Selbermach Samstag 122 (07.02.2015)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs?

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

285 Gedanken zu “Selbermach Samstag 122 (07.02.2015)

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich kann man wieder seine unterdrückte Meinung öffentlich posten, solange das noch keine Straftat ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erst einmal das hier:

    So geht es zu. Stark überspitzt, aber viel Wahres dran. Und davon ahnen viele Jungen und jungen Männer noch nicht einmal was. Wieviel Wahres dran ist, zeigt das hier:

    https://derlangewegzumerstenmal.wordpress.com/2014/04/16/mobbing/

    http://absolute-beginner-wiki.invocatio.net/index.php/Mobbing

    http://absolute-beginner-wiki.invocatio.net/index.php/Arschlochtheorie

    Gerade auch Autoren/Journalisten empfohlen. In all diesen Hinsichten haben es Frauen deutlich leichter. Außerdem zeigt diese Problematik gut, dass es ziemlich daneben ist, die männliche Sexualität zu dämonisieren und die weibliche für richtig, gut und gottgewollt zu erklären. Beide Geschlechter haben sehr unangenehme Seiten an sich.

    Weiter mit dem Üblichen:

    Agens e.V.:

    http://agensev.de/content/fr%C3%BChsexualisierung-ein-trojaner-vorbei-den-eltern

    Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2015/02/politik-und-kinderfeindschaft.html

    Cuncti:

    http://cuncti.net/machbar/868-familienbilder-in-deutschland-und-frankreich-monitor-familienforschung-34-2015

    Femokratie:

    http://femokratie.com/das-monster/01-2015/

    Karsten Mende:

    https://karstenmende.wordpress.com/2015/01/31/sozialstunden-fur-einen-mord/

    BASTA-Kampagne:

    http://bastakampagne.blogspot.de/2015/02/ukraine-manner-wollen-sich-nicht-der.html

    http://bastakampagne.blogspot.de/2015/01/poroschenko-will-wehrpflichtige-flucht.html

    Passend dazu Danisch:

    http://www.danisch.de/blog/2015/02/06/die-frauenquote-und-die-arbeitsstattenverordnung/

    Sciencefiles:

    http://sciencefiles.org/2015/02/06/dieses-mal-im-ernst-gegen-vermeintlich-diskriminierende-liedtexte-soll-vorgegangen-werden/

    Der Jüngling:

    http://der-juengling.blogspot.de/2015/02/wenn-es-um-zensur-geht-ist-haufig-nur.html

    Und nun der Witz der Woche:

    Wenn Studentinnen und Studenten in „Studierende“ umbenannt werden sollen, das Studentenwerk in „Studierendenwerk“, Maurer in „Mauernde“ und Bäcker in „Backende“, wie müssten sich die Gendersens dann selbst nennen?

    Ganz einfach: Spinnende!

    …und der Surftipp des Tages:

    http://nicht-feminist.de/ (jetzt mit neuem Design)

    Das Letzte:

    http://genderama.blogspot.de/2015/02/usa-neunjahriger-wegen-terrorismus-mit.html

    http://www.rawstory.com/rs/2015/02/texas-school-suspends-9-year-old-for-making-terroristic-threats-with-a-magic-hobbit-ring/

    Und ich dachte immer, Terrorismus sei sowas hier in der Art:

    Das Letzte II:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-mutter-aus-missouri-laesst-als-lektion-eigenen-sohn-entfuehren-a-1017053.html

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Das hier

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/31/ubersicht-evolution-evolutionare-psychologie-und-partnerwahl/

    ist ein guter Überblick über die Theman hier bei Allesevolution. Wer richtig professionell mit „biologistischen“ Argumenten „trollen“ will, dem sei dieser Überblick sehr empfohlen, gerade auch Autoren & Journalisten.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Der Mensch (Homo sapiens), das Weibchen gewinnt sowieso

    • Die grundsätzliche These, dass Mobbing die Chance stark erhöht, AB zu sein, finde ich einleuchtend. Aus dem Gedächtnis heraus (Arne Hoffmann?): Absolute Beginner haben es in einer wichtigen Phase des Lebens versäumt, die entsprechenden Erfahrungen zu machen. Natürlich wird einen Mobbing nicht (stärker) zu einem lebenslustigen, aufgeschlossenen Menschen machen, und das erschwert es, seine Freiheiten auszuleben.

      Kritisch finde ich allerdings den folgenden Artikel:
      https://derlangewegzumerstenmal.wordpress.com/2014/04/16/mobbing/

      * Mobbing wird so dargestellt, als würde es einen auf immer beherrschen und als könnte man nichts dagegen tun. Eine direkte Aufforderung zur Opferrolle.
      * Die Empfehlung, zeitlebens die Mobbinggeschichte vor einer Partnerin geheim zu halten, sehe ich als kontraproduktiv an. Ich glaube, dass das verhindert, sich über eine gewisse Schwelle hinaus emotional zu öffnen. Und eine (gute!) Partnerin ist ja nicht blöd und ihr wird auffallen, wenn man in bestimmten Situationen komisch reagiert. Ich glaube sogar, dass „anderen stets etwas vorspielen“ ein sicheres Rezept für lebenslanges Unglücklichsein ist.

      Besser ist:
      Mobbing nicht als „das ist in der Schule passiert und hat heute nichts mehr mit mir zu tun“ abtun, wenn man im heutigen Leben den Eindruck hat, in bestimmten Situationen „blockiert“ zu sein oder starke Gefühlswallungen hat, die einem zunächst unerklärlich sind. Ich würde mir dann professionelle Hilfe holen. Ein Psychologe kann viel ausrichten, weil man mit ihm den Kram besprechen und sortieren kann.

      Das eigene Leben darauf zu überprüfen, wo man durch Mobbingerfahrung gebunden wird. Traut man sich nicht, auffällige Kleidung zu tragen oder eine bestimmte Frisur zu haben? Würde man gerne etwas lernen oder einem Hobby nachgehen, das nicht „dem üblichen, allgemein anerkanntem“ entspricht? Hat man seine Träume / Lebensziele versteckt, weil man glaubt, dass sie anderen lächerlich erscheinen? All das wiegt doppelt schwer: Zum einen wird man dadurch direkt unglücklich, zum anderen ist man weniger interessant, als man sein könnte.

      Die Prägung durch das Mobbing zu einem Vorteil ummünzen: Wenn man sensibel für solche Dinge ist, dann kann man das auch für sich in die Waagschale werfen: Ein Mann wirkt dann mitfühlend, emotional zugänglich, hat ein Auge für die Schwachen usw. So etwas kann man nicht „direkt ausspielen“ oder „sofort sagen“, aber kann zu Situationen kommen, wo man das zeigen kann und wo das einem hoch angerechnet wird. Voraussetzung ist eine gewisse Souränität und eigene Stärke – die werden also das vorrangige Ziel vorher sein.

      Sprich, es ist extrem wichtig, Mobbing zu thematisieren, aber bitte nicht im Sinne von „das ist mein Schicksal“ und „ich kann nichts machen“.

        • @ Erzählmirnix & Graublau

          Weiß nicht Recht, ob man es gegenüber potentiellen Partnerinnen thematisieren sollte, wenn man Betroffener ist. Schwer zu sagen. Ich denke, am besten ist es, damit erst auszupacken, wenn man die Frau bereits sexuell „erlegt“ hat und oft genug mit ihr rumgemacht hat.

          Klingt hart, aber viel härter ist es, dass männlicher Mobbingopfer oft jahrelang und dauerhaft keine Sex- und Beziehungspartnerin haben. Wenn es einem doch gelingt, sollte er erst sehen, dass er auch mal wirklich zum zuge kommt, bevor er mit der ganzen Wahrheit über ihn auspackt. Würde ich so jedenfalls Betroffenen empfehlen. Frauen müssen ja auch nicht am Anfang einer Beziehung oder Affäre bereits damit auspacken, dass man der 15. Sexpartner in ihrem Leben ist.

          Unabhänggig davon ist es sehr wichtig, dass Mobbing und AB-Dasein bzw. der Zusammenhang zwischen beiden überhaupt mal im Lichte der Evolution betrachtet wird.

        • @Matthias – „Ich denke, am besten ist es, damit erst auszupacken, wenn man die Frau bereits sexuell “erlegt” hat“

          Ich stimme dem zu. Mobbingopfer und/oder AB zu sein, ist eine Schwäche, die bei sehr vielen Frauen dazu führen wird, dass die sexuelle Anziehung sinkt. Sicherlich ist es für eine funktionierende Beziehung wichtig, irgendwann diese Sachen offenzulegen. Aber es dürfte sinnvoll sein, dies erst dann zu tun, wenn man darauf vertrauen darf, dass die Bindung schon stark genug ist, um zu verhindern, dass die Frau hierdurch abgeschreckt wird.

          „Mobbing und AB-Dasein bzw. der Zusammenhang zwischen beiden überhaupt mal im Lichte der Evolution betrachtet“

          Männchen, die sich in der Natur nicht durchsetzen können, insbesondere nicht gegenüber Konkurrenten, erhalten keinen Sex. So einfach ist das wohl. Mobbingopfer, die ihr Leben lang AB bleiben, dürften in der frühen Menscheitsgeschichte daher recht häufig gewesen sein. In der moderneren menschlichen Gesellschaft funktioniert mittlerweise Vieles natürlich etwas anders.

        • @Matthias

          „Unabhänggig davon ist es sehr wichtig, dass Mobbing und AB-Dasein bzw. der Zusammenhang zwischen beiden überhaupt mal im Lichte der Evolution betrachtet wird.“

          http://www.focus.de/wissen/diverses/wissenschaft-mobbing-beeintraechtigt-die-gesundheit_id_3838798.html

          „Mobbing schadet auch langfristig der Gesundheit. Kinder und Jugendliche, die im Schulalter von anderen gedemütigt oder schikaniert wurden, zeigen noch im Erwachsenenalter Anzeichen einer chronischen Entzündung im Körper.

          Es ist bereits bekannt, dass der CRP-Wert beim Übergang von der Jugend zum Erwachsenenalter steigt. Die Forscher stellten nun aber fest, dass bei gemobbten Kindern die Werte im jungen Erwachsenenalter (19 bis 21 Jahre) deutlich stärker gestiegen waren als bei nicht-gemobbten Kindern. Die Werte stiegen zudem mit der Häufigkeit, mit der die Jugendlichen zum Opfer geworden waren. Die Forscher berücksichtigten dabei auch andere mögliche Gründe für einen Anstieg der CRP-Werte, etwa ein erhöhtes Körpergewicht, Drogenmissbrauch oder andere psychosoziale Probleme in der Kindheit.

          Mobbende Kinder hatten hingegen einen deutlichen geringeren Anstieg der CRP-Werte. Er war sogar geringer als bei solchen Menschen, die mit Mobbing überhaupt nicht in Berührung gekommen waren. Jugendliche, die sowohl Opfer als auch Täter waren, hatten einen ähnlichen CRP-Anstieg wie Menschen ohne Mobbing-Erfahrungen.“

        • „“Mobbing schadet auch langfristig der Gesundheit. Kinder und Jugendliche, die im Schulalter von anderen gedemütigt oder schikaniert wurden, zeigen noch im Erwachsenenalter Anzeichen einer chronischen Entzündung im Körper. (…)“

          Man muss sich klar machen, dass Korrelation ungleich Kausalzusammenhang ist. Es könnte sein, dass das was bestimmte Menschen anfällig für Mobbing macht (schlechtere Gene im Vergleich zu anderen etc.) dieselben Menschen auch anfällig für chronische Entzündungen machen könnte. Mobbing wäre dann eher Symptom als Ursache (beim Menschen, der zwangsläufig in Sozialverbänden lebt).

        • @ Atacama

          „na ich dachte, das passt zu evolutionären Bezug, den du ein Posting weiter oben angestoßen hast.“

          Ja, dazu passt es in der Tat. Das Schlimme ist halt: Lehrer sind – und das soll jetzt keine Lehrerschelte sein, sondern eine Feststellung – für Mobbing nicht ausgebildet, kennen die von der psychologischen Fachwelt entwickelten Lösungsstrategien nicht, wissen nicht, wie sie den sozialen Nährboden für Mobbing kleinhalten können und kennen auch nicht die evolutionären Ursachen davon. Das müsste sich ändern. Solche Ergebnisse wie Dein Link mit dem CRP müssten genauso wie das alles in der Lehrerausbildung drankommen, anstelle des hehren Philosophikums oder z.B. der Politologie.

          @ Minoritymagnet

          „Man muss sich klar machen, dass Korrelation ungleich Kausalzusammenhang ist. Es könnte sein, dass das was bestimmte Menschen anfällig für Mobbing macht (schlechtere Gene im Vergleich zu anderen etc.) dieselben Menschen auch anfällig für chronische Entzündungen machen könnte. Mobbing wäre dann eher Symptom als Ursache (beim Menschen, der zwangsläufig in Sozialverbänden lebt).“

          Ja, allerdings ist die CRP-Geschichte auch über psychische Veränderungen bei Mobbingbetroffenen erklärbar.

          Das mit dem kausalen Zusammenhang muss man auch andererweitig im auge behalten: Wer gemobbt wurde, kriegt zwar vielleicht deshalb keine mit, weil er z.B. zu nett und harmlos ist, um Mobbing zu parieren, oder ihm „soziale“ Kompetenzen dafür fehlen, vielleicht aber auch einfach nur deshalb, weil er körperlich den meisten anderen unterlegen ist und die genau das ausgenutzt haben. Körperlich Unterlegene werden dann von frauen nicht gewählt, weil sie körperlich unterlegen sind und nicht deshalb, weil sie gemobbt wurden. Der Stärkste in einer Schulklasse wird so leicht nicht gemobbt. Der Kleinste und/oder Dünnste schon eher. Klein und dünn sein macht Männer aber nicht atraktiv.

          Wichtig ist auch: wer aus einer Klassengemeinschaft ausgeschlossen wurde, wird nicht auf Partys usw. eingeladen, steht außen vor und lernt deshalb das Flirten nicht richtig und blitzt deshalb eher ab, auch dauerhaft, weil er aufgrund mangelonder Flirterfahrung den anderen hinterherhinkt und sich noch mit 19 so anstellt wie andere mit 14.

          Eine gute Adresse zum Thema Mobbing unter Schülern (und unabhängig vom AB-Thema) ist

          http://www.sylvia-hamacher.de

          Sie selbst wurde praktisch wegen NICHTS gemobbt. Sie hatte nur einmal im Jugendalter nicht alle, sondern nur ich glaube 8 Mädels zum Geburtstag eingeladen. Das hatte schon gereicht.

          Der eigentliche Grund aber könnte sein, dass sie attraktiv ist. Sie hat mal an irgendeiner ich glaube Vorentscheidungsrunde von GNTM teilgenommen. Ich denke, es ist oft so, dass unter Frauen und Mädchen die attraktiven eher gemobbt werden, weil die anderen nicht anders gegen sie ankommen, wenn es darum geht, einen besonders attraktiven Jungen als Partner abzubekommen.

          Unter den Jungen trifft es eher die unattraktiven, weil kleinen und/oder dünnen und harmlosen, weil sie nicht mit körperlicher Gewalt darauf reagieren können und weil sich Jungen mit den Starken eher verbünden wollen.

          Immerhin ging auch bei Frau Hamacher das Mobbing gegen Sie von anderen Mädchen aus, Jungen machten danach erst mit. Ich glaube, das ist umgekehrt genauso. Wenn ein Junge gemobbt wird, fangen anderen Jungen damit an, und Mädchen machen dann als Trittbrettfahrerinnen mit. Andere Jungen und Mädchen machen teils auch mit, um nicht selbst in die Schusslinie zu kommen.

          Mobbing hat halt viel mit intrasexueller Konkurrenz zu tun, und Lehrer wissen sowas in der Regel nicht. Natürlich wird das Risiko auch von anderen Faktoren abhängen, z.B. davon, wie sehr Schüler unter Druck stehen und sich dann ein Ventil suchen.

        • „Man muss sich klar machen, dass Korrelation ungleich Kausalzusammenhang ist. Es könnte sein, dass das was bestimmte Menschen anfällig für Mobbing macht (schlechtere Gene im Vergleich zu anderen etc.) dieselben Menschen auch anfällig für chronische Entzündungen machen könnte. Mobbing wäre dann eher Symptom als Ursache (beim Menschen, der zwangsläufig in Sozialverbänden lebt).“

          Halte ich für unwahrscheinlich.
          Ein kausaler Zusammenhang zwischen Stress und Entzündungen, Geschwüren, Krankheitsanfälligkeit usw. ist ja inzwischen erwiesen. Ok, da könnte man dann auch sagen, Menschen mit schlechten Genen halten Stress eben schlechter aus, aber naja…

        • @ Atacama

          „Menschen mit schlechten Genen halten Stress eben schlechter aus, aber naja…“

          Nix naja. Stress ist eine Umweltbedingung und es gibt eben welche die genetisch besser an Stress angepaßt sind als andere.

          Zuviel aber auch zuwenig Stress ist sicher nicht gesund, daher ja zuviel.

        • „Nix naja. Stress ist eine Umweltbedingung und es gibt eben welche die genetisch besser an Stress angepaßt sind als andere.

          Zuviel aber auch zuwenig Stress ist sicher nicht gesund, daher ja zuviel.“

          Es gibt auch einen Unterschied zwischen „gutem“ Eustress und „schlechtem“ Distress.
          Schlechter Stress ist ungesund, guter nicht. Wie man schlechten verkraftet, hängt dann mit der Resilienz zusammen.
          Wieviel Resilienz man hat, hängt wiederum (auch) von den restlichen Rahmenbedingungen zusammen. Ich sag mal, gemobbtes Kind mit unterstützendem Elternhaus und ausserschulischen Freunden/Aktivitäten hat bessere Voraussetzungen als eines, das zusätzlich zuhause häusliche Gewalt und alkoholkranke Eltern hat. So einfach auf Gene runterbrechen, ist vorschnell.

    • ät Matthias:

      Wie Michel Houellebecq mal schrieb (sinngemäß): Es sind die Rüpel, die den Schatz er Jungfräulichkeit ernten.

      Aber, ausgleichende Gerechtigkeit: die Rüpel sind ja Kurzzeitstrategen.
      In meiner Schulzeit habe ich das erlebt. Die Jungs, die schon früh erwachsen (“ „) waren und als erste ne Freundin hatten, waren gleichzeitig auch die Doofen. Schlechte Noten, undiszipliniert, Störer, stinkfaul.
      Dafür haben sie kostenträchtiges Verhalten gezeigt: Rauchen, Saufen, Drogen, Motorrad (Mofa), Autoraserei,…

      Alles in allem also nur Augenwischerei. Mir war das damals durchaus klar, obwohl ich noch klein und unerfahren war.
      Die Mädchen hingegen ließen sich davon blenden. Diese Naivität scheint bei Frauen erstaunlicherweise angelegt zu sein. Hirnstrommessungen haben ergeben, daß Frauen deutlich verminderte „Zweifelswellen“ („N400“) zeigen. Und wenn man an manche Politikerinnen denkt, bemerkt man selbst jenseits der 30 noch erstaunliche Ponyhof-Denkweisen.

      Die Rüpel wieder: Nach dem Abi Schulabschluß war es natürlich vorbei mit den Vorteilen. Na ja, nicht ganz: Während des Studiums sind viele superattraktive Studentinnen mit großen, muskulösen Handwerkern zusammen, die schon ein Gehalt, Wohnung, Auto etc, hatten.
      Das endete mit dem Diplom schlagartig. ZB eine Studienfreundin: Während der Ausbildung mit zwei Schürzenjäger-Machos zusammen, die aber keine Biostudenten waren. Mit dem Beginn der Diss dann schlagartig schwanger, ungeplant von einem Post-Dok. Was ein Zufall! Ne Biologin, die 6 Jahre die Pille zuverlässig schluckt, und dann plötzlich Fehler macht? Freud läßt grüßen….
      Und Darwin!:-)

      So, wieder Rüpel: Nach dem Schulabschluß war aus den Rüpeln mit ihren kostenträchtigen Rüpel-Riten auch offiziell das geworden, was sie waren: statusniedrige Rüpel. Zugang fast nur noch zu statusgleichen Frauen.

      Es ist, wie der Comiczeichner (south Park) in „Bowling for Columbine“ sagte: “ Die Nerds sind später die mit den coolen Jobs.“ Die Entjungferer sind die langweiligen Versicherungsleute oder Gaswasserscheiße-Klempner.

      Männer haben zugespitzt formuliert also eine Entweder-Oder-Strategie: Früh-kurzfristig oder Spät-langfristig.

      Zurück zur Gerechtigkeit: Frauen habe ihre sexuelle Hochphase von 15-30j, bei Männern ist das (im Mittel) zehn Jahre nach hinten verschoben.
      Also doch gerecht, oder? Beide Geschlechter haben ihre Zeit, halt nur früher oder später.
      Gemein ist nur, daß Jungs sich ab 15 brennend für weibliche Schönheit interessieren, aber kaum zum Zug kommen.

      Gemein allerdings auch, daß Frauen in unserer Kultur einen Schönheits- und Jugendkult aufgeschwatzt bekommen, und dann mit 30-35 zusehen müssen, wie sie diesem Kult nicht mehr entsprechen. Zumindest, wenn sie nicht Mutter sind und unbedingt jung & erfolgreich sein wollen, was ihnen die Linken und Feministinnen zusätzlich zum Jugendwahn aufschwatzen.

      • @ Axel

        Einerseits ausgleichende Gerechtigkeit. Andererseits aber gibt es bestimmt auch genug Rüpel, die hinterher gut Geld verdienen und Status haben, teils auch mit rüden Methoden erreicht.

        Und es gibt Männer, die nie eine Partnerin haben. Auch mit Hochschulabschluss und Gehalt. Akademiker haben zwar eher eine Ehefrau/feste Freundin, aber Akademikersein ist trotzdem paradoxerweise ein Risikofaktor fürs AB-Dasein – also laut Arne Hoffmanns „Unberührt“)

        „Diese Naivität scheint bei Frauen erstaunlicherweise angelegt zu sein. Hirnstrommessungen haben ergeben, daß Frauen deutlich verminderte “Zweifelswellen” (“N400″) zeigen. Und wenn man an manche Politikerinnen denkt, bemerkt man selbst jenseits der 30 noch erstaunliche Ponyhof-Denkweisen.“

        Zweifelswellen – klingt interessant. Glaub ich. Passt mit meinen Erfahrungen zusammen. Auch, dass selbst Politikerinnen noch eine Ponyhof-Denke haben.

        „Die Rüpel wieder: Nach dem Abi Schulabschluß war es natürlich vorbei mit den Vorteilen. Na ja, nicht ganz: Während des Studiums sind viele superattraktive Studentinnen mit großen, muskulösen Handwerkern zusammen, die schon ein Gehalt, Wohnung, Auto etc, hatten.
        Das endete mit dem Diplom schlagartig. ZB eine Studienfreundin: Während der Ausbildung mit zwei Schürzenjäger-Machos zusammen, die aber keine Biostudenten waren. Mit dem Beginn der Diss dann schlagartig schwanger, ungeplant von einem Post-Dok. Was ein Zufall! Ne Biologin, die 6 Jahre die Pille zuverlässig schluckt, und dann plötzlich Fehler macht? Freud läßt grüßen….
        Und Darwin!:-)“

        Darwin lässt vor allem grüßen!

        „So, wieder Rüpel: Nach dem Schulabschluß war aus den Rüpeln mit ihren kostenträchtigen Rüpel-Riten auch offiziell das geworden, was sie waren: statusniedrige Rüpel. Zugang fast nur noch zu statusgleichen Frauen.“

        Wird oft so sein, aber nicht immer.

        „Es ist, wie der Comiczeichner (south Park) in “Bowling for Columbine” sagte: ” Die Nerds sind später die mit den coolen Jobs.” Die Entjungferer sind die langweiligen Versicherungsleute oder Gaswasserscheiße-Klempner.“

        Wobei Nerds generell als eher erfolglos bei Frauen gelten. Aber gut, manch einer wird es damit kompensieren.

        „Männer haben zugespitzt formuliert also eine Entweder-Oder-Strategie: Früh-kurzfristig oder Spät-langfristig.“

        Ja, eher zugespitzt.

        „Zurück zur Gerechtigkeit: Frauen habe ihre sexuelle Hochphase von 15-30j, bei Männern ist das (im Mittel) zehn Jahre nach hinten verschoben.
        Also doch gerecht, oder? Beide Geschlechter haben ihre Zeit, halt nur früher oder später.“

        Ja, aber die individuelle Attraktivität ist auf beiden Seiten sehr ungerecht verteilt. Und von den Männern bleiben viele ohne Frau, auch dauerhaft. Wie im Tierreich. Männer müssen auch in ihrer Hochphase mehr um das Glück in der Liebe kämpfen.

        „Gemein ist nur, daß Jungs sich ab 15 brennend für weibliche Schönheit interessieren, aber kaum zum Zug kommen.“

        Ja, das ist wirklich gemein und wird völlig unterschätzt und oft gar nicht gesehen. Die interessieren sich da auch teils vorher schon für. Könnte mit den vielen Selbstmorden männlicher Jugendlicher im Zusammenhang stehen.

        „Gemein allerdings auch, daß Frauen in unserer Kultur einen Schönheits- und Jugendkult aufgeschwatzt bekommen, und dann mit 30-35 zusehen müssen, wie sie diesem Kult nicht mehr entsprechen. Zumindest, wenn sie nicht Mutter sind und unbedingt jung & erfolgreich sein wollen, was ihnen die Linken und Feministinnen zusätzlich zum Jugendwahn aufschwatzen.“

        Ja, und dafür kommen Frauen direkt nach Eintritt in die Geschlechtsreife zum Zuge, sofort und mit einmal Fingerschnippen. Mit 35 sind die dann in Sachen Liebe und Sex schon lange satt. Sollte man jedenfalls meinen.

        • „Mit 35 sind die dann in Sachen Liebe und Sex schon lange satt. Sollte man jedenfalls meinen.“

          Ist es nicht eher so, dass es bei Frauen ab 30 erst richtig anfängt? Und vorher zwar – kleine Gemeinheit der Natur – ihre körperliche Triggerwirkung zwar am größten ist, sie aber auch aufgrund des Östrogenüberschusses die meiste Zeit des Zyklus hart an der Grenze zur Frigidität?

          Die armen Dinger…sehen so geil aus, sind es aber gar nicht…zum Glück trösten Schuhe da… 😉

        • @ Peter Müller

          „Ist es nicht eher so, dass es bei Frauen ab 30 erst richtig anfängt? Und vorher zwar – kleine Gemeinheit der Natur – ihre körperliche Triggerwirkung zwar am größten ist, sie aber auch aufgrund des Östrogenüberschusses die meiste Zeit des Zyklus hart an der Grenze zur Frigidität?

          Die armen Dinger…sehen so geil aus, sind es aber gar nicht…zum Glück trösten Schuhe da… “

          Ja, die sexuelle Appetenz ist bei Frauen mit 30 meist am höchsten. Allerdings haben die heute in dem Alter meist eine Erfahrung, dass sie kaum noch besonders gierig auf Sex sein dürften. Und so viel Sex wie Männer wollen sie auch in dem Alter nicht.

          Sehen in jungen Jahren geil aus und sind es nicht? Sie sehen aus Männersicht geil aus und sind aus Männersicht nicht geil genug.

          Ich hätte nichts dagegen, dass irgendein Krankheitserreger, der ansonsten harmlos ist und keine Effekte hat, die ganze Menschheit befällt und die Frauen auf Nymphomanie umprogrammiert, so, dass sie einen Sexualtrieb haben, gegen den der starke Sexualtrieb eines z.B. 18jährigen noch ein Waisenkind ist.

          Dann sehen sie geil aus UND sind geil!!!

        • Nachtrag: Es müsste halt ein Virus sein, der ihnen die richtigen Bonobo-Gene in jede Gehirnzelle einpflanzt. Und an der Sexualität des Mannes nix verändert.

          So wat jibbet natürlich nicht – leider!

        • „Allerdings haben die heute in dem Alter meist eine Erfahrung, dass sie kaum noch besonders gierig auf Sex sein dürften.“

          Du meinst, viele sind wegen durchgehend schlechter Erfahrungen in den 15 Jahren davor desillusioniert oder gar traumatisiert?

          „Sie sehen aus Männersicht geil aus und sind aus Männersicht nicht geil genug.“

          Stimmt, hatte ich etwas zu unspezifisch formuliert. Während „geil aussehen“ für Frauen Selbstzweck ist, ist es aus Männersicht nur Mittel zum Zweck.

          „So wat jibbet natürlich nicht – leider!“

          Gentechnik machts möglich? Möglicherweise forschen ja schon frustrierte Gentechniker daran?

          Wobei, selbst wenn es auf dem ersten Blick ein lustiges Szenario ist, habe ich doch den Verdacht, dass dies der Anfang vom Ende der Zivilisation wäre…

        • @ Matthias:
          „Nachtrag: Es müsste halt ein Virus sein, der ihnen die richtigen Bonobo-Gene in jede Gehirnzelle einpflanzt. Und an der Sexualität des Mannes nix verändert.“

          Dann kämen wir alle ja zu gar nichts mehr 😉
          Das wäre meiner Meinung nach umgekehrt besser. Dann könnten wir uns alle den wirklich wichtigen Dingen widmen. Kinder würden wir trotzdem bekommen, denn Lust hätten wir ja immer noch, und einen Kinderwunsch erst recht, und alles wäre paletti 😉

      • Ich glaube es ist ein Mythos dass die Nerds in der Schule später die Topverdiener werden und die „Rüpel“ später die Looser.
        Gerade im Berufsleben braucht man durchaus Rüpeleigenschaften und wenn es z.b. Durchsetzungsfähigkeit ist.
        Sicher kann ein Nerd z.b. als Programmierer etc. gut verdienen aber es ist doch sicher eher die Ausnahme.

      • ät MatthiaX und TomX:

        Mh, gab es an Euren Schulen schlaue Rüpel? An meiner wie gesagt nicht. Die haben meist ein Proll-Asi-Image gepflegt. Grunz!

        Gut, muß nicht repräsentativ sein. Weiß nur nicht, wie ein Leistungs-Macho in vivo aussieht.

        Den Begriff „Nerd“ würde ich nicht so eng auslegen. Um mit der Serie Bigbangtheorie zu sprechen: Nicht nur Sheldon, der Autist, ist ein Nerd, sondern auch Leonard. Ist sehr klein, ansonsten aber kein Eierkopf.

        Vielleicht könnte man es so ausdrücken: Nerds sind alle mäßig aussehenden (oder gar häßlichen) Nicht-Muskulösen, die was in der Birne haben, sich für Wissen(schaft) interessieren, Proll-Riten wie Saufen und Quarzen scheiße finden und nicht qua Testosteronspiegel übermäßig heiß auf Frauenkörper sind.

        „Mit 35 sind die dann in Sachen Liebe und Sex schon lange satt. Sollte man jedenfalls meinen.“
        Meinste? Also Liebe nicht, denke ich.

        Hab aber mal ne lustige Bekanntschaftsanzeige gelesen:
        (Lisa, 25) „Ich habe mich ausgetobt und suche nun den Mann fürs Leben“.

        (Nebenbei: wer findet die zwei Fehler im Anzeigentext?:-) )

        • @ Axel

          „Mh, gab es an Euren Schulen schlaue Rüpel? An meiner wie gesagt nicht. Die haben meist ein Proll-Asi-Image gepflegt. Grunz!“

          Doch, ich habe schlaue Rüpel und Arschlöcher erlebt.

          „Gut, muß nicht repräsentativ sein. Weiß nur nicht, wie ein Leistungs-Macho in vivo aussieht.“

          Ich gehe da von großen Unterschieden aus.

          „Den Begriff “Nerd” würde ich nicht so eng auslegen. Um mit der Serie Bigbangtheorie zu sprechen: Nicht nur Sheldon, der Autist, ist ein Nerd, sondern auch Leonard. Ist sehr klein, ansonsten aber kein Eierkopf.

          Vielleicht könnte man es so ausdrücken: Nerds sind alle mäßig aussehenden (oder gar häßlichen) Nicht-Muskulösen, die was in der Birne haben, sich für Wissen(schaft) interessieren, Proll-Riten wie Saufen und Quarzen scheiße finden und nicht qua Testosteronspiegel übermäßig heiß auf Frauenkörper sind.“

          Könnte so auf viele Nerds zutreffen. Der dünne, blasse Informatikstudent halt, der kein Faible für Kleidung hat und nicht viel Party macht.

          „“Mit 35 sind die dann in Sachen Liebe und Sex schon lange satt. Sollte man jedenfalls meinen.”
          Meinste? Also Liebe nicht, denke ich.“

          In Sachen Sex jedenfalls. Die hatten in dem Alter davon über 20 Jahre lang so viel sie wollten. Das Buffet war für sie eröffnet.

          „Hab aber mal ne lustige Bekanntschaftsanzeige gelesen:
          (Lisa, 25) “Ich habe mich ausgetobt und suche nun den Mann fürs Leben”.

          (Nebenbei: wer findet die zwei Fehler im Anzeigentext?:-) )“

          Fehler? Wieso? Sie hat mindestens 10 Jahre lang einen Mann nach dem anderen gef*** und alle Spielarten der Sexualität ausprobiert, und will jetzt mal einen für dauerhaft haben. Was meinst Du jetzt mit Fehlern? Weil das oft so nicht funktioniert?

        • Von Nerd (in der männlichen Version) gibt es ja für mich zwei Definitionen:
          Zum Einen ein Mann der nicht das männl. Klischeebild von Kraft, Stärke und Sportlichkeit erfüllt und zum Anderen
          jemand der sich hauptsächlich für technische Dinge unterscheidet.
          Die beiden Definitionen müssen sich nicht überschneiden.

        • ät Anne Nühm:

          Abstrus? Wissenschaftsbegeistert, Nichttrinker, unattraktiv.. Was ist daran nicht realistisch? Die Denkstrukturen korrespondieren ja damit.
          Außerdem: Sind es die Denkstrukturen, von denen attraktive Frauen sich abgestoßen fühlen?

        • ät Matthias:

          „Doch, ich habe schlaue Rüpel und Arschlöcher erlebt. “
          -Oha. Das heißt, gut in der Schule und gleichzeitig aggressiver Macho? Wenn ich da an mein Fitneßstudio denke…
          Hab einer Kollegin, die auf Muskeln steht, die Kraftprotze dort empfohlen. Sie meinte aber, die hätten ja nichts in der Birne… 🙂

          „Das Buffet war für sie eröffnet. “
          -Wenn sie hübsch sind, wohlgemerkt.
          Eine lustige Studie von 2000: Männer und Frauen derselben Altersgruppe wurden gefragt, wieviele Partner sie schon hatten. Die Männer sagten 4, die Frauen 2. Aha, meinten die Psychologen, da wollen die Kerle wohl etwas angeben.
          Und wiederholten den Test mit Lügendetektor.
          Was kam raus? Die Männer blieben bei 4, dafür mußten die Mädels verdopplen.
          Stimmt offenbar; Frauen sind im seriellen Rahmen doch recht aktiv.

          „Was meinst Du jetzt mit Fehlern?“
          -Aus der Sicht des Männerfangs.
          1: Ich habe micht ausgetobt: Aha, promisk. Und das soll ab sofort nicht mehr so sein? Unglaubwürdig. Die Frau wird Dich betrügen.
          2: Nun suche ich den Mann fürs Leben. Aha, heiratswütig. Nur für Männer interessant, die auch an dem Punkt sind, Familien zu gründen. Alle anderen, die „nur“ ne Freundin (und Säx) haben wollen, sind hier abgeschreckt.

    • ät Adrian:

      „Noch viel stärker als solch unterschwellig weitergegebenes rassistisch-nazistisches oder religiöses Gift wirkte aber der Abscheu auf Homosexuelle. “

      Jaja, wie immer, die Nazikeule. Wer LSBTI-Gender kritisiert, muß halt irgendwie hitlergeil sein. Wie billig.

      Ist Dir das nicht zu primitiv, Adrian? Oder fühlst Du Dich quasi als KZ-Opfer?
      Das wäre allerdings eine widerwärtige Verhöhnung der Nazi-Opfer, die nach meiner Meinung strafbewehrt sein sollte. Wer Hakenkreuze zeigt oder jede persönliche Mißempfindung mit Nazi-Geschehnissen vergleicht, kriegt ne saftige Geldstrafe. Und zwar progressiv.

        • Ät Leszek:

          Haßt Du mich so sehr, Leszek? Ich bin der übelste hier, gell?

          Deine Frage ist taktischer Humbug. Der Nazikeulenschwinger hat seine Meinung zu Kelles Meinung geäußert, ich meine wiederum dazu.

          Ist das in Ordnung für Dich, wenn ich eine linke Kritik kritisiere?
          Offenbar nicht. Du hast Dich hier selbst reingelegt, Du Schlaumeier. Indem Du Deine Ansicht offengelegt hast, daß Du Kritik an der Linken für unakzeptabel hälst.

          Was würdest Du eigentlich mit Typen wie mir machen, wenn Du die Macht hättest? Nix?
          Glaub ich nicht.

      • @ Axel

        „Haßt Du mich so sehr, Leszek?“

        Mir gefällt der Grundsatz: „Achte deinen Nächsten, auch wenn du ihn nicht lieben kannst.“ Finde ich realistischer als das die menschlichen Natur überfordernde „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Findest du nicht auch?

        „Ich bin der übelste hier, gell?“

        Nö, du bist zwar ein autoritärer antilinker Ideologe, aber noch relativ harmlos – man sollte dir nur besser keine Macht geben.
        Außerdem schadet es nicht, dir gelegentlich zu widersprechen.

        „Deine Frage ist taktischer Humbug. Der Nazikeulenschwinger hat seine Meinung zu Kelles Meinung geäußert, ich meine wiederum dazu.“

        Nun ja, allerdings warst du es, der eine „saftige Geldstrafe“ für dir missfallende Nazivergleiche gefordert hat.

        „Ist das in Ordnung für Dich, wenn ich eine linke Kritik kritisiere?“

        Im Sinne der Meinungsfreiheit ja, in inhaltlicher Hinsicht produzierst du bei deinen antilinken „Kritiken“ allerdings oft Unsinn und weißt häufig nicht, wovon du redest.

        „Offenbar nicht. Du hast Dich hier selbst reingelegt, Du Schlaumeier. Indem Du Deine Ansicht offengelegt hast, daß Du Kritik an der Linken für unakzeptabel hälst.“

        Ich war es nicht, der Geldstrafen für mir missfallende Vergleiche gefordert hat. Ich halte es da mehr mit meiner anarchistischen Genossin Emma Goldman:

        „Meiner Ansicht nach sollten Rede- und Pressefreiheit bedeuten, dass ich sagen und schreiben kann, was ich möchte. Dieses Recht wird zu einer Farce, wenn es durch Verfassungsbestimmungen, Gesetzeserlässe, allmächtige Entscheidungen der Zensurstelle oder der Polizei geregelt wird. Mir ist durchaus bewusst, dass man mich vor den Folgen warnen wird, die uns erwarten, wenn wir der Meinungsäußerung und der Presse die Fesseln abnehmen. Dennoch glaube ich, dass die Heilung dieser Folgen der unbegrenzten Ausübung der Meinungsfreiheit in noch mehr freien Meinungsäußerungen bestehen wird.“

        aus: Emma Goldman – Was ich denke (1908), in: Emma Goldman – Anarchismus & andere Essays, Unrast Verlag, 2013, S. 25

        „Was würdest Du eigentlich mit Typen wie mir machen, wenn Du die Macht hättest?“

        Der libertäre Sozialismus geht davon aus, das Macht korrumpiert und daher stets direktdemokratisch kontrolliert werden sollte. Allerdings strebe ich persönlich ohnehin keine Machtposition an.

        „Nix? Glaub ich nicht.“

        Leute wie dich muss eine freiheitliche Gesellschaft nunmal ertragen können.

        • @ Leszek

          Sollte es deiner Meinung nach legal sein, öffentlich Hakenkreuze zu zeigen, den Holocaust zu leugnen, Juden als Ungeziefer zu bezeichnen, zu Gewalt aufzurufen, wissentlich falsche und ehrverletzende Behauptungen über Personen zu verbreiten (z. B. X hat Y vergewaltigt) oder militärische Geheimnisse zu verraten?

        • ät Leszek:

          „Findest du nicht auch?“
          -Na ja, ich denke, Jesus meinte mit „Nächsten lieben“ „achten“. Bedenke die Übersetzungsprobleme von aramäisch nach hebräisch und griechisch, nach lateinisch und dann deutsch.

          Selbst wenn er „lieben“ geschrieben/gesagt hat, dürfte klar sein, daß man nur Verwandte und Partner lieben kann.
          —-

          „Nö, du bist zwar ein autoritärer antilinker Ideologe, aber noch relativ harmlos – man sollte dir nur besser keine Macht geben.“

          -Und Du bist ein antiautoritärer (?) linksextremer Ideologe, aber noch relativ harmlos – man sollte dir nur besser keine Macht geben.
          Paßt besser bei Dir, finde ich. Wie heißt eigentlich meine Ideologie? Anarchismus gibt es ja, Politkorrektionalismus, Faschismus,..und was bin ich? Konservativistisch?

          „Nun ja, allerdings warst du es, der eine “saftige Geldstrafe” für dir missfallende Nazivergleiche gefordert hat.“
          -Ach so, dann ziehe ich meine Aussage zurück, mißverstanden.
          Wie Du weißt, haben die Politkorrigierten im Lande ja grade „Haßverbrechen“ auf den Gesetzesweg gebracht – wenn Du also was gegen Homos oder Ausländer sags oder tust, ist das besonders schlimm.
          Da setze ich einfach, politisch eigentlich ganz korrekt, und verlange Geldstrafe für Verhöhnung von KZ-Opfern. Wird aber nicht durchgehen; denn wenn Linksextreme (denk mal an den dunkelroten Politiker aus dem Süden mit Ts im Namen) antisemitisch sind, sind sie natürlich nicht antisemitisch, sondern haben schlicht recht.
          —-

          „inhaltlicher Hinsicht produzierst du bei deinen antilinken “Kritiken” allerdings oft Unsinn und weißt häufig nicht, wovon du redest. “
          -Manchmal geht es mir mit Dir, als würde ich einen Klangschalenheiler kritisieren, der dann entgegnet: „Du weißt ja gar nicht wovon Du redest, Du hast ja die 5.000 wissenschaftlichen Bücher über Klangschalenheilung gar nicht gelesen!“
          A propos Wissenschaft: Haste die Pinker-Bücher nun endlich mal durch, oder hängst Du immer noch an den hochwissenschaftlichen Werken à la Voß fest?
          —–

          „Der libertäre Sozialismus geht davon aus, das Macht korrumpiert und daher stets direktdemokratisch kontrolliert werden sollte. “
          – Tja, das ist absolut richtig. Ich hoffe, es bleibt dabei. Bei Ideologen jeglicher Couleur sind die Dogmen leider sehr schnell Makulatur, wenn die Macht da ist.
          ——

          „Allerdings strebe ich persönlich ohnehin keine Machtposition an. “ – Das könnte Dein Überleben nach der Machtergreifung sicherstellen.
          —-
          „Leute wie dich muss eine freiheitliche Gesellschaft nunmal ertragen können.“

          -Sind wir Deiner Meinung nach frei? Super – dann brauchen wir ja keine Anarchie mehr, oder?

          Ich bin CDU-Mitglied, also Repräsentant der aktuellen Ordnung (die natürlich reformiert werden muß wg. Kulturmarxismus oder wie Du es nennen willst).

          Du hingegen nicht. Wer muß also ertragen werden?
          Bei Deiner Gesinnung mutmaße ich, daß Du an der Uni ganz schön Krawall machst bzw. gemacht hast.

          Oder hast Du nie an „Aktionen“ und Demos teilgenommen?

        • ät JC Denton:

          Sachen, die Linksextremisten nicht gefallen, werden diese nach Kräften verbieten, wenn sie die Macht haben.
          Was der Fall ist.

          Eigenes Fehlverhalten oder Verbrechen von Gesinnungsgenossen ist natürlich völlig in Ordnung:
          http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/stell-dir-vor/

          Aktuell fällt ja zB auf, daß Pegida-Demonstranten friedlich rumlaufen, die Gegenseite aber fleißig Steine, Böller etc. auf „Bullen“ wirft.

          Und das schöne Video mit folgenden Eigenschaften: „Den Pegida-Unterstützern sowie dem Pegida-Organisationsteam wird in Aussicht gestellt, dass am „Tag X“ die „Bundesbürger und Antifaschisten“ „Gewehre (oder Hammer, Sichel, Breitschwert, Kantana, Machete, Kettensäge,Uzi, Ak47, Minigun, Raketenwerfer, Stalinorgel, Apache Hubschrauber, Lancaster Bomber et cetera) zur Hand nehmen werden und die „faschistische Pegida-Herde“ zerschlagen sowie „Dresden wieder in Brand“ setzen werde. „Wir werden mit den Pegida-Nazis das gleiche anstellen, was Stauffenberg mit Hitler vorhatte! BOOM BOOM Action in Dresden! Den braun versifften Butz Flachmann *werden wir mit einer Kettensäge in 88 Scheiben schneiden! Blutgericht in Dresden! Wir lassen die gesamte Pegida-Orga spurlos verschwinden! Wir lösen die Pegida-Orga in Flusssäure auf!“ „

        • @ JC Denton

          „Sollte es deiner Meinung nach legal sein,“

          „öffentlich Hakenkreuze zu zeigen,“

          Nein.

          „den Holocaust zu leugnen,“

          Würde ich nicht verbieten, halte es aber für sehr wichtig, entsprechenden Äußerungen immer wieder entschieden zu widersprechen.

          „Juden als Ungeziefer zu bezeichnen,“

          Nein.

          „zu Gewalt aufzurufen,“

          Nein.

          „wissentlich falsche und ehrverletzende Behauptungen über Personen zu verbreiten (z. B. X hat Y vergewaltigt) oder militärische Geheimnisse zu verraten?“

          Nein.

          Und wie siehst du das?

        • @ Axel

          „Ich bin CDU-Mitglied, also Repräsentant der aktuellen Ordnung (die natürlich reformiert werden muß wg. Kulturmarxismus oder wie Du es nennen willst).“

          Da tust du deiner Partei allerdings keinen großen Gefallen, wenn du sie in Verbindung mit einer antisemitischen Verschwörungstheorie und mit den Anschlägen von Breivik bringst.

          Wie stehst du denn persönlich zur Neuauflage des biologisch begründeten Antisemitismus im Werk des bekannten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen Kevin McDonald? Als Biologe dürftest du ja vermutlich davon gehört haben.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_B._MacDonald

          Seine Schriften werden inzwischen auch in deutschen antisemitischen Kreisen rezipiert.

          Vielleicht möchtest du dich auch mal mit der antisemitischen Organisation Barnes Review beschäftigen, auf deren Kongress William S. Lind, immerhin der bekannteste der konservativen/rechten Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungsideologen, eine Rede gehalten hat:

          http://www.splcenter.org/get-informed/intelligence-report/browse-all-issues/2002/fall/mainstreaming-hate

          Bei den Bekloppten von Barnes Review wird übrigens auch offen behauptet, dass die Juden den „Kulturmarxismus“ erfunden hätten, um dadurch zur Weltherrschaft zu gelangen.

          Du solltest dir also vielleicht schon überlegen, was du so propagierst und unterstützt.

        • @ Petpanther

          „Was redet ihr hier für einen Dünnpfiff.
          Leszek, kannst du deine ideologischen Impulse nicht mal im Zaum halten.“

          Na Petpanther, hast du mal wieder keine Argumente?
          Das dachte ich mir.

        • @Leszek

          Du versuchst mit deinem ideologischen Unsinn immer alle in den Bann zu ziehen.

          Kannst du dir eigentlich vorstellen, dass es völlig nutzlos ist gegen so etwas zu „argumentieren“.

          Du bist ein Evangelist, der dann mit solchen Behauptungen, meist ad hominem, zu bekehren und andere zu überzeugen sucht. Alles substanzlos. Auch deine „Belege“.

          Das bringt niemanden auch nur ein Miliimeter weiter.

          Was vielleicht hier und da interessant ist, ist die Literatur, die du zitierst und dein ideologisch geprägtes Wissen. Ist ja nicht alles immer komplett falsch.

        • @ Petpanther

          „Kannst du dir eigentlich vorstellen, dass es völlig nutzlos ist gegen so etwas zu “argumentieren”.“

          Nun ja, wenn man wie du regelmäßig keine Argumente und Belege vorweisen kann, ja noch nicht mal versteht, was ein Argument oder ein Beleg eigentlich ist, dann gestaltet sich eine Diskussion natürlich schwierig.

          „Du bist ein Evangelist, der dann mit solchen Behauptungen, meist ad hominem, zu bekehren und andere zu überzeugen sucht. Alles substanzlos.“

          Ich werde dir diese Sätze bei deiner nächsten argumentfreien emotionalistischen Tirade gerne zitieren

          Auch deine “Belege”.“

          Wissenschaftliches Vorgehen würde nur leider erfordern, dass du meine Belege überprüfst und dass Kritik daran auf Grundlage von Kenntnissen und Argumenten geübt wird oder dass du Gegenbelege vorweisen könntest.

        • „Wissenschaftliches Vorgehen würde nur leider erfordern, …“

          Sagt der Politikbetreiber, unter der Fahne der angeblichen Wissenschaftlichkeit. Da haben wir sie ja wieder beisammen, die BBW (Breivik – Belege (eigentlich meist Belegquellen 🙂 ) – Wissenschaft).

        • @ Axel

          „Sachen, die Linksextremisten nicht gefallen, werden diese nach Kräften verbieten, wenn sie die Macht haben. Was der Fall ist.“

          SPD, CDU und CSU sind Linksextremisten? Das wäre zumindest eine Erklärung, warum sie nichts gegen die linken Gewalttäter unternehmen.

        • @ Leszek

          Also du wie Axel auch gelegentlich Probleme mit der Meinungsfreiheit, trotz Goldman-Zitat. Hab ich mir schon fast gedacht. Was wäre denn eine angemessene Strafe für diese Äußerungen?

          „Und wie siehst du das?“

          Ich orientiere mich da am ersten Zusatz der US-Verfassung. Konkret: Ja, ja, ja, nein, nein (muss kein strafrechtliches Verbot sein), ja (nein bei Soldaten oder zur Geheimhaltung verpflichteten).

        • @ JC Denton

          „Also du wie Axel auch gelegentlich Probleme mit der Meinungsfreiheit,“

          Auch bei dir gibt es Punkte, wo du mit „nein“ geantwortet hast.

          „trotz Goldman-Zitat.“

          Das liegt daran, dass unsere höchsten Werte miteinander kollidieren können und daher kein Wert gegenüber anderen absolut gesetzt werden kann.

          „Hab ich mir schon fast gedacht. Was wäre denn eine angemessene Strafe für diese Äußerungen?“

          Müsste ich mal länger drüber nachdenken, fehlt mir aber gerade etwas die Zeit zu.

          „Ich orientiere mich da am ersten Zusatz der US-Verfassung. Konkret: Ja, ja, ja, nein, nein (muss kein strafrechtliches Verbot sein), ja (nein bei Soldaten oder zur Geheimhaltung verpflichteten).“

          Bei dem letzten Punkt (ging bei mir oben etwas unter, da ich zu schnell gelesen hatte) stimme ich dir zu.

        • @ Leszek

          „Auch bei dir gibt es Punkte, wo du mit “nein” geantwortet hast. “

          Klar, allerdings habe ich niemandem vorgeworfen, Probleme mit der Meinungsfreiheit zu haben. Praktisch jeder hat Probleme mit der Meinungsfreiheit, was bestimmte Dinge betrifft.

          „Das liegt daran, dass unsere höchsten Werte miteinander kollidieren können und daher kein Wert gegenüber anderen absolut gesetzt werden kann. “

          Goldman setzt in dem Zitat die Meinungsfreiheit absolut, und du hast ihr ohne Einschränkung zugestimmt. Müsstest du sie da nicht kritisieren? Mit deiner Aussage zu den Werten hast du natürlich recht.

          „Müsste ich mal länger drüber nachdenken“

          Tu das.

          „Bei dem letzten Punkt (ging bei mir oben etwas unter, da ich zu schnell gelesen hatte) stimme ich dir zu.“

          Übereinstimmung in vier von sechs Punkten. Ist schon mal ein Anfang.

        • ät Leszek, meinen besonderen Genossen:

          Uff, kaum erwähne ich nur das Wort „Kulturmarxismus“, spulst Du Deine übliche Argumentreihe ab.
          Also: Ich persönlich bevorzuge das Wort „Bourgeoise Bohémiens“. Wenn Du Dir das merken kannst, verzichte ich gern auf KM, weil ich den Ausdruck auch nur von Breivik kenne.

          Vermißt Du Deinen KM-Widerpart Alexander Roslin? Wo ist der eigentlich? Urlaub oder Kur?

          Was ist mit den anderen Punkten?

        • ät Denton:

          „Macht“ bedeutet in unserer Demokratie längst nicht mehr politische Macht. Denk mal an die Großunternehmen.

          Tatsächlich gibt es aber in den großen (und kleineren) Parteien mittlerweile Positionen, die man vor nicht allzu langer Zeit als wenigstens linksradikal gebrandmarkt hätte.

          Erinnerst Du Dich an Franziska Drohsel, Juso-Chefin? Rote Hilfe, Antikapitalismus…
          Oder Jens Spahn (CDU) aktuell, der könnte mit seinem Gender-Toleranzgedöns glatt bei den Grünen mitmachen.

          In den Medien sieht es seit langer Zeit noch schlimmer aus, wie Spiegel-Fleischhauer uns lehrte. Daß linksextreme Gewalttäter, trotz erheblicher Zahl, schlicht ignoriert werden, ist klar.

    • @ Adrian

      Ich habe alles gelesen von Herrn Brosche. In einigen Punkten hat er sehr recht, wenn er z.B. Eltern kritisiert, bei denen der eigene Sohn in Ungnade fällt, nur weil er schwul ist, oder bei denen Kinder generell in ihre Vorstellungen passen müssen, weil sie Vorzeigeobjekte ihrer Eltern sind.

      Wenn er aber über Frau Kelle spricht, geht es aus meiner Sicht zu sehr mit ihm durch. Dass sie so schlimm sein soll gegenüber Homosexuellen, ist nur seine Interpretation. Das, was er ihr anhängt, geht nicht klar aus ihren Äußerungen hervor und wirkt auf mich wie eine schlechtsmögliche Interpretation dessen, was sie sagt.

      Verständlich ist es aus menschlicher Sicht schon, dass er bei Frau Kelle so „abgeht“: Er hat ja jetzt damit ausgepackt, wie es bei ihm zuhause mit seiner Mutti war. Ich hatte mir gedacht, dass das sowas in der Art hintersteckt.

      Ich glaube aber nicht, dass Frau Kelle so ist. Sie ist doch viel jünger als seine Mutter.

      Okay, sie ist gegen das Adoptionsrecht von Homos. Und dagegen, dass der Begriff „Ehe“ auch für Homo-Paare gelten soll. Aber sonst? Sonst war da doch nichts, oder?

      Oder gibt es irgendwelche eindeutig homophoben Äußerungen von ihr?

      • ät Adr, Matthias:

        „Oder gibt es irgendwelche eindeutig homophoben Äußerungen von ihr?“
        Nicht daß ich wüßte. Warum auch?
        ——-

        Ein Schmankerl: In Berlin fahren Karnevalswagen anläßlich des Christopher-Street-Tags durch die Stadt. Einige Schwule machen darauf Kunststückchen, für die „man die Öffentlichkeit sonst eher meidet als sucht“ (ein Journalist).

        Dazu ein Gemüsehändler, der aus seinem Laden rausguckt: „Und die wollen unterdrückt sein.“

        • Fassen wir also zusammen: Prinzipiell stimmst Du Brosches Beitrag zu, hälst ihn aber für ein Arschloch, weil er auf Kelle eintritt, die eh schon am Boden liegt, weil eh niemand ihre homophoben Äußerunegn mehr ernst nimmt?

          Ich mag ihn nicht, weil er Meinungen unterdrücken will. Ich mag solche Leute auch dann nicht, wenn ich ihre Meinung teile. Von ihrer Persönlichkeitsstrukltur halte ich sie für Protofaschisten, unabhängig von ihren konkreten politischen Positionen. Es ist ein Frage der Haltung, nicht der politischen Positionierung.

      • Ich habe alles gelesen von Herrn Brosche

        Höre ich da Brosche? Borniertes Arschloch finde ich eine angemessene Bezeichnung für diesen Typus des Pseudoliberalen. Dieser Typus glaubt, Liberalität äussere sich einzig durch die gesellschaftspolitischen Positionen, die man vertritt – also in seinem Fall, exemplarisch, an der Zustimmung zur Homosexuellenehe. Und wer nicht li-be-ral-ist ge-hört vergast, jawoll, Herr Oberschwulenführer!

        • @ petpanther
          Ich habe den Beitrag bei mir gepostet und zustimmend kommentiert.
          Und warum eigentlich immer diese Abneigung gegen Emotionen? Natürlich schwingen bei diesem Thema Emotionen mit. Es geht schließlich um mich.

        • @Adrian

          Du lässt dich in Selbstgefälligkeit gehen. Möchte das gar nicht lesen. Hab dich schon mehr als einmal darauf hingewiesen, dass es das ist was riecht und den Leuten schlecht aufstösst.

          Bisserl mehr Selbstkritik wär tatsächlich mal angezeigt. Nicht alles was Homos so von sich und überhaupt denken ist ok.

        • @ petpanther
          „Du lässt dich in Selbstgefälligkeit gehen.“

          Ach Gottchen, nur weil ich einem Beitrag zustimme, der Dir nicht gefällt?

          „Möchte das gar nicht lesen.“

          Musst Du auch nicht.

          „Nicht alles was Homos so von sich und überhaupt denken ist ok.“

          Da hast Du absolut recht. Ich stimme mit vielen Homos z.B. nicht ein bei ihrer Begeisterung in Bezug auf beste Freundinnen, Feminismus oder linke Politik im Allgemeinen.

        • Dazu fehlt mir der Vergleich mit anderen Beiträgen von Brosche. Woher soll ich also einschätzen können, ob Liberalität sich für ihn einzig durch gesellschaftspolitische Positionen äußert?
          Und selbst wenn das so wäre, macht das m. E. diesen Beitrag von ihm nicht falsch. Ich habe immerhin nicht Brosche bewertet, sondern seinen Beitrag. Den man übrigens durchaus als arg polemisch und grantelnd einschätzen könnte, was m. E. aber vernachlässigbar ist, da ich der Kernaussage zustimme.

        • Wollte dir jetzt ein nicht hiermit wirklich zusammenhängendes Justicar Video posten. Bin aber mobil unterwegs.

          Dann aber so. Find deine Begründung zu flau. Nicht Seele verkaufen. Rückgrat zeigen. Auch gegen von Peter richtig characterisierten Manipulateuren, die fast Röhm-SA mässig daherkommen.

        • „Wollte dir jetzt ein nicht hiermit wirklich zusammenhängendes Justicar Video posten.“

          Es tut mir ja wirklich leid, dass ich nicht Deinem Traumbild eines schwuen Mannes entspreche, aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof.

          „Find deine Begründung zu flau.“

          Ja, gegen den guten alten Nazivergleich, kann meine Begründung in der Tat nicht anstinken.

        • Ich finde diesen „Mist“ halt nicht Mist. Ist halt so. Ich halte Brosches Beurteilung von Kelles Ansichten über Homos für absolut korrekt:

          „Ganz tief sitzt in ihr das antiquarische Vorurteil, dass Homosexualität etwas Böses, Negatives sei, dass allein schon das Wissen über Homosexualität Kinder verführen und verleiten könne zum Bösen. Das nicht auszurottende Gerücht der Ansteckung! Wer sich so sperrt gegen homosexuelle Emanzipation und Gleichberechtigung, hat nur einen einzigen Grund: Er, sie hat Angst vor der Homosexualität, hält sie für etwas Unmenschliches. Wie ja alle angeblich nicht normgerechte Sexualität unmenschlich und tierisch ist und weil Hedonismus nicht ins christliche Abendland passt.“

        • Ich glaub nun nicht, dass du diese m.E. naive Meinung vertritts und solchen Rattenfängern erliegst, nur um gerade mich zu ärgern 🙂

          Ihr solltet mehr Obacht auf solche smarten Andocker geben.

          Der Typ gibt letztendlich keinen Fliegenschiss auf euch.

        • „Der Typ gibt letztendlich keinen Fliegenschiss auf euch.“

          Inwiefern ist es relevant ob er einen Fliegenschiss auf mich gibt? Ich gebe oftmals auch wenig auf Menschen, deren Meinung ich teile. Das macht aber deren Meinung nicht automatisch wertlos.

        • Der Witz ist doch, dass ich Brosche in allen wesentlichen Punkten seiner Auffasungen – gemeint sind seine gesellschaftspolitischen Ansichten, insbesondere seine Kritik an Auffassungen, wie sie von einer Birgit (Brigitt?) Kelle geäüssert werden – vollumfünglich zustimme. Was für ein Looser, der nicht merkt, wann er gewonnen hat.

          Aber als Liberaler finde ich, dass auch B,.K das uneingeschränkte Recht hat, ihre Meinung zu äussern. Und wenn ich sehe, dass eine Meute von hysterischen Schwulen ihre Meinung zu unterdrücken versucht, dann sehe ich mich genötigt, B.K zu verteidigen. Ein politisches Engagement wie das von Brosche ist daher kontraproduktiv. Schwule sollten ihre Sache von intelligenmten Schwulen vertreten lassen und nicht von dummern Schwuchteln.

        • Ein merkwürdiges Argument. Ich könnte genau so gut behaupten, alles mit dem Du übereinstimmst, glaubst Du nur deshalb, weil Du es hören willst.
          Und könnte ich nicht ebenso gut behaupten, Du stimmst mit Brosche nur deshalb nicht überein, weil er etwas sagt, was Du nicht hören willst?

        • @ Peter
          „Aber als Liberaler finde ich, dass auch B,.K das uneingeschränkte Recht hat, ihre Meinung zu äussern.“

          Als Liberaler bin ich ebenfalls dieser Meinung – und kann ihre Meinung dennoch für doof halten.

          „Und wenn ich sehe, dass eine Meute von hysterischen Schwulen ihre Meinung zu unterdrücken versucht“

          Wo hat Brosche das getan?

          „Schwule sollten ihre Sache von intelligenmten Schwulen vertreten lassen und nicht von dummern Schwuchteln.“

          Äh, ich weiß ja nicht, wie Du Dir das vorstellst, aber wir Homos haben kein Treffen abgehalten, bei dem darüber abgestimmt wurde, ob Brosche uns vertreten soll. Er hat seine Meinung geäußert, als Wolfgang Brosche, nicht in seiner Eigenschaft als Vertreter der Schwulen. Ich könnte ihn nicht daran hindern, seine Meinung zu vertreten – und habe dies auch nicht vor.

        • Okay, sie ist gegen das Adoptionsrecht von Homos. Und dagegen, dass der Begriff “Ehe” auch für Homo-Paare gelten soll. Aber sonst? Sonst war da doch nichts, oder?

          Oder gibt es irgendwelche eindeutig homophoben Äußerungen von ihr?

          Es ist offensichtlich. dass B.K Homosexualität für eine Perversion hält. Es erfordert keine geniale Auffassungagabe um zu erkennen, dass solche Ansichten dazu dienen, Diskriminierungen rechtfertigen

        • Äh, ich weiß ja nicht, wie Du Dir das vorstellst, aber wir Homos haben kein Treffen abgehalten, bei dem darüber abgestimmt wurde, ob Brosche uns vertreten soll

          Dieses Problem ist ja kein „schwul-spezifisches*. Jeder hat das Recht seine M;einung zu äussern. Dieses Problem hat auch die Männerrechtsbewqegung. Da hängen sich Leute ran, deren primäres Ziel die Verteidîgung des Abendlandes gegen die Massseneinwanderung von Muslimen und der fortschreitenden Islamisierung ist oder was weiss ich noch alles. Das ist die Krux jeder Protestbewegung – im Schlepptau segelt so allerhand mit. Ich solidarisiere mich aber nicht mit denen, nur weil sie sich das gleiche Etikett anheften.

        • @ Peter
          Fassen wir also zusammen: Prinzipiell stimmst Du Brosches Beitrag zu, hälst ihn aber für ein Arschloch, weil er auf Kelle eintritt, die eh schon am Boden liegt, weil eh niemand ihre homophoben Äußerunegn mehr ernst nimmt?

        • Ein merkwürdiges Argument. Ich könnte genau so gut behaupten, alles mit dem Du übereinstimmst, glaubst Du nur deshalb, weil Du es hören willst.

          Das verstehe ich nicht.

          Und könnte ich nicht ebenso gut behaupten, Du stimmst mit Brosche nur deshalb nicht überein, weil er etwas sagt, was Du nicht hören willst

          Ich kann Typen nicht ausstehen, die einem alles Mlögliche unterstellen, und zwar ohne Anlass, Kritisiere mich für das was ich sage. Aber unterstelle mir nicht Dinge, die ich nie gesagt, ja nicht mnal gedacht habe,. Das kann ich nicht leiden, Da werde ich schon mal ein wenig grob im Ton.

        • „Ich mag ihn nicht, weil er Meinungen unterdrücken will.“

          Nun ja, das kann ich nicht beurteilen, aber selbst wenn: das schmälert die Aussage seines Beitrages dennoch nicht.

        • Habe mir den Broschtext mal durchgelesen. Wollte ich eigentlich nich, weil es wir eigentlich Wurst ist, wenn sich eine Feministin 2000 und ein Homoaktivist gegenseitig beharken. 🙂

          Nur wenn der Herr Brosche meint Homosexualität mit Genderforschung und Feminismus zu verknüpfen, liegt er reichlich falsch. Allein, es gibt keine Genderforschung. Wenn er dies aber behauptet, redet er hier jedenfalls „haltlosen Blodsinn“.

    • Ob aber alle diese Fragebögen Kindern bei irgendwas helfen, außer dass sie auf irgendeine Linie gebracht werden, auf der sie eben selbst am besten sooooo cooooole Sache nicht hinterfragen, steht auf einem anderen Blatt!

      Wenn Brosche Kelle vorwirft Angst vor sexueller „Fehlentwicklung“ ihres Kindes zu haben, hat Brosche evtl. Recht, oder auch nicht! Aber Brosche und die Entwickler dieses Metodenschatzes haben Angst vor einer ERGEBNISOFFENEN Diskussion die in dieser Gesellschaft mehr als Wichtig ist! …

      Aus einer Antwort von Leser „Kai“ bei dir.

      Ob Birgitt Kelle nun Frau2000plus ist oder Frau1936, das mag dahingestellt sein – wobei ich eher dazu neige: Für mich Alles und für den Rest die Reste ….

      F

  2. Pick-Up bzw. Evolutionstheoretische Theorien sind gut um feministische bzw. andere Mythen über Frau/Mann bzw. Partnerwerbung zu zerstören.
    Dabei glaube ich aber hat Pick-Up auch wieder neue Mythen geschaffen
    z.B.
    – Schönheit beim Mann ist in der Partnerwerbung nicht wichtig
    – Biologische Einflussfaktoren im Handeln sind zentral, kulturelle vernachlässigbar
    – Überbetonung des ganzen „Nur ein Arschloch bekommt eine Frau“

    • ät Tom:

      Dem würde ich zustimmen. Aber können die Pickup-Trainer sich das leisten, ihren Kunden zum Arschlochsein zu raten? Mh.

      Blöd in dem Zusammenhang finde ich, wenn Männerrechtler radfeministische Thesen einfach umdrehen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, wie sehr Männer doch von ihren Frauen verdroschen und vergewaltigt werden.

      • „Zum Beispiel, wenn es darum geht, wie sehr Männer doch von ihren Frauen verdroschen und vergewaltigt werden.“

        Ich würde mal behaupten wenn es sich dabei um methodologisch einwandfreie Studien handelt, und sie tatsächlich das untersuchen, was sie vorgeben zu untersuchen, dann sehe ich kein Problem mit der Erkenntnis, das Männer auch von Frauen verdroschen werden (können). Das würde ich nicht als Feminismusgetue mit verkehrtem Vorzeichen werten.

        Murray Straus ist ja mit seinen Ergebnissen rund um die symmetrische Verteilung der Gewalt ein Pionier, weswegen er öfters (u.a. von Feministinnen) ziemlich angefeindet wurde. Die Ergebnisse widersprechen eben dem Narativ.

        • Nu, kommt aber. Es mag Männer geben, die von Frauen geschlagen und mißbraucht werden. Sind das aber genau so viele wie andersrum?
          Dem würde schon die Körperkraft entgegen stehen.

          Man kann da thematisieren, ok. Aber Maskulisten würde ich das nicht empfehlen. Riecht zu sehr nach Taktik oder Ausnutzung eines Phänomens. Ganz ähnlich dem Tamtam um die Schlechterbezahlung von Frauen der Gegenseite; was bekanntermaßen überhaupt kein Geschlechterthema ist.

          Was „Rapeculture“-Vorwürfe und grundsätzliche Verdächtigung des Mannes angeht, sieht das schon ganz anders aus.

        • @Axel

          Du machst den gleichen Fehler wie viele bei diesem Thema.

          Es geht darum wer Gewalt verwendet. Und von wem es ausgeht.

          Nicht um den Ausgang eines gewalttätigen Kampfes.

          Darüber hinaus ist der relationale, soziale und emotionale(pschologische) Charakter von Gewaltformen dieser Art auch mit einzubeziehen.

          Beim letzteren, von mir eingeschätzt, sind Frauen weit vorn.

          Die Strauss Studie bezieht sich aber auf physische Gewaltformen. Und hier sieht es tatsächlich symmetrisch von der Anwendung her aus, während das Provozieren eindeutig mehrheitlich zu Lasten der Frauen geht.

          Als Mann hast du nicht viel entgegenzusetzen, wenn eine Frau gewalttätig wird, weil wenn du es tust, rate mal wer verantwortlich gemacht wird. Deshalb lassen viele Mänber, insbesondere Väter sich das gefallen.

          Hier ist nicht nur eine besonders perfide Dynamik am Werk, perfide ist auch wie das feministisch verdreht und zur Dämonisierung benutzt wird oder auch wie es instinktiv wahrgenommen wird (…deine Reaktion zB).

          Noch schlimmer sieht’s bei der Unsichtbarmachung der Gewalt von Müttern gegen ihre Kinder aus.

        • ät Petpanther:

          „Es geht darum wer Gewalt verwendet. Und von wem es ausgeht.“

          Ja, Frauen können schon ganz schon aggressiv sein, vor allem nach langer Beziehungsdauer. 🙂 Nervnerv…

          Allerdings entzieht sich die Aussage der Studie völlig meinem Erfahrungshorizont. OK, fast. Mütter schlagen oder schlugen früher auch gerne mal zu.

          Aber Gewalt gegen den Partner? Müßte dann aber seeehr heimlich geschehen.
          Wie gesagt, noch nie beobachtet.

        • Das mit dem Erfahrungshorizont hängt damit zusammen, dass du viel davon nicht mitbekommst. Nur Frauen rennen damit, gern auch in Fakeopferpose herum.

          Neulich gab’s da einen Fall mit einem Football-Spieler und so einem weiblich gern gewaltätigen Früchten.

          Ist auch auf Youtube irgendwo. Zu sehen ist wie sie heftig auf ihn losgeht und er sich nur ganz kurz, eigentlich zu seinem Schutz, das abwehrt. Endete in einem Knockout. Dabei hat der noch nicht einmal mit voller Intensität zugelangt.

          Riesen Skandal. Und rate mal wie das hingestellt wurde und die Konsequenzen für ihn. Später kam dann raus das die Frau diesen Bär von Mann geradzu täglich malträtiert hat. Physisch aber auch alle anderen Register, die ich erwähnt hatte. Der Typ war ziemlich am Ende.

        • Die Story zeigt om Übrigen auch wie jemand durch eine solche Person unweigerlich in diesen Gewaltzyklus hineingezogen wird.

          Insbesondere, wenn es durch Frauen verübt wird. Es ist wirklich erstaunlich, dass sich das wenige vorstellen können. Es kommt einem paradox vor, dennoch ist das obige Beispiel genau der Klassiker.

        • Auch Erin Pizzey berichtet von der enormen Aggression und Gewalt, die mehrheitlich von den Frauen ausging, die in ihrem erstmalig eingerichteten Shelter Schutz suchten.

          Das bewegte sie dazu auch betroffenen Männern Schutz zu bieten.

          Sie wurde dann von Feministinnen terrorisiert. Seitdem ist das vollständig in dieser Form „gehijackt“.

        • ät Pantherle:

          Mh, ja, als Mann kann man schlecht erzählen, daß die Alte ne Meise hat und prügelt. Zurückschlagen ginge vielleicht physisch, aber juristisch nicht. Im aktuellen Klima der unterdrückten Frau wird das als Steilvorlage genutzt.

          Interessant, oder? Im „Patriarchat“ darf man Frauen nicht schlagen, im Genderland auch nicht. Gleichberechtigung bitte nur, wenn es mir nutzt.

    • „Dabei glaube ich aber hat Pick-Up auch wieder neue Mythen geschaffen
      z.B.“

      Gut möglich, dass manche Sachverhalte vor allem bei teuren „PU-Seminaren“ aus Gründen der Aufmerksamkeitsökonomie stark simplifiziert dargestellt werden.

      „– Schönheit beim Mann ist in der Partnerwerbung nicht wichtig“

      Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und die Augen des weiblichen Betrachters erwarten kein Model, sondern alters- und standesgemäße Gepflegtheit.

      „– Biologische Einflussfaktoren im Handeln sind zentral, kulturelle vernachlässigbar“

      Es ist eine Pyramide: Biologische Faktoren sind das Fundament, auf denen individuelle Anlagen aufsetzen. Darüber dann kulturelle Faktoren (allgemeine und Milieu-spezifische) und darüber dann noch individuelle Prägungen.

      Biologische Trigger funktionieren weltweit, führen allerdings ohne Beachtung der anderen Ebenen nicht sehr weit. Bzw. im worst-case führt ein Fuck close ins Gefängnis…

      „– Überbetonung des ganzen “Nur ein Arschloch bekommt eine Frau”

      Eine plakative Überspitzung des Umstands, dass Selbstbewußtsein in Verbindung mit Autonomie in den Augen der Frauen sexy macht.

  3. via Genderama

    „In China, the man traditionally hands over his entire wage packet each month to the wife, who usually manages the family’s financial affairs.“

    https://ca.news.yahoo.com/chinese-man-forced-to-wear-sign-apologizing-for-not-handing-all-his-wages-to-his-wife-194028808.html

    Über das gesamte Gehalt darf die Ehefrau verfügen. Was für ein Paradies. Da muss Mann ja nur noch die ganze Woche durchmalochen und hat ansonsten keine Sorgen mehr.

    Das ist bestimmt auch ein Beweis dafür das die Menschheit in einem Patriarchat lebt.

    Kennt sich hier jemand mit China aus? Welchen Vorteil hat ein Mann denn von einer Ehe, außer das vielleicht sein genetischer Stammbaum weitergegeben wird? Um in diesem Fall von Liebe zu sprechen, finde ich irgendwie nicht so passend.

  4. Der Staatsfeminismus in Deutschland ist ohne die Grünen kaum denkbar, sowohl personell wie ideologisch. Ein mMn in diesem Zusammenhang sehr interessanter Text ist gerade auf cicero erschienen:

    Warum das Zeitalter der Grünen vorbei ist.
    Von Paul Nolte, 5. Februar 2015
    http://www.cicero.de/berliner-republik/von-wegen-volkspartei-warum-das-zeitalter-der-gruenen-vorbei-ist/58829

    Durch meine Brille gesehen argumentiert Nolte, daß die Leitidee der Grünen darin besteht, nach irgendwie benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen zu suchen, deren Probleme zu verabsolutieren und sich mit einer moralisierenden Haltung als deren Interessenvertreter zu positionieren. Das ganze ist im Kern die verfassungsfeindliche feministische Priviliegientheorie.

    Dummerweise ist die Auswahl der diskriminierten Gruppen, die gerade en vogue sind, ggf. willkürlich und führt zu inneren Widersprüchen (Beispiel: Frauen und Islam). Ein weiterer krasser Widerspruch besteht in der offiziellen Haltung, benachteiligte gesellschaftlichen Gruppen zu unterstützen, und dem faktischen Verhalten der gutbürgerlichen Stammwählerschaft, die nicht daran denkt, ihre Privilegien aufzugeben. Ein Kommentar spricht treffend von Ablaßhandel. Die angebliche „linke“ Haltung der Grünen ist ein Fake.

    Der offizielle Anspruch der Grünen, eine liberale Partei zu sein, ist lächerlich; prägend ist vielmehr der Wunsch nach totaler Kontrolle über Denken und Meinungen vom Kindergarten an. Liberal wäre es, sich für mehr und kontroversere Debatten einzusetzen und für mehr Meinungsfreiheit.

    • Hi man in the middle,
      ich finde die Erstellung einer maskulistischen Leseliste auf deinem Blog eine gute Idee:

      http://maninthmiddle.blogspot.de/p/faq.html#leseliste

      Allerdings finde ich es schon etwas seltsam, dass das erste empfohlene Buch auf einer explizit maskulistischen Leseliste ein Buch von dem männerfeindlichen Autor Steven Pinker ist.

      Zitat Steven Pinker:

      „Die dokumentierten geschlechtsspezifischen Unterschiede betreffen die Psychologie der Fortpflanzung, sie haben keinen ökonomischen oder politischen Stellenwert und sie stellen die Männer an den Pranger, nicht die Frauen. Die Unterschiede schärfen eher den Blick für Inzest, Ausbeutung, Belästigung, Nachspionieren, Misshandlungen, Vergewaltigung (einschließlich der Freundin oder Ehefrau) und Gesetze, die Frauen diskriminieren. Zeigen sie, dass Männer besonders versucht sind, bestimmte Verbrechen an Frauen zu begehen, so lautet die Schlussfolgerung, dass die Abschreckung sicherer und härter sein muss, und nicht, dass die Verbrechen weniger abscheulich sind.“

      (aus: Steven Pinker, Wie das Denken im Kopf entsteht, S. 610)

      Im Klartext: Männer sind stets Täter, Frauen stets Opfer. Männer müssen dafür an den Pranger gestellt werden und stärkeren Repressionen unterworfen werden. Kommt das irgendwie bekannt vor?

      Auch David Buss (der mir persönlich sympathischer ist als der männerfeindliche und antilinke Ideologe Steven Pinker) kann leider nicht gerade als männerfreundlich bezeichnet werden.
      Folgendes Zitat des Wissenschaftsjournalisten Robert Wright, stellte David Buss an den Anfang des 10. Kapitels seines Lehrbuches der Evolutionären Psychologie:

      „Aus evolutionärer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Männlichkeit.“ (David Buss, Evolutionäre Psychologie, S. 367).

      Man nehme dann noch die Väterfeindlichkeit in einigen Passagen von Sarah Blaffer Hrdy und dann sollte es spätestens klar werden, dass eine Analyse und Kritik von Männerfeindlichkeit in der Evolutionären Psychologie schon lange fällig ist.

      • „Aus evolutionärer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Männlichkeit.“

        Das ist so falsch nicht. Ich würde es allerdings anders ausdrücken: der Trigger für Gewalt im evolutionären Sinne dürfte die intrasexuelle Konkurrenz von Männern um Frauen sein.

        Polemisch gesagt: Aus evolutionärer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Heterosexualität. 🙂

        • @Adrian:

          »Polemisch gesagt: Aus evolutionärer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Heterosexualität.«

          Dummerweise ist Heterosexualität auch zugleich die Hauptursache für die Existenz der Primaten (um nicht noch weiter in der Evolution hurückzugehen). Insofern erklärt Deine »Polemik« nichts, da sie alles erklärt. 😀

          • @djadmoros

            Auch ohne Heterosexualität kann es gewalt geben. Bereits die ersten Lebewesen aus relativ wenig Zellen haben meine ich wege gefunden, die Rohstoffe anderer Lebewesen zu verwenden, indem man diesen „Gewalt“ antat.
            Allerdings kommt bei einer Spezies mit sexueller Fortpflanzung, die auf Hierarchien setzt, schnell noch das Signalling dazu und der Statusaufstieg dazu.

        • Man könnte es im Übrigen auch anders interpretieren: Hauptursache für die Gewalt sind Frauen, weil sie weniger Sex zu geben bereit sind, als Männer nachfragen. Das ist natürlich eine extrem verkürzte und politisch unkorrekte Sichtweise. Männer die Schuld zu geben, tut dagegen niemandem weh. Nicht mal den Männern.

        • „Aus evolutionärer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Männlichkeit.“

          Dann müssten ja Pärchen aus zwei Frauen deutlich weniger häusliche Gewalt als Pärchen aus zwei Männern oder gemischte haben.

          • @Nachtschattengewächs

            Selbst wenn das gleich oder gar mehr wäre, würden die meisten Soldaten noch immer männlich sein, die meisten Barschlägereien von Männern geführt werden, übrige Gewaltstraftaten eher von Männern ausgeführt werden etc.

        • Problematisch beim Gewaltbegriff ist auch wer sie instingiert und wer sie exekutiert.

          So nutzen viele Frauen Gewalt per Proxy über Manipulation. Die dann natürlich wirder von Männern ausgeführt wird. Im fälschlich guten Glauben.

          Und das Vorkommen von Gewalt bei Lesbenpärchen ist nun auch nicht gerad unbekannt.

      • „Aus evolutionärer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Männlichkeit.“ (David Buss, Evolutionäre Psychologie, S. 367).

        Die Hauptursache für Gewalt bei jeder Spezies ist der überwältigende evolutionäre Erfolg von Gewalt als Interaktionsmittel mit der Umwelt. Das weiss Buss auch, jedoch müssen auch Evolutionspsychologen darauf schauen, was sie in ihre Bücher schreiben. Gewalt denjenigen Individuen vor die Füsse zu legen, die dazu eher in der Lage sind (i.e. Männern) ist dabei grundsätzlich schon möglich und ist auch rein statistisch beweisbar sein.

        Solange sich Gewalt evolutionär lohnt wird es sie immer geben, unabhängig davon, welche (Teil)-Gruppe sie ausführt.

        • @ toxicvanguard

          Ob die Aussage als männerfeindlich zu beurteilen ist, kann m.E. jeder leicht für sich selbst mit Hilfe der diskursanalytischen Austauschmethode überprüfen.

          Und die radikale Feministin sprach: „Aus feministischer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Männlichkeit.“

          Wer diese Aussage als männerfeindlich einstuft, der sollte die ebenso einseitige und reduktionistische Aussage von Robert Wright in dem Buch von David Buss ebenso beurteilen. Es kann ja wohl nicht angehen, dass das Herstellen einer starken Assoziation zwischen Gewalt und Männlichkeit in einem Fall männerdiskriminierend sein soll und im anderen nicht.

        • @ Leszek

          Evolutionär gesehen wirst du einen Link zwischen Männlichkeit beim Homo Sapiens und Gewalt bzw. Gewaltpotential herstellen können; die ganzen Muskeln waren keine Gratisausstattung, das ist auch genau das, was man erwarten würde. Ob dies reicht um männerfeindliche Aussagen zu tätigen? In meinen Augen nicht.

          Hätte Wright jetzt geschrieben : „Männer neigen evolutionär eher zur Gewalt, da sie den dafür nötigen Körperbau haben“, wäre das deiner Meinung nach gleich zu bewerten wie „Männlichkeit ist der Hauptgrund für Gewalt“?

          Was ich viel interessanter finde sind die unterschiedlichen Schlüsse aus der feministischen Sicht und derjenigen der Evolutionspsychologen. Des weiteren ist „Männlichkeit“ bei Buss und Dworkin sicherlich nicht semantisch identisch.

      • Hi Leszek,

        die Idee einer Leseliste „wichtiger“ Texte geht mir schon lange durch den Kopf, im Moment ist es erst ein Fragment. Entstanden ist es aus einer spontanen Idee heraus, weil ich bestimmte Texte immer wieder zitiert habe und irgendeine zentrale Stelle brauchte, wo kurz der Inhalt zusammengefaßt wird und ggf. in einer Art Rezension angegeben wird, warum das Werk so wichtig ist. Gefühlsmäßig würde ich sagen, daß so eine Leseliste kurz sein, also nur ca. 10 Einträge haben sollte, denn das sollen Leseempfehlungen für Nichtprofis, die nur beschränkt viel Zeit haben, sein.

        Dabei geht es mir um einzelne Texte, nicht um die Autoren und deren Gesamtwerk oder den eventuellen Unsinn, den sie an anderer Stelle verbreitet haben. Den von Dir angegebenen Text von Pinker kenne ich nicht und ich werde ihn sicherlich nicht auf die Leseliste nehmen. Kucklick ist übrigens m.W. auch überzeugter Feminist. Er ist aber eine Art One-Hit-Wonder, nur seine Dissertation und damit direkt zusammenhängende Texte sind bekannt geworden – und haben dem Maskulismus sehr genützt 🙂 -, eventuelle andere unausgegorenen Statements zum Glück für ihn nicht.

        Über die Kriterien für eine Aufnahme in die Liste habe ich nicht endlos nachgedacht. Die Texte sollten wichtig für die maskulistischer Perspektive in der aktuellen Geschlechterdebatte hier in Deutschland (die nicht immer die gleiche ist wie in Nordamerika) und oft gelesen / zitiert worden sein. So ähnlich wie auch der Feminismus seine Schlüsseltexte hat. Erkennbar ist Wichtigkeit daran, daß man sich häufig auf die Ideen in diesen Texten bezieht oder sie sogar formell zitiert.

        Leider kommen viele gute Texte aus Nordamerika. Da ist zum einem das Englisch ein gewisses Hindernis, garvierender ist aber der oft starke Bezug auf die nordamerikanischen Verhältnisse. Die sind oft grundsätzlich anders als bei uns. Bspw. die campus rape-Thematik: Einen Uni-Campus im nordamerikanischen Sinn mit brotherhoods, sisterhoods, dormitories usw. gibt es bei uns ganz einfach nicht. Deswegen sind viele für die USA zentrale maskulistische Bücher für uns nicht besonders relevant bzw. überhaupt verständlich.

    • @mitm

      Ja, die Grünen und ihr „Problem“. Stimmt.

      @Leszek

      „Man nehme dann noch die Väterfeindlichkeit in einigen Passagen von Sarah Blaffer Hrdy und dann sollte es spätestens klar werden, dass eine Analyse und Kritik von Männerfeindlichkeit in der Evolutionären Psychologie schon lange fällig ist.“

      Das ist ein guter Punkt.

      Aber die Kritik an Steven Pinker? Macht er nicht gerade darauf aufmerksam, was da an Denkprozessen falsch läuft und prangert es an?

      • @ Petpanther

        „Aber die Kritik an Steven Pinker? Macht er nicht gerade darauf aufmerksam, was da an Denkprozessen falsch läuft und prangert es an?“

        Er ist als evolutionärer Psychologe natürlich ein Kritiker des Gender-Feminismus, aber ein Gender-Kritiker zu sein, heißt noch längst nicht auch Gleichberechtigung für Männer einzufordern und männliche Diskriminierungen abzulehnen. Das obige männerfeindliche Zitat von ihm könnte auch von einer radikalen (Differenz-)Feministin stammen.

        Auch wenn ich in vielen Aspekten mit Pinker nicht übereinstimme, leugne ich natürlich nicht, dass er auch seine Verdienste als evolutionärer Psychologe besitzt, aber ich wüsste nicht, dass er je etwas für Männerrechte getan hätte.
        Auf einer Leseliste zu Hauptwerken der Evolutionären Psychologie müsste er sicherlich erwähnt werden, aber auf einer maskulistischen Leseliste?

        • @Leszek

          „Auf einer Leseliste zu Hauptwerken der Evolutionären Psychologie müsste er sicherlich erwähnt werden, aber auf einer maskulistischen Leseliste?“

          Auf so eine Liste gehört meiner Meinung nach Pinker auf jede Fälle, weil er einem erklärt, wie der Mensch funktioniert. Das mag einem mitunter nicht gefallen, aber das ändert eben nichts daran, dass es richtig ist.
          Natürlich kann man sich auf sozialkonstruktivistische Weise eine maskulistischere Welt bauen, aber das in der Evolution des Mannes Wettbewerb auch körperlicher Art, Kampf, Ansammlung von Ressourcen und allgemein intrasexuelle Konkurrenz um Status, Ressourcen und Hierarchie eine große Rolle gespielt hat, und Gewalt auch häufig ein Mittel dazu war (und das häufiger als bei Frauen), dass ist schwer zu leugnen oder?
          Es ist natürlich nicht gleichzusetzen damit, dass Männer per se gewalttätig sind. Es besagt auch nicht, dass Frauen die Macht übernehmen sollten. Es ist aber dennoch ein Faktor, den man auch nicht ausblenden kann

        • @ Christian

          „Auf so eine Liste gehört meiner Meinung nach Pinker auf jede Fälle, weil er einem erklärt, wie der Mensch funktioniert.“

          Was m.E. allerdings nicht das entscheidende Kriterium für eine Erwähnung in einer maskulistischen Leseliste sein kann. Ansonsten könnte man ja noch haufenweise Bücher aus den biologischen Verhaltenswissenschaften zu evolutionären Theorien über die Natur des Menschen anführen, auch wenn diese nichts mit dem Thema Männerrechte zu tun haben.

          „Das mag einem mitunter nicht gefallen, aber das ändert eben nichts daran, dass es richtig ist.“

          Erwähnte ich schon einmal, dass es auch in den biologischen Verhaltenswissenschaften, ja selbst unter Vertretern der Evolutionären Psychologie, Unterschiede in den Menschenbildern gibt?

          „Natürlich kann man sich auf sozialkonstruktivistische Weise eine maskulistischere Welt bauen,“

          Ein evolutionär-psychologisch fundiertes männerrechtliches Buch sollte auf einer maskulistischen Leseliste selbstverständlich genauso erscheinen wie ein sozialkonstruktivistisch fundiertes männerrechtliches Buch. Pinker hat aber KEIN männerrechtliches Buch geschrieben und sich zudem männerfeindlich geäußert und darum geht es hier.

          „aber das in der Evolution des Mannes…“

          Das rechtfertigt aber wohl kaum die obigen männerfeindlichen Formulierungen. Man kann nicht Inhalte, die man bei radikalen Feministinnen scharf kritisiert auf einmal großzügig übersehen, nur weil sie diesmal von Evolutionären Psychologen kommen. Der Maskulismus sollte sich gegen jede Männerfeindlichkeit wenden – auch gegen solche im Kontext der Evolutionären Psychologie.

  5. Eine interessante Serie von Interviews (Angry Egalitarian Interview of Unity) mit Ceara McCord über ihr Leben mit dem Feminismus:

    * Before Feminism

    Talking with Ceara McCord about life before becoming a Feminist.

    * Being Feminist

    Talking to Ceara McCord about her life as a Feminists.

    * After Feminism

    Discussion Ceara McCord’s activisim and her being an Anti-Feminist Egalitarian.

  6. Selbst wenn das gleich oder gar mehr wäre, würden die meisten Soldaten noch immer männlich sein, die meisten Barschlägereien von Männern geführt werden, übrige Gewaltstraftaten eher von Männern ausgeführt werden etc.

    Wenn Gewaltbereitschaft primär an Männlichkeit hinge, würde ich trotzdem erwaten dass es sich auch in dem Teilbereich deutlich widerspiegelt.

      • Die würden aber weder bei Frau-Frau noch bei Mann-Mann greifen. Also sollten sich da starke Unterschiede zeigen.

        Zu,imdest nach dem hier scheinen die Tabus aber keine all zu starke Wirkung zu zeigen.


        The lifetime prevalence of severe
        physical violence by an intimate
        partner (e.g., hit with fist or
        something hard, slammed against
        something, or beaten) was:
        For women

        Lesbian – 29.4%

        Bisexual – 49.3%

        Heterosexual – 23.6%

        For men
        :

        Gay – 16.4%

        Bisexual – numbers too small to report

        Heterosexual – 13.9%

        Warum die Bi-Frauen so oft gehauen werden, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Aber

        Most bisexual and heterosexual
        women (89.5% and 98.7%,
        respectively) reported having
        only male perpetrators of
        intimate partner violence.
        Two-thirds of lesbian women
        (67.4%) reported having only
        female perpetrators of intimate
        partner violence.

        The majority of bisexual men
        (78.5%) and most heterosexual
        men (99.5%) reported having
        only female perpetrators of
        intimate partner violence. Most
        gay men (90.7%) reported having
        only male perpetrators
        of intimate partner violence.

        Dabei sind Stalking und Vergewaltigung allerdings mit drin.

        Der Unterschied im Gehauenwerden zwischen den Heterofrauen und den lesbischen Frauen bzw. zwischen den Heteromännern und den schwulen Männern scheint nicht so gravierend zu sein, trotz des Tabus.

        Es wäre sicher interessant da detailliertere Studien zu sehen, aber bis jetzt bin ich da lieber vorsichtig mit den stark gewaltbereiteren Männern.

        • @Nachtschattengewächs

          Das unterstreicht doch eigentlich die Gültigkeit der schon älteren Studie von Strauss & Co.

          Es gibt stark gewaltbereite Männer. Derzeit wieder zu sehen in Ukraine, ISIS etc.

          Niemand scheint aber tatsächlich daran interessiert zu sein woher das eigentlich kommt. Stattdessen hört man modisch zeitgenössische Deflektions- und Dämonisierungsnarrative. Stichwort „toxic maskulinity“. Eine dumme Verhetzung.

          Meine Vermutung ist, dass es etwas mit gynozentrischer Sozialisation und aufgestülpter Identität zu tun hat. Extrem tabuisiert. Aber das bin ja nur ich.

        • „Niemand scheint aber tatsächlich daran interessiert zu sein woher das eigentlich kommt.“

          Nun, ein biologischer Anteil ist wohl unstrittig, zumindest m. E. Eine Mehrzahl der männlichen Säugetiere zeigt größere Aggressivität als die Weibchen.

          Auch sehe ich durchaus eine Verbindung zwischen Kreativität und Aggressivität/Destruktivität. Dass der Mann kreativer und schöpferischer ist als die Frau, hat auch die westliche Gesellschaft noch nicht widerlegt.

  7. Unter einem FAZ-Artikel zu den Geburtenraten in DE hab ich diesen goldigen Kommentar gefunden:

    Keine Achtung für Frauen

    „In Westdeutschland orientiert man sich immer noch an der Frauenpolitik des Dritten Reiches und der katholischen Kirche. Dieses Frauenbild haben aber die meisten Frauen satt. Wenn man sich die Leserbriefe in dieser Zeitung so anschaut, sehnen sich immer noch viele Männer von einer von ihnen finanziell abhängigen Frau, mit der nach sie Belieben verfahren können. Wenn man sich die Filme und das Fernsehen der Bundesrepublik und das dort verfilmte Frauenbild betrachtet, muss man sich doch nicht wundern, wenn die Frauen sich das nicht mehr antun wollten. Wenn man außerdem sieht, wie Frauen in Firmen bis vor kurzen behandelt wurden und wie viel mittelmäßige Männer befördert wurden, muss man sich auch nicht wundern, dass so wenig Kinder geboren wurden. Viele Frauen haben keine Chance gehabt ein Kind zu haben ohne sich in die völlige Abhängigkeit von Männern zu begeben. In der Generation zuvor gab es genug abschreckende Beispiele. Für Männer wohl nicht.“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/familie/demographische-ost-west-unterschiede-bleiben-13405391.html

  8. First Person Lover: Küsse statt Schüsse

    „In einer von Hass regierten Welt muss der Spieler, ausgestattet mit Liebesbogen und Kuss-Pistole, seine Gegner per Liebesbeschuss von ihren langweiligen Einheitsklamotten befreien, also entkleiden. “

    [..]

    „“The Verge“ stellt das an sich harmlose Spiel in einen größeren Zusammenhang, weißt auf die Debatte um Gewalt und Sexismus in Computerspielen hin, die im vergangenen Jahr unter dem Stichwort Gamergate ablief. Selbst diese Auseinandersetzung sei nur eine Neuauflage der alten Sichtweise, Ballerspiele seien „männlich“, einfache Gelegenheitsspiele dagegen typisch „weiblich“. “

    http://www.spiegel.de/netzwelt/games/first-person-lover-kuesse-statt-schuesse-a-1017021.html

    • interessanter Bericht:

      Die gute Nachricht zuerst: Mit der reduzierten Empfindlichkeit dauerten die Spiele oft länger. Aber das war es dann auch schon. Mit meiner Vorhaut war auch das überschäumende, sprudelnde Gefühl beim Orgasmus verschwunden.
      Leitungswasser statt Springbrunnen
      Die physischen Wahrnehmungen beim Sex wandelten sich, sie wurden lokaler. Es ist schwer zu erklären – als ob nicht mehr mein ganzer Körper im Spiel, eine große Freude verschwunden war. Leitungswasser statt Springbrunnen. Aber das ist noch nicht alles. Weil die Eichel nun ungeschützt war und ich weniger reizbar, war der sanfte, langsame Sex von da an Geschichte.
      Vor der Operation konnten meine Partnerin und ich ganz still liegen. Ich konnte sie, in ihr, fühlen – wir konnten uns küssen und gegenseitig streicheln und ganz langsam einen Orgasmus erreichen, der dann wirklich überall war. Das war vorbei.
      Kürzlich entdeckte ich, dass es auf Deutsch das Wort „Stoßtechnik“ gibt – und es war genau das, was ich jetzt lernen musste. Härteres und schnelleres Stoßen war erforderlich, wenn ich etwas davon haben wollte.
      Die sensible Leichtigkeit war verschwunden
      Aber am größten war der Unterschied, wenn Miriam auf eine Reise südlich des Äquators ging. Da fehlten plötzlich einige – viele – Empfindungen. Die sensible Leichtigkeit war verschwunden – und kam nie zurück. Schlimmer wurde es, als mit Aids die Kondome kamen. Ein Utensil, das die Empfindlichkeit weiter reduziert. Noch ein Grund, warum ich die 1980er Jahre nicht vermisse.

      • Hier noch der erste Kommentator direkt unter dem Artikel, dem ähnliches passiert ist. Grausam das zu lesen:

        Aber wieso so viel? Medizinisch war das nicht notwenig. Ich habe weniger Libido, ich verursache Schmerzen Frauen, ich fühle mich wie ein Apparat, wie so ein Porno Apparat. Es ist eklig, grauenhaft, abstoßend. Es ist ein mechanischer Akt. Es ist nicht so, das jetzt weniger da ist und das Gefühl das gleiche, das denkt man irgendwie vorher.

        Es ist wie eine Infibulation. Die Beschneidung der Frau, ihrer klitoris. Es ist eine Verstümmelung, das Äquivalent zur Klitoris soll glaube ich die Eichel sein, aber dem Mann gebührt die Anerkennung, das vor allem in der Eichel die Gefühle sitzen.

        Der Autor hat das sehr gut erläutert, als ganzes fühlt man sich, es ist schwer zu beschreiben, man kann es erst verstehen wenn sie weg ist, man kann das auch nicht in seinem Kopf aufleben lassen und rekapitulieren, es ist weg. Ich fühle auch nicht, wenn ich der Frau Schmerzen bereite.

        Also liebe Leute, wenn jemand an diese Op denkt: ich habe mir an sich vorgenommen nie wieder Sex zu haben. Es ist einfach weg, vorbei. Es heißt man kann auch damit lernen Freude zu empfinden aber das ist eine Lüge. Ich will weder mir noch einer Frau solche Gefühle zumuten,

        ich habe dieses Gefühl das es falsch ist so lange aufgeschoben und vor mich her und jetzt wo ich das lese ist es raus. Es ist falsch. Mir fällt ein Stein vom herzen. Es ist nicht normal, es ist nicht gut, danach geht es nicht gut weiter.

    • Das ist auch erschreckend:

      http://kurier.at/politik/weltchronik/maedchenklasse-in-schweden-genitalverstuemmelt-28-der-30-maedchen-der-krassesten-form-ausgesetzt/71.207.399

      28 von 30 Mädchen in schwedischer Schulklasse pharaonisch beschnitten?? (wie kommt es denn überhaupt zu so einer Zusammensetzung?)

      Gleichzeitig auch interessant zu sehen, wie hart der Gesetzgeber da durchgreifen kann. Zumindest wenn die Praxis Mädchen betrifft und nicht aus Israel, USA oder der Türkei, sondern Somalia stammt:

      Eltern von Kindern mit einschlägigem Einwandererhintergrund sollen ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass sie eine bis zu zehnjährige Gefängnisstrafe riskieren, wenn sie ihre Töchter in den jeweiligen Herkunftsländern einem derartigen Eingriff unterziehen lassen.
      (..)
      In Österreich gibt es bereits eine Reihe von gesetzlichen Regelungen zur Bekämpfung von weiblicher Beschneidung: FGM oder die Zustimmung dazu ist in Österreich seit 2001 per Gesetz verboten. Der Artikel 90 im Strafgesetzbuch ist seit 2012 auch extraterritorial anwendbar, um die im Ausland stattgefundene Beschneidung von Mädchen und Frauen strafrechtlich zu verfolgen.

      Für in Gesundheitsberufen Beschäftigte in Österreich ist laut EIGE eine Meldung an die Behörden gesetzlich vorgeschrieben, wenn der Verdacht auf Genitalverstümmelung besteht. Das Nicht-Melden zog allerdings bisher keine strafrechtlichen Folgen nach sich.

      Bei Asylanträgen wird eine potenzielle Bedrohung durch FGM berücksichtigt: Einer von der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung stopFGM zitierten EU-Studie zufolge wurde bereits rund 20 Frauen wegen der Gefahr beschnitten zu werden in Österreich Asyl gewährt. Die Anträge von mindestens vier Frauen, die bereits beschnitten sind, wurden angenommen.

  9. Lesenswert

    Sexuelle Gewalt
    Es gibt keinen Skandal

    Unser Sexualstrafrecht ist bereits von einer kaum zu überbietenden Dichte, Schärfe und Kompliziertheit. Wir sollten es endlich einmal in Ruhe lassen. Die Rechtskolumne von Thomas Fischer
    10. Februar 2015 16:21 Uhr
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/sexuelle-gewalt-sexualstrafrecht-schutzluecke

    Ist Fortsetzung von:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/sexuelle-gewalt-sexualstrafrecht

  10. Urteil macht Frauen zu Freiwild! Arbeitsrichter geben Grapschern einen Freifahrtschein! Zumindest nach Meinung von Tina Groll:

    Sexuelle Belästigung
    Grapscher-Urteil schützt die Täter

    Das Arbeitsgericht hebt die Kündigung eines Busengrapschers auf, weil er an seinem Arbeitsplatz nur einmal sexuell belästigt hat. Das Urteil macht Frauen zu Freiwild. Ein Kommentar von Tina Groll
    http://www.zeit.de/karriere/2015-02/sexuelle-belaestigung-kuendigungsgrund-kommentar

    Keine Strafe kann hier streng genug sein! Lebenslängliche Einzelhaft wäre eigentlich das Mindeste für solche Fälle!!11

    • Einzelhaft nicht, aber ich hätte keine Lust, mit so einem „Kollegen“ weiter zu arbeiten.
      Bei Erwachsenen und am Arbeitsplatz finde ich das schon ziemlich ungut und auch ein komisches Signal.
      Außerdem hat er sich erst entschuldigt nachdem er gefeuert worden war. Wieso nicht direkt nach der Tat? Klingt nicht nach Einsicht.

      • Viellecht hat sie ja auch „angefüttert“ … und er war dann so blöd.

        Gehört js seit jeher zum Hinterpfotzigkeitsrepertoire von Frauen mit snschliessender Unschuldsmiene etc.

        So räumt frau heute u.a. Konkurrenten aus dem Weg. Nein, eigentlich u.a. so auch schon immer.

        Sie sind ja immer so ehrlich, nicht? Und wir sollen ja immer und ohne Ausnahme glauben was sie so sagen und suggerieren. Unfehlbare Menschen ohne Fehler und so, nicht?

        Und wenn wir die Verarsche nicht abkaufen sind wir ganz, ganz böse Misogynisten. Weil wir das nicht respektieren.

        Selbst Kinder verhalten sich nicht vom Grad her derart blöd und menschlich bösartig.

        • @petpanther

          „Viellecht hat sie ja auch “angefüttert” … und er war dann so blöd.“

          Eine reine Vermutung ohne Grundlage, die dann mit der allgemeinen Schlechtigkeit der Frau begründet wird, die gleichzeitig auch die Vermutung belegt und aus dem allen wird dann wieder die Forderung hergeleitet, dass man Frauen auch als schlechte Menschen behandeln sollte.

          Das ist auf dem Niveau von „vielleicht hat er sie auch vergewaltigt, so machen das Männer heute, wenn sie Frauen unterdrücken. Wir wollen das ja nicht glauben, aber man sollte sich nicht verarschen lassen, nur damit man nicht als männerfeindlich gilt“

          Und das wäre schlichter Männerhass. Was deine Aussage eben auch zu schlichten Frauenhass macht

        • Richtig, die Putzfrau hat den Automechaniker in eine böse Falle gelockt, um ihren evil masterplan durchzuführen.
          Weil er ihr Konkurrent war.

          Ich hielte die Kündigung auch für legitim, sogar für ein sehr gutes Zeichen, Putzfrauen stehen in der Hackordnung ziemlich weit unten, das hätte ein Signal gesetzt, dass die eben kein Freiwild sind.

        • Ich glaube, manche stellen sich irgendwie „blind“, wenn es um Männer geht, genau wie es das umgekehrt auch gibt.
          Ich finde, insbesondere am Arbeitsplatz haben solche Sachen nichts zu suchen.
          Besonders nicht, wenn man bedenkt, dass man sogar gefeuert wird, wenn man Pfandflaschen aus dem Müll fischt und mitnimmt.

        • @Maren:
          Ich hielte die Kündigung auch für legitim, sogar für ein sehr gutes Zeichen, Putzfrauen stehen in der Hackordnung ziemlich weit unten, das hätte ein Signal gesetzt, dass die eben kein Freiwild sind.

          Als ganz großartige Gewerkschafterin meinst du also offenbar, dass auch das zivil- bzw. Arbeitsrecht der moralischen Erziehung des Volkskörpers zu dienen habe. Es sei vollkommen legitim, hier ein Exempel zu statuieren. Was aber auch nicht weiter verwundert, Feministinnen haben ja nicht selten einen starken Hang zu einer solchen fundamental menschenrechtswidrigen Auffassung von „Recht“. Da kann man doch ganz ruhigen Gewissens das Zivilrecht als Sittenstrafrecht vergewaltigen.

          Das nennt man auch Remoralisierung des Rechtes, oder: Back to the 1950’s. Weg mit einer der wenigen zentralen Errungenschaften der Spezialdemokratie, der Entmoralisierung des Strafrechtes in den 1970ern nämlich. Hin zur Spezialdemokratie als neue Adenauer-Partei!

          Frau M. nahm seine Entschuldigung an und versicherte, die Angelegenheit sei damit für sie erledigt.

          http://www.bag-urteil.com/20-11-2014-2-azr-651-13/

          Wer meint, als Putzfrau „Freiwild“ zu sein, soll sich doch Amtsbetreuer zuweisen lassen.

        • @Atacama:

          Ich finde, insbesondere am Arbeitsplatz haben solche Sachen nichts zu suchen.

          Das steht nirgendwo zur Debatte.

          Besonders nicht, wenn man bedenkt, dass man sogar gefeuert wird, wenn man Pfandflaschen aus dem Müll fischt und mitnimmt.

          Bitte den Verfahrensgang beachten. Es hat kein einziges Gericht diese Kündigung bestätigt.

        • @Nick
          Gehts wieder?

          Es ging mir um folgendes: Ich finde es gut dass der AG tatsächlich Konsequenzen folgen lässt, trotzdem es sich um eine externe Putzfrau handelt. Das machen beileibe nicht alle, wie gesagt, die stehen in der Hackordnung ganz weit unten.
          Auch der AG der Putzfrau scheint da ein Verantwortungsgefühl ggü. seiner MA zu besitzen, da habe ich schon ganz andere Sachen gehört/erlebt.

          Wie dann die Konsequenzen aussehen ist natürlich debattierbar, eine Abmahnung wäre sicherlich erstmal das Richtige gewesen.

        • Nein kein Frauenhass. So etwas ist Realität. Und es findet gar nicht so selten statt.

          Frauen sind keine fehlerlosen Menschen. Und manche haben auch schlechte Charaktere.

          Und diese Gruppe wird bei Konsequenzlosigkeit odet Verdrängung ihres tatsächlichen Verhaltens natürlich grösser.

          Genau das findet statt.

          Ich weiss ja das man das, wie auch du, gern wegrationalisieren würde.

          Ich brauch nur auf den Feminismus zu schauen mit seiner Conartistry und haltlosen Dämonisierungen. Oder auf Kindeshintertreiberinnen. Oder … etc. etc.

          Diese Misogynismus odet Frauenhasd Nummer zieht nicht mehr so einfach und ist auch nicht mehr angebracht.

        • @Christian

          Ja. Aber mich nervt, dss eben die andere Seite permanent ausgeblendet wird. Und es wird tatsächlich kräftig gelogen. Sobald es jemand mit Nachdruck benennt kommt eine Reaktion wie du sie zeigst.

          Und nimmst due grösst mögliche Keule mit dem Selbstverständnis, dass du ganz rational seist. Du liegst falsch in deinen Annahmen.

        • … und ich habe das Beispiel des #questionsformen gebracht um die geasdierende Charscterschwäche bei doch offrnbar nivht ganz so wenugen Frauen zu verdeutlichen.

          Es ist ja mittlerweile konstant so und man kommt nicht mehr wirklich, auch bei allen Wegrationalusierungsversuchen daran vorbei, das da etwas in dieser Art ist.

          Konsequenzlosigkeit bei gleichzeitigen narzisstischen Implusen führt genau in diese Richtung. Das kann man auch bei Kindern beobachten.

          Und das ist zum Massenphänomen bei Frauen geworden (?) Wenn Männern jegliche Verantwortung für ihr Handeln erspart wird würden sie sich ähnlich charakterschwach entwickeln. Das ist menschlich wohl leider so.

        • @ petpanther

          „Und das ist zum Massenphänomen bei Frauen geworden (?)“

          Da muss ich widersprechen. Es ist ein im Web zu beobachtendes Phänomen einer kleinen Gruppe Frauen eines bestimmten Milieus und scheint (in der Blase Web) daher vielleicht als Massenphänomen. Ist aber keines.

          Im übrigen wird m.E. der oftmals tatsächlich liebevoll-nachsichtige (Sexualisierung + Kindchenschema) Blick des Mannes auf „die Frau“ durch viel strengere Verhaltensregeln und Gruppenzwänge innerhalb der jeweiligen intraweiblichen Peers ausgeglichen. Von Konsequenzlosigkeit jeglichen Verhaltens kann da keine Rede sein.

          Nicht vergessen, die sozialen Hauptbezugspunkte von Frauen sind andere Frauen. Männer sind da aussen vor (und sicher nicht zuletzt aus diesem Grund auch gute Projektionsflächen für diese Frauen)

      • @Maren:
        Es ging mir um folgendes: Ich finde es gut dass der AG tatsächlich Konsequenzen folgen lässt, trotzdem es sich um eine externe Putzfrau handelt.

        Es ging dir darum, dass nicht auf den Einzelfall bezogene Erwägungungen, sondern gesellschaftlich-moralische Erwägungen („ein Signal setzen“) hier leitend sein sollten. Das ist schon im Strafrecht menschenrechtswidrig (nulla ponem sin culpa) und hat erst recht im Zivilrecht nichts zu suchen.
        :

        @Adrian:
        Was ist Deiner Meinung nach denn die Funktion von Recht?

        Jedenfalls bestimmt nicht Exempel statuieren.

        • Eine gewisse Erziehungsabsicht ist aber wohl kaum abzustreiten, oder?

          Nein, eine solche Erziehungsabsicht hat in einem Rechtsstaat nichts verloren. Keine Ahnung, warum das nicht aus den Köpfen heraus will.

          Wenn man jemand zu dem Zwecke bestrafen würde, die „Allgemeinheit zu Erziehen“, „ein Signal zu setzen“ oder „ein Exempel zu statuieren“, dann verließe diese Strafe regelmäßig die menschenrechtlich zwingende Orientiertung an der individuellen Schuld des Bestraften.

          • @Nick

            „Nein, eine solche Erziehungsabsicht hat in einem Rechtsstaat nichts verloren“

            Etwas ausschließlich. Die Strafzwecktheorien kennen natürlich auch die „erziehung“
            http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Strafzwecktheorie&redirect=no
            Generalprävention und Spezialprävention sind ja nichts anderes.
            Im Zivilrecht haben steigende Ordnungsgelder bei Unterlassungsklagen natürlich einen Erziehungsgedanken.
            Und auch beim Schmerzensgeld an sich kann durchaus Erziehung als Gedanke mit hineinspielen

            Im amerikanischen haben die Punitiv Damages genau diese Funktion

            Im Arbeitsrecht steht das sicherlich nicht im Vordergrund. Aber eine abschreckende Wirkung für andere Mitarbeiter, solches Verhalten zu unterlassen, ist ja nicht vollkommen auszublenden. Allerdings ist übertriebene Erziehunsabsicht, die über Gebühr bestraft, um andere abzuschrecken, in der Tat dort fehl am Platz. Es sollte schon noch einen Bezug zur Tat und den individuellen umständen geben

        • Gut, aber dann frage ich nochmal: welche Funktion hat Recht dann?

          Die Frage ist zu umfassend, da kann man ganze Bücher zu den einzelnen Rechtsgebieten schreiben.

          Jedenfalls hat das Arbeitsrecht sicher nicht die Funktion, Fehlverhalten der Arbeitnehmer zu bestrafen. Dafür ist das Strafrecht zuständig. Alles Andere würde dem AG ein regelrechtes Bestrafungsrecht einräumen.

          Es war hier ausschließlich zu prüfen, ob der Vertragsverstoß des AN eine Weiterführung des Arbeitsverhältnisses für den AG unzumutbar gemacht hat.

        • @Christion:
          Etwas ausschließlich. Die Strafzwecktheorien kennen natürlich auch die “erziehung”

          In Anführungszeichen, weil es eher nicht um Erziehung geht, sondern um das Prinzip „Rechtswidriges Verhalten„->“Schuld“->“Strafe“

          Wenn Maren schreibt:

          Ich hielte die Kündigung auch für legitim, sogar für ein sehr gutes Zeichen, Putzfrauen stehen in der Hackordnung ziemlich weit unten, das hätte ein Signal gesetzt, dass die eben kein Freiwild sind.

          ..dann geht es eben nicht mehr um konkretes Verhalten von Individuen, sondern um (angebliche) Mentalitäten, zu deren Bekämpfung ein „Signal gesetzt“ werde. Damit hat man das Schuldprinzip und damit einen zentralen Kern der Menschenrechte vollumfänglich verlassen.

          Das ist besonders ärgerlich, weil diese Talibanisierung des Rechtes sich wie ein roter Faden durch den feministischen Diskurs zieht: Das Recht soll sich nicht mehr auf konkret qualifizierbares Verhalten von Individuen beziehen, sondern für Mentalitäts- bzw. Moralvorstellungen instrumentalisiert werden. So war insbesondere das Sexualstrafrecht der 1950er angelegt, und dort soll es auch wieder hingehen. Die Remoralisierung des Rechtes, eben.

          Generalprävention und Spezialprävention sind ja nichts anderes.

          Die Spezialprävention schützt die Gesellschaft vor einzelnen Tätern. Von Volkserziehung kann da keine Rede sein.

          Die Generalprävention soll potenzielle Täter von der Begehung von Straftaten abschrecken. Auch hier ist nicht die Mentalität des Volkes das Ziel. Die Generalprävention stößt regelmäßig dort an menschenrechtliche Grenzen, wo sie anstelle der konkreten individuellen Schuld zur Richtschnur der Strafe wird.

          Im Zivilrecht haben steigende Ordnungsgelder bei Unterlassungsklagen natürlich einen Erziehungsgedanken.

          Sehe ich nicht so, es geht dabei primär um die Erzwingung eines konkreten, genau qualifizierten Verhaltens eines Individuums. „Erziehungssubjekt“ ist damit nicht „das Volk“. Das Individuum wird auch eher gezwunden als „Erzogen“.

          • @Nick

            „Das ist besonders ärgerlich, weil diese Talibanisierung des Rechtes sich wie ein roter Faden durch den feministischen Diskurs zieht: Das Recht soll sich nicht mehr auf konkret qualifizierbares Verhalten von Individuen beziehen, sondern für Mentalitäts- bzw. Moralvorstellungen instrumentalisiert werden. So war insbesondere das Sexualstrafrecht der 1950er angelegt, und dort soll es auch wieder hingehen. Die Remoralisierung des Rechtes, eben.“

            Da bin ich bei dir: In einer Philosophie, in der alles durch gesellschaftliche Regeln gesteuert wird, MUSS die Kontrolle über die gesellschaftlichen Regeln oberstes Gebot sein.

            „Die Generalprävention soll potenzielle Täter von der Begehung von Straftaten abschrecken. Auch hier ist nicht die Mentalität des Volkes das Ziel“

            Das ist ja ein marginaler unterschied. Es hängt nur von der Definition von „potentzieller“ ab. In einer Gesellschaft ohne Regeln, also auch ohne Prävention verändert sich dieser Kreis natürlich.

            „Die Generalprävention stößt regelmäßig dort an menschenrechtliche Grenzen, wo sie anstelle der konkreten individuellen Schuld zur Richtschnur der Strafe wird.“

            Jein. Wir können es uns heute dank eines sehr effizienten Staates erlauben, die Prävention zurückzufahren. Im Mittelalter hat man noch auf öffentliche Hinrichtungen und grausame Strafen mit Symbolcharakter setzen müssen, weil der Staat weit weniger effektiv war. HEUTE würde man das als ungerecht ansehen. Allerdings eben auch, weil wir ganz andere Grundlagen haben. Wie können es uns heute erlauben weit weniger auf Abschreckung zu setzen, weil unsere Gesellschaft eine andere ist.

            „Sehe ich nicht so, es geht dabei primär um die Erzwingung eines konkreten, genau qualifizierten Verhaltens eines Individuums. “Erziehungssubjekt” ist damit nicht “das Volk”. Das Individuum wird auch eher gezwunden als “Erzogen”.“

            Das sind ja fließende Übergänge. Das Wissen, dass er damit nicht durchkommt, erzieht eben auch zu einem anderen Verhalten.

        • Sag doch einfach, dass Du es auch nicht weißt 🙂

          A: „Autos sind nicht dafür da, um die Straße zu blockieren“
          B: „Was ist denn bitte sonst die Funktion von Autos?“
          A: „WTF?“

        • @Christian:
          Jein. Wir können es uns heute dank eines sehr effizienten Staates erlauben, die Prävention zurückzufahren.

          Nein, es geht um menschenrechtliche Erwägungen. Strafen, die sich an dem Zweck „Prävention“ oder „ein Signal setzen“ orientieren sind nicht rechtsstaatlich:

          Abschreckungstheorie

          rechtsphilosophische Begründung des Strafzwecks, hat in 2 Formen ihren Ausdruck gefunden: Generalprävention, Spezialprävention. Rechtsprechung und herrschende Meinung vertraten die Ansicht, dass bei der Strafzumessung neben der persönlichen Schuld des Täters (Schuldstrafrecht) auch spezial- und generalpräventive Überlegungen berücksichtigt werden dürfen, d. h. die Höhe der Strafe Täter oder die Allgemeinheit von der Begehung weiterer Straftaten abschrecken. Nach §§ 13, 14 StGB darf der Abschreckungsgrundsatz nur noch sehr eingeschränkt verwertet werden (Strafzumessung, Strafrechtstheorien).

          http://www.rechtslexikon.net/d/abschreckungstheorie/abschreckungstheorie.htm

          • @nick

            „Nein, es geht um menschenrechtliche Erwägungen.“

            Es ist sicherlich eine unpopuläre Meinung, aber ich glaube nicht, dass man Menschenrechte vollkommen abstrakt sehen kann, also unabhängig von der Zeit.

            Hier sind denke ich eher spieltheoretische Überlegnungen zielführend:
            Ohne Fernsehen, Zeitungen, Rundfunk oder andere Möglichkeiten, Nachrichten einfach zu verbreiten, wird es eben interessant jemanden in ein Rad zu flechten oder an ein Kreuz zu nageln und ihn über ein paar Tage sterben zu lassen. Ebenso wird es interessant, Leute öffentlich zu hängen.
            Und bei einem schlechten Lebenstil und allgemeiner Not zu überleben (ohne Sozialsystem) ist eben ein Gefängnis nach heutigen Standards keine Strafe, sondern eher eine Verbesserung.
            Vieles ist da relativ. Was nicht bedeutet, dass wir heute die Menschenrechte reduzieren sollten

        • *Wenn Maren schreibt:

          Ich hielte die Kündigung auch für legitim, sogar für ein sehr gutes Zeichen, Putzfrauen stehen in der Hackordnung ziemlich weit unten, das hätte ein Signal gesetzt, dass die eben kein Freiwild sind.

          ..dann geht es eben nicht mehr um konkretes Verhalten von Individuen, sondern um (angebliche) Mentalitäten, zu deren Bekämpfung ein “Signal gesetzt” werde.*

          Quatsch. Es geht um das konkrete Verhalten, nicht um Mentalitäten. Nämlich dass eine sexuelle Belästigung genau das bleibt, auch wenn es nur die externe Putzfrau ist und dass es ein ahnbares (wait for it….) Verhalten ist, was dieser MA gezeigt hat.

          • @maren

            „Quatsch. Es geht um das konkrete Verhalten, nicht um Mentalitäten. Nämlich dass eine sexuelle Belästigung genau das bleibt, auch wenn es nur die externe Putzfrau ist und dass es ein ahnbares (wait for it….) Verhalten ist, was dieser MA gezeigt hat.“

            Es geht hier doch recht eindeutig um die FOLGEN von Verhalten. Nämlich ob man jemanden deswegen kündigen kann oder nicht. Wenn man die Kündigung damit begründet, dass man andere abschrecken will oder das so etwas zum Schutz von Frauen an sich nicht hingenommen werden kann, dann geht es um Mentalitäten.

        • Es geht um das konkrete Verhalten, nicht um Mentalitäten.

          Es ist doch ganz einfach: Wenn ein „Signal setzen“ ein legitimes Ziel bei der Behandlung diese Falles sein soll, dann geht es wohl ganz klar _nicht mehr_ um individuelle Schuld.

          Was ein klarer Widerspruch zur Menschenwürde ist, denn dann wird der AN zum bloßen Objekt degradiert.

          Die Objektformel „füllt den Begriff der Menschenwürde von der Verletzung her mit Inhalt.“[1] Diese werde verletzt, „wenn der konkrete Mensch zum Objekt, zu einem bloßen Mittel, zur vertretbaren Größe herabgewürdigt wird.“[2] Anders formuliert schütze Art. 1 Abs. 1 GG den Menschen davor, „dass er durch den Staat oder durch seine Mitbürger als bloßes Objekt, das unter vollständiger Verfügung eines anderen Menschen steht, als Nummer eines Kollektivs, als Rädchen im Räderwerk behandelt und dass ihm damit jede eigene geistig-moralische oder gar physische Existenz genommen wird.“[3]

          http://de.wikipedia.org/wiki/Objektformel

        • Es ist sicherlich eine unpopuläre Meinung, aber ich glaube nicht, dass man Menschenrechte vollkommen abstrakt sehen kann, also unabhängig von der Zeit.

          Es geht hier letzlich um die Menschenwürde, die nun mal der zentrale Kern unserer Verfassung ist.

          • @nick

            Menschenwürde ist erst einmal ein Begriff. Natürlich hätte ein Naziverfassungsgericht auch sagen können, dass sie die Würde der Menschen schützen, indem sie eine Vermischung unwürdiger Gene mit würdigen verhindern („es ist geradezu die Pflicht des Staates hier zum Schutz der Menschenwürde einzuschreiten“) oder indem sie ein „Antasten“ der Menschenwürde verhindern, indem sie vorbeugend die verbrecherischen Juden entfernen.

            Was Menschenwürde ist, ist immer auszufüllen.

            Momentan definiert das BVerfG:

            Es ist damit jener Wert- und Achtungsanspruch gemeint, der dem Menschen kraft seines Menschseins zukommt, unabhängig von seinen Eigenschaften, seinem körperlichen oder geistigen Zustand, seinen Leistungen oder seinem sozialen Status. D

            Man müsste dann eben anders Definieren.

        • Und mal nebenbei Nick, wie kommt es eigentlich, dass du Adrian, der ja auch der Meinung ist, dass die Kündigung sein müsste, nicht so hinterhersteigst?

          Bei Adrian sind es nur gelegentliche antihumanistische Aussetzer, wohingegen deine Denke sich allzu oft (unreflektiert?) in einem weitverbreitetem antihumanistischem Diskurs einreiht.

        • @ Nick
          Autos sind in der Tat nicht dafür da, um Strassen zu blockieren. Recht ist aber m. E. aber durchaus ein Mittel zur Erziehung. Die Gesellschaft/der Staat teilt dadurch mit, dass sie/es bestimmte Handlungsweisen missbilligt.

        • @Christian:
          Menschenwürde ist erst einmal ein Begriff. Natürlich hätte ein Naziverfassungsgericht auch sagen können, dass sie die Würde der Menschen schützen, indem sie eine Vermischung unwürdiger Gene mit würdigen verhindern

          Das pervertierte aber den Begriff der Menschenwürde vollkommen.

          Menschenwürde ist ein Begriff, der in der deutschsprachigen Rechtsphilosophie und Rechtstheorie für bestimmte Grundrechte und Rechtsansprüche des Menschen steht (dies ist von der umgangssprachlichen Bedeutung des Begriffes Würde zu unterscheiden). Im modernen Sinne versteht man darunter, dass alle Menschen unabhängig von allen ihren Unterscheidungsmerkmalen wie Herkunft, Geschlecht, Alter oder Zustand denselben Wert haben, und dass dieser Wert über dem aller anderen Lebewesen und Dinge steht.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenw%C3%BCrde

        • @Adrian:
          Recht ist aber m. E. aber durchaus ein Mittel zur Erziehung. Die Gesellschaft/der Staat teilt dadurch mit, dass sie/es bestimmte Handlungsweisen missbilligt.

          Im ex-Osten und in der Traumwelt der Radikalfeministinnen: Vielleicht.

          „Mißbilligung“ – da wäre auch der alte 175er legitim. Warer aber nicht, nach rechtsstaatlichen Grundsätzen.

          Ich halte Kündigungsschutz nicht für ein Menschenrecht.

          Es geht hier überhaupt nicht um Kündigungsschutz. Der AG hat einen Vertrag mit dem AN und meint, ihn fristlos kündigen zu dürfen. Da hat Volkspädagogik nun rein gar nichts verloren und wenn die Justiz meint, sich hier von solchen Erwägungen wie „Zeichen setzen“ leiten lassen zu dürfen, dann berührt das sehr wohl auch Menschenrechte. Dann überschreitet nämlich das Zivilrecht massiv seine Kompetenzen und wird zum Strafinstrument.

          Das ist offenbar ein eingebautes massives Problem in solchen Konstrukten wie Antidiskriminierungsgesetzen. Die dollsten Blüten dessen erleben wir in den USA, mit den Kangaroo-Courts an den Unis: Man hebelt einfach menschenrechtliche Grundsätze wie „due process“ mit dem Verweis darauf aus, dass es doch rein zivilrechtliche Angelegenheiten seien. Faktisch sind diese Kangaroo-Courts aber Strafgerichte.

        • @ Nick
          „“Mißbilligung” – da wäre auch der alte 175er legitim. Warer aber nicht, nach rechtsstaatlichen Grundsätzen.“

          Das sagst Du jetzt. Aber das ist erst einmal eine subjektive Einschätzung. Was an rechtsstaatlichen Grundsätzen widerspricht einem 175? Und war Deutschland von 1949 bis 1973 kein Rechtsstaat?

          Was ist mit dem Verbot von weichen Drogen? Widerspricht das dem Rechtsstaat? Es widerspricht meinem ethischen Empfinden. Bringt mir aber nichts, weil es nun mal Recht ist.

          Man wird um die Einsicht nicht herumkommebn, dass Recht eben doch das sittliche Empfinden einer Gesellschaft (zumindest in einer Demokratie) zum Ausdruck bringt.

          Im Übrigen fehlt mir noch immer die Erklärung, was der Zweck des Rechts ist. Erziehung hast Du ausgeschlossen. Was dann? Vergeltung? Resozialisierung? Hätte das nicht auch etwas mit Erziehung zu tun?

        • @ Nick
          „Das pervertierte aber den Begriff der Menschenwürde vollkommen.“

          Oder auch nicht. Denn Würde ist ein inhaltsleerer Begriff, ohne klare Bedeutung. Ich denke, darauf wollte der Blogmaster hinaus.

        • @Adrian:
          Was an rechtsstaatlichen Grundsätzen widerspricht einem 175?

          Ein Rechtsstaat ist ein Staat, dessen verfassungsmäßige Gewalten rechtlich gebunden sind (Gesetzesbindung), der insbesondere in seinem Handeln durch Recht begrenzt wird, um die Freiheit der Einzelnen zu sichern. Alles staatliche Handeln, das in die Rechte eines Einzelnen eingreift, muss der Situation angemessen sein und kann durch ein Gericht auf seine Übereinstimmung mit dem Recht überprüft werden.[1]

          http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsstaat#cite_note-reip23-1

          Der §175 verstieß gegen das Grundgesetz. Für den Gesetzgeber war das Grundgesetz absolut bindend. Es stand dem Gesetzgeber nicht zu, derart massiv in das individuelle Selbstbestimmungsrecht einzugreifen, um das nebulöse Rechtsgut „sexuelle Sittlichkeitsvorstellungen“ zu schützen. Wobei das mit dem §175 zu schützende Rechtsgut im laufe der Zeit immer wieder neu erfunden wurde – was nichts anderes als blanke Willkür ist.

          Und war Deutschland von 1949 bis 1973 kein Rechtsstaat?

          In dem Fall wohl nicht.

          Was ist mit dem Verbot von weichen Drogen? Widerspricht das dem Rechtsstaat?

          Es kommt darauf an, ob ein mit dem Grundgesetz vereinbares Rechtsgut geschützt wird und ob dieser Eingriff verhältnismäßig ist. Ich würde beides verneinen, in Anbetracht der Tatsache dass es wiederum erlaubt ist, sich z.B. totzusaufen oder lebensgefährliche Sportarten zu betreiben. Von einer Fürsorgepflicht des Staates ist da auch nicht die Rede. Hier setzt die Gesellschaft nmE mal wieder in rechtswidriger Weise ihre Moralvorstellungen durch.

          Wobei ich vorsichtig damit wäre, Canabis als „weiche Droge“ zu bezeichnen. Es spricht viel dafür, dass Canabis z.B. bei Heranwachsenden bleibende Entwicklungsschäden verursacht. Aber mit einem Verbot löst man gerade dieses Problem genau nicht.

          Man wird um die Einsicht nicht herumkommebn, dass Recht eben doch das sittliche Empfinden einer Gesellschaft (zumindest in einer Demokratie) zum Ausdruck bringt.

          Das sittliche Empfinden der Mehrheit stößt regelmäßig dort an eine Grenze, wo unveräußerliche Rechte des Einzelnen berührt werden. Es geht der Mehrheit nichts an, was ich mit wem wie im Bett treibe – solange dabei keine Individualrechte anderer verletzt werden. Und die allgemeingültige Verwirklichung seines Sittlichkeitsempfindens ist kein garantiertes Individualrecht.

          Im Übrigen fehlt mir noch immer die Erklärung, was der Zweck des Rechts ist.

          Auf solche Fragen kann man leider nur sehr allgemein antworten: Der Schutz von Rechtsgütern. Das kann viel bedeuten. Im Zivilrecht wird es meistes darauf hinauslaufen, dass eine als solche erkannte Rechtsverletzung möglichst rückgängig gemacht oder kompensiert wird, im Strafrecht läuft es wiederum eben auf eine Bestrafung hinaus.

          Erziehung hast Du ausgeschlossen.

          Erziehung ist für mein Empfinden der falsche Begriff dafür, dass die Gesellschaft z.B. Körperverletzungen mit Sanktionen belegt und so das Rechtsgut körperliche Unversehrtheit dadurch schützt, das potenzielle Körperverletzer ein solches Verhalten in Anbetracht dieser drohenden Sanktion lieber sein lassen. Erziehen tut man Unmündige und Erziehung hat die Entwicklung von Wertvorstellungen zum Ziel. Das Strafrecht ist nicht dafür da, das Volk dazu zu erziehen den Wert beispielsweise der körperlichen Unversehrtheit zu schätzen, es muss aus menschenrechtlichen Erwägungen heraus (nulla ponem sin lege certa) ganz klar definierte _Taten_ – und eben nicht: „falsche Wertvorstellungen“ mit Sanktionen belegen. Der Bürger muss ganz genau wissen können, wann er eine zu sanktionierende _Handlung_ begeht und wann nicht.

          Das was so manche Radikalfeministin als Zweck des Strafrechtes ausmacht verdiendt diese Bezeichnung hingegen durchaus. Wenn als Ziel beispielsweise „ein Zeichen dafür setzen, dass Frauen respektiert werden“ genannt wird, dann ist eben eine (angebliche) Mentalität oder Sittlichkeitsvorstellung das Ziel – und nicht etwa eine konkrete Handlung, die ein konkretes Rechtsgut schützt. Das ist eine regelrechte Vergewaltigung des Strafrechtes, hin zu einem (willkürlichem) Gesinnungsstrafrecht.

        • @ Nick
          „Der §175 verstieß gegen das Grundgesetz.“

          Das ist eine gewagte These. Soweit ich informiert bin, wurde der 175 niemals als verfassungsfeindlich eingestuft. Die rechtliche Rehabilitierung der Opfer steht genau aus diesem Grund bis heute aus:

          „Ob eine rückwirkende Aufhebung von nachkonstitutionellen Strafurteilen verfassungsrechtlich zulässig wäre, […] ist äußerst umstritten“, schreibt Lange am 19. Januar. „Die mit Blick auf die Verfassungsprinzipien der Gewaltenteilung und der Rechtsstaatlichkeit geäußerten Bedenken sind erheblich. Vor diesem Hintergrund und auch im Lichte des Umstandes, dass mit einer solchen gesetzlichen Maßnahme zum erste Mal derart in die nachkonstitutionelle Rechtsprechung eingegriffen würde, kann die Frage nur nach sorgfältiger Abwägung entschieden werden“.
          http://www.queer.de/detail.php?article_id=23093

          „Es stand dem Gesetzgeber nicht zu, derart massiv in das individuelle Selbstbestimmungsrecht einzugreifen, um das nebulöse Rechtsgut “sexuelle Sittlichkeitsvorstellungen” zu schützen.“

          Sittlichkeitsvorstellungen sind allerdings Teil der Verfassung:

          *Artikel 2, (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.*
          http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html

          „Wobei ich vorsichtig damit wäre, Canabis als “weiche Droge” zu bezeichnen. Es spricht viel dafür, dass Canabis z.B. bei Heranwachsenden bleibende Entwicklungsschäden verursacht.“

          Es ist ebenso eine weiche Droge wie Alkohol, die ebenfalls bleibende Entwicklungsschäden verursacht.

          „Das sittliche Empfinden der Mehrheit stößt regelmäßig dort an eine Grenze, wo unveräußerliche Rechte des Einzelnen berührt werde.“

          Da das Sittengesetz allerdings Teil der Verfassung ist (siehe oben) bringt uns das m. E. nicht weiter.

          „Es geht der Mehrheit nichts an, was ich mit wem wie im Bett treibe – solange dabei keine Individualrechte anderer verletzt werden. Und die allgemeingültige Verwirklichung seines Sittlichkeitsempfindens ist kein garantiertes Individualrecht.“

          Das Individualrecht steht hierzulande aber unter Vorbehalt des Sittengesetzes (siehe oben).

          Ich stimme Dir in Deiner ethischen Beurteilung ja zu. Als Problem sehe ich bloß, dass das GG, aus oben genanntem Grund, m. E. im Zweifel eben nicht dazu taugt, irgendein individuelles Rechtsgut zu schützen.

      • Denn Würde ist ein inhaltsleerer Begriff, ohne klare Bedeutung.

        Im Recht ist die Menschenwürde eben kein inhaltsleerer und beliebig auslegbarer Begriff. Es ist der zentrale Kern unserer Verfassung.

        Man kann diesen rechtlichen Begriff der Menschenwürde gerade nicht so auslegen, dass manche Menschen „würdiger“ sind als andere.

        • „Im Recht ist die Menschenwürde eben kein inhaltsleerer und beliebig auslegbarer Begriff.“

          Schön. Was bedeutet es also?

          „Es ist der zentrale Kern unserer Verfassung.“

          Was m. E. nur belegt, wie abolut inhaltsleer und schlecht unsere Verfassung ist. Es finden sich dort Gottesbezug, Verquickung von Staat und Religion, Vorbehalt von Individualrechten durch das Sittengesetzes, Vorbehalt von Grundrechten durch einfache Gesetze, Bestimmungen zur Förderung von Formen des Zusammenlebens, sanktionierter Sexismus (Wehrpflicht), Bestimmungen zur Sozialbindung des Eigentums… – nein, diese Verfassung kann ich nicht unterstützen.

        • @Adrian

          So so.

          Und du würdst da natürlich die für Adrian genehme und vor allem Homos und vielleicht andere Gruppen privilegierende „Verfassung“ schreiben. Mit der Adrian Golden Cattle genderrassistischen Ethik oder was?

          Mit unendlich vielen Positivrechten und keinen verfassungsgemässen Negativrechten, die Gruppenentitlements susschliessen.

        • @ petpanther
          Ich würde ganz bestimmt eine bessere Verfassung schreiben, als das GG. Wir Du darauf kommst, ich sei ein Freund von Positiv- und Gruppenrechten sowie „Genderrasismus“ bleibt wohl Dein Geheimnis.

    • Ich glaube, die beiden entscheidenden Punkte sind nicht rübergekommen.

      1. der Täter IST offensichtlich bestraft worden, und zwar erstens durch ein Gericht und den mit dem Opfer ausgehandelten und bezahlten Täter – Opfer – Ausgleich und zweitens durch die soziale Ächtung. Bis auf den Beweis des Gegenteils gehe ich davon aus, daß das vom Gericht verhängte Strafmaß bzw. der ausgehandelte Ausgleich der Gesetzeslage entspricht.

      Frau Groll ist mit dem Strafmaß nicht einverstanden (sie träumt sicher von einer Art Gender-Scharia), nach ihrer Interpretation ist es lächerlich gering, und sie kommt zu der völlig absurden Schlußfolgerung, Frauen seien jetzt Freiwild.

      2. „Lebenslängliche Einzelhaft wäre eigentlich das Mindeste“ „Die Kündigung hätte er mindestens verdient.“
      Die Strafen, die eine Gesetzgebung für unterschiedliche Vergehen festlegt, müssen der Schwere der Tat entsprechen, auch im Vergleich zueinander. Mord wird strenger bestraft als Körperverletzung. Für „Schwere der Tat“ gibt es natürlich keine exakte Maßeinheit. Im vorliegenden Fall besteht der Schaden in der tatsächlichen Traumatisierung der betroffenen Putzfrau oder sogar potentiellen Traumatisierung, denn der Mechaniker konnte ja vorher nicht wissen, wie hoch das Risiko ist.
      Wenn ich dies einmal vergleiche mit Mobbingfällen, wo sich „Kollegen“ massivst gegenseitig schädigen (ich kenne einen Fall im Bekanntenkreis, wo eine Frau, die ihre Karriere intensiv verfolgt, eine andere dermaßen fertiggemacht hat, daß diese monatelang psychisch krank war), dann stimmen für mich die Relationen einfach nicht mehr.
      Frau Groll erinnert mich an Lynchmob und Reaktionen in Pakistan, wenn irgendwer ein Bild des Propheten gemalt hat. Nachdenken über die Angemessenheit einer Strafe ist verboten. Das Prinzip Täter – Opfer – Ausgleich wird ganz negiert.
      Um Mißverständnissen vorzubeugen: es geht hier um das Strafmaß, ich plädiere nicht dafür, solche Taten ungestraft zu lassen, und ich halte das Prinzip Täter – Opfer – Ausgleich gerade für solche Fälle für sinnvoll.

      @Atacama: „… keine Lust, mit so einem “Kollegen” weiter zu arbeiten.“ Im engeren Sinn waren das vermutlich keine Kollegen, da die Putzfrau nur außerhalb der Betriebszeiten anwesend ist. Ich gehe davon aus, daß das Gericht dies ggf. berücksichtigt hat.

      „Außerdem hat er sich erst entschuldigt nachdem er gefeuert worden war.“
      Er hat auch den Ausgleich erst nach der Verhandlung gezahlt. Fehlende Einsicht führt regelmäßig zu einer höheren Strafe. Nach Ableistung der Strafe ist dann aber der Fall auch beendet.

      • @mitm

        Ich habe mich jetzt mal etwas in den Fall eingelesen. Werde was dazu schreiben. ich denke es war ein klassisches Mißverständnis, er dachte sie wäre interessiert. Das berechtigt ihn sicher nicht, sie direkt am Busen zu berühren, aber ist im Kündigungsprozess durchaus zu berücksichtigen.
        Interessant wäre ein Bild von den beiden, wird man aber wohl nicht bekommen vermute ich

        • Christian, ernsthaft? Du solltest weniger fantasievolle PU-Erfahrungsberichte lesen, oder weniger schlechte Pornos.
          Die Frau hat ihre Arbeit gemacht und sich nett unterhalten.
          In dieser Welt ist es nicht zulässig ihr daraufhin an den Mops zu grabschen. Das ist einfach so, offensichtlich musste der Täter das auch erst lernen.

          Wie wäre es denn wenn du mal kommunizieren würdest, dass das einfach nicht geht, statt direkt zu relativieren.

          • @maren

            „Christian, ernsthaft? Du solltest weniger fantasievolle PU-Erfahrungsberichte lesen, oder weniger schlechte Pornos.
            Die Frau hat ihre Arbeit gemacht und sich nett unterhalten.“

            Ich sagte ja auch nicht, dass sie am Busen berührt werden wollte und er nicht übergriffig war. Aber er sah sich anscheinend in einer Flirtsituation.
            Deswegen sollte man ja die Eskalationsreihenfolge einhalten. Er hätte sie eben erst am Arm berühren sollen.

            „In dieser Welt ist es nicht zulässig ihr daraufhin an den Mops zu grabschen.“

            Das habe ich auch nicht behauptet. Aber das Arbeitsrecht hat auch eine andere Ausrichtung: Die Wiederholungsgefahr spielt eine große Rolle, ansonsten reicht häufig eine Abmahnung.

            “ Das ist einfach so, offensichtlich musste der Täter das auch erst lernen.“

            Das Arbeitsrecht soll aber eben nicht erziehen. Es soll Arbeitnehmer und Arbeitgeberinteressen abwägen.

            „Wie wäre es denn wenn du mal kommunizieren würdest, dass das einfach nicht geht, statt direkt zu relativieren.“

            Ich schrieb:

            Das berechtigt ihn sicher nicht, sie direkt am Busen zu berühren,

            Damit schreibe ich doch, dass es nicht geht.
            Über die zwangsläufigen Folgen daraus kann man dann ja diskutieren:
            Du wirst sicherlich zustimmen, dass Kopf oder Schwanz ab dafür zu hart ist. Also rechtfertigt es ja recht offensichtlich nicht jede Folge.
            Ich bin eben der Auffassung, dass bei fehlender Wiederholungsgefahr, die im Einzelfall zu prüfen ist, eine Kündigung nicht unbedingt die Folge sein muss, es reicht eine Abmahnung. Des weiteren kann er natürlich Strafrechtlich oder zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

            Aber wie gesagt: ich schreibe was dazu

        • Selbst interessierte Frauen verlieren schlagartig das Interesse, wenn man ihre Brust anfasst (als einzige Aktion). Einziges Szenario wo ich das verstehen könnte, wäre, wenn die beiden bereits wild am rumknutsche waren. Wenn man dann etwas weiter geht, weil man denkt es ist ok, kann ich das verstehen.

          • @atacama

            „Selbst interessierte Frauen verlieren schlagartig das Interesse, wenn man ihre Brust anfasst (als einzige Aktion).“

            Ich würde es auch nicht ohne sehr deutliche Signale raten. Schon gar nicht in einer Arbeitssituation.
            Andererseits bin ich auch nicht der Meinung, dass man daraus zwangsläufig herleiten muss, dass er ein Dauerbelästiger ist. Mitunter machen Leute dumme Sachen. Mitunter verschätzen sie sich auch vollkommen bei anderen Leuten. Das er hier einen heilsamen Schock hatte und in Zukunft übervorsichtig ist und deswegen auch keine Wiederholungsgefahr besteht kann ich mir auch vorstellen. Er ist sich ja auch bewußt, dass er mit einer Abmahnung wegen sexueller Belästigung in der Personalakte in einem weiteren Verfahren schlicht verlieren wird. Denn dann ist die Wiederholungsgefahr kaum wegzudiskutieren

          • @maren

            „Es klingt bei dir, als wäre es nicht ok, weil es nicht funktioniert.
            Es ist aber keine Frage von “klappt es oder nicht?”“

            Nein, ich gestehe selbstverständlich jeder Frau zu, dass sie nicht ohne weiteres am Busen berührt werden möchte. Selbst wenn sie sehr deutlich flirtet.
            (wenn es „funktioniert“ ist es aber keine Belästigung bzw sie kann sich kaum drüber aufregen, da wären wir uns einig oder?)
            Ich finde es aber interessant, es auch unter dem Gesichtspunkt zu sehen „was sollte man machen, wenn man meint, dass die Putzfrau mit einem sexuell flirtet und auf eine Nummer im Waschraum aus ist?“(was er ja wohl dachte). Mein Rat wäre dann eben eine etwas vorsichtigere Eskalation. Ich würde sie erst an einer unverfänglicheren Stelle berühren. Das verringert das Risiko für einen selbst und auch das Risiko sie zu belästigen eben erheblich.

        • „Andererseits bin ich auch nicht der Meinung, dass man daraus zwangsläufig herleiten muss, dass er ein Dauerbelästiger ist. Mitunter machen Leute dumme Sachen. “

          Aber man kann daraus herleiten, denn sinngemäß hat er das ja auch bestätigt, dass er sein eigenes Verhalten nicht (immer) willentlich steuern kann.
          Wie gesagt, hätte ich als Arbeitgeber keine Lust drauf, wozu unnötiges Risiko eingehen, wozu auch, wenn es bestimmt jede Menge andere Interessenten für den Job gibt. Mag ja sein, dass das Gesetz einen Erziehungsauftrag hat, ich als Arbeitgeber habe das aber nicht, sondern die Aufgabe, Schaden von meinem Unternehmen abzuwenden, ob das für Finanzen oder Reputation gilt.

          • @atacama

            „Aber man kann daraus herleiten, denn sinngemäß hat er das ja auch bestätigt, dass er sein eigenes Verhalten nicht (immer) willentlich steuern kann.“

            Wer kann das schon? Aber das wäre eine Diskussion zum freien Willen.
            Er hat hier falsch gehandelt. Das bedeutet nicht, dass er ein wildes Tier ist.

            „Wie gesagt, hätte ich als Arbeitgeber keine Lust drauf, wozu unnötiges Risiko eingehen, wozu auch, wenn es bestimmt jede Menge andere Interessenten für den Job gibt“

            Willkommen im deutschen Arbeitsrecht. Auf Mitarbeiter keinen Bock zu haben reicht leider nicht aus.

            „Mag ja sein, dass das Gesetz einen Erziehungsauftrag hat, ich als Arbeitgeber habe das aber nicht, sondern die Aufgabe, Schaden von meinem Unternehmen abzuwenden, ob das für Finanzen oder Reputation gilt.“

            Das wäre ja dann genau die vom Gericht angesprochene Frage der Wiederholungsgefahr. Ich bezweifele auch, dass die Reputation da sehr leidet bei einem Vorfall. Die jeweilige Putzfrau kann ihr Risiko auch bereits minimieren, indem sie nicht in den Waschraum geht, wenn Leute drin sind und dann auch keine Gespräche anfängt und dem Mann immer näher kommt dabei.

        • *Ich finde es aber interessant, es auch unter dem Gesichtspunkt zu sehen “was sollte man machen, wenn man meint, dass die Putzfrau mit einem sexuell flirtet und auf eine Nummer im Waschraum aus ist?”(was er ja wohl dachte)*

          Weniger Pornos gucken. Die Chance ist gleich null.

          • @marenleinchen

            „Weniger Pornos gucken. Die Chance ist gleich null.“

            Die Chance ist gering, kann aber auch je nach Typ höher sein. Deswegen würden mich Fotos interessieren.
            Wenn er zB wie ein Männermodell aussah:

            dann ergeben sich durchaus erstaunliche Angebote.

            Würde mich aber interessieren, warum du die Chance als gleich Null ansiehst.
            Warum schließt du aus, dass es Frauen gibt, die einfach so Sex wollen, wenn das für Männer eine klassische Fantasie ist?
            Rollen? Biologie?

          • Willst du jetzt tatsächlich darüber diskutieren ob die Chance 1% ist oder 1,5%?
            Realistisch betrachtet kommt so ein Szenario ausschließlich in Pornos oder PU-Berichten vor (deren Wahrheitsgehalt zweifelhaft ist).
            Realisitisch betrachtet ist das eine nette Fantasie, die meisten Menschen würden aber davor zurückschrecken, weil es ja noch sowas wie Tagwerk und Chefs und Kollegen gibt. Die gibt es ja in Pornos eher selten (und dann höchstens als willige Teilnehmer)

            Wieso stützt du dich auf so ein unrealistisches Szenario, wenn es viel viel wahrscheinlicher ist, dass der Mechaniker sich einfach unangemessen verhalten hat?

          • @maren

            „Willst du jetzt tatsächlich darüber diskutieren ob die Chance 1% ist oder 1,5%?“

            Die Chance kann natürlich sitautionsbedingt deutlich höher sein: Wenn er zB sehr attraktiv ist, sie seinen Körper recht deutlich mustert, sich die Lippen leckt und fragt ob die anderen gerade Dienstschluß haben und man jetzt alleine ist, dann wird die Chance deutlich höher sein. Ich würde es auch dann nicht raten und eher an einer weniger sexuellen Stelle Körperkontakt herstellen.
            Natürlich ist auch mein Szenario unwahrscheinlich, aber wenn es so eintritt, dann steigt eben die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges.

            „Realistisch betrachtet kommt so ein Szenario ausschließlich in Pornos oder PU-Berichten vor (deren Wahrheitsgehalt zweifelhaft ist).“

            Ja, ist eher unwahrscheinlich, würde ich auch so sehen.

            „Realisitisch betrachtet ist das eine nette Fantasie, die meisten Menschen würden aber davor zurückschrecken, weil es ja noch sowas wie Tagwerk und Chefs und Kollegen gibt“

            Eine schnelle Nummer mit der (realtiv attraktiven) Putzfrau, wenn man Single ist? Die meisten Frauen würden davor zurückschrecken meinst du oder?

            „Die gibt es ja in Pornos eher selten (und dann höchstens als willige Teilnehmer)“

            In Pornos werden sie eben ausgeblendet, eine Nummer auf dem Klo, nachdem die anderen Mitarbeiter gegangen sind, wird es aber sicher geben.

            „Wieso stützt du dich auf so ein unrealistisches Szenario, wenn es viel viel wahrscheinlicher ist, dass der Mechaniker sich einfach unangemessen verhalten hat?“

            Ich stütze mich für diesen Fall gar nicht darauf. Ich gehe davon aus, dass er sich unangemessen verhalten hat. Ich halte seine Vorstellung, dass sie etwas von ihm wollte, aber unabhängig von seinen Handlungen nicht für kritikwürdig. Er hätte eben anders handeln müssen, auch weil die Gefahr, dass sie es so und auf diese direkte Art nicht wollte und das als übergriffig empfindet, sehr hoch war.

        • @ maren

          „Realisitisch betrachtet ist das eine nette Fantasie, …“

          Hast noch nicht gearbeitet und wenn dann nur allein?

          Übrigens, die Putze war zufrieden mit der Wiedergutmachung und für sie war der Fall erledigt. Kann wohl nicht sooo schlimm gewesen sein. Klar, als Kunststudentin könnte sie durch Putzeimer und Mopp rumschleppen jetzt noch eine Abschlußarbeit absahnen, plus feministischer Berühmtheit. 🙂

        • @christian
          *Wenn er zB sehr attraktiv ist, sie seinen Körper recht deutlich mustert, sich die Lippen leckt und fragt ob die anderen gerade Dienstschluß haben und man jetzt alleine ist, dann wird die Chance deutlich höher sein.*

          😀 😀 😀 Ja richtig. Ich sag ja. Zuviele Pornos.
          Aber es geht ja nicht darum, wie es passiert, sondern wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, DASS es passiert.
          Die ist verschwindend gering.

          *Eine schnelle Nummer mit der (realtiv attraktiven) Putzfrau, wenn man Single ist? Die meisten Frauen würden davor zurückschrecken meinst du oder?*

          Ich lehn mich mal weit aus dem Fenster und sage: Die meisten Männer auch. Spätestens wenn sie darüber nachdenken was der Chef/die Chefin wohl dazu sagt. Der Kollege hier hat das ja auch nicht bedacht.

          *Ich halte seine Vorstellung, dass sie etwas von ihm wollte, aber unabhängig von seinen Handlungen nicht für kritikwürdig.*

          Wir wissen aber nicht, ob sie tatsächlich mit ihm geflirtet hat und wenn ja wie. Er sagt es zwar, aber was soll er auch sonst sagen.
          Das Problem hier ist offenbar, dass er die Situation nicht richtig eingeschätzt hat und/oder kein Bewusstsein dafür hat, was angemessen ist.
          Da auf die winzige Wahrscheinlichkeit, dass die Putzfrau mit ihm ein Nümmerchen im Waschraum schieben wollte abzustellen geht meilenweit an der Problematik vorbei.
          Ebenso wie deine kürzliche Mutmaßung bei dem Lehrerin/Schüler Fall, dass der Junge ja Game gehabt haben muss.
          Komm ma aus deinem Kopp raus. Es geht nicht immer nur ums Ficken, die meisten Leute haben andere Sachen im Kopf wenn sie auf Arbeit sind.

          • @petpanther

            Weil ein Urteil im Sachverhalt üblicherweise die abweichenden Tatbestandsversionen darstellt. Man ist sich aber wohl relativ einig, was passiert ist. Insofern glaubt man einfach den beiden, die dabei waren, ihm und ihr.

            Welche Version würde es aus deiner sicht denn rechtfertigen, ihr direkt an den Busen zu gehen?

        • Einer Frau geht man nicht direkt an den Busen ohne „Einladung“.

          Genauso wenig wie man einem Mann in den Schritt greift.

          Mein Zweifel bezieht sich darauf, dass das so einfach mir nichrs dir nichtts geschehen ist.

          IdR passiert so etwas nicht das nicht ohne ihre Beteiligung dran. Kann natürlich sein, dass sie da ganz unbeteiligt war.

          Aber die hässliche Wahrheit liegt in der doch hohen Wahrscheinlichkeit des ersteren. Und gerade im beruflichen Umfeld aus den offensichtlichen Gründen.

          Ein Mann muss schon außergewöhnlich dumm sein das dort so einfach mir nichts dir nichts zu machen.

          Ich weiss ja, das das reflexhaft gern anders gesehen wird und man sich lieber empört.

        • Ich glaube nicht, dass die Darstellung seiner Reaktion wahrheitsgetreu wuedergegeben ist.

          Der Artikel und die Autorin sind zweifelhaft. Die Autorin ist, wenn ich mich recht erinnere für feministische Agitation und Hetze bekannt?

          Sie nimmt es mit der Wahrheit nicht sehr genau. Im Gegenteil. Geschicktes verdrehen und suggerieren bis hin auch zur offenen Lüge. Gern auch Großlüge.

          • @petpanther

            „Ich glaube nicht, dass die Darstellung seiner Reaktion wahrheitsgetreu wuedergegeben ist“

            Da die Gerichte alle für ihn entschieden haben wäre das schon merkwürdig. Warum sollten sie dann nicht den Sachverhalt wiedergeben, wie er ihn mitteilt?

            „Der Artikel und die Autorin sind zweifelhaft“

            Du kannst es ja überprüfen: Das Urteil ist ja unten verlinkt worden.
            Aber stattdessen: VErschwörungstheorien und „Die lügt, weil sie eine Frau ist“

        • @Christian
          „Würde mich aber interessieren, warum du die Chance als gleich Null ansiehst.
          Warum schließt du aus, dass es Frauen gibt, die einfach so Sex wollen, wenn das für Männer eine klassische Fantasie ist?
          Rollen? Biologie?“

          Gibt es. Aber am Arbeitsplatz nachdem man sich gerade mit vier anderen unterhalten hat mal eben schnell zwischen Tür und Angel, die Wahrscheinlichkeit ist noch viel geringer.

          • @atacama

            Ich wollte eigentlich nur, dass Maren da mal ihre Gründe erläutert. Das ist im Feminismus ja häufig interessant.

            Ich habe beispielsweise das Gefühl, dass es dann wenn es um sexuelle Belästigung geht, häufig anklingt, dass eine Frau nie nie nie an sexuellen Angeboten interessiert sein kann.
            Geht es hingegen um das sonstige Sexualleben oder gar um „Macht durch Sex“, dann sieht das wieder ganz anders aus.

        • @Christian

          „Da die Gerichte alle für ihn entschieden haben wäre das schon merkwürdig. Warum sollten sie dann nicht den Sachverhalt wiedergeben, wie er ihn mitteilt?“

          Daraus würde ich eher den Schluß ziehen, dass die Gerichte auch das gesehen haben, was ich darin sah.

          Das Urteil hab ich mir aber jetzt nicht durchgelesen.

          Und Verschwörungstheorien? Nein. Eigentlich nicht. Eine billige rhetorische Abwehr. Und ganz besonders nicht unter den suggestiven „Mitteilungen“ der nachvollzieh- wie von jedem beobachtbar ach so wahrheitsliebenden Groll.

          • @petpanther

            „Daraus würde ich eher den Schluß ziehen, dass die Gerichte auch das gesehen haben, was ich darin sah.“

            Also zuerst fälschen sie den Sachverhalt selbst, dann gehen sie aber davon aus, dass sie doch lügt?
            Kognitive Dissonanz ist doch etwas schönes

            „Das Urteil hab ich mir aber jetzt nicht durchgelesen.“

            Dann mach das doch einfach mal.

            „Und ganz besonders nicht unter den suggestiven “Mitteilungen” der nachvollzieh- wie von jedem beobachtbar ach so wahrheitsliebenden Groll.“

            Zur Veschwörungstheorie wird es dann, wenn du auf deinem Groll gegen sie und Frauen weitreichende Vermutungen zum Sachverhalt aufbaust, statt dich einfach mal in den Fall einzulesen

        • Stört dich Groll’s offensichtliche Hetze gar nicht?

          Ich hab jetzt keine Zeit dazu mich da hineinzulesen. Das Problem ist ja, dass man damit derartig bombadiert wird …

          … und wer einmal lügt (hier eigentlich fast immer) dem glaubt man nicht (mehr).

          Bei solch einer Lage von permanenten verfälschenden Hetznummern immer noch Verschwörungstheorien anzudichten find ich schon mehr als realitätsfremd.

        • Auch ich verabscheue eigentlich Extreme.

          Wie aber benennt man eine mehr als offensichtliche extremistische wie absichtlich verlogene, der Verhetzung dienende Haltung, ohne extrem zu klingen?

          Deine Ausgewogenheit in allen Ehren. Aber so etwas wird schon lange wird benutzt.

          • @petpanther

            Du verabscheust keine Extreme, du schaffst sie selbst, indem du die andere Seite absichtlich schlechter machst.

            Wenn du weiterhin deinen extremen Frauenhass verbreiten willst, dann mach das bitte woanders. ich behalte mir vor, entsprechende Kommentare zu löschen

      • Mobbing sollte natürlich auch ein Kündigungsgrund sein, wenn man die offensichtlich gefährlichen Folgen bedenkt.
        Besser noch sollte ein Gesetz eingeführt werden, das Mobbern einen bestimmten Zeitraum nach der Kündigung ein unbezahltes Arbeitsverbot aufbrummt.

        „Frau Groll erinnert mich an Lynchmob und Reaktionen in Pakistan, wenn irgendwer ein Bild des Propheten gemalt hat. “

        Kenn ich nicht. Ich fände zumindest einen Arbeitsplatzwechsel angemessen.

        • „In seiner Kündigungsschutzklage versicherte der Mann, ein „Blackout“ sei Grund für den Übergriff gewesen, es sei ein einmaliger Ausrutscher.“

          Woher will man das denn wissen, wenn es ein Blackout war? Wie gesagt ich hätte als Chef keine Lust, einen Menschen zu beschäftigen, bei dem es ab und zu passiert, dass er während der Arbeit nicht Herr seiner Sinne ist. Wäre mir zu heikel.

      • *Er hat auch den Ausgleich erst nach der Verhandlung gezahlt. Fehlende Einsicht führt regelmäßig zu einer höheren Strafe. Nach Ableistung der Strafe ist dann aber der Fall auch beendet.*

        http://www.bag-urteil.com/20-11-2014-2-azr-651-13/

        Im BAG ging es um die Kündigung. Diese Verhandlung fand nach der Entschuldigung und dem Nachteilsausgleich statt und hat mit einer Strafverfolgung, worauf das Opfer verzichtet hatte, nichts zu tun. Dieses Ermittlungsverfahren wurde eingestellt.

        *Im engeren Sinn waren das vermutlich keine Kollegen, da die Putzfrau nur außerhalb der Betriebszeiten anwesend ist. Ich gehe davon aus, daß das Gericht dies ggf. berücksichtigt hat.*

        Sie war Angestellte eines externen Unternehmens. Das Gericht argumentiert nicht damit dass sie sich wahrscheinlich nicht mehr sehen (das wäre mehr als zweifelhaft), sondern damit, dass einer ausserordentlichen Kündigung vorerst eine Abmahnung vorausgehen muss.

        • @Maren: Danke für die Klarstellung und den Hinweis auf das Gerichtsurteil des Arbeitsgerichts.
          Man muß hier in der Tat zwischen 2 Aspekte trennen:

          1. die strafrechtliche Verfolgung des Vergehens und die Bestrafung durch ein Gericht bzw. ersatzweise Täter-Opfer-Ausgleich und

          2. das Arbeitsverhältnis und den Maßnahmen des Arbeitgebers.

          Ich hatte oben nur das 1. im Sinn gehabt.

          Der Arbeitgeber ist für die strafrechtliche Verfolgung nicht zuständig und hat außerdem keine zweite Strafe für das Vergehen zu verhängen. Grundsätzlich wird jedes Vergehen nur einmal bestraft, und zwar von den Gerichten.

          In vielen Kommentaren wird nach meinem Eindruck die fristlose Kündigung als Strafe verstanden. Das ist aber Unsinn, eine Strafe kann nur ein Gericht verhängen, und das Gericht kann nicht ohne weiteres eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses anordnen.

          Der Arbeitgeber kann den Vorfall als Schädigung des Betriebsfriedens oder der Außenwirkung des Unternehmens oder als eventuell drohenden Umsatzausfall werten und mit einer derartigen Begründung außerordentlich kündigen, das sind aber inhaltlich andere Argumente als die Bestrafung der Straftat.

          Das Gerichtsurteil (also im Endeffekt die Aufhebung der fristlosen Kündigung) finde ich übrigens richtig.

          Frau Groll, um wieder auf den Anfang zurückzukommen, sind solche Differenzierungen erst recht fremd. Ihr Text ist pure Hetze.
          Sie läßt wesentliche Argumente des Gerichtsurteils aus.
          Daß das Opfer die Entschuldigung und das Schmerzensgeld angenommen hat und keinen Strafprozeß wollte, interpretiert Groll dank ihrer telediagnostischen Fähigkeiten als unfreiwillige Entscheidung, nämlich weil ein Strafprozeß „überaus unangenehm“ wäre.
          Die These vom „Freiwild“ und von einem „Freifahrtschein für Grapscher“ sind absurd und freie Erfindung von Groll.

          Wenn dieser Artikel die einzige Fehlleistung von Groll wäre, könnte man ja noch darüber hinwegsehen. Nun besteht aber die Mission von Frau Groll (und großen Teilen der Zeit) seit Jahren darin, ausschließlich Männer wahrzunehmen, die irgendetwas falsch gemacht haben, und von denen auf die große Mehrheit zu extrapolieren. Und das ist insgesamt eben systematische Hetzpropaganda.

  11. http://diestandard.at/2000010856688/Nach-der-Gewalt-Taeterarbeit-als-Teil-der-Gewaltpraevention?ref=rss

    Oh ja, das würde ich jedem hier vorschlagen mitzuverfolgen.

    Ein neuer Blog, geschrieben von Michael M. Kurzmann, ist in diestandard eingerichtet worden, der „einseitigen und tendenziösen Diskursen radikaler Vertreter_innen von Männer- und Väterrechtsinitiativen begegnen“ soll. Gleichzeitig beschäftigt er sich mit Täterarbeit, wobei damit nur Männer gemeint werden sollen.

    Der Link ganz unten führt zum Verein für Männer und Geschlechterarbeit Steiermark.

    Aus dem Link bekommt man, unter dem „Über uns“ Reiter, folgendes an Informationen, nach welchen theoretischen Grundlagen sie sich orientieren. Da grausts einen wirklich! Genderscheiß auf höhstem Niveau!

    http://www.vmg-steiermark.at/verein/allgemein

    Aus dem Link:

    Die „kritische“ Perspektive

    Wir orientieren uns seit der Gründung an den Arbeiten im Bereich der „kritischen Männerforschung“. Der Begriff „kritisch“ meint die Hinterfragung von bestehenden Rollenbildern und Geschlechterverhältnissen. Seit den 1980ern hat sich eine kritische Männerforschung aus verschiedenen Strömungen der Frauen- und Geschlechterforschung entwickelt, Frauen- und Schwulenbewegungen haben Impulse gegeben. Das Gemeinsame ist die Hinterfragung der jeweiligen Geschlechterordnungen. Die kritische Männerforschung hat Konzepte aus den jeweiligen Strömungen aufgegriffen und mit ihnen weitergearbeitet.

    Der „Klassiker“ der kritischen Männerforschung ist wohl das 1995 erschienene Buch „Masculinities“ („Der gemachte Mann“; 3. Aufl. 2006) von Robert W. Connell (heute Raewyn Connell). In diesem Buch führt Connell ein einflussreiches Konzept aus, jenes der „hegemonialen Männlichkeit“. Kurz zusammengefasst sind wichtige Aspekte in diesem Konzept:

    Es wird von sozialer Praxis ausgegangen, also davon, was Männer tun; ein bestimmtes „Praxis-Muster“ kann als Männlichkeit gesehen werden.
    Es gibt nicht nur eine Männlichkeit, sondern viele verschiedene Männlichkeiten
    Es gibt in einer Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit jeweils eine Form der Männlichkeit, die dominiert
    Die „Herrschaft“ dieser Männlichkeit wird durch die „Beherrschten“ mitgetragen (=Konzept der „Hegemonie“), daher die Bezeichnung „hegemoniale Männlichkeit“ für die dominierende Form
    Hegemoniale Männlichkeit ist historisch wandelbar.

    „Geschlecht“ ist mit weiteren Dimensionen von sozialer Unterschiedlichkeit und Hierarchie verknüpft (Klasse, Milieu, ethnischer Hintergrund, Generation, sexuelle Orientierung, Berufsgruppe, Religion, …). Durch die Kombination dieser Dimensionen lassen sich viele verschiedene Männlichkeiten (und Weiblichkeiten) denken.

    „Männlichkeiten“ stehen in einem hierarchischen Verhältnis zueinander. Die hegemoniale Männlichkeit ist allen anderen Männlichkeiten übergeordnet. Beziehungsformen zwischen den unterschiedlichen Männlichkeiten sind:

    – Unterordnung z.B.: untergeordnete Männlichkeiten: homosexuelle Männer; „Meister/Geselle – Lehrling“
    – Marginalisierung z.B.: „Inländer – Ausländer“
    – Komplizentum: Männer, die untergeordneten Männlichkeiten zuordenbar sind, stützen das hegemoniale Männlichkeitsmuster, um an den (materiellen und symbolischen) Vorteilen der hierarchischen Geschlechterordnung (d.h. an der „patriarchalen Dividende“) teilzuhaben. Die Hauptvorteile bestehen im Dominanzverhältnis gegenüber Frauen und gegenüber noch weiter untergeordneten Männlichkeiten.

    Komplementär zur „hegemonialen Männlichkeit“ beschreibt Connell das Konzept der „betonten/angepassten Weiblichkeit“ („emphasized femininity“). Meuser (2000) fasst dieses Konzept wie folgt zusammen: Betonte Weiblichkeit „… beruht auf einem Einverständnis mit der eigenen Unterordnung und auf einer Orientierung an den Interessen und Wünschen des Mannes.“ (Meuser, 2000, S. 71). So können z.B. Frauen in hohen Positionen in einer Organisation mehr Macht haben als Männer, aber nicht wegen, sondern trotz ihres Geschlechts (und der Hierarchie). Solche Zusammenhänge können auch ein Interesse von Frauen erzeugen, hegemoniale Verhältnisse zu stützen.

    Die derzeitig in unserer Gesellschaft (noch) dominante Form ist die „marketplace masculinity“, die im Bild des Geschäftsmannes ihren Ausdruck findet (wichtige Elemente: Konkurrenz; Rationalität; kalkulierend…). Diese Form hat sich im Zuge der Industrialisierung und kapitalistischen Produktion herausgebildet und die vorher herrschende Form der „Adeligen Maskulinität“ abgelöst („Gentry masculinity“, gekennzeichnet durch Ehrenkodex, Duelle, Landbesitz …). Als wichtigster, der Marketplace-Männlichkeit untergeordneter Männlichkeitstypus kann die „working class masculinity“ („Arbeiterklassen-Männlichkeit“) angesehen werden. Angepasste Weiblichkeiten können jeweils zur hegemonialen Männlichkeit konzipiert werden, z.B. die bürgerliche Frau und Mutter mit Orientierung auf Haus und Reproduktion als Gegenstück zum Geschäftsmann.

    Die nunmehr neu entstehende hegemoniale Männlichkeit wird „Unternehmer-Männlichkeit“ genannt, eine Art männliche Ich-AG mit antisozialen Zügen (egozentrisch, hoch gebildet, trendy, ortsungebunden, keine Einbindung in Reproduktion, generell wenige Bindungen, wenig Verantwortungsgefühl…).

    Trotz berechtigter Kritikpunkte ist Connells Konzept bis heute nützlich und einflussreich, besonders, um Strukturen in Organisationen zu analysieren. Connell hat auf der individuellen Ebene ein Projekt der sozialen Gerechtigkeit eingefordert, bei dem über Geschlechtergrenzen hinweg Allianzen entstehen können (z.B. gemeinsame Interessen von Vätern und Müttern gegenüber einer Organisation). Auch positiv formulierte Ziele wie Geschlechtermultikulturalismus und Vielfalt können von Connell übernommen werden.

    Wie siehts aus Christian, hätte man Lust vlt. einen Artikel darüber zu verfassen um das argumentativ zu zerpflücken?

  12. Pingback: Mobbing | Der lange Weg zum ersten Mal

  13. Vor kurzem habe ich “The Better Angels of Our Nature” von Steven Pinker gelesen. Wie Leszek weiter oben schon bemerkt, hat Pinker eine differenzfeministische, negative Sicht auf Männer. Vor allem in Hinblick auf Gewalt. In seiner Deutung sind Männer quasi immer die Aggressoren und falls Frauen Gewalt ausüben meistens nur aus einer Notlage heraus.

    Offensichtlich wird diese Sichtweise, wenn er im Kapitel „Women‘ Rights and the decline of rape and battering“ anerkennt, dass Frauen und Männer gleich häufig häusliche Gewalt ausüben. Er aber trotzdem die einseitige Ausrichtung der staatlichen Fürsorge auf Frauen rechtfertigt.

    „Domestic violence is the backstop in a set of tactics by which men control the freedom especially the sexual freedom of their partners. It may be related to the biological phenomenon of mate-guarding.“

    Wie eine 50:50 Verteilung zwischen den Geschlechtern entsteht, obwohl häusliche Gewalt hier einseitig männlich definiert wird, erklärt er folgendermaßen:

    „The distinction between controllers and squabblers, then resolves the mystery of the gender neutral violence statistics. The numbers in violence surveys are dominated by spats between nocncontrolling partners, in which the women give as good as they get. But the numbers from shelter admissions, court records, emergency rooms are dominated by couples with a controller, usually the man intimidating the woman, and occasionally a woman defending herself.“

    Frauen sind also ähnlich häufig aber deutlich weniger intensiv gewalttätig. Das hört man oft. Es überzeugt aber nicht, wenn man weiß, dass bei der drastischsten Form der Beziehungsgewalt, dem Mord, das Geschlechterverhältnis auch relativ ausgeglichen ist. Und tatsächlich bringt er im nächsten Absatz eine Statistik zum Beziehungsmordopfern in den USA ( Jahr 2005: f:m = 3:1 ). Die hohe Zahl männlicher Opfer widerspricht der These der Harmlosigkeit weiblicher Beziehungsgewalt. Darauf geht Pinker aber nicht ein, sondern ihn interessiert vor allem, dass die Zahl männlicher Opfer in 30 Jahren überproportional abgenommen hat ( Jahr 1975: f:m = 1,25:1 ):

    „The likeliest explanation is that a woman was apt to kill an abusive husband or boyfriend when he threatened to harm her if she left him. The advent of women’s shelters and restraining orders gave women an escape plan that was a bit less extreme.“

    Mit diesem Frauenbild existiert die Bezihungsmörderin praktisch nur als Haustyrannemörderin. Mir fällt spontan nur der Fall Ingrid van Bergen ein und da war das Motiv, soweit ich erinnere, Eifersucht. Das Paradox warum trotz massiver Kampagnen zur Aufmerksamkeit für Gewalt gegen Frauen die Zahl männlicher Opfer deutlich überproportional gesunken ist, ist aber eine spannende frage und vielleicht würden Rückzugsräume für Männer die Zahl weiblicher Opfer senken.

    Ich habe jetzt schon einiges (im Internet) zu Geschlechterthemen gelesen. Wobei man nur selten auf biologisch argumentierende akademische Differenzfeministen trifft. Deshalb fand ich dieses Kapitel in Pinkers Buch interessant und erschreckend.

    • Apropos Pinker…

      1)

      Zu Lucas Beitrag kann ich leider nichts sagen, da ich das Buch noch nicht gelesen habe.

      Auf der deutschen Wikipedia wird behauptet, er nenne sich „selbst einen Anhänger des Gleichheitsfeminismus, den er als „eine moralische Lehre über die Gleichbehandlung definiert, die keine Festlegungen macht in Bezug auf offene empirische Fragen in der Psychologie oder Biologie.“

      http://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Pinker#Privatleben_und_Familie

      Als Zitat wird der Teil hergenommen:

      http://emilkirkegaard.dk/en/wp-content/uploads/Steven-Pinker-The-Blank-Slate-The-Modern-Denial-of-Human-Nature.pdf

      S. 293. vierter Absatz

      Nirgends erwähnt Pinker, dass er sich selbst als Anhänger des Equity-Feminismus sieht. Zumindest nicht wenn man sich nach dem Zitat richtet. Was stimmt ist, dass er dem Equity-Feminismus deutlich wohlfühliger eingestellt ist.

      Naja, deutsche Wikipedia eben…

      2)

      Bezüglich seinem Buch „How the mind works“ und den darin enthaltenen Argumente über den „computernalisierten“ Geist etwas Kritik von Selmer Bringsjord.

      http://kryten.mm.rpi.edu/selmer.wallaceparadox.pdf

      Ich verlinke es deshalb, weil es wahrscheinlich jemanden interessieren könnte und es immer gut ist, auch etwas mehr über die Gegenseite in Erfahrung zu bringen um selbst durchdachter und präziser argumentieren zu können. Auch wenn S.Bs. Paper wahrscheinlich meiner Meinung über den Geist widersprechen würde.

      Kann man das eigentlich als eine tatsächlich objektive Herangehensweise bezeichnen? Falls ja, dann fehlt genau dieses entscheidende Puzzleteil Leszek, wenn er von sich behauptet, er würde sich „um Objektivität bemühen“. Speziell meine ich damit meinen Beitrag vor ein paar Wochen wo ich darum bat mir evolutionsbiologische Bücher zu empfehlen, die „das“ sozialistische Menschenbild kritisieren und er dazu aus Prinzip nicht bereit war.

      Naja, kein Mensch ist perfekt, immerhin bemüht er sich darum. Vielleicht klappt es eines Tages. 🙂

      • Slavo schrieb:

        „Kann man das eigentlich als eine tatsächlich objektive Herangehensweise bezeichnen? Falls ja, dann fehlt genau dieses entscheidende Puzzleteil Leszek, wenn er von sich behauptet, er würde sich “um Objektivität bemühen”. Speziell meine ich damit meinen Beitrag vor ein paar Wochen wo ich darum bat mir evolutionsbiologische Bücher zu empfehlen, die “das” sozialistische Menschenbild kritisieren und er dazu aus Prinzip nicht bereit war.“

        Der entsprechende Beitrag von mir, auf den Slavo sich bezieht, findet sich in diesem Strang:

        https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/10/samstag-114-10-01-2015/

        Wer ihn aufmerksam liest, wird schnell erkennen, dass Slavos obige Äußerungen falsch sind.

        1. habe ich nicht gesagt, dass ich aus Prinzip nicht dazu bereit sei, Bücher zu empfehlen, die „das sozialistische Menschenbild“ kritisieren – was ohnehin nicht möglich ist, da es verschiedene Menschenbilder im Sozialismus gibt – sondern ich habe gesagt, dass ich keine antisozialistische Literatur empfehle, was inhaltlich ein Unterschied ist.
        2. habe ich ausführlich erklärt und zum Teil belegt, dass es ein einheitliches sozialistisches Menschenbild nicht gibt, sondern dass die Menschenbilder in den verschiedenen sozialistischen Strömungen/Richtungen/Schulen sich mehr oder weniger stark unterscheiden können.
        3. habe ich – ganz im Gegensatz zu den obigen Behauptungen – genau in diesem Beitrag zwei Bücher empfohlen, die eine Kritik an spezifischen Varianten von Menschenbildern üben, die auch in bestimmten sozialistischen Strömungen existieren.
        Von mir empfohlen wurden:

        1. Christopher Boehm – Hierarchy in the Forest: The Evolution of Egalitarian Behavior

        Dieses Buch, ein wissenschaftliches Standardwerk über die evolutionären Wurzeln des Strebens nach Gleicheit und Solidarität, enthält in einem Abschnitt eine interessante Kritik am Menschenbild bestimmter Marxismus-Varianten, (gleichzeitig sind die in dem Buch dargelegten Befunde mit dem Menschenbild libertärer/antiautoritärer Strömungen des Sozialismus und Marxismus m.E. gut in Einklang zu bringen).

        2. Patrick Michael Whittle – Why Egalitarians should embrace Darwinism: A critical defense of Peter Singer´s “A Darwinian Left”

        http://ir.canterbury.ac.nz/bitstream/10092/8036/1/thesis_fulltext.pdf

        Ich hatte in diesem Strang hier bereits etwas zu dem Buch geschrieben (1. Leszek-Kommentar auf dieser Seite):

        https://allesevolution.wordpress.com/2014/03/15/selbermach-samstag-lxxvi/

        Diese Schrift, eine detaillierte Weiterführung von Peter Singers „A Darwinian Left“ enthält eine ausführliche Kritik am Blank-Slate-Menschenbild (bei gleichzeitiger Bewahrung einer egalitär-linken Perspektive).

        Die Behauptung, ich hätte mich geweigert Literatur zu empfehlen, die bestimmte Formen sozialistischer Menschenbilder kritisiert – ein einheitliches sozialistische Menschenbild gibt es ohnehin nicht – ist also klar falsch.

        Was ich tatsächlich gesagt habe ist, dass ich keine antisozialistische Literatur empfehle. Und dazu bin ich wohl genauso wenig verpflichtet, wie ich auf eine Frage nach gegen den Maskulismus gerichteter Literatur dazu verpflichtet wäre auf Rosenbrock, Kemper, Claus etc. zu verweisen, denn deren Werke sind einseitig und taugen in wissenschaftlicher Hinsicht nicht viel.

        Ein antisozialistisches Buch aus evolutionärer Perspektive müsste die evolutionär-psychologischen Wurzeln des Strebens nach Gleichheit, Gerechtigkeit und Kooperation leugnen, einschließlich aller Gesellschaftsformen in der Menschheitsgeschichte – von egalitären Jäger- und Sammler-Gemeinschaften bis zu den libertär-sozialistischen industriellen Kollektivierung im spanischen Bürgerkrieg – die vorrangig auf diese evolutionär-psychologischen Dispositionen aufbauten.
        Warum sollte ich mich verpflichtet fühlen, einseitige, wenig wissenschaftliche Literatur solcher Art zu empfehlen, falls es das gäbe? Damit die antilinken Demagogen auf diesem Blog sich darüber freuen? Nein, danke.

        „Naja, kein Mensch ist perfekt, immerhin bemüht er sich darum. Vielleicht klappt es eines Tages.“

        Ich würde vorschlagen, erstmal zu lernen, zu lesen, was ich tatsächlich schreibe, bevor du mir Ratschläge in Sachen Objektivität erteilst.

        • Meine Antwort auf deine Antwort war widerum, wo ich richtig gestellt habe, was ich mit dem „sozialistischen Menschenbild“ meinte:

          „Mit dem sozialistischen Menschenbild, was ich bewusst in Klammer gesetzt habe, wollte ich nicht DAS soz. Menschenbild kritisiert sehen, sondern speziell Kritik an etwaige Vertreter bestimmter linker Strömungen, die hinter der Theorie des unbeschriebenen Blattes stehen. Es ist klar, genau so wie innerhalb jeder philophischen Bewegung/Denkschule, dass die Meinungen zu der Natur des Menschen weit auseinandergehen werden. >>Hab mich da etwas mager ausgedrückt.<<"

          Wahrscheinlich fiel auch diese Diskussion dem zum Opfer.

          "Warum sollte ich mich verpflichtet fühlen, einseitige, wenig wissenschaftliche Literatur solcher Art zu empfehlen, falls es das gäbe? Damit die antilinken Demagogen auf diesem Blog sich darüber freuen? Nein, danke."

          Du bist genau so wie die "antilinken Demagogen" ideologisch aufgepumpt. Dir müsste es doch eigentlich ein leichtes sein auch "antilinke" Schriften argumentativ in Angriff zu nehmen und diese, abseits von Polemik, außeinanderzurupfen, oder? Dass sie sich freuen müsste dir doch auch vollkommen egal sein, vor allem wenn du es dann schaffst ihnen die Freude zu nehmen, indem du ihre Gedankenkonstrukte eben zu Brei schlägst.

          Das sag ich dir als jemand, der sich weder links noch rechts verortet. Du bist insofern "objektiv" solange es eben deinem Weltbild passt und durch bestimmte Schriften nicht ins Wanken geraten würde. Damit will ich nicht sagen, dass das, worauf du dich stützt, ein schlechtes Fundament ergibt, sondern, dass deine Schriften nicht die Einzigen sind, die es sich lohnt durchzulesen.

        • @ Slavo

          “Mit dem sozialistischen Menschenbild, was ich bewusst in Klammer gesetzt habe, wollte ich nicht DAS soz. Menschenbild kritisiert sehen, sondern speziell Kritik an etwaige Vertreter bestimmter linker Strömungen, die hinter der Theorie des unbeschriebenen Blattes stehen.“

          Ja, das macht es ja so unverständlich, warum du jetzt rumjammerst, ich sei aus Prinzip nicht dazu bereit gewesen, dazu ein Buch zu empfehlen.
          Ich habe in dem Beitrag ein Buch dazu empfohlen, nämlich das von Patrick Michael Whittle, welches sich u.a. ausführlich mit einer Kritik des Blank Slate-Menschenbildes im Kontext der Linken beschäftigt. (Zwar geht auch Whittle z.T. zu undifferenziert vor, differenziert zu wenig zwischen verschiedenen linken Strömungen und deren unterschiedlichen Menschenbildern, stellt das Menschenbild von Marx falsch dar, aber sein Buch ist, trotzdem lesenswert, weil er mit Verständnis und Empathie für das Wertesystem und die Wahrnehmung einer egalitären Linken schreibt und keine triviale antilinke Propaganda betreibt.)

          Davon abgesehen, ist das Blank Slate-Menschenbild für sozialistische Strömungen aber ohnehin weniger repräsentativ als für poststrukturalistische Strömungen.
          Dazu noch ein schönes Zitat von dem Anarchisten Paul Goodman aus einer Diskussion, die er mit zwei Anhängern des Blank Slate-Menschenbildes führte (C. Wright Mills & Patricia J. Salter):

          „Ist es also die Tatsache, dass Radikale und nicht „Progressive“ die Formbarkeit der ursprünglichen Natur betont haben, anstatt gegen die an ihr begangenen Schädigungen zu protestieren? Ich brauche nicht die Anarchisten und utopischen Sozialisten zu erwähnen, die sich besonders auf das aus der französischen Revolution stammende Wort „Brüderlichkeit“ berufen haben, dem Eros, der Institutionen schafft. Aber ist es so sicher, dass Marx und Engels glaubten, dass es keine ursprüngliche menschliche Natur gäbe, oder dass sie unwichtig sei? Ist es nicht ihre Meinung, dass wir die Klasseneinteilungen vernichten müssen, damit wahre Menschlichkeit, mit all ihren Tragödien zur Geltung kommen kann? Lassen sie mich einige Zitate anführen(sie stammen aus Venables „Human Nature: The Marxian View“, das ich gerade zur Hand habe): „Diese Londoner“, sagt Engels (MEW, Bl. 2, S. 256 f.), mußten „das beste Teil ihrer Menschheit aufopfern. (…) Hunderte Kräfte, die in ihnen (schlummerten), blieben untätig und (wurden) unterdrückt. (…) Schon das Straßengewühl hat etwas Widerliches, etwas, wogegen sich die menschliche Natur empört. (…) Die Auflösung der Menschheit in Monaden, deren jede ein apartes Lebensprinzip und einen aparten Zweck hat, die Welt der Atome ist hier auf ihre höchste Spitze getrieben.“ „Die Arbeitsteilung“, sagt Marx (Das Kapital, Bd. 1, MEW, S. 381/384) „ergreift die individuelle Arbeitskraft an ihrer Wurzel. Sie verkrüppelt den Arbeiter in eine Abnormität, indem sie sein Detailgeschick treibhausmäßig fördert durch Unterdrückung einer Welt von produktiven Trieben und Anlagen“, aus der Arbeitsteilung entspringe „eine „völlige Verkümmerung der Volksmassen“, und mit ihr sei „eine gewisse geistige und körperliche Verkrüppelung“ unzertrennbar verbunden.
          Bedeutet also nicht der marxistische Begriff „Entfremdung“ die unter dem Druck der Warengesellschaft stattfindende Trennung von Bewusstsein und menschlicher Natur?
          (…) Haben andererseits nicht gerade die Faschisten (nicht die Konservativen) am meisten auf die Idee gebaut, dass sich ein Mensch durch Furcht, Unterdrückung und Gleichschaltung an beliebige Symbole anpassen lässt? Ich will damit nicht sagen, dass die Autoren Faschisten sind, sondern dass sie richtige Progressive sind – keine Radikalen. Ich frage mich dennoch: Wenn wir nicht von ererbten Kräten, ihrer Realisierung und kulturellen Vervollkommnung sprechen dürfen, worauf gründen diese Progressiven dann eigentlich ihr „menschliches Werteschema“?“

          (aus: Paul Goodman – Die Antwort Paul Goodmans, in: Paul Goodman – Natur heilt, EHP-Verlag, 1989, S. 95. f.)

          Dass Frühsozialisten und Anarchisten häufig von der Idee einer menschlichen Natur ausgingen, ist ja allgemein bekannt, interessant an Goodmans obiger Argumentation ist, dass er verdeutlicht, dass auch der marxistische Begriff der Entfremdung ohne die Idee einer menschlichen Natur keinen Sinn ergibt.

          Und noch was vom gleichen Autor zur Kritik am Blank Slate-Menschenbild:

          „Häufiger jedoch wird die Sache im Unklaren gelassen: der Mensch ist am Anfang ein unbeschriebenes Blatt, und wird am Ende ein „sozialisiertes“ und kultiviertes Wesen. (…) In beiden Fällen folgt, dass man den Menschen alles beibringen kann; man kann sie an alles anpassen, wenn man nur die richtigen Techniken der „Sozialisierung“ oder der „Kommunikation“ anwendet. Das Wesen der „menschlichen Natur“ wäre demnach fast unendlich formbar. „Der Mensch“ ist nach Ansicht von C. Wright Mills das, was einem bestimmten Gesellschaftstyp auf einer historischen Stufe entspricht. Friedrich Nietzsche sagt: „Der Mensch ist…unfestgestellter als irgeindein Tier sonst“, „das noch nicht fesgestellte Tier“.
          (…)
          Ganz anders aber ist die Ansicht der Sachkenner, die es mit dem Menschen auf einer weniger hochorganisierten Stufe zu tun haben. Wer mit Menschen in kleinen Gruppen direkt und nicht nur als statistischen Objekten umgeht, um ihnen und nicht irgendwelchen statistischen Zielen zu dienen – Eltern und Lehrer, Ärzte und Psychotherapeuten, Polizisten und Gefängniswärter, Werkmeister und Betriebsräte – der wird wahrscheinlich hartnäckig daran festhalten, dass es eine „menschliche Natur“ gibt. Diese Sachkenner sagen, dass man den Menschen nicht beliebige Dinge beibringen oder sie in beliebiger Weise ändern kann, und wenn man es doch versucht, dann bekommt man Ärger. Wenn man ihnen andererseits bestimmte Dinge vorenthält, dann füllen sie die Lücke mit verrückten Ersatzdingen aus.“

          (aus: Paul Goodman – Aufwachsen im Widerspruch. Über die Entfremdung der Jugend in der verwalteten Welt, Verlag Darmstädter Blätter, 2. Auflage, S. 34 f.)

          „Dir müsste es doch eigentlich ein leichtes sein auch „antilinke“ Schriften argumentativ in Angriff zu nehmen und diese, abseits von Polemik, außeinanderzurupfen, oder? Dass sie sich freuen müsste dir doch auch vollkommen egal sein, vor allem wenn du es dann schaffst ihnen die Freude zu nehmen, indem du ihre Gedankenkonstrukte eben zu Brei schlägst.“

          Klar, ich habe ja auch sonst nichts zu tun.

          „Damit will ich nicht sagen, dass das, worauf du dich stützt, ein schlechtes Fundament ergibt, sondern, dass deine Schriften nicht die Einzigen sind, die es sich lohnt durchzulesen.“

          Sorg dich mal nicht, ich habe Schriften von Vertretern der verschiedensten Weltanschauungen in meinem Bücherregal, ich vertrete die Auffassung, dass jede bedeutende geistige Tradition der Menschheit wichtige Teilwahrheiten besitzt.

      • @ Christian

        „ich fand die Darstellung von Pinker ganz interessant, hatte überlegt sie hier als Text zur Diskussion zu stellen. Habe den Text aber nicht als digitalen Text“

        Ich fände es eine sehr gute Idee mal ein paar der männerfeindlichen Passagen aus Steven Pinkers Werken zur Diskussion zu stellen. Ich finde es bedauerlich, wie unkritisch mit Pinker in einem Teil der Männerrechtsbewegung umgegangen wird, obwohl er manchmal ähnlichen männerfeindlichen Müll von sich gibt wie radikale Feministinnen.
        Zumindest für linke Männerrechtler hat Steven Pinker m.E. eher wenig zu bieten: antilinks und männerfeindlich. (Seiner Hypothese vom Rückgang der Gewalt im Laufe der Menschheitsgeschichte stimme ich allerdings im Groben zu.)

  14. @Leszek

    Danke für die Antwort.

    Mich verwundert es ab und zu schon, wie du zu gewissen Themen auf die schnelle Zitate findest um deine Behauptungen zu belegen.
    Führst du ein Register mit Schlagworten? Immerhin scheinen das nicht gerade wenige Bücher zu sein, die du dir anscheinend schon durchgenommen hast.

    „ich vertrete die Auffassung, dass jede bedeutende geistige Tradition der Menschheit wichtige Teilwahrheiten besitzt.“

    Ziemlich vorbildlich!

    • @ Slavo

      „Mich verwundert es ab und zu schon, wie du zu gewissen Themen auf die schnelle Zitate findest um deine Behauptungen zu belegen.
      Führst du ein Register mit Schlagworten?“

      Nein, ich habe diesbezüglich ein gutes Gedächtnis, wenn es sich um Themen handelt, die mich interessieren.

      „Immerhin scheinen das nicht gerade wenige Bücher zu sein, die du dir anscheinend schon durchgenommen hast.“

      Ich habe mir die letzten Jahre recht viele Bücher gekauft. Manche davon habe ich ganz gelesen, manche quergelesen, manche nur überflogen. Aber ich weiß meist, wo ich suchen muss, um Informationen zu irgendeinem Thema zu finden, das mich gerade interessiert. Und ich kann, glaube ich, ganz gut recherchieren, wenn mich etwas interessiert.

  15. Pingback: Fundstück: Mobbing als Hürde für Beziehungserfahrung | Geschlechterallerlei

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