Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 5. Mai 2015

Maskulistische Theoriewoche: Staatsfeminismus (Tag 2)

Dieser Beitrag ist Teil der maskulistischen Theoriewoche

Das heutige Thema ist

“Staatsfeminismus” 

Es ist eine Theorie, die aus meiner Sicht schnell das Gegenstück zum „Patriarchat“ auf maskulistischer Seite ist: Der Staatsfeminismus wird gerne im Sinne der großen Verschwörungstheorie benutzt, in dem alle Stellen „feministisch verseucht“ sind. Fakten werden dafür selten gebracht. Meist bleibt der Nachweis ähnlich nebelhaft wie das Patriarchat

1. Wie genau definiert ihr „Staatsfeminismus“ und wie steht ihr zu anderen Definitionen, die vielleicht noch in den Kommentaren kommen

2. Inwiefern spielt diese Theorie eine Rolle im Maskulismus?

3. Welche Argumente/Studien sprechen dafür oder dagegen?

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Responses

  1. Ich würde den Staatsfeminismus als Teil von „Postdemokratie“ im Sinne von Colin Crouch verstehen wollen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie#Colin_Crouch

    Er definiert eine idealtypische Postdemokratie folgendermaßen:

    „ein Gemeinwesen, in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden […], in dem allerdings konkurrierende Teams professioneller PR-Experten die öffentliche Debatte während der Wahlkämpfe so stark kontrollieren, daß sie zu einem reinen Spektakel verkommt, bei dem man nur über eine Reihe von Problemen diskutiert, die die Experten zuvor ausgewählt haben.“
    Crouch entwickelt den Begriff im Rahmen seiner Kritik des Neoliberalismus, in dem „die Angleichung von Lohnniveaus, Arbeitnehmerrechten oder auch Umweltstandards durch zwischenstaatliche Kooperation langsamer vorangeschritten ist als die Globalisierung unternehmerischer Aktivitäten. So könnten multinationale Konzerne mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen drohen, wenn sie beispielsweise mit Steuer- oder Arbeitsmarktsystemen nicht zufrieden sind. Diese Drohkulisse sei so wirkmächtig, dass der Einfluss von Unternehmen und Vermögenden auf Regierungsentscheidungen stärker ist als derjenige der Staatsbürger (Race to the bottom). Seine zentrale These lautet, dass sich die westlichen Demokratien dem Zustand der Postdemokratie immer mehr annähern und in der Folge der „Einfluß privilegierter Eliten zunimmt.“ (a.a.O.)

    Genau so funktioniert Staatsfeminismus auch; vernetzte Teams von Experten (Feministinnen) und PolitikerInnen geben vor, worüber öffentlich diskutiert wird und treffen Entscheidungen, auf die die Wähler keinen Einfluss mehr haben. Es ist ja kein Zufall, dass die Partei, die die Interessen das Kapitals besonders nachhaltig vertrat (FDP) aus dem Parlament geflogen ist. Eine Feministische Partei hat man schlauerweise gar nicht erst gegründet.

    • @ el mocho

      Das Männchenmachen vor Feministinnen ist zum Karrierefaktor geworden.

  2. Hier ein paar Definitionen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus#Begriff_Staatsfeminismus

    „Staatsfeminismus“ ist keine feministische Strömung. In der Politikwissenschaft werden mit diesem Terminus zum einen die Versuche von Staaten bezeichnet, formale Gleichberechtigung von Frauen und Männern mit Reformen von oben durchzusetzen, wie zum Beispiel in der Türkei im Zuge des kemalistischen Modernisierungsprojekts 1923,[68][69] in der DDR oder in Tunesien seit den 1950er Jahren.[70]

    Als „Staatsfeminismus“ wird zum anderen die Institutionalisierung von Emanzipationsbestrebungen von Frauen im modernen Staat bezeichnet sowie eine spezifische frauenpolitische Strategie, die mit dem Schlagwort Marsch durch die Institutionen beschrieben wird.[71] Protoypisch dafür stehen die skandinavischen Länder und Australien. Der so genannte Staatsfeminismus in Finnland zum Beispiel, wo unter anderem die innerparteiliche Frauenförderung eine lange Tradition hat, erleichterte effektiv die politische Teilhabe von Frauen.[72] Birgit Sauer kommt in ihrer Studie Engendering Democracy. Staatsfeminismus im Zeitalter der Restrukturierung von Staatlichkeit (2006) zu dem Ergebnis: „[…] Frauen [haben] in den vergangenen dreißig Jahren relativ erfolgreich westliche liberale Demokratien unter einer Frauenperspektive demokratisiert.“ Das zeige sich darin, dass nicht nur der Anteil von Frauen in politischen Entscheidungsgremien erheblich zugenommen habe, sondern auch die „inhaltlich-substantielle Repräsentation entscheidend im Sinne eines frauenfreundlichen Outputs beeinflusst werden konnte“. Diese Entwicklung sei maßgeblich der Einrichtung staatlicher Institutionen wie Frauenministerien, Frauenbüros oder Gleichstellungsbeauftragten zu verdanken, die als Vermittler zwischen Frauengruppen und Frauenbewegungen einerseits und Politik und Verwaltung andererseits tätig seien.

    „Der Terminus ‚Staatsfeminismus‘ bezeichnet eben dieses Phänomen […], nämlich die Entstehung von staatlichen Institutionen zur Gleichstellung von Frauen bzw. zur Frauenförderung.[73]“

    http://de.wikimannia.org/Staatsfeminismus

    Staatsfeminismus ist der institutionalisierte Feminismus, der zur Staatsräson geworden ist. (…) Die einstige Frauenbewegung ist durch den Staatsfeminismus ersetzt worden, weil inzwischen nahezu alle feministischen Aktivitäten (Frauenbeauftragte, Frauenbüros, Frauenberatungs­stellen, Women Studies, Gender Studies, Frauenhäuser) entweder direkt oder indirekt staatlich subventioniert werden.
    Der Staatsfeminismus hat seine politischen Zentren im Ministerium für alle außer Männer und im Justizministerium. Die feministisch inspirierte Frauenpolitik wird euphemistisch auch Gleichstellungspolitik und Geschlechterdemokratie genannt.

    http://maninthmiddle.blogspot.de/p/staatsfeminismus.html

    Staatsfeminismus

    Der Begriff Staatsfeminismus ist analog zu Begriff Staatsreligion zu verstehen und besagt, daß die feministische Ideologie ähnlich wie eine Religion
    mit enormen Finanzmittel ausgestattet ist,
    über öffentlich finanzierte Einrichtungen wie Schulen und Universitäten verbreitet wird,
    das die Vertreter der Ideologie über Sonderrechte (ähnlich wie Religionswächter oder die Steuerfahndung) verfügen, um die Einhaltung der Ideologie durchzusetzen, z.B. Aufhebung von Datenschutzvorschriften, das Recht zu operativen Eingriffen in Stellenbesetzungsverfahren u.a.,
    prinzipielle Kritik an der Ideologie verboten und analog zu Blasphemie unter Strafe gestellt wird.
    Statt von Staatsfeminismus wird vielfach von institutionalisiertem Feminismus gesprochen. In der feministischen Literatur wird der Begriff auch im Sinne der erfolgreichen Durchsetzung von Frauen- und Gleichstellungspolitik im Kontext des unscharfen Begriffs „Geschlechterdemokratie“ verstanden.

    http://sciencefiles.org/category/ideologie/staatsfeminismus-ideologie/

    Und damit sind wir beim Staatsfeminismus angekommen, jener absurden Ideologie, die meint, man könne Menschen zu ideologisch gewünschten Handlungen manipulieren, in dem man entsprechende Anreize setzt, ohne dafür die Kosten verringerter Anstrengung zu zahlen, jene Ideologie, die denkt, man könne Frauen über eine Bevorteilung in Positionen befördern. für die sie nicht qualifiziert sind und hätte diese Diskriminierung der qualifizierten Bewerber nicht damit zu zahlen, dass Letztere und Erstere sich opportunistisch verhalten, Letztere durch Dienst nach Vorschrift, weil sich Leistung für sie nicht lohnt, erstere durch weitgehende Dienstverweigerung, weil sie zur notwendigen Leistung nicht fähig sind. Und schließlich haben wir mit dem Staatsfeminismus eine irrsinnige Ideologie, deren Vertreter denken, man könne in der Hälfte der Zeit dieselbe Menge von Kenntnisse erwerben wie ein anderer, der doppelt so viel Zeit für seine Bildung aufwendet. Wer auch dieser Ansicht ist, der mag einen Jungen, der seit seinem vierten Lebensjahr Gitarre spielt, mit jemandem vergleichen, die immer mal wieder klampft.

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/13/den-feminismus-lasse-ich-mir-gefallen-von-welchem-der-staat-seine-finger-last-michail-savvakis/

    Aufgabe des Maskulismus ist für Savvakis primär die Opposition zum Staatsfeminismus. Er betont den Unterschied zwischen Gleichberechtigung (Chancengleichheit) und Gleichstellung (Ergebnisgleichheit). Der Staat habe die Gleichberechtigung zu garantieren, alles andere sei Sache der freien Entscheidungen der Individuen, alle Gleichstellungsmaßnahmen sind zu streichen.

    Im Gegensatz zu den meisten linken Maskulisten wünscht Savvakis keine beide Geschlechter einbeziehende Geschlechterpolitik, sondern gar keine Geschlechterpolitik.

    Die Gender-Ideologie lehnt Savvakis natürlich ab, traditionelle Geschlechterollen als Leitbild werden von Savvakis trotz seiner konservativen politischen Grundhaltung ebenfalls abgelehnt.

    Zitat: “Antifeministen dagegen blockieren, wo sie extrem auftreten und die alten Geschlechterrollen wieder einfordern, eine Aktualisierung der Situation des Mannes nach den sozialen und sonstigen Errungenschaften unserer Zeit, Errungenschaften, die ihm Freiheiten jenseits der Beschützer- und Ernährerfunktion zugute kommen liessen und so eine Befreiung des Mannes von seinen archaischen Vergangenheiten bewirken sollen.”

    Wenn man mit Staatsfeminismus nur anführen will, dass auch radikaler Genderfeminismus im erheblichen Umfang staatliche Förderung erhält, dann wäre da durchaus einiges dran. Mir wird allerdings Staatsfeminismus zu häufig im Sinne des Patriarchats gebraucht: Alles ist feministisch verseucht, alle staatlichen Bediensteten sind quasi radikale Genderfeministen. Der Hinweis auf einen „Staatsfeminismus“ wird im radikaleren Maskulismus zu gerne als Ersatz für ein Argument verwendet oder es werden Aussagen getroffen wie „in dieser staatsfeminististschen *Behörde der Wahl einsetzen“ werden Entscheidungen natürlich nur noch unter diesem Gesichtspunkt getroffen“

  3. „Fakten werden dafür selten gebracht. Meist bleibt der Nachweis ähnlich nebelhaft wie das Patriarchat.“

    Du und deine Köder, um alles Gesagte von Frauenquote bis Frauenbeauftragte zum drölfzigsten Mal auf deinem Blog widerzukäuen.

    • @ revolte

      Tja, man will doch immer vernünftig drüber reden…aber die Unvernunft zeigt ihre zellulitischen Arschbackenn ein ums andere Mal…es ist zum Heulen…selbst die repititiven Schuldbekenntnisse ala „auch Männer übertreiben oft“ vermögen die Realität nicht wieder zurecht zu rücken…man klammert sich an abstrakte Definitionen und reflektiert auf hohem theoretischen Niveau…alleine an der ganz konkreten und realen gesellschaftlichen Dominanz eines bestimmten ideologischen Milieus, dem der Feminismus zugehörig ist wie eine Sumpfblüte, ändert das nichts…intellektuelles Kinderladenspiel…

      • Zumal selbst jener Sumpf inzwischen „nebelhafte“ Blüten wie ‚Pussykratie – Warum Frauen nichts falsch und Männer nichts richtig machen können‘ treibt.

    • @ RV

      Bin ja mal gespannt, ob @C auch Dich auffordern wird, Deine Verschwörungstheorie auf Deinem eigenen Blog auszuleben. 🙂

  4. Noch eine Idee dazu

    Auch konservative Gruppen werden ja durchaus von Staat unterstützt, von Kirchen über andere Interessengruppen.

    Wäre das ein Staatstraditionalismus?

  5. Gleichstellungsbeauftragte, Gender Mainstreaming, Ministerien für alle ausser Männer, reine Frauenförderungsanstrengungen, Frauenquotengesetze, Genderforschung (ist eigentlich Frauenforschung), Umschreibung von Gesetzestexten nach feministischer Vorgabe, …

    Nein! Wir haben keinen Staatsfeminismus. Wir doch nicht … 🙂

    • Vom Staat bezahlte Priester, Förderung der ehe mit freibetragen und Steuervorteilen, biologische Forschung zu Geschlechtern ab Universitäten, Umschreibung von Gesetzen zur Förderung von Kinderbetreuung in der Familie und Erhaltung des Mannes als Versorger und der Frau als kindererzieher… Nein wir haben keinen Staats Konservativismus?

      • Man könnte beides als Staatsklerikalismus und Staatsheterosexualismus bezeichnen 🙂

      • Natürlich regieren die Händefalter im Staate mit. Bin ich auch gegen. Hat aber historische Gründe, war also mal vertraglich vestgelegt. Machts nicht richtiger.

        Nur aus einer Förderung von Sportvereinen oder staatlicher Dopingforschung einen Sportstaat machen zu wollen …

        Wenn Biologen zu Geschlechtern forschen, soll das was sein? Konservativ? Ernst gemeint? 🙂

        Frauenforscher und Gender Studies forschen nicht, sondern treiben Politik und Netzwerken … um zB Berufsfeministen auszubilden.

        Erhaltung, bzw erzwingung des Mannes als Versorger ist nun auch feministische Politik.

        • Der Staat fördert ja nun einmal konservative Vorstellungen der Familie im ganz enormen Maße. Unterhalt für die Frau ist weit eher konservativ als genderfeministisch. Das Kind gehört zur Mutter ist ebenfalls konservativ. Auf gen der feministischer Seite geht es eher um Forderungen „wie das Kind gehört zu den beiden Vätern“. Auch da erfolgt ideologische Lobbyarbeit und auch katholische und evangelische Priester als Vertreter konservativer Vorstellungen sind Ideologen und werden vom Staat bezahlt.

          Irgendwo würde mal die Summe von 500 Millionen für Staatsfeminismus in den Raum gestellt

          Das Geld fließt allein als Gehalt an die Kirchen

          http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-699422.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=https://www.google.de/
          Also Staats Konservativismus?

        • „Irgendwo würde mal die Summe von 500 Millionen für Staatsfeminismus in den Raum gestellt

          Das Geld fließt allein als Gehalt an die Kirchen“

          Kirchen und Feminismus sind nicht mehr zu trennen. Die Kirchen schwimmen feste auf dem Gendergeldsee mir.

          Ich würde die Kosten des Feminismus mehr bei 90 Milliarden pro Jahr ansetzen. Allein das Bundesfrauenministerium liegt doch schon mehr als um den Faktor 10 besser da als Deine 500 Millionnen.

        • Die katholische Kirche schwimmt auf dem Gendersee mit?

          Das ist dich nun vollends lächerlich. Klar, wenn man alles irgendwie den Feminismus zuordnet, ob es passt oder nicht, dann ist der statsfeminismus natürlich existent….

        • @ C

          Ja, auch DIE. Wenn auch erst nur zaghaft …

          http://www.caritas.de/glossare/gender-mainstreaming-caritas

        • „Auf gen der feministischer Seite geht es eher um Forderungen “wie das Kind gehört zu den beiden Vätern”. “

          Beiden Vätern? Haben bei den Gendas die Kinder zwei Väter? Wie denn das?

          Ansonsten kann der Feminismus sehr gut mit einem unterhaltsfinanzierten Leben der Frau als Mutter leben, ebenso wie mit der Entsorgung des Vaters (ich hab nur einen 😦 ).

          Schau mal bei Edith Schwab nach, der Vorsitzenden des VAM, die sich selbst ebenfalls als Feministin sieht.
          Die hat mal – ganz Feministin – verlangt, dass Väter sich erstmal um ihre Kinder kümmern sollten, bevor sie sich um ihre Kinder kümmern dürften.
          Ja ja, klingt dumm, ist es auch. Aber genauso hatte sie es gesagt.

        • Edith Schwab scheint mir differenzfeministin zu sein, keine gen der Feministin.

          Von einer gen der Feministin ist es schwer etwas zum Familienrecht zu finden.

        • „Edith Schwab scheint mir differenzfeministin zu sein, keine gen der Feministin.“

          Muss ich eine Unterscheidung treffen, wenn nicht einmal sie selbst es tut?
          Das hieße, in einer Klärgrube in Scheiße und klares Wasser zu unterscheiden.

        • Es ist sinnlos, mit eine Differenzfeministin entgegen zu halten, wenn ich auf genderfeminismus abstelle

        • Kirchliche Einrichtungen und Würdenträger werden aus Steuermitteln (mit)finanziert. Das stimmt. Allerdings zahlen konfessionelle Menschen über ihren Kirchensteuerabzug beim Arbeitgeber in die Staatskasse ein. Die Kirchensteuer ist eben eine Steuer (Definition wichtig: Finanzierung des allgemeinen Haushaltsaufwands), daher fällt die Zuordnung schwer, fakt ist aber: Menschen zahlen für die Kirche über ihre Abzugsmerkmale als durchlaufenden Posten. Nicht der Staat zahlt, er reicht nur weiter….

          So und jetzt kommt der Clou: Wer finanziert Feminismus? Wo ist die Steuer für Feministinnen, wo sind die produktiven Einzahlungen? Es gibt sie nicht, es gibt keine Töpfe die von Femis befüllt werden, aus denen dann ihr Personalaufwand für irgendwelche Genderperten finanziert wird. Finanzieren tun wir das alle. Ohne Abzugsmerkmal auf der Lohnsteuerkarte. Und: Ohne das man die Zahlung verweigern kann äquivalent zur Kirchensteuer….

          Geben ist seliger als nehmen…aber nicht bei Femis…

        • @ C

          „Es ist sinnlos, mit eine Differenzfeministin entgegen zu halten, wenn ich auf genderfeminismus abstelle“

          Ja was denn nun? Erst „scheint“ Schwab nur eine D.Feministin zu sein und jetzt ist sie sicher keine G.Feministin. Weißt Du das denn?

          Selbst wenn es einem gelänge auf G.Feministin abzustellen, dann sagst Du: *Ja, die ist aber Bielefelder Schule, ich meine aber die genderfeministische Schule Berliner Prägung! Ätsch!*

          Hütchenspilender Torpfostenverschieber. 🙂

    • Wie definierst du denn staatsfeninismus?

      • Gender Mainstreaming für alle Staatseinrichtunge verpflichtend zu machen, Gleichstellung statt Gleichberechtigung in Gesetze zu gießen und so Sachen…

        • Und? Deswegen kann es dich trotzdem daneben einen Staatskonservatismus geben, wenn es nur auf die Unterstützung durch den Staat ankommt

          Wobei du noch nicht angegeben hast, wie du Staatsfeminismus definierst

        • Selbst wenn es einen Staatsantifeminismus gäbe, könnte es im gleichen Staat einen Feminismus geben.

          Wäre nicht das erste Mal, daß unser Staat das was er mit den Händen aufbaut, mit dem Arsch wieder umreisst.

          Ausserdem baust Du einen generellen Gegensatz von Konservativismus und Feminismus auf. Beim ersten gibt’s genug weiße Ritter und Frauen die sich gebauchpinselt fühlen vom zweiten.

        • Der Gegensatz ist mit relativ egal. Es geht mir eher darum, dass man uberprüft, ob man den Begriff nicht voreilig annimmt und den Einfluss über bewertet, obwohl es ein Einfluss unter vielen ist

        • Man schaue einfach wie Feminismus und Maskulismus jeweils in Medien und Politik verhandelt werden. Das trägt schon totalitäre Züge.

          „Wenn du wissen willst wer dich beherrscht, musst du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“
          Voltaire.

      • @ C

        Ich glaube inzwischen Du verwechselst Staatsfeminismus mit Feminismusstaat.

        Eine staatliche Förderung eines Sportvereins macht noch keinen Förderstaat. Trotzdem gibt es die Staatsförderung für diesen Verein …

  6. Mal so ein kleines Beispiel für Staatsfeminismus und evtl. auch als Denkanstoß für den Themenkomplex Frauen und Beruf: „Wie ?! Warum soll der Staat jetzt auf einmal diktieren, dass auch Frauen in die Schule gehen sollen? Die wollen doch nur stricken und putzen, denn für geistige Tätigkeiten sind sie biologisch nicht gemacht. Der Staat sollte sich nicht so in die natürlichen Präferenzen von Mädchen einmischen. Hier steht ihr die Maria B. aus Bayern und die sagt, dass Männer viel intelligenter, schöner und zielstrebiger sind und daher Frauen von der Schule fren bleiben sollen. Wenn sogar die Frauen das schon sagen, dann kann die Forderung nach Frauen in der Schule ja nur von extremistischen Feministen kommen, die einen Staatsfeminismus etablieren wollen. Als nächstes fordern diese Extremistinnen dann auch noch das Wahlrecht für Frauen, was die ja gar nicht wollen.“

    <– auch hier musste zu Beginn vom Staat auf die Durchführung der Schulpflicht für Frauen geachtet werden und es gab gesellschaftlichen Widerstand. Der Staatsfeminismus ist somit ein linkes Instrument, da er eine Diskriminerung und Unterpriviligierung annimmt und dann im Geiste des Grundgesetzes oder whatever diesen Umstand zu beseitigen sucht, obwohl die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung dem entgegen steht. War mit der Sklaverei ja auch so z.B. da war es dann Staats"humanismus".

    • „Hier steht ihr die Maria B. aus Bayern und die sagt, dass Männer viel intelligenter, schöner und zielstrebiger sind“

      Maria B. sagt das ganz gewiss nicht, denn Frauen haben noch nie behauptet, dass Männer schön sind. Attraktiv ja, aber „Attraktivität“ als Attribut bezieht sich ja rein auf den Nutzen, den Männer Frauen bringen.

      • Zunächst einmal hat Esther Vilar gesagt, dass Männer ja eigentlich das schönere Geschlecht seien, weswegen deine Aussage schonmal zu „fast keine Frau“ engeschränkt werden muss. Du kannst aber gerne das „schöner“ herausstreichen, denn es ist nur ein kleiner Aspekt, der ja irrelevant ist und nur zur Ausschmückung dient.

        • „Zunächst einmal hat Esther Vilar gesagt, dass Männer ja eigentlich das schönere Geschlecht seien“

          Vmtl. als erste Frau der Weltgeschichte.

          Frauen sind ohne Zweifel intelligenter als Männer. Es gehört einiges an Intelligenz dazu, sich die Welt zu seinem Vorteil zu gestalten und der Männerwelt dann einzureden, dass es eigentlich Männer sind, die herrschen.

        • Ist heute wieder Trolltag?

          Es gibt eine ganze feministische Theorie, dass Männer die „Norm“ seien und Frauen „das andere“. Historisch gesehen ist dieses „Frauen als schönes Geschlecht“ meines Wissens nach relativ neu.

          „Frauen sind ohne Zweifel intelligenter als Männer.“ Aber ganz ohne Zweifel. Das sieht man vor Allem daran, dass an den Hebeln der Macht nur Frauen sitzen. Ich bin mir sicher z,B, Silivo Berluskoni ist in Wirklichkeit eine Frau oder wurde von seiner Ruby gelenkt 😛

        • Jede Gespielin von Berlusconi bekommt sein Sozialprestige und seine Kaufkraft mit einem Minimum an Arbeitseinsatz. Männer müssen etwas leisten um jemand zu sein. Frauen müssen nur den richtigen Mann finden.

        • Die Gespilinnen wurden auf irgendwelchen Sexpartys gefickt. Wo haben die da irgendwelche Sozialprestige bekommen? Sich von einem dicken hässlichen Mann ficken zu lassen ist jetzt kein minimum an Arbeitseinsatz 😛 Ich würde sowas nie machen, aber ich habe auch keinen Zuhälter, der mich sonst schlägt.

          „Männer müssen etwas leisten um jemand zu sein.“ Kommt stark auf das soziale Umfeld an.

          „Frauen müssen nur den richtigen Mann finden.“ Aha. Und was ist der richtige Mann? Gutaussehende Frauen gibt es wie Sand am Meer und „richtige“ Männer (also mit etwas Geld und Prestige) wollen von ihren Frauen in der Regel schon etwas mehr, als Sex. Dieses „ich will nur Sex von einer Frau“ ist meiner Erfahrung nach eher so ein Unterschichtending, wo Bildung eh eine untergeordnete Rolle spielt. Also für gescheite Männer muss die Frau zumindest mal ordentlich gebildet sein, damit der Mann nicht nach 3 Sätzen das Kotzen bekommt.

        • „Ich würde sowas nie machen, aber ich habe auch keinen Zuhälter, der mich sonst schlägt.“

          Wie fast alle Frauen tauschst Du bestimmt sexuelle Gefälligkeiten gegen finanzielle oder materielle Dienstleistungen ein.

        • Scheinbar wohnen sie im Rotlichtviertel, wenn sie meinen, dass das „fast alle Frauen“ so machen 😛 Wie angedeutet: Unsere Lebensumgebungen scheinen sich fundamental zu Unterscheiden. In welcher Region sind es denn fast alle Frauen?

      • @Adrian

        Man darf Männern sowas auch nicht sagen. Das überfordert die meisten total.

        • @ Atacama
          Schwule Männer nicht.

        • Tja, schade. Ich tue es auch deshalb nicht, weil ich mir irgendwie komisch vorkommen würde und ich bin sicher, dass das kein Instinkt, sondern internalisierte gesellschaftliche Konvention ist.

        • Das ist sicherlich so und eine Frage des realen oder vermeintlichen Anreizsystems.

          Das überfordert aber auch die meisten Frauen, wenn man ihnen das sagt (vielleicht nicht lesbische).

    • Staatsfeminismus – linkes Instrument. Meine Rede … 🙂

    • <– auch hier musste zu Beginn vom Staat auf die Durchführung der Schulpflicht für Frauen geachtet werden und es gab gesellschaftlichen Widerstand.

      Aus welcher radikalfeministischen Herstory-Schnulze haben Sie das denn extrahiert?

      Der Widerstand gegen die Schulpflicht – der Mädchen und der Jungen – rührte in erster Linie daher, dass insbesondere arme Familien in der Agrargesellschaft schwer auf die Arbeitskraft der Kinder verzichten konnten.

      Die Idee einer allgemeinen Schulpflicht als auch nur entfernt Feministisch zu bezeichnen ist haarsträubend absurd. Dann müsste man nämlich Martin Luther als Feminist bezeichnen. Schon die erste Schulpflicht im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken anno 1592 inkludierte Mädchen.

    • Der Staatsfeminismus ist somit ein linkes Instrument, da er eine Diskriminerung und Unterpriviligierung annimmt und dann im Geiste des Grundgesetzes oder whatever diesen Umstand zu beseitigen sucht, obwohl die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung dem entgegen steht. War mit der Sklaverei ja auch so z.B. da war es dann Staats“humanismus“.

      Martin Luther war nicht Wladimir Iljitsch Lenin.

  7. Staatsfeminismus ist, wenn der Staat das macht, was sonst Männer machen: Frauen umwerben, bauchpinseln und ins Bett bekommen wollen 🙂

  8. Ich muss sagen, ich mag den Begriff nicht.
    Wenn man Feminismus nur als schräg benannte Bewegung zur Gleichberechtigung der Geschlechter betrachtet (was ja eine gängige Definition ist, nach der ihn ja auch einige betreiben) ist es ja durchaus korrekt zu sagen, dass etwa in Deutschland Staatsfeminismus betrieben wird. Aber es klingt für mich halt etwas seltsam, da ja kein „explizit feministisches“ Ideal dahinter steht, sondern der Artikel des Grundgesetzes, der ja direkt eine Gleichberechtigung vorschreibt.
    Zudem merkt Christian ja auch richtig an, dass der Staat auch andere, ganz und gar nicht feministische Dinge fördert (die Kirchen sind da tatsächlich ein gutes Beispiel) und viele feministischen Ziele nicht von Feministen, sondern gerade Konservativen (welche die Frau als besonders schutzbedürftig sehen) gemacht werden.

    Es ist halt das Problem, dass der Begriff Feminismus selbst heutzutage so unklar ist, dass es immer unsicher ist, ihn mit etwas anderem zu koppeln. Dadurch kann ich jetzt natürlich nicht sagen, es gäbe keinen Staatsfeminismus, aber andersherum würde ich definitiv nicht sagen, dass wir in einem feministischen Staat leben. Auch, wenn das Wort also nicht wirklich falsch ist, scheint es mir eher wenig produktiv zu sein und sollte besser vorsichtig verwendet werden.

  9. Wenn ich mir überlege, welche Vorstellungen ich ganz naiv, unabhängig davon, wie andere ihn benutzen, mit dem Begriff „Staatsfeminismus“ verbinde, würde ich sagen: Staatsfeminismus bedeutet vom Staat geförderter, finanzierter, organisierter Feminismus.
    Und wenn man sich betrachtet, wie viele feministische Institutionen von öffentlichen Gelder bezahlt werden, wie viele staatliche Institutionen es gibt, die sich feministischen Zielen oder der Verbreitung feministischer Ideen widmen, hat der Begriff auf jeden Fall seine Berechtigung. Man kann, glaube ich, klar sagen, dass der Feminismus Teil der Grundwerte und Ziele unseres Staates geworden ist (wie auch die Förderung von Familien, die Unterstützung christlicher Traditionen, oder viele andere Dinge).

    Wenn man „Staatsfeminismus“ aber im Sinne eines feministischen (kontrollierten) Staates verwendet, klingt das für mich sehr nach Verschwörungstheorie. Die Feministen sind schlicht eine Lobbygruppe, die sich im System breit gemacht haben, eine unter vielen. Sie haben sicher nicht die Macht übernommen. Deswegen mag ich den Begriff auch nicht. Er ist für mich das Gegenstück des Patriachats, das, so wie es häufig von Feministen angewandt wird, ebenso lächerlich und verschwörungstheoretisch ist. Schon aus diesem Grund würde ich „Staatsfeminismus“ nicht verwenden, das klingt zu extrem, zu weit hergeholt, damit setzt man sich der Gefahr aus, für einen verrückten Aluhutträger gehalten zu werden. Lieber sollte man ganz konkret benennen, was man kritisieren will, z.B. die Gleichstellungsbeauftragten, oder die Frauenqioten etc.

    • „Man kann, glaube ich, klar sagen, dass der Feminismus Teil der Grundwerte und Ziele unseres Staates geworden ist (…)
      Wenn man “Staatsfeminismus” aber im Sinne eines feministischen (kontrollierten) Staates verwendet, klingt das für mich sehr nach Verschwörungstheorie.“

      Die Unterscheidung finde ich sinnvoll – es ist eigentlich eine Unterscheidung zwischen „Staatsfeminismus“ und „feministischem Staat“. Zu meinen, der Saat sei ringsum feministisch, in allen und fast allen Institutionen und Entscheidungen – das wäre tatsächlich ein Zerrbild, das sich als Gegenstück zum Zerrbild des „Patriarchats“ (siehe oben, Christians Artikel) eignen würde.

      Staatsfeminismus aber ist vor allem eine Unterscheidung IM Feminismus. Der Begriff unterstellt: der heutige Feminismus ist, entgegen der eigenen Selbstdarstellung, keine soziale Bewegung, schon gar keine Graswurzelbewegung – sondern er setzt weitgehend auf die Verankerung in Institutionen, und vor allem in staatlichen Institutionen. Das erlaubt es, auch Positionen zu beziehen, die den meisten Menschen weitgehend fremd und unplausibel sind – es müssen ja keine Mehrheiten gefunden werden.

      Dieser Staatsfeminismus drückt sich vor – mindestens – einem immensen inneren Widerspruch. Wenn wir doch allüberall von Patriarchat umgeben sind – wie ist es dann möglich, dass ausgerechnet die mächtigste Institution, der Staat, vom Patriarchat frei ist und dagegen ankämpft? Warum ist nicht der Staat – was zu erwarten wäre – die mächtigste Institution des Patriarchats?

      Ein Staatsfeminismus ist widerspruchsfrei nur dann zu halten, wenn er die Idee eines Patriarchats aufgibt. Dann aber hat er keine Möglichkeit mehr, die mannigfachen Unterstützungsleistungen zu begründen, die er organisiert. Denn für deren Notwendigkeit wird ja eben damit argumentiert, dass wir in einer männlichen Hegemonie lebten, gegen die ohne mächtige Unterstützung nicht anzukommen sei. Was, nebenbei erwähnt, auch bedeutet, dass der Staatsfeminismus mit einem sehr problematischen Gegensatz von Staat und (patriarchaler) Gesellschaft arbeitet, in dem er sich völlig selbstverständlich auf die Seite des Staats stellt.

      Anstatt sich den eigenen Widersprüchen zu stellen, lenken staatsfeministische Akteurinnen ab: Indem sie mächtige Feinde (Maskus!) imaginieren, gegen die aller Widerstand mobilisiert werden müsse. Oder indem sie immer neue Unterdrückungsmechanismen des „Patriarchats“ aufdecken (Michael Klein hat gerade von der Erfindung des „Gender Unpaid Gap“ berichtet). Oder indem sie Graswurzelbewegungen simulieren, die den Anschein erwecken, die staatsfeministischen Strukturen seien Ausdruck eines dringlichen Bedürfnisses der Basis (Der „Aufschrei“ ist dafür vielleicht das bekannteste Beispiel – er war ja weit eher ein Medienhype als eine Graswurzelbewegung).

      Der „Staatsfeminismus“ selbst ist zwar innerlich sehr widersprüchlich, und er stellt sich seinen Widersprüchen nicht. Der BEGRIFF „Staatsfeminismus“ aber ist, wenn er (wie MiSa ja vorschlägt) nicht verschwörungstheoretisch verwendet wird, in meinen Augen sinnvoll.

      • „Ein Staatsfeminismus ist widerspruchsfrei nur dann zu halten, wenn er die Idee eines Patriarchats aufgibt.“

        Das siehst du zu logisch.

        Einmal gilt jetzt der Genderismus, der eine hinterhältige Reaktion des Patriarchats darstellt und die Frauen dadurch entwertet, daß jetzt jeder Mann sich auch als Frau darstellen kann. Von den anderen Geschlechtern mal ganz abgesehen, die auch Aufmerksamkeit ziehen. Gegen die Hinterlist der variety-Politik dürfte selbst eine Mehrheit von Feministen in allen Ämtern und Institutionen nicht ankommen.

        Zweitens wird die Paranoia schon dafür sorgen, daß die vermeintlichen Feministen, in den Institutionen angekommen, als heimliche Agenten des Patriarchats angesehen werden, etwa wenn die Staatskohle nicht progressiv fliesst oder der Rechtsstaat nicht schnell genug abgeschafft wird.
        Selbst wenn alle Abgeordneten im Parlament Frauen sein würden, schwebt über ihnen dennoch der Adler des Patriarchats!

        Weiterhin gibt es noch das internationale Betätigungsfeld, denn das Patriachat ist weltweit vorhanden und überall immer noch mächtig, mit der Ausnahme der Länder der Religion des Friedens freilich. Aber da ist auch noch Israel, der Erz- und Ursprungsstaat des Patriarchats.

        Der Feminismus ist weniger Ideologie als ideologisch-verquaster Wahn. Und er strebt zur Macht. Vielleicht zur absoluten.
        Wenn dann GG Art1 geändert wird in: „Die Würde der Frau ist unantastbar“ kann man tatsächlich vom „Staatsfeminismus“, im echten Sinne, sprechen.

        • „Das siehst du zu logisch.“ Sicher, es geht nicht um eine intellektuelle Auseinandersetzung. Und da kein Staatsfeminismus für seine eigene ökonomische Grundlage sorgen muss, und da seinen Protagonistinnen (und Protagonisten) ihre eigenen Widersprüche herzlich egal sind, wird er an diesen Widersprüchen auch nicht scheitern.

          „Aber da ist auch noch Israel, der Erz- und Ursprungsstaat des Patriarchats.“ Zu der Nebenbemerkung noch eine Anmerkung, auch wenn es Off Topic ist. Gerade in der sogenannten „Matriarchatsforschung“ – die sich natürlich entschieden gegen das „Patriarchat“ stellt – sind judenfeindliche Stereotype weit verbreitet. Christa Mulack beispielweise ist dafür schon lange berüchtigt. https://thinktankboy.wordpress.com/f-rubriken/die-grose-gottin-und-der-feministische-antisemitismus/

          Ich habe einmal „Ich verwerfe im Lande die Kriege“ von Gerda Weiler gelesen (warum ich das gelesen habe, weiß ich selbst nicht mehr – ich hab halt schon alles Mögliche gelesen). Die Menschen hätten in einem weitgehend friedlichen Matriarchat gelebt – bis dann die Juden den patriarchalen Gott durchgesetzt hätten und das ganze männliche Unglück begann, das dann schließlich u.a. im Nationalsozialismus kulminiert sei. Für Deutsche hat diese „Matriarchatsforschung“ den angenehmen Nebeneffekt, dass damit Juden selbst die Schuld an Auschwitz zugewiesen werden kann.

          Dieser antisemitische Müll hat die Stadt Freiburg nicht daran gehindert, eine Straße nach Gerda Weiler zu benennen, es gibt zudem auch eine „Gerda Weiler Stiftung für feministische Frauenforschung“, die Stipendien an Forscherinnen und Autorinnen vergibt. Keine Ahnung, woraus sich diese Stiftung wiederum finanziert – es wäre keine Überraschung, wenn es öffentliche Gelder wären. (Womit ich dann am Ende doch wieder On Topic bin.)

        • @Lucas
          „Sicher, es geht nicht um eine intellektuelle Auseinandersetzung.“

          In einer Auseinandersetzung mit Antiintellektuellen ist Intellektualismus nicht unbedingt zielführend. Umso wichtiger ist intellektuelle Aufklärung aber um deren Antiintellektualismus.

          Und insofern scheint mir die „Matriarchatsforschung“ nicht off-topic, sondern spot-on zu sein. Ich habe den Eindruck gewonnen, daß diese der unangefochtene und allseits akzeptierte Apex der Feminismus-Ideologie ist. Was die Hypothese herausfordert, der Feminismus sei nichts weiteres als eine Form des Antisemitismus oder dazu „verkommen“.

          Interessant: Es gibt sogar eine Feministin, die den feministischen Antisemitismus thematisiert und viele Einzelaskekte aufgreift:
          http://www.phyllis-chesler.com/847/feminists-anti-semitism
          Bei ihr vermisst man allerdings jeglichen Bezug auf die Matriarchats-Idee, vielleicht weil es sie in zu großen Widerspruch zum Konzept des „Patriarchats“ bringen würde, daß sie als Feministin hoch hält.

          Dank für den link, den ich überhaupt nicht kannte. Ich war überrascht, wie detailliert der Aufsatz, noch dazu auf deutsch, war. Statt Bachofen würde ich für die Ahnherrin der „Matriarchatsforschung“ eher Mathilde Ludendorf (Frau des Feldmarschals, der Hitler zum RK „schlug“) halten und vermisste auch die ausdrückliche Erwähnung M Mitscherlichs.
          Das mit Weiler war mir auch so bewusst, es gibt noch viel mehr derartiges, auch und gerade in den USA.

          Um wieder auf den „Staatsfeminismus“ zurückzukommen (sorry, das Ding gehört eigentlich in Gänsefüsschen verbannt), so kann dies wegen des Staatspluralismus nicht verwundern. Eigentlich hätte unserer Staat schon von vorneherein eine strikte laizistische Grenze ziehen sollen, Religion sollte reine Privatsache sein….

        • nebenbei, hier eine ganz andere Interpretation des Sinns der steinzeitlichen „Muttergöttinnen“, vom Comic-Zeichner Robert Crumb:

          — steinzeitliche Pornographie! 😀

    • „Staatsfeminismus bedeutet vom Staat geförderter, finanzierter, organisierter Feminismus.“

      Das ist so ungefähr die Kurzform meiner eigenen oben zitierten Definition.
      An dieser Stelle kommt die übliche Warnung: es gibt nicht den einen Feminismus, sondern x z.T. sehr gegensätzliche Varianten. Damit weiß „der Staat“ (hier verstanden als Demokratie) aber gar nicht mehr, was er finanziert und fördert. Er schafft lediglich Ressourcen und Machtpositionen, die sich demokratischer Kontrolle entziehen und die ihre eigene Politik machen. Der Satz von Schoppe:

      „Das erlaubt es, auch Positionen zu beziehen, die den meisten Menschen weitgehend fremd und unplausibel sind – es müssen ja keine Mehrheiten gefunden werden.“

      paßt exakt dazu. Deswegen stimme ich auch nicht mit der Auffassung überein:

      „Man kann, glaube ich, klar sagen, dass der Feminismus Teil der Grundwerte und Ziele unseres Staates geworden ist“

      Ersten wissen die meisten Leute nicht, welche Theorien und Werte (außer plumper Frauenbevorzugung) sich hinter dem Begriff Feminismus verbergen – man kennt genau die Bezeichnung Feminismus und weiß, daß das irgendwie gut ist, weil die Männer zuviele Vorteile haben, obwohl natürlich diese Alice Schwarzer irgendwie unsymphatisch ist – das war jetzt sarkastisch, aber ich fürchte, keine völlig falsche Einschätzung des allgemeinen Wissensstands. Ich weiß nicht, ob man so ein unqualifiziertes Vorurteil als Grundwerte bezeichnen kann.

      Die Leute, die sich genauer informiert haben (und die nicht in den Gender Studies indoktriniert wurden), werden bestenfalls ambivalente Gefühle haben, also für die auch kein Grundwert.

      Und Feminismus im Sinne institutionalisiertem Feminismus = feministische Infrastruktur ist als unkontrollierter Machtapparat ist unmittelbar verfassungswidrig.

  10. Ich verstehe im übrigen die Aufregung nicht.

    Die Genderidiotie (propagiert im wesentlichen vom lesbisch ideologischen Core des Feminismus) ist offizielle Staatspolitik.

    „Verpflichtungen zur Umsetzung einer effektiven Gleichstellungspolitik im Sinne des „Gender Mainstreaming“ ergeben sich sowohl aus dem internationalen Recht als auch aus dem nationalen Verfassungsrecht.“

    http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=192702.html

    Von daher ist der Begriff des „Staatsfeminismus“ durchaus angemessen.

    Ihn aber in typisch ideologisiert manipulativer wiki-Manier als „Institutionalisierung von Emanzipationsbestrebungen von Frauen im modernen Staat “ zu kaschieren, ist drollig.

  11. Der Staatsfeminismus wird gerne im Sinne der großen Verschwörungstheorie benutzt, in dem alle Stellen “feministisch verseucht” sind. Fakten werden dafür selten gebracht

    Ich halte es nicht für zielführend, solche Thesen aufzustellen, wenn man eine Diskussion wünscht. Dann sollte man dieses aber zumindest im eigenen Kontext reflektieren, Christian.

    Dieses Gemengenlage aus „feministisch verseucht“, „Staatsfeminismus“, nicht gebrachten „Fakten“ und „Verschwörungstheorien“ dürfte wahrscheinlich nicht dazu führen, dass sich viele ggf. abwenden:

    – Entsorgte Trennungsväter
    – Niederquotierte Berufseinsteiger et.al.
    – ‚Ausgesetzten‘ Reservisten (Wehrpflichtige)
    – Zwangsväter ohne DNA-Testmöglichkeiten
    – Beschnittenen, die das als Männer ertragen müssen
    – Härtere Bestrafungen für alles mit XY-Chromosom
    – Wohnungsverwiesene, die sich nur gewehrt haben
    – Obdachlose, die sehen dass man sich nicht um sie kümmert
    – Einflussnahmen von mehr und mehr NGOs im Sinne der Frau
    – Diskreditierung von Jungs in den Schulen und Universitäten
    – Exhibitionsnismus-Paragraphen, welche nur den Mann bestrafen
    – und so weiter und so fort …

    Alles nur Verschwörungstheorien? Wo zieht man da die Grenze zwischen staatlichem Dirigismus und Staatsfeminismus; oder geht es hier und heute nur um Definitionen?

    Die Nomenklatura ist nicht alles, denn:
    Die Realität sieht etwas anders aus.

    Insofern schließe ich mich dem Kommentar von @ratloser restlos an:

    „Ihn aber in typisch ideologisiert manipulativer wiki-Manier als “Institutionalisierung von Emanzipationsbestrebungen von Frauen im modernen Staat” zu kaschieren, ist drollig.

    Und würde es gern ergänzen um:
    Scheuklappen tragen.

    • Entsorgte Trennungsväter
      – Niederquotierte Berufseinsteiger et.al.
      – ‘Ausgesetzten’ Reservisten (Wehrpflichtige)
      – Zwangsväter ohne DNA-Testmöglichkeiten
      – Beschnittenen, die das als Männer ertragen müssen
      – Härtere Bestrafungen für alles mit XY-Chromosom
      – Wohnungsverwiesene, die sich nur gewehrt haben
      – Obdachlose, die sehen dass man sich nicht um sie kümmert
      – Einflussnahmen von mehr und mehr NGOs im Sinne der Frau
      – Diskreditierung von Jungs in den Schulen und Universitäten
      – Exhibitionsnismus-Paragraphen, welche nur den Mann bestrafen
      – und so weiter und so fort …

      Alles nur Verschwörungstheorien? Wo zieht man da die Grenze zwischen staatlichem Dirigismus und Staatsfeminismus; oder geht es hier und heute nur um Definitionen?

      Dann zeig mal über ein „das muss so sein, weil die sind die bösen“ hinaus auf, wie dies jeweils der „staatsfeminismus“ verursacht hat. Bitte unter Nachweis, dass der „staatskonservatismus“ daran keinen Anteil hat.

      Ich bin gespannt.

      • “ Bitte unter Nachweis, dass der “staatskonservatismus” daran keinen Anteil hat.

        Warum zeigen, Christian? Ich würde dem nicht mal widersprechen. Wenn man sich z.B. die Evolution in der revolutionären Entwicklung der Scheidungsreform (Abkehr vom Schuldprinzip) ansieht, dann war es gerade die CDU, welche die heutigen Zustände evozierte. Selbst die konservative FAZ hat das in den 80erh regelrecht zerlegt.

        Als Faktum bestehen geblieben sind doch die heutigen Zustände.

        Insofern bin ich gespannt, wie du das als Verschwörungstheorie abtun möchtest. Denn so einfach ist es (leider) nicht.

        Die Menschen erleben Praxis
        – und nicht die blanke Theorie

        Mir ist es egal, ob man es Staatsfeminismus oder eine „Superkalifragilistikexpialigetisch“-Theorie nennt.

        Diese Rechts-Links-wer-kanns-besser Diskurse führen zu allem: Vor allem ins Nichts.

        • @emannzer

          Fehlt immer noch der Nachweis für den Anteil des Staatsfeminismus.

          Hier finde ich interessant, dass du gespannt bist, wie ICH es abtue.
          Wenn du meinst, dass es so ist, dann muss ich wohl kaum das Gegenteil beweisen

          Beweis du mal, dass es keine Chemtrails gibt und das 9/11 nicht ein Insidejob war.

        • @Christian

          „Hier finde ich interessant, dass du gespannt bist, wie ICH es abtue.“

          Wo tat ich das?

          Ich stellte lediglich eine Gegenfrage, nachdem ich deine (sogar zustimmend) beantwortete. That’s it.

          „Beweis du mal, dass es keine Chemtrails gibt und das 9/11 nicht ein Insidejob war.“

          (a) weiß ich nicht, was „Chemtrails“ sind und (b) empfinde ich 9/11 als ziemliches Ablenkungsmanöver, wenn auch so wahrscheinlich nicht intendiert von dir.

          Also, und daher etwas anders formuliert:
          Warum ist Staatsfeminismus eine Verschwörungstheorie

          In deinen Augen bitte, denn diese These kam von dir.

        • @emannzer

          Weil die Zusammenhänge behauptet, aber nie nachgewiesen oder näher ausformuliert werden, obwohl eine vielzahl anderer Faktoren dazu beiträgt.

        • Zusammenhänge wurden schon oft aufgezeigt, siehe zB Quotengesetz. Da Du diese aber nicht anerkennst und scheinbar bis zum letztem zustimmendem Abgeordnetenarm einen Nachweis forderst, wird das wohl nix.

        • @ddbz

          Der Nachweis eines Zusammenhangs ersetzt nicht den Nachweis weiterer Zusammenhänge.
          Wäre doch ein schönes Projekt: Ein sauberer Nachweis der Zusammenhänge und des schlechten Einflusses. Damit solltest du dringend Zeit verbringen und es dann auf deinem Blog veröffentlichen.
          Wenn es eh alles bereits gezeigt wurde, dann sollte das ja schnell gehen

        • @ Christian

          1. Chemtrails sind real, Das sagt hier einer, der 40+ auf der Erde ist, der noch weiß, was ein makellos blauer Himmel ist, und der beobachten konnte, wie das Verschmieren des Himmels vor etwa 12 Jahren (2003/2004) begonnen hat. Als aus sogenannten Verkehrsmaschinen auf einmal sogenannte Kondensstreifen kamen, die nicht ausgedünnt sind wie üblich, und als plötzlich sehr witzige und einfallsreiche Muster am Himmel zu sehen waren, wie serielle parallele Streifen, Sternchen und ähnliches.

          2, 9/11 war ein Inside-Job. Jeder, der das heute bestreitet, ist politisch hoffnungslos naiv und uninformiert.

        • @ C

          „Damit solltest du dringend Zeit verbringen und es dann auf deinem Blog veröffentlichen“

          Manche Meinungen magst Du nicht so gerne hören?

        • Doch, wenn du das tatsächlich in der Form machen würdest, dann würde ich es mit Interesse lesen. Was mich stört ist, dass du nicht argumentieren kannst

      • Wie ich Dir schon sagte ist Dein Verlangen nach einem Nachweis des Gegesatzes von Feminismus und Konsevativismus eben nur Dein Wunsch, mehr nicht. Gibt es diesen Gegensatz oder ist das nicht eher eine VT von Dir? 🙂

        Ausserdem entlastete die Beteiligung eines der Akteure nicht den Hauptverursacher. Auch hier ist Deine Forderung einfach nur Deine Forderung. Oder anders, hier gibt es diesen Gegensatz nicht. Staatsfeminismus kann also Verursacher sein und Konservative Helfershelfer.

        • @DDBZ

          Dich frage ich noch nicht mal, was denn deine Argumente für einen Zusammenhang diverser Benachteiligungen mit dem Staatsfeminismus sind. Das ist bei dir vollkommen zwecklos.

          Vielleicht ist ja auch der Konservative Verursacher und der Staatsfeminismus Helfershelfer

        • @ C

          Mir soll’s recht sein. Wie Du meinst. Wenn eine Feministin als Ministerin was sagt und auch macht war’s natürlich der konservative Weltgeist. Kennt man ja aus konservativen Gesellschaften … Frauenquote, Scheidungsrecht zugunsten der Frauen und so weiteres Zeugs wie @emanzer zB aufzählte. Ist typisch für solche Gesellschaften. Nee, ist schon klar …

          Vielleicht war’s ja auch die Frau Holle, kann man ja nie wissen tun. 😦

          PS Schonmal versucht Gleichstellungsbeauftragte zu werden?

  12. Der Ansatz, den Begriff Staatsfeminismus als Korrelat zum Patriarchat ins Spiel zu bringen, ist nicht besonders freundlich, weil er die Inhalte des Patriarchatsbegriff mit den Inhalten des Staatsfeminismusbegriff korreliert. Patriarchat als Kampfbegriff bedeuted Macht, Ausbeutung der Frau, Unterdrückung, Knechtung, Züchtigung und Förderung der Vergewaltigung von Frauen durch Männer. Diese hysterische Zuschreibung des Bösen zum Patriarchatsbegriff haben Männerrechtler mit dem Staatsfeminismus nie gemacht. Dazu sind sie einfach nicht blöd genug.
    Es reicht vollkommen aus, einen Staatsfeminismusbegriff zu verwenden, wie es die Feministen selbst tun, denn lt. Wikipedia verstehen sie darunter:

    „Als „Staatsfeminismus“ wird zum anderen die Institutionalisierung von Emanzipationsbestrebungen von Frauen im modernen Staat bezeichnet sowie eine spezifische frauenpolitische Strategie, die mit dem Schlagwort Marsch durch die Institutionen beschrieben wird.[71] Protoypisch dafür stehen die skandinavischen Länder und Australien. Der so genannte Staatsfeminismus in Finnland zum Beispiel, wo unter anderem die innerparteiliche Frauenförderung eine lange Tradition hat, erleichterte effektiv die politische Teilhabe von Frauen.[72] Birgit Sauer kommt in ihrer Studie Engendering Democracy. Staatsfeminismus im Zeitalter der Restrukturierung von Staatlichkeit (2006) zu dem Ergebnis: „[…] Frauen [haben] in den vergangenen dreißig Jahren relativ erfolgreich westliche liberale Demokratien unter einer Frauenperspektive demokratisiert.“ Das zeige sich darin, dass nicht nur der Anteil von Frauen in politischen Entscheidungsgremien erheblich zugenommen habe, sondern auch die „inhaltlich-substantielle Repräsentation entscheidend im Sinne eines frauenfreundlichen Outputs beeinflusst werden konnte“. Diese Entwicklung sei maßgeblich der Einrichtung staatlicher Institutionen wie Frauenministerien, Frauenbüros oder Gleichstellungsbeauftragten zu verdanken, die als Vermittler zwischen Frauengruppen und Frauenbewegungen einerseits und Politik und Verwaltung andererseits tätig seien.

    „Der Terminus ‚Staatsfeminismus‘ bezeichnet eben dieses Phänomen […], nämlich die Entstehung von staatlichen Institutionen zur Gleichstellung von Frauen bzw. zur Frauenförderung.[73]“

    Es handelt sich beim Staatsfeminismus um ein objektives Phänomen und eine Vergleichung mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, die sich auch staatliche Unterstützung verschaffen, wie zum Beispiel die Kirche, setzt ihn nicht ausser Kraft, sondern bestätigt ihn. Der Vergleich mit der Kirche dient dazu, den Staatsfeminismus als normales gesellschaftliches Phänomen zu beschreiben, als Tätigkeit einer beliebigen Lobbygruppe. Der Männerrechtsbewegung den Begriff des Staatsfeminismus wegzunehmen ist kurzsichtig, weil sie dann den Feminismus nicht mehr als politisches, sondern nur noch als psychologisches Phänomen beschreiben können. Feminismus ist ausserhalb des Staates nichts. Religion hat ausserhalb des Staates immer noch einen Inhalt. Staatlich organisierter Feminismus gerät zum Nachteil von Männern. Staalich verwalteter Katholizismus nimmt sich nicht eine Gruppe in der Gesellschaft vor, die er bekämpft. Staatlicher Feminismus schreibt sich in Grundsatzprogramme von Regierungsparteien ein, um z.B. die männliche Gesellschaft zu überwinden. Staatlich verwalteter Katholizismus hat als radikalste politischer Forderung die Erhaltung der Familie. Staatsfeminismus schafft es, die Hälfte des Bundesparlament zum Fernbleiben von Abstimmungen über staatsfeministische Inhalte zu zwingen. Der Katholizismus kann das nicht.
    Deswegen ist Staatsfeminismus einerseits ein objektives, messbares Phänomen, anderseits ein Ausdruck subversiven Machtmissbrauchs. Staatsfeminismus ist ein negativ konnotierter Begriff, insofern er subversive und mafiöse Strukturen ins Spiel bringt. Nur hier kann eine Differenz in der Einschätzung des Staatsfeminismus bestehen, ansonsten ist an seiner Existenz nicht zu zweifeln.

    • Danke, sehr sauber durchdacht und formuliert.

  13. @Christian:

    Ich verstehe nicht, was Du mit „Und? Deswegen kann es dich trotzdem daneben einen Staatskonservatismus geben, wenn es nur auf die Unterstützung durch den Staat ankommt“

    bezwecken willst. Wenn Du die Förderung konservativer Werte durch den Staat als „Staatskonservativismus“ bezeichnen willst, mach das; das ist halt etwas pleonastisch, da Staaten schon aus Selbsterhaltungstrieb konservativ sind. Das ändert aber nichts daran, dass die gezielte Förderung und Erzwingung feministischer und genderistischer Zielsetzungen durch den Staat, also der von fast allen hier als Staatsfeminismus beschriebene Sachverhalt, keine Theorie, sondern real ist. Staatsfeminismus ist eine Bezeichnung, keine Theorie.

    Natürlich kann man sich um „Staatsfeminismus“ herum auch Theorien erspinnen, genau wie man das mit dem „Patriarchat“ kann, aber im Gegensatz zum Staatsfeminismus, der real existiert, gibt es kein – und gab nie ein – Patriarchat.

    Der Staatsfeminismus ist real, siehe ddbz oben: „Gender Mainstreaming für alle Staatseinrichtunge verpflichtend zu machen, Gleichstellung statt Gleichberechtigung in Gesetze zu gießen und so Sachen…“

    Das sind Fakten. Nachprüfbare Fakten. Und die subsummiert man unter „Staatsfeminismus“.

    Ich kenne hingegen keine Belege für das „Patriarchat“.

    • Mein Problem ist hauptsächlich, dass es als Entlastung für den Nachweis einer tatsächlichen Beeinflussung genommen wird. Nach dem simplen Schema „das ist der Feminismus, schließlich leben wir im Staatsfeminismus, siehe x (zB allgemeiner Hinweis auf Gender mainstreaming) deswegen ist auch an y natürlich der Feminismus schuld“

      Aus meiner Sicht hat es dann typische Elemente einer Verschwörungstheorie. Denn auch diese entheben sich auf diese weise häufig des tatsächlichen Nachweises.

      Weil ein Staat gewisse Ziele einer Ideologie teilt wird diese Ideologie auch nicht per See Staatsideologie.

      Wenn der gegenwärtige Feminismus Staatsideologie wäre, dann hätten wir kein Geschlecht im pass, die Biologie wäre im Geschlechterbereich wegen sexistischer kackscheisse aus den unis raus und wir hätten harte 45/45 Quoten für körperlich weiblich bzw männlich gelesene Personen (mindestens 10% für trans queer etc). Zudem hätten wir hätten wir Quoten für alle intersektionalen Kategorien. Der Staatsfeminismus bleibt in weiten teilen weit hinter den zurück, was der Feminismus gegenwärtig will. Was den Begriff nicht stimmig macht.

      Zudem geht eben verloren, dass wir in einer Gesellschaft mit heterogenen Meinungen leben, was sich auch in der Politik niederschlägt. Und Staatsbedienstete sind keine hirnlosen Drohnen, die fraglos Ideologien über nehmen. Über den Begriff des Staatsfeminismus wird häufig viel zu schnell die gesamte Ideologie auf die einzelnen Vertreter des Staats über tragen. Etwa Richter, obwohl Juristen meist ideologisch gerade keine Anhänger sehr linker Ideen sind (man vergleiche mal die Ergebnisse typischer Studentenparlamentswahlen).

      • @Chris
        Mir fällt auf, dass Du gerade in dieser Diskussion ständig mit Strohmännern argumentierst.
        Das machst Du doch sonst nicht so (ausschließlich).

        Wenn wir wirklich in einer sozialen Marktwirtschaft leben würden, dann gäbe es einen Mindestlohn schon seit Jahrzehnten.
        Wenn wir wirklich in einer repräsentativen Demokratie leben würden, gäbe es keine 5% Klausel.

        Es gibt übrigens tatsächlich nicht „den“ Feminismus, und v.a. differenzfeministen werden dir an die Gurgel gehen, wenn du die unterschiede zwischen den Geschlechtern bestreitest, denn insbesondere knüpfen sie daran ja gerne eine moralische Wertung, Fruaen sind schließlich bessere Menschen.

        Eine Forderung nach „45/45“ habe ich noch niemals vom Feminismus gehört, auch nicht im Ansatz. Quoten, die für beide Geschlechter bzw. überhaupt auch für Männer gelten würden werden stattdessen heftig bekämpft.
        Quoten haben nur pro Frauen zu gelten, weil Männer ja nicht strukturell benachteiligt sind, O-Ton zur Anpassung des Bundesgleichstellungsgesetzes (hieß es so?) vor wenigen Wochen.

        Was DEINER MEINUNG NACH wäre, wenn Feminismus Staatsideologie wäre, entspricht sichtlich nicht verschiedenen Meinungen von Feministen.
        Vor allem aber geht Deine Behauptung irgendwie davon aus, dass Staatsfeminismus dann wohl ALLEINIGE Staatsideologie sein müsse, ohne jegliche Konkurrenz wie z.B. dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit oder der freien Marktwirtschaft, die ebenfalls wirksam sind und in ihren Auswirkungen in Konkurrenz und im Widerspruch zum Feminismus stehen.

        Was also wäre, wenn … sind reine Strohpuppen, um zu verschleiern, dass Staatsfeminismus durchaus mächtig am arbeiten ist. Du behauptest, es könne keinen Staatsfeminismus geben, weil er Deiner Meinung nach nicht alle Ziele (!) erreicht hat (!) , die er Deiner Meinung (!) nach haben müsste.

        • Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass eine mädchenmannschaft-queerfeminismus-partei, die mit 80% die Bundestagswahlen gewinnt, sich nicht zurücklehnen würde und anführen würde, dass der Staat bereits feministisch genug ist

        • Wenn Du mir im Gegenzug bestätigst, dass eine FDP, die mit 80% die Bundestagswahl gewinnt, auch anführen würde, dass wir nicht marktwirtschaftlich genug sind…

          … Es genügend Gruppierungen (auch innerhalb von Parteien) gibt, die befinden, dass wir nicht demokratisch genug sind…

          … Es zu jeder Zeit auch im real existierenden Sozialismus der DDR auch innerhalb der SED die Meinung ab, dass die DDR nicht sozialistisch genug sei und man da weiter dran arbeiten müsse …


          dann können wir uns vielleicht einfach darauf verständigen, dass es sowas wie Staatsideologien grundsätzlich nicht gibt.

          q.e.d.
          ??

        • Da würde ich mitgehen und es war ja auch eines meiner Argumente

          Allerdings gibt es eben auch Unterschiede in der Verwirklichung. Und da sind wie weit davon entfernt, was der theoretische Feminismus fordern würde

        • Das überrascht mich jetzt.
          Im Grunde war meine Antwort durchaus etwas ironisch gedacht.
          Denn ich bin durchaus der Meinung, dass es Staatsideologien gibt.

  14. Nimm an, ich behaupte, die geringe Geburtenrate sei die direkte Folge der Ökonomisierung aller Lebensbereiche (das x). Die Ideologie hierfür sei der Neoliberalismus. Der Neoliberalismus fordert die totale Flexibilierung des Menschen und seine Ausrichtung am Markt. Der Feminismus mit seiner Ablehnung der Familie und Forderung, dass alle Frauen arbeiten müssen, entspricht dem Interesse des Neoliberalismus, deshalb fördert er ihn. Er unterstützt den Feminismus bei der Etablierung im Staat und benutzt ihn als Transmissionsriemen. Die organisatorische Umsetzung geht über gender mainstreaming. Die staatliche Form, die sich der Neoliberalismus gibt, ist dann der Staatsfeminismus.
    Dann könnte ich sagen, der Staatsfeminismus fördere die geringe Geburtenrate (das y).
    In der politischen Debatte würde nun die von mir aufgeführten Verallgemeinerungen und Zusammenhänge bestritten und es würden Beweise verlangt. Ich müsste Millionen investieren, um mir entsprechende Studien zu beschaffen. Erst dann sei meine Behauptung gerechtfertigt und der dann nachgewiesene Staatsfeminismus würde sich, so die Theorie, aus Einsicht auflösen.
    Die These vom Staatsfeminismus zu beweisen, indem die feministische Gesinnung bei jedem Staatsbediensteten festgestellt wird, ist wohl etwas zu anspruchsvoll. Du nimmst den Begriff zu stark, vermutlich weil du ihn mit dem Begriff des Patriarchats konnotierst. Der Begriff Staatsfeminismus ist sinnvoll, um gesellschaftliche Entwicklungen zu beschreiben, nicht um Verschwörungstheorien aufzustellen.

    • Können wir und darauf einigen, dass der Begriff schnell falsch eingesetzt werden kann und dann den Charakter einer Verschwörungstheorie haben kann? Und das ein Einsatz als Argument höchst problematisch sein kann? Und das er sehr anfällig dafür ist, falsch verstanden zu werden?

      • Können wir..

      • Begriffe nicht zu benutzen, weil sie missbraucht werden können, ist problematisch und IMHO falsche PC-Denke, denn jeder Begriff kann missbraucht werden (und je aussagekräfiger sie sind, um so eher geschieht das). Das führt vor allem zur Verhinderung von Diskussion.

        Wenn der Begriff bzw. das Argument problematisch werden kann, ist die richtige reaktion, das zu konkretisieren und zu verbalisieren, nicht, den Begriff nicht mehr zu verwenden.

        Den Begriff nicht mehr zu verwenden und zu dämonisieren ist klassische PC-Denke.

        Was Du, Chris, hier in dieser Diskussion machst und gemacht ast, ist die Auseinandersetzung mit dem Begriff zu diskreditieren, nicht weil Du ihn inhaltlich falsch findest (inhaltlich wurde nun lang und breit ausgeführt, wofür er alles stehen kann und eine berechtigung haben kann), sondern weil Du seine Verwendung „problematisch“ findest und er „missbraucht“ werden „kann“.

        • Du meinst du kannst Diskussionen nicht mehr führen, wenn du nicht „Staatsfeminismus“ sagen kannst? Das überrascht mich, ich kann es sehr gut. Ich finde dem Begriff auch inhaltlich falsch und er wird als Argumentsersatz gebraucht.

          Ich behaupte mal: jeder Text, der den Begriff als zentrales Element benutzt hat eine schwache Argumentation und drückt sich um eine tatsächliche Prüfung. Kannst du mir gute Texte nennen, auf die das nicht zutrifft?

        • „Du meinst du kannst Diskussionen nicht mehr führen, wenn du nicht “Staatsfeminismus” sagen kannst?“

          Nein, ich meine, dass es schwieriger wird zu diskutieren, wenn Begriffe in dieser Weise nicht mehr benutzt werden sollen.
          Und dass es problematisch ist, über Begriffe zu diskutieren, um klarzumachen, dass man sie nicht benutzen soll, anstatt sie inhaltlich zu füllen.
          Genau das führt zu Verhinderung von Diskussion: Man redet gar nicht mehr inhaltlich über den begriff, sondern darüber, ob und warum er verwendet oder nicht verwendet werden soll.
          Ich mag den Begriff „derailing“ z.B. auch nicht besonders, aber an der Stelle fände ich ihn angebracht.

          „Das überrascht mich, ich kann es sehr gut. Ich finde dem Begriff auch inhaltlich falsch und er wird als Argumentsersatz gebraucht.“

          Offenbar nicht, stattdessen hast Du den Begriff explizit zumThema in Deiner Theoriewoche gemacht. Das klingt nicht danach, dass Du den Begriff nicht verwenden magst.
          problematisch finde ich eben, dass Du genau die Inhaltliche Auseinandersetzung damit nicht führst, sondern vor allem seine verwendung problematisierst.
          Also PC denken darauf anwendest.

          Das empfinde ich als erheblich problematischer als den Begriff „Staatsfeminismus“ selbst.

          Und Dein vorgehen führt genau dazu, dass wir uns auch hier nun v.a. über die VERWENDUNG des Begriffes unterhalten, und nicht um seinen Inhalt.

        • Das will ich ja auch gerade: es soll schwieriger werden. Denn meine bedenken sind ja gerade, dass man es sich mit Schlagwörtern zu einfach macht i und nicht mehr argumentiert.
          Genau das ist auch das schöne an solchen begriffen: sie erleichtern es Fehler zu über decken.

          Ich halte aus diesen gründen auch eine Diskussion über die Verwendung für dringend geboten.

          Dabei geht es auch nicht um PC. Ich habe es ja auch inhaltlich dargelegt, warum ich meine, dass für Verwendung zu Fehlern führt.

          Natürlich ist meine Meinung aber auch nicht bindend. Jeder kann verwenden, was er mag.
          Ich bin aber zuversichtlich, dass man erkennen kann, dass jemand, der es häufiger verwendet, einer geringe Anforderung an die Qualität seiner Argumente insgesamt stellt.

          Das unterscheidet sich nicht viel von dem Begriff Patriarchat.

        • „Ich behaupte mal: jeder Text, der den Begriff als zentrales Element benutzt hat eine schwache Argumentation und drückt sich um eine tatsächliche Prüfung. Kannst du mir gute Texte nennen, auf die das nicht zutrifft?“

          Ich stimme Dir da nicht zu, ich finde, allein auf dieser Seite hier haben z.B. Emanzer, Schoppe, Quellwerk und noch andere durchaus argumentativ stark mit dem Begriff operiert und ihn gut belegt.

          Aber davon abgesehen ist die Berechtigung eines Begriffes nicht daran geknüpft, ob er in Texten, in denen er als zentrales Element benutzt wird, oft oder häufig mit einer schwachen Argumentation auftritt. Texte benutzen auch nicht-zentrale Begriffe. Es ist ziemlich schwierig, Texte zu scheiben, die nur „zentrale Begriffe“ verwenden. Man schreibt üblicherweise, indem man sehr viele nicht-zentrale begriffe darin verwendet.

          Sinnvoll verwendet kann der Begriff werden, wenn man zuvor einigermaßen klar und sauber definiert hat, was man damit meint. Dann muss man sich allerdings auch an diese Verwendung halten.

          Das gilt mithin auch für Diskussionsgegner, die dann nicht versuchen dürfen, den Begriff in einer Weise auszuweiten oder umzudefinieren, die der Schreiber nicht gemeint hat.
          Auch das erscheint mir so, dass Du das in dieser Diskussion ein paar mal gemacht hast.

          „Das will ich ja auch gerade: es soll schwieriger werden. Denn meine bedenken sind ja gerade, dass man es sich mit Schlagwörtern zu einfach macht i und nicht mehr argumentiert.“

          Aha.
          Ich finde nicht, dass es ein Selbstzweck sein sollte, eine Diskussion „schwieriger“ zu machen.

          Ich gebe Dir recht, dass es problematisch ist, einen Begriff wie den „Staatsfeminismus“ als Schlagwort unhinterfragt zu verwenden und nach belieben das damit zu verbinden, was einem grade in die Argumentation passt. Und ich gebe Dir recht, dass das eine echte Gefahr in Verwendung dieses Begriffes ist, und zwar deshalb, weil das IMMER eine Gefahr von Aussagestarken Schlagwörtern ist.

          Das ist allerdings nichts, was grundsätzlich gegegn deren Verwendung spricht, sondern lediglich etwas, das eine saubere Verwendung dieser Begriffe erfordert.

          Es ist absolut sinnvoll, den Begriff für sich nicht in jeder Diskussion neu definieren und begründen zu müssen, denn sonst dreht man sich mit einer Diskussion schnell im Kreis und kommt nicht von der Stelle.

          Sinnvoll ist durchaus, für sich festzulegen, wie man den Begriff gemeint und verstanden wissen will, und darauf hinzuweisen.

          Dazu wäre diese Diskussion durchaus hilfreich gewesen.

          Wo das nicht steht, ist es immer legitim, nachzufragen: „Du sagst „Staatsfeminismus“, was bitteschön meinst du damit“?
          Eine gültige Antwort darauf kann dann eben sein,“ich meine den Begriff Staatsfeminsmus so, wie es Maninthemiddle http://maninthmiddle.blogspot.de/p/staatsfeminismus.html#staatsfeminismus defniert hat (oder Lucas Schoppe im Blog allesevolution, oder oder […])

          Man kann dann DIESE Verwendung des Begriffs kritisieren, oder seine Berechtigung hinterfragen.

          Das ist dann im Sinne einer Diskussion, die auch in der Lage ist, vom Fleck zu kommen.

          Derailing ist es hingegen, wenn man dann die Verwendung des Begriffs mit anderen Definitionen (unterstellungen) des Begriffs unterlegt und mit diesen anderen Bewertungen zu diskreditieren versucht.

          Damit blockieren sich Diskussionen nur selbst.

        • Hat denn zB Schoppe einen Text, der wesentlich mit den Begriff „Staats Feminismus“ arbeitet? Ich meine nicht.

          Welchen sonstigen Text, in den es nicht um den Begriff an sich geht, findest du den gut, in den er eine wesentliche eine spielt?

        • „Hat denn zB Schoppe einen Text, der wesentlich mit den Begriff “Staats Feminismus” arbeitet? Ich meine nicht.“

          Oben in meiner Antwort habe ich konkret seinen Beitrag hier auf dieser Seite gemeint, s.o..

          Ansonsten habe ich doch genau das deutlichst gesagt:
          Die Verwendung des Begriffs macht durchaus (oder grade) in Texten Sinn, in denen er nicht zentral ist, sondern eben verwendet wird, um etwas langwieriges nicht noch einmal an dieser Stelle ausführlich darlegen zu müssen, weil es in dem Begriff enthalten ist.

          Ob Schoppe das macht?
          Gucken wir mal:

          https://www.google.de/webhp?&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=staatsfeminismus+site:http:%2F%2Fman-tau.blogspot.de%2F

          Okay, viele der Fundstellen fördern Kommentare anderer Nutzer zu Tage.

          Aber auch Schoppe selbst benutzt den Begriff, z.B.:
          http://man-tau.blogspot.de/2013/10/gibt-es-einen-feminismus-mit.html
          „Der Begriff „Staatsfeminismus“ bezeichnet ja keineswegs einen rundum feministisch ausgerichteten Staat, sondern im Gegenteil einen Feminismus, der nicht auf die Überzeugungskraft der besseren Argumente, sondern auf die Gewalt staatlicher Institutionen setzt. Ein solcher Feminismus braucht einen autoritären, starken Staat, der als großer Bruder jederzeit den vermeintlich Bedrohten zu Hilfe kommt, sie stützt und fördert – während ein liberaler Staat, der sich selbst Grenzen setzt, aus dieser Perspektive grundsätzlich unter dem Verdacht steht, gegenüber der unterstellten männlichen Gewalt sträflich gleichgültig zu sein.“

        • „Genau das ist auch das schöne an solchen begriffen: sie erleichtern es Fehler zu über decken.

          Ich halte aus diesen gründen auch eine Diskussion über die Verwendung für dringend geboten.“

          Im Grunde ist genau das die Stelle, an der wir uns treffen können, denn darin stimme ich Dir zu.

          Ich widerspreche Dir eben in der Auffassung, dass der Begriff selbst kontraproduktiv sei.

    • „Dann könnte ich sagen, der Staatsfeminismus fördere die geringe Geburtenrate (das y).“

      Durch Kitas und Ganztagsschulen vermutlich … oder stehen bereits die „Vätermonate“ – bei denen Männer system-bedingt DEUTLICH besser für ihre häusliche Präsenz bezahlt werden als Frauen – im Verdacht, die Lust aufs Kinderkriegen zu vermiesen? Oder – gestern war Hebammentag – die feministischen Ambitionen, selbstbestimmte Geburten in besserem Umfang als bisher zu ermöglichen – hochverdächtig und wahrscheinlich kontraproduktiv?

      Außerdem (ich wiederhole):

      „Die Jahrgänge, die mehr Kinder großzogen, als sie selber zählten, wurden in Deutschland vor über einem Jahrhundert geboren. Der Jahrgang 1892 war der letzte, der sich in der Zahl seiner Kinder ersetzte. Seitdem ist jede Kindergeneration zahlenmäßig kleiner als ihre Elterngeneration. Damit hat Deutschland schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den jahrhundertealten Pfad des Bevölkerungswachstums verlassen. Nur die Geburtsjahrgänge 1930 bis 1937 erreichten in den sechziger Jahren noch einmal eine annähernd bestandserhaltende Geburtenrate.“
      (2002, S.14f.; genannte Quelle: Statistisches Bundesamt, Gebiet und Bevölkerung 1997, S.190 ff.)

      Frauen weltweit _wollen_ im Schnitt einfach nicht mehr als 2-3 Kinder kriegen und etwa ein Fünftel will gar kein einziges. Isso.
      Und das ist auch kein _wirkliches_ Problem.
      Ganz besonders verglichen mit den Problemen, die aus unerwünschten Schwangerschaften, die ausgetragen werden (müssen), erwachsen können.

      Got it?

      • Meine These spricht von einer totalen Ökonomisierung aller Lebensbereiche, die mit dem Genderismus und dem Feminismus ihren Höhepunkt erreicht. Der Reparaturbetrieb in Form von Vätermonaten, Kitas und Ganztagsschulen kann dem nicht entgegenwirken. Das einzige was i got, ist deine resignative Haltung, die sich in einem „isso“ erschöpft, bzw., dein Lob dieser Entwicklung („kein _wirkliches_ Problem“). Konsquenterweise wirst du für eine bunte Vielfalt in der Zusammensetzung der Gesellschaft sein, wobei dieser Euphemismus die Notwendigkeit beschreibt, die Auffüllung der fehlenden Geburtenzahlen durch Immigration zu bewerkstelligen, die die Ausbeutung der Repoduktivkräfte armer Länder bedeutet. Der Feminismus als kapitalistischer Ausbeuter armer Länder – kein Wunder, dass er mit dem Liberalismus koaliert. Die traditionelle Familie, mit Innen- und Aussenverhältnis, unabhängig welches Geschlecht welches Verhältnis vertritt, ist ein Bollwerk gegen die totale Ökonomisierung aller Lebensbereiche. Auch hier werkelt der Genderismus fleissig an ihrer Zersetzung – gemeinsam mit dem Kapital.

        Feminismus+Genderismus+Kapital = Scheisse
        Traditionelle Familie + Kapital = Erträglicher Kompromiss

        • Lohnt es sich zu fragen, welche konkreten, politischen Massnahmen Du zur Förderung der traditionellen Familie im Sinn hast?

        • @Semikolon
          Dieses Thema muss völlig neu durchdacht werden.
          1. Es gibt ein Innen- und Aussenverhältnis
          2. Traditionell heisst: Frau+Mann+Kinder
          3. Innenverhältnis: Mann oder Frau
          4. Aussenverhältnis: Mann oder Frau
          5. Frauen im Aussenverhältnis „opfern“ ihr Geschlecht. Imitiieren den WHM. Erhalten dafür Anerkennung. No gender
          6. Familie im Mittelpunkt der Gesellschaft. Koalition der Familienvorstände (Frau oder Mann) wg. gleicher Interessenlage. Keine Konkurrenz durch versprengte, marodierende willfährige Arbeitskräfte Starkes Gegengewicht zu Staat.
          7. Betonung des Innenverhältnis als Produktivkraft für Bildung. Ausbildung der Qualifikation für das Innenverhältnis
          8. Qualifizierung des Aussenverhältnis durch hohe Bildung bereitgestellt vom qualifizierten Innenverhältnis
          9. Bindung der Familienmitglieder, indem Trennungen schwer sind (Staat zieht sich aus der Finanzierung Alleinerziehender zurück)
          10. Finanzielle Anreize zum Ausbau des Innenverhältnis (->mehr Kinder)

        • Nur Punkt 9 scheint mir eine – sehr sehr neoliberale – politische Forderung zu enthalten. Wennste Dich trauen würdest das zu äußern, dann würdest Du am liebsten gleich die Scheidungsmöglichkeiten beschneiden wollen, nech?
          Nix Neues unter der Sonne

        • Punkt 9 ist nicht neoliberal. Neoliberal bedeuted Abschaffung dieses Punktes, weil getrennte Familien doppelte Arbeitskraft und doppelten Konsum bedeuten bei gleichzeitig sinkenden Löhnen und sinkenden Geburten. Du hast mich gefragt, wie man den Familienverbund stärkt. Es ging nicht darum, etwas vorzuschlagen, bei dem alle nur Freiheit erhalten und keine Verpflichtungen. Trennung kann laufen wie jetzt, nur soll sie der Staat nicht begünstigen. Der wichtige Punkt ist die Aufwertung des Innenverhältnisses. Eine Art Ausbildungsberuf mit Zertifikat.

        • Wenn Punkt 9 nicht neoliberal wäre, müsste ich davon ausgehen, dass Du unfähig wärst die Konsequenzen für die bereits alleinerziehenden Familien abzuschätzen, ist mir aber jetzt egal.

          Nur soviel noch:
          wer ein Kind bekäme ohne dafür „zertifiziert“ zu sein, müsste wenns nach Dir ginge damit rechnen, dass …?

      • „Frauen weltweit _wollen_ im Schnitt einfach nicht mehr als 2-3 Kinder kriegen und etwa ein Fünftel will gar kein einziges. Isso.“

        Kann sein. Hab ich keine Daten zu.

        „Und das ist auch kein _wirkliches_ Problem.“

        Stimmt. Da gehen wir ausnahmsweise mal konform.
        Ich hab’s grad mal durchlaufen lassen: wenn in Deutschland konsequent nur noch 1,4 Kinder pro Mutter geboren würden (Lebendgeburten, die sich selbst auch entsprechend vermehren), dann wäre die Bevölkerung – keine Zu- und Abwanderung vorausgesetzt – erst in 300 Jahren(!) auf etwa 1 Mio. Menschen reduziert. Also ein eher mittelfristiges Problem.

        Wobei – ein Problem wäre es auch dann nicht. Was hinter diesen sorgenvollen Ermahnungen zu mehr Vertilität steckt, ist die unausgesprochene Vorstellung, es handele sich gerade beim deutschen Volk (was immer das auch sein mag) um eine besonders schützens- und vermehrenswerte Spezies.
        Es ist ja nicht so, dass die Mahner sich Sorgen um die Japaner oder Italiener machen würden, die sich noch langsamer vermehren, als unsereiner.

        Prinzipiell juckt es mich nicht einmal mehr, wenn die Welt komplett gleich nach meinem Ableben unterginge.

        Was auch hinter dieser Kritik am berüchtigten „Neo-Liberalismus“ – wohl nach „Revanchist“, oder „Nazi“, das neue Schimpfwort der Linken, steckt, ist eine geschichtsferne Biedermeierromantik von der Bürgerfamilie, bei der sich viele Kinder um die im Haushalt treusorgende Mutter scharen, während das Familienoberhaupt draußen in der Welt seinen Mann steht.
        Man kann noch so oft wiederholen, dass es diese Zeiten überhaupt nur in wenigen Ländern dieses Planeten und als nennenswertes gesellschaftliches Phänomen nur für eine verschwindend kurze Zeit gegeben hat. Hier in Deutschland nämlich in der Nachkriegszeit von den späten 50ern bis vielleicht Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts.
        Leider ist es in der Familienjustiz noch längst nicht angekommen, dass die Zeiten, in denen ein Mann eine komplette Familie lebenslang allein ernähren konnte, seit 30 Jahren wieder vorbei ist – was sich immer noch in z.T. lebenslangen Unterhaltsgarantien für Frauen(!) niederschlägt.

        Aber dieses Hänsel-und-Gretel-Bild von der gemütlichen Großfamilie ist anscheinend einfach zu schön, um sich von ihm zu verabschieden und den Blick nüchtern nach vorn zu werfen.

        • „Prinzipiell juckt es mich nicht einmal mehr, wenn die Welt komplett gleich nach meinem Ableben unterginge.“

          War das jetzt ein Ausdruck deiner Autonomie, deines Mutes, deiner Inkonsequenz oder deiner Dummheit?

          „Aber dieses Hänsel-und-Gretel-Bild von der gemütlichen Großfamilie ist anscheinend einfach zu schön, um sich von ihm zu verabschieden und den Blick nüchtern nach vorn zu werfen“

          Ich rate dir, zur Relativierung dieses Standpunktes, einen Sohn oder Tochter in die Welt zu setzen. Sollte dieses Kind in dir ein Vorbild suchen (was sehr wahrscheinlich ist), kannst du es ja dafür auslachen und ihm das Hänsel-und-Gretel-Gequatsche austreiben. Es wird dich zum Dank verachten, so ähnlich, wie du im Rückblick deine Familie verachtest.

        • „Ich hab’s grad mal durchlaufen lassen: wenn in Deutschland konsequent nur noch 1,4 Kinder pro Mutter geboren würden (Lebendgeburten, die sich selbst auch entsprechend vermehren), dann wäre die Bevölkerung – keine Zu- und Abwanderung vorausgesetzt – erst in 300 Jahren(!) auf etwa 1 Mio. Menschen reduziert. Also ein eher mittelfristiges Problem.“

          Das eigentliche Problem ist nicht die Abnahme der Bevölkerung, sondern die Überalterung, also das sinkende Verhältnis von jüngeren (produktiven) zu älteren (unproduktiven) Menschen. Dadurch verliert eine Gesellschaft natürlich an Dynamik und muss sich entscheiden, wie sie damit umgehen will: Einwanderung und/oder Mechanisierung sind die einzigen Optionen, wenn man die Leistungen für Senioren nicht beschränken will (was auch politisch nicht durchsetzbar ist, weil es einfach zu viele Wähler sind).

        • „Ich rate dir, zur Relativierung dieses Standpunktes, einen Sohn oder Tochter in die Welt zu setzen. Sollte dieses Kind in dir ein Vorbild suchen (was sehr wahrscheinlich ist), kannst du es ja dafür auslachen und ihm das Hänsel-und-Gretel-Gequatsche austreiben. Es wird dich zum Dank verachten, so ähnlich, wie du im Rückblick deine Familie verachtest.“

          Ich HABE zwei Kinder – Jungs – in die Welt gesetzt, Schätzchen 🙂 .

          Der Jüngere ist just volljährig geworden und sie verachten mich beide nicht.

          Jeder hat das Recht zu träumen, aber er sollte dabei die Wirklichkeit nicht aus den Augen verlieren.
          Es gibt nun mal keine Knusperhäuschen, auch wenn man manchmal an verschwiegenen Waldstücken für nen Augenblick dem Traum nachgibt, was wäre wenn …

          Deine Kinder hätten wahrscheinlich mehr Probleme, Wunsch und Wirklichkeit auf einen Nenner zu bringen.

        • „Das eigentliche Problem ist nicht die Abnahme der Bevölkerung, sondern die Überalterung, also das sinkende Verhältnis von jüngeren (produktiven) zu älteren (unproduktiven) Menschen. “

          Lösbar. Ist man schon dran. Die Alten werden dann eben wieder produktiv gemacht.
          Der Hunger treibt Dich schon auf den Acker zum Kartoffelhacken.
          Auch die Unproduktivität der Menschen ab einem gewissen Alter ist kein Naturgesetz. Normalerweise arbeiten die Menschen, bis sie den Löffel abgeben.
          Und da würden wir dann zwingend wieder hin kommen.

          Eine moderate Abnahme der Bevölkerung wäre volkswirtschaftlich sogar die günstigere Variante, weil Kinder bis zur Erreichung der Produktivität mehr kosten, als Alte, die nur faul rumsitzen.

          Aber Du hast natürlich recht. Deutschland würde nicht aussterben, sondern die Bevölkerung ergänzt sich durch Zuwanderung. Und auch die Geburtenrate wird sich irgendwann wieder ändern, da bin ich zuversichtlich.
          Geschichte ist mehr, als nur die letzten 50 – 100 Jahre.

        • @Carnofis
          So schnell passieren voreilige Schlüsse. Ich wollte dir nicht zu nahe treten. Ich denke, wir sind beide nicht aus Zucker. Have a nice day 🙂

        • „Lösbar. Ist man schon dran. Die Alten werden dann eben wieder produktiv gemacht.“

          Nur, wenn Sie das auch wollen. Im Zweifel werden sie die Versorgung durch den Staat (also durch die Jungen) wählen. und das meine ich auch und gerade im politischen Sinn.

          „Auch die Unproduktivität der Menschen ab einem gewissen Alter ist kein Naturgesetz. “

          Es ist nun mal der Lauf der Dinge, dass Ältere früher oder später körperlich wie geistig deutlich nachlassen. Vielleicht kann die Medizin da noch was machen, aber das kostet natürlich zusätzlich.

          „Normalerweise arbeiten die Menschen, bis sie den Löffel abgeben.“

          In Gesellschaften mit einer Lebenserwartung von 60, 70 Jahren. Also nicht bei uns.

          „Und da würden wir dann zwingend wieder hin kommen.“

          Vielleicht. Bis dahin werden sich die Senioren aber mit Händen, Füßen und vor allem Stimmzettel dagegen wehren.

          „Eine moderate Abnahme der Bevölkerung wäre volkswirtschaftlich sogar die günstigere Variante, weil Kinder bis zur Erreichung der Produktivität mehr kosten, als Alte, die nur faul rumsitzen.“

          Alte sitzen aber nicht nur faul rum, sondern brauchen Betreuung, Pflege und medizinische Leistungen.

          „Aber Du hast natürlich recht. Deutschland würde nicht aussterben, sondern die Bevölkerung ergänzt sich durch Zuwanderung. Und auch die Geburtenrate wird sich irgendwann wieder ändern, da bin ich zuversichtlich.“

          Fragt sich hnur, was bis dahin alles passiert.

        • „Ich wollte dir nicht zu nahe treten.“

          Keine Sorge, bist Du nicht. Aber es war eine wunderbare Steilvorlage für mich 😀

          @ Denton

          Ich wage mal eine Prognose: die Lebenserwartung wird in nicht allzu langer Zeit wieder sinken, weil die Apparatemedizin, die sie heute zu einem hohen Anteil ermöglicht, nicht mehr bezahlbar sein wird. Ist sie schon heute nicht mehr, und in GB ist man schon vor 20 Jahren dazu übergegangen, Algorithmen entscheiden zu lassen, ob ein bestimmter Mensch ab einem bestimmten Alter noch ein neues Hüftgelenk bekommt, oder nicht.

          Hier wurde die Altersgrenze für Männer von 65 auf 67 Jahre raufgesetzt, was realiter nichts anderes ist, als eine Rentenkürzung von etwa 20%.
          Volle Rente kriegst Du nur noch, wenn Du 45 Jahre erwerbstätig warst, was realiter kaum noch jemand erreichen wird, wenn er nicht auch über die Altersgrenze von 67 Jahren hinaus einer Erwerbstätigkeit nachgeht. Ich würde meine 45 Jahre mit 73 Jahren erreicht haben.
          Es ist kein Zufall, dass in den letzten Jahren so vollmundig für das „Recht“ der Alten gekämpft wurde, über die Altersgrenze beliebig hinaus erwerbstätig sein zu dürfen.
          Aus dem „dürfen“ wird in – Prognose – keinen 10 Jahren ein „Müssen“.

          Apropos „volle Rente“. Das hieß früher mal ca. 76% des durchschnittlichen Lebenseinkommens. Heute liegt die volle Rente bei – hier schätze ich – 48%.

          Wer also noch krauchen kann, wird arbeiten müssen, das vorher zu sagen, muss man kein Prophet sein.
          Der Rest wird irgendwo aus niedrigstem Niveau bis zum „sozialverträglichen Ableben“ (Slogan der CDU vor etwa 10 Jahren, siehe „Unwort des Jahres“) eingelagert.
          Und für die ganz Zähen wird man sich auch noch was einfallen lassen …

        • @ Carnofis

          ich denke, du unterschätzt die (zukünftige) politische Macht der Senioren. Die Mütterrente zeigt, dass sich der von dir beschriebene Trend umzukehren beginnt, und die Versuchung ist groß, die steigende Zahl der Rentner (und Fast-Rentner) mit immer neuen Wahlgeschenken zu beglücken.

        • „Es ist kein Zufall, dass in den letzten Jahren so vollmundig für das “Recht” der Alten gekämpft wurde, über die Altersgrenze beliebig hinaus erwerbstätig sein zu dürfen.“

          Ist mir auch schon aufgefallen, wie häufig Politiker davon reden, während um mich herum alle darüber sprechen, wie sie ein paar Jahre früher in Rente gehen können.

      • „Durch Kitas und Ganztagsschulen vermutlich … oder stehen bereits die “Vätermonate” – bei denen Männer System-bedingt DEUTLICH besser für ihre häusliche Präsenz bezahlt werden als Frauen“

        Nein, nicht MÄNNER werden deutlich besser bezahlt als Frauen, sondern Familien.

        Denn es handelt sich um ein Familieneinkommen, das da aufgeteilt werden muss.
        Die Familie wird deutlich besser dafür bezahlt, wenn der Vater daheim bleibt, weil ja ansonsten die Familie in der Regel eine erheblich größere Einbuße an Lohn zu tragen hätte.

        Das Familieneinkommen gehört nicht einfach dem Mann.
        Weder Faktisch noch rechtlich. Frag einen Scheidungsanwalt.

  15. Das ist Staatsfeminismus:

    http://www.heise.de/tp/news/Intolerantes-Toleranzpapier-2014716.html

  16. […] Maskulistische Theoriewoche: Staatsfeminismus (Tag 2) […]


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