Chauvinismus und Feminismus

Meinungen und Deinungen stellt in einem interessanten Artikel die Definition von Chauvinismus dar:

3. Die Abwertung, Verunglimpfung und Bevormundung eines Geschlechts aufgrund der Überzeugung, das dieses Geschlecht per se dem anderen unterlegen ist und somit keine gleiche Behandlung verdient hat.

Ich ergänze um eine Passage aus der Wikipedia:

Von der Frauenbewegung wurde in den 1970er Jahren der Begriff male chauvinism (englisch für „männlicher Chauvinismus“) geprägt. Er bezeichnet patriarchalisch geprägte bzw. sich so verhaltende Männer, die glauben, allein aufgrund ihres Geschlechts einen Überlegenheitsanspruch über Frauen herleiten zu können (siehe auch Machismus). Reiner Frauenhass wird als Misogynie bezeichnet. Androzentrismus dagegen bezeichnet eine gesellschaftlich/überindividuell praktizierte Denk-, Sicht- und Orientierungsweise (z. B. von Institutionen), nach der eine Überlegenheit von Männlichkeit nicht direkt behauptet, sondern eine männlichkeitsorientierte Perspektive unhinterfragt in den Mittelpunkt gestellt wird. Das gesellschaftlich dem „Weiblichen“ Zugeschriebene wird hingegen als Abweichung vom vermeintlich Normalen aufgefasst, bis dieses somit – ähnlich wie bei anderen Zentrismen – erst indirekt, verdeckt und schließlich auch praktisch zu etwas Unterlegenem wird

Das es männlichen Chauvinismus gibt ist denke ich durchaus klar: Es gibt natürlich Männer, die meinen, dass Frauen in die Küche gehören und der Mann in der Familie und der Gesellschaft das sagen haben sollte.

Es dürfte sich jedoch entgegen feministischer Vorstellungen um eine zumindest in der westlichen Welt eher selten anzutreffende Einstellung handeln.

Interessanter finde ich die Frage, wie chauvinistisch der (radikale/poststrukturalistische/gegenwärtige) Feminismus selbst ist.

Abwertungen eines Geschlechts, von Male Tears bis zu „Dudes“ sind da ja an der Tagesordnung und von einem Ally, also einem Verbündeten, wird erwartet, dass er such unterordnet, den Frauen zuhört und versteht. Mitdiskutieren darf er nicht, den ihm fehlt dazu die weibliche Perspektive.

Insofern könnte man Deutungshoheit als eine Form des Chauvinismus sehen und auch Angaben wie „Männer können nicht diskriminiert werden“ sind in diese Richtung interpretierbar.

Im Feminismus ist das weibliche das Normale, das Gute, das Männliche ist irgendwie verseucht, toxische Männlichkeit, ein Ausdruck von Rape Culture und somit des Schlechten. Die Überlegenheit des Weiblichen und die Abwertung des Männlichen wird dabei auch nicht direkt behauptet, sondern es wird eine feministische und damit weibliche Sicht unhinterfragbar in den Mittelpunkt gestellt.

Da könnte man meiner Meinung nach durchaus chauvinistische Züge feststellen. Was meint ihr?

33 Gedanken zu “Chauvinismus und Feminismus

  1. „3. Die Abwertung, Verunglimpfung und Bevormundung eines Geschlechts“

    Ich denke ebenfalls, das diese Haltung vom Mann zur Frau im westlichen Kulturkreis seltener ist als der Feminismus postuliert, zumindest seltener offen zur Schau getragen wird.
    Was ich aber relativ oft beobachten kann, im ganz privaten Umgang der Geschlechter, nicht im öffentlichen gesellschaftlichen Leben:

    -Abwertung: Männern wird wenn sie krank, verletzt sind von Frauen oft vorgeworfen wehleidig zu sein. Frauen meckern öfter rum was ihr Mann oder Partner nicht oder schlechter kann als umgekehrt Männer an ihren Frauen oder Freundinnen
    -Verunglimpfung: ist im Prinzip nur die Steigerung von Abwertung, kommt seltener vor, aber habe ich auch öfters von Frauen als von Männer erlebt, führt besonders, wenn es im Bekannten- oder Verwandtenkreis vorkommt zum Fremdschämen bei mir.
    -Bevormundung. in fast allen Paaren, die ich so gut kenne, daß ich mir ein Urteil erlauben kann, ist die Frau die Hauptentscheiderin. Oft setzt sie sich auch mit ständigem Nerven durch, bis der Mann nachgibt. Ich kenne auch viele Männer in Beziehungen, die, besonders bei festlichen Anlässen vorgeschrieben bekommen was sie anzuziehen haben, wie Kinder. Manchmal fragen sie auch schon danach.

    Der Höhepunkt dieser Bevormundung und Unterdrückung liegt nach Meiner Beobachtung so im mittleren Alter der Beziehung. manchmal fängt es aber schon am Anfang der Beziehung an. Bei langjährig verbundenen lässt es nach, oder verschwindet. Vielleicht, weil nur Paare, wo die Frau erträglich ist auch richtig lange zusammenbleiben, oder die Frau wird einfach ruhiger nach den Wechseljahren. Es tritt dann mehr der Aspekt, des Kümmerns um den Mann in den Vordergrund.
    Es scheint wohl nicht nur gesellschaftliches Klima zu sein, da es auch im Privaten so konstant auftritt, liegt sicher auch eine biologische Veranlagung dahinter

    • @dr caligari:

      „Abwertung: Männern wird wenn sie krank, verletzt sind von Frauen oft vorgeworfen wehleidig zu sein. Frauen meckern öfter rum was ihr Mann oder Partner nicht oder schlechter kann als umgekehrt Männer an ihren Frauen oder Freundinnen
      -Verunglimpfung: ist im Prinzip nur die Steigerung von Abwertung, kommt seltener vor, aber habe ich auch öfters von Frauen als von Männer erlebt, führt besonders, wenn es im Bekannten- oder Verwandtenkreis vorkommt zum Fremdschämen bei mir.
      -Bevormundung. in fast allen Paaren, die ich so gut kenne, daß ich mir ein Urteil erlauben kann, ist die Frau die Hauptentscheiderin. Oft setzt sie sich auch mit ständigem Nerven durch, bis der Mann nachgibt. Ich kenne auch viele Männer in Beziehungen, die, besonders bei festlichen Anlässen vorgeschrieben bekommen was sie anzuziehen haben, wie Kinder. Manchmal fragen sie auch schon danach.“

      Warum machen so viele Männer das mit? Ja fragen sogar selbst danach wie du im letzten Satz schreibst?
      Warum haben die Männer nicht mehr die Eier in der Hose zu sagen, was sie selber wollen, sondern verkriechen sich in ihren Hobbykeller, wenn sie mal mit irgendwas nicht einverstanden sind. Jammern rum und wissen selbst nicht wie man sich vernünftig kleidet oder die Wäsche wäscht?

      Wenn man sich aufführt wie ein Kind, ist die Konsequenz auch so behandelt zu werden…

      • Nicht mehr? Wenn ich nach der Argumentation von Männerrechtlern wie der Karen Straughan gehe, dann hatten Männer im häuslichen Heim schon vor der Frauenbewegung keine Eier in der Hose und beugten sich der Herrschaft des Hausdrachens in Fragen von Kleidung und Haushaltsausgaben. 🙂

      • Warum so viele Männer das mitmachen?

        Weil sie sich schlichtweg das Generve ersparen wollen.

        Das hat nix mit „Eiern in der Hose“ zu tun. Ich kenne viele Männer, die im Beruf durchsetzungs- und entscheidungsfähig, scharfsinnig und rational sind, aber wenn’s um die Partnerschaft geht, werfen sie das Handtuch.

        Weil die Männer einerseits durch Sozialisation zu einer gewissen Permissivität Frauen gegenüber angehalten wurden, dazu, Nach- und Rücksicht gegenüber dem „schwachen Geschlecht“ zu üben, Toleranz, Zurückhaltung, Zuvorkommen walten zu lassen, und weil Frauen andererseits oft mit – nach Ansicht der meisten Männer – unlauteren Mitteln agieren: Drama, emotionale Erpressung, Liebesentzug und groß inszenierte „Ich verlasse dich jetzt“-Szenen, Wutausbrüche und zerbrochenes Geschirr.

        Die meisten Männer würden ein solches Verhalten in ihrer Kumpel-Runde niemals akzeptieren. Wer sich wie eine Pussy aufführt, der fliegt. Hochkant.

        Was in der Partnerschaft passiert, liegt aber oft völlig jenseits von dem, was viele Männer als akzeptablen Umgang mit Konflikten und als taugliche Lösungsstrategien betrachten würden. Was in Partnerschaften oft passiert überfordert einfach den männlichen Horizont, der sich an effizientem Verhalten bemisst.

        Wenn Männer in Langzeitbeziehungen tagtäglich mit einem solchen aus ihrer Sicht unverständlichen Verhalten konfrontiert sind, das unberechenbar erscheint, weil aus heiterem Himmel Gewitter niederprasseln, im tiefsten Winter dann wieder kaminwarme Versöhnungen gefeiert werden, am nächsten Morgen aber dennoch die Polarnacht hereinbricht, dann ist es schlicht eine Frage der Ressourcenschonung und des vernünftigen Wärmehaushalts, sich diesen Klimaeskapaden nicht mehr auszusetzen.

        Manche meiner glücklich verheirateten männlichen Bekannten geben in schwachen Stunden auch zu, dass sie einfach nur noch zermürbt sind.

        • @zip:
          „Manche meiner glücklich verheirateten männlichen Bekannten geben in schwachen Stunden auch zu, dass sie einfach nur noch zermürbt sind.“

          Klingt für mich aber nicht glücklich…

      • @Miria: „Warum machen so viele Männer das mit? …Warum haben die Männer nicht mehr die Eier in der Hose zu sagen, was sie selber wollen, sondern verkriechen sich in ihren Hobbykeller, wenn sie mal mit irgendwas nicht einverstanden sind.“

        Wie zip schon sagte, dürfte der Grund hauptsächlich darin liegen, dass den Männern keine gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit zur verfügung steht, sich erfolgreich gegen derartiges Verhalten der Partnerin zu wehren. Wer als Mann versucht, mit gleichen Mitteln zu antworten, ist in den allermeisten Fällen hoffnungslos unterlegen und vergiftet die Atmosphäre nur noch mehr (und entgegen der landläufigen Auffassung leiden meinem Eindruck nach unter Disharmonie in der Beziehung Männer meistens deutlich mehr als Frauen).
        Wer als Mann dagegen diejenigen Waffen einsetzt, die Erfolg versprechen (Körperkraft, finanzieller Druck, Aufmerksamkeitsentzug usw.), wird in unserer aktuellen Gesellschaft geächtet. Da erscheint eben Dulden bzw. Ausweichen oft als die sinnvollere Alternative.
        Selbstverständlich gibt es noch Männer, die sich von ihren Partnerinnen nichts bieten lassen und sich durchzusetzen wissen. Die sind dann halt frauenunterdrückende Patriarchen…

      • „Warum machen so viele Männer das mit? Ja fragen sogar selbst danach wie du im letzten Satz schreibst?“

        Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, sind im häuslichen Kreis die Frauen die Bosse – was auch objektive(?) Studien bestätigen.

        Aus meiner Erfahrung sind Frauen sich oft nicht bewusst, dass sie mit ihrer fordernden Art gerade dabei sind, die Beziehung/Ehe zu riskieren. Ob das an ihrem Zyklus liegt – keine Ahnung.
        Aber ich hatte bei meinen Beziehungen oft das Gefühl, dass die Stabilität der Partnerschaft allein meine Aufgabe war.
        Das hat dann wenig mit „keine Eier“ zu tun, als vielmehr mit meiner Verantwortung für beide.

        Ich hatte mich als Teen auch immer gewundert, dass mein Vater nicht in der Lage war, sich selbst anzuziehen. Irgendwann muss er es doch gekonnt haben, sonst hätte er nie meine Mutter zur Frau gewinnen können.
        Aber wenn man sah, dass meine Mutter ihm zu jeder Gelegenheit die Klamotten zusammenstellte und hinlegte, und seine Wahl kritisierte, wenn er es denn wirklich mal allein versuchte, dann war der Zustand verständlich.
        Dem Mann die Kleidung bereitzulegen, mag für eine Frau lästig sein.
        Aber es ist auch ein Ausdruck von Macht in Reinstform.

  2. „Da könnte man meiner Meinung nach durchaus chauvinistische Züge feststellen.“

    Könnte durchaus? Ganz gewagte Feststellung, Christian, ganz gewagt.

    • Es ist davon auszugehen, dass die von Kucklick zitierten Äußerungen von Beta-Männern stammen, die einer Frau an die Wäsche wollten, aber von virilen Hengsten ausgestochen worden sind.

      • @ Adrian

        Nein, sie stammen z.T. von bekannten Philosophen und anderen Intellektuellen dieser Zeit, bei denen kein Mangel an Status bestand.

        • Es könnte natürlich auch sein, dass diese Männer schwul gewesen sind, und Ihre nicht erwiderten Gefühle externalisiert haben.
          Kennt man ja: „Männer sind Schweine (Weil sie so geil sind und ich sie nicht bekomme)“.
          Analog kennt man das ja auch von „Alle Frauen sind Schlampen (Gehen mit jedem ins Bett, außer mit mir)“

        • @ Adrian

          „Philosophen und andere Intellektuelle. Mit andern Worten: den Computer-Nerds ihrer Zeit“

          Also z.B. Johann Gottlieb Fichte, den Christoph Kucklick ja erwähnt, war kein braver Nerd, sondern eine stark extravertierte Persönlichkeit, bei der die Persönlichkeitseigenschaft „Verträglichkeit“ leider eher gering ausgeprägt war.

          Fichte wollte seine Mitmenschen dominieren und stritt sich ständig. Als er einmal als Hauslehrer angestellt war, beschloss er, zuerst müssten die Eltern erzogen werden, führte ein Tagebuch über ihre angeblichen Fehler und nervte solange bis sie ihn rausschmissen.
          Philosophen anderer Meinung wurden von ihm wüst beschimpft, einem Zeitgenossen sprach er gar dessen Existenz ab.
          Als er an der Universität zu lehren begann, kam es zu häufigen Streiterein mit den Studenten, die er ebenfalls zu erziehen versuchte.
          Als er öffentlich des Atheismus bezichtigt wurde und darüber nachgedacht wurde, ihn deshalb abzusetzen, setzten sich Schiller und Goethe für Fichte ein und der Streit hätte leicht beigelegt werden können. Fichte schrieb jedoch einen Drohbrief an das Ministerium, woraufhin er dann tatsächlich abgesetzt wurde.

        • „Also z.B. Johann Gottlieb Fichte, den Christoph Kucklick ja erwähnt, war kein braver Nerd, sondern eine stark extravertierte Persönlichkeit, bei der die Persönlichkeitseigenschaft “Verträglichkeit” leider eher gering ausgeprägt war.“

          Also so eine Art Mark Zuckerberg des 18. Jahrhunderts? 😀

        • Hmm. Ich muss im Rückblick sagen, dass die meisetn PickUp-Strategien auch bei mir immer ganz gut geklappt haben, aber da würde der Christian dann wohl einwenden dass mein Paarungs- und Sexualverhalten nach meiner Zeigerfingerlänge ja wahrscheinlich weiblich geprägt ist, worauf ich dann sagen müsste dass sich das Paarungs- und Sexualverhalten bei westlichen Menschenweibchen in den letzten Dekaden allerdings durchaus verändert hat, worauf dann wieder kommt dass die sich aber darüber beklagen würden ……..

          Hat eigentlich jemals eine Gruppe von Frauen ausprobiert ob PickUp als Frau bei Heteromännern funktioniert?

          • @Nachtschattengewächs

            „Hat eigentlich jemals eine Gruppe von Frauen ausprobiert ob PickUp als Frau bei Heteromännern funktioniert?“

            Ein Teil der Techniken wurden direkt von Frauen abgeschaut.
            Gerade bestimmte Statustechniken.
            David DeAngelo rät beispielsweise dazu, sich zu überlegen, wie eine schöne Frau mit hohem Status auf ein Ansprechen reagieren würde oder auf andere Punkte.
            Wobei das weniger „Techniken“ sind. GErade schöne Frauen haben eben ein Überangebot an Männer, die was von ihnen wollen. Das Verhalten zu simulieren kann dann zB signalisieren, das man nicht needy ist.

            Eine direkte Übertragung ist denke ich schwierig. (heterosexuelle?) Männer stehen weit weniger auf eine gewisse Dominanz oder entsprechenden Status. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das auf Homosexuelle Männer eher übertragbar ist.

        • „Hat eigentlich jemals eine Gruppe von Frauen ausprobiert ob PickUp als Frau bei Heteromännern funktioniert?“

          Ich denke, dass es zum Großteil funktioniert. Wie Christian schon schrieb sind viele Strategien von Frauen abgeschaut und ich habe durchaus das Gefühl, dass das „normale“ Flirtverhalten gewisse Ähnlichkeiten aufweist.

        • @Christian

          Ah, danke. Ich habe bei so etwas immer gerne eine Kontrollgruppe und wunderte mich wieiviel davon tatsächlich geschlechtsspezifisch ist.

          Was das stehen auf eine gewisse Dominanz angeht: Es passt prima in die klassische Männerrolle.

          Zumindest was sexuelle Fantasien angeht, habe ich aber auch schon öfter gelesen, dass heterosexuelle Männer Submissionsphantasien so hoch oder höher bewerten wie Frauen. Spontan mit Google und ohne jetzt nach richtigen Studien zu suchen, wäre hier etwas.

          Ich bin da lieber vorsichtig mit der Prävalenz des dominanten Hetero und der devoten Hetera.

    • @Nachtschattengewächs

      Ich würde vermuten, dass man da zeitlich kaum einordnen kann. Es ist kein rein kultureller Trend, sondern einfach eine Verarbeitung bestimmter Unterschiede zwischen Männern und Frauen und sich daraus ergebender Strategien bzw. Förderung und Absicherung bestimmter Strategien.

      Es kann sich eben lohnen bestimmte Abwertungen vorzunehmen, wenn man bestimmte Verhältnisse fördern will.

      Wer beispielsweise Monogamie fördern will, der kann als Mittel den Sexualtrieb abwerten bzw. dieser erscheint dann als angriff auf die Gesellschaft. Und da der Sexualtrieb eben auch etwas „animalisches“ hat und insofern gewisse Gefahren wie Vergewaltigung hervorruft bietet er sich auch für eine Dämonisierung an.

      Es wird meiner Meinung nach auch schon in der Steinzeit Chauvinismus oder Männerabwertung gegeben haben, jedenfalls von Teilen von Männlichkeit.
      Insofern sind solche zeitlichen Analysen immer schwierig. Interessanter ist eine untersuchung der dahinterstehenden Ängste und Ziele

      • Ich wollte eigentlich primär darauf hinweisen, dass das wohl kein Männerbild ist, dass man dem Feminismus anlasten kann. Auch wenn der radikalere Teil darauf begeistert herumreitet.

        Ich würde vermuten, dass man da zeitlich kaum einordnen kann. Es ist kein rein kultureller Trend, sondern einfach eine Verarbeitung bestimmter Unterschiede zwischen Männern und Frauen und sich daraus ergebender Strategien bzw. Förderung und Absicherung bestimmter Strategien.

        Kucklick sieht es als Teil des öffentlichen Diskurses jedenfalls in der angegebnen Zeitperiode. Ich müsste jetzt das Männerbild in der vorindustriellen Zeit und im Mittelalter untersuchen, um zu entscheiden inwieweit dieses Männerbild schon vorher bestand.

        Wer beispielsweise Monogamie fördern will, der kann als Mittel den Sexualtrieb abwerten bzw. dieser erscheint dann als angriff auf die Gesellschaft. Und da der Sexualtrieb eben auch etwas “animalisches” hat und insofern gewisse Gefahren wie Vergewaltigung hervorruft bietet er sich auch für eine Dämonisierung an.

        Ich nehme mal an dass du nicht auf die Illuminati hinauswillst, also wäre meine erste Frage, welche gesellschaftlichen Kräfte eine solche Dämonisierung anstreben sollten.

        Wenn Dämonisierung von Männern ein Ausfluß von Evolutionspsychologie wäre, nehme ich an man müsste entsprechende Ideen auch bei den alten Griechen oder im alten Ägypten finden. Da sehe ich zwar den heroischen Typus, und Kritik an Kriegslust, aber sonderlich deutlich scheint das nicht.

        • @nachschattengewächs

          „Ich nehme mal an dass du nicht auf die Illuminati hinauswillst, also wäre meine erste Frage, welche gesellschaftlichen Kräfte eine solche Dämonisierung anstreben sollten“

          Das muss aus meiner Sicht noch nicht einmal eine bestimmte Gruppe sein, es kann eine Entwicklung sein, die sich aus den jeweiligen Interaktionen ergibt. Im „Wilden Westen“ gab es mit dem Nachzug von Frauen nach dort die Zivilisation errichtet worden war ja auch entsprechende Bemühungen, der Alkohol und die Prostitution wurden verdammt, als unchristlich dargestellt etc. Da hat sich eine Interessenkoalition von Frauen, die nicht wollten, dass ihre Ehemänner besoffen sind und die auch nicht mit Prostituierten konkurieren wollten und Männern, die sich eh keine Prostituierten leisten konnten, aber sich als Ehemänner anbieten wollten/dort ihre Position bei den Frauen verbessern wollten, angeboten. Durch gegenseitige Interessen werden dann Stimmen populär, die gegen „den Verfall der Sitten“ sind und diese können dann entsprechende Tabus aufbauen. Dazu bieten sich dann entsprechende Abwertungen an.

          „Wenn Dämonisierung von Männern ein Ausfluß von Evolutionspsychologie wäre, nehme ich an man müsste entsprechende Ideen auch bei den alten Griechen oder im alten Ägypten finden. Da sehe ich zwar den heroischen Typus, und Kritik an Kriegslust, aber sonderlich deutlich scheint das nicht.“

          Ich sage nicht, dass jede Gesellschaft Männerabwertung hervorbringt. Sondern bestimmte Gedanken gut zu bestimmten Gesellschaften und Interessen bestimmter Personen passen. Das alte Griechenland mit seinen Sklaven und seiner sehr patriarchischen Gesellschaft mag dafür gerade in dem Bereich, den wir mitbekommen, also bei den Reichen, wenig Grundlage geboten haben. Gerade dort ist es vielleicht eher eine gegenteilige Strategie, die Anklang findet, und man sieht denjenigen mit vielen Frauen und Geliebten als Helden an. Das mag dann in den unteren Schichten wieder anders gewesen sein.

  3. „Die Überlegenheit des Weiblichen und die Abwertung des Männlichen wird dabei auch nicht direkt behauptet, sondern es wird eine feministische und damit weibliche Sicht unhinterfragbar in den Mittelpunkt gestellt.“

    Echt jetzt?
    Das wird nicht „direkt“ behauptet?

    Also, sowas zählt nicht als „direkt“?:

    „Während die Frau sich ständig weiterentwickelt, heute alle Wesenszüge und Rollen in sich vereint, männliche und weibliche, und sich in allen Bereichen selbst verwirklichen kann, blieb der Mann auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen. (…) Er ist weiterhin nur männlich und verschließt sich den weiblichen Eigenschaften wie Toleranz, Sensibilität, Emotionalität. Das heißt, er ist – streng genommen – unfertig und wurde von der Evolution und dem weiblichen Geschlecht überholt.“
    Cornelia Piper, 2001 bis 2005 Generalsekretärin und von 2005 bis 2011 stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP

    oder
    „Doch im Vergleich mit Männern sind Frauen – egal welcher politischen Überzeugung – immer noch die besseren Menschen.“
    Plutonia Plarre in der TAZ vom 4.4.2009

    oder
    „Wer eine menschliche Gesellschaft will, muss die männliche Gesellschaft überwinden“
    Erhard Eppler und das Grundsatzprogramm der SPD

    oder
    „Eine Krankheit namens Mann“
    Ein ganzer Artikel, sogar die Titelgeschichte im Spiegel 38/2003 zur direktest möglichen Abwertung alles männlichen

    oder
    „Mädchen sind besser in der Schule. Frauen haben die besseren Abschlüsse. Die Merkel-Koalition will, dass diese Frauen zu Hause bleiben. (…) Sie wollen, dass das begabtere Geschlecht weiterhin ein Viertel weniger verdient als wir Männer.“
    Jürgen Trittin

    oder … oder … oder …

    ich glaub vielen hier dürfte klar sein, dass ich endlos lange so weiter zitieren könnte. Ich hab mich nur auf Zitate einflussreicher Persönlichkeiten begrenzt. Sagt das nicht eine Menge aus, dass man so was als Person in der Öffentlichkeit und öffentlich ungeschützt und im Wesentlichen unwiedersprochen über Männer pauschal behaupten darf?

    Geht es überhaupt noch direkter?
    „bessere Menschen“ – „eine „Krankheit“ – und „besser“, „besser“, „besser“ – Absprechen der Menschlichkeit –

    Vielleicht fehlt mir die Fantasie, aber mir fällt nichts ein, wie das an Direktheit überboten werden könnte.

    Und:
    Ich wüsste keine einflussreiche Persönlichkeit der westlichen Welt, die zu unseren Lebzeiten etwas annähernd abwertendes öffentlich über Frauen gesagt hätte.
    Falls doch jemand ein entsprechendes Zitat beisteuern könnte, gehe ich davon aus, dass dieses Zitat gleichzeitig das Ende jeglichen Einflusses dieser Persönlichkeit bedeutet hat.

  4. Chauvinismus drückt sich auch in einer 30%-, selbst in einer 10%-Quote für Aufsichtsräte aus.

    Niemand weiß, wie hoch der Prozentanteil von Frauen in Aufsichtsräten bei einer angenommenen idealen Gleichberechtigung wäre. Es ist eine unglaubliche Anmaßung heutiger Feministinnen und all ihrer tumben Mitläufer wie Manuela Schwesig, hier pauschal von einer Frauenbenachteiligung und implizit von einem 50%-Anteil als Ausdruck totaler Gleichberechtigung auszugehen.

    Wir leben in einem völlig kranken Land, daß so etwas überhaupt ohne großen Widerspruch passieren kann.

    Jeder Depp kann unzählige Gründe aufführen, die plausibel machen, daß der Frauenanteil in Aufsichtsräten auch bei idealer Gleichberechtigung unter 20% liegen würde. Wahrscheinlich eher Richtung 10%. Aber diese Gründe sind irrelevant, denn die Grundanordnung einer Quote widerspricht dem Gleichberechtigungsgedanken und ist unseriös. Sie beruht schlicht und einfach auf Spekulation. Man fragt sich immer wieder, was dieser Bereich mit der Gleichberechtigung von Frauen zu tun haben soll.

    PS: Es gibt im übrigen auch islamischen Chauvinismus, wenn man sich mal anschaut, wie viele Muslime hier in Deutschland leben und was sie für Sonderansprüche für ihre Religion haben.

    Und es gibt auch linksextremen Chauvinismus, nach dem Motto: Pegida-Demonstranten sind mehr oder weniger Untermenschen und haben kein Recht, friedlich zu demonstrieren.

    Hier mal ein Polizeibericht einer Demo in Frankfurt, die von LInksfaschisten attackiert wurde:

    Frankfurt (ots) – Auch die sechste durch PEGIDA Rhein-Main durchgeführte Kundgebung an der Hauptwache gestern Abend wurde durch Gegenproteste begleitet. Etwa 75 Personen hatten sich zu der PEGIDA Veranstaltung eingefunden. An den Versammlungen des Gegenprotestes nahmen rund 950 Personen teil. Bis auf einige Eierwürfe, die von der Polizei rasch unterbunden wurden, blieb es während der Kundgebung ruhig. Der von PEGIDA im Anschluss an die Kundgebung mit etwa 35 Personen durchgeführte kurze Aufzug zum Willy-Brandt-Platz wurde durch etwa 300 zum Teil vermummte und gewalttätige Gegendemonstranten erheblich gestört. Hierbei kam es zu Würfen von Steinen und Flaschen sowie Feuerwerkskörpern. Es wurden Müllcontainer auf die Fahrbahn geschoben, Bauzäune umgeworfen sowie Fahrräder in Richtung des PEGIDA Aufzuges geworfen. Vereinzelt wurde auch Leuchtmunition abgefeuert. Ein Kradfahrer der Polizei wurde von Gegendemonstranten angegriffen und mit Schlägen und Tritten bedacht, so dass er seinen Posten verlassen und in Richtung Neue Mainzer Straße wegfahren musste. Das Krad wurde an der Verkleidung beschädigt. Der Fahrer blieb unverletzt. Eine PEGIDA Teilnehmerin wurde durch einen Steinwurf am Kopf verletzt und musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Fünf Polizeibeamte wurden unter anderem durch Steinwürfe leicht verletzt. Bei einem Lautsprecherwagen der Polizei wurde mit Pflastersteinen die Frontscheibe eingeworfen. An zwei zivilen Fahrzeugen der Polizei wurden Reifen platt gestochen. Bei drei Personen des Gegenprotests wurden nach Eierwürfen und Beleidigungen die Personalien festgestellt. Nach einem Flaschenwurf wurde ein Gegendemonstrant vorläufig festgenommen. Die Polizei musste mehrmals Pfefferspray und den Schlagstock einsetzen. …

    Arne Hoffmann verpaßt sich nicht gerade einen Glaubwürdigkeitsschub, wenn er sich positiv auf eine sogenannte Antinazi-Seite bezieht, die von solchen Linksfaschisten betrieben wird und auf der sich das Geschehen völlig anders liest, Pegida-Demonstranten als Pegidazis bezeichnet und als alleinige Aggressoren geschildert werden und die Gegendemonstranten die Friedensapostel schlechthin sind. Ich kenne jemanden, der persönlich anwesend war und die Schilderungen der Polizei bestätigte.

    An diesem Beispiel ist mir jedenfalls noch mal deutlich geworden, was für menschenverachtende Leute diese sogenannten Anständigen sind, die sich auf Gegendemos zelebrieren, teilweise auf Kosten des Staates oder als Betriebsausflug. Ist schon peinlich, was in unserem Lande möglich ist. Der Chauvinismus dieser Leute drückt sich in Zuschreibungen wie „Nazis in Nadelstreifen“ oder „Mischpoke“ aus.

  5. Also wenn der Mann sagt, die Frau soll in die Küche, halte ich das noch lange nicht für Chauvinismus. Das ist einfach eine ausgeprägte Rollenteilung; als Ausgleich muss dafür der Mann mehr arbeiten und Geld verdienen. Dazu empfehle ich das Buch „Das Urprogramm der Partnerschaft“. Wenn Feministinnen den Mann generell abwerten, ist das allerdings äusserst sexistisch und das sind sie auch. Was mich wieder zurück auf die Frage bringt, ob Männer eben nicht doch die Führung übernehmen müssen, weil sonst nichts Gutes dabei heraus kommt. Ich habe das jetzt so oft gesehen, dass die Emotionalität der Frauen nur etwas bringt, wenn sie durch die Ratio und Logik es Mannes ausgeglichen wird.

    • „Also wenn der Mann sagt, die Frau soll in die Küche, halte ich das noch lange nicht für Chauvinismus. Das ist einfach eine ausgeprägte Rollenteilung; als Ausgleich muss dafür der Mann mehr arbeiten und Geld verdienen.“

      Das sehe ich ähnlich. Diese Aussage meint zunächst einmal nur einen privaten Lebensentwurf. Den ja auch viele Frauen teilen (und ich behaupte, sogar [wesentlich?] mehr Frauen als Männer). Hatte vor weniger als einer Stunde noch ein gehöckertes Beispiel dafür, live und in Farbe, vor mir sitzen.

      Saß nämlich gerade noch mit zwei Freundinnen in der Tram auf der Rückfahrt von einer Veranstaltung. Wie wir uns über unsere Lebens- und Karriereplanung unterhalten, kommt das Gespräch unweigerlich auf die Rollenverteilung. Bei der einen läuft es ziemlich gut – aussichtsreiche akademische Karriere. Doch sie spricht davon, dass sei nur ihr „Plan B“. Natürlich frage ich, was denn „Plan A“ sei. Da packt sie ganz frank und frei aus: natürlich sei reich heiraten Plan A.

      Ich sage ihr (was auch der Wahrheit entspricht), dass ich dieses Modell selbst für sehr romantisch halte, dass es aber eben dieser Tage unrealistisch sei. Die Männer, die sich den Druck machen, dieses Ideal erfüllen zu wollen, seien meiner Ansicht nach selbst Schuld – außerdem fände ich ihre Sichtweise nicht gerade emanzipiert.

      Sie entgegnet, neben/zwischen/nach den Kindern noch an der Karriere basteln und dann nach langer Pause wieder einsteigen – das sei doch wenig wünschenswert und irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

      Dann kommen wir darauf zu sprechen, was passiert, wenn die Ehe scheitert. Sie gibt ganz offen zu, dass sie dann auf sich selbst achten müsste – und ihn rücksichtslos ausnehmen wird.

      Das Gespräch wird dann unterbrochen. Ich muss aussteigen, um mich noch auf dem Nachhauseweg an der Tanke mit Bier einzudecken. Wie ich so spaziere, komme ich ins Grübeln: das Problem daran, wenn er & sie einen traditionellen Lebensentwurf teilen und für romantisch erachten, ist, dass beide ganz Unterschiedliches daran romantisch finden. Außerdem ist ihre Einstellung einfach faul!
      In fast allen Teilen der Welt, werden Ehen sehr pragmatisch geschlossen/arrangiert – eben in Hinblick auf Ökonomisches. In Europa haben wir das Ideal der romantischen Liebe. Ich frage mich, ob deutsche Weibchen wie die Beschriebene ihren Entwurf allen Ernstes für romantisch halten. Oder das Romantische nur vorschieben. Ich kam leider nicht mehr dazu, sie zu fragen, wieviele Abstriche zu machen sie bereit ist, um einen entsprechend Vermögenden an sich zu binden.

      kafü – to be continued

      • „In fast allen Teilen der Welt, werden Ehen sehr pragmatisch geschlossen/arrangiert – eben in Hinblick auf Ökonomisches.“

        Eben. Genauso hat die Frau ihre Zukunftsplanung beschrieben.

        Es gibt seit einiger Zeit eine Sonderausgabe des GEO über den Wilden Westen.

        Lies Dir mal die Kurzkommentare über die Zeit des Goldrauschs durch.
        Die Frauen haben auch damals sehr pragmatisch „ökonomisch“ gedacht. Ziel: schnell reich werden.
        Und zur Erreichung dieses Ziels waren sie manchmal auch mit zwei, drei Männern gleichzeitig verheiratet.

        Diese Art der ökonomischen (im Sinne von Gewinnmaximierung im Verhältnis zum Aufwand) Lebensplanung ist also nicht so neu, wie wir glauben.

  6. Die andere Freundin in der Tram jedenfalls ist meine Freundin/Partnerin. Auf den Tag genau seit 6 Jahren.

    Ob es daran liegt, dass sie erst als Teenager aus einem asiatischen Land zuzog, in dem eine brutale Arbeitsmoral herrscht? – Sie ist irre fleißig, wirtschaftet gut, ist sparsam, bastelt intelligent an ihrer Karriere, richtet sich nach einem langfristigen Plan an dem sie stetig weiterspinnt, kann sehr gut unterscheiden, wann sie auf sich selbst – und wann auf andere Acht geben sollte. Ist herzlich und liebevoll. Möchte Kinder (zwei – ich möchte erstmal eines wagen, bevor ich weitersehe). Will aber weiterhin an ihrer Karriere feilen und dann auch zügig wieder in den Beruf zurück. Hat aus irgendeinem Grund einen Narren an mir gefressen.

    Vergleicht man sie mit der anderen und ihrem „Pan A“: könnte ich tatsächlich so ein Glück haben? Ich denke gerade: der Schein kann auch trügen. Erst kürzlich habe ich in der unmittelbaren Verwandschaft miterlebt, wie eine sehr relaxte Frau durch Schwangerschaft und Geburt einen „konservativen Backlash“ und im Grunde ein U-Turn hingelegt hat. Gerade noch alternativer Lebensentwurf, plötzlich: „Du bist der Mann, wo ist mein Geld.“ Dem zugehörigen Mann macht sie derzeit die Hölle heiß, damit er sich an ihren neuen Lebensentwurf anpasst. Nun haben meine Freundin und ich keinen alternativen Lebensentwurf, sondern einen kapitalistischen. Trotzdem könnte es mich ähnlich treffen. Beispielsweise, wenn es einen beruflichen Absturz gibt. Oder alternativ könnte auch der Aufstieg von Vornherein ausbleiben. ^^

    Ich finde aber – und das ist ein wichtiges Fazit: wenn ich es mit dieser Frau und jetzt nicht wage, ja mit wem und wann dann? Überhaupt: Leben heißt immer auch Wagnis, Risiko, Herausforderung. Das macht Leben wohl irgendwie aus.

    Ach ja, @Roland S.

    „Was mich wieder zurück auf die Frage bringt, ob Männer eben nicht doch die Führung übernehmen müssen, weil sonst nichts Gutes dabei heraus kommt. Ich habe das jetzt so oft gesehen, dass die Emotionalität der Frauen nur etwas bringt, wenn sie durch die Ratio und Logik es Mannes ausgeglichen wird.“

    Da das eine ziemlich starke Behauptung ist, sollte man sie mit konkreten Beispielen unterfüttern. Die weibliche Emotionalität halte ich für einen Mythos, stattdessen sehe ich „überall“ Frauen, die auf ihre Art und Weise äußerst pragmatisch und rücksichtslos sein können. Der Unterschied in der Leistung (ja, den sehe ich auch) erklärt sich eher durch den „Gender-Ambition-Gap“. Männer und Frauen wollen einfach Unterschiedliches. Auf ihre jeweiligen Ziele arbeiten sie genauso intelligent/verschlagen/bewusst/rücksichtslos hin wie die anderen. Nur eben auf andere Ziele. Und je nach Charakter Geschlechter übergreifend natürlich auch unbedarft/ahnungslos/planslos/dumm oder z.B. selbstlos. Ich glaube was das anbelangt an einen Geschlechter-Patt. Der Unterschied liegt nicht in der Befähigung, sondern in den Zielen!

    So viel von mir, beste Grüße

    kafü

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