„Gib dein Geld an Frauen“ #GiveYourMOneyToWomen

Gerade geht ein selten dämlicher Hashtag bei Twitter um, in dem es darum geht, Frauen Geld zu geben (ja, tatsächlich so direkt). Dazu gibt es einen Tumblr, der ein „Missionstatement“ enthalt:

#GiveYourMoney is a global movement. We are unifying women to a cause that slices to the heart of women’s issues: access to capital and resources. This is a global movement to be compensated for our years and lifetimes of unpaid emotional, physical, sexual, and intellectual labor. You treat us like resources and then get mad when we realize how to turn that back on you. Monetizing the male gaze.

Auf Twitter wurde auch bereits angemerkt, dass es eine interessanter Punkt ist, dass hier Frauen für ihre „sexuelle Arbeit“ bezahlt werden wollen.
Auch ansonsten ist es mal wieder eine Verkennung des Umstandes, dass im Verhältnis zur Familie Männer bereits mit der finanziellen Versorgung eine „unbezahlte Leistung“ erbringen, ganz zu schweigen von den Arbeiten, die Männer üblicherweise im Haushalt übernehmen. Und häufig genug ist es auch der Mann, der emotionale Arbeit an seiner Partnerin leistet, indem er versucht, ihre Stimmungen auszugleichen. Und natürlich werden auch die weiteren Ausgleichszahlungen innerhalb einer Ehe, wie etwa die Teilhabe am Vermögen etc ausgeblendet.

Im Ganzen ist der Ansatz eine ziemliche Katastrophe.

Ein schöner Tweet dazu:

Die gleiche Twitterin in einem Artikel zu dem Thema:

Never before have I felt more cheap, more interchangeable, more needy than when other women decided I, and others like me, deserved unearned money just for existing-while-female. That I deserved unearned money based on nothing more than birth happenstance. I shouldn’t do for myself – I should have someone do for me! By someone, of course, that means a man. Because other women are equally as incapable of doing for themselves as I so clearly am. Why have I been working all this time? I could have just heeded this woman’s advice and posted my PayPal. You silly men-folk are nothing more than walking dollar bills. Bottomless wallet pits.

Im deutschen Feminismus scheint man den Hashtag ignoriert zu haben. Oder hat da jemand eine Reaktion dazu gesehen?

 

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71 Gedanken zu “„Gib dein Geld an Frauen“ #GiveYourMOneyToWomen

  1. Also ich weiss nicht. Sicher das das ernstgemeinten ist? Die die das gestartet hatte sieht mir nicht aus wie eine typische radfem. Das schreit soch geradezu nach hoax. Ich kann dem ganzen nicht glauben.

    (Vielleicht kommt das auch daher, dass selbst für netzfeministinnen der Niveaulimbo unterschritten ist)

      • „Das ist doch eins der Probleme, man merkt nicht mehr ob es Satire oder ernst gemeint ist.“

        Treffer und versenkt, @ St. Elmo
        Es ekelt so an, weil es ein anbetteln – der weißen Ritter in Führungspositionen – ist.

        Katharina Rutschky „Die Frauenbewegung war und ist in ihren Resten als ‚Politik für Frauen‘ (vulgo Staatsfeminismus) eine Angelegenheit der akademisch qualifizierten Mittelklasse. Ihr Problembewusstsein reichte nur zur Etablierung einer Beschwerdekultur, mit den Männern als Adressaten und Papa Staat als Medizinmann. […] Schon die Studentinnen von 1968 waren nicht benachteiligt, sondern von einer Freiheit gefordert, für die es in der Geschichte kein Beispiel gibt. Statt hier anzusetzen, hat man das überholte Modell der ewig nörgelnden Ehefrau auf Politikformat gepustet.“ –

        http://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Rutschky

    • Also wenn ich bei dem Twitter-Account der Initiatorin so rumscrolle, retweetet sie nur was diesen Hashtag unterstützt und nebenbei sind noch so Sachen dabei, in den vorgeschlagen wird das alle weißen Männer mal schön die Klappe halten sollen und weiße Männer sowiese ein Problem sind.

      Mir egal ob ernstgemeint oder Satire… es ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam.

      Offtopic: Hab bei ihr auch wieder was gelernt:

      „Penetration, no matter how slight, of the vagina or anus with any body part or object“ <- this includes digital penetration."

  2. https://twitter.com/Nero/status/605327619203166208

    There’s No ‘Gender Pay Gap’, But Here Are 11 Reasons Why There Should Be:

    1. Women like it
    2. Men pay more throughout relationships
    3. Actually, men pay more for everything

    – Gegenansicht: http://www.buzzfeed.com/maitlandquitmeyer/lady-products-that-cost-more-than-their-male-counterparts?bftw&utm_term=4ldqpg3#.aqPe8eoxL

    4. Men need to save for ‘divorce rape’
    5. It’s insurance against unfair criminal sentences
    6. Women refuse to do the nasty jobs
    7. Men stick with their jobs and earn more for their companies
    8. Men are constantly discovering new and imaginative ways to die at work
    9. … and at home
    10. Men need the help, frankly
    11. Paying women less would incentivise them to stay home, protecting the nuclear family and reducing single motherhood

    • Lustig, dass du den Quatsch mit der Gender Tax hier anbringst, als sei das hier noch nicht zerpflückt worden. Der angebliche Gender Tax ist, wenn überhaupt irgendwas, der Beweis, dass Frauen zu viel Geld haben und nicht gezwungen sind, auf den Pfennig zu achten.

      https://allesevolution.wordpress.com/2015/05/21/warum-halten-sich-teuerere-frauenprodukte-am-markt/

      Es ist also Punkt 12 auf Milos Liste: Frauen haben eh schon zu viel Geld. Sonst würden sie sich nicht überteuerten Scheiß kaufen (können).

      • >>“dass Frauen zu viel Geld haben und nicht gezwungen sind, auf den Pfennig zu achten.“

        Richtig. Deswegen kostet Kaviar im fünften Stock des KaDeWe in Berlin auch ein Vermögen, während das gleiche Produkt in einem Feinkostladen oder Supermarkt deutlich günstiger ist.

        Eine höhere Preisbereitschaft des Kunden wird eben durch den Handel abgegriffen. Diese Unkenntnis von Marktprozessen bei Feministinnen ist aber symptomatisch. Man braucht diese, denn sonst funktionieren die ganzen kruden Theorien im Wirtschaftsbereich nicht, siehe PayGap dergleichen.

        Nur Feministinnen glauben daran, dass Unternehmen Preise festsetzen um Frauen zu diskriminieren, anstatt Umsatzpotenziale maximal auszuschöpfen und Marken- und Produktprofilation optimal zu gestalten. Übrigens, die Unternehmen der FMCG (Procter/Gamble, Unilever, Henkel ect.) haben herausragende Frauenanteile in der Belegschaft (NA LOGISCH!). Wenn dann muss muss die Feministin feststellen: Frauen und Männer diskriminieren mit überteuerten Produkten Frauen.

        Aber als jemand der Einblick in die umfassende MaFo und Preissteuerung hat, kann ich darüber nur lachen. Alles Unsinn!

        Soooo dummm….so feministisch….

  3. Der Vollständigkeit halber, es gibt zwei Hashtags, der andere lautet https://twitter.com/search?q=GiveWomenYourMoney

    Selbst wenn man die beiden zusammenzählt, ist der meiner Beobachtung nach nicht besonders erfolgreich. Ich finde es auch nachrangig ob das Satire ist oder nicht. Denn gute Satire zeichnet sich ja dadurch aus, daß sie möglichst nah an der Wahrheit ist. Und so gibt es doch einige IrrInnen, die darauf aufspringen.

    Der Grundgedanken, daß „Aktivist_Innen“ schwere unbezahlte Arbeit verrichten und daher Unterstützung brauchen, ist ja auch im deutschsprachigen Raum nichts neues. Daher finde ich es folgerichtig und sehr sprechend wenn die deutschen RadFems diesen Hashtag so dröhnend laut verschweigen. In Deutschland spricht man nicht so gerne über Geld, das scheint in den USA akzeptierter. Aber der Grundgedanke (Stichwort: Sorgearbeit, Reproduktionsarbeit) ist auch hier vorhanden, eine Distanzierung findet wie so oft nicht statt.

        • Aktuell bekommen Frauen doch einen deutlich größeren Anteil der Sozialleistungen.

          Durch das BGE bekämen sie nur noch 50%. Vom BGE profitierten also vor allem Männer, Frauen würden verlieren.

          Okay, es würden nicht alle anderen Sozialleistungen eingestellt, da können Frauen weiterhin mehr kriegen. Aber die Tendenz dürfte es dennoch haben.

        • „Vom BGE profitierten also vor allem Männer, Frauen würden verlieren.“

          Zerbrich Dir Dein hübsches Köpfchen mal nicht über Sachen, von denen Du keine Ahnung hast.

        • Frauen kriegen wie bereits erwähnt durch beinahe alle vom Staat initiierten Sozialleistungen (Krankenkasse, Renten, soziale Sicherung etc.) viel mehr Geld von Männern; der Hashtag #GiveYourMoneyToWomen ist grob gesagt bereits unnötig, da es dafür in erster Linie bereits den Staat gibt. Die Frage ist wohl nur noch die Höhe des Obolus.

  4. Grad kommt die Meldung das das „Viagra für Frauen“ vor der Zulassung steht.
    Die Lustpille!
    Auch hier wieder Faktenverdrehung, Viagra macht nämlich Null Lust sondern ermöglicht nur die Umsetzung vorhandener.
    Frauen muss also erstmal Lust auf Sex gemacht werden -das das kein Umsatzwunder wie Viagra wird ist abzusehen.
    Wozu auch -die eigene Währung künstlich entwerten?

    • Wenn eine Frau eine solche Pille genommen hat, und es zu einvernehmlichen Sex kommt, ist es dann nicht eigentlich Rape, weil sie es vorher ja Sex eben nicht wollte?

      • mit Sicherheit kann es das sein, da eine Zustimmung ja eingeflösst wurde, vgl. Alkohol.
        Ist bestimmt der Hersteller haftbar, Schadensersatz, etc, Sammelklage sind doch absehbar.
        Als Produktmanager müsste man dieses Produkt ablehnen, es könnte die Firma ruinieren.

        • Das Ding wird sowieso wie Blei im Regal liegen, das werden die wohl wie diese Gratispackung Taschenbücher in die Apothekentüte stopfen müssen …
          Was stellen die sich denn vor, das Frauen dann nen Männermäsigen Sexdrive bekommen und die gemischten Darkrooms wie Pilze aus den Boden schießen?
          Genauso Absurd wie ne Pille für technisch/geschichtliches Intresse -damit endlich mal ne Frau beim ZeitschriftenRegal für Flugzeuge, Militär,Autos steht?

      • @ Tear

        Du musst die Frau also zwei Fragen fragen: Eins, hast du die olle Pille genommen und zwei, hast du die neue Pille auch wirklich nicht geschluckt … Und, hoffentlich später nicht enttäuscht, ihr vertrauen … 🙂

    • Viagra ist doch auch für Frauen. damit die Maschine die es ihnen besorgt wieder funktioniert. Also ist Viagra für Männer und Frauen gleichermaßen. Wobei natürlich in gewisser Weise die Lustpille auch für Männer ist. Eine passive lustlose Frau zu besteigen ist ja auch nicht so toll.

  5. Ich wiederhole gerne meinen Post vom letzten Mittwoch:

    „Unsere Welt ist arbeitsteilig. Jeder macht das, was er am besten kann. Was können Männer am besten? Geld verdienen. Und Frauen? Geld ausgeben. Deshalb (via Genderama):
    http://www.everyjoe.com/2015/05/31/news/reality-of-give-your-money-to-women/#1
    Auf dass mehr “makeup, shoes, and fuzzy blankets” gekauft werden können.“

    Das ist der neue Realismus der Feministinnen. Sie haben erkannt, dass sie nicht so gut sind wie Männer und Geld intravenös brauchen.

    • „Das ist der neue Realismus der Feministinnen.“

      ist uralt, immer wieder neu verpackt.

      siehe auch hier: Antje Schrupp, Mehr Frauen heißt weniger Frauen
      https://www.freitag.de/autoren/antjeschrupp/mehr-frauen-heisst-weniger-frauen

      „Wenn erst einmal eine Frau im Management einer Firma ist, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit um ungefähr 50 Prozent, dass dort noch eine andere Frau in eine ähnliche Position kommt. Das hat gerade eine Studie in den USA herausgefunden.“

      Ja, irgendeine Studie, ohne dass sie genannt werden müsste…

      „Vielleicht ist die Ursache, dass Frauen noch immer nicht als andere gedacht werden, sondern als Ausnahme zur Norm.“

      Na logisch, der „Gleichstellung“ kann nie genug sein, schliesslich geht es um Besserstellung der eigenen ideologischen Kader.

      „Die Gleichheitsidee ist mit der un-ausgesprochenen Vorstellung behaftet, dass die anderen den vermeintlich Normalen in Wirklichkeit gleichen.“

      Weil „die Gleichheitsidee“ ohnehin von einer Idee einer generellen Gleichheit ausgeht. Hat aber mit „Normalität“ gar nichts zu tun — wieder mal ein Versuch die Idee der Gleichheit schlecht zu machen.

      „Frauen sind doch gar nicht anders als Männer, wird beteuert, Schwarze sind doch irgendwie genauso wie wir, nicht wahr? Dieses Phantasma lässt sich nur so lange aufrechterhalten, wie es sich um Einzelfälle handelt.“

      Klar, deswegen packt der Feminismus auch gerne den sortierenden Rassismus a la „critical whiteness“ heraus und schafft Realitäten, die keine sind, nämlich kollektive Zuschreibungen!
      Mit Individuen können sie natürlich nichts anfangen, die behaupten ja glatt solche „Phantasma“ wie Frauen & Männer seien gar nicht so anders.
      Diese Stelle enthüllt Schrupps kollektivistischen Ideologismus.

      „Genau das ist der Grund, warum das Gleichstellungsparadigma als feministische Strategie nichts taugt. Was jetzt ansteht, ist, dass wir offensiv die Differenz, also unser Anderssein, stark machen.“

      Nochmehr „WIR gegen SIE“!

      „Worin genau dieses Anderssein besteht, muss dabei nicht inhaltlich bestimmt werden, es wird sich von selbst zeigen.“

      Übersetzt: ich kann nichts ohne Aufforderung und Zustimmung von Oben, den Top-Feministen, dazu sagen.

      „Wichtig ist aber, dass wir uns und ihnen klarmachen: Wir anderen sind keine Varianten von euch „Normalen“. Wir sind wir selbst, und wir etablieren unsere eigenen Maßstäbe.“

      Bitte mal ganz langsam lesen! Am besten den ganzen Text, der ist nicht lang.

      @Chris: „Im deutschen Feminismus scheint man den Hashtag ignoriert zu haben. Oder hat da jemand eine Reaktion dazu gesehen?“

      Was brauch es eine Reaktion, wenn man überall eine neue Baustelle aufmachen kann, wie hier dieser Schrupp-Artikel?

      • Immerhin macht Frau Schrupp die anti-genderistische Aussage, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind und die Unterschiede betont werden sollen, das macht sie doch fast wieder sympathisch.

        “Wenn erst einmal eine Frau im Management einer Firma ist, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit um ungefähr 50 Prozent, dass dort noch eine andere Frau in eine ähnliche Position kommt. Das hat gerade eine Studie in den USA herausgefunden.”

        Was sind die Gründe, dass sich die Chancen für Frauen verschlechtern, wenn schon eine da ist? Ich sehe folgende mögliche Ursachen:

        – die erste Frau wurde aus Quotengründen genommen; wenn schon eine da ist, ist das nicht mehr im Vordergrund

        – eine zusätzliche Frau ist für die bisherige gefährlicher als ein Mann; sie verliert den Quotenschutz und wird deshalb einen Mann bevorzugen

        – eine zusätzliche Frau verschlechtert potentiell die Zusammenarbeit, weil es Zickenterror geben kann

        – für eine Frau ist es weniger attraktiv in ein Gremium zu gehen, wenn schon eine da ist wegen Quotenschutz

        – eine zusätzliche Frau ist immer eine Konkurrenz für die bisherige in Sachen Sex, Techtelmechtel und Heirat mit den Männern (Lesben mal ausgenommen)

        „Warum ist der Damm also nicht gebrochen?“ fragt Frau Schrupp. Vielleicht, weil es gar keinen gibt, der die Frauen zurück hält. Eher bräuchte es einen Quotendamm, um sie drinnen zu halten, nachdem sie mit der Quotenpumpe hochgepumpt wurden.

        • Wir haben jetzt schon so viele Frauen in Führungspositionen, Staatspräsidentinnen, Managerinnen, Ministerinnen etc.

          Ich warte immer noch gespannt, wann die Welt besser wird, wenn nicht mehr überall die doofen aggressiven Männer das sagen haben, ich warte gespannt, wann sich erste Anzeichen für das goldene Zeitalter der Frauenherrschaft zeigen, wo alle gut wird…

        • „Du kannst ja mal nach Island gehen, vielleicht machen die tatsächlich ernst. “

          Hat es schon gegeben.
          Die Isländerinnen können sich in Hamburg sachkundig machen.
          In Hamburg hatte sich 1987 eine reine Frauenliste der GAL aufstellen lassen.
          Sie schaffte nach der Wahl gerade noch die konstituierende Sitzung, dann fielen die Weiber wie die Hyänen übereinander her und konnten sich bis zum Ende der Legislaturperiode nicht einmal darüber einigen, wer das Recht habe, die Post aus dem Briefkasten zu nehmen.

          In den Medien wird dieses einzigartige politische Debakel, das keine männliche Entsprechung hat, immer noch weitgehend entweder verschwiegen, oder als „gelungenes Experiment“ verharmlost.

          Etwas ehrlicher das Hamburger Abendblatt in einem Rückblick dazu:
          So kam es schließlich im Mai 1987 zu Neuwahlen. Die Frauenriege rutschte auf sieben Prozent ab. Und die internen Kämpfe gingen von vorne los.
          Thea Bock fand die Zeit der grünen Frauenfraktion „lehrreich und anstrengend“. „Aber Spaß gemacht hat es auch.“ Bis der Spaß irgendwann vorbei war. Die Nachrückerin Eva Brandes warf 1988 die Brocken hin, weil sie in der GAL ein „hasserfülltes“ und „Angst machendes Klima“ spürte. Innerhalb der einzelnen Gruppierungen gelte es zu gehorchen, sonst sei „der Teufel los in der kirchlich-dogmatischen Vereinigung“. Überall herrschten „Klüngelei, Kungelei, Kader, Parteidisziplin“.
          http://www.abendblatt.de/hamburg/article108183405/GAL-Frauenliste-Als-die-Frauen-frech-wurden.html

          Aber natürlich ist die Frauenfraktion aus anderen – naheliegenden – Gründen gescheitert.
          Dazu eine der Streithennen:
          Ist das Frauen-Experiment geglückt? „Es hat deshalb nicht geklappt, weil sich darin eigentlich nur die Zerstrittenheit der Partei gespiegelt hat“, sagt Thea Bock. Zu viele Männer im Hintergrund hätten die Frauen gesteuert. „Man muss das nicht noch einmal machen – aber es war auch kein Fehler.“

          Deshalb wird sich killallmen nie durchsetzen. Wer sollte dann verantwortlich für weibliches Unvermögen sein?

        • @carnofis
          „Zu viele Männer im Hintergrund hätten die Frauen gesteuert.“

          Auch wenn *nur* Frauen an der Macht wären: das PATRIARCHAT bleibt immer siegreich!

          Denn diese Verschwörungstheorie ist für die Feministen allmächtig und sinnausfüllend. Und je mehr Feministen oder Frauen in Machtpositionen vorhanden sind, und umsomehr sie sich in ihrer Machtgeilheit selbst sabotieren, desdo schriller dürfte der Schrei nach „Gleichstellung“ werden.

          Man freut sich ja regelrecht auf das „Islandische Experiment“ :mrgreen:

        • @david
          „Immerhin macht Frau Schrupp die anti-genderistische Aussage, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind und die Unterschiede betont werden sollen, das macht sie doch fast wieder sympathisch.“

          Da hast du die Rechnung ohne den Wirt gemacht!

          Oder den Fehler gemacht, dem Feminismus Logik und Folgerichtigkeit zu unterstellen:

          http://antjeschrupp.com/2015/06/05/weniger-gender-mehr-feminismus/

          „Wir brauchen “Gender” UND Feminismus. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass beides nicht dasselbe ist (Viele Leute setzen es leider gleich oder verwechseln es).“

          „Dass “Gender’ seit längerem die Funktion hat (oder dafür benutzt wird), Feminismus zu verdrängen, ist tatsächlich problematisch.“

          Keine Sorge, die Genderologen werden doch liebend gerne den Feministen alle Privilegien einräumen, die sie haben wollen. Oder sollte man doch glatt vergessen, woher man gekommen ist?

        • Zielgruppe sind zwar Apothekerinnen, enthält aber einiges lesenswertes:

          http://www.selfmedic.de/Artikel/Team/Mitarbeiterfuehrung/2007/loyal_begeisterungsfaehig_und_eben_ganz_frau.html

          Übrigens, man liest die ganzen Absätze um im vorletzten dann auf diese Einführung zu stoßen:

          >>“Sind nun reine Frauenteams nicht nur anders, sondern auch besser als gemischte Teams oder männliche Arbeitsgruppen?“

          Natürlich „besser“, nicht etwa „schlechter“ so wie man es als verständiger Leser nach der Lektüre bis hierhin erwartet hätte.

        • @Teardown,

          fantastischer Text: Frauenteams tratschen mehr, sind weniger an der Sachebene orientiert, sind deutlich komplizierter im Umgang, AABER: wenn du ihnen ein einfaches Ziel gibst, das alle(!) gut finden, dann sollst du mal sehen, wie toll Frauen arbeiten können.

          Mannomannomann…

          Der Text muss wohl so unrealistisch optimistisch formuliert sein, weil Apotheken nun mal fest in weiblicher Hand sind. Sonst schmeißt ja jeder sofort hin.

        • „rein weibliche Teams anderen weitaus überlegen.“

          Das stehen im Text mehrere Sachen die negativ an Frauenteams sind, z.B. das langsamer Entscheidungen getroffen werden, aber das ist natürlich nicht schlecht sondern nur anders… es gibt ja sowieso nichts was an Frauen schlecht ist und selbst wenn, ist das eigentlich auch gut, wie z.B. das Frauen doppelt so oft lügen.

          Wer soll das noch ernst nehmen?

        • @ teardown

          Irgendwie ein Schlingerkurs mit Widersprüchen.

          Da steht: „… dass sich rein weibliche Teams von männlichen Führungskräften weniger verstanden fühlen. Das gilt besonders bei Konflikten im Team. Männliche Führungskräfte neigen bei entsprechenden Schlichtungsgesprächen dazu ihre männlichen Lösungen vorschnell anzubieten, während Frauen mehr zuhören und das Team selbst Lösungen finden lassen.“

          Ein Absatz weiter: „Teams brauchen einen klaren Führungsstil – das gilt insbesondere für reine Frauenteams.“
          Und: „Wer also ein Frauenteam führt, tut gut daran, ein kontinuierliches Führungsverhalten an den Tag zu legen und klare und nachvollziehbare Entscheidungen in das Team hineinzugeben.“

          Ups! Heißt es nicht immer, dass Männer „eine klare Ansage“ brauchen, da sie sonst nicht weiter wüssten?

          Und auch im übernächsten Satz wird der eigenen Lösungsfähigkeit reiner Frauengruppen wohl eher weniger zugetraut.
          „Interessenkonflikte werden hier [in den reinen Männerteams] oft knallhart „ausgefochten“. Bei rein weiblichen Teams stellten die amerikanischen Psychologinnen eher die Tendenz fest, bei unterschiedlichen Interessen einen Ausgleich zu finden, also eher nachgiebiger zu sein. Nicht selten wurden sogar „faule Kompromisse“ geschlossen, um die Harmonie im Team nicht zu zerstören. Die Wissenschaftlerinnen sehen darin einen Konfliktherd, den man als Führungskraft nicht zulassen sollte.“

          Und der vorletzte Absatz deckt auf, warum so viele Weltneuheiten, Innovationen und sonstigen Patente auf der Kreativität von Frauen beruhen:
          „Sind nun reine Frauenteams nicht nur anders, sondern auch besser als gemischte Teams oder männliche Arbeitsgruppen? In Sachen Loyalität, Einfallsreichtum und Begeisterungsfähigkeit ja.“

          Da muss mir was entgangen sein, oder die Damen zeigen ihre Begeisterung nur seeeeehr subtil.
          Kein Mann würde über Monate oder Jahre dieselben stupiden komplizierten Handbewegungen im Produktionsprozess machen, ohne nach Möglichkeiten der Vereinfachung zu sinnen. Frauen legen da eine unendliche Leidensbereitschaft an den Tag – allerdings ohne zu leiden, so mein Eindruck.

          Alles in allem also ein widersprüchlicher Text, der eigentlich niemandem weiterhilft.

        • Interessante Ergänzungen zu diesem
          “Zu viele Männer im Hintergrund hätten die Frauen gesteuert”
          finden sich in einem Spiegel-Artikel von 1986:

          „Zu Hunderten streiten die – überwiegend männlichen – GAL-Mitglieder für ein Programm, das sich stellenweise wie das Pamphlet einer Frauenpartei liest

          Überwiegend Männer sitzen in der Wahlkampfkommission

          Überwiegend Männer sind es, die an vielen Info-Tischen stehen und ein rosa Leporello feilhalten,

          Überwiegend Männer kleben auch die Plakate, kassieren das Eintrittsgeld und reißen die Karten ab für die zentrale Wahlveranstaltung, in der die GAL-Männer pauschal als Quatschköpfe abgestempelt

          Auf der Bühne dürfen sich männliche Wesen, mal abgesehen vom Stöckelschuh-Mann Tamara, an diesem Abend nur als Deppen präsentieren – wie etwa, in einem Sketch, der Ex-Fraktionssprecher Thomas Ebermann

          Doch der Männerbeifall verebbt nicht etwa, wenn es schließlich, mehr und mehr, gegen alle Männer, gegen alle „Patriarschen“ geht, wenn die Einschläge näher und näher kommen – mann will schließlich nicht als humorlos dastehen.“

          Q: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519818.html

          Tja, manche Männer und die Frauenförderung – da wäre wohl auch eine tiefenpsychologische Betrachtung (nein Kirk, nicht du. Platz, und lass deine Alice zu Hause) aufschlussreich.

          Interessanter Weise sind manche Kritiken von damals immer noch aktuell:

          „“Frausein als Programm“ ist nicht weit von “Deutschsein als Programm“ entfernt.““

        • @Seitenblick
          „manche Männer und die Frauenförderung – da wäre wohl auch eine tiefenpsychologische Betrachtung“

          Selbsthass. Nur mal so als Stichwort.

          @carnofis
          „Deshalb wird sich killallmen nie durchsetzen. Wer sollte dann verantwortlich für weibliches Unvermögen sein?“

        • @ Seitenblick

          Wow, der Artikel liest sich, als sei er heute erst verfasst worden.

          Es stimmt, ich hatte die Frauenliste auch als Putsch in der GAL in Erinnerung. Hatte es nur nicht erwähnt, weil ja das Gedächtnis einem ja doch manchmal nen Streich spielt.

          Ich hatte damals in Hamburg studiert und war im Herzen auch ein GALier. Aber dieses feministische Anbiedern der Männer war mir schon damals zuwider.

          Dass praktisch der gesamte Orga-Kram der lila „Hexen“ von Männern geregelt wurde, kann ich bestätigen. War bei uns Studenten genauso. Die Weibsen ließen sich bei uns ein Hexen-Cafe einrichten. Ankündigung, Vorbereitung, Plakatierung, alles wurde von Männern gemacht. Bei der Arbeit haben sich die Heldinnen gern zurückgehalten.
          Dafür musste jeder Mann, der versehentlich während des Hexen-Sabbaths in die Teestube platzte, 5 DM in die „Chauvi-Kasse“ löhnen.

          Irgendwie hat sich bis heute nichts geändert.

          Doch.

          Die Grünen haben seitdem nie mehr eine reine Frauenliste aufgestellt 😀

        • „Klaun, klaun, Stimmen woll“n wir klaun… Wir sind die Weiber von der GAL – blond, pervers, brutal.“

          Hahaha, das mal als ein Kampfsprch für Männer:

          „Klaun, klaun, Stimmen woll“n wir klaun… Wir sind die Kerle von der GAL – blond, pervers, brutal.“

  6. Ah, freut mich, im Beitrag die gute Frau Finnegan zitiert zu sehen!
    Die ist auch sonst sehr sympathisch. War früher aktive GamerGaterin, hat sich aber zurückgezogen, als man wohl die üblichen Hass- und Todesdrohungsnachrichten (von Seiten gutherziger moralischer Feministen) mit Fotos ihrer Kinder garnierte. Kann man ihr kaum verdenken.

    Dennoch schreibt sie jetzt noch für mehrere Seiten pfiffige Artikel, denen ich nicht immer zustimme, die aber recht unterhaltsam sind. Und sobald jemand mit einem „Male Tears“-Becher posiert, antwortet sie mit diesem Bild:

    http://www.google.de/url?source=imgres&ct=tbn&q=https://pbs.twimg.com/media/CFE3hzaWMAE9OYn.jpg&sa=X&ei=j4F1VZPYH8OcygOO-IG4CA&ved=0CAUQ8wc&usg=AFQjCNGBTFtiqZsHWQAO3oo75gR8SOMVKg

  7. Pingback: Warum mir so ein Aufruf keine zwei Cent wert ist | Geschlechterallerlei

  8. Pingback: „Was für eine Leistung ist es, nicht gewalttätig zu sein? Für männlich gelesene Menschen: Respekt!“ (emotionale Arbeit) | Alles Evolution

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