Gründe für die Marginalisierung von Vätern

Adrian fasst kurz zwei Gründe für die „Marginalisierung von Vätern“ und damit auch für Entscheidungen im Sorgerecht zusammen:

Die Marginalisierung von Vätern hat im Wesentlichen zwei Gründe

a) die Mutter gebirt das Kind und ist für das Kind der wesentliche Bezugspunkt, gerade in den ersten, prägenden Jahren
b) Väter sind die Haupternährer, koppeln sich also unabsichtlich und zwangsläufig vom Bezugspunkt Kind ab

Das hat gesellschaftliche Folgen. “Das Kind gehört zur Mutter” ist keine Ansicht, die es erst seit dem “Staatsfeminismus” gibt.

Da hat er recht, es ist sogar eine klassisch konservative Ansicht.

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12 Gedanken zu “Gründe für die Marginalisierung von Vätern

  1. Ja – natürlich nicht.
    Feminismus ist nunmal stockkonservativ.
    Es wird nur ein bisschen pseudomodern verbrämt, damit es nicht so auffällt.

    Feminismus ist eine gesellschaftliche Kraft, die das aufbrechen solcher Vorstellungen verhindert.

    Denn Feminismus unterstützt ja offenkundig in jeder Hinsicht dieses „Das Kind gehört zur Mutter“ in der Gesetzgebung und Rechtsprechung, auch wenn er sonst nix zur Verbesserung der Mutterrolle oder gar der Väterrolle tut.
    Oder ganz allgemein findet, dass „Familie“ ja sowas von gestern sei.

    • Ich kann maddes8cht nur zustimmen. Die Klappe immer ganz weit aufreissen, wenn es um gefühlte Benachteiligung von Frauen geht und immer schön die andere Seite der Medaille ignorieren. Laut Geschlechtergerechtigkeit plärren, aber wehe es ist nicht zugunsten von Frauen. Wir hatten doch noch letztens das Quotengesetz schnell geändert, bevor –Gott bewahre!– auch Männer hätten gefördert müssen.

      Das Aufbrechen von Geschlechterklischees beschränkt sich dementsprechend auf männlicher Seite auch auf das Abfeiern von lackierten Fußnägeln und Röcken für Jungs.

      Der Feminismus ist genauso wenig „schuld“ an der Väterrolle wie am Frauenwahlrecht. Aber er schreit Gleichberechtigung und hält gleichzeitig krampfhaft an der Frauenbevorzugung fest. Schauen wir doch mal nach Österreich, wo meines Wissens noch eine Wehrpflicht existiert und Frauen 5 Jahre früher in Rente gehen. Aber solange das böse Patriarchat alle Frauen unterdrückt, ist das alles gerechtfertigt aus feministischer Sicht.

      Auch an anderer Stelle feiert der Feminismus fröhlich konservative Werte, zB bei der Prostitution. Oder ganz allgemein bei der Sicht auf Frauen als das besondere und besonders zu schützende Geschlecht.

      Ganz besonders bei Väterrechten ist diese Verlogenheit prima zu sehen. Hier sind ganz klar auch „strukturelle“ massive Benachteiligungen von Männern zu sehen. Auch fordern Feministinnen das Ausbrechen aus der Mutter/Hausfrauenrolle. Aber dem Vater Rechte zugestehen? Da sei Gaia vor.

      http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonn-zentrum/Vater-Das-Jugendamt-hat-mir-nie-eine-Chance-gegeben-article1644656.html

  2. Was waren nochmal Themen in der Feminismus-Woche:
    Patriarchat – vom Feminismus als Feindbild aufgepeppt, aber letztlich altes Konzept
    Rape Culture – kommt im Kern vieler rassistischer Ideologien vor: Die Juden, die Neger, überhaupt „die anderen“ wollen die Frauen vergewaltigen
    Die Frau als „das andere“ – aber klar, schon immer so gewesen
    Privilegientheorie, hegemoniale Männlichkeit etc.: Als Konzepte, wie Männlichkeit gesehen wird, uralt, nur eben jetzt als Feindbild. Dass die meisten Männer überhaupt nicht „hegemonial“ sind, spielt gar keine Rolle.

  3. Ein (sehr) kleines Kind kann ohne Vater überleben, ohne Mutter nicht (So war es zumindest während des größten Teils der Geschichte). Und das wird dann einfach weiter tradiert…

    • Das ist nicht korrekt El Mocho. Früher sind ja auch viele Frauen bei der Geburt gestorben und die Kinder haben auch überlebt. Ein sehr kleines Kind konnte nicht ohne Frau überleben. Welche das ist spielt aber keine Rolle. Sie musste nur säugen können.

  4. Beware the ’stray-at-home‘ dad

    „Although Paul broke their marriage contract, as he was also the main caregiver and she was seen as the breadwinner who was rarely at home, she lost everything.

    „He took the house, half my pension, half my salary – and, what’s worse, the children,“ she says.

    She now lives in a two-bedroom rental property in the „wrong“ side of her town while Paul has the former family home for her three children – plus his girlfriend and her brood.

    „I live no more than 10 minutes away, but emotionally, we’re a million miles apart,“ says Janet. „My eldest is 12 and she barely comes to see me any more. I don’t feel like a proper mum.“

    http://m.nzherald.co.nz/lifestyle/news/article.cfm?c_id=6&objectid=11459277

    OMG! OMG! OMG! Wie unfair! Frauen haben es soooo schwer!

    • Warum sollte einem die Frau nicht Leid tun? Sie erlebt dasselbe schreckliche Schicksal wie Millionen Scheidungsväter. Naja, außer dass Väter wahrscheinlich nicht zu Umgangssabotage und PAS-Verhalten neigen, da hat sie wahrscheinlich noch Glück gehabt.

      Aber auch wenn diese Fälle sehr selten sind und die Gerichte auch bei umgekehrter Rollenverteilung nur selten zugunsten des Vaters entscheiden, kann man der Frau kaum vorwerfen, dass sie das Paradoxon nicht erkennt. Das wäre Aufgabe des Journalisten gewesen.

  5. Das hat gesellschaftliche Folgen. “Das Kind gehört zur Mutter” ist keine Ansicht, die es erst seit dem “Staatsfeminismus” gibt.

    Ist ja keine Ansicht des Staatsfeminismus.

    Der Staatsfeminsimus sagt eher: „Das Kind gehört so früh wie möglich in eine Krippe/Krabbelstube/KiTa“.

    Damit die Mutter sich ehestbaldigst wieder im Beruf selbst verwiiirklichen kann.

  6. Das Thema betrifft zwar die Sorgerechts-Entscheidungen.

    Meiner Erfahrung nach, ist es bereits Gift für die Paar-Beziehung, wenn der Vater „die bessere Mama“ ist; d.h, wenn der Vater der souveränere Teil in der Kinderbetreuung ist. Weil dann die Kindsmutter so richtig den Stress bekommt mit ihrer „Legitimation als Frau“. Ich hab’s in zwei Ehen jeweils erlebt und letztendlich beide Ehen damit in den Sand gesetzt. Und beide Ex’s haben mit der Scheidung alles dran gesetzt, den Kindskontakt nachhaltig zu sabotieren.

  7. Ist mir klar. Aber: könnte es sein, dass der Staatsfeminismus ein paar widersprüchliche Botschaften sendet?

    Welche Agenda hat der olle Staatsfeminismus denn nu?

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