Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 3. Juli 2015

Was ist Evolution?


Responses

  1. Ich bin zwar ein wissenschaftlich orientierter Mensch, aber auch gern kritisch. Im Laufe der Zeit bin ich zu dem Schluss gekommen dass in der Wissenschaft gern viel behauptet, aber oft schlecht belegt wird, teilweise sogar grotesk falsch argumentiert wird. Hier meine Kritik an der heutigen Form der Evolutionstheorie:

    Eine zentrale Aussage der Evolutionstheorie ist ja die, dass Evolution durch zufällige Mutation passiert, von denen die nützlichen Mutationen sich durchsetzen.
    Vor einigen Jahren lass ich einen Bericht über einen Forscher, der genau das belegen wollte. Er hatte sich auf Mücken spezialiert, bei denen sich aufgrund der schnellen Fortpflanzung genau das im Labor zeigen sollte. Wie also nützliche Mutationen auftreten und sich durchsetzen. Er hatte wohl ein ganzes Labor mit zigtausenden Mücken, konnte aber trotz langer Beobachtung keine einzige nützliche Mutation feststellen. Was nicht heissen muss dass es keine nützlichen Mutationen gibt, dass sie aber anscheinend zu selten auftreten, um damit das evolutionäre Tempo erklären zu können.

    Es ist also diese Diskrepanz zwischen der geschätzten Häufigkeit von nützlichen Mutationen, und dem tatsächlichen zeitlichen Rahmen, den die Evolution zur Verfügung hatte. Das passt hinten und vorne nicht zusammen, die Zeit reicht einfach nicht.
    Dazu ein Link in dem dargelegt wird dass bei Rückrechnung der geschätzten Mutationsrate das Leben auf der Erde wesentlich älter als 5 Milliarden Jahre sein muss:
    http://www.technologyreview.com/view/513781/moores-law-and-the-origin-of-life/

    Zwar könnte sich die Evolutionstheorie basierend auf zufälligen nützlichen Mutationen hier noch „retten“ indem die von Panspermie ausgeht (dass also das Leben von aussen eingeschelppt wurde), es gibt aber noch ganz andere Probleme mit der Mutationsrate die nicht mit der fossilen Geschichte der Erde zusammenpasst. Man müsste nämlich erwarten dass zufällige nützliche Mutationen immer dann gehäuft auftreten, wenn es besonders viele Wesen und Arten gab. Es scheint aber wohl genau andersherum gewesen zu sein, wie folgender Link ausführt:
    http://www.cs.unc.edu/~plaisted/ce/rates.html

    Der Autor des Links scheint nicht dem Kreationismus zugeneigt zu sein, kommt aber trotzdem zu dem Schluss, dass Evolution per zufälliger Mutation kein tragfähiges Konzept ist, da zu viele Fakten aus der fossilen Geschichte dagegen sprechen.

    Ein weiteres Problem der Evolutionstheorie liegt womöglich im mangelnden „Speicherplatz“ der Gene vor. Vor dem sog. „Human Genome Projekt“ ging man davon aus, dass es ca. 100.000 bis 2 Millionen proteinkodierende Gene im menschlichen Gen-Code geben müsste, um einen Menschen „bauen“ zu können. Tatsächlich waren es aber nur etwa 20.000, soviel wie beim Spulwurm, und deutlich zuwenig für den menschlichen Bauplan. Es wird hierzu die Vermutung geäussert, dass, etwas prosaisch ausgedrückt, die Gene nur eine Art „Klaviatur“ sind, die Melodie (also der Bauplan) aber von woanders kommt.

    Meine Vermutung hierzu ist, dass alle elektromagnetischen Phänomene im Universum als ein einziges „Gesamt-Signal“ betrachtet werden können, und dass aus diesem Gesamt-Signal die eigentlichen Baupläne kommen. Dieses Signal scheint auch die merkwürdigen Vorgänge in der fossilen Geschichte (zweiter Link) der Erde gesteuert zu haben.
    Es soll mich hier auch bitte keiner falsch verstehen, ich habe mit Religionen und Schöpfungsgeschichten nix am Hut, halte die Evolutionstheorie in ihrer jetzigen Form jedoch für massiv unvollständig und lückenhaft, vermutlich kratzt sie nur an der Oberfläche, und alles ist eben doch wesentlich komplexer als wie die Vertreter der zufällg-nützlichen Mutationen das glauben.

    Just my 2 Cent …

    • Hallo omega man,

      hast du mal nach Kritik gesucht zu den Thesen, die du da anbringst?

      Die gibt es nämlich reichlich, zu der Rückrechnung zB hier:
      http://rationallyspeaking.blogspot.de/2013/05/moores-law-and-origin-of-life-study-in.html?m=1

      Eine solche Rückrechnung ist eben nicht so einfach.

      Zu dem Argument, dass die gene von der Anzahl her nicht reichen gibt es auch gute Darstellungen, Dawkins hat das zB besprochen, ich muss es mal suchen.

      Ein wesentlicher Faktor sind interne Verweisungen. Andere Lebewesen, ich meine Bäume haben weitaus mehr gene, weil sie nicht verweisen, sondern wiederholen. Sie sind damit aber nicht intelligenter oder weiter entwickelt

    • „Ich bin zwar ein wissenschaftlich orientierter Mensch, aber auch gern kritisch.“

      Kritisch zu sein ist kein Gegensatz, sondern die Voraussetzung für Wissenschaft.


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