Berufsaussichten nach Gender Studies Studium / für radikale Feministinnen

Die „Tugendfurie “ Jasna Strick hatte bekanntlich in der Süddeutschen geklagt, dass sie nach ihrem durchschnittlich abgeschlossenen Germanistikstudium nach einem Jahr noch immer keinen Job hat und sich mit Vorträgen durchschlagen muss.

Darüber, dass das wenig erstaunlich ist, wurden schon einige Artikel geschrieben:

Sie sucht Arbeit im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media-Redakteurin, politische Referentin und Lektorin“. Sowohl Öffentlichkeitsarbeit als auch politische Referentin erfordert aus meiner Sicht allerdings, dass man eine etwas mainstreamigere Meinung hat und zudem nicht das sagt, was man denkt, sondern das, was in der Situation das Beste für den Arbeitgeber ist. Social-Media-Redakteurin, da meint sie wahrscheinlich eine große Erfahrung zu haben, aber tatsächlich ist sie in einer recht kleinen Blase mit recht extremen Ansichten gefangen, wenn ich das richtig sehe und zeigt in ihrem Beiträgen zudem eine hohe Radikalität und eine sehr geringe Fähigkeit, Ratschläge anzunehmen, gerade von Männern. Will man jemanden seine Öffentlichkeitsarbeit machen lassen, der in einer Phase, in der er für sich selbst werben muss, „Not all men must die“ als Spruch in der Hintergrundsgrafik auf Twitter stehen hat und sich selbst als „garstige Nörglerin“ bezeichnet?

Stefanolix hat es in einem Tweet sehr schön zusammen gefasst:

Ich denke der Markt für radikale Ideologen ist allgemein sehr eingeschränkt. Auch ein Grund, warum ich anonym blogge: Ich halte mich zwar für relativ gemäßigt, aber als jemand, der sich mit Pickup und Männerrechten und dazu noch „Biologismus“ beschäftigt ist man nun einmal leicht in eine gewisse Ecke zu stellen.

Jemand, der jede Kritik als „Mansplaining“ abtut, der seine Aufgabe darin sieht, das Patriarchat zu bekämpfen, sich so einen ins Team zu holen ist erst einmal mutig, wenn man nicht im Bereich Feminismus tätig ist.

Was mich auch zu der Frage bringt, wo typischerweise eigentlich Gender Studies Absolventen so arbeiten. So viele Jobs in der freien Wirtschaft gibt es dort bisher nicht. Auch Gleichstellungsbeauftrage etc werden nicht per se Gender Studies studiert haben.

Ein Artikel in der Welt schreibt allerdings:

Das Beste daran sei, dass sie später mal „einen total sicheren Arbeitsplatz“ finden werde. Warum? Die größeren Firmen in Deutschland, so meinte sie, würden in Zukunft immer mehr Leute einstellen müssen, die bei ihren Mitarbeitern mit den Gefühlen und Lebensrealitäten aus diesem Themenkomplex umzugehen verstünden. Aha!

Sie behauptete sogar, dass zur breitflächigen Umsetzung dieses Vorhabens schon Gesetzesvorlagen in diversen Regierungsschubladen schlummerten: Nachdem die gesetzlich fixierte Frauenquote nun weitflächig durchgesetzt würde, sei eine noch weiter in die Tiefe gehende „Geschlechtergleichheit“ das nächste große gesellschaftliche Vorhaben. So zumindest würden die Ziele des Gender-Mainstreaming an der Uni ihrer Tochter von den dortigen Dozenten vermittelt – und deshalb sei diese auch so optimistisch in Bezug auf ihre Zukunft.

Das wäre natürlich ein Segen für die dortigen Absolventen. Wobei ich vermute, dass die großen Firmen da wenig daran interessiert sind, Gender Studies Absolventen einzustellen, sie werden vielleicht eher Psychologen oder anderen Bereiche, die weniger ideologisiert sind bevorzugen. Vielleicht auch BWL mit Schwerpunkt auf Personalbelange. Es ist ja nicht so, dass sie mit solchen vorgeschriebenen Positionen Geld verdienen. ich bezweifele auch, dass diese Frauen anziehen.

Zum Abtrag des Gender Gaps scheinen die Gender Studies jedenfalls nicht beizutragen, wenn man dieser Grafik glauben darf:

 

So gesehen könnte man jeder Frau, die tatsächlich etwas am Gender Gap ändern will, nur raten, nicht Gender Studies zu studieren, stattdessen lieber Ingenieurwissenschaften oder etwas ähnliches.