„Frauen sind böse, weil sie sich nicht gegen den Feminismus wehren und dessen Vorteile mitnehmen“

Ein Argument, dass man immer wieder im Bereich des Maskulismus antrifft, geht ungefähr so:

Frauen wollen die Vorteile des Feminismus. Sonst würden sie etwas dagegen tun. Also unterstützen sie den Feminismus und müssen sich diesen als von ihnen gewollt vorhalten lassen. Daran sieht man, dass sie eigentlich nichts für Männer übrig haben, sonst würden sie nicht einfach die Vorteile mitnehmen, sondern etwas dagegen machen. Damit sind Frauen auch der Feind.

Eine sehr einfache Entkräftung dieses Arguments kam gerade in einem Kommentar von Nick:

Wo ist denn der männliche Aufschrei gegen Feminismus – jenseits der Filterbubble der Manosphere?

 Nach der gleichen Logik müßte man in der Tat anführen, dass die meisten Männer viele für sie ungünstige Regeln hinnehmen und keine Proteste dagegen lostreten, sich nicht bei ihren Politikern dagegen beschweren, tatenlos bleiben.

Wenn schon die Betroffenen nichts dagegen machen, warum soll dann das Nichthandeln der Frauen eine Unterstützung oder eine Schädigungsabsicht gegenüber Männern belegen?

Aus fehlenden Widerstand gegen Regelungen deren Unterstützung herzuleiten ist in sofern eine einfache Form von „Cui bono„. Dazu schrieb ich unter dem gerade gesetzten Link:

Bei der falschen Verwendung als Argument handelt es sich um den klassischen Fehlschluss “Cum hoc ergo propter hoc“. Hierbei werden gemeinsam auftretende Ereignisse ohne genauere Prüfung zu Ursache und Wirkung erklärt. Die Zuordnung erfolgt entsprechend willkürlich und ohne fundierte Begründung. Die lateinische Wendung cum hoc ergo propter hoc lässt sich übersetzen als „mit diesem, folglich wegen diesem“ oder „mit diesem, folglich nahe diesem“ oder auch „mit diesem, folglich daneben dieses“.

Etwas länger ausgeführt “Weil der Nutzen mit dem Ereignis zusammenfällt, muss das Ereignis wegen des daraus folgenden Nutzens eingetreten sein, also von dem Nutznießer verursacht worden sein”.

Tatsächlich kann es viele Gründe geben, warum Leute dann, wenn sie Betroffen sind, bestimmte Regelungen, die für sie günstig sind, mitnehmen und ansonsten diese kaum wahrnehmen.

Da ist einmal der Punkt, dass die meisten Leute die gesetzlichen Regelungen zum Umgang, Unterhalt etc gar nicht kennen. Dann der Umstand, dass sie davon ausgehen, dass sie davon nicht betroffen sind und es eben die Betroffenen ändern sollen. Dann der Umstand, dass man keine Handlungsmöglichkeit für sich sieht, weil die Gesetze eben „die dort oben machen“ und man eh nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein ist. Dann der Umstand, dass man diese Regelungen ja selbst nicht ausbeuterisch, sondern aus Notwendigkeit und für seinen Fall passend in Anspruch nimmt: Er hat sich ja während der Ehe schon kaum um das Kind gekümmert/er kann es nicht/er hat sie ja mit dem Kind alleine gelassen und die Familie kaputt gemacht, es schadet dem Kind, wenn …. Und sie muss ja auch an das Kind denken, dass braucht ja nun einmal Betreuung und was zum leben und außerdem hat sie nur das haben wollen, was ihr eben zusteht, sie hat die Gesetze nicht gemacht etc.

Ich hatte in einer ähnlichen Debatte  schon mal eine Bewertung aus der Sicht der Einzelperson versucht

Ich halte so eine Betrachtung schon an sich für schwierig: Interessanter finde ich eine spieltheoretische Betrachtung:

Bei einer für Frauen günstigen Gesetzeslage, die ihnen bei einer Scheidung abstrakte +5 Punkte gibt und Männern bei einer Scheidung abstrakte -5 Punkte sind viele Frauen gar nicht in der Situation, sich entscheiden zu müssen. Sie leben zB mit einem Mann und unterstützen ihn nach Kräften, haben eine Arbeitsteilung vorgenommen, die beide gut finden. Die Männer, die sich nicht scheiden lassen, haben auch nur den Anlass, die Männer in Scheidung zu unterstützen, wenn sie meinen, dass sie sich scheiden lassen werden. Ansonsten ist es viel Aufwand für nichts. Sie profitieren vielleicht eher davon, auch sehr konservative Politiker, die die Unterhaltsregeln hoch halten, zu wählen, wenn diese ihnen sonst Vorteile bringen.

Die Frauen, die sich selbst scheiden lassen, müssten eine “+5 Empathie” aufbringen, um die Rechte nicht wahrzunehmen. Das auch häufig noch unter dem Gesichtspunkt, dass sie gleichzeitig Interessenwahrerinnen der bei ihnen lebenden Kinder sind oder sich das vorhalten können, denen es mit weniger Unterhalt und mehr Fremdbetreuung evt. auch schlechter geht.

Die Männer, die sich scheiden lassen, müssen nur eine -5 Empathie zu ihrer eigenen Gruppe aufbringen, handeln ist evtl aber erschwert dadurch, dass sie ja auch wollen, dass es ihren Kindern gut geht, dass sie sich sagen können, dass sie erst einmal an sich selbst denken müssen, weil sie in einer schwierigen Lage sind, dass sie sich sagen können, dass es für den einzelnen zu groß ist etc.

Politiker müssen inbesondere schauen, dass sie nicht als frauenfeindliche Machos die große Gruppe der weiblichen Wähler (und auch genug der konservativen oder feministischen männlichen Wähler) verschrecken, wobei sie wissen, dass so etwas schnell in ein falsches Licht gerückt wird und als “Zerstörung der Ehe” oder “Ausbeutung der Frau” zu einem shitstorm führen kann.

etc.

So bekommt man denke ich ein besseres Bild der Interessenlage als einfach darauf abzustellen, dass Frauen weniger Empathie haben.

Für ein Nichthandeln braucht man eigentlich nie wirklich viele Gründe. Keinen einen selbst betreffenden Grund oder sonst genug zu tun zu haben oder sich nicht verantwortlich zu fühlen oder eben keine effektive Handlungsmöglichkeit zu sehen, reicht schon aus.

Um so wichtiger ist es, wenn Ausdrucksformen für Protest bereit gestellt werden und deutlich gemacht wird, dass andere auch dagegen sind. Dazu muss man aber nicht per se einer Gruppe schlechte Motive unterstellen.

155 Gedanken zu “„Frauen sind böse, weil sie sich nicht gegen den Feminismus wehren und dessen Vorteile mitnehmen“

  1. Sollte man das von dir beobachtete Argument der Maskulisten:

    „Frauen wollen die Vorteile des Feminismus. … Damit sind Frauen auch der Feind.“

    nicht übersetzen mit:

    „Die Gesellschaft ist gynozentrisch. Die meisten Männer unterstützen diese Gesellschaftsstruktur, weil die Haltung bei ihnen evolutionsbiologisch verdrahtet ist. Die Grundlage für einen Gynozentrismus ist aber nicht mehr gegeben (viele Frauen bekommen keine Kinder mehr, die Aufzucht von Kindern wird zunehmend im Ausland durchgeführt und diese per Migration dem Staat zur Verfügung gestellt, Frauen sind beruflich autonom, etc.). Daher ist eine Vorteilsmitnahme durch Frauen innerhalb des Gynozentrismus ungerechtfertigt und moralisch fragwürdig.“

    Ich würde sagen, der Vorwurf an die Frauen durch Maskulisten beruht nicht auf den Fehlschluss, Frauen seien Verursacher, sondern auf der Missbilligung eines Verhaltens, das die Fesseln einer geschichtlich gewordenen gynozentrischen Gesellschaft ablegen, die Vorteile aber innerhalb einer aktualisierten Form des Gynozentrismus festschreiben will ( Verringerung des männlichen Raums (gamergate, Manspreading), rape culture, Quoten,PC, Schuldumkehr, Legalisierung von Tötungen von Kindern unmittelbar nach der Geburt, Staat als Vaterersatz, Abschaffung von Frauengefängnissen, etc..)

    Ich verstehe schon, was du meinst. Du wehrst dich gegen die Verallgemeinerung i.S. v. „Frauen sind schlecht, Frauen sind empathielos“.
    Ich nehme solche Äußerungen nicht wörtlich, sondern symbolisch. Es sind verkürzte polemische Zuspitzungen zur Beschreibung eines größeren Zusammenhangs.

    • @quellwerk

      „Die Grundlage für einen Gynozentrismus ist aber nicht mehr gegeben“

      Das klingt etwas nach einem naturalistischen Fehlschluss.
      Auch wenn Frauen mehr Kinder bekommen würden, würde das einen Gynozentrismus nicht rechtfertigen

      Ich finde es auch gefährlich, solche Äußerungen nicht wörtlich zu nehmen, denn sie werden eben typischerweise mit einer Schuldzuweisung verbunden und mit einem Feindbild Frau. Die typische Frau kann aber genau so wenig Einfluss auf die Gesetze nehmen wie der typische Mann.

      • @Christian

        Frauen sorgen sich nun gar nicht um solche Feinheiten, sondern dreschen verallgemeinernd drauf los. So wie es ihnen passt.

        Da gibt es ein Ungleichgewicht. Und das entsteht immer aus der Verantwortungsverschiebung, die eigentlich bei ihnen hinter allem steht. Frauen sind hier sehr unehrlich. Deshalb ist der Gleichberechtigungszinnober, der jetzt Gleichschaltung und offene Extorsion ist, auch eine komplette Farce.

        Will man etwas ändern, muß hier der Weg versperrt werden. Es muss zu einer Grenzsetzung kommen. Und das wird nicht freiwillig durch gutes Zureden und argumentieren passieren.

        Ansonsten befinden wird uns auf dem Weg in den totalitären antifa-feministischen Staat Stalinscher Prägung.

        Mit Männern als eine Art neue „Nigger“, die bei Widerstand an die Wand gestellt oder im Gulag umerzogen werden.

        • @Christian

          Da brauchst du heute z.B. nur eine Zeitung zu öffnen.

          Eigentlich überall. Auch in der Politik. In allen Institutionen, Pareteien, Stiftungen, Akademia.

          Tstsächliche gesamtgesellschaftliche Verantwortung gleich Null. Ausnahmen bestätigen die Regel.

          Alles kommt aus der „Steckdose“. Hedonistisches „Positivdenken“, das eigentluch nur egoistische Dekadenz ist.

          Und rat mal wer die „Steckdose“ ist und zum „Unterdrücker“ wird, wenn er die dann auch noch bedient.

        • Ich sehe sie auch nicht als Ganzes. Aber mehrheitlich ist es bedauerlicherweise tatsächlich so.

          Das merkt man überall. Es war lange Zeit verdeckt. Nun ist es offen sichtbar.

          Es liegt m.E. schlicht daran, dass sie nicht auf tatsächliche Verantwortungsübernahme hin sozialisiert werden. Und heutzutage schon gar nicht mehr. Im Gegenteil.

          Bei Männern ist das Gegenteil im ungesunden Sinne der Fall. Bis hin zur Selbstverleugnung und Disponibilität.

          U.a. dank eines (im extremistischem Sinne) selbstgerechten Feminismus.

        • „Ich sehe sie auch nicht als Ganzes. Aber mehrheitlich ist es bedauerlicherweise tatsächlich so.“

          Ich glaube, dass nicht einmal 10% der Frauen hinter den feministischen Ejakulaten stehen. Dass sie dagegen nicht protestieren, liegt – es wurde schon erwähnt – an der trägen Masse. Würde man Nichtstun mit Billigung übersetzen, dann müssten wir leider auch davon ausgehen, dass 95% der Männer den radikalen Feminismus goutieren.

          Problematischer ist die Manipulation durch die Medien. Wenn z.B. der SPIEGEL feststellt, dass NoPEGIDA weiblich sei, obwohl nicht einmal 40% der Demonstranten weiblich sind, wenn – wie heute im MoMa der ARD berichtet wird – im Rahmen des Africa-Cups vor den Fußballstadien die Polizei wahllos auf Passanten einprügelt und „dabei auch keine Rücksicht auf Frauen und Kinder nimmt“.

          Tragödien und Massenmord werden in der Wahrnehmung der Zuschauer so erst zu solchen, wenn sie Frauen betreffen.
          Aber ob an den Strippen wirklich Frauen ziehen, lässt sich nicht belegen.
          Ich kenn mich relativ gut im Familienrecht und der Justizpraxis aus und nehme daher an, dass als fatale Multiplikatoren einer feministischen Ideologie Frauen und Männer gleichermaßen wirken.

        • @Christian

          Nein. Keine Leerformeln.

          Es ist sicherlich beweisbar und belegbar. Sie es mir nach, wenn ich mir diese Mühe hier nicht mache. Torpedieren und Verdrängen kann man das ad absurdum, selbst dann wenn es überall sichtbar ist mit der „Verallgemeinerungsrhetorik“.

          Es ist mittlerweile deutliche Alltagserfahrung. Und (fast) jeder kennt das auch, wenn man darauf einmal bewusst achtet.

          • @petpanther

            „Es ist sicherlich beweisbar und belegbar. Sie es mir nach, wenn ich mir diese Mühe hier nicht mache.“

            Das ist ein typisches Zeichen dafür, dass man eine schlechte Theorie hat, die in Richtung einer Verschwörungstheorie geht: Man hat eigentlich nichts in der Hand und kann auch nichts zusammenstellen. Das überdeckt man mit „ist doch ganz offensichtlich“ und „weiß doch jeder“.

            Insofern sehe ich es nicht nach.

        • @Christian

          Ich denke nicht, dass das eine „Theorie“ ist. Es ist alltäglich erfahrbar. Und das nicht undeutlich.

          Hier noch „herumzutheoretisieren“ und sich etwas herbei zu reden ist m.E. doch Unsinn, da die Offensichtlichkeit wirklich mehr als recht erschlagend deutlich ist.

          Selbst dann, wenn man äußerst kritisch ist. Das sind m.E. alles Ausflüchte, die die Realität verdrängen.

          Natürlich ist es wünschenswert, nicht voreingenommen zu sein, aber der derzeitige Zustand ist nicht so, dass das alles nur „Einzelfälle“ sind. Voreingenommenheit schlägt den Männer entgegen und nicht umgekehrt.

          Und das wird sich durch nichts ändern.

          Die Ausflucht zu suchen, dass das nicht so sei und uns weiter selber verleugnend zu kasteien hat zu nichts geführt.

          • @petpanther

            „Ich denke nicht, dass das eine “Theorie” ist. Es ist alltäglich erfahrbar.“

            Leider denkst du es nicht und hebst es damit in den Bereich der ideologie und des Glaubens, wo es keinen Nachweis mehr benötigt.

            Lässt deine Position, selbst wenn sie richtig wäre, eben extrem schwach aussehen.

            Arbeite doch mal an der Darstellung, alles was „alltäglich erfahrbar“ ist, sollte sich auch beweisen lassen

            Wenn man sich immer wieder auf Vokabeln wie „es ist erschlagend deutlich“ zurückziehen muss, dann ist es eben nicht erschlagend deutlich, sonst könnte man es erschlagend einfach nachweisen.

            Wenn du meinst, dass du eine gute Theorie hat, dann arbeite daran, sie zu belegen. Flüchte dich nicht in „es ist offensichtlich“. Damit überzeugst du niemanden.

        • Die Feministin sieht die Welt von Männern beherrscht und hält Frauen für unterdrückt. Sie muss es nicht beweisen, da die Offensichtlichkeit wirklich mehr als recht erschlagend deutlich ist.

          Pegida behauptet eine Islamisierung. Sie muss es nicht beweisen, da die Offensichtlichkeit wirklich mehr als recht erschlagend deutlich ist.

          Der Antisemit findet, dass Juden die Welt regieren. Er muss es nicht beweisen, da die Offensichtlichkeit wirklich mehr als recht erschlagend deutlich ist.

        • Die einzigen, die hier wirklich mit Projektion und Unterstellungen agitativ „arbeiten“ sind Feministinnen, Antifas etc.

          Genau im adrianschen Sinne

          „Die Feministin sieht die Welt von Männern beherrscht und hält Frauen für unterdrückt. Sie muss es nicht beweisen, da die Offensichtlichkeit wirklich mehr als recht erschlagend deutlich ist.“

          Alle anderen nicht.

          Die sollen alles erst haarklein beweisen, während man sich selbst genau das aber genehmigt und während man tatsächlich nur einmal eine Tageszeitung aufschlagen muss aus der es nur so herausquillt. Tagtäglich.

          Der ganze Diskurs ist unterstellungsgekapert. Kritik wird mit „liebgewonnenen“ Platituden abgeschmettert.

          Die Diebe, die haltet den Dieb schreien oder das selbstgefällige wie aggressive Messen mit zweierlei Maß, dass das noch dummredliche Gegenüber dann in die Defensive drängt.

          Seit mehreren Jahrzehnten ist dies so.

          • @petpanther

            Die einfache und gerechte Lösung ist doch:

            jede Seite muss es jeweils beweisen. Sowohl du als auch die Feministinnen.

            Das zurückziehen darauf, dass Kritik an deiner Position nur ein abschmettern ist, weil sie leuten zu „wahr“ ist, ist auch kein Beleg für irgendetwas

        • … Falschspielerin.

          Es geht immer um Verantwortungsvermeidung, bei gleichzeitiger Verantwortungsverschiebung auf Männer. Nie um tatsächlichen Ausgleich, Gleichberechtigung etc.

          Von vornherein. Diese Lehre kann man mittlerweile ziehen.

      • @christian
        Das naturalistische Schließen habe ich doch in diesem Blog erst kennengelernt 🙂 . Jetzt wende ich es mal an und dann ist nicht recht 😦 . Wenn du auch einen Gynozentrismus konstatieren solltest, wäre es doch leicht für dich, dafür biologische Gründe beizubringen. Mir fällt da nur die Gebährfähigkeit ein. Gäbe es andere? Wenn du den Gynozentrismus leugnest, dann hast du ein empirisches Problem. Gerade wo ich diese Zeilen tippe, meldet nicht-feminist.de die Beweislastumkehr in England:

        http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/11375667/Men-must-prove-a-woman-said-Yes-under-tough-new-rape-rules.html

        Wenn du die Berechtigung eines Gynozentrismus verneinst, weil er grundsätzlich keine Rechtfertigung hat ( weder ethische noch biologische Argumente wären gültig), dann würdest du im Falle der Existenz eines Gynozentrismus nur die Verletzung des Gleichheitsgrundsatz ins Feld führen können. Ein sonderbares Vorgehen: dem Feminismus, der die Schutzbedürftigkeit der Frauen aus ihrer Reproduktionsfähigkeit folgert, die Irrelevanz der Schutzbedürftigkeit entgegenzuhalten, anstatt ihnen einfach mitzuteilen, dass bei abnehmender Gebährtätigkeit eine besonderes Schutzbedürfnis nicht mehr gegeben ist.

        • @quellwerk

          „Das naturalistische Schließen habe ich doch in diesem Blog erst kennengelernt 🙂 . Jetzt wende ich es mal an und dann ist nicht recht :(“

          Dann musst du noch mal auf die Schulbank 😉

          Du schließt „es ist natürlich, also ist es gut und moralisch gerechtfertigt“. Das ist aber ein unzulässiger Schluss.

          „Es ist natürlich, deswegen wurde es lange zeit praktiziert und wir haben eine Tendenz in diese Richtung“ wäre etwas anderes

        • @qeullwerk

          Ich halte nichts davon, einfach alles mit einem Gynozentrismus zu erschlagen. Natürlich gibt es in vielen Bereichen Gynozentrismus. In anderen stellt man eher auf Männer ab, zB Beruf etc.
          Man sollte sich durch ein solches Schlagwort nicht dazu verleiten lassen, dass man bezüglich des jeweiligen Sachverhalts keine Prüfung mehr vornehmen muss, was konkret mit hineinspielt.

  2. Für mich klingt dieses Argument immer wie die Umkehr von „Männer profitieren vom Patriarchat, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind“. Ich halte nicht viel davon. Es ist im Großen und Ganzen eine Erbsünden Argumentation, und die lehne ich genau so wie seinen modernen Vertreter, die Privilegientheorie ab.

  3. Christian, es ist fast schon rührend, wie du hier unten artig Protest gegen Ausbau weiblicher Vorzugsrechte mittels Beschämung (Jammerlappen, Male tears, Heforshe….) einforderst.
    Jedweden männlichen Aufschrei wendet frau erfahrungsgemäß archetypisch gegen den Mann selbst. Nicks Argument ist somit bei näherer Betrachtung keines.

    • @revolte

      „Christian, es ist fast schon rührend, wie du hier unten artig Protest gegen Ausbau weiblicher Vorzugsrechte mittels Beschämung (Jammerlappen, Male tears, Heforshe….) einforderst“

      was stört dich denn daran? Es ist aus meiner Sicht der typische Weg, wie sich so etwas durchsetzt. Erst ist es eine Idee einzelner, diese bilden aber häufig einen Kristallisationspunkt, bei dem andere merken, dass da Leute sind die ähnlich denken wie sie. Damit erhalten ihre eigenen Gedanken sowohl ein Gerüst als auch eine höhere Legititmation und sie werden von ihnen selbst als berechtigter angesehen. Damit vergrößert sich die Basis langsam und der Gedanke, dass etwas berechtigt ist lässt Leute so etwas auch eher formulieren. Legt man dann noch da, dass die Gegenseite sehr schlechte Theorien hat, dann ist diese auch immer mehr ein Kaiser ohne Kleider. Um so nackter der Kaiser, um so bizarrer erscheinen auch seine Forderungen.

      „Jedweden männlichen Aufschrei wendet frau erfahrungsgemäß archetypisch gegen den Mann selbst. Nicks Argument ist somit bei näherer Betrachtung keines.“

      Das ist eine sehr einseitige Betrachtung. ich denke Frauen haben durchaus verständnis dafür, dass Männer zB mehr Umgang etc haben wollen und können das verstehen. Und auch sie werden verschiedene Regelungen im Unterhalt ungerecht finden, wenn man sie ihnen darlegt.
      Und man darf eben auch nicht vergessen, dass genug Männer fast noch eher dabei sind, unmännliches Verhalten abzuwerten. Insoweit bleibt Nicks Argument sehr wohl erhalten.
      Du strickst hier an einem männlichen Opfermythos, nachdem Männer gar nichts machen können. Allerdings ist mir nicht ersichtlich, warum Männer nicht anonyme Kommentare im Internet posten können, ihrem Ärger in entsprechenden Foren Luft machen können, unter sich darüber nicht reden können und nicht entsprechend bei Wahlen ihre Stimme entsprechend geben können.

      • @Christian

        Diese Argumentation ist nun schon mehr als dreißig Jahre alt und wir sind nun wirklich eines besseren belehrt worden.

        Nicht nur das, es verschlimmert sich zusehens.

        Irgendwann sollte man einmal die Augen öffnen.

        Nein, Frauen sind da mehr als egoistisch und mißbräuchlich unterwegs, wenn man sie so gewähren lässt. Und sie werden wie Teenager immer fordernder und grotesk respektloser.

        Auch vor dem menschlichen Leben.

        • @ pp

          Tatsache ist, hier hat @ C recht, Männer kümmert es einen Dreck ob sie benachteiligt oder gar diskriminiert werden. Wer wählt denn diese Parteien der Männerabwertung in Amt und Würden? Das sind doch auch reichlich Männer, oder sehe ich da was falsch?

          Wo bleibt denn die Auflehnung gegen Gleichstellungsbeauftragte oder gegen „Frauen werden bevorzugt eingestellt.“? Ich sehe und höre NIX von Männern. Garnix! 😦

        • „Würd ich jetzt in diesen Punkten auch nicht wirklich widersprechen.“

          Nur in der hier laufenden Diskussion wird der Eindruck vermittelt, als wären (alle) Männer entweder aus Faulheit nicht gegen ihre Entrechtung, bestenfalls Mitläufer, während (alle) Frauen aktiv für Vorrechte kämpfen.
          Dem ist schlicht nicht so.

          Natürlich versucht jede Frau im Einzelfall nach einer gescheiterten Ehe/Beziehung, sich möglichst lange und umfassend vom Ex aushalten zu lassen und nimmt dann auch die Errungenschaften der Radfems in Anspruch. Aber das ist ein egoistisches, an der augenblicklichen Situation orientiertes Verhalten, das Männer in gleicher Lage genauso ausnutzen würden.

          Als Gegenbeispiel für die feministisch orientierten Frauen: Die Väterbewegung hat in den letzten 10 Jahren ganz wesentlich vom Einsatz der Frauen profitiert, die als Zweitfrauen vom feministisch-sexistischem Familienrecht selbst benachteiligt wurden.
          Nirgendwo in der Gesellschaft sind die Benachteiligungen von Männern wohl so offensichtlich, wie im Familienrecht. Trotzdem fand man auf den „großen“ Protestdemos in Berlin maximal 250 Teilnehmer – Männer UND Frauen zusammen.
          Und das bei über einer Million betroffener Männer.

        • @Carnofis

          „Nur in der hier laufenden Diskussion wird der Eindruck vermittelt, als wären (alle) Männer entweder aus Faulheit nicht gegen ihre Entrechtung, bestenfalls Mitläufer, während (alle) Frauen aktiv für Vorrechte kämpfen.
          Dem ist schlicht nicht so.“

          Natürlich ist dem nicht so. Aber wir sind in der Minderheit.

        • @ Carnofis

          „Die Väterbewegung hat in den letzten 10 Jahren ganz wesentlich vom Einsatz der Frauen profitiert, die als Zweitfrauen vom feministisch-sexistischem Familienrecht selbst benachteiligt wurden.“

          Das ist wohl auch der einzig realistische Weg, nämlich aktiv dafür zu Sorgen, dass die Folgen feministischer Politik direkt Frauen schädigen. Auch bei Alimenten ist das eine vielversprechende Taktik, als in Kalifornien aufgrund des wachsendem Einkommen der Frauen die Lage entstehen konnte, dass sie ihren Mann bezahlen mussten wurde das Gesetz in Rekordzeit angefochten. Dann ist in kurzer Zeit soviel passiert, wie Männer in 100 Jahren nicht geschafft haben, nämlich eine der ungerechtesten Gesetzgebungen anzupassen.

          Natürlich ist das unschön zu sehen, dass Männer als Menschen dabei keine wirkliche Stimme haben, aber solange es funktioniert ist es besser als alles andere.

        • „Auch bei Alimenten ist das eine vielversprechende Taktik, als in Kalifornien aufgrund des wachsendem Einkommen der Frauen die Lage entstehen konnte, dass sie ihren Mann bezahlen mussten wurde das Gesetz in Rekordzeit angefochten.“

          Ein erster Schritt in die Richtung war die Unterhaltsrechtsreform von 2008.
          Wohl ein wenig hektisch, wie die Femen danach bemerkten, weshalb sie die Reform nicht nur wieder kassierten, sondern den Anspruch der Frauen auf Unterhalt erstmals ins Gesetz schrieben.
          Zuvor stand dort, dass jeder nach der Scheidung für sich selbst verantwortlich sei (was der BGH ja schon in den späten 80ern für Frauen verneinte).

          Ich glaube nicht, dass hier wirklich jemand dagegen wettete, dass das Unterhaltsrecht geändert würde, sobald Männer in nennenswerter Zahl in seinen Genuss kämen.

          Schon seit eh und je werden an alleinerziehende Männer andere Unterhaltsmaßstäbe gelegt und mehr auf die gesetzliche Eigenverantwortung gepocht.

      • „Du strickst hier an einem männlichen Opfermythos, nachdem Männer gar nichts machen können.“

        Na wen sollten dann Männer wohl wählen, um den Ausbau weiblicher Vorzugsrechte zu stoppen bzw. gleiche Rechte – gleiche Pflichten durchzusetzen? SPD? Grün? Linke? CDU?
        Deine Wahlempfehlung, Christian?

        Lach. Sarkasmus beiseite – was bleibt ist: ziviler Ungehorsam.

        • @spartaner

          wenn man mit einem Anliegen, welches 45% der Wähler betrifft, keine Interessenvertretung hinbekommt, obwohl das Problem alle interessiert, dann wäre es schon etwas schlecht. Es wäre ein Zeichen für sich, dass der Unmut der Männer anscheinend nicht groß genug ist.

          Meinst du denn eine „Männerpartei“ würde gewählt werden?

        • Sind Männer wirklich nicht fähig eine Partei zu gründen? Ist das der, auch hier, vielbeschworene Gründer und Erfindergeist der Männer? Können Männer keine Politik treiben um eigene Interessen durchzusetzen oder überzogene Fremdforderungen abzuwehren? … Oder wollen die einfach nicht, weil ihnen die Sache wurst und egal ist?

        • Du willst wohl nicht verstehen, christian. Wenn Männer sich beklagen, ist es aus mit der weiblichen Gunst. Und wenn sie darüber hinaus auch noch im eigenen Interesse politisch aktiv werden, umgehend zu frauenfeindlichen Faschisten mit kleinem Schwanz erklärt. Da ginge es einer Männerpartei nicht anders als der ‚misogynen‘ Piratenpartei.
          Was glaubst du denn, warum sämtliche Parteien weibliche Vorzugsrechte auf der Agenda haben?

          • @spartaner

            „Wenn Männer sich beklagen, ist es aus mit der weiblichen Gunst“

            Und die Frauen bekommen das mit, wenn sie darüber anonym im Internet reden, sich dort beschweren, entsprechend wählen etc? Wie denn?
            Nicht alle Protestmöglichkeiten werden von Frauen kontrolliert.

        • Ich würde sagen, dieser Themenkomplex ist ausserhalb der Blog-Blase eher von nachrangiger Bedeutung und hat mehr einen Unterhaltungswert mit hohem Emo-Faktor.

          Man kann sich damit schön von anderen Problemfeldern ablenken, es beeinflusst aber nicht die grundsätzliche politische Ausrichtung von Männern. Und schon gar nicht eine Hinwendung zu einer „Männerpartei“ (die vermutlich soviele Wähler hätte wie die real existierende Frauenpartei heute)

          Das schließt ja nicht aus, dass tatsächlich Männer durch sozio-ökonomische Entwicklungen und deren politische Begleitung „gearscht“ sind. Dies ist aber heute eher auf einen kleineren Teil der Männer begrenzt, hat also keine Flächenwirkung.

          Obwohl, selbst als das letzte Mal ein Großteil der Männer krass verarscht wurden (in den 70er-Jahren bei der Reform des Ehe-Rechts, als top-down die Geschäftsgrundlage der Ehe einseitig zu Lasten der Männer geändert wurde), gab es keine nennenswerten Proteste…

        • Revolte hatte an dieser Stelle bereits auf die matriarchalisch organisierten Irokesen verwiesen. Auch hier Frauen im Haus (dass ihnen zudem gehört auch wenn sie es nicht errichtet haben) und bei den Kindern und auch ansonsten klassische Vorzugsrechte genießend.

          • „Revolte hatte an dieser Stelle bereits auf die matriarchalisch organisierten Irokesen verwiesen. Auch hier Frauen im Haus (dass ihnen zudem gehört auch wenn sie es nicht errichtet haben) und bei den Kindern und auch ansonsten klassische Vorzugsrechte genießend“

            und das soll was aussagen?

        • Stell dich doch nicht dümmer als du bist, Christian.
          Weibliche Bestrebungen gehen nicht in Richtung gleiche Rechte – gleiche Pflichten. Ihre diesbzgl. offiziellen Lippenbekenntnisse kannst du vergessen. Das soll es aussagen.

          • @spartaner

            Und wenn ich jetzt weibliche Harems und Gesellschaften in denen Frauen keine Rechte hatte, aufführe, dann belegt das, dass männliche Bestrebungen immer in eine Richtung gehen? Damit wäre ja dann das Patriarchat bewiesen.
            Stell dich bitte nicht so dumm und akzeptiere endlich, dass es das Patriarchat gibt!

        • „… akzeptiere endlich, dass es das Patriarchat gibt!“

          Und diese Akzeptanz soll was aussagen? Das Frauen gleiche Rechte – gleiche Pflichten wollen und Männer darob in Frauen Verbündete im Kampf gegen weibliche Vorzugrechte finden? Aja.

  4. Guter und wichtiger Beitrag. Man kann nicht eine Dämonisierung von Männern beklagen und im selben Atemzug ähnlich allgemeine Aussagen über Frauen treffen. Und Ausflüchte wie „ist ja nur symbolisch gemeint“ könnten genauso gut von Radfems kommen.

    • Diese Selbstkasteiung ist mittlerweile ein alter Hut.

      Es ist vielmehr anzuerkennen, dass es eine Entwicklung hin zur (absichtlichen) Dämonisierung von Männern gibt. Das ist nicht mehr übersehbar.

      Und das Benennen dessen jetzt mit vorauseilender Päpstlichkeit, nur das nicht zu verurteilen und erst einmal bei sich selbst anzufangen, wieder zu Verdrängen und zu Verunmöglichen, ist auch wieder der alte Hut, die alte Dynamik, die diesen Zustand erst ermöglicht hat.

      Es ist deshalb notwendig auch einmal pauschalere Aussagen zu machen. Ansonsten ist es gar nicht möglich das zu benennen.

      Das gesellschaftliche Verhalten von Frauen ist nicht mehr ok, sondern hat sich immer weiter in eine feindlich mißbräuchliche für sie zweckdienliche Form bewegt. Mit groteskesten (Unterstellungs)Verallgemeinerungen in Richtung Männern und grotesker, nunmehr deutlich erkennbarer Unehrlichkeit im Hinblick auf Motive.

      Es ist an der Zeit, die Ängste vor der Kritik an Frauen abzulegen und Grenzen zu setzen. Dazu gehören auch Qualifizierungen zum Verhalten als gesellschaftliche Gruppe.

      • @petpanther

        „Es ist vielmehr anzuerkennen, dass es eine Entwicklung hin zur (absichtlichen) Dämonisierung von Männern gibt. Das ist nicht mehr übersehbar.“

        Meinst du, du könntest einen Kommentar schreiben, der ein Argument über „es ist nicht mehr übersehbar“ „man kann es nicht leugnen“ „das sieht doch jeder“ oder „offensichtlich“ enthält?

        Dann könnten wir diskutieren, sonst ist es sinnlos

        • @Chritian

          Was soll das?

          Du kennst die einschlägigen Beiträge in den Medien genauso gut wie ich. Und genau so kennst du den Radfem Bubble, ihre „Argumentationen“, Tricks etc. und die Art und Weise wie es in die Politik getragen und dann umgesetzt wird.

          Wo soll ich da noch was „belegen“.

          Um tatsächlich weiter zu kommen muss das erst einmal akzeptiert werden, jenes „Ungeheuerliche“, das nicht sein darf, aber dennoch ist.

          Seit mehr als dreißig Jahren ist u.a. auch deshalb Stagnation, was die Seite der Männer betrifft.

          • @petpanther

            „Wo soll ich da noch was “belegen”.“

            Da scheinst du dich gerade aus dem Feld in die Burg zurückzuziehen. Ja, es gibt Radfems. Nein, daraus folgt nichts über Frauen sonst.

            Du scheinst alles für offensichtlich zu halten. Dann nimm dir doch einfach mal die Zeit eine ordentliche Zusammentragung dieser offensichtlichen Fakten zu machen.

            Das kann ja dann nicht schwer sein.
            Wann immer du ausweichst sagst du letztendlich doch nur, dass du es nicht belegen kannst.

      • Diese Selbstkasteiung ist mittlerweile ein alter Hut.

        Es ist vielmehr anzuerkennen, dass es eine Entwicklung hin zur (absichtlichen) Dämonisierung von Männern gibt. Das ist nicht mehr übersehbar.

        Was für eine absurd falsche Dichotomie.

        Man muss der Dämonisierung von Männern nicht eine äquivalente Dämonisierung von Frauen entgegensetzen, um diese zu benennen und zu kritisieren.

        Im Gegenteil: Die Multipikation mit -1 ist keine Kritik, sondern eine Affirmation der grundsätzlichen Gültigkeit einer solchen kollektiven Anschuldigung.

        • @Nick

          „Man muss der Dämonisierung von Männern nicht eine äquivalente Dämonisierung von Frauen entgegensetzen, um diese zu benennen und zu kritisieren. Im Gegenteil: Die Multipikation mit -1 ist keine Kritik, sondern eine Affirmation der grundsätzlichen Gültigkeit einer solchen kollektiven Anschuldigung.“

          Volle Zustimmung!

        • „Die Multipikation mit -1 ist keine Kritik, sondern eine Affirmation der grundsätzlichen Gültigkeit einer solchen kollektiven Anschuldigung.“

          Klingt auf jeden Fall gut. Auch wenn ich die Fremdwörter (hab nur Realschule besucht) nicht verstehe. 😉

          Auch wenn’s manchmal nervt, ist die Aufforderung, Belege beizubringen, eine Aufforderung zur Selbstdisziplin und macht den eigenen Standpunkt nur stärker – oder fordert auf, ihn zu hinterfragen.

          Alles andere ist Rabulistik und hilft nicht weiter.

          Ich wehre mich auch gegen die Verallgemeinerung, weil wir die gesellschaftliche Zersetzung durch den Feminismus nur mit den Frauen zusammen überwinden werden. Und die werden wir nicht mitnehmen, wenn wir sie in Kollektivschuld nehmen und gar noch ihre pauschale Bestrafung fordern.
          Solche Politik sollte eigentlich spätestens seit ’45 überwunden sein.

        • Das passiert doch nun aber schon seit mehr als dreißig Jahren.

          Selbstdisziplin etc.

          Und man hebelt sich damit auch selbst aus. Was nicht heißt, dass ich nicht dafür wäre. Aber bei jeder Kritik wieder mit dieser (Totschlags-) Klar- wie implizierten Unterstellung zu kommen hat irgendwie auch etwas mit einem fehlgeleiteten vorauseilenden Schuldbewusstsein zu tun.

          Zu viel Verantwortungsübernahme, die da nicht hingehört.

          Die „andere Seite“ macht es nicht. Zum Verrecken nicht. Das ist der Fehler. Und da wären wir wieder bei den Verantwortungsverschiebungen.

          Das ist wie eine Co-Abhängigkeit. Hier muss ein Bewusstseinswandel erfolgen. Bei beiden, den Frauen und den Männern.

          • @petpanther

            Seine Ansicht zu belegen und auch Belege für Ansichten zu verlangen bedeutet nicht, sich selbst auszuhebeln. Es bedeutet, dass man eine rationale, begründete Position haben möchte.

            Um so mehr du dich darüber beschwerst, dass du das „offensichtliche“ auch noch begründen sollst, um so offensichtlicher (hehe) wird, dass du es nicht begründen kannst

        • *Zu viel Verantwortungsübernahme, die da nicht hingehört.*

          Es ist für dich zuviel Verantwortungsübernahme, wenn du belegen sollst, warum alle Frauen die Verantwortung dafür übernehmen sollen, was dir so alles in der Welt nicht passt?

          *Das ist wie eine Co-Abhängigkeit.*

          Benutz doch bitte keine Begriffe, die du nicht so richtig verstehst, selbst wenn sie clever klingen.

        • Es ist für dich zuviel Verantwortungsübernahme, wenn du belegen sollst, warum alle Frauen die Verantwortung dafür übernehmen sollen, was dir so alles in der Welt nicht passt?

          Da beschwert sich ja genau die Richtige..

        • Klingt auf jeden Fall gut. Auch wenn ich die Fremdwörter (hab nur Realschule besucht) nicht verstehe. 😉

          Sry.

          „Multiplikation mit -1“: Mathematische Operation zur Umkehrung von positiv und negativ, also: „Gar nicht sind DieMänner DieProfiteure der Verhältnisse und DieFrauen dabei DieVerlierer! DieMänner sind DieVerlierer und DieFrauen sind DieProfiteure!1!“

          „Affirmation der grundsätzlichen Gültigkeit“: Affirmation = „Bejahung“.

          Durch die bloße Umkehrung der Geschlechter wird nur der dumpfe feministische Kurzschluß in der Sache bejaht, demzufolge man einfach die Menschheit fein säuberlich in zwei getrennte Töpfe werfen, die Töpfe dann als ganzes Wiegen und anschließend jedem Einzelnen entsprechend eine Täter- oder Opferrolle zuweisen kann.

          (zwar würden die meisten Feministinnen ein solches Vorgehen weit von sich weisen, wenn aber von „männlichen Privilegien“ oder von der „patriarchalen Dividende“ die Rede ist, dann ist das ganz genau ein solches Vorgehen)

        • @ maren

          „Benutz doch bitte keine Begriffe, die du nicht so richtig verstehst, selbst wenn sie clever klingen.“

          Bei Dir kritisier ich, dass Du mit Freude den Postern Sätze aus der Feder liest, die sie nie geschrieben haben.
          Das ist auch Rabulistik.

        • @Christian

          „Um so mehr du dich darüber beschwerst, dass du das “offensichtliche” auch noch begründen sollst, um so offensichtlicher (hehe) wird, dass du es nicht begründen kannst“

          Über die Zeit hab ich das schon mehr als einmal begründet.

          @marenleinchen

          „Es ist für dich zuviel Verantwortungsübernahme, wenn du belegen sollst, warum alle Frauen die Verantwortung dafür übernehmen sollen, was dir so alles in der Welt nicht passt?

          *Das ist wie eine Co-Abhängigkeit.*

          Benutz doch bitte keine Begriffe, die du nicht so richtig verstehst, selbst wenn sie clever klingen.“

          Zum Ersteren. Es ist ja wohl drastisch umgekehrt. Ich sehe nicht einen einzigen Versuch, von Frauen für ihr Anliegen, Handeln, etc. selber einmal Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen ein Bombardement von sogar großen, absichtlich fabrizierten Verhetzungslügen.

          Und der ganze Feminismus lässt sich als eine Art Verantwortungsverschiebung sehen.

          Zum Zweiten. Diesen rabulistischen Beschämungs- und Entwertungsunsinn mit dem üblichen Zweck kannst du dir auch sparen. Er untermauert übrigens meine Argumentation.

          • @petpanther

            „Über die Zeit hab ich das schon mehr als einmal begründet.“

            Dann kopier es doch einfach mal zusammen und poste den Text.
            erstens haben dann alle was davon
            zweitens kannst du immer wieder drauf verweisen
            drittens kann man es dann auch überprüfen und ggfs ergänzen oder kritisieren

        • @marenleinchen

          „Na, bei petpanther bleibt einem auch nix anderes übrig als wild zu interpretieren.“

          Zur Wiederholung. Diesen rabulistischen Beschämungs- und Entwertungsunsinn mit dem üblichen Zweck kannst du dir auch sparen. Er untermauert übrigens meine Argumentation.

        • *Diesen rabulistischen Beschämungs- und Entwertungsunsinn mit dem üblichen Zweck kannst du dir auch sparen. Er untermauert übrigens meine Argumentation.*

          Ach so, ja dann.
          Du machst genau das, was du bei Feministinnen anprangerst, belegst nie etwas (habe ich zumindest noch nie gesehen), spuckst Gift gegen alle die anderer Meinung sind als du und reagierst auf Kritik beleidigt.
          Statt sachlich zu argumentieren ziehst du dann alles auf eine Metaebene und sprichst über „Beschämungstaktik“.
          Und was denn Feministinnen ihr Patriarchat ist dir dein Gynozentrismus.
          Man könnte meinen du trollst rum, insbesondere wenn du dich wie kürzlich mit deinem ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn brüstest, aber ich denke du siehst es echt nicht.

        • Ich denke nicht, das ich herumtrolle.

          Im übrigen schon wieder eine rabulistische „Argumentation“ von dir 🙂

          „Und was denn Feministinnen ihr Patriarchat ist dir dein Gynozentrismus.“

          Nein. Den Gynozentrismus gibt es wirklich. Sogar evolutionär nachvollziehbar instinktiv angelegt, bei Männern und Frauen.

    • Ich finde, eine feinere Unterscheidung wäre angebracht. Die Männerrechtsbewegung besteht zum guten Teil aus Männern, die schlechte Erfahrungen gemacht haben und eine innere Wut mit sich herumtragen. Ich habe kaum misogyne Männer in diesem Teil des Internets festgestellt. Das wären Männer, die alles Weiblich widerlich und verachtenswert finden. Die davon träumen, wie die Radfems bzgl. Männer, Frauen zu töten und zu verstümmeln. Das wären die passenden Gegenstücke zu Radfems. Kennst du solche? Nenn doch mal ein paar Pseudonyme, Ich kenne keine.

      • @quellwerk

        „Das wären Männer, die alles Weiblich widerlich und verachtenswert finden. Die davon träumen, wie die Radfems bzgl. Männer, Frauen zu töten und zu verstümmeln. “

        Ich finde die Stufe „frauen beuten einen nur aus, sie hassen Männer, sie sehen sie nur als nutztiere“ etc schlimm genug. Sie hat glücklicherweise nachgelassen

      • *Ich habe kaum misogyne Männer in diesem Teil des Internets festgestellt. Das wären Männer, die alles Weiblich widerlich und verachtenswert finden. Die davon träumen, wie die Radfems bzgl. Männer, Frauen zu töten und zu verstümmeln. Das wären die passenden Gegenstücke zu Radfems. Kennst du solche? Nenn doch mal ein paar Pseudonyme, Ich kenne keine.*

        Na wenn Frauenfeindlichkeit erst dann beginnt, wenn man davon träumt Frauen zu verstümmeln, dann kann man sich ja beruhigt zurücklehnen.

        • Lies erst den Text, bevor du antwortest. Das Ergebnis wird dadurch in der Regel besser. Ich habe die leichtfertige Analogiebildung zu Radfems kritisiert. Deren Argumentationsniveau habe ich als Vergleichsmaßstab herangezogen und sie entsprechend auf frauenhassende Äußerungen von fiktiven Männern umgemünzt. Solche Männer bleiben fiktiv, denn es gibt sie nicht. Ich habe keine Definition von Frauenfeindlichkeit gegeben.

        • Im Übrigen sieht man bei dir den maliziösen Versuch, aus der Feststellung, dass eine vermeintliche Misogynität bei Männern an denen von Redfems nicht heranreicht, mir die Aussage zu unterzuschieben: „Alles was unterhalb der Formen extremer Misandrie zum Beispiel einer Solana bleibt, ist nicht frauenfeindlich“.Ich gehe hier nur deshalb näher darauf ein, um die Struktur, die deine Argumentation begünstigt, zu beleuchten. Es ist, poststrukturalistisch ausgedrückt, auf dem Boden eines formatierten Diskurses möglich, den Versuch zu wagen, innerhalb eines männerrechtlichen Blogs einen Mitdiskutanten Gewalt an Frauen zu unterstellen, wenn er die Aussagen von Männern mit denen von Aussagen einer Solana vergleicht. Offenbar herrscht nach deiner Meinung, die durch einen herrschenden Diskurs ermutigt wird, Inkommensurabilität vor. Ich gebe dir den Beweis: fiona baine hat in dem öffentlichen Raum von Wikipedia das SCUM Manifest als Popkultur bezeichnet. Würde an ihr der gleiche Maßstab angelegt, wie du glaubst ihn an mir anlegen zu können, hat sie damit Unvergleichliches gesagt: das Abschneiden des Penis eines Mannes ist Ausdruck der herrschenden Kultur. Dem wurde bei Wikipedia nicht widersprochen.

        • @quellwerk
          Ich finde lediglich deine Definition von Misogynie kritikwürdig.
          Wenn jemand sagt, dass alle Frauen (bis auf evtl einhornartige Ausnahmen) dumm sind/dümmer als Männer, ist das misogyn, da muss er nicht direkt alle töten wollen.

        • Ich habe die leichtfertige Analogiebildung zu Radfems kritisiert.

          Fair point – Ein Männerrechtler, der das übliche Niveau von Radfems erreichen wollte stünde weit aßerhalb Rand sogar des Gelben Forums. Sowas wie #killallwomen habe ich zumindest dort noch nicht gelesen.

          Aber ich bin dennoch der Auffassung, dass man irrationalen Hass nicht mit Irrationalität bekämpfen kann. Bei allen Verständnis für die Wut über beispielsweise eine grob menschenrechtswidrige Behandlung im Familienrecht.

          Es nützt doch nichts, auf Frauen wütend zu sein. Ich kenne so einige Frauen(*), die viel Verständnis für entsorgte Väter haben und hier eine grobe Ungerechtigkeit zu deren Lasten sehen. Sollen die sich für ihr Geschlecht entschuldigen, weil irgendwelche Männer und Frauen unter Anmaßung einer Vertretung ihrer Belange den Mist verbockt haben? Was sollen sie denn noch tun außer sich klar und unmißverständlich dazu zu positionieren? Man hat diese Frauen genauswenig gefragt wie dich und mich.

          *)Jaja, Maren, ich weiß: Die biedern sich doch bloß an, weil sie nach männlicher Anerkennung lechzen. Danke für das „Kompliment“

        • @marenleinchen

          Wer mit stigmatisierend verallgemeinernden und unterstellenden, zur Deflektion von Kritik und Verantwortlichkeit dienenden Kampfbegriffen wie Misogynie um sich wirft darf sich nicht wundern, wenn da mal ein Call kommt.

          Der Begriff ist hochgradig aggressiv und bedeutet so viel wie „Akzeptier gefälligst was ich sage und gib mir was ich will, ohne Widerrede. Tust du es nicht brandmarke ich dich und alle die dich unterstützen auch. Unterwerf dich“.

          Es ist ein Zeichen für das Motiv der Dominanzerlangung bei gleichzeitiger Verantwortungsabschiebung und gehört in keine redliche Diskussion.

          Fast alles was von weiblicher Seite her in Bezug auf das Geschlechterverhältnis kommt hat diese Struktur. Jedenfalls so gut wie alles was mit Feminismus zu tun hat.

          Von vornherein unredlich.

        • @Nick
          Nur weil ich Verständnis für wütende Männer habe, bin ich doch nicht wütend auf Frauen. Es gehört zwar nicht hierher: ich habe fast nur gute Erfahrungen mit Frauen gemacht. Alles was du schreibst ist ok. Ich beschäftige mich mit der Männerrechtsthematik aus Solidarität mit Männern, nicht weil ich Frauen böse finde. Wenn jemand wütend ist, drückt er Hilflosigkeit aus. Das sehe ich und das möchte ich ändern. Ich glaube, die größten Verlierer sind die Männer aus der „Unterschicht“, die einer schleichenden Abwertung ausgeliefert sind. Und ja, ich glaube, der Feminismus betreibt dies gezielt, um seinen Freiraum zu vergrößern.

        • @Christian

          Ich habe auch immer den weiblichen Standpunkt mit einbezogen.

          Ging immer davon aus, dass Gleichberechtigung ein Geben und Nehmen wär.

          Und tue das jetzt auch noch.

          Andersherum ist das mehr als vorwiegend nicht so. Jedenfalls ist es sehr, sehr selten.

          Und im Gesamtbild schon gar nicht. Mit öffentlichen Verhetzen basierend auf absichtlichen Lügen. Jetzt geht’s sogar um GG-Verletzungen, Entzug der Bürgerrechte etc.

          Das sind keine Kleinigkeiten mehr.

          Und es wird ermöglicht, weil immer noch so getan wird, als ob die „Gegenseite“ (allein Gegenseite – waren wir es die Feindbilder erklärt haben? – Nein, auch nicht!) an einer anständigen Diskussion überhaupt interessiert wäre.

          Sie ist es nicht. Und wird es nie sein, weil die Motive alle vorgeschoben sind. Soviel ist, meine ich, mittlerweile gut erkennbar.

        • Das ist doch Rhetorik.

          Es gibt z.B. eine ganze Tonne Fakten dargestellt auf den Manndat, Wikimannia etc. Seiten. Und ich hab jetzt keine Lust hier nach meinen früheren Beiträgen zu suchen. Bringt eh nichts.

          Viele der Diskutanten führen reihenweise Fakten an. Viele derjenigen, die sich in der Geschlechtsdebatte engagieren machen das seit Jahrzehnten.

          Der ganze Diskurs bewegt sich nicht, weil man nicht merkt, dass darauf geschissen wird.

          Es geht eher um „Dinge“ wie Co-Abhängigkeit etc. und das Abnabeln von unredlichen Schuld- und Verantwortungszuweisungen durch z.B. Beschämungen.

          Die ganze Grundlage von weiblicher Seite her ist nicht ok. Es wird erwartet keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Nur Rechte auf etwas (unverdientes). Wird es nicht erfüllt, kommt die Opfer-Sündenbock Nummer. Fairer Wettbewerb schon gar nicht.

          Niemand will da wirklich „Gleichberechtigung“. Es geht nur um Vergünstigungen, Privilegien und Befriedigung von (angeborenem?) Sozialneid. Bemäntelt mit vermeintlicher „Gleichberechtigung“.

        • Ein Auszug:

          „…

          Zugrunde liegt ein Denkfehler: Dass das weibliche Geschlecht ca. 50% der Bevölkerung umfasst, das bedeutet nicht, dass ein hälftiger Anteil von Frauen als generelle Norm gerechtfertigt oder überhaupt zu rechtfertigen wäre.

          Das ist sie deshalb nicht, weil der Zugang zu beruflichen und gesellschaftlichen Positionen sich im Prinzip durch Qualifikation und Leistung rechtfertigt (vgl. Art. 33 GG), und eben nicht durch irgendwelche natürlichen Merkmale, hier eben das Geschlecht. Kein Mann wird wegen seines Geschlechts befördert oder macht deswegen Karriere. Aber Frauen wollen eben das. Daher geht auch das ständige Gerede über eine „Unterrepräsentanz von Frauen“, die faktisch und rosinenpickerisch nur bezüglich lukrativer und machtvoller Positionen vorgebracht wird, völlig fehl, insbesondere im Hinblick auf die konsequent falsche Lesart von Art. 3 (2) Satz 2 Grundgesetz als angeblicher Gleichstellungsauftrag für Frauen. So etwas gibt es im Grundgesetz nicht.

          Weibliche Geschlechtsorgane rechtfertigen keinerlei ökonomische Verteilungsansprüche! Aber um nackte Verteilungsansprüche geht es hier, um weiter gar nichts. Und sie sind weder begründet noch überhaupt begründbar. Das heißt, der gesamte Gedankengang einschließlich des geplanten Gesetzes verfügt über keinerlei normatives Fundament, also über keinerlei tragfähige Begründung. Das geplante Gesetz ist daher illegitim.

          Ein solches Gesetz, das Privilegierungen durch natürliche Merkmale schafft, so wie das einst beim Adel mit seiner biologischen Abstammung der Fall war, ein solches Gesetz ist mit dem Grundgesetz deshalb nicht vereinbar, weil das Grundgesetz außer beim Koalitionsrecht der Gewerkschaften allein auf die Rechte von Individuen abstellt. Das Grundgesetz kennt zu Recht kein angebliches Kollektiv „der Frauen“ oder „der Männer“.
          …“

          Derlei in Endlosschleife. Seit Jahrzehnten. Nunmehr in allen Bereichen.

          • @petpanther

            Dieser Komplex sagt allerdings rein gar nichts über die hier diskutierte Frage aus, nämlich inwieweit Frauen daran eine Schuld tragen oder das wollen. Die klassische Frau hat genauso wenig wie der klassische Mann von der Frauenquote für Aufsichtsräte. Sie wird niemals auch nur in die auswahl für einen kommen.

        • Ich glaube, die größten Verlierer sind die Männer aus der “Unterschicht”, die einer schleichenden Abwertung ausgeliefert sind.

          Ja. Und das Spiel hat einen _sehr_ langen Bart. Der Mittelschichtfeminismus richtete sich schon immer in erster Linie gegen den „Unterschicht“-Mann.

          Wer ist beispielweise in aller Regel der Verlierer bei der Frauenquote? Der „Unterschicht“-Mann, der sich mühsam hochgeackert hat. Wer ist der größte Verlierer bei den Strafrechtsverschärfungen? Der „Unterschicht“-Mann, der nicht das Geld und die juristische Kompetenz hat, sich einen versierten Anwalt zu suchen. Wer ist der größte Verlierer bei „Gleicher Lohn für geichwertige Arbeit“? Der „Unterschicht“-Mann, der nur einen gefährlichen Job wählen kann, um genug Geld für seine Familie zu verdienen. Wer ist der größte Verlierer bei der Hetzkampagne gegen Gamer? Der „Unterschicht“-Mann, dem die Ressourcen fehlen ein Leben jenseits einer virtuellen Welt zu führen, in welchem er herausgefordert wird und sich bewähren kann.

          Die Aufzählung ließe sich beliebig für jedes Element der „Gleichstellungspolitik“ fortsetzen. Das ist eigentlich unvermeidbar: Wenn man Maßnahmen zulasten eines Kollektives betreibt, verlieren immer in erster Linie die schwächsten Mitglieder dieses Kollektives. Es profitieren meistens die stärksten Mitglieder des begünstigten Kollektives.

          Man schaue sich auch nur die hinter dem Männlichkeitsdämon liegenden Bilder an: Sie bilden fast lupenrein das tradierte bürgerliche Ressentient gegen den „ungehobelten Unteschichtmann“ ab. Oder aber das Ressentiment gegen männliche Minderheiten. Jugendliche/Heranwachsende „taugenichtse“ (->Gamer); Schwarze Männer (->der männliche Sexdämon); hedonistische Männer, die sich der Familienpflicht entziehen / Dandies (->homosexuelle und andere sexuell libertine Männer); „der allzu stolze working-class Junge (->“laddism“)

          Auch hier lässt sich leicht zu fast jedem feministischem Ressentiment ein adaptiertes traditionell-bürgerliches Ressentiment finden.

        • @Nick

          Sehr gut beobachtet und beschrieben. Seh ich ähnlich.

          Vor allem

          „Auch hier lässt sich leicht zu fast jedem feministischem Ressentiment ein adaptiertes traditionell-bürgerliches Ressentiment finden.“

          Geschlechterrollen on Steroids mit Verlierer des Unterschichtmanns.

          Und ja, das hat einen langen, langen, …, langen Bart.

          Soviel auch zur Story, dass Frauen seit Jahrtausenden unterdrückt wurden.

          Es ist genau anders herum und war noch nie anders. Ein Schichtenproblem, dass nun wieder etabliert wird. Über die Diebe, die haltet den Dieb schreien Schiene. Kollektivistisch und verdichtet im unbeliebten Wort Kulturmar …, der ja nur dazu dient die dazu notwendige bemäntelnde PC aufzubauen.

        • @Christian

          „Dieser Komplex sagt allerdings rein gar nichts über die hier diskutierte Frage aus, nämlich inwieweit Frauen daran eine Schuld tragen oder das wollen. Die klassische Frau hat genauso wenig wie der klassische Mann von der Frauenquote für Aufsichtsräte. Sie wird niemals auch nur in die auswahl für einen kommen.“

          Das ist ja auch ein Argument, dass man dagegen anführen kann.

          Dennoch hat es sogar sehr viel mit der hier diskutierte Frage zu tun.

          Denn es zeigt die ganze (gesellschaftliche Abzieh-) „Denke“, die sich wirklich dahinter verbirgt und auf die ich immer anspiele, geradezu in Cinemascope.

          • @petpanther

            Darum ging es aber nicht.
            Und auch da kann man anführen: Die meisten Politiker sind nun einmal Männer.

            Es sagt über die durchschnittliche Frau wenig aus. Und das ist ja eigentlich das, was du hier behauptest hast.
            Ich vermute deine übrigen Nachweise wären ähnlicher natur.

        • „Dieser Komplex sagt allerdings rein gar nichts über die hier diskutierte Frage aus, nämlich inwieweit Frauen daran eine Schuld tragen oder das wollen. Die klassische Frau hat genauso wenig wie der klassische Mann von der Frauenquote für Aufsichtsräte. Sie wird niemals auch nur in die auswahl für einen kommen.“

          Soso. Dann fragt man sich, wieso das Thema in den Medien und auch unter den Menschen so heiss diskutiert wird/wurde und eine Partei wie die SPD sich auf ihrer Webseite weithin sichtbar damit brüstet, diese Quoten herbeigeführt zu haben. Offenbar scheint es die „klassische Frau“ schon irgendwie zu betreffen.

          • @zabalo

            „Offenbar scheint es die “klassische Frau” schon irgendwie zu betreffen.“

            Wie denn?
            Es ist allenfalls Symbolpolitik: Seht, wir machen was für eure Gruppe. Was der einzelne der Gruppe dazu sagt ergibt sich daraus nicht.

        • „Wie denn?“

          Vielleicht kannst du dich der Beantwortung dieser Frage nähern, wenn du dir die von mir gerade genannten Beispiele anschaust ? Das wäre eigentlich der richtige Ansatzpunkt.

  5. Der Beitrag trifft wieder mal einen guten Punkt!
    Auch hier kommt meines Erachtens unsere gefilterte Internetblasenwahrnehmung hinzu: Die Mehrheit der Menschen sieht die Welt nicht als einen Ort des Geschlechterkampfs und macht sich über viele, in Blogs wie diesen diskutierte Sachen keinen Kopf.

    So eben auch die nutznießenden Frauen: Sie nehmen nicht böswillig hin, wenn etwas unrechtes geschießt, sondern leben einfach mit den Verhältnissen. Sie regen sich weder über Zwangsquoten in Vorständen, noch sexualisierte Frauendarstellungen in der Werbung auf, sondern leben halt in einer Welt, in der diese und andere Dinge geschehen. Dabei nehmen sie Nachteile ebenso hin wie Vorteile und beteiligen sich schlicht nicht an den Kämpfen. Das ist keine Bosheit, kein Mitläufertum, sondern die gleiche Art, die wir für Themen anwenden, die uns nicht so speziell interessieren. Ich wage zu behaupten, mann muss sogar derartig aussortieren, um normal lebensfähig zu sein.

    • @ DMJ

      „Sie nehmen nicht böswillig hin, wenn etwas unrechtes geschießt, …“

      Schießen ist ein unregelmäßiges Verb und wird schießen, schoss geschossen gebeugt.

      Sorry, musste diese Steilvorlage einfach versenken, hab grad meine albernen 2 Minuten 😀

    • Ich bereue es schon jetzt, dass ich aus Solidarität dem Vorwurf der Misogynie entgegengetreten bin. Dabei kann man nur verlieren. Und ja, DMJ, du hast unbedingt recht: dieses Gerede vom Gynozentrismus ist mindestens Ausdruck einer sektenhaften Verbohrtheit. Wenn hier und da gesellschaftliche Phänomene eine Bevorzugung der Frauen zeigen, so gibt es ebensoviele bevorteilende Situationen für Männer. Da ist nichts Systematisches. Keine festen Strukturen. In der Summe gleicht es sich alles aus. Und überhaupt interessiert es sowieso keinen. Ich gehe gleich einen Butterkuchen essen und trinke dazu einen dampfenden Kaffee – vielleicht treffe ich mich nachher mit Brigitte und wir kaufen zusammen die Daunenbettdecke, die ich mir schon so lange wünsche.

  6. Ich lese diesen Beitrag und denke, das ist ja theoretisch alles richtig und dann denke ich an diesen Beitrag auf Genderama, vor allem an das Verhalten der Ex-Freundin und bekomme beides nicht unter einen Hut.

    Die Ex-Freundin in der Geschichte schätze ich als Normalfall ein und nicht als besonders böse oder ignorante Ausnahme.

    Das bringt mich in die Of Course – But Maybe Situation:

    Natürlich kann man nicht verallgemeinernd über alle Frauen reden.
    Aber vielleicht ist was dran an der These, dass Frauen anders über Männer denken und fühlen als Männer über Frauen?

    • @only me

      „…und bekomme beides nicht unter einen Hut.
      Die Ex-Freundin in der Geschichte schätze ich als Normalfall ein und nicht als besonders böse oder ignorante Ausnahme.“

      Das mit dem Normalfall ist der Fehler.
      Bereits der Fall an sich dürfte eine sehr große Ausnahme sein, die große kräftigere Frau, die den kleineren schwächeren Mann gegen seinen Willen einen bläst als Normalfall?

      „Aber vielleicht ist was dran an der These, dass Frauen anders über Männer denken und fühlen als Männer über Frauen?“

      Ja sich. Aber deswegen müssen sie ja nicht per se schlecht über sie denken.

      • Nee, jetzt würfelst du durcheinander.
        Es geht nicht darum, ob es normal ist, dass ein schmächtiger Mann von einer voluminösen Frau vergewaltigt wird. Es geht darum, ob eine Frau ihrem schmächtigen Mann glaubt oder eher davon ausgeht, dass Männer ja doch alles Schweine sind.
        Das widerlegst du nicht.

        „Aber deswegen müssen sie ja nicht per se schlecht über sie denken.“

        Ich sehe keinen Widerspruch zwischen deinem „per se schlecht über sie denken“ und einem „de facto alles schlechte zutrauen, so wie im Fernsehen.“

        • @only me

          „Es geht nicht darum, ob es normal ist, dass ein schmächtiger Mann von einer voluminösen Frau vergewaltigt wird. Es geht darum, ob eine Frau ihrem schmächtigen Mann glaubt oder eher davon ausgeht, dass Männer ja doch alles Schweine sind. Das widerlegst du nicht.“

          Und warum soll das was über die Schlechtigkeit der Frau aussagen? Entschuldige, aber im Standardfall hätte ich auch meine Probleme zu glauben, dass jemanden gegen seinen Willen einer geblasen wurde. Ich würde es üblicherweise für eine eher schwache Ausrede halte, obwohl ich durchaus Fälle von Gewalt Frau gegen Mann kenne.

          „Ich sehe keinen Widerspruch zwischen deinem “per se schlecht über sie denken” und einem “de facto alles schlechte zutrauen, so wie im Fernsehen.”“

          Ich sehe noch nicht einmal, wie man aus diesem Fall herauslesen kann, dass Frauen Männern per se alles schlechte zutrauen.

          Ja, Frauen trauen Männern zu, dass sie eine Gelegenheit zum Casual Sex nutzen und nicht sehr wählerisch sind, wenn es darum geht, dass sie einen geblasen bekommen. Kann man ihnen das wirklich verdenken?
          Irgendwie scheint mir das in die Richtung zu gehen, dass man eine solche Aussage des Mannes nicht hinterfragen darf, sondern glauben muss.
          Nicht, dass das nicht mist für ihn ist. Aber es sagt wenig über Männerhass aus

          • „Ja, Frauen trauen Männern zu, dass sie eine Gelegenheit zum Casual Sex nutzen und nicht sehr wählerisch sind, wenn es darum geht, dass sie einen geblasen bekommen. Kann man ihnen das wirklich verdenken? “

            Und dann beschwerst du dich darüber, dass manche etwas sagen im Sinne von: „Ja, Männer trauen Frauen zu, dass diese sehr darauf achten, ob ihnen der Mann etwas nutzt und ihn – sobald er ‚kaputt‘ ist – gegen ein besseres Modell austauschen. Kann man ihnen das verdenken?“

            Versteh ich nicht.

            „Aber es sagt wenig über Männerhass aus“

            Dass sie nicht mal in Erwägung zieht, dass seine Geschichte wahr sein könnte, tut das schon.

          • @only me

            „Und dann beschwerst du dich darüber, dass manche etwas sagen im Sinne von: „Ja, Männer trauen Frauen zu, dass diese sehr darauf achten, ob ihnen der Mann etwas nutzt und ihn – sobald er ‘kaputt’ ist – gegen ein besseres Modell austauschen. Kann man ihnen das verdenken?““

            Es kommt darauf an, wie man es sieht. Wenn ein Mann arbeitslos geworden ist und daraufhin seine Ehe kriselt und sie sich trennt und mit einem neuen Mann zusammenkommt, der gut verdient, dann finde ich seinen Vorwurf, dass sie das gemacht hat, weil sie finanziell abgesichert sein will, nicht verwunderlich. Es kann – wie bei der Vergewaltigung – eben auch anders sein.

            Wenn jemand sagen würde, dass alle Frauen alle Männer verlassen würden, wenn diese schlechter verdienen, weil es ihnen nur um die finanzielle Absicherung geht (oder gar: weil sie keine Liebe empfinden können), dann würde ich das für falsch halten
            Genauso dann wie die Aussage, dass jeder Mann sich von jeder Frau einen blasen lassen würde, auch wenn er in einer Beziehung steckt.

            Wird der Unterschied deutlich?

          • „Wird der Unterschied deutlich?“

            Der Unterschied zwischen „Alle sind…“ und „Im Schnitt neigen sie deutlich mehr zu…“

            Natürlich gibt es da einen Unterschied.
            In der Polemik eines Forums geht der schon mal verloren.

            Du bist – anscheinend – der Meinung, dass der Unterschied trotzdem nachdrücklichst betont werden müsste?

            Warum dein heutiger Post bei mir Widerstand auslöst, dafür muss ich etwas mehr schreiben (und da ich jetzt einige Stunden nicht am Rechner war, habe ich auch keine Ahnung, ob das bereits jemand anders geschrieben hat)

            Die formulierst das zu widerlegende Argument so:
            1. Frauen wollen die Vorteile des Feminismus.
            2. Sonst würden sie etwas dagegen tun.
            3. Also unterstützen sie den Feminismus
            4. und müssen sich diesen als von ihnen gewollt vorhalten lassen.
            5. Daran sieht man, dass sie eigentlich nichts für Männer übrig haben,
            6. sonst würden sie nicht einfach die Vorteile mitnehmen, sondern etwas dagegen machen.
            7. Damit sind Frauen auch der Feind.

            1., 3. und 6. sind m.E. wahr genug, um sie als Ausgangspunkt für Diskussionen gelten zu lassen.
            2., 4. und 5. sind Unsinn.
            7. ist ein Quatsch oder ein Strohmann.

            Ein Strohmann insofern, als ich den Punkt in der Formulierung „7. Damit sind Frauen keine Freunde. Auch und gerade nicht per se.“ durchaus verteidigen würde.

            Und zwar im Sinne der Unterscheidung, die Schoppe zitiert: Der Unterschied zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft. Natürlich lieben Frauen Männer in ihrer Gemeinschaft.
            Aber die Männer der Gesellschaft? Sozusagen: Den Mann?

            Und da ist mein Problem mit deinem Post von heute: Die Hälfte der 7 Punkte ist Unsin und Over the Top, wie der Finne sagen würde. Die andere Hälfte hat es verdient, ernsthaft betrachtet zu werden.
            Du schreibst aber so, als wäre eine Diskreditierung von allen 7 angemessen.

            Da mach ich nicht mit.

        • @only_me

          Davon gibt es so viel unzählige (drastische) Beispiele. Und sie kommen immer noch mit „Belegen“.

          Man(n) will es nicht sehen. Frau auch nicht. Deswegen sind die Diskussionen immer so einseitig und bewegen sich auch nicht viel.

          Verantwortungsvermeidung für weibliches agieren. Von beiden Seiten.

      • „Das mit dem Normalfall ist der Fehler.“
        Ich denke mit dem Normalfall meint er die Exfreundin, die ihm die Vergewaltigung nicht glaubt sondern von einer Ausrede für einen Seitensprung ausgeht.
        Nichtsdestotrotz finde ich nicht, dass man hier einem Geschlecht eine Pauschalschuld zuweisen kann.

    • Ich halte das nicht-Glauben eher für eine Rationalisierung/Ausrede.

      Sie will wohl eher keinen Mann, der sich „nicht eimal gegen eine Frau wehren kann“ – oder so ähnlich.

      • @Nick

        „Ich halte das nicht-Glauben eher für eine Rationalisierung/Ausrede.“

        Ich hatte ja mal einen einen Artikel zur Glaubwürdigkeit bei oraler Vergewaltigung:

        https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/26/orale-vergewaltigung-und-beweisfragen/

        Seine Variante finde ich da in der Schilderung auch eher schwach.

        I wasn’t a very big guy at the time, 5’6 and maybe 120 pounds. She was substantially heavier than I was, and jumped on top of me. I told her „no“, and she ripped the cover off of me and proceeded to rub my penis with her hand. I kept saying no and tried pushing her away, but she forced me to lay down on the bed.

        As I was pushed back into a laying position, I could feel her opening the hole of my boxers, and take out my penis. I cried as she performed oral sex on me.

        Einen Mann zu zwingen liegen zu bleiben, während man ihm einen bläst, das klingt schon ziemlich schwierig.

        • Er war nach eigener Schilderung stockbesoffen. So stark alkoholisiert, dass er nicht mehr selber gehen konnte. Und so stark, dass er eine komplette erektile Disfunktion hatte. Die Frau es also nicht geschafft hat, eine Erektion zu erreichen.

          Ich finde es schon glaubwürdig, dass er mit der Statur und Körpermasse es dann in dem Zustand nicht schafft, sie abzuwerfen.

          • @Peter Müller

            Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ihr eine vergleichbare Schilderung bei einer Frau nicht hinterfragen würdet.

            Aber was kann man daraus herleiten?
            Ich finde es jetzt nicht so merkwürdig, dass es der Freundin kurios vorkommt.
            Würdet ihr es jeden Freund glauben?

            Ich meine „ich war betrunken und ich wollte gar nicht, dass sie mir einen bläst, ich habe immer wieder nein gesagt“ klingt einfach nicht so gut

        • Aus Sicht der (danach Ex-) freundin würde ich es vermutlich auch nicht glauben (wollen); Er geht ohne sie auf eine Party (-> im Stich gelassen), amüsiert sich dort bestens (-> Neidfaktor), besäuft sich hemmungslos (-> undiszipliniert) und am Ende bläst ihm eine andere Frau einen (-> ohne Worte)….Hallooo?

          Damit eine Frau sowas folgenlos schluckt, muss er schon einen sehr hohen Status bei ihr haben. Und der hat danach ziemlich tiefe Schrammen…

          Im übrigen würde dies aber auch umgekehrt gelten. Es ist also eine menschliche Reaktion, keine dediziert weibliche…

          • @peter Müller

            „Im übrigen würde dies aber auch umgekehrt gelten. Es ist also eine menschliche Reaktion, keine dediziert weibliche…“

            In der Tat, mit der Erklärung hätten denke ich auch viele Männer bei ihrer Freundin ein Problem oder zumindest gewisse Zweifel

        • @Christian:

          Wenn es ihm darum gegangen wäre, ein „cheating“ zu rechtfertigen – warum sollte er in dem Fall überhaupt etwas erzählen?

          Wenn er sehr betrunken ist und die Frau ihm körperlich überlegen ist, dann scheitert die Glaubwürdikeit eigentlich nur noch daran, dass „Frauen so etwas doch nicht tun“.

          Wenn das Ganze tatsächlich von einem Kangaroo-Court ermittelt wurde, dann hätte man seine Aussage sicherlich verworfen, wenn ihre Einlassung widerspruchsfrei und seine widersprüchlich gewesen wäre.

          • @Nick

            „Wenn es ihm darum gegangen wäre, ein “cheating” zu rechtfertigen – warum sollte er in dem Fall überhaupt etwas erzählen?“

            Wenn es darum geht, ein Cheating zu rechtfertigen, warum sollte sie dann eine Anzeige wegen Vergewaltigung machen?

            Ich sage ja gar nicht, dass es nicht so gewesen ist. Ich sage nur, dass man daraus, dass ihm die Freundin nicht glaubt, wenig an Männerhass oder „nur schlechtes über Männer denken und ihnen alles zutrauen“ herleiten kann.
            was ja die These war, gegen die ich mich gewandt habe.

            Mitunter passieren Sachverhalte auf eine komisch klingende Art.
            Aber deswegen muss man so etwas auch nicht per se glauben.

            Hier lässt sich ja durchaus ein Fall konstruieren: Wenn er sich sicher war, dass es die Frau von anderen gesehen worden war und es daher an seine Freundin gelangen würde, dann hätte er natürlich ein Motiv.

        • Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ihr eine vergleichbare Schilderung bei einer Frau nicht hinterfragen würdet.

          Ich denke schon, dass ich meine Freundinnen immer so gut einschätzen könnte, dass ich weiß ob sie einen Hang zu solchen .. Ausreden hat oder nicht.

          Eigentlich kann er froh sein, dass das Ganze zuende ging – egal was nun passiert ist: Wenn jeand meint, sich solche Geschichten ausdenken zu müssen, _oder_ wenn der andere meint, dass sich solche Geschichten ausgedacht werden ist die Beziehng keinen Pfifferling wert. Wahrscheinlich sogar im Gegenteil.

          • @nick

            „Ich denke schon, dass ich meine Freundinnen immer so gut einschätzen könnte, dass ich weiß ob sie einen Hang zu solchen .. Ausreden hat oder nicht.“

            Ich meinte jetzt auch den abstrakten Fall, wenn er hier besprochen worden wäre

        • Ich sage nur, dass man daraus, dass ihm die Freundin nicht glaubt, wenig an Männerhass oder “nur schlechtes über Männer denken und ihnen alles zutrauen” herleiten kann.

          Zustimmung. Da lief vermutlich etwas ganz Fundamentales aus dem Ruder, und dazu tragen meistens beide Seiten bei.

          Mitunter passieren Sachverhalte auf eine komisch klingende Art.
          Aber deswegen muss man so etwas auch nicht per se glauben.

          Für mein Empfinden schuldet man seiner Freundin oder seinem Freund einen erheblichen Vertrauensvorschuß. Das ist ja das Miese, wenn das dann ausgenutzt wird.

          • @Nick

            „Für mein Empfinden schuldet man seiner Freundin oder seinem Freund einen erheblichen Vertrauensvorschuß. Das ist ja das Miese, wenn das dann ausgenutzt wird.“

            Natürlich. Aber man darf eben nicht das Gefühl haben verarscht zu werden.

            Aber ich war auch schon mal besoffen und ich behaupte mal, dass es durchaus schwer ist, da jemanden gegen den Willen einen zu blasen. Man kann dann noch handeln und mehr machen als „Nein“ sagen.

        • @Christian:

          Aber ich war auch schon mal besoffen und ich behaupte mal, dass es durchaus schwer ist, da jemanden gegen den Willen einen zu blasen. Man kann dann noch handeln und mehr machen als “Nein” sagen.

          Du bist auch vermutlich größer als 1,67m und schwerer als 54,4kg. Und besoffen != besoffen.

          Und man kann wohl davon ausgehen, dass es genausoviele weibliche wie männliche Psychos gibt. Frauen sind halt nur meistens körperlich schwächer und denken sich dann andere Methoden aus, um Kontrolle über andere Menschen zu gewinnen. Und wenn sie dann mal tatsächlich starker sind, wird das auch mal mit Gewalt „gelöst“.

          • @Nick

            „Und man kann wohl davon ausgehen, dass es genausoviele weibliche wie männliche Psychos gibt“

            Sicherlich. Dennoch haben dann immer noch die männlichen Psychos den stärkeren Sexualtrieb.

            „Frauen sind halt nur meistens körperlich schwächer und denken sich dann andere Methoden aus, um Kontrolle über andere Menschen zu gewinnen. Und wenn sie dann mal tatsächlich starker sind, wird das auch mal mit Gewalt “gelöst”.“

            Ich will nicht sagen, dass es nicht geht. Wenn sie seitlich von ihm liegend bläst, dann kann sie ihn sicherlich mit ihrem Körpergewicht runterdrücken. Aber er schildert halt sonst gar nichts dazu, warum er sich nicht wehren konnte oder wie sie ihn blockiert hat.

        • „Dennoch haben dann immer noch die männlichen Psychos den stärkeren Sexualtrieb.“

          Immer wieder dieselbe leierkastenartige Wiederholung dieses Stusses. Ich habe vor ein paar Wochen darauf hingewiesen, dass die Stärke, mit der sich der „Sexualtrieb“ äussert auch davon abhängt, wie stark er provoziert wird. Und in dieser Hinsicht wird Frauen in westlichen Ländern maximale Provokation des männlichen Sexualtriebes zugestanden, während männliche Provokationen von Frauen immer mehr stigmatisiert werden, wie z.B. Herr Brüderle erfahren musste. Ohne den gesellschaftlichen Kontext einzubeziehen sind derartige Aussagen über die vermeintliche „Stärke des Sexualtriebes“ sinnlos, ganz davon abgesehen, dass der Begriff noch nicht einmal vernünftig definiert und in seine verschiedenen Komponenten differenziert wird.

          Dann bleiben wohl keine anderen Argumente dafür als „ist ja „offensichtlich“, “nicht mehr übersehbar”, “man kann es nicht leugnen” und “das sieht doch jeder”, s.o.

        • @Christian

          ok, ich wäre bereit, dir und deiner offensichtlichen Lieblingsidee des stärkeren männlichen Sexualtriebes insoweit entgegenzukommen, als unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen in westlichen Ländern Männer als Folge der ständigen sexuellen Provokationen durch Frauen möglicherweise ein stärkeres Begehren gegenüber Frauen entwickeln, als umgekehrt. Andere Facetten des Sexualtriebes, wie z.B. exhibitionistische Verhaltensweisen, bleiben davon unberührt und sind derzeit wahrscheinlich bei Frauen stärker manifestiert, da ja gesellschaftlich akzeptiert. Vielleicht tröstet dich das ja etwas. Allerdings kann man dies nicht verallgemeinern und muss eben den jeweiligen gesellschaftlichen Kontext betrachten, um hier zu einer Einschätzung zu kommen.

      • Dennoch haben dann immer noch die männlichen Psychos den stärkeren Sexualtrieb.

        Richtiger wäre wohl: “ Dennoch haben öfter männliche Psychos einen stärkeren Sexualtrieb.“ Es dürfte sich um überlappende Verteilungen handeln.

        Wenn man zusätzlich in Erwägung zieht, dass die Generalprävention bei vielen Psychos tatsächlich wirkt, und eine solche Generalprävention für Frauen praktisch nicht existiert, dann sieht die Sache schon etwas anders aus.

        • Ich glaube Christian unterschätzt da den weiblichen Sexualtrieb, da er sich , wie schon geschildert in anderer oft subtilerer Weise äußert, als der des Mannes, Exibitionismus und Fetischismus z.B.
          Es wird auch oft nicht verstanden, das die weibliche Sexualität in weit stärkerem Maße als die des Mannes selbstbezogen ist.

  7. „Ja sich. Aber deswegen müssen sie ja nicht per se schlecht über sie denken.“

    Nicht? Also ich denke nicht besonders gut über Menschen, die sich offen und freiwillig benachteilugen lassen. Ich weiß ja nicht wie Frauen das sehen, könnte mir aber vorstellen, daß sie ähnlich kopfschüttelnd die Männer betrachten. Als nicht ganz ernst gemeinte Sonderlinge vielleicht? Wer weiß … 🙂

  8. Nur zur Headline:

    „“Frauen sind böse, weil sie sich nicht gegen den Feminismus wehren und dessen Vorteile mitnehmen”

    ok, dann gilt aber noch viel mehr:

    Männer sind extrem böse, weil sie Jahrtausende lang nichts gegen das Patriarchat unternommen, sondern seine Vorteile mitgenommen, ja sogar genossen haben!

    = radikaler Feminismus

  9. „Wo ist denn der männliche Aufschrei gegen Feminismus – jenseits der Filterbubble der Manosphere?“

    Und wo bleibt der männliche Aufschrei gegen die Wehrpflicht und die Aufgabe im Extremfall sein Leben in dieser Gesellschaft geben zu müssen, wenn es nicht anders geht? Männer beschweren sich natürlich nicht, denn es ihre eigene Verwertbarkeit, die sie der Gesellschaft primär anbieten (Sei es in der Form von Arbeit oder rein körperlich). Männer werden sich auch nicht über den Feminismus beschweren, solange die Möglichkeit besteht diesen Mechanismus weiter nutzen zu können und sich gegen andere Männer so durchzusetzen. Die einzigen, die sich beschweren können sind diejenigen, die sowieso schon unter die Räder gekommen sind – die haben aber auch schon fast alles verkauft, was sie als Mann dieser Gesellschaft zu bieten haben.

    Mir ist natürlich klar, dass Maskulisten weiterhin das Gefühl haben müssen Mehrheitsansprüche zu vertreten, darum formuliert Nick z.B. auch immer wieder, dass es sich nächstens mit dem Radikalfeminismus in Amerika gegessen haben muss – obwohl genau das Gegenteil passiert und die Unschuldsvermutung für Männer gerade am kippen ist. Darum muss Schoppe so tun wie wenn die Meisten Leute keine Ahnung vom Scheidungsrechts haben (Tipp : Scheidungen sind Häufig, die Taktik Kinder als Waffe durch Missbrauchsforderungen gegen Männer zu verwenden wurde auf nahezu industrieller Art und Weise jahrelang von hundertausenden Frauen benutzt und hat die Bildung einer Industrie zur Folge gehabt. Die meisten Frauen wissen, dass sie bei einer Scheidung gewinnen werde. Fachwissen ist dazu nicht nötig. Wiederum, Frauen scheiden sich zu guten Konditionen in Millionenzahlen und das soll alles nur ein Missverständnis, ein Nicht-Wissen sein?).

    Leszeks Argumentation z.B (Häufiges Argument auch in nicht politischen Kreisen) ist da noch perfider; das waren alles Neoliberale, die mehr Arbeitskräfte wollten und darum die Frauenbevorzugung als Mittel gewählt haben um dies zu erreichen. Damit macht er die progressiven Frauen natürlich wieder zu Opfern, die von Männern ferngesteuert werden, weil die Schuld wiederum nicht auf jene Frauen zurückfallen darf, deren politische Ansichten er sonst teilt. Das sind aber genau die, die dieses System befürwortet und ausgebaut haben; es hat sie schlussendlich niemand gezwungen dieses System auszunutzen.

    Was hier immer und immer gefordert wird, ist ein System wo Männer zwar kollektiv Opfer z.B. des Scheidungsgesetzes sein können, gleichzeitig aber nie ein Täterkollektiv existiert, sondern elitäre Manipulatoren (Meisten Feministinnen) und Schafe, die anderen unabsichtlich und ohne irgendwelche Boshaftigkeit immensen Schaden zufügen.

    Darum mehr Mut und zwar genau dort, wo Frauen sich auch tatsächlich Vorteile auf Kosten von Männern gönnen. Das heisst nicht, das alle Frauen böse sind, sondern dass man Frauen als Kollektiv für ihr Wahlverhalten einschätzen darf, genau wie ich jemanden als unmoralisch einschätzen darf, wenn er eine Partei wählt, die Sklavenhaltung erlaubt, auch wenn man selber keine Sklaven hält. Die überwältigende Frauenunterstützung vom Feminismus erlaubt sehr wohl einen Rückschluss auf Frauen.

    • @toxic

      „sondern dass man Frauen als Kollektiv für ihr Wahlverhalten einschätzen darf, genau wie ich jemanden als unmoralisch einschätzen darf, wenn er eine Partei wählt, die Sklavenhaltung erlaubt, auch wenn man selber keine Sklaven hält“

      Welches Wahlverhalten denn? So weit liegen die Wahlergebnisse bei Männern und Frauen auch nicht auseinander. Frauen haben sogar etwas mehr CDU gewählt:

      https://allesevolution.wordpress.com/2013/09/24/wie-man-bei-allgemeinen-freien-geheimen-wahlen-die-stimmen-von-frauen-im-patriarchat-wirkungslos-macht/

      Frauen wählten vor allem die Union (44 Prozent), dann folgte die SPD (25 Prozent). Ähnlich sah es bei den Männern aus: 39 Prozent Union, 26 Prozent SPD.

      Die CDU als die feministischste Partei zu bezeichnen wäre wohl verfehlt.

      • Diese Diskussion hatten wir schon mal identisch vor zwei Wochen; ich meine damit nicht unbedingt feministische Parteien, sondern Parteien, die feministische oder allgemein gynozentrische Positionen vertreten haben. Ob die CDU nun zu einer Frauenquote von 25% hält oder 30% von der SPD durchgedrückt wird, spielt eine sehr kleine Rolle. Ehemals radikale Forderungen der Feministen sind im Laufe der Zeit sowieso in unserer Wahrnehmung von links nach rechts verschoben worden und sind im extremsten Fall sogar mittlerweile konservativ. Es gibt mittlerweile nur Parteien, die feministische Schwerpunkte teilweise oder ganz stützen.

        Unabhängig davon meinte ich mit dem Wahlverhalten das Wahlverhalten über Zeit; kurz nochmals wie bei GWW :

        „But who has the „everywoman“ sided with? What has the „everywoman“ done? The non-radical, non-exceptional woman has consistently sided with feminist-won benefits and privileges, with little concern for men until the moment they were victimized by the changes through a man they love.“

        • @toxic

          „ich meine damit nicht unbedingt feministische Parteien, sondern Parteien, die feministische oder allgemein gynozentrische Positionen vertreten haben. Ob die CDU nun zu einer Frauenquote von 25% hält oder 30% von der SPD durchgedrückt wird, spielt eine sehr kleine Rolle“

          Wenn Frauen eh nur gynozentrische Parteien wählen können und ungefähr die gleichen Parteien wählen wie die Männer, was genau kannst du dann wie aus ihrer Wahl folgern?

        • @ Toxic

          „Wenn Frauen eh nur gynozentrische Parteien wählen können und ungefähr die gleichen Parteien wählen wie die Männer, was genau kannst du dann wie aus ihrer Wahl folgern?“

          Das im momentanen politischen Klima praktisch keine nicht feministischen Parteien überlebt haben und es wenig unterschied mehr macht, wem ich meine Stimme gebe.

    • Und wo bleibt der männliche Aufschrei gegen die Wehrpflicht und die Aufgabe im Extremfall sein Leben in dieser Gesellschaft geben zu müssen, wenn es nicht anders geht?

      Zu Zeiten des Kalten Krieges – als es sehr schwierig war, Zivildienst zu leisten – gab es tatsächlich eine recht große Bewegung gegen die Wehrpflicht. Viele nutzten dann das Schluploch Westberlin.

      In den USA zu Zeiten des Vietnamkrieges war ganz erheblich was los.

      Männer beschweren sich natürlich nicht, denn es ihre eigene Verwertbarkeit, die sie der Gesellschaft primär anbieten

      Das ist tendenziell richtig, weil Menschen sich oft über ihre Nützlichkeit für ihre Familie / ihren Clan identifizieren. Die Nation wird dann zum Ersatzclan.

      Männer werden sich auch nicht über den Feminismus beschweren, solange die Möglichkeit besteht diesen Mechanismus weiter nutzen zu können und sich gegen andere Männer so durchzusetzen.

      Sage ich doch: Auch viele Männer scheinen irgendwie einen Nutzen aus dem Ganzen zu ziehen. Insofern ist es recht sinnlos, Frauen dafür anzuklagen.

      Die einzigen, die sich beschweren können sind diejenigen, die sowieso schon unter die Räder gekommen sind

      Man muss halt den Nutzen, den Männer aus dem vorherrschenden Feminismus ziehen dekonstruieren. Und das passiert dann, wenn man sich als reichlich irrational entblößt, wenn man den Femtrash unterstützt. Irrationalität können sich nur Frauen leisten. Ein irrationaler Mann kann nur sehr schwer Status generieren, er wird weder von Frauen noch von Männern anerkannt. Keep cool and hold on.

      Das ist genau der Grund, weshalb der vorherrschende Feminismus opponierende Männer am liebsten erstmal als irrational-von blinder Wut getrieben zu framen sucht. Was aber nur solange funktioniert, wie die den Feminismus unterstützende Männer sich als „rationaler“ verkaufen können. Was wiederum sehr schwer wird, wenn Hysterien wie „one in five“ kaum übersehbar Hysterien sind.

      darum formuliert Nick z.B. auch immer wieder, dass es sich nächstens mit dem Radikalfeminismus in Amerika gegessen haben muss – obwohl genau das Gegenteil passiert und die Unschuldsvermutung für Männer gerade am kippen ist.

      Naja, die Hype von 2014 ist wohl ganz klar zuallermindest mächtig abgeflaut. In den Verdacht zu geraten, von Hysterie angetrieben zu sein ist noch unmännlicher als eine angebliche „blinde Wut“.

      Das Radab-Frame wird immer schwächer, was daran zu erkennen ist dass immer mehr den Mumm haben, zu sagen was sie denken. Die framt man dann halt als „Konservativ“, weil man sie nicht mehr als „Angry Men“ framen kann.

      Deshalb liegt der Schlüssel darin, dass Feminismus seiner pseudoprogressiven Maske beraubt wird. Ein sich als progessiv verstehender Mann muss Gefahr laufen, als hysterisch zu gelten wenn er sich den Radfem-Hysterien anschließt. Wenn Cathy Young recht damit hat, dass die meisten Gamergater sich links-liberal verorten, dann ist Feminismus auf dem besten Wege, seine entscheidende männliche Unterstützergruppe zu verlieren.

      Wie auch immer, die Dichotomie ist eine Falsche: Es wird nicht besser, wenn man AlleFrauen anklagt. AlleFrauen anklagen ist gar keine Option, die gegen einer angeblichen Appeasment-Politik steht.

      AlleFrauen anklagen ist eine willkommene Steilvorlage. Quod licet Iovi, non licet bovi – Frauen können es sich, wie gesagt, leisten irrational zu sein. Man erwartet von ihnen gar keine Rationalität. Was nicht nur ein Nachteil ist: Man traut ihnen damit auch wenig Rationalität zu.

      • @ Nick

        „Viele nutzten dann das Schluploch Westberlin. In den USA zu Zeiten des Vietnamkrieges war ganz erheblich was los.“

        Sorry Nick, aber das fällt für mich nicht wirklich darunter. Die allgemeine Wehrpflicht hat Millionen am Männern getötet und die Proteste waren extrem klein im Vergleich zur Anzahl an Betroffenen Männern. Da gab es grössere Proteste wegen verlorenen Fussballspielen. Natürlich gab es Männer, die sich gedrückt haben, aber das Verhältnis ist sehr klein.

        „Ein irrationaler Mann kann nur sehr schwer Status generieren, er wird weder von Frauen noch von Männern anerkannt. Keep cool and hold on.“

        Genau so wie Obama oder Gosling. Wiederum Nick, wenn heute ein Mann nicht den Feminismus unterstützt wird er dafür angegriffen. Die Version, die du hier darstellst ist Wunschdenken und hat nichts mit der Realität zu tun. Ein Politiker, der sich explizit gegen den Feminismus stellt, ist tot. Gelten Leute wie Obama, Cameron nun plötzlich als irrational?

        Und nur so, „one in five“ wird weiterhin in den Medien benutzt, genau wie die „Gender Pay Gap“ zuletzt z.B. von Obama in einer Rede explizit im Dezember 2014. Wenn also der Präsident der USA das sagt, dann verlieren wahrscheinlich die Radfems in Amerika an Einfluss? Ich kann hier deiner Argumentation wirklich gar nicht mehr folgen, denn sie widerspricht komplett allem, was real zu passieren scheint. Oder jemand fälscht alle meine Newsportale.

        „Es wird nicht besser, wenn man AlleFrauen anklagt. AlleFrauen anklagen ist gar keine Option, die gegen einer angeblichen Appeasment-Politik steht.“

        Als politische Option ist ersteres nicht möglich (Man kann aber folgern und die richtigen, persönlichen Schlüsse ziehen) und eine Appeasmentpolitik verlangsamt den Prozess zwar etwas, führt aber zum gleichen Ergebnis. Politisch sehe ich keinen Ausweg, ausser dafür zu Sorgen, dass Frauen durch die Entscheidungen des Feminismus schaden nehmen und sich somit von alleine abwenden. Das kann noch sehr lange dauern und wird im Extremfall gar nie passieren. Extreme politische Ideologien verschwinden meistens nicht einfach so von alleine.

        • ausser dafür zu Sorgen, dass Frauen durch die Entscheidungen des Feminismus schaden nehmen

          So wirklich wohl fühlen sich auch nicht alle Frauen in der Rolle des sakralisierten Daueropfers.

          Ich denke Kucklick trifft es ganz gut wenn er feststellt, dass die sakralisierte Weiblichkeit in der westlichen Gesellschaft eine Symbolfunktion – eine Ersatzreligion in einer höchst unwägbaren Welt – darstellt.

          Wenn das so ist, dann muss man weg von dem Privilegiendenken. Dann wollen offenbar _beide_ Geschlechter diese „Arbeitsteilung“ bzgl. der Symbole. Dann _will_ der Mann den Dämon spielen und die Frau die heilige Unschuld des Daueropfers. Ein Spiel, in welchem sich beide Geschlechter geschlechtlich inszenieren.

          Wenn du feststellst, dass die Mythen aller Rationalität zum Trotze partout nicht verschwinden wollen, dann muss es sich wohl um etwas handeln, was für beide Geschlechter eine psychologische Funktion erfüllt.

          Schwer zu sagen, ob das Ganze wirklich kippt. Jedenfalls mehren sich die Gegenstimmen und da stellt sich die Frage, ob ein Politiker wirklich „tot“ ist wenn er opponiert. Politiker müssen sich profilieren, und wenn man immer mit dem Strom schwimmt profiliert man sich nicht.

      • „Frauen können es sich, wie gesagt, leisten irrational zu sein. Man erwartet von ihnen gar keine Rationalität. Was nicht nur ein Nachteil ist: Man traut ihnen damit auch wenig Rationalität zu.“

        War nicht eher gemeint „Was nicht nur ein Vorteil ist“?

        Da stimme ich zu. Es gibt ein gesellschaftliches Rollenmodell für die Frau, welches ich „Gute-Laune-Deko“ nenne. Also die Funktion, durch passive Präsentation der Körperlichkeit für eine positive Stimmung zu sorgen. Ein Job, wo diese Funktion gewerblich genutzt wird, wäre z.B. Messehostessen.

        Solche Rollenmodelle werden dann zum Nachteil der Frau, wenn sie diese Rolle gar nicht spielen, sondern aktiv wirken möchte.

        Der Klassiker: Frau trägt eine Präsentation in kleinem Kreis vor und der eine Teil der Teilnehmer wird von ihrer Körperlichkeit im geschlechtlichen Sinn getriggert und hört gar nicht richtig zu, der andere Teil bewertet Körper, Frisur, Make-Up und Kleidung im Konkurrenz-Sinn und achtet ebenfalls nicht auf den Inhalt der Präsentation…

        • @Peter Müller:

          Es gibt ein gesellschaftliches Rollenmodell für die Frau, welches ich “Gute-Laune-Deko” nenne.

          Naja, das wäre halt sowas wie die vorherrschende feministische Deutung: „Frauen werden auf ihren sexualisierten Körper reduziert“

          Ich würde sagen, dass die Rolle sehr weit über „Deko“ hinaus geht. Solche Deutungen reduzieren nmE ein komplexes Phänomen, in welchem beide Geschlechterrollen gegenseitig tief verstrickt sind, auf sowas moralisch aufgeladenes wie „sexual objectification“.

          Dieser Art von Kommunikation wird nun ein neuer Begriff von »Geselligkeit« gegenübergestellt, welcher von technischen Funktionslogiken nicht mehr kontaminiert ist bzw. sein soll: »Interaktionen erschienen zunehmend als eine besondere Form der Kommunikation, die sich von den ›unpersönlichen‹, versachlichenden und asymmetrischen Kommunikationen innerhalb der Funktionssysteme unterschieden, was sich unter anderem daran zeigte, dass von nun an zum guten Gespräch die ›Nichtgeschäftsmäßigkeit‹ (Peter Burke) gehörte. (…) Frauen, gerade weil sie sowohl von der Gesellschaft ferngehalten werden wie sie sich von ihr fernhalten (sollen), galten als geborene Meisterinnen dieser Geselligkeit. Die Interaktion erschien den Beteiligten so als eine (feminine) Insel des Friedens und der reinen, perfekten Sozialität, auf der die Zumutungen der Gesellschaft neutralisiert wurden. Die Frau erschien als die eigentliche Trägerin der Gesellschaft und ihr geselliges Genie als die ›bedeutendste Institution der Zeit‹, in den Salons der Damen ›entstand, was man die vollkommen gute Gesellschaft nannte‹.« (Kucklick 2008: 219) »Echte« Interaktion ist weiblich, technische, funktionell spezialisierte, anonyme Interaktion ist männlich. Dieser Zusammenhang ist gemeint, wenn Kucklick mit einer etwas sperrigen Formulierung davon spricht, dass »Geschlecht die Differenz von Interaktion und Gesellschaft supercodiert«.

          https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/01/20/warum-die-moderne-gesellschaft-niemals-ein-patriarchat-gewesen-ist/

          Wenn die Frau also die „Interaktionsebene“ – die sich ja gerade dadurch auszeichnet dass sie nicht „rational“ ist – verlassen will, dann verlässt sie gleichzeitig die Rolle des besonders-Weiblichen. Sie verliert ihre Unbefangenheit von den „Zumutungen der Gesellschaft“. Sie fängt an, mitzuspielen und verliert so ihre Unschuld. Natürlich sind diese Rollen meistens recht flexibel. Eine Frau wird nicht dadurch unweiblich, dass sie mal eine Fachpräsentation hält – es gibt viele Wege, Weiblichkeit zu inszenieren. So auch durch Sexyness.

          Wenn allerdings wichtige gesellschaftliche Entscheidungen getroffen und Taten vollbracht werden müssen, dann wird sich tendenziell eher auf Männer verlassen. Das ist die zwangsläufig kontaminierte männliche Sphäre. Wenn Frauen in diese Sphäre hinein wollen, dann müssen sie ihre Unschuld bzw. Hypoagency aufgeben.

          Der vorherrschende Feminismus perpetuiert aber lieber diese Hypoagency, und zwar ganz massiv.

  10. „.. all that [feministic] institutions they are not giving up their power for truth …“

    “ .. a Goliath ..“

    Chris Good

    Hier sein neues Video. Fand ich passend.

    The religious mindset of feminism and how to progress in activism for men’s rights

  11. Ich befürchte die Wahrnehmung ist hier in dieser Ecke des Internets auch ziemlich selektiv. Wenn irgendwo eine Frauen einen Mann der Vergewaltigung beschuldigt, weil er ihr kein Bier ausgegeben hat, wie hier:

    http://falserapesociety.blogspot.de/2010/07/serial-false-rape-accuser-tried-to.html

    kriegt man das mit und denkt sich wie können Frauen so etwas tun. Aber die Fälle wo Frauen sich nicht so verhalten, kriegt man nicht mit, was das normal und damit nicht berichtenswert ist. Wie Michael Kimmel der sozusagen in ein Gefängnis fährt sich dort die Männer und ihre Verbrechen ansieht und dann schlussfolgert: alle Männer sind so!

    Wenn es sich irgendwo oder irgendwer sich ganz normal verhält, dann interessiert das niemanden und keine Zeitung, kein Forum wird das thematisieren.

  12. Der Titel ist eigentlich falsch.

    „“Frauen sind böse, weil sie sich nicht gegen den Feminismus wehren und dessen Vorteile mitnehmen”“

    Nehmen wir mal an es stimmte, dann

    -Nehmen Frauen die Vorteile de Feminismus mit, weil sie böse sind. Die Vorteilsmitnahme wäre hier Folge des Bösen.

  13. Pingback: Julie Borowski und Kritik an der Männerrechtsbewegung | Alles Evolution

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