Feministische Theoriewoche: Nachbesprechung

Die Feministische Theoriewoche ist fast um und ich möchte hier noch einmal die Möglichkeit bereitstellen, was dazu zu sagen.

Von den Zugriffszahlen her und der Anzahl der Kommentare scheint es mir durchaus Anklang gefunden zu haben.

 

 

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74 Gedanken zu “Feministische Theoriewoche: Nachbesprechung

  1. Im Prinzip eine gute Idee, aber durch den täglichen Themenwechsel eine etwas zu hohe Taktzahl, um zu jedem Thema etwas Qualifiziertes beizusteuern. Sechs Wochen lang z. B. ein »Theoretic Thursday« wäre vermutlich etwas entspannter gewesen.

    • @djadmoros

      Auch eine interessante Idee, ich merke mir das mal.

      Ich hatte darauf gehofft, dass sich vereinzelte ein Thema oder zwei raussuchen und dazu etwas vertieftes schreiben. Und das durch die Vorankündigung auch die möglichkeit steigt, dass da jemand etwas vorbereitet.

      Und ich fand auch gerade die durchgehende Woche interessant, weil man dann einmal richtig in das Thema hineinkommt und vielleicht zusätzliche Parallelen entdeckt. Sonst versuche ich ja eher immer etwas zu mischen, damit für jeden was dabei ist.

      Danke aber jedenfalls für das Feedback

    • Mir war die Taktzahl zu hoch; ich hatte 1-2 Fundstücke, die man zu einem Thema hätte bringen können, aber da stieß ich einfach an meine zeitlichen Grenzen. Für den gelegentlichen Verfolger von Diskussionen wie mich ein wenig Perlen vor die Säue geworfen; denn von einem aktuellen Aufreger zum nächsten hangelt man sich sowieso.

      Viel wichtiger finde ich aber den die Meta-Ebene: Einfach mal etwas ausprobieren beim Bloggen. Einfach mal etwas länger vorab ankündigen. Das ist der Wechsel von der Reaktion auf täglichen Input zur Aktion unabhängig von den tagesaktuellen Themen.

      Was bei mir in letzter Zeit am besten hängengeblieben ist, sind ausgerechnet Beiträge von Leuten, die ich sowieso immer gerne lese, etwa Leszek und djadmoros. Es ist Sünd und Schand, dass Leszek nicht öfters Gastbeiträge schreibt. Bzw. die Interessierten unter uns sollten einen „wir graben tolle Leszek-Kommentare aus“-Tag einführen. Er ist nicht immer leicht zu lesen (weil er so belesen ist und vieles anreißen kann, das man nicht kennt) und ich bin politisch sicherlich nicht einer Meinung mit ihm. Aber das ist völlig egal, ich finde es ja gerad erhellend, eine gut ausgedrückte Position zu lesen, die einerseits Sachen enthält, die ich so sehe, und andererseits Dinge, die ich noch nie so gesehen habe.

  2. Ich finde, es hat sich gelohnt. Denn feministische Theorien werden ansonsten eher wenig besprochen. Durch die Woche hat man einen guten Überblick darüber, was es an feministischen Theorien überhaupt gibt – und wie absurd sie typischerweise sind.

  3. Tjaja *seufz* das feministische Theoriegebäude… Im Prinzip lohnt es sich meiner Ansicht nach nicht, seine kostbare Lebenszeit mit Hirngespinnsten zu vergeuden, die nichts mit der Realität zu tun haben – hey, draußen ist Frühling 😉
    Der ganze Stuss wird von 3 Arten Menschen fabriziert:
    – Frauen, die nicht in der Lage sind, eigene Fehler in der Lebensplanung zu erkennen und immer einen Sündenbock (=Männer) brauchen, wenn sie es z.B. mit ihrem Germanistik/Philosophie/Gender-Studium zu nix gebracht haben.
    – Menschen, die vom Schüren von Hass leben (weil sie z.B. männerfeindliche Artikel an Zeitungen verkaufen)
    – Omega-Männchen, die sich ein Weibchen erhoffen, wenn sie nur demütig genug ihr eigenes Geschlecht verteufeln.
    (Diese Aufzählung ist nicht vollständig)

    Das ist sooo langweilig. Ich muss weder deren Ergüsse (Bücher) kaufen noch mich dem Quark auseinandersetzen, um sie in Diskussionen nach gefühlten 5 Minuten argumentativ so ausgehebelt zu haben, dass sie sich weinend auf dem Boden wälzen („Du bist ja sooo gemein“ – „Das ist kein Argument“).

    Ich mache das nicht mehr. Es ist unmöglich, orthodoxe Gläubige (und Feminismus ist ein Glaubenssystem) durch sachliche Argumente umzustimmen. Genauso könnte man versuchen, einen überzeugten Christen zum Satanismus zu bekehren: Es funktioniert nicht.
    Wenn ich ein Mädchen kennenlerne und sie fängt mit Genderquark an dreh ich mich um und gehe. Es gibt Milliarden Andere…

    • @andreas

      „Ich muss weder deren Ergüsse (Bücher) kaufen noch mich dem Quark auseinandersetzen, um sie in Diskussionen nach gefühlten 5 Minuten argumentativ so ausgehebelt zu haben, dass sie sich weinend auf dem Boden wälzen“

      ich glaube, dass es da vielen anders geht und Feministinnen genau das nicht erfahren. Sie kommen mit erstaunlich schlechten Argumenten und sie haben auf klassische Erwiderungen meist kein Gegenargument parat, was zeigt, dass sie es bisher nicht brauchten.

      Oft erfolgt eben ein „lies mal Butler“. Und schon sind die leute still, weil Butler ja nun mal super kompliziert klingt. Was Leute aus meiner Sicht dringend brauchen ist eine Aufklärung, ein Gegengewicht, dass ihnen dieses Gefühl der Ohnmacht nimmt. Bei dem sie sagen können „ich weiß, dass Sozialkonstruktivismus wissenschaftlich nicht haltbar ist, weil..:“

      Tabuisierte Ansichten bekämpft man, indem man das Bewußtsein erzeugt, dass das Tabu unvernünftig ist.

      Wenn du gute Argumente hast, dann poste sie doch hier, meinetwegen in Form einer Darstellung früherer Gespräche mit Feministinnen. Dann können andere Lernen.

      • Hallo Christian,
        stimmt schon, ich wollte auch gar nicht Deine feministische Theoriewoche kritisieren sondern bloß darstellen, dass es für mich persönlich nix bringt, meinen Kopf mit deren grotesken Phantastereien zuzumüllen.
        Ich kann ja auch den Nationalsozialismus als im Kern menschenverachtend ablehnen, ohne „Mein Kampf“ oder ähnliches gelesen zu haben;)
        Oder was machst Du, wenn Du einen triffst, der sich für Napoleon hält? Investierst Du Stunden, um ihn durch sachliche Argumente vom Gegenteil zu überzeugen?

        Aber okay, Du hast Dir Argumente gewünscht, die Anderen helfen können, feministische Argumentation zu widerlegen. Fangen wir doch mal an der Wurzel des Übels an: Dem Konstruktivismus. Ohne ihn als philosophische Grundlage ist das darauf erbaute feministische Theoriegebäude schon mal stark einsturzgefährdet:)

        Kurz gesagt (ich will hier keine Abhandlungen schreiben;) besagt dieser ja, dass es keine objektive Wahrheit gibt, sondern dass alles, was wir für real halten, nur unserer subjektiven Wahrnehmung entspringt. (Darauf baut dann der Sozialkonstruktivismus auf, dass nämlich alles, was wir für wahr halten, gesellschaftlich konstruiert sei, z.B. die Existenz zweier Geschlechter etc.)

        Ich war natürlich ziemlich erstaunt, als ich bei einer Diskussion mit einer guten Freundin feststellen musste, dass sie diesen Schwachfug für wahr hielt. Als ich nachfragte, wie sie denn dazu käme diesen wissenschaftsfeindlichen Unsinn zu glauben (ja ich diskutiere immer gern etwas …hmmm… härter), erwiderte sie, dass habe sie so an der Uni gelernt. WTF?

        Logisch, das konnte ich nicht auf sich beruhen lassen. Überzeugt habe ich sie dann durch das klassische Gegenargument, das die Annahme des Konstruktivismus zu einem logischen Widerspruch führt:

        – Angenommen, der Konstruktivismus ist allgemeingültig wahr. Dann gibt es keine allgemeingültige Wahrheit. Folglich ist also auch der Konstruktivismus keine.
        – Angenommen, es gibt keine allgemeingültigen Wahrheiten und jede subjektive Meinung ist war. Dann wäre aber auch die Meinung „Konstruktivismus ist falsch“ wahr. Er wäre also zugleich wahr und falsch. Widerspruch.
        – Angenommen, der Konstruktivismus ist nicht allgemeingültig wahr, sondern nur für einzelne. Dann ist er aber keine Aussage über die Welt an sich, sondern nur eine (unbelegbare) Meinung und irrelevant.

        Tja, da war sie am Ende mit den Argumenten und gab mir recht;)

        So ähnlich kann man dann mit eigentlich allen falschen Theorien verfahren – man bringt sie zu einem logischen Widerspruch XD

        • Das ist ja das schöne am sog. „Konstruktivismus“. Er erklärt eben alles und nichts. Man kann einfach behaupten.

          Alles ist konstruiert. Auch das konstruieren selbst. Eignet sich besonders um Opfer-Sündenbock Ideologien zu „verkleiden“.

          Oder eben „Sozialkonstruktivismus“ zu betreiben.

          Ein neues Wort für diktatorisches Herrschen und erzwingen gegenüber bestimmten Gruppen. Man „konstruiert“ sozial. Klingt gleich viel netter. Femininer.

        • Wie Du richtig feststellst, @Andreas steht und fällt das Argument mit der Annahme, dass alles konstruiert ist:

          „Angenommen, der Konstruktivismus ist nicht allgemeingültig wahr, sondern nur für einzelne. Dann ist er aber keine Aussage über die Welt an sich, sondern nur eine (unbelegbare) Meinung und irrelevant.“

          Es ist dann kein allgemeines Prinzip für die Welt an sich, kann aber in Teilbereichen gelten.Dass es „unbelegbar“ oder „irrelevant“ ist, ist lediglich eine unbegründete Behauptung von Dir.

          Ganz so einfach geht es meines Erachtens nicht, es freut mich aber, dass Du mit diesem Argument so schöne Erfolge erzielt hast 😉

  4. Das Hauptproblem des Feminismus , aus dem sich alle anderen ergeben ist die Frage nach der Erlerntheit von Geschlecht. sie gegen da von aus, dass es prenotas Erlerntheit wird von der Gesellschaft vermittelt, dem Kapitalismus etc. – das ist aber Quartz, es wurde im Laufe einer 300 Millionen Jahre langen Evolution bimorphen Lebewesen erworben, und nicht im Fruehkapitalismus, waehrend der Vorabendmesse oder im Femiseminar, genotyp. Mehr noch: Alle Gesellschaft gruppiert sich um diesen Bimorphismus und sien Prinzip von male competición und female choice herum, nicht andersrum. Biología bringt Gesellschaft hervor, nicht anders rum!

  5. Ich fand die feministische Theoriewoche eine gute Idee.
    Feminismuskritiker sollten m.E. einigermaßen wissen, wovon sie reden.
    Aufgrund von Zeitmangel und einer Operation am rechten Arm, den ich vermutlich erst in ein paar Wochen wieder verwenden kann und daher beim Tippen gerade etwas langsam bin, fiel meine Beteiligung zwar eher gering aus, aber die Themen waren gut ausgewählt, die Woche verlief m.E. interessant, die Stränge bleiben erhalten und können jederzeit von jeder Person genutzt werden.
    Alles bestens.

    • @leszek

      Ebenfalls gute Besserungswünsche von mir !

      „Feminismuskritiker sollten m.E. einigermaßen wissen, wovon sie reden.“

      Richtig, allerdings sollten sie nicht nur wissen, was in irgendwelchen feministischen Theorievarianten falsch ist, sondern auch was richtig ist.
      Wenn man andere Theorien widerlegt, dann hat man ja noch keine eigene neue.

      In dem Zusammenhang hätte ich einen Vorschlag zu einer eigenen Diskussion: Was sollte der „staatlich geprüfte Masku“, der sich in diversen Kontexten mit reiner Ideologie herumschlagen muß, alles wissen?

      Also primär unstrittiges Grundwissen, möglichst ohne Wertungen (geht bei soziologischen Themen schlecht, man muß da Kompromisse machen)

      Nicht zugelassen als Antwort wären pauschale Verweise auf dicke Bücher, sondern nur konkrete Lernziele.

      Um es schwierig zu machen: die Lernziele sollten für einen Durchschnittsabiturienten in ca. 1 Stunde erreichbar sein, also maximal ca. 10 Seiten Text, ersatzweise mehrere Portionen a 1 Stunde.

      Beispiel: im Rahmen der Quotendiskussion wird immer wieder auf GG art.3 verwiesen und falsch argumentiert, ungleiche Behandlungen von Personengruppen wären prinzipiell verboten. Das stimmt nicht, ich habe hier: http://maninthmiddle.blogspot.de/2015/03/lex-fidar.html extra einen kurzen Abschnitt dazu geschrieben. Der ist aber noch unzureichend, das müßte noch eine Stufe vertieft werden. Andererseits darf es nicht ausarten, daß man ein halber Verfassungsjurist wird.

      Ich würde vermuten, daß man ca. 30 – 50 solche Portionen braucht, um einigermaßen sattelfest zu sein.

      Wenn hier jemand Gender Studies Bücher oder Kurse kennt, dann wäre es interessant, ob darin auch sinnvolle Lernziele erkennbar waren und wie der didaktische Aufbau war.

      • @ man in the middle

        „Ebenfalls gute Besserungswünsche von mir !“

        Danke.

        Meine Antworten an dich – auch bei Onyx – folgen, sobald ich die Zeit dafür finde. Habe leider gerade wenig Zeit und bin wie gesagt zudem im Moment etwas langsam beim Schreiben.

      • für Maninthemiddle:

        Wie wär das?

        „Weiblichkeit und Männlichkeit werden nicht allein durch das anatomische Geschlecht („Sex“) definiert, sondern auch durch spezifische Rollenangebote, die z. B. durch Kleidercodes oder Verhaltensnormen bestimmt sind.

        Den Fokus auf diese soziale Konstruktion von Geschlecht („Gender“) legen die Gender Studies – ein dynamisches Forschungsfeld mit spannenden Anwendungsbereichen, das Franziska Schößler aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive erschließt.

        – Geschichte und Entwicklungstendenzen der Gender Studies – Geschlechtergeschichte seit 1800, Pionierinnen des Feminismus und frühe Debatten
        – Pluralisierung und Dynamisierung der Gender Studies – Theoretische Grundlagen von der Psychoanalyse bis zur Diskursanalyse
        – Konkrete literatur- und kulturwissenschaftliche Anwendungsfelder, Film Studies, Kanondebatten
        – Angrenzende Bereiche: Queer, Men’s und Postcolonial Studies“

        Einführung in die Gender Studies
        von Franziska Schößler

        http://www.amazon.de/Einf%C3%BChrung-Gender-Studies-Franziska-Sch%C3%B6%C3%9Fler/dp/3050044047

        Mit „Blick ins Buch“. Also mit didaktischem Inhaltsverzeichnis. Die Sprache scheint allerdings schwer lesbar zu sein, weil pseudogelehrt-verquast („Gender und Memoria“).

        • @Axel

          Danke für den Hinweis. Dieses und ähnliche Bücher kann man durchsehen, welche Themen überhaupt angesprochen werden und wie vertieft sie behandelt werden – das meinte ich mit Lernzielen.

          Zu der inhaltlichen Auswahl dieses hätte ich gleich zwei strategische Kritikpunkte:

          1. schon das Deckblatt verortet das Fach alleine in den Literaturwissenschaften. Aus meiner Sicht ist das völlig inakzeptabel, nach allem, was man inzwischen weiß, sind die biologischen Einflüsse auf unser Sozialverhalten so gravierend, daß man sie schlicht nicht ausblenden kann. Alleine bei Themen wie Homosexualität würde ich heute als klar die biologischen Aspekte für fast die wichtigsten halten.

          2. die relativ umfangreichen historischen Darstellungen sehe ich per se nicht als besonders wichtig und verzichtbar an, es gibt sicher wichtigeres. Wenn ich Mathematik lerne, dann brauche ich nicht unbedingt zu wissen, wann die Theorie gefunden wurde und welche vorherigen falschen Theorien sie ablöste. Es kann sein, daß es verschiedene wichtige Denkschulen zu einer Frage gibt, von denen keine dominiert, man also mehrere nebeneinander kennen sollte. Dann interessiert mich aber eher eine vergleichende Darstellung. Die Reihenfolge, wann wer was gesagt hat, wäre mir auch da egal.

        • ät Män in the…:

          Zu1: Das ist wohl nur die Buchreihe. Obwohl ich mich frage, was bitte Genderfeminismus in der Germanistik verloren hat. Das gehört, wenn überhaupt, in ein Sozi-Fach.
          Was die Bioeinflüsse angeht, hast Du natürlich recht. Aber der Genderismus lehnt genau das ja ab.

          Zu2: Die „Ideen“(Spinnerei-)Geschichte würde ich für Feminismus schon als wichtig einschätzen. Wäre ja immerhin das einzige, was man wissenschaftlich halbwegs korrekt betreiben kann.
          Wobei ich mich auch wieder frage, wieso es hier um historischen Feminismus geht. Dachte, Gender heißt, daß alles nur konstruiert sei usw und so fort?
          Die Geschlecht-existiert-nicht-Geschichte müßte man wohl sehr spät ansetzen. Bei Hirschfeld oder so um den Dreh. Und dann natürlich Money. Aber DEN würden sie gerade zielsicher verschweigen.

        • @Axel

          »Obwohl ich mich frage, was bitte Genderfeminismus in der Germanistik verloren hat. Das gehört, wenn überhaupt, in ein Sozi-Fach.«

          Du hast »Gender-Mainstreaming« nicht verstanden: es bedeutet, dass »Gender« *überall* reingehört! 🙂

        • ät Djad:

          „Du hast »Gender-Mainstreaming« nicht verstanden: es bedeutet, dass »Gender« *überall* reingehört! “

          Und leider ist es auch schon „überall“ drin. Ich frage mich allerdings, wie ein germanistisches Fach-Oberseminar über Butler&Co (mußte ein Freund in Münster belegen) in puncto Studienleistung begründet wird.
          Immerhin soll man in Germanistik deutsche Literatur lernen!

          Soll jetzt JEDES Fach irgendwie Gender studies mit besonderem Schwerpunkt sein?
          Dann bin ich also Gender-Forscher mit Schwerpunkt Mobiologie.
          Bzw. meine Nachfolger im Studium. Balla-balla.

  6. Also ich fand die Themenwoche unterhaltsam. Allerdings sollte man m. E. „feministische Theorien“ nicht allzu wichtig nehmen. Es ist ja nicht so, dass „Feminismus“ aus einem theoretischen Fundament heraus in die Praxis wirkt.

    Tatsächlich ist es umgekehrt: Zuerst war das Gefühl, daraus entwickelte sich eine Praxis und die Theorie wurde dann nach und nach drumherum gestrickt.

    Sie dient den Feministas dann auch eher als vorgeschobene Rechtfertigung für ihre Meinungen. Und in gewissem Sinne auch als Versuch, diese, ihre Meinungen einen wissenschaftlich-seriösen Anstrich der Allgemeingültigkeit zu verpassen. Aus dem Generalverdacht zu lösen, es handele sich lediglich um hormonzyklusbedingte kurzfristige Gefühlsausbrüche.

    Interessanter als die Theorien selber dürfte die Gefühlsbasis bei der Mehrheit der Frauen sein, auf der die Theorie aufgebaut ist.

        • @robin

          Würde ich mit einem Sarkasmusschild kontern.

          Was ändert es eigentlich, ob mir die Sache viel Arbeit gemacht hat?
          Meine Ansichten müssen eben nicht immer im Vordergrund stehen und es war gerade das Konzept, dass Leute dadurch, dass da nichts ist außer dem Thema an sich selbst etwas bringen. Es sollte leute dazu verleiten, einfach mal zu den Themen zu googeln und dann etwas einzubringen. Es sollte bewirken, dass sie nicht meine Meinung besprechen, sondern nach Möglichkeit eigenes einbringen.
          ich hätte mich gefreut, wenn jeder mit der Beantwortung der entsprechenden Fragen eingestiegen wäre, dann hätte man viele verschiedene Ansätze gehabt.

          Das für dich als „Mein-Feminismus-Feministin“ so eine Woche nichts ist, ist klar. Was sollst du zu so etwas abstrakten und theorielastigen schreiben?

        • Robin, let’s be honest here:
          wenn Christian diesen Blog wirklich nur Hobbymäßig betreibt,
          dann leistet er seit Jahren im Grunde täglich ein ganz außergewöhnliches nebenher-Arbeitspensum.
          Ich war zwar auch überrascht von dem sparsamen Ansatz dieser Woche, aber solange die Leuts hier kommentieren, hat er sein Ziel erreicht. Und das tun sie ja insbesondere aufgrund der überschaubaren Struktur, und eh häufig „leicht“ ab vom vorgegebenen Thema, also was solls.

          • Außergewöhnlich ist höchstens, dass er seit Jahren Quantität vor Qualität stellt und das von Leuten, die sonst nirgendwo ihren Rotz reinpacken dürfen, abgefeiert wird 🙂

        • „Andere haben es hingegen gut angenommen. Insofern geht deine Kritik ins Leere.“

          Ein wahrer Gentleman, Robins Einwurf als „Kritik“ zu bezeichnen. Ich würde es eher „substanzloses Rumgezicke“ nennen 😀

        • Ich würde es eher “substanzloses Rumgezicke” nennen 😀

          Die Capra Bajuvaris ist eben äußerst sparsames Tier. Von einem einzigem Grashalm kann sie monatelang zehren. 😀

        • Frau Urban zeigt wieder wunder- und nachvollziehbar auf, was passiert, wenn die „beste Frau von Allen“ daherkommt und sagt:

          „Wir müssen reden …“

          Substanzlose Einzeiler und der übliche, emotionale #Aufkreisch

  7. Ich habe die Theoriewoche sehr wach verfolgt, allerdings mit sehr wenig Zeitbudget, daher war mein Output dazu leider eher vernachlässigbar. Ich habe mehrmals angesetzt, Beiträge zu verfassen, habe aber dann aufgrund der dem jeweiligen Thema zugrundeliegenden Tiefe von einer Einlassung abgesehen, weil ich nichts tatsächlich erhellendes zustande gebracht habe. Einige Male habe ich losgetippt, daraus sind dann eher Schnellschüsse hervorgegangen, die ich auch hätte lassen können.

    Ich bin für viele der anderen Beiträge, die in diesen Tagen hier zu lesen waren – insbesondere für die Einlassungen und die Links von djadmoros – sehr dankbar, Dankbarkeit erstreckt sich auch auf die Tatsache, dass ich recht klar mit einigen Subcommandantes vom Movimento Guerrilheiro „Sendero Irradiado“ Bekanntschaft schließen konnte. Insbesondere die schwer greifbare Entität lightyear2000 hat es mir da angetan.

    Das Thema liegt mir zur Zeit sehr am Herzen, ich glaube, dass wir gerade eine kritische Phase durchlaufen, die u.a. von dem Themenkomplex Feminismus stark geprägt wird. Die Abbildung der Ausflüsse des Feminismus in der nichtakademischen Öffentlichkeit ist in vielerlei Hinsicht so absurd, dass man sich fragen muss, wie eine derart krude Mischung von inkonsistenten Denkmodellen eine derartige normative Kraft entfalten kann, die konkret sich in Gesetzesinitiativen zur Abschaffung von Habeas Corpus (siehe §177) oder absurden Bildungsplänen zur nachhaltigen Verstörung der Identitätsbildung von Heranwachsenden manifestieren.

    Mein Thorie-Glaube dazu sagt, dass es sich um eine von interessierter Seite vorangetriebene Ausformung einer Melange von unausgegorenen poststrukturalistischen Lehrversatzstücken zur Machtaneignung oder -wahrung im Sinne von Divide et impera handelt, habe aber einige Zweifel, inwieweit sich da auch einfach zufällige Häufungen von narzisstischen Störungen und simplen mit Versorgungsmentalität erklärbaren Besitzstandswahrungshandlungen verselbständigen.

    Ich werde jedenfalls einen Teufel tun und tonnenweise Material zu den einzelnen Konstrukten konsumieren, um daraus Erleuchtung, gar Einsicht in die Richtigkeit der einzelnen Theorien zu gewinnen. Ich halte es da eher mit dem „gesunden Menschenverstand“ – wie ich es auch in einem Antwort-Post auf lightyear2000 tat. Der Kaiser ist nackt und selbst die zig-tausendtägige Lektüre der Werke von Derrida, Focault oder Butler kann daran etwas ändern.

    • “ … dass man sich fragen muss, wie eine derart krude Mischung von inkonsistenten Denkmodellen eine derartige normative Kraft entfalten kann ….“

      Das ist *die* Frage.

      Wahnsinn? Oder der Wille das Rad der Geschichte ins Mittelalter zurückzudrehen? (Wobei das ja das Gleiche ist….)

    • Oh mann, da ist mir ja ein kapitaler Fehler unterlaufen:
      „… selbst die zig-tausendtägige Lektüre der Werke von Derrida, Focault oder Butler kann daran etwas ändern.“ muss heißen:
      „… selbst die zig-tausendtägige Lektüre der Werke von Derrida, Focault oder Butler kann daran nichts ändern.“

    • „die schwer greifbare Entität lightyear2000“

      🙂 Schöner Begriff. Der/die/das 2000. Lichtjahr ist einer der effektivsten Trolls gewesen, die ich je erlebt habe. So nach dem Motto ein Stöckchen werfen mit einer These, die Widerspruch erzeugt, die anderen hinterherlaufen und Gegenargumente apportieren lassen, und dann das Stöckchen gleich wieder in eine andere Richtung wegwerfen. Diskussionen sind mit so jemandem sind sinnlos. Ich hatte eine einzige Kommunikation mit ihm, seine Reaktion war so, daß ich nicht wußte ob er mich provozieren will, indem er sich strunzdumm anstellt, oder ob er wirklich einen IQ von 70 hat. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine bewußte Sabotage der Diskussion ist oder ein derart ausgeprägter Tunnelblick ist, daß er es nicht besser kann.

      Das ganze ist kein Einzelfall. Auf reddit hat jemand einen Link auf beinen Post zum Thema Privilegientheorie gepostet,http://www.reddit.com/r/de/comments/33p5p7/die_feministische_privilegientheorie/ , einige Kommentatoren gaben einen ziemliche Unsinn dazu zum besten, ich antwortete und durfte Bekanntschaft mit zwei Lichtmonaten machen, bei denen jeden wirklich alle Argumente abprallen, völlig gaga wird es z.B. hier http://www.reddit.com/r/de/comments/33p5p7/die_feministische_privilegientheorie/cqnos8s

      „… dass man sich fragen muss, wie eine derart krude Mischung von inkonsistenten Denkmodellen eine derartige normative Kraft entfalten kann,“

      In einem Forum wie diesen auf reddit, wo die Lichtgestalten dominieren und die rationalen Teilnehmer still sind und untergebuttert werden, habe ich es gerade live erlebt, da bricht offenbar jeder rationale Diskurs zusammen.

      • Ich check das nicht. Die vertiedigen die Diskriminierung durch Quoten damit das ja nur die tatsächliche Gleichberechtigung damit gefördert wird und solange Frauen unterrepräsentiert sind, sind sie ja ganz offentsichtlich strukturell diskriminiert.

        Mich würde mal interessieren, was diese Leute davon halten eine Quote bei Grundschullehrern und Erzieher einzuführen.

        Und wie immer wird nicht darauf eingegangen in was die Frauen von heute ihre hochqualifizierten Abschlüsse machen. Egal. Unwichtig! Die Hochschule setzen haufenweise Akademikerinnen auf die Straße, größtenteils noch keine 30 Jahre alt und wenig bis keine Berufserfahrung… Wieso werden diese Frauen nicht in den Vorständen eingesetzt? Diese alten mit relevater Berufserfahrung ausgestatteten Männer wollen bestimmt nur unter sich bleiben. Daher werden Frauen diskriminiert. Nur das Geschlecht spielt hier eine Rolle und nur das!

        Ehrlich, wie kann man so blöd sein? Warum wollen die Leute lieber an das Schlechte im Menschen in Männern glauben und das Frauen Opfer sind, anstatt rationale Lösungen zu anzunehmen?

        • „Warum wollen die Leute lieber an das Schlechte im Menschen in Männern glauben und das Frauen Opfer sind, anstatt rationale Lösungen zu anzunehmen?“

          Weil Frauen Brüste haben.

        • „Ehrlich, wie kann man so blöd sein? Warum wollen die Leute lieber an das Schlechte im Menschen in Männern glauben und das Frauen Opfer sind, anstatt rationale Lösungen zu anzunehmen?“

          Gehirnwäsche? Informier dich mal über Sekten und deren Methoden!
          Sekten-Jünger haben Scheuklappen auf und spulen immer nur ihre Glaubeninhalte ab, wie ne Schallplatte mit Sprung.

  8. Zum Abschluss ein hervorragendes Stück aus dem Land, das uns weit voraus ist (zu unserem Glück, wenn wir daraus lernen können).

    Social Justice Bullies: The Authoritarianism of Millennial Social Justice
    von Aristotelis Orginos

    View story at Medium.com

    Ausschnitte:

    „….they have formed a unique brand of Identity Politics wherein the groups with which one identifies is paramount. With such a strong narrative that focuses on which group one belongs to, there has been an increasing balkanization of identities. In an attempt to be open-minded toward other groups and to address social justice issues through a lens of intersectionality, clear and distinct lines have been drawn between people. …..  in attempting to solve pressing and important social issues, millennial social justice advocates are violently sabotaging genuine opportunities for progress by infecting a liberal political narrative with, ironically, hate. ..(and)… have warped an admirable cause for social, economic, and political equality into a socially authoritarian movement that has divided and dehumanized individuals on the basis of an insular ideology guised as academic theory. ….“

    „“Don’t you see that the whole aim of Newspeak is to narrow the range of thought? In the end we shall make thoughtcrime literally impossible, because there will be no words in which to express it. Every concept that can ever be needed will be expressed by exactly one word, with its meaning rigidly defined and all its subsidiary meanings rubbed out and forgotten.” — George Orwell, Nineteen Eighty-Four“

    „The Newspeak of the millennial social justice advocate is an intricately and powerfully designed mechanism that seeks to eradicate and socially criminalize dissent. …. “

    „Instead of the discussion being focused on how advocating to “kill all white people” as a political statement or how the hashtag #KillAllMen are prejudicial and hateful sentiments, the millennial social justice advocate excuses and legitimizes these phrases and behaviors by suggesting that they are not racist or sexist but are legitimate expressions against their oppressors.“

    „But here’s the thing — who I am does not (or should not) have any bearing on facts. The problem with this brand of modern social justice advocacy is that who one is as a person (race, class, gender, etc.) is the be all and end all of their capacity to have a certain viewpoint. A millennial social justice advocate can discount an opinion simply because it is said or written by a group they feel oppresses them. It is a logical fallacy known as ad hominem whereby one attacks the person saying an argument rather than the argument itself. But this logical fallacy has become the primary weapon of the millennial social justice advocate. It is miasma to academia, to critical thinking, and to intellectual honesty. Yet it is the primary mode of operating on college campuses nationwide.“

    Die Tricks werden im Wesentlichen genannt, die Ideologie in ihrem Kern dadurch enthüllt.
    Die eigentlichen Inhalte der Ideologie, wie die „Theoriewoche“ zum Thema hatte, sind eigentlich unwesentlich und werden sich in Zukunft stark ändern können. Es geht ja schliesslich bloss um die Zerstörung der Freiheit unserer Gesellschaft und um keine Philosophie oder gar Wissenschaft.

  9. Ich fand die Idee gut, aber die Umsetzung mangelhaft. Soweit ich rumgeblättert habe, waren da immer nur Fragen zum jeweiligen Thema – kein „zusammenfassender Input“, auf dem sich dann ein Gespräch hätte entwickeln können. Vielleicht, weil es zuviel Arbeit gemacht hätte? Oder weil Christian nicht Stellung beziehen möchte? (Das tut man bereits, indem man „definiert“, was grade Thema ist)

  10. Ich bin grade im Urlaub und konnte mich nicht beiligen. Aber ganz allgemein wollte ich mal feststellen, dass das Niveau des Blogs und der Diskussionen nach meinem empfinden in diesem Jahr enorm gestiegen ist, nachdem ich noch im herbst dachte, man könne es hier siehegestiegengeben. Viele gute Kommentatoren sind wieder aktiver, einige neue (wie djadmoros oder teardown) bereichern die Diskussionen sehr.
    Ich sehe das ganze hier nach wie vor als Sparring. Wir alle leisten die Vorarbeit für den Tag, an dem fundamentale feminismuskritik salonfähig wird und man sich über die Bekleidung der Kaiserin nicht mehr nur hinter der vorgehaltenen Hand anonymer Netz-Kommentare austauschen darf.. Ich bin optimistisch, dass die Hegemonie bald aufbricht, und die medien nicht mehr lange gegen ihre eigenen leser (siehe kommentarspalten) anschreiben werden können.

  11. Ich fand die Frequenz arbeitsbedingt natürlich zu hoch, wie die meisten anderen. Grundsätzlich wären sicher auch etwas mehr Definitionen statt nur Diskussionen für Neueinsteiger sinnvoll gewesen, denn da kann man wohl nicht besonders viel Vorwissen voraussetzen. Wenn das gleich schon Diskussionen zum Thema kommen von Leuten, die die Konzepte und Theorien eh schon kennen ist das vermutlich nur für Genderisten und bereits „interessierte“ Männer überhaupt lesbar.

    • “ Wenn das gleich schon Diskussionen zum Thema kommen von Leuten, die die Konzepte und Theorien eh schon kennen ist das vermutlich nur für Genderisten und bereits “interessierte” Männer überhaupt lesbar.“

      Da ist wohl was dran. Aber wie viele sind hier, bzw. verirren sich hierher, ohne Vorwissen?

      Zur Frequenz: Wäre es auseinandergezogener, z.B. ein oder zweimal pro Woche, verliert sich wohl der Zusammenhang recht leicht.

  12. Ich hätte mir noch gewünscht, dass etwas über Einflüsse und Herkunft diskutiert wird. So z.B. über den Rassismus der amerikanischen Sufragetten und den Atisemitismus des deutschen bürgerlichen Feminismus der Jahrundertwende zum 20. Jhd. Auch die Integration bürgerlicher FeministInnen in den faschistischen MAchtapparat Nazideutschlands wäre hier von Interesse. Das Verhältnis war dann schon wieder ambivalent.

    Auch das Verhältnis des Existenzialismus zu Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ wäre aufschlußreich gewesen. Denn die existenzialistische Idee, sein eigenes Dasein gestalten zu müssen ist ganz grundlegend für den Feminismus nach Beauvoir.

    @robin
    Christian hat außerordentlich oft die Diskussion moderiert. D.h. er hat sie verfolgt. Das ist schon viel Arbeit. Insofern finde ich Deine Auslassungen dazu unverständlich. Leider formulierst Du das wieder so völlig ohne Darlegung Deines eigenen Standpunktes, so völlig ohne den Mut diesen Standpunkt zu vertreten, dass es langsam eher nervt, wenn DU schreibst. Das war schon mal anders.

    • @dummerjan

      „Auch das Verhältnis des Existenzialismus zu Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ wäre aufschlußreich gewesen. Denn die existenzialistische Idee, sein eigenes Dasein gestalten zu müssen ist ganz grundlegend für den Feminismus nach Beauvoir.“

      Finde ich auch interessant, würde mich freuen, wenn du deine Kenntnisse dazu unter dem passenden Artikel noch mal darlegst und das der Startpunkt einer weiteren Diskussion dazu wäre

    • @dummerjan

      „Auch das Verhältnis des Existenzialismus zu Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ wäre aufschlußreich gewesen. Denn die existenzialistische Idee, sein eigenes Dasein gestalten zu müssen ist ganz grundlegend für den Feminismus nach Beauvoir.“

      Finde ich auch interessant, würde mich freuen, wenn du deine Kenntnisse dazu unter dem passenden Artikel noch mal darlegst und das der Startpunkt einer weiteren Diskussion dazu wäre

  13. Einerseits eine interessante Woche, und ich finde es gut, mal neue Wege auszuprobieren. Andererseits aber auch ein totaler Overload, der in der Kürze von 24h kaum zu bewältigen ist, zumal da auch noch zwei Selbermachtage dazu kommen.

    Letztendlich hat es nach meinem Empfinden dazu geführt, dass die immer gleichen Poster, welche sich sowieso schon vorwärts und rückwärts mit den Theorien beschäftigten reichlich dominierten und der Rest, wie z.B. auch ich, manchmal Schwierigkeiten hatte, dem ganzen noch zu folgen. Mal ganz abgesehen von den ganzen Diskussionskettensträngen und Anderem.

    Ich finde daher die Anregung eines „Theorie-Dienstages“ wesentlich besser und er bietet die Chance, dass Alle etwas davon haben bzw. folgen können oder neue Erkenntnisse bekommen.

    Insofern ‚graust‘ es mir schon vor der Maskulistischen Woche – auch wenn ich ausdrücklich befürworte, diese Dinge endlich mal strategisch vorzunehmen.

    Noch ein Hinweis zum Schluss: Zwar ist es zu begrüßen, den Themenkomplex anzureißen und in drei Unterpunkte aufzuteilen – noch besser fände ich aber ein kurzes Abstract dazu, denn nicht jeder kann mit den Begrifflichkeiten etwas anfangen.

    Mein Feedback bitte ich konstruktiv aufzufassen und nicht als Nörgelei, denn so ist es nicht gemeint.

    • @emannzer

      „Insofern ‘graust’ es mir schon vor der Maskulistischen Woche – auch wenn ich ausdrücklich befürworte, diese Dinge endlich mal strategisch vorzunehmen.“

      Ich fand es, gerade weil in der feministischen Woche ja anklang, dass es zu wenig maskulistische Theorie gäbe, mal interessant, eine Woche dazu zu machen. Ich bin gespannt, ob da auch was los ist

      „Noch ein Hinweis zum Schluss: Zwar ist es zu begrüßen, den Themenkomplex anzureißen und in drei Unterpunkte aufzuteilen – noch besser fände ich aber ein kurzes Abstract dazu, denn nicht jeder kann mit den Begrifflichkeiten etwas anfangen.“

      Welche der Begrifflichkeiten findest du denn erklärungsbedürftig?

      Ich hatte es ja schon gesagt:
      Ich würde es toll finden, wenn Leute da, und sei es über die Wikipedia, was vorbereiten würden, was anderen die Begriffe erklärt und wir dann jeweils 3-4 Erklärtexte hätten.
      Auch gut würde ich es finden, wenn Leute Fragen, die sie haben, in den Kommentaren darstellen würden. Es muss nicht immer der tolle Text sein, der einen Kommentar ausmacht. Gute Fragen können ebenfalls sehr hilfreich sein

      „Mein Feedback bitte ich konstruktiv aufzufassen und nicht als Nörgelei, denn so ist es nicht gemeint.“

      Danke für das Feedback, ist auch so verstanden worden.

      • @Christian:

        „Ich fand es, gerade weil in der feministischen Woche ja anklang, dass es zu wenig maskulistische Theorie gäbe, mal interessant, eine Woche dazu zu machen. Ich bin gespannt, ob da auch was los ist“

        Ich finde die Idee auch sehr gut und begrüße es ausdrücklich, dass du dir die Mühe gemacht hast, Themengebiete zu finden. Insofern vermute ich auch eine rege Beteiligung; ich bin jedenfalls dabei.

        „Welche der Begrifflichkeiten findest du denn erklärungsbedürftig?“

        Letztendlich alle, da ich mich wenig mit feministischen Theoriekonstrukten auseinander gesetzt habe und auch nicht so sehr dem ‚Soziologensprech‘ zugeneigt bin. Das ist aber nur mein persönliches Outing als Unwissender.

        Daher ja auch mein Vorschlag, zumindest eine kurze Zusammenfassung des jeweiligen Themengebietes vornan zu stellen. Ich hatte das ja in einem Strang mit Lightjear, die sich dann tatsächlich die Mühe machte, dass Ganze in Normaldeutsch zu verfassen, was sie da verfasst hatte.

        Damit möchte ich nicht die herrschende Fachsprache diskreditieren -aber sie stößt (mich z.B.) eher ab, als dass ich mich bei 10h Arbeitstag und eigenem Blog nun auch noch damit beschäftigen will.

        „Ich würde es toll finden, wenn Leute da, und sei es über die Wikipedia, was vorbereiten würden, was anderen die Begriffe erklärt und wir dann jeweils 3-4 Erklärtexte hätten.

        Auch gut würde ich es finden, wenn Leute Fragen, die sie haben, in den Kommentaren darstellen würden. Es muss nicht immer der tolle Text sein, der einen Kommentar ausmacht. Gute Fragen können ebenfalls sehr hilfreich sein“

        Das sehe ich auch so, allerdings muss es ja nicht gleich fachchinesisch sein. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass man Menschen nur dann erreicht, wenn man eigene (oder auch fremde Theorien) auch in verständliche Worte verpackt. Insofern sollte deine Anregung, Fragen zu stellen tatsächlich mehr aufgegriffen werden.

        PS: Was ich gerne noch anregen möchte. Wenn ein Theorientag durch ist, wäre es klasse, jemand machte sich die Mühe, das Ganze mit all seinen Pro und Contras zusammen zu fassen (auf dem eigenen Blog oder hier) und dann zur Verfügung zu stellen.

        Bei der zurückliegenden Woche hatte ich solches auch mal angedacht, habe den Gedanken aber fallen gelassen, da manche Fachtermini einfach zu viel Zeit der Einarbeitung gekostet hätten.

        Aber es ist ja auch ein Experiment und ich denke, man kann aus dem Erfahrungswerten nur sammeln, um es beim nächsten Mal zu verfeinern. Also quasi eine Art Repository (Themen-Datenbank) daraus zu bilden, welche Allen nutzt.

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