Der Ehepartner als „Sparschwein“ und als Ersatzunternehmer sowie allgemeine Vermögensverlagerungen

Kommentator Tom verweist auf zwei interessante Konstellationen:

Die erste:

Gerade wenn es um Testierfreiheit, gewollte Vermögensverschiebungen und Steuern geht, ermöglcht eine Ehe gigantische Gestaltungsspielräume. Schon allein einen Zugewinnausgleich bei Bedarf gestaltend auslösen zu können – unbezahlbar.

Eine Ehefrau in gut funktionierender Ehe ist z.B. das ideale Sparschwein für einen Selbständigen/Unternehmer, der sich wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt sieht. Allerdings nur, solange das Sparschwein nicht wegläuft.

Die Vermögensverlagerung auf die Frau in einer funktionierenden Ehe kann in der Tat eine gute Absicherung sein. Selbst wenn er – persönlich haftend – untergeht, kann er nach wie vor gut leben, wenn genug Vermögen auf die Frau überschrieben worden ist. Diverse Unternehmer, die eine Pleite befürchteten, haben genau dies gemacht. Theoretisch kann man dies noch über einen Ehevertrag absichern, etwa über eine Rückfallklausel für den Fall der Scheidung, oder man muss eben das passende Vertrauen haben.

Aus dem Umstand, dass man – meist wohl der Mann – mit dem ersten Unternehmen pleite gegangen ist folgt dann gleich die zweite Konstellation:

Andererseits kenne ich genug Fälle von z.B. Bauunternehmern, die nach der Insolvenz wegen Nichtzahlender Auftraggeber, Mängeln oder sonstigem Unbill kurze Zeit später wieder dick im Geschäft waren.

Mit einer Kaptitalgesellschaft, die nun formal der Ehefrau gehört. Der Ex-Unternehmer ist dann fomal Angestellter, dürckt ein paar Euros für die Gläubiger ab und kümmert sich ansonsten wie bisherher um die Aufträge.

Gerade wenn ursprünglich kein explizites Luxusweibchen geheiratet wurde, funktioniert das erstaunlich häufig gut.

Das kenne ich auch aus mehreren Konstellationen: Er ist mit der ersten Firma pleite gegangen, hat eine Privatinsolvenz oder jedenfalls zu viele Schulden, also wird eine zweite Firma über die Frau eröffnet, die ihn dann zum Pfändungsfreibetrag anstellt. Er macht seine Arbeit wie bisher weiter, sie gibt im wesentlichen ihren Namen. Man vermeidet die Fehler des ersten Betriebs oder hat diesmal zumindest eine GmbH vorgeschaltet und lebt von dem Geld, welches offiziell sie verdient, tatsächlich aber nach wie vor er. Offiziell ist er nun pleite, der Unterschied zu vorher ist allerdings nicht unbedingt erkennbar, weil er voll über die Einnahmen aus dem Gewerbebetrieb verfügt.

Es würde mich nicht interessieren, wie der Anteil weiblicher Unternehmer sinkt, wenn man diese Konstellation herausrechnet, in der sie im wesentlichen ihren Namen gibt.

Der Fairness halber sollte man hinzufügen, dass es auch Unternehmen dieser Art gibt, wo er gut in dem eigentlichen Bereich ist, sie aber auch in der alten Firma schon immer die Buchhaltung etc geschmissen hat und sich um diese administrative Seite des Geschäfts gekümmert hat.

Modelle dieser Art werden auch sonst häufig zu Vermögensverlagerungen führen. Häufiger hört man auch von der Konstellation, bei der ihr die Geschäftsimmobilie  gehört, die sie an den Mann (und seine Partner) vermietet. Es wird in Ehen so einiges verlagert, meist an die Ehefrauen.

Bei der normalen Immobilie beispielsweise wird üblicherweise der Mann die Abzahlung leisten auf das dafür aufgenommene Darlehen, für das evtl auch beide unterschrieben haben (schon um Vermögensverlagerungen auf die Ehefrau vorzubeugen), im Grundbuch stehen beide. Sie erbringt dann familienrechtlich gesagt ihren Anteil an der Abzahlung des Hauses auf andere Weise, wenn nicht über ein Gehalt, dann eben durch Führung des Haushaltes und die Kinderbetreuung.

16 Gedanken zu “Der Ehepartner als „Sparschwein“ und als Ersatzunternehmer sowie allgemeine Vermögensverlagerungen

  1. Die Beispiele, die Du genannt hast, zeigen doch, dass sehr oft, die Frau mehr verdient als der Mann, zumindest für die offizielle Statistik.

    Es wundert immer wieder, dass der Gender Pay Gap noch immer bei 23% liegt, trotz dieser offensichtlichen Schieflage zuungunsten der Männer.

    Da kommen entweder die falschen Zahlen in die Statistik herein, oder die fälschen wie bei ADAC.

    Wenn ich dann noch höre, dass eine Sekretärin 600.000 EUR/Jahr verdient, kann ich diesen Statistiken überhaupt nicht mehr glauben: http://mann-om-man.blogspot.de/2015/03/glasnost-im-gender-pay-black-hole.html

  2. Etwas nebenbei:

    Viele von Euch haben doch bestimmt „Hart aber fair“ gestern Abend geguckt, oder? http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/

    Herrlich, wie die Gendermanie dort auseinandergenommen wurde.
    Birgit Kelle und Wolfgang Kubicki haben sich wacker geschlagen, sachlich sehr pointiert argumentiert und kamen zudem äußerst sympathisch rüber.

    Bei Sophia Thomalla hatte ich schon befürchtet, daß sie als Künstlerin ein paar Gender-Sachen nachplappern würde – weit gefehlt, sie hat bei den Argumenten der Gegner laufend irritiert das Gesicht verzogen und dann noch Anne W genervt das Wort abgeschnitten.

    Anne Wizorek wirkte etwas hilflos; und Anton Hofreiter hat die typisch grüne Parteilinie reichlich brummelig und dogmatisch vertreten.

    Hinzu kam noch Frank Plasberg, der mit seinem Team das Thema äußerst kritisch anging und ebenso kritische Nachrichten der Zuschauer am TV verlesen ließ.
    Die Gästebucheinträge VOR der Sendung sprechen denn auch Bände: Kaum ein Kommentar pro-Gender, dafür heftige Kritik zB einer Mutter, die sich über die Benachteiligung ihrer Söhne in der Schule aufregte.http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/gaestebuch/hartaberfairgaestebuch154.html

    Die Einträge NACH der Sendung wurden allerdings gerade wegen Sophia reichlich anti-plasbergig.

  3. Okay, ich habe mich nochmal weiter durch gequält. Leider auf Seiten von Birgit Kelle / Kubicki argumentativ nicht gut genug. Man merkt, daß z.B. der Kubicki sich damit normalerweise nicht beschäftigt – und Gott, daß sei ihm gegönnt. Aber auch die Kelle wirkt bei der Gendersprechfrage argumentativ erschreckend waffenlos.

    Was mich allgemein stört, sind die Autoritätsargumente, die sich auf irgendwelche, nicht genannten Studien beziehen. Das sollte man einfach mal verbieten in solchen Sendungen.

    • @Stuergel

      „Was mich allgemein stört, sind die Autoritätsargumente, die sich auf irgendwelche, nicht genannten Studien beziehen. Das sollte man einfach mal verbieten in solchen Sendungen.“

      Ist natürlich schwierig in einem letztendlich mündlichen Format Fakten einzubringen zu dem Thema. Wie würdest du es denn machen?

      • Das Problem ist, daß wissenschaftliche Studien dank Gefälligkeitsstudien, Gender Studies und wissenschaftlicher Fuscherei allgemein in meinen Augen sämtliche Glaubwürdigkeit verloren haben.

        Ich traue keiner Studie, die ich nicht selbst gelesen habe.

        Wenn jetzt Anne W. sich hinstellt und sagt: „Studien haben gezeigt, daß wenn man von Ärzten, Busfahrern und Müllmännern spricht, die Menschen zu erst an Männer denken“, das ist das völlig nutzlos in der Situation. Man kann das nicht argumentativ entkräften ohne die Studie zu kennen oder eine Gegenstudie bereit zu haben. Keiner die Diskutanten oder Zuhörer kann sich dort ein Bild über die Güte dieser Studie machen.

        Wenn man nun möchte, daß so eine Sendung tatsächlich fundiert zur Meinungsbildung der Zuschauer beitragen kann, könnte man wen. verlangen, daß solche Studien konkret benannt werden. Ein späterer Faktencheck könnte die dann näher beleuchten. Stellt sich dann heraus, daß die Studie Müll ist, kann man das Argument wen. nicht so häufig wiederholen, bis es wahr wird. Setzt natürlich voraus, daß Herr Plasberg und seine Redaktion in der Lage wären eine offensichtlich untaugliche Studie auch zu erkennen.

        Man könnte aber auch einfach Details zur Studie verlauten lassen. Wie wurde sie durchgeführt, was kam dabei heraus und wie lässt sich aus diesem Ergebniss die Schlußfolgerung (Frauen werden ausgeschlossen) herleiten? Dann kann man sich jedenfalls ein grobes Bild machen.

        Nehmen wir zum Beispiel die Gehaltsdifferenz der Geschlechter. Stelle ich mich hin und behaupte: Es gibt eine Differenz von 30%, Studien haben das bewiesen! Wie soll das denn die Diskussion voranbringen? Besser wäre: Eine Studie der XYZ-Universität hat die jeweilige Gehaltssumme von Männern und Frauen jeweils durch die Anzahl von Männern und Frauen geteilt, und dabei herausgefunden, daß Frauen im Schnitt 30% weniger verdienen. Plötzlich kann jeder Gesprächspartner das widerlegen oder relativieren. Und es bleibt nicht nur ein Schlagwort in der Diskussion, sondern dieser Fakt. Wenn der dann (evtl. erst bei der Besprechung in der FAZ) als Nichtssagend entlarvt wird, kann man halt sich halt nicht mehr hinstellen und sagen: Es gibt eine Gehaltsdifferenz von 30% nur Aufgrund des Geschlechts.

        In dem ich meine Anklage/Behauptung mit Fakten füttere, mache ich sie angreifbar und mich lächerlich, wenn ich sie trotz Widerlegung der Fakten aufrecht erhalte. Das aber macht einen Diskurs erst möglich. Ich finde, wir sollten da gewisse Mindeststandards an uns selbst anlegen.

        • @stuergel

          Da ist die Talkshow das falsche Format für befürchte ich.

          Interessant wäre ja eine Sendung, bei der sich zwei Seiten gegenüber stehen und diese jeweils vorher benennen müssen, auf welche Studien sie sich stützen, so dass die andere Seite diese vorher lesen kann.
          Ist aber wohl eher etwas für eine schriftliche Auseinandersetzung

        • So eine Talkshow ist ja nur ein Mosaik im gesellschaftlichen Diskurs. Da kommen ja keine genuin neuen Argumente. Das man wen. verlangt, daß die Leute angeben, auf welche Studien sie sich stützen, würde im Laufe der Zeit dafür sorgen, daß sich da die Spreu vom Weizen trennt.

          Oder man muss halt akzeptieren, daß es kein Argument ist. Der Moderator könnte zum Beispiel einfach nachfragen und danach mit „Wie, sie wissen nicht welche? Das haben sie sich doch gerade ausgedacht!“ abkanzeln.

          Wenn man Details nennen muss (und wenn es nur rudimentär ist, siehe 2. Beispiel), dann steigt auch die Chance, daß derjenige die Studie auch gelesen hat.

        • Hallo Stürgel,

          Das Studienzitieren in Talg-Shows halte ich auch für fragwürdig; zudem sind die recht komplexen Versuche nur umständlich zu erklären. Daher wäre ein „Verbot“ der Nennung tatsächlich sinnvoll.
          Außerdem ist es, wie Du sagst: Durch Genderförderung an den Unis haben wir mittlerweile eine Flut von Artikeln, die die Genderideologie zu 100% oder zumindest überwiegend „belegen“. Zur Not wird halt ein bißchen relativiert oder methodisch gebastelt.

          Kostet nicht nur Geld, sondern liefert Typen wie Anne W oder Anton H Munition, die man mal so schnell raushauen kann.
          Die Widerlegung dauert ja länger.

  4. Um mal was zum eigentlichen Thema zu schreiben:

    „Selbst wenn er – persönlich haftend – untergeht, kann er nach wie vor gut leben, wenn genug Vermögen auf die Frau überschrieben worden ist. Diverse Unternehmer, die eine Pleite befürchteten, haben genau dies gemacht. “

    Na, die Zeiten sind aber schon lange vorbei – mindestens 20, wenn nicht 30 Jahre.
    Zumindest steuerrechtlich bringt die schnelle Übertragung des Vermögens auf die Ehefrau nichts, denn der Fiskus kann eine Rückabwicklung von Vermögensübertragungen der letzten 10 Jahre verlangen.

    Bei jungen GmbH kriegst Du keine 10 Schrauben, ohne „Cash, bar auf die Kralle“. Erst wenn Du Dich als zuverlässiger Kunde erwiesen hast, wird Dir ein Kredit eingeräumt.

    Bankkredite, oder solche anderer Investitoren gibt es ebenfalls nur, wenn Du Dich vertraglich zur Haftung mit Deinem gesamten Privatvermögen verpflichtest.

    Das reine GmbH-Recht klingt verlockend. Aber die Realität ist eine andere. Die Geldgeber sind ja auch nicht doof und wissen um die Risiken.

    • @carnofis

      „Zumindest steuerrechtlich bringt die schnelle Übertragung des Vermögens auf die Ehefrau nichts, denn der Fiskus kann eine Rückabwicklung von Vermögensübertragungen der letzten 10 Jahre verlangen.“

      Das ist richtig, man muss es langfristig absichern. Aber selbst dann ist es keine Schenkung, wenn man einen Ehevertrag macht, die Zugewinngemeinschaft aufhebt, ihr zum Ausgleich der Forderung zB das Haus überträgt (wenn das sich mit der Ausgleichszahlung rechnet). Und nur bei Schenkungen gilt die 10jahresfrist

      „Bei jungen GmbH kriegst Du keine 10 Schrauben, ohne “Cash, bar auf die Kralle”. Erst wenn Du Dich als zuverlässiger Kunde erwiesen hast, wird Dir ein Kredit eingeräumt“

      Das stimmt. Aber du brauchst ja auch nicht viel. Die Kunden hast du schon aus dem alten Betrieb, die Geräte und werkzeuge kauft man von dort zu einem geringen Wert ab, sind ja gebraucht.

    • Wie Christian schon geschrieben hat, muß inzwischen langfristig geplant werden, um nicht an den Insolvenzanfechtungsfristen zu scheitern. Anfechten kann nicht nur der Fiskus, sondern natürlich auch der Insolvenzverwalter. Und der schaut die Unterlagen, die er bekommt, auch turnusmäßig durch.

      Daher ja gerade der „Sparschweinansatz“; man darf nur nicht erst in der Krise auf die Idee kommen, das funktioniert tatsächlich kaum noch.

      • „Anfechten kann nicht nur der Fiskus, sondern natürlich auch der Insolvenzverwalter.“

        Ich hab’s vermutet, war mir aber nicht sicher. Aber der Insolvenzverwalter wird wahrscheinlich kürzere Zeiträume prüfen dürfen, als der Fiskus. Und er muss vermutlich auch belegen, dass unverhältnismäßig viel Kapital aus der Firma entnommen und an die Ehefrau transferiert wurde.
        Dem Fiskus ist das egal. Er kann jeden Vermögenstransfer der letzten 10 Jahre aus der Firma zur Deckung der Steuerschuld angreifen.

        Auf der anderen Seite: welcher Mann von klarem Verstand würde heute noch Vermögen an seine Ehefrau verschieben, bei einer Totalverlustwahrscheinlichkeit von über 40%?

        Ich würde das nur tun, wenn ich ihr zuvor unmissverständlich klargemacht hätte, dass ich gute Kontakte zur Russenmafia hätte.

        • Bei Interesse: §§ 130 ff InsO für den Verwalter, analoge Regelungen finden sich im Anfechtungsgesetz für normale Gläubiger außerhalb der Insolvenz. IMHO macht das Finanzamt auch nichts anderes, die Finanzverwaltung hat höchstens einen Informationsvorsprung auf Grund ihres Aktenvorrats. Die 10 Jahre gehen nur bei vorsätzlicher Gläubigerbenachteiligung (§ 133 InsO), und dürften nicht greifen für das, was in „guten Zeiten“ weggeben wurde. Schenkungen sind 4 Jahre rückwirkend angreifbar (§ 134 InsO), sonstige nachteilige Gechäfte mit nahestehenden Personen 2 Jahre. Aber da gibts viele Details und Fußangeln.

          „welcher Mann von klarem Verstand würde heute noch Vermögen an seine Ehefrau verschieben, bei einer Totalverlustwahrscheinlichkeit von über 40%?“

          Im Scheidungsfall ist der Betrag des Zugewinnausgleichs ohnehin weg. Etwas weggeben, was man ggf. ohnehin nicht behalten kann, ist nicht so irrsinnig.

          Mich würde übrigens unendlich interessieren, ob es die Ehe stabilisiert oder destabilisiert, wenn der Mann bereits eheintern der Frau Vermögen zur Verfügung stellt und sie es sich nicht erst durch eine Scheidung/Zugewinnausgleich holen muß. Ich tippe eher auf „Stabilisierung“.

          • @tom

            „Im Scheidungsfall ist der Betrag des Zugewinnausgleichs ohnehin weg. Etwas weggeben, was man ggf. ohnehin nicht behalten kann, ist nicht so irrsinnig.
            Mich würde übrigens unendlich interessieren, ob es die Ehe stabilisiert oder destabilisiert, wenn der Mann bereits eheintern der Frau Vermögen zur Verfügung stellt und sie es sich nicht erst durch eine Scheidung/Zugewinnausgleich holen muß. Ich tippe eher auf “Stabilisierung”.“

            Zumal man ja auch so etwas absichern kann. Man überträgt ihr das Haus „in guten Zeiten“ mit einer Rückfallklausel für den Fall der Scheidung. Dann ist das Vermögen, wenn sie sich in schlechten Zeiten scheiden lassen will, eben weg, weil er von der Rückfallklausel Gebrauch macht.
            Aber ich vermute auch, dass diese Konstellationen gar nicht so scheidungsanfällig sein müssen: er verdient ja auch weiterhin das Geld, ob es nun formell auf sie läuft oder nicht. sie kann auch keinen anderen so billig anstellen.

            Ergänzend ist noch anzumerken, dass bei einem Ehevertrag und einem daraus folgenden Ausgleichsbetrag keine Schenkung vorliegen würde. Inwieweit dann eine Gläubigerbenachteiligung vorliegt wäre eine andere Frage:

            § 133 InsO

            (1) Anfechtbar ist eine Rechtshandlung, die der Schuldner in den letzten zehn Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag mit dem Vorsatz, seine Gläubiger zu benachteiligen, vorgenommen hat, wenn der andere Teil zur Zeit der Handlung den Vorsatz des Schuldners kannte. Diese Kenntnis wird vermutet, wenn der andere Teil wußte, daß die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners drohte und daß die Handlung die Gläubiger benachteiligte.
            (2) 1Anfechtbar ist ein vom Schuldner mit einer nahestehenden Person (§ 138) geschlossener entgeltlicher Vertrag, durch den die Insolvenzgläubiger unmittelbar benachteiligt werden. Die Anfechtung ist ausgeschlossen, wenn der Vertrag früher als zwei Jahre vor dem Eröffnungsantrag geschlossen worden ist oder wenn dem anderen Teil zur Zeit des Vertragsschlusses ein Vorsatz des Schuldners, die Gläubiger zu benachteiligen, nicht bekannt war.

            Da hätte man dann die zwei Jahres Frist oder man müsste nachweisen, dass man keinen Vorsatz hatte

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