Selbermach Samstag 123 (14.02.2015)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs?

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskut

299 Gedanken zu “Selbermach Samstag 123 (14.02.2015)

  1. Die Selbstmordrate von Männern ist in Deutschland 3mal so hoch wie die von Frauen. In den meisten westlichen Ländern ist es ähnlich.
    Das ganze wird seltsam wenig in den Medien thematisiert, vermutlich weil es dem feministischen Dogma der Benachteiligung der Frau widerspricht.

    Allerdings habe ich von maskul. Seite auch wenig dazu gelesen. Was ist der Grund dafür?
    Eine Standarderklärung dafür ist das Männer wenig über ihre Gefühle reden und mit anderen kommunizieren oder immer den harten Mann spielen müssen. Was ja auch im Pick-Up eine Forderung an den Mann ist.
    Was könnte hier eine maskulistische Antwort auf das Thema sein?

    • @ Tom

      „Allerdings habe ich von maskul. Seite auch wenig dazu gelesen. Was ist der Grund dafür?“

      Dieses Thema ist nicht für „ich habe auch eine spekulative Meinung dazu“ geeignet.
      Es wird – aus gutem Grund – denjenigen überlassen, die als Fachleute dafür gelten.

      Zitiert aus: Fachtagung zum Männergesundheitsbericht 2013

      Während die Bundesregierung noch immer am ersten offiziellen Männergesundheitsbericht strickt, hat die privat finanzierte Stiftung Männergesundheit mittlerweile den zweiten fertig – diesmal mit Fokus auf psychische Erkrankungen. Er wurde am 24.04. offiziell der Presse vorgestellt. Am 10.06.2013 fand nun in Stuttgart eine Fachtagung „Neue Perspektiven für die Jungen- und Männergesundheit“ statt, bei der die Ergebnisse des MGB 2013 einem breiteren Publikum dargelegt wurden. MANNdat war selbstverständlich vor Ort.

      Weiter → http://manndat.de/maennergesundheit/fachtagung-zum-maennergesundheitsbericht-2013.html

      • @BRD
        Da sich ja der Maskulismus/Pick up als wissenschaftliche Weltanschauung versteht denke ich schon dass sich hier eine Meinung dazu bilden sollte.
        Da die von mir genannte Erklärung „Männer können Gefühle nicht zeigen“ die häufigst genannte Erklärung ist würde mich schon interessieren wie man den Widerspruch zwischen „Mann muss hart sein“ Pick Up und dieser Erklärung auflösen will.
        Ich denke auch in einem Blog kann man über solche Themen, muss man vielleicht sogar, reden.

        • „Da sich ja der Maskulismus/Pick up als wissenschaftliche Weltanschauung versteht denke ich schon dass sich hier eine Meinung dazu bilden sollte.“

          Fett hervorgehoben: ist das nicht zu hoch gegriffen?
          Das sind experimentell forschende Laien und meines Wissens behauptet auch niemand mehr als das.
          Jemand, außer Christian, der für spezielle Fragen „greifbar“ ist, wäre dort → http://www.casanovacoaching.de/coachings-workshops-2/workshops/

          „Ich denke auch in einem Blog kann man über solche Themen, muss man vielleicht sogar, reden.“

          Das findet schnell seine Grenzen sobald jemand suizidale Absichten äußert.
          Dann muss man wohl schnellstmöglich auf Fachleute hinweisen.

        • @BRD
          Mit Verlaub ich weis nicht ob du bestimmen kannst welche Themen hier im Blog diskutiert werden sollen. Vielleicht ist es auch für manchen besser so etwas diskutiert gesehen zu bekommen als dass darüber ein Mäntelchen des Schweigens gelaubt wird.
          Klar ist Pick-Up eine Wissenschaft weil es soziale Gesetze postuliert welche das Handeln von Menschen bestimmen. Was sollte Pick-Up sonst sein? Anekdotische Evidenz oder Marketing?

        • Eventuell weil Pick Up tradierte Geschlechterrollen und Verhaltensweisen fördert, die als erfolgreich angenommen werden.

          Eine mögliche Auflösung des Dilemmas wäre das Ganze als soziales Rollenspiel, anstatt als elementare Anteile der Persönlichkeit zu verstehen, und sich zu erlauben bedarfsweise auszubrechen. Also, and der ‚richtigen Männlichkeit‘ Spass zu haben, ohne sich zu ernst zu nehmen, Ich glaube die Souveränität das zu tun, ist eines der gepriesenen Alpha-Männchen-Merkmale.

          Ich mag zwar nicht für die Frauen sprechen, aber für mich als schwuler Kerl war souveräne (und durchaus etwas dominante) Selbstsicherheit die sich nicht so ernst nimmt, immer attraktiver als starres Anhängen an eine Rolle. Gemein wie ich bin mochte ich es natürlich nicht wenn das Ausbrechen zum Dauerzustand wurde. :p

        • Der Maskulismus und Pick up sind wissenschaftliche Weltanschauungen? Ist das nicht ein bisschen zu hoch gegriffen?

          Maskulismus versteht sich m.E. als diskursives Gegengewicht zum Feminismus und ist ansonsten idealerweise in einen allgemeinen Humanismus eingebettet.

          Und Pick-Up ist eine Strukturierung und Systematisierung von Techniken zur Erhöhung der Erfolgswahrscheinlichkeit im Dating.

    • @Tom

      Die Selbstmordrate von Männern ist in Deutschland 3mal so hoch wie die von Frauen. In den meisten westlichen Ländern ist es ähnlich.
      Das ganze wird seltsam wenig in den Medien thematisiert, vermutlich weil es dem feministischen Dogma der Benachteiligung der Frau widerspricht.

      persönlich sehe ich es nicht *unbedingt* als Nachteil, dass es nicht thematisiert wird.

      Letztens war ein Beitrag über Männergesundheit in der Mitgliederzeitschrift einer größeren Krankenkasse – natürlich von einer Frau als Expertin.
      U.a. gab es Tipps, wie man Männer zu gesünderer Lebensweise manipulieren kann, in dem man an ihre Eitelkeit appeliert etc. und ich persönlich bin nach solchen Beiträgen eher deprimierter als vorher.
      Man (die KK) meint verstanden zu haben, wie „Männer“ ticken und vielleicht stimmt das tendentiell ja, aber ich finde die ganze Art eher bedrückend. Es liegt in der Natur der Sache, dass man da keine Individuallösungen präsentieren kann, aber es müffelte schon sehr stark nach Fremdbestimmung.

      Das Thema Suizid wurde auch thematisiert.

      Selbst wenn sich das sehr extrem anhört: Im Laufe der Zeit bin ich immer mehr dazu übergegangen, den Suizid nicht zu sehr zu verteufeln.
      Ich hab ein ziemlich starkes Freiheitsbedürfnis und meine Anpassungsfähigkeit ist begrenzt.
      Bisher habe ich noch kein Erzeugnis staatlicher oder medialer Institutionen gesehen, dass ich in Krisen als hilfreich erachten würde.
      Die sind eher das Problem als die Lösung.

      Entweder man kann seine Bedürfnisse im gesellschaftlichen Kontext erfüllen oder nicht. Dass sich „die Gesellschaft“ dahingehend ändert, Männern in Krisen das Leben leichter zu machen, ist sehr sehr unwahrscheinlich. Im Gegenteil werden „natürliche“ Hilfen, Verhaltensweisen und Ventile mehr und mehr reglementiert.

      Wenn man den „gesellschaftlichen“ Lösungen folgt, hat man also die Wahl zwischen
      A) Fremdbestimmung (freundlich formuliert, sich dabei helfen zu lassen, seine Anpassungsleistung zu vergrößern, auch auf die Gefahr einer langfristigen Entfremdung hin. Der Suizid aus einer spontanen Krise heraus wird ggf. aufgeschoben, die Wahrscheinlichkeit eines späteren Bilanz-Suizids steigt)
      B) Selbst eine Lösung zu finden, die abseits all dessen liegt
      C) Suizid, wenn man meint, einen langfristigen Mangel nicht mehr zu ertragen

      Wie gesagt, dass ist nur meine Meinung, die für andere nicht zutreffen muss.

      • @gedankenwerk
        Ich denke wie man Selbstmord bewertet sollte jedem selber überlassen bleiben. Da hast du Recht.
        Mein Punkt war mehr auf die Erklärung dieses Phänomens mit Hilfe maskulistischer Theorien zurückzugreifen.

      • @ Tom

        „Was sollte Pick-Up sonst sein?“

        Das kannst du jemanden, der inzwischen erfolgreich sein Geld damit verdient – ganz ernsthaft – fragen.
        Er ist erreichbar.

        Sei nicht so schüchtern → http://www.casanovacoaching.de/coachings-workshops-2/workshops/

        „Vielleicht ist es auch für manchen besser so etwas diskutiert gesehen zu bekommen als dass darüber ein Mäntelchen des Schweigens gelaubt wird.“

        Du willst jemanden, der suizidale Absichten äußert, hier beraten ?

        PS. irgendwie fehlt auch die Trennschärfe, denn Pick Up und Suizid …

      • Die Ratschläge wiederspiegeln meist die Tatsache, dass 6 Mio Frauen in Büros oder büronahen Tätigkeiten beschäftigt sind, aber nur 4 Mio Männer. (Arbeitsstättenzählung von Destatis)

        M.a.W. es gibt Ratschläge für Büroarbeiter, aber nicht für Schichtarbeiter, Arbeiter mit schwerer körperlicher Arbeit usw usf.

    • @ Tom

      „Was könnte hier eine maskulistische Antwort auf das Thema sein?“

      Erstmal Aufklärung zwecks öffentlicher Meinungsbildung. Die Leute müssen kapieren, dass das letztlich alles mit dem „Sperm is cheap, eggs are expensive“-Problems zusammenhängt. Es ist auch notwendig, darauf hinzuweisen, dass genau deshalb sich depressive Männer kaum behandeln lassen, weil sie ja aufgrund ihrer natürlichen Geschlechterrolle stark sein müssen. Und die unrühmliche Rolle des Feminismus ist dabei herauszustellen.

      Wir brauchen schlichtweg mehr Maskulismus/Antifeminismus, wenn wir das mit den Suiziden in den Griff kriegen wollen. Die Suizidrate sollte bei beiden Geschlechtern so niedrig wie möglich gehalten werden.

      Kleinere Maßnahmen wie beispielsweise ein „Antisuizid-Gitter“ auf bestimmten Brücken anbringen könnten auch die Suizidrate senken. Ich kenne eine Brücke, wo die sowas in der Art statt des normalen Geländers dahinmontiert haben, nachdem zwei Menschen dort runtergesprungen sind.

    • ät Tom:

      Es dürfte WELTWEIT ähnlich sein.
      Wir Männer sind psychisch viel instabiler als Frauen, zumindest statistisch gesehen.
      Das zeigt sich schon an der Intelligenzverteilung: Im Mittel sind Männer und Frauen gleichauf, aber bei Männern gibt es weniger in der Mitte und dafür mehr an den Rändern. Also viel mehr Super-Doofe und viel mehr Super-Schlaue.

      Warum, ist klar: Frauen kriegen Kinder und kümmern sich deutlich mehr um sie. Dafür ist eine Mindestintelligenz erforderlich, aber keine für den Nobelpreis. Bei uns Männern hingegen ist Variabilität kein Problem bzw. wird sogar noch evolutionär gefördert.
      So zeigen v.a. Männer gern risikofreudiges Verhalten, weil Mädchen u Frauen sich davon durchaus beeindruckt zeigen und sich dann befruchten lassen.

      Die andere Seite der Medaille ist natürlich Alkoholismus, Quarzerei, Spielsucht, Drogensucht, und Selbstmord.

      Unsere Zivilisation zeichnet sich gerade dadurch aus, daß sie negative männertypische Verhaltensweisen wie Gewaltkriminalität niedrig hält. Da könnte man natürlich in bezug auf die anderen genannten Probleme mehr tun. Wobei schon einiges gemacht wird, oder? Das Rauchverbot wird ja allmählich durchgesetzt.

      • @ Axel

        Ja gut, aber ob das jetzt daran liegt, ist eine andere Frage. Klar: Bei Männchen kann Variabilität evolutionär eher helfen wegen der schärferen sexuellen Selektion.

        Aber was ist bei Vögeln (und anderen Diapsiden)? Da hat das Männchen zwei Z-Chromosomen und das Weibchen ein Z- und ein W-Chromosom, da müsste also das Weibchen variabler drauf sein.

        Denn diese Varianz in der Intelligenz hängt wohl vor allem daran, dass auf dem X-Chromosom so viele Intelligens-beeinflussenden Gene sind, die phänotypisch beim Mann voll durchschlagen.

        Und ob diese Art der Geschlechtdetermination bei Säugetieren eine Anpassung an die Life-Hystory-Merkmale des einzelnen Geschlechts sind – naja, ich weiß nicht, halte ich eher für eine etwas gewagte These – letztlich kann aber auch das irgendwie zutreffen.

        • ät Matthias:

          Diapside? Reptilienverwandte laut Wiki. Na ja, bei Echsen gibt´s ja nur wenig Dimporfismus, abgesehen von den Sauris vielleicht.

          Ich denke, die Steuerung über Z/X/Y-Chromosomen ist hier nicht wirklich von belang. Unser Minierbgut wird so stark reguliert, daß die Schaltung von Genen auch anderweitig funktioniert.

          Auf dem X liegen viele Intelligenzgene? Wußte ich gar nicht. Haste da ne Quelle?

        • @ Axel

          „Auf dem X liegen viele Intelligenzgene? Wußte ich gar nicht. Haste da ne Quelle?“

          Das hat mir damals ein Prof., der Gehirnforschung macht, auf der Uni erzählt. Und es ging öfters durch die Medien. Deshalb habe ich da keine konkrete wissenschaftliche Quelle auf Lager.

          Auf dem X-Chromosom liegen sicherlich nicht alle (so verstehen einige es auch, die keine Ahnung haben) Intelligenzgene, aber viele.

          Und die knallen beim Männchen phänotypisch voll rein, weil ja kein anderes Allel da ist, das oft in die entgegengesetzte Richtung wirkt. Damit wird immer die hohe Varianz in der Intelligenz bei Männern im Vergleich zu Frauen erklärt.

          Diese Varianz als Anpassung an die sexuelle Selektion zu sehen, macht aus meiner Sicht nicht so viel Sinn. Die sexuelle Selektion hat Männer und Frauen wohl intelligenter gemacht. Männer, damit sie Frauen erobern können, und Frauen, um Männer diesbezüglich bewerten zu können.

          Aber Varianz in der Intelligenz als Anpassung? Dann wäre ja auch Dummheit ein effizienter Weg zum Weibchen…

          …Frage ist: Ist Dummheit das?

        • Ich glaube, Evolution wird viel zu sehr als Verbesserung(sstreben) verstanden. Es vererben sich auch vordergründig nicht so „gute“ Eigenschaften, die keinen ersichtlichen Vorteil bringen, solange sie sich nur irgendwie vererben.
          Krokodile und Haifische hatten doch seit Millionen Jahren keine nennenswerte Evolution, weil sie gut so funktionieren wie sie sind. Jedenfalls gut genug, damit die Spezies bisher überlebt.

        • Eine Eigenschaft kann aber auch weder gut, noch schlecht sein.
          Mangelnde Intelligenz ist vielleicht weder ein effizienter Weg zur Fortpflanzung, noch notwendigerweise ein Nachteil.

        • @ Atacama

          Nicht Eigenschaften, die einen Enifluß auf zB erfolgreiches Verhalten in der dazu passenden Umwelt haben, mit einem in dem Sinne, eigenschaftslosem zB Stummelschwänzchen, verwechseln.

          Ausserdem kann eine bestimmte Eigenschaft in der einen Situation Erfolg bringen und in einer anderen Mißerfolg.

          So gesehen ist nicht immer sicher, was gute und was schlechte Eigenschaften denn nun sind.

        • @ Atacama

          Es gibt eben die „stabilisierende“ Selektion, die auf die Beibehaltung der Eigenschaften hin selektiert. (Wobei vieles sich am z.B. haifisch trotzdem veränderthaben kann. Mann sieht es nur nicht.)

          Von der stabilisierenden unterscheidet man die „gerichtete“ Selektion, durch die sich das Lebewesen verändert. „Gerichtet“ ist hierbei irreführend, weil das so klingt, als hätte Evolution ein Ziel. Der Mensch nennt es halt so.

          Dann spricht man auch noch von der „disruptiven“ Selektion. Dann entwickeln sich Nachkommen eines Lebewesens in zwei verschiedene Richtungen. Innerhalb einer Art oder wenn es zum Artbildungsprozess kommt.

        • ät Matthias, Evochris und Atacama:

          – In der Tat eine gute Frage, wieso Blödheit bei Männchen teilweise selektiert wurde. Ich würde sagen, weil Intelligenz nur EINE Qualität ist, mit der Männer punkten können.
          Wagemut, Protzerei, Kriegertum, pure Gewalt klappen ja auch.

          – „Evolution wird viel zu sehr als Verbesserung(sstreben) verstanden.“
          Das wird zumindest gelehrt. Wenn man aus dem Fenster guckt, sieht man aber hochentwickelte Blütenpflanzen, gleichwarme Tiere, fliegende Gliederfüßer,… Sogar die Bakterienarten sind meist jüngeren Datums (Eubakterien gg. Archäen).

          In einigen ökologischen Nischen können sich natürliche altertümliche Organismen halten, wie Pfeilschwänze.

          Sogar die Haie zeigen allerdings Aufwärtsentwicklung: Die alten Walhaie sind höchst selten; die modernen Hammerhaie mit Lebendgeburten hingegen häufig.

        • Die alten Walhaie sind lebendgebärend. Und Archäen sind im Gegensatz zu den Eubakterien oft extremophil. Was bedeutet, dass sie sich wesentlich besser in lebensfeindlichen Gegenden durchsetzen, als Eubakterien. Es wird immer lebensfeindliche Gegenden geben.

        • ät Shark:

          Schau an, wußte ich gar nicht, daß die Walhaie das auch schon können. Vielleicht sind sie gar nicht so primitiv, wie ich dachte. Wiki sagt nix.

          Die Archäen haben sich in den extremen Lebensräumen erhalten. Ein häufiges Phänomen bei primitiveren Organismen. In den „angenehmeren“ Breiten blühen hingegen die Avantgardisten.

      • „Wir Männer sind psychisch viel instabiler als Frauen, zumindest statistisch gesehen.“
        Wir Männer werden psychisch viel extremeren Belastungen ausgesetzt als die meisten Frauen sich überhaupt vorstellen können. Am einfachsten fängt man beim Militär an, dem Ort, bei dem laut Pilotstudie der Bundesregierung „Gewalt gegen Männer“ immerhin 1/3 der Männer das erste mal mit einer „über das übliche Maß „hinausgehenden gewalttätigen Situation konfrontiert werden.

    • Ja, der Grund für die vielen Selbsttötungen von Männern ist bestimmt der, dass Männer nicht über Gefühle reden können. Deshalb ist die Zahl seit den 60er Jahren ja auch, anders als bei den Frauen, so gewaltig gestiegen.

      Früher, in den 60ern und 70ern, konnten Männer noch richtig gut über Gefühle reden und wollten auch nie den starken Mann markieren. Deshalb gabs auch viel weniger Selbsttötungen. In der Zwischenzeit müssen sie das irgendwie verlernt haben. Wahrscheinlich liegst am Pick up.

      • „Ja, der Grund für die vielen Selbsttötungen von Männern ist bestimmt der, dass Männer nicht über Gefühle reden können.“
        Das ist das Defizitargument.
        Wie wärs mit „deutlichem Rückgang psychisch belastender Tätigkeiten für Frauen“ seit den 60 er Jahren, insbesondere körperlich schwerer Hausarbeit.
        Bei Männern hat dies nicht stattgefunden, stattdessen sind eine Vielzahl von psychisch sehr stressigen Berufen hinzugekommen.
        Letztlich ist das auch der Preis, dafür dass die meisten Führungspositionen von Männern besetzt sind.

      • „a, der Grund für die vielen Selbsttötungen von Männern ist bestimmt der, dass Männer nicht über Gefühle reden können“
        Ich frage mich, wieso dann die meisten Schriftstellen oder Liedermacher Männer sind. Schreiben die alle nur Gebrauchsanweisungen und vertonen die dann?

  2. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich kann man wieder öffentlich seine Meinung frei äußern, solange das noch nicht verboten ist wie in Saudi-Arabien oder Nordkorea. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal die Top-Empfehlung des Tages:

    http://www.pelzblog.de/2015/02/online-mein-gespraech-mit-birgit-kelle/

    Man beachte auch die Kommentare. Hier ein Auszug von Emannzer:

    „Mir kommen da auch Erinnerungen aus der zweiten Klasse hoch, als mich drei Mädchen in das Mädchen-WC zerrten und ein viertes die Klassenlehrerin alarmierte, dass da ein Junge auf ihrem Klo war. Ergebnis: Sofortiger Vollzug per Ohrfeige durch Frau Lieblein, die hieß wirklich so und alle Jungs hassten sie. Ich habe dann zurückgehauen und sollte einen Verweis bekommen – man ließ es dann aber lieber auf sich beruhen, denn meine Mutter konnte recht furios werden, wenn es ungerecht wurde. Oder meine liebe Cousine, die triezte und piesackte, als wir beide bei Oma waren, bis ich mich wehrte und nach Hause geschickt wurde. Ohne Anhörung und Unschuldsvermutung, denn Mädchen sind ja per se die kleinen Unschuldslämmer…“

    So geht es auf der Schule zu, und im Prinzip genauso unter Erwachsenen, wenn es um Scheidungskriege und/oder Gewalt unter Ehe- oder Beziehungspartnern geht. Der Frau wird sofort alles geglaubt, und der Mann ist unabhängig von seinem Verhalten der Übeltäter.

    Via http://www.freimann.at/aktuell.htm:

    http://www.sueddeutsche.de/leben/umgangsrecht-europaeischer-gerichtshof-staerkt-rechte-der-vaeter-1.2305684

    Agens e.V.:

    http://agensev.de/content/feminismus-die-zeiten-%C3%A4ndern-sich (von Prof. Amend)

    Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2015/02/zeit-fur-neue-lieder.html

    Cuncti:

    http://cuncti.net/machbar/871-keine-weitere-stigmatisierung-von-maennern-als-alleinigen-taetern

    Und hier

    https://www.change.org/p/willi-steul-wir-fordern-sie-auf-eine-sendung-zu-h%C3%A4uslicher-gewalt-zu-planen-und-durchzuf%C3%BChren-die-die-einseitige-darstellung-vom-6-2-2015-korrigiert-m%C3%A4nner-wie-frauen-an-der-diskussion-beteiligt-und-auf-einer-fundierten-journalistischen-recherche-bas

    kann man die Petition unterzeichnen, falls noch nicht geschehen.

    Nicht-Feminist:

    http://nicht-feminist.de/2015/02/die-haeusliche-gewalt-der-deutschlandfunk-und-gleichmass-e-v/

    http://nicht-feminist.de/2015/02/zensiert-blog-zur-dokumentation-von-zensur/

    …und der Surftipp des Tages:

    http://www.danisch.de/blog/

    Das Letzte:

    https://karstenmende.wordpress.com/2015/02/10/joghurt-aus-vaginalsekret/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Das hier

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/31/ubersicht-evolution-evolutionare-psychologie-und-partnerwahl/

    ist ein guter Überblick über die Theman hier bei Allesevolution. Wer richtig professionell mit „biologistischen“ Argumenten „trollen“ will, dem sei dieser Überblick sehr empfohlen, gerade auch Autoren & Journalisten.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Der Mensch (Homo sapiens), Männchen ohne Haus, Boot, Auto und Kleingeld für die Parkuhr setzen auf „Game“

    Plus Bonustrack: Wünsche für die nächste Inkarnation:

    • Nachtrag:

      Erlebnisse wie das vom Emannzer oben sollten wir mal sammeln. Also Erlebnisse aller Art, in denen man als Junge oder Mann im Alltag Nachteile dadurch hatte, ein Männchen zu sein.

      • @ Axel

        Oh sorry, ich hatte heute noch gar nicht abgerufen.

        Ich guck jetzt mal nach…

        …aber zu dem Scheidenjoghurt da hatte ich ja eh was verlinkt. Bäh!

        Was für Rezepte bitte sollen auf Sperma beruhen? Ich kenne keins und würde auch keins probieren. Auch nicht aus dem eigenen. Dreimal Bäh!

        Ich meine, ich hätte mal vor Jahren gehört, dass sie in irgendeinem probiotischen Joghurt die Lactobacillen oder sonstigen Milchsäurebakterien erst aus dem Klärwerk isoliert hätten. aber gut, isoliert halt – trotzdem kein appetitlicher Gedanke.

        Dann hatten wir auf der Uni in MiBI mal Lactobacillen aus Milchprodukten isoliert. In einem als „probiotisch“ angepriesenen Produkt waren entweder keine drin, oder wir haben da was falsch gemacht. Egal.

        Dann noch zur Vagina: Ein Prof. hatte uns damals in der Vorlesung erzählt, die hätten versucht, einer Frau die Vagina mit besonderen Milchsäurebakterien anzuimpfen, die dann irgendwie gegen HIV-Viren wirken würden – Biologie ist schon ein geiles Fach!!!

        • @Axel

          Dass es eine aggressive Abwehr des Gedankens an Spermakonsum ist, hatte ich auch erst angenommen, aber weiter oben hast du dich doch an der Konversation darüber beteiligt und das ganze Thema mit deinem Link zu Vagina-Frühstück überhaupt erst angestoßen und möglicherweise mit dem möglichen Anekeln deiner Mitleser angefangen.

        • @Adrian

          „@ Axel
          Du ekelst Dich, also soll es verboten sein?“

          Das dürfte ein gewichtiges „Argument“ in der Ablehnung von Homosexualität sein.
          Selbst viele Politiker argumentieren doch so. Du hattest darüber sogar mal einen Blogeintrag an den ich mich wegen seines humoristischen Gehaltes erinnere. irgendwas mit schwulen schafen und dass der besagte Politiker es nicht verstehen kann, wie zwei bärtige Männer sich küssen können oder so.

          Und gleichzeitige Intoleranz gegenüber Menschen die sich von Vaginas in Kombination mit Essen (oder auch so) angeekelt fühlen. Totale Selbstbezogenheit nach der die gesamte Welt gestaltet werden muss.

        • ät Atacama:

          Ich bekenne mich schuldig, ich habe das Ekelthema begonnen.

          Der Eintrag mit den Schafen war nicht von mir.

          Welcher Politiker traut sich heute noch was Kritisches über Schwule zu sagen? Der wär tot! OK, Putin nicht…

          „Totale Selbstbezogenheit nach der die gesamte Welt gestaltet werden muss.“
          – Ich bin doch kein linker Genderfreund. Nein, wenn ich an der Macht wäre würde sich nicht viel ändern. Keine Angst, der böse Paragraf würde auch nicht wieder eingeführt.
          Gender und der ganze Ideologiekram würde allerdings von der Uni restlos verschwinden, ebenso aus der Verwaltung und der Schule.
          Die Meinungs- und Lehrfreiheit würden diesbezüglich eingeschränkt. Wer was Nazihaftes, Islamistisches, Kommunistisches oder Genderologisches sagt, kriegt ne Geldstrafe. Wer so einen Mist lehren will, wird gefeuert.

        • „Ich bekenne mich schuldig, ich habe das Ekelthema begonnen. “

          Naja, dann solltest du dich etwas zurückhalten

          „Welcher Politiker traut sich heute noch was Kritisches über Schwule zu sagen? Der wär tot! OK, Putin nicht…“

          Da gibt es auch in Deutschland genug.
          Lucke, Reiche und Irmer fallen mir da spontan ein.

        • @ Axel

          „Die Meinungs- und Lehrfreiheit würden diesbezüglich eingeschränkt.“

          Die Lehrfreiheit reicht. Meinungsfreiheit? Das geht natürlich nicht. Wer Humbug lehrt, kriegt keine Gelder und kein Institut in der Uni. Das reicht schon. Dadurch wäre dann die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Lehre sogar gestärkt – denn die Gendersens schränken diese ja überall ein oder versuchen dies zumindest.

          „Wer was Nazihaftes, Islamistisches, Kommunistisches oder Genderologisches sagt, kriegt ne Geldstrafe.“

          Das wäre die Abschaffung der Meinungsfreiheit. Okay, den Volksverhetzungsparagraphen muss es geben. Das Gefährliche daran: Würde zur Zeit so ein gesetz eingeführt, würden die Gendersens unsere Beiträge hier als was „Nazihaftes“ deklarieren und dann kämen wir vor Gericht.

          „Wer so einen Mist lehren will, wird gefeuert.“

          Okay, da wäre ich auch für.

          Aber die sind auf Lebenszeit verbeamtet. Die kann man nicht feuern. Also viele von denen.

          Was kann man mit denen machen? Für in den Schuldienst versetzen sind mir die Kinder zu schade.

          In die Verwaltung? Ich weiß nicht. Die bringen hinterher alles mutwillig durcheinannder.

          Ist schwierig – im Prinzip sind auch gar nicht die Gendersens selbst das Problem, sondern eine Gesellschaft, die ihnen Macht, Geld und Deutungshoheit zugebilligt hat.

        • ät Matthias und Robin:

          „Mir schmeckt es meistens auch nicht. “
          -Wie soll man so was interpretieren? Robin = Miria. Ich interpretiere es so: „Wenn es um meine persönlichen sexuellen Interessen geht, ist mir Gender schnurz.“
          —-

          „Meinungsfreiheit? Das geht natürlich nicht.“
          – Na ja, Beleidigungen von Schwulen werden als „Haßverbrechen“ besonders hart bestraft. Das Zeigen von Hakenkreuzen und RKFlaggen mit Geldbuße belegt. Das Leugnen des Holocaustes auch. Etceterapp.

          Heißt, Meinungsfreiheit ist heute schon deutlich eingeschränkt, wenn auch rechtslastig. Das dehne ich dann halt mal auf alle aus. Mann, was werden die GSGWler abkotzen!

        • @Axel

          Jetzt muss ich doch fragen. Ist sich fick….äh … die passive Rolle bei penetrativem Sex einzunehmen auch erniedrigend?

        • Was soll man anderes liefern als Lapidar-Antworten, wenn du offensichtlich Probleme hast, einfachste Aussagesätze zu verstehen? Wie soll man „mir schmeckt es meistens nicht“ anders interpretieren als „mir schmeckt es meistens nicht“?

        • „Probleme hast, einfachste Aussagesätze“

          Du wehrst Dich mit Händen und Füßen, gell? Sooo einfach sind Deine Aussagesätze nämlich nicht. Da steckt einiges dahinter, was Du nicht wahrhaben willst. Tja, haste Dich verraten.

        • Gegen dich muss man sich nicht wehren, weil du noch nicht ein einziges stichhaltiges Argument geliefert hast, Axilein. Was unterstellst du mir – Männerhass, weil ich wie 99,9% aller Menschen (egal ob Frau oder Mann) den Geschmack von Sperma nicht mag? Ist das bei dir etwa anders? Fühlst du dich beleidigt, weil du dagegen Sperma lecker findest?

        • „Axilein, nicht wert, daß man sich wehrt“ – die übliche Taktik bei Argumentlosigkeit mit Herabwürdigung des Gegners. Der Andersdenkende ist ein Untermensch, wertlos – alles altbekannt.

          Und rede doch nicht laufend um den heißen Brei- daß eine Genderbewegte sich in eine subalterne Position begibt, Oralverkehr mit Männern macht und das Ejakulat sogar aufnimmt, ist absolut widersprüchlich.
          Wie gesagt: Wenn es um die eigenen sexuellen Bedürfnisse geht, ist die Ideologie ganz plötzlich vergessen.

        • für Maren:

          Oh doch – die meisten sind sogar hetero. Und sind ganz gerne Sexobjekt, wenn es darum geht, einem (Macho-)Mann zu gefallen.
          Das ärgert Euch gewaltig, gell? Redet vom „konstruierten“ Geschlecht, von der „benachteiligten“ Frau, sexuell wollt ihr aber genau das Althergebrachte – begehrt werden, schön sein, einen starken Mann.

        • *Und rede doch nicht laufend um den heißen Brei- daß eine Genderbewegte sich in eine subalterne Position begibt, Oralverkehr mit Männern macht und das Ejakulat sogar aufnimmt, ist absolut widersprüchlich.*

          Das Rundschreiben der „Genderfascists For Universal Domination And General Ruining Of Families and Children“ (GFUDRFC) muss an mir vorbeigegangen sein.

          Adrian hast du das gekriegt? Ma im Spamordner nachgucken.

        • ät Robin:

          „lebender Witz “

          Schon wieder – der Feind kann nur eine NIcht-Person sein. Zum Inhalt magst Du gar nichts sagen? Du kannst nicht, richtig?

          Diese Entmenschlichung finde ich reichlich faschistoid.

        • Du musst ein wirklich gewaltiges Problem mit deiner männlichen Sexualität haben, wenn für dich Blasen offensichtlich eine so große Erniedrigung darstellt 😀 Das ärgert DICH gewaltig, gell?

        • @axel
          *Das ärgert Euch gewaltig, gell? Redet vom “konstruierten” Geschlecht, von der “benachteiligten” Frau, sexuell wollt ihr aber genau das Althergebrachte – begehrt werden, schön sein, einen starken Mann.*

          Ficken, Axel. Wir wollen ficken. 😀

        • für Robin:

          Jetzt auch noch Pathologisierung – darauf habe ich regelrecht gewartet.
          Also: Untermensch, ein Witz, krank….tja, da fragt man sich wirklich, wie jemand auf den Begriff „Genderfascists“ kommt.

          Und ja: Wenn eine frau vor einem Mann kniet, um seinen -du weißt schon- dann ist das tatsächlich eine erniedrigende Position. Das empfindet sogar ein kWHM wie ich so.

          Wenn eine Genderin es trotzdem tut, zeigt das natürlich, wie ernst sie es mit Gender meint. Ein Doppelstandard.

        • @axel
          *Wenn eine frau vor einem Mann kniet, um seinen -du weißt schon- dann ist das tatsächlich eine erniedrigende Position. Das empfindet sogar ein kWHM wie ich so.*

          Nun, da das Gemächt des Mannes sich zwischen den Beißern der Frau befindet würde ich nochmal darüber nachdenken wer da die Macht hat.

        • ät Adriano:

          Wundert mich nicht. Ideologien fördern Sympathien für die Mitglieder der eigenen Sekte und den Haß (HATE!!!) auf die Ungläubigen.

          Und jetzt schreib ich´s mal: Pe, Pe,, na ja , Phallus. Das P-Wort.

        • „Ideologien fördern Sympathien für die Mitglieder der eigenen Sekte und den Haß (HATE!!!) auf die Ungläubigen.“

          Blowjobs sind also für Dich eine Ideologie und ein Ausdruck von Hass?

        • @ Axel
          „Dein gespieltes Mißverstehen nervt.“

          Okay, wenn es hier irgendjemanden gibt, der versteht, was Axel sagen will, dem geb ich ’nen äußerst erniedrigenden Blowjob.

        • Er will sagen, dass jemand, der überhaupt Sperma in seinen Mund lässt, wozu es Oralverkehr braucht, welcher erniedrigend ist, nicht für „Gender“ oder Geschlechtergleichheit/Gleichberechtigung sein darf weil das dann aus seiner Sicht Doppelmoralisch ist.
          Also „Bist du dafür, dass Frauen legal vergewaltigt werden dürfen? Nein? Dann bist du Feminist“ nur andersherum.

        • „Ficken, Axel. Wir wollen ficken. 😀 “

          Welch Tragik steckt in diesem kurzen Satz.

          Sie würde so gerne, aber konstruktiv bedingt reicht es dann doch nur zum gefickt werden…Geradezu traumatisierend…

        • ät drei Grazien und Atacama:

          „Ich denke das erübrigt sich, wer geblasen werden will muss schließlich auch lecken.“
          -Euer Niveau läßt zusehend zu wünschen übrig. Da vermeide ich die P-Worte und ihr kontert mit sexualsprachlichen Sottisen. Inhaltlich kommt immer noch nix.

          Aber Atacama hat es erfaßt: „Er will sagen, dass jemand, der überhaupt Sperma in seinen Mund lässt, wozu es Oralverkehr braucht, welcher erniedrigend ist, nicht für “Gender” oder Geschlechtergleichheit/Gleichberechtigung sein darf weil das dann aus seiner Sicht doppelmoralisch ist.“

          „Bist du dafür, dass Frauen legal vergewaltigt werden dürfen?“
          -Wie kommst Du auf den Quatsch?

        • ät Peter:

          „aber konstruktiv bedingt reicht es dann doch nur…“

          Hehe, ein wahres Wort. Deswegen muß der Mensch ja sozial umkonstruiert werden! Damit die unterdrückten und bestiegenen Mädels mal zurück-besteigen können! 🙂

        • „-Euer Niveau läßt zusehend zu wünschen übrig. Da vermeide ich die P-Worte und ihr kontert mit sexualsprachlichen Sottisen. Inhaltlich kommt immer noch nix.“

          Deine Verlemmtheit provoziert das ein wenig.

          „Aber Atacama hat es erfaßt: “

          Das heisst aber nicht, dass ich dir zustimme.

          „Wie kommst Du auf den Quatsch?“

          War doch nur ein Beispiel. Von der Logik her ähnlich.

        • @ Axel
          „Aber Atacama hat es erfaßt: “Er will sagen, dass jemand, der überhaupt Sperma in seinen Mund lässt, wozu es Oralverkehr braucht, welcher erniedrigend ist, nicht für “Gender” oder Geschlechtergleichheit/Gleichberechtigung sein darf weil das dann aus seiner Sicht doppelmoralisch ist.”“

          Was aber ist, wenn man Oralverkehr nicht als erniedrigend empfindet?

        • @adrian
          Ich würde sogar behaupten es gibt nichts was einem mehr Macht verleiht als aktiver Oralsex. Das müsste eigentlich jeder wissen der schonmal jemanden zappelnd unter/über/neben sich hatte. 😀

        • @Robin

          Ich hatte bisher MIT Frauen Sex, bei dem ich sie auch (aber nicht immer) penetriert (Synonym für ficken) habe.

          Sex ist dabei doch schon etwas mehr als nur simples penetrieren, sondern im Idealfall eine Art körperlich-geistige Verschmelzung. Das Gesamtpaket halt.

          Wie auch immer, vielleicht bin ich da auch zu altmodisch und kann nicht mehr mitreden wenn es um live gestreamte und in Facebook abgespeicherte Quick-Ficks zum liken geht.

          Als Tragik sehe ich dies allerdings nicht 😉

        • @Adrian

          Ich denke ich habe die Lösung.

          Axel hebt ja auf das knien und in den Mund nehmen ab. Wenn er jetzt einfach seinem Mann sagt er solle sich zurücklegen und von Oben kommt, ist es nicht mehr erniedrigend.

          Genauso kann man das mit dem Ficken machen. Einfach oben sein. 🙂

        • ät Adrian und Ata:

          „Was aber ist, wenn man Oralverkehr nicht als erniedrigend empfindet?“
          – Auch Genderfrauen sind Frauen. Die stehen total auf Machos, die zeigen, wo´s langgeht.

          „Deine Verklemmtheit provoziert das ein wenig.“
          Ein bißchen Niveau bei all den Pornobildern und Gossenausdrücken muß einfach sein.
          „Von der Logik her ähnlich.“
          -???? Kriminelle Ansichten sind logisch? Na logisch!

        • Was hat das Benennen des männlichen Geschlechtsorgans mit Niveau oder dem Fehlen desselben zu tun? Das ist einfach Anatomie.
          Naja, sag doch einfach „Pipi“ oder „Piephahn“.

        • ät Tucken:

          Das ist ja schon richtig Hate-speech, was Ihr hier macht.

          Etwas mehr politisches Bewußtsein beim Verkehr würde ich mir bei den Genderologen allerdings schon wünschen. Es geht nicht, daß morgens in der Uni das eine krawallmäßig gefordert wird, und abends zu Hause im stillen Kämmerlein wird die traditionelle Geschlechterrolle gelebt.

        • „Sex ist dabei doch schon etwas mehr als nur simples penetrieren, sondern im Idealfall eine Art körperlich-geistige Verschmelzung. Das Gesamtpaket halt.“

          Wäre mal interessant zu erfahren, wie sehr deine Partnerinnen noch Lust auf „körperlich-geistige Verschmelzung“ haben, wenn sie wüssten, wie respektlos du hier über Frauen herziehst. Fällt dir nicht auf, nech?

        • „Wäre mal interessant zu erfahren, wie sehr deine Partnerinnen noch Lust auf “körperlich-geistige Verschmelzung” haben, wenn sie wüssten, wie respektlos du hier über Frauen herziehst. Fällt dir nicht auf, nech?“

          @Robin, mal angenommen er hätte respektlos hergezogen, guck doch mal in den Spiegel und frag Dich, was Deine Partner sagen so würden, wenn sie wüssten …

  3. @Axel.

    Probiert?

    Caveat: Macht das blos in festen Beziehungen mit Leuten die nicht zu faul sind sich ab un zu testen zu lassen. Dies ist eine Mitteilung im Interesse Ihrer Gesundheit.

  4. Neues von StaatssekretärIN Ferner und mein persönlicher tagesaufreger:

    http://www.fes.de/gender/infobrief/pdf_content/FES_IL4_FOKUS04.pdf

    Dieser frau war so wichtig, das auf ihrem Amtsausweis Staatssekretärin statt Staatssekretär steht, das sie auch zu einiger bundesweiter Bekanntheit erlagte. Was ist der aufreger?

    Diese Frau ist yeit 30 Jahren mit einem thema im Geschäft: frauenpriviligierung. Sie ist komplett monothematisch und nur als quotenfrau nach oben gekommen. Sie macht nichts anderes und jetzt sogar als MdB Im Parlament ausser frauenförderung. Und denkt in diesem Interview eine Frauenquote für wahllisten an. Zwei Wahlkreise sollen zusammengelegt werden und je Wahlkreis ein mann und eine frau mit den meisten Stimmen gewählt werden. Folge: zwei Männer oder zwei frauen mit den meisten Stimmen aller Kandidaten würden nicht gewählt werden, da sie einem Vertreter des schlechter platzierten geschlechts Platz machen müssten. Verfassungsrechtliche bedenken wischt sie weg, wir wissen ja das allein der Hinweis auf Wahlzetteln nach der GeschlechterVerteilung der parteilisten in Rheinland Pfalz abgebügelt wurde. Das ist einfach unglaublich.

    Diese Frau ist so priviligiert das sie auch im Parlament uns alle nur durch frauenpolitik vertritt, also die Hälfte der Bevölkerung und sie fordert jetzt allen ernstes das Geschlecht vor den Wählerwillen zu setzen. Allein ihre Karriere ist eine personifizierte Männerdiskrimierung, da sie als Staatssekretäre und Parlamentariern dem ganze volk dienen sollte, jetzt will sie noch die Demokratie ausschalten, weil die Bevölkerung aus 50 Prozent frauen besteht.

    Das DemokratieVerständnis dieser frau ist ein Skandal.

    • Mir fällt gerade auf, werden bei den Nominierungsparteitagen in den kreisverbänden nur männliche Kandidaten nominiert, könnte eine kleine Partei einfach eine frau aufstellen und hätte dann eine sehr realistische Möglichkeit mit einigen tausend stimmen ein Bundestagsdirektmandat zu erlangen.

      Die zuschneiden der Wahlkreise werden nach stimmenanzahl zugeschnitten, es ist angestrebt eine mögliche ausgewogenheit der Wählerschaft abzubilden. Denn stimmen liebe frau ferner sollen gleichwertig sein, wir hätten vermutlich bei diesem wahlsystem eine Situation, bei der unbekannte quotenfrauen mit mehreren zehntausend stimmen Abstand zu Männern gewählt werden. Wir hätten Mandate die gleichwertig im Parlament entscheiden, aber nicht gleichwertig gewählt werden. Geschlecht vor Mandat wäre das neue Adelsgeschlecht vor Mandat. Geschlechterfeudalismus. Ist frau ferner noch eine DemokratIN.

      • ät Teardown:

        Ach, die Frau Staatssekretär wieder, die nachm Arbeiten für teuer Geld lecker Spargeltouren auf dem Wannsee macht.

        Haste den Schittsturm auf Gesichtsbuch gelesen?
        Am eindrucksvollsten fand ich den Veteran, der für wenig Geld Patienten auf der Intensivstation am Leben hält, während Frau Staatsekretöse sich über Ausweis-Prägungen aufregt.

        Es wird wohl mal wieder Zeit….
        Hier ist der Link für einen schönen neuen Schittsturm: https://www.facebook.com/ferner.elke?fref=ts

  5. Realsatire.

    „Im Abschnitt über Steinigungen in der Broschüre „Tradition und Gewalt an Frauen“ wird festgehalten, dass in manchen Kulturen speziell Frauen zur Steinigung verurteilt würden, wobei die Genderungerechtigkeit schon bei der Diskriminierung der Frauen in den Gesetzen beginne. „Schließlich weist auch die Durchführung der Steinigung selbst eindeutig Nachteile für Frauen auf, weil Männer nur bis zur Hüfte, Frauen hingegen bis zu den Schultern eingegraben werden“, heißt es in dem von der Bundesministerin für Bildung und Frauen herausgegebenen Heft. „Dies ist bedeutend, weil im Falle des ‚Sich-Befreiens‘ der (oder des) Verurteilten eine Begnadigung durchgesetzt werden kann. Dies ist bei Männern somit weitaus wahrscheinlicher.“

    https://www.bmbf.gv.at/frauen/gewalt/fin_Tradition_und_Gewalt_an_Frauen.pdf?4jj2r1

    http://diestandard.at/2000011624167/Gendergerechte-Steinigungen-FPOe-empoert-ueber-Ministeriums-Broschuere?ref=rss

    Heinisch-Hosek würde ich den Rücktritt nahelegen.

    • Einfach nur geisteskrank so was. Mir fällt dazu nur noch der Witz ein, der in der Umkehrung eines Sprichwortes lautet:
      „Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst.“

      Wie schrieb schon R. Binding in seinen WW 1 Aufzeichnungen sinngemäß, diese Menschheit hat keine Zukunft, und sie verdient auch keine Zukunft. (wenn sie sich nicht radikal ändert füge ich mal hinzu)
      Wieso ich jetzt auf den ersten Weltkrieg komme ?
      Zum Thema Gewalt und Frauen, fällt mir immer spontan die Bewegung der weißen Feder ein, sagt das jemandem hier was, sehr lehrreich.

      Ich füge mal ein Zitat aus Wikipedia ein:

      „Während des Ersten Weltkrieges wurde die Vergabe der „Weißen Feder“ an nicht kriegsfähige oder kriegsunwillige Männer, im besonderen aber auch an Studenten, durch junge Frauen zu einer öffentlichen Diffamierungskampagne. Der von dem Admiral Charles Cooper Penrose Fitzgerald initiierte Order of the White Feather kürte seine Opfer als Feiglinge und Drückeberger, nicht selten Invaliden. Pazifisten rühmten sich, genug Federn für einen Fächer erhalten zu haben. In manchen Fällen diente die Zusendung einer weißen Feder Frauen an der Heimatfront sogar dazu, nicht mehr gewollte und invalide Ehemänner oder den Verlobten abzufertigen.“

  6. Die Spermadiskussion oben dürfte zwar der klare Sieger dieses SMS sein, aber dennoch nutze ich (wenn auch verspätet) wieder mal die Gelegenheit. Denn ich habe es auf mich genommen und tatsächlich den ersten Band von „Shades of Grey“ gelesen, ausführlich besprochen und in Comicform zusammengefasst:

    http://www.buddelfisch.de/2015/02/e-l-james-shades-of-grey-geheimes-verlangen/

    Ohne Comic, aber dafür unter Berücksichtigung des Films äußert sich auch Buddelfischkollege Gregor dazu:

    http://www.buddelfisch.de/2015/02/sex-macht-angst-fifty-shades-of-grey-als-buch-und-film/

    Definitiv Geschlechterzeug, also hier am richtigen Platze.

    Zudem verweise ich auf Liana Kerzners fünfteilige Artikelreihe „Why Feminist Frequency almost made me quit writing about video games“, insbesondere den letzten Teil:

    http://metaleater.com/video-games/feature/why-feminist-frequency-almost-made-me-quit-writing-about-video-games-part-5

    Ich stimme auch hier nicht mit jedem Unterpunkt überein, aber das muss man ja auch nicht. Das Entscheidende ist, dass sie hier zeigt, dass feministische Videospielkritik vernünftig, ohne Sexismus, ohne Shaming und ohne Totalitätsanspruch geht. Sie berücksichtigt auch die Sicht und Darstellung von Männern und beklagt zurecht, dass es in der Debatte nicht um Feminismus, sondern die unhinterfragbare Deutungshoheit vom sexnegativen FemFreq geht.
    Also Wasser auf meine Mühlen der Verständigung und Enspannung. 😉

  7. Und rede doch nicht laufend um den heißen Brei- daß eine Genderbewegte sich in eine subalterne Position begibt, Oralverkehr mit Männern macht und das Ejakulat sogar aufnimmt, ist absolut widersprüchlich.

    Ah, und entsprechend denkst du dann das Adrian und ich entweder keine Männer sind, oder das nicht machen, weil es sich nicht mit dem Mannsein verträgt. Habe ich das richtig verstanden?

  8. Gerade über Toysoldier erfahren das die X-MEN nun alles Frauen sind.

    http://edition.cnn.com/2013/05/29/showbiz/xmen-female-team/

    Ich musste nicht nur ein bißchen Schmunzeln sondern auch gleich an den Artikel einer feministischen Mutter denken die ihren Sohne, immer sobald er einen bestimmten berühmten Mann als Vorbild in betracht zog, zur Seite nahm und im dann erklärte das Frauen das alles auch und viel besser können. Das sollte ihn wohl irgendwie aufbauen und eine positive Einstellung zu seinem Geschlecht geben.

    Ich lese keine Comics, aber bei dem was ich bei Toysoldier von Thor gelesen habe, wird bei der Feminisierung nicht nur das Geschlecht geändert, sondern der Charakter hat auch gleich eine feministische Einstellung, bei der Männer, wie soooooo oft wenn es um Feminismus geht, nicht gut Weg kommen. Es ist so wie mit Politikerin, da hab ich auch oft den Eindruck, dass von denen mehr Politik nur für Frauen machen, während männliche Politiker i.d.R. Politik für alle machen.

      • Toy Soldier zitiert Zahlen für andere feministische Comic-Experimente:

        Captain Marvel debuted at 24,800 books in September 2012. It was relaunched in March 2014, and solicited 44,200 books. As of January 2015, it sits at 19,500 books. The all-female X-men debuted in May 2013 at 178,000 books. It now sits at 29,650 books. Ms Marvel debuted at 50,300 books. It now sits at 30,300 books. (Ultimate Spider-man met a similar fate, with numbers dropping fairly quickly despite all the progressives’ claims about supporting the character.)

        Pandering to the feminist demographic does not move books. It does, however, insult the existing fan base, engage in pandering and misandry, and fuels more antagonism between fans and feminists.

        Milo Y. zitiert ein paar Stimmen aus der Presse. Falls es floppt liegt es nicht an mangelnder Begeisterung der offiziellen Kritiker.

        “There is something incredibly charming about the way Jason Aaron writes Thor, particularly the juxtaposition between Thor’s newly Asgardian speech and her very ordinary inner monologue.”
        – Newsarama

        “Not only do these scenes subtly acknowledge and render inert the concerns voiced by real life detractors, but they also paint the character in a stronger, more resilient light.”
        — IGN

        “In this issue, we get some very direct engagement with the feminist discourse.”
        — Comicosity

        • Der Artikel ist teils echt erbärmlich schlecht.

          „and even Wonder Woman have held the hammer for a period of time.“

          Könnten bitte alle mal aufhören, das ständig gebetsmühlenartig zu wiederholen, sobald das Thema auf Thor und seinen Ersatz kommt? Wonder Woman benutzte den Hammer in den 90ern einmalig in der großen DC vs. Marvel Storyline, die im Amalgam-Universum gipfelte, was weder bei DC noch bei Marvel kanonisch ist, sondern lediglich ein Experiment darstellte (das sich grandios verkaufte). Das konnte sie, weil sie als Amazone genau wie Thor göttlichen Ursprungs ist. Viel mehr war da nicht. Wonder Woman und Thor teilen sich nicht mal dasselbe UNIVERSUM.

          „To put this perspective, Spider-man is mantle. While one can argue that the mantle is defined by Peter Parker and that no one can truly replace him, it remains a title Parker applied to himself. In contrast, “Peter Parker” is his given name. No one can simply take his name and become “Peter Parker.”“

          Ob der Kerl mal was von der Klon-Saga gehört hat?

          „Aaron does not simply deem Thor unworthy. He humiliates him.“

          Ja, mein Gott, und nichtsdestotrotz wird er zurück kehren. Das ist so klar wie der achtzigste Reboot von Spider-Man. Jeder, der länger fünf Minuten Comics liest, weiß das.

          „When I saw the pages days ago, I assumed they were a feminist edit. However, they are not.“

          Oje. Muss hart sein, die eigenen Argumente auf diese Weise gespiegelt zu sehen. Ich find’s hilarious.

          „Solicitations have dropped, yet even that can be deceptive. Many books start with high numbers and fall 40% to 60% within the first five issues as the books find their readership.“

          … schrieb er und hält die sinkenden Verkaufszahlen TROTZDEM für aussagekräftig. Mal eben ignorierend, dass Ms. Marvel immer noch unter den Top 100 rangiert, was für einen so neuen Charakter unglaublich ist (der Rest wird ziemlich von den großen Namen dominiert).
          Interessant auch, dass er Harley Quinn nicht erwähnt, ein Comic, dass sich trotz! weiblicher! Hauptperson! konstant gut verkauft.

          „(Ultimate Spider-man met a similar fate, with numbers dropping fairly quickly despite all the progressives’ claims about supporting the character.)“

          Darüber stolpert von euch keiner? Wundert ihr euch nicht, warum Spider-MAN da mitgenannt wird? Tja, ich sag euch warum: Dieser Ultimate Spider-Man ist zwar ein Mann, aber außerdem schwarz. Und damit fällt er ja aus der maskulistischen Zielgruppe raus. Findet ihr DAS gut?

          „Pandering to the feminist demographic does not move books. It does, however, insult the existing fan base“

          Es beleidigt die existierende Fanbasis, wenn ein neuer Charakter wie Ms. Marvel ein Mädchen ist?

          „engage in pandering and misandry, and fuels more antagonism between fans and feminists.“

          Tja, das müsste ihn doch freuen.

          „The industry needs more readers. That does not mean feminist-leaning, man-hating, race-baiting, “social justice warriors.” That means younger readers.“

          Die natürlich rein männlich, protestantisch und weiß sein sollten. Der Rest interessiert halt keinen.

        • „Dieser Ultimate Spider-Man ist zwar ein Mann, aber außerdem schwarz. Und damit fällt er ja aus der maskulistischen Zielgruppe raus. Findet ihr DAS gut?“

          Ich nehme mal an, der Hauptteil der Leser ist weiß. Warum sollten die sich mit einem schwarzen Spider-Man identifizieren wollen?

        • @ Robin
          Was hat das mit Maskulismus zu tun? Hat eine maskulistische Organisation dazu aufgerufen, Ultimate Spider Man nicht mehr zu lesen, weil er schwarz ist? Waren diejenigen, die beschlossen haben, Ultimate Spider Man nicht mehr zu lesen, alles Maskulisten?

          • @robin

            weil es klassischer intersektioneller Poststrukturalismus ist, dessen stärkster Vertreter eben der intersektionalistische Feminismus ist.

            Das hat aber nichts damit zu tun, dass man sich deswegen nicht für schwarze oder schwule als Männer einsetzen kann.

          • @robin

            „Wenn du dich für schwarze Männer einsetzt (okay, einsetzen WÜRDEST) , ist es klassischer intersektionalistischer Feminismus?“

            Nein, es ist klassischer intersektionalistischer Feminismus in Privilegientheorien zu denken und damit auch in Räumen, die man bestimmten Gruppen gewährt. Damit ist die Umwandlung eines Helden in einen schwarzen natürlich auch eine Form der Raumnahme und der Gewährung. Ein Sichtbarmachen eben.

            Deswegen ist dies durchaus in die entsprechenden Theorien einzuordnen.

            Dein Ansatz als Strohmann einzuordnen ist ebenfalls einfach, weil es natürlich viele weitere Möglichkeiten gibt, sich für schwarze Männer einzusetzen, auch wenn man dagegen ist, dass bestimmte Comic-Helden schwarz werden (wogegen ich noch nicht einmal etwas habe, es aber auch für weit weniger gelungen halte als du vielleicht. Bestimmte Comic-Helden Schwarz zu machen ändert wenig aus meiner Sicht).
            Ich bin sicher, dass den meisten Männern, ob schwarz oder weiß, mehr geholfen ist, wenn man sich um Unterhaltsprobleme oder Verteufelung ihrer Sexualität kümmert. Gerade Schwarze haben ja einiges zu erwarten, wenn ihre Verteidigung gegen Vergewaltigungsvorwürfe eingeschränkt wird, immerhin bilden sie die Hauptzahl der Beschuldigten, wenn ich die Statistik richtig im Kopf habe

        • Der Latino-Spidey (gegen den ich wie gesagt nichts habe) ist, obwohl keine Geschlechtersache, hier durchaus relevant, weil es eben weiterhin um die Diversitätsfrage geht. Und da ist es, unabhängig, ob es um Geschlecht oder Hautfarbe geht, ja doch eine Grundsatzfrage, wie man zu „politisch richtigen“ Änderungen steht.
          Da dererlei Fragen hier ja öfters direkt ins Thema passen, halte ich auch solche Randgebiete für geeignet.

        • „Nein, es ist klassischer intersektionalistischer Feminismus in Privilegientheorien zu denken und damit auch in Räumen, die man bestimmten Gruppen gewährt. “

          Es ist eigentlich klassischer gesunder Menschenverstand, zu erkennen, dass Schwarze und andere PoCs in den amerikanischen Medien kaum vertreten sind, obwohl sie fast 30% der Bevölkerung ausmachen, und das für die ziemlich scheiße ist.

          • @robin

            „Es ist eigentlich klassischer gesunder Menschenverstand, zu erkennen, dass Schwarze und andere PoCs in den amerikanischen Medien kaum vertreten sind, obwohl sie fast 30% der Bevölkerung ausmachen, und das für die ziemlich scheiße ist.“

            Was bedeutet denn für dich genau „das für sie ziemlich scheiße ist“? Was genau folgt daraus für dich alles?

            Meiner Meinung nach bringt die gesamte Positionierung wenig, wenn sie auf diese kämpferische Weise erfolgt, wie jetzt zB bei dem weiblichen Thor. Denn damit verfestigt man die „Out-groups“, die letztendlich die Ursache für Rassismus sind und löst sie nicht aus. Aus meiner Sicht eines der größten Probleme dieser Theorien. Wenn man Helden „zwangsumwandelt“, dann wird deren „gruppenzugehörigkeit“ eben meist zu einem wesentlichen Bestandteil der Umwandlung. Damit überzieht man den Comic in der Regel mit einer bestimmten Botschaft, die bisher nicht dort war. Es ist eben wie DMJ schon sagte nicht mehr per se der Kampf gegen das Böse, sondern der Kampf für diese Gruppe. Da Comics sehr stark damit arbeiten, idealisierte Identifikationsflächen zu bieten ist es verständlich, wenn das zu Widerstand führt, denn wer vorher davon träumte, ein Superheld zu sein und nur nicht bei Frauen landen zu können, weil er seine geheime Identität zum Wohl der Gruppe nicht preis gibt, der wird mit „du bist das Problem, weil du auch Spiderman unterdrückst“ seiner Fluchtmöglichkeit in eine andere Welt beraubt. Demnach kann man die eigentlichen Ziele eines Superhelden allenfalls aufrechterhalten, wenn man die komplette Rassen/Geschlechterproblematik gar nicht anspricht. Oder man muss eben auf neue Personen setzen, die sich identifizieren können. Etwa eben schwarze oder Frauen. Die dann aber bei dem – unvermeidlichen – Wechsel zurück eben auch wieder enttäuscht werden.

          • Wow. Klassische Matthias-Argumentation: „Wenn man Kindern so total übertrieben beibringt, dass Schwule auch normale Menschen sind, dann hassen die die am Schluss nur noch mehr, weil das halt irgendwie nervt oder so.“

          • @robin

            Mein Argument wäre eher „wenn man eine Gruppezugehörigkeit stark betont und dabei gegen die andere Positioniert, dann wird dies auch entsprechend als Abgrenzung wahrgenommen“

            Diese Positionierung ist dabei der wesentliche Punkt. Und die hat nichts damit zu tun, dass es „normale Leute“ sind. Dann könnte man eben die Positionierung gerade weglassen.

            Die weibliche Thor wird ja hier auch nicht als „Normale Frau“ dargestellt, sondern als Frau, die gegen Diskriminierung von Frauen ankämpfen muss und empowert ist, und das in einem Maße, die ihre Gegnerin sogar dazu bringt, sich ihr zur Unterstützung der Heldin zu ergeben.

        • Wenn du nur wüsstest, wie figurenhistorisch lächerlich es ist, ausgerechnet Spider-Man eine „idealisierte Identifikationsfläche“ zu nennen. Und wie bezeichnend, dass du automatisch davon ausgehst, dass ein schwarzer Spider-Man keine andere Themen hätte außer, dass er halt schwarz ist.

        • @Robin: „Es ist eigentlich klassischer gesunder Menschenverstand, zu erkennen, dass Schwarze und andere PoCs in den amerikanischen Medien kaum vertreten sind, obwohl sie fast 30% der Bevölkerung ausmachen, und das für die ziemlich scheiße ist.“
          Mich würde es an dieser Stelle interessieren, worin genau das Problem besteht, in welcher Form du hier eingreifen willst und mit welchem Recht? Ich meine, wenn die Masse der Comicleser weiße, männliche Superhelden sehen will, wo ist dein Problem damit? Und worauf basiert dieser Anspruch, dass Schwarze in den US-Medien proportional zu ihrem Bevölkerungsanteil vertreten sein müssten?

          Was Thors Geschlechtsumwandlung angeht, finde ich das ebenfalls schwach. „Wir schaffen es einfach nicht, eigene weibliche Superhelden zu etablieren. Wir brauchen aber (aus irgendwelchen ominösen Gründen) unbedingt mehr Frauen!!! Also nehmen wir einfach einen existierenden erfolgreichen männlichen Superhelden und wandeln ihn in eine Frau um.“ Klingt für mich nach einer kreativen Bankrotterklärung. Wenn ich Thor-Fan wäre, würde mich das auch ziemlich ärgern.

        • „Mich würde es an dieser Stelle interessieren, worin genau das Problem besteht, in welcher Form du hier eingreifen willst und mit welchem Recht? “

          Nach all dem Rumgeweine hier über fehlende Vorbilder, nur weil ein einziger Held jetzt temporär kein Typ ist, ist so eine Frage einfach der Hammer. Ihr fühlt euch selbst beim kleinsten Verlust total entrechtet und glaubt, jeder weibliche Held würde unsere armen Jungen in die totale Krise stürzen, aber wenn PoCs auch gerne Vorbilder für ihre Kinder hätten ist das so gar nicht nachvollziehbar? Wow!

        • Robin, hast du nicht neulich gesagt, ich solle dir etwas vorwerfen, was du auch tatsächlich vertrittst? Dann komm jetzt auch nicht mit diesem pauschalen „ihr“. Weder weine ich hier über fehlende Vorbilder, noch fühle ich mich durch Thor entrechtet oder sehe Jungs in einer Krise. Nichts dergleichen habe ich in meinem Kommentar geschrieben. Wegen mir kann Marvel mit seinen Charakteren machen was sie wollen. Traditionell werden sie am Ende ökonomisch entscheiden und diejenigen weiterführen, die ihnen am meisten Umsatz bringen.
          Und jetzt beantworte doch mal meine Frage: Wenn dies auf weiße männliche Superhelden hinausläuft (z.B. weil die meisten Comicleser nun einmal weiß und männlich sind), inwiefern ist das ein Problem?

        • Mir scheint das alles zu größeren Teilen ein Problem des „Wie“, statt des „Was“ zu sein.

          Wenn ein Held, der grundsätzlich von verschiedenen Figuren verkörpert werden kann (weil er eben nicht zu sehr als Individuum, sondern mehr als Rolle agiert) „einfach nur so“ von jemandes schwarzen, weiblichen, muslimischen usw. verkörpert würde, würden sich auch Leute aufregen (weil sich immer Leute aufregen), aber es würde keine größere Sache.
          Das Problem ist aber, dass zu sehr auf „moralisch richtige“ Öffentlichkeitsarbeit geschielt wird und entweder die Werbung schon laut schreit „XY ist jetzt eine lesbische Latina – weil Diversity wichtig ist!“ oder eben (wie im Thor-Auszug) die Story selbst von solchen Meta-Diskursen erstickt wird. Damit wird die Figur, die Fiktion einer Politik untergeordnet, die vorher nicht da war und die Fans des „originalen Pakets“ fühlen sich beraubt.

          Einfach mit weniger Pauken und Trompeten, ohne selbstverliebte Verkündungen und ohne Strohmänner als Gegner, könnte Vielfalt viel einfacher eingebracht werden können.

          Ähnliches Beispiel war für mich der erste türkischstämmige „Tatort“-Kommissar. An sich eine gute Sache, eine so große Minderheit in dieser so großen Reihe unterzubringen – habe es schon seit Jahren jedem gesagt, der es hören wollte (oder auch nicht). Doch als sie dann einen nahmen, wurde er kein normaler Kommissar, sondern bewusst als der ANDERSARTIGE Ermittler konzipiert. Da ging es dann nur um verwandte Themen wie Islamismus oder Rassismus und der Charakter wurde auf sein Andersartigsein reduziert. – Genau das sollte doch nicht passieren, aber genau das macht man, wenn Thor nicht nur auf einmal weiblich ist, sondern auch Feminismusdiskurse beim Kampf führt.

        • Na, warum interessiert dich das überhaupt, obwohl du gar keine Comics liest? Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie Nicht-Leser Comicinhalte bewerten und verurteilen – und das seit fast 120 Jahren.

        • Ja es nervt mich… auch ohne das ich ein riesen Fan bin und trotz der Tatsache das es keinen Einfluss auf meinen künfitgen Tagesablauf haben wird. Du findest das vielleicht bemerkenswert, ich finde das einigermaßen normal. Was interessieren sich den lesbische Feministinnen so für heterosex?

        • Es gibt jetzt also etwa drei relativ neue Serien, die einen weiblichen Cast haben – und davon bist du ernsthaft genervt? Wie war das nochmal mit dieser Angst, etwas zu verlieren, nur weil ihr nicht mehr der einzige Mittelpunkt darstellt? Es gibt locker achthundert andere Serien mit männlichen Leads – wo zur Hölle ist das verdammte Problem? Müssen es wirklich einhundert Prozent sein, bis die in den Medien am meisten repräsentierte Gruppe aufhört zu weinen darüber, dass sie sich überhaupt nicht mehr repräsentiert fühlen?

          • @robin

            „Es gibt jetzt also etwa drei relativ neue Serien, die einen weiblichen Cast haben – und davon bist du ernsthaft genervt?“

            Du hast dich doch ebenso über Änderungen in Comic-Serien aufgeregt, wenn ich mich da an deine Ausführungen über Arrow erinnere. Da wolltest du anscheinend auch keine Änderungen, obwohl sich sogar das Format gewandelt hat

            „Wie war das nochmal mit dieser Angst, etwas zu verlieren, nur weil ihr nicht mehr der einzige Mittelpunkt darstellt?“

            Das ist doch billig. Man kann dagegen sein, dass bestimmte Figuren umgestaltet werden weil man es unpassend findet, nicht weil man um eine imaginäre Stellung der Männer kämpft.

            „Es gibt locker achthundert andere Serien mit männlichen Leads – wo zur Hölle ist das verdammte Problem?“

            Wo ist dein Problem, wenn Leuten etwas nicht gefällt?

            „Müssen es wirklich einhundert Prozent sein, bis die in den Medien am meisten repräsentierte Gruppe aufhört zu weinen darüber, dass sie sich überhaupt nicht mehr repräsentiert fühlen?“

            Hier wurde sich so wie ich das sehe gegen eine übertriebene Umgestaltung von Figuren ausgesprochen, nur um sie politisch korrekt zu machen. Dagegen entsprechende weibliche Figuren zu schaffen hat sich denke ich niemand ausgesprochen.
            Insofern kämpfst du gegen Strohmänner

          • „Dagegen entsprechende weibliche Figuren zu schaffen hat sich denke ich niemand ausgesprochen.“

            Du kannst dich wieder melden, wenn du dich informiert hast.

        • Und wo ist das Problem mal etwas neues zu machen? Warum nicht eine neue X-Women Serie?

          “ “Wie war das nochmal mit dieser Angst, etwas zu verlieren, nur weil ihr nicht mehr der einzige Mittelpunkt darstellt?”

          Das ist doch billig. Man kann dagegen sein, dass bestimmte Figuren umgestaltet werden weil man es unpassend findet, nicht weil man um eine imaginäre Stellung der Männer kämpft. “

          Jo!

          Auf dem Arbeitsmarkt werden aus PC-Gründen nun überall weibliche Eigenschaften als erstrebenswert angesehen. Einige Charaktermerkmale die man bisher eher Männern zugeordnet hat, werden nun als typisch weiblich angesehen. Die restlichen männlichen Eigenschaften werden ansonsten überall abgewertet und als rückständig eingestuft. Zusammen mit dem Teil über die feministische Mutter aus meinem ersten Kommentar die kein positives männliches Vorbild im Leben ihren Sohnes zulassen will, Berichten von Jungen in der Schule die von ihren Lehrerinnen als allesammt minderwertig bezeichnet werden und nun mit diesem Fall wo alle männlichen Helden/Vorbilder mal eben rausgestrichen werden… ja, dann nervt mich das alles zusammen.

          Wenn du hier mitliest, hast du vielleicht schon mal mitgekriegt wie wichtig für Jungen ein männliches Vorbild in frühen Jahren ist. Das wird aber nach meinem Empfinden nun großflächig gestrichen.

          Kann man nur weibliche Helden schaffen indem man die männlichen verschwinden lässt?

        • „Und wo ist das Problem mal etwas neues zu machen? Warum nicht eine neue X-Women Serie?“

          Immer wenn es um das generische Maskulinum geht, heißt es, dass wir uns einfach mitgemeint fühlen sollen. Wenn es dann allerdings so gehandhabt wird, ist es auch nicht richtig.
          DMJ sagt es unten ganz richtig: Das „Men“ steht für „Menschen“, nicht für Männer. Es gab immer Frauen bei den X-Men, ohne dass der Titel geändert worden wäre.

          „Wenn du hier mitliest, hast du vielleicht schon mal mitgekriegt wie wichtig für Jungen ein männliches Vorbild in frühen Jahren ist. Das wird aber nach meinem Empfinden nun großflächig gestrichen.“

          Und es ist auch wichtig, dass gleichzeitig kein einziges weibliches Vorbild existiert, weil das die armen Buben verwirrt?

          „Kann man nur weibliche Helden schaffen indem man die männlichen verschwinden lässt?“

          „Nur“ ist ein starkes Wort dafür, dass das jetzt genau einmal prominent geschehen ist.

          • @robin

            „Und es ist auch wichtig, dass gleichzeitig kein einziges weibliches Vorbild existiert, weil das die armen Buben verwirrt?“

            Robin, bereits im nächsten von dir zitierten Satz fragt er danach, ob man keine weiblichen Superhelden schaffen kann.
            Er sagt gar nicht, dass keine weiblichen Vorbilder existieren sollen

        • „Und es ist auch wichtig, dass gleichzeitig kein einziges weibliches Vorbild existiert, weil das die armen Buben verwirrt?“

          Bullshit.

          Du hast dich vor ein paar Wochen bei Schoppe darüber aufgeregt, das deine Kommentare immer möglichst negativ interpretiert werden…

        • Na, dann erklär es mir doch. Thor nervt dich, weil er zur Frau wurde, ok. Aber er ist nur EINE Figur. Wie um alles in der Welt kommst du darauf, dass ohne ihn jetzt alle Jungs ohne Vorbild dastehen, obwohl es noch dutzende andere Helden gibt?

          Und die weiblichen X-Men: Siehst du ein, dass du hier falsch lagst, weil du, pardon, keine Ahnung von der Seriengeschichte hast?

        • Persönlich finde ich es eher lustig dass die Thor ein ‚Straw-Feminists‘ ist. Normalerweise gibt es immer Proteste, wenn Feministen so dargestellt werden, und hier gibt es kein kein Wort darüber dass die Thor den Creel in den verlinkten Seiten scheinbar primär dafür haut keine Feministen zu mögen, und erst in zweiter Linie wegen Kleinigkeiten wie bewaffnetem Raub. 🙂

        • Jetzt zu sagen, es würden im Superheldencomic männliche Vorbilder abgeschafft ist tatsächlich meilenweit daneben – die Mehrheit bleibt männlich. Auch der Arbeitsmarktvergleich trifft es nicht wirklich: Es geht um fiktive Figuren, die sind nicht arbeitslos, wenn sie durch wen anderen ersetzt werden.
          Da jetzt ein größeres, allgemeines Faß aufzumachen ist nicht produktiv.

          Das Problem, das man beklagen kann, ist eben, was mit der Figur Thor gemacht wird – ALS die Figur Thor, nicht als der Repräsentant von uns allen Männern.
          Habe den Auszug im Toysoldier-Artikel gelesen und das ist tatsächlich plumpe Politisierung in der Comicwelt selbst und daher schon rein künstlerisch eher fragwürdig. Dass Thor ein Name und keine Rolle ist, sagt der Autor auch, aber da weiß ich jetzt wie gesagt keine endgültige Lösung.
          Aber das ist ein Einzelfalls, an dem man für sich meckern kann. Wie ich schon sagte, sind die X-Men ein komplett anderer (und konzeptuell unproblematischer) Fall und männlichen Helden droht keineswegs das Vergessen. Dürften nicht zumindest einige der gestrichenen X-Männer sowieso ihre Solo-Serie haben, also eher befördert sein?

        • Komisch, Thor hab ich gar nicht angesprochen…

          „Wie um alles in der Welt kommst du darauf, dass ohne ihn jetzt alle Jungs ohne Vorbild dastehen, obwohl es noch dutzende andere Helden gibt?“

          “Alle” ist ein starkes Wort dafür, dass das jetzt genau einmal prominent geschehen ist.

          Hast du eigentlich den Teile meiner Kommentare, in den es darum geht das überall die positiven männlichen Rollenbilder abgewertet werden, gelesen? Was bringt denn sowas?

          „Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter mal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen.“

          So stand es mal in der EMMA. Sowas in der Art sehe ich hier? Das soll ich jetzt toll finden? Ja, ich hab nicht die Ahnung davon, wie du. Aber trotzdem regt mich das auf (aber nicht sehr).

          Überall wird von Geschlechtergerechtigkeit gefaselt und dann wird ein gemischtes Team in eine reines Frauenteam umgewandelt. Wie bei Schoppe schon zu lesen, ist es wirklich komisch zu sehen wie man Gleichberechtigung/-stellung durch einen Ausschluss von Männern erreichen will.

        • „Komisch, Thor hab ich gar nicht angesprochen…“

          Ähm, doch?

          „Hast du eigentlich den Teile meiner Kommentare, in den es darum geht das überall die positiven männlichen Rollenbilder abgewertet werden, gelesen? Was bringt denn sowas?“

          „Überall“? Weil EIN Comicheld plötzlich ne Tussi ist?

          „So stand es mal in der EMMA. Sowas in der Art sehe ich hier? Das soll ich jetzt toll finden? Ja, ich hab nicht die Ahnung davon, wie du. Aber trotzdem regt mich das auf (aber nicht sehr).“

          Nochmal: Inwiefern haben Jungs es jetzt schwerer, wenn sie jetzt nicht mehr aus 100, sondern nur noch aus 99 Helden wählen können?

          „Überall wird von Geschlechtergerechtigkeit gefaselt und dann wird ein gemischtes Team in eine reines Frauenteam umgewandelt. Wie bei Schoppe schon zu lesen, ist es wirklich komisch zu sehen wie man Gleichberechtigung/-stellung durch einen Ausschluss von Männern erreichen will.“

          Es war aus dieser Ecke noch nie irgendeine Art Protest zu hören, wenn ein Superheldenteam – wie meistens – ganz genau EINE Frau beinhaltete. Warum ist es jetzt so unglaublich schlimm, wenn die X-Men (die ja immer noch von Prof X geführt werden – einem Mann!) halt mal ein paar Hefte lang rein weiblich sind?

      • Wenn ich Fan wäre, würde mich das tierisch nerven. Man stelle sich vor, man hätte im Sinne der Geschlechter“gerechtigkeit“ aus allen Darstellern in „Queer as Folk“ Frauen gemacht.
        Mich würde es auch nerven, wenn jemand die Mädels aus „Sex and the City“ zu Männern machen würde.

        • Glücklicherweise bist du kein Fan, denn dann müsstest du seit über 70 Jahren genervt sein. Es ist vollkommen üblich, dass in den bekannten Teams zu 90% Männer mitmachen. Wo ist das Problem dabei, wenn dieses Verhältnis mal umgedreht und gekuckt wird, was passiert? Zumal X-Men in dieser Hinsicht nie so schlimm war und aus einem großen Fundus an weiblichen Charakteren schöpfen kann. Das ist absolut nicht vergleichbar mit einem Genderbender-Cast irgendeiner Serie, denn die X-Men sind ständig im Wandel.

          • „Glücklicherweise bist du kein Fan, denn dann müsstest du seit über 70 Jahren genervt sein. Es ist vollkommen üblich, dass in den bekannten Teams zu 90% Männer mitmachen.“

            Wenn es mich nerven würde, und es seit über 70 Jahren üblich ist, dann wäre ich kein Fan geworden.

  9. Oha, angesichts dieser Diskussion kann ich ja dreist nochmal meinen (zweiteiligen) Diversity-Artikel einwerfen:

    http://www.buddelfisch.de/2015/02/diversity-done-right-wrong-12/

    http://www.buddelfisch.de/2015/02/diversity-done-right-wrong-22/

    Bin jetzt in den aktuellen Comics nicht drin, aber da scheint mir, wird viel zusammengeworfen, vermischt und aufgebauscht, was es gar nicht darf.

    X-Men sind nun ein rein weibliches Team? Ja, warum nicht? Ist halt eine Team-Serie, deren Besetzung schon immer variiert wurde (und der Titel ließe sich auch als „X-Menschen“ deuten, um das zu beantworten). Wenn sie jetzt, statt für die Mutanten, für den Feminismus kämpfen würden, ja dann wäre es ein Richtungswechsel, der einen als Fan stören könnte (wie jeder Richtungswechsel, unabhängig von Politik) aber sonst ist es halt mal wieder eine zweitweilige Umbesetzung, wie es Tausende gab und gibt.

    Der Latino-Spider-Man ist ein völlig anderes Thema. Ja, Peter Parker als Figur ist im Grunde wichtiger als das Kostüm, aber der bleibt ja erhalten. Es geht um die Ultimate-Version, die eh eine andere ist. Ich meine, der komplette Gag des Ultimate-Universums ist es doch, alternative Versionen zu schaffen.

    Zum weiblichen Thor bin ich mir unsicher. Es scheint (will sagen, habe es nicht gelesen, nur im Web darüber gehört, darum alles ohne Gewähr), als wenn sie deswegen jetzt auch im Comic selbst plump „Frauenpower!“ schreien und das klingt für mich eher erzwungen und zeigt, wie wenig organisch so etwas in der Regel abläuft.
    Zum Geschlechterwechsel selbst bin ich unschlüssig: Meines Marvel-Wissens ist Thor eben kein „Job“, sondern direkt der Name dieser einen Figur. Wenn also entsprechend ein anderer seinen Hammer übernimmt, ist er/sie/es vielleicht der Träger Mjölnirs und damit der Donnergott, aber nicht Thor. Dann sagte man mir aber, da läge ich falsch, es hätte auch in der Vergangenheit schon andere Thors gegeben. In dem Fall wäre es an sich eine blöde Idee, aber in diesem speziellen Fall in Ordnung.

    • @DMJ

      „Zum weiblichen Thor bin ich mir unsicher. Es scheint (will sagen, habe es nicht gelesen, nur im Web darüber gehört, darum alles ohne Gewähr), als wenn sie deswegen jetzt auch im Comic selbst plump “Frauenpower!” schreien und das klingt für mich eher erzwungen und zeigt, wie wenig organisch so etwas in der Regel abläuft.“

      Ich hatte den ersten Comic aus der Reihe mal gelesen und fand ihn okay. Die Ausschnitte die in dem Artikel zitiert werden klingen natürlich schon so als hätte man die externe Debatte extra in die Comics gepasst. Ich hätte da ja andere Varianten witziger gefunden, etwa eine gewisse Selbstironie, weil eben Thor ja tatsächlich eher ein Macho ist. Wenn sie selbst etwa erst einmal angefangen hätte Frauen „Wensch“ zu nennen und sich das hätte abgewöhnen müssen, hätte das eher etwas gehabt.
      Dieses „ich gebe auf, weil du eine Frau bist“ finde ich dagegen reichlich bescheuert.
      Aber ich werde mir mal die übrigen auch durchlesen.

    • @DMJ
      Aus einem deiner Artikel über James Bond:

      „Seine Coolness basiert unter anderem darauf, dass er die Lizenz zum Töten hat und diese reichlich und fröhlich nutzt. Das ist nicht das Material für einen liberalen Helden. Er ist eine Machtfantasie.“

      Ja, er ist eine klassische Projektionsfläche: Immer Cool, immer erfolgreich bei den Frauen. insofern ist er nicht mehr zeitgemäß und gleichzeitig zeitlos.

    • Excelsior, jemand mit Ahnung!

      Die Thor-Sache würde mir persönlich unheimlich auf den Sack gehen, wenn ich die Figur mögen würde, was ich allerdings nicht tue. Ich kann dahingehend die Fanrage eigentlich verstehen, wenn halt 1. nicht so klar wäre, dass sie das sowieso bald wieder ändern und 2. es immer in einen Aufwisch mit anderen „diversen“ Charakteren genannt würde. Du sagst es ja auch: Weibliche X-Men, warum zur Hölle nicht? Und diese Obsession mit Ms. Marvel, mein Gott!

      Gleichzeitig werden bei DCs Wonder Woman fast 70 Jahre Figurengeschichte über den Haufen geworfen, Marv Wolfmans wirklich wunderschöne Neuinterpretation aus den 80ern vernichtet und die Amazonen mal eben so zu einem Volk aus Kindsmörderinnen umgeschrieben. Und wer sich darüber aufregte, war eine hysterische Feminazi-Fotze.

      • Diese WW-Umschreibung habe ich noch gar nicht mitbekommen, das klingt aber tatsächlich ziemlich hirnrissig.

        Dass Thors Geschlechterwechsel nur zeitweise sein wird, daran zweifle ich auch nicht. Ist für mich so eine Sache wie die Punisher-Story „Frankencastle“, von der ja auch keiner geglaubt hat, sie würde dauern. Aber dämlich war sie halt schon, so dass der NORMALE Fanärger schon gerechtfertigt war. Nur jetzt bei Thor holt man eben gleich größere Sachen ins Boot, was es lächerlich macht – eben, als würden einem jetzt alle männlichen Superhelden weggenommen. 😛
        Man darf sich ärgern, wenn mit seinen Helden komische Sachen gemacht werden, soll aber nicht so tun, als wären die großen Comicuniversen nicht eh schon immer ein Ort des Wahnwitzes gewesen.

        Das sich über Ms. Marvel aufgeregt wird, kann ich allerdings diesmal auch als Nerd nicht nachvollziehen. War doch eh immer eine „Kostümrolle“, die entsprechend auch umbesetzt werden kann. Muss gestehen, auch da noch nichts von gelesen zu haben, aber was ich hörte klang recht interessant.

        • Doch, an den Aufschrei erinnere ich mich. Ursprünglich haben sie die Jungs einfach umgebracht, aber dann an Hephaestos gegen Waffen verkauft. Sie brachten die Jungs also nur um wenn Sklavenhandel keine Option war.

          Und das haben sie dann weiter entschärft, indem gezeigt wurde dass Hephaestos die Jungs wirklich mag und dass die alle eine glückliche Schmiedefamilie sind.

          Danach war wieder weitgehendst Ruhe.

          • @nachtschattengewächs

            http://en.wikipedia.org/wiki/Wonder_Woman

            „The male children of the Amazons are introduced and Diana learns about the birth of her „brothers“ – the Amazons used to infrequently invade ships coming near their island and force themselves on the sailors, before killing them. After nine months, the birth of the resulting female children was highly celebrated and they were inducted into the ranks of the Amazons while the male children were rejected. In order to save the male children from being drowned to death by the Amazons, Hephaestus traded weapons to the Amazons in exchange for them

            Andere Versionen sind ja auch hübsch „Frauen aufs Podest stellend“:

            When Wonder Woman’s homeland is first introduced in 1941, it is referred to as Paradise Island, a secret and hidden island inhabited by the Amazons of myth. The Amazons had grown tired of the evil ways of mankind in ancient Greece after being enslaved by Hercules and had separated themselves to this island where they could practice a peaceful way of life and cultivate their minds. With the island blessed by the Olympian Gods, no man is allowed to physically set foot on it. When United States Army intelligence officer Steve Trevor’s plane crashes there during World War II, he is nursed back to health on the nearby Island of Healing by Princess Diana, daughter of the island’s Queen Hippolyta. Diana soon competes against other Amazons to become Wonder Woman, the representative from Paradise island who will accompany Steve back to „Man’s World“ and aid in the fight against the Axis powers.

            und

            The 1987 relaunch of Wonder Woman establishes that the Amazons are the reincarnated souls of women slain throughout pre-history by men. Shaped from clay over 3,000 years previous and given new lives by five Olympian goddesses — Artemis, Athena, Demeter, Hestia, and Aphrodite — the Amazons are granted immortality, great physical strength, highly acute senses, beauty, wisdom, and love for one another. They are tasked to teach the merits of virtue, love, and equality to the men of „Patriarch’s World“.[2] They have founded the city-state of Themyscira in ancient Greece – Modern day Turkey,[3] which is ruled by sisters Hippolyta and Antiope. Ares, the God of War and a chief opponent of the Amazons, manipulates his half brother Heracles to gather forces and attack Themyscira. Heracles subdues and ravages Hippolyta, and his forces succeed in ransacking Themyscira and making the Amazons their slaves. Hippolyta pleads with the goddesses for help. Athena agrees to aid the Amazons, but only if they do not go against their purpose of creation by seeking revenge. When they agree to her terms, Athena frees the Amazons from their chains. Once freed, however, the Amazons proceed to slaughter most of their captors. Antiope leads a force of Amazons off into Greece, seeking vengeance on Heracles. As decreed by the goddesses, Hippolyta leads the remaining Amazons to a remote island where, as penance for their failures as teachers, they become guardians of Doom’s Doorway, preventing the escape of the monsters beneath. Renaming the island paradise Themyscira after their fallen capital, the Amazons began their new lives, erecting buildings and monuments and perfecting their skills as artisans and warriors.

            For centuries, the Amazons of Themyscira live in a perfect state of harmony with their surroundings. They know no racism, although many consider Antiope’s Lost Tribe of Amazons as little more than savages. They do not think in terms of male gender; the word „policeman“ is alien to them until Diana’s departure into the outside world. Homosexuality is completely accepted — while some Amazons are chaste, others have loving consorts. Their city is composed entirely of Greco-Roman architecture from 1200 BCE, and they wear Greek garb, togas, sandals, and period armor. The Amazons also all wear the Bracelets of Submission as constant reminders of their past, although only Diana is able to deflect bullets with them. They are fervently religious, worshipping their gods as living deities. Artemis is their primary goddess, and they worship her with a sacrifice of a deer. The Amazons celebrate their creation each year in a Feast of Five, remembering the goddesses who brought them to life.

            Auch interessant:

            http://reason.com/archives/2015/02/28/wonder-womans-origin

            In The Secret History of Wonder Woman (Knopf), New Yorker writer Jill Lepore tells the wild story of crackpot psychologist William Moulton Marston. After bouncing from university job to university job and playing a botched role in a murder case that kept the lie detector he invented (but failed to patent) on the far outskirts of American courts, he settled down in an extralegal plural marriage that included birth control pioneer Margaret Sanger’s niece.

            Marston then parlayed his role as a supposedly respectable academic advisor to the reviled early comic book industry into the creation of Wonder Woman.

            Wonder Woman was an embodiment of his outdated form of feminism, in which woman were not equal to men but different and better because of their kinder, more angelic natures. That, plus a disturbing belief in the positive power of bondage (see the famous magic lasso): „The only hope for peace,“ Marston wrote, „is to teach people…to enjoy being bound, enjoy submission to kind authority.“ -Brian Doherty

        • „Nur jetzt bei Thor holt man eben gleich größere Sachen ins Boot, was es lächerlich macht – eben, als würden einem jetzt alle männlichen Superhelden weggenommen. “

          Genau das, während gleichzeitig 90% aller Comicserien weiterhin von männlichen Charas getragen werden. Da kann man einfach nicht anders und sich an den Kopf fassen. Wie kann man nur so ängstlich sein.

          „Das sich über Ms. Marvel aufgeregt wird, kann ich allerdings diesmal auch als Nerd nicht nachvollziehen. War doch eh immer eine “Kostümrolle”, die entsprechend auch umbesetzt werden kann. Muss gestehen, auch da noch nichts von gelesen zu haben, aber was ich hörte klang recht interessant.“

          Ich habe bisher auch nur gute Kritiken gelesen und das Design gefiel mir sehr gut (vor allem, nachdem Wonder Girl zu diesem Tittenmonster gemacht worden war: http://www.comicbookresources.com/?page=article&id=52103 ). Aber ist halt Marvel 😉
          Ich finde es halt übelst lächerlich, dass der Typ in diesem Artikel oben einerseits richtig sagt, dass Comicverkäufe nach der Nummer 1 sowieso immer einbrechen, andererseits Ms Marvel aber als Beispiel für kommerziell unerfolgreiches feministisches Rumpfuschen in die Comicszene heran zieht, obwohl ihre Verkaufszahlen sogar noch weit weniger eingebrochen sind als er es für normal hält. Und dann im Kontext: Mit ihrer letzten Ausgabe brachte sie es auf Platz 80 der am besten verkauften Comics. Damit steht sie als so junger Charakter ziemlich allein da vorne. Ich lese da hauptsächlich Batman, Avengers, Spider-Man… halt die richtig großen Namen. Es da auf Platz 80 zu schaffen ist nichts, wofür man sich schämen müsste.
          http://www.comichron.com/monthlycomicssales/2014/2014-12.html

          „Diese WW-Umschreibung habe ich noch gar nicht mitbekommen, das klingt aber tatsächlich ziemlich hirnrissig.“
          Ist es auch. Leider ist es im Vergleich mit einem Geschlechtswechsel eine eher kleine Änderung und daher fürchte ich, dass es so beibehalten wird. Zerstören wir halt mal eben eines der wenigen Beispiele weiblichen Empowerments in den Medien o.O
          http://goodcomics.comicbookresources.com/2012/03/26/she-has-no-head-is-the-destruction-of-the-amazons-the-destruction-of-feminism-in-dc-comics/

        • @Christian

          Ja, Wonder Woman ist eigentlich ein hübsches Beispiel für das Bild der Frauen als bessere Menschen über die Zeit. Dass ihr Schöpfer ein Bondage-Fan und Sub war, spielt auch kräftig in die Symbolik rein. Ihr magisches Lasso und dass sie ihre Kräfte verlor wenn sie von einem Mann gebunden wird sind da die offensichtlichsten Sachen.

          Mit der erwähnten Umschreibung waren wir halt ein bischen näher an dem was der Kucklick hier will.

          Aber erst wenn wir Frauen genauso – Verzeihung – scheiße finden wie Männer, so unmoralisch, egoistisch, verantwortungslos, kommen wir auf die Idee, keines der Geschlechter mehr mit Etiketten zu versehen. Erst wenn wir Frauen alles zutrauen, auch das Böseste, machen wir sie zu ganzen Menschen. Wenn Humanität, dann auch die dunkle Seite.

          So schlimm finde ich das unter dem Gesichtspunkt eigentlich nicht.

        • „Ich finde es halt übelst lächerlich, dass der Typ in diesem Artikel oben einerseits richtig sagt, dass Comicverkäufe nach der Nummer 1 sowieso immer einbrechen, andererseits Ms Marvel aber als Beispiel für kommerziell unerfolgreiches feministisches Rumpfuschen in die Comicszene heran zieht“

          Und vor allem ist das dann wieder NOCH ein anderes Thema. Ob etwas kommerziell klug ist, oder nicht, ist keine moralische, sondern eben eine taktische Frage und da werden die Verlage schon darauf achten, dass sie sich nicht aus idealistischen Gründen ruinieren.
          Ich verstehe ja das Festhalten an Gemochtem nur allzu gut, aber man vergisst zu oft, das Experimente auch zu grandiosen Ergebnissen kommen können – sonst wäre Swamp Thing heute auch nicht mehr als ein melancholischer Mutant, der heult, dass er gern wieder ein Mensch wäre.

          Da hat man es riskiert, die Figur (sorgfältig und durchdacht, nicht krampfhaft und nicht aus irgendeiner politischen Sicht) komplett umzukrempeln und das war das Beste, was ihr je passiert ist. Man sollte sich trotz aller Fanbegeisterung immer einen Rest Offenheit bewahren.

        • „Dass ihr Schöpfer ein Bondage-Fan und Sub war, spielt auch kräftig in die Symbolik rein.“

          Es ist überhaupt nicht gesichert, ob William Moulton Marston ein Sub, ein Dom oder gar nichts von beiden war. Das ist lediglich eine verbreitete Spekulation, die leider wohl niemals aufgeklärt werden wird.

          • @robin

            Seine Ansichten scheinen ja zumindest sehr in diese Richtung zu gehen:

            http://www.palgraveconnect.com/pc/doifinder/view/10.1057/9781137283474.0005

            Marston’s theories about DS were deeply influenced by his understanding
            of gender. Marston saw himself as a feminist. But as Robinson
            has correctly observed, we would now characterize his version of feminism
            as essentialist (2004: 27). Marston found men to be more naturally
            dominant than women. For him this was a problem; indeed, Marston
            identified unrestrained male dominance as the source of many of the
            world’s ills. In order to address what he perceived as excessive male dominance,
            Marston prescribed male submission. He understood that this
            would be challenging: a man would have to become more submissive, in
            proportion to his “natural” dominance, than would a woman (Marston
            1928: 329). Yet he insisted that men must pursue this submission.
            Towards the end of Emotions of Normal People, Marston provocatively
            declared that no male was physically equipped to take on the dominant
            role in love relations, as this would lead to a dangerous sadism
            (Ibid.: 385–386). Instead, he argued, men must willingly and lovingly
            submit to women. Marston concluded his book with a utopian cry for
            “active love leadership of humankind by women” (Ibid.). Here Marston
            made a powerful plea for erotic female dominance. Indeed, he suggested
            that such dominance could only improve the psychological health of
            society. Two years before Freud’s Civilization and Its Discontents sent
            modern Western civilization to the psychoanalyst, Marston’s Emotions
            of Normal People sent it to the dominatrix.
            Marston’s emphasis on female dominance anticipated another significant
            trend which would develop in late twentieth century kinky
            cultures. In the early 1980s, Gayle Rubin found that the largest subpopulation
            of sadomasochists were the heterosexuals, and of these,
            “most” appeared to follow the female dominant/male submissive

            und

            http://polyinthemedia.blogspot.de/2010/08/wonder-womans-poly-origin-receiving.html

            .Marston always succeeded in defending his ideas. For him, Wonder Woman was not a role model for girls (as is often claimed) but the vehicle through which he would get young boys used to the idea of strong, dominating women. He believed that the next century would see the subjugation of men by women, and that, through domination, women would create a more loving society:

            Wonder Woman is psychological propaganda for the new type of woman who should, I believe, rule the world. There isn’t love enough in the male organism to run this planet peacefully. Woman’s body contains twice as many love generating organs and endocrine mechanisms as the male. What woman lacks is the dominance or self assertive power to put over and enforce her love desires. I have given Wonder Woman this dominant force but have kept her loving, tender, maternal and feminine in every other way.

            Marston was a fascinating character. He loved two women, had two children with each of them; all seven lived as one big, happy family. He invented the notorious lie detector; this book shows many pictures of Marston strapping svelte young women into early prototypes of his machine. Marston, despite (or because of?) his fantasies of a world ruled by dominating women, obviously enjoyed binding women — and the thought of women binding each other:

            Women are exciting for this one reason — it is the secret of women’s allure — women enjoy submission, being bound. This I bring out in the Paradise Island sequences where the girls beg for chains and enjoy wearing them.

            All this may sound like cheap porn, but somehow Marston did imbue his strip with a strange utopian drive. The contradictions and conflicts that erupted between his vision, his sexuality and his era’s ideas about women and sex all combined to create a series not easily deciphered and fascinating to read simply because it struggles to say something — something quite at odds with everything the cultural context in which Wonder Woman was created was willing to accept.

            I have developed elaborate ways of having Wonder Woman and other characters confined … confinement, to WW and the Amazons, is just a sporting game, an actual enjoyment of being subdued. This … is the one truly great contribution of my Wonder Woman strip to moral education of the young. The only hope for peace is to teach people who are full of pep and unbound force to enjoy being bound … Only when the control of self by others is more pleasant than the unbound assertion of self in human relationships can we hope for a stable, peaceful human society … Giving to others, being controlled by them, submitting to other people cannot possibly be enjoyable without a strong erotic element.

            William Moulton Marston is the subject of the book’s first 89 pages. Conversations with some of his children make this part of the book all the more interesting. Marston — the psychologist, the con man, the shameless self-promoter, the Hollywood consultant, the inventor, the utopian, the sexual adventurer, the father, the historical novelist, the creator of Wonder Woman — deserves a book all his own. These 89 pages, excellent as they may be, make the reader yearn for yet more information on this strange man.

            Sadly, Wonder Woman’s story — and subsequently this book on her history — loses virtually any interesting elements with the passing of her creator [in 1947]. The remaining 120 or so pages read like an overlong epilogue and only emphasize again and again how post-Marston Wonder Woman is nothing but a string of disappointments.

        • Christian, du kannst mit deinem peinlichen Mansplaining aufhören. Ich habe u.a. über William Moulton Marstons Arbeit an WW meine Examensarbeit geschrieben und weiß mehr darüber, als du jemals lernen wirst.

          • @robin

            „Christian, du kannst mit deinem peinlichen Mansplaining aufhören. Ich habe u.a. über William Moulton Marstons Arbeit an WW meine Examensarbeit geschrieben und weiß mehr darüber, als du jemals lernen wirst.“

            „Robinsplaining“ (ich weiß eh über jedes Thema mehr als ihr und deswegen habt ihr alle unrecht) bringt uns hier leider auch nicht weiter. Du kannst ja gerne aus deiner Arbeit zitieren, dann können wir es uns ja anschauen.

          • Warum? Ich habe gesagt, was ich dazu sagen wollte und du hast es wie immer falsch gelesen. Wenn du was wissen willst, stell halt ne Frage, und wenn du mich beeindrucken willst eine richtige, keine Suggestivfrage.

          • @robin

            Du verwendest eben bei Themen wie Comics gerne das Autoritätsargument. Und bist empört, wenn Leute es nicht akzeptieren und etwas dagegen sagen.
            Wenn du alles gesagt hast, was du sagen willst, dann sag eben nicht mehr. Beschwer dich dann aber nicht, wenn andere Leute noch was sagen. Oder meinst du deine kurzen Ausführungen müssen dazu führen, dass man in Ehrfurcht erstarrt und nichts mehr sagen kann? Dann hättest du ein sehr merkwürdiges Verständnis davon, wie man diskutiert.

          • Ich diskutiere ja auch nicht mit dir. Aber gut, ich bin schwach, also Teil 87 von „Warum du nicht lesen kannst“:

            Nachtschattengewächs schreibt, WMM wäre Sub. Ich schreibe (lediglich als kleine Korrektur eines verbreiteten Comicmythos), dass das nicht gesichert ist. Christian kommt und schreibt, dass manches aber darauf hindeutet. Ich hämmere mir den Kopf gegen die Wand, weil Christian mir mal wieder etwas unterstellt hat, was ich gar nicht gesagt habe (jemand mit Lesekompetenz dürfte sogar feststellen, dass ich sogar genau das Gegenteil gesagt habe).

            See? Dozier also bei jemand anderen.

          • @Robin

            Wenn du die Kommentare nicht als Angriff auf dich liest, sondern eben einfach als Beitrag zu dem Thema und eben den Hinweis, dass es ungeklärt sein mag, hier aber einige Gründe sind, die das stützen, dann könntest du etwas runterkommen.

            Es ist eigentlich eine recht übliche Vorgehensweise weitere Informationen auszugraben, wenn etwas ungeklärt ist. Warum sollte man da bei „es ist ungeklärt“ stehen bleiben und was ist dann bei dem Stand an „das hier spricht für eine der Auslegungen“ falsch?

            Klar, wenn man die Vorstellung hat, dass mit „Ich habe gesagt, dass es ungeklärt ist, respect my authoritah“ alles gesagt ist, dann ärgert einen eine solche Ergänzung.

          • Die Formulierung „Es ist nicht gesichert“ schon impliziert, dass dafür natürlich einige Gründe sprechen. Nun ist es nicht im Geringsten zielführend, trotzdem die bekannten Gründe hinzuknallen – niemand hat behauptet, dass es keine gibt. Und wenn du jetzt, nur um wie immer kleinlich zu sein, nicht glaubst, dass es nicht gesichert ist, dann lies halt das: http://www.amazon.de/Wonder-Woman-complete-History-Daniels/dp/0811842339/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1424098135&sr=8-1&keywords=les+daniels+wonder+woman

            Alternativ kannst du nochmal Wikipedia checken. Selbst da müsste das stehen.

          • @robin

            „Nun ist es nicht im Geringsten zielführend, trotzdem die bekannten Gründe hinzuknallen – niemand hat behauptet, dass es keine gibt. “

            Dir sind sie vielleicht bekannt. Anderen nicht. Wo ist also das Problem, wenn man sie dann mal anführt?

        • Ach so – das ist ein bisschen tricky. Es gibt mehrere Captain Marvels. Den von DC könnte man wohl als „erwählt“ betrachten, aber Marvels Cap scheint nicht so festgelegt zu sein und hat auch im Grunde nichts mit Ms. Marvel zu tun. Da kenne ich mich aber nicht so gut aus. DMJ weiß bestimmt mehr.

        • Ich fand Christians Zitatliste nichtsdestoweniger nett. Sie illustriert das Weltbild hinter dem ursprünglichen WW-Konzept sehr schön.

          Was Marston nun tatsächlich beim Sex vorgezogen hat, wäre interessant wenn wir herausfinden wollten wie er zu seinen Ansichten gekommen ist, nicht unbedingt dafür wie sie den Character geformt haben, und auch nicht für die Frage ob die Umdeutung der Comic-Amazonen nun eher bedauernswert ist.

          Insofern. Danke, Robin, für die Korrektur. Danke Christian für die Quellenrecherche. 🙂

        • „Was Marston nun tatsächlich beim Sex vorgezogen hat, wäre interessant wenn wir herausfinden wollten wie er zu seinen Ansichten gekommen ist, nicht unbedingt dafür wie sie den Character geformt haben, und auch nicht für die Frage ob die Umdeutung der Comic-Amazonen nun eher bedauernswert ist.“

          Wie gesagt: In Anbetracht von WWs Stellung als so ziemlich einzige Vertreterin weiblichen Empowerments in Comics halte ich es für geradezu bösartig, ihr Volk so perfide umzudeuten. Daraus entstehen einfach eine ganze Reihe von Problemen. In dem Artikel, den ich verlinkte, wird beispielsweise korrekt angemerkt, dass WW dadurch, dass sie nie etwas von diesen Machenschaften wusste, wie ein naives Dummchen wirkt. Und logisch ist es auch nicht: Was haben die Amazonen gemacht, seitdem sie auf der Welt ist? Und warum wurde es vor ihr überhaupt verheimlicht?

          Zudem waren die Amazonen sowieso nie so wirklich die strahlenden Podest-Frauen, als die sie hier dargestellt werden. Sie sind kriegerisch, konservativ und ihre Männerverachtung wird durchaus negativ bewertet. Hybris brachte sie dazu, sich nach Themiscyra zurück zu ziehen und sich von der Welt zu isolieren, der sie eigentlich laut göttlichen Auftrag Frieden bringen sollten.
          Aber natürlich lag vor allem in Perez Neuinterpretation auch viel symbolisches. Einiges, wie die Vaterlosigkeit Dianas, hat er von Marston übernommen, aber wunderschön erweitert (in Bezug auf Dianas Seele). Ihre Herkunft aus Lehm, dem von den Göttern Leben eingehaucht wird, war ein essentieller Bestandteil ihrer Figurengeschichte, der jetzt einfach über den Haufen geworfen worden ist. Ich finde, hier gibt es wirklich einiges, über das man sich zurecht echauffieren kann, und finde es bezeichnend, dass man ausgerechnet dieser weiblichen Ikone ihre moralische Integrität entreißen muss.
          Das ist halt anders als bei einem weiblichen Thor, weil Thor nur einer von vielen ist. Wonder Woman dagegen ist medienhistorisch so viel mehr.

          „Danke Christian für die Quellenrecherche.“

          ‚Quellenrecherche‘ *rofl*

        • @Robin

          Medienhistorisch hast du sicher recht. Zum Zeitpunkt der Umdeutung hatten wir allerdings auch schon ziemlich lange erfolgreiche und selbstbewusste Rechtsanwältinnen die ab und zu groß und grün wurden, die beste Spionin der Welt, nahezu unbesiegbare Meuchelmörderinnen und,und, und.

          Es ist auch sehr lange her dass die gute Jean Grey ihre Telekinese zum Stricken benutzt hat, während die Jungs im Gefahrenraum um sich schlugen, oder dass die Sue Storm sich hauptsächlich damit vergnügte unsichtbar zu werden, damit sie nicht im Weg ist. Tatsächlich habe ich die Beiden als oft die stärksten Charactere im Kopf.

          Insofern glaube ich nicht dass die Amazonen das einzige Beispiel weiblichen Empowerments sind oder für lange Zeit waren.

          Zumal WW als Identifikationsfigur sich ja über die Abscheulichkeit ihrer Gesellschaft erhebt,. und damit ein positives Bild bietet. Hätte sie ein Argument gemacht dass man da eben die kulturellen Eigenheiten der themyscirischen Gesellschaft respektieren müsse, und dass nach den Jahrtausenden Gewalt gegen Frauen von Männern die Jungs sich nicht so anstellen sollen, dann hätte ich das als Verunglimpfung angesehen, so aber eher nicht.

          Das von Marstons Vision der liebenden weiblichen Dominanz öfter mal abgewichen wurde, ist wahr, aber ich hatte die eigentlich überwiegend als utopisch und friedvoll im Gedächtnis, mit dem Maßstab ihre kriegerische Überlegenheit nur im Notfall einzusetzen.

          Dem Utopischen jetzt ein amoralisches Lady Land entgegenzusetzen, halte ich da eher für einen Fortschritt, weil es ein bischen an dem Mythos kratzt dem Marston anhing.

          Die Story selbst hat allerdings wirklich scheuntorgroße Löcher.

      • Ein Kommentar zu einem anderen Kommentar bei dem ich nicht weiß wie ich sonst antworten soll:

        „Ob der Kerl mal was von der Klon-Saga gehört hat?“

        Die Klon-Saga ist möglicherweise der meist gehasste Handlungsstrang unter Spidermanfans. Spricht nicht gerade dafür, dass man Peter Parker gut ersetzen kann.

        „Oje. Muss hart sein, die eigenen Argumente auf diese Weise gespiegelt zu sehen. Ich find’s hilarious.“

        Auf mich wirken die dort gezeigten Seiten sehr unnatürlich, dass er sie weniger ernst nimmt und unterschätzt passt zu einem Bösewicht. Aber die Art und Weise wie er damit umgeht bezieht sich auf etwas über die 4. Wand hinaus. Von daher hätte es am ehesten bei Deadpool, dem Joker oder einen anderen Charakter Sinn gemacht für den so ein Verhalten typischer ist gepasst. So wirkt es aber in der Tat sehr gezwungen und mehr wie ein Mittelfinger für die Leute die den Original Thor mochten. Hinzu kommt, Titania wirkt am Ende mehr wie die eine reine Bösewichtparodie, nach dem wie sie handelt und so wie sie Gefängnis und auf die Fresse bekommen überhaupt nicht stören. Fazit, wenn ich einen Comic mit weiblichen Hauptcharakter lesen würde, dann als letzten „Thor“ und als erstes wohl Shehulk.

        „Das konnte sie, weil sie als Amazone genau wie Thor göttlichen Ursprungs ist.“

        Ist der Ursprung nicht egal? Dachte es ginge darum ob man würdig ist, also bezogen auf die Persönlichkeit und nicht auf den Körper. Beta Ray Bill war doch auch nicht göttlich oder doch irgendwie?

      • @Robin
        Ach nun komm aber gerade die Aufreger sind es doch welche dafür sorgen das gewisse Änderungen in Comics auch zurückgenommen werden. Natürlich sagen die Verlage hinterher immer „As we planned“, aber das ist dann häufig eher PR Gewäsch.

        Und nein es geht nicht um den Verlust von allen Helden für die Leser. Es geht um den Verlust von einem speziellen Helden für die Leser oder einem speziellen Buch welches sie gemocht haben. Da passt imho deine Argumentation über Verhältnisse einfach nicht. Immerhin wirst du auch immer noch Diskussionen darum finden welcher Robin der beste war, oder welches Batgirl.

        So aber genug über Comics geredet welche ich nicht lese, zurück zum hoffen das Deadpool nicht völlig zerstört wird im Reboot und sie Shiklah in irgend einer Art übernehmen und auch Taskmaster erneut Mal etwas eigenes bekommt als nicht vollkommener Bösewicht.

  10. Och Leute,
    sowas wie das Experiment mit dem weiblichen Thor ist immer zeitlich begrenzt. Spätestens in einem Jahr ist der männliche Thor wieder da.
    Man kann keinen beliebten Superhelden-Charakter dauerhaft austauschen, das machen die Fans nicht mit.

    Ist der weibliche Thor erfolgreich, kann sie dann in einer eigenen Serie weiter existieren, wenn nicht wird sie vermutlich hin und wieder mal in in einer Mini-Serie auftauchen, aber der alte männliche Thor wird auf jeden Fall mittelfristig wieder da sein.

    Und auch das rein weibliche X-Men-Team wird als Ersatz für eine der X-Men-Hauptserien nicht von Dauer sein. Auch hier gilt: Wenn dieses Konzept erfolgreich sein wird, wird es eine eigene Serie mit weiblichen X-Men-Charakteren NEBEN den bisherigen X-Men-Hauptserien geben, falls nicht, vielleicht alle paar Jahre mal eine Mini-Serie, aber die gemischte X-Men-Besetzung kommt auf jeden Fall zurück.

    So funktioniert das in der Comic-Branche.

    • @Leszek

      „sowas wie das Experiment mit dem weiblichen Thor ist immer zeitlich begrenzt. Spätestens in einem Jahr ist der männliche Thor wieder da.
      Man kann keinen beliebten Superhelden-Charakter dauerhaft austauschen, das machen die Fans nicht mit.“

      Dennoch kann man ja die Art Mist finden, auf die es passiert. Und hier ist es eben eine recht billige „Frau wird empowert und zeigt es den Männern mal wieder richtig“-Masche. „Absorbing Man“ könnte auch „Patriarchat-Man“ heißen, was seine Funktion angeht

      • „Und hier ist es eben eine recht billige “Frau wird empowert und zeigt es den Männern mal wieder richtig”-Masche.“

        Solche, so glaube ich, sind das eines der großen Probleme bei der Durchsetzung von Diversity. Wie ich halt auch schrieb: Wenn eine Actionheldin weniger als Heldin FÜR das Gute, sondern GEGEN „die Männer“ inszeniert wird, fühlt sich das männliche Publikum zurecht ausgeschlossen. Und es ist eben vor allem so unnötig! Wenn die Heldin gegen Terroristen und Verbrecher kämpft, stört es nicht, dass diese Männer sind, da sie eben in ihren Rollen als Terroristen und Verbrecher bekämpft werden.
        Damit ist die Heldin stark und darum geht es doch. Es zu einem Geschlechterkampf zu machen, ist völlig unnötig und zudem meist erzwungen.

        • @DMJ

          „Wenn eine Actionheldin weniger als Heldin FÜR das Gute, sondern GEGEN “die Männer” inszeniert wird, fühlt sich das männliche Publikum zurecht ausgeschlossen. “

          Ja, das ist schon erstaunlich und bringt auch die politische Botschaft mit, die es so überzogen macht

    • Männer können Abenteuer ohne Frauen ertragen.
      Aber Frauen sehen das eher so: Schönes Abenteuer, aber wo ist bitte die Beziehung? DIe haben doch nicht etwas Spass an dem Stress ohne dass sie das wegen einer Prinzessin machen? Das ist doch einach unglaubwürdig.

      So etwa stelle ich mir das vor. Und deswegen gehen reine Abenteuerstories für ein Frauenpublikum langfristig nicht gut – das Publikum ist zu begrenzt im Vergleich zu einer Beziehungsstory mit Abenteuern., Damit kriegt man aber die Männer meist nicht. Die wollen komplizierte Abenteuer und einfache Beziehungen, Frauen hingegen komplizierte Beziehungen und einfache Abenteuer. Um nicht zu sagen: Für die meisten Frauen ist die Beziehung das Abenteuer an sich.

      Wieso sonst verkaufen sich seit Jahrzehnten Arztromanheftchen so gut?

    • > Und auch das rein weibliche X-Men-Team wird als Ersatz für eine der X-Men-Hauptserien nicht von Dauer sein. Auch hier gilt: Wenn dieses Konzept erfolgreich sein wird, wird es eine eigene Serie mit weiblichen X-Men-Charakteren NEBEN den bisherigen X-Men-Hauptserien geben,

      Das ist ja jetzt schon so. Es gibt mehrere Serien nebeneinander (Uncanny X-Men, All-New X-Men, Amazing X-Men etc.) und nur in einer davon ist das Team rein weiblich. Marvel legt nicht freiwillig Kassen-Zugpferde wie Wolverine und Cyclops unbefristet aufs Eis.

      Im übrigen gab es schon Ende der 80er Jahre eine Phase, als die X-Men aus vier Frauen (Storm, Dazzler, Psylocke, Rogue) und einem Mann (Longshot) bestanden, ohne dass es deswegen große Debatten gab.

      Was „Thor“ etc. angeht: In wenigen Monaten wird das Marvel-Universum zum „Battleworld“-Universum umgearbeitet, wo mehrere Dimensionen, also mehrere Entwürfe von Wirklichkeit nebeneinander bestehen bleiben. Das erlaubt es den Marvel-Kreativen, den weiblichen Thor zu behalten, ohne den männlichen zu verlieren. Dasselbe gilt für den afro-arabisch-amerikanischen Spider-Man und die Peter-Parker-Version.

      http://comicsalliance.com/battleworld-theme-park-map-secret-wars-clues/

    • „(cutting him off from his housing, his campus job, and educational opportunity) — all because he reminded her of the man who had raped her months before and thousands of miles away. He was found to be completely innocent of any sexual misconduct and was informed of the basis of the complaint against him only by accident and off-hand.“

      Reminded!

  11. Hab diesen Kommentar vor kurzem auf diestandard ausgebudelt.

    „Von der Biologie her gibt es etwas wie „Kinderwunsch“ nicht. Die Biologie kennt Triebe wie den Sexualtrieb oder den Pflegetrieb. Es gibt streng genommen auch keinen Fortpflanzungstrieb, weil Tiere den Zusammenhang zwischen Sex und Nachkommen nicht kennen. Auch Menschen kannten ihn lange nicht. Noch heute müssen wir aufgeklärt werden, weil wir nicht automatisch wissen, wie Fortpflanzung funktioniert.
    Der Kinderwunsch ist ein soziales Konstrukt. Vermutlich begünstigt von einem unausgelasteten Pflegetrieb.“

    Geht um den Beitrag

    http://diestandard.at/2000011670026/Ohne-Kinder-gluecklich-im-Alter

    Ich kann es leider nicht in Worte fassen, trotzdem hab ich das Gefühl, dass das hier Gesagte nicht der Realität entspricht.

    • Ob einigen Tieren der Zusammenhang von Sex und Kindern nicht klar ist, müssten die dann erstmal nachweisen. Menschen sind in einigen Eigenschaften etwas anders als Tiere und hier wäre ich mal gespannt wie die zeigen wollen, daß Menschen dieser Zusammenhang nicht klar war.

      Dem würde zB widersprechen, daß viele Menschen, die zB einen Elternteil nicht kennen, so verzweifelt nach diesem suchen, allein um diesen mal zu sehen oder auch nur zu wissen wer das ist.

    • „Was haben eigentlich solche relativierenden postmodernen Schwätzer wie Foucault für einen gesellschaftlichen Mehrwert mit ihrer Arbeit generiert, außer dieses anti-humanistischen Geschwätz? Kann mich da wer aufklären?“

      Nichts.

      Das ist eine neue Art von Despotismus … der über behauptete (De-)Konstruktionen und an Emotionen ansetzendes inhaltsleeres und nicht falsifizierbares (Anti-) Metageschwätz erzeugt. Das dann auch noch zur an Merkmale bzw. Identität anknüpfende Rassismus-artigen Brandmarkung dient. Bei gleichzeitiger Selbstopfer- und Selbstheiligsprechung mit „Neuem Mensch“ Utopismus.

      Die „Aussagen“ immunisieren sich über Verdrehung bzw. beliebiger Dehnung und beanspruchen totale (Neu)Deutungshoheit. Hergestellt wird es über emotionales Anregen, insbesondere auf instinktivem Trieblevel.

      Ähnlich wie Borderliner es machen. Dazu braucht es dann auch wohl die dazu psychisch angelegte „Ausstattung“, nämlich den diese gewissensbefreiten Projektionen ermöglichenden Narzissmus.

      Platt gesagt, eine aggressiv und subversive Verarsche, die aber letztendlich auf Verdrängung, Vereinnahmung und Knechtung zielt.

      Es geht um blanke Macht und Herrschaft. Dargereicht über Hülsen wie „Equality“ etc. hinter denen man sich versteckt.

      Mit Abstand betrachtet sind das alles altbekannte ideologische und kultartige „Denkmuster“, die (Ego-)Honigfallen auslegen.

    • @ Slavo

      Was Kritik an Foucault angeht, dazu hat Dr. Alexander Ulfig in seinen beiden ausgezeichneten Artikeln zum Thema ja schon Einiges gesagt:

      http://www.cuncti.net/streitbar/821-ist-der-mensch-das-mass-aller-dinge

      http://cuncti.net/streitbar/872-nihilismus-postmoderne-und-skrupellose-machtpolitik

      Ich selbst hatte mich kürzlich in diesem Strang hier u.a. zu Kritik an Foucault geäußert, siehe insbesondere meinen ersten Kommentar:

      https://allesevolution.wordpress.com/2015/02/15/political-correctness-verstehen/

      Ich differenziere allerdings klar zwischen dem ursprünglichen französischen Poststrukturalismus, den ich trotz seiner kritikwürdigen relativistischen Aspekte der antiautoritären Linken zurechne und dem US-amerikanischen politisch korrekten Vulgär-Poststrukturalismus, den ich als eine autoritäre Ideologie ansehe.

      Am ursprünglichen französischen Poststrukturalismus kritisiere ich vor allem dessen Hang zum Relativismus (Wahrheitsrelativismus, Moralrelativismus und anthropologischer Relativismus), davon abgesehen sehe ich im ursprünglichen französischen Poststrukturalismus aber auch Errungenschaften und Teilwahrheiten.

      Der Relativismus, der ideengeschichtlich von Nietzsche herrührt – die meisten der bekannten französischen Poststrukturalisten waren Links-Nietzscheaner – machte den französischen Poststrukturalismus leider anfällig dafür, dass im Zuge einer einseitigen, selektiven und dogmatischen US-amerikanischen Poststrukturalismus-Rezeption aus dem Poststrukturalilismus eine autoritäre Ideologie wurde, aus der dann Political Correctness, Kulturrelativismus/Multikulturalismus, Critical Whiteness Studies und Gender Studies hervorgingen.

      Die ursprünglichen französischen Poststrukturalisten waren nicht politisch korrekt. Die bekannte französische poststrukturalistische Philosophin und Psychoanalytikerin Julia Kristeva distanzierte sich sogar nachdrücklich von der Instrumentalisierung ihres Werkes und des Werkes anderer französischer Denker durch die US-amerikanischen (vulgär-)poststrukturalistischen PC-Spinner:

      „Now, however, at age 60, Ms. Kristeva is bringing a new twist to this bizarre trans-Atlantic to-and-fro. She feels she has been misunderstood in the United States by the very circles that have embraced her as an icon of feminism and multiculturalism. “Many of our American colleagues have taken what we proposed and have simplified it, caricatured it and made it politically correct,“ she said. “I can no longer recognize myself.“
      (…)
      Today, however, Ms. Kristeva believes that the group identity adopted by some feminist, gay and ethnic leaders as a pedestal for their revindications is outdated and even, in her word, “totalitarian,“ that freedom of the individual should take precedence over communitarianism, that political assertion of sexual, ethnic and religious identities eventually erodes democracy.
      (…)
      As a psychoanalyst, of course, Ms. Kristeva can only address individual needs, but that is where she sees the drama of contemporary society unfolding. “What is important is not to affirm the power and identity of groups, but to increase the freedom of individuals,“ she insisted. “To assume a group identity is a dead end. And if some people have interpreted French thinking to mean they should, they are totally wrong.“

      Was deine Frage nach Foucault angeht. Ich sehe bei ihm folgende positive Seiten:

      – Da wäre erstmal Foucaults wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Diskursanalyse als Methode zu nennen – die nur dann problematisch wird, wenn sie ihren Gegenstandsbereich verlässt und auf empirisch zu behandelnde Fragen angewendet wird – aber ansonsten sind Diskusanalysen m.E. ein wichtiges Werkzeug qualitativer Forschung.
      – Ich finde auch Foucaults Machttheorie(n) interessant und z.T. brauchbar (in diesem Punkt bin ich anderer Meinung als der in Ulfigs Text zitierte Kritiker Richard Wollin), wenn man sie aus dem werterelativistischen Kontext herauslöst.
      – Speziell Foucaults Pastoralmachttheorie bietet außerdem gute Anknüpfungspunkte für die Entwicklung einer linken oder linksmaskulistischen Kritik an der Political Correctness – hier der Kritik an irrationalen Über-Ich-Funktionen von Max Stirner oder Wilhelm Reich vergleichbar, die sich ebenfalls als Anknüpfungspunkte für eine Analyse und Kritik der Political Correctness gut eignen.
      – Foucaults Reflektionen zu Subjektivität und Selbsttechniken in seinem Spätwerk finde ich auch z.T. interessant, hier wäre zu prüfen, inwieweit dieser Ansatz zur Stärkung persönlicher Autonomie gegenüber Manipulation und Fremdbestimmung etwas beitragen kann.
      – Und natürlich bietet Foucaults Werk viele interessante historische Analysen.

    • Also ich finde ja die zentrale Aussage der Kolumne durchaus diskussionswürdig:

      „In einer Gesellschaft, die Mädchen und Frauen konsequent das Kämpfen aberzieht, ist ein Sexualstrafrecht mit der Botschaft „Hättest du dich mal härter gewehrt“ blanker Hohn.“

      Für sich stehend, ist diese Aussage ja durchaus schlüssig. Wenn man jemanden aktiv in eine hilflose Lage bringt, kann man ihm diese Hilflosigkeit im folgenden nicht zum Vorwurf machen.

      Aus dieser Aussage leitet sich indirekt der Anspruch ab „Wenn ihr (böse Gesellschaft) uns (Frauen) schon so niedlich und hilflos haben wollt, habt ihr auch eine Verpflichtung uns zu schützen.“

      Es gäbe noch eine alternative Interpretation: „Die Gesellschaft sollte Mädchen und Frauen konsequent das Kämpfen anerziehen, damit diese sich selber wehren können“

      Komischerweise 😉 wird diese alternative Interpretation in der Kolumne konsequent ignoriert.

      Eine ehrliche Diskussion könnte im Folgenden die Frage aufwerfen, warum die Gesellschaft überhaupt einen solchen Schutzanspruch der Frauen akzeptieren und sich darauf verpflichten sollte.

      Das es auch ohne geht, beweisen seit Jahrtausenden andere Kulturkreise. Dort ist der Schutz auf die Sicherstellung der Funktion der Frau in der Innenwelt beschränkt. Und diese Kulturkreise sind keineswegs darob ausgestorben, im Gegenteil.

      An dieser Stelle würden Feministas jetzt ins Schwitzen kommen, da sie nun tatsächlich der Gesellschaft einen Gegenwert zu dieser geforderten Leistung „Frauen allgemein schützen“ anbieten müssten.

      Und dies logischwerweise weder können noch wollen.

      Aber das sind Diskussionen, deren Zeit noch nicht gekommen ist…

      • „Das es auch ohne geht, beweisen seit Jahrtausenden andere Kulturkreise. Dort ist der Schutz auf die Sicherstellung der Funktion der Frau in der Innenwelt beschränkt. Und diese Kulturkreise sind keineswegs darob ausgestorben, im Gegenteil.“

        Das sind dann aber Gesellschaften in denen die Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung stark ausgehebelt ist und alle Frauen, die sich dem nicht beugen (alleine aus dem Haus gehen, nicht verschleiert, zu freier Lebensstil, einen zugewiesenen Mann ablehnen o.ä) und denen dann etwas passiert, auf sich gestellt sind. Auch sind in solchen Gesellschaften Ehrenmorde ein Thema, Familienehre/-schande usw. und alles Destruktive spielt sich im Innern der Familie ab.
        Natürlich funktioiert es, so wie es in Deutschland funktioniert hat, weil Scheidungen wenig akzeptiert sind, eine klare Hierarchie in der Beziehung herrscht, und die Familie vordergründig eine verschworene Gemeinschaft ist, auf Gedeih und Verderb aneinander ausgeliefert, immer darauf bedacht, dem „Außen“, den Nachbarn, den „anderen“ keine Angriffsfläche zu bieten.

        http://www.bdzv.de/preistraeger-preisverleihung/preisverleihung2009/nominierte/cathrin-kahlweit/

        „Es gibt in türkischen oder türkischstämmigen, damit in der Regel muslimischen Familien in Deutschland ein doppeltes Tabu. Missbrauch ist tabu, der Koran verbietet ihn, und doch gibt es ihn, wie überall und in jeder Kultur. Darüber zu reden, Hilfe zu suchen, die Schande aus der Familie herauszutragen, ist auch tabu. „Viele Mädchen, die mir von ihrem Leid erzählen, würden sich nie wehren, niemals von daheim fortgehen, nie ihre Eltern anzeigen”, sagt Selmin Kundrun. „Damit würden sie ihre Familie entehren. Und das ist schlimmer, als selbst Opfer zu sein.” “

        http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/deutscher-rettungswagenfahrer-in-saudi-arabien-blaulicht-durch-riad-a-956053.html

        „Wir haben ihm gesagt: Hör mal, dein Kind stirbt jetzt, wenn wir nichts machen. Das war ihm egal. Wir durften die Frau nur ins Auto laden und in die Klinik bringen. Dort wurde dann festgestellt, dass das Baby tot ist. Die Reaktion des Mannes war: Das ist nicht schlimm, wir können ein neues machen. Das ist dann der Punkt, an dem man nicht mehr weiß, was man antworten soll.

        Tatsächlich liegt die Entscheidung, ob eine Frau von einem männlichen Helfer behandelt werden darf, in Saudi-Arabien ausschließlich beim Ehemann oder anderen männlichen Familienmitgliedern.

        Ähnliche Erfahrungen machte Frank Scharf, der selbst fünf Jahre lang als Paramedic für den Roten Halbmond in Riad arbeitete. „Das ist das tägliche Brot dort unten“, sagt er. „Wenn Sie zu einem Unfall kommen, eine Frau ist schwerstverletzt und der Ehemann sagt: Nicht anfassen!, dann gucken Sie ihr eben beim Sterben zu.““

        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-86653825.html

        Natürlich funktioniert das, aber die Frage ist, ob „man“ das gut findet und will, letztendlich eine Grundsatz-Frage, ob man eine halbwegs freie Gesellschaft will oder nicht.

        „An dieser Stelle würden Feministas jetzt ins Schwitzen kommen, da sie nun tatsächlich der Gesellschaft einen Gegenwert zu dieser geforderten Leistung “Frauen allgemein schützen” anbieten müssten. “

        Wieso muss man eine Gegenleistung erbringen, damit ein angebliches Grundrecht beachtet wird? Ich dachte, das hätten Grundrechte so an sich dass sie unteilbar und dauerhaft sind? (sofern das System sich nicht ändert).

        • „…letztendlich eine Grundsatz-Frage, ob man eine halbwegs freie Gesellschaft will oder nicht.“

          Eben. Und vor allem welche Freiheit für welche Teile der Gesellschaft man will. Bzw. welche Unfreiheit man einem Teil der Bevölkerung zumutet, um die Freiheit eines anderen Teils der Bevölkerung sicherzustellen.

          „Ich dachte, das hätten Grundrechte so an sich dass sie unteilbar und dauerhaft sind?“

          Tja, soweit die Theorie. Hier haben wir den Fall, dass Persönlichkeitsrechte des einen gegen die des anderen abgewogen werden müssen. Egal, wie man sich entscheidet, ein Rechtssubjekt bleibt immer auf der Strecke. Nach welchen Kriterien soll also abgewogen werden?

          Abgesehen davon unterliegen auch Grundrechte der zeitgemäßen Interpretation und sind als solche nicht in Stein gemeisselt.

          „(sofern das System sich nicht ändert)“

          Ein Schlüsselsatz.

        • @ Peter Müller
          „Hier haben wir den Fall, dass Persönlichkeitsrechte des einen gegen die des anderen abgewogen werden müssen.“

          Das muss ich übersehen haben. Wo und inwiefern muss in diesem Fall etwas abgewogen werden?

        • Wieso muss man eine Gegenleistung erbringen, damit ein angebliches Grundrecht beachtet wird?

          Wenn beispeilsweise das (wohl ohne Zweifel massiv freiheitseinschränkende) „Du darfst nur dann Sex mit jemand haben, wenn du amtlich bekundet hast dass du mit dieser Person in einen Bund fürs Leben eintrittst“ nicht gelten soll, dann muss man die Gegenleistung erbringen dass man individuell aktiv verhandelt und entscheidet, ob Sex nun gerade erwünscht ist oder nicht.

          Frau Künast bringt ja schöne Beispiele:

          An keiner anderen Stelle verlangt das Strafrecht einen so hohen Aufwand des Opfers, sich gefälligst selbst zu schützen. Schon gar nicht wenn es nicht sicher sein kann, den Täter überwinden zu können oder schnell Hilfe zu erhalten. Wer ein geparktes Auto sieht, bei dem der Schlüssel im Schloss steckt, darf es sich trotzdem nicht einfach nehmen. Er begeht einen Diebstahl. Wer an einem schlafenden Obdachlosen vorübergeht, darf ihm keinen Tritt verpassen. Er begeht eine Körperverletzung. Warum soll es dann straflos sein, Geschlechtsverkehr mit einem Menschen zu haben, der das nicht will? Das passt nicht in unsere Rechtsordnung. Hier besteht eine Schutzlücke. Und das – wie gesagt – ist nur einer der weniger eindeutigen Fälle.

          http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-02/sexuelle-gewalt-kolumne-fischer-replik-renate-kuenast?commentstart=105#cid-4470935

          – wenn ich die Freiheit will, z.B. meine Freundin mit meinem Auto fahren zu lassen, dann muss ich wohl die Gegenleistung erbringen ihr klarzumachen, wann und unter welchen Bedingungen ich das ok finde und unter welchen nicht. Das kann durchaus anstrengend werden, insbesondere weil das (mein) Auto bzw. das „sie darf es benutzen“ ein Teil eines ganzen Geflechtes von Beziehungsüblichen Arrangements sein kann. Natürlich dürfte kein Mensch, der beim Parken vergisst den Schlüssel mitzunehmen, wünschen, dass irgendein Wildfremder mit seinem Auto herumfährt. Deshalb ist dabei ja die Strafbarkeit so klar und man muss vor Gericht nicht darlegen, dass der Entwender wusste, dass man mit dem Entwenden einverstanden war.

          – der schlafende Obdachlose ist wohl ebenso eindeutig nicht damit einverstanden, dass wildfremde ihm Tritte zufügen. Sollen wir jetzt daraus ableiten, dass grundsätzlich immer niemand Tritte wünschen kann? Es spricht zwar viel dafür, dass ein Mensch, der Herr seiner Sinne ist keine Tritte wünscht, aber wollen wir es deshalb verbieten, sich einen Tritt zu wünschen?

          Hier geht man davon aus, dass der Regelfall „ich will nicht getreten werden“ ist. Deshalb muss der Treter sich in einem außergewöhnlichem Maße versichern, dass der Getretene mit dem Treten einverstanden ist. Insofern ist auch idR keine Verhandlungsleistung notwendig. Beispielsweise beim Betreten einer Wohnung gelten ganz andere Maßstäbe: Es ist üblich, dass z.B. Freunde in die Wohnung „eindringen“, wenn man ihnen die Tür öffnet. Beim ersten mal wird vielleicht noch gefragt, ob ein Betreten erwünscht ist, danach wird meistens nonverbal ausgehandelt. Wenn ich dann plötzlich nicht mehr will, dass Mrs. X meine Wohnung betritt muss ich die Leistung bringen, ihr das im Notfall ausdrücklich klarzumachen. Hier dürfte sich die Justtiz ähnlich schwertun, einen Straftatbestand zu erkennen. Sie täte sich weniger schwer, wenn es eine soziale Norm gäbe, derzufolge man nur die Ehefrau und die Kinder in die Wohnung lässt.

          Man sieht jedenfalls, dass soziale Normen Schutz bieten und das Leben vereinfachen, aber dafür auch Freiheiten nehmen.

          Die Gegenleistung für Freiheit und damit Selbstbestimmung ist es, auf einen 100%-Vollkaskoschutz zu verzichten und anderen Menschen klarmachen zu müssen, was man als Individuum will und was nicht. Im Fall des getreten Werdens verzichten zumindst die meisten Menschen nur allzu gerne auf die Freiheit vor der Norm. Beim Auto, bei der Unverletzlichkeit der Wohnung und bei Sex ist es umso komplizierter, je näher sich die Beteilgten sind. Und je komplizierter es ist, desto mehr müssen die Beteiligten leisten, damit sie sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.

          Wer einen allumfassenden und leistungslosen Schutz vor beispielsweise ungewolltem Sex haben will, der muss eben unausweichlich äußertst rigide allgemeinverbindliche Sexualnormen aufstellen.

        • „Warum soll es dann straflos sein, Geschlechtsverkehr mit einem Menschen zu haben, der das nicht will?“

          Äh, kann ja sein, das ich was verpasst habe, aber das ist nach deutschen Recht doch nicht straflos, oder?

          Das Problem bei Vergewaltigung ist doch, das sie schwerer zu beweisen ist, als bspw. Körperverletzung, da sich die Mechanismen bei einer Vergewaltigung kaum von denen unterschieden, die man vom einvernehmlichen Sex kennt.

          Was propagiert Künast hier? Die Aufhebung der Unschuldsvermutung? Eine Neudefinition von Vergewaltigung?

        • Ich weiß auch, ehrlich gesagt nicht, warum es zuviel verlangt sein soll, vernehmlich und unmissverständlich zu verneinen, wenn man keinen Sex haben will. Ich schaffe das immer.

        • @Nick

          Ich weiß momentan nicht so worauf du hinaus willst bzw was das mit meiner Antwort auf Peter Müllers Zitat zu tun hat.

          „Man sieht jedenfalls, dass soziale Normen Schutz bieten und das Leben vereinfachen, aber dafür auch Freiheiten nehmen.“

          Freiheiten, die gegen die (Grund)rechte einer anderen Person verstoßen, wie z.B Körperverletzung und Diebstahl.

          „Die Gegenleistung für Freiheit und damit Selbstbestimmung ist es, auf einen 100%-Vollkaskoschutz zu verzichten und anderen Menschen klarmachen zu müssen, was man als Individuum will und was nicht. “

          Wie gesagt, das sehe ich bei Grundrechten anders. Ich muss nicht jeder Person die mir begegnet sagen, dass ich bitte keine Faust ins Gesicht kriegen will.

          „Beim Auto, bei der Unverletzlichkeit der Wohnung und bei Sex ist es umso komplizierter, je näher sich die Beteilgten sind. Und je komplizierter es ist, desto mehr müssen die Beteiligten leisten, damit sie sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.“

          Auch das sehe ich anders. In einer beziehung oder Freundschaft kennt man sich nach einer Weile und die Missverständnisse nehmen eher ab als zu.

        • @Atacama:
          Ich muss nicht jeder Person die mir begegnet sagen, dass ich bitte keine Faust ins Gesicht kriegen will.

          Wenn du den fundamentalen Unterschied zwischen „eine Faust ins Gesicht kriegen“ und Sex partout nicht raffen willst, dann musst du eben den lila Dreck kritiklos fressen. Da kann man wohl nix machen.

          Du musst nicht jeder Person die dir begenet sagen, dass du keinen Sex mit ihr willst, aber wenn du dich nackt zu jemand ins Bett legst und an ihm rumfummelst, dann könnte es da durchaus Klärungsbedarf geben.

          In einer beziehung oder Freundschaft kennt man sich nach einer Weile und die Missverständnisse nehmen eher ab als zu.

          Vor allem aber nimmt das Geflecht an diversen gegenseitigen Einverständnissen zu. Womit sich eben das Ganze immer mehr einer sozialen Normierungsmöglichkeit (z.B. durch das Strafrecht) entzieht.

          Die unverletzlichkeit der Wohnung ist umso schwer zu regulieren, je größer die soziale Nähe der Beteiligten ist. Ein mutmaßlicher Hausfriedensbruch unter Freunden ist erheblich schwerer zu beurteilen, je größer die soziale Nähe der Beteiligten ist.

        • @Atacama

          Um mal das Beispiel mit den Obdachlosen aufzugreifen und deine Frage so zu beantworten:

          Fall 1: Ein Passant trifft mit seinem Fuß den Knöchel des auf der Strasse sitzenden Obdachlosen. Der Passant sagt aus, lediglich über das Bein gestolpert zu sein und sich entschuldigt zu haben. Der Obdachlose erstattet Anzeige und sagt aus, der Passant hätte ihn absichtlich getreten. Zeugen gibt es keine.

          Wie würdest Du urteilen?

    • den sie aber halt von vorne bis hinten nicht verstanden hat

      „Ich merke(l)liebernix“ scheint so langsam zur frauenbewegten Universalie zu geraten. Manche nennen das dann wohl „Pragmatismus“.

      Davon lässt sich offenbar selbst die Volljuristin Renate Künast leiten. Wenn schon das Veggiday-Moralin keine Punkte bringt, dann kann man doch wenigstens auf das antimoderne und antihumanistische Ressentiment gegen den Rechtsstaat rekurrieren (und so eine gemeinsame Tradition mit den Braunen teilen):

      Das betrifft etwa den Fall des Landgerichts Essen, den Sie erneut diskutieren. Erstaunlicherweise zitieren Sie in der Urteilswiedergabe den alles entscheidenden Satz der Urteilsbegründung gerade nicht: Es ließ sich nicht feststellen, dass die Zeugin ihren Unwillen aufrechterhalten und nicht freiwillig mitgemacht hatte, und es ließ sich nicht feststellen, dass der Angeklagte den Unwillen der Zeugin kannte. Diese Feststellungen des Gerichts, die jede Verurteilung wegen einer Vorsatztat ausschließen, lassen Sie einfach weg. Wie Sie als Rechtsanwältin auf dieser Grundlage zu der „festen Überzeugung“ gelangen können, der Mann müsse bestraft werden, erschließt sich mir nicht. Es ginge nur, wenn auch eine „fahrlässige sexuelle Nötigung“ strafbar würde. Das wäre eine Strafrechtsverschärfung, die über jede bisher diskutierte Grenze hinausginge. Ob Sie das ernstlich wollen, geht aus Ihrem Text nicht hervor.

      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-02/sexuelle-gewalt-strafrecht-fischer-erwiderung

      Juristisch hat Thomas Fischer damit eigentlich alles zu diesem „Skandalurteil“, auf welchem sich dieser Diskurs immer wieder beruft, gesagt: Wenn das Landgericht schon nicht festzustellen vermochte, dass der Angeklagte einen entgegenstehnden Willen erkannte, dann fällt schlicht jede Verurteilung aufgrund eines wie auch immer gearteten Vorsatzstraftatbestandes aus.

      Frau Künast dürfte nicht zu blöd sein, eine Urteilsbegründung zu lesen. Sie dürfte auch allzugut wissen, was ein Fahrlässigkeitsstaftatbestand ist.

      Frau Künast ist eine Moralunternehmerin, die an schmieriger Heuchelei wohl kaum zu überbieten ist. Da ist mir jeder Pfaffe sympathischer.

  12. Grade war bei Lanz (*würg*) Sarah Pienkoss zu Gast. Ihren Fall hatten wir hier auch mal verlinkt, sie hat vor dem BGH erstritten, die Identität ihres biologischen Vaters offenzulegen, ein vermeintlich anonymer Samenspender.

    Meiner Ansicht nach ist diese Rechtssprechung absolut bigott, biologischer Vaterschaft ausgerechnet in diesem Fall eine solche Bedeutung beizumessen. Über dieses ethische Dilemma hat man vor langer Zeit entschieden, als man zeugungsunfähigen Paaren diese Möglichkeit gab, und den Spendern Anonymität zusicherte.
    Nun nachträglich die Anerkennung von Vaterschaft und sogar Unterhaltspflicht zu erzwingen, ist ein Verbrechen an den wohltätigen Samenspendern.
    Samenspender-Kinder sind sowohl unterhalts- als auch erbberechtigt, was wiederum zulasten der Familie und der sozialen Kinder des Spenders geht.

    Abgesehen davon ist der Einzelfall Pienkoss aber recht glücklich verlaufen und scheint aus nature/nurture-Perspektive recht interessant.

    Pienkoss wurde über ihre Zeugung im unklaren gelassen und im Unglauben gelassen, ihr sozialer Vater sei auch ihr biologischer Vater.
    Diesem habe sie sich trotz dessen Bemühen nie nahe gefühlt, als habe sie etwas geahnt. Wie auch ihre Mutter hatte er einen handwerklichen Beruf, während Pienkoss als erste in der Famile ein Studium (Geschichte) aufnahm.

    Nachdem die Mutter sich verplappert hatte und sie infolgedessen ihren der Familie völlig fremden Samenspender-Vater kennenlernte, verstanden sie sich auf Anhieb und erkannten nicht nur viele äußere Merkmale, sondern auch Persönlichkeitseigenschaften beim anderen wieder. Die Pointe: er ist Geschichtslehrer.

    • „Nun nachträglich die Anerkennung von Vaterschaft und sogar Unterhaltspflicht zu erzwingen, ist ein Verbrechen an den wohltätigen Samenspendern.“

      Das ist der Grund warum ich niemals spenden werde, obwohl ich es mir problemlos vorstellen könnte. Es ist in dieser Hinsicht einfach zu riskant.
      Ich versteh auch, ehrlich gesagt, nicht, warum ein Kind ein Recht darauf haben sollte, seinen biologischen Vater zu kennen. Wenn man das mit Verwandtschaftsverhälnissen begründet, wo endet das? Hat man dann auch ein Recht, seinen Urururgroßvater zu kennen?

      • Ich versteh auch, ehrlich gesagt, nicht, warum ein Kind ein Recht darauf haben sollte, seinen biologischen Vater zu kennen

        Ich verstehe das durchaus. Der biologische Vater ist ein Kern der eigenen Identität, das Kind kann ja nichts dafür dass sich die Erwachsenen da so seltsame Konstrukte ausgedacht haben und ein konspiratives Geheimnis aus seiner Identität machen.
        Das Bedürfnis, über die eigene Herkunft Bescheid zu wissen, in Recht zu gießen, finde ich vollkomen richtig.

        Allerdings hat man den Kindern dieses Recht halt schon in dem Moment abgesprochen, als man die -grundsätzlich großartige – Samenspende erlaubte und damit die Kategorie „Samenspender-Kinder“ schuf.
        Nun wird dem Spender nachträglich das Recht auf informationale Selbstbestimmung genommen, theoretisch könnte so jemand plötzlich für 50 Kinder aufkommen müssen. Dabei hat er ja nicht mal eines gezeugt! Er hat quasi nur sein Wichstuch auf wohltätige Weise „entsorgt“. „Erzeuger“ sind ja eher die Ärzte.

        Und – wer hätte es gedacht – diese erzwungene Elternschaft gilt mal wieder nur für Väter.

        Bei der anonymen Geburt (nicht zu verwechseln mit Babyklappe, einer weiteren risikofreien Möglichkeit der Entpflichtung) heißt es nämlich: Das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung ist nicht durchsetzbar und steht dem Recht der Mutter auf informationelle Selbstbestimmung nach.

        Wohlgemerkt handelt es sich bei der Mutter hier nicht um eine Wohltäterin, die einem Paar ohne Eigennutz ein Kind ermöglicht, sondern um eine verantwortungslose Selbst-Erzeugerin.

        • „Ich verstehe das durchaus. Der biologische Vater ist ein Kern der eigenen Identität,“

          Ich verstehe das Bedürfnis danach, aber ich glaube nicht, dass es ein Recht darauf geben kann. Wie sollte man das durchsetzen. Doch nur indem man präventiv vorsorgt und Samenspenden von vornherein verbietet.

          „Bei der anonymen Geburt (nicht zu verwechseln mit Babyklappe, einer weiteren risikofreien Möglichkeit der Entpflichtung) heißt es nämlich: Das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung ist nicht durchsetzbar und steht dem Recht der Mutter auf informationelle Selbstbestimmung nach.“

          Na ja, das kennen wir ja, das in unserem Patriarchat das Recht einer Frau höher gewertet wird, als das eines Mannes.
          War es nicht damasl Brigitte Zypries, die der Meinung war, Vaerschaftstests seinen ein Verstoß gegen das Grundrecht der Mutter, darüber zu lügen, wer der Vater ist?

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