„Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger“

Der Spiegel berichtet darüber, dass inzwischen eher Menschen gleicher Bildung heiraten:

Der Arzt heiratet nicht mehr die Krankenschwester – er heiratet eine Ärztin.

Diese Entwicklung hat einen Nebeneffekt: Der soziale Aufstieg durch Heirat wird immer schwieriger – und das verringert die Aufstiegschancen generell. Sogar die steigende Einkommensungleichheit in westlichen Gesellschaften lässt sich zum Teil mit den veränderten Heiratsverhalten erklären.

Es ist aus meiner Sicht verständlich, dass sich die Schema verschieben. Denn Gleichheit ist zum einen ein in der Partnerwahl wichtiges Merkmal, zum anderen aber entsteht dies auch schlicht daraus, dass man sich im Studium oder über den Beruf kennen lernt und dann später heiratet. Eine weitere Quelle sind Freunde von Freunden, die eben dann meist auch aus einem ähnlichen sozialen Umfeld kommen.

Eine Untersuchung von Hunderttausenden US-Paaren zwischen 1960 und 2005 brachte die Erkenntnis, dass die soziale Mobilität durch sogenannte homosoziale Ehen in der Gesellschaft ab- sowie die Ungleichheit der Haushalte in Sachen Einkommen zunimmt. Auch in einer 2011 veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)wird die „Tendenz zur Paarung unter Gleichen“, als ein Grund für die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft genannt.

In Deutschland gibt es Studien, die eine ähnliche Entwicklung nahelegen: „Der Anteil der aufwärtsheiratenden Frauen hat über die Generationen hinweg deutlich abgenommen“, schreiben etwa dieSoziologen Hans-Peter Blossfeld und Andreas Timm. Es gibt jedoch auch eine Untersuchung der Soziologen Hans-Jürgen Andreß und Martin Spitzenpfeil, die auf Deutschland bezogen zu einem anderen Ergebnis kommt: Demnach sei der Anteil der homogamen Haushalte über dreißig Jahre hinweg relativ konstant geblieben.

Aufwärtsheiraten – wir hatten es hier schon einmal in einer Kommentardiskussion – kann man natürlich auch, wenn man innerhalb bestimmter Schichten heiratet. Etwa wenn die Sozialpädagogin den erfolgreichen BWLer heiratet oder den gut verdienenden Ingenieur. Oder die Richterin den Anwalt aus der Großkanzlei.

In der Tat dürfte das aber die sozialen Unterschiede vergrößern: Nicht nur haben solche Familien mehr Einkommen, sie haben im Schnitt auch intelligentere Kinder (aufgrund der Vererbbarkeit von Intelligenz), die sie gleichzeitig besser fördern können (sowohl selbst als auch finanziell).

Ich finde allerdings sowieso, dass das Abstellen auf die Unterschiede ein schlechtes Kriterium ist, dass allenfalls in einer Neiddebatte verwertbar ist. Wichtiger dürfte sein, wie die Lebenmöglichkeiten an sich in dem jeweiligen Land sind. Ich sehe auch nicht wirklich, wie man große Unterschiede verhindern will: Nehmen wir mal als Beispiel Larry Page, Mitgründer von Google, mit einem Vermögen von 23 Milliarden Dollar. Natürlich ist das unverschämt reich. Sogar grotesk reich. Aber will wirklich jemand, dass er Google in andere Hände geben muss und seine Anteile verkaufen muss, weil es eine Obergrenze gibt, vielleicht gar an den Staat?  Oder an beliebige Investoren? Und danach muss er das Geld zwangsverprassen bis er unter eine bestimmte Grenze fällt? Da würde man sich wohl einiges an Unternehmertum abschneiden (und viele Leute müssten wohl einfach noch luxuriöser leben, damit sie das Geld selbst ausgeben und nicht weggeben müssen). Und welche Obergrenze soll das sein? Sind ein paar Millionen okay oder weniger? Die meisten Menschen dürften abgesehen von ihrem Neid Vorteile davon haben, dass es entsprechende Konzerne gibt, in denen viele schlaue Menschen wieder Arbeit finden und sich ebenfalls einen hohen Standard aufbauen können.

Aber zurück zu Männer und Frauen:

Fakt ist, dass es vor 50 Jahren für Männer noch extrem schwierig war, Partnerinnen mit demselben Bildungshintergrund zu finden. In den Universitäten gab es nur wenige Frauen. Die Studenten waren also gezwungen, ihre Partnerinnen in anderen Umgebungen zu suchen. Etwa in der Kneipe oder bei Tanzveranstaltungen.

Das hat sich geändert: Der Anteil von gebildeten Frauen in westlichen Gesellschaften ist in den vergangenen Jahrzehnten rapide gestiegen, das Verhältnis bei Abiturienten und Studienanfängern ist heute ausgeglichen. Es greift nun, was Soziologen als „Gelegenheitsstruktur“ bezeichnen: Es ist eben einfacher, als Student auf eine Studentin zu treffen als auf eine Fabrikarbeiterin. Und Gelegenheit macht Liebe. „Menschen fällt es leichter, sich in andere Personen zu verlieben, die einen ähnlichen Habitus haben, ähnlich denken und fühlen, gleiche Werte teilen, den selben Geschmack haben“, sagt Kultursoziologe Günter Burkart.

Gleiche Interessen und gleiche Vorstellungen machen die Sache in der Tat häufig leichter. Zumindest ein gewisses gleiches Bildungsniveau kann da einiges ausmachen. Wobei ja auch in der Gruppe „Studenten“ ganz erhebliche Unterschiede im denken und Fühlen und in den Werten vorhanden sein können.

Die Frauen haben es in der Hand: Sie müssen bei derPartnerwahl nicht mehr nach oben gucken – denn dort sind sie bereits angekommen. „Nun könnten sie ihrerseits nach unten schauen – doch warum sollten sie das tun? Es gibt ja viele potenzielle Partner mit einem ähnlichen Hintergrund“, sagt Burkart. Und wenn die Frau tatsächlich mehr verdient oder einen höheren Abschluss hat als der Mann? „Dafür brauchen beide ein großes Selbstbewusstsein, sonst ist dieses Modell konfliktbelastet“, sagt Burkart: „Es muss ihnen egal sein, wenn etwa Freundinnen oder Freunde über den Partner herziehen.“

Das ist auch eine schöne Weise die Aussage zu umgehen, dass viele Frauen sich sehr ungern nach unten orientieren. Und das ein gewisses Ungleichgewicht dadurch hineinkommen kann, dass Status und ein guter Job Männer attraktiver machen, Frauen aber nicht unbedingt. Und das dadurch eben Frauen auf einer hohen Position eher Probleme haben einen passenden Mann zu finden, weil Männer auf gleicher Stufe dann eben eher eine zwar auch studierte Frau, aber aus der niedrigeren Stufe auswählen.

80 Gedanken zu “„Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger“

  1. Man braucht keine EInkommensobergrenze oder eine Vermögensobergrenze sondern schlicht eine Vermögenssteuer. Eine Vermögenssteuer von einem Prozent pro Jahr animiert Wohlhabende, mehr von ihrem Geld auszugeben (Wirtschaftsförderung). Durch die Einnahmen könnten die Steuern und Sozialabgaben auf niedrige Einkommen gestrichen oder die Mehrwertsteuer um einige Prozentpunkte gesenkt werden. Oder wenn man den Armen nichts Gutes tun will, könnte man damit zumindest Deutschlands marode Infrastruktur wieder in Ordnung bringen (Der Zustand der Straßen ist viel schlechter als bspw. in Frankreich). Gleichzeitig würde das vielleicht dem „Immer-Reicher-werden-der-Reichen“ etwas entgegenwirken während die Ärmeren deutlich entlastet werden können – hier zählen nämlich schon 100 Euro im Monat sehr viel.

    • Das waren dann bei Larry 280 Millionen pro Jahr. Warum sollte er da mehr ausgeben? Die e innigen die mehr ausgeben müssten waren solche die knapp an der Grenze waren. Alle, bei denen das vermögen in firmenanteilen gebunden ist würden wohl nicht ihren Konsum erhöhen. Sie wurden aber wohl noch eher in günstige Länder ohne Vermögenssteuer abwandern. Oder wir wurden einige interessante Steuermodelle zB über Stiftungen sehen.

      • Gut, dann würde sich der Konsum in diesem Fall nicht erhöhen, der kauft sich eh alles was er will, aber gebundenes Vermögen kann nicht fliehen, die Einnahmen wären also auch wenn er seine Aktien verkauft immer noch da, weil Jemand anders die Steuer bezahlen müsste. Steuerschlupflöcher könnte man mit gutem Willen allesamt schließen, die wurden ja extra von reichen Menschen für noch reichere Menschen gemacht.

        • Gebundenes vermögen mag nicht fliehen können, aber dessen Eigentümer. Man kann dann eben woanders leben und notfalls auch woanders investieren.

          Was ist eigentlich so schlimm daran, dass die Leute reich sind? Sie führen ja durch ihr unternehmen und dessen angestellte ein zu erheblichen Mehreinnahmen für das Land.
          Siehst du eine Gefahr geringerer Steuereinnahmen durch Abschreckung solcher Unternehmer?
          Es ist ja insbesondere am Anfang ein erhebliches Problem, will es dir immer Geld aus den unternehmen zieht.

        • Schlimm ist, dass so viele andere arm sind und es immer mehr Arme gibt, während eine immer kleinere Gruppe immer reicher wird und ihr Geld nicht ausgibt oder investiert, sondern hortet.

          Ungleichheit erzeugt Konflikte, die die Gesellschaft zerstören können; man sehe sich jedes beliebige Land in der Dritten Welt an.

        • Man kann ja da besteuern wo das Geld verdient wird oder liegt und nicht da wo ein imaginärer Firmen-, oder Wohnsitz ist (diesen Betrügerfirmen wie Apple und Amazon die ihre Umsätze in Steueroasen übertragen um nichts zu bezahlen müsste man eh langsam das Handwerk legen). Das Geld kann also nicht verloren gehen. Klar würde eine Vermögenssteuer das Investitionsklima belasten, aber in Deutschland sehe ich nicht die Industrie als Problemfall sondern den durch inzwischen zehn Jahre Reallohnverfall und auseinandertreibende Wohlstandsverhältnisse geringen Wohlstand vieler Menschen und die damit verbundene schwache Binnenwirtschaft. Warum sind Friseure denn inzwischen so günstig und so gut wie alle Arbeit bei Privatmenschen wird von Schwarzarbeitern erledigt? Die Leute können sich nichts mehr leisten und ob ein VW – Konzern aufgrund des hervorragenden Geschäftsklimas dabei 100 Millionen mehr Umsatz macht ist für mich dabei erstmal zweitrangig. Wenn man sich darum kümmert, dass die Ärmsten 30 % auch was zum ausgeben haben und nicht erst bei Lidl überlegen müssen ob sie sich nen Schweinebraten leisten können, dann profitiert davon sowohl der Einzelhandel als auch früher oder später Alle die im Dienstleistungsgewerbe arbeiten (Mehr Kunden und mehr Nachfrage => Höhere Löhne und mehr Jobs). Der zunehmend automatisierten Industrie traue ich es zu, sowas zu verkraften, zumal die ja dann auch selbst mehr absetzen werden. Das Ganze sollte man natürlich EU-weit einführen, damit Unternehmen wenn sie deswegen fliehen deutlich teurere Zölle zahlen müssten. 1 % ist auch nur eine fiktive Zahl, das wären wohl ungefähr 40 Milliarden im Jahr in Deutschland, vielleicht wären 0,2 % angemessener diese Ziele zu erreichen.

        • Was ist eigentlich so schlimm daran, dass die Leute reich sind?

          Wer stört sich den daran? Eigentum verpflichtet. Es muss nicht immer Neid sein.

          Sie führen ja durch ihr unternehmen und dessen angestellte ein zu erheblichen Mehreinnahmen für das Land.

          Genau! Google gehört zu den absoluten Top-Steuervermeidern. Die effektive Steuerbelastung, gemessen am Umsatz, jedes KMU liegt um einiges höher. Kann man sich natürlich schön reden.

        • Volkswagen setzt etwa 10 Millionen Fahrzeuge ab. Etwa 6,5 Prozent davon im deutschen Markt. Das entspricht meiner Einschätzung nach auch der Bedeutung des deutschen „Binnenmarktes“ für das verarbeitende Gewerbe, Deutschland läuft längst unter ferner liefen und ist einzig aufgrund von Tradition, brain und Marketing Aspekten wichtig. Die Kohle wird längst woanders verdient. Es ist witzig da zu argumentieren, gebt den Leuten mehr Geld, das hilft unserer Industrie.

          Ganz ähnlich haben das die Japaner gemacht, zweimal sogar. Problem: man kann den leuten zwar geld geben aber nicht bestimmen was sie kaufen. So war dann wohl doch von dem staatlich geschenkten Geld ein samsung gerät im Warenkorb statt sony….

        • Das Geld wird da verdient wo das Produkt verkauft wird. Das Apple, eine amerikanische Firma, den größten Teil seines Gewinns in Irland zu gigantischen 3 % versteuert ist zwar klar, weil es möglich ist, aber meiner Meinung nach nicht rechtens. Das Amazon alle Umsätze in Europa in Luxenburg versteuert ist ebenso falsch. Wer von den Absatzmärkten profitiert, soll auch dort Steuern zahlen.

        • @ petpanther
          „Es gibt einen ethischen Rahmen.“

          Der ist in einem rechtsstaatlichen Staatswesen erst einmal irrelevant. Es gilt die Verfassung.

          Abgesehen davon unterscheiden sich ethische Rahmen von Mensch zu Mensch.

          „Wer bestimmt was “rechtens” ist?“

          Der Gesetzgeber und letztlich das BverG.

        • Das ist platt wie ein Roboter. Und hat keinen echten über admimistrativ buchhalterisches hinausgehenden Inhalt.

          Jeder Gesetzgebung, auch einer Verfassung, unterliegt ein ethischer Rahmen an dem „gemmessen“ und „abgeglichen“ wird.

          Dito mit der Interpretation von Gesetzen.

        • @ petpanther
          Das ist nicht platt, das ist die Essenz des Rechtsstaates. Ich kann nichts dafür, wenn Du die Begriffe „Recht“ und „Ethik“ verwischen willst.

          Ethik ist die Anwendung einer subjektiven persönlichen Moral. Recht ist ein allen aufgezwungenes Rahmenwerk für das gesellschaftliche Miteinander.
          Im Besten Fall stimmt man mit dem Recht überein.
          Im schlechtesten Fall widerspricht das Recht der eigenen Ethik.

        • @Christian > Was ist eigentlich so schlimm daran, dass die Leute reich sind?

          Per se? Nichts. Eine Gesellschaft aus „nur“ reichen Leuten würde sogar viel besser funktionieren als eine aus „nur“ armen Leuten. Hätte halt in Nullkommanix einen Krieg mit der Nachbargesellschaft aus den armen Leuten; jeder Vollidiot kann Krieg.

    • „sondern schlicht eine Vermögenssteuer. Eine Vermögenssteuer von einem Prozent pro Jahr animiert Wohlhabende, mehr von ihrem Geld auszugeben (Wirtschaftsförderung)“
      Vermögensbewertung ist keine einfache Sache und um Vermögen zu besteuern muss man es bewerten.

      Oma L. hat ein Haus von Ihren Eltern geerbt, inzwischhen würde man es mit 1. Mio Euro taxieren. Sie bezieht eine Rente von ca 800 Euro.

      Bitte erläutern, wie das genau gehen soll.

      • @dummerjan

        Interessanter finde ich ja das Beispiel, wo jemand einen Betrieb aufbaut.

        Er nimmt einen Kredit auf, um ihn groß zu machen, für Maschinen und die Halle etc. Der ist erst mit dem Wert der Maschinen etc zu verrechnen.
        Irgendwann hat er einen bestimmten Wert X erreicht durch seinen Betrieb. Jetzt kommt plötzlich die Vermögenssteuer auf diesen Wert dazu. Die muss er nun plötzlich zusätzlich stemmen und das jedes Jahr. Er muss also seine Produkte teurer machen.

        Gut, mit einem Prozent ist die zusätzlich Belastung noch relativ gering. Bei einer Million wären es dann 10.000 € pro Jahr

        Meiner Meinung nach muss man aber auch noch die Zusatzkosten dagegen rechnen, die für die Überprüfung draufgehen. Das wird einiges sein. Der Gewinn solcher Steuern ist üblicherweise gering

        • Die muss er nun plötzlich zusätzlich stemmen und das jedes Jahr. Er muss also seine Produkte teurer machen

          Wenn Unternehmen Vermögenssteuer zahlen. Ansonsten liegt vermutlich die falsche Unternehmensform vor.

      • Als ob es so ein Problem wäre selbst genutztes Wohneigentum oder Altersvorsorge außen vor zu lassen…

        Aber klar, wenn man schon keine Lust hat überhaupt auch nur darüber nachzudenken.

        • @Christian
          Das muss nicht zwingend mit dem Wert zusammen hängen. Bei selbst genutztem Wohneigentum könnte man auf eine Bemessungsgrenze verzichten. Und bei Altersvorsorge könnte die Anlageform eine Rolle spielen.

          Davon abgesehen geht es in erster Linie um große Vermögen. Aus dem Bauch heraus eine Grenze zu ziehen ist immer schwierig. Aber werfen wir doch einfach mal 5-10 Mio. in den Ring.

        • Es ist unfassbar wie mobil so ein Vermögen ist, 5 Millionen? Die sind im nu woanders. Wir hatten mal einen Finanzbeamten im Seminar, da gings dann darum wie ein schwedisches Unternehmen ein ortsansässiges Unternehmen aus dem Landkreis gekauft hat und sämtliche Aufwendungen ihm übertragen und somit keine Steuern zahlen musste. Hochinteressant, aber es hat auch gezeugt wie personell und ideell (steuerexperten gehen zu pwc nicht in die finanzdirektion) unterlegen deutsche Steuerbehörden sind.

          nein nein. Da darf man sich nichts vormachen, eine vermögenssteuer trifft nicht reiche, sondern die armen deren Kapital nicht so mobil ist, also die leute unterhalb der progressionsstufe zwei „reichensteuer“.

      • In den Anfangsjahren der Bundesrepublik dachte man noch, man könne alle paar Jahre sämtliche Verkehrswerte durch steuerbeamten erfassen. Problem, selbst eine Erfassung dauert mehre Jahre. So lange, das die werte der ersten Objekte gar nicht mehr als steuerbasis dienen können. Alle Besteuerung von Immobilien beruht auf einer Erhebung von vor 50 jahren und die Schätzung neuer Objekte anhand dieser uralten Erhebung. Es ist kostengünstiger auf die Abweichungen zum gegenwartswert zu verzichten, als für hunderte von Millionen Beamte rauszuschicken…

        Das ist das erste Problem einer substanzbesteuernden Vermögenssteuer. Das zweite Problem: Doppelbesteuerung. Jedes Vermögen resultiert aus Einkommen, jedes Einkommen wird aber schon besteuert, Doppelbesteuerung ist jedoch nicht zulässig. Auch hier gibt es keine Antworten von der Vermögenssteuerlobby wie dieses Problem umgangen werden soll.

        • @teardown

          „Jedes Vermögen resultiert aus Einkommen, jedes Einkommen wird aber schon besteuert, Doppelbesteuerung ist jedoch nicht zulässig. Auch hier gibt es keine Antworten von der Vermögenssteuerlobby wie dieses Problem umgangen werden soll.“

          Da scheint mir die Antwort simpel: Sie haben nichts gegen eine Doppelbesteuerung.
          In Deutschland müsste man dafür wohl nach der bisherigen Rechtsprechung des Bverfg das Grundgesetz ändern. Aber das ist ja grundsätzlich möglich

        • „In Deutschland müsste man dafür wohl nach der bisherigen Rechtsprechung des Bverfg das Grundgesetz ändern.“

          Die Doppelbesteuerung gibt es in D schon bei der Mineralölsteuer, auf die noch die USt erhoben wird.

      • Ein selbst bewohntes Eigenheim kann man im bestimmten Umfang freistellen. Im Sozialrecht geht das ja auch (Schönvermögen kann auch ein Eigenheim in angemessenem Umfang sein).

        Bei Mietshäusern z.B. erscheint dies nicht geboten, da damit Einnahmen erwirtschaftet werden.

        Problemfälle sehe ich nur bei Unternehmen, die sich gerade so durchschlagen. Aber die paar Ausnahmefälle – die man mit guten Willen sicherlich auch lösen könnte, z.B. durch Stundung – geltend dann als Argument dafür, generell den Reichtum unangetastet zu lassen. Auch nicht ganz ehrlich, oder?

        • @tom

          Die Frage, die mir zu wenig kommt:
          Warum ist es überhaupt so wichtig, dass man da was macht?

          Reiche menschen wie Larry Page sind ja nicht schädlich für die Gesellschaft, im Gegenteil. Sie bauen und ermöglichen großartige Sachen.
          Und natürlich geben sie damit auch gleichzeitig dem Gemeinwesen, durch steuern zb aber auch durch die Steuern, die ihre Mitarbeiter aus ihrem Lohn zahlen (auch das ist ein Produkt des Unternehmens).

          Was ändert eine Vermögenssteuer dann tatsächlich? Sie geben nur etwas mehr ab, was man auch über Steuern an sich regeln könnte und was häufig eben eine Doppelbesteuerung wäre?

        • „Reiche menschen wie Larry Page sind ja nicht schädlich für die Gesellschaft, im Gegenteil.“

          Ehrliche Frage: Welchen Nutzen hat eine Gesellschaft von Hedge-Fonds-Managern u.dergl.
          Für den VWL-Unwissenden wirken sehr viele Börsentätige so, als würden sie elaborierte Wege gefunden haben, Sahne abzuschöpfen, ohne irgendjemand anderem auch nur den geringsten Gegenwert zu bieten.

          Aber da ich es für möglich halte, dass der Eindruck einfach an meiner Ahnungslosigkeit liegt, ist die Frage hoffentlich erlaubt.

          • @only_me

            „Ehrliche Frage: Welchen Nutzen hat eine Gesellschaft von Hedge-Fonds-Managern u.dergl.“

            Dann wäre die Frage doch eher, ob man Hedge-Fonds reguliert.
            Nicht ob man damit reich gewordene zusätzlich besteuert. Das wäre dann eine „Moralsteuer“. Also die Frage, ob er sein Eigentum verdient hat.

            „Für den VWL-Unwissenden wirken sehr viele Börsentätige so, als würden sie elaborierte Wege gefunden haben, Sahne abzuschöpfen, ohne irgendjemand anderem auch nur den geringsten Gegenwert zu bieten.“

            Die Börse an sich hat natürlich einen Wert, sie erlaubt sowohl dem Bürger Kapitalist zu werden als auch Unternehmen, Geld zu erhalten. Das es ausgenutzt werden kann ist aus meiner Sicht jetzt eher ein schwaches Argument

          • @Christian,

            du hast mich missverstanden. Natürlich weiß ich um den Nutzen einer Börse an sich.
            Und ich stimme dir zu, dass Steuer vermutlich ein recht schlechter Weg ist, Ungerechtigkeiten auszugleichen.

            Aber du argumentierst oben, dass Reiche ja gut und nützlich fürs Land sind und man deswegen nicht neidisch sein soll.

            Und das stimmt – da du selbst ja auch keinen Nutzen in Hedge-Fonds u.dergl. nennen kannst – in der allgemeinen Form anscheinend nicht.

          • @only me

            Dann ist ja die Frage, ob Reiche allgemein Nutzen bringen, auch wenn einige Reiche keinen nutzen bringen. Wenn der Nutzen insgesamt größer wäre, dann wäre es Blödsinn gegen Reiche zu sein.

            Natürlich wird überdies auch der HedgeFond-Manager Geld ausgeben, von dem andere leben. Er wird ein Haus bauen, Sachen kaufen wie Autos, Technik etc. Er wird Sekretärinnen berschäftigen.
            Ich vermute mal, dass es zB positiv ist die Londoner Börse im Land zu haben statt einer Börse mit geringen Umsatz

          • „Natürlich wird überdies auch der HedgeFond-Manager Geld ausgeben, von dem andere leben.“

            Leben davon so viele, wie vorher in der Firma beschäftigt waren, die er mit seinen Spekulationen in den Konkurs getrieben hat?

            „dann wäre es Blödsinn gegen Reiche zu sein.“
            Ich habe nichts gegen Reiche per se. Dass Bill Gates mehr Geld hat als ich, ist vollkommen gerechtfertigt.

            Aber mit „Manche haben es redlich verdient, viel Kohle zu haben“ kann man nicht widerlegen, dass mit unserem Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt und die Regelungssysteme, die es gibt, anscheinend zu kurz greifen.

        • @only_me

          Der Eindruck ist nicht falsch.

          Es liegt an der Balance und einer gegenseitigen Bedingtheit. Kapital sollte günstigerweise echter substantieller Produktivität zugeführt werden. Insofern hat das schon einen Sinn.

          Hier hat es aber eine missbräuchliche Entkopplung gegeben.

          Es ist so als ob Pokerspieler etwas hochwetten und dann versucht wird das über tatsächliches Erwirtschaften zu „erden“.

          Hohe Wettgewinne können niemals von tatsächlich er Produktivität gedeckt werden. Bruttosozialprodukte sind seit jeher typischerweise im einstelligen und mit Ausnahmen im niedrigen zweistelligen Bereich.

          So etwas kann nur eine Zeitlang „gutgehen“. Da liegt soviel „Buchgeld“ auf der Kante, dass wenn das in den Markt drängt es sofort zu Blasenbildung mit entsprechender Entwertung kommt. Genau das ist auch seit einiger Zeit beobachtbar. Mit abwechselnden Bereichen.

          Ein gefährliches Kartenhaus, das niemand um Griff hat und niemand wirklich benennt. Aber viele wissen es. Besonders die, die da auch agieren.

        • @only_me

          Grundlage zu Lösungsansätzen wäre die Enttabuisierung des von mir skizzierten Sachverhalts.

          Dann kann man auch dran gehen hier über Regeln das Spielfeld so zu gestalten, dass die erwähnte Kopplung wieder gewährleistet ist.

          Keine Rocketscience. Ein politisch-kulturelles Problem.

        • @ petpanther
          „Grundlage zu Lösungsansätzen wäre die Enttabuisierung des von mir skizzierten Sachverhalts.“

          Das ist platt. Petpantherplatt. Ein Herummogeln um klare Aussagen.

        • @only_me > Welchen Nutzen hat eine Gesellschaft von Hedge-Fonds-Managern u.dergl.

          In Anbetracht der Tatsache, dass Hedgefondmanager ihr (vieles) Geld dadurch verdienen, dass sie Gebühren dafür erhalten, anderer Leute Geld hin- und herzuschieben, scheinen zumindest einige Elemente der Gesellschaft ihnen einen hohen Nutzen beizumessen. Ich weiß, dass das nicht Deine Frage war, aber das ist der relevante Punkt.

          @Adrian> Was haben denn Weltkriege mit Hedge-Fonds zu tun?
          Ich nehme an, das bezieht sich auf diejenigen, die gegen Währungen wetten. Wenn eine Währung zusammenbricht, ist der nächste Krieg nicht weit – historisch gesehen. Für jedweden Regenten ist ein Krieg gegen einen externen Feind angenehmer als ein Bürgerkrieg. Ich finde aber nicht, dass die Hedge-Fonds etwas dafür können, wenn die Regenten ihre Währung und ihren Haushalt nicht im Griff haben.

          @petpanther: Das Wirtschaftssystem ist fein. Das Geldsystem hingegen ist designed to fail.

        • @lollipops4equality

          Yup.

          Hatte ich ha gerad mit anderen Worten beschrieben. Es geht um die Wiederherstellung einer gesunden Kopplung zu einem sich bedingendem, sich gegenseitig marktmässig regulierendem Ganzen.

        • „Es geht um die Wiederherstellung einer gesunden Kopplung zu einem sich bedingendem, sich gegenseitig marktmässig regulierendem Ganzen.“

          Boah ey. Das wird ja immer besser 😀 😀 😀

        • @ Christian

          „Reiche menschen wie Larry Page sind ja nicht schädlich für die Gesellschaft, im Gegenteil. Sie bauen und ermöglichen großartige Sachen.“

          In den USA benutzen die Koch-Brüder David und Charles ihr immenses Vermögen (von 34 Mrd. $ pro), um direkten Einfluss auf die Politik zu nehmen. Sie sind die Hauptfinanziers der Tea-Party und verfolgen sehr persönliche Ziele – in erster Linie die Verhinderung eines wirkungsvollen Sozialsystems und eine gerechtere Steuerverteilung in den Bevölkerungsschichten.

          Ich behaupte mal, dass man nur Milliardär wird, wenn man ausgeprägte Raubtierinstinkte hat. Diese Leute haben nur sehr eingeschränkt ein soziales Gewissen und müssen gerade deshalb an die Kette gelegt werden.
          Geradezu ein Bilderbuchbeispiel war der Bankencrash von 2008, der nur möglich war, weil völlig gewissenlose Zocker Billionenvermögen verspielten, in dem Gefühl, dass sie schon aufgefangen würden, wenn’s schief geht.

          Hab gestern noch ein Stück einer Doku über die Fugger gesehen. Dort fiel die Unternehmerweisheit „Verleih nie so viel Geld, dass der Schuldner mächtiger wird, als du!“

          • @carnofis

            Aber wären wir besser gestellt, wenn sie dieses Vermögen nicht hätten aufbauen können? Hätten wir dann überhaupt Unternehmen wie Koch industries? Und würde das mehr Geld bringen für die weniger vermögenden oder im Endeffekt weniger?

        • „Aber wären wir besser gestellt, wenn sie dieses Vermögen nicht hätten aufbauen können?“

          Das ist allenfalls eine philosophische Frage. Es gibt etwa 6 Mrd nichtgenerierter Milliardenvermögen.
          Schadet das uns?
          Nützt es uns?
          Volkswirtschaftlich würde es auf jeden Fall nützen. Nicht dem Einzelnen, der für das Mehr nur zwei weitere Kisten Bier und nen größeren Fernseher kaufen würde.
          Aber – und das Beispiel habe ich direkt vor Augen, wenn ich aus meinem Bürofenster schaue – große Vermögen könnten nicht mehr dazu verwendet werden, als Heuschrecken gesunde Firmen zu zerschlagen, um Gewinn aus dem Verkauf des Betriebsvermögens für die Zocker zu ziehen.

          Mehr noch aber nimmt wirtschaftliche Macht Einfluss auf die Politik, indem sie große Bevölkerungsmassen manipuliert. Da wird sie zu einer ernsten Gefahr für die Gesellschaft.
          Allein das ist inakzeptabel und wiegt keinen wie auch immer gearteten Vorteil auf.

          • @carnofis

            „Aber – und das Beispiel habe ich direkt vor Augen, wenn ich aus meinem Bürofenster schaue – große Vermögen könnten nicht mehr dazu verwendet werden, als Heuschrecken gesunde Firmen zu zerschlagen, um Gewinn aus dem Verkauf des Betriebsvermögens für die Zocker zu ziehen.“

            sie können aber auch nicht mehr genutzt werden, um neue, innovative, risikoreiche Produkte zu produzieren oder Forschung in der Richtung zu mache. Ich bezweifele, dass wir zB
            Smartphones hätten, wenn es keine großen Vermögen gäbe.

            „Mehr noch aber nimmt wirtschaftliche Macht Einfluss auf die Politik, indem sie große Bevölkerungsmassen manipuliert. Da wird sie zu einer ernsten Gefahr für die Gesellschaft.
            Allein das ist inakzeptabel und wiegt keinen wie auch immer gearteten Vorteil auf.“

            Sehe ich anders. Das kann man durch eine freie Presse und letztendlich auch durch das Internet als freie Informationsquelle durchaus regeln. Zumal alle Gesellschaften, die kein großes Vermögen zuließen und das beim Staat bündelten, eher stärker auf Manipulation gesetzt haben.

  2. Feministinnen werden es benevolenten sexismus nennen, aber tatsache ist, männer haben diese möglichkeit des sozialen aufstiegs nicht.

    es mag hier und da ne ausnahme geben, wo eine „gebildete“ frau einen „ungebildeten“ mann heratet, dann sind da aber nur die statusmerkmale verschoben, also der mann hat zwar kein abitur, aber einen meister im handwerk und leitet einen kleinstbetrieb, während sie grundschullehrerin ist oder ähnliches. also er ist auf dem papier, in unserer gesellschaft, die an keine bildung jenseits von institutionen glaubt, die schlechtere partie, fianziell aber die bessere. und wahrscheinlich auch nicht blöd.

    und die frage bleibt, in wie weit diese ehen „auf augenhöhe“ mit der scheidungsrate zusammenhängen.

    frauen überbewerten die eigene bildung sehr häufig, sind aber meiner erfahrung nach, selten mehr als „fachidioten“, auf ihrem studiengebiet kompetent, in der lage dem üblichen intellektuellen smalltalk zu folgen und mitzumachen, darüber hinaus aber interessenfrei. das führt aber dazu, dass sie den nicht-akademiker gar nicht mehr als partner wahrnehmen können, schliesslich hat man ja studiert,also standesdünkel trotz SDS-Zeit. das aber gerade im bereich der geistes und sozialwissenschaften (wo ja die meisten frauen anzutreffen sind) es keinen erkenntnisgewinn gibt den ein wacher geist nicht auch in einer gutsortierten öffentlichen bibliothek erlangen kann, dazu fehlt das reflektionsvermögen.

    Bevor mich die frauen hier lynchen: fachidioten gibts auch genug männliche, allerdings IMO häufiger mit mehreren „außerfachlichen“ Interessen kombiniert als andersherum

  3. Warum sollten sie das tun? Ist das ernstgemeint? Ist ein ehrlicher Umgang mit frauen schon majestätsbeleidigung?

    Nein lieber Herr burkart, es gibt nicht genügend Partner für eine immer steigende Zahl an gepämperter Superfrauen, die bestausgebildeste frauengeneration aller Zeiten (Superlativer geht es nicht mehr). Gerade die Akademikerin bleibt mann- und kinderlos, es zeigt sich ja nun überall der Mangel an „guten“ Männern.

    Hier müssten tatsächlich mal frauen mutiger werden und soziale Codes umschreiben. Aber, wer wären wir denn, wenn wir frauen fordern. Ist schon recht. Dann lieber: warum sollten frauen das tun, es gibt genügend potenzielle Partner….haha

    • Fairerweise muss man dazu sagen, dass einkommenstarke Männer zunehmend auch darauf achten was frau verdient. Logisch, bei gegenwärtiger Gesetzgebung und deutlicher Aufwertung ihres partnerwertes. Sie sind die Könige am Partnermarkt, Anfang 30 mit Guten unbefristeten Jobs in exportindustrien wie Automobil- oder Maschinenbau. Sowohl die kunsthistorikerin als auch die Ärztin…und die nichtstudierte kämpfen um sie. Free choice.

      • Männer mit XXL-Einkommen leben häufig auch für ihren Job. Mit einem geregelten 8 Std. Arbeitstag ist es meistens nicht getan. Solche Männer sehen ihre Sekretärinnen dann häufiger als wie ihre Ehefrauen, von ihren Kindern ganz zu schweigen.
        Ich kenne ein paar solcher XXL-Männer, 3 von 4 haben die klassische Laufbahn hinter sich, geheiratet – Kinder gezeugt – Haus gebaut – Scheidung. Der 4. hat nie geheiratet.

    • Naja bei einem vorhandenem Kinderwunsch wäre es aber schon wünschenswert wenn die Frau „nach oben heiratet“, da in der Regel (weil die meisten Frauen erstmal bei ihrem Kind bleiben wollen) der Mann mindestens für die Dauer von ungefähr zwei Jahren Alleinverdiener sein wird und eine Reduzierung des Lebensstandards für die meisten Menschen wohl nicht als attraktive Perspektive gilt.

      • Das gilt nur unter der Annahme, dass Frau Zuhause bleibt und das Kind zur Mutter gehört.

        Was spräche dagegen wenn die Frau nach unten heiratet und dann eben ihrerseits den Alleinverdiener macht? Und plötzlich ist die Sache mit Kind und Karriere recht einfach zu erreichen.

  4. Ich kann gerade den letzten Abschnitt, dem du mit „Das ist auch eine schöne Weise die Aussage zu umgehen, … “ widersprichst, bestätigen. Eine meiner Beziehungen ist genau daran zerbrochen und es hat alle anderen zumindest etwas belastet (allerdings nur bei „meinen“ Männern). Meiner Frau macht weder mein höherer Bildungsabschluss, noch, dass ich wesentlich mehr verdiene als sie, etwas aus.

    • @karimaus

      Ich widerspreche ihr gar nicht, ich sage, dass sie in bestimmten Teilen nicht deutlich genug ist.
      Es ist ungefähr wie die Heirat mit einer nach dem gängigen Schönheitsideal für seinen Status zu hässlichen Frau. Sie wird sich vielleicht auch schnell abgelehnt fühlen, eifersüchtig sein auf hübschere Frauen, davon ausgehen, dass sich alle wundern, warum er mit ihr zusammen ist etc

    • Dieser letzte Absatz ist aber insofern falsch, als dass er so tut, als wären die Wünsche von Männern und Frauen in Bezug auf das Einkommensverhältnis gleich. Es gibt mittlerweile genug Studien und Daten dazu, dass es Frauen sehr viel wichtiger ist.

      Der wie ich finde eindrucksvollste Beleg dafür ist das kürzlich erschienene Buch Dataclysm, in dem Millionen von Online-Dating-Profilen und -Suchanfragen analysiert werden und sich die Präferenzen der Geschlechter zeigen. Frauen ist es vielfach wichtiger, was der Mann verdient als umgekehrt.

  5. Frauen heiraten nicht nach unten!Es gibt Ausnahmen aber im Schnitt wird sich das nicht durchsetzen, statusniedere Männer sind nicht attraktive für Frauen, jedenfalls nicht für eine LTR, eher bleiben viele statushohe Frauen und viele statusniedere Männer single.
    Deshalb wird es auf dem Partnermarkt dazu kommen, dass die attraktiven single(also alle die offiziell nicht vergeben sind) Männer mit zunehmenden Status einen immer größeren Pool an Frauen zur Auswahl haben. Wenn diese Männer auch noch die nötige soziale Intelligenz besitzen werden sie sich natürlich nicht binden und viele parallele Liebschaften unterhalten oder sogar offenen Beziehungen etablieren. Attraktive Männer mit etwas Status und Game werden ein klasse Beziehungs -und Sexleben haben. So richtig spürbar wird dieser Effekt aber nur für die Männer sein die genug Zugang zu Frauen mit Torschusspanik haben, da muss man dann als Mann auch nicht besonders aktive werden, man(n) ist schließlich das begehrtere Objekt.

  6. Hypergamie betrifft nicht nur den sozialen Status!

    Ich hab mir nun das Video von Bernhard Ludwig auf http://www.veoh.com/watch/v155788354ppYh8gp in voller Länge angeschaut. Interessant ist die Passage ab der 12. Minute:
    Ludwig lässt sein Publikum mit-agieren und stellt Fragen ans Publikum, die dieses – getrennt nach Frauen und Männer – mit Summen beantwortet.

    So fragt er ab der 16. Minute wer von den Frauen – sofern auf der Partnerschaftssuche – sich mit einem Partner zufrieden geben würde, der „weniger gescheit“ sein könnte als die Frau selbst. Keine der Frauen bestätigt dies…
    Bei den Männern gibt es diesbezüglich keine eindeutige Präferenz. Was aber letztendlich belanglos ist, da sie eh keine Frau „abkriegen“ können, die „gescheiter“ sei als sie selbst. Denn die Frauen nehmen ja keinen „weniger Gescheiten“.

    Als musikalisches Schmankerl noch „Tilda und die Redstars“ bezüglich der physischen Stärke:

  7. Na ja, eigentlich ein alter Hut, daß sich sozial Ähnliche am sympathischsten (und erotischsten:-)) finden. Die Uni ist halt die größte Partnerbörse. Mit der Überzahl an Frauen unter den Studenten ergibt sich halt ein großes Angebot an Heiratsmaterial, so daß der Arzt oder Anwalt nicht mehr seine Sekretärin oder Schwester heiraten muß. Weil die längst Ärztin oder Anwältin ist.
    ———————

    Noch ein Schmankerl:

    SCHÜTZENPANZER „PUMA“ MUß AUCH FÜR HOCHSCHWANGERE PLATZ BIETEN!

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/hohe-anforderungen-verzoegern-die-auslieferung-des-puma-panzers-13405087.html

    Eine grandiose Idee, oder? Frauen im 8. Monat sollen also im Puma durchs Krisengebiet rödeln. Na klar doch. In Wirklichkeit werden Schwangere natürlich sofort zum Stubendienst verdonnert und ab dem 5. Monat (vermute ich) nach Hause in Urlaub geschickt.
    Eine schwangere Frau würde niemals ins Ausland entsandt.

    Weiß jemand, ob Frauen überhaupt in der Panzertruppe am Gerät ausgebildet werden?
    Fürs Fahren könnte man sie einsetzen, wenn Servolenker eingebaut sind (müßte eigentlich). Als Schützin? Na ja. Kriegt man Frauen dazu, ernsthaft auf einen Menschen zu schießen? Die Hollywood-Amazonen à la Kate Beckinsale oder Agelina Jolie dürften eher Fantasigebilde sein.

    • „Fürs Fahren könnte man sie einsetzen, wenn Servolenker eingebaut sind (müßte eigentlich). Als Schützin? Na ja. Kriegt man Frauen dazu, ernsthaft auf einen Menschen zu schießen? Die Hollywood-Amazonen à la Kate Beckinsale oder Agelina Jolie dürften eher Fantasigebilde sein.“

      • ät Atacama:

        Wieder der übliche Statistik-Fehler, der bei Feminisierenden häufig gemacht wird.

        Ist Lynndie repräsentativ? Mit Sicherheit nicht.

        Überdies dürfte der Gruppeneffekt eine Rolle spielen: Allein in der Gesellschaft asozialer Männer können auch Frauen aggressiv und brutal werden.

        Denk an Gudrun Ensslin: Wäre sie ohne die Anleitung des Psychopathen Andi Baader so abgedreht? Halte ich für sehr unwahrscheinlich.

        • @Axel

          „Ist Lynndie repräsentativ? Mit Sicherheit nicht.“

          Bei den Kurden scheint es auch einige Frauen zu geben, die gegen IS zu Felde ziehen und IS selber soll ein Frauenbattailon auf die Beine stellen.
          In Konzentrationslagern gab es wohl auch einige Frauen auf der „richtigen“ Seite des Zauns. Ich will damit nur sagen, es gibt anscheinend durchaus Frauen, die bei „sowas“ mitmischen und daher garantiert auch Frauen, die jemanden abschiessen (würden), muss ja keine 50/50 Ratio sein.

          http://www.steffendiemer.com/tag/peshmerga/

          „Überdies dürfte der Gruppeneffekt eine Rolle spielen: Allein in der Gesellschaft asozialer Männer können auch Frauen aggressiv und brutal werden.“

          Mag ja sein, aber Fakt ist doch, sie „können“ es, und manche können/wollen/tun es, unter welchen Umständen auch immer.

          Ich wüsste zumindest nicht, warum Frauen das schwerer fallen sollte als Männer. Komm mir jetzt bitte nicht mit Militärtraining, Muskelaufbauunterschiede usw. es geht rein um das Töten/Foltern von Feinden. Die moralischen Fragen und Erwägungen die einen da beschäftigen sind (wenn es einen beschäftigt) doch in beiden Fällen ähnlich. Oder nicht?

        • ät Atacama:

          „IS selber soll ein Frauenbattailon auf die Beine stellen.“
          -Gender-IS? Ist das geil!
          Aber denk mal an die Frauen-Leibwache von Gaddafi. Nach seinem Ableben als Nutten-Harem enttarnt.
          Bei IS würde ich auch eher in diese Richtung denken. Wäre nicht das erste Mal.

          „muss ja keine 50/50 Ratio sein. “
          -Na ja, aber 99/1, ist schon was anderes.

          „Mag ja sein, aber Fakt ist doch, sie “können” es, und manche können/wollen/tun es, unter welchen Umständen auch immer.“
          -Ja, 1%. Vielleicht auch zwei.

          „Ich wüsste zumindest nicht, warum Frauen das schwerer fallen sollte als Männer.“
          Wie üblich aus biologischen Gründen: Frauen haben schlicht nix (oder fast nix) davon, mit anderen Frauen über Gewalt zu konkurrieren. Da hast Du die Konkurrentin besiegt, bist aber mit Narben entstellt. Fortpflanzung adé.
          Männer zu meucheln bringt erst recht nix.

        • „Wie üblich aus biologischen Gründen: Frauen haben schlicht nix (oder fast nix) davon, mit anderen Frauen über Gewalt zu konkurrieren. Da hast Du die Konkurrentin besiegt,“

          Wieso Konkurrentin? Es geht in Kriegssituationen um viel mehr als intrasexuelle Konkurrenz. Es geht da oft nicht darum, Männer oder Frauen umzubringen aus irgendwelchen geschlechtsgründen, sondern „Feinde“.

          „bist aber mit Narben entstellt. Fortpflanzung adé.“

          Angesichts der Menschheitsgeschichte kann ich mir kaum vorstellen, dass das eine große Rolle gespielt hat.

          „Männer zu meucheln bringt erst recht nix.“

          Wieso nicht? Wenn es feindliche Männer sind? z.B von IS oder, von der anderen Seite betrachtet, böse ungläubige?

          Im Personenschutz und in der Türsteherbranche gibt es jedenfalls einige Frauen. Ich denke, es gibt durchaus Frauen, die sich für solche Bereiche interessieren, wenn es auch nicht so viele wie auf Männerseite sind.

          Die Bodyguardin (?), die Kate Middleton in Malaysia mit beschützt hat (im Bild links hinten) ist sicher keine Prostituierte und wahrscheinlich auch keine Grüßaugustine, wenn es um die „Royals“ geht.

  8. Bezüglich des Absatzes zu Larry Page/Google

    In den USA galt seit dem 2.WK bis in die 1970er Jahre ein Spitzensteuersatz von nicht unter 70% . Bemessungsgrenze war in den 60er und 70er Jahren 200 000 Dollar Jahreseinkommen. Leute wie Elvis Presley oder Frank Sinatra haben, glaube ich, weder am Hungertuch genagt noch an Motivation eingebüßt oder sind ausgewandert. Die geltenden Spitzensteuersätze haben weder Bill Gates noch Steve Jobs in den 70ern davon abgehalten unternehmerisch tätig zu sein.

    http://www.zeit.de/2010/31/Spitzensteuersatz/seite-2

    • Doch, Elvis Presley hat seine Kohle stets rausgehauen. Als der 1977 verstarb, war nicht mehr viel von seinem Reichtum über.
      Nur noch 1 bis 2 Mio. $ auf sein Konto, 1 relativ bescheidene Villa in Memphis, das Haus in LA war schon verkauft. 2 Flugzeuge, eines davon mit 4 Triebwerken das war aber geleast. 3 oder 4 Cadillacs, 2 Stutz Blackhawks, 1 Ferrari Dino, 2 Harley Davidson Motorräder und 2 Trikes. Musikrechte waren schon weitestgehend verkauft.

      Und wenn man dann noch ca: 20 Leute auf der Gehaltsliste stehen hat, und Autos verschenkt wie Blumensträuße – dann kann man schon in finanziellen Schwierigkeiten kommen. Und seine Motivation war durch schwere Sucht nach Psychopharmaka auch im Eimer.

  9. Diese Tendenz gab es aber vermutlich schon immer.
    Damals war nur eben nicht die Frau Ärztin, sondern, sondern Tochter eines Arztes o.ä. aber eben auch aus einer ähnlichen Schicht.
    Sonst wären Geschichten wie My Fair Lady ja keine schönen Geschichten, sondern standardmäßige Realität.

    Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass Werte, Interessen, Sprache, intellektuelles Niveau, sozialer Kreis sich gleichen und alles dadurch wahrscheinlich tendenziell harmonischer abläuft.

  10. Wenn ich mal gucke, wie es früher war, hat man da eher Leute aus der selben Schicht geheiratet oder mit ihnen eine Beziehung gehabt. Bei der Frau war da nur die Schicht der Familie entscheidender, da Frau selbst ja keine Möglichkeit hatte, einen Status aufzubauen. Heute sieht das natürlich anders aus. Wenn ich Leute wie mich sehe, die einen guten Beruf gelernt haben oder lernen, gucken die sich eher nicht nach Frauen um, die einen ähnlichen Beruf ausüben. Bei Frauen aus der Berufsschule oder Arbeitskolleginnen kommt von den meisten Kerlen sofort, „kriegt man eh nicht“. Wenn ich mir dann noich Freunde angucke, die Erfolg bei Frauen haben, haben die meistens ´Beziehungen mit ungelernten Frauen, die nebenher kellnern oder sonstwie jobben. Der Fall, dass ein Mann z.B. eine gelernte Friseuse oder Verkäuferin hat, ist eher bei studierten Männern der Fall. Dass Frau sich einen Mann aus der gleichen Schicht nimmt, gibt es normalerweise mit unter 18, wenn man noch im Schulalter ist, danach nichtmehr. Die einzige weitere Ausnahme sind teilweise Leute, die erwerbslos sind und garnicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, dort gibt es untereinander einen ständigen Wechsel der Beziehungen, später auch der Väter, wenn man älter ist.

  11. Die Grundaussage sollte wohl eher sein : In einem System mit serbelnder Mittelschicht und Extrempolen bei der Geldverteilung und einer grundsätzlichen „fairen“ Zugang zu Bildung (oder auch „unfair“ in den USA als auch Deutschland) ist es für Frauen grundsätzlich nicht mehr möglich sich wirklich hochheiraten, weil schlich nicht genug Männer die Kriterien erfüllen, damit ein solcher Mechanismus überhaupt funktioniert.

    In einem System, in dem beide Geschlechter die gleiche Ausbildung geniessen und das Einkommen gleich verteilt ist, werden die Heiratszahlen global ganz einfach sinken. Wenn dann Männern noch der Zugang zu Bildung versperrt wird und andere, grundsätzliche Barrieren vorliegen, dann endet das ungefähr so wie bei der schwarzen Bevölkerung in Amerika. In Japan ist dieser Effekt schon stärker zu beobachten, doch auch in Europa wird es nicht anders aussehen.

  12. Ich denke, warum die meisten Frauen nicht nach unten heiraten liegt daran, dass diejenigen, die selbst eine gewisse Intelligenz haben auch einen Mann möchten, der ihnen hier ebenbürtig ist.
    Ich möchte mich mit meinem Partner über mehr als nur über die aktuellen Fussballergebnisse unterhalten können. Und die meisten Männer, die relativ intelligent sind, verdienen auch entsprechend, da sie meist viel Ehrgeiz haben.
    Hingegen bin ich mir gar nicht sicher, ob ich mich in einer Beziehung wohl fühlen kan, in der der Mann extrem viel mehr Geld hat, denn damit ist eben auch ein anderer Lebensstil verbunden. Dieser Lebensstil wird dann in erster Linie von ihm finanziert werden müssen, da ich nicht in der Lage dazu wäre. Und normalerweise dauerhaft vom Geld eines anderen zu leben ist nicht meins (wenn Kindern im Spiel sind, sieht der Fall anders aus).
    Und wenn das erste Date ins Grand Hotel Restaurant geht, statt in dir Pizzeria nebenan, fühle ich mich eher unwohl.

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