest, wenn der sichtbare Teil dieser „Bewegung“ / Ideologie beständig Aussagen absondert, von denen Du dich distanzierst?

          Hoff Sommers schreibt dazu „who stole feminism“ – da klingt der Gedanke oder der Wunsch an eine Reformfähigkeit des Feminismus heraus. Ich weiß nicht, ob ich das bei Dir als Triebfeder erkennen kann.

          Insofern ist es wirklich so, dass ich es einfach nicht so recht verstehe.
          Andererseits kann ich nicht bestreiten, dass es toll ist, zumindest den Eindruck zu haben, eine „Feministin“ vor sich zu haben, mit der man nicht nur ernsthaft reden kann, sondern sogar zu weiten Teilen vergleichbare Ansichten hat…

          Keine Ahnung, ob Du erst einmal in einen richtig veritablen feministischen Shitstorm geraten musst, bevor Du dieses Label nicht mehr erträgst?
          Nicht, dass ich Dir das wünschen würde – aber die Wahrscheinlichkeit dafür sehe ich doch als recht hoch.

      • Habe auch nicht behauptet, alle Feministen würden das tun/wollen. 😉

        Die Kategorie zu der Gail Dines gehört allerdings schon und die hat auch leider recht großen Einfluss. Dabei beruht ihre Einstellung meiner Meinung nach schlichtweg darauf, dass sie sich nicht vorstellen kann das jemand etwas genießt was sie selbst so sehr abstößt und von daher auch nicht „normal“ sein kann (ähnlich wie bei vielen Leute die ein Problem mit Homosexualität haben).

        • @ Resolute Nuss

          Ich habe das Buch „Pornland: Wie die Pornoindustrie uns unserer Sexualität beraubt“ von Gail Dines

          http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/pornland_wie_die_pornoindustrie_uns_unserer_sexualitaet_beraubt/gail_dines/EAN9783955180225/ID39202925.html?suchId=55fab99a-646c-41fd-b759-9fb088084406&jumpId=14971805

          bisher zur Hälfte gelesen.

          Meine Motivation dabei war ihre auf dem klassischen Radikalfeminismus beruhende Pornographiekritik mit meiner eigenen nicht-feministischen, geschlechtsübergreifend angelegten, klassenkämpferisch- und kapitalismuskritisch-fundierten Pornographiekritik zu vergleichen, zu prüfen inwieweit sich bei ihr Teilwahrheiten finden und zu prüfen, wo ich meine eigene Pornographiekritik von der ihren abgrenzen muss.

          Ihr Buch enthält natürlich mehrere der typischen radikalfeministischen Einseitigkeiten beim Thema Pornographie, ist aber trotzdem nicht durchweg schlecht.

          Meine Kritikpunkte waren bisher u.a.:
          – Gail Dines lehnt jegliche Pornographie in Bild und Film ab, sie lehnt sogar einfache Nacktfotos als kritikwürdige Objektifizierung ab, es findet bei ihr keine Differenzierung bezüglich akzeptabler und nicht-akzeptabler Pornographie statt, folglich hat sie dafür auch keine Kriterien entwickelt.
          – Sie differenziert außerdem zu wenig zwischen Mainstream-Pornographie einerseits und besonders erniedrigenden, brutalen und potentiell gesundheitsschädlichen Pornographiesparten andererseits.
          – Sie vermittelt das falsche Bild Frauen würden keine Pornos konsumieren, Pornos seien ausschließlich Männersache.
          – Sie überschätzt die potentiellen negativen Wirkungen von Pornographie auf Männer.
          – Sie stellt es so dar als würden nur Frauen und nicht auch Männer in der Pornographiebranche ausgebeutet.
          – Ihr gleichheitsfeministischer Ansatz versteht die durchschnittlichen evolutionär-psychologischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern hinsichtlich sexueller Themen zu wenig.

          Die positiven Seiten an dem Buch sind u.a.:
          – Die Informationen zur Geschichte der Pornographie in dem Buch scheinen mir überwiegend fundiert zu sein.
          – Ihre soziologische Analyse der Strategien, die die Pornographiebranche verwendet um immer stärker in den Mainstream einzudringen, fand ich sehr gut.
          – Ihre Analyse der soziologischen und ökonomischen Verflechtungen der Pornographie ist m.E auch sehr gut.
          – Sie stellt die ökonomische Motivationen hinter der Pornographiebranche klar und deutlich heraus.
          – Ihre Kritik an der Ausbeutung von Frauen in der Pornographiebranche ist überwiegend berechtigt, (dass auch Männer dort ausgebeutet werden, erkennt sie leider nicht).
          – Ihre Kritik an entwürdigenden, brutalen und potentiell gesundheitsschädlichen Praktiken und Genres in der Pornographie ist überwiegend berechtigt.

          Wie gesagt habe ich erst die erste Hälfte des Buches gelesen, über den zweiten Teil kann ich noch keine Aussage machen.

        • Pornos sind deswegen quasi nicht zu kontrollieren, weil man die eh heimlich schaut. Alle Regulierungen führen nur dazu, das die Produktion sich verlagert.

          Sinnvolles Kriterium scheint mir zu sein, das die Darstellerinnen volljährig sind und zu nichts gezwungen werden. Ansonsten steht es den Leuten frei sich filmen zu lassen bei was sie wollen.

        • Von ihren Buch habe ich nur über Kritiken etwas mitbekommen, dass meiste was ich von ihr kenne stammt aus anderen Medien.

          In den wirkt es halt immer recht einseitig bis hin zu Zirkelschlüssen. So sind ihre Quellen was Missbrauch angeht (der ihrer Meinung nach fast immer vorhanden zu sein scheint) natürlich anonym und Darsteller welche sich anders äußern nicht glaubhaft, weil sie angeblich alles sagen um ihren Beruf zu behalten. Also braucht sie nichts zu beweisen und Gegenbeweise zu erbringen ist damit auch unmöglich, weil „die müssen das ja sagen“.

        • @Lesen:
          „Ihre Kritik an entwürdigenden, brutalen und potentiell gesundheitsschädlichen Praktiken und Genres in der Pornographie ist überwiegend berechtigt.“

          Und wer entscheidet darüber, was entwürdigend oder zu brutal ist?

          Wenn so manch eine Session, die ich erlebt habe von außen betrachtet werden würde, so würden vermutlich von vielen die gleichen Worte zur Beschreibung genutzt werden. Dass aber bestimmte Dinge, die eine Person abstoßend findet, für andere wundervolles Erleben bedeuten, können diese Moralapostel leider nicht verstehen!

          Und die „entwürdigende und brutale Pornographie “ ist nun mal für Menschen, die dort eben etwas tolles und wundervolles sehen können! Nicht für die brave Hausmittel, die bei Shades of Grey mit verdammt schlechten Sexszenen schon ein feuchtes Höschen bekommt!

        • Gute Frage, hier will denke ich die auf Gleichheit ausgerichte linke nicht akzeptieren, das macht, status Hierarchie bei sein kann, ebenso wie sich dieser macht hinzugeben. Und das es eine besondere Form der Bindung sein kann sich in die Hände eines anderen zu begeben und diesen machen zu lassen

        • Glaube ein Teil des Problems könnte auch sein, dass Fantasie eben in der Fantasie real sein muss und manche dies außhalb der ihnen vertrauten Genre nicht verstehen.

          Bei „gewöhnlicheren“ Rollenspielen versucht man ja auch so zu tun als sei man der Charakter und das was man erlebt echt und zieht sein Vergnügen daraus. Das heißt jedoch nicht, dass man unter den gleichen Umständen in der Realität so empfinden würde. Deswegen versuchen die verschiedenen Medien es auf ihre Art und Weise echt wirken zulassen, selbst in Büchern wo alles nur im Kopf statt findet.

          Oder kurz in den Herr der Ringe Filmen versuchen wir auch nicht einen Haufen verkleideter Menschen zu sehen die nur so tun als ob sie Abenteuer erleben. ^^

        • @Leszek, möchte Pornos unter staatlich anarchistische Kontrolle stelle, um damit seine politischen Vorstellungen durchzuziehen. Die Freiheit anderer Menschen ist ihm ein Dorn im linken Auge … 🙂

      • Klauen, klauen, zusammen schauen macht doch mehr Spaß, dann kann man sie auch gleich gemeinsam umsetzen.

  3. „Feministen haben das Privileg, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und ihr Vertrauen zu gewinnen. (…)Kommen wir zum Flirten: Feminismus ist besser als Tinder! (…) Es gibt darüber hinaus auch niemanden, der den Männern besser als die Feministinnen erklärt, wie sie es einer Frau richtig besorgen. (…)Von gleichberechtigten Strukturen in der Erwerbsarbeit profitieren Männer über alle Maße. (…)Feministen leben länger. (…) Es war der Feminismus, der das Thema Männergesundheit auf die Agenda gesetzt hat. (…) Es waren die Feministinnen, die über alle nationalstaatlichen Grenzen hinweg immer schon für Frieden gekämpft haben. (…) Feminismus (…) macht zufriedener. Zufriedene Menschen sind glücklicher. Glücklichsein wirkt attraktiv. Attraktive Menschen haben mehr Sex.“

    Feministinnen haben übrigens auch das Internet erfunden, die weltumspannende Kommunikation und den Umweltschutz.

    Es waren Feministinnen, die als erste das Atom gespalten haben, und sie haben dann auch gleich dafür gesorgt, die ethischen Grundlagen für eine schöpfungsfreundliche Nutzung dieser Technik zu etablieren (nachdem Männern natürlich nix Besseres eingefallen war, als sie gleich für Atombomben zu verwenden).

    Feministinnen haben es geschafft, dass die Menschheit auf dem Mond – einem uralten weiblichen Symbol – landen konnte.

    Feministinnen haben den Fußball erfunden – leider haben Männer ihn heute, wie es so ihre Art ist, zu einer korrupten Geldmaschine gemacht.

    Feministinnen haben Cornwall erschaffen, die Bretagne, die Toskana und Irland – Männer hätten so schöne Landschaften gar nicht bauen können, die sind schon froh, wenn sie so was wie Wanne-Eikel oder Wuppertal hinbekommen. Feministinnen haben übrigens auch den Indian Summer erfunden.

    Feministinnen haben die Aufklärung begründet, bevor sie dann von Plagiatoren wie Immanuel Kant verfälscht und versimpelt worden ist. Es waren eigentlich Feministinnen, von denen die Werke Shakespeares, Goethes, Kafkas und George R. R. Martins verfasst wurden.

    Feministinnen haben Hitler besiegt und Amerika entdeckt, hätten es aber den Indianern gelassen.

    Dass es überhaupt Sprache gibt, ist eine feministische Errungenschaft, weil klar war, dass der „explicit consent“ als Postulat der praktischen Vernunft (siehe „Begründung der Aufklärung“) zur Voraussetzung eine funktionierende Sprache braucht. Dass die Männer dann gleich den Turm zu Babel gebaut haben, konnten Feministinnen leider nicht verhindern.

    Es waren übrigens – was von einer männerfixierten theologischen Geschichtsschreibung leider niemals sichtbar gemacht wird – auch Feministinnen, die Gott nach der Sintflut das Versprechen abgenommen haben, die Menschheit nicht noch einmal zu vernichten.

    Feministinnen haben zudem auch den aufrechten Gang erfunden – was heute fast niemand mehr glauben kann.

    Es gibt ein sehr schönes, treffendes Gedicht von Robert Gernhardt über diese Verdienste und die Art und Weise, wie korrupte Männergruppen sie unsichtbar gemacht haben.

    ROBERT GERNHARDT: COUPLET VON DER ERBLAST

    „Die Kirche muß endlich jene frauenfeindlichen Erblasten
    aufarbeiten, die durch spätantike Männerkreise in die
    ursprünglich frauenfreundliche Botschaft Jesu hineingetragen
    worden ist.“
    Aus einer Sendung des Kirchenfunks

    Spätantike Männerkreise
    Haben Jesu Wort verbogen
    Haben seine frohe Botschaft
    Korrumpiert und umgelogen
    Korrigierten Evangelien
    Kujonierten die Gemeinden
    Überließen Führungsposten
    Unverstellten Frauenfeinden
    Herr, wer ritt uns in die Scheiße?
    Spätantike Männerkreise!

    Spätantike Männerkreise
    Eure Stunde hat geschlagen
    In der Kirche haben Chauvis
    Gottseidank nichts mehr zu sagen
    Mußte in der Spätantike
    Alles um die Männer kreisen
    Wirft man eure Erblast heute
    Hohnlachend zum alten Eisen
    Und wer spuckt euch in die Suppen?
    Postmoderne Frauengruppen!

    • http://www.amazon.de/Lichte-Gedichte-Robert-Gernhardt/dp/3596141087/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1436085011&sr=8-1&keywords=Lichte+gedichte

      Hatte ich viel zu lange nicht mehr in der Hand.

      In Deutschland gibt es keine „fair use“ Regelung wie in Amerika, oder? Sonst hätte ich große Lust, eine „Gernhardts Erkenntnisse“ Sammlung ins Netz zu stellen. Angeführt von seiner Zeichnung aus den Achtzigern: „Schon dass du immer ‚Neger‘ sagst, finde ich irgendwie frauenfeindlich.“

    • @Lucas: Auf auf den schrägen Humor es Emma-Artikels kann man in der Tat nur sarkastisch antworten.
      Wobei ich mich frage, für welchen Lesertyp sie eigentlich schreibt.
      Für Männer? Völlige Anfänger in dem Thema lesen die Emma nicht. Selbst mäßig Informierten dürfte der haarsträubende Unsinn auffallen, wegen des hämischen Untertons dürfte das nicht so lustig wirken. Und Profis bekommt sie sowieso nicht herum mit diesem Unfug.
      Ich glaube, sie schreibt vor allem für Frauen, als Selbstvergewisserung, wie überlegen doch die weibliche Spezies ist. Ich war auch sofort an die Aussagen auf den „Ich brauche Feminismus…“-Plakaten erinnert, die haben meistens ein ähnliches intellektuelles Niveau.

      • @mitm

        >>“Ich glaube, sie schreibt vor allem für Frauen, als Selbstvergewisserung, wie überlegen doch die weibliche Spezies ist.“

        Ja na klar! Das sind Durchhalteparolen einer Ideologie die die Diskursmacht verliert. Und die das auch merkt.

        Daher sollte man nicht die Argumente diskutieren. Jedes einzelne ist total absurd. Interessanter ist diese vollkommene Sexualisierung, dieses Triggern an den Sextrieb von Männern durch Feministinnen.

        Der ganze Text von vorne bis hinten dreht sich letztlich darum, dass Frauen das Höschen ausziehen, wenn Mann zum Feministen wird.

        Das fand ich so interessant. Für Feministinnen ist männliche Sexualität das schlimmste und ekelhafteste was es eigentlich gibt, und dann doch dieses anbieten…so plump…

      • „Der ganze Text von vorne bis hinten dreht sich letztlich darum, dass Frauen das Höschen ausziehen, wenn Mann zum Feministen wird.“

        Den Eindruck kann man bei diesem Text wirklich haben.
        Sex als Gegenleistung für die Zustimmung zu falschen Fakten und absurden Theorien? Was für eine Art Prostitution ist denn das schon wieder? Intellektuelles BDSM?

        Wobei die Autorin die sexuelle Attraktivität von Mitgliedern der Emma-Redaktion und der meisten Emma-Leserinnen mMn falsch einschätzt. Eine interne repräsentative Umfrage bei meinem Bauchgefühl hat ergeben, daß der Gedanke,diesen Damen näherzutreten, einen starken Fluchtreflex auslöst sowie Fertigmachen zum Kampfmodus, weil lange und sinnfreie Diskussionen über das Patriarchat und andere Unlogiken zu erwarten sind. Alles eher unentspannend.

        Die Logik des Artikels basiert auf der Annahme, daß Männer für Sex mit egal welcher Frau alles tun und schon diese Verlockung ausreicht, den Verstand auszuschalten. Wenn ich das mit dem angeblichen Sexismus in Tim Hunts Tischrede vergleiche, …

  4. An dem Text ist einfach alles gelogen. Schon Punkt eins ist Schwachsinn. Geburtenkontrolle wurde von Männern erfunden, durchgesetzt und verbreitet. Selbst die dem Feminiismus zugetane Wikipedia kann an dieser Stelle nur einmal eine Frau erwähnen:

    „1921 publizierte der Innsbrucker Physiologe Ludwig Haberlandt als Erster ein Konzept der hormonellen oralen Kontrazeption. Bevor er seine Entdeckungen praktisch umsetzen konnte, starb Haberlandt 1932 im Alter von 47 Jahren.[2] 1951 synthetisierten der 1939 aus Wien in die USA emigrierte Chemiker Carl Djerassi und Luis E. Miramontes als Forscher des Pharmazieunternehmens Syntex mit Norethisteron das erste synthetische oral aktive Gestagen. Mit Norethynodrel des für Searle tätigen Frank B. Colton folgte kurz darauf ein zweites. Auf dieser Grundlage entwickelten Gregory Pincus und John Rock, unterstützt durch die Frauenrechtlerin Margaret Sanger, Enovid, das Searle ab 1957 zunächst als Präparat gegen Menstruationsbeschwerden vermarktete. Am 23. Juni 1960 erfolgte dann die offizielle Zulassung der FDA als Verhütungsmittel und am 18. August kam Enovid in den Vereinigten Staaten als erste Antibabypille auf den Markt.[3][4] Ihre erste Antibabypille Anovlar brachte die Berliner Schering AG zuerst im 1. Januar 1961 in Australien und zum 1. Juni des gleichen Jahres in Deutschland auf den Markt.[5] Deren Zusammenstellung basierte auf Untersuchungen des belgischen Gynäkologen Ferdinand Peeters. Im Vergleich zu Enovid war dieses Medikament deutlich zuverlässiger und zeigte weniger Nebenwirkungen.[6] In der DDR wurde die Antibabypille von Karl-Heinz Mehlan eingeführt, unter dem Namen Ovosiston produziert und ab 1965 kostenlos verteilt.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Antibabypille#Geschichte

    • Zumal sich wohl auch Feministinnen ausdrücklich gegen die Pille für den Mann wenden. Schwangerschaften sollen unter Kontrolle der Frauen bleiben, so ist das …

    • „Geburtenkontrolle wurde von Männern erfunden, durchgesetzt und verbreitet.“

      DAS ist SO behauptet nur Schwachsinn.
      Männer haben sich die längste Zeit dadurch hervorgetan, die Weitergabe des Wissens um Geburtenkontrolle zu unterdrücken und sich nicht selten gescheut, Frauen, die Geburtenkontrolle praktizierten und andere darüber aufklärten zu kriminalisieren (selbstverständlich mit Gefahr für Leib und Leben).

      Ja – die _hormonelle Verhütung_ wurde von Männern erfunden.
      Aber die Finanzierung z. B lässt sich mit auf diese Frau zurückführen:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Katharine_McCormick

      „Schon in den 1920er Jahren unterstützte sie die Frauenrechtlerin Margaret Sanger, die Methoden der Empfängnisverhütung propagierte, obschon sie dafür gesellschaftlich geächtet und juristisch verfolgt wurde, und schmuggelte für ihre Beratungsstellen Diaphragmen aus Europa in die USA.[1]

      Auf Anraten von Sanger unterstützte sie ab 1953 die Forschungsarbeiten von Gregory Pincus für eine hormonelle Empfängnisverhütung und die Versuchsreihen von John Rock, sie gehört mit diesen zu den vier Personen, die die Entwicklung der Antibabypille entscheidend vorangebracht haben.[4] Bis in die 1960er Jahre bedurfte die Forschung noch McCormicks Geldmittel, bevor sich die hormonelle Empfängnisverhütung zu einem profitträchtigen Milliardengeschäft der Pharmaindustrie entwickelte.“

      Leider weiss ich immer noch nicht, wie und von wem^^ in Deutschland die Zulassung für unverheiratete Frauen erstritten wurde, was mich persönlich mehr interessieren würde als eine Recherche über das amerikanische Pendant, den Fall Eisenstadt v. Baird.

      Vielleicht kann mir hierbei ja jemand weiterhelfen?

      • … sich nicht selten nicht gescheut, natürlich.
        Pardon

      • @Semikolon, um diese Diskussion ein wenig anders zu führen:

        „1839 machte Charles Goodyear eine bahnbrechende Erfindung: die Vulkanisierung von Kautschuk. Damit war es möglich, Gummi herzustellen, das wasserfest, wärme- und kältefest sowie bruchstabil war. 1855 stellte dieser das erste Gummi-Kondom her, das 1870 mit zwei Millimeter Dicke und vernäht serienmäßig produziert wurde. 1912 entwickelte der Gummifabrikant Julius Fromm eine Methode nahtlose Kondome herzustellen, indem ein Glaskolben in eine Gummilösung eingetaucht wurde. Ab 1930 wurde Latex als Material benutzt. Durch diese Entwicklung wurden verhütende Latex-Kondome allgemein verfügbar. Der Verkauf von Kondomen war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts aber vielerorts verboten, beziehungsweise nur zum medizinischen Gebrauch erlaubt. In Irland galt eine solche Regelung noch bis Anfang der 1990er Jahre.
        Im Ersten Weltkrieg gehörten Kondome zur Standardausrüstung der Soldaten. Die deutsche, französische und britische Armee verteilten Kondome unter den Soldaten, die US-Armee jedoch nicht, so dass US-Soldaten häufiger unter Geschlechtskrankheiten litten als Angehörige anderer Armeen.“

        Wikipedia, Kondom

        Das Kondom fand Verbreitung in erster Linie nicht wegen seiner empfängnisverhütenden Wirkung, sondern wegen der Vermeidung der Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Syphilis z.B. war erst durch die Entdeckung von Penicillin wirklich therapierbar.

        Sowohl im alten Griechenland, als auch im alten Rom waren sowohl die Verwendung von empfängnisverhütenden Mitteln und solchen zur Abtreibung bekannt und wurden von Ärzten (Männern) sowohl empfohlen, als auch verabreicht.
        Wobei neben naturwissenschaftlich erklärbaren Funktionen bestimmter Heilkräuter und Verfahren auch viel Aberglauben im Spiel ist (Amulette usw.).

        Das erklärt evtl. auch die relative Stabilität der Bevölkerung in dieser Zeit.
        Die Wende zum Verbot von empfängnisverhütenden Mitteln brachten in diesem Fall zwar ebenfalls Männer – aber in erster Linie durch die christliche Religion.

        Zu dem – feministisch frisierten – Eintrag zu Katharine McCormick in der Wikipedia/deutsch, lies bitte den auf der englischen Wikipedia, da liest sich ihr Wirken nämlich so:

        „In 1953 McCormick met with Gregory Goodwin Pincus. Pincus had been working on developing a hormonal birth control method since 1951. McCormick agreed to fund Pincus research into oral contraception and she and Pincus persuaded Dr. John Rock to conduct human trials. The Food and Drug Administration (FDA) approved the sale of the Pill in 1957 for menstrual disorders and added contraception to its indications in 1960. McCormick had provided almost the entire $2 million it took to develop and test the oral contraceptive pill.“

        D.h. sie war in ihrer Rolle als Geldgeberin entscheidend; zur Forschung selbst hat sie nichts beigetragen.

        Ich glaube nicht, dass eine Frau wie sie es nötig gehabt hätte, ihre Lebensgeschichte so aufzublasen – dieses Bedürfnis ist eines heutiger Feministinnen.

        Schönen Gruß, crumar

  5. Was ist eigentlcih Tinder? Haben flirtwillige Heteros jetzt endlich das Internet entdeckt?

    • Findet ist eine Plattform, die nur ein Bild und einen kurzen Text bereitstellt, man kann entweder das Bild mögen oder nicht mögen, wenn beide auch gut finden, können sie Nachrichten schreiben

  6. Ich denke, die Frau will uns nur sagen, dass sie es toll fände, mal wieder so richtig durchgevögelt zu werden.

    Ich verstehe zumindest den Artikel so: Früher, da war sie Feministin, und hatte tollen Sex. Und langfristige Beziehungen. Jetzt ist sie 35, und hat keinen tollen Sex und keine Beziehung (und den Kern des Begriffs „langfristig“ nicht verstanden). Und muss schon betteln, damit sich einer für „rein-raus-fertig“ findet. Das nervt sie.

    Herrlich fand ich aber die Problematik, „Über diese Zerrissenheit zwischen der Forderung, das starke Geschlecht sein zu müssen – und gleichzeitig der sanfte Frauenflüsterer“. Und dann setzen sich Männer zusammen und reden da drüber und dann kommt PU bei raus und dabei hilft der Feminismus – äh – wie nochmal?

    • „Jetzt ist sie 35, und hat keinen tollen Sex und keine Beziehung“

      Sie hat das Alter erreicht, wo Frau merkt, dass sich anmalen und Brüste präsentieren nicht mehr ausreicht, um alles zu bekommen, was man will. Sie hat ihre Jahre mit Feminismus verschwendet, hat Männer reihenweise abgeschreckt, ist aber zutief im Sumpf ihres destruktiven Weltbildes gefangen, um da noch aussteigen zu können.

      Wahrscheinlich fängt sie sogar ihre Dates mit dem Satz an: „Um das erst mal klar zu stellen, ich bin Feministin.“ – Das da bei einem Mann alle Alarmglocken schrillen – weil es bedeutet: ich bin eine neurotische, nervige Zimtzicke, die alles von Dir verlangt aber selbst nicht viel geben kann – das kapiert sie halt nicht.

      • Hat sich als Reaktion auf „ich bin Feministin“ beim ersten Date ein lautes „was, du bist HIV-positiv und willst nur ungeschützten Sex?“, begleitet von Weggehen, noch nicht durchgesetzt?

        • Bei mir schon ,,, Neben Weggehen auch noch Kopfwackeln.

        • „Das Recht auf Gewaltfreie Erziehung – hat sich “plötzlich” Ende der 1990er durchgesetzt, aber Feminismus darf nichts damit zu tun haben.“
          Ob er das darf weiß ich nicht.

          Er hat aber nichts damit zu tun.
          Soweit ich weiß wurde durch den Völkerbund 1924 die Genfer Erklärung zu den Kinderrechten verabschiedet. Dies war die erte internationale Vereinbarung die Rechte des Kidnes betreffend. Was genau ist daran „feministisch“?

          Das BGB erkannte dem Vater(!) „kraft des Erziehungsrechtes angemessene Zuchtmittel gegen das Kind anwenden“ BGB 1631 ursprüngliche Fassung. Wobei hier als „angemessene Zuchtmittel“ das Gewohnheitsrecht heranzuziehen war.

          Dieses wurde 1957 durch das Gleichberechtigungsgesetz abgeschafft, so dass auch die Ehefrau diese einsetzen durfte.

          Irgendwie ist der feministische Beitrag hier nicht erkennbar. WO sonst?

        • @dummerjan

          Die gewaltfreie erziehung wurde in § 1631 BGB ausdrücklich ca. 2000 oder so aufgenommen

      • @Adrian:.“…weil es bedeutet: ich bin eine neurotische, nervige Zimtzicke, die alles von Dir verlangt aber selbst nicht viel geben kann – das kapiert sie halt nicht.“

        Wie kommst du darauf?

        • Ich denke, weil Du Dich heute noch als Feministin bezeichnest und dies für sehr wichtig hälst. So eine würde auch ich, als Hetero, nicht mit der Kneifzange anfassen … 😦

        • @ddbz:

          „So eine würde auch ich, als Hetero, nicht mit der Kneifzange anfassen … “

          Jetzt bin ich aber enttäuscht… 😦

          Kannst mir glauben, dass ich ganz sicher nicht darauf angewiesen bin, jedem zu gefallen! 😉

        • Ich glaube auch, das eine solche selbstbezeichnung erst einmal zu recht negativ aufgenommen wird, wenn man sie nicht einschränkt. Denn der vorherrschende Feminismus ist eben stark radikal und Männerfeindlichkeit.

        • @Christian:

          Ich glaube, dass es wenig Sinn macht, sowas bei einem Date zu erwähnen, sollte das Thema nicht zufällig auf Geschlechterthemen kommen.
          Die meisten Männer und Frauen beschäftigen sich nämlich kaum mit dem Thema und würden mit Feminismus vermutlich nicht mehr verbinden als vielleicht noch Alice Schwarzer, da diese gerne mal durch die Abendprogramme tourt.

        • Eben, die meisten wurden es merkwürdig finden, es zu erwähnen, wenn es nicht thematisch passt, weil es gerade um eine bestimmte Ungerechtigkeit geht.
          Vieles, was Feministen für sich reklamieren ist heute eben selbstverständlich

        • @ Miria

          „Jetzt bin ich aber enttäuscht…“

          Musst Du nicht sein, ich bin ja auch nicht …

        • „Vieles, was Feministen für sich reklamieren ist heute eben selbstverständlich“

          Und wie konnte es das werden?

          Das Recht auf Gewaltfreie Erziehung – hat sich „plötzlich“ Ende der 1990er durchgesetzt, aber Feminismus darf nichts damit zu tun haben.

          Die Vätermonate – bei ihrer Einführung noch als Wickelvolontariat verschrieen, werden mit großer Begeisterung angenommen, aber Feminismus darf nichts damit zu tun haben.

          Dass Vergewaltigung in der Ehe juristisch betrachtet überhaupt möglich ist, dass Kinder- und Jugendpornographie beinah weltweit verboten ist und noch vieles mehr rechne ich ohne Zweifel der erfolgreichsten, unblutigsten, sozialen Reformationsbewegung aller Zeiten zu.

          Was würdet ihr als ersten, maskulistischen Politik-Erfolg deuten wollen, gibts da schon was für die Bilanz der ersten Jahrzehnte?

        • „Das Recht auf Gewaltfreie Erziehung –“

          Wo? Etwa in Deutschland, dem Land welches Jungenbenachteiligung fördert oder zumindest duldet? Na dann … 🙂

        • @DDBz

          Gott, musst du eigentlich immer so dumme Kommentare schreiben?
          Was hat denn gewaltfreie Erziehung (§ 1631 II BGB) in diesem Fall mit Jungenbenachteiligung zu tun?

        • @ C

          Was denn nicht? Schule ist keine Erziehung?

          Nebenbei, was hat das denn mit Feminismus zu tun?

        • @ Semikolon

          „Dass Vergewaltigung in der Ehe juristisch betrachtet überhaupt möglich ist, dass Kinder- und Jugendpornographie beinah weltweit verboten ist und noch vieles mehr rechne ich ohne Zweifel der erfolgreichsten, unblutigsten, sozialen Reformationsbewegung aller Zeiten zu.“

          Hm, ich weiß jetzt nicht sicher, von welcher Bewegung Du schreibst.
          In der Außenwirkung kommt der Feminismus nicht gerade als um von weißen Friedenstauben umschwärmt daher.
          Eher aggressiv bis bösartig.

          Könnte es nicht eher sein, dass Deine Beispiele sich viel besser als eine allgemeine humanistische Reaktion auf ein erschreckend gewalttätiges 20. Jahrhundert erklären lassen?
          Und dass der Feminismus sich nur die positiven Ergebnisse aufs Konto schreibt?

          ‚I bathe in male tears‘ als Ausruf des aktuellen Feminismus‘ drückt doch extrem viel Menschenverachtung aus und ist kaum in Einklang mit einer unblutigen, sozialen Reformationsbewegung ALLER ZEITEN zu bringen.

          Solche typischen Schlachtrufe des Feminismus sind Ausdruck einer Eugenik, also einer genetisch festgelegten Unterscheidbarkeit der Guten (Menschen=Frauen) von den Bösen (Halbmenschen=Männern).

        • @Miria:
          Um auch mal was positives zu sagen: Es mag tatsächlich auf viele Leute abschreckend wirken, wenn man sich als Feministin bezeichnet, ich befürworte den Gebrauch des Wortes von „guten Feministinnen“ nach wie vor, da ich noch immer glaube, man kann es von den Extremistinnen zurückerobern. 😉

  7. Man weiß ja gar nicht wo man anfangen soll.

    Nehm ich doch mal die Lüge von den Friedensstiftenden Feministinnen.
    Es ist beileibe nicht nur so wie Christian anmerkt, dass Feminista unterienander zickig sind.
    Schon die Sufragetten waren ausgesprochen aktive Kriegstreiber.
    „Intern them all“ – alle einberufen (alle Männer natürlich), war die Forderung der britischen Obersufragette Emeline Pankhurst, die sie im ersten Weltkrieg in zahlreichen Reden durchs ganze Land geäußert hat. Alle mann an die Front – zum Schutz der daheimbleibenden (friedlichen …) Frauen. Die „friedliebenden“ Suffragetten waren eine der Hauptantriebe der „white Feather“-Bewegung, die Männer beschämen sollte, die grade nicht an der Front waren. Selbst schwerinvalide haben sie damit zurück an die Front und ihren Tod getrieben, weil ja weniger Kampffähig.

  8. „Es war der Feminismus, der das Thema Männergesundheit auf die Agenda gesetzt hat.“

    Oh ja, in dem sie wahrscheinlich bei einem Thema was alle betriff, wie üblich nur Hilfe für Frauen gefordert haben, ist irgendjemand mit einem warmen Teelöffel Grütze im Kopf aufgefallen das man da für Männer auch was tun könnte.

    Na dann, danke Femininismus!

  9. Bei den Pornos stimmt es. Diese sind mehr als schädlich. Dazu poste ich heute Abend etwas. 😉

    • @imion

      verlass dich nicht zu sehr darauf, dass es durchkommt, wenn es deinen üblichen Inhalt hat

      • Ich markiere es als persönliche erfahrung mit einer Studie. Es liegt an dir, über deinen Schatten zu springen und diese mal anzuerkennen, obwohl sie nicht deinem weltbild entspricht.

        • @imion

          Da bin ich gespannt. Aussagen, die sich tatsächlich auf eine Studie stützen können, lasse ich gerne durch. Wenn Wertungen die daraus nicht hervorgehen in der üblichen abwertenden Form enthalten sind, dann werde ich diese Wertungen aber durchaus löschen.

          Ich empfehle nach wie vor dringend einen eigenen Blog aufzumachen.

        • @chris
          Welche Abwertenden Wertungen? Solche habe ich nie hervorgebrach. Oder ist das Kritisieren von Frauenverhalten schon eine Abwertende Wertung?

        • @chris
          Wie z. B. das Fragen, nach einem Beispiel für das, was Frauen dem Mann beim Flirten zu bieten haben?

  10. Der Artikel klingt wirklich ziemlich an der Realität vorbei.

    Ist „gute Laune“ wirklich die erste Assoziation zu Feminismus? Mir scheint die Szene meist eher schlecht gelaunt, da man sich so ungerecht behandelt fühlt.

    Dass man Feministinnen jetzt gleich fast ins Übersinnliche erhöht, indem man ihnen kollektiv „Vorahnungen“ bescheinigt, spricht auch Bände.

    „Feminist sein heißt, den eigenen Job zu sichern“
    Wenn er nicht gleich durch die Frauenquote aus einem Job draußem gehalten wird. Oder wegen eines Witzes entlassen.

    „gleichzeitig ist die Frauenbewegung die friedlichste soziale Bewegung, die es jemals gegeben hat. Es waren die Feministinnen, die über alle nationalstaatlichen Grenzen hinweg immer schon für Frieden gekämpft haben.“
    Aha? Weiße Federn, anyone?

    Die Schwärmerei, dass quasi alles Gute von Feministinnen erfunden wurde und das Versprechen längeren Lebens sind zudem ja die Standardnummern, mit denen man für seine Gruppe wirbt. Da ist dann Goethe „eigentlich“ auch Muslim gewesen und Karl der Große „irgendwie“ Demokrat.

  11. „Feministen haben das Privileg“

    *pöööt* Verloren! Da hat jemand seine Privilegien nicht gecheckt und ist daher böse!

  12. „Männer müssen dank Feministinnen auch die Verantwortung für Krieg und Frieden nicht mehr alleine schultern. Es gibt Verteidigungsministerinnen. Und Soldatinnen an der Front. Gleichzeitig ist die Frauenbewegung die friedlichste soziale Bewegung, die es jemals gegeben hat. Es waren die Feministinnen, die über alle nationalstaatlichen Grenzen hinweg immer schon für Frieden gekämpft haben. Und dieses Anliegen zu unterstützen, ist nicht nur ­ehrenhaft. Sondern auch lebenserhaltend.“

    Das finde ich ja mal sehr interessant. Die „White Feather“-Frauen waren auch Feministinnen, Suffragetten, um genau zu sein. Die haben für ihr Wahlrecht gekämpft, und das als „gleiches Recht“ verkauft. Leider war das Recht alles andere als gleich, Männer mussten für das Wahlrecht die Wehrpflicht in Kauf nehmen. Feministinnen damals haben sicherlich nicht dafür gekämpft, auch an die Front zu dürfen, im Gegenteil, was die „White Feathers“ betrifft, haben sie Männer dazu gedrängt, sich freiwillig an die Front zu melden, indem sie Männern ohne Uniform eine weiße Feder an das Hemd stecken um sie als Feiglinge und Pazifisten zu brandmarken: „A white feather has been a traditional symbol of cowardice, used and recognised especially within the British Army and in countries associated with the British Empire since the 18th century, especially by far-right nationalists and early feminists in order to humiliate men who were not soldiers.“ (Wikipedia)
    Gerade habe ich im Deutschlandfunk von einer Frauenrechtlerin, Feministin und ehemaligen Sozialdemokratin gehört (Name vergessen), welche in Schriften ebenfalls zum Krieg trommelte, natürlich die Männer, nicht die Frauen. Soviel zur ersten Welle. Ab der zweiten Welle hatte sich das sowieso erledigt, als sich die Feministen dem Marxismus annahmen und in der linken Friedensbewegung etabliert waren und Krieg als ein Resultat patriarchaler Männermacht definierten, da hat auch keine Feministin dafür gekämpft, wehrpflichtig sein zu dürfen. Maximal ging es dann später um die *Entscheidungsfreiheit* von Frauen, auch an die Waffe zu *dürfen*, wenn sie es denn wollten, natürlich ohne die gesetzliche Verpflichtung, der Männer unterworfen waren (und immer noch sind, denn die männliche Wehrpflicht ist nicht abgeschafft sondern nur ausgesetzt, verfassungskonform und kann jederzeit mit einfacher Mehrheit wieder eingeführt werden).

    Ansonsten steckt in dem Artikel nicht viel mehr als der übliche Unsinn, dass Anti-Feministen Anti-Gleichberechtigung wären. Der übliche „Entweder du bist mit uns oder du bist Frauenfeind“-Bullshit…


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