Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 27. März 2015

Die Freundin sagt nicht, was sie stört

Beim Entspannungsbrowsen auf 9gag kam ich auf diesen Beitrag:

Dem Freund sagen, was einen stört

Dem Freund sagen, was einen stört

Das für dieses Bild verwendete Meme wird verwendet, wenn man ein merkwürdiges und untypisches Verhalten zugeben will

Die Bildüberschrift lautete:

Apparently, this is weird.. I guess some girls bottle it up and play mind games trying to get him to realize? Not me.

In der Tat ist das ja ein Klassiker im weiblichen Verhalten: Sie ist sauer und er hat keine Ahnung, was er eigentlich gemacht haben soll. Sie schweigt und gibt auch nicht an, was es war, während er rätselt.

Es ist aus meiner Sicht das Ergebnis davon, dass Männer eher lösungsorientiert denken und davon ausgehen, dass man ein störendes Verhalten mitteilen muss, während Frauen eher in Beziehungen denken und daher erwarten, dass er von selbst darauf kommt, wenn sie ihm etwas bedeutet. Zudem ist das Schweigen und die damit verbundene Ausgrenzung eben auch eine typisch weibliche Form der Bestrafung, die dann in dem Moment vielleicht wichtiger erscheint als eine Problemlösung.

Interessant dazu finde ich diesen nun schon wiederholt zitierten Absatz von Doris Bischof-Köhler:

Mädchen gehen eher indirekt vor. Sie suchen bei anderen Mädchen Anerkennung, die sie entweder erhalten oder die ihnen verweigert wird. Aggression äußert sich kaum brachial, sondern vor allem als sogenannte Beziehungsaggression, die im Wesentlichen auf soziale Ausgrenzung abzielt. Zwei reden beispielsweise abfällig über eine dritte oder ein Mädchen droht einem anderen Mädchen an, es nicht mehr mitspielen zu lassen oder es nicht zum Geburtstag einzuladen, um so seinen Willen durchzusetzen.

Da ist auch die soziale Ausgrenzung genannt, die eben ein Teil der weiblichen Statusbildung ist. Und das spielt dann auch in die Beziehung mit rein, wo sie dann aufgrund des Verstoßes subjektiv einen höheren Status einnehmen, den sie dann entsprechend ausspielen.

Wobei ich vermute, dass es weniger eine Strategie als ein unterbewußtes Vorgehen ist.

Vielleicht können ja weibliche Leserinnen Aufklärung bringen?

 

Advertisements

Responses

  1. Gleichzeitig gibt es das berüchtigte „Schatz, wir müssen reden.“

    Es wäre interessant auseinanderzudröseln, wann frau zum einen und wann zum anderen neigt.

  2. @only-me

    Bei „Wir müssen reden“ ists es bei mir ehr eine Sache die schon länger brodelt und grundsätzlicher Natur ist. Sauer nicht mehr reden wollen, sind ehr so die spontanen – aber auch schlimmen „Verfehlungen“.

    WMR:
    Er lässt nach einem Jahr Beziehung immer noch seine Socken überall rumliegen, wenn er sie auszieht.
    Die Beziehung steht vor dem Aus wegen oder es gibt schwerwiegende Probleme innerhalb.
    Er hilft zu wenig im Hauhalt.

    Schweigen:
    Keine Blumen zum Geburtstag, Jahrestag, Hochzeitstag, etc. (kann auch zu WMR werden wenn es immer wieder auftritt).
    Man hat am morgen noch erzählt, dass man heute zum Friseur geht und er bemerkt es abends nicht.
    Er hört bei wichtigen Dingen nicht zu weil für ihn gerade Fußball wichtiger ist.

    Ich glaube das sind Beispiele, wie sie bei nahezu allen Frauen so vorkommen.

    @Christian
    Strategie ist Schweigen bei mir nicht. Ich denke nicht „so, dafür rede ich jetzt ne Stunde nicht mehr mit ihm/ihr (wobei solche Situationen am Rande bemerkt mit meiner Frau nahezu gar nicht vor kommen, das hatte ich nur bei meinen Männern) und dadurch wird er was daraus lernen“. Ich bin einfach sauer. Er sollte selbst wissen warum – wenn er nicht selbst drauf kommt, ist es ja noch viel schlimmer. Ich will auch in dem Moment kein Problem lösen. Dafür ist es eh schon zu spät, da das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Ich bin einfach traurig und enttäuscht und möchte für mich sein und schmollen. Alles was gesagt werden kann, ist in solchen Situationen eh vergeben, denn es kann es nur noch schlimmer machen.

    • „Er sollte selbst wissen warum – wenn er nicht selbst drauf kommt, ist es ja noch viel schlimmer.“

      Und genau da liegt doch das Problem, der Mann hat angeblich was falsch gemacht wie z.b.:

      „…hat am morgen noch erzählt, dass man heute zum Friseur geht und er bemerkt es abends nicht“

      Höchstwahrscheinlich hat er es bemerkt, dass du beim Frisör warst, vor allem da du es ihm gesagt hast, nur wird es er es für nicht wirklich wichtig halten, da es nun mal eine alltägliche Notwendigkeit ist zum Frisör zu gehen.
      Soll ich meine Frau/Freundin auch loben wenn sie sich regelmäßig die Finger und Zehennägel schneidet?

      In Wirklichkeit geht es doch nur darum, dass man Ihr bestätigt das die neue Frisur toll aussieht.
      Denn eine negative Antwort wie „deine alte Frisur hat mir besser gefallen“ auch wenn es die Wahrheit ist, gibt ja noch viel mehr Ärger wie wenn man nichts sagt.

      • Natürlich geht es genau darum. Der Kommentar darf durchaus auch kritisch sein, aber es muss einer kommen. Es geht um Aufmerksamkeit. Wenn ich den anderen nicht bemerke, warum soll ich dann mit ihm/ihr zusammenleben? Und das fängt eben schon bei Kleinigkeiten an. Mann ist freut sich über sein Lieblingsessen oder wenn Frau ihm zu seinem Fußballspiel abends nen Kasten seines Lieblingsbiers mitbringt. Frauen möchten Aufmerksamkeit eben auf eine andere Weise.

        • Die Frauen die ich kennen gelernt haben wollten nur positives Feedback kein negatives wenn es um Kleid/Frisur usw. ging.

          Und Lieblingsessen und Lieblingsbier?
          Das ist keine Aufmerksamkeit sondern Kindergeburtstag.
          So wie du das sagst klingt das für mich so, dass du das nicht für den Partner machst sondern für dich, um von Ihm Aufmerksamkeit zu bekommen.
          Oder um es ihm später vorzuwerfen, was du ja alles getan und gemacht hättest aber von Ihm ja nie etwas zurück kommen würde.

          Ich würde gerne mal wissen wie Frauen reagieren würden, wenn sich Männer genauso verhalten würden.
          Für jeden kleinen Scheiß ein Lob erwarten und ständig fragen und beschweren.
          Schatz du hast gar nicht gemerkt das ich beim Frisör war?
          Schatz wie gefällt dir mein neues Hemd?
          Soll ich lieber die Rote oder die Blaue Krawatte anziehen?
          Ich hab extra dein Lieblingsessen für dich gekocht!

          Ich glaub da wäre verdammt schnell Schluss.

        • Ich Lobe meinen Partner/Partnerin sehr häufig. Lob ist etwas sehr wichtiges im Leben. Das wird dir auch jeder Psychologe sagen. Es ist wichtig für eine Beziehung.
          Natürlich ist selbst das Lieblingsbier mitbringen Aufmerksamkeit – denn ich habe in dem Moment an meinen Partner gedacht. Aber es ist mit schon klar, dass das für Menschen, die nur ich bezogen sind, schwer nachzuvollziehen ist. 🙂

        • Stimmt mir ist aufgefallen das Frauen damit nicht umgehen können.

          Da wird der Mann verdammt schnell langweilig, wenn er ihr zu viel Aufmerksamkeit gibt.

        • PS: Mir ist da gerade noch was schönes zum Thema Lob hören wollen eingefallen: Welche Frau kennt nicht den Satz – „Und wie war ich?“
          Ich glaube „Oh du, war heute nix“ will da auch kaum ein Mann hören und wäre zutiefst eingeschnappt.
          Das Gleiche gibts also durchaus auch bei Männern und ist kein reines Frauenthema.
          *g*

        • Das ist doch ein – unzutreffendes – Klischee.
          Wenn überhaupt danach Fragen gestellt werden, dann höchstens in der Art von „War’s schön?“, „Wie hat’s dir gefallen?“ oder „Wie geht’s dir?“

        • @karimausi

          Zu der Frage „wie war ich?“ hat Beauvoir schon in „Das andere Geschlecht“ eine Deutung gegeben:

          https://allesevolution.wordpress.com/2010/05/18/simone-de-beauvoir-das-andere-geschlecht/

          “Ist es genug?” “Willst du noch? War es gut?” Schon die Tatsache, daß eine solche Frage gestellt wird, offenbart die Trennung, verwandelt den Liebesakt in einen mechanischen Vorgang, der vom Mann gesteuert wird. Und genau darum stellt er sie. Mehr als die Verschmelzung sucht er die Beherrschung. Wenn die Einheit sich auflöst, dann findet er sich als einziges Subjekt wieder. […] Dem Mann ist es nur recht, wenn die Frau sich erniedrigt, gegen ihren Willen in Besitz genommen fühlt.” (S. 485)

        • Sowas muss ich nicht fragen, ich weiß das ich gut bin 😀

        • Das ist ja echt unglaublich! 😀
          karimausi, du führst also eine Strichliste: „Wie oft habe ich ihn heute/ gestern/ etc. gelobt und wie oft nicht? Wie oft hat er mich gelobt?“ usw. usw. Denn wie willst du sonst den Überblick behalten? 😉
          Gibt es danach deinerseits eine Abrechnung und Sex-entzug, falls er dich nicht genug gelobt hat?
          Blumen zu jedem Anlass ist so „typisch Frau“, aber doch nur oberflächlich. Was zeigt dir das denn, dass dein Mann/ Freund/ was auch immer gut Kalender lesen kann? Das hat nichts mit Aufmerksamkeit im eigentlichen Sinne zu tun.

        • @enailu
          Wo bitte habe ich geschrieben dass ich ne Strichliste führe oder ne Strafe durchführen würde? Lese bitte genau was ich schreibe und interpretiere nichts rein, dafür kennst du mich gar nicht, dir das erlauben zu dürfen.
          Ich Lobe einfach weil es gut für das Miteinander ist. Ich denke mir nicht „puh, heute sieht sie/er wieder gut aus“ sondern ich sage es ihr/ihm laut. Ich schaufel nicht das Essen einfach rein sondern sage: „Schmeckt klasse, hast du super gekocht“. Es gibt sogar entsprechende Trainings in Schulen, um mit Kindern genau das zu üben, weil es von den Eltern heute nicht mehr vorgelebt wird. Paartherapien versuchen oft genau das wieder in einer Beziehung aufleben zu lassen. Die meisten Ehen scheitern an dem Gefühl, nicht mehr wichtig für den Anderen zu sein – Lob wirkt dem entgegen. Unsere heutige Ellenbogengesellschaft, in der es immer nur um „mich, mich, mich“ geht, basiert genau auf dem Verlernen dieser Grundpfeiler eines angenehmen und guten Miteinanders.
          Blumen fallen da ebenfalls drunter. Es ist eine Geste, ich nehme mir Zeit für dich, besorge dir etwas, du bist mir wichtig. Blumen sind da eine einfache Möglichkeit, weil viele Männer ja Probleme haben mit Geschenken aussuchen. Und wenn Mann dazu einen Kalender lesen muss weil er es sich nicht merken kann wann der Hochzeitstag war, egal. Es ist einfach nur die Geste die Zählt.

        • Tja aber zuviel Aufmerksamkeit wird dann für viele (insb. Frauen) auch schnell ihh der Klammert, hat der mangelndes Selbstbewustsein, da stimmt was nicht usw. interpretiert

          Oder die gesten wie Blumen u.ä. werden nicht mehr als Ausdruck von Wertschätzung sondern als Selbstverständlichkeit interpretiert.

        • Frau ist nicht gleich Frau. Da ist jede unterschiedlich und eine Pauschalaussage kann es nicht geben.
          Aber du hast natürlich auch hier recht, die Dosierung machts.

        • Natürlich hab ich recht 😀

        • Wenn ich den anderen nicht bemerke, warum soll ich dann mit ihm/ihr zusammenleben?

          Wenn sich manche Männer diese Frage stellen würden….

    • @karimausi

      „Ich bin einfach sauer. Er sollte selbst wissen warum – wenn er nicht selbst drauf kommt, ist es ja noch viel schlimmer. Ich will auch in dem Moment kein Problem lösen. Dafür ist es eh schon zu spät, da das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Ich bin einfach traurig und enttäuscht und möchte für mich sein und schmollen“

      Das ist glaube ich eine Position, die Männer nur schlecht nachempfinden können, weil sie so etwas allenfalls bei sehr schweren Verstößen machen würden, die aus ihrer Sicht bei vielen Punkten, bei denen Frauen das machen, nicht vorliegen würden. Und auch der Gedanke, dass man es dann sagt ist glaube ich sehr weiblich, gerade in verbindung mit „wenn er es selbst nicht merkt, dann macht das ja nur noch deutlicher, dass er nicht auf mich achtet“.

      Was meinst du denn, was man als Mann da machen sollte? einfach abwarten?

      • Meine Männer haben immer abgewartet, bis ich irgendwann das Schweigen selber nicht mehr ausgehalten habe (was bei mir recht schnell geht). Dann gabs 2 Minuten gegenseitige Vorwürfe, Entschuldigungen ein paar Tränen und dann Gekuschel – und alles war wieder gut.

    • @karimausi

      „Er hört bei wichtigen Dingen nicht zu weil für ihn gerade Fußball wichtiger ist.“

      Das ist denke ich auch häufig die Konsequenz davon, dass Männer und Frauen die jeweiligen Prioritäten des anderen nicht nachvollziehen können. Er denkt, dass da sein Team spielt und er das ja jetzt wohl mal gerade gucken kann, so dringend ist das nicht. Sie denkt, dass Bundesliga ja eh jede Woche ist, da könne er ja einmal zuhören, wenn sie über so etwas wichtiges und beziehungsrelevantes sprechen möchte

      • Hab ich weiter unten schon mal geschrieben – ich denke es gibt einfach Prioritäten, die gemeinsam sein sollten. Unterhaltung steht dabei aber ganz unten auf der Liste. Beziehungthemen sind immer wichtiger als Unterhaltung. Bei Fußball stören, weil ich mich mit ihm/ihr über das Kaffeekränzchen von heute Nachmittag unterhalten will, würde ich niemals.

        • @karimausi

          „Beziehungthemen sind immer wichtiger als Unterhaltung.“

          Jein. Denn Fußball ist ja nicht nur Unterhaltung. Es ist intrasexuelle Konkurrenz unter Gruppen und Demonstration von Zugehörigkeit
          Und auch Beziehungsthemen haben unterschiedliche Wichtigkeiten.
          „Mich stört so viel, dass ich überlege unsere Beziehung zu beenden“ wäre sicherlich eine 10. „Ich finde du solltest mehr darauf achten, ob ich eine neue Frisur habe“ ist aus Männersicht eher eine 1.
          Typischer Gedanke dabei „ich finde auch einiges kleines störend, aber erzähle ich es dir bei deiner Lieblingssoap? Nimm gerade mal etwas Rücksicht, mache ich ja auch“

        • Das wird eine Frau niemals verstehen! *ggg*
          Nein, Scherz. Wenn ich WM schaue, dann will ich auch nicht gestört werden, außer das Haus brennt ab oder meine Frau will mich verlassen.
          Klar gibt es auch dabei vielleicht Dinge, die warten können. Deswegen hilft auch meist der Satz: „Du Schatz, dass hier ist mir gerade wichtig, können wir da nachher drüber reden?“.

    • @karimausi

      „Man hat am morgen noch erzählt, dass man heute zum Friseur geht und er bemerkt es abends nicht.“

      in der Tat ein klassiker. Der beziehungserfahrene Mann muss wohl lernen, dass unter „beziehungsrelevante Information“ und nicht unter „für mich unwesentliche Terminmitteilung“ zu speichern. Wobei es aus meiner Sicht bei langen Haaren auch einfach weniger auffällt.
      Ich übersehe so etwas auch gerne, während Frauen das meist auch bei Freundinnen sofort auffällt.

      • Ich gehe auch davon aus, dass je länger eine Beziehung dauert, je mehr weiß man ja einfach auch, auf was es dem Anderen an kommt. Beide Seiten sind ja lernfähig.

    • „Wir müssen reden“ über „Er lässt nach einem Jahr Beziehung immer noch seine Socken überall rumliegen, wenn er sie auszieht.“

      „Da ist die Tür.“

      Ne, ganz ehrlich, meiner Erfahrung nach lernen Frauen nach so zwei Jahren Beziehung, dass sie Sachen, die nur sie stören, auch selber machen müssen.

    • Ich weiß nicht, aber diese Punkte hier

      – Er lässt nach einem Jahr Beziehung immer noch seine Socken überall rumliegen, wenn er sie auszieht.

      – Keine Blumen zum Geburtstag, Jahrestag, Hochzeitstag, etc. (kann auch zu WMR werden wenn es immer wieder auftritt).

      – Man hat am morgen noch erzählt, dass man heute zum Friseur geht und er bemerkt es abends nicht.

      fallen für mich alle unter Bagatelle.

      Gut, wenn er grade den Geburtstag komplett vergisst (Blumen müssen es aber echt nicht sein). Aber Jahrestag oder Hochzeitstag sind mir völlig Banane, die vergess ich selbst. Rumliegende Socken oder nicht zugeschraubte Zahnpastatuben find ich als Streitgrund total albern, das ist höchstens ein klein wenig nervig. Und wenn er die neue Frisur nicht bemerkt, ist es doch supi. Er findet dich offenbar als Gesamtpaket super, da fallen ihm solche Kleinigkeiten eben nicht auf. Die Chancen stehen gut, dass ihm dann auch Cellulite oder der Pickel am Kinn völlig egal sind. Cool!

      So prinzipiell gebe ich dir aber recht, wenn es echt schlimme Sachen sind (Kommt erst zwei Stunden später nach Hause als angekündigt ohne anzurufen und war nicht erreichbar, obwohl er wusste, dass Du einen wichtigen Termin hast und er die Kinder betreuen sollte), dann ist man oft erstmal so enttäuscht, dass man auch nicht sofort drüber reden will. Weiß aber nicht, ob das nur Frauen betrifft.

      • @Margert
        Aber auch Bagatellen können sich mit der Zeit, gerade wenn sie ständig auftreten, aufschaukeln. Du glaubst gar nicht wie häufig solche Dinge tatsächlich Ehekrisen auslösen. Dabei geht es natürlich nicht um die liegengelassenen Socken. Es geht um das, was die liegengebliebenen Socken ausdrücken: du möchtest es ordentlich zuhause haben und mir ist das unwichtig und egal. Wenn du es ordentlich willst, räum meine Socken doch weg.
        Das ist so vielleicht gar nicht gemeint, aber bei vielen kommt es so rüber. Ignoranz den Wünsche des Partners gegenüber – von Dingen die ihr oder ihm wichtig sind.

        Ich kenn im Übrigen auch so einige Männer die schweigen wenn sie sauer sind. Das ist keine rein weibliche Reaktion.

        • @ karimausi Ja, Du hast schon recht. Und jedem ist schließlich auch etwas anderes wichtig. Insofern war meine Antwort etwas arrogant. Mir selbst sind Ordnung und Jahrestage nicht sehr wichtig, darum störten mich jetzt wohl eher diese konkreten Beispiele.

        • @margret
          Es gibt einfach 1000 Beispiele und jeder hängt sich an etwas anderem auf. Das eine mag einem „wichtiger“ erscheinen als das Andere. Letztendlich sind aber alle Symptome des gleichen Problems. Aber ein bisschen aufeinander und die Wünsche und Träume des anderen Achten hilft da schon viel.

          PS: Ich glaube viele stören diese konkreten Beispiele. Die waren auch – gebe ich zu – aus der Klischeekiste. Aber ich finde sie zeige so schön und überspitzt die Problematik – und ich höre sie – obwohl Klischee – nahezu ständig von Freundinnen.

  3. „Er hört bei wichtigen Dingen nicht zu weil für ihn gerade Fußball wichtiger ist.“

    Dieser Satz ist sehr schön.

    Wie vielen Frauen – würdest du schätzen – kommt zumindest rückblickend der Gedanke, dass seine Prioritäten exakt die selbe Berechtigung haben wie ihre?
    Dass ihr Empfinden von „wichtig“ nicht per se richtig und sein Empfinden von „wichtig“ nicht notwendigerweise falsch ist?

    • @ onlyme

      „Dass ihr Empfinden von “wichtig” nicht per se richtig und sein Empfinden von “wichtig” nicht notwendigerweise falsch ist?“

      Perspektivwechsel ist nicht unbedingt eine klassische weibliche Kompetenz.

      • Es geht gar nicht darum ob ihr Wichtig seinem Wichtig entspricht, es geht darum, dass es IHR in dem Moment sehr Wichtig ist. Und genauso wie ich meinen Männern immer zugehört habe, wenn ihnen was wichtig war – auch wenn es mich überhaupt gar nicht und niemals interessiert hat – so erwarte ich von meinem Gegenüber genau das gleiche. In einer Partnerschaft sollte die Priorität des Partners/ der Parterin immer auch die eigene sein. Und zwar in beiden Richtungen.

        • @ karimausi

          „In einer Partnerschaft sollte die Priorität des Partners/ der Parterin immer auch die eigene sein.“

          Nö, Wieso sollte sie das?

        • @karimausi

          „Es geht gar nicht darum ob ihr Wichtig seinem Wichtig entspricht, es geht darum, dass es IHR in dem Moment sehr Wichtig ist“

          Das wirft ja dann das Problem auf, dass ihm dann vielleicht gerade Fußball wichtig ist und sie das dann ebenso ignoriert

        • @ christian

          Das geht so: sie realisiert, dass ihm dieser Scheiß wichtig ist, was die Tatsache, dass er ihre legitimen Interessen nicht genügend würdigt, um so kränkender macht.

          *fg*

        • @ratloser – Weil es in einer Partnerschaft nicht nur um Ficken geht sondern um ein GEMEINSAMES Leben.

          @Christian – Es kommt dabei einfach auf das Thema an. Fußball ist reine Unterhaltung, kann von daher per se nicht wichtiger sein, als z.B. Probleme im Job, Spannungen mit Bekannten oder Freunden, Probleme in der Beziehung, Familienangelegenheiten, etc. Fußball kann nur wichtiger sein als andere Unterhaltungsthemen.

        • „In einer Partnerschaft sollte die Priorität des Partners/ der Parterin immer auch die eigene sein. Und zwar in beiden Richtungen.“

          Naja wenn er die Priorität hat „Fußball schauen“ und sie die Priorität „ich will jetzt ein Kompliment für meine neue Frisur“

          Welche Priorität ist wichtiger… so rein Logisch kann man die Frisur auch nach dem Spiel loben, aber wenn das Spiel vorbei ist ist es vorbei.

        • „rein Logisch kann man die Frisur auch nach dem Spiel loben, aber wenn das Spiel vorbei ist ist es vorbei.“

          Das ist in der Tat ein Punkt, bei dem viele Männer nicht verstehen, dass Frauen es nicht verstehen. Hat das nicht mal etwas Zeit, warum muss das gerade kommen, wenn ich mein Spiel schaue, dass ist doch nur Samstag der Fall, da kann sie doch einmal Rücksicht nehmen!

        • „Fußball kann nur wichtiger sein als andere Unterhaltungsthemen“

          Sag das mal meiner Bekannten die heulend im Fußballstadtion stand als Ihre Mannschaft abgestiegen war.

        • Ich heul auch im Kino wenn es ne Traurige oder ergreifende Szene ist, trotzdem bleibt es Unterhaltung.

        • Okay das Zeigt mir, dass dir Fußball genauso Fremd ist wie mir.
          Aber für viele Menschen ist es eben nicht nur Unterhaltung sondern ein zentraler Teil ihres Lebens, der genauso wichtig oder sogar wichtiger ist wie für andere Menschen ihre Religion oder das Haustier oder ihre Arbeit.

        • Da gebe ich dir völlig recht.
          Klar muss vorher schon geklärt sein, welche Priorität was bei wem hat. Aber wenn man da vorher drüber geredet hat, dann würde ich z.B. sowas ganz genau abwägen und eben nicht mir Kleinigkeiten bei Fußball reinplatzen. Allerdings auch nur dann nicht, wenn es mal ist und nicht jeden Tag 4 Stunden am Abend… gut, mit so nem Fußballfreund könnte ich eh nicht zusammenleben….

        • @ karimausi

          „Weil es in einer Partnerschaft nicht nur um Ficken geht sondern um ein GEMEINSAMES Leben.“

          Da sprichst Du große Worte gelassen aus, die mein Hirn schon länger in einen diffusen Nebel von Angst und Zweifel versetzen.

          Partnerschaft als gleichgeschaltete Prioritäten.

          Du bist so ein bißchen….symbiosophil??

        • “Weil es in einer Partnerschaft nicht nur um Ficken geht sondern um ein GEMEINSAMES Leben.”

          Das hat mich auch gestört. Ich würde eher sagen, es geht um ein Leben miteinander.

        • @ratloser – die für einen selbst wichtigsten Lebenseinstellungen und Wünsche sollten in meinen Augen bei einer Partnerschaft schon gleich sein bzw. zumindest in die gleiche Richtung gehen. Und wenn meine Partnerin mit etwas an kommt, das für sie in dem Moment Prio hat, dann versuche ich Diesem auch bei mir erst mal eine hohe Prio zuzuweisen. Ich habe für mich damit die besten Erfahrungen gemacht. Wenn deine anders sind… dein Ding. Hier wurde nach ner persönlichen Meinung gefragt und meine ist diese.

          @Adrian
          Definitionssache von „Miteinander“ und „Gemeinsam“.

        • „Klar muss vorher schon geklärt sein, welche Priorität was bei wem hat. “

          Fußball und die Frisur können aber auch nur ein Aufhänger für ein schlichtes Zyklus-Problem sein. Dann geht es nicht um die Sache, sondern ums Streiten.
          Damit kann eine Frau auch einen erfahrenen Mann in die Knie zwingen.

          Loriot hat das Phänomen in seinen zwei Sketchen mit dem Ei und mit dem „Nur hier sitzen“ hervorragend umzeichnet.

          Mir fällt auf, dass ich für meine normalen Arbeiten im und für den Haushalt eigentlich nie gelobt wurde/werde. Sie sind einfach selbstverständlich. Auch nach meiner eigenen Einschätzung. Die anfallenden Arbeiten werden gemacht, weil sie notwendig sind, nicht weil ich auf Anerkennung schiele.

          Ich bin ein „erfahrener“ Mann, weiß um die Wichtigkeit kleiner Anerkennungen für Frauen und bringe meiner Frau gelegentlich Blumen mit.
          Auf der anderen Seite aber sind Blumen auch ein bewusstes Zeichen „Ich freue mich auf dich“, oder „Ich liebe dich“.
          Wenn die Frau dagegen immer mehr nur noch mit Genörgel reagiert, sinkt natürlich auch meine Bereitschaft, ihr Blumen mitzubringen, weil ich mich nicht mehr auf sie freue.
          Das Endergebnis ist eine Spirale wachsender Gleichgültigkeit, die irgendwann in der Trennung endet, oder in einem desinteressierten Nebeneinanderherleben.

        • @karimausi

          Du saugst sehr stark.

          Und grenzt dich dann ab.

          Da ist ein „Partner“ nach kurzer Zeit kaputt. Keine Chance für ihn. Würd ich fast als abusive klassifizieren..

          Vielleicht brauchst du einen weibliches „Gegenstück“.

        • @petpanther
          Also meine Männer sind noch nie kaputt gegangen (schon gar nicht nach kurzer Zeit). Wir hatten immer sehr tiefe und vor allem gute Beziehungen die auch einer starken gegenseitigen Wertschätzung hatten. Aber das mag auch an der Art (ich lebe ja gewisse Neigungen in meinen Beziehungen aus) des Zusammenseins gelegen haben. 🙂

          Aber was das weibliche Gegenstück an geht… ich bin seit über drei Jahren mit einer Frau zusammen und seit fast einem mit ihr auch verheiratet. Und auch wenn ich meine Beziehungen mit Männern vorher alle als toll bezeichnen würde, so toppt diese jetzige tatsächlich alle von.

        • Sag ich doch 🙂

          Aber deine „Partnerschafts“ -Einstellung wär nichts für mich. Jedenfalls so wie du es dargestellt hast.

          Ist die eigentlich gegenüber deiner Frau auch so?

        • @petpanther
          Also das alles ist natürlich immer auch in Maßen zu sehen. Es ist z.B. was das Lob an geht nicht so, dass ich ständig durch die Gegend renne und alle meine Partner ständig lobe (gelobt habe) und das gleiche ständig auch erwarte. Nein, aber ich finde, dass Lob, auch und gerade für „alltägliche Selbstverständlichkeiten“ wichtig ist. Ein Danke, dass du so gut gekocht hast, oder ein Danke für die gebügelten Hemden, Danke, dass die Tür nicht mehr quietscht und der Lichtschalter wieder geht, ein Danke, dass du für mich da bist – nicht jeden Tag, aber immer mal wieder – tut einer Beziehung gut. Man kann auch kleine Dinge wertschätzen und das dem Anderen sagen. Kleine Aufmerksamkeiten, die sagen, hey, ich hab an dich gedacht / ich denke an dich / du bist mir wichtig / toll, dass du das für mich/uns getan hast. Dafür reicht auch schon ein Gänseblümchen aus dem Garten – oder eben Abends ihm zum Fußball sein Lieblingsbier und seine Lieblingsknabbersachen hinzustellen. Es mag Menschen geben, die das als Kindergarten abstempeln. Ich habe es von meinen Eltern allerdings so „vorgelebt“ bekommen und die sind nach über 30 Jahren noch sehr glücklich verheiratet und man sieht, dass sie sich lieben und immer noch ineinander verliebt sind – sie leben nicht einfach nur nebeneinander her (was bei 40% Scheidungsrate glaube ich schon ganz gut ist vor allem wenn man die Dunkelziffer der „Nebeneinanderherleber“ mit dazurechtnet, denn die kann man ja als glückliche Ehen nicht unbedingt gelten lassen). Ich glaube, dass das ein Teil des „Geheimrezepts“ genau darinnen liegt – die Wertschätzung (und der Respekt gegen über den Bedürfnissen des Anderen) und das Kommunizieren selbiger auch in kleinen Dingen.
          Für mich ist Wertschätzung und Respekt gegenüber dem Partner sehr wichtig. Und dazu gehört es für mich eben auch Dinge für Wichtig zu nehmen, die einem selbst vielleicht gar nicht so wichtig sind. Das gilt aber und auf alle Fälle in beide Richtungen – ich nehme mir nicht das „Recht“ heraus, dass nur meine Dinge wichtig sind, ganz im Gegenteil.

          Letztendlich, wir schreiben hier ja auch keine Romane, sondern beschränken uns (jedenfalls tue ich das) auf Kernpunkte ohne alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Das klingt dann vielleicht auch mal viel „härter“ als es eigentlich ist. Und: hier prallen ja zum Teil völlig gegensätzliche Lebenseinstellungen aufeinander. Da reizt man den oder die Andere auch mal ganz gerne, in dem man ein bisschen in die Klischeekiste greift und alles auch mal überspitzt darstellt.

          PS: Ob ich „so“ auch gegenüber meiner Frau bin – dazu wäre erst mal zu definieren, was „so“ alles bedeuten soll. Allerdings würde die Antwort darauf auch sehr komlex und bestimmt lang. Wenn sie dich Interessiert, schreib mich mal so an, denn das geht ja völlig ab vom Thema hier.

        • @karimausi

          Es ist ja im Grundtonus nicht falsch. Du missverstehst mich da.

          Was du nicht bemerkst ist die enorme Erwartungs- und Kontrollhaltung, die Zugleich auch Unterstellung beinhaltet, die du da aufbaust.

          Das ist tatsächlich Terror und ganz und gar nicht das als was du es hier ausgibst. Auch vor dir selbst. In dieser Weise ist es nicht gut gemeint.

          Sieh mal, es kommt zunächst darauf an deinen Partner zu achten. Auch seine Grenzen. Und er braucht auch Platz um zu sein, sein zu dürfen.

          Was du machst ist zwar mit vordergründig guten Inhalten zu fordern, aber gleichzeitig schwingst du das Richterschwert. Das ist eigentlich Aggression, paasive underhanded aggression. Und zwar nicht zu knapp, denn du baust eine Droh- und Schmähkulisse auf, die dann für Betroffene bei von dir gefühlter Nichterfüllung sozial und psychisch gefährlich werden kann.

          Vieles ist inhaltlich ja nicht falsch. Im Gegenteil. Es ist fie Art und Weise wie du es platzierst und nicht im guten Sinne benutzt. Es wird so zu einen „Stick“.

          Vielleicht möchtest du das nicht. Ich glaube sogar, das du es tatsächlich gut meinst. Jedenfalls empfinde ich deine Posts so. Les ich teilweise gern.

          Kannst du das nachvollziehen, was ich da gerade versucht habe auszudrücken?

        • … oder war ich da jetzt zu ungnädig, hart, ..?

          Letztendlich sehe ich das ja ähnlich wie du. Das mit der Wertschätzung, auch von kleinen Dingen etc. Da liegen wir ziemlich nah beieinander.

          Nur …

        • @petpanther
          Ich glaube du missverstehst mich da. Vielleicht ist es auch wirklich schlecht ausgedrückt, was ich geschrieben habe oder zu sehr überzogen. Ja, ich gebe zu, dass ich eine gewisse Erwartungshaltung habe. Dafür bin ich im Gegenzug auch bereit sehr sehr viel zu geben. Ja, ich kontrolliere sehr viel – im Leben außerhalb meiner Beziehung. Innerhalb nahezu gar nicht. Das lässt sogar meine momentane Lebensweise gar nicht zu. Mit Grenzen, sowohl den eigenen auch denen von meinen Partnern und meiner Partnerin kenne ich mich sehr gut aus. Es ist die Basis meiner Lebensweise Grenzen zu kennen und auch anzuerkennen, sie zu respektieren – ohne das könnte ich gar nicht so leben wie ich es tue. Meine Partnerin „darf“ sein was immer sie will. Sie „darf“ das tun, was sie will. Von mir wird sie nie etwas vorgeschrieben bekommen.
          Ich glaube ich verstehe aber was du meinst. Du meinst, durch meine Erwartungshaltung dränge ich meine Partner in eine bestimmtes Verhalten, was sie vielleicht gar nicht wollen. So nach dem Motto, „du darfst sein wie du willst“, aber durch meine Erwartungen kann er/sie das eben genau nicht sondern muss sich mir anpassen.
          Ich kann dazu gerne mal meine Frau oder meinen Ex befragen, denn ich bin mir völlig sicher, dass beide das nicht so sehen und nie so empfunden haben, denn meine Erwartungen sind glaube ich gar nicht so hoch oder höher als Andere sie an ihre Beziehung haben, ich spreche sie nur aus und fresse nichts in mich rein.

          Und nein, du warst weder zu ungnädig noch zu hart. Wenn die Kritik gerechtfertigt ist, dann ist sie wichtig, denn an Kritik kann man wachsen und lernen, gerade wenn man das Gefühl hat, dass sich das Gegenüber wirklich Gedanken gemacht hat. Man hinterfragt sich dann ein bisschen selbst. Wenns das nicht ist, dann kann man vielleicht ein Missverständnis ausräumen.

        • @karimausi

          Ja, das Bedrängen mit der Erwartungshaltung meinte ich.

          Dann sagen man „darf“ sein wie man will, aber durch die sehr spürbare Erwartung eben doch nicht. Da kann man dann auch sagen, man selbst hätte Probleme … das Übliche etwa „Selbstwertgefühl“ etc.

          Aber das ist es nicht. Durch das „Aufzäumen“ wird eine recht hohe Anspannung hergestellt, die zurecht unangenehm ist, weil es nicht gut für einen ist. Und das drückt sich dann auch richtigerweise in dem Gefühl aus.

          Beide müssen sozusagen „loslassen ins gegenseitige Vertrauen“. Das geht aber nur mit Grenzachtung. Letzteres klingt so mechanisch, ist aber eigentlich natürlich intuitiv gegeben. Jedenfalls bei nicht narzisstisch Gestörten oder selbstverantwortlichen Menschen mit hinreichend psychischer und emotionaler Reife.

          Linke Nummern gehn gar nicht. Und sind meist auch nicht mehr aus dem Weg zu räumen. Selbst Kleinigkeiten.

          Wichtig ist das sich selbst hinterfragen und das spürbare Bewusstsein dazu bei der Partnerin.

          Man kann heutzutage beobachten, dass das gerade bei vielen Frauen fehlt. Manche Männer sind auch ziemlich deppenmässig unterwegs was das angeht. Aber es ist wahrnehmbar, dass es geringer ausgeprägt ist.

        • @petpanther
          Ich glaube je mehr du schreibst, dass du mich wirklich in dem Punkt falsch verstehst oder einschätzt. Ich glaube du weißt, ich lebe eine 24/7 DS Beziehung, lebe mein BDSM aus. Für mich ist dabei ein nahezu grenzenloses Vertrauen in meinen Partner / Partnerin nötig. Ich kann ansonsten nicht abschalten, mich fallen lassen und alles um mich herum vergessen. Ich begebe mich ständig in die Hände meiner Partnerin. Ich vertraue ihr blind – letztendlich – wenn man es ganz hart betrachtet – vertraue ich ihr immer wieder meine geistige und körperliche Gesundheit, mein Leben an. Und das wir gegenseitig unsere Grenzen achten ist nicht nur in unserem sexuellen Spiel für uns immens wichtig. Eine Grenzverletzung zerstört Vertrauen und Vertrauen ist neben der Liebe mit das wichtigste in unserer Beziehung. Wir passen beide wie verrückt darauf auf, die Grenzen der Anderen nicht zu verletzten.

          Ich hab Psychologie studiert, du glaubst gar nicht wie oft ich mein Handeln, meine Ziele hinterfrage! *g*

        • @karimausi

          Ich merke es.

          Deshalb glaub ich dir das auch.

  4. Die Frage ist, ob die boys es auch ihren girlfriends tellen und nicht nur ihren boyfriends? 😉

  5. Hm .. schwierige Frage.

    Ich bin ja meist eher direkt, habe dieses Verhalten aber auch schon bei mir festgestellt, und versuche mal, dies nachvollziehbar in Worte zu fassen.

    Da kommt erst mal ein gewisser Ärger auf – aus welchen Gründen auch immer. Ich habe in dem Moment aber überhaupt keine Lust, zu erklären, was los ist. Denn eigentlich halte ich es – in diesem Augenblick – für offensichtlich, und deute fehlendes Verständnis als Ignoranz und Interesselosigkeit.
    Da ist sicherlich auch ein wenig Groll dabei, sowie die (unbewusste) Einsicht, selbst keine vernünftigen Argumente zu haben.
    Ein bisschen Resignation schwingt ebenfalls mit, aus der Befürchtung heraus, die eigene – subjektive – Ansicht eh nicht konsistent vermitteln zu können.

    Bei Männern habe ich ähnliches Verhalten auch schon erlebt.
    Da deute ich es eher als schlechtes Gewissen, um nicht mit der Sprache rausrücken zu müssen.

    • „Denn eigentlich halte ich es – in diesem Augenblick – für offensichtlich, und deute fehlendes Verständnis als Ignoranz und Interesselosigkeit.“

      Ja, das scheint mir das Missverständnis zu sein: Wir Männer wissen es dann tatsächlich nicht während die Frau es für so unübersehbar hält, dass es sie ärgerlich macht, dass er es leugnet

  6. Ich hab mich zuerst nicht getraut es zu schreiben, aber gut^^

    Solange man angepisst schweigt ist man(n) extra nett und versucht rauszufinden was los ist, denn es könnte ja was schlimmes sein.

    Wenn man gesagt hat was los ist, fängt er an dagegen zu argumentieren und womöglich wird er sogar auch sauer, wenn er nicht findet, dass die Begründung nachvollziehbar ist.

    • @ezm

      Das ginge ja dann eher in die Richtung einer bewußten Taktik?

      • Nicht wirklich. Angenommen dein Partner tut irgendwas, was dich sauer macht und du bist einfach etwas angesäuert. Er bemerkt es und ist erstmal extra nett. Ihr wisst beide, dass er gemerkt hat dass du angesäuert bist, aber das Thema ist (noch) nicht auf dem Tisch.
        Gleichzeitig weisst du, dass er eine andere Meinung zu der Sache hat, die dich ansäuert und kein Verständnis dafür hätte, dass du genervt bist, wenn du ihm den Grund sagst.
        Die Entscheidung ist dann nicht taktisch oder bewusst, wenn du einfach weißt, sobald du sagst was los ist, hört die Nettigkeit auf und er sagt dir, dass du dich gefälligst zusammenreißen und nicht rumzicken sollst^^

        • @ezm

          Klar, gerade dann ist sie taktisch: Du willst einem Streit aus dem Weg gehen und „in Ruhe sauer sein“.

          Es wäre nicht eine Taktik zur Bestrafung, aber eben eine, die man bewußt einsetzt im Gegensatz zu unbewußt.

          Aber ein interessanter Gedanke „besser er ist nett und ich kann sauer sein als er meckert rum und ich bin noch sauerer, aber auf eine unangenehmere Weise“.

        • Was ich meine ist, dass der Mechanimus eben nicht bewusst sein muss. Und auch nicht geschlechtsspezifisch, mein Mann ich manchmal auch genervt und ich bin extra nett. Allerdings ist er meist nicht genervt von mir sondern vom zocken oder der Arbeit. Gelegentlich lässt er sich dann aber auch lieber betüddeln als es auszudiskutieren^^

        • @ezm

          „Und auch nicht geschlechtsspezifisch, mein Mann ich manchmal auch genervt und ich bin extra nett Allerdings ist er meist nicht genervt von mir sondern vom zocken oder der Arbeit. Gelegentlich lässt er sich dann aber auch lieber betüddeln als es auszudiskutieren^“

          Das man bestimmte Punkte nicht ausdiskutieren will, wenn man genervt ist, kann ich verstehen, wenn es „fremde Sachen“ sind. Ich habe mitunter auch keine Lust bestimmte Arbeitssachen zu erklären, weil ich dazu zuviel erklären müsste (südländerin arbeitet ja in einem ganz anderen Gebiet). Und ich will es häufig auch nicht diskutieren, weil ich weiß, dass sie nichts zur Lösung beitragen kann und mir zwangsläufig auch nichts raten kann.
          Das wäre ja aber in einer Beziehungssituation aus Männersicht meist anders.

          Wir stellen uns das Gespräch so vor:

          Sie *schmollt*
          Er: „Was ist denn los?“
          Sie: „Du hast nicht gesehen, dass ich beim Friseur war! Obwohl ich dir heute morgen noch gesagt habe, dass ich gehe!!“
          Er: „Ach meine Liebste, wie soll ich deine Haare wahrnehmen, wenn deine Augen mich schon so bannen?/Tut mir leid meine Liebste, die Arbeit war einfach zu stressig, ich bin mit dem Kopf noch gar nicht hier, aber es steht dir ganz wunderbar! Haben sie es etwas gestuft? Eine perfekte Länge, ich liebe dich mehr als jemals/irgendwas“
          Sie: „Gut, dann bin ich wieder glücklich! Lass uns schmutzigen Sex haben!“

          verständlich, dass wir dann auch sauer sind, wenn ihr uns den Grund nicht sagt oder?

        • dass du dich gefälligst zusammenreißen und nicht rumzicken sollst^^

          „Was hast du?“ – „Ach, *nichts*“ würde ich genau als rumzicken bezeichnen^

        • „verständlich, dass wir dann auch sauer sind, wenn ihr uns den Grund nicht sagt oder?“

          FTFY: verständlich, dass wir dann auch sauer sind, wenn kein sex stattfindet, oder?

        • @ezm

          ich dachte das hätte ich dezent genug verborgen 😉

          Wobei das das optimale Ende wäre, ein gutes Ende wäre es immer noch, wenn sie nicht mehr schmollt

        • Männer tun aber auch manchmal so als sei es der Weltuntergang, wenn Frau still vor sich hin schmollt. Manchmal, wenn ich angesäuert bin, vergesse ich nach 5 Minuten Schmollen auch schon was war, spätestens aber wenn eine Nacht dazwischen vergangen ist. Wenn Kerl mich dann einfach in Ruhe lässt ist das Drama vorbei bevor es angefangen hat^^

          Wo ist das Problem, dass viele Männer dann direkt in den Panikmodus schalten und Handlungsbedarf wittern, statt die Sache einfach auszusitzen?

        • Ich kenne das auch, aber ich sehe es etwas lockerer, weil meine Frau dann auch sagt, sie sei nur müde oder habe Stress auf der Arbeit gehabt.

          Im übrigen komme ich manchmal auch anders rüber, als ich selber meine. „Du brauchst nicht zu schreien, ich bin nicht taub.“

        • „“Was hast du?” – “Ach, *nichts*” würde ich genau als rumzicken bezeichnen.

          Allan Pease gelesen? 🙂

          Es gibt so bestimmte Zauberwörter, bei denen man(n) sofort aufs Höchste alarmiert ist, wenn sie fallen.
          Und „Nichts!“ nach der Frage „Was hast du?“ lässt einem vor Schreck das Gebiss in die Kaffeetasse fallen.

          Allan Pease hat in seinem Bestseller „Warum Frauen schlecht einparken …“ eine Reihe solcher Schlüsselwörter in einen Dialog so zusammengefasst, dass ich meine damalige – frisch beendete – Beziehung genauestens nachgezeichnet fand.
          Ich hatte beim Lesen Tränen gelacht, weil es wohl doch ein absolut stereotypisches Verhalten in Beziehungen zwischen Männern und Frauen zu geben scheint.

        • Tja, da müssen Frauen eben noch ein Stück Evolution machen und uns überlegene Männer erreichen.

          Der Mann hat in den letzten Jahrhunderten ein Spitzenniveau erreicht, während Frauen noch in alten Rollenmustern verharren.

          Das ist Walter-Hollstein-Sprech. So nach dem Motto: Der Feminismus habe dafür gesorgt, daß alle Frauen blabla.

          Der scheint wohl wenig mit Frauen zu tun zu haben, der Walter.

          Finde ich immer wieder lustig, wie selbst vorsichtige Kritiker des Feminismus immer wieder auf dessen Erzählmuster einsteigen. Das ist einfach peinlich.

          Die besprochene „Kommunikation“ von Frauen ist übrigens nichts anderes als Manipulation, Infantilisierung und Machtmißbrauch.

          Völlig absurd, daß unsereins dann vorgehalten wird, man solle doch über seine Gefühle reden.

          Na ja, der Feminismus hat dafür gesorgt, daß Frauen heute total weit entwickelt sind, während die Männer noch hinterherhinken.

          PS: Hoffe mal, daß hier keine Beleidigungen enthalten sind und manch Ironie oder Sarkasmus auch verstanden werden, statt im Tunnelblick sofort eine Ausfälligkeit zu konstatieren, wie das schon mal vorkommt, wenn ich irgendetwas karikiere. Aber mit mir hat das bestimmt nichts zu tun.

    • Das wäre eine Erklärung dafür, warum sich Streits mit einer Umarmung und einem „ich hab doch lieb“ beenden lassen – bei völliger Ignoranz aller vorgebrachten „Argumente“.

  7. Ich glaub das liegt daran, dass man den Partner ja liebt und wenn der da Schmollend da sitzt, dann will man aufmuntern, beschützen und trösten.

    • war als Antwort auf EMNs Aussage
      „Wo ist das Problem, dass viele Männer dann direkt in den Panikmodus schalten und Handlungsbedarf wittern, statt die Sache einfach auszusitzen?“ gedacht

  8. Dieses Verhalten von Frauen entspricht ja einem Klischee und viele Männer fürchten es wohl. Ich muss sagen, dass ich das in meinem Beziehungen allenfalls Einzelfallweise erlebt habe.
    Allerdings habe ich grundsätzlich keine „Angst“ vor Streit mit Frauen. Mir macht das Spaß und je mehr sie ausflippt, umso lustiger. Gleichzeitig bin ich aber bei Sachen, die nach meinen eigenen Maßstäben (und nicht ihrem subjektiven Empfinden) ein kümmernswertes Problem sind, ziemlich aufmerksam. Aber alles, was nur Rumzicken oder Wunsch nach Aufmerksamkeit ist, behandele ich grundsätzlich als Shit-Test. Ich ignoriere es entweder oder ich mache mich sogar lustig darüber. Die generelle Linie, die man(n) imho einhalten sollte, ist, dass ihre Gefühle ihr Problem sind und es nicht Aufgabe des Mannes ist, sich ihren Gefühlen und Launen anzupassen. Das würde nur zu einem „Prinzessin auf der Erbse“ – Problem führen, wenn man(n) es einreißen lassen würde. Wenn sie ein Problem hat, soll sie es sagen und wenn ich es anders sehe, wird sie mich argumentativ überzeugen müssen.
    In der Regel versuchen Frauen bei mir so einen Streit einmal und dann nie wieder.

    • „In der Regel versuchen Frauen bei mir so einen Streit einmal und dann nie wieder“

      Ich frag mich wie lange deine Beziehungen dauern oder ob alle Frauen, die bei dir bleiben sehr unterwürfig sind.

      Ich kenn dich ja nicht, aber für mich liest sich das ignorant.
      Aus meiner Sicht ist es häufiger bei Männern zu finden, dass sie eigene Emotionen auszusitzen statt darüber zu reden. Die verkriechen sich dann so lange, bis sie wieder neutral sind und kommen dann aus ihrem loch raus.

      Frauen sind es häufiger gewohnt, mit anderen über ihre Emotionen zu reden, teilweise auch um herauszufinden ob sie überreagieren. Oder einfach weil die durch das Reden wieder zur Ruhe kommen können. Probleme, die auch wegen unterschiedlicher Interpretationen und Erwartungen von Dingen und Situationen entstehen, lösen sich da manchmal von selbst. (Kein Mensch kann von sich behaupten, eine absolut objektive und nüchtern-sachliche Weltsicht zu haben. Wer das macht blendet nur gerne die eigenen menschlichen Fehler aus zugunsten des eigenen Selbstbewusstseins)

      Also entweder hast du das Glück dann auf Frauen zu treffen, die das, was du ihnen nicht geben kannst dann sehr viel besser in ihrem sozialen Kreis finden. Oder diejenigen scheinen (aus welchen Gründen auch immer) sich einfach daran gewöhnt zu haben, persönliche Probleme auszusitzen und selber zu lösen, als dich danach zu fragen.
      (Solange sie ihre Gefühle nicht versucht auszusitzen, aber eigentlich nur still und leise immer weiter ansammelt, ohne darüber zu reden. Denn irgendwann ist das Maß voll, und dann explodierts. Da gibts dann auch so kluge Köpfe die von der Explosion dermaßen überrascht sind, und sich dann fragen, warum sie nicht vorher mit ihren Problemen zu ihm gekommen ist, statt jetzt alles mit voller wucht unkontrolliert rauslässt. Schließlich kann man doch alles lösen, lol 😉 Versteht einer die Frauen, die nicht logisch denken sondern statt dessen emotional einfach explodieren und nicht mehr mit sich reden lassen 😛 )

      ————
      Sorry für die lange Interpretation.

      Aber ich glaub einfach, dass die eigene Problemlösestrategie quasi nur im eigenen System funktioniert, wärend im System des anderen andere Faktoren vorhanden sind, für die diese „Problemlöseformel“ keine reasistischen Ergenisse auswirft.
      (Muss man Leute finden, die einem selbst so ähnlich sind, dass sich die eigenen bewussten und unbewussten Stategien tatsächlich übertragen lassen. Also eigentlich sind es dann die, die sowieso nach dem gleichen Muster funktionieren, da muss man dann nicht mehr viel übertragen)

      • @unkraut
        Sich von aus den Fingern gesogenen Problemchen manipulieren zu lassen ist für niemanden eine gute Strategie.

        Und da staut sich auch nichts auf, da diese ‚Probleme‘ in den meisten fällen nur Rationalisierungen eines schlechten Gefühls sind, das seinen Ursprung ganz woanders hat (Siehe mein Beispiel weiter unten in den Kommentaren).

        Ich handhabe es ähnlich wie Ih. Dies funktioniert aber nur, wenn man es von Anfang an so hält.

      • @unkraut:
        Dir ist a sicherlich klar, dass Frauen emotional sind, hormonellen Schwankungen unterworfen sind und eben ihre Launen haben. Und bisweilen leiden sie da selbst drunter, müssen dagegen kämpfen oder es macht ihnen sogar Angst. Wenn der Mann jetzt alle diese Bewegungen mitmacht und mit übergroßem Respekt davor zurückweicht, dann gibt er der Frau nur das Gefühl, vor ihren Gefühlen noch mehr Angst zu haben und das ist einfach keine Hilfe. An einen Mann dagegen, der all diese Launen stoisch und überlegen behandelt, der sich nicht beindrucken lässt, kann sich eine Frau tatsächlich anlehnen und sicher fühlen.

        Aber meistens, wenn Frauen solche Strategien „schweigenden aber demonstrativen Leidens“ in Häufigkeit anwenden, ist es nur eine verdeckte (und wahrscheinlich meistens unbewusste) Manipulationsstrategie um den Mann zu kontrollieren. Man(n) sollte das nicht mitspielen. Wenn Frauen wirklich besser über ihre Gefühle reden können (was ich übrigens nicht glaube!), warum können sie dann nicht einfach sagen, was ihr Problem ist und das bei Bedarf auch erläutern? Und wenn sie damit Schwierigkeiten haben, sollte man ihnen nicht die Gelegenheit geben, es zu lernen?

        • Aua. Ich fühle mich vom Klischee erschlagen.

        • „Wenn der Mann jetzt alle diese Bewegungen mitmacht und mit übergroßem Respekt davor zurückweicht, dann gibt er der Frau nur das Gefühl, vor ihren Gefühlen noch mehr Angst zu haben und das ist einfach keine Hilfe. “

          Oh man so schlimm ist es nun auch wieder nicht, und eine normale Frau hat auch nicht ständig Angst vor ihren Gefühlen.
          Bei mir ist es schon so, dass ich zyklusbedingt Tage habe wo ich mieser drauf bin, aber das kann man doch auch einfach hinnehmen und akzeptieren ohne dass es dadurch gleich überbewertet wird und ohne dass es ignoriert wird.
          Manchmal habe ich das Gefühl, manche sammeln hier ihr Wissen größtenteils aus amerikanischen Paar-Comedy Soaps oder Ratgebern. Wo der Mann mit Bier und Hand im Hosenbund auf der Couch sitzt und die Frau mit abgeknickten Handgelenken angetapert kommt und den Mann angiftet.
          Denkst du echt, als Frau ist man unzurechnungsfähig, bloß weil die Hormonkonzentration schwankt? (Was sie bei Männern übrigens auch tut, je nach Tageszeit, Beziehungsstand und Tätigkeit und Ergebnis derselben). Das ist doch wirklich Altherren-Stammtisch sowas.

          „Wenn Frauen wirklich besser über ihre Gefühle reden können (was ich übrigens nicht glaube!), warum können sie dann nicht einfach sagen, was ihr Problem ist und das bei Bedarf auch erläutern?“

          Wozu denn, wenn das Problem gar nicht wirklich existiert oder unwichtig ist oder nur Ausdruck der typischen weiblichen hormonellen Verwirrtheit oder ein Machtspielchen um den Mann irgendwie zu kontrollieren?

        • @atacama:
          Es macht natürlich keinen Sinn, eine Definition von „unzurechnungsfähig“ zu verwenden, welche die Hälfte der Menschheit einschließt.

          Aber keine Sorge: das ist nur eine Denkfigur, um den männlichen Fürsorgetrieb in die richtigen Bahnen zu lenken. Übrigens eine die ich bei den Amis noch nicht gefunden habe, weil es im Grunde zu „beta“ ist.

          „Wozu denn, wenn das Problem gar nicht wirklich existiert oder unwichtig ist oder nur Ausdruck der typischen weiblichen hormonellen Verwirrtheit oder ein Machtspielchen um den Mann irgendwie zu kontrollieren?“

          Genau was ich sage. Und wenn es mehr ist, dann wird sie sich die Mühe wohl machen können. Wenn es ein ernstes Problem auf der Suche nach einer Lösung ist, interessiert es mich sogar. Aber meistens geht es doch nur um das emotionale Spiel und dann sollte man es auch so spielen.

          Vielleicht ist mein Eindruck auch gefärbt, weil ich wohl eine Schwäche für sehr emotionale und leidenschaftliche Frauen habe und ich „meine“ natürlich am besten kenne? Kann sein. Aber wenn ich mir die Beziehungen anderer Frauen in meinem weitläufigen Freundes und Familienkreis ansehe, dann sind es immer die Frauen mit einem Mann, der nicht nach ihren Launen tanzt, die glücklich und zufrieden wirken. Die Frauen dagegen, die typische moderne „Gleichheitsmodelle“ leben, wirken oft gestresst, erschöpft oder sie essen zu viel um den Stress zu bekämpfen bis sie Rücken bekommen. Mein Eindruck aus der realen Welt ist, dass Frauen nicht sehr gut darin sind, ohne einen Mann als unbewegbarem Felsen auszukommen.

        • „Genau was ich sage. Und wenn es mehr ist, dann wird sie sich die Mühe wohl machen können. Wenn es ein ernstes Problem auf der Suche nach einer Lösung ist, interessiert es mich sogar. Aber meistens geht es doch nur um das emotionale Spiel und dann sollte man es auch so spielen.“

          Ich glaube eher, manche Männer nehmen sich zu wichtig. Es hängt nicht jedes Genervt-Sein, jede schlechte Laune von Frauen mit (ihren) Männern zusammen, oder auch nur mit Hormonen. Auch Frauen haben Stress auf der Arbeit, sind von Vordränglern an der Kasse genervt, oder von stinkenden Leuten in der Bahn, oder von der nervigen Kollegin, die über sie lästert. Und sie sind nicht gefeit davor, den Frust dann beim Freund/Ehemann zu Hause auszulassen. Das ist nicht schön und nicht nett, aber menschlich und hat nichts, absolut nichts mit böswilligen „emotionalen Spielen“ zu tun. Nur wenn Männer sich so verhalten, dann heißt es eben „gestresst von der Arbeit“ und bei Frauen heißt es „launisch“ oder „emotional“.

          „Vielleicht ist mein Eindruck auch gefärbt, weil ich wohl eine Schwäche für sehr emotionale und leidenschaftliche Frauen habe und ich “meine” natürlich am besten kenne? Kann sein.“

          Das ist er definitiv. Du projizierst deine romantischen Wunschvorstellungen auf die ganze Welt. Wie so viele Menschen.

        • @shark9999:
          Dann mach das mal als Mann öfters, Deine schlechte Laune mit nach Hause nehmen und von Deiner Frau erwarten, dass sie Dich aufmuntert. Ich sag Dir, das machst Du nicht oft bevor sie weg ist. Meine Mutter sagte, in ihrem Umfeld war ein solches Verhalten des Mannes der Scheidungsgrund Nr. 1.
          Vielleicht kannst Du mir helfen? Wenn Frauen das dürfen, Männer aber nicht, was ist dann mit der Gleichheit der Geschlechter? Und können oder wollen Frauen das nicht? Und was bedeutet das?

        • Nun, in meinem Umfeld sind Untreue und „Auseinanderleben“ der Scheidungsgrund Nr. 1.

          Und warum sollten Männer das nicht dürfen? Wer sagt das?
          Was weiß ich, ob „Frauen“ das nicht können oder wollen? Ich habe offenbar gänzlich andere Erfahrungen gemacht, als du. Ich kenne wenige bis gar keine Frauen, die von ihren Männern erwarten, alle ihre Launen zu ertragen und gleichzeitig selbst alles stoisch ertragen. Ich würde mich mit solchen Menschen auch nicht umgeben, wenn ich nicht muss.
          Ich fände es eher befremdlich/gruselig, wenn mein Freund immer gute Laune hätte, und ich würde an mir selbst zweifeln, wenn er meinte, mir zuliebe negative Gefühle überspielen zu müssen.

        • @shark

          Also er darf was, wenn du es ihm erlaubst?

        • @shark9999:
          Entschuldigung, da habe ich wohl auf eine Erfahrung Bezug genommen, die Du anscheinend nicht haben kannst.

          Aber vielleicht kannst Du verstehen, dass es einen Unterschied macht, ob Du Deinen Freund seine Launen haben lässt, oder ob er dabei die Erwartung hat, dass Du ihn z.b. wie @breakpoint es unten empfiehlt, verführst um ihn wieder aufzumuntern?

        • @lh:
          Äh, ja. Aber jemanden die Launen haben zu lassen bedeutet weder, ihn mit Sex (oder was auch immer sonst) trösten zu müssen, noch aber sich über ihn lustig zu machen, so wie du es empfiehlst, wenn er keine (deiner Meinung nach) „richtigen“ Probleme hat, oder gar ein Machtspielchen hinter seiner schlechten Laune zu vermuten. Für mich bedeutet es Zuhören, Umarmen (wenn der andere das will) oder In-Ruhe-Lassen, wenn es das ist, was er möchte.
          Eine Beziehung sollte meiner Meinung nach schon beinhalten, dem anderen zu helfen, ihm den Rücken zu stärken, und nicht nur da zu sein, wenn alles eitel Wonne Sonnenschein ist, und unangenehme Gefühle, solange nicht die Mutter stirbt oder ein ähnlicher Super-GAU passiert, als „Shit Test“ zu ignorieren.

        • Hi shark, total off topic, aber hast Du eigentlich einen eigenen Blog, den ich lesen könnte? Mag deine Beiträge sehr.

        • Hallo, Margret!
          Nein, leider hab ich keinen eigenen Blog. Dazu fehlt mir im Moment die Zeit … Aber es freut mich sehr, dass dir meine Beiträge gefallen 🙂 Ich lese deine auch gerne!

  9. Zur Lösung des Problems würde ich den Männern raten, die Frau/Freundin/Partnerin/.. einfach mal in den Arm zu nehmen.
    Nach dem Sex haben sich solche kleinen Ärgernisse dann oft schon in Luft aufgelöst. Zumindest kann man entspannter darüber reden.

  10. Vielleicht können ja weibliche Leserinnen Aufklärung bringen?

    Ich meine, erkannt zu haben, daß Blog-Diktator Christian den Fraktionsvorsitz der Grünen anstrebt.

    Des weiteren empfehle ich, sich akribisch auf die Suche nach schmerzerfüllenden Beleidigungen zu begeben, die andere Kommentatoren zum besten geben.

    • Des weiteren empfehle ich, sich akribisch auf die Suche nach schmerzerfüllenden Beleidigungen zu begeben, die andere Kommentatoren zum besten geben.

      Kirk schmollt..

      • Ja, süß nicht?

        • Christian ist einfach nicht Liebevoll genug im Umgang mit ihm.

          Anstatt seinen Ausdruck unermeßlicher emotionaler Tiefe wertzschätzen schimpft er nur, er löscht einfach ganze Kommentare ohne weiteres Eingehen darauf.

          Da ist es doch verständlich, dass Kirk etwas vermisst.

        • @Nick

          Du meinst sein Auftreten hier es ist nur ein stumpfer Schrei nach Liebe und er sehnt sich nach Zärtlichkeit?

        • Das und nem Schwanz im Hintern. Offensichtlich 🙂

        • @adrian

          Wenn James sich outen würde, dann wäre er wohl der Kommentator, bei dem es mich am wenigsten überraschen würde. Das wäre ja geradezu klassisch.

        • Dann müßte man auch meine Argumente nicht mehr ernst nehmen. Das passiert zwar sowieso schon, da man meine Ansichten als nicht salonfähig ansieht, aber mit einem Outing meinerseits wäre es noch leichter, sich unklug zu stellen.

          Also, ich überleg’s mir mal. Ein Outing ist ja auch immer ein gewisses Risiko. Vielleicht werde ich dann hier gemobbt.

          Aber mal ’ne andere Frage: Hat der Blogbetreiber eigentlich schon überhaupt ein einziges Mal irgendeinen Text von Alice Miller gelesen?

        • @james

          Du verkennst, dass du keine Argumente bringst. Sondern immer nur die gleiche These wiederholst.
          Bring doch mal ein paar Studien.
          Oder geh mal auf andere Studien ein.

          Die hier zum Beispiel:
          5. Homosexualität:

        • Du bist nicht in der Lage, meine Argumente zu verstehen, da du das bist, was ich einen „naturwissenschaftlichen Autisten“ nenne. Das sind Menschen, die den Menschen wie eine Maschine betrachten und jegliche Individualität und Geschichtlichkeit des Lebens ausblenden. Du bist völlig naiv gegenüber vermeintlich objektiver Wissenschaft. Ich finde es immer lustig, wenn du nach Studien fragst. Die Welt ist offenbar das, was Studien ergeben. Das ist wohl deine Philosophie.

          Es gibt übrigens Studien, die ein deutlich erhöhtes Maß an Mißbrauchserfahrungen bei Homosexuellen konstatieren.

          Ich habe nicht umsonst gefragt, ob du mal einen Text von Alice Miller gelesen hast. Es lassen sich bei dir auch noch viele weitere Tendenziositäten finden. Auf Argumente von mir gehst du nie ein wie z.B. zuletzt die Frage der konstanten Homosexualität und der angeblichen Attraktivitätsmerkmale im Gehirn. Offenbar sind diese Merkmale nicht so konstant, wenn man sich mal so das Leben von Tieren und auch Menschen anschaut. Oder sie sind der falsche Erklärungsansatz.

          Das sind Widersprüche, auf die du eigentlich selbst kommen müßtest. Spricht man sie an, kommt nichts, sondern nur ein unverbindlicher Hinweis auf alte Artikel.

        • @james

          mach doch einfach bei dir im Blog mal einen Artikel, in dem du alle Argumente auflistest. Dann kannst du in Zukunft darauf verweisen

        • Viel schlimmer ist, daß jemand wie du eine politische Agenda hat und offen dafür wirbt, Homosexualität in Schulbüchern zu naturalisieren, damit Homosexuelle weniger diskriminiert werden.

          Du legst hier die gleichen Verhaltensmuster wie Gender-Theoretiker an den Tag, deren Theorien ebenfalls nicht bewiesen sind, aber politischen Zwecken dienen.

          Deine Theorien sind meines Wissens ebenfalls nur Hypothesen und weisen natürlich Widersprüche auf. Es geht hier nicht um Schlammcatchen, wer zur Homosexualität die beste Erklärung hat, sondern um den gesellschaftlichen Diskurs und die Frage, ob dieser eigentlich noch frei ist.

          Wenn Leute wie du das Sagen haben, dann ist er nicht mehr frei.

          Es gibt halt viele Zweifel. Erschütternd ist eigentlich, daß dir der politische Drive hin zu einer Legitimierung der Homosexualität offenbar gar nicht auffällt.

          Die Studien, die du anführst, können sich ebenso gut in ein paar Jahrzehnten als sekundäre körperliche Faktoren herausstellen oder nur einen Teil der Homosexualität erklären. Da ist alles möglich.

          Ist ja auch wurscht. Das Problem ist der totalitäre Gutmenschen-Diskurs, der uns verbietet, bestimmte Perspektiven einzunehmen.

          Leute wie Du und Arne Hoffmann würden diese Aussage sofort unterstreichen, wenn man sie auf den Genderfeminismus bezieht, sie aber empört zurückweisen, wenn es um die anderen Gutmenschenthemen Islam, Homo, Trans geht.

          Das ist das eigentlich Frappierende. Diese Selektivität bzw. Schizophrenie.

          PS: Viele (destruktive) menschliche Verhaltensweisen lassen sich aus der Kindheit heraus verstehen. Dazu muß man sich aber erst einmal auf eine kasuistische, individuelle Ebene einlassen und sein abstraktes, entindividualisierendes naturwissenschaftliches Getto verlassen. Dazu sind die Texte auf der Seite von Alice Miller sehr anregend. Aber die lesen sich nicht von alleine. Viele Menschen haben Angst vor diesen Inhalten, weil sie unmittelbar ihre eigene Kindheit betreffen.

        • „Erschütternd ist eigentlich, daß dir der politische Drive hin zu einer Legitimierung der Homosexualität offenbar gar nicht auffällt.“

          Du findest den politischen Drive hin zu einer Legitimierung konsensualer Beziehungen erwachsener Menschen also erschütternd.

          Ist das einer autoritären Grundhaltung geschuldet oder welche Motive hast Du, um eine derartige Legitimierung erschütternd zu finden?

        • Adrian, wie schaffst du es eigentlich, dich immer derartig penetrant unklug zu stellen?

          Ich habe Mitleid mit dir. Verständige Menschen kommen mit ein bißchen Nachdenken leicht auf den Gedanken, daß ich von einer biologischen Legitimierung spreche, nicht von einer juristischen.

          Dies geht auch aus all meinen bisherigen Beiträgen zum Thema hervor.

          Aber du gehörst offenbar zu den Opfer-Homos. Erkundige dich in deiner Community bitte weiterhin zur Mißbrauchsdimension und sei eingedenk der Tatsache, daß solche Erfahrungen häufig verdrängt werden und schambesetzt sind.

          Adrian ist neuer UNO-Botschafter für sexuellen Mißbrauch und Homosexualität. Such dir noch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der dir meine Postings übersetzt.

        • „daß ich von einer biologischen Legitimierung spreche, nicht von einer juristischen.“

          Was ist denn eine biologische Legitimierung? Und wer braucht die?

          Hier geht es um Wissenschaft, Kirk, nicht um die Reinszeninierung Deines eigenen Fetisch, der sich darin erschöpft, überall Missbrauch zu sehen, in dem was Du nicht verstehst, was Dir Angst macht, und Dich insgeheim anmacht.

          Der einzige, der hier fundamental gestört ist, bist Du.

        • (editiert: Bitte höflich bleiben)

        • Ich halte fest, daß Adrian mich als fundamental gestört bezeichnet, während ein Kommentar von mir, der weitaus harmloser ist, in Gänze gelöscht wird.

          Ich kann damit leben, als fundamental gestört, Idiot oder Faschist bezeichnet zu werden, wie dies bisher durch Adrian geschehen ist. Ich würde das auch auf meinem Blog nicht löschen.

          Etwas befremdlich finde ich allerdings, daß bei mir offenbar strengere Maßstäbe gelten.

          Ich verfolge die Perspektive einer pathologischen Homosexualität nicht zum Spaß, sondern weil ich hier gewisse Evidenzen sehe, denen man in einer freien Gesellschaft nachgehen können muß. Ich habe bereits mehrfach eingeräumt, daß ich nicht ausschließe, daß es auch natürliche Homosexualität geben könnte. Die Hinweise darauf aber, daß ein großer Teil der Homosexuellen aufgrund von Mißbrauchserfahrungen so lebt, sind meiner Meinung nach derart offensichtlich, daß man bei Menschen, die dies leugnen, von einem sehr selektiven und tendenziösen Blick auf die Realität sprechen muß.

          Abschließend gebe ich zwei Wortmeldungen wieder, eine von meinem Blog, eine vom Blog Gaywest:

          Danke James!!!!
          Ich danke dir für deine Mühe dich diesem Thema zu widmen. Du liegst mit deinen Beobachtungen und Einschätzungen vollkommen richtig. Bin froh endlich mal auf einen Blog gestossen zu sein der sich diesem Thema mit Objektivität und Verstand widmet. Mit diesen Einsichten bin ich unter andern Schwulen leider bis jetzt noch ganz alleine und werde völlig ausgeschlossen. Ich kann dir viele deiner Beobachtungen und Schlüsse über Homsexualität und vorallem der Diskusion darüber aus Sicht eines Homosexuellen bestätigen, und auch genauer erklären. Auch ich werde für meine Fragen und Antworten von Adrian einfach als homophob bezeichnet, bei mir sei sie einfach internalisiert und als Minderwertigkeitsgefühle zu erkennen. Bitte lasst es mich wissen wenn es ausser mir noch andere Schwule gibt welche sich für einen ehrlicheren Blick auf ihre Neigungen, und gegen die Wahrheits- und Faktenunterdrückung fanatischer Schwulen einsetzen. Ich fühle mich sehr alleine und einsam damit, und bin dir sehr dankbar dass du dich als Heterosexueller diesem Thema angenommen hast und mich in meinem Bestreben bekräftigst.

          Marcus ich kann dir nicht ganz zustimmen. Ich z.B. kenne durchaus zwei Bekannte von mir, die sich selbst als homosexuell bezeichnen, wobei ich allerdings weiß, dass der eine damals mit 12 seine erste Freundin hatte und dann auf einer mehrtägigen Klassenfahrt von einem älteren Hebephilen missbraucht wurde. Er hatte zuvor keinerlei Anstalten gemacht, auf Jungen zu stehen. Ich glaube schon, dass es auch durch Missbrauch so was gibt.

          Diese beiden Kommentare sind im folgenden Artikel aufgeführt sowie noch weitere sehr vielsagende Einzelfälle und Studienergebnisse.

          http://gender-universum.de/homophobie-mal-ganz-sachlich/

          Ich bin der Meinung, daß man sich der Realität ohne politische Agenda stellen sollte. Es gibt allerdings gewisse Kreise, deren vornehmliches Ziel es ist, Homosexualität zu naturalisieren, weil sie einen reduzierten und tendenziösen Toleranzbegriff haben, der stark von Gutmenschentum und Salonfähigkeitsstreben geprägt ist.

        • Ich bezeichne Kirk nicht zum Spaß als fundamental gestört, sondern weil ich hier gewisse Evidenzen sehe, denen man in einer freien Gesellschaft nachgehen können muss. Ich habe bereits eingeräumt, daß ich nicht ausschließe, daß Kirk natürlich auch einfach nur eine ungeoutete Klemmschwester sein könnte. Die Hinweise, dass er fundamental gestört ist, sind m. E. aber derart offensichtlich, dass man bei Menschen, die dies leugnen, von einem sehr selektiven und tendenziösen Blick auf die Realität sprechen muss.

        • Wie du hoffentlich gelesen hast, stört es mich nicht, wenn du mich als fundamental gestört bezeichnest. Meine Kritik gilt nicht deiner Ausdrucksweise.

          Lies einfach noch ein paar Mal meinen Text. Ich glaube, der Inhalt wird dich letzthinnig erreichen und beseelen.

        • Dich als fundamental gestört zu bezeichnen habe ich auch nicht als Beleidigung verwendet. Ich halte das für eine Tatsache.

    • Warum hat der Nick eigentlich so eine Angst vor Homophobie und davor, die herrschende Ideologie zu hinterfragen? Da liegt wohl eine recht starke geistige Angepaßtheit vor.

  11. Was stimmt mit euch nicht? Seit wann wissen Frauen was sie wollen? Ich muss mich etwas beruhigen. Das ist schon die dritte Version von diesem Post, weil es jedesmal wieder in einen Rant ausartet.

    Ihr könnt doch nicht ernst nehmen was eine Frau sagt(Wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht). Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen ‚ernst nehmen was sie sagt‘ und ’sie ernst nehmen‘.

    Beispiel:
    Ich war auf einer Party und hab ne kleine Kennengelernt. Wir haben ca. 20 min miteinander verbracht und uns 5min davon geküsst. 1zu1 Chat-verlauf vom nächsten Tag:
    Kleine:Also das nächste mal kannst du wenigstens tschüss sagen, wenn du schon zwei meter an mir vorbei gehst..
    Ulf:das knutschen gestern hat spaß gemacht
    Kleine:dann bin ich ja beruhig 🙂

    Ich habe ihre Gefühle ernst genommen, aber nicht das worüber sie sich beschwert hat. Die Sache mit dem ‚Tschüss sagen‘ ist doch im Grunde genau so albern wie die Sache mit dem Friseur über die ihr hier die ganze Zeit diskutiert.

    Wenn man erkennt wie albern das meiste ist was Frauen so sagen, wird alles einfacher. Friseur: albern. Langgezogene Geschichte über den Ereignislosen Arbeitstag: albern. Haushalt: albern. Feminismus: albern.

    99,9% Prozent dieser ‚Probleme‘ lassen sich mit einer Liebevollen Umarmung und hartem Sex aus der Welt schaffen.

    • Das mit dem Sex klappt aber nur, weil es immernoch genug Frauen gibt, die Sex für eine Form der emotionalen Zuneigung halten.

      (Wärend es immer mehr Männer gibt, die Sex von Liebe bzw. emotionaler Zuneigung gerne trennen würden. Also für dich selbst tun sie das bereits)

      Auch wenn ich fast finde, dass der erste Teil deines Beitrages fast positiv klingt.

      bestimmte Geste != Beweis für Zuneigung

      da stimm ich sogar zu, das gilt sowohl für Blumen als auch Komplimente als auch Sex. Viel wichtiger ist der Gesamtzusammenhang.

      • Korrektur:
        „Also für sich selbst tun sie das bereits“

        (Ich tipp zu schnell)

      • „Das mit dem Sex klappt aber nur, weil es immernoch genug Frauen gibt, die Sex für eine Form der emotionalen Zuneigung halten.“
        Ich habe absichtlich ‚harten sex‘ geschrieben um anzudeuten, dass Frauen ein gewisses Bedürfnis nach Dominanz des Mannes in der Beziehung haben.

        „Auch wenn ich fast finde, dass der erste Teil deines Beitrages fast positiv klingt.“
        Du Konzentrierst dich zu sehr wie mein Post klingt. Ich habe absichtlich dramatisiert, weil mir die Reaktionen Spaß machen.

        „da stimm ich sogar zu, das gilt sowohl für Blumen als auch Komplimente als auch Sex. Viel wichtiger ist der Gesamtzusammenhang.“
        Zustimmung.

  12. „99,9% Prozent dieser ‘Probleme’ lassen sich mit einer Liebevollen Umarmung und hartem Sex aus der Welt schaffen.“

    Oh Mann. Und ich dachte, die Welt sei so viel komplizierter.
    Danke, dass Du mich darüber aufgeklärt hast, wie Frauen ticken.

    Ich hatte schon immer das Gefühl, wir Männer seien unfehlbar und weibliche Kritik substanzloses Gemecker 🙂

    • Bitteschön. Immer wieder erfreut helfen zu können. Doch ich muss dich enttäuschen. Die Welt ist um einiges Komplizierter. Nur sind die eigentlichen Probleme fast nie die, über die sich Frauen aufregen.

  13. Das Problem ist, dass für manche Menschen Sachen ein riesiges Problem sind, die für einen selber keins sind.
    Und wenn man sich da verschätzt, kann es gewaltig ins Auge gehen.
    Da gibt es doch das Gleichnis von der Zahnpastatube, an der Partnerschaften zerbrechen können.
    Der eine quetscht einfach in der Mitte, sodass die Hälfte im hinteren Teil der Tube landet und der andere rollt die Tube zentimetergenau von hinten auf, um auch keinen Tropfen Zahnpaste zu verschwenden. Der Penible bittet den anderen, die Zahnpastatube nicht so zu verknicken, der andere findet das übertrieben.
    Der eine findet den anderen pedantisch, der andere fühlt sic nicht ernstgenommen usw.

    Bei Ulfs Beispiel ist es doch völlig klar, ihr kennt euch offenbar gut genug, miteinander chatten zu können, knutscht rum und dann gehst du wortlos an ihr vorbei. Das ist unhöflich bis merkwürdig (es sei denn, du hast sie nicht gesehen) und offenbar mochte sie dich und war besonders deshalb darüber etwas erstaunt bis enttäuscht. Vielleicht hat sie sich auch gefragt, ob sie was falsch gemacht hat.
    Keine Ahnung, warum es „albern“ sein soll, das „ernst“ zu nehmen.
    Man muss ja keine ellenlage Entschuldigung verfassen.

    • Ich könnte jetzt sagen, dass deine Annahmen alle nicht stimmen, aber das ist müßig, da ich sowieso alles behaupten könnte ohne, dass du was dagegen sagen kannst.

      Es ging mir in dem Beispiel um folgendes: Man braucht gar nicht auf das angesprochene Thema antworten. Es reicht das Bedürfnis des Gegenüber zu erkennen und darauf einzugehen.

      Außerdem führt eine Antwort wie ’sorry, hatte dich nicht gesehen‘ weniger schnell ins Bett als meine Antwort. Warum das so ist, ist nochmal eine ganz andere Geschichte.

      • „Es ging mir in dem Beispiel um folgendes: Man braucht gar nicht auf das angesprochene Thema antworten. Es reicht das Bedürfnis des Gegenüber zu erkennen und darauf einzugehen.“

        Für manche Sachen gilt das (wie für dein Beispiel), aber eben nicht immer.

        „Außerdem führt eine Antwort wie ‘sorry, hatte dich nicht gesehen’ weniger schnell ins Bett als meine Antwort. Warum das so ist, ist nochmal eine ganz andere Geschichte.“

        Naja, du hälst die Verknüpfung zum Sexuellen aufrecht, machst ein Kompliment und machst ihr gleichzeitig deutlich, dass es keine Absicht war, dass du dich nicht verabschiedet hast, während „Sorry, hatte dich nicht gesehen“ vom Sexuellen wegführt.
        Ich will nur sagen, dass nicht jedes Problem sich so einfach wegwischen lässt und es, wenn es beim falschen Problem passiert, eben…problematisch wird.

      • Aber gerade das „Warum“ ist doch das Interessante. Du redest, als sei es eine unabänderliche Tatsache.

        • Meinst du mich? Was meinst du?

        • @Atacama:
          Nein. Ich meinte Ulf, genauer gesagt diesen Teil seines Beitrags.

          „Außerdem führt eine Antwort wie ‘sorry, hatte dich nicht gesehen’ weniger schnell ins Bett als meine Antwort. Warum das so ist, ist nochmal eine ganz andere Geschichte.“

          Er redet schließlich, als hätte er den absoluten Durchblick. Auch oben schon in Bezug auf männliche Dominanz.

        • Das Atacama grundsätzlich schon gut erklärt.
          Zusätzlich:
          -Meine Nachricht ist kürzer
          -Meine Nachricht hat keine Satzzeichen/Emoticons (http://newsfeed.time.com/2014/01/03/men-if-this-data-proves-women-hate-emoticons-will-you-finally-stop-sending-them/ )
          -Ihre Nachricht ist als Vorwurf formuliert. (Ein subtiles Machtspielchen ihrerseits, siehe shit-test)

        • Ah, ok, du kommst aus der PU-Sparte. Alles klar …

        • Du hast das A in PUA vergessen. Es steht für ‚Art‘.

        • Für mich ist das keine „Kunst“ 😉

        • „Ah, ok, du kommst aus der PU-Sparte. Alles klar …“

          Das war doch sofort klar.

          „-Ihre Nachricht ist als Vorwurf formuliert. (Ein subtiles Machtspielchen ihrerseits, siehe shit-test)“

          Das denke ich nicht.
          Überleg doch mal, sie mag dich vermutlich und sie hat mit dir rumgekutscht, dann gehst du und zeigst ihr die kalte Schulter. Das hat ihr wahrscheinlich nicht gefallen, da sie dich aber wie gesagt mag, hat sie sich ein Herz genommen und dich angeschrieben und dir gesagt, dass ihr das nicht gefallen hat. Wieso muss das zwingend gespielt sein? Du wärst wahrscheinlich auch nicht begeistert in der Situation gewesen (auch wenn du das wahrscheinlich nicht bewusst zulassen würdest, weil das wahrscheinlich nach pu-gesichtspunkten „falsch“ wäre, wegen einer Frau geknickt zu sein).
          Dennoch, gruselige Art, Interaktionen mit anderen Menschen zu realisieren. Ich mein, du richtest sogar deinen Emoticonverbrauch anhand irgendwelcher Texte aus? Kann man sich da überhaupt normal unterhalten oder in echte Beziehung treten, wenn man damit rechnen muss, dass im Hinterkopf ständig irgendwelche Statistiken, Verhaltensanalysen, Interpretationen etc. ablaufen?

        • „Das war doch sofort klar.“

          Ich habe erst mal Unschuld vermutet 😈

        • und gleichzeitig noch dazu einem selber unterstellt wird, „doppelbödig“ zu „spielen“. Schade, dass Pick Upper sich nirgendwo registrieren lassen müssen, damit man vorher abklären kann, ob man es mit einem zu tun hat.
          Ich finde es ja voll ok, damit zu arbeiten – solange man das Gegenüber gleich zu Beginn aufklärt.

  14. Christian, lass dir jetzt nicht vom Gendersprech den Kopf verdrehen 😀 Es heißt entweder „weibliche Leser“ oder „Leserinnen“, weibliche Leserinnen ist Quark.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: