Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 30. April 2015

Frauen, die Männer als Vertreter von Fraueninteressen wählen

In einer sehr einseitigen Sicht der Dinge bedeuten Männer an der Spitze, dass Fraueninteressen nicht hinreichend berücksichtigt werden und nur Frauen tatsächliche Vertreter von Fraueninteressen sein können.

Es erscheint wahrscheinlich unserem auf Gruppenzugehörigkeit ausgerichteten Denken auch verständlich, dass jemand aus der eigenen Gruppe eher auf der gleichen Linie liegt und die eigenen Interessen insofern im Auge hat.

Das ist jedoch ein Denken, dass so nicht stimmen muss: Denn Gruppen nach Geschlecht sind sehr groß und sehr heterogen, einzelne Mitglieder der Gruppe können weitaus mehr davon haben, die Interessen des anderen Geschlechts zu vertreten,

Dies ist eben bereits dann der Fall, wenn ihm persönlich die Förderung der Interessen mehr bringt als die Förderung des anderen Geschlechts, was bei einem Politiker sehr schnell der Fall sein kann: Vorteile, die persönlich aus dem Einsatz für Männerinteressen haben kann, können sehr klein ein, gerade weil die Erfolgsaussichten ungewiss sind. Ein Einsetzen für Fraueninteressen kann ihm hingegen, da es mehr weibliche Wähler gibt, einen guten Posten bringen, der sich direkt auszahlt.

Hinzu kommt, dass Frauen als Vertreter auf diesem Bereich weitaus weniger machen müssen – sie gelten eben bereits als Frauenfreundlich, da Frauen, wohingegen viele Männer dies eher noch zusätzlich beweisen wollen. Zudem wirkt es dann nicht als schlichtes Herausholen von Interessen, die gut für einen selbst sind, sondern es kann eben als Einsetzen für Schwache und Hilfsbedürftige geframt werden.

Frauen zu helfen und zu unterstützen bedient zudem eben auch viele Rollenklischees, etwa der Gentleman oder der Ritter, der für die Gunst der Dame kämpft oder schlichter gesagt: Der Beschützer.

Zudem könnte eine erfolgreiche Politikerin vielleicht auch eine für viele Frauen ungünstigere Position haben: Es bringt  einer Hausfrau nicht, wenn Karrieren von Frauen gefördert werden. Da kann es für sie günstiger sein, einen Mann zu wählen, der konservative Rollen fördert statt sie auflösen zu wollen.

Insoweit muss aus dem Umstand, dass es mehr männliche Politiker gibt nicht folgen, dass Fraueninteressen nicht vertreten sind.

Advertisements

Responses

  1. Männer als Vertreter von und für Männerinteressen?

    Heiner Geisler, A. Kemper, Hinrich R. … ? 🙂

  2. Vielleicht ist das pseudotribalistische Runterbrechen des öffentlichen Lebens auf die Geschlechterdichotomie einfach nur das, was es erscheint: neurotisches Rumagieren.

    Viel mehr Sorgen als ein paar neurotische Frauen machen mir die ganzen Männchen, die die Kaufladenrevolution mitspielen.

    Wer so einen Bullshit wie „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“ im Programm einer „Volks“partei pflichtschuldigst abnickt, statt die Zicken, die sich so einen Quatsch ausdenken, mal aufs Töpfchen zu setzen, hat seinen Status als beta-Männchen verloren, insofern er ihn denn zuvor noch hatte.

    Schönen Start ins verlängerte Wochenende…viel Sex…viel Kuscheln…viel Lachen…lebendige Gespräche…mit- und nicht übereinander.

    Hugh…

  3. Ich glaube, den Feministinnen, die mehr Frauen in der Politik, an den Spitzen der Wirtschaft und im öffentlichen Leben sehen wollen, geht es gar nicht so sehr darum, wer wessen Interessen vertritt.
    Es geht wohl vielmehr darum, sich persönlich mit wichtigen Persönlichkeiten identifizieren zu können.

    Feministinnen denken ja sehr stark in Gruppen und sind zugleich stark auf das Merkmal Geschlecht fixiert. Dadurch glaube ich, dass sie unbewusst irgendwie alle anderen Frauen sozusagen als Erweiterung ihrer selbst sehen und sie, wenn eine Frau irgendwo viel zu sagen hat, das Gefühl haben, selbst auch etwas zu sagen zu haben.
    Daher möchten sie möglichst viele Frauen in hohen Positionen. Was dann im Endeffekt entschieden wird und ob das überhaupt im Sinne von Frauen im Allgemeinen ist, spielt wohl nur eine untergeordnete Rolle, solange es nur von einer Frau entschieden wird.

    • Es geht darum sich mit so etwas Posten, Status, Einkommen und Wohlstand zu erschleichen.

      Über echte Diskriminierung und eigene Privilegierung.

      Wie bei allen Opfer-Sündenbock Ideologien, die auf Unterstellungslügen und Dämonisierung aufgebaut sind.

      Eigentlich ein ganz alter Hut

    • „Daher möchten sie möglichst viele Frauen in hohen Positionen. Was dann im Endeffekt entschieden wird und ob das überhaupt im Sinne von Frauen im Allgemeinen ist, spielt wohl nur eine untergeordnete Rolle, solange es nur von einer Frau entschieden wird.“

      Das letzte „Frau“ muss du durch „Feminist“ ersetzten. Und da kommt es tatsächlich nicht drauf an, ob Mann oder Frau.

      Es geht um die Verbreitung einer Ideologie, um nichts weiter. Und diese Ideologie hat sich über die Verwandlung in „Gender“ weiter differenziert, so daß „Frauen“ an sich noch unwichtiger werden, für diese Ideologie.

      Ideen sind geschlechtsneutral.

    • Bei der üblen Feministin Pusch ist das auf jeden Fall so, dass es Frauen sein müssen in der Regierung, oder vielleicht noch präziser: keine Männer!

      http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/mnnerfreie-zone-fast-die-neue-regierung-von-rheinland-pfalz/

      Denn Männerfreiheit ist ihr Ideal, die bestmögliche aller Welten. Ob die Frauen vernünftige Politik machen, scheint ihr wurscht. Man, äh, Entschuldigung, frau muss halt Prioritäten setzen.

      • Dort aus den Kommentaren:

        „Das Gender Mainstreaming ist eine der fiesesten Mogelpackungen, die das Patriarchat jemals erdacht hat.“

        Wikipedia:

        „Der Begriff wurde erstmals 1985 auf der 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert und zehn Jahre später auf der 4. UN-Weltfrauenkonferenz in Peking weiterentwickelt.[2] Seit den Amsterdamer Verträgen von 1997/1999 ist Gender-Mainstreaming ein erklärtes Ziel der Europäischen Union.“

        Alles was Frau nicht gefällt, selbst wenn das auf deren Mist gewachsen ist, schieben die Männer in die Schuh – Igitt und wau, das erinnert mich an den Typ aus Lost Highway, der sich lieber auf seine eigene Art an Sachen erinnert.

        • Zum Defaultschuldigen für alles unerwünschte auf der Welt verlinke ich gerne nochmals Wizorek:

          http://www.stern.de/familie/leben/anne-wizorek-nach-hart-aber-fair-feministinnen-werden-auf-persoenlicher-ebene-angegriffen-2177965.html

          Wer ist wohl schuld, wenn Frauen sich schlecht verhalten: Richtig, das Patriarchat!

          „Verzweifeln Sie manchmal, wenn Sie Aussagen hören wie die von Sophia Thomalla, sie sei immer nur von Frauen auf ihr Aussehen reduziert worden?
          Ja, das ist schwierig, weil sie im Grunde etwas Wichtiges anspricht. Aber sie kann nicht abstrahieren, dass das mit unserer patriarchalen Gesellschaft zu tun hat, in der Frauen dazu erzogen werden, sich gegenseitig auszuspielen, sich als Konkurrenz zu empfinden und sich nicht solidarisieren zu können. Ich verstehe, dass sie so etwas anspricht, und ich hätte ihr das gerne auch noch erläutert, aber das war leider in der Sendung nicht mehr möglich.“

          Sie wurden von Ihren Müttern patriarchal erzogen.

          Wichtig zu wissen, dass Konkurrenz nicht gut ist für Frauen, weshalb es für alles eine Frauenquote braucht.

        • „Dort aus den Kommentaren:

          “Das Gender Mainstreaming ist eine der fiesesten Mogelpackungen, die das Patriarchat jemals erdacht hat.”“

          Schrieb eine Gabriele Uhlmann
          http://www.gabriele-uhlmann.de/
          ihres Zeichens Matriarchats und Altertumsforscherin…

          Letztes geht ua auf Mathilde von Kemnitz-Ludendorff zurück, deren Mann Hitler zum Reichskanzler machte. Ihre Ideen eines Matriarchats mussten vor Himmler gegeüber denen von Hauer aber leider zurückstehen… (letzterer ist als karikierte Filmfigur aus „Indiana Jones“ bekannt, oder als Vater des Yoga für die New Age-Jünger, wahlweise).
          Das Patriarchat ist in der einschlägigen, Matriarchs- „Geschichtsforschung“ immer eine Chiffre für das Judentum …. und dann sollte wohl klar werden, warum der paranoide Irrsinn des Gender Mainstreaming als „Mogelpackung“ des „Patriarchats“ sehr wohl „Sinn“ macht…

          Hier ist ein weiteres, gutes Beispiel für diese einschlägige „Altertumsforschung“:
          Amy Logan, TEDxSacramentoSalon
          It hasn’t always been a man’s world
          http://www.youtube.com/watch?v=eNChXMPXIQc

          wichtige (völlig unbewiesene Behauptungen)
          Ehrenmorde sind keinesfalls eine Erfindung des Islam (obwohl sie dort auftreten, wo diese Religion herrscht), sondern wurden „vorher“ ausgedacht…
          das patriarchale Judentum (als Urspung der monotheistischen anderen Religionen) hat das angebliche „Matriarchat“ beseitigt…

  4. Ich kann bei dem Thema nur ein drittes Mal auf diesen Artikel verlinken:

    http://www.zeit.de/2015/10/gleichstellung-politik-cdu-spd-marcus-weinberg-soenke-rix

    >>“ Aber die Gleichstellungsbeauftragten müssen sich nur kümmern, wenn Männer diskriminiert werden. Gibt es dafür denn Beispiele aus dem öffentlichen Dienst? Wenn man die Frauenpolitiker danach fragt, fällt ihnen keines ein.“

    Dass Männern z.B. in KiTas multidimensionale Diskriminierungen entgegenschlagen und ihnen mit vollumfänglichen Misstrauen begegnet wird, ist den beiden Herzchen nicht bekannt. Aber stimmt ja, gibt ja Forschung darüber und Bereichte der „Antidiskriminierungsstelle“. Klar, daher können sie davon nicht wissen… 🙂

    Männer die andere Männer kleinhalten. Einen besseren (und älteren) Hebel zur Durchsetzung weiblicher Interessen gab es nie.

  5. Selbstverständlich trifft die feministische These zu, dass nur Frauen Frauen vertreten können! Deswegen: Birgit Kelle for Präsident and Eva Herman für Kanzlerin sowie Karin Jäckel for Frauenministerin!

    Dann sind alle zufrieden, auch die Femis!

    • Und Ronja von Rönne als frauenpolitische Fraktionssprecherin der Grünen!

      • Unbedingt! Starke Frauen fehlten den Grünen ja noch…

  6. […] Frauen, die Männer als Vertreter von Fraueninteressen wählen […]

  7. […] finde ich auch nicht ungewöhnlich, ich hatte dazu schon in dem Artikel “Frauen, die Männer als Vertreter von Fraueninteressen wählen” geschrieben, dass das Geschlecht recht wenig darüber […]

  8. […] finde ich auch nicht ungewöhnlich, ich hatte dazu schon in dem Artikel “Frauen, die Männer als Vertreter von Fraueninteressen wählen” geschrieben, dass das Geschlecht recht wenig darüber […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: