Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 1. Mai 2015

Factual Feminist: Trigger Warnungen

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Responses

  1. Kurzübersetzung: „Reisst euch zusammen, ihr Idioten! Ihr macht unsere Bewegung lächerlich und gefährdet sie damit.“

    Tja, die Dämonen, einmal entfesselt….

    Leider ist die Fernsehserie nicht mehr verfügbar
    http://www.fernsehserien.de/die-daemonen
    aber man bekommt den Dostojewski-Roman in jeder Buchhandlung (noch)

    • @Alex

      Ich würde eher sagen „Dieser Teil des Feminismus ist vollkommen abgedreht, es wird Zeit, wieder einen vernünftigen zu entwickeln“

      • @Chris
        Klar, so kann man das auch übersetzen, sie stellt sich ja gerne als vernünftig dar – und wenn man an sie glauben möchte…

        Ihre Kritik an den realen Verhältnissen in ihrer Bewegung finde ich aber viel zu milde, als dass ich glauben könnte, sie wolle wirklich etwas Anderes. Ich vermute daher, sie stellt sich aus rein taktischen Gründen als „moderat“ hin.

        • @alex

          Aus meiner Sicht ist die Frage nicht, ob man an sie glauben möchte, sondern ob sie vernünftige Sachen sagt. Ihre Factual Feminist Reihe enthält soweit ich sie bisher gesehen habe, sehr vernünftige Kritik an dem gegenwärtigen Feminismus.

          Ich würde eher vermuten, dass du dich da nicht von einem Feindbild lösen kannst, weil sie sich als Feministin sieht.

        • @Chris
          ok, keine Ahnung wie weit ihre Vernunft geht. Unter lauten Blinden kann die Einäugige ja auch schon als Vernunft in Person wirken.
          Ich habe an sich kein Problem mit Feminismus, wenns um gleiche Rechte geht. Und das Problem mit diesem Feminismus von heute ist es, daß er *gegen* gleiche Rechte vorgeht und zwar auf breiter Front.

          Wie thematisiert Sommers denn das, weisst du mehr?

        • @alex

          Aus meiner Sicht wendet sie sich recht deutlich gegen den vorherrschenden Gender Feminismus. Sie vertritt einen Equity-Feminismus, der also für gleiche Rechte, aber nicht per se für Gleichstellung unter Ignorierung der Gründe für die Unterschiede ist. Schau doch einfach mal in ihre Videos ein.

        • Christina Hoff Sommers ist der Schrecken der Hardcore-Feministinnen, ungefähr wie Kelle und Vilar.

  2. Achtung TRIGGER-WARNUNG:

    Christina Hoff Sommers macht bei 3:13 die Merkel-Raute!

    Wir alle wissen ja, für welches Sexualorgan das steht.

    • Die Merkel-Raute ist kein archetypisches Vaginasymbol, sondern die Fingerpyramide des schurkenhaften Nachsinnens, nur ohne Tisch zum Aufstützen.

      • @ata
        Es gibt „archetypische Vaginasymbole“???

        • Und diese arche ist nicht die vagina?

  3. Echsenmenschen?!?

  4. Sorry, der letzte Kommentar war in der Hierarchie verrutscht, soll sich zur Raute verfatzen.

  5. Verdammt noch mal! Gibt es denn keinen Platz mehr in der Klappse? Alles ausgebucht oder was?

  6. Das mit den trigger Warnungen ist dämlich genug. Aber bitte mir egal….

    Was ich aber gefährlich halte sind triggerwarnungen auf Büchern: Die Gedanken dieses Autors könnten verletzend sein.

    what? Da kleben solche Aufkleber auf Büchern in unibibs damit der Student seinen Geist schonen kann vor anderen Meinungen oder Gedanken? Really?

    Das ist beängstigend nah an 1984….

  7. Trigger Warnung

  8. Mal abgesehen davon das Sommers den Radikalen und Berufsopfer.I.nnen entgegentritt… hat sie einen Grund Feministin zu sein? Wo liegt ihrer Meinung nach Handlungsbedarf? Ich kenne sie nur als Feminismuskritiker.

    • Meines Erachtens hat der Feminismus etwas religöses und damit auch der Mein-Feminismus-Feminismus einer Christina Hoff Sommers, @ Matze.
      Es ist die Religion der Mädelz.

      Eine Religion, die die stetige Unterstützung von Vater Staat braucht.
      Sie kann sich nicht selbst tragen.
      Sie kann sich nicht einmal allein auf dem Niveau einer kleinen Sekte selbst finanzieren.

      • Dann stell mal das religiöse bei ihr da.

        Es ist schon etwas lustig. Du lehnst gerade pauschal etwas ab, weil es eben nicht sein darf. Damit begibst du dich selbst in den Bereich der Ideologie

      • @ Matze

        „Mal abgesehen davon das Sommers den Radikalen und Berufsopfer.I.nnen entgegentritt… hat sie einen Grund Feministin zu sein? Wo liegt ihrer Meinung nach Handlungsbedarf? Ich kenne sie nur als Feminismuskritiker.“

        Christina Hoff Sommers beschreibt ihr Feminsmusverständnis ausführlich in dem Buch „Freedom Feminism: Its Surprising History and Why It Matters Today“:

        http://www.buecher.de/shop/englische-buecher/freedom-feminism-its-surprising-history-and-why-it-matters-today/sommers-christina-hoff/products_products/detail/prod_id/38431799/

        Eine kurze Zusammenfassung ihres Feminismusverständnisses auf deutsch findest du hier:

        https://allesevolution.wordpress.com/2013/07/14/christina-hoff-sommers-wie-kriegt-man-mehr-frauen-und-manner-dazu-sich-als-feministinnen-bzw-feministen-zu-bezeichnen/

        @ BRD

        „Meines Erachtens hat der Feminismus etwas religöses und damit auch der Mein-Feminismus-Feminismus einer Christina Hoff Sommers,“

        Christina Hoff Sommers vertritt einen klassischen liberalen Feminismus und beschreibt die ideengeschichtlichen Hintergründe ihres Feminismusverständnisses und die Traditionen auf die sie sich dabei bezieht ausführlich in dem oben erwähnten Buch.

        • @ Leszek

          „Christina Hoff Sommers vertritt einen klassischen liberalen Feminismus …“

          Ja, aber es bleibt die Frage nach dem WARUM.
          Warum muss sich jemand Heutzutage (Der Begriff „Moderne“ ist mir zu unpräzise) auf Jesus Christus und die http://de.wikipedia.org/wiki/Bergpredigt oder den klassischen liberalen Feminismus berufen ?

          Welchen Zweck erfüllt dies, wenn man einen persönlichen religiösen Hintergrund der Protagonisten ausschließen soll ?

          Wie der Zufall es so will ist Dein genannter Link auch gerade im „MP3-Audio_Hörverlag erschienen.
          Christina Hoff Sommers.mp3 97.5 MB
          https://mega.co.nz/#!6tZRlSAT!Tj_Vq-kB-_vxZbBSzoCc3r17cldy5SZ-5a0DYwn16b8
          Ich habe da schon mal rein gehört und sehe mich in der Frage – die ich als Schäfchen aufwerfen muss – bestätigt.
          Also irgendwie hört sich “
          Wie kriegt man mehr Frauen (und Männer) dazu sich als Feministinnen (bzw. Feministen) zu bezeichnen?“ so ähnlich an, wie „Wie bekommt man mehr Menschen dazu sich als Christ zu bezeichnen“
          Welchen weisen Worten könnte ich verwirrtes Schäfchen nun noch lauschen ?

          Vorsichtshalber konsultiere ich noch einen Engel.

          Engel: BRD tust DU Unrecht ?
          ICH: Kann schon sein.
          Engel: Ist das schon ALLES ?
          ICH: Im wesentlichen schon. Wem tue ich den potentiell Unrecht ?
          Zwei oder drei Equality Feministinnen.
          Das ist hinnehmbar.
          Engel: Heißt es aber nicht, wenn Du auch nur einem …
          ICH: Ruhe ! Räum Du mal lieber auf DEINER Wolke 7 auf!
          Das ist hier der Planet Erde, da funktioniert vieles nicht nach Deinem theoretischen Pfad der heiligen Tugenden.
          Ganz im Gegenteil, das kann Impotent machen.

        • @ BRD

          „Welchen Zweck erfüllt dies,“

          Na ja, darauf geht sie in dem Text ja u.a. ein.

          Die Gründe für Leute wie Christina Hoff Sommers am Begriff Feminismus festzuhalten, obwohl der männer-, frauen-, sexual- und wissenschaftsfeindliche Radikal- und Genderfeminismus heute in westlichen Gesellschaften leider die vorherrschenden feministischen Strömungen darstellen, können vielfältig sein. Motivationen können z.B. sein:

          – den Feminismus nicht den Verrückten und Fanatikern zu überlassen
          – der Versuch zu verhindern, dass tatsächliche Errungenschaften der Frauenbewegung, die vor oder jenseits des Radikal- und Genderfeminismus erzielt wurden oder gemäßigte feministische Strömungen wie der klassische liberale Feminismus durch die radikalfeministischen Fanatiker in Verruf gebracht werden
          – der Glaube, dass eine Interessenvertretung für Frauen sinnvoll ist, diese aber gerecht und fair und um Ausgleich für beide Geschlechter bemüht sein muss
          – der Versuch Menschen, die sich gegen geschlechtsbezogene Diskriminierung engagieren wollen, eine Alternative zum vorherrschenden Feminismus zu bieten
          – eine Fokussierung auf die Frauenrechtssituation von Frauen in prämodernen nicht-westlichen Gesellschaften um dortige liberale Frauenbewegungen zu unterstützen
          – eine günstigere Position zu haben um Männerrechte zu unterstützen, weil eine feministische Frau in heutigen westlichen Gesellschaften eher gehört wird
          – oder es hat eben primär biographische Gründe.

          Die pro-maskulistische Individual-Feministin Wendy McElroy gibt in ihrem Artikel „I Never Meant to be a Feminist“ 4 Gründe dafür an, warum sie sich als Individual-Feministin bezeichnet.
          Einer dieser 4 Gründe hängt interessanterweise mit ihrem Engagement für Männerrechte zusammen. Die Passage sei kurz zitiert:

          Over the last two decades, I’ve gained another powerful reason…and a strategic one. To the extent sexual discrimination now runs rampant in various areas of the law, it is discrimination against men. Especially in family courts and in legal matters such as domestic violence, men are guilty until proven innocent. An extreme bias for women has now replaced the earlier extreme bias against them. It is as morally wrong to oppress men as it was to oppress women. From a position of legal privilege, it is important for women to speak out in protest against embedding any sexual inequality into the law. When I speak out not merely as a woman but also as a feminist, my voice is a bit louder and it carries a bit farther.

          To recap, I call myself an individualist feminist…
          –as a way to acknowledge and continue an amazing tradition
          –as a form of specialization or focus on the issues that do target women
          –as an acknowledgement of the vital importance of reproductive rights
          –as a way to more effectively protest the legal discrimination against men

          Für weitere Ausführung hierzu siehe ihren Artikel:

          Wendy McElroy – I Never Meant to be a Feminist

          http://dailyanarchist.com/2013/06/29/i-never-meant-to-be-a-feminist/

          „Vorsichtshalber konsultiere ich noch einen Engel.“

          Mir scheint, dass dein Engel nicht nur mehr Sinn für Wissenschaft, sondern auch mehr Sinn für Pragmatismus und Strategie besitzt.
          Vielleicht ist er ja auch potenter als du.

        • „Welchen Zweck erfüllt dies, wenn man einen persönlichen religiösen Hintergrund der Protagonisten ausschließen soll ?“

          Und was ist mit den pseudoreligiösen Exzessen im Feminismus, die der faktischen Darstellung harren? (im Sinne nicht zuletzt von „who stole feminism“)

          „… decades later we naturally have much more „evidence“ — if still of the latter type. For instance, from Marija „Language of the Goddess“ Gimbutas, who never encountered even the most vaguely triangular pot shard that didn’t conjure up conceptual hallucinations of vulvas and vaginas.
          http://mysticbourgeoisie.blogspot.de/2006/06/yogis-shapersons-and-goddesses.html

          Dann gäbs vielleicht auch keine Missverständnisse mehr wegen „triangulärer Zeichen“. 😀

          „Mary Daly ….. This is what ends up on the Stanford Encyclopedia of Philosophy? It seems to me that „feminism“ has outlived its usefulness as a term that means much anymore. I mean, there is feminism and then there’s… just pure hog swill. Who can tell the difference? And telling the difference does seem somehow, well, important. However, the gist of the Stanford article — with its „justification without the problems of foundations“ and „invitation to ‚make believe'“ tropes — appears to reduce to nothing more than, one more time…“
          http://mysticbourgeoisie.blogspot.de/2005/08/femme-banal.html

          Dear „Base Mom“ Sommers – inquiring minds want to know!

        • @ Leszek

          >“– den Feminismus nicht den Verrückten und Fanatikern zu überlassen“
          Da geht es doch schon los mit dem religiösen Unsinn.
          Es könnte auch heißen:
          _
          „- den Nationalstolz nicht den Verrückten überlassen“
          Wer eignet sich den denn immer wieder an, sofern mal ein Moment der Rücken zugedreht wird?
          „- den Kommunismus nicht den Verrückten überlassen“
          Gehörte der in der praktischen Ausführung schon mal anderen als genau diesen?
          „Das Christentum nicht den Verrückten überlassen“
          Wer ist denn dort normal ? -:D
          Die Auswahl ist auf jeden Fall groß, und das obwohl sie sich alle auf den „Erlöser“ beziehen.

          Die Behauptung, dass man diese Dinge bräuchte macht es nicht besser und ist widerlegbar.

          >“Mir scheint, dass dein Engel nicht nur mehr Sinn für Wissenschaft, sondern auch mehr Sinn für Pragmatismus und Strategie besitzt.
          Vielleicht ist er ja auch potenter als du.“

          Zum letzteren: das kann nicht sein, denn im Himmel gibt es keinen Sex.
          Und was Strategie betrifft, da ist der Engel eine Blindschleiche.
          Sonst würde er nämlich erkennen, dass man mit drei Equality Feministinnen nichts bewegen kann.
          Sie sind in ihrem „Verein“ dermaßen in der Minderheit, sodass nur ein Wunder ..
          und da sind wir wieder bei dem religiösen Gedöns, das ich ablehne.

        • @ BRD

          >”– den Feminismus nicht den Verrückten und Fanatikern zu überlassen”
          Da geht es doch schon los mit dem religiösen Unsinn.
          Es könnte auch heißen:_
          “- den Nationalstolz nicht den Verrückten überlassen”

          Ich bin radikaler Antinationalist und halte Nationalstolz für prinzipiell schädlich und abzulehnen.
          Das gilt in meinen Augen für echten liberalen oder echten sozialistischen Feminismus allerdings nicht.

          “- den Kommunismus nicht den Verrückten überlassen”
          Gehörte der in der praktischen Ausführung schon mal anderen als genau diesen?“

          Es gibt auch den basisdemokratischen Rätekommunismus und den Anarcho-Kommunismus, die beide von mir positiv beurteilt werden (wiewohl ich eigentlich kein kommunistischer Anarchist sondern kollektivistischer Anarchist bin).
          Der Anarcho-Kommunismus wurde in einigen Dörfern in Spanien und der Ukraine erfolgreich in die Praxis umgesetzt, bevor die Bewegung leider militärisch niedergeschlagen wurde.
          Und falls mit „Kommunismus“ Marxismus gemeint sein soll, natürlich gab und gibt es auch antiautoritäre freiheitliche marxistische Strömungen. Ob diese oder andere antiautoritäre sozialistische Strömungen noch zur praktischen Umsetzung kommen, wird die Zukunft zeigen. Es ist von vielen Faktoren abhängig, welche Strömungen sich in bestimmten historischen und soziokulturellen Kontexten durchsetzen.

          “Das Christentum nicht den Verrückten überlassen”
          Wer ist denn dort normal ? -:D“

          Abschaffen wirst du das Christentum wohl so schnell nicht. Darüber hinaus habe ich – obwohl definitiv kein Christ sondern Agnostiker und Verteidiger der Aufklärung – nichts gegen private Religiosität solange die Religiösen ihre Religiosität im Einklang mit Menschenrechten und Demokratie interpretieren und nicht zwanghaft versuchen mich zu bekehren. Ich halte es sogar durchaus für sinnvoll, dass es auch humanistische christliche Strömungen wie z.B. die Befreiungstheologie gibt.

          „Zum letzteren: das kann nicht sein, denn im Himmel gibt es keinen Sex.“

          Thomas von Aquin war der Ansicht, dass es auch im Paradies vor dem Sündenfall Sex gegeben habe, dieser sei allerdings frei von Sünde gewesen. Vielleicht ist dies im Himmel ja ähnlich.

          „Und was Strategie betrifft, da ist der Engel eine Blindschleiche.
          Sonst würde er nämlich erkennen, dass man mit drei Equality Feministinnen nichts bewegen kann.“

          Nun haben Equity-Feministinnen wie Christina Hoff Sommers, Cathy Young, Daphne Patai und Wendy McElroy allerdings mehr für Männerrechte geleistet als die Mehrheit der erklärten „Antifeministen“ zusammengenommen.
          Nur wenige andere haben so dazu beigetragen die Fehler und Irrtümer des Radikal- und Gender-Feminismus an die Öffentlichkeit zu bringen und männerrechtliche Anliegen bekannt zu machen wie diese Personen.
          Nehmen wir noch Warren Farrell dazu, der sich ja ausdrücklich geichzeitig als Maskulist und Feminist bezeichnet und dessen Werke die Männerrechtsbewegung wesentlich mitbegründet haben, erscheint deine Behauptung als wenig informiert.

          Nicht nur haben diese Leute wichtige Standardwerke geschrieben, auch in zeitlicher Hinsicht gehörten sie zu den ersten, die diese Themen in wissenschaftlich fundierten Schriften ausführlich behandelt haben.
          Warren Farrells „The Myth of Male Power“ erschien 1993, Daphne Patais und Noretta Koertges „Professing feminism: cautionary tales from the strange world of women’s studies“ erschien 1994, Christina Hoff Sommers „Who stole feminism“ erschien 1995.
          Seitdem gibt es ein fundiertes Wissen über die Fehler des Mainstream-Feminismus und ein großer Teil dessen, worauf sich heutige Feminismuskritiker und Männerrechtler beziehen, stammt letztendlich aus diesen Büchern sowie aus anderen Schriften der oben genannten Autoren.
          Möchtest du uns kurz mitteilen, was du im Vergleich zu den Genannten schon so bewegt hast?

    • Nun ja – sie erkennt das, was third wave feminism macht, als toxische und gefährliche Bewegung.
      Insbesondere als eine, die dadurch auch die ihrer Auffassung nach ursprüngliche Idee des Feminismus als Idee der Gleichberechtigung beschädigt und delegitimiert.
      Das steckt auch hinter ihrem Buchtitel „who stole feminism“.
      (third-wave-)Feminism hurts Women too.

      Dass sie da Handlungsbedarf sieht kann ich durchaus nachvollziehen, Ich finde, sie hat damit recht….

      • Also sieht sie Handlungsbedarf darin das sich der Feminismus wieder mit wichtigen Themen befasst? Kann ich nachvollziehen, aber welche themen wären das denn in den USA z.B.? Hat sie dazu mal was geschrieben?

      • „Dass sie da Handlungsbedarf sieht kann ich durchaus nachvollziehen, Ich finde, sie hat damit recht….“

        Bei gamergate trat sie als Vermittlerin auf, so daß sie seitens der Videospielgemeinde als fair galt. Als es nun darum ging, die Geschichte fair niederzuschreiben, machte sie sich aus dem Staub.
        Tja, da hätte für ihre Feminismus-Bewegung wohl so gar nichts bei rauskommen können, was positiv gewesen wäre, logisch, dass sie einen Rückzieher machte.

        Fällt nicht schwer, die typische „good cop/ bad cop“ Rollenverteilung hier zu erkennen.

        Actions speak louder as words.

        Da kann sie sich noch so hinstellen und exemplarisch Mißstände im Feminismus aufzeigen.

        • „Bei gamergate trat sie als Vermittlerin auf, so daß sie seitens der Videospielgemeinde als fair galt. Als es nun darum ging, die Geschichte fair niederzuschreiben, machte sie sich aus dem Staub.“

          Sie ist fair aufgetreten bei Gamergate und hat dafür einen guten Ruf.
          Es gibt keinerlei Verpflichtung ihrerseits, sich erneut speziell zu Gamergate zu äußern. Ihre Position dazu hat sie aber klar genug benannt.
          Sie ist meines Wissens auch niemandem in den Rücken gefallen.

          Irgendweche Forderungen, was jemand auch noch mindestens getan haben müssen hätte, finde ich immer ausgesprochen unfair und kontraproduktiv.
          Denn etwas, das auch noch hätte gesagt oder getan werden müssen, lässt sich IMMERkonstruieren.
          Das ist völlig analog zum typisch feministischen Muster, bei dem etwas, das Männer (zur Selbstdemütigung) tun, niemals genug ist.

          Hast DU in Bezug auf Gamergate irgend etwas GETAN, das Christina Hoff Sommers nicht getan hätte?

        • „Es gibt keinerlei Verpflichtung ihrerseits, sich erneut speziell zu Gamergate zu äußern.“

          Gab ja auch keine Verpflichtung zum „Vermittlungseinsatz“, ist schon klar.

          Es ist ja nur meine Ansicht: wenn ich mitbekommen würde, daß jemand meine Ideale in grotesker Form missbraucht, würde ich das anprangern wollen, auch und gerade in Buchform.

          Für mich ein starker Hinweis darauf, daß Sommers eine Heuchlerin ist.

          Ich brauche wohl nicht zu betonen, daß ich die gamergate-Sache für eine extrem lächerliche, durchsichtige und krude Propaganda halte.
          Sommers Rolle ist auch viel weniger interessant als die der den „Skandal“ verbreitenden Medien, btw.

        • @Alex
          „Es ist ja nur meine Ansicht: wenn ich mitbekommen würde, daß jemand meine Ideale in grotesker Form missbraucht, würde ich das anprangern wollen, auch und gerade in Buchform.“

          Du meinst sowas:
          http://www.amazon.de/Who-Stole-Feminism-Women-Betrayed/dp/0684801566
          Auszüge auf Google Books siehe hier
          http://books.google.de/books/about/Who_Stole_Feminism.html?id=EIUtJziqIqAC&redir_esc=y

          Da setzt CHS sich amit auseinander, dass ihre Ideale vom Feminismus missbraucht werden.

          Ah, und Du bist der Meinung, dass sie das jetzt allem, und jedem machen muss, wo sie findet, dass jemand ihre Ideale verletzt?
          Ist ja eine kleinigkeit, so ein Buch zu schreiben, zu verlegen und zu veröffentlichen.

          Außerdem weiß ich gar nicht was du eigentlich hast.
          Es scheint alles ja offensichtlich nicht DEINE Werte und Ideale zu verletzen, sonst hättest du ja sicherlich längst so ein Buch darüber geschrieben, oder?

          Falls doch, kann ich dir nach deiner eigenen Argumentation nur sagen:
          Du bist ein Heuchler.

  9. Ich danke nach wie vor dem Himmel für Dr. Sommers, aber es ist schon tragikomisch zu sehen, wie ihr die Vernunft mit Ablehnung von beiden Seiten gedankt wird. Aber gut – dass es Extremisten und Scheuklappen auf beiden Seiten gibt, ist ja nun auch nicht neu.
    Aber zumindest war ich nun selbst mal dabei, wie ihr von einer Seite vorgeworfen wurde, dass sie trotz aller guten Taten noch Feministin ist (weil das böse F-Wort ja wichtiger ist, als Inhalte) und von der anderen, dass sie es wagt, sich als Feministin zu bezeichnen (weil Feminismus ja eine untadelig tolle und einheitliche Sache ist, der man in keinem Punkt widersprechen darf). Motto beider Seiten also ist, dass nicht sein kann was nicht sein darf. 😉

    Wie dem auch sei: zum Thema Trigger-Warnungen!
    Ich bin da etwas offener gegen, als Sommers. Dass jemand durch die Erinnerung an etwas schlimmes übel mitgenommen wird, dürfte unstreitig sein, insoweit fände ich es durchaus nett und nicht zuviel verlangt, wenn etwa in Vorlesungsverzeichnissen kurze Hinweise auf die verbreitetsten Sachen sind. – Da, wo es Sinn macht. Wer Strafrecht studiert, hat verdammt nochmal zu wissen, dass es da auch um Sexualstraftaten geht.
    Der Punkt ist aber, dass es „nett“ wäre, nicht Pflicht sein darf. Denn einmal würde das jemanden die Verantwortung für fremde innerpsychische Vorgänge aufladen, zudem wäre es schlicht unmöglich, da ja im Endeffekt alles triggern kann.
    Nehmen wir den Polansik-Film (auch der Name kann schon ein Trigger sein, da er ein Vergewaltiger ist) „Der Tod und das Mädchen“. Die Heldin wurde bei besagtem Schubert-Stück gefoltert, weshalb sie das Stück nun nicht mehr abkann. Vollkommen verständlich! Aber das wäre kein Grund, das Stück zu verbieten.
    Aber gerade an Sommers eigener Arbeit sieht man, dass es das ist, worauf so viele Trigger-Extremisten hinaus wollen: Eine Meinung, die nicht gefällt, soll nicht mehr geäußert dürfen, weil Diskurs das eigene, nicht hinterfragbare Weltbild triggert. Wie sie sehr schön sagte, entwickelt sich im Feminismus derzeit eine Strömung, welche die „geisteswissenschaftliche Entsprechung zum Kreationismus“ ist.

    • „Ich danke nach wie vor dem Himmel für Dr. Sommers, aber es ist schon tragikomisch zu sehen, wie ihr die Vernunft mit Ablehnung von beiden Seiten gedankt wird.“

      Schön geschrieben, finde es auch schade, wenn man sie rein nach label ablehnt.

      • Mich interessiert eben wo sie den Handlungsbedarf sieht. Da sie ja keine der Mainstream-Thesen, wie Patriarchat oder Gender Pay Gap, vertritt, dachte ich es gibt etwas wo sie Probleme sieht.

        Mira hatte ja mal erzählt, das sie bei einer Kfz-Werkstatt nicht angenommen wurde, da diese kein der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Damen-WCs hatte. Sowas eben und nicht so ein ‚ich fühle mich unwohl – ändert alle Menschen‘-Aktionismus.

        • Der Handlungsbedarf liegt z.B. darin, dass der 3.Wave Feminism Frauen als fragile, unselbständige und für nichts selbst verantwortliche Opfa darstellt.
          Denn das behindert Frauen letztlich daran, selbstbewusst und selbstbestimmt durchs Leben zu gehen.

          Dafür sind die Trigga genau das richtige Thema.

        • So ist es, maddes8cht!
          Sommers ist eben „echte“ Feministin, da sie den Fortschritt der Frau will – und als dessen größtes Hindernis sieht sie momentan eben die Verirrung so großer Teile des Feminismus, welche Frauen entweder infantilisiert, oder nur auf Kosten von Männern fördert. Beides keine Wege, die wirkliche stärkere Frauen verursachen.
          Letzteres beklagt sie zudem auch noch aus Gewissensgründen. Sie definiert Feminismus eben wohl tatsächlich nach der (sonst ja als Schutz vorgeschobenen) Lexikondefinition als Streben nach Gleichberechtigung, entsprechend ist es nur folgerichtig, wenn sie vieles, was gerade die lautesten Feministinnen tun und fordern, als anti-feministisch bezeichnet.

          Und wie ich immer sage: Solange es nicht eindeutig entschieden ist und selbst die echten Männerhasserinnen sich noch dahinter verschanzen, es ginge doch nur um Gleichberechtigung, sollte man das nutzen und eben auch den Begriff nicht gleich verdammen, sondern die fördern, die Gutes darunter tun.
          – Und Sommers zählt da eben zu. Sie zeigt, was Feminismus auch sein kann.

  10. @ Leszek
    “ Equity-Feministinnen wie Christina Hoff Sommers, Cathy Young, Daphne Patai und Wendy McElroy …“
    Ach du SCHRECK !! Jetzt sind es statt drei schon vier denen ich potentiell ein großes (?) nicht wiedergutzumachendes (?) Unrecht – leichtfertiger Weise – widerfahren lassen könnte.
    Na, wenn sich da nicht eine Gewissensfrage stellt …und vorenthaltene Komplimente sind, wie wir durch die Femi_Religion gelernt haben … äh … sag mal schnell, ja äh, auch Gewalt.
    Tja, an die Christina, die Cathy, die Daphne und Wendy.
    Danke, danke, danke – wir Männer stehen alle tief in Eurer Schuld!
    @ Lesek, gehts noch ?
    Dieses Trampolin der Verrücktheiten war nur möglich – gerade – weil soviele Frauen und eben auch diejenigen – die es oft aus erster Hand erfahren – untätig blieben.
    Wenn da jemand eine moralische Schuld hat, dann sicher nicht ich, der als Mann nicht mehr unkritisch applaudieren will, wenn mal eine Frau tätig wird.

    „Nicht nur haben diese Leute wichtige Standardwerke geschrieben, auch in zeitlicher Hinsicht gehörten sie zu den ersten …“
    UND es bezahlt bekommen, oder?
    Das ist keineswegs unwichtig, wenn gehäuft „Kauf mein Buch“ notwendig ist, nur um eine Ideelle Unterstützung zu bekommen. Mehr kann ein Buch oft nicht leisten.

    „Möchtest du uns kurz mitteilen, was du im Vergleich zu den Genannten schon so bewegt hast?“

    Lass mal einen Engel durch Zimmer schweben – oder mach es so wie ich und gehe noch ein bisschen raus

    • @ BRD

      „Dieses Trampolin der Verrücktheiten war nur möglich – gerade – weil soviele Frauen und eben auch diejenigen – die es oft aus erster Hand erfahren – untätig blieben.“

      Männer und Frauen konnten in der Vergangenheit nicht viel über die Fehler des Mainstream-Feminismus und über männliche Diskriminierungen und soziale Problemlagen wissen, weil dazu schlichtweg keine Literatur verfügbar war.
      U.a. wesentlich wegen der genannten Personen ist heute Literatur dazu verfügbar, so dass eine Informationsvermittlung möglich wurde.
      Diese braucht ihre Zeit um sich gegen die ideologische Hegemonie des Mainstream-Feminismus durchzusetzen – und auch heute noch sind die meisten Männer und Frauen uninformiert – aber der Prozess ist im Gang und langfristig m.E. nicht aufhaltbar. Das Ende der ideologischen Hegemonie des radikalen Feminismus ist nur eine Frage der Zeit.

      „Wenn da jemand eine moralische Schuld hat, dann sicher nicht ich, der als Mann nicht mehr unkritisch applaudieren will, wenn mal eine Frau tätig wird.“

      Offenbar denkst du etwas zuviel in Dimensionen „moralischer Schuld“ und „Frauen versus Männer“. Das führt meist zu wenig Gutem, so denken radikale Feministinnen auch.

      “Nicht nur haben diese Leute wichtige Standardwerke geschrieben, auch in zeitlicher Hinsicht gehörten sie zu den ersten …”
      „UND es bezahlt bekommen, oder?“

      Was wohl kaum eine ernsthafte Kritik sein kann und erst Recht die Leistungen nicht schmälert.
      Reich wird man mit diesen Themen zur Zeit allerdings nicht.
      Du wirst übrigens auch viele Texte im Netz von Equity-Feministinnen finden, die ganz umsonst bereit gestellt werden.


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