Erstellung einer Vorstellung der deutschen „Manosphäre“

In dem Beitrag „Wie wird man zum Männerrechtler“ hatte es in den Kommentaren mal eine Diskussion gegeben, wie man die verschiedenen Vereine, die sich für Männerrechte und insb. auch Väterrechte einsetzen besser mit der bestehenden Bloggerszene verbinden könnte.

Ich hatte damals in einem Kommentar geschrieben:

Wie wäre es zB mit einem Artikel hier, in dem sich MANNdat vorstellt?
Und im Gegenzug einem Artikel bei MANNdat auf der Seite (oder gibt es eine Mitgliederzeitschrift?), der die Blogszene vorstellt.

Radfahrer von MANNDat meinte dazu:

Ich glaube nicht, dass sich bei MANNdat jemand besser in der Bloggerszene auskennt als Du, Christian. Vielleicht hast Du Lust, einen Gastartikel zu schreiben?

Das habe ich mir jetzt schon ein paar mal vorgenommen, weil ich es nach wie vor für eine gute Idee halte, wenn man sich da etwas mehr vernetzt, aber irgendwie hat es bisher nicht geklappt.

Also dachte ich, dass man es in einem Gemeinschaftsprojekt vielleicht schneller und besser hinbekommt. Wenn jeder für seinen Blog oder auch für einen anderen Blog, den er gerne liest, eine kurze Vorstellung schreibt, dann sollte so ein Artikel ja schnell zusammenkommen. Das kann hier in den Kommentaren, auf dem eigenen Blog oder auch gerne per Email erfolgen (bei letzeren am besten einen kurzen Hinweis in den Kommentaren). Ich könnte mir auch vorstellen, dass man den Beitrag dann übersetzt und zB bei internationaleren Seiten wie A Voice for men anfragt, ob sie Interesse haben.

Ich würde mir den Aufbau wie folgt vorstellen:

Eine kurze Einleitung, dann eine Vorstellung der verschiedenen Blogs, dann vielleicht auch noch eine Kurzvorstellung von den verschiedenen Organisationen, jeweils mit Links. Ich würde das dann alle sammeln und zusammenstellen und jedem, der dies will eine Version zuschicken. Dann könnten vielleicht alle beteiligten, also die Blogs und die jeweiligen Organisationen den Artikel an einem bestimmten Tag online stellen und wir hätten zum einen eine schöne gegenseitige Verlinkung und Vernetzung und zum anderen würde auf die jeweiligen Szenen aufmerksam gemacht werden.

Um mal einen Anfang zu machen:

Wer sich für Männerrechte oder auch Kritik am gegenwärtigen Feminismus interessiert, der findet heute im Internet eine reichhaltige Szene vor. Neben zahlreichen Organisationen findet sich auch eine Blogszene, die das Thema von vielen verschiedenen Seiten angeht. 

Die erste Anlaufstelle für einen Überblick ist „Das Patriarchat“ (auch auf Twitter), welches die verschiedenen Beiträge sammelt und einen schnellen Überblick über verschiedenste Blogs ermöglicht. Es dient auch dazu, dass auch die Blogs, die nur seltener Beiträge veröffentlichen, eher wahrgenommen werden und nicht übersehen werden. Der Name ist dabei eher spaßhaft zu verstehen, Blogs im „alten Stil“, die tatsächlich einen Rückfall in die alte Zeit der Männerherrschaft wollen, sind dort nicht vertreten, vielmehr zeigt sich ein breites Themenspektrum, von eher links ausgerichteten Blogs über Themenblogs wie etwa zu Kuckuckskindern oder solchen, die eher auf die Belange schwuler Männer ausgerichtet sind bis zu eher liberalen oder auch konservativeren Blogs

Ein Blog, der insbesondere darauf ausgerichtet ist, erste Informationsquelle für alles um Männerrechte etc ist und der wohl insoweit  sowohl  die meisten Beiträge pro Tag hat und auch einer der ältesten Blogs ist, ist Genderama von Arne Hoffmann. Hier erfährt man häufig als erstes von diversen Neuigkeiten und es werden auch viele Beiträge sowohl aus der deutschen Szene als auch aus dem internationalen Bereich präsentiert. (….)

Auf dem Blog Alles Evolution (Twitter) von Christian Schmidt geht es um die Grundlagen der Geschlechter, insbesondere um biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau, also um evolutionäre Biologie, Hormone, Gene, aber auch kulturelle Ausgestaltungen der Unterschiede sowie die Besprechung anderer Theorien zu dem Thema. Es werden Studien und andere Texte besprochen. Zudem werden auch häufig Theorien aus dem Feminismus besprochen oder gerade Texte aus dem radikalen Feminismus kritisch analysiert. Zudem geht es auch um Flirten und Beziehungen, wobei hier häufig Ansätze aus dem Pickup eine Rolle spielen. Ein weiteres Merkmal ist die rege Diskussion in den Kommentaren der täglichen Artikel, bei der viele verschiedene Meinungen, auch feministische, aufeinander stoßen. Zudem kann jeden Samstag jeder auch eigenes zusätzlich einbringen, was ebenfalls dazu führt, dass sehr viele Themen und auch aktuelle Bereiche diskutiert werden. Es ist wohl der Blog innerhalb der Szene, auf dem die meisten Diskussionen geführt werden.

Der Lehrer Lucas Schoppe schreibt auf Man-Tau über

Adrian behandelt auf Gaywest

Der Kuckucksvaterblog hat ein sehr spezielles Thema

Achdomina hat insbesondere beim GamerGate

Der Flußfänger schreibt über….

Mein Senf“ ist das, was man hier erhält…

Der Blog „Der Jüngling“ ist zwar noch jung, aber

Danish schreibt von

Cuncti ist ein Gemeinschaftsblog aus dem

Elitemedium will darstellen, wie

Kritische Wissenschaft überprüft gerne…

Meinungen und Deinungen bringen Informationen zu

Eine Offene Flanke ist das Thema auf

Thema bei den Schusterjungen ist

Tom schreibt zu

Erzählmirnix schreibt weniger als sie zeichnet, aber in beiden Fällen…

Der lange Weg will Männern helfen, die bisher noch keine Beziehungen hatten und

Auf #Auschrei wird lautstark über

(…)

Geschlechterallerlei ist ein Gemeinschaftsblog der Leuten ohne eigenen Blog erlauben soll zu bloggen und damit auch einen schnellen Einstieg erlauben soll. Auch Leute, die nur kurzzeitig mal bloggen wollen oder es einfach mal ausprobieren wollen sind gerne willkommen. Demnach sind auch die Themen und die Art der Artikel sehr unterschiedlich. Der Blog ist offen für alle, die zu Geschlechterthemen bloggen sollen, theoretisch können hier auch gerne Feministinnen schreiben, wenn sie ihre Artikel dann der Diskussion in den Kommentaren stellen. Gegenwärtig schreiben 3-4 regelmäßige Autoren, es ist allerdings immer einiges im Fluss. Wer mitmachen will, auch als Gastautor, der sollte einfach mal vorbeischauen.

Auch die verschiedenen Organisationen haben eigene Seiten:

Agens beispielsweise stellt auf seiner Seite

MANNDat stellt auf seiner Seite

(…)

Ich würde mich freuen, wenn wir daraus einen ansprechenden Artikel aufbauen könnten. Wer keinen eigenen Artikel schreiben möchte, der stellt vielleicht einfach einen Artikel bei sich ein, vielleicht wollen seine Leser was zu dem Blog schreiben.

Erfahrungsgemäß klappt so etwas am Besten, wenn die Leute nicht ewig Zeit haben, ich würde daher den „Einsendeschluss“ auf den 20.3.2015 legen.

130 Gedanken zu “Erstellung einer Vorstellung der deutschen „Manosphäre“

  1. Mir fällt auf, dass die „Streetworker“ der Männerrechtler, also die Vielzahl der Initiativen wie Trennungsväter, Efkir, KbbE, Väteraufbruch, Gleichmaß, LEmann und auch die Betreiber der Männerhäuser Oldenburg, Berlin, Osterode nie mit genannt werden. Warum ist das so?

  2. Ich wünsche mir ein Umdenken in dieser Hinsicht. Ich verfolge Dein Blog nicht täglich, aber sehr regelmäßig, und finde (so gut wie) nie Bezüge zu den Aktiven draußen und vorn bei den Betroffenen. Die Diskussionen hier kommen (vielleicht nicht nur) mir vor wie de Tanz ums eigene Feuer, das Bewegen in der eigenen Bubble. Es gibt Blogs wie „Jungs und Mädchen“ und auch die Blogs von Emannzer und Wolle Pelz, die immer wieder auch direkt verlinkten.
    Aus meiner Sicht fehlt da die richtige Gewichtung zwischen Theorie und Praxis. Theorie ist für das Umdenken, Praxis organisiert – immerhin – eine funktionierende (Selbst)Hilfe-Landschaft. Das bemängele ich auch an der Studie von Bauer-Jelinek und Meiners.
    Wenn Du die Aktiven ebenso einlädtst, wird sicher der ein oder andere mitmachen.

    • @tristan Rosenkranz

      „Ich wünsche mir ein Umdenken in dieser Hinsicht. Ich verfolge Dein Blog nicht täglich, aber sehr regelmäßig, und finde (so gut wie) nie Bezüge zu den Aktiven draußen und vorn bei den Betroffenen“

      Einer der Gründe für diesen Beitrag ist ja, dass man da vieles verbessern kann. Ich hatte ja angeboten hier auch Artikel zu den jeweiligen Organisationen einzustellen, allerdings müssen diese dann eben auch zuarbeiten und mir die Informationen bereitstellen.

      Dieser Artikel hier ist ein Versuch, „unsere“ Seite aufzuarbeiten. Wenn wir dabei auch die Organsiationen zusammenbekommen, dann ist es um so besser. Natürlich: Wenn die Organisationen auch auf die Blogszene aufmerksam machen würden, zB durch verlinkung des Patriarchats, auf dem ja auch über beiträge aus ihren Reihen berichtet wird, dann würden hier auch mehr Mitglieder aufschlagen und vielleicht im Selbermachsamstag über anstehende Aktionen berichten.

      Es können also beide seiten davon profitieren.

      Ich finde die „wir sind die, die Draußen wirklich etwas machen, die anderen schreiben nur“-Abgrenzung nicht sinnvoll. Sie geht in Richtung eines „Nicht-gut-genug-Maskulismus“. Warum statt dessen nicht die Synergieeffekte, die möglich sind, betonen? So gesehen sind die Blogleser potentielle Mitglieder dort und die Mitglieder dort potentielle Blogleser. Und wenn ein Blog etwas ist, was hilft die Idee verbreiteter und akzeptierter zu machen, dann erleichtert das die Arbeit vor Ort auch. Blogs können erstes Interesse wecken oder Hinweise geben, dass es etwas anderes gibt. Sie können zu Meinungsänderungen bzw. Zweifeln an dogmatisch vertretenen Gegenmeinungen führen.

  3. Meines Wissens nach hatte Elmar bei „Jungs und Mädchen“ schon mal mit sowas begonnen. Mich wundert, dass u.a. er in der obigen Liste nicht auftaucht, dafür aber andere, die tw. seit Monaten keinen Beitrag mehr geschrieben haben.

    Grundsätzlich finde ich die Idee aber gut und auch Tristans Hinweise einfließenswert.

    Generell sollte man sich auch häufiger verlinken, worum ich mich unter anderem bemühe, und oft sogar themenrelevante Beiräge in älteren Artikeln nachträglich einbette.

      • Hatte ich schon verstanden. Mir ist nur aufgefallen, dass die Liste etwas selektiv wirkt, was ja auch in Ordnung geht, da wohl jeder Mensch Präferenzen hat. Aber in deiner Blogübersicht taucht meiner nicht auf z.B., der vom „Jüngling“, zwei Monate alt aber schon.

        Das ist kein Vorwurf oder eine ‚Beschwerde‘, sondern eine Frage, die mich tatsächlich interessiert. Es mag ja Gründe dafür geben, z.B. das ich nicht so in die Tiefe abtauche, da die erreichbare Masse damit größer wird. Denn es bringt ja nichts, nur in seiner Blase zu bleiben – und sich gegenseitig zu bestätigen, dass machen die feministischen Blogs schon zur Genüge.

        In meinem Beitrag über Diez und seine Arschlöcher habe ich (zum Teil nachträglich) noch die Links zu anderen Blogs eingefügt, u.a. Alles Evolution, also zu deinem guten Artikel von gestern.

        Wie gesagt, ist kein Gemaule, sondern eher eine gewisse Verwunderung, denn den Tipp zur gegenseitigen Verlinkung habe ich vor knapp einem Jahr bei dir aufgegriffen.

        • @emannzer

          „Das ist kein Vorwurf oder eine ‘Beschwerde’, sondern eine Frage, die mich tatsächlich interessiert.“

          ich bin tatsächlich einfach mal meine Blogroll durchgegangen auf der Suche nach Blogs zum Beispielverlinken, in der du noch nicht standst. Ich habe dich jetzt mal ergänzt. Würde mich freuen, wenn du auch eine Blogroll anlegst, denn Verlinkung ist allgemein wichtig, schon wegen Google. (vielleicht warst du auch deswegen nicht drin, ich bin bei Leuten ohne Blogroll gerne etwas zögerlich)

          „In meinem Beitrag über Diez und seine Arschlöcher habe ich (zum Teil nachträglich) noch die Links zu anderen Blogs eingefügt, u.a. Alles Evolution, also zu deinem guten Artikel von gestern.“

          Ja, vielen Dank dafür!

  4. Grundsätzlich finde ich das eine ausgezeichnete Idee, die aber eventuell etwas früh kommt.

    Denn diese Aufgabe wird natürlich für alle, die etwas schreiben, einfacher, wenn sich jeder blog seinen individuellen Schwerpunkt sucht.

    Es ist für eine einzelne Person zeitlich einfach unmöglich, alle Aufgaben gleichzeitig zu bedienen, dabei kommt keine Qualität heraus, auf die man verlinken kann. Organisatorisch wäre eine stärkere Spezialisierung der blogs zusammen mit einer besseren Vernetzung sehr vorteilhaft.

    Bei MITM ist das Konzept natürlich extrem einfach: Restaurant-Führer zum Maskulismus. Auch EvoChris besetzt einen Schwerpunkt: Forum und Evolution/Biologie, DER LANGE WEG ist ein PU-blog etc.. Aber schon bei Schoppe ist es sehr schwierig, ihn einzuordnen, dasselbe gilt für emannzer, nicht-feminist, kritische Wissenschaft, AchDomina und wie sie alle heißen.

    Außerdem wäre es natürlich schön, wenn wir uns aufteilen könnten, sonst schreiben am Ende alle über genderama und keiner über gay west oder so.

    • @elmar

      „Denn diese Aufgabe wird natürlich für alle, die etwas schreiben, einfacher, wenn sich jeder blog seinen individuellen Schwerpunkt sucht. Es ist für eine einzelne Person zeitlich einfach unmöglich, alle Aufgaben gleichzeitig zu bedienen, dabei kommt keine Qualität heraus, auf die man verlinken kann. Organisatorisch wäre eine stärkere Spezialisierung der blogs zusammen mit einer besseren Vernetzung sehr vorteilhaft.“

      Sehe ich nicht so. Bloggen soll jeder, wie es ihm Spass macht. Es gibt ja auch genug Blogs, wo ein Artikel im Monat erscheint, das reicht natürlich auch um was hochwertiges zu schreiben, aber auch bei täglichem Schreiben gibt es immer mal Artikel, an denen man längere Zeit – ggfs mit zeitlichen Lücken – gearbeitet hat.
      Wenn jemand einen Schwerpunktblog aufmachen will, dann soll er das machen, es kann sehr vorteilhaft sein. Wenn jemand vagere Schwerpunkte setzen will, dann ist mir das auch recht, wenn er was schreibt.

      „Bei MITM ist das Konzept natürlich extrem einfach: Restaurant-Führer zum Maskulismus. Auch EvoChris besetzt einen Schwerpunkt: Forum und Evolution/Biologie, DER LANGE WEG ist ein PU-blog etc.. Aber schon bei Schoppe ist es sehr schwierig, ihn einzuordnen, dasselbe gilt für emannzer, nicht-feminist, kritische Wissenschaft, AchDomina und wie sie alle heißen.“

      Es geht aus meiner sicht auch nicht darum, den Leuten zu sagen, dass sie hier die Antworten auf Spezialfragen bekommen. Es geht darum, den Leuten deutlich zu machen, dass es da eine Szene gibt, bei der vielleicht was interessantes für sie dabei ist und in die sie sich einbringen können. Jeder hat außerdem eine interessante Perspektive: Schoppe beispielsweise ist eben Lehrer und Vater, beides Aspekte, die sich auch auf seinen Blog auswirken, Achdomina kann darstellen, dass ihn Gamer Gate interessiert, kritische Wissenschaft kann darauf abstellen, dass sie Studien hinterfragen wollen und das eben auch im bereich der Genderstudies, weil aus ihrer Sicht dort sehr viel Unwissenschaftlichkeit vorhanden ist.

      „Außerdem wäre es natürlich schön, wenn wir uns aufteilen könnten, sonst schreiben am Ende alle über genderama und keiner über gay west oder so.“

      Das hier ist eine lose Gruppe von Menschen, die zusammenkommen. Da gibt es niemanden, der per se etwas zuteilt oder aufteilt. Wer Lust hat zu schreiben, der kann es einfach in den Kommentaren mitteilen oder eben auch einfach direkt schreiben und es hier einstellen. Wer dann was verbessern will, der schreibt es in den Kommentar darunter, wenn wir zwei Versionen haben, dann nehmen wir eben die bessere oder kombinieren beide.

      Es wäre insofern einfacher, wenn du einfach mitteilst, worüber du schreiben willst.

      • „Sehe ich nicht so. Bloggen soll jeder, wie es ihm Spass macht.“

        Über dieses Thema habe ich gar nichts gesagt.

        „Es gibt ja auch genug Blogs, wo ein Artikel im Monat erscheint, das reicht natürlich auch um was hochwertiges zu schreiben, aber auch bei täglichem Schreiben gibt es immer mal Artikel, an denen man längere Zeit – ggfs mit zeitlichen Lücken – gearbeitet hat.“

        Über dieses Thema habe ich gar nichts gesagt.

        „Wenn jemand vagere Schwerpunkte setzen will, dann ist mir das auch recht, wenn er was schreibt.“

        Über dieses Thema habe ich gar nichts gesagt.

        „Es geht aus meiner sicht auch nicht darum, den Leuten zu sagen, dass sie hier die Antworten auf Spezialfragen bekommen.“

        Über dieses Thema habe ich gar nichts gesagt.

        „Jeder hat außerdem eine interessante Perspektive:“

        Vielleicht – aber: Welche ist denn die jeweils? Das ist mein Thema.

        • @elmar

          Dann habe ich diesen Absatz:

          „Grundsätzlich finde ich das eine ausgezeichnete Idee, die aber eventuell etwas früh kommt. Denn diese Aufgabe wird natürlich für alle, die etwas schreiben, einfacher, wenn sich jeder blog seinen individuellen Schwerpunkt sucht. Es ist für eine einzelne Person zeitlich einfach unmöglich, alle Aufgaben gleichzeitig zu bedienen, dabei kommt keine Qualität heraus, auf die man verlinken kann. Organisatorisch wäre eine stärkere Spezialisierung der blogs zusammen mit einer besseren Vernetzung sehr vorteilhaft.“

          wohl falsch verstanden. Was wolltest du denn damit sagen?

          „“Jeder hat außerdem eine interessante Perspektive:”“
          „Vielleicht – aber: Welche ist denn die jeweils? Das ist mein Thema.“

          Deswegen würde ich es ja nicht schlecht finden, wenn jeder zu seinem eigenen Blog 6-7 Sätze schreibt, welche Themen ihn interessieren, welche Schwerpunkte er setzt etc. Oder wenn jemand sich eben an einem anderen Blog versucht und aufzeigt, was er da als Schwerpunkt wahrnimmt. Vielleicht trifft es ja das, was der Blogger selbst auch meint.

          Man kann diese Aufstellung ja auch aktualisieren. Aber man hat dann auch etwas, was man Leuten zum schnellen Überblick anbieten kann, beispielsweise eben um den eigenen Mitgliedern mal zu zeigen, was es da noch gibt.

          Es geht letztendlich darum, quasi eine Broschüre zu erstellen, die jeder schnell bei sich in den Blog stellen kann, wenn er meint, dass es etwas bringt.

        • @Christian

          „Was wolltest du denn damit sagen?“

          Ich wollte anregen, daß sich die Leute selbst einen Schwerpunkt suchen, der ihnen gefällt. Manchmal ist das einfach oder möglich, manchmal nicht. Spezialisierung hat Vorteile, einfach nur einen blog zu machen, wo man Plaudern kann, ist auch eine Spezialisierung.

          „Deswegen würde ich es ja nicht schlecht finden, wenn jeder zu seinem eigenen Blog 6-7 Sätze schreibt, welche Themen ihn interessieren, welche Schwerpunkte er setzt etc.“

          Die sollte sowieso jeder auf seiner „ABOUT THIS BLOG“-Seite haben. Und dann ist es interessanter, wenn es nur Fremddarstellungen gibt, die ausführlicher sind. Sonst hat man ja sowieso nur das, was ManInTheMiddle und ich unabhängig voneinander schon begonnen haben: blog-reviews, von wenigen Sätzen. Deine Idee bringt aber was, wenn z.B. Schoppe emannzer etwas gründlicher rezensiert, Tom den Schoppe und so weiter. Vielleicht kann man auch responses der blogbetreiber dazunehmen. Das kann man dann auch gut anderen Seiten anbieten, das wäre was Neues.

          • @elmar

            Ehrlich gesagt bin ich froh, wenn wir überhaupt was zusammenbekommen. Es geht hier nicht darum, eine hochwichtige Darstellung jedes Blogs zu schreiben, sondern nur darum, dass man so etwas überhaupt in der Welt hat. Bei 5-7 Sätzen sollte man es nicht überbewerten. Es geht darum, dass man etwas hat, anhand dessen sich jemand einen Überblick verschaffen kann und sich einfach mal durchklickt.
            Es geht darum, einen Text mit klickbaren Links zur Verfügung zu stellen, mit dem interessierte die Blogs ohne viel Arbeit vorstellen können. Eben zB manndat oder Agens oder in einer englischen Übersetzung dann eben bei AVFM, aber auch auf anderen Seiten.
            Vor dem Hintergrund bringt gründliches rezensieren aus meiner Sicht gar nichts. Im Internet kann sich ja jeder recht schnell einen Überblick verschaffen, ob der Blog ihn interessiert, er muss dort nur nachschauen.

        • @evochris

          „Es geht hier nicht darum, eine hochwichtige Darstellung jedes Blogs zu schreiben, sondern nur darum, dass man so etwas überhaupt in der Welt hat.“

          Nun ja … es nicht meine Initiative.

          Allerdings haben es viele blogs, die alle dasselbe schreiben, echt schwer: Einerseits bekommen sie alle weniger Resonanz in den Diskussionen und weniger clicks, die sich auf alle blogs verteilen. Andererseits gibt es weniger Motivation durch Diskussionen. Im letzten Jahr haben alle durcheinander geredet und sich gewundert, warum so viele Idee verloren gingen.

          Eine größere Spezialisierung hätte das verhindert. Aber sie erzeugt auch wieder das (lösbare) Problem, die Einzelergebnisse bekannt zu machen.

          Daher richten 5-7 Sätze pro blog imho nichts Neues aus, nichts, was nicht so gemacht worden wäre.

          „Es geht darum, einen Text mit klickbaren Links zur Verfügung zu stellen, mit dem interessierte die Blogs ohne viel Arbeit vorstellen können.“

          Das kann man ja zusätzlich machen.

          „Vor dem Hintergrund bringt gründliches rezensieren aus meiner Sicht gar nichts.“

          Ich wäre oft froh, sowas zu lesen: Jede Einleitung eines Buches bringt einen Überblick, über dessen Inhalt. Warum das nichts bringen soll, erschießt sich nicht.

          „Im Internet kann sich ja jeder recht schnell einen Überblick verschaffen, ob der Blog ihn interessiert, er muss dort nur nachschauen.“

          … und wahnsinnig viel Zeit und clicks aufwenden: „schnell“ geht anders.

          Aber ich seh mir euer Ergebnis gerne an und werde versuchen, dessen Wirkung zu identifizieren. 🙂

          • @elmar

            „Allerdings haben es viele blogs, die alle dasselbe schreiben, echt schwer: Einerseits bekommen sie alle weniger Resonanz in den Diskussionen und weniger clicks, die sich auf alle blogs verteilen. Andererseits gibt es weniger Motivation durch Diskussionen. Im letzten Jahr haben alle durcheinander geredet und sich gewundert, warum so viele Idee verloren gingen.“

            ich mag Vielfalt. Ich finde es interessant, wenn alle aus ihrer Perspektive etwas schreiben. Man sieht eben oft neues, wundert sich, dass man auf diesen oder jenen Gedanken nicht selbst gekommen ist, findet etwas schön formuliert. So setzen sich neue, gute Positionen zusammen. Natürlich findet man auch heraus, wo es leute anders sehen, aber auch das ist ja nichts schlechtes.

            „Eine größere Spezialisierung hätte das verhindert“

            Aber die Szene auch weniger Bunt gemacht.

            „Daher richten 5-7 Sätze pro blog imho nichts Neues aus, nichts, was nicht so gemacht worden wäre.“

            Okay, du scheinst ein anderes Projekt vor Augen zu haben als ich. Ich will nichts neues anrichten, sondern bestehendes bekannter machen. Schlichte Werbung.

            „Ich wäre oft froh, sowas zu lesen: Jede Einleitung eines Buches bringt einen Überblick, über dessen Inhalt. Warum das nichts bringen soll, erschießt sich nicht.“

            Sagt dir „tl;dr“ was? Wenn man zu jedem Blog eine Seite text hat, dann fangen die Leute vielleicht an zu lesen, aber sie kommen bei 20 Blogs nicht bis zum Ende. Wenn jemand denkt: „Oh, evolutionäre Biologie klingt interessant, da klick ich mal drauf“ oder „oh eine Lehrer und vater berichtet über seine Schwierigkeiten, dass schaue ich mir mal an“ dann hätte man evtl einen Lehrer mehr.
            Sprich: Es geht um Benutzerfreundlichkeit, Konsumierbarkeit und Absenkung der Kosten eines Überblicks in Bezug auf den Zeiteinsatz.

            „… und wahnsinnig viel Zeit und clicks aufwenden: “schnell” geht anders.“

            Dein Ansatz hätte aus meiner Sicht etwas, wenn jemand tatsächlich vor der Aufgabe steht, den tatsächlich besten Blog für sich nur anhand der Beschreibung zu ermitteln, wie etwa bei einem Buchkauf, bei dem man vor dem Kauf nur diese Beschreibung lesen kann. Das Medium Internet ist anders. Man klickt sich durch, man liest etwas, man schaut, ob einem der Stil gefällt, wenn einem die Seite zusagt, dann kommt man eben wieder.

            „Aber ich seh mir euer Ergebnis gerne an und werde versuchen, dessen Wirkung zu identifizieren. :-)“

            Hängt natürlich davon ab, wie die Leute mitmachen.

        • „Aber die Szene auch weniger Bunt gemacht.“

          Eine Szene wird weniger bunt, wenn die einzelnen blogs stärker unterscheidbar sind … ach so …. mein Fehler. 😀

          „Okay, du scheinst ein anderes Projekt vor Augen zu haben als ich.“

          Ja, vielleicht wäre etwas anderes noch effizienter. Bessere Werbung eben.

          „Sagt dir “tl;dr” was?“

          Nein. Das steht nur bei etwa über 50% meiner posts oben drüber. Wie kommst du darauf?

          „Sprich: Es geht um Benutzerfreundlichkeit, Konsumierbarkeit und Absenkung der Kosten eines Überblicks in Bezug auf den Zeiteinsatz.“

          Dann müßten wir eigentlich zum selben Ergebnis kommen.

          „Dein Ansatz hätte aus meiner Sicht etwas, wenn jemand tatsächlich vor der Aufgabe steht, den tatsächlich besten Blog für sich nur anhand der Beschreibung zu ermitteln, wie etwa bei einem Buchkauf, bei dem man vor dem Kauf nur diese Beschreibung lesen kann.“

          So funktioniert das Netz ganz genau. Denn wer ließt, was ihm nicht gefällt, ließt das Falsche.

          „Das Medium Internet ist anders. Man klickt sich durch, man liest etwas, man schaut, ob einem der Stil gefällt, wenn einem die Seite zusagt, dann kommt man eben wieder.“

          Verdammt … ich hab das all die Jahre falsch gemacht!! Ich hätte nicht lesen sollen, was mich interessiert, sondern ich hätte so ganz offen und unvoreingenommen durchs Netz schwadronieren müssen, mal diesem link folgend, mal jenem … schauen, ob der Stil harmonisch und rhythmisch ist, sich das Gefühl des Wollen, des Gefallens einstellt, vielleicht mal wiederkommen oder auch verlieren lassen … entspannt und souverän eben … nicht dieser eklige, opitimierende Gebrauch von websites zu Themen, die zwar wichtig und interessant sind, für die die normale Presse und Literatur aber einfach zu oberflächlich oder zu langsam ist.

          I apologize: misuse, misunderstanding, failure … das arme Internet … und ich bin SCHULD!! * wimmer rum *

          „Hängt natürlich davon ab, wie die Leute mitmachen.“

          Du wirst sicher bald eine Liste von Leuten haben, die über blogs schreiben möchten. Vielleicht kannst du die veröfentlichen, wenn dann noch welche fehlen, helfe ich gerne aus.

    • „Bei MITM ist das Konzept natürlich extrem einfach: Restaurant-Führer zum Maskulismus“

      Ich bin in letzter Zeit stark im analogen Leben eingespannt und habe erst jetzt diese Diskussion mitbekommen.

      Ich denke, so ein Register der deutschen „Manosphäre“ wäre zwar schön zu haben, aber es aufbauen und aktuell halten ist eine Herausforderung. Vor allem sollte klarer sein, wen man damit überhaupt erreichen will. Ich hatte letztens ja einen leicht ironischen Blogpost geschrieben, http://maninthmiddle.blogspot.com/2015/02/ich-brauche-maskulismus-weil.html , der sich mit der sehr unterschiedlichen Motivation der Akteure auf den Blogs befaßt, soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann. Mit einer einzigen riesigen Blogliste kann man diese sehr verschiedenen Interessenten nicht gut bedienen, die erschlägt einen nur.

      Die Gründungsidee mit dem Restaurantführer-Konzept hatte die Zielvorstellung, einem Außenstehenden, der nicht sowieso schon alles kennt, einen Weg durch die ausufernde Bloglandschaft zu zeigen, der ihn zu den wichtigen Themen führt und auch zu zuverlässigen Quellen.
      Die Idee ist an mehreren Problemen gescheitert:

      1. alle interessanten Blogs haben so viele Themen, daß man nichts prägnantes mit wenigen Sätzen schreiben kann, was einem Außenstehenden wirklich Orientierung bieten würde. Wenn überhaupt, dann sind oft nur einzelne Posts auf einem Blog von Interesse für ein bestimmtes Thema. Niemand hat Zeit, die umfangreichen Blogs danach zu durchsuchen.

      2. Die Informationen veralten ziemlich schnell. Ich habe aktuell hier eine Liste von 83 Blogs und Webseiten. Davon sind vermutlich einige praktisch tot (aber trotzdem noch oft noch lesenswert), vermutlich fehlen auch schon wieder ein paar ganz neue. Alleine so eine unkommentierte Liste aktuell zu halten ist Arbeit.

      3. Eine qualitative Bewertung der Blogs ist sehr subjektiv und, wenn es halbwegs korrekt sein soll, arbeitsaufwendig. Ich habe das anfangs für einige Blogs gemacht – hier – dann aber aus Aufwandsgründen nicht weitergeführt. Das Problem besteht auch hier, daß die Informationen schnell veralten.

      In Endeffekt hat es sich bei mir dahin entwickelt, daß ich selber einführende Übersichten zu den Themen (als „Seiten“, nicht als Blogposts) geschrieben habe, auf denen ich dann aber weniger auf Blogs und mehr auf Zeitschriften oder offizielle Dokumente als Hintergrundmaterial verlinke. Ich stoße da aber rein arbeitszeitmäßig an Grenzen, weil es auf eine verkappte Wikipedia hinausläuft.

      Ich denke, der Patriarchats-Sammelblog war eine extrem gute Idee für die interne Vernetzung. Für diesen Zweck reicht er auch. Ob man noch mehr braucht, weiß ich nicht.

      Um nach außen und praktisch wirksam zu werden, muß man vermutlich nach außen gehen, also auf andere Seiten und Foren, und dort unseren Standpunkt qualifiziert vertreten und bei Bedarf auf unsere Seiten verlinken.

      • @mitm

        Eine tatsächliche qualitative Bewertung der Blogs soll auch gar nicht erfolgen, es ist eher eine schnelle Übersicht, die man quasi als vorgefertigter Artikel anderen zur Verfügung stellen kann.
        Da war eben die Idee, dass da jeder Blogbetreiber gerade schnell selbst was schreibt, was es dann wenig zeitintensiv gemacht hätte

  5. Vieleicht kann man sowas als Basis nehmen, da sich Elmar ja schon die Mühe einer Übersicht gemacht hat:

    „Blogospere“: https://jungsundmaedchen.wordpress.com/blogossphere/

    Ich meine, dass sich noch ein anderer Blogger der Mühe unterzogen und Blogs gezielt kategorisiert bzw. kurze Abstracts in einem Absatz geschrieben. Leider habe ich den Link nicht mehr, weiß aber noch dass es jemand recht aktives ist.

    Kann sein, dass es suwasu war oder jemand anderes. Jedenfalls war das ein guter Anfang und man sollte die Synergien mitnehmen, meine ich.

    Den Vorschlag von Elmar, dass jeder Blogger einen anderen rezensiert finde ich interessant. Wenn er das fair tut und dies in Absprache mit dem ‚Betroffenen‘ könnte es eine runde Sache werden.

    Generell denke ich, dass 7-8 Zeilen tatsächlich erst mal ausreichen.

    Zur Spezialisierung: Bei mir wäre es wohl eher eine Abstrahierung auf Gender, Feminismus, Ideologie, Kinder die in dieser aufwachsen und welche teils abstrusen Auswirkungen dies auf die Gesellschaft hat.

    • @emanzer

      „Den Vorschlag von Elmar, dass jeder Blogger einen anderen rezensiert finde ich interessant. Wenn er das fair tut und dies in Absprache mit dem ‘Betroffenen’ könnte es eine runde Sache werden.“

      Wer die Texte schreibt ist mir auch recht egal. ich hatte halt gehofft, das jeder Blogger kurz was über seinen eigenen Blog schreibt, dann hat man ja üblicherweise eine Darstellung, mit der die Leute auch zufrieden sind. Wenn aber jemand anders das macht, dann ist mir das auch recht, Hauptsache wir haben einen Text.
      Ich habe es für Alles Evolution, Geschlechterallerlei und Das Patriarchat gemacht und eigentlich dauert es nicht lange.

      Ich halte da auch eigentlich nicht viel von einem komplizierten Planen, wer den tiefsinnigsten 5-6 Zeilen Text über einen anderen Blog schreiben kann. Theoretisch sollte das jeden Blogbetreiber 10 Minuten kosten, dann hätten wir einen interessanten Text zusammen, den man weiterleiten kann.

      Wer dann an Texten feilen will oder eine Langversion erstellen will, der soll das machen.

      Ich wollte einfach mal die Vernetzung wie in den oben zitierten Kommentaren anwerfen.

      ich würde mich insofern freuen, wenn auch du, emannzer, für deinen Blog einen text erstellst oder erstellen lässt, wie auch immer

      • „ich würde mich insofern freuen, wenn auch du, emannzer, für deinen Blog einen text erstellst oder erstellen lässt, wie auch immer“

        Klar, mach ich gerne, da ich die Idee gut finde. Mir wäre es allerdings fast lieber, ein anderer täte dies, weil das auch aufzeigt, wie man wahrgenommen wird. Sich selbst zu beschreiben ist immer schwierige und hat auch den Nimbus einer Selbstweihräucherung.

        Falls sich jemand erbarmen möchte, gerne. Ich würde mich dann auch revanchieren. Ansonsten schreibe ich halt selbst. Bewerbungen bitte im Anschluss 😉

        Ich selbst biete mich als Rezensent für „JungsundMädchen“, „Geschlechterallerlei“, „Man-Tau“ und „Nicht-Feminist“ an. Gerne auch für Foren wie das „TrennungsFAQ“ oder Vereine wie „Agens e.V.“

        Mal was organisatorisches: Sollen die alle hier in diesem Thread landen und dann gesammelt werden. Ich fände das ganz ok und anschließend kann, sollte das jeder bei sich unter „Über mich“ o.ä. fest verlinken bzw. komplett die HTML-Inhalte übernehmen.

        Mein Vorschlag: Jede Rezension ein eigener Strang, in dem der ‚betroffene‘ Blogger oder Verein auch die Möglichkeit hat, sein Feeddback einzubringen. Ich denke, dass könnte funktionieren. Bsp:

        Blog/Verein/Forum

        „Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

        Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.“

        – Feedback I
        – Korrektur I
        – Feedback II
        – Korrektur II
        – …. usw.
        .

        • @emannzer

          „Ich selbst biete mich als Rezensent für “JungsundMädchen”, “Geschlechterallerlei”, “Man-Tau” und “Nicht-Feminist” an. Gerne auch für Foren wie das “TrennungsFAQ” oder Vereine wie “Agens e.V.”“

          Dann schreib doch einfach mal los.

          „Mal was organisatorisches: Sollen die alle hier in diesem Thread landen und dann gesammelt werden. Ich fände das ganz ok und anschließend kann, sollte das jeder bei sich unter “Über mich” o.ä. fest verlinken bzw. komplett die HTML-Inhalte übernehmen.“

          Wie ich schon schrieb: Man kann es auch auf seinen Blog stellen und hier verlinken oder mir als Mail schicken oder eben einfach als Kommentar einstellen. ich würde daraus dann einen Artikel machen und den rumschicken und würde vorschlagen, dass alle, die das wollen, ihn dann an dem selben Tag veröffentlichen. Das gibt dann eine gewisse Aufmerksamkeit.

        • ich würde daraus dann einen Artikel machen und den rumschicken und würde vorschlagen, dass alle, die das wollen, ihn dann an dem selben Tag veröffentlichen. Das gibt dann eine gewisse Aufmerksamkeit.

          Ich wäre dabei und finde die Idee einer konzertierten Aktion super. Wenn sich möglichst viele daran beteiligen, dann wäre das für eine Graswurzelbewegung ein schönert Schritt vorwärts.

          Je mehr, desto besser – auf Dauer kann man das nicht ignorieren. Selbst in den Medien nicht und es wäre ein weiterer Schritt heraus aus der Blogblase.

          Und wenn nur 10 Menschen dadurch ins Nachdenken gerieten, dann wäre es ein (kleiner) Erfolg.

          Wie schon gesagt: Ich mach mit!

  6. Gute Idee, insbesondere kommt der Meta-Nutzen hinzu, eine völlig heterogene Bloglandschaft darzustellen. Ich würde die Texte kurz fassen – Leute lesen nicht viel, sondern scannen eher – und die wichtigsten Stichworte fett hervorheben.

    • @graublau

      „Gute Idee, insbesondere kommt der Meta-Nutzen hinzu, eine völlig heterogene Bloglandschaft darzustellen. Ich würde die Texte kurz fassen – Leute lesen nicht viel, sondern scannen eher“

      Ja, das dachte ich mir auch.

      Wenn du übrigens einen anderen Vorschlag für Geschlechterallerlei hast, dann bin ich da ganz offen. Ich habe da einfach mal etwas zu geschrieben, was mir das wesentliche schien

      • Es ist eine Mammutaufgabe, für alle Blogs eine gute Beschreibung zu finden und die alle kurz und knackig zu halten. So würde ich das Geschlechterallerlei beschreiben:

        „Beim Geschlechterallerlei ist alles möglich, was mit Geschlechterthemen zu tun hat. Dabei ist es egal, ob ein Artikel aus feministischer, maskulistischer oder sonstiger Perspektive geschrieben ist. Für das Blog werden stets neue Autoren gesucht. Auch Gastartikel sind willkommen.“

  7. TrennungsFAQ.com und Forum
    Link: http://www.trennungsfaq.com

    Wenn es um Scheidungen oder Trennungen geht, speziell mit Kindern, dann finden Frauen und Mütter an jeder Straßenecke Beratungsstellen, Literatur und Unterstützung durch das Jugendamt.

    Männer bzw. Väter werden jedoch mit ihren Sorgen und Nöten im Regen stehen gelassen bzw. wissen nicht, wohin mit ihren Problemen.

    Im TrennungsFAQ können sie übersichtlich einen Überblick bekommen, um welche Themen es in dieser Situation geht (Unterhalt, Kontakt zum Kind) und welche Fallstricke ihnen dabei in den Weg gelegt werden können.

    Um ins Trockene zu kommen, gibt es ein angeschlossenes Forum, in dem diese Menschen ihre aktuelle Situation schildern können, Ratschläge bekommen und auch Hinweise zu lokalen Organisationen mit Ansprechpartnern vor Ort erhalten.
    __________________

    So in etwa meine Idee dazu und es ist nur ein Entwurf.

    • @emannzer

      „Männer bzw. Väter werden jedoch mit ihren Sorgen und Nöten im Regen stehen gelassen bzw. wissen nicht, wohin mit ihren Problemen.“

      Klingt etwas nach einem Werbetext. „Kommen sie zu uns, da wird ihnen geholfen“. Den Charakter würde ich persönlich etwas zurückschrauben (zumal man letztendlich Männern und Frauen nur raten kann, sich einen Rechtsanwalt zu nehmen, wenn sie nicht wissen, wohin sie mit ihren Problemen sollen)

    • @Christian (aka TrennungsFAQ): Dein Einwand ist berechtigt und ich werde das noch mal überarbeiten. Dem Thema „Rechtsanwalt einschalten“ kann ich aber nicht zustimmen, denn der Betreiber selbst nennt dies „Waffen in Krisengebiete zu liefern“.

      Ein Anwalt hat kein Interesse an Deeskalation, daran verdient er kein Geld. Stichwort: Scheidungsindustrie

      • „Dem Thema “Rechtsanwalt einschalten” kann ich aber nicht zustimmen, denn der Betreiber selbst nennt dies “Waffen in Krisengebiete zu liefern”.“

        Kann ich nur uneingeschränkt bestätigen.
        In 9 von 10 Fällen ist das Geld- und Zeitverschwendung.
        Und Väter, die seit 10 Jahren in der Materie stecken, stecken jeden Anwalt lächelnd in die Tasche.
        Dafür kosten sie nichts und arbeiten wesentlich zielorientierter.

        • @carnofis

          „Kann ich nur uneingeschränkt bestätigen. In 9 von 10 Fällen ist das Geld- und Zeitverschwendung.
          Und Väter, die seit 10 Jahren in der Materie stecken, stecken jeden Anwalt lächelnd in die Tasche.“

          Das würde ich bezweifeln

          „Dafür kosten sie nichts und arbeiten wesentlich zielorientierter.“

          Wie flächendeckend ist denn ein solches System verfügbar?
          Und wie sicher ist es, dass man da eine Qualifizierte Person hat?
          Bei einem Rechtsanwalt hat man immerhin eine gewisse Qualifizierung „Vater, der in der Materie steckt“ ist eher eine sehr vage Qualifikation

          Der dabei deutlich werdende Hass auf Rechtsanwälte scheint mir auch eher gegen eine objektive Bewertung der Lage zu sprechen

        • „Wie flächendeckend ist denn ein solches System verfügbar?“

          Die Flächenabdeckung ist leider sehr unterschiedlich. Und die Qualität schwankt. Karlsruhe und Frankfurt haben ein relativ kontinuierlich hohes Niveau, Hamburg und Aachen schwanken.

          Dennoch – wo möglich – sollte sich ein Vater IMMER erst bei erfahrenen Leidensgenossen sachkundig machen.
          In den allermeisten Fällen handelt es sich um relativ überschaubare Probleme, bei denen knappe Handlungsempfehlungen schnelle Ergebnisse bringen.
          Beispiel: Oft kommen Väter, denen die Kinder entführt wurden, mit der Absicht, das alleinige SR zu erwirken. Die meisten Anwälte würden da schlicht einen entsprechenden Antrag formulieren, wohl wissend, dass die Erfolgsaussicht nahezu Null ist. Wir empfehlen den Vätern da eher eine außergerichtliche Einigung mit der Mutter, die „Rückentführung“ der Kinder, oder eine gerichtliche Regelung des Umgangsrechts mit Sanktionsandrohung.

          Ergänzt werden sollte noch: Der Erfolg vor Gericht hängt oft auch von der „Chemie“ zwischen Anwalt und Klienten ab, was sich immer wieder zeigt, wenn der Eine einen bestimmten Anwalt unbedingt empfiehlt, bei dem der Andere die Hände über dem Kopf zusammen schlägt.

          Das magst Du bezweifeln, aber ich sprech eben von 10 Jahren praktischer Erfahrung vor Ort.

          Vielleicht solltest Du Dir mal ein paar Stunden Zeit nehmen und Dich in die entsprechenden Elternforen einlesen. Ich weiß z.B., dass beim VAfK regelmäßig auch eine JAMA mitschreibt (und -liest natürlich)

          • @carnofis

            „Die Flächenabdeckung ist leider sehr unterschiedlich. Und die Qualität schwankt. Karlsruhe und Frankfurt haben ein relativ kontinuierlich hohes Niveau, Hamburg und Aachen schwanken.“

            Dann wäre das ja allenfalls ein Tipps, der Karlsruhe und Frankfurt betrifft, und auch da nur sehr eingeschränkt, weil auch dort nur eine gewisse Anzahl von Personen gibt.

            „Dennoch – wo möglich – sollte sich ein Vater IMMER erst bei erfahrenen Leidensgenossen sachkundig machen.“

            Das ist auch ein sehr schlechter Rat. Viele dieser Leidensgenossen haben nämlich schlicht keine Ahnung.
            Dass das Internet kein Jura studiert hat ist eine Erfahrung, die die meisten dann eher auf die harte Tour machen.
            Aus meiner Sicht sollte er sich zusätzlich informieren, sicher, aber im Endeffekt einen Fachmann aufsuchen

            „In den allermeisten Fällen handelt es sich um relativ überschaubare Probleme, bei denen knappe Handlungsempfehlungen schnelle Ergebnisse bringen. Beispiel: Oft kommen Väter, denen die Kinder entführt wurden, mit der Absicht, das alleinige SR zu erwirken. Die meisten Anwälte würden da schlicht einen entsprechenden Antrag formulieren, wohl wissend, dass die Erfolgsaussicht nahezu Null ist. Wir empfehlen den Vätern da eher eine außergerichtliche Einigung mit der Mutter, die “Rückentführung” der Kinder, oder eine gerichtliche Regelung des Umgangsrechts mit Sanktionsandrohung.“

            Da unterschätzt du denke ich einfach die Rechtsanwälte. Ich finde es schon sehr unseriös, dass du hier meinst, dass eure Erfahrung da größer ist als die von Leuten, die das beruflich machen und sich ggfs auf dem Bereich spezialisiert haben. Natürlich kann man in einigen Fällen mit einer einstweiligen Anordnung etwas machen, natürlich kann es in anderen besser sein, die Kinder zurückzuentführen. Man kann auch erst das eine versuchen und dann das andere machen. Allerdings werden eben die meisten Mütter sehr mißtrauisch bei einem Umgangswunsch sein und ihn ggfs nur „begleitet“ gewähren.
            Zu den Erfolgsaussichten eines Antrags allgemein wird natürlich auch ein Anwalt beraten. Es ist aus meiner Sicht reiner Feindbildaufbau, das du das so kategorisch ausschließt. Komm da mal von deinem hohen Ross runter.

            „Ergänzt werden sollte noch: Der Erfolg vor Gericht hängt oft auch von der “Chemie” zwischen Anwalt und Klienten ab, was sich immer wieder zeigt, wenn der Eine einen bestimmten Anwalt unbedingt empfiehlt, bei dem der Andere die Hände über dem Kopf zusammen schlägt.“

            Natürlich, aber das ist bei den „besorgten und erfahrenen Vätern“ ja nicht anders. Die meisten Mandanten kommen aber ja durchaus mit ihrem Anwalt aus. So häufig sind Wechsel da auch wieder nicht. Es hängt natürlich auch vieles von der Einsichtsbereitschaft des Mandanten ab. Ein Anwaltswechsel kommt mitunter auch zustande, wenn der Anwalt eben nicht gleich ein Verfahren einleitet, sondern zu anderen Maßnahmen rät. Dann heißt es „ich brauche einen harten Hund, der sofort einen Antrag stellt und das mit voller Härte durchsetzt“. Das muss dann nicht zum Vorteil des Mandanten sein, aber er ist insoweit ja Herr des Verfahrens. Da mag es dann auch ein Nachteil sein, dass man den Anwalt bezahlt: Denn da sehen sich eben auch einige, gerade solche, die sich im internet schlau gelesen zu haben glauben, als die, die auch bestimmen, wo es langgeht.

            „Das magst Du bezweifeln, aber ich sprech eben von 10 Jahren praktischer Erfahrung vor Ort.“

            Ja, das habe ich begriffen. Und du meinst damit schlägst du Fachanwälte für Familienrecht, die das seit 30 Jahren machen und ausschließlich auf dem Gebiet tätig sind? Und du hättest da Informationen, die die nicht haben? Und die wären nicht auf mehr und höherwertigen Fortbildungen als du gewesen? Und die statt Elternforen dann die FamRZ und die NJW lesen?
            Das kommt aus meiner Sicht einfach unglaublich arrogant rüber, was du da sagst. „wir die interessierten Laien sind besser als alle anderen, denn wir lesen Elternforen“. Anscheinend kannst du noch nicht einmal zugestehen, dass es sehr gute Anwälte gibt, die umfassend beraten und wesentlich mehr Ahnung vom Familienrecht allgemein haben als ihr.
            Anscheinend beschränkst du deinen Rat ja noch nicht einmal auf Karlsruhe und Frankfurt und nimmst in Kauf, dass die Leute zu einem Beratungsangebot gehen, dessen Qualität „schwankt“ oder versuchen sich das im internet anzulesen oder mit irgendwelchen anonymen Personen im Internet zu besprechen.
            Das ist eine hoch riskante Strategie.
            Selbst wenn man die richtigen Tipps erkennt, werden sie viele dennoch nicht umsetzen können, weil sie emotional zu eingespannt sind um die Vorgänge objektiv zu bewerten.
            Die meisten Rechtsanwälte werden sich aus diesem Grund, wenn sie selbst ein entsprechendes Problem haben, einen anderen Rechtsanwalt nehmen. Einfach damit eine gewisse objektive Distanz in die Sache kommt. In eigenen Sachen ist man eben sich selbst kein guter Anwalt.

        • @ Evochris

          Wirfst Du nicht anderen immer wieder (zu Recht, wie ich meine) vor, Worte zu verdrehen, oder Einem Behauptungen in den Mund zu legen, die derjenige nie getan hat?

          „Dann wäre das ja allenfalls ein Tipps, der Karlsruhe und Frankfurt betrifft, und auch da nur sehr eingeschränkt, weil auch dort nur eine gewisse Anzahl von Personen gibt. “

          Nein, ich kann das nur von Karlsruhe und Frankfurt sagen. Und die entsprechenden Personen sind dort jederzeit präsent, wenn Bedarf besteht. Es gibt regelmäßig wöchentliche oder monatliche Treffen.
          Dass ich nur die beiden Kreisgruppen genannt habe, heißt nicht, dass sie die einzigen sind.

          „Das ist auch ein sehr schlechter Rat. Viele dieser Leidensgenossen haben nämlich schlicht keine Ahnung.
          Dass das Internet kein Jura studiert hat ist eine Erfahrung, die die meisten dann eher auf die harte Tour machen.
          Aus meiner Sicht sollte er sich zusätzlich informieren, sicher, aber im Endeffekt einen Fachmann aufsuchen“

          Viele Leidensgenossen nicht, aber DIE, die die Beratung machen.
          Die anderen können zumindest aus den Erfahrungen berichten, die sie mit dem jeweils relevanten Gericht machten.
          Bei dem hohen Willküranteil in Familienverfahren eine wertvolle Erfahrung.
          Ich schreibe nicht von „Internet-Jura“, sondern von praktischer ERFAHRUNG. Das sind zwei sehr unterschiedliche Dinge.
          Eine Vielzahl der ratsuchenden Väter kommt zu uns, NACHDEM ihr Anwalt den Karren richtig in den Dreck gefahren hat und z.B. einen Antrag vor Gericht stellte (aSR), der keine Aussicht auf Erfolg hatte.
          Ich hatte neulich mindestens ein Beispiel so einer Glanzleistung eines „Fachmannes“ gebracht.

          „Da unterschätzt du denke ich einfach die Rechtsanwälte. Ich finde es schon sehr unseriös, dass du hier meinst, dass eure Erfahrung da größer ist als die von Leuten, die das beruflich machen und sich ggfs auf dem Bereich spezialisiert haben.“

          Du pauschalisierst. Nicht jeder hat mehr Erfahrung, als die Spezialisten. Aber auf der anderen Seite sprichst Du offenbar Laien die Fähigkeit ab, sich das Wissen und Können in 10 Jahren selbst anzueignen. Und mancher dieser Laien steckt sehr viel tiefer in der Materie, als ein Anwalt, der auf verschiedenen Gebieten aktiv ist.
          Erst recht, wenn man bedenkt, dass unsere Laien sich auf einen verhältnismäßig engen Bereich des Familienrechts beschränken können.

          „Natürlich kann man in einigen Fällen mit einer einstweiligen Anordnung etwas machen, natürlich kann es in anderen besser sein, die Kinder zurückzuentführen. Man kann auch erst das eine versuchen und dann das andere machen. Allerdings werden eben die meisten Mütter sehr mißtrauisch bei einem Umgangswunsch sein und ihn ggfs nur “begleitet” gewähren.“

          Das ist ein Absatz, den ich am liebsten gar nicht weiter kommentieren will. Er zeigt, dass Du wirklich keine Ahnung von der Materie hast.
          Kinder zurück zu entführen ist ein derartiger Alptraum für diese, dass sich mir wirklich die Haare sträuben, dazu zu raten. Ich habe es nur einmal gemacht, weil sonst gar nichts mehr ging.
          Die Methode ist LEIDER legal, weil auch die vorherige Entführung bei den meisten Gerichten – obwohl eindeutig rechtswidrig – rückwirkend gebilligt wird.
          Mütter haben keinen Umgangswunsch zu GEWÄHREN. Umgang zu beiden Eltern ist das minimale Grundrecht der Kinder. Eigentlich sogar (Art. 6 GG) das Recht mit und bei beiden Eltern zusammen zu leben. Ein Grundrecht, das die Justiz regelmäßig mit Füßen tritt.

          „Dann heißt es “ich brauche einen harten Hund, der sofort einen Antrag stellt und das mit voller Härte durchsetzt”. Das muss dann nicht zum Vorteil des Mandanten sein, aber er ist insoweit ja Herr des Verfahrens.“

          Genau der „harte Hund“ ist in über 90% der Fälle schädlich für Väter. Und das – mit Begründung – machen wir ihnen auf den Treffen auch klar.
          Auch, dass der Mandant Herr des Verfahrens ist, ist ein Märchen. 99% der Väter (und Mütter) wissen überhaupt nicht, was dort in einem Prozess passiert, werden aber so behandelt, als würden sie es.

          „Denn da sehen sich eben auch einige, gerade solche, die sich im internet schlau gelesen zu haben glauben, als die, die auch bestimmen, wo es langgeht.“

          Das ist DEINE Interpretation. Ich habe an keiner Stelle von Internet-Juristen geschrieben.
          By the way: ja, wir haben auch Rechtsanwälte unter den entsorgten Vätern. Sie lassen sich – jedenfalls kenne ich keinen einzigen Fall – NICHT von Kollegen vertreten, weil auch ihnen spätestens nach ihrem eigenen Verfahren klar war, dass man mit juristischen Tricks in einem Willkürsystem nur sehr begrenzt weiter kommt.
          Einige (ich weiß von 2) von ihnen haben auch im Eltern-Forum gepostet.

          „Zu den Erfolgsaussichten eines Antrags allgemein wird natürlich auch ein Anwalt beraten. Es ist aus meiner Sicht reiner Feindbildaufbau, das du das so kategorisch ausschließt.“

          Auch das ist DEINE Interpretation. Ich habe kein Feindbild gegenüber Anwälten, allenfalls gegenüber Familienrichtern. Und daraus habe ich nie einen Hehl gemacht.
          Ich rate Vätern – und dabei bleibe ich auch – dazu, sich vorab von Betroffenen beraten zu lassen, weil es für sie billiger ist und in den meisten Fällen mindestens genauso schnell zum Ziel führt.
          Wir beraten eben nicht nur rechtlich, sondern auch – eigentlich schwerpunktmäßig – taktisch. Rechtsberatung dürften wir eh nicht leisten. Macht in einem Willkürsystem auch keinen Sinn.
          Auch ein Grund übrigens, sich den Anwalt zu sparen.

          Wenn Du mich zu widerlegen versuchst, bist Du meist Derjenige, der mit WIKIPEDIA-Wissen zu glänzen versucht. Du scheinst wirklich zu glauben, dass es genügt, die Gesetze zu kennen, um das System zu verstehen.
          Dem ist aber nicht so. Willst Du in diesem Sumpf erfolgreich sein, musst Du jedes einzelne Gericht kennen, weil jeder Richter anders urteilt.
          Darauf muss man seine Taktik abstimmen können.

          „Und du meinst damit schlägst du Fachanwälte für Familienrecht, die das seit 30 Jahren machen und ausschließlich auf dem Gebiet tätig sind?“

          Hab ich nie behauptet. Außerdem habt längst nicht jeder Fachanwalt für Familienrecht schon 30 Jahre Erfahrung auf dem Buckel. Ich weiß von mindestens einem, der jünger sein muss, wenn er nicht schon mit 5 Jahren seine Kanzlei aufgemacht hat.

          „Und du hättest da Informationen, die die nicht haben?“

          Du wirst es nicht glauben, aber das kommt tatsächlich vor.
          Und hier brilliert tatsächlich das Internet-Wissen.
          Auch die Qualität Deines Blogs besteht nicht unerheblich darin, dass hier ein halbes Dutzend Leute das Internet weltweit nach Infos über Feminismus absucht.
          Was der Anwalt über seine Ausbildung leistet, schafft manchmal einfach die schiere Menge an Infos, die man in den Treffen zusammensammeln kann.

          „Und die wären nicht auf mehr und höherwertigen Fortbildungen als du gewesen?“

          Merkst Du was? Du wirst immer polemischer und unsachlicher.
          Ich war auf keiner entsprechenden „Fortbildung“. Unsere Fortbildung sind die Erfahrungen Betroffener, die durch immer weitere Zugänge ergänzt werden und das gepflegte Halbwissen Vieler – also eine Art Schwarmintelligenz.
          Reicht mit Sicherheit nicht, einen Vater durch die Instanzen zu bringen, aber – und hier wiederhol ich mich – für die einfache Klärung eines Sachverhalts vor dem örtlichen Amtsgericht allemal.
          Und dort durften wir schon in zwei Fällen den Familienrichter (die Richterin) über die Rechte des Vaters, gemäß ZPO einen Beistand zu benennen, aufklären. Das war diesen „Fachleuten“ schlicht unbekannt.

          „Anscheinend kannst du noch nicht einmal zugestehen, dass es sehr gute Anwälte gibt, die umfassend beraten und wesentlich mehr Ahnung vom Familienrecht allgemein haben als ihr.“

          Hab ich das an irgendeiner Stelle bestritten? Nicht, dass ich wüsste.
          Was ich sage – und auch hier wiederhole ich mich – ist, dass es für einen Vater wegen der Überschaubarkeit seines Falles in der Regel günstiger ist, sich erst bei einem entsprechenden Betroffenen-Treffen sachkundig zu machen.
          Ein Anwalt kassiert für jedes lumpige Schreiben ans Gericht oder die Gegenanwältin 200 €, Geld, das viele Väter schlicht nicht übrig haben. Was die Erstberatung kostet, weiß ich aktuell nicht.

          Wenn ich ihnen aus der Sachlage heraus sagen kann, dass ihre Absicht Null Aussicht auf Erfolg hat und dies auch – notfalls in mehrstündigem Gespräch – begründe, dann hat er das Geld und sich möglicherweise sogar einen verheerenden Rechtsstreit gespart.

          „Anscheinend beschränkst du deinen Rat ja noch nicht einmal auf Karlsruhe und Frankfurt und nimmst in Kauf, dass die Leute zu einem Beratungsangebot gehen, dessen Qualität “schwankt” oder versuchen sich das im internet anzulesen oder mit irgendwelchen anonymen Personen im Internet zu besprechen.“

          Auch wieder eine sehr verkürzende Interpretation von Dir.
          Die Qualität von Anwälten schwankt MINDESTENS so sehr, wie die der Vätergruppen.
          Die Internet-Gemeinde in den Foren nutzt natürlich meistens Nicknames. Aber jeder kann sich auch vor Ort informieren. Die jeweiligen Adressen sind für jeden Ratsuchenden einsehbar.

          „Das ist eine hoch riskante Strategie.“

          Nein, sie ist nicht riskanter, als mit einem Anwalt.
          Nur billiger.
          Und MINDESTENS so erfolgreich, behaupte ich.

          „Selbst wenn man die richtigen Tipps erkennt, werden sie viele dennoch nicht umsetzen können, weil sie emotional zu eingespannt sind um die Vorgänge objektiv zu bewerten.“

          Nochmal grundsätzlich: es gibt keine richtigen Tipps in einem hochgradig willkürlich gehandelten System, wie der Familienjustiz!
          Es gibt nur Wahrscheinlichkeiten. Und wir vermitteln den Leuten Tipps, wie sie ihr Ziel mit der höchsten Wahrscheinlichkeit erreichen.
          Beispiel: „Nimm nen harten Hund als Anwalt, der wird das Meiste für Dich rausholen!“ ist ein Tipp, der funktionieren kann, aber mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit.
          „Lass Dich nicht vom Richter provozieren und ablenken. Bleib sachlich und knete Deine Wut ggf. in einen Kieselstein, den Du dafür in der Hosentasche mitnimmst“ ist ein guter Ratschlag, der die Erfolgsaussicht steigert.
          Den Ratschlag haben wir – aufgrund einer Warnung hier im Blog übrigens – abgeändert in einen Gummiball (Squash).
          Natürlich sind Väter emotional sehr eingespannt. Aber auch das kann u.U. ein Vorteil sein. Hier muss eben nur vorab geklärt sein, ob sich ein Vater so einen Prozess zutraut.
          Wenn nicht, sollte er sich tatsächlich vertreten lassen.
          Auch das wird ihm dann empfohlen.

          • @Carnofis

            „Nein, ich kann das nur von Karlsruhe und Frankfurt sagen. Und die entsprechenden Personen sind dort jederzeit präsent, wenn Bedarf besteht. Es gibt regelmäßig wöchentliche oder monatliche Treffen.“

            Also, dann muss der Rat in anderen Gegenden doch sein, sich an einen Fachmann zu wenden.

            „Dass ich nur die beiden Kreisgruppen genannt habe, heißt nicht, dass sie die einzigen sind.“

            Ist aber ein ziemliches Risiko, sich dort beraten zu lassen.

            „Viele Leidensgenossen nicht, aber DIE, die die Beratung machen.“

            Auch bei denen weiß man ja nicht, über welche Erfahrung sie verfügen. Selbst wenn sie dir sagen, dass sie 10 Jahre Erfahrung haben. Das wird dir ja ein Anwalt auch sagen: Ich habe 10 jahre Erfahrung und Jura studiert.

            „Die anderen können zumindest aus den Erfahrungen berichten, die sie mit dem jeweils relevanten Gericht machten.“

            Auch da weiß man wenig über die Erfahrung und auch wenig über die jeweiligen Personen. Ich habe schon leute von schrecklichen Fehlurteilen und Richterwillkür reden hören, die einfach nicht eingesehen haben, dass ihre Eigendarstellung wenig dazu beiträgt, dass man ihnen Kinder anvertrauen will und die bei weiterem Schildern des Sachverhalts schlicht schlechte Karten hatten und diese noch durch ihre Art verschlechtert haben.

            „Bei dem hohen Willküranteil in Familienverfahren eine wertvolle Erfahrung.“

            Die meisten Richter handeln nicht willkürlich. Sie handeln auf der Grundlage des Richterrechts, dass sich zu den Paragraphen herausgearbeitet hat.

            „Ich schreibe nicht von “Internet-Jura”, sondern von praktischer ERFAHRUNG. Das sind zwei sehr unterschiedliche Dinge.“

            Um die praktische Erfahrung einzuordnen muss man allerdings eine juristische Wertung vornehmen. Sonst meint man alles sei einfach Willkür.

            „Eine Vielzahl der ratsuchenden Väter kommt zu uns, NACHDEM ihr Anwalt den Karren richtig in den Dreck gefahren hat und z.B. einen Antrag vor Gericht stellte (aSR), der keine Aussicht auf Erfolg hatte.“

            Und? Eine große Anzahl kommt auch nicht zu euch, weil sie von ihren Anwälten gut beraten worden ist. Andere werden in eure Gruppe kommen und in euren Foren lesen und danach einen Anwalt beauftragen.
            Natürlich kann auch mal was schief gehen. Und hinterher ist man immer schlauer. Gibt auch genug Mandanten, die den Fall beim zweiten Anwalt / bei der nächsten Instanz die sie berät ganz anders schildern als bei der ersten. Plötzlich waren alle Reaktionen ganz klar und der Anwalt hätte sie voraussehen müssen. Was nicht bedeutet, dass es nicht auch schlechte Anwälte gibt.

            „Ich hatte neulich mindestens ein Beispiel so einer Glanzleistung eines “Fachmannes” gebracht.“

            Und deswegen meinst du die gesamte Anwaltschaft in den Dreck ziehen zu können?
            Schau doch einfach mal auf die Zahlen: Wieviele Trennungen gibt es, wieviele davon landen bei einem Anwalt und wieviele bei euch. Das du von einem Anwalt hörst, der mist gebaut hat ist dann schon wegen der Anzahl der Fälle sehr viel wahrscheinlicher.

            „Du pauschalisierst. Nicht jeder hat mehr Erfahrung, als die Spezialisten. Aber auf der anderen Seite sprichst Du offenbar Laien die Fähigkeit ab, sich das Wissen und Können in 10 Jahren selbst anzueignen“

            Nein. Durchaus nicht. Ich bin ja selbst kein studierter Biologe und meine bei rein evolutionären Theorien mit Biologen mitlesen zu können. Ich halte deswegen aber nicht alle Biologen für blöd. und mir ist auch bewußt, dass sie in vielen Bereichen über Zusatzwissen verfügen, das ihnen eine Verständnis erleichtert.
            Ich finde schlicht die Abwertung von den eigentlichen Fachleuten geradezu bizarr. Du scheinst ihnen abzusprechen, sich in einem Studium und einer zB 10 jährigen Tätigkeit Wissen anzueignen und erklärst sie alle zu unfähigen Idioten.

            „Und mancher dieser Laien steckt sehr viel tiefer in der Materie, als ein Anwalt, der auf verschiedenen Gebieten aktiv ist.“

            So kompliziert ist das Sorgerecht und das Umgangsrecht nun auch wieder nicht. Es kommt ebenso in ziemlich vielen Fällen zu diesbezüglichen Regelungen, auch außergerichtlichen. Genug Rechtsanwälte klären entsprechende Fragen ganz einvernehmlich und ohne gerichtlichen Antrag. Und diesbezügliche Beratungen sind auch üblicher Gegenstand der Beratungen nach einer Trennung.

            „Erst recht, wenn man bedenkt, dass unsere Laien sich auf einen verhältnismäßig engen Bereich des Familienrechts beschränken können.“

            Dafür haben sie eben den Nachteil, dass die meisten Laien Urteile schlechter lesen und einordnen können. Sie verstehen nur einen Teil, weil sie die Grundlagen nicht kennen und sehen das System dahinter nicht.

            „Das ist ein Absatz, den ich am liebsten gar nicht weiter kommentieren will. Er zeigt, dass Du wirklich keine Ahnung von der Materie hast.
            Kinder zurück zu entführen ist ein derartiger Alptraum für diese, dass sich mir wirklich die Haare sträuben, dazu zu raten“

            Das ist eine Frage der konkreten Situation. Wenn die Mutter gerade erst umgezogen ist, zB zu ihrer Mutter, dann muss der Umzug zurück ins Ehehaus nicht sehr traumatisch sein, gerade wenn da viele Sachen und ihre Freunde sind.

            „Die Methode ist LEIDER legal, weil auch die vorherige Entführung bei den meisten Gerichten – obwohl eindeutig rechtswidrig – rückwirkend gebilligt wird.“

            Das gefährliche ist ja die verfestigung der Zustände: Anmeldung in einer neuen Schule bei einem passenden Alter des Kindes, zB zwischen kindergarten und Schule, bei der dann Gerichte darauf abstellen, dass es sich eben schon verfestigt hat und sie jetzt dort neue Freunde haben etc.

            „Mütter haben keinen Umgangswunsch zu GEWÄHREN. Umgang zu beiden Eltern ist das minimale Grundrecht der Kinder. Eigentlich sogar (Art. 6 GG) das Recht mit und bei beiden Eltern zusammen zu leben. Ein Grundrecht, das die Justiz regelmäßig mit Füßen tritt.“

            Das ist doch langweilige Wortklauberei. Es ging darum, dass sie praktisch, wenn die Kinder bei ihr leben, eben den Umgang gewährt. Denn sie wird, wenn sie denkt, dass er die Kinder mitnehmen könnte, eben genau aufpassen, dass ihm das nicht gelingt. Ob das dann ein Kinderrecht ist, ist ja relativ egal, das interessiert erst bei einer rechtlichen Betrachtung vor Gericht.

            „Genau der “harte Hund” ist in über 90% der Fälle schädlich für Väter“

            Da bin ich bei dir: Aber viele wollen ihn eben haben, weil sie meinen kämpfen zu müssen. Das wird durch das Gerede von der reinen Willkür der Gerichte natürlich noch verschlimmert, da haben dann viele erst recht das Gefühl reinschlagen zu wollen. Ein mir bekannter Anwalt sagt bei so etwas seinen Mandanten immer „sie können es sich aussuchen, wir können es so machen, wie ich es für sie am besten halte, oder ich kann für sie eine Show des wilden Mannes aufführen, die sie gut finden, aber bei der das Gericht weiß, dass sie nur für sie ist. Das ist ihre Entscheidung“.

            „Und das – mit Begründung – machen wir ihnen auf den Treffen auch klar.“

            Das ist auch sicherlich vernünftig. Aber es wollen eben auch nicht alle.

            „Auch, dass der Mandant Herr des Verfahrens ist, ist ein Märchen“

            Er ist derjenige, der letztendlich entscheidet. Wenn er will, dass kein verfahren eingeleitet wird, dann kann der Rechtsanwalt natürlich versuchen ihn zu überzeugen, kann das Mandat niederlegen oder kann fluchen. Aber er wird eben kein Verfahren einlegen. Wenn der Mandant will, dass es ein Verfahren gibt, dann kann man ihn auch nur auf die Risiken hinweisen, wenn er es aber dann immer noch will, dann kann man wiederum nur niederlegen oder eben das Verfahren einleiten.

            „99% der Väter (und Mütter) wissen überhaupt nicht, was dort in einem Prozess passiert, werden aber so behandelt, als würden sie es.“

            Das schadet ja auch nicht immer. Problematisch ist es, wenn jemand sich etwas durchgelesen hat, es nicht verstanden hat, meint, dass es übertragbar wäre und es dann so haben will.

            „Das ist DEINE Interpretation. Ich habe an keiner Stelle von Internet-Juristen geschrieben.“

            Das ist nun einmal häufig die Folge, wenn man auf Internetforen hört.

            „By the way: ja, wir haben auch Rechtsanwälte unter den entsorgten Vätern. Sie lassen sich – jedenfalls kenne ich keinen einzigen Fall – NICHT von Kollegen vertreten, weil auch ihnen spätestens nach ihrem eigenen Verfahren klar war, dass man mit juristischen Tricks in einem Willkürsystem nur sehr begrenzt weiter kommt.“

            Da kommt schon wieder dein Feindbild durch. Natürlich kann man auch einen ganz harmonischen Anwaltsbrief schreiben, wie er gerade in Sorgerechtssachen häufig vorkommt.

            Sehr geehrte Frau X,

            In der vorbezeichneten Angelegenheit hat sich uns anlässlich ihrer Trennung ihr Ehemann, Herr X, an uns gewandt. Eine auf uns lautende Vollmacht fügen wir in Anlage bei.

            Unser Mandant möchte noch einmal versichern, dass er anstrebt alle Angelegenheiten einvernehmlich und friedlich zu regeln und uns auch in diesem Sinne beauftragt hat.
            Aus unserer Sicht ist vordergründig zunächst das Umgangsrecht zu klären, dabei möchten wir die folgende Regelung vorschlagen:

            ….

            Bezüglich der elterlichen Sorge sollte es beim gemeinsamen Sorgerecht verbleiben.

            Wir bitten um Bestätigung, dass auf diese Weise verfahren werden kann und verbleiben

            mit freundlichen Grüßen

            Rechtsanwalt

            Wenn man dazu noch Fragen des Unterhalts und des Zugewinn und der Aufteilung der Ehewohnung treffen will ist die Regelung des Umgangs und des Sorgerechts angesichts eines Gegenstandswertes von 3.000 € übrigens häufig von den außergerichtlichen Gebühren her nahezu umsonst, da ein gemeinsamer Streitwert gebildet wird.

            „Auch das ist DEINE Interpretation. Ich habe kein Feindbild gegenüber Anwälten, allenfalls gegenüber Familienrichtern. Und daraus habe ich nie einen Hehl gemacht.“

            Also akzeptierst du, dass Rechtsanwälte auch durchaus vernünftig beraten können?
            Ein erkennbares Feindbild gegenüber Familienrichtern ist auch meiner Meinung nach nichts gutes bei einer Beratung. Denn tatsächlich treffen diese ihre Entscheidungen nicht willkürlich und auch nicht in der Absicht Männer zu diskriminieren. Wenn das in die Beratung einfließt, dann könnte diese schon deshalb fehlerhaft sein.

            „Ich rate Vätern – und dabei bleibe ich auch – dazu, sich vorab von Betroffenen beraten zu lassen, weil es für sie billiger ist und in den meisten Fällen mindestens genauso schnell zum Ziel führt.“

            Wie gesagt: Die Zusatzkosten können sehr gering sein. Wenn man zB durch andere Punkte, mit denen man eh zum Anwalt muss, schon einen Gegenstandswert von 20.000 € zusammen hat, dann sind 3.000 € Gegenstandswert mehr eine Erhöhung um 46 € x 1,3 =59,80 € + mwst = 71,16 € wenn man es außergerichtlich hält.

            „Wir beraten eben nicht nur rechtlich, sondern auch – eigentlich schwerpunktmäßig – taktisch. Rechtsberatung dürften wir eh nicht leisten. Macht in einem Willkürsystem auch keinen Sinn.
            Auch ein Grund übrigens, sich den Anwalt zu sparen.“

            Wenn man meint, dass es ein Willkürsystem ist.

            „Wenn Du mich zu widerlegen versuchst, bist Du meist Derjenige, der mit WIKIPEDIA-Wissen zu glänzen versucht. Du scheinst wirklich zu glauben, dass es genügt, die Gesetze zu kennen, um das System zu verstehen.“

            Die Wikipedia ist eben etwas einfacher zu zitieren und dort stehen auch gute Grundlagen.

            „Dem ist aber nicht so. Willst Du in diesem Sumpf erfolgreich sein, musst Du jedes einzelne Gericht kennen, weil jeder Richter anders urteilt.
            Darauf muss man seine Taktik abstimmen können.“

            Ach was. Genug Richter urteilen recht gleich, auch wenn es natürlich Tendenzen und Vorlieben gibt.

            „Hab ich nie behauptet. Außerdem habt längst nicht jeder Fachanwalt für Familienrecht schon 30 Jahre Erfahrung auf dem Buckel.“

            Dann eben 5 oder 10 Jahre + Studium, dass ist immer noch mehr Erfahrung als viele Berater oder Kommentatoren im Internet haben werden. Irgendwo wird ja bei euch auch ein junger Berater sein. Außerdem kann man sich seinen Anwalt ja entsprechend aussuchen.
            ich wollte damit auch einfach nur sagen, dass es natürlich hoch qualifizierte Anwälte gibt und insofern ein undifferenziertes Anwaltsbashing wenig bringt.
            Natürlich ist Familienrecht insofern gefährlich, weil es sehr speziell ist. Der nicht spezialisierte kann hier schnell in Fallen laufen

            „“Und du hättest da Informationen, die die nicht haben?”“
            „Du wirst es nicht glauben, aber das kommt tatsächlich vor.“

            Du wirst es nicht glauben, aber der Rechtsanwalt wird häufig auch wissen haben, dass du nicht hast. Und häufig wird dein Spezialwissen gar kein Spezialwissen sein.

            „Und hier brilliert tatsächlich das Internet-Wissen. Auch die Qualität Deines Blogs besteht nicht unerheblich darin, dass hier ein halbes Dutzend Leute das Internet weltweit nach Infos über Feminismus absucht“

            Sicher. Aber auch Rechtsanwälte haben Kollegen, unterhalten sich untereinander, lesen Fachzeitschriften oder sogar schlicht und einfach Internetbeiträge.

            „Was der Anwalt über seine Ausbildung leistet, schafft manchmal einfach die schiere Menge an Infos, die man in den Treffen zusammensammeln kann.“

            Und du meinst täglich zwei Mandanten vor einem zu haben, mit denen man die Probleme lösen muss und tägliche Auseinandersetzung mit Kollegen auf der Gegenseite, die auch beständig neue Ideen bringen, schafft kein Wissen?
            Wenn es einen neuen Trend gibt, der im Internet umgeht, dann wird der Anwalt von einem seiner Mandaten ebenso die Frage hören, ob man es nicht auch so oder so machen könnte. Oder einer der Gegner versucht es auf diese oder jene Art.

            „Merkst Du was? Du wirst immer polemischer und unsachlicher.“

            Nein, ich finde nur, dass du da ziemlich arrogant eure Sachen als absolut setzt. Das ihr Veranstaltungen mit Vortragenden aus der Praxis organisiert ist ja wunderbar. Aber ich würde mal behaupten, dass andere da durchaus auch gute Sachen anbieten:
            https://www.anwaltakademie.de/category-familienrecht-15-fao
            http://www.eiden-seminare.com/page/showlist_sem_2015.php?gebiet=Familienrecht&gruppe=JF
            http://www.juristische-fachseminare.de/FB-Familienrecht.html

            „Ich war auf keiner entsprechenden “Fortbildung”“

            Eben.

            „Unsere Fortbildung sind die Erfahrungen Betroffener, die durch immer weitere Zugänge ergänzt werden und das gepflegte Halbwissen Vieler – also eine Art Schwarmintelligenz.“

            Meine Erfahrung ist, dass Schwarmintelligenz im juristischen recht doof ist.
            Halbwissen ist dort eben sehr gefährlich.
            Häufig wird das System nicht erkannt.
            Dann erscheint alles als willkür

            „Reicht mit Sicherheit nicht, einen Vater durch die Instanzen zu bringen, aber – und hier wiederhol ich mich – für die einfache Klärung eines Sachverhalts vor dem örtlichen Amtsgericht allemal.“

            Das kann ich mir durchaus vorstellen.
            Allerdings habe ich da schon einige Greuelgeschichten gehört, wenn Leute meinten, dass sie sich einfach mal eines Laien als Hilfe bedienen. Schon simple Sachen wie Beweisanträge fehlen häufig, es werden für die Schlüssigkeit wichtige Punkte nicht vorgetragen, es wird unwichtiges aufgeführt und es dann als Willkür angesehen, wenn das Gericht darüber hinweggeht.
            Garniert wird das dann noch mit ein paar Befangenheitsanträgen.

            „Und dort durften wir schon in zwei Fällen den Familienrichter (die Richterin) über die Rechte des Vaters, gemäß ZPO einen Beistand zu benennen, aufklären. Das war diesen “Fachleuten” schlicht unbekannt.“

            Es ist ihnen üblicherweise durchaus bekannt, sie wünschten nur, dass er sich jemanden nimmt, der versteht, was er da macht. Weil man dann nicht die Hälfte erklären muss.

            „Hab ich das an irgendeiner Stelle bestritten? Nicht, dass ich wüsste.“

            Also würdest du es auch so sehen? Das wäre ja erfreulich.

            „Was ich sage – und auch hier wiederhole ich mich – ist, dass es für einen Vater wegen der Überschaubarkeit seines Falles in der Regel günstiger ist, sich erst bei einem entsprechenden Betroffenen-Treffen sachkundig zu machen.“

            Wenn er einfach nur wissen will, wie man typischerweise eine Umgangsvereinbarung macht, dann ist das in der Tat kein Problem.

            „Ein Anwalt kassiert für jedes lumpige Schreiben ans Gericht oder die Gegenanwältin 200 €, Geld, das viele Väter schlicht nicht übrig haben. Was die Erstberatung kostet, weiß ich aktuell nicht.“

            Die Erstberatung kostet bis zu 190 € netto, wobei es in den sonstigen Gebühren aufgeht.
            Ein Rechtsanwalt kassiert in Deutschland, wenn man keine Gebührenvereinbarung getroffen hat, keine 200 € pro schreiben, sondern es wird nach Gegenstandswert abgerechnet.
            http://dejure.org/gesetze/RVG/Anlage_2.html

            bei einem Gegenstandswert von 3000 €, ein typischer Wert für Umgangsrechte oder das Sorgerecht, beträgt eine Gebühr 201 €, üblicherweise wird eine 1,3 Geschäftsgebühr gemäß 2300 vv RVG berechnet, so dass sich 201 * 1,3 + 20 + mwst = 334,74 € ergeben. Dabei ist es dann egal, wie viele Besprechungen und wie viele Schreiben er schreibt.

            „Wenn ich ihnen aus der Sachlage heraus sagen kann, dass ihre Absicht Null Aussicht auf Erfolg hat und dies auch – notfalls in mehrstündigem Gespräch – begründe, dann hat er das Geld und sich möglicherweise sogar einen verheerenden Rechtsstreit gespart.“

            Wenn du ihm sagen kannst, dass er keine Aussicht auf Erfolg hat, dann kann ihm das der Anwalt auch sagen.

            „Die Qualität von Anwälten schwankt MINDESTENS so sehr, wie die der Vätergruppen. Die Internet-Gemeinde in den Foren nutzt natürlich meistens Nicknames. Aber jeder kann sich auch vor Ort informieren. Die jeweiligen Adressen sind für jeden Ratsuchenden einsehbar.“

            Nur: Ohne eigen Fachkenntnis kann er das schlicht nicht beurteilen.

            „Nein, sie ist nicht riskanter, als mit einem Anwalt.“

            Klar ist sie das. Bei einem Fachanwalt von Familienrecht hat er immerhin folgende Sicherheiten:
            http://www.brak.de/w/files/02_fuer_anwaelte/berufsrecht/faostand01.01.11_korr.pdf

            – abgeschlossenes Jurastudium + referendariat
            – 120 Zeitstunden Fortbildung im fachanwaltskurs
            – Jährlich mindestens 15 weitere Fortbildungsstunden
            – zumindest 3 theoretische Leistungskontrollen
            – mindestens 120 Fälle, davon mindestens 60 gerichtliche
            – mindestens 3 Jahre als Rechtsanwalt zugelassen

            Beim Internet hat er keinerlei sicherheiten.

            „Und MINDESTENS so erfolgreich, behaupte ich.“

            Das wäre ja eine interessante Frage

            „Nochmal grundsätzlich: es gibt keine richtigen Tipps in einem hochgradig willkürlich gehandelten System, wie der Familienjustiz!“

            Das denkst du.

            „Beispiel: “Nimm nen harten Hund als Anwalt, der wird das Meiste für Dich rausholen!” ist ein Tipp, der funktionieren kann, aber mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit.“

            Kommt eben auch auf den Fall an und auf die Gegenseite.

            “Lass Dich nicht vom Richter provozieren und ablenken. Bleib sachlich und knete Deine Wut ggf. in einen Kieselstein, den Du dafür in der Hosentasche mitnimmst” ist ein guter Ratschlag, der die Erfolgsaussicht steigert.

            Aber nun wahrhaftig kein Geheimwissen: „Wie bekomme ich meinen Mandanten ruhig und wie sollte er sich präsentieren“ das ist ja nun des Anwalts täglich Brot.

            „Natürlich sind Väter emotional sehr eingespannt. Aber auch das kann u.U. ein Vorteil sein. Hier muss eben nur vorab geklärt sein, ob sich ein Vater so einen Prozess zutraut.“

            Es geht ja nicht darum, dass er angespannt ist. Das ist zu erwarten. Sondern darum, dass man es deswegen besser nicht selbst macht.

            „Wenn nicht, sollte er sich tatsächlich vertreten lassen.
            Auch das wird ihm dann empfohlen.“

            Fast immer eine gute Idee.

        • Ich denke, wir brechen die Debatte hier ab.
          Es ist nervig, mich für Aussagen zu rechtfertigen, die ich nicht einmal sinngemäß getan habe („Und deswegen meinst du die gesamte Anwaltschaft in den Dreck ziehen zu können?“; „Ich finde schlicht die Abwertung von den eigentlichen Fachleuten geradezu bizarr.“; „Da kommt schon wieder dein Feindbild durch.“).
          Familienrecht scheint bei Dir ein Thema zu sein, wo Du losgehst, wie ein Stier aufs rote Tuch (ich weiß, dass Stiere farbenblind sind. Trotzdem ist das Tuch rot) und jegliche Distanz missen lässt.
          Und bei der Diskussion verwendest Du genau die Methoden, für die wir z.B. die Feministinnen kritisieren. Das ist unschön und eigentlich unnötig.
          Das kann ich mir nur damit erklären, dass Du in irgendeiner Weise zumindest emotional eng in dieses System „Familienjustiz“ eingebunden bist.

        • Das kann ich mir nur damit erklären, dass Du in irgendeiner Weise zumindest emotional eng in dieses System “Familienjustiz” eingebunden bist.

          Dem Eindruck kann man sich schlecht verwehren.

          Christian, es ist schon ein wenig seltsam, dass ausgerechnet du hier fachliche Autorität hochhältst, der du ja tagtäglich nichts anderes tust als dich als „Laie“ zu biologischen, psychologischen und juristischen Dingen zu äußern.
          Du verweist hier auf die juristische Ausbildung, aber gerade bei dem Thema äußerst du dich ständig in einem belehrenden Duktus, als seist du selbst Jurist.
          Carnofis argumentiert hier ja gar nicht gegen Aussagen eines Juristen, sondern gegen einen Laien, der meint stellvertretend für Juristen sprechen zu können.
          Man merkt zwar an deinen Ausführungen, dass du durchaus einiges weißt, aber letztlich machst du damit ja auch nichts anderes als Carnofis, nur auf ziemlich intransparenter Grundlage.

          Woher meinst du dich denn so gut auszukennen, wenn nicht aus Internet oder dritter Hand? Was sind deine eigenen Erfahrungen als Beteiligter im Familienrecht? Ich fände es mal an der Zeit, dass du das offenlegst.

          Einige deiner Äußerungen („Sie verstehen nur einen Teil, weil sie die Grundlagen nicht kennen und sehen das System dahinter nicht.“) könnte man auch auf dein Blog anwenden, manchmal denke ich da nämlich genau das.

          Aber auch wenn dir an manchen Stellen Grundlagen oder größere Zusammenhänge fehlen, würde ich auch sofort sagen, dass du sicherlich mehr zum Thema deines Blogs weißt als die meisten Biologen und Psychologen.
          Durch jahrelange Aktivität in einem Feld kann man definitiv auch eine gute Expertise erwerben. Umso mehr, wenn man wirklich praktische Erfahrungen mit Fachleuten macht.

          Nach meinen Eindruck hat das was Carnofis sagt Hand und Fuß. Ich finde ihn vertrauenswürdig und nach meinem eigenen Einblick in das Feld (der sich auf knapp 3 Jahre Assistenztätigkeit während des Hauptstudiums beschränkt) kann ich zumindest einige Dinge bestätigen. Es gibt definitiv nicht so wenige Anwälte, die ihre Mandanten schlecht vertreten und zu unnötigen Eskalationen beitragen.
          Ich habe es andererseits schon zweimal erlebt, dass im Vorfeld eines Gutachtenfalls Gerichte das Aufenhaltsbestimmungsrecht auf den Vater übertragen und damit Fakten zu seinen Gunsten geschaffen haben, weil die Mutter zuvor mit den Kindern abgehauen war. Nach meinen Erfahrungen kann also der rechtliche Weg da schon der besser sein.

          Ansonsten aber darf man nicht vergessen, dass der juristische Weg ja nicht der einzig mögliche ist und oftmals nicht das Nonplusultra darstellt. So gesehen macht es für mich angesichts der Zustände sehr viel Sinn, sich vorher an Vereine zu wenden, die mit der Situation einer ungeklärten Sorge/Trennung haben und einen unabhängig und kostenfrei beraten.

          Es gibt ja auch unzählige andere Beispiele für Themen, wo sich eine Netzrecherche und der Austausch mit kundigen „Laien“ wesentlich mehr lohnt als der teure Gang zum Anwalt.
          Bsp. findet man alle relevanten Informationen im Netz, was Abmahnungen wegen Filesharing angeht.
          Unbedingt nen Anwalt nehmen ist also nicht pauschal richtig.

          • @David

            „Christian, es ist schon ein wenig seltsam, dass ausgerechnet du hier fachliche Autorität hochhältst, der du ja tagtäglich nichts anderes tust als dich als “Laie” zu biologischen, psychologischen und juristischen Dingen zu äußern.“

            ich habe mich nicht dagegen ausgesprochen, dass Laien sich äußern. Nur dagegen, dass man Leuten rät, dass sie sich nicht an einen Rechtsanwalt wenden sollen, weil die keine Ahnung haben. Das wäre ungefähr so als würde ich hier über Evolutionsbiologie schreiben und dann anführen, dass man bloß nicht auf Dawkins und Co hören sollte oder die dazu lesen sollten, die hätten keine Ahnung, das Internet wäre da viel besser.

            „Einige deiner Äußerungen (“Sie verstehen nur einen Teil, weil sie die Grundlagen nicht kennen und sehen das System dahinter nicht.”) könnte man auch auf dein Blog anwenden, manchmal denke ich da nämlich genau das.“

            Ja, aber ich schreibe hier einen privaten Blog Das Äquivalent wäre wohl eher, wenn man psychisch kranken raten würde, sich doch von diesen Psychologen und Psychiatern fern zu halten, da können man lieber in ein Forum für Betroffene gehen, die hätten da einfach mehr Praxiserfahrung, da gäbe es auch einzelne selbst betroffene, die das seit 10 Jahren machen und einfach mehr gehört hätten als die Psychologen und Psychiater, die wären dafür viel besser geeignet und würden auch nichts kosten. Du würdest mir nicht ernsthaft erzählen wollen, dass du diesen Rat nicht sehr kritisch sehen würdest?

            „Aber auch wenn dir an manchen Stellen Grundlagen oder größere Zusammenhänge fehlen, würde ich auch sofort sagen, dass du sicherlich mehr zum Thema deines Blogs weißt als die meisten Biologen und Psychologen.“

            Ich neige vielleicht dazu, in der Hitze des Gefechts etwas zu übertreiben, daher hier noch mal eine Feststellung. Carnofis scheint durchaus in der Materie drin zu sein. Ich kann mir vorstellen, dass Leute bei ihm gut beraten werden.
            Allerdings ist dennoch der Rat, nicht zu einem Anwalt zu gehen oder die Einschätzung, dass Leute beim Anwalt schlecht aufgehoben sind, ebenso fatal wie der Rat nicht zum Psychiater oder Psychologen zu gehen, wenn man ernste Probleme hat (und eine Scheidung ist meist ein solches ernsteres Problem). Natürlich kann man auch dort häufig guten Rat finden, aber man kann an einen Carnofis oder an einen der keine Ahnung hat kommen. Ebenso wie man an einen schlechten Psychologen oder Psychiater kommen kann. Es ist aber eben deutlich schwerer einzuschätzen und das Risiko ist höher.

            „Durch jahrelange Aktivität in einem Feld kann man definitiv auch eine gute Expertise erwerben. Umso mehr, wenn man wirklich praktische Erfahrungen mit Fachleuten macht.“

            Natürlich. Aber der Rat „wende dich nicht an einen Fachmann“ macht mich eben immer mißtrauisch. Wenn ich ihn da falsch verstehe oder ihn da verwechsele und ihm gedanklich Kommentare zuordne die „Anti-Rechtsanwalt“ sind, dann wäre das mein Fehler. Sollte seine Position sein „Wir bieten ebenfalls gute Beratung an und wir wissen auch, wann wir Sachen abgeben müssen“ dann hätte ich damit kein Problem.
            (um mal einen anderen bereich zu nennen: Verbraucherschutzvereine oder Vermieter-/Mietervereine machen ebenfalls im juristischen gute Arbeit, ich kenne da aber keine Stimmen, die sagen, „gehen sie nicht zum Anwalt, die können das nicht“.

            „Nach meinen Eindruck hat das was Carnofis sagt Hand und Fuß. Ich finde ihn vertrauenswürdig und nach meinem eigenen Einblick in das Feld (der sich auf knapp 3 Jahre Assistenztätigkeit während des Hauptstudiums beschränkt) kann ich zumindest einige Dinge bestätigen. Es gibt definitiv nicht so wenige Anwälte, die ihre Mandanten schlecht vertreten und zu unnötigen Eskalationen beitragen.“

            Auch hier kann man ja das Beispiel aus der Psychologie und Psychiatrie bringen: Wenn man sich im netz auf Anti-psychiatrie-Seiten umguckt oder sich mit leuten umhört, dann wird man auch genug Geschichten hören, die auf schlechte Diagnosen und behandlungen hinauslaufen. Prominentes Beispiel: Die Kinderpsychologinnen, die ihren Patientinnen eingeredet haben, dass sie sexuell belästigt worden sind. Also: Das kann auch das Internet besser, keinen mehr zum Psychologen schicken!
            Natürlich gibt es Rechtsanwälte die eskalieren. Es gibt auch Mandanten, die es eskaliert haben wollen. Natürlich gibt es Rechtsanwälte, die im Familienrecht schlecht sind. Aber im Schnitt wird man bessere Informationen bei einem Rechtsanwalt erhalten als bei einem Verein bei dem sich Betroffene beraten. Selbst wenn einige Vereine Personen vor Ort haben, die sehr gut in ihrem Bereich sind. Genauso wie spezialisierte Mediziner (im weiteren Sinne) üblicherweise Patienten besser beraten werden als Gruppen von Betroffenen (erst recht: gruppen von betroffenen aus dem internet).

            „Ich habe es andererseits schon zweimal erlebt, dass im Vorfeld eines Gutachtenfalls Gerichte das Aufenhaltsbestimmungsrecht auf den Vater übertragen und damit Fakten zu seinen Gunsten geschaffen haben, weil die Mutter zuvor mit den Kindern abgehauen war. Nach meinen Erfahrungen kann also der rechtliche Weg da schon der besser sein.“

            Das Problem bei einem Gutachten ist ja die Zeit, die hier benötigt wird. Wenn das Kind dann 3 Monate (ein eher kurzer Zeitraum für ein Gutachten, ich würde mindestens 6 rechnen) bei einem der Elternteile lebt, dann ist die Frage, wenn beide im Grundsatz erziehungsfähig sind, meist schon entschieden: Die Umstände haben sich verfestigt, es ist ungewiss, ob eine Veränderung günstig ist, man sollte es lieber so lassen, weil das Kind zur Ruhe gekommen ist.

            „Ansonsten aber darf man nicht vergessen, dass der juristische Weg ja nicht der einzig mögliche ist und oftmals nicht das Nonplusultra darstellt. So gesehen macht es für mich angesichts der Zustände sehr viel Sinn, sich vorher an Vereine zu wenden, die mit der Situation einer ungeklärten Sorge/Trennung haben und einen unabhängig und kostenfrei beraten.“

            Ich sage ja auch nicht, dass es keinen Sinn macht. Ich sage, dass diese „wir sind besser als Rechtsanwälte, die haben keine Ahnung“ falsch ist. Rechtsanwälte klagen auch nicht per se. Vieles wird außergerichtlich auch zwischen Rechtsanwälten geregelt. Wenn beide sich einigen können, dann stellt der Rechtsanwalt auch keinen Antrag. Und häufig genug wird der Rechtsanwalt dabei eben auch seinem Mandanten darlegen, welche Chancen er hat, wenn es gerichtlich werden sollte. Und danach richtet sich dann die außergerichtliche Strategie.

            „Es gibt ja auch unzählige andere Beispiele für Themen, wo sich eine Netzrecherche und der Austausch mit kundigen “Laien” wesentlich mehr lohnt als der teure Gang zum Anwalt.
            Bsp. findet man alle relevanten Informationen im Netz, was Abmahnungen wegen Filesharing angeht.“

            Klar, das ist ja auch ein hochformalisiertes Verfahren, bei dem beide Seiten nur mit Textbausteinen arbeiten. Die Einzelheiten des Falls spielen quasi keine Rolle. Im Gegenteil: Zu viel individualisiertes darzustellen bietet eher Angriffspunkte.

            „Unbedingt nen Anwalt nehmen ist also nicht pauschal rich“

            Das sage ich auch gar nicht. Mir geht es darum, da Anwälte zu verteufeln
            Ausgangspunkt war:

            https://allesevolution.wordpress.com/2015/03/10/erstellung-einer-vorstellung-der-deutschen-manosphare/#comment-167816

            „@Christian (aka TrennungsFAQ): Dein Einwand ist berechtigt und ich werde das noch mal überarbeiten. Dem Thema “Rechtsanwalt einschalten” kann ich aber nicht zustimmen, denn der Betreiber selbst nennt dies “Waffen in Krisengebiete zu liefern”. Ein Anwalt hat kein Interesse an Deeskalation, daran verdient er kein Geld. Stichwort: Scheidungsindustrie“

            und in der TrennungsFAQ heißt es:

            http://www.trennungsfaq.com/sonstiges.html#anwalt

            In Sorgerechts- und Umgangsverfahren verzichtet man besser ganz auf einen Anwalt. Die Ergebnisse sind oft besser als mit Anwalt. Wer sich gut in die Materie einarbeitet, in Sprache und schriftlichem Ausdruck den Gerichtsgepflogenheiten entsprechen kann, wird sich auch ohne Anwalt gut halten können. In den Gerichtssaal kann man statt einem Anwalt auch einen Beistand nach §12 FamFG mitnehmen. Leider wurden Beistände zugunsten von Anwälten weitgehend ausgeschlossen. Wer sich die Formulierung eines Antrags nicht zutraut, kann Antragstexte kostenlos über die Rechtsantragsstelle formulieren lassen, die jedes Amtsgericht besitzt. Dort findet auch eine Anfangsberatung über den Antrag und Verfahrenskostenhilfe statt. Stösst man auf unerwartete Schwierigkeiten, kann man immer noch einen Anwalt hinzuziehen.

            Einen Laien ohne Rechtsanwalt vor Gericht, dass ist ein gutes Mittel um ihn untergehen zu lassen. Die meisten haben amerikanische Verfahren vor Augen, sie kennen die Normen nicht, sie wissen nicht, was sie vortragen sollen etc.
            Auf die Schwierigkeiten stoßen sie dann im Termin, wenn sie Pech haben kommt danach als nächster Schritt schlicht der Beschluss. Dann ist es zu spät für einen Anwalt.

            Mein Tipp wäre:
            Dem Anwalt gleich am Anfang mitteilen, dass man keinen Streit sucht, sondern sich nach Möglichkeit mit der Gegenseite einigen möchte. Darauf hinweisen, dass man sich bewußt ist, dass man zumindest für die nächsten 18-minus-Alter-des-Kindes Jahre gemeinsam Eltern sein wird und das ein gutes Verhältnis der beste Weg dahin ist.

            Sorgerechts- und Umgangsverfahren bedeutet, dass das Kind schon in den Brunnen gefallen ist: Die gegenseite möchte einem bestimmte Rechte nicht gewähren. Sie wird üblicherweise einen Anwalt haben. Wenn die Gegenseite ein verfahren eingeleitet hat, dann wird sie einem vom Umgang ausschließen wollen oder das Sorgerecht entziehen wollen. Wenn man selbst ein Verfahren eingeleitet haben will, dann werden die meisten schlicht überfordert sein.
            Richtig ist, dass es hier einfache Verfahren gibt: Die Einrichtung des gemeinsamen Sorgerechts zB bei Trennung eines unverheiraten Paares kann man im Prinzip auch alleine mit Schriftsätzen aus dem Netz machen. Man muss ja quasi selbst nichts vortragen, außer das man der Vater ist. Es sei denn die Gegenseite erwidert und fängt an mit Dreck zu werfen.

        • Ich ahnte schon, dass du diesen Vergleich bringen würdest, und er hat natürlich eine gewisse Schlagkraft 😉

          Ich denke, so leicht lässt sich das aber doch nicht übertragen.

          Es gibt doch durchaus viele Dinge, die man mit ein bisschen Recherche gut und kostenneutral alleine regeln kann.
          Das fängt schon bei vielen Reparaturen an, die man auch ohne teuren Fachmann erledigen kann.
          Grade im Rechtsbereich ist man doch häufig ohne Anwalt sehr gut dran, wenn man die richtigen Infos hat (Mieterverein ist ein gutes Beispiel)
          Übrigens gibt es ganze Fachbereiche, die das Problem erkannt haben und daher dem juristischen Weg vorgeschaltete Angebote machen: Familienberatung und Mediation (ob das was taugt, ist die andere Frage).
          Es ist wohl Fakt, dass sehr viele Betroffene das Anschalten der Anwälte nachher zutiefst bereuen. Sie kosten Unmengen und tragen einfach nicht selten zur Eskalation bei.
          Du kannst doch nicht Leute, die davor warnen, mit Antipsychiatrie-Spinnern in einen Topf werfen.

          Einen Konflikt (möglicherweise juristisch) lösen zu wollen ist doch noch mal etwas anderes als eine gefährliche psychische Erkrankung.
          Im Gegensatz zur Effektivität von Familienanwälten ist der von Psychotherapeuten auf ganzer Linie nachgewiesen.
          Nimmt man keinen, ergeht es einem in aller Regel schlechter.
          Er kostet außerdem den Klienten nichts (Anwälte umso mehr), die „Risiken und Nebenwirkungen“ beschränken sich auf ein paar vereinzelte Schauergeschichten.

          Wenn jemand vor einer psychiatrisch/pharmakologischen Behandlung und deren Nebenwirkungen warnt, kann das durchaus seine Berechtigung haben. So lange der Patient nicht akut gefährdet ist, finde ich es legitim, auf Basis eigener negativer Erfahrungen davon abzuraten.

          Und wenn jemand dazu rät, anstatt einer psychiatrischen/psychotherapeutischen Behandlung lieber erstmal eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, bestimmte Selbsthilfe-Bücher zu lesen oder es erstmal mit niederschwelliger Beratung oder nem Heilpraktiker zu versuchen, würde ich das (je nach Art der Störung) auch überhaupt nicht verurteilen, ganz im Gegenteil!

          Es geht also schon um die Frage, ob das Problem so komplex ist, dass Fachleute wirklich so viel bessere Ergebnisse bringen als engagierte Laien. Das ist auch bei psychischen Problemen nicht immer der Fall.
          Ich denke im Familienrecht auch nicht unbedingt.
          Ein einzelner Fachbereich im Recht, scheint mir nicht so komplex, dass man sich da nicht gut anbilden und den Anwalt ersetzen kann.

          Für die meisten Situationen, in denen Väter stecken, gibt es doch höchstens eine Handvoll Handlungsstrategien. Alles weitere liegt doch dann eher im Ermessen der Richter.
          Was es da meinem Eindruck nach braucht, sind gute Strategien und Erfahrung, nicht all zu tiefgehende juristische Kenntnisse.
          Die wichtigsten Regelungen kann man sich schon anlesen.

          Ich kann aber deinen Standpunkt schon auch verstehen. Grundsätzlich von einem Anwalt abraten oder diese als „ahnungslos“ bezeichnen ist sicherlich mehr als unseriös. Aber hat Carnofis das etwa getan?

          Ich habe meinem Frisör ( 🙂 ) auch geraten, sich über Väternotruf und solche Vereine erstmal schlau zu machen.
          Man merkt ja dann schon auch selbst, ob die Leute Ahnung haben oder ob man nen Volljuristen braucht.

          Ich glaube wir kommen da ingesamt auf einen Nenner, gerade weil du ja wohl auch selbst Leute die dich fragen, erstmal mit deinem hier demonstrierten Wissen beraten würdest, anstatt direkt auf einen Anwalt zu verweisen, oder etwa nicht 😉

          Du hast jetzt aber immer noch nicht offengelegt, woher deine Kenntnisse überhaupt stammen? Drückst du dich davor noch? 🙂

          • @david

            „Ich ahnte schon, dass du diesen Vergleich bringen würdest, und er hat natürlich eine gewisse Schlagkraft ;-)“

            Dachte ich mir, dass du da eher dabei bist 😉

            „Es gibt doch durchaus viele Dinge, die man mit ein bisschen Recherche gut und kostenneutral alleine regeln kann. Das fängt schon bei vielen Reparaturen an, die man auch ohne teuren Fachmann erledigen kann.“

            Soweit bin ich ganz bei dir.

            „Grade im Rechtsbereich ist man doch häufig ohne Anwalt sehr gut dran, wenn man die richtigen Infos hat (Mieterverein ist ein gutes Beispiel)“

            Sehr viele Mietervereine werden übrigens von einem Rechtsanwalt im (regionalen) Vorstand gegründet. Er muss dann zwar die Mietglieder umsonst beraten, aber er verdient an den Räumungsklagen etc.
            Aber in der Tat gibt es hier viele Punkte, die die Vereine sehr gut machen. Mit Nebenkosten würde ich eher zu ihnen gehen. Wenn es aber zu Gericht geht, dann werden auch dort die allermeisten einen Anwalt beauftragen. Und sie werden auch nicht behaupten, dass man im Mietrecht bei einem Anwalt nicht passend vertreten wird.

            „Übrigens gibt es ganze Fachbereiche, die das Problem erkannt haben und daher dem juristischen Weg vorgeschaltete Angebote machen: Familienberatung und Mediation (ob das was taugt, ist die andere Frage).“

            Das sind sicherlich andere Punkte. Aber auch ein Anwalt bedeutet nicht immer Streit, es kann auch sehr befriedend wirken, wenn beide Seiten von Anwälten vertreten sind, weil beide jeweils bei ihren Mandanten die jeweiligen Informationen rausfiltern und ihnen sagen, was etwas bringt und sich dann auf einer Fachebene unterhalten. Man diskutiert dann in der Sache, und nicht über die Trennung.

            „Es ist wohl Fakt, dass sehr viele Betroffene das Anschalten der Anwälte nachher zutiefst bereuen“

            Das ist Prozentual aus meiner Sicht keineswegs der Fall. Die meisten sind sich einig, dass sie die Sache ohne ihren Anwalt nicht regeln konnten und empfehlen ihn häufig weiter. Natürlich gibt es auch hier den Effekt, dass man im Nachhinein immer schlauer ist und Rechtsstreitigkeiten viele Unsicherheitsfaktoren haben. Häufig gibt es aber auch kaum eine Alternative außer klein beigeben.

            „Sie kosten Unmengen und tragen einfach nicht selten zur Eskalation bei.“

            Dagegen gibt es ein einfaches Mittel: Dem Anwalt direkt sagen, dass man es nicht aggressiv lösen will, sondern möglichst einvernehmlich. Und um dementsprechende Schreiben bitten. Und sich vor einem gerichtlichen Antrag genau die Erfolgsaussichten und die Kosten erklären lassen und dann selbst entscheiden, ob es einem die Sache wert ist. Ein Rechtsanwalt klagt nicht, wenn ihn sein Mandant nicht beauftragt.
            Auch gut: Den Rechtsanwalt bitten mit der Gegenseite ein direktes Gespräch zu vereinbaren. Da läßt sich auch vieles gut klären.

            „Du kannst doch nicht Leute, die davor warnen, mit Antipsychiatrie-Spinnern in einen Topf werfen.“

            Das ist wohl Ansichtssache. Die Schilderung des Rechtsanwalts als jemanden, der einem nur das Geld aus der Tasche ziehen möchte ist ja nicht so viel besser als die des Psychologen, der einen nur kränker machen kann.

            „Einen Konflikt (möglicherweise juristisch) lösen zu wollen ist doch noch mal etwas anderes als eine gefährliche psychische Erkrankung.“

            Er muss ihn ja auch gar nicht juristisch lösen. Es gibt kein Mittel, welches der Nicht-Rechtsanwalt anwenden kann, welches der Rechtsanwalt nicht auch anwenden kann. Und natürlich kann es schlicht in beiden Fällen eine Dämonisierung sein.

            „Im Gegensatz zur Effektivität von Familienanwälten ist der von Psychotherapeuten auf ganzer Linie nachgewiesen.“

            Das sagst du! Die im internet sagen da was anderes!111elf

            Die Effektivität von Familienanwälten ist durchaus hoch: Es ist noch nie eine Scheidung durchgeführt worden, in der nicht ein Rechtsanwalt einen Antrag gestellt hat 😉

            „Nimmt man keinen, ergeht es einem in aller Regel schlechter.“

            Das ist in vielen Fällen im Familienrecht nicht anders.

            „Er kostet außerdem den Klienten nichts (Anwälte umso mehr), die “Risiken und Nebenwirkungen” beschränken sich auf ein paar vereinzelte Schauergeschichten.“

            Auch da werden dir viele im Internet widersprechen 😉

            „Wenn jemand vor einer psychiatrisch/pharmakologischen Behandlung und deren Nebenwirkungen warnt, kann das durchaus seine Berechtigung haben. So lange der Patient nicht akut gefährdet ist, finde ich es legitim, auf Basis eigener negativer Erfahrungen davon abzuraten“

            Nur, dass eine Gerichtsverhandlung um das Sorgerecht eben meist eine akute Gefährdung ist. Wie soll es sonst zum Verfahren kommen? Welcher Antrag im Sorgerecht ist denn aus deiner Sicht harmlos?

            „Und wenn jemand dazu rät, anstatt einer psychiatrischen/psychotherapeutischen Behandlung lieber erstmal eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, bestimmte Selbsthilfe-Bücher zu lesen oder es erstmal mit niederschwelliger Beratung oder nem Heilpraktiker zu versuchen, würde ich das (je nach Art der Störung) auch überhaupt nicht verurteilen, ganz im Gegenteil!“

            Jeder, der mit seinem Partner noch vernünftig reden kann, der sollte solche Punkte auf alle Fälle erst einmal selbst ansprechen und sich vorher schlau machen, keine Frage. Häufig genug einigt man sich da ja ganz unproblematisch. Nur bei einem Verfahren würde ich mir immer einen Anwalt nehmen

            „Ich denke im Familienrecht auch nicht unbedingt.“

            Nein, wenn ich mir den Fuß umknicke dann weiß ich auch, dass es einfach ein paar Tage braucht. Da brauch ich nicht zum Arzt. Ein gerichtliches Verfahren ist aus meiner Sicht aber eher ein Beinbruch.

            „Ein einzelner Fachbereich im Recht, scheint mir nicht so komplex, dass man sich da nicht gut anbilden und den Anwalt ersetzen kann.“

            Das unterschätzt du glaube ich stark. Es ist ein Gebiet, indem sehr sehr viel Praxis ist und man durchaus Erfahrung braucht, weil sich vieles gerade nicht aus dem Gesetz ergibt.

            „Für die meisten Situationen, in denen Väter stecken, gibt es doch höchstens eine Handvoll Handlungsstrategien. Alles weitere liegt doch dann eher im Ermessen der Richter.“

            Ja, aber dieses Ermessen muss er eben anhand der ihm mitgeteilten Informationen ausüben. Wenn man im Sorgerecht nichts vorträgt und die Gegenseite darauf abstellt, dass sie eben die Hausfrau war und die Kinder versorgt hat, dann wird der Richter für sie entscheiden.

            Man muss dann, wenn man eine Chance haben will, zu den Kriterien umfangreich vortragen, insbesondere eben zu:

            https://allesevolution.wordpress.com/2013/07/27/familiengerichte-sorgerecht-und-mannliche-diskriminierung/

            Förderprinzip: wer bietet dem Kind die besseren Entfaltungsmöglichkeiten, mehr Unterstützung für den Aufbau der Persönlichkeit, die stabilere und verlässlichere Bezugsperson sein. Dabei sind äußere Aspekte wie die Ausbildung des Elternteils und dessen soziale Stellung, die Möglichkeiten das Kind zu verpflegen etc, aber auch die erzieherische Eignung und die innere Bereitschaft, die Verantwortung für die Erziehung und Versorgung des Kindes zu übernehmen, zu berücksichtigen

            Kontinuitätsprinzip: welcher Elternteil ist besser geeignet um eine möglichst einheitliche und gleichmäßige Erziehung des Kinders sicherzustellen. Dabei ist zu berücksichten, inwieweit eine Stabilität des Umfeldes gewährleistet werden kann, also der Personen, die das Kind umsorgen und der Personen, die sonst sein soziales Umfeld, etwa in Schule und Kindergarten, bilden.

            Kindeswille: Mit steigenden Alter wird der eigene Wille des Kindes immer wichtiger. Mit der Äußerung des Kindeswilles kann zum einen eine innere Zuneigung zu einem Elternteil deutlich werden, zum anderen soll ab einem bestimmten Alter auch eine Selbstbestimmung durch das Kind in den Vordergrund rücken. Um so älter das Kind ist um so stärker ist dieser zweite Punkt zu gewichten.

            Bindung an Eltern und Geschwister: Hier ist zu prüfen, welcher Elternteil dem Kind bessere Möglichkeiten bietet die Bindung an Eltern, Geschwister und Dritte zu erhalten. Hier spielt auch die Bindungstoleranz eine Rolle: Inwieweit läßt der Elternteil die Bindung an andere zu oder fördert diese sogar. Bei Geschwistern wird ein gemeinsames Aufwachsen als der Bindung förderlich angesehen.

            Der Richter kann zwar von sich aus nachfragen, aber er wird da, wenn da nichts kommt, nicht sehr in die Tiefe gehen.

            „Was es da meinem Eindruck nach braucht, sind gute Strategien und Erfahrung, nicht all zu tiefgehende juristische Kenntnisse.“

            Wenn man Richtern die Entscheidung gegen einen erschweren will, dann muss man ihnen Urteile in den Weg legen. Da kann ein Juris-Zugriff schon ganz praktisch sein, ebenso wie passende Kommentare. Und diese Fundstellen und Urteile, die muss man natürlich juristisch bewerten, wenn man dem Richter Urteile vorgibt, die alle nicht passen (was schnell passiert, wenn man das System nicht kennt), dann hört er irgendwann auf, sie nachzuschlagen und macht ein Q auf die Akte.

            „Die wichtigsten Regelungen kann man sich schon anlesen.“

            Aber kann man entsprechend vortragen?

            „Ich kann aber deinen Standpunkt schon auch verstehen. Grundsätzlich von einem Anwalt abraten oder diese als “ahnungslos” bezeichnen ist sicherlich mehr als unseriös“

            Solange wir uns da einig sind…

            „Aber hat Carnofis das etwa getan?“

            Vielleicht habe ich ihm da auch etwas unterstellt und was in den falschen Hals bekommen.

            „Ich habe meinem Frisör ( 🙂 ) auch geraten, sich über Väternotruf und solche Vereine erstmal schlau zu machen.“

            Dagegen ist ja auch grundsätzlich nichts zu sagen. Sich im internet schlau zu machen ist auch nicht verkehrt

            „Man merkt ja dann schon auch selbst, ob die Leute Ahnung haben oder ob man nen Volljuristen braucht.“

            Es ist unglaublich einfach jemanden der keine Ahnung hat das Gefühl zu geben, das man Ahnung hat.

        • @ Evochris

          Ich zitiere Dich: „ich habe mich nicht dagegen ausgesprochen, dass Laien sich äußern. Nur dagegen, dass man Leuten rät, dass sie sich nicht an einen Rechtsanwalt wenden sollen, weil die keine Ahnung haben.“

          und an anderer Stelle: „Allerdings ist dennoch der Rat, nicht zu einem Anwalt zu gehen oder die Einschätzung, dass Leute beim Anwalt schlecht aufgehoben sind, ebenso fatal wie der Rat …“

          und abschließend: „Aber der Rat “wende dich nicht an einen Fachmann” macht mich eben immer mißtrauisch.“

          Christian, wenn ich diesen Rat irgendwo gegeben haben SOLLTE, dann belege es bitte.

          Ich habe meine Stellen herausgesucht und zitiere sie hier:

          „Dennoch – wo möglich – sollte sich ein Vater IMMER erst bei erfahrenen Leidensgenossen sachkundig machen.“

          „Ich rate Vätern – und dabei bleibe ich auch – dazu, sich vorab von Betroffenen beraten zu lassen, weil es für sie billiger ist und in den meisten Fällen mindestens genauso schnell zum Ziel führt.“

          Das ist zumindest in meiner Lesart etwas anderes, als der Rat, NICHT zu einem Anwalt/Fachmann zu gehen.

          • @Carnofis

            ich fange noch mal anders an:

            Ich entschuldige mich dafür, wenn ich deine Position falsch verstanden habe. Ich werfe da leider häufig Kommentatoren durcheinander und du hast hier wohl etwas abbekommen, was eigentlich gegen andere gerichtet war.

            Das tut mir leid.

            Ich finde den Rat, ohne Rechtsanwalt oder einen sonstigen mit Verfahren vertrauten Vertreter ein gerichtliches Verfahren durchzuziehen extrem gefährlich – es ist vor Gericht sehr häufig so, dass die Leute allein deswegen Verfahren verlieren, weil man zum einen in eigener Sache ein schlechter Vertreter ist und sie weder wissen, was sie schreiben müssen noch wie.

            Weil ich weiß, wie schnell Leute nur deswegen Verfahren verlieren (und danach sowohl den Richter für befangen halten, weil er ihren (unwesentlichen) Vortrag nicht berücksichtigt als auch das System für willkürlich, obwohl sie einfach nur die Regeln nicht kannten) reagiere ich darauf sehr allergisch. Auch das hast du vielleicht zu unrecht abbekommen. Auch hierfür Entschuldigung.

            Aus dem gleichen Grund machen mich auch Aussagen wie „das ist alles willkürlich“ und „Anwälte vertreten die Interessen nicht, wir aber schon“ ebenfalls sehr mißtrauisch und ich überinterpretiere dann schnell in die Richtung.

            Mit:
            “Ich rate Vätern – und dabei bleibe ich auch – dazu, sich vorab von Betroffenen beraten zu lassen, weil es für sie billiger ist und in den meisten Fällen mindestens genauso schnell zum Ziel führt.”

            kann ich mich in vielen Fällen durchaus anfreunden. Gerade Jura ist da aber natürlich ein gefährliches Gebiet: Ein schlechter Rat im Sorgerecht kann einen sehr sehr viel kosten. Ich bilde mal einen Worst Case: Der Betroffene sagt ihm „die Justiz ist so feministisch verseucht, da hast du als Mann nie eine Chance, lass es bleiben, die Kinder gehen eh an die Frau“. Danach richtet er sich, obwohl es in seinem Fall durchaus Möglichkeiten gegeben hätte. Er zahlt danach für seine zwei Kinder die nächsten 12 Jahre Unterhalt (sagen wir mal 500 € x 12 Monate x 12 Jahre =72.000 €) und sieht sie kaum.
            Eine Sorgerechtssache hat einen Streitwert von 3.000 €. Eine Beratung bei einem Anwalt in der Erstberatung kostet dann 190 €, bei einem außergerichtlichen Vertreten als Einzelfall 201 * 1,3 + 20 e€ + mwst = 334,74 €. Dann muss er auch immer noch nicht in ein Verfahren gehen.
            Wenn er eh andere Sachen klären muss, etwa Unterhalt, dann kostet das Sorgerechtsverfahren sogar noch weniger, denn es wird ja ein Gesamtgegenstandswert gebildet. Es kann auch gut sein, dass der Anwalt es bei ein paar kurzen Fragen dazu noch nicht einmal gesondert berechnet.

            Natürlich:
            Wenn er einfach nur ein paar Kleinigkeiten wissen will, dann ist es im Prinzip billiger. Wenn man dann weiß, dass der Berater tatsächlich gut ist, dann ist es eine sehr gute Möglichkeit und man kann tatsächlich Geld sparen.
            Zudem findet man in einer Gruppe von Betroffenen sicherlich auch einen anderen Support.

        • @Christian

          Falls ich (u.a.) damit gemeint war:

          „Ich werfe da leider häufig Kommentatoren durcheinander und du hast hier wohl etwas abbekommen, was eigentlich gegen andere gerichtet war.“

          dann kam meine Antwort weiter oben wohl in den falschen Hals. Es einem Anwalt, der ja nun mal selbstständig ist und Geld verdienen muss, nicht um De-Eskalation geschweige denn Mediation. Ausnahmen gibt es allerdings, die sind aber rar.

          Meiner war nicht so ein Fall, sondern jemand der noch möglichst viele andere Dinge, wie Sorgerechtsentzug (bei der Mutter) usw. anempfahl, was ich aber ablehnte.

          Vor Gericht führte er sich dann auf, wie ein losgelassener Kettenhund, dem es nur um eins ging: Höchstmöglichen Streit evozieren, um damit weiter Umsaz zu generieren.

          Ich habe ihn dann ausgebremst und den gegnerischen Anwalt um ein anschließendes Gespräch gebeten, was wir dann auch taten. Das bemerkte auch die Richterin und entschied (ich hatte den Streit nicht angefangen, sondern die Mutter), dass beide Elternteile zur Mediation gehen müssen. Die Prozesskosten wurden auf 0,- Euro festgelegt – was mehr als fair war.

          Dem Anwalt habe ich nach seinem Auftritt damals sofort das Mandat entzogen und stellte im Nachhinein fest, dass ich zum oben genannten Gerichtstermin gar keinen gebraucht hätte (es ging um Einbenennung und Sorgerechtsentzug).

          Letztendlich habe ich 800,- Euro für einen Einheizer bezahlen können, den es gar nicht gebraucht hätte.

          Gerade im Familienrecht – einer Situation in der beide Seiten mit hohem emotionalen Stress beladen sind, ist es unglaublich einfach für einen Anwalt, noch mehr Glut anzufachen (ähnlich wohl, wie bei Nachbarschaftsstreitigkeiten o.ä.)

          Und diese Erfahrung machte nicht nur ich, der Einzelfall, sondern ich kenne viel und ähnliche Fälle, bei denen es genau so war.

          Sinnvoll ist in der Regel erst mal, dass man eine Mediation sucht und im Anschluss sich den Rat kundiger Väter in diesem Metier holt. Die wissen meist mehr, als der Anwalt, sind eher Spezialisten in diesem Gebiet, als mancher Advokat im Familienrecht.

          Erst wenn es wirklich hart auf hart kommt, dann sollte man tatsäch einen Rechtsbeistand suchen, aber erst dann.

          Und abschließend: Wenn ein Standesbeamter Ehen schließen darf, warum kann er (wie in anderen Ländern längst Usus) diese nicht wieder auflösen?

          Weil unsere Gesetzgebung die komplizierte der Welt, das Jahrhundertprojekt Scheidungsreform die Menschen aufeinander hetzt und sich daraus ein riesiger Markt für Juristen ableitete? Oder hat es damit zu tun, dass in unserem Bundestag ca. 30 Prozent Anwälte u.ä. sitzen, die einen Teufel tun werden, ihrem eigenen Berufsstand das Wasser abzugraben?

          Fragen über Fragen zu einem traurigen Milliardengeschäft.

          Ich hoffe für dich, dass du niemals in eine familienrechtliche Situation wie Scheidung oder Trennung mit Kind kommst – und ich wünsche diese Erfahrung(en) auch niemand anderem.

    • Hier mal exemplarisch das Original-Vorwort zum T-FAQ vom Betreiber:

      „In Beratungen und Foren werden immer wieder dieselben Fragen (faq = Frequently Asked Questions) von einer grossen Zahl Väter gestellt, die sich in oder nach einer Trennung befinden. Kinder weg, finanziell unter Druck, Gerichtstermine, Ärger mit Jugendämtern – die häufigsten Fragen dazu sollen hier ansatzweise beantwortet beziehungsweise Hilfen bereitgestellt werden, um selbst Antworten zu finden.

      Wer dabei den Stil von Ministeriums/ Jugendamtsbroschüren, getragene Vorträge aus der Helferindustrie oder Vätermanifeste erwartet, ist falsch. Es handelt sich auch nicht um die übertriebene Darstellung ausnahmsweise schlecht gelaufener Trennungen von ein paar Frustrierten. Es ist vielmehr die harte, massenhaft tatsächlich erlebte Realität aus der Perspektive von Trennungsvätern in Deutschland.

      Sie soll keinesfalls Angst machen, sondern Realismus und Handlungsfähigkeit herstellen. Tipps, Hinweise und Korrekturen bitte an die „

      ________________

      Danke, dass du das Beispiel mitgemacht hast, Christian. So in der Art war mein Vorschlag, wobei du natürlich nicht im Namen des Autors schreiben kannst.

      Besten Gruß

  8. Danke für die Erwähnung von #auschfrei.

    In #auschfrei veröffentliche ich nur sporadisch Einträge (die meist auch zeitversetzt auf Geschlechterallerlei erscheinen) zu feminismuskritischen Themen.

    Die Schwerpunkte sehe ich im Einsatz
    * für einen harmonischen und konstruktiven Umgang miteinander im Alltagsleben.
    * für eine unverkrampfte Sexualität.
    * gegen Benachteiligung von Männern im Berufsleben.

    • Ich formuliere das mal um

      „Auf dem Blog „#Auschfrei“ werden von der Autorin Breakpoint feminismuskritische Artikel veröffentlicht. Ihren Schwerpunkt sieht sie dabei auf dem Einsatz für einen harmonischen und konstruktiven der Umgang der Geschlechter miteinander im Alltagsleben, für eine unverkrampfte Sexualität und bei der Vermeidung von Benachteiligungen von Männern im Berufsleben“

      Passt das so?

  9. „Elitemedium befasst sich gerne mit den besonders radikalen Auswüchsen des deutschen Netzfeminismus, hinterfragt deren Gedankenkonstrukte und ist ein zuverlässig kritischer Beobachter der Mädchenmannschaft und des feministischen „Schwesterblogs“ Medienelite.“

  10. Version 0.1 beta:

    Wenn Du im Kopf meines Blogs nachschaust, findest Du dort eine Schmetterlingspuppe. Dies ist mein Blick auf den Jüngling: Er ist etwas Wunderbares. Gelungene Männlichkeit ist eine Säule unserer Zivilisation und ein Reichtum für sie. Ich denke an Mahatma Gandhi und Martin Luther King, an Einstein und Planck, an Picasso und Da Vinci, an Sokrates und Aristoteles, an Hesse und Goethe. Ich denke an die Männer auf der Titanic, die ihr Leben opferten, um das von Frauen und Kindern zu retten. Und all jene Männer und Familienväter, die tagtäglich in entbehrungsreicher Arbeit für die ihren sorgen.
    Dieses Blog behandelt alle Themen, die irgendwie mit den Geschlechtern zu tun haben – aber immer aus einer männerfreundlichen Perspektive. Hier wird angeschrieben gegen die Dämonisierung von Männern, ja schon Jungen, wie sie mal in höheren, mal in niedrigeren Dosierung alltäglich auftritt, auch mal aggressiv: „Halt, bis hierher und nicht weiter!“

    ————————-
    Zu dick aufgetragen?

    • Zu dick aufgetragen? Ja. Vor allem das:

      „Ich denke an die Männer auf der Titanic, die ihr Leben opferten, um das von Frauen und Kindern zu retten.“

      So wie die Armen sich geopfert haben, um das Leben der Reichen zu retten…
      Ich bin sicher, die Mehrzahl der Männer hätte sich gefreut, sich nicht „opfern“ zu müssen.

      • Also Version 0.2 beta:

        Dieses Blog behandelt alle Themen, die irgendwie mit den Geschlechtern zu tun haben – aber immer aus einer männerfreundlichen Perspektive. Hier wird angeschrieben gegen die Dämonisierung von Männern, ja schon Jungen, wie sie mal in höheren, mal in niedrigeren Dosierung alltäglich auftritt, auch mal aggressiv: “Halt, bis hierher und nicht weiter!”

      • Habe es mir anders überlegt. Das entscheidende Kriterium, auf der Titanic gerettet zu werden, war das Geschlecht, nicht der soziale Status.

        Insofern gehe ich zurück auf Version 0.1

        Version 0.3 beta:

        —-

        Wenn Du im Kopf meines Blogs nachschaust, findest Du dort eine Schmetterlingspuppe. Dies ist mein Blick auf den Jüngling: Er ist etwas Wunderbares. Gelungene Männlichkeit ist eine Säule unserer Zivilisation und ein Reichtum für sie. Ich denke an Mahatma Gandhi und Martin Luther King, an Einstein und Planck, an Picasso und Da Vinci, an Sokrates und Aristoteles, an Hesse und Goethe. Ich denke an die Männer auf der Titanic, die ihr Leben opferten, um das von Frauen und Kindern zu retten. Und all jene Männer und Familienväter, die tagtäglich in entbehrungsreicher Arbeit für die ihren sorgen.
        Dieses Blog behandelt alle Themen, die irgendwie mit den Geschlechtern zu tun haben – aber immer aus einer männerfreundlichen Perspektive. Hier wird angeschrieben gegen die Dämonisierung von Männern, ja schon Jungen, wie sie mal in höheren, mal in niedrigeren Dosierungen alltäglich auftritt, auch mal aggressiv: “Halt, bis hierher und nicht weiter!”

        • Ok, neue Version: Die Titanic nehme ich raus, das dieses Beispiel dafür steht, dass ein weibliches Leben mehr wert sei als ein männliches, also:

          Version 0.4. beta:

          Wenn Du im Kopf meines Blogs nachschaust, findest Du dort eine Schmetterlingspuppe. Dies ist mein Blick auf den Jüngling: Er ist etwas Wunderbares. Gelungene Männlichkeit ist eine Säule unserer Zivilisation und ein Reichtum für sie. Ich denke an Mahatma Gandhi und Martin Luther King, an Einstein und Planck, an Picasso und Da Vinci, an Sokrates und Aristoteles, an Hesse und Goethe. Ich denke an all jene Männer und Familienväter, die tagtäglich in entbehrungsreicher Arbeit für die ihren sorgen.
          Dieses Blog behandelt alle Themen, die irgendwie mit den Geschlechtern zu tun haben – aber immer aus einer männerfreundlichen Perspektive. Hier wird angeschrieben gegen die Dämonisierung von Männern, ja schon Jungen, wie sie mal in höheren, mal in niedrigeren Dosierung alltäglich auftritt, auch mal aggressiv: “Halt, bis hierher und nicht weiter!”

  11. Ich meine, kopiere ich das, was ich Dir schon als Facebook-PN schickte, hier rein und gut oder kommen die Vorstellungen verschiedener Initiativen wie auch meine dann auf den Blog als Posting?

  12. Okay, hier unser Text:

    Handlungskern:

    Selbsthilfegruppenarbeit / Hilfe zur Selbsthilfe

    Erfahrungsaustausch für (Trennungs)Eltern

    Aufbau eines Gewaltschutzobjektes in Mitteldeutschland

    Politische Lobbyarbeit
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    Angrenzende Aktivitäten:

    Öffentlichkeits- und Medienarbeit

    Umfragen und Publikationen

    Ausstellungen und Kampagnen

    Veranstaltungen zur Thematik

    Gespräche, Vernetzung
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    Aktuelle Projekte:

    Aufbau eines Gewaltschutzobjektes für Männer in Mitteldeutschland

    In enger Kooperation mit dem Leipziger Arbeitskreis Gewalt gegen Jungen und Männer “AK elure” sowie dem unter anderem dort und in der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit vertretenen LEmann e. V. arbeiten wir an der Realisierung eines Mitteldeutschen Gewaltschutzzentrums, welches von häuslicher Gewalt betroffenen Männern Unterstützung bietet, im fachlichen Austausch Männern, insbesondere Vätern, aber auch Hilfstellung zu allgemeinen Lebensfragen bietet.

    Ausbau des Männernotrufes

    Bislang existieren mit Berlin, Braunschweig und Heidelberg nur punktuelle Telefonangebote für von häuslicher Gewalt oder anderen Notsituationen betroffenen Männern. Einhergehend mit der Realisierung des Gewaltschutzobjektes wollen wir ein breiteres Notrufangebot an mehreren Standporten für Betroffene insbesondere häusolicher Gewalt schaffen und parallel auch die Erfassung von Fallprofilen ausweiten.

    Bedarfserhebung Gewaltschutz für Männer in Ostthüringen und Leipzig

    In Ostthüringen und Leipzig existieren nur sehr wenige Betroffenendaten. Um die Bedarfslagen zu erfassen und statistisch besser abzubilden, wollen wir gemeinsam mit der Berufsakademie Gera und ihren dualen Ausbildungspartnern (Behörden, Beratungszentren, Professionen) eine Befragung von Fachleuten und Betroffenen initiieren, um einen genauen Querschnitt darüber zu erfassen, welche Form Hilfeangebote haben müssen.

    Cards for Kids

    Gemeinsam mit Illustratoren wollen wir das Glück eines harmonischen (Trennungs)Familienlebens aufzeigen. Wir wollen ein positives Bild vermitteln und durch einen Teil des Verkaufserlöses limitierter Postkarten wiederum eine Möglichkeit schaffen, unsere Arbeit zu unterstützen.

    NGO-Beraterstatus des Menschenrechtsrates der UN

    Der Beraterstatus ermöglicht es uns, aktiv bei ECOSOC und seinen Nebenorganen sowie mit dem Sekretariat der Vereinten Nationen an dessen Programmen, Fonds und Organisationen mitzuarbeiten. Die Chance, über diese verantwortliche Position mehr Gewicht bei der außenpolitischen Einflussnahme für die Schaffung eines fachlichen Kontrollsystems für die Jugendämter zu erlangen, ist groß.

    Realisierung der Anthologie “Wenn Wurzeln Flügel tragen” von und für Kinder(n) zum Thema Familie

    Wir interessieren uns dafür, wie die Kinder den Lebensentwurf „Familie“ empfinden, wie wichtig Ihnen Papa und Mama sind, was wichtig und schön an ihrer Familie ist, wie sie sich fühlen, wenn die Familie zerbricht oder gar ein Elternteil nicht mehr Bestandteil ihres Lebens ist. Mithilfe einer kleinen Jury aus Autoren wollen wir als Folgewerk zum 2010 realisierten Buch “Kinderherz – Familien zwischen Ausgrenzung und Aubruch” eine Anthologie zusammenstellen, die die besten Kurzgeschichten, Gedichte und Zeichnungen zum Thema widerspiegeln wird. Von Kindern für Kinder und Familien.

    Unterstützung für Trennungseltern

    Wir unterstützen und begleiten Trennungseltern beim Übergang von oftmals konfliktbeladenen Trennungen hin zu harmonischen und regelmäßigen Umgangszeiten mit Geborgenheit, Ritualen und kindgerechter Freitzeitgestalung. Wir stehen für Erfahrungsaustausch, dem Vermitteln ausgewogener Sichtweisen und Handlungsansätze, aber auch Unterstützung bei Schriftsätzen sowie der Behördenbegleitung, zur Verfügung.

    Realisierung eines Kurzfilms mit der Theaterfabrik Gera

    Gemeinsam mit der Geraer Theaterfabrik wollen wir einen Imagefilm realisieren, der die Notwendigkeit unserer Arbeit sowie eine breiter Unterstützung durch beispielsweise Spenden emotional fesselnd widerspiegeln soll.
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    Gremien:

    Gleichmass e. V. Gera:

    – ist seit Juni 2013 im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Thüringen.

    – wird seit Mitte 2013 von einem Fachbeirat konsultiert.

    – ist seit Juli 2014 Sonderberater-NGO des UN-Menschenrechtsrates. __ Grundsätze:

    Wir stehen für familiäre Gleichberechtigung und damit kindliche Chancengleichheit in den Familien ein. Wir engagieren uns gegen jedwede Form von Ausgrenzung, Entfremdung, Instrumentalisierung, partnerschaftlicher Gewalt und Mißbrauch. Wir suchen den Dialog und sind für Deeskalation. Wir handeln über Geschlechter-, Bildungs-, konfessionelle sowie Grenzen der Hautfarbe hinweg.

    Wir stehen (Gross)Eltern mit Erfahrungsaustausch und Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung, die unter Umgangsentzug, sorgerechtlichen Konflikten, Unterhaltsstreitigkeiten oder häuslicher Gewalt leiden.

    Wir sensibilisieren, vernetzen uns und machen nachhaltig auf Problemlagen familiärer Gleichberechtigung aufmerksam, verschaffen Ihnen Gehör. In Gesprächen mit den Medien, Behörden, Bürger- und Gleichstellungsbeauftragten, ehrenamtlichen Initiativen und Beratungsstellen, Landtagsabgeordneten, Ministerialbeamten.

    Hier der Link: https://gleichmass.wordpress.com/uber-uns-projekte/

  13. Irgendwie scheint ihr mir das alles zu kompliziert zu sehen. Schreibt einfach ein paar Sätze zu eurem Blog oder einem anderen, den ihr häufiger lest. Ich fange einfach mal an:

    Der Blog Genderama ist der wohl meistbesuchte Blog unter den männerrechtlichen Blogs und wird von Arne Hoffmann herausgegeben, der auch bereits als Autor entsprechender Bücher zu Männerrechten in Erscheinung getreten ist. Arne bringt hier in 5-10 Artikeln pro Tag Neuigkeiten zu dem Thema, teilweise in kurz kommentierten Links, teilweise in entsprechenden Artikeln. Der Blog ist daher für viele auch ein schneller Überblick zu den täglichen Neuigkeiten und Ereignissen zur Szene. Immer wieder werden auch Leserbriefe zu bestimmten Themen veröffentlicht oder auf interessante Artikel in den übrigen Blogs hingewiesen

    Auf Kuckuckskindern geht es um Kinder, die ihren Vater nicht kennen oder erst später erfahren, dass ihr angenommener Vater nicht ihr tatsächlicher Vater ist. Es werden dabei viele Schilderungen von Kindern, Vätern aber auch Müttern publiziert aber auch allgemein über Entwicklungen und Tendenzen in diesem Bereich, etwa die rechtliche Seite für Väter etc. Zudem ist es auch ein Forum und eine Anlaufstelle für Betroffene.

    Man-Tau ist der Blog des Lehrers Lucas Schoppe, der zugleich Vater eines Kindes ist, welches bei der Mutter lebt. Beide Erfahrungen, aber auch viele andere Überlegungen fließen in die dortigen Artikel ein, die oft aktuelle Themen aufgreifen und sich detailliert methodisch mit den Themen auseinandersetzen. Lucas Schoppe schreibt dabei stets ruhig und sachlich, verknüpft auf interessante Weise bestimmte Themen und zeigt übergeordnete Zusammenhänge ein. Viele Themen werden auch in offenen Briefen an Politiker oder Journalisten etc behandelt. Zudem finden sich hier auch Monatsrückblicke, die sowohl zusammenfassen als auch die Themen häufig in ein übergeordnetes Thema einbinden. Lucas Artikel sind intelligent und wohlüberlegt geschrieben, was zu einer niedrigeren Frequenz führt, aber einen Besuch dennoch stets lohnende macht, wenn etwas neues erscheint.

    Auf dem Blog „Mein Senf“ gibt Tom174 stellt Tom seine Meinung zu vielen verschiedenen Themen dar, wobei seine persönliche Perspektive die eines Familienmannes ist, der eine Arbeitsteilung mit seiner Frau vorgenommen hat, die die Familienarbeit übernommen hat, während er sich auf den Beruf konzentriert hat. Demnach finden sich auch viele Ausführungen zu Schwierigkeiten des Berufslebens, und damit zusammenhängenden Gestaltungen des Familienlebens. Daneben werden aber eine Vielzahl von Themen besprochen, von der Frauenquote bis zur Besprechung aktueller Artikel aus Zeitungen etc.

    Gaywest ist ein Blog, auf dem es insbesondere um schwule Männer geht. Sowohl die aktuellen Entwicklungen, etwa bezüglich der Ehe unter Homosexuellen als auch Äußerungen von Politikern oder anderen Personen des öffentlichen Lebens, vom Papst bis zu konservativen Politikern werden angesprochen, ebenso wie Diskriminierungen oder tägliches Leben. Einer der beiden Autoren, Adrian, behandelt aber auch immer wieder allgemeine männerrechtliche Themen. Schwerpunkt bleibt aber die Darstellung der noch immer bestehenden Diskriminierung homosexueller Männer.

    Der Blog von Erzählmirnix ist nicht per se ein männerrechtlicher Blog, enhält aber einiges an Kritik an der feministischen Theorie. Dabei ist das besondere, dass die zum größten Teil in Form von Comics im ganz eigenen Stil von Erzählmirnix erfolgt, bei der ansonsten eher minimalistliche Figuren („Linksi und Rechti“) einen Dialog führen, in dem meist ein Thema ironisch umgekehrt wird um so Fehler in der Argumentation offen zu legen. Ein Schwerpunkt des Blogs ist dabei auch Kritik an der „Fat Acceptance“-Theorie, die im Rahmen der Privilegientheorie im Feminismus stark vertreten ist

    So in der Art stelle ich mir das vor

        • Hier die Kurzform zum Gleichmaß e. V.:

          Wir stehen für familiäre Gleichberechtigung und damit kindliche Chancengleichheit in den Familien ein. Wir engagieren uns gegen jedwede Form von Ausgrenzung, Entfremdung, Instrumentalisierung, partnerschaftlicher Gewalt und Mißbrauch. Wir suchen den Dialog und sind für Deeskalation. Wir handeln über Geschlechter-, Bildungs-, konfessionelle sowie Grenzen der Hautfarbe hinweg.

          Wir stehen (Gross)Eltern mit Erfahrungsaustausch und Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung, die unter Umgangsentzug, sorgerechtlichen Konflikten, Unterhaltsstreitigkeiten oder häuslicher Gewalt leiden.

          Wir sensibilisieren, vernetzen uns und machen nachhaltig auf Problemlagen familiärer Gleichberechtigung aufmerksam, verschaffen Ihnen Gehör. In Gesprächen mit den Medien, Behörden, Bürger- und Gleichstellungsbeauftragten, ehrenamtlichen Initiativen und Beratungsstellen, Landtagsabgeordneten, Ministerialbeamten.

          Aktuelle Pojekte: Beraterfunktion des UN-menschenrechtsrates, Aufbau eines Gewaltschutzangebotes für Mitteldeutschland, Ausbau eines Männernotrufangebotes, Bedarfserhebung gewaltbetroffener Männer für Ostthüringen, Realisierung einer Anthologie zu Trennungs- bzw. Patchworkfamilienthematik mit und für Kinder und Familien, Realisierung eines Kurzfilms zu unserer Arbeit.

        • @Christian:

          Anbei die Beschreibung des blogs EMANNZER:

          “ Das Blog „emannzer“ ist eines von wenigen wegweisenden Blogs zur Entwicklung einer heterosexuellen Männerbewegung.
          Innerhalb der männerinteressierten Blogosphäre ist das etwas Neues, den bisher werden vor allem die Anwendung der
          Menschenrechte auf Männer und speziell die Rechte der Väter diskutiert und beobachtet. Das Blog „emannzer“ geht
          jedoch darüberhinaus und versucht – ohne sich auf theoretische Probleme des Feminismus zu versteifen – die Lebenslage
          von Männern und Jungen in der gegenwärtig männerfeindlichen Atmosphäre zu schildern, die rassistischen Bedingungen
          zu beleuchten, unter denen Männer ihr soziales Leben aufbauen müssen und die geschlechtsspezifischen Alltagsphänomene
          sichtbar zu machen, die das Leben von Männern vom Leben der Frauen unterscheidet. Entsprechend reicht das Spektrum
          der Posts von themenspezischen Nachrichtensammlungen über Kommentare zu und Analysen von herausragenden Einzelthemen
          bishin zu größer angelegten Projekten, für die sich das Blog mit anderen interessierten Bloggern vernetzt. “

          Es dürften noch viele blogs ohne Charakterisierung sein. Wenn du sagst, was noch offen ist, kann ich noch was liefern.

  14. Pingback: Vorstellung dieses Blogs | Der lange Weg zum ersten Mal

  15. Also ich reiche jetzt mal die Vorstellung meines Blogs nach:

    Gender-Universum ist ein unkorrektes, aber harmloses Blog, das sich satirisch mit Feminismus und Gender-Ideologie auseinandersetzt und zuweilen auch durch tiefschürfende Texte auffällt.

    Hier der Beweis, daß ich auch wichtige und tiefschürfende Texte schreibe, nicht nur Blödsinn. Ich will auch gleich in den Patriarchats-Verteiler aufgenommen werden. Ich fühle mich sonst von Männerrechtlern als Mann diskriminiert. Ich schreibe durchaus auch mal Sinnvolles.

    http://gender-universum.de/einige-anmerkungen-zum-juengsten-frauenquoten-beitrag-auf-genderama/

  16. Hier die Beschreibung des Blogs „JUNGSUNDMAEDCHEN“

    Der Blog JungsundMaedchen hat sich spezialisiert auf den analytischen Maskulismus und widmet sich parallel und auf hohem Niveau dem Abdecken von Themen, welche von anderen Bloggern eher weniger betrachtet werden. Gleichzeitig bietet er aber auch einen umfassenden Überblick über die aktuelle Blogosphäre und dokumentiert diese in ausführlichen und kommentierten Linklisten, die gerade auch für Einsteiger hilfreich sind und einen guten Überblick bieten. Diese wird stets aktuell gehalten und ist auf der Metaebene übersichtlich unter den entsprechenden Themengebieten, wie z.B. „Feminismus“ geordnet. Obwohl nicht auf tagesaktuelle Nachrichten fixiert, bietet er zwecks Austausch an jedem zweite Wochenende ein „Sonntagsgespräch“ bei dem über (fiktive) Betrachtungen diskutiert werden kann.

  17. Weiter geht es:
    „ALLESEVOLUTION“

    Ein Highlight und bewundernswertes Engagement ist und zeigt der Blog allesevolution auf. An jedem Tag in der Woche werden themenspezifische Beiträge veröffentlicht, die mit Hintergrundinformationen und eigenen Betrachtungen dargelegt werden. Dabei umfasst der Autor ein weites Felde, das bei A, wie alles Evolution, nicht bei P, wie Pickup, endet. Besonders hervorzuheben ist die die Diskussionskultur dort, die viele Meinungen, auch kontroverse zulässt. Selbst, wenn der Betreiber anderer Einstellung ist, so geht er dennoch auf Gegenargumente ein – und hält diesen seine Argumente entgegen. Im Fall, das man sich nicht einig wird, bleibt alles dennoch nachlesbar erhalten – sodass sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden kann. Wer sich täglich mit dem Thema auseinander setzt, der wird hier schnell fündig. Und er findet ca. 100 Diskutanden pro Tag, mit denen er sich als Kommentator austauschen kann.Sein Motto scheint zu sein: Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber man sollte darüber reden können.

  18. Und zum Abschluss des Abends
    „NICHT-FEMINIST“

    Es ist ein Konglomerat zwischen dem „Pelz Blog“ (bzw. „Atomsprengkopf“) nebst anderen Autoren, welche seine Mixtur ausmachen. Nicht-Feminist greift meist tagesaktuelle Themen auf und beschreibt, teils aus persönlich erlebter Erfahrung, welche Dinge die Menschen ausmachen. Wenn man so will, ein sehr direkter und teilweise auch emotionaler Blog. Gerade das dürfte seinen Reiz ausmachen, denn die Würze liegt in dem selbst erlebtem. Allerdings reduziert es sich nicht auf das, sondern nimmt sich der Dinge an, wie sie gerade auf einen herniederprasseln. Und so kommen immer wieder überraschende Links und Beiträge zustande, die nachdenklich machen oder dazu anregen. Graphisch gut aufgebaut und mit Liebe zum Detail platziert, findet der Leser hier immer wieder Gedankenanstöße jenseits des Mainstreams.

    • NICHT-Feminist ist kein Blog. Es ist ein Magazin. 😉

      Der pelzblog war mal Nuklearsprengkopf. 😀 Für Nicht-Feminist ist es eher schädlich, wenn mein Blog zu sehr in die Nähe gerückt wird. Die von den „Gemäßigten“ erfundene Affäre wirkt noch nach.
      (Da hat jetzt übrigens kürzlich jemand einige Leute mit Klarnamen und Wohnort enttarnt – es passiert nichts. Das zeigt dann deutlich worum es ging: Es ging nicht um Gut oder Böse oder ein angeblich unangemessenes Verhalten. Es ging um die Endlösung der pelzfrage, initiiert durch Gemäßigte und einen „Feministen mit Maskulationshintergrund“. Mittlerweile würde ich anders reagieren.)

      Es ist schade, dass die anderen Schreiber unter diesem Dreck durch die „Gemäßigten“ leiden müssen. Sie stehen aber zu mir als Admin und Mitschreiber. Vor allem stehen sie zur nicht-feministischen Sache.

      Bei uns schreibt der Trennungsvater armin, der Mensch aus der Schweiz Kardamom, der Freak aus dem Pott jawo, wir hatten einen Artikel vom Netreaper, wir haben Artikel vom Fidelbogen

      Fidelbogen veröffentlicht z. B. auch bei AVFM. Wir sind also sogar international aufgestellt. Die „Gemäßigten“ schaffen es aber, uns komplett zu ignorieren. Was wohl an meiner Person liegt. Das ist wiederum ein Armutszeugnis für die „Gemäßigten“ nicht für uns.

      Nicht-Feminist Berlin wird mit seinen Treffen auch komplett ausgeblendet und verschwiegen. Aber egal: Wir haben sogar ein paar mehr oder wenige Prominente in der Gruppe.

      Leider aber ist es schwierig an aktive Mitstreiter zu kommen. Wir haben u. a. einen Blogger aus Berlin, der in „Gemäßigtenkreisen“ sehr angesehen ist, direkt angesprochen, ob er zu einem Treffen kommt, das „End-Feedback“ war klar. Wir sind halt nicht auf „gemäßigter Linie“.

      Wir haben einige sehr wichtige Artikel veröffentlicht, in denen es um radikalfeministische Grundlagen, feministische Netzwerke und vieles mehr geht.

      Trotz aller Ausgrenzung haben wir aber ein regelmäßiges Publikum, dass uns mittlerweile auch mit Fakten versorgt, dass wir nicht mehr das Gefühl haben müssen, an allen Stellen zu sein.

      Ich selbst ziehe mich momentan mehr in die Administration zurück. Ich muss noch ein wenig programmieren.

      Danke für die Einschätzung. Ich werde sie zur internen Diskussion stellen. 😉

      Die Antworten lese ich hier nicht mehr. Ich bin nur wegen der Einschätzung von Nicht-Feminist hier.

      • @all

        Ich würde die zusammengekommenen Charakterisierungen auch auf meine blog-Seite „blogosphere“

        http://jungsundmaedchen.wordpress.com/blogossphere/

        übernehmen, wo ich durch den jüngsten Umbau meines blogs Platz geschaffen habe. Ich würde dann auch die Vorarbeit, die MITM hier

        http://maninthmiddle.blogspot.de/p/blogs.html

        geleistet hat, mit aufnehmen. Natürlich können bei mir blog-Beschreibungen per mail oder Kommentar jederzeit nachgereicht werden.

      • Hier im Kommentar über mir sehen Sie einen Vertreter des Opfer-Maskulismus bei einem typischen, wenn auch seltenen Ausflug aus seinem natürlichen Habitat. Diese Spezies lebt normalerweise sehr zurückgezogen unter seinesgleichen, wo man die Zeit damit verbringt, sich untereinander darauf hinzuweisen, dass alle anderen gemein sind, die Feministen inbesondere, aber fast noch mehr die aus dem näheren Umfeld, die nicht genug machen, um den Opfer-Maskulisten zu unterstützen, sondern vielmehr nur gegen ihn arbeiten. Wichtig ist dabei, dass alles die Schuld der anderen ist und sie alle nur an seiner Beeinträchtigung arbeiten. Dies festzustellen macht den Opfer-Maskulisten glücklich, der eigentlich naheliegende Gedanke, dass es vielleicht sein beständiges Jammern und Schuldzuweisen und das Ausbrüten von Verschwörungstheorien ist kommt dieser putzigen Art gar nicht in den Sinn. Nein, alle halten ihn immer nur auf, alles ist Beleg dafür, dass man sich verschworen hat gegen ihn, alle verschweigen seine großartigen Aktionen oder behindern ihn. Ob es nun Facebook ist, bei welchem man es nicht schafft einen Account unter falschen Namen anzumelden, was so gemein ist, oder der „Kotzjournalismus“ (Kackscheiße ja auch irgendwie), oder tausend Belege dafür, dass man nur ihm gegenüber gemein ist, weil man seine Großartigkeit fürchtet und ausbremsen muss, alles sammelt er zusammen, brütet darüber, bis es richtig gegärt ist und entlädt es dann in einem Beitrag über die Bösartigkeit der Welt oder eben einer der Besuche in einem anderen Blog, bei dem er dann dort anmerkt, dass doch alle gemein sind und ihn ungerecht ausgrenzen. Andere wollen nicht mit ihm spielen? Die bösen Widersacher müssen schuld sein, es ist nicht denkbar, dass der andere einfach von sich aus nicht mit der Linie des wackeren Opfers übereinstimmt. So grummelt er vor sich hin, macht alle anderen Verantwortlich und rüht eifrig in der Verschwörungssuppe, die er dann eben auch auslöffeln muss. Schenkt man ihm Aufmerksamkeit ist es eine Verschwörung, ignoriert man ihn ist es erst recht eine Verschwörung und macht irgendwer irgendwas, dann sind daran alle schuld, die er als seine Feinde ansieht, weil eben alle gegen ihn unter einer Decke stecken und alle, die etwas machen, was er als gegen sich gerichtet ansieht, eben Teil der Verschwörung sind, die von bestimmten dunklen Kräften gelenkt wird.. Diese mischt er auch gerne gut durch, die Gemäßigten sind dann irgendwie auch Feministen, die Feministen dann wahrscheinlich auch irgendwie Gemäßigte oder jedenfalls vergleichbar – es ist kein wunder, das sie sich immer mehr gleichen, denn das wichtige ist ja eigentlich auch nur, dass alle gegen ihn sind. Einen Ausflug aus seinem Bau verbindet er mit der Ankündigung, dass er nur kurz eine Jammerduftmarke gesetzt hat, an der nun alle schnüffeln mögen, er werde das aber nicht weiter verfolgen. Dann sieht er sich zurück in seinen Bau und jammert dort weiter, wie ungerecht ihm gegenüber doch alle sind.

  19. Pingback: Christian – der Hetzer und Scharfmacher auf AllesEvolution « jungsundmaedchen

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