Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 27. März 2015

Bekommen Männer höhere Gefängnisstrafen als Frauen?

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Responses

  1. Natürlich kriegen Männer höhere Gefängnisstrafen, und viel leichter die Schuld. Das lernt man doch schon auf der Schule.

    Hier ein Beispiel vom Emmanzer:

    „Mir kommen da auch Erinnerungen aus der zweiten Klasse hoch, als mich drei Mädchen in das Mädchen-WC zerrten und ein viertes die Klassenlehrerin alarmierte, dass da ein Junge auf ihrem Klo war.

    Ergebnis: Sofortiger Vollzug per Ohrfeige durch Frau Lieblein, die hieß wirklich so und alle Jungs hassten sie. Ich habe dann zurückgehauen und sollte einen Verweis bekommen – man ließ es dann aber lieber auf sich beruhen, denn meine Mutter konnte recht furios werden, wenn es ungerecht wurde.

    Oder meine liebe Cousine, die triezte und piesackte, als wir beide bei Oma waren, bis ich mich wehrte und nach Hause geschickt wurde. Ohne Anhörung und Unschuldsvermutung, denn Mädchen sind ja per se die kleinen Unschuldslämmer …“

    Quelle: http://www.pelzblog.de/2015/02/online-mein-gespraech-mit-birgit-kelle/#comment-24741

    Ist in einem Tierrudel nicht anders. Da werden junge Männchen oft aus dem Rudel verstoßen, weil sie ja schließlich die Ordnung von den Obermacker-Männchen und ihren ganzen Weibchen stören. Sie werden verstoßen, ohne, dass sie was dafür verbockt haben. Aber wenn sie erstmal was verbockt haben oder unter dem Verdacht stehen, werden sie sehr schnell erstrecht nicht mehr geduldet. Beim Menschen ist es doch genauso.

    Deshalb auch einseitige Zwangsdienste für oder besser: gegen junge Männchen.

    Alles letztlich auf diesen Satz zurückzuführen: Sperm is cheap, eggs are expensive.

  2. Das ist überhaupt keine Frage. Frauen gelten im Allgemeinen als schutzwürdiger und haben daher weniger mit den Konsequenzen ihrer Handlungen zu kämpfen.

    Einfaches Gedankenspiel: eine Euch fremde Frau und ein Euch fremder Mann streiten sich. Wem schiebt ihr intuitiv die Verantwortung für diesem Streit zu?

    Und selbst wenn man der Meinung ist, die Frau hat Schuld, so what? Als Mann kann ich sie vielleicht befruchten und als Frau hilft sie mir später vielleicht bei der Aufzucht meiner eigenen Jungen und bei der Abwehr statusniedriger Männer (rein unterbewusste Gedanken natürlich).

    Wie Matthias bereits sagte: Sperm is cheap, eggs are expensive.

    • „Einfaches Gedankenspiel: eine Euch fremde Frau und ein Euch fremder Mann streiten sich. Wem schiebt ihr intuitiv die Verantwortung für diesem Streit zu?“

      Quatsch, das hängt von dem ab was man sieht. Tendenziell hält man, denke ich, erstmal zu der schwächeren Person, das ist eher ein David/Goliath Ding.
      Hier z.B bin ich auf der Seite des dicken Jungen.Wäre ich erst dazu gekommen als er ihn unangespitzt in den Boden rammt, würde ich – erstmal – denken, da wird ein kleiner Hänfling von einem großen bösen Bully fertig gemacht.

      • @ Atacama

        Nö, das ist nicht Quatsch. Auch wenn es natürlich AUCH davon abhängt, was man sieht.

        Dass Menschen tendenziell zur schwächeren Person halten, stimmt nur teilweise.

        Wenn es so scheint, dass ein Mann mit einer Frau handgreiflich aneinander geraten ist, halten fast alle sofort zur Frau. Das ist in genug Videos mit gestellten Fällen dokumentiert worden.

        Bei Junge contra Mädchen auf dem Schulhof sage ich nur: siehe oben Emmanzers Beispiel. Ich selbst habe genug ähnliches erlebt, ein Beispiel dafür ist in dem Thread auf dem Pelzblog mit bei. Ist jedenfalls genauso wie bei Männer contra Frauen.

        Aber warum halten in diesen Fällen Menschen zum Weibchen? Vielleicht einmal, weil das Weibchen als schwächer gilt und es körperlich auch ist, zum anderen aber auch wegen der Sperm is cheap, eggs are expensive-Problematik. Okay, Frauen halten dabei dann zu anderen Frauen/Mädchen, nicht weil sie auch diese als potentielle Sexualpartnerin sehen, sondern weil Frauen der besondere Schutz anderer Frauen und damit auch der eigene was Heiliges ist.

        Es gibt aber einen Fall, in dem Menschen und besonders Feministinnen überhaupt nicht zur schwächeren Person halten: nämlich wenn eine erwachsene Frau ihr ungeborenes Kind abtreiben will.

        Dann halten viele zur Frau, aber nie im Leben zu dem kleinen Menschen an der Nabelschnur, der wehrloser und schwächer als jeder andere Mensch ist und dazu noch nicht weglaufen kann.

        Darüber empört sich fast keiner. Aus meiner Sicht ist das kein Wunder: Wir Menschen halten eben nicht zur schwächeren Person, sondern lassen uns von instinktiven Disponierungen steuern, die unser Verhalten auf das Erreichen einer möglichst hohen Darwin-Fitness optimieren.

        Wir sind keineswegs so moralisch, immer zum Schwächeren zu halten.

        Wenn Männer sehen, dass andere Männer eine Frau fertigmachen, weckt das ihre Beschützerinstinkte – letztlich deshalb, weil sie diese Frau wirklich befruchten können, wenn sie den Mann oder die Männer, die sie bedrängen, umbringen oder sonstwie überwältigen. Von Natur aus kämpfen ja Männchen gegen andere Männchen um Weibchen. Deshalb sehen sie eine Frau, die von anderen Männchen in Bedrängnis gebracht wird, als potentielle Möglichkeit auf Fortpflanzungserfolg und Genweitergabe.

        Will eine Frau nun ein Kind abtreiben, reagieren Männer darauf instinktiv ganz anders. Dann sehen sie oft nicht den Embryo als beschützenswert, sondern sehen vermutlich diesen eher als Kind eines Konkurrenten an. Wird dieses Kind abgetrieben, ist die Frau selbst für sie wieder interessanter als potentielle Partnerin. Eine Frau ist für Männer immer am interessantesten, wenn sie keine Kinder anderer Männer hat. Eine, die von einem anderen schwanger ist, ist uninteressant.

        Hier drängt sich einem geradezu der Vergleich auf mit dem Infantizid durch Männchen, wie wir ihn von z.B. Braunbären, Löwen oder Gorillas kennen. Bei denen bringen die Männchen oft Junge anderer Männchen um, damit das Weibchen wieder schnell paarungsbereit wird und letztlich auch, damit nicht fremde, sondern eigene Nachkommen sich in dem Lebensraum breitmachen können.

        Und die Frauen selbst? Wollen oft abtreiben dürfen und gleichzeitig aber selbst den Status der wehrlosen, schützenswerten haben, ist ja schließlich von Vorteil.

        Halten Frauen selbst immer zur schwächeren Person? Wenn Frauen eines abstößt, dann schwache Männer und Verlierer. Bei der Partnerwahl bevorzugen sie starke Männer, oft brutale Männer mit Arschlochverhalten, haben viel lieber Mobbingtäter als Mobbingopfer – sie halten sowas von nicht zur schwächeren Person, noch weniger geht es nicht mehr. Also jedenfalls bei der Partnerwahl.

        Denn Menschen beiderlei Geschlechts sind nicht von Natur aus anständig, sondern optimieren ihr ganzes Verhalten darauf, eine möglichst hohe Darwin-Fitness zu erzielen bzw. im Zeitalter von Verhütungsmitteln eben diejenigen Verhaltensweisen möglichst gut ausleben zu können, die ohne Verhütungsmittel zu einer hohen Darwinfitness führen würden.

  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Vultejus

    „Ich bin in Strafverfahren gegen Frauen immer wieder in Schwierigkeiten geraten und habe mich deshalb jeweils gefragt, welche Strafe würde ich gegen einen Mann bei derselben Anklage verhängen und auf diese Strafe alsdann abzüglich eines Frauenrabatts erkannt. […] Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben. […]
    Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken.“

    • „Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken.“

      Wann kapieren solche Leute endlich, dass es Frauen im Durchschnitt sogar LEICHTER im Leben haben?

      • „Wann kapieren solche Leute endlich, dass es Frauen im Durchschnitt sogar LEICHTER im Leben haben?“
        @ Matthias:
        Leute ist zu ungenau formuliert.
        Frauen brauchen das nicht kapieren, sie WISSEN es, glauben aber durch Autosuggestion gleichzeitig trotzdem sie hätten es schwerer.
        Eins ihrer „Geheimisse“

        Bei Männern gibt es solche, die tatsächlich glauben, dass es Frauen schwerer haben, der Richter scheint mir aber eher einer von den weißen Rittern zu sein, der es auf Grund seines Status einfach leisten kann, das Spiel „arme Frauen“ mitzuspielen

    • Yoda: „The White Knight is strong with this one…“ oder wie ging das?

  4. http://genderama.blogspot.de/2015/03/frauen-foltern-genitalien-eines-mannes.html

    Nur der Mann muss in den Knast. Dazu passt auch:

    „The criminal justice system is particularly brutal towards men and this appears to lead many to suicide. There are over 80,000 men in British prisons, and fewer than 4,000 women. Ministers talk only of the „need“ to reduce the number of female prisoners. William Collins has calculated that if male criminals were treated as leniently as female criminals, 68,000 men currently in British prisons wouldn’t be there.

    And who is funding the state that is assaulting the human rights of men and boys? Men, in the main, who pay 72% of income tax.“

    http://genderama.blogspot.de/2015/03/die-mannliche-angst-vor-dem-absturz.html

    Würde man Männer wie Frauen bestrafen könnte man 85% aus den Gefängnissen entlassen. Patriarchy, fuck yeah!

  5. Nutze ich das Thema doch mal, die Begebenheit zu schildern, die mich vermutlich für Männerrechte & Co sensibilisiert hat. Ein einzelner kleiner Fall aus meinem Leben, nichts drastisches, nichts wirklich aufregendes, nichts, von dem man zwingend auf größere Zusammenhänge schließen kann, aber eben doch prägend für mich:

    Es war in der Schule, ich weiß nicht mehr, welche Klasse, aber doch eine recht niedrige. Nach dem Sportunterricht vermisste eine Klassenkameradin ihre Mütze und der Lehrer erteile eine Anweisung, die mich damals grenzenlos erschütterte: „Kein Junge verlässt die Schule, ehe ******s Mütze nicht wieder aufgetaucht ist!“

    Nicht irgendein ausgesuchter Kreis Verdächtiger, die in besonderer Nähe der Umkleide gewesen waren, nicht etwa die ganze Klasse… nur diejenigen, die mit bestimmten Genitalien geboren waren.
    Dann liefen wir Jungs einige Zeit durch die komplette Umgebung der Turnhalle und durchsuchten jeden Winkel nach dieser verdammten Mütze, während ich mich fragte, was in aller Welt ich damit zu tun habe.
    Pointe am Schluss: Irgendwann kam eines der, aus irgendwelchen Gründen noch immer anwesenden Mädchen (es ging gerade heim) und teilte mit, wir könnten aufhören, zu suchen. Die Mütze wäre nur in den Jackenärmel der Besitzerin gerutscht und wir könnten gehen.

    Ende.

    Ein offizielles Wort wurde nie dazu verlautbart. Ich meine, zumindest die Erkenntnis, komplett Unschuldige bedrängt zu haben, hätte den Lehrer nachdenken lassen, nach welchen Maßstäben er urteilt, aber nein – wenn etwas falsch läuft, ist ein böswilliger Junge die naheliegendste Erklärung.

    – Ich sage ja, das ist keine große dramatische Geschichte. Das Ausmaß des Unrechts ist vergleichweise gering und mit den vielen Vergewaltigungsopfern, die durch ihr Erleben zu Feministinnen geworden sind kann es nicht einmal im entferntesten mithalten, aber es prägte doch. Denn ich wage zu behaupten, auch damals schon ein recht unsexistischer Junge gewesen zu sein. Hatte nie eine „Mädchen sind doof“-Phase und damals vor der Pubertät waren ja auch die körperlichen Unterschiede noch nicht so ausgeprägt, dass ich mich als stärker empfunden hätte.
    Und in diese unaufgeregte Welt, in der das Geschlecht relativ egal ist, kam dann diese Geschichte, die mir zeigte, dass es in der Welt vielleicht doch nicht so egal ist, wie mir.

    • Oh, Nachtrag, um Missverständnissen zuvor zu kommen:

      Ich will für diese alberne kleine Kindheitsgeschichte kein Mitleid. Die soll kein Zeichen dafür sein, wie schwer es Männer oder wie leicht es Frauen haben. Sie soll nur ein einfacher praktischer Einzelfall sein, wie die Probleme zwischen den Geschlechtern durch Vorurteile entstehen können.

      • solche kleinen Beobachtungen im Alltag sind nicht immer weltbewegend aber manchmal recht interessant.

        Mir ist ein Fall bekannt, wo eine ältere Dame mit einem Schirm auf einen jungen Mann eingeschlagen hat, der auf einen Frauenparkplatz in einem Parkhaus geparkt hatte, nachdem er auf ihre verbalen Vorwürfe, mit denen sie ihn wegen seines frevelhaften frauenfeindlichen Verhaltens zur Rede stellte, mit Erklärungsversuchen begann.
        Der Mann hatte ganz einfach wegen einer, allerdings nicht offensichtlichen, durch chronische Erkrankung bedingten Behinderung, schnellstens eine Toilette aufsuchen müssen,. Da es keine Behindertenparkplätze direkt an den Zugängen zu den öffentlichen Toiletten gab, sondern nur Frauenparkplätze, hat er halt notgedrungen dort geparkt.
        Natürlich war er in verständlicher Eile und konnte seine Entschuldigung nur hastig im Weitereilen vorbringen. Die Quittung war, dass er eins mit dem Schirm über den Scheitel bekam.

      • Ich habe mehrfach Ähnliches erlebt.
        Dass ich mich heute in Gendersachen so intensiv informiere liegt auch bei mir daran, dass ich früh als Kind – und dann die ganze Kindheit, Jugend & Schulzeit hindurch immer wieder im Kleinen hemmungslosen, gegen Jungen und Männer gerichteten Sexismus erlebt habe. Häufig durch Pädagoginnen. Sogar im Kindergarten schon.

        Wie bei dir war kein einziges dieser Erlebnisse wirklich schlimm oder gar traumatisch. Das meiste davon habe ich damals gar nicht als Unrecht wahrgenommen, weil man als Kind noch nicht so weit ist. Erst später, im Rückblick, wenn einen der Feminismus auch im Erwachsenenalter „wieder einholt“, erinnert man sich und reflektiert, was da eigentlich passiert ist.

        Dann kramt man in seinen Erinnerungen, ob sich männliche Figuren oder Pädagogen Ähnliches geleistet haben

        – und findet nichts.

        • Mir kommen da sofort ein halbes Dutzend guter Geschichten in den Sinn. Ich schildere eine, die ich nicht unmittelbar selbst erlebt habe, für deren Wahrhaftigkeit ich mich aber verbürgen kann.

          Denn ich habe die Geschichte von meinen beiden Schwestern, die an ihrem Gymnasium in unterschiedlichen Jahrgängen mit derselben Lehrerin dieselben Erfahrungen gemacht haben.

          Besagte Lehrerin hat glaube ich Chemie unterrichtet, war aber wohl „etwas“ korrigierfaul. Und zwar hat sie am Anfang des Schuljahres insgeheim Noten für alle Schüler festgelegt. Jeder hat dann für jede Prüfungsleistung immer dieselbe Note bekommen. Jetzt der Clou! Kein Junge war besser als 3, kein Mädchen schlechter als 2.

          Nun vergleichen Schüler ja ihre Noten und ihre Leistungen, das heißt die Sache kam irgendwann ans Licht. Es kam dazu, dass eine Klasse mehr oder weniger geschlossen zur Schulleitung ging und die Beweise vorlegte.

          Ratet mal ob das Patriarchat der Lehrerin das hat durchgehen lassen …

        • Da musste ich gleich an eine Episode mit meinem sehr netten, aber fürchterlich unfähigen Chemie-Lehrer denken. Der einzige Lehrer meiner Schulzeit übrigens, der regelmäßig den Klassenraum während des Unterrichts verließ, um „unbemerkt“ nachzutanken, also seinen Alkohol-Pegel zu halten.
          Jedenfalls gehörte er zu denen, die der Unsitte verfallen waren eine Noteneinschätzung des jeweiligen Schülers zu verlangen.
          Er so zu meiner Sitzplatznachbarin: „Ich habe mir für Dich hier eine 3 eingetragen, was meinst Du dazu?“ – „Na, also ich finde, ich verdiene eine 1!“ – „Ok“
          Mit der Sekunde war auch das letzte bißchen Respekt futsch.
          Aber gemocht wurde er. Niemand hätte den irgendwo angeschwärzt.


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