Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 14. Juni 2015

„Sich selbst einen Wert zuweisen“ und „Grenzen setzen“

Wie bereits in anderen Beiträgen angeführt höre ich gerade noch einmal die Interview-Reihe „Interviews mit Dating Gurus“, bei der David DeAngelo diverse Personen, Männer und Frauen, interviewt, die etwas zum Thema „Dating“ beitragen können.

Dabei ging es in einigen Interviews um zwei Punkte, die meiner Meinung nach bei vielen Männern etwas zu kurz kommen, die nicht so erfolgreich im Flirten sind.

1. Sich selbst einen Wert zuweisen

Der erste ist, sich selbst einen Wert beimessen. Das bedeutet, dass man davon ausgeht, dass man selbst einen Wert hat und dieser ausreichen muss, damit die Frau an einem interessiert ist. Das man es also nicht nötig hat, sie mit Drinks oder Geschenken zu kaufen und das man sich selbst auch vorbehält, sich nicht unter seinem eigenen Wert zu verkaufen. Das man es nicht nötig hat, dass man um ihre Gunst bettelt. sondern dann lieber jemanden nimmt, der den eigenen Wert zu schätzen weiß.

Zu viele Männer stellen eine Frau aufs Podest, sie versuchen sie mit außerhalb ihrer Person liegenden Umständen zu überzeugen, dass sie etwas wert sind, was quasi darauf hinausläuft, für die Frau zu zahlen.

So funktioniert unser internes Wertsystem aber nicht. Auch nicht bei Männern. Wenn uns jemand bezahlt, damit wir sein Freund sind, würden einige vielleicht ein paar mal mit ihm weggehen, aber wir würden ihn deswegen nicht als Freund ansehen. Im Gegenteil: Wenn wir das Gefühl hätten, dass er uns kaufen will, dann würde ihn das in unseren Augen abwerten.

Frauen geht es da nichts anders. Sie wollen keinen Partner, der meint, dass er selbst eigentlich keinen hinreichenden Wert für sie hat und Verhalten, dass das zum Ausdruck bringt, ist damit eher abtörend.

Natürlich kann das auch bedeuten, dass man an sich arbeiten muss, damit man einen höheren Wert bekommt und tatsächlich stolz auf sich sein kann, also sowohl an seinem „Inner Game“ als auch an sonstigen Faktoren.

Das bedeutet im Übrigen nicht, dass man einer Frau nichts ausgeben darf, eher ist die Frage, warum man es macht. Wenn man meint, dass man ihr was ausgeben muss, damit sie einen mag, dann ist es die falsche Einstellung. Wenn man es macht, weil man gerne großzügig ist oder weil man sie eben eingeladen hat, so wie man es dann bei einem männlichen Freund auch machen würde oder weil es kein großes Ding ist, eine ganz andere.

Aus den gleichen Gründen kann es auch einfach schlecht wirken, wenn man beständig nachfragt, ob sie einen mag und was sie nun gerade bezüglich einem selbst fühlt und was sonst noch nicht alles an Ausdrücken von Unsicherheit geäußert wird.

Hier kommen Faktoren wie Selbstbewußtsein, Status und preapproved by women herein, all dies sind klassische Zeichen von jemanden, der einen hohen Wert hat.

2. Grenzen setzen

Ein weiterer Punkt, der damit eng zusammen hängt ist, das Setzen von Grenzen. Wer mit sich machen läßt, was auch immer der andere macht, wer den anderen mit sich umspringen lässt, wie der andere will, wer beständig nach der Pfeife des anderen tanzt, der weist sich eben auch keinen hohen Wert zu.

Und daher ist es eine wichtige Lektion, dass man (wieder) lernt Grenzen zu setzen.

Man sollte sich also die interne Frage stellen: Warum sollte ich das machen?

Oder in anderer Situation: Warum sollte ich das Verhalten in dieser Weise hinnehmen?

Wer deutlich macht, dass er Verhalten, welches bestimmte Grenzen überschreitet, nicht hinnimmt, der macht damit auch deutlich, dass er eben nicht meint, einen bestimmten Wert der anderen Person ausgleichen zu müssen.

Dementsprechend weist er sich selbst einen höheren Wert zu und wird auch entsprechend wahrgenommen.

Das alles ist keine Geheimwissenschaft, es sind eigentlich eher Punkte, die jedem klar sein sollten. Gerade im Verhältnis zum anderen Geschlecht scheint es aber vielen Männern schwer zu fallen, Grenzen zu setzen, weil sie die Gunst der Frauen nicht verlieren wollen, weil sie ihre Ruhe haben wollen, weil es einfach ist, einem gewissen Nörgeln statt zu geben oder aus welchen Gründen auch immer.

„Men Going their own way“ MGTOW löst dabei aus meiner Sicht die Frage, wie man Grenzen setzt, sehr radikal, indem man schlicht nur noch seinen Weg geht und damit automatisch eine starke Grenze setzt. Da dies häufig geradezu mit einem Ausschließen von Frauen einhergeht, halte ich das für mich wenig geeignet. Das hatte ich aber auch schon in dem entsprechenden Artikel ausgeführt.

In einem Interview meinte einer der Interviewten, er hätte von einem 19jährigen Mädchen diesen nachfolgenden Spruch gehört, der ihm passend schien:

„A womens job is to try and try to take control of the men, a mens job is to never let that happen“

Dann wurde darüber diskutiert, dass beständiges Testen, ob er die Kontrolle abgibt, eben doppelt günstig sein kann: Zum einen erlangt sie die Kontrolle, zum anderen testet sie seinen Partnerwert, also inwieweit er sich durchsetzen kann. Gelingt es ihr nicht, dann hat sie immerhin einen starken Partner. Dies alles aber nicht als bewußter, sondern eher als unbewußter Vorgang.

Daraus folgt dann quasi auch eine Notwendigkeit, Grenzen zu setzen. Das muss man nicht aggressiv oder in irgendeiner Weise rücksichtslos machen. Es reicht deutlich zu machen, dass man bestimmte Grenzen setzt und dies auch aufrecht zu erhalten.

 


Responses

  1. „“A womens job is to try and try to take control of the men, a mens job is to never let that happen”

    War es Absicht, dass du den Satz direkt hinter den mgtow-Absatz gesetzt hast?

    Denn er erklärt einen der Gründe für mgtow sehr gut: Mit einer Frau zu tun zu haben, ist nicht nur häufig finanziell aufwändig, sondern auch emotional. Permanente, möglicherweise feindliche*, Übernahmeversuche abzuwehren, kostet Kraft.
    (* Sobald sie die Kontrolle hat, findet sie ihn langweilig und verlässt ihn, zähle ich zu „feindlich“)

    Allein das Zusammensein mit einer Frau kostet dann bereits einen für manche hohen Preis. Interessante Umkehrung deines Themas: das Urteil der mgtows ist „Alle Frauen, die ich bisher kennengelernt habe, sind den Preis nicht wert.“

    PU ist das Indiz, dass Männer ihren Wert tendenziell unterschätzen.
    MGTOW ist das Indiz, dass Frauen ihren Wert tendenziell überschätzen.

    Wo sich mgtows irren: Es gibt Einhörner.

    • Die Abgrenzung ist aus meiner Sicht eher, ob man es als eine last oder als ein Spiel sieht.

      • Für Introvertierte eine Last.
        Das ist, denk ich, nichts, was man sich aussuchen kann. Vielleicht etwas, was man per Therapie ändern kann, da müsste David was zu sagen…

      • @Christian
        Als Spiel ansieht…

        Du nun wieder -wenn Mann 15 Jahre mir ner Frau zusammen ist geht sowas nurnoch auf den Sack, kostet Kraft und Nerven.
        Und was bei ner 19jährigen noch als Putzig durchgeht ist mit 35 nurnoch destruktiv, zumal Mann mittlerweile zur bitteren Einsicht gekommen ist das da überhaupt keine Weiterentwickelung stattfindet -egal ob sie 15, 35 oder 50 ist.

        Das mit dem Wert funktioniert aber nur wenn Mann für Frau wirklich einen Wert hat,sprich wenn Frau den Mann als Mann registriert hat.
        Und das widerspricht dem ganzen PU Zauber der kleinen Svenis suggeriert das sie mit strategischem Geseier Attraktivität aus dem Nichts erzeugen könnten.

        • Das schöne ist ja, dass dann wenn man es von Anfang an als Spiel ansieht und entsprechend reagiert und grenzen setzt, der Aufwand weitaus geringer ist

        • Das ist jetzt doch etwas zu negativ. Ich bin recht gut in den zwei erwähnten Disziplinen. Meine Frau war mit 23 ein ‚pain-in-the ass‘. Jetzt ist sie 41 und viel friedlicher und umgänglicher. Natürlich entwickeln sich Frauen auch und du hast da wesentlichen Anteil dran.

        • Irgendwann wird man erwachsen und möchte nicht mehr sinnlos SPIELEN und Aufwand betreiben.
          Männer und Frauen ticken nunmal anders –
          trotzdem muss man nicht jeden Scheiß mit Gewalt schönreden.

        • Roland,dann haste Glück und ein ruhiges Exemplar. Was mich nervt ist dieses Augenhöhe Gequatsche aber letztlich trägt Mann die Verantwortung daß Frau nicht freidreht.

        • Meine Frau ist absolut kein ruhiges Exemplar. Gerade weil sie so flatterhaft hat, hat sie sich bewusst für einen Mann entschieden, der 12 Jahre älter ist. Mit der Verantwortung hast du meiner Meinung nach recht. Wie sage David deAngelo: „Eine Frau will einen Mann der sich und sie im Griff hat“.

  2. „““A womens job is to try and try to take control of the men, a mens job is to never let that happen”“

    Ist andersherum aber irgendwie genauso. Im Grunde geht es in den meisten Beziehungen (hab ich das Gefühl) primär darum, das „Oberwasser“ zu haben, wichtiger für den anderen und weniger abhängig als umgekehrt zu sein.

    • Nein, es ist hier wiedermal garnix GANZ GENAUSO.
      Wenn Mann nach Hause kommt will man nichts mehr als seine Ruhe -kein Theater oder sinnlose Machtspielchen ala „Wir MÜSSEN reden!!!“ (gruselig, zum weglaufen).
      Mann will Ruhe, essen, ins Feuer starren, vielleicht noch Sex wenn die Sternlein günstig stehen.
      Wozu sollten er denn diesen ständigen Kleinkrieg provozieren -um zu testen ob sie „noch eine STARKE Partnerin“ ist und ihm nicht sklavisch einen bläst?
      Oh bitte lieber Gott bloß das nicht

      • Dann eben nicht „genauso“, aber ein Äquivalent.

        • wobei, nicht nur. Viele Männer testen durchaus und durchaus öfter, wieviel sich sich herausnehmen können.

        • Vielleicht am Anfang der Beziehung, irgenwann weiß man was drinn ist und was nicht- wärend Frau diese emotionalen Heiß /Kalt Duschen durchweg brauchen.
          Sonst „lebt“ die Beziehung ja nicht, dann herrscht Stillstand -ein Frauenhorror -fast so schlimm wie ne Wohnung die nicht ständig umgeräumt/umdekorierter wird.

      • Nein, denn die Frauen haben schuld an Streit und Machtspielchen. Alle Frauen. Einself.

  3. „Das man es also nicht nötig hat, sie mit Drinks oder Geschenken zu kaufen “ das hat nichts mit kaufen zu tun. Das sind gesellschaftliche Konventionen. Wenn ich mit einer Frau was mache bezahle ich für sie mit. Das ist auch bei Geschenken so, mit denen werbe ich um die Frau. Das hat nichts mit kaufen zu tun. Meine Erfahrung ist auch, wenn man sowas nicht macht ist man schnell abgemeldet bzw. bekommt garnicht erst Interesse / Aufmerksamkeit. Ähnliches gilt beim Setzten von Grenzen. Wenn ein Kerl, den Frau total toll findet Grenzen setzt, geht das, wenn ich das mache, naja….
    Das zeigt auch meine Erfahrung. Wenn ich mal nichts ausgebe, keine Einladungen mache und nichts schenke, komme ich entweder nicht ins Gespräch bzw. der Kontakt bricht schnell ab. Bei den Grenzen ist es fast das selbe.
    Für die meisten Männer gilt da wohl eher, man macht da alles mit und macht es gerne für die Frau oder man verzichtet.

    • „Das man es also nicht nötig hat, sie mit Drinks oder Geschenken zu kaufen ” das hat nichts mit kaufen zu tun. Das sind gesellschaftliche Konventionen.“

      Wieso machst Du da einen Unterschied? Wieso sollte es denn keine gesellschaftliche Konventon zu sein, Frauen zu kaufen? Nur weil wir es nicht so nennen?

      • @Adrian nenn es von mir aus sogar so. Wenn du aber eine Partnerin oder Sex willst, musst du diesen Sachen leider entsprechen( ich weiß du willst nicht) die Ausnahme ist, du bist so toll, dass sie dich trotzdem nimmt. Das ist dann wie eine Frau, die so geil aussieht, dass ein Kerl sie nimmt, obwohl sie total nervig ist. So gut sind aber nur eenige Männer Da hilft auch Pickup nicht. Wenn man sich da als Mann sperren will, muss man sich wohl vom Partnermarkt verabschieden.

    • Du solltest das aber nur mit Frauen machen, mit denen du schon zumindest halbwegs in einer Bezieung bist, jedenfalls in einer intensiven Datingphase, wenn überhaupt. In der heutigen Zeit ist das nicht mehr so krass. Eine Frau die du kaum kennst und dich noch absolut gar nichts „geliefert“ hat ständig über Tage und Wochen zu beschenken, ist nicht so der Bringer.

      „Wenn ein Kerl, den Frau total toll findet Grenzen setzt, geht das, wenn ich das mache, naja…“

      Sie wird dich aber nicht toller finden, nur weil du keinerlei Grenzen setzt.

      „Wenn ich mal nichts ausgebe, keine Einladungen mache und nichts schenke, komme ich entweder nicht ins Gespräch bzw. der Kontakt bricht schnell ab.“

      Aber die Erfahrung zeigt dir doch auch, dass Geldausgeben ebenfalls nichts bringt. Was nützt es dir denn, wenn die Frau gnädigerweise den Kontakt etwas länger hält, weil sie es toll findet, einen Zahlesel zu haben, ohne viel dafür tun zu müssen, aber da am Ende auch nichts heraus kommt? Ich würde dir wirklich raten, das mit dem Geldrauswerfen zurück zu schrauben und wenn es nur für eine zu machen, die dir zeigt, dass sie dich wirklich mag, NACHDEM sie gezeigt hat, dass ihr wirklich etwas an dir liegt.

      • first love hat mir damals eine Woche nach der ersten gemeinsamen Nacht erstmals Geschenke gemacht, bissken übertrieben hat er dabei sogar, aber es kam total authentisch rüber, weil es aufeinander aufbaute.

        Also das Date war: er kocht, ich bring die Filme mit, und zunächst fiel mir der neue, größere Fernseher und die Satinbettwäsche auf. Dann bekannte er kleinlaut, dass er auch „ein paar“ (wohl eher ein Dutzend) Filme ausgeliehen habe und schenkte mir ein schwarzes Nici-Schaf, dem er einen Ohrring hatte schießen lassen 🙂

        Ein paar Stunden später unterbrach er die Zweisamkeit, um mir eingepackte Hologrammbilder zu überreichen, und bevor ich mich am nächsten Tag verabschieden musste, gab er mir noch seinen Zweit-Haustürschlüssel.

        So macht mann verliebte Mädchen glücklich 🙂

        • Und was hast Du gemacht?

        • Damals in der Situation?
          Mich anständig gefreut und bedankt natürlich 😉

          Ich finde aber, man kann auch dankbar sein, wenn man eine spezielle Geschenk-Idee sowie das Verlangen hat, jemanden damit zu beglücken. Dann geht’s einem nämlich gerade saugut, würd ich meinen.

        • Dachte gerade noch klarstellen zu müssen: bis zur Erst-Penetration dauerte es dann noch ein kleinwenig.
          Mit dem Blasen noch länger (kein Scheiß: ich glaub noch drei Monate oder so).
          Er war sehr geduldig mit mir…

    • Außerdem, Geschenke in der Preisklasse von der wir vermutlich reden (ich nehme mal an, du schenkst ihr keine 500 Euro Louboutins), das kann doch theoretisch so ziemlich jeder Mann. Das ist doch überhaupt nichts besonderes. Wieso sollte eine Frau sich deshalb für dich entscheiden? Offenbar ist das ja das einzige worauf du setzt. Aber Caipirihas ausgeben kann doch jeder. Wo soll das „Werben“ sein?

      Nicht dass du mich falsch verstehst, ich finde, dass es eine ganz miese Nummer ist, sich alles ausgeben zu lassen und beschenken zu lassen obwohl einen der Mann gar nicht interessiert.

      • Was ich schenke, wenn ich es mache, ist wohl eher im Bereich unter 100€. Ich mach das mittlerweile eh nurnoch bei Frauen, die mir soviel wert sind. Ansonsten versuch ich es bei einer Frau nichtmehr. Bzw versuch ich persönlich mittlerweile eh immer mehr ohne Sexualität zu leben. Meine Aussage war aber nicht nur auf mich bezogen. Ich habe ja auch Freunde, Bekannte, Leute im Sportverein….. da sehe ich das ja auch. Die sind allerdings meistens erfolgreicher, das gebe ich zu.

      • Das ist doch überhaupt nichts besonderes.

        Ich glaube er benennt damit nur den kleinsten gemeinsamen Nenner; das ist wie, dass man bei einem Bewerbungsgespräch nicht zu spät kommt; eine soziale Konvention, die einem zwar keine Vorteile bringt (du wirst eine Stelle nicht darum kriegen, weil du nicht zu spät gekommen bist), aber gleichzeitig den kleinsten gemeinsamen Nenner darstellt, dass du dich nicht sofort dequalifizierst.

        Konservative Frauen (und z.B. auch meine feministische Freundin) bestehen nämlich indirekt sehr wohl immer noch darauf, dass der Mann zumindest anbietet zu zahlen. Ohne Vorwissen bist du als Mann also vermutlich so sicherer; wenn Mann das Spiel denn auch tatsächlich mitspielen will. Ich würde mittlerweile definitiv diejenigen aussieben (und damit wohl schlechte Karten haben), die das verlangen, aber viele Männer werden dann gar keine Chancen mehr haben.

        • jaja, dis… und Wiederholungen und so.

          Wieso ist eine Korrekturfunktion denn so schwer?

        • Ok, es ist aber auch noch wieder was anderes wenn z.B Mann Frau anspricht und ein Date verabredet und dann sagt „Lass uns doch in Restaurant x gehen“. Wenn er dann bezahlt, ist das schon noch „normaler“, als wenn er einfach ständig zahlt und Sachen verschenkt einfach so oder wie in Truth‘ Fall Arbeiten erledigt, als kostenloser Fahrdienst fungiert usw.
          Wenn ich einen Mann in ein Restaurant einlade, dann bezahle ich für beide (es sei denn, er besteht zwingend darauf für sich selber zu zahlen), weil ich ja schließlich die ganze Sache in die Wege geleitet habe. Das hat auch für mich nichts mit Emanzipation oder Nicht-Emanzipation zu tun.

          “ Ich würde mittlerweile definitiv diejenigen aussieben (und damit wohl schlechte Karten haben), die das verlangen, aber viele Männer werden dann gar keine Chancen mehr haben.“

          Aber er hat ja trotzdem keine Chancen, wie es aussieht. So wie er es beschreibt, fällt er geradezu immer auf Frauen herein, die es genau darauf anlegen. Sehr schade.

        • @toxicvanguard das mit dem Bewerbungsgespräch ist ein toller Vergleich. Da kann ich auch erklären, wie das ist. Wenn ich z.B. ein Date habe, übernehme ich die Rechnung oder ich zahle die Getränke wenn ich eine Frau in einer Kneipe/Club anspreche. Umgekehrt hat noch nie eine Frau für mich gezahlt-Konventionen eben. So ist es beim Bewerbungsgespräch. Bei Versicherungskaufleuten trägt man da Amzug und Krawatte. Das wusste ich bei meinen ersten beiden Gesprächen aber nicht. Der Kerl im zweiten Bewerbungsgespräch hat mir das gesagt und gemeint, dass sowas normalerweise ein Ausschlusskriterium ist, dass er es mir aber nur als Hinweis für das Assesment Center gibt. Ich war da offenbar so gut, dass er mir das duechgehen ließ. So ist es auch, wenn ein Mann sehr gut aussieht oder sonstwie total der Frauenmagnet ist. Wenn der einfach in nem Club eine Frau anquatscht, nimmt man ihm das Fehlverhalten nicht übel. Selbes gilt auch wenn er bei einer Unternehmung nicht die Kosten trägt. Der Kerl ist einfach so toll, dass das eben überwiegt. Wenn ich eben kein Mann bin der sich so viel rausnehmen kann und mir das Ganze zu teuer ist, dann muss ich eben auf Frauen verzichten.

  4. Mich würden Beispiele interessieren, in denen ihr Grenzen gesetzt habt und eure Erfahrungen damit. Oder auch solche, bei denen ihr oder andere gerade keine Grenzen gesetzt habt.

  5. Um es noch mal von der anderen Seite zu beleuchten: Das Thema ist auch für Frauen relevant ist, diese lernen aber weitaus eher früh Grenzen zu setzen, weil sie beim Flirten eben langsamer sind und damit Grenzen setzen müssen.

    Frauen haben insoweit auch häufig eine weitaus höhere „Outcome Indifference“, weil sie sich schwerer verlieben/länger dafür brauchen, Vertrauen aufzubauen/eher aussortieren als das Problem haben, dass sich keiner auf sie reagiert.

  6. Miria schreibt hier etwas sehr passendes:
    https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2015/06/05/mannerbilder-klischees-und-widerspruche/#comment-13973

    „Mein Exfreund hat für mich in dem Moment an Reiz verloren als er ziemlich verzweifelt vor mir stand und jammerte, er wüsste gar nicht mehr, was ich eigentlich will! Meine Antwort war, er solle lieber mal überlegen, was er will, ich will jemand, der eine eigene Meinung hat!“

    Das geht denke ich vielen Frauen so und viele Männer verstehen genau das nicht. Ein Mann, der keine Grenzen setzt, der sich nur nach der Frau richtet, der ihr jeden Wunsch von den Augen abliest aber sich selbst und seinen Wünschen keinen Wert zuweist, der wird eben schnell unattraktiv.

    Was auch gerne zu einer entsprechenden Spirale führt: Der Mann merkt, dass sich die Frau weniger für ihn interessiert und versucht daher noch mehr für sie zu machen und sich immer mehr an ihren Wünschen auszurichten, was genau die gegenteilige Wirkung hat und ihn immer uninteressanter macht.

    Geht Männern teilweise bei Frauen ja nicht anders.

    • Ja was macht man da? „Schatz ich find das eigentliche alles derart uninteressant und/oder belanglos, dass ich nicht mal eine Meinung dazu habe und ich hab auch kein Lust mir eine zu bilden. Ich mach das nur deinetwillen, also entscheide Du, damit ich meine Ruhe habe. Wenn ich entscheiden soll dann lassen wir´s oder nehmen/machen das nächstbeste.“

    • Hä? Und wieso ist sie nicht bereit, sich eine Meinung zu bilden und einen eigenen Willen?
      Wenn eine Person zu allem nein sagt oder weiß ich nicht ohne eine Alternative zu liefern, kann das irgendwann jeden überfordern. Vor Allem wenn man keine Lust hat, immer den Alleinunterhalter zu spielen.
      Für mich hätte als Exfreund Miria spätestens in dem Moment jeglichen Reiz verloren. Voll das Schreckschraubenverhalten.

      • @atacama

        So wie ich das sehe geht es um seine Einstellung an sich. Er richtet sich komplett nach ihr aus, sie empfindet das durchaus zu recht als anstrengend. Sie will eben das, was viele Frauen wollen: Einen selbstbewußten Mann, der seinen eigenen Willen hat und den mit ihr abstimmt und nicht einfach nur wie ihr Diener auftritt, der versucht, den Willen der Herrin zu erraten.

        • Und woran siehst du das? In dem Text den ich gelesen habe steht nur:
          „“Mein Exfreund hat für mich in dem Moment an Reiz verloren als er ziemlich verzweifelt vor mir stand und jammerte, er wüsste gar nicht mehr, was ich eigentlich will! Meine Antwort war, er solle lieber mal überlegen, was er will, ich will jemand, der eine eigene Meinung hat!”“

        • @Atacama

          Davor steht:

          „Nicht immer lieb und nett zu sein bedeutet doch nur, auch eine eigene Meinung zu haben, eigenen Willen und Stärke zu zeigen“

          Es geht also aus meiner Sicht darum, dass er nicht versteht, dass ihr wichtig ist, dass er einen eigenen Willen und entsprechende Stärke zeigt, weil sie das als positive Eigenschaft darstellt. Aus dem Kontext ergibt sich aus meiner Sicht recht deutlich, dass es in dem von mir gelesenen Sinne gemeint ist. Aber vielleicht schreibt Miria ja noch selbst etwas dazu

        • @Atacama

          Davor steht:

          „Nicht immer lieb und nett zu sein bedeutet doch nur, auch eine eigene Meinung zu haben, eigenen Willen und Stärke zu zeigen“

          Es geht also aus meiner Sicht darum, dass er nicht versteht, dass ihr wichtig ist, dass er einen eigenen Willen und entsprechende Stärke zeigt, weil sie das als positive Eigenschaft darstellt. Aus dem Kontext ergibt sich aus meiner Sicht recht deutlich, dass es in dem von mir gelesenen Sinne gemeint ist. Aber vielleicht schreibt Miria ja noch selbst etwas dazu


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