„Gib dein Geld an Frauen“ #GiveYourMOneyToWomen

Gerade geht ein selten dämlicher Hashtag bei Twitter um, in dem es darum geht, Frauen Geld zu geben (ja, tatsächlich so direkt). Dazu gibt es einen Tumblr, der ein „Missionstatement“ enthalt:

#GiveYourMoney is a global movement. We are unifying women to a cause that slices to the heart of women’s issues: access to capital and resources. This is a global movement to be compensated for our years and lifetimes of unpaid emotional, physical, sexual, and intellectual labor. You treat us like resources and then get mad when we realize how to turn that back on you. Monetizing the male gaze.

Auf Twitter wurde auch bereits angemerkt, dass es eine interessanter Punkt ist, dass hier Frauen für ihre „sexuelle Arbeit“ bezahlt werden wollen.
Auch ansonsten ist es mal wieder eine Verkennung des Umstandes, dass im Verhältnis zur Familie Männer bereits mit der finanziellen Versorgung eine „unbezahlte Leistung“ erbringen, ganz zu schweigen von den Arbeiten, die Männer üblicherweise im Haushalt übernehmen. Und häufig genug ist es auch der Mann, der emotionale Arbeit an seiner Partnerin leistet, indem er versucht, ihre Stimmungen auszugleichen. Und natürlich werden auch die weiteren Ausgleichszahlungen innerhalb einer Ehe, wie etwa die Teilhabe am Vermögen etc ausgeblendet.

Im Ganzen ist der Ansatz eine ziemliche Katastrophe.

Ein schöner Tweet dazu:

Die gleiche Twitterin in einem Artikel zu dem Thema:

Never before have I felt more cheap, more interchangeable, more needy than when other women decided I, and others like me, deserved unearned money just for existing-while-female. That I deserved unearned money based on nothing more than birth happenstance. I shouldn’t do for myself – I should have someone do for me! By someone, of course, that means a man. Because other women are equally as incapable of doing for themselves as I so clearly am. Why have I been working all this time? I could have just heeded this woman’s advice and posted my PayPal. You silly men-folk are nothing more than walking dollar bills. Bottomless wallet pits.

Im deutschen Feminismus scheint man den Hashtag ignoriert zu haben. Oder hat da jemand eine Reaktion dazu gesehen?