Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 25. März 2015

Leugnung weiblichen Aggressionspotentials

Bei Onyx werden gerade einige interessante Diskussionen geführt. Ich greife da mal zwei Kommentare raus.

Lezek führte aus:

Anne Wizorek blendet den Forschungsstand zu weiblicher Täterschaft aus, für sie sind fast ausschließlich Männer Täter und das sagt sie auch unmissverständlich. Zitat Anne Wizorek:

„Untersuchungen belegen, dass sexuelle Gewalt fast ausschließlich von Männern verübt wird und der Anteil von Frauen als Täterinnen unter ein Prozent beträgt (…)“
(aus: Anne Wizorek – Weil ein Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute, Fischer, 2014, S. 115)

Hätte Anne Wizorek ernsthaft in der wissenschaftlichen Literatur zum Thema recherchiert, wäre schnell deutlich geworden, dass das nicht stimmt und dass der Anteil an weiblichen Tätern höher ist als in der pseudowissenschaftlichen radikal- und gender-feministischen Literatur behauptet.
Anne Wizoreks Unsichtbarmachung weiblicher Täter ist ein Schlag ins Gesicht für männliche und weibliche Opfer sexueller Gewalt durch weibliche Täter.

An anderer Stelle des Buches heißt es:
„Bei Vergewaltiger_innen sind zu über 90 Prozent keine psychologischen Auffälligkeiten zu finden. Es gibt keine biologische, psychische oder physische Ursache, die dafür sorgt, dass gerade Männer ihr Sexualverhalten nicht im Griff haben könnten – davon abgesehen, ist das „Argument“ der hilflosen „Triebgesteuerten“ diskriminierend gegenüber Männern.“
(aus: Anne Wizorek – Weil ein Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute, Fischer, 2014, S. 117)

 

Leszek dann weiter:

“Du kannst Feministinnen vorwerfen, dass sie sich teilweise nicht von dieser Vorstellung gelöst haben. Es ist aber keine Position die primär dem Feminismus anzulasten wäre.”

Niemand außer Geschlechtertraditionalisten und Mainstream-Feministinnen hat solche Schwierigkeiten damit weibliche Täterschaft anzuerkennen.
Konservative Geschlechtertraditionalisten sind aber wenigstens so ehrlich, dass sie ihre stockkonservativen Positionen nicht noch versuchen als “progressiv” und “emanzipatorisch” zu verkaufen

Marget antwortete:

Ich dagegen beobachte, dass das Leugnen weiblichen Aggressionspotenzials ein ganz wesentlicher Bestandteil antifeministischer Diskurse ist. Keine Diskussion um Frauen in Führungspositionen oder auch nur Frauen im Beruf, in der nicht behauptet wird, Frauen würden gerne und freilwillig auf Beruf und Karriere verzichten, weil sie eben nicht “mit der Ellenbogengesellschaft” zurechtkämen.

Nein, ich präzisiere: Weibliche Agressionen werden dort anerkannt und thematisiert, wo es zu ungunsten von Frauen ausfällt: Im Täterkontext. Sie werden aber dort geleugnet oder heruntergespielt, wo es um Gleichstellungsfragen geht. Ich würde dies als zutiefst frauenfeindlich bezeichnen.

Das regt ja zu einem selbstkritischen Hinterfragen an:

Ist es ein Problem Frauen einerseits den „Schneid“ abzuerkennen, weil man meint, dass sie Wettbewerb meiden und ihnen ansonsten, wenn es für sie ungünstig ist, eine Täterrolle zuzuweisen?

Ich würde sagen nein, denn beides sind durchaus verschiedene Positionen: Man kann einen Wettbewerb meiden aber dann, wenn man sich sicher ist, dass der andere sich nicht wehrt, dennoch die Konfrontation suchen.

Ein klassischer Fall wär körperliche Gewalt der Frau, bei der sie auf den eigentlich stärkeren Mann einschlägt und sich dieser nicht wehrt.

Dazu auch:

Man kann das auch noch anders betrachten, nämlich dann, wenn man Täterschaft als Verantwortung sieht und nicht nur als Täterschaft im Sinne von körperlicher Gewalt. Wenn man Frauen also einen Anteil an gesellschaftlichen Strukturen und Anforderungen an andere Menschen zurechnet und sie nicht nur als Spielball von „struktureller Diskriminierung“ oder „gesellschaftlichen Rollen“ sieht, die alleine von Männern oder einer patriarchischen Gesellschaft errichtet werden, sieht. Wenn man sie selbst als planend, aktiv Ziele verfolgend und ihre Interessen umsetzend ansieht. Sprich: Wenn man sie als Subjekte und nicht als Objekte sieht, mit denen die Gesellschaft etwas macht, die durch Geschlechterrollen gesteuert sind.

Das kommt mir im Feminismus zu kurz.

Vgl auch:

Nirgendwo sind Frauen passiver als im Feminismus. Was eigentlich schon erstaunlich ist, weil er sich ja genau dagegen ausspricht.

 

 


Responses

  1. Meiner Ansicht nach sind das zwei unterschiedliche Arten oder vielleicht besser Ausprägungen der „Aggresivität“. Für Karriere braucht man eher einen ständig langfristig erhöhtes Level, genug um immer kompetitiv zu sein aber nicht so viel um ständig aus der Rolle zu fallen. Für Gewalttaten hingegen reicht auch eine kurzfristige Aggressionsspitze.

    • Seh ich auch so. Schon die Idee, gewalttätige Aggressivität und Competitiveness auch nur zu vergleichen, ist absurd.

  2. Ich würde den Abschlussgedanken erweitern in: „Nirgendwo geben Frauen vor, passiver zu sein (weil ihnen ja der Opferstatus abonniert ist) als im Feminismus.“

    Und das zeigt die ganze Misere der essentialistischen feministischen Ideologie.

    Die Schwarz-Weiß-Zeichnung vordergründiger Geschlechtszuschreibungen lässt eine differenzierte Betrachtung menschlichen Verhaltens wie der Aggression gar nicht aufkommen. Dabei ist die Sache um einiges komplexer, weil aus der Dynamik sexueller Selektion entstanden. Schon Sigmund Freud hat weibliches Verhalten als größtenteils „passiv-aggressiv“ identifiziert und dabei einen Hinweis darauf gegeben, dass weibliche Aggression überwiegend verdeckt daherkommt.

    Ich stelle einmal die Behauptung so in den Raum: Frauen (alles im Schnitt wohlgemerkt) sind an einer aggressions- und ergo gewaltenfreien Welt gar nicht interessiert. Im Gegenteil. Frauen sind sogar an einer größtmöglichen Hierarchisierung unter Männern interessiert, um die „Guten“ ins Kröpfchen und die „Schlechten“ ins Töpfchen zu kippen.

    Sie bedienen sich dabei der Männer als „Proxies“, als stellvertretende Akteure, die sie genau auf aggressionsbereites und auch gewalttätiges Verhalten „abklopfen“, um feststellen zu können, wer die dominanten Gene trägt und wer nicht.

    Dabei muss der Mann dominant genug sein, um sich im intrasexuellen Wettbewerb durchsetzen zu können. Das bedeutet, dass Männer, die fähig sind, ihre Geschlechtsgenossen in irgendeiner Hinsicht zu übervorteilen, für Frauen interessanter sind. Denn diese Männer rekrutieren zusätzliche Ressourcen (oft dadurch, dass sie sich diese mit Gewalt aneignen), die für Frauen und ihre Babies in Zeiten der Knappheit entscheidend fürs Überleben sein können.

    Andereseits müssen diese dominanten Männer friedlich genug sein, nicht auch noch Frau und Kind zu überwältigen.

    Ein Dilemma. Mann sollte dabei im Auge behalten, dass diese evolutionäre Dynamik beträchtlichen Druck auf Frauen ausübt, die Gewaltbereitschaft der Männer in dieser Hinsicht auszutarieren. Sie sollten also Strategien und ein Verhaltensrepertoire entwickelt haben, das darauf angelegt ist, die männliche Aggressions- und Gewaltbereitschaft zu steuern und zu „verwalten“.

    Und das ist genau das, was wir beobachten, wenn Frauen bei auch nur geringfügigen Aggressionen gegenüber ihnen selbst und ihren Geschlechtsgenossinnen „Hilfe Gewalt!“ rufen, sie aber andereseits ebenso fasziniert und interessiert sind, wenn Männer im Wettbewerb Gewalt ausüben.Gefängnisinsassen haben viele Verehrerinnen, der Bad Boy bleibt hartnäckig in Mode.

    Ein bisschen mehr dazu auch hier:

    http://davidcollard.wordpress.com/2010/11/15/women-policing-the-hierarchy/

    • @zip „Ich stelle einmal die Behauptung so in den Raum: Frauen (alles im Schnitt wohlgemerkt) sind an einer aggressions- und ergo gewaltenfreien Welt gar nicht interessiert. Im Gegenteil. Frauen sind sogar an einer größtmöglichen Hierarchisierung unter Männern interessiert, um die “Guten” ins Kröpfchen und die “Schlechten” ins Töpfchen zu kippen.

      Sie bedienen sich dabei der Männer als “Proxies”, als stellvertretende Akteure, die sie genau auf aggressionsbereites und auch gewalttätiges Verhalten “abklopfen”, um feststellen zu können, wer die dominanten Gene trägt und wer nicht……“

      Das ist sehr gut formuliert. genau das ist das Verhalten, das die überwiegenden Probleme in unserer Gesellschaft verursacht.
      Deshalb ist auch der Satz aus dem SPD Programm Unsinn, den ich an anderer Stelle zitierte, das die männliche Gesellschaft überwinden müsse, wer die menschliche will. Genau umgekehrt ist es, wir leben in einer gewalttätigen vom Wachstumswahn erfassten Welt, weil genau diese weiblichen Selektionsmuster, und deren Befolgung durch Männer die Entwicklung der Welt bestimmen.
      Wichtig der Hinweis „im Schnitt“. Es gibt viele Ausnahmen, die zeigen, dass es auch anders geht, nur diese entwickeln eben nicht genug Strahlkraft um die Gesellschaft zu verändern, es sind zu wenige. Vielleicht ist dieses Verhalten auch ein Grund, warum progressive Entwicklungen immer wieder scheitern. Wenn ich mir z.B. die Grünen anschaue, wie die gestartet sind. Jetzt sind sie, wie die FDP eine Klientelpartei für Besserverdienende, nur etwas anderer Ausrichtung.

  3. Margrets Behauptung ist einfach nur unsinnig. Es gibt eine kleine Kaste von Managern, deren natürliches Habitat sich auf die Top-Konzerne beschränkt. Dort sind die Psychopathen zu finden, die aggressiv sind. Das sind in der Hauptsache Männer, wie eben auch Obdachlose in der Hauptsache Männer sind. Der weitaus größte Teil aller Männer und eben Frauen sind nicht so.

    In Führungspositionen ist nicht Aggressivität gefragt. Das ist nur eine weitere feministische Schwachsinnsbehauptung. Es ist Wille zur Verantwortungsübernahme und andere Merkmale, die eher männlich konnotiert sind und in unserer Gesellschaft als –da eher männlich– negativ beschrieben werden. Es sind Männer, die Status und Anerkennung wollen und von der Gesellschaft, insbesondere den hypergamen Partnerinnen, in diese Rolle auch gedrängt werden. Von einem Feminismus, der die Abkehr von Rollenbildern für Frauen fordert und den Spielraum für Männer eher verengt. Männer schlagen sich in Meetings die Zeit um die Ohren wie Männer im Keller an ihrer Modelleisenbahn basteln. Ist das aggressiv?

    Ich halte Frauen für weniger aggressiv, aber deren Potential ist eben nicht bei fast null, wie es die feministische Arbeitshypothese ist und insbesondere unsere Netzfeministinnen widerlegen diese These gerne und immer wieder.

    „Weibliche Agressionen werden dort anerkannt und thematisiert, wo es zu ungunsten von Frauen ausfällt: Im Täterkontext.“

    So ein Bullshit. In Männerrechtskreisen wird anerkannt, daß es sie auch gibt, und zwar mehr als Feministinnen wahrnehmen wollen. Ansonsten wird da gar nichts anerkannt und thematisiert.

    „Sie werden aber dort geleugnet oder heruntergespielt, wo es um Gleichstellungsfragen geht.“

    Genau, und (männliche) Aggression wird als Erklärmodell herangezogen, warum es mehr Männer in Führungspositionen gibt, und damit ein gewalttätiges Patriarchat herbeiphantasiert. Um zu begründen, warum Frauen leistungslos aufsteigen sollten. Positive Diskriminierung. Es gibt aber viele, viel treffendere Gründe warum dem so ist. Insbesondere wird Frauen nicht zugestanden, eine eigene Wahl zu treffen. Eine, die Feministinnen nicht paßt. Diese Art von unterkomplexen Denken und Antworten auf Fragen die keiner gestellt hat, ist der größte Hinderungsgrund für Gleichberechtigung. Nicht Gleichstellung.

    • „Es ist Wille zur Verantwortungsübernahme“

      Das ist allerdings nicht ganz so. Das attraktive an einer Führungsposition ist ja, das ich „Verantwortung“ bezahlt bekomme, diese aber im Krisenfall an Untergebene oder sonst wohin abschieben kann, also für Fehlverhalten überhaupt keine Konsequenzen trage, die Konsequenzen tragen Andere. Das System versagt überwiegend bei ungenügender oder fehlerhafte Vernetzung in den entsprechenden informellen Gruppen.
      Wenn dann mal jemand, der sich da Feinde gemacht hat, tatsächlich zur Verantwortung gezogen wird, wird uns das gerne breit von den Medien als Beweis für den funktionierende Rechtsstaat aufgetischt.

  4. Ceterum censeo leszek scribere blog!

    • Dito.

  5. Ich denke bei diesem Thema an die frühkindliche und kindliche Sozialisation. Jungs dürfen toben und laut sein, Mädchen müssen „brav und lieb“ sein. Dies führt dazu, dass Jungs ein „gesundes“ Verhältnis zu ihrem Aggressionspotential entwickeln und so etwas wie „Fairness“ ausbilden können.
    Mädchen dagegen lernen „still und leise“ ihre Aggressivität zu leben – intrigieren, petzen, mobben, sabotieren, psychische Gewalt. Da sie aber eben nicht „böse“ sein dürfen, lernen sie gleichzeitig, dieses Aggressionsverhalten als „nicht aggressiv“ zu bezeichnen. So lange lernen sie dies, bis sie schliesslich auch überzeugt sind, nicht und niemals und gegen niemanden aggressiv zu sein.

    Es ist ihnen später einfach nicht mehr bewusst, dass sie aggressiv sind. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    By the way: Es sind die Mütter, die ihren Töchtern diese Verleugnung anerziehen, quasi eine „matriarchale“ Prägung.

    mehr dazu u.a. bei:

    Von Natur aus anders.
    „Die kleinen Helden“ aus evolutionärer Perspektive
    Vortrag in der Evangelischen Akademie, Loccum, 12.11.2004
    Doris Bischof-Köhler, Universität München

    • @kardamon

      WObei Bischof-Köhler ja gerade nicht auf die Sozialisation abstellt oder? Daher auch der Titel „Von Natur aus anders“

      • Bischof-Köhler schrub:

        „Sozialisation darf also nicht als einsinnig kausale Einflußnahme auf das Kind verstanden werden, sondern ist vielmehr ein interaktiver Prozess, bei dem geschlechtstypische Verhaltensvorgaben und Reaktionsbereitschaften der Kinder die Richtung mitbestimmen.“

        Insofern stellt sie nicht auf JENE Sozialisation ab, die biologische Ursachen grundsätzlich ausschliesst.

        Kleiner Exkurs: Ich kenne es von meiner Kampffisch-Zucht. Isoliere ich die Männchen frühzeitig, bekomme ich ausgewiesene „Klopper“; lasse ich sie aber zusammen, lernen sie den Komment-Kampf und meiden ernsthafte Verletzungen. Genetisch veranlagte Aggressionsbereitschaft wird also durch soziale Prozesse gesteuert. Aber zuerst war das Aggressionspotential da, und dann erst die sozialen Prozesse. Ich wähle bewusst das Beispiel „betta splendens“, weil bei denen keine „Kultur“ oder „nurture“ generationenübergreifend weitergegeben werden kann.

        Ich halte es für Definitions-Verfälschung, wenn Sozialwissenschaftler beim Begriff „Sozialisation“ biologische Voraussetzungen ausschliessen.

        • @kardamom
          *“Sozialisation darf also nicht als einsinnig kausale Einflußnahme auf das Kind verstanden werden, sondern ist vielmehr ein interaktiver Prozess, bei dem geschlechtstypische Verhaltensvorgaben und Reaktionsbereitschaften der Kinder die Richtung mitbestimmen.”

          Insofern stellt sie nicht auf JENE Sozialisation ab, die biologische Ursachen grundsätzlich ausschliesst*

          Geschlechtstypische Verhaltensvorgaben sind kulturell geprägt.
          Reaktionsbereitschaft der Kinder muss auch nicht unbedingt biologisch sein (sh. z.B. positive Konsequenzen für sozial erwünschtes Verhalten). Dass Sozialisation ein interaktiver Prozess ist, damit hat er jetzt auch nicht unbedingt das Rad neu erfunden.

          *Genetisch veranlagte Aggressionsbereitschaft wird also durch soziale Prozesse gesteuert. Aber zuerst war das Aggressionspotential da, und dann erst die sozialen Prozesse. Ich wähle bewusst das Beispiel “betta splendens”, weil bei denen keine “Kultur” oder “nurture” generationenübergreifend weitergegeben werden kann.*

          Ich hab das Gefühl du fackelst hier einen kleinen Strohmann ab.
          Dass Lebewesen ein gewisses Aggressionspotential haben, und dass Sozialisation immer mit einem Grundmaterial arbeiten muss, das bestreitet niemand.
          Aber die Richtung, die dann eingeschlagen wird, was mit diesem Material passiert und wie es sich entwickeln kann, das ist das eigentlich Interessante. Sprich, was ist das sozial erwünschte Verhalten, was wird negativ sanktioniert, was wird positiv sanktioniert und aus welchen Gründen.

        • @ marenleinchen

          „Aber die Richtung, die dann eingeschlagen wird, was mit diesem Material passiert und wie es sich entwickeln kann, das ist das eigentlich Interessante. Sprich, was ist das sozial erwünschte Verhalten, was wird negativ sanktioniert, was wird positiv sanktioniert und aus welchen Gründen.“

          Mangelt es an Impulskontrolle oder ist der emotionale Impetus zu stark, nützt keine Konditionierung der Welt was.

          Das Ausmaß der Impulskontrollfähigkeit ist prinzipiell individuell biologisch angelegt = angeboren. Eine Modifizierung durch psychosoziale Einflußnahme ist in deutlich geringerem Maße möglich, als durch pharmakologische (wenn überhaupt).

          Die nach außen gewandte Aggressivität ist unter anderem stark Testosteron abhängig. Deswegen zeigen jüngere Männer deutlich aggressiveres Verhalten als ältere (Extrembeispiel: chemisch kastrierte Männer) und als jüngere (und ältere) Frauen.

          Was aber ebenso als „Gewalt“ bezeichnet werden sollte, ist die passive Aggressivität, bei der es sich um ein typisch weibliches Phänomen handelt.

          Diese passive Aggressivität ist es übrigens auch, auf die dazu disponierte Männer mit körperlicher Gewalt reagieren.

          Die notorische (passive) Aggressivität der ewigen Opferfrau wird aber gerne übersehen.

        • @ratloser
          *Mangelt es an Impulskontrolle oder ist der emotionale Impetus zu stark, nützt keine Konditionierung der Welt was.*

          Wir reden da aber von Extremen, Menschen die aufgrund einer Störung nicht in der Lage sind, ihre Impulse kontrollieren.
          Ich behaupte dass der Durchschnittsmensch (sogar der Durchschnittsmann) es schafft, sich dahingehend zusammenzureißen und nicht jedem einen in die Fresse haut, dessen Gesicht ihm nicht passt, sofern das kein erwünschtes Verhalten ist.

          Wenn ein Mensch nun aber in einem sozialen Umfeld herangewachsen ist, wo er für ein solches Verhalten belächelt oder sogar darin bestärkt wird, hat er oder sie effektiv keinen Grund, diese Impulse zu kontrollieren. Sein Verhalten hat ja (noch) keine negativen Konsequenzen.

        • „Aber die Richtung, die dann eingeschlagen wird, was mit diesem Material passiert und wie es sich entwickeln kann, das ist das eigentlich Interessante. Sprich, was ist das sozial erwünschte Verhalten, was wird negativ sanktioniert, was wird positiv sanktioniert und aus welchen Gründen.“

          Ich stelle hier mal die These auf, dass Mädchen biologisch bedingt einfacher zu sozialisieren sind.

          „Das Ausmaß der Impulskontrollfähigkeit ist prinzipiell individuell biologisch angelegt = angeboren. Eine Modifizierung durch psychosoziale Einflußnahme ist in deutlich geringerem Maße möglich, als durch pharmakologische (wenn überhaupt).“

          Menschen reagieren auf Anreize. Das gilt nicht nur in wirtschaftlichen Zusammenhängen, sondern auch allgemein. Die Fähigkeit zur Impulskontrolle dürfte im Zweifelsfall normalverteilt sein, d. h., die meisten Menschen sind durchaus empfänglich für soziale Verstärker.

        • @JC
          *Ich stelle hier mal die These auf, dass Mädchen biologisch bedingt einfacher zu sozialisieren sind*

          Wie meinst du das?

        • @ jc

          „die meisten Menschen sind durchaus empfänglich für soziale Verstärker.“

          Keine Frage, sowohl biologischer wie psychosozialer Natur.

          Die Frage ist allerdings, wie groß das Verstärkungspotential ist und ob es in negativer wie positiver Hinsicht gleich groß ist.

        • „*Ich stelle hier mal die These auf, dass Mädchen biologisch bedingt einfacher zu sozialisieren sind*

          Wie meinst du das?“

          Das würde mich auch interessieren.

          Mädchen hinterfragen seltener Autoritäten, tun eher, was ihnen ein „Vorgesetzter“ (Eltern, Lehrer, Chef, …) aufträgt.

          Das ist aber kein Zeichen höherer Sozialisierung.

        • @carnofis
          Sozialisation ist erstmal ein wertneutraler Begriff, der auch im allgemeinen keine Hierarchie annimmt.
          Die erfolgreiche Sozialisation meint, dass die Werte und Normen der Gesellschaft in der sich das Individuum befindet internalisiert werden. Das heißt aber auch, dass das Individuum in die Lage versetzt wird, ebensolche Normen und Werte in Frage zu stellen, sollten sich da z.B. Widersprüche ergeben.

        • „Wie meinst du das?“

          Mädchen sind empfänglicher für soziale Konditionierung, wollen eher anderen gefallen und sind konformistischer (statistisch betrachtet). Ich vermute hier eine genetische Veranlagung.

        • @maren

          „Sozialisation ist erstmal ein wertneutraler Begriff, der auch im allgemeinen keine Hierarchie annimmt.
          Die erfolgreiche Sozialisation meint, dass die Werte und Normen der Gesellschaft in der sich das Individuum befindet internalisiert werden. “

          So hätte ich Sozialisation auch verstanden.

          „Das heißt aber auch, dass das Individuum in die Lage versetzt wird, ebensolche Normen und Werte in Frage zu stellen, sollten sich da z.B. Widersprüche ergeben.“

          Das wiederum hat mit Sozialisation mMn nichts zu tun.
          Kritikfähigkeit (passive und aktive) mag eine wünschenswerte Eigenschaft eines Individuums sein, aber auch 100%ig angepasst kann man problemlos durchs Leben schleichen, wie uns der passiv duldende Pöbel (verzeih die Abwertung der Kritikunfähigen) täglich beweist.

        • @JC
          *Ich stelle hier mal die These auf, dass Mädchen biologisch bedingt einfacher zu sozialisieren sind*

          Dem stelle ich die These entgegen, dass Mädchen von ihren Müttern viel grausamer erzogen werden.

          Dieser Gedanke drängt sich mir auf, wenn ich innerhalb dieses Thema die Wertung von psychischer einerseits und physischer andererseits Aggression anschaue. Physische Aggression ist bei Männern (eher) toleriert, deshalb werden Buben auch eher mit physischer Gewalt „gelenkt“. Mädchen dagegen müssen in ihrer Erziehung alle möglichen Formen psychischer Aggression erdulden und sind somit später zum einen viel einfacher „zu führen“ – andererseits ist der versteckte Widerstand aber fundamental.

          Eine befreundete Kindergärtnerin berichtet mir, dass unter Mädchen eine gern gebrauchte Form der Gewalt der Satz ist: „Dann bin ich nicht mehr deine Freundin!“ Unter Buben – so sagt sie – wird diese Drohung NIE gebraucht. Dafür gibt’s dort eine Rangelei. Aber nach der Rangelei sind die Buben wieder Kumpels. Unter den Mädchen braucht es lange, bis das „keine Freundin mehr sein“ verheilt ist und es wird auch nie vergessen.

          Solche – physisch nicht nachweisbaren (!) – Grausamkeiten sind Alltag von Müttern gegenüber Töchtern, sind Alltag unter Mädchen und Frauen und werden kompensiert, in dem der „Mann an sich“ als Vergewaltiger angeprangert wird.

        • „Dem stelle ich die These entgegen, dass Mädchen von ihren Müttern viel grausamer erzogen werden.“

          Ich würd ja lieber andersrum feststellen, dass Mütter ihre Söhne gegenüber ihren Töchtern häufig stark bevorzugen.

          Schönes Beispiel (das noch nichts oder nur wenig mit Sozialisation zu tun haben kann): Muttermilch
          http://www.stillkinder.de/muttermilch-fuer-jungen-ist-fetthaltiger/

        • @ kardamom

          Diese weibliche Beziehungsaggression steht ja nicht im Widerspruch zu meiner These, ich würde sogar behaupten, sie verstärkt sie noch.

        • @jc
          Hm, würde ich nicht unbedingt sagen.
          Mädchen werden auch viel eher dazu erzogen zu gefallen, ein Beispiel wäre die Tatsache, dass kleine Mädchen viel mehr hübsch gemacht werden als Jungs das werden
          Das ist so ein Henne-Ei-Ding.

          @carnofis
          *Das wiederum hat mit Sozialisation mMn nichts zu tun.*

          Doch natürlich. Indem das Individuum Alltäglichkeiten internalisiert, sprich sie ihm auch keine Anstrengungsleistung abverlangen, kann es diese Energie in andere Dinge stecken.
          Zudem, um richtig und falsch zu kritisieren musst du erstmal wissen was es ist.

          *aber auch 100%ig angepasst kann man problemlos durchs Leben schleichen, wie uns der passiv duldende Pöbel (verzeih die Abwertung der Kritikunfähigen) täglich beweist.*

          Sowohl der „passiv duldende Pöbel“ als auch der allwissende Rebell sind Produkt ihrer Sozialisation.

        • @Maren

          „Das ist so ein Henne-Ei-Ding.“

          Henne-Ei-Dinger lösen sich übrigens recht schnell auf, wenn man sie evolutionär und nicht essentialistisch betrachtet: Das Ei war zuerst da, bereits Dinosaurier legten Eier.
          Ist vermutlich bei Mädchen, die sich hübsch machen nicht anders. Schon vor dem Homo Sapiens werden sich Mädchen eher hübsch gemacht haben.

      • Aber eigentlich ging’s mir nicht um „Sozialisation“ an sich. Sondern um den Mechanismus der Verdrängung des Bewusstseins über die eigene Aggression bei den Frauen selbst.

        • @ kardamon

          Frauen fühlen sich nicht aggressiv, weil sie ihre passive Aggressivität nicht als solche erkennen und erleben.

  6. Reiser sagt:

    „Quand un homme est con, vraiment con, il est con sur toute la ligne. Quand une femme est con, vraiment con, elle restera quand même maligne. C’est pour ça qu’un jour, les hommes finiront par se faire avoir!“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Marc_Reiser

    (meine Franz-Kenntnisse sind nicht gut genug für eine angemessene Übersetzung. Wenn es einer von euch kann, nur her damit!)

  7. Ich mach mal einen kurzen Rundumschlag:

    Wirklich eine interessante Diskussion, in der auch das „angebliche“ (Ich glaube es war Magret die diese Aussage in Zweifel zog) Schwarzer’sche Axiom des „Jeder Mann ist potenzieller Vergewaltiger“ angesprochen wurde.

    Erst kürzlich hatte sie sich zu dieser Thematik wieder geäußert:

    http://www.emma.de/artikel/ask-alice-jeder-mann-ein-vergewaltiger-318155

    „Genauso [Wie den Schwarzen in Amerika, Anm.d.A] ergeht es uns Frauen mit den Männern. Wir wissen, dass viele nett sind. Aber: Wir haben keine Garantie. Jeder Mann könnte, so er nur will, zum Frauenhasser werden. Denn Frauenhass ist allgegenwärtig und ein gesellschaftlich wenig geächtetes Muster. Jeder Mann könnte auch, wenn er wollte, zum Vergewaltiger werden. Und wir Frauen müssen dankbar sein, wenn es nicht so ist.“

    —-

    Müssen Männer dankbar sein, wenn Frauen sie nicht aggressiv behandeln? Sie nicht schlagen oder nötigen? Sie nicht falschbeschuldigen? Ihnen nicht die Kinder entziehen? Natürlich nicht, denn bei Gewalt und Unterdrückung gilt:

    Feministisches Law der kleinen Nummern. Schon mal aufgefallen? Wizorek argumentiert genauso, Feministinnen stehen auf kleine einstellige Prozentzahlen (Wenn es um Frauen geht):

    1 Prozent sexualisierter Gewalt geht von Frauen aus
    2 Prozent aller Anzeigen wg. Vergewaltigung sind Falschanzeigen
    1 Prozent des weltweiten Vermögens ist in Händen der Frauen
    … usw.

    Hat natürlich einen schönen Vorteil, dass man so bei Auftreten eines weiblichen Vergewaltigers auf den berühmten „Einzelfall“ verweisen kann, den „Bruch in der Matrix“ wie Wizorek es sagen würde. Was für eine bequeme Position, alles ist Einzelfall, bei Männern hingegen alles strukturell „Frauenfeindlichkeit, Frauenhass und Rape Culture“, alles struktruell alles. Bei Frauen punktuell. Kann so ernsthaft Debatte sein?

    Über den bei Onxy angesprochenen Zusammenhang zw. Aggression gegenüber Frauen und Missbrauch durch Frauen:

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sexueller-missbrauch-durch-frauen-verkehrte-lust-a-788332.html

    Gab auch einen Bericht in SPIEGEL TV über Kiezgröße Marquadt, ein bewegendes Psychogramm, weil es schön die aufschaukelnde Destruktivität von Gewalteinwirkung auf den zukünfigen Täter und -ausübung durch das vergangene Opfer aufzeigt.

    Etwas das Feministinnen völlig unzugänglich ist, und insofern selbst eine Form von Gewalt darstellt. Feminismus ist kein Mittel um Destruktivität zu durchbrechen, Feminismus in Form einer Wizorek et. al. ist letztlich Ausdruck der hohen Persistenz der Gewaltspirale. Auch hier also ein feministischer Etikettenschwindel, sie verhindern und verlangsamen ein wirkliches Auseinandersetzen mit dem Problem Gewalt. Das ist ja auch, was RAINN zB. auffällt, auf die Leszek dankenswerterweise verwiesen hat. Da kam irgendwie kein Feedback von den Feministinnen, oder habe ich das überlesen?

    Wären Feministinnen also etwas friedvoller, etwas sympathischer und etwas nachsichtiger und anerkennender gegenüber Männern, meine These: Es gäbe „vollkooperativen Geschlechterfrieden“ auf allen Ebenen. Aber da es dem herrschenden Gender Feminismus nicht möglich ist zu unterscheiden, zu differenzieren und selbstkritisch zu sein, sind wir immernoch in der Gewaltspirale gefangen, einem Kessel den Feministinnen nun mit Kohlen befeuern und nicht die schlimmen Misogynisten der Vergangenheit und Gegenwart. Der Mann als Täter, als potenziell gefährliches Wesen, die Reproduktion jahrhunderte alter Geschlechterstereotype. So wird aus einer Spirale der Gewalt, die zwar eigentlich kein Geschlecht hat, sondern unterschiedliche Ausdrucksformen, zu einem Thema das angeblich nur eine Hälfte der Bevölkerung betreffen würde. Und auch nur diese Hälfte kann das Problem lösen (Solange Männer vergewaltigen, solange müssen wir Männer generalverdächtigen, aha!). Das heißt also, bei einem Täter wie Marquardt darf die Interdependenz zwischen Gewalterfahrung durch Frauen und seiner Gewaltausübung gegenüber anderen Frauen nicht entlastend wirken, „wir“ Männer müssen so etwas unter uns regeln:

    Dazu Alice Schwarzer (oben verlinkt):

    „Darum ist das beste Mittel gegen diesen in der Tat traurigen Satz („Jeder Mann ist ein potenzieller Vergewaltiger“) ganz einfach: Sich auch als Mann offensiv gegen Frauenverachtung, Frauenhass und Gewalt wenden. An der Seite von Frauen diese Frauenzerstörer ächten und, wo nötig, bekämpfen.

    Nicht über gehässige Witze oder Bemerkungen über Frauen mitlachen. Nicht wegsehen, wenn ein Mann sich verbal oder körperlich gewalttätig gegen eine Frau wendet. Nicht denken: Was geht mich das an? Sich aktiv gegen den Sexismus stellen. Nur so verliert der von dir beklagte Satz seine traurige Wahrheit.“

    Im Falle von Marquardt war es wohl zu spät als er die gewalttätige und frauenverachtende Kiezgröße war. Denn nicht vergessen, sexualisierte Gewalt wird nur zu einem Prozent von Frauen ausgeführt, Aggression ist männlich, also reden wir lieber über die Männer!

    Feminismus, die Simulation einer progressiven Bewegung. Die Frage ist nur, wenn man ja sprichwörtlich sagt, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit; wann werden wir das in Bezug auf den Gender Feminismus erleben? Im Artikel wird ein Buch von 1987 erwähnt (Feministische Theologie), die Aufforderung einer Feministin zum Perspektivenwechsel und zur geistigen Flexibilität. Knapp 30 Jahre sind seit dem vergangen. Still counting….

    • „Nicht über gehässige Witze oder Bemerkungen über Frauen mitlachen.“

      http://www.emma.de/artikel/humor-die-besten-maennerwitze-263127

      Wein trinken, Wasser predigen…

    • „Wären Feministinnen also etwas friedvoller, etwas sympathischer und etwas nachsichtiger und anerkennender gegenüber Männern…“

      Das reicht nicht; was als grosses Hindernis weiterhin im Raum steht ist das Primat des Fühlens gegenüber dem Denken bei den Feministinnen. Habe da ’ne (eigentlich) friedvolle, sympathische, nachsichtige etc. Feministin im Bekanntenkreis. Genau in dem Moment, wo die Diskussion über feministische Axiome „spannend“ wird, kommt sie mit dem Satz: „Aber mein Gefühl sagt mir, dass das anders ist!“
      Das Erbe der 80er Jahre: „Du sollst auf deinen Bauch hören!“ schlägt voll durch.

  8. Der Feminismus, der sich uns darbietet, ist wie eine Münze ohne Rückseite, wie Yang ohne Yin.

    Also unvorstellbar.

    • Wenn Wizorek etwa ausführt, unbenannte Untersuchungen würden irgendetwas belegen, dann ist das Feminismus als Religion, nicht als Wissenschaft. Es um Glaubenssätze, Dogmen und Gefühle.

      Da es aber schlecht ankommt, Glauben aus dem Nichts herzuleiten, werden angebliche Untersuchungen ins Blaue hinein behauptet, die nachzurecherchieren ist Frau Wizorek zu mühsam ist; und die Zielgruppe folgt den quasireligösen Glaubenssätzen auch so. Das ist eigentlich kaum ernsthaft diskussionsfähig. Sie glaubt es halt ohne Belege, vermutlich wird man sie selbst mit Belegen schwer davon abbringen.

      Der im Ausgangstext thematisierte „Aggressionswiderspruch“ läßt sich ganz simpel auflösen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß eine statistische Aussage („Frauen sind im Mittel weniger aggressiv“) in den Randbereichen des Vergleichs indiviudell aggressivere Individuen durchaus zuläßt.

  9. Es zu leugnen, ist natürlich nicht gut. Aber ich persönlich finde häusliche Gewalt, die von Männern ausgeht, auch schlimmer. Einfach aus dem Grund, dass Männer durch ihre körperliche Überlegenheit mehr Schaden anrichten können als Frauen und sich Frauen deswegen auch nicht so gut wehren können wie Männer.

    • Das Argument hört man öfter und bezogen auf einen einzelnen gewaltsamen Zusammenstoß ergibt die Vorstellung eines solchen „fairen Kampfes“ durchaus Sinn, aber ein solcher ist es ja nicht, was in der Regel mit häuslicher Gewalt gemeint ist.
      Da geht es um längere destruktive Verhältnisse, die nicht durch dauerhafte körperliche Überlegenheit erhalten werden, sondern psychisch und mit sozialen Zusammenhängen. Früher war eine Frau, die ihren Mann verliess bzw. von ihm verlassen wurde gesellschaftlich erledigt, so dass sie oftmals blieb, obwohl sie misshandelt wurde, aber das ist heute nicht mehr so.
      Für ein männliches Opfer hingegen gibt es so gut wie keine Hilfe. Eingeschaltete Behörden werden ihn als Täter sehen, schon die Deeskalation wird so aussehen, dass er die Wohnung verlassen muss (obwohl es für sie sogar leichter wäre, in einem Frauenhaus unterzukommen) und gesellschaftlich ernst genommen wird er sowieso nicht.

      Seine, in den meisten Fällen (aber eben auch nicht immer) gegebene körperliche Überlegenheit kann sich da leicht gegen ihn wenden. Denn wenn er sich zur Wehr setzt, ist er der Täter. Biologie und sozialer Zusammenhang sagen gegensätzliches und er ist mit den Nachteilen geschlagen. Er wird verachtet, weil er seine Kraft nicht nutzt, seine Zivilisiertheit nicht belohnt. Die Chancen, dass er nach einer Scheidung seine Misshandlerin noch in vielen Fällen wird finanziell unterstützen müssen, unterstreicht noch seine Auswegslosigkeit.

      Die Rolle des männlichen Opfers einer Frau, welches kein Versager, keine Witzfigur ist, gibt es in unserer Gesellschaft nicht. Das ist das schlimmste Gefängnis derer, die es sind. Wenn eine Frau geschlagen wird, sagt ihr die Gesellschaft (zurecht), dass sie das nicht dulden dürfe, dass es, auch wenn ihr Mann etwas anderes sage, nicht ihre Schuld sei. Ein Mann hingegen hört Spötteleien und auch leicht mal die Frage, was er denn getan habe, damit sie zuschlägt.

      Wer angesichts dieser Zusammenhänge meint, die körperliche Kraftverteilung sei der einzig wirklich entscheidende Unterschied, der lasse sich die Frage gefallen, ob der kräftige Mittzwanziger, welcher den unbewaffneten, greisen Diktator niederschießt, dann nicht auch ein Feigling ist, weil er in ihrem Zweierverhältnis alle Vorteile hatte.

    • Gewalt, die „von … ausgeht“ ist immer schlimm, unabhängig vom Geschlecht des Opfers.
      Wenn Du auf die physischen Folgen der Gewalt abzielst, magst Du – streng an der Aussage – recht haben.
      Die Debatte wird aber dann verlogen, wenn Qualität und Quantität munter derart vermischt werden, dass Männer immer die Arschkarte ziehen.
      Quantitativ ist Männergewalt schlimmer, bezieht sie sich auf die Körperkraft. Die Feministinnen addieren aber ans Quantum auch die Häufigkeit, die ein Geschlecht zur Gewalt greift. Hier wird dagegen verschwiegen, dass Frauen sogar häufiger gewalttätig werden, als Männer.
      Qualitativ wird in der öffentlichen Wahrnehmung Gewalt als Prügel, bis hin zur schweren Körperverletzung, interpretiert. In den internen feministischen „Studien“ aber läuft auch die Weigerung des Mannes, der Frau im Haushalt zu helfen, unter dem Begriff „Gewalt“. Solche Albernheiten machen den Löwenanteil der weiblichen Gewalterfahrungen aus und belegen die wachsende Gewalttätigkeit der Gesellschaft.
      Doch, wer liest schon Studien, wenn schon die Überschriften alles aussagen?

    • „Einfach aus dem Grund, dass Männer durch ihre körperliche Überlegenheit mehr Schaden anrichten können als Frauen und sich Frauen deswegen auch nicht so gut wehren können wie Männer.“

      Hoffen wir mal, dass Dich nicht irgendwann eine Frau der Gewalt, des sexuellen Missbrauchs oder der Vergewaltigung beschuldigt. Um nicht erleben zu müssen, wieviel Schaden das anrichtet.

    • @ comicstopolitics

      „Aber ich persönlich finde häusliche Gewalt, die von Männern ausgeht, auch schlimmer. Einfach aus dem Grund, dass Männer durch ihre körperliche Überlegenheit mehr Schaden anrichten können als Frauen und sich Frauen deswegen auch nicht so gut wehren können wie Männer. “

      Immer wieder seltsam, diese Vermischung von konkretem Fall, abstraktem Durchschnitt (die „körperliche Überlegenheit“ bezieht sich wohl auf den Durchschnittsmann ggü. der Durchschnittsfrau) und theoretischem Gedankenexperiment (Männer können sich besser wehren).

      Kannst Du mir sagen, wie ich mich z.B. als durchaus fitnessstudiogestählter Mann gegen eine zierliche Frau wehren könnte, die z.B. ein Kochmesser in der Hand hält?
      Mir fällt da nämlich kein Szenario ein, wie ich mich da gut wehren könnte. :-/

      • Dir nicht so eine Frau aussuchen, würde ich mal als erstes vorschlagen 😉 Gewalt kommt ja meistens nicht über Nacht, sondern baut sich auf.

        • @fctp

          Ist das nicht „Victim Blaming“?
          Die meisten Vergewaltigungen erfolgen ja nach dem Feminismus auch in einer beziehung, da könnte man ja auch sagen „da soll sie sich halt nicht so einen aussuchen, die Gewalt hat sich eben aufgebaut“

        • Nein, dass soll auf keinen Fall eine Verharmlosung von Gewalt sein, habe ich auch nicht so geschrieben. Ich verstehe nur nicht, warum viele in einer Beziehung mit Gewalt leben und sich nicht davon losreißen, sondern es einfach so hinnehmen (aus der Angst alleine zu sein?).

        • @fromcomicstopolitics

          Gilt der Rat auch von Gewalt betroffenen Frauen?

        • Ja, klar!

        • „Ja, klar! “

          Ja gut, dann ist eh jede/r selbst schuld, oder?

        • Nein, natürlich nicht. Bist du einer von den Leuten, die immer nur anecken müssen und Leuten die Worte umdrehen? Dann können wir die Diskussion gleich beenden. Ich meinte nur, dass man sich im Idealfall beim ersten Anzeichen von Gewalt trennen sollte, bevor etwas passiert.

        • „Bist du einer von den Leuten, die immer nur anecken müssen und Leuten die Worte umdrehen?“

          Nö, nicht immer. Hier mE eigtl. auch nicht.

          „Dann können wir die Diskussion gleich beenden.“

          Muss ich eh. Muss jetzt zum Sport. Sry.

        • Kampfsport.

        • „Soll der sich halt eine ungefährliche Frau suchen – das merkt man doch rechtzeitig“ IST „Victim Blaming“.
          Darüber hinaus falsch, aber vor allem hier völlig unproduktiv.

          Es ging darum, dass du die Gewaltkombination „Mann>Frau“ schlimmer findest, als andersherum… aber damit hat dein Spruch nichts zu tun.

          Ja, manchmal merkt jemand vorher, dass man auf dem Weg richtung körperlichen Konfliktes ist und kann zeitig die Richtung wechseln. Aber um den Fall geht es hier nicht.

      • Kannst Du mir sagen, wie ich mich z.B. als durchaus fitnessstudiogestählter Mann gegen eine zierliche Frau wehren könnte, die z.B. ein Kochmesser in der Hand hält?

        Gezielter Griff ans Handgelenk und fertig. Würde ich mir bei meiner Freundin zumindest zutrauen, und die ist sogar etwas größer als ich, ich bin recht schmächtig. Die meisten Frauen sind doch reaktionsschwach und haben kaum Kraft in den Armen.

        Wenn sie dich nicht gerade umbringen will, muss sie das Messer ja auch irgendwann loslassen und ist dann sogleich wieder unterlegen.

        Ja, obwohl ich die Forschung kenne, habe ich auch immer noch ein kleines Problem damit, häusliche Gewalt von (zu 99%) unterlegenen Menschen so zu bewerten wie die gegen ein weitgehend wehrloses Opfer.
        Ich denke dass die Forschung zu häuslicher Gewalt wie auch die Forschung zu Sexismus die Konzepte viel zu breit fasst. Dementsprechend fällt darunter sehr vieles, bei dem der Empfänger praktisch keinerlei Leid empfindet.

        Wenn meine Freundin mich schlagen würde, würde ich sie für dieses Armutszeugnis an Sozialkompetenz eher bemitleiden.
        Mir fehlt ein wenig die Fantasie mir vorzustellen, wie eine Frau mich schlagen soll, ohne es sofort danach zu bereuen. Wahrscheinlich würde sie es nicht mal schaffen.

        Außer ich bin gefesselt oder sie gehört zu den 1%.

        • @ David

          „Gezielter Griff ans Handgelenk und fertig.“

          LOL. Wenn ich mal in Zeitlupe angegriffen werden sollte, werde ich das beherzigen. 😀

        • Da sich schon mehrfach im Spaß Frauen mit mir körperlich messen wollten, kann ich dir sagen: es IST quasi Zeitlupe 😉

        • @ David

          Hast du das Video gesehen? 3:1 für den alten Mann mit dem Messer gegen Polizisten mit Maschinenpistolen.

          Der Punkt ist, körperliche Unterlegenheit kann und wird durch Waffen ausgeglichen. Es gab auch den Fall von der Frau, die ihren fremdgehenden Mann im Schlaf mit siedendem Öl übergossen hat. Spätestens da kannst du dich auch „theoretisch“ nicht mehr wehren.

        • @david: „Gezielter Griff ans Handgelenk und fertig“

          Sorry, aber das ist Blödsinn, wenn bei ihr eine Verletzungsabsicht vorhanden ist (wenn nicht, müssen wir den Fall nicht diskutieren). Es hat schon seinen Grund, warum Polizisten beigebracht wird, zu schießen, wenn jemand sie mit dem Messer angreift (und sei er noch so körperlich unterlegen): Die Wahrscheinlichkeit, lebensgefährlich verletzt zu werden, ist sehr hoch, trotz Weste, Training, im Schnitt besserer Fitness. Selbst ohne Tötungsabsicht kann schnell mal eine Schlagader verletzt werden.

          „Mir fehlt ein wenig die Fantasie mir vorzustellen, wie eine Frau mich schlagen soll, ohne es sofort danach zu bereuen. Wahrscheinlich würde sie es nicht mal schaffen.“

          Harter oder spitzer Gegenstand + empfindliche Stelle? Überraschungsmoment? Oder, ganz profan: Ein kräftiger Schlag oder Tritt in die Eier?

          Ich verstehe generell nicht, warum die körperliche Überlegenheit eine Rolle spielen soll bei der Bewertung. Ist die gleiche Verletzung weniger schlimm, weil das Opfer körperlich überlegen war, sich aber nicht ausreichend gewehrt hat? Wehrlos zu sein, muss ja auch nicht aus körperlicher Unterlegenheit herrühren.

        • @ichichich: es ist halt ein Mann.
          Es gibt wie ich finde sogar auffallend wenig Fälle, wo eine Frau mit nem Messer wirklich Schaden angerichtet hat.

          Natürlich würde ich nie behaupten, dass das nicht locker möglich ist und auch passiert. Aber so einen Angriff mit dem Messer oder das mit dem Öl macht sie so oder so nur einmal.
          Solche Extremfälle machen doch nur einen Bruchteil dessen aus, was heute unter häusliche Gewalt subsummiert wird.

        • David, besorg dir eine Fechtmaske (wichtig: 1600 N, FIE-Siegel) und ein Gummimesser und probier es aus. Ich hab’s schon ausprobiert.

        • Sorry, aber das ist Blödsinn, wenn bei ihr eine Verletzungsabsicht vorhanden ist (wenn nicht, müssen wir den Fall nicht diskutieren).

          Das ist sicherlich eine graduelle Sache. Bei einer festen Verletzungsabbsicht gebe ich dir recht, gar keine Frage. Selbst da würde ich mir aber unter Umständen zutrauen, eine Frau zu entwaffnen (vielleicht bin ich da gefährlich optimistisch, kann sein).
          In aller Regel ist feste Absicht aber bei der Partnerin ja nicht vorhanden, höchstens eine gewisse Bereitschaft.

          Messerangriffe von Frauen mit Verletzungsfolge sind doch nun wirklich nicht alltäglich.

        • Ich hatte mal eine Rangelei mit meinem Vater, bei der er mich aus dem Haus rausschmeissen wollte. Er hatte mich beinah zur Tür rausgedrückt und in einer Blitzsekunde sah ich mich bereits eben jene schwere Eingangstür gegen sein Bein zuknallen, verworf den Gedanken aber, weil mir klar war, dass ihm das ernsthaft hätte wehtun können.
          Also griff ich mir stattdessen seine Ohren, zog sie so kräftig ich konnte nach hinten und brüllte ihn an, dass er wohl total durchgeknallt wäre. Davon war er so überrascht, dass er einen Schritt zurückwich und ich an ihm vorbeigehen konnte.

          Schnelligkeit, innere Ruhe und Erfindungsreichtum können entscheidender sein als bloße Kraft, wollt ich damit wahrscheinlich nur bestätigen.

        • Schnelligkeit, innere Ruhe und Erfindungsreichtum

          Und ich würde sagen, dass das Frauen tendenziell abgeht (wenn sie wütend sind)

        • Aber nur dann.
          Und auch nur tendeziell.
          Is klar.

        • „Messerangriffe von Frauen mit Verletzungsfolge sind doch nun wirklich nicht alltäglich.“

          Das hat ja auch niemand gesagt. Das Problem ist halt, dass Durchschnittsmann/frau und konkreter Fall und theoretisches Hirngespinst à la wäre eine Frau dazu in der Lage wild verquickt wird.

          Messerangriffe von Frauen – ebenso wie von Männern – sind sicher für die wenigsten alltäglich. Wenn aber ein Messerangriff erfolgen würde, hätte dieser aber höchstwahrscheinlich eine „Verletzungsfolge“.

          Selbst wenn die Frau statisch steht, dir gar nichts Böses will und nur als Schreckreaktion schnell zuckt, ist die Chance, dass du in die Klinge greifst (zack, Sehnen durch) sicher nicht weniger hoch als eine erfolgreiche Entwaffnung.

          Man kann natürlich auch unbeschadet mit verbundenen Augen die Autobahn im Berufsverkehr überqueren, aber „einfach“ ist es eben nicht.

          Und dass eine Frau, die dir wirklich ans Leder will, das nicht schaffen sollte, weil „Schnelligkeit, innere Ruhe und Erfindungsreichtum“ fehlen sollen, finde ich schon regelrecht frauenfeindlich. 😀

  10. Da passt auch folgendes zu:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/verdun-franzoesin-als-sexsklavin-gefoltert-und-missbraucht-a-1025185.html#ref=plista

    • „Nach Angaben der Justiz wollten die Betroffenen, offenbar alle ohne Vorstrafen, zunächst die Aussage verweigern. Bei der Befragung sollen sie dann behauptet haben, sie seien sich der Schwere ihrer Taten nicht bewusst gewesen.“

      Nicht zu fassen. Wir schlagen und vergewaltigen einen anderen Menschen, halten ihn gefangen und füttern ihn mit Tierfutter und nächstes Jahr machen wir dann mal was anderes oder was?

      • Wenigstens werden – da in Frankreich – wahrscheinlich im Gegensatz zur deutschen Justiz angemessene Strafen verhängt werden.

        • „Wenigstens werden – da in Frankreich – wahrscheinlich im Gegensatz zur deutschen Justiz angemessene Strafen verhängt werden.“

          Ich habe einen ähnlichen Fall in Erinnerung, bei dem ein deutsches Gericht Freheitsstrafen um die zehn Jahre verhängt hat. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich Körperstrafen wiederhaben möchte?

        • Denton

          10 Jahre finde ich schon mal gut im Ggs zu 10 Sozialstunden.

          Körperstrafen, echt? 😀

        • „Körperstrafen, echt?“

          Wieso nicht? Schmerzen sind nun mal äußerst unangenehm, und billiger als Gefängnis sind Körperstrafen allemal. Möglicherweise auch humaner:

    • „Am vorigen Sonntag wird das Opfer gar mit dem Tod bedroht: „Du wirst in Stücken in einem Waldstück enden“, gelobt einer der Männer. In diesem Moment schlägt sie ihren Folterknechten vor, bei einer bekannten Sozialarbeiterin eine weitere Kontokarte abzuholen. Die lassen sich auf den Deal ein….
      Als sie in Begleitung von drei ihrer Peiniger bei der zuständigen Erzieherin auftaucht, ist das Opfer, so Plancard, unerkennbar: „Die Haare rasiert, das Gesicht geschwollen und entstellt durch Schläge und Verletzungen.

      Bei der Befragung sollen sie dann behauptet haben, sie seien sich der Schwere ihrer Taten nicht bewusst gewesen.
      „“

      So tragisch und abartig so ein Fall auch ist, wie unterentwickelt muss ein Hirn eigentlich sein, um als Täter so zu agieren, die Taten an sich und dann noch der gemeinsame Gang in die Öffentlichkeit, offenbar im festen Glauben, man könnte danach wieder gemütlich nach Hause marschieren?
      Wissenschaftlich finde ich das interessant, was ist da los, um so etwas zu tun? Treffen da durch natürliche Anziehung auf Basis gemeinsamer Interessen mehrere Sadist/innen aufeinander, vielleicht sogar unwissentlich, einfach weil der Vibe passt, und bilden eine Gang zu gemeinsamen…was auch immer.
      Oder besteht eine zufällige Gruppe und durch bestimmte Umstände (vergleiche Stanford Prison Experiment?) entwickelt sich eine Dynamik in der sie sich gegenseitig zu Taten treiben, von denen sie vorher nicht gedacht hätten, es tun zu können?
      Ich frage mich bei solchen Fällen immer, ob nicht auch in manchen vermeintlich „normalen“ Leuten eine Bestie schlummert, die nur zu bestimmten Umständen oder Gelegenheiten ans Licht kommt.
      Dieser Fall erinnert mich an einen aus Deutschland, ich erinnere mich leider nicht mehr an genug Schlagworte, um einen Artikel zu finden.
      Ohne die Details zu kennen, klingt das für mich wie die vorletzte Stufe von Mobbing.

      „Die junge Frau, seit dem fünften Lebensjahr von einer Pflegefamilie großgezogen, lebt in einem Lehrlingswohnheim. Einsam, ohne Freunde in Verdun “

      Klingt zumindest nach einem idealen Opfer für solche Dynamiken.

      Eigentlich sollte einen nichts mehr schocken können, aber es passiert doch immer wieder.

  11. Keine Diskussion um Frauen in Führungspositionen oder auch nur Frauen im Beruf, in der nicht behauptet wird, Frauen würden gerne und freilwillig auf Beruf und Karriere verzichten, weil sie eben nicht “mit der Ellenbogengesellschaft” zurechtkämen.

    Margret bestätigt das Klischee damit nur selbst. Sie bewertet berufliche (wahrscheinlich auch sportliche) Kompetitivität negativ, als „Aggression“.

    Diese Gleichsetzung ist natürlich mehr als nur hanebüchen, aber gleichzeitig scheinen gar nicht viele Frauen so zu denken.

    Weshalb Frauen eben auch in Umfragen viel weniger Interesse an Fulltime- Overwork- und kompetitive Führungsjobs zeigen.

    Das Klischee ist schließlich messbare Realität.

  12. […] Thema braucht mehr Aufmerksamkeit. Und du bist derjenige, der sie ihm geben kann. Ich wünsche dir alles […]

  13. […] Leugnung weiblichen Aggressionspotentials […]


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