Ein offener Brief zu „Maskulinisten – Krieger im Geschlechterkampf“

Einen offenen Brief zu der Sendung „Maskulinisten – Krieger im Geschlechterkampf“ gibt es bei Schoppe zu lesen:

Die politische Unabhängigkeit aber ist ja eine der Bedingungen dafür, dass der Bestand öffentlich-rechtlicher Sender überhaupt legitimiert werden kann. Um zu dieser Unabhängigkeit zurückzukehren, braucht es keine Lobhudeleien für eine offenere, nach allen Seiten hin antisexistische Politik. Aber es ist wichtig, dass Sie denjenigen, die Sie so erheblich diffamiert haben, eine reale Möglichkeit geben, sich auch selbst zu äußern.Wichtig dabei ist auch, dass diejenigen auf allen Seiten, die bei allen politischen Differenzen an einer zivilen Auseinandersetzung interessiert sind, sich gemeinsam gegen diejenigen (ebenfalls auf allen Seiten) stellen, die mit Verleumdungen, Drohungen, Beleidigungen und primitiven Freund-Feind-Logiken operieren.

Dazu fordern wir Sie ausdrücklich auf.
Hier zum ganzen Text.

13 Gedanken zu “Ein offener Brief zu „Maskulinisten – Krieger im Geschlechterkampf“

  1. Das denke ich dazu:

    Als offener Brief ne gute Idee. Wird das auch noch auf ner anderen Seite veröffentlicht?
    Da die ÖR-Oberen Euch sowieso sch…und nazi finden, werden sie wohl nicht reagieren wollen.
    In Anbetracht der aktuellen Kritik bzgl. Einseitigkeit und „Lügenpresse“ könnten sie sich aber genötigt fühlen.

    Das finde ich allerdings problemastisch: „Ihre Sendung wirkt, als würden sich die Autorin Bust-Bartels und der ganze SWR um den Karl Eduard von Schnitzler-Gedächtnispreis bewerben.“ Sachlich korrekt, aber zu pirincig.

  2. prinzipiell gute Idee ein offener Brief, allein ich glaube was die Politiker/Medienkaste betrifft, da ist das Kind schon längst in den Brunnen gefallen, ich glaube da sind Abschottung und Realitätsverlust zu groß.
    Wir sehen es ja auch bei anderen Themen -Ukraine Berichterstattung- da hat nicht mal die Intervention des Aufsichtsrates viel gebracht.
    Es wird sich weiter die Realität nach eigenem Wunschbild „gestaltet“
    Realität ist das was ich als Realität sehen will. Eigentlich schon wieder ziemlich weibliche Haltung, das Pipi-Langstrumpf Prinzip.

  3. “ Um zu dieser Unabhängigkeit zurückzukehren, braucht es keine Lobhudeleien für eine offenere, nach allen Seiten hin antisexistische Politik.“

    Bei dem Satz seh ich erhebliche dekodierungsprobleme bei den Adressaten, falls die das tatsächlch lesen sollten
    😉

    Was steht da?
    Also, es brauche keine Lobhudeleien für eine […]antisexistische Politik.

    Antisexistisch ist ja, wie „jeder“ ™ weiß, natürlich der Feminismus.Und natürlich die Darstellung in dieser Sendung.
    Was steht da also?
    Die „Maskus“ sagen, dass der SWR seine Darstellung einer antisexistischen Politik nicht „brauche“, und nennen es „Lobhudelei“. Stattdesen, so geht es im nächsten Satz weiter, sei es notwendig, auch die „Maskus“ selber mal zu Wort kommen zu lassen, die sich durch die antisexistische Darstellung des SWR offenbar diffamiert sehen…

    Ehrlich, die Vorstellung, dass feministische Denke sexisitisch sein könnte, dass Männerrechtler das tatsächlich so sehen könnten, und dass Männerrechtler ihre eigenen Anliegen durchaus selbst als antisexisitisch sehen könnten, das ist derart weit vom denkbaren entfernt, dass das nicht verstanden werden wird.

    „Maskus“ sind Leute, die offen fordern, ihren sexismus ausleben zu können.
    Das ist das, was da rausgelesen werden wird. Weil man das ohnehin schon „weiß“.
    Jede Wette.

    • @maddes8cht

      Ok.

      Du könntest gar nicht so unrecht haben. Die sind derart verblendet, dass es so sein könnte.

      Wie würdest du es dann formulieren?

      Oder anders gesagt. Ist es überhaupt möglich „es“ bzw. die Realität zu benennen?

      Da ist eine Menge Programmierung drin, nicht?

      • Wie wärs z.B. mit:

        „Die politische Unabhängigkeit aber ist ja eine der Bedingungen dafür, dass der Bestand öffentlich-rechtlicher Sender überhaupt legitimiert werden kann.
        Wir wünschen uns eine offenere, nach allen Seiten hin antisexistische Politik. Dafür ist nicht notwendig, unsere Positionen besonders zu Loben, wir erwarten lediglich eine unabhängige und neutrale Darstellung. Dazu ist es wichtig, dass Sie denjenigen, die Sie so erheblich diffamiert haben, eine reale Möglichkeit geben, sich auch selbst zu äußern.“

        Wesentlich erscheint mir in dieser Formulierung, explizit darauf hinzuweisen, dass wir unsere Positionen als antisexistische verstehen und verstanden haben wollen. Und dies keinem interpretationsspielraum zu überlassen.

        • @maddes8cht

          „Wesentlich erscheint mir in dieser Formulierung, explizit darauf hinzuweisen, dass wir unsere Positionen als antisexistische verstehen und verstanden haben wollen. Und dies keinem interpretationsspielraum zu überlassen.“

          Guter Ansatz. Kann dem folgen.

          Aber ich möchte auch nicht auf dem Bemühen mit dem offenen Brief herumhacken. Es ist zumindest gut, dass das gemacht wurde.

        • „Aber ich möchte auch nicht auf dem Bemühen mit dem offenen Brief herumhacken. Es ist zumindest gut, dass das gemacht wurde.“

          Möcht ich auch nicht. Ich finds ja auch gut.
          War eben nur das, was mir zu dieser Formulierung aufgefallen ist.

          Was kann man denn eigentlich so machen, damit dieser offene Brief sich mehr verbreitet?

    • Schon alleine weil der Brief nur von Männer unterzeichnet wurde, lässt doch erkennen das es sich um eine Hassbotschaft handelt. Ließt man doch immer wieder in den Kommentaren von Artikel zum Geschlechterthema. Alleine das nur Männer kommentieren zeigt das jegliche Kritik nicht ernst genommen werden muss. Die Kommentatoren haben ja nur Angst um ihr Privilegien.

      Aber die Politik macht es ja vor:

      „Alexander Hoffmann, der in der Plenarsitzung vom 3. Juli 2014 nicht nur darauf hinwies, dass der dort von den Grünen eingebrachte Entwurf für eine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote in den Führungsetagen von über dreitausend Unternehmen nicht nur verstößt

      – gegen die Regelung des Grundgesetzes, dass niemand aufgrund seines Geschlechts bevorzugt oder benachteiligt werden darf (§3 GG),
      – gegen die Regelung des Grundgesetzes, dass niemand in der Freiheit seiner Berufswahl eingeschränkt werden darf (§12 GG), was sowohl für den wegen einer Quote nicht zum Zuge kommenden männlichen Bewerber wie für den Unternehmer der Fall ist, der in seiner Berufsausübung eingeschränkt wird
      -g egen die im Grundgesetz verankerten Eigentumsrechte (§14 GG),
      – und gegen die Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit (§9 GG)“

      durfte sich als er sagte:

      “All das von mir Gesagte ist keine freie Erfindung, sondern geht zurück auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes.“

      von Gabriele Hiller-Ohm [SPD] als Zwischenruf ein „Von Männern!” anhören.

      https://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/07/13/die-eier-des-monats/

      Nur weil bei der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes nur Männer saßen, ist das Urteil als schon anzuzweifeln. Schön wenn man solche Volksvertreter hat!

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