Biologische Gründe für breitbeiniges Sitzen von Männern („Manspreading“)

Über einen Artikel bei buzzfeed  (via) über Tom Hanks als „Manspreader“ bin ich auf einen interessanten Kommentar gestoßen:

Dear Allison Vigiano,
I consider it polite to make way for other passengers, and have always gone out of my way to make room/stand when an elderly, pregnant or disabled person board the train. But I am a man, so can count myself amongst the man spreaders of the world.

The last person I want to defend is Tom Hanks, but aside from the fact he’s in an empty carriage, here are some facts on manspreading for you:
• Testicles are uncomfortable to squish, but it’s also unhealthy for them to be kept at body temperature, thus the issue is discomfort and health.

• Ischium bones in men, the bones you sit on, are closer together, meaning men have a smaller point of contact.

• The inferior pubic rami, used to balance when you sit, is 20-30 degrees narrower in men, resulting in less stability; additionally, it makes sitting with one’s legs apposed unnatural.

• Men have cylindrical thighs, as opposed to conical thighs, further compounding the issue of sitting with one’s thighs apposed.

• Men have narrower acetabulum, meaning their thighs are closer together, resulting in less space between them, further compounding the above, the issue of external genitalia, and reducing the amount of balancing leverage available when sitting with one’s thighs apposed.

• Men have more lateral facing acetabulum, meaning their legs swing forward, backward, and out; women have more anterior facing acetabulum, meaning their legs not only have a greater ability to swing inward, but do so naturally when moving forward, like when sitting or walking (thus the swaying hips).

• Men have wider, heavier upper bodies, thus require more stability.

So, it appears to me that, for men, sitting with one’s legs apart is not only biologically natural, it’s biologically necessary to attain the same level of stability that women enjoy; plus, the inverse of these things makes sitting with one’s thighs apposed biologically natural for women.

I know all men are asshats out to ruin everything for women, but try, just a little, to consider biology might have some part to play.

Übersetzung der wesentlichen Fakten:

Hoden Druck auszusetzen ist unangenehm , zudem ist auch ungesund sie bei Körpertemperatur zu halten, insofern ist das Problem Unbehagen und Gesundheit.

• Die Sitzbein-Knochen, die Knochen auf denen man sitzt , liegen bei Männern näher zusammen , was bedeutet, dass Männer eine schmalere Auflagefläche haben

• Die unteren Schambeinäste, die für die Balance verwendet werden, wenn man sitzt, ist bei Männern etwa 20 bis 30 Grad schmaler , was zu weniger Stabilität führt; zusätzlich macht es das Sitzen mit den Beinen nebeneinander unnatürlicher.

• Männer haben zylindrische Oberschenkel , im Gegensatz zu konischen Oberschenkel,was das Problem verschärft, die Beine nebeneinander zu stellen.

• Männer haben eine schmalere Hüftpfanne , was bedeutet, dass ihre Schenkel näher zusammen sind, was zu weniger Raum zwischen ihnen führ , dies verschärft das Problem, dass bei außen liegenden Hoden weniger Platz vorhanden ist, wenn man die Beine nebeneinander stellt.

• Männer haben eine seitlichere Hüftpfanne , was bedeutet, dass ihre Beine eher vorwärts, rückwärts, und auswärts schwingen; Frauen haben eine mehr nach vorne ausgerichtete  Hüftpfanne , was bedeutet, dass die Beine nicht nur eine größere Fähigkeit haben, nach innen zu schwenken , sondern dies bei der Vorwärtsbewegung üblicherweise tun , wie beim Sitzen oder Gehen (daher die schwingenden Hüften ) .

• Männer haben größere , schwerere Oberkörper , diese erfordern somit mehr Stabilität.

Ich kann die dortigen Angaben nicht überprüfen, vielleicht findet man hier in dem Artikel was oder jemand kann etwas dazu sagen. Es scheint mir jedoch erst einmal eine gute Zusammenstellung, die auch zu unterschiedlichen Sitzarten beitragen könnte.

147 Gedanken zu “Biologische Gründe für breitbeiniges Sitzen von Männern („Manspreading“)

  1. Das Thema ist ziemlich ärgerlich. Eigentlich ein ziemlicher Höhepunkt im Männerhass.

    Wichtiger als den biologischen Aspekt im ÖPNV finde ich allerdings, daß die Sitze einfach zu klein sind. Feministisch formuliert sind es Sitze, die nicht für einen durchschnittlichen Mann gemacht sind. Gesche Joost würde es das weibliche Script nennen. Wie auch immer, für den durchschnittlichen Mann ist einfach nicht genug Platz. Und das findet sich im Bus, in der Bundesbahn und im Flugzeug. Es macht das Reisen manchmal extrem unkomfortabel.

    Ein irgendwo lächerliches Nischenthema, aber es beeinflußt die Wahrnehmung von Männern dann doch deutlich.

      • Naja, auf dem Foto sitzen fast durchgängig die Männer zum Gang hin und ragen deutlich in diesen hinein. Man sieht recht deutlich, dass die Sitzbreite schon von der Schulterbreite her recht knapp bemessen ist. Die Schulterbreite ist für mein Empfinden in erster Linie das, was einen Sitz zu eng macht.

        Solche Sitze sind eben nicht gerade auf Komfort optimiert, sondern darauf, möglichst viele Sitze im Fahrzeug unterzubringen.

        Das passiert natürlich nicht in der Absicht, Männer zu diskriminieren. Vielmehr geht man wohl davon aus, dass sich eine gewisse Verteilung ergibt, dass eben die Schmaleren etwas weniger und die breiteren etwas mehr als die Durchschnittssitzbreite beanspruchen. Das Konzept funktioniert nur dann, wenn sich die Fahrgäste irgendwie arrangieren.

        Es kommen fast nur Feministinnen auf die Idee, die Durchschnittssitzbreite als „MEINS! My!Space!11!“ zu beanspruchen. Der übliche Opfernarzissmus-Kindergarten, für den Rest erschließt sich das Konzept meistens schon intuitiv. Was man in dem Foto auch sieht, dann setzen sich die Männer eben zum Gang hin.

        Natürlich könnte man den Fahrpreis nach Körperbreite gestalten, dann möchte ich allerdings auch weniger Krankenkassenbeiträge bezahlen..

        • Schulterbreite für die Männer, Hüftbreite für die Frauen… eine Frau hat im Schnitt eben ein breiteres Becken, so dass zwei Frauen sich im Bus dann eher an den Schenkeln berühren und zwei Männer an den Schultern/Oberarmen.
          Als „kritischer“ wird aber meist weniger die Schulterbreite sondern eher das „Überfließen“ des Arsches auf den anderen Sitz betrachtet, also denke ich nicht, dass Männer da besonderen Diskriminierungen ausgesetzt sind. Das wäre schon eher der Fall wenn nach Gewicht/Maximalbreite bezahlt werden müsste, denn da sind Männer im Schnitt definitiv „mehr“.
          Ich wüsste aber generell echt nicht, dass sich im realen Leben, ausserhalb der radikalfeminischen Bubble, schon jemand darüber beklagt hätte, wie raumeinnehmend Männer generell sind in Bus/Bahn. Man regt sich doch gleichermaßen über jedes rücksichtslose Verhalten auf, egal ob es die „Einkaufstaschen neben sich steller“ oder die „extrem breit sitzenden“ oder die „nach Schweiß stinkenden“ sind. Nur eine radikale Feministin würde wohl bei einer Frau, die drei Sitzplätze mit Handtasche und Einkaufstasche belegt sagen „You go girl! Zeigs den Breitmackern!!!!“… der große Rest würde sagen „Boah, blöde Kuh!“

          • @ezm

            In der Tat, beide Geschlechter machen sich durchaus auf ihre Weise breit. Und es wird eben dann unverschämt, wenn der Platz allgemein eng ist. Wenn genug Platz vorhanden ist, dann kann sich auch jeder auf seine Weise breit machen.

            Bei den radikalen Feministin ist allerdings „Raumeinnahme“ ein wichtiges Thema, es ist für sie ein Sinnbild der Frage, wieviel „Platz“ die jeweilige Gruppe an sich in der gesellschaft hat. Ein abgewandelter Derrida läßt grüßen

        • @ Nick

          Ist das eigentlich bestätigt eine dedizierte „personal space box“? Es könnte ja auch sein, dass die Frau einfach den Metallskelettwürfel von A nach B transportieren muss, in dem Fall wäre es noch eine relativ platzsparende Methode.

        • @ich³:
          Ist das eigentlich bestätigt eine dedizierte “personal space box”?

          Offenbar doch nicht, jedenfalls finde ich keinen Beleg dafür. Man sollte halt niemals glauben was in einer (online) Zeitung steht.

          Das „personal space dress“ ist aber tatsächlich eine real existierende, unheimlich kreative und effektive hightech-empauerment-Bastelei VonFrauenfürFrauen:

          http://urbanarmor.org/portfolio/the-personal-space-dress/

          (Tip für Grapscher: Immer schön von Hinten kommen, das mit dem Multitasking für >1 Sensoren kriegt die Madame offenbar nicht gecodet)

        • ..aber die Idee ist doch gar nicht mal so schlecht. Einfacher wäre es aber doch gewesen, zwei große Luftballons unter der Bluse ensprechend weit aufzupumpen.

          Das könnte man doch auch so ähnlich als „Personal Entitlement Jeans“ für Männer basteln..

      • Pardon, aber von der Schulterbreite ist das ein Problem, weil die Schultern bei den meisten Männern breiter als die Hüften sind.
        Wenn ich in der Bahn ein Problem habe, dann damit.
        Ansonsten wage ich die These, dass die Hüftbreite von Frauen und die Kniebreite von Männern nahezu identischen Platz beanspruchen.

      • EMN, Männer sind an den Schultern schon meist breiter als ihr Platz breit ist. Das sieht man an Deinem Bild eigentlich auch schon ganz gut.

        Man kann jetzt viel diskutieren, was aber auch nur wenig Sinn ergibt. Dickere Frauen haben eher einen breiteren Hintern, Dickere Männer einen eher nach vorn gerichteten Kugelbauch. Der Hintern auf der Nebensitzfläche ist wohl unschöner, am beim Verteilungskampf hat sie durchaus erstmal gewonnen.

        Im Gegensatz zu Nick bevorzuge ich insbesondere im Flugzeug den Fensterplatz, da kann man sich an die Wand drücken. In der Mitte hat man zwischen anderen Männern direkt verloren und wenn man am Gang im ÖPNV sitzt, muß man ständig alles wieder einsortieren, weil jemand anderes vorbeiwill.

        Es geht mir hier nicht um aktive Diskriminierung, sondern schlicht darum, daß für (über-?)durchnittlich große Menschen der ÖPNV lästig bis quälend ist. Das gilt natürlich auch für einige Frauen und für Übergewichtige im Besonderen. Es gilt für die allermeisten Männer.

        Es geht mir hier eher um den Punkt, daß verrückte Feministinnen Manspreading ankreiden, während ein tatsächliches Problem der Platzmangel ist. Etwas vom dem unter anderem(!) der Großteil aller Männer betroffen ist, während tendentiell zierlichere weil jüngere Feministinnen sich in einer in Femispeak priviligierten Position befinden.

        Und sowas macht mich sauer. Es sind genau die, die immer „Check Deine Privilegien“ rufen. Die von der Fat-Acceptance-Szene, solange sie als dicke Lesben U-Bahn fahren. Die ständig darüber quatschen, daß diese Welt so gräßlich patriarchal ist, so Mann-Normativ, in der sie keinen Raum (im übertragenen wie im physischen Sinn) haben.

        Eine der radikalen Feministinnen, die „You go girl!“ rufen, findest Du übrigens hier (bei einem anderen Heulsusenthema): http://teariffic.de/2015/01/02/no-passt-nicht-warum-white-passing-nicht-nur-ein-privileg-ist/

        Die beiden jungen Frauen „nehmen viel Raum ein, unterhalten sich laut, reclaimen sich den von weißen Yuppies gefüllten Space namens U-Bahnabteil.“

        • „Es geht mir hier eher um den Punkt, daß verrückte Feministinnen Manspreading ankreiden, während ein tatsächliches Problem der Platzmangel ist.“

          Es zeigt aber auch eine schon fast paranoide Egozentrik.
          Die empörten Frauen glauben ernsthaft, dass Männer den ganzen Tag mental nur damit beschäftigt sind, ihnen das Leben schwer zu machen. Zuhause prügeln wir sie, in der S-Bahn achten wir darauf, ihnen keinen Platz zu gönnen und wo sich die Gelegenheit ergibt, grabschen wir sie an.

          Mädels, Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie unwichtig Ihr im männlichen Alltag seid. Wir sitzen nicht breitbeinig, um Euch zu ärgern – das wäre auf Dauer viel zu anstrengend (das ständige Ärgern) für einen von Natur aus faulen Mann -, sondern weil es die natürliche Sitzhaltung eines entspannten Mannes ist.
          Zum einen quetscht es die Eier weniger, zum anderen muss man(n) zum Zusammenkneifen der Beine permanent die Schenkel unter Spannung halten, was ziemlich schnell ermüdend ist.

          Eingedenk dessen frage ich mich, ob Frauen sich wirklich permanent so unter Kontrolle haben, dass sie es schaffen stundenlang die Beine zusammen zu drücken, oder ob sie anatomisch derart anders gebaut sind, dass zusammenliegende Beine bei ihnen entspannt sind?

    • Wollen wir darüber wirklich eine rationale debatte führen?

      Wenn es voll ist, ist es für mich selbstverständlich mich kleiner zu machen, schon um kniekontakte zu vermeiden…

      Wenn das so weiter geht, wird sitzen in der ubahn zum männlichen Akt des zivilen ungehorsams….

      werde langsam ein freund getrennter Abteile. Dann muss ich mir das belanglose Geschnattere der holden Weiblichkeit auch nicht mehr Lärmbelastigend reinziehen.

      Übrigens, wenn die Damen die Beine überschlagen und dann die Spitze einen halben Meter in den gang reicht wird auch nicht thematisiert…

      es wird immer deutlicher, dass viele Feministinnen offenbar von dem Leben in der Gesellschaft überfordert sind und hier wieder nach dem starken papi rufen, der das für sie regelt.

      • Ach, oder die beinüberschlagende dame im vierer (!) reibt bei fahrbahnunebenheiten oder weichen den halben Dreck ihrer Schuhe an meinem Hosenbein ab. War nie ein Thema für mich, jetzt wird es zu einem.

  2. Also ich finde, bevor man das Raumergreifende Sitzen des Mannes verurteilt, müsste man das Raumbesetzende Geschwätz der Frauen anprangern. Diese besetzen jeden öffentlihen Raum mit ihrem Gegeifer und Gegiggle und nötigen einem private und intime Gespräche auf, die einen nichts angehen und die man nicht hören will. Gerade auch mit den Handys. Sobald ich da auch nur ein Mü Rücksicht entdecke, überleg ich es mir, vor einer Dame die Beine nicht breit zu machen . (Punkt!)

  3. Ich find ja, das schlimmste raumgreifende Phänomen im ÖPNV sind parfümstinkende Frauen. Deutlich schlimmer als langbeinige Punks. Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, an Parfüms für Über-50-Jährige Spuren von Senfgas zu mischen?

    Auf Platz 2 sind schnatternde Vierer-Teenager-Mädchen-Gruppen, dicht gefolgt von Gruppen von leutseligen Theaterbesuchern, die – noch zutiefst beeindruckt von der seltenen kulturellen Erfahrung – die Welt am ihrem Aufgewühltsein teilhaben lassen.

    Danach kommt dann wohl die Frau mit dem voluminösen Wintermantel und der noch voluminöseren Handtasche, die etwa gleichauf mit dem Mann mit dem Laptop liegt.

    Es gibt so viel Raumgreifer in der S-Bahn, sich eine Sorte davon rauszupicken, sagt da wirklich in allererster Linie etwas über den Beschwerdeführer.

  4. Ich kann jeder Frau nur einen Selbstversuch empfehlen: Legt euch einen Tennisball in den slip, der auf 55°C gebracht wurde. Mal sehen, ob ihr dann die Beine geschlossen haltet. Denn eines mögen Männer gar nicht: Heisse oder gequetschte Hoden – die (EvoChris – jetzt kommt’s!!!!!!!) biologischen Gründe dafür sind bekannt. Klarer Fall also: mangelnde Empathie mit den männlichen Geschlecht.

      • Ganz einfach: Hoden mögen es kalt, alles über 25°C empfindet Mann als HEISS. Aber für die normale Haut der Frauen ist 25°C natürlich nicht heiss. Also schlagen wir 12°C drauf + ein paar zur Sicherheit. Das sollte realistisch sein.

          • Du enttäuscht mich aber sehr, Herr Kollege.

            Du gehst von 25°C aus, schlägst darauf 12K, und erhälst mit 37°C bereits etwa die physiologische Körperkerntemperatur. Alles darüber hinaus ist unrealistisch. Selbst bei einer fieberhaften Erkrankung bleiben die Hoden schön kühl.
            Die „paar zur Sicherheit“ sind satte 18K.
            Bei 55°C kann es bereits nach mehreren Sekunden Kontakt zu Hautschäden und Verbrennungen kommen.

          • Klar. Mit Verbrennungen an der Vulva werden wohl kaum noch Frauen die Beine breitmachen wollen.
            Da bleibt dann jegliche „Empathie mit den männlichen Geschlecht“ auf der Strecke.

            Der Druck durch diesen harten Tennisball wäre Motiv genug.

            Danke für diesen interessanten Experimentiervorschlag.

          • Ich sitze gerade auf einem Wollknäuel (Durchmesser ca. 7.5cm – ich habe kein anderes parat, und abwickeln will ich deswegen nicht).
            Das fühlt sich doch gut an! (viel besser als eine Damenbinde übrigens) Werde ich in Zukunft öfters machen. Kein Grund, deshalb die Beine zu spreizen.

            Davon unabhängig erkenne ich aber die männliche Becken- bzw. Hüftanatomie als hinreichenden Grund an, beim Sitzen die Beine auseinanderzuspreizen, und sehe darin auch keinerlei Problem oder unangemessene Platzeinnahme.

        • Hab mich auch mal auf ’n Wollknäuel gesetzt und es mit den Beinen zusammengepresst. Ist entschieden weniger unangenehm, als zusammengequetschte Eier 😉
          Leider kann ich – anatomisch bedingt – nicht wechseln.

          Trotzdem würde es mich nun doch interessieren, ob bei Frauen das direkte Nebeneinanderstellen der Beine eine entspannte Körperhaltung, oder angespannte Selbstdisziplin ist?

        • Also, ich finde ja das Thema reichlich oberflächlich und albern, aber jetzt muss ich doch mal meinen Senf dazu geben.

          Ich als Frau muss mir da gar kein Wollknäul oder was auch immer zwischen die Beine klemmen, um mir die Unbequemlichkeit vorstellen zu können. *rofl* Mein Gott, die 55°C waren doch nur ein Beispiel…

          Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass die meisten Männer Platz machen, wenn ich mich neben sie oder zwischen sie in die U-/S-Bahn „quetsche“. Außerdem machen sich 2 quatschende Frauen oft viel breiter, als der „Anstand“/ die Höflichkeit gebietet. *nerv*

          Ich würde sagen, die Frauen, die verkniffen die Beine zusammenhalten sind verklemmt oder müssen pinkeln. 😀 Normalerweise sitzen die Frauen entweder mit überschlagenen Beinen oder halten locker die Knie zusammen…wohlgemerkt locker, das sind so meine alltäglichen Beobachtungen.

        • @Carnofis
          Das Wollknäuel spürt ja selbst nichts, wenn ich auf ihm herumrutsche.

          Ich persönliche empfinde es als bequem, wenn meine Knie beim Sitzen leichten Kontakt haben. Liegt wohl an der Statik der nicht-parallelen Femures.
          IIRC war das als kleines Mädchen noch anders.

          @Enailu

          die 55°C waren doch nur ein Beispiel

          Aber kein harmloses, da dadurch schmerzhafte Verletzungen resultieren können.
          Von Elmar hätte ich schon erwartet, dass er das weiß.

        • Also mal ehrlich, Anne, wer bitte schön macht denn wirklich dieses Experiment nach mit 55°C?! Jeder halbwegs gebildete Mensch weiß, dass 55°C ganz schön warm/ heiß ist. 😀

          Manchmal begreift man wie schlimm Dinge/ Erfahrungen sind erst, wenn sie etwas auf die Spitze (z.B. 55°C) gestrieben werden. —>> Elmar: „Es geht um das Gefühl als Motiv, die Beine zu spreizen.“ 😉

          „Du enttäuscht mich aber sehr, Herr Kollege.“ <<— Wo bitte ist denn Elmar dein Kollege? 😀

  5. Man könnte das Problem doch ganz leicht lösen: Männern neben Männer und Frauen neben Frauen.

    Denn wenn Männer aufgrund ihrer Hoden doppelt so viel Platz brauchen wie die Durchnittsfrau, ist es sicherlich okay, wenn derjenige, der neben ihnen sitzt, genauso viel Platz einnimmt.

    Ich setze mich mittlerweile grundsätzlich neben Frauen, weil es bequemer für mich ist. Und ich habe das Gefühl, dass das viele Frauen mittlerweile genauso machen.

    • @aurelie

      „Ich setze mich mittlerweile grundsätzlich neben Frauen, weil es bequemer für mich ist. Und ich habe das Gefühl, dass das viele Frauen mittlerweile genauso machen.“

      Das ist – wenn Frauen weniger Platz einnehmen, kleiner sind etc – ja auch spieltechnisch die beste Option für alle, Männer oder Frauen

      • Mein Punkt war eher: Wer so sehr darauf beharrt, dass er diesen Platz als Mann eben „braucht“, muss auch mit einem Nebensitzer klarkommen, der genauso denkt und sich dann entsprechend arrangieren. Wie du mir, so ich dir. Ganz einfach.

        • Ergänzung: Wer mehr Platz braucht, als zur Verfügung steht, muss extra zahlen (in der Bahn bspw. nur 1. Klasse fahren) und sollte sich nicht darauf verlassen, dass jemand anderes (Frauen) weniger Platz einnimmt, als eigentlich zur Verfügung stünde. Darauf läuft es nämlich meistens heraus: Personen neben Breitmachmackern machen sich besonders klein auf ihren Sitzen, um Körperkontakt zu vermeiden.

        • „muss auch mit einem Nebensitzer klarkommen, der genauso denkt und sich dann entsprechend arrangieren. Wie du mir, so ich dir.“

          Wenn in der U- oder S-Bahn Einzelsitze markiert sind (bei mir der Fall) sieht man ja, wieviel Platz jedem zusteht. Obwohl ich moderat „spreade“, nehme ich nicht mehr Platz ein als eine Frau mit eng geschlossenen Beinen, die dafür ein breites Becken hat oder vielleicht noch ihre Handtasche neben sich.

        • „Wer so sehr darauf beharrt, dass er diesen Platz als Mann eben “braucht”, muss auch mit einem Nebensitzer klarkommen, der genauso denkt und sich dann entsprechend arrangieren. Wie du mir, so ich dir. Ganz einfach.“

          Wie groß ist denn in der Realität ein solches Problem wirklich?
          Ich fahr berufsbedingt häufig mit der Bahn und mir ist bisher nicht aufgefallen, dass wir es mit einem echtem Problem zu tun haben.

          Einen Bodensatz aus Sozialproleten, die der Umgebung ihren Willen aufdrängen, gibt es seit Menschengedenken und überall. Zu nennen sei der Drängler auf der Autobahn und sein Gegenstück, der Oberlehrer, der auf der Überholspur den Verkehr auf 110 km/h herunterregelt, die Oma, die ihr Handtäschchen im Bus neben sich auf den Sitz stellt, oder der Nachbar, der um 3 Uhr morgens die Nachbarn mit nem Speed-Metal-Konzert beglückt.

          Tatsächlich ist das „Spreading“ doch nur ein besonders lächerliches Beispiel dafür, dass den Radfems ALLES, was Männer tun, sagen, oder als Eigenschaft haben, von Herzen zuwider ist.

        • Ich bin verwirrt.
          Liegt es nun an den Hoden und der Schulterbreite in Verbindung mit männerdiskriminierend kleinen Sitzen, dass einige Männer es nicht schaffen, ihre Mitpassagiere nicht zu stören?
          Oder ist es das Sozialproletariat, dass Männer in Verruf bringt?

          Die anwesenden Männer scheinen sich da auch uneins zu sein teilweise ja sogar mit sich selber…

        • Das ganze Thema ist doch lächerlich,
          Wenn Mann sich hinsetzt ohne darauf zu achten oder drüber nachzudenken, wie setzt Mann sich.

          Die Knie sind in auf Schulterbreite oder etwas Breiter
          und zwar weil es bequem ist, nicht weil man jemanden Platz wegnehmen will.
          Mit geschlossenen Beinen oder deutlich schlimmer übereinander geschlagenen Beine quetscht man seine Hoden, das ist unangenehm und schmerzhaft.

        • Liegt es nun an den Hoden und der Schulterbreite in Verbindung mit männerdiskriminierend kleinen Sitzen, dass einige Männer es nicht schaffen, ihre Mitpassagiere nicht zu stören?

          Es liegt an deiner radikalfeministeschen Voreingenommenheit, dass du ein Rücksichtslosigkeitsproblem nicht als Rücksichtslosigkeitsproblem betrachtest, sondern als „Männlichkeitsproblem“

          Die bloße Anstandsfloskel „einige“ kannst du dir übrigens sparen, da sich aus deinem Kontext ganz klar etwas anderes ergibt.

    • Männern neben Männer und Frauen neben Frauen.

      Ja, und Frauensitzplätze mit 43cm Sitzbreite und Männersitzplätze mit 47cm Sitzbreite.

      Frauen zahlen dann 4,5% weniger Fahrgeld und Männer 4,5% mehr. Und Frauen zahlen dann 20% mehr in die Krankenkasse, es sei denn, sie weisen nach dass sie ihren Beitrag zur Vermehrung des Volkes leisten.

      Willkommen im feministischen Kindergarten.

      • Nick,

        Ja, und Frauensitzplätze mit 43cm Sitzbreite und Männersitzplätze mit 47cm Sitzbreite.

        Wie gesagt: Die Sitze in der ersten Klasse sind ja breiter und verhindern dadurch unangenehme „Hodenquetschungen“ oder ähnliche Gesundheits- und Befindlichkeitsprobleme.

        Unser Gesundheitssystem baut auf dem Solidaritätsprinzip auf, Sitzplätze in der Bahn nun mal nicht. Wer mehr Platz für sich möchte, muss eben mehr bezahlen. Wenn ich mein Fahrrad in der Bahn transportieren möchte, muss ich auch extra zahlen. Wenn ich mehr Gepäck im Flugzeug transportieren möchte, zahle ich dafür extra.

        • Wie gesagt: Die Sitze in der ersten Klasse sind ja breiter und verhindern dadurch unangenehme “Hodenquetschungen” oder ähnliche Gesundheits- und Befindlichkeitsprobleme.

          Männer sind nun mal größer und brauchen deshalb mehr Platz. Die Sitze in öffentlichen Verkehrsmitteln sind nicht auf den maximalen Platz ausgelegt, sondern auf den Durchschnittlichen.

          Dass hier das Fehlverhalten einiger Weniger auf Männer per se übertragen wird ist – sehr gelinde gesagt – ein Bestätigungsfehler.

          Unser Gesundheitssystem baut auf dem Solidaritätsprinzip auf, Sitzplätze in der Bahn nun mal nicht.

          Wie kommst du denn nur auf den Hut? „Alle zahlen den gleichen Preis und jeder nimmt so viel Platz ein wie nötig, im Zweifel so wenig wie möglich“ ist strukturell nichts anderes.

          • Nick,

            das Problem ist meines Erachtens nach nicht die Größe, sondern die Tatsache, dass Männer (nicht genau wie alle Frauen auch) ihre Beine in akzeptablem Maße zusammenhalten können. Breite männliche Schultern oder lange Beine waren noch nie ein Problem. Es liegt nicht an körperlichen Merkmalen (außer bei extremem Übergewicht), sondern lediglich an der Sitzposition. Und die kann man – sofern der Wille dazu vorhanden ist – ganz leicht ändern.

            Alle zahlen den gleichen Preis und jeder nimmt so viel Platz ein wie nötig.

            Okay, ich brauche mit Fahrrad, Rucksack, Reisetasche und Zwillingskinderwagen eben ein halbes Abteil für mich alleine, aber zahle denselben Preis?
            Aha.

            Ich finde es einfach „bequemer“, wenn meine Handtasche neben mir auf dem Sitz liegt und zahle aber nur für einen Sitzplatz? Genau!

        • sondern die Tatsache, dass Männer (nicht genau wie alle Frauen auch) ihre Beine in akzeptablem Maße zusammenhalten können.

          Eine Akzeptable Breite wäre da die Schulterbreite. Nun schaue man sich mal die ganzen schröcklichen „Beweisfotos“ an..

          Anhand der „Breitmachmacker“-Fotos ist recht deutlich erkennbar, dass das Problem DerMann, und überhaupt nicht Platz ist. Warum auch sonst die ganzen Fotos in leeren Bahnen?

          Ich habe es nun schon länger beobachtet und muss feststellen, dass die allermeisten Männer sich dem verfügbarem Platz anpassen. Sie kneifen nur ihre Beine nicht in dem Maße zusammen, wie Frauen dies tun. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

          Okay, ich brauche mit Fahrrad, Rucksack, Reisetasche und Zwillingskinderwagen eben ein halbes Abteil für mich alleine, aber zahle denselben Preis?

          Für das Fahrrad zahlt man letzlich nur einen kleinen Obulus – verglichen mit dem beanspruchtem Platz. Bei voller Bahn darf man es eigentlich gar nicht mitnehmen.

          Reisegepäck ist wiederum kostenfrei, und tatsächlich braucht ein Backpacker im Nahverkehr oft mindestens „zwei Plätze“.

          Zwillingskinderwagen sind meistens Kostenfrei und eine Backpackerin mit Zwillingskinderwagen braucht im Berufsverkehr tatsächlich den Platz von bis zu 5 Personen.

          Im Ländle würde man sich vielleicht darüber aufregen, in der Großstadt geht man wohl eher davon aus, dass jeder halt den Platz braucht, den er nun mal braucht. Und dazu gehören auch angemessen gespreizte Beine.

      • „Und Frauen zahlen dann 20% mehr in die Krankenkasse, es sei denn, sie weisen nach dass sie ihren Beitrag zur Vermehrung des Volkes leisten.“

        Frauen zahlen weniger in die Rentenversicherungen ein, zahlen weniger Krankenkassenbeträge und erhalten pro Kopf mehr Förderbeiträge als Männer. Dazu kommen die üblichen Finanzströme dank Alimente; kurzum Frauen werden auf allen Ebenen bevorzugt. Sie kriegen sogar Geld, damit Frauen wie Anne Wizorek Männer verteufeln dürfen und ellenlange Berichte darüber schreiben, dass Mann X in Wagon Y auf Strecke Z seine Beine nicht ordnungsgemäss zusammengedrückt hat.

        Eines der wichtigsten Anliegen sollte es also sein, dieses „Solidaritätsprinzip“ (das natürlich keines ist) komplett aufzulösen. Ich habe keine Lust für andere einzuzahlen, wenn von vornherein feststeht, dass es sich dabei nur um ein Geldtransfer in ausschliesslich eine Richtung handelt, weil ich zufällig ein Mann bin. Es ist allerhöchste Zeit, dieses Band für immer zu durchtrennen.

    • „Man könnte das Problem doch ganz leicht lösen: Männern neben Männer und Frauen neben Frauen.“

      Gut, dann besteh ich aber auf mein Recht, nur neben besonders hübschen Männern zu sitzen. Ich denke, das steht mir nach all den Jahrhunderten heteronormativer Dominanz und Unterdrückung zu.

      • Okay. Sbahn mit fünf Waggons:

        Einen für heteromänner
        einen für heterofrauen
        einen für homomänner
        einen für homofrauen
        einen für heterosexuelle Pärchen

        Bonuswaggon: einen für andersgeschlechtliche…

      • Adrian,

        das war kein „Recht“, das ich durchsetzen wollte. Das war meine Art, mit den Gegebenheiten umzugehen bzw. eine gewisse Fairness in der Platzverteilung vorzuschlagen.
        Dir bleibt es natürlich frei, dich neben besonders attraktive Männer zu setzen – so lange du nicht wieder heterosexuelle Ehen und Familien zersörst 🙂

        • „Das war meine Art, mit den Gegebenheiten umzugehen bzw. eine gewisse Fairness in der Platzverteilung vorzuschlagen.“

          Das ist sehr freunldich von Dir, ich darf Dich allerdings auf folgenden Fakt aufmerksam machen:

          Es gibt dieses Problem nicht !!!

          Das ist eines von privilegierten weißen Tussen herbeigeredetes Problem, um ihre Abneigung gegen Männer rational begründen zu können.

          • Adrian,

            ich kann nur für mich sprechen und das hat nichts mit Hass auf Männer zu tun.
            Keine Ahnung, was daran so schwer sein soll: Wenn jemand 1,5 Sitzplätze für sich beansprucht, setze ich mich nicht neben diese Person. Und falls kein anderer Platz frei ist, setze ich mich entweder genauso hin und warte, bis er es checkt oder ich weise ihn darauf hin, dass er nur für einen Platz bezahlt hat. Was ist daran so schlimm?
            Wenn dich quatschende Frauen in der Bahn nerven, musst du dich halt fragen, ob reden in der Öffentlichkeit nun ein so großes Verbrechen ist und wenn du das für dich bejahst, kannst du die betreffenden Frauen ja darauf hinweisen. Oder du buchst von Anfang an das Ruheabteil im ICE. Das mache ich bspw. immer.

        • „Wenn jemand 1,5 Sitzplätze für sich beansprucht, setze ich mich nicht neben diese Person.“

          Tut mir leid, ich habe dieses Problem nicht. Ich wohne in Berlin und bei uns geht das überall reibungslos. Wenn neben einem Breitmacker ein Platz frei ist, dann setze ich mich neben dem. Und jetzt kommt’s: Es funktioniert! Er macht sich schmaler, denn seine Breitmackerei übt er nur dann aus, wenn Platz ist. Wenn ich sitze, mache ich das übrigens genau so.

        • das hat nichts mit Hass auf Männer zu tun.

          Also wirklich, wie kann man nur auf die Idee kommen, wenn Aurelie von männlichen 1,5-Sitzplatzbeansprucher generalisierend auf „Männer“ schließt..

          Sry, da hat sie offenbar den Radabfem-Breitmachmacker-Diskurs vollumfänglich gefressen.

          • Nick,

            Wo genau generalisiere ich?

            Weil ich mich nur neben Frauen setze? Deiner Aussage nach sind Männer doch naturgemäß größer/breiter als Frauen und brauchen deshalb mehr Platz. Der Logik folgend müsste es vollkommen legitim sein, als kleine/schmale Frau nur neben kleinen/schmalen Frauen Platz zu nehmen, weil das bequemer ist, oder?

        • Es funktioniert!

          Ja, man muss halt manchmal recht deutliche Gesten machen. Was schon recht unhöflich ist. Iss aber bei den Handtaschen-breitmachmackerinen meistens nicht anders.

        • @Aurelie: Nur als Anmerkungen:
          1. In Bussen, U-, S-, und Regionalbahnen gibt es keine Sitzplatzreservierungen. Du bezahlst dafür, dass du mitfahren darfst, nicht für einen Sitzplatzanspruch. Damit hat sich deine Argumentation bereits erledigt.
          2. Gilt dies dann genauso für dicke Menschen? Dürfen die auch nur 1. Klasse buchen? Ich würde zu gern sehen, wie du diesen Anspruch beim Boarding gegenüber der Kabinencrew erklärst.

        • „Wenn neben einem Breitmacker ein Platz frei ist, dann setze ich mich neben dem. Und jetzt kommt’s: Es funktioniert! Er macht sich schmaler, denn seine Breitmackerei übt er nur dann aus, wenn Platz ist.“

          Das nehme ich (für Hamburg) genauso wahr. Die Leute haben i.d.R. kein Interesse den Nachbarn übermäßig zu berühren und setzen sich dann auch dementsprechend so hin.

        • Adrian

          „Und jetzt kommt’s: Es funktioniert! Er macht sich schmaler, denn seine Breitmackerei übt er nur dann aus, wenn Platz ist. Wenn ich sitze, mache ich das übrigens genau so.“

          Ja, das scheint mir auch der Normalfall zu sein.

        • @ C
          „Eure Beobachtungen könnten ja beide richtig sein, gerade wenn sich diese Männer bei einer (schönen) Frau anders verhalten als bei einem Mann.“

          Du willst also damit sagen, dass Männer einer (schönen) Frau nicht Platz machen? Sorry, das ist absurd und widerspricht sämtlichen Verhaltensmustern heterosexueller Männer.

        • Aurelie:

          Wo genau generalisiere ich?

          Indem du als Lösung vorschlägst, dass Männer das „unter sich“ ausmachen sollen.

          Der Logik folgend müsste es vollkommen legitim sein, als kleine/schmale Frau nur neben kleinen/schmalen Frauen Platz zu nehmen, weil das bequemer ist, oder?

          Klar, wir sind halt alle egoistisch. Solange du keinem Mann zum Vorwurf machst, dass er sich ebenfalls lieber neben eine schmale Frau setzt, die idealerweise mit zusammengekniffenen Beinen dasitzt..

          Aber genau so kommen wohl die meisten „Breitmachmackerfotos“ zustande: Wenn die Frau neben ihm den Platz lässt, dann wird das eben genutzt. Die wenigsten Frauen haben das Bedürfnis, breitbeinig dazusitzen.

          Dafür lässt man dann auch gerne die Frau z.B. ihre Tasche neben sich tragen:

          https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT0PXgPeSDpZiJ1_lnzP6Iv0jmY_aCKX6h7kzq4CL4mrA2q-zMQ

          Der Platz wird meistens nonverbal ausgehandelt und solche Fotos sagen meistens rein gar nichts darüber aus, ob beide Seiten daran beteiligt waren.

          Weltfremder femtrash halt – ich wundere mich sehr darüber, dass du dir das offenbar zu eigen machst.

        • @adrian
          Warum glaubst du ihr nicht? Was hätte sie denn für einen Grund zu lügen?

          Zumal ich selber täglich Bus und Bahn fahre und Ähnliches berichten könnte. Und auch ich sitze lieber neben Frauen.
          Mein persönliches Problem ist darüberhinaus, dass ich Körperkontakt mit fremden Männern sehr schwierig finde, dass heißt das Knieduell kommt für mich gar nicht erst in Frage.

        • Was hätte sie denn für einen Grund zu lügen?

          Es behauptet doch niemand, dass sie lügt.

          Wenn man allerdings generalisiert (so will sie aber nach eigenem Bekunden nicht verstanden werden), dann wird man sich wohl fragen dürfen, ob da nicht ein Bestätigungfehler vorliegt.

          Bestätigungsfehler gibt es natürlich in der Radfem-Denke niemals nicht, das ist immer „privilege denying“. Es gilt deshalb immer die schröcklichste Erfahrung als niemals hinterfragbares ubiquitätes Symtom des Patriarchates. Diese Dynamik ist damit fast unausweichlich.

          Zumal ich selber täglich Bus und Bahn fahre und Ähnliches berichten könnte. Und auch ich sitze lieber neben Frauen.

          Jaja, das Patriarchat ist schröcklich..

        • Gerhard hat direkt mit Sitzen angefangen, die nicht für den absolut durchschnittlichen 1,95m-in-Kubik-Mann ausgerichtet sind, Hodenquetschung wurde geargwöhnt, es wurde gemeckert, dass ja die schlimmen quatschenden Weiber mit ihren Fiepsestimmen viel schlimmer seien und generell wurde nach einem ganzen Artikel + Kommentare, „manspreading“ quasi als unausweichliches Naturgesetz definiert.

          Dann kommen 1-2 Frauen dazu und sagen dass es ja eher die Sitzhaltung ist und einige, wenn nicht viele Männer da ziemlich rücksichtslos sind und nicht merken (wollen) dass sie insbesondere Frauen ziemlich stören und es wird auf einmal direkt abgewiegelt, dass das ja alles Sozialproleten seien und überhaupt, da müsse man sich auch mal durchsetzen können.

          Ich bin verwirrt, soll ich jetzt auf die besonders raumnehmende Physis von Männern Rücksicht nehmen und mich weiterhin in mein Eckchen quetschen bzw. für mich unangenehmen Körperkontakt in Kauf nehmen, oder soll ich mich bemerkbar machen und die Diskriminierung von Männern im ÖPNV noch weiter vorantreiben?

        • Ist hier eigentlich schon jemanden mal aufgefallen, dass Menschen in Öffis, trotz einigermaßen reichhaltigem Sitzangebot dennoch stehen? Ich weiß, ich weiß, der erste Gedanke wäre „Och, für die zwei-drei Stationen setzt der sich nicht hin“, tatsächlich ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass auch solche Leute ein ganzes Dutzend an Stationen fahren, teilweise bis zur Endhalte (!).

          Dabei waren in diesen Situationen meiner Schätzung nach zwischen 40-60 Prozent der Plätze belegt, es wäre also aussreichend Platz gewesen. Meiner bescheidenen Beobachtung sind Menschen, die stehen bleiben, häufiger Männer. Worin liegen die Ursachen für dieses Manstanding? Glaubt ihr ich könnte beim örtlichen Gender-Lehrstuhl Mittel für eine Studie eintreiben, um dieses höchst interessante und möglichweise patriarchale Verhaltensmuster zu entschlüsseln?

          Patriarchat schadet auch den Männern!

        • Ich bin verwirrt, soll ich jetzt auf die besonders raumnehmende Physis von Männern Rücksicht nehmen und mich weiterhin in mein Eckchen quetschen bzw. für mich unangenehmen Körperkontakt in Kauf nehmen, oder soll ich mich bemerkbar machen und die Diskriminierung von Männern im ÖPNV noch weiter vorantreiben?

          Es scheint nicht ganz so einfach zu sein:

          1.) Männer sitzen, aufgrund ihrer Physis, ungerne mit zusammengekniffenen Beinen.

          2.) Die Sitzplatzbreite ist eher auf den Durchschnittsmenschen, und nicht auf den Durchschnittsmann ausgelegt. Man geht davon aus, dass normale Menschen in der Lage sind, den jeweils benötigten Platz auszuhandeln und hat deshalb nicht die einzelnen Sitze mit Ternnscheibe abgetrennt. Insbesondere müssten die Tarife erheblich höher ausfallen, wenn man davon ausginge dass eine Verteilung nicht mglich sei. Von daher ist „mir steht die Normsitzbreite zur Verfügung, egal wie klein ich bin und wie voll die Bahn ist“ nicht gerade ein sozialverträglicher Anspruch.

          3.) Der tatsächlich beanspruchte Platz muss also zwischen den Fahrgästen ausgehandelt werden. Männer haben dabei idR andere Präferenzen als Frauen

          4.) Es gibt natürlich rücksichtslose Mitmenschen, allerdings ist das ganz klar kein sog. „Männlichkeitsproblem“, sondern eben ein Rücksichtslosigkeitsproblem. Und es gibt auch genug Exempel für weibliche Rücksichtslosigkeiten.

          5.) Die allermeisten „Breitmachmackerfotos“ zeigen eine Situation, in der ungenutzter oder nicht nutzbarer Platz für das schröckliche maspreading genutzt wird. Ein solches Platznutzen aus Bequemlichkeitsgründen ist genau so zu bewerten, wie das Abstellen einer Tasche auf einen freien Platz.

          Aber vielleicht ist ja Maren so schmal, dass sie beispielsweise in diesm „Verschwendetem“ Platz sitzen könnte?

          Wobei sich dann die Frage stellte, ob in dieser Bahn gerade eine solche Hungerharke stand, die nun nicht sitzen konnte.

          Hier jedenfalls ist recht offenkundig, dass die stehende Frau schon von der Schulterbreite nicht auf dem freien Sitplatz hätte bequem sitzen können, und es stellt sich die Frage, ob sie überhaupt zwischen diesen beiden Männern sitzen wollte:

          Das sind nun keine beliebig ausgewählten Fotos, die NYT hat sie _ausgewählt_, um das „Problem“ exemplarisch zu illustrieren.

          Sorry, eine kaputterer Radfem-Opferweibchenkitsch geht fast nicht mehr. Es geht hier sehr eindeutig darum, dass sich an „Männlichkeit“ gestört wird, und nicht etwa an männlicher Rücksichtslosigkeit.

          • Nick,

            Männer sitzen, aufgrund ihrer Physis, ungerne mit zusammengekniffenen Beinen.

            Ich lege meine nagelneue Handtasche von Marc Jacobs auch ungern auf den Boden. Tue es aber aus Rücksicht auf die anderen Fahrgäste.

            Die Sitzplatzbreite ist eher auf den Durchschnittsmenschen, und nicht auf den Durchschnittsmann ausgelegt.

            Ich saß schon neben sehr breiten Männern, die sich einfach normal hingesetzt haben und ich saß schon neben 65-Kilo-Exemplaren, die sich nicht so hinsetzen konnten, dass ihr Knie meines nicht berührt. Komisch, oder? Für mich ist es immer noch eine Frage des Wollens und nicht des Könnens. Wie gesagt: Wenn jemand stark übergewichtig ist oder über zwei Meter groß, ist es eben so. Dafür kann er im ersten Moment nun mal nichts. Extrem gespreizte Beine oder Rucksäcke auf dem Nachbarsitz kann man ändern.

            Es gibt natürlich rücksichtslose Mitmenschen, allerdings ist das ganz klar kein sog. „Männlichkeitsproblem“

            Gespreizte Beine schon. Frauen sitzen anders. (By the way: Ne halbe Stunde mit überschlagenen Beinen dazusitzen, weil man ansonsten keinen Platz hat, ist auch nicht gerade angenehm für die Region gesamte unterhalb des Bauchnabels.)
            Ich habe außerdem noch niemanden erlebt, der/die parout seinen/ihren Rucksack nicht wegräumen wollte als ich mich neben ihn/sie setzte.

        • Ich glaube ja diese Männer stellen sich bewusst in die Eingangs- und Zutrittsbereiche um Frauen den Einstieg in das Öffi zu erschweren bis zu verhindern. So wie in den Vorstandsetagen. Da stehen die auch immer in den Türbereichen. Die hegemonial-männliche Einnahme des kompletten Raumes, statt nur des Sitzplatzes. Schauen wir doch mal in eine Patriarchale Gesellschaft, wie zb….. INDIEN:

          Keine Chance für Frauen zum Einstieg! Männer haben alle Zugänge versperrt, sogar die Dachzugänge.

          Ich siehe hier mindestens Potenzial für eine Gender-Diss. Vielleicht sogar für ein Forschungsprojekt…

          „Manstanding“ – Mein Beitrag zur Feminismus- und Genderforschung.

        • *Die Sitzplatzbreite ist eher auf den Durchschnittsmenschen, und nicht auf den Durchschnittsmann ausgelegt.*

          Ähm…

          *Es geht hier sehr eindeutig darum, dass sich an “Männlichkeit” gestört wird, und nicht etwa an männlicher Rücksichtslosigkeit.*

          Sorry, aber zumindest bei dem 2. Foto geht es eindeutig um Rücksichtslosigkeit.
          Wenn ich sehe das Leute in der Bahn stehen/die Bahn voll ist, nehm ich meinen Rucksack vom Nebenplatz, damit Leute da sitzen können. Aber es ist ok dass der Typ da 2 Plätze beansprucht, weil ja gar nicht klar ist, ob die Frau da sitzen will??? (Was sie könnte, er sitzt ja ziemlich in der Mitte der beiden Plätze)

        • Keine Chance für Frauen zum Einstieg! Männer haben alle Zugänge versperrt, sogar die Dachzugänge.

          Genau! Die haben sich extra dazu verabredet, um Frauen daran zu hindern die Küche zu verlassen! A conscious process of demobilization by which all men keep all women in the kitchen!

          “Manstanding” – Mein Beitrag zur Feminismus- und Genderforschung.

          Du solltest unbedingt ein Buch schreiben: „Die Vergewaltigung von Frauen im öffentlichen Fernverkehr“

        • Wenn ich sehe das Leute in der Bahn stehen/die Bahn voll ist, nehm ich meinen Rucksack vom Nebenplatz, damit Leute da sitzen können.

          Maren war natürlich mit im Zug und weiß genau, dass dieser schröckliche Macho nicht gefragt hat, ob sie sich setzen möchte.

          Aber halt – eine solche Frage wäre doch sexual harrasment.

          Maren, du frisst aber auch jeden Trash aus „Amerika“

        • „Wenn ich sehe das Leute in der Bahn stehen/die Bahn voll ist, nehm ich meinen Rucksack vom Nebenplatz, damit Leute da sitzen können.“

          Ich habe noch nie eine volle U-Bahn gesehen, in der nur eine Person steht. Außerdem scheint der Mann zu schlafen. Vielleicht hast du ja recht, aber besonders eindeutig ist das Foto nicht – es ist durchaus wahrscheinlich, dass der halbe Waggon leer ist.

        • Weitere Beweise für „Manstanding“:

          Hier kontrollieren zwei Männchen wirkungsvoll den Ab- und Zustrom von Weibchen im Zug, der eine sogar in formvollendeter „Lang-Armmacker Pose“. Die Weibchen werden in das Innere des Wagens abgedrängt. (Berlin, S3)

          Hier beaufsichtigen mehrere Männchen auf dem Bahnsteig den Zu- und Abfluss getreu dem Motto Man serve first, das Weibchen rechts hat bereits eine Schusshaltung der Unterwerfung eingenommen (Berlin, S45):

          Hier drängen mehrere japanische Männchen (Mit Pfeilen markiert) Weibchen in den Zug:

          Zurück nach Deutschland, das Männchen links kontrolliert lieber den Zugang als sich auf den großen Platz rechts zu setzen, im Hintergrund weitere männliche Kontrolleure (Dürfte die U5 sein):

          Aber glücklicherweise gibt es jetzt endlich die Gegenbewegung, hier sehen wir eine weiblich sozialisierte wie sie den Kampf gegen das patriarchat aufnimmt durch „Womenspuring“:

          Manstanders werden durch das Überschlagende Bein wirkungsvoll darangehindert die Manstanding-Plätze einzunehmen.

          GO GIRRRL!!!

        • @Nick

          Stehen < Sitzen < Bequem Sitzen ist die Reihenfolge.

          Wenn man dem potentiellen Sitznachbarn erstmal sagen muss dass er seine rutschen müsste damit man auch noch auf den Sitz passt, bzw. erwarten müsste, dass er sobald man sitzt seine Extremitäten wieder auseinanderklappt, ist das ne zusätzliche Hemmschwelle. Und ich denke dass ist auch beabsichtigt.
          Und das ist rücksichtslos, weil, man ist ja nicht allein auf der Welt. Und ich bin schon ziemlich abgebrühte ÖPNV-Nutzerin.

        • Hier sieht man übrigens die weiblich-emanzipatorische Raumeinnahme zur Bekämpfung des Manstandings. Hier haben Manstander keine Chance ihre Kontrollpositionen einzunehmen, eher fallen sie auf die Fresse, weil sie am Damenschuh stolpern werden. HA!

        • Nick, du kannst mich ruhig direkt ansprechen, es ist nicht nötig, die 3. Person Sing. zu verwenden. Übrigens auch etwas was als ausgesprochen unhöflich gilt.

          *Maren, du frisst aber auch jeden Trash aus “Amerika”*

          Du schlägst schon wieder gedankliche Haken, die ich nicht nachvollziehen kann. Wenn du dich wieder beruhigt hast können wir weiterreden

        • Das Internet ist voll von Beweisen, ich kann nicht aufhören:

          Stehen und Kontrollieren, statt gleichberechtigt neben dem Weibchen Platz zu nehmen:

          „Die Schranke“:

          Selbst die politische Führungselite in Berlins ist beteiligt, tja Mann ist eben doch ein Mann, auch wenn schwul:

          Manspreading war gestern…Manstanding ist das neute feministische Blöd!

        • Hier verstehe ich nicht den Kritikpunkt. Wenn der „Breitmachmacker“ seine Beine zusammenpresst, stößt er gegen ihre Knie.

          Teilweise sind die gegenüberliegenden Sitze so nah beeinander, dass man die Beine aneinander vorbeiführen muss.

        • @Maren:
          Stehen < Sitzen < Bequem Sitzen ist die Reihenfolge.

          Unsinn. Ich stehe selbst sehr oft in der UBahn, auch wenn es mehr als genug Platz gibt.

          Die Körpersprache der Frau (insbesondere der linke Fuß) zeigt recht klar, dass sie lieber steht.

          Du scheinst auch nicht wahrnehmen zu wollen, dass sie nur mit Körperkontakt auf dem freien Sitzplatz sitzen könnte. Den du selbst doch meiden würdest. Die Perspektive des Fotos gibt es her, mess‘ mal einfach ihre Schulterbreite und den Platz zwischen den Schultern der beiden Männer nach.

          Wenn man dem potentiellen Sitznachbarn erstmal sagen muss dass er seine rutschen müsste damit man auch noch auf den Sitz passt, bzw. erwarten müsste, dass er sobald man sitzt seine Extremitäten wieder auseinanderklappt, ist das ne zusätzliche Hemmschwelle.

          Normalerweise deutet man durch Körpersprache an, dass man sitzen möchte. Im Dorfbus ist das vielleicht anders als in der Großstadt, und Ubahnen fahren in aller Regel nur in Großstädten.

          Und ich bin schon ziemlich abgebrühte ÖPNV-Nutzerin.

          Es scheint mir recht offenkundig zu sein, dass es in Wanne-Eikel keine Ubahn gibt.

          • Zusammenfassend lässt sich sagen (bitte widersprecht mir):

            1. Die hier kommentierenden Männer sind keine Breitmachmacker. Nein, eigentlich gibt es gar keine Breitmachmacker.

            2. Breitmachmacker sind eine Erfindung.

            3. Falls sich doch ein Mann breit macht, liegt es an seinen Hoden.*

            4. Falls es an seinen Hoden liegt, ist es legitim.

            5. Aber eigentlich gibt es keine Breitmachmacker.

            6. Ich (und Maren?) sehen täglich (?) bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln Breitmachmacker.

            Zusammenfassung von der Zusammenfassung:

            Da Männer sich niemals absichtlich breitbeinig hinsetzen, setzen sich am besten immer Männer neben Männer. Falls sie sich doch aufgrund ihrer Hoden breitbeinig hinsetzen MÜSSEN, stört es sie gegenseitig sicherlich nicht. Sie werfen sich nur ein wissendes Lächeln zu.

            Frauen hingegen, die ja durchaus an die radikalfeministische Breitmachmacker-Verschwörung glauben (aber nicht recht haben, weil sie lüüüüügeeeeen!!!1!einself!!!!1!, setzen sich immer neben Frauen und fahren für den Rest ihres Lebens glücklich und zufrieden mit dem ÖPNV.

            (* =Körperbau)

          • @aurelie

            Meiner Meinung nach ist eher der Punkt relevant, dass sich Männer nicht aus Böswilligkeit oder weil sie Frauen unterdrücken wollen, breitbeinig hinsetzen, sondern weil dies aus anatomischen Gesichtspunkten für sie eine angenehmere Sitzhaltung ist als für Frauen.

            Daraus ist nicht der naturalistische Fehlschluss herzuleiten, dass sie deswegen überall so sitzen müssen oder Frauen sich nicht beschweren dürfen, wenn Männer dies machen. Es ist aber dennoch weit weniger verwunderlich, dass Männer dies machen und muss nicht in ein Unterdrückungsszenario eingebunden werden.

            Insofern spricht auch nichts dagegen, wenn Männer sich breiter hinsetzen, wenn eh genug Raum vorhanden ist. Ggfs sollte die Frau den Raum auch anfordern, wenn sonst zu wenig Raum für sie verbleibt.

          • Christian,

            Meiner Meinung nach ist eher der Punkt relevant, dass sich Männer nicht aus Böswilligkeit oder weil sie Frauen unterdrücken wollen …

            Dass sie damit Frauen unterdrücken wollen, habe ich nie behauptet. Das sind lediglich Projektionen einiger Kommentatoren.

            Ggfs sollte die Frau den Raum auch anfordern

            Falls du damit meinst, dass ich jemanden mündlich dazu auffordern muss, dass er mich bitte nicht mit seinen Knien berühren soll, finde ich das Verhalten in der Tat sehr unverschämt von meinem Gegenüber. Normalerweise sollte ein „darf ich mich hier hinsetzen“ bzw. der reine Akt des Hinsetzens reichen, damit klar ist, dass derjenige ab jetzt bitte auf seiner Seite bleibt (inkl. den damit eventuell verbundenen Hodenproblemen).

            Ich kann mich nur wiederholen: Meiner Meinung nach reicht ein Sitz in öffentlichen Verkehrsmitteln für jede Person, die nicht größer als zwei Meter und nicht schwerer als 100 kg ist, völlig aus. (Hab ich schon ein paar Mal erlebt, dass das wunderbar funktioniert.)

            Das heißt – Achtung Wiederholung – es geht um das Wollen und nicht um Sitze, die für die gesamte Männerschaft zu klein sind. Und wenn jemand nicht mal dann seine Beine schließen will, wenn ich mich neben ihn setze, dann kann ich über die Gründe nur spekulieren. Unhöflich und rücksichtslos ist es allemal.

          • @aurelie

            „Dass sie damit Frauen unterdrücken wollen, habe ich nie behauptet. Das sind lediglich Projektionen einiger Kommentatoren“

            Dass du das behauptest habe ich auch nie behauptet. Das ist aber ein Teil der feministischen Theorie. Und gegen diese richtete sich eigentlich mein Artikel.

            „Falls du damit meinst, dass ich jemanden mündlich dazu auffordern muss, dass er mich bitte nicht mit seinen Knien berühren soll, finde ich das Verhalten in der Tat sehr unverschämt von meinem Gegenüber“

            Ich meinte die Anfrage an sich, auch unabhängig von dir. Das man, wenn die Möglichkeit besteht, Körperkontakt mit dem Sitznachbarn vermeidet würde ich auch so sehen.

        • Ach Nick, da haben wir ja alles beisammen:
          Du stehst auch lieber, sie müsste Körperkontakt in Kauf nehmen, ihre Körpersprache sagt dir das sie stehen bevorzugt, ausserdem ist richtige ÖPNV Nutzung nur in Großstädten gängig und überhaupt ist nur Ubahn ÖPNV.

          Nee komm, wir lassen es.

        • @Aurelie:
          Ich lege meine nagelneue Handtasche von Marc Jacobs auch ungern auf den Boden. Tue es aber aus Rücksicht auf die anderen Fahrgäste.

          Eben. Deshalb sieht man auf sehr vielen „Beweisfotos“ gleichzeitig Taschen auf Sitzplätzen.

          Es muss also entweder in der Situation genug freien Platz gegeben haben, oder die Handtaschenbesitzer sind tendenziell genauso rücksichtslos wie die schröcklichen Männer.

          Komisch, oder?

          Ich finde es eher komisch, dass man offenbar so wenig Gelegenheiten für „Beweisfotos“ findet, die sowas tatsächlich mal dokumentieren.

          Oder gehört es zum Patriarchat, dass die NYT kein besseres Foto finden will?

          Frauen sitzen anders.

          Ja, aus besagten Gründen. Und?

        • @Nick

          >>“Sorry, eine kaputterer Radfem-Opferweibchenkitsch geht fast nicht mehr.“

          Ich verstehe auch nicht wie Frauen sich ernsthaft solchen Kampagnen anschließen können. Ich würde jeden rad Masku auslachen, wenn der mit etwas von „womenspuring“ (spur. engl. für Sporn) erzählt, also die 20 Zentimeter weniger Gangfreiheit durch das Überschlagen des Beines. Da guckt man und eckt dann vielleicht mal an, aber man startet doch keine Twitter-Kampagne?!

          Ich meine gerade Frauen ist doch äußere Wirkung so wichtig?! Merken die eigentlich nicht die Selbstoffenbarung der eigenen Lächerlichkeit solche feministischer Kampagnen mit pseudo-intellektuellen Sprech „Manspreading“?

          Wir erwarten von Frauen das sie Konzerne lenken, Staaten regieren, Freiheit mit der Waffe verteidigen und dann.so.etwas.

          Peinlich, peinlich…

        • @Aurelie

          Für mich gibt es Manspreading, wenn es für dich auch Womenspuring gibt. Deal?

          Überlegen wir uns, die Baureihe H (Hier abgebildet mit durchgängigen Waggons) der Berliner UBahn ist 2,6 Meter breit, abzüglich Klimbim wie Außenhaut, Längssitzreihe und Füße auf dem Boden bleiben für den Durchgang etwa 1,2-1,4 übrig. Sitzen sich jetzt zwei Frauen gegenüber, die die Beine überschlagen, entziehen sie dem Gang je nach Winkel gut 30 Centimeter. Zwei Frauen mit überschlagenen Beinen verkleinern den Gang also um gut 40 Prozent!

          Was meinst du zu dieser Belästigung von Frauen?

          • Teardown,

            Für mich gibt es Manspreading, wenn es für dich auch Womenspuring gibt. Deal?

            Für mich persönlich ist das hier kein Basar. Wenn du kein Manspreading erlebst, dann kannst du dich ja immer neben Männer setzen. Platzprobleme dürfte es keine geben. Hab ich in meinem ersten Kommentar hier schon als Lösung vorgeschlagen.

        • @Maren:
          Du stehst auch lieber,

          Es gibt nun mal nichts, was gegen die Vermutung spricht dass sie lieber stehen wollen könnte.

          sie müsste Körperkontakt in Kauf nehmen

          Wenn du partout kein Augenmaß hast, dann musst du halt ein Lineal bemühen. Gut, es mag sein, dass der Platz ganz links auch frei ist, aber dann könnte sie sich ja ohne Weiteres dort hinsetzen – damit wäre das ganze Gedöns vollkommen lächerlich.

          , ihre Körpersprache sagt dir das sie stehen bevorzugt,

          Ihr linker Fuß und ihre starke Konzentration auf ihr Phone spricht für eine gewisse „Hibbeligkeit“. Das sind Verfasstheiten, in denen Menschen sich nicht für ein paar Minuten hinsetzen.

          ausserdem ist richtige ÖPNV Nutzung nur in Großstädten gängig und überhaupt ist nur Ubahn ÖPNV.

          Wenn du kleinstädtische bzw. dörfliche Gepflogenheiten anführst und dir offenbar nicht klar ist, dass man UBahnen oft nur für weinige Minuten nutzt – also oft kein gesteigertes Bedürfnis hat, sich hinzusetzen, nun ja..

          Sry, wenn das so ein schöckliches und verbreitetes „Problem“ sein soll – warum dann all die Fotos, die dieses „Problem“ gar nicht dokumentieren?

          Nee komm, wir lassen es.

          Tut mir ja leid, dass dir kein Argument einfällt.

        • @Aurelie:
          Zusammenfassend lässt sich sagen (bitte widersprecht mir):

          Strohmännern kann man schwer widersprechen.

          Natürlich gibt es tatsächlich Breitmachmacker, aber die allermeisten Fotos, die das dokumentieren sollen zeigen offenkundig Männer, die freien Platz nutzen. Da kann man sicher genausoviele Fotos von auf Sitzen abgestellte Handtaschen zeigen.

          Wenn man also, wie gesagt, nichteinmal Fotos präsentieren kann die dieses angeblich weitverbreitete „Problem“ dokumentieren, dann liegt offenbar entweder ein Bestätigungsfehler oder aber eine radikalfeministische Trashkampagne vor. Oder Beides.

          Im Fall von Maren wohl beides, denn sie meint ja dieses Problem in einem Foto zu erkennen, welches keinerlei Indizien für dieses Problem hergibt. Da ist die verzerrte Wahrnehmung wohl offensichtlich.

        • Gut Aurelie, ich erlebe aber „Womenspuring“. Einmal bin ich mit der Schlaufe meiner Tasche an dem Bein einer Frau hängen geblieben in der Regio von Braunschweig nach Wolfsburg, und musste mir dann noch einen Kommentar anhören (!).

          Verstehst du? ICH habe auch ein genderspezifisches Problem, nämlich die übertriebene (in meinem Beispiel ein Viertel statt 40 Prozent Sörry) Raumeinnahme durch Frauen, die ihre Beine überschlagen und wie einen Sporn in den Gang rein reichen lassen. Hierdurch wird nicht weniger Platz „verschwendet“ als durch „Manspreading“. Es geht hier also um eine ebenso absolut vermeidbare Handlung, rücksichtslos und überwiegend von Frauen ausgeführt, da Männer die Beine überschlagen, häufig ihren Fuß auf ihrem Knie ablegen und so nahezu ein rechter Winkel realisiert wird.

          Verstehst du? Es geht hier nicht um einen Basar, es geht um das lächerliche Aufblasen von Alltagsbegebenheiten als GESAMTGESELLSCHAFTLICHES Phänomen zur Unterdrückung und Hierarchisierung von Geschlechtern.

          Es geht hier um eine unfassbare Lächerlichkeit, im Namen des Feminismus. Ich habe heute morgen geschrieben, dass ihr hier nicht ernsthaft dieses Thema diskutieren wollt. Es gibt darauf nur eine akzeptable Handlungsweise:

        • Es ist doch ganz einfach: Wenn auf den meisten Kampagnenfotos das bloße Breitbeinige dasitzen als „Fehlverhalten“ zu sehen ist – und nicht etwa das Bedrängen durch breitbeiniges Sitzen – dann richtet sich die Kampagne gegen breitbeiniges Sitzen, und nicht gegen das Platzwegnehmen durch breitbeiniges Sitzen.

          Keine Ahnung, warum man zu sowas:

          http://breitmachmacker.tumblr.com/

          ..keine kritische Distanz entwickeln kann (etwa: „Naja, die übertreiben zwar maßlos, aber manche Männer nerven wirklich“)

          Da kann ich nur noch Fremdscham empfinden.

        • Ich vermute es liegt daran, weil sie wissen, dass sie davon nicht betroffen sind. Es geht ja ausschließlich gegen Männer, daher gibt es hier kein Problembewusstsein, denn sie selbst sind weder Mann noch setzen sie sich breitbeinig hin.

          Wir kennen das von Ausgrenzungsmechanismen, DMJ macht unten ja das richtige Faß auf, es ist den Leuten egal, weil sie von den Sanktionen ja nicht betroffen sind. So funktioniert eben Ausgrenzung…

          Die Faschisten der Zukuft werden nicht daherkommen wie die Faschisten der Vergangenheit. Heute ist der 27. Januar 2015.

        • Das was Nick sagt. Komplett und insbesondere als Antwort auf Aurelia. Aber auch sonst und das ohne andere Kommentatoren, deren Beiträge ich auch sehr gelungen fand, weniger würdigen zu wollen. Teardown zb hatte einen guten Lauf. 🙂

  6. Recht hat Aurelie, die Kerle müffeln ja meist auch ein wenig aus dem Mund oder sonst so. Kein Wunder, daß richtige Menschen (Frauen) sich nicht mehr neben diese haarigen Ungeheuer setzen wollen.
    Reicht es den Schwanzträgern nicht mehr, wenn Sie den Bus oder die Tram steuern? Müssen die auch noch hinten bei den edlen Elben rumhocken?

    Wenn ich Manspreading (herrlicher Ausdruck) beobachte, sind das meist junge präpotente Kerle, die a) Platz für sich beanspruchen, so als Revier, b) wahrscheinlich tatsächlich große Hoden haben (in der Schule wurde ein Mitschüler „Handgranate“ getauft, hihi). Wenn man dann enge Jeans und Slips drunter trägt, ist breitbeiniges Sitzen durchaus angezeigt.

    Besser noch, man trägt wie ich Boxer-Hosen und weiten Cord. Schon kann man mit minimalem Platzaufwand in der Bahn hocken. Geht doch!

    • Axel,

      wenn ich die Wahl habe zwischen einer Frau, deren Körper lediglich den Sitz beansprucht, auf dem sie sitzt, und einem Mann, dessen Knie zu 30 Prozent auf meinem (vorgesehenen) Sitz hängt, für was entscheide ich mich?

      Männer können sich gerne hinsetzen wie sie wollen, aber dann müssen sie auch Verständnis dafür haben, dass ich mich woanders hin setze. Das ist nicht böse gemeint. Das ist lediglich eine pragmatische Entscheidung.

      Nebenbei: Wenn jemand seinen Körpergeruch nicht unter Kontrolle hat, setze ich mich auch weg – ganz egal, ob Mann oder Frau.

  7. Was machen wir eigentlich mit den etwas feminineren Männern, die gewohnheitsmäßig mit übergeschlagenen Beinen sitzen bei der Prämisse?

    Ist ja nicht so als ob deren Becken jetzt weiblicher wäre, oder dass die keinen Wert auf den Schwanz und die Eier legen.

    • @Nachschattengewächs

      „Was machen wir eigentlich mit den etwas feminineren Männern, die gewohnheitsmäßig mit übergeschlagenen Beinen sitzen bei der Prämisse?“

      Das wäre ja auch mal eine interessante Messung: Wenn die körperlichen Unterschiede Testosteronbedingt sind, dann könnten sich auch insoweit leichte Unterschiede zeigen.

  8. Am besten werden wohl getrennte Abteilungen sein, so wie es auch Nur-Frauen-Etagen in Hotels gibt oder eben Frauen-Taxis. Natürlich vergünstigt und extra Angebot, wegen 23% und weil Männer ja schwerer sind, mehr Energie brauchen, Klimawandel, etc und weil es Frauen ja viel schwieriger haben.

  9. Ich schließe mich den Meinungen hier an, die das Kommunikationsverhalten von Frauen in der Öffentlcihkeit für das weitaus größere Übel halten. Und nicht nur das Kommunikationsverhalten. Auch die Tatsache, dass Frauen es nicht schaffen, effezient aus Bussen und Bahnen aus- und einzusteigen. Oder zügig Treppen hochzusteigen, oder auf Gehwegen so zu laufen, dass durchschnittliche Männer überholen können.

  10. Manspreading ist definitiv das nächste gesellschaftlich relevante Thema.

    Grönemeyer und Niedecken sollten ein Benefiz-Konzert gegen Breitmachmacker veranstalten.

    Würde mich nicht wundern, wenn Breitmachmacker überwiegend rechtsextrem und islamfeindlich eingestellt sind.

    Hier täte mal ein Statement von Merkel und Gauck gut.

  11. „Die Digit Ratio wäre natürlich pränatales Testosteron, wäre die Frage, ob bei diesen Punkten das pränatale, das postnatale oder beide eine Rolle spielen“

    Unterscheiden sich post-natalen Testosteronlevel da signifikant zwischgen uns ‚hüftschwingenden‘ Schwulen und den anderen Kerlen?

    „Da wäre ja die weitere Frage, ob du diese Peer-Group zufällig gewählt hast, oder weil sie zu dir passte.
    Dann würde das durchaus erklären, dass ihre alle eine eher gleiche Körpersprache hattet, ihr müsst sie aber nicht übernommen haben, sondern eher deswegen eben befreundet gewesen sein. “

    Ich glaube das wäre eine gänzlich andere Frage. Natürlich habe ich die Peer-Group ausgewählt weil sie zu mir passte, aber das heisst nicht dass ich es per gaydar gemacht habe. Ein alternativer Ansatz wäre zu untersuchen ob Leute körpersprachliche Elemente von Peer-Groups übernehmen, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Wenn z.B. der junge neu-HipHopper nach ein paar Wochen und ordentlicher Gruppenintergration Verhaltensweise und Gestik von seiner Peer-Group übernähme, läge das vermutlich nicht an seinem Testosteronlevel, sondern schlicht an sozialer Anpassung.

  12. In Japan stehen die meisten Männer inzwischen in den öffentlichen Verkehrsmitteln und halten sich wenn möglich mit beiden Händen oben fest.
    Der Grund:
    Auf Druck von Feministinnen wurde vor einigen Jahren eine Regelung erlassen, durch die Frauen zügig und einfach Kompensationen von Männern durchsetzen können, die sie der sexuellen Belästigung in U-Bahnen beschuldigen. Schmerzensgeld fürs Grabschen sozusagen.
    Das Begrabschen von Frauenhintern war monatelang als weitverbreitetes Alltagsproblem aufgebauscht worden (darf sich jeder selbst fragen, für wie realistisch er das bei Japanern hält).

    Nicht wenige Frauen sollen dies daraufhin als lukrative Einnahmequelle für sich entdeckt haben.

    Hat mir neulich eine Japanerin erzählt.

    • http://de.wikipedia.org/wiki/Chikan

      Na, dann habe ich immerhin wieder etwas gelernt. Wird wohl echt Zeit für das Frauenabteil in deutschen Ubahnen, offenbar ist die gemeinsame Reise für Frauen mit Männern nicht mehr leistbar für erstere.

      Aber wehe einer erzählt mir dann, das Frauen irgendwie emanzipiert oder stark wären….

      • Danke, ja Chikan war der Begriff den sie mir nannte. Sie selbst (extrem gutaussehend und aus Tokyo stammend) sei das noch kein einziges Mal passiert und sie hält es wohl auch selbst für eine sehr bizarre Hysterie.

        Das ist schon krass:

        Gleichzeitig leiden immer wieder Unschuldige unter der Schwierigkeit, Chikan objektiv zu widerlegen, und der durch das Bemühen, Chikan zu bekämpfen, teilweise schon wieder übereifrigen Bereitschaft zum drastischen Durchgreifen. Einmal des Chikan beschuldigt, ist es für einen Mann nahezu unmöglich, seine Unschuld zu beweisen. Weigert sich ein Verdächtiger jedoch, seine Schuld einzugestehen, droht ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Um die eigene Familie vor einer gesellschaftlichen Stigmatisierung zu bewahren, bekennen sich die Beschuldigten in den meisten Fällen zur Tat und nehmen damit hohe Geldstrafen in Kauf. Um ungerechtfertigten Chikan-Anschuldigungen vorzubeugen, sind manche Männer dazu übergegangen, falls sie sich im Gedränge neben einer Frau wiederfinden, beide Arme gut sichtbar in die Höhe zu strecken.

        Der Aufruf zur Denunziation von Chikan-Verdächtigen hat ein neues Verbrechen hervorgebracht. Laut einem Zeitungsbericht schicken Jugendgangs Mädchen in volle Züge, die sich gezielt neben wohlhabend aussehende Männer stellen und unabhängig davon, ob sie angefasst wurden oder nicht, nach einigen Minuten „Chikan“ rufen. Die Gang-Mitglieder greifen sofort ein und schleppen den vermeintlichen Täter am nächsten Bahnhof auf den Bahnsteig. Dort fordern sie eine Geldzahlung, damit sie ihn nicht der Polizei übergeben. Aus Scham und Angst zahlen die meisten.

  13. Ich weiß nicht, ob es komisch, oder traurig ist, dass es diese Diskussion überhaupt gibt, aber ich tröste mich damit, dass sie wieder eine dieser Sachen ist, welche „normale“ Menschen außerhalb unserer Diskussionssphäre gar nicht mitbekommen. 😛

    Aber wenn wir schon dabei sind, kann ich ja gleich meinen Teil zum Erhalt dieser albernen Debatte beitragen.

    Auch mir ist es in öffentlichen Verkehrsmitteln oft zu eng. Ich will eher wenig Körperkontakt zu Fremden (und ja, wenn, dann lieber mit Frauen, aber nicht wegen ihrem Platzverbrauch, sondern weil ich wenn schon halt lieber Frauen berühre) und bleibe darum meist eher stehen, ehe ich mich wo zwischen quetsche. Die Menschen werden immer größer und auch immer dicker, da reicht der Platz von vor zwei Generationen nicht mehr aus.

    Diejenigen, welche den Boogieman „Manspreading“ beklagen greifen da zu dem alten Reflex, Probleme auf eine eh schon verhasste Gruppe zu schieben. Die Ernte ist schlecht? Da werden die Juden die Brunnen vergiftet haben? Unsere Kinder hören gräßliche Musik? Da sind sie von den Kommunisten unterwandert! Im Bus ist es zu eng? Da steckt das Patriarchat hinter!

    Wie oben auch schon gesagt, werden zudem meist ungeeignete Beispiele gewählt: Wenn Platz ist, kann sich jeder so ausbreiten, wie er will. Erst, wenn jemand sich daneben setzen will und dies dem bereits Sitzenden auch symbolisiert, wird es unhöflich, wenn er die Haltung nicht ändert. Von einer solchen Kommunikation ist auf unerlaubt geschossenen Fotos aber nichts zu erkennen.

    Was die Lärmbelästigung angeht, vermag ich übrigens keine Geschlechterunterschiede auszumachen. Ich wage zu behaupten, die ganze Sache „Koexistenz in der U-Bahn“ ist eher eine Frage der Manieren, als des Geschlechtes.

    – Und um mich persönlich ganz aus der Sache zu halten, erwähne ich hier noch, dass ich trotz des Besitzes von Hoden und Heterosexualität übrigens auch meist mit übereinander geschlagenen Beine sitze. 😉

  14. „.aber die Idee ist doch gar nicht mal so schlecht. Einfacher wäre es aber doch gewesen, zwei große Luftballons unter der Bluse ensprechend weit aufzupumpen.“

    Nee. Die Luftballons geraten blos in den Weg der Arme, und die Luft musst du ja irgendwo speichern. Das in den Rock zu bauen ist schon ok. Es wäre wahrscheinlich weniger aufwendig, schneller und wartungsfreundlicher die Krinoline elektrostatisch zu versteifen, wenn Bedarf da ist.

    • Nee. Die Luftballons geraten blos in den Weg der Arme

      Ist doch kein Problem. Wenn man seinen Space pneumatisch sichert, braucht man keine Arme mehr um ihn zu verteidigen.

      Hat irgendjemand Zweifel, dass diese Dame:

      ..ihren personal space effektiv sichert?

      Sonst nimmt sie halt das Smartphone und ruft eine der neuen Gleichstellungsbeaftragtinnen der Bahn an.

      und die Luft musst du ja irgendwo speichern.

      Hmm. Und was ist mit CH⁴? Frisch aus dem bordeigenen Bioreaktor? Nachhaltige Energie und so. Und wenn der Macker ne Fluppe im Maul hat, erlebt er ein blaues Wunder..

      Es wäre wahrscheinlich weniger aufwendig, schneller und wartungsfreundlicher die Krinoline elektrostatisch zu versteifen, wenn Bedarf da ist.

      Das funktionierte nur, wenn die Trägerin _wirklich_ aufgeladen ist. Ich sehe da große Probleme mit einer derart tiefgreifenden Autosuggestion. Das müsste man schon sehr intensiv üben.

      Oder halt ein Tesla-Transformator, aber Tesla war doch ein Schwanzträger.

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