Selbermach Samstag 120 (24.01.2015)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs?

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

213 Gedanken zu “Selbermach Samstag 120 (24.01.2015)

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich kann man wieder das tun, wofür einen de Femis am liebsten wegsperren würden. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal ein sehr gutes Interview zu den Gefahren von Kinderkrippen und Fremdbetreuung:

    http://www.erziehungstrends.net/Krippen-Betreuung-als-latent-destabilisierender-Faktor-zur-Entwicklung-einer-starken-Persoenlichkeit

    Am brisantesten dürften daraus diese Zeilen sein – ihr Inhalt kommt in der öffentlichen Debatte am Fernsehen kaum bis gar nicht vor:

    „So entwickelte – um mit der Bekanntesten zu beginnen – unter der Regie des renommierten National Institute of Child Health and Development (NICHD) eine Gruppe weltweit führender Spezialisten für frühkindliche Entwicklung Anfang der 1990er-Jahre ein ausgefeiltes Untersuchungsdesign, in dem nahezu alle Faktoren berücksichtigt wurden, die für die kindliche Entwicklung relevant sind. (1) Mehr als 1.300 Kinder, überwiegend aus weißen Mittelschichtfamilien, im Alter von einem Monat wurden in die Studie aufgenommen. Über einen Zeitraum von 15 Jahren wurden dann die kognitive Entwicklung und das Verhalten der Kinder detailliert gemessen.

    Besonders alarmierend war der Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozio-emotionalen Kompetenzen der Kinder auswirkt. Je mehr Zeit die Kinder kumulativ in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten begehen, Grausamkeit, Ungehorsam oder häufiges Schreien, insgesamt alles recht aggressive Verhaltensweisen. Unter den ganztags betreuten Kindern zeigte ein Viertel im Alter von vier Jahren Problemverhalten, das dem klinischen Risikobereich zugeordnet werden muss. Später konnten bei den inzwischen 15 Jahre alten Jugendlichen signifikante Auffälligkeiten festgestellt werden, unter anderem Tabak- und Alkoholkonsum, Rauschgiftgebrauch, Diebstahl und Vandalismus.“

    Wie es dazu kommt? Nun:

    „Dank einer neuen Technik konnten Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten Ende der 1990-er Jahre bei Kleinkindern in ganztägiger Betreuung in zwei Daycare Centers erstmals das Tagesprofil des wichtigsten Stresshormons Cortisol bestimmen. Entgegen dem normalen Verlauf im Kreis der Familie – hoher Wert am Morgen und kontinuierlicher Abfall zum Abend hin – stieg die Ausschüttung des Stresshormons während der ganztägigen Betreuung im Verlauf des Tages an, ein untrügliches Zeichen einer erheblichen chronischen Stressbelastung.

    Eine Meta-Analyse einer niederländischen Wissenschaftlerin, die neun ähnliche Folgestudien auswertete, bestätigte diese Ergebnisse. Somit muss als gesichert gelten, dass besorgniserregende Veränderungen des Cortisolprofils vor allem bei außerfamiliärer Betreuung von Kleinkindern auftreten, und das selbst bei qualitativ sehr guter Betreuung.

    Die Cortisol-Tagesprofile, wie sie bei Kleinkindern in Kinderkrippen nachgewiesen wurden, lassen sich am ehesten mit den Stressreaktionen von Managern vergleichen, die im Beruf extremen Anforderungen ausgesetzt sind.“

    Der Artikel bzw. das Interview ist in Gänze lesenswert! Zitationswürdig sind auch diese Zeilen:

    „Trotz aller Hinweise von Kinderärzten, Psychotherapeuten, Pädagogen, Psychologen und vielen Erziehungsfachkräften zu den immensen Gefahren einer zu frühen Fremdbetreuung werden diese wissenschaftlichen Befunde beständig ignoriert. Statt dessen wird, unterstützt durch fragwürdige Auftrags-Untersuchungen, diese frühkindliche Eltern-Kind-Entfremdung auch noch als wertvolle Bildungs-Maßnahme verkauft. Basis dieser politischen Offensive ist eine parteienübergreifende Koalition aus radikalen Feministinnen, Wirtschafts-Lobbyisten und Gegnern der klassischen Familie.“

    Mich wundert das übrigens alles nicht. Denn Menschen sind Säugetiere. Und die haben eine starke Mutter-Kind-Bindung, gerade am Anfang. Für ein Sägetierjunges ist ein Getrenntsein vom Muttertier in der Natur normalerweise ein Todesurteil. Tierkinder „wissen“ das und geraten deshalb schnell in Panik, wenn sie glauben, ihre Mutter sei nicht mehr da. In der Evolution hat sich eben das Säugetierjunge durchgesetzt, das stark darauf achtet, nicht von der Mutter getrennt zu werden. Eine solche instinktive Verhaltenssteuerung haben allerdings auch zweibeinige Säugetierjunge…

    Was ham wa noch? Ach so:

    http://genderama.blogspot.de/2015/01/leserpost-satire.html

    Fabelhaft, wie die Leute mittlerweile meine Argumente weiterverbreiten. Wer das auch immer geschrieben hat – gut!

    Via Genderama sei – wen auch nahezu off-topic, das noch sehr empfohlen:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=24698

    Anosonsten das Übliche:

    Manndat:

    http://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/offener-brief-den-wehrbeauftragten-des-deutschen-bundestages.html

    http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=13439

    Agens:

    http://agensev.de/content/frauenquote-tyrannei-einer-minderheit

    Birgit Kelle bzw. via. ihren Newsletter:

    http://www.kingfm.net/2015/01/birgit-kelle-maenner-das-neue-schwache-geschlecht/

    http://www.welt.de/regionales/nrw/article136516174/Maenner-brauchen-endlich-Hilfe.html

    http://www.welt.de/politik/ausland/article136583600/Japan-will-das-Kinderkriegen-erzwingen.html

    Schoppe:

    http://man-tau.blogspot.de/2015/01/wo-lacherlichkeit-totet-auch-ein.html

    Cuncti:

    http://cuncti.net/haltbar/864-erstmals-klar-belegt-systematische-diskriminierung-von-maennern-an-universitaeten

    Femokratie-Blog:

    http://femokratie.com/feministischer-kollateralschaden-bei-kindern/01-2015/

    http://femokratie.com/lehrerinnen-wollen-kaum-mint-faecher-unterrichten/01-2015/

    http://femokratie.com/penis-und-vagina-im-schwedischen-kinder-tv/01-2015/

    http://femokratie.com/geschlechterunterschiede-beim-renteneintritt/01-2015/

    Nicht-Feminist:

    http://nicht-feminist.de/2015/01/das-bundesforum-maenner-ist-feministisch/

    Danish:

    http://www.danisch.de/blog/2015/01/17/die-politische-sauberung-der-hochschulen/#more-9851

    http://www.danisch.de/blog/2015/01/20/verblodung-verblodung-verblodung/#more-9868

    http://www.danisch.de/blog/2015/01/23/liebe-studenten-und-studerpel/

    …und der Surftipp des Tages:

    http://www.walter-hollstein.ch/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Das Reh (Capreolus capreolus)

    Schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den Sommer, denn dann haben die erst ihre Brunftzeit. In dem Video lassen sich „böse“ Geschlechtsunterschiede im Bewaffnetsein (Geweih) und im Verhalten (Wer ist hinter wem her?) sehen, und dabei noch die böööööse „zweigenderung“, die hier nicht „gesellschaftlich konstruiert“ sein kann. Hähä – das wird die Gendersens ärgern. Denn die träumen von einer Welt, in der Grundschulkindern die Homo-Ehe und Regenbogenfamilie fächerübergreifend und mit Riesenaufwand als „Normalität“ verkauft wird, ebenso Vaginalkugeln, Darkroom usw. – aber in der Tierfilmszenen und Hinweise auf die Brunft von Hirschen oder auch Rehen zensiert werden, und in der im Biologieunterricht am besten noch erklärt wird, es gebe deutlich mehr als nur zwei Geschlechter.

    Special Biolehrer & Didaktiker, letzter Teil:

    Den Schlussakkord dieser Reihe möchte ich mit den weisen Worten von Meister Roslin (Weiß eigentlich einer, wo der abgeblieben ist? Hinterher haben den de Femis wirklich über der Nordsee aus dem Helicopter geschmissen…) eröffnen:

    „Als Gutmenschen bezeichne ich also Menschen, die meiner Ansicht nach unter dem Vorwand uneigennützig zu sein, Gerechtigkeit anzustreben etc. vor allem ihrem eigenen Egoismus dienen, sei es in Form von materiellem Gewinn, sei es in Form von Statusgewinn, ein Statusgewinn, den er einstreicht, aber oft andere dafür zahlen lässt.

    Zum Beispiel Menschen, die Beurteilungskriterien abschaffen wollen, bei deren Gültigkeit sie schlecht abschneiden, angeblich um der Gerechtigkeit zu dienen, nur um gleichzeitig für die Einführung neuer Beurteilungskriterien einzutreten, bei deren Gültigkeit sie selbst gut und andere schlecht abschneiden.

    Solche Menschen kleiden ihren Egoismus in das edle Gewand der gutherzigen Uneigennützigkeit und streben doch in erster Linie nach ihrem eigenen Vorteil als Profiteure dessen, was sie Gerechtigkeit nennen, sie streben nach Macht, Einfluss, Posten und Pöstchen, bezahlen nicht selbst für das, was sie fordern, sondern lassen andere dafür bezahlen, handeln nicht weniger egoistisch als der gewinnstrebende Kapitalist, der dafür aber wenigstens als Egoist gilt.“

    Was haben diese Worte nun mit der Lehrerausbildung und didaktischen Instituten zu tun? Roslin hat sie immerhin in einem anderen Zusammenhang verwendet. Nun: Mir ist schon klar, dass die Tatsache, dass das Lehramtsstudium anders als das Diplomstudium ist, auch praktische und teils vielleicht sogar vernünftige Gründe hat. Dass Lehrer zwei Fächer anstatt einem studieren, macht sie flexibler einsetzbar. Dass Lehrer außer diesen beiden Fächern noch andere Inhalte in Studium und anschließender Ausbildung (Referendariat) haben, KANN auch teils vernünftige Gründe haben.

    Aber eben nur teils. Warum auch immer das Lehramtsstudium und die Lehrerausbildung von der Grundidee her erfunden und gestaltet wurden, einen wichtigen Effekt hat sie, unabhängig davon, ob sie aus diesem Grunde erfunden wurde oder nicht: Sie dient Lehrern als Protektionismus.

    Denn nehmen wir nur einmal an, dass sich nicht nur Menschen mit originärem Lehramtsabschluss, sondern auch Leute mit anderen Abschlüssen wie z.B. Leute, die ein klassisches Schulfach auf Diplom, Magister oder Master studiert haben, genauso gut als Lehrer bewerben könnten, und dabei die gleichen Einstellungs- und Beförderungschancen hätten, die gleichen Chance auf eine Verbeamtung, und das zugleich das einzige Einstellungskriterium die rein fachwissenschaftliche Qualität wäre. Was wäre dann? Nun, dann hätten Leute mit originalem Lehramtsabschluss in vielen Fächern wie z.B. Biologie keine Chance mehr.

    Ich erinnere mich an eine Statistik, in der davon die Rede war, dass es unter den Biologie-Lehrern etwa viermal so viele Bewerber wie offene Stellen gab oder von der Größenordnung her gibt. Was würde denen eigentlich, wenn man mal ihr zweites Fach außer acht lässt, passieren, wenn sie mit Massen von Diplom-Biologen (von denen es viel mehr gibt und die eine relativ hohe Arbeitslosenquote haben) um dieselben Lehrerstellen konkurrieren würden? Und wenn dabei das einzige Einstellungskriterium die rein fachliche Qualifikation wäre?

    Richtig geraten, sie hätten praktisch keine Chance mehr. Wer oftmals noch nicht mal weiß, was Kationen und Anionen sind oder abstreitet, dass normalerweise das männliche Geschlecht der schärferen sexuellen Selektion unterliegt, kommt nicht gegen richtige Fachleute an. Also muss überbetont werden, wie unwichtig das Fachliche ist und wie wichtig Pädagogik, Soziologie, Psychologie, das hehre Philosophikum oder das Referendariat sind. Natürlich haben all diese Ausbildungsinhalte eine Daseinsberechtigung, gerade im Hinblick auf das Unterrichten jüngerer Kinder. Allerdings sind sie ideologisch derart durchtränkt, dass ich nicht davon ausgehen kann, dass all das sinnvoll und notwendig ist. Am ehesten brauchbar ist das vor allem für fachliche Flaschen, die sich vor der Konkurrenz mit echten Fachleuten zurecht fürchten, besonders dann, wenn Schulen aufgrund des Chemie- und Physiklehrermangels schon mal Diplom-Biologen nehmen, um sie z.B. Chemie unterrichten zu lassen – dabei soll es wohl reinen Biollehrern gerade dann unwohl werden, wenn sie selbst kaum oder keine Physik und Chemie auf der uni hatten und sich an solche Fächer auch nicht herantrauen.

    Ich bin nicht einmal der Meinung, dass all diese Inhalte der Lehrerausbildung abgeschafft werden sollten. Eine Entideologisierung würde reichen. Teilweise muss eine lehramtsspezifische Ausbildung auch sein. Wenn sie aber dazu intrumentalisiert wird, um gute Fachleute vom Schuldienst fernzuhalten, und um sich selbst dort Jobs und Aufsteigschancen zu sichern, dann wird es langsam kriminell. Heutzutage können Biolehrer der Marke „Tut mir leid, ich kann euch das nicht erklären, ich kann keine Chemie!“ (Wie mir auf der Uni erzählt wurde, hat das wirklich mal eine zu ihren Schülern gesagt! Beim Thema Photosythese.) im Schuldienst wunderbar Karriere machen, weil das Fachwissenschaftliche genauso wenig zählt wie der ach so böse „fachorientierte“ Unterricht. „Kompetenzen“ muss es heißen, dann läuft die Karriere. Dann bekommt der Stümper unter den z.B. Biolehrern nicht nur einen Job, sondern wird u.U. auch Fachleiter mit A 15-Gehalt und kann dann selbst Referendare ausbilden, die er kurzerhand durchfallen lassen kann, wenn sie vor ihm nicht unterwürfig genug sind. Wehe jedem Diplom-Biologen, der gerade ein Referendariat macht und sowas zum Chefausbilder hat. Ich selbst habe diese Erfahrung nicht gemacht, ich habe sie mir nach gewissen Erfahrungen erspart. Ich kenne einen Dipl.-Biol., der so ein Referendariat hinter sich gebracht hat – und zwar als promovierter Biologe, der nicht Quereinsteiger war, sondern regulär noch ein zweites Fach auf Lehramt studiert hatte mit all den Pädagogik- und anderen -inhalten. Er sagte, es sei die „schlimmste Zeit seines Lebens“ gewesen. Aber so sind offenbar auch gut situierte, auf Lebenszeit verbeamtete Biologie-Lehrer, die das eigentlich gar nicht mehr nötig haben sollten: Sie führen aufgrund ihre Hierarchietierinstinkte und/oder aufgrund von Narzissmus von hoher Warte aus einen Klassenkampf gegen Menschen, die mehr als doppelt so viel Biologie studiert haben, dazu noch promoviert sind und beruflich meist viel weniger Chancen haben als sie selbst.

    Wenn wir die waren Probleme im Bildungsbereich lösen wollen, müssen wir den ganzen Bereich entideologisieren und demokratisieren. Wenn man alles aussperrt, was keine originäre Lehrerausbildung hat, dann kommt dort kein frischer Wind rein, keine Veränderung, weniger gute Argumente – und es gibt keine soziale Kontrolle von außen, der Bereich schottet sich immer mehr ab. Und es werden dabei vorwiegend die Leute Lehrer, die die Schule als Schüler bereits gut fanden, die anderen nicht. Diplom-Biologen haben wie Ärzte und andere Biowissenschaftler keinen Einfluss auf den Biologieunterricht und werden leider auch nie dazu befragt, denn die fachlich weit geringer qualifizierten Biolehrer wollen keinen Nanometer an Macht und Deutungshoheit verlieren. Dabei darf Schule kein Selbstzweck sein, sondern soll auf das Leben vorbereiten, und diesbezüglich können meines Erachtens echte Biologen wie auch Ärzte besser mitreden. Der Biologieunterricht ist ja kein Selbstzweck und dient nicht nur dazu, dass einige von denen, die ihn hatten, selbst wieder Biolehrer werden. Meinungen aus anderen Biobranchen bezüglich der Schulbiologie müssen wenigsten mal gehört werden, das werden sie nämlich kaum.

    Vor dem Hintergrund dieser undemokratischen und ideologischen Verhältnisse ist die Jungenkrise kein Wunder. So weit kommt es dort, wo zu viele Ideologen an der Macht sind, Andersdenkende nichts zu sagen wagen, weil die Hierarchien zu steil sind und wo anders ausgebildete weitgehend ausgesperrt werden.

    In zwei Hinsichten muss ich Biolehrer noch in Schutz nehmen: Es gibt auch nette, seriöse unter ihnen, die in dem Bereich allerdings meist nicht den Ton angeben. Es gibt fachlich ganz gute, die haben dann meist Chemie als zweites Fach. Die älteren sind meist die vernüftigeren, und die, die noch am meisten Ahnung haben, weil bei denen die Bildungsinflation nicht oder nicht so stark zu Buche schlägt. Ich will sie nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt dann aber auch die, die VOR SCHÜLERN die Richtigkeit der Darwin’schen Evolutionstheorie leugnen und lieber die Schöpfungslehre der Bibel predigen – alles kein Witz. Und zum Beispiel die können im Schulbereich nicht nur einen Job, sondern auch gute Aufstiegschancen haben, denn das Fachliche zählt da nicht viel. Inwiefern muss ich Biolehrer noch in Schutz nehmen? Insofern, als sie nichts für die schlechte Qualität ihres Lehramtsstudiums können.

    Im Bio-Lehramtsstudium, wie ich es kenne, haben vor allem Zoologie und Botanik mitsamt Bestimmungskursen ein hohes Gewicht – also genau das, was an der Schule kaum noch eine Rolle spielt. Moderne Biologie, sei es die molekularbiologischen Fächer oder auch modernere Formen der organismischen Biologie wie Ökologie oder Verhaltensbiologie, oder auch Evolutionsbiologie, spielen im Bio-Lehramtsstudium eine ziemlich geringe Rolle, obwohl sie auf der Schule eine große spielen. Im Diplomstudium bzw. Bachlor/Master spielen sie dagegen eine große Rolle. Was auch weitaus eher im Diplom- bzw. Bachelor/Master-Studium vorkommt, ist das Auswerten von Forschungsergebnissen, das Interpretieren von Statistiken, von Kurvenverläufen usw. – also von alledem, was in Oberstufenkursen und dazugehörigen Klausuren immer so eine große Rolle spielt. Genau das haben richtige Biologen viel mehr gehabt, Biolehrer teils kaum bis gar nicht, je nachdem, um was es geht. Klar, dass solche Leute die Wichtigkeit des nichtfachwissenschaftlichen Teils der Lehrerausbildung leicht überbetonen. Denn was wären sie ohne?

    Auch, dass Biolehrer meist kaum oder keine Mathematik, Physik und Chemie hatten, sondern stattdessen Pädagogik, Soziologie, Psychologie u.ä. muss sie nicht im Hinblick auf jeden Einsatzzweck wie z.B. den Bio-LK in der Oberstufe zur besseren Lehrkraft machen. Die Biologie ist halt sehr umfangreich, allein schon in der Anzahl ihrer Teildisziplinen, und passt daher selbst in ein Diplom-Studium kaum komplett rein. In ein Lehramtsstudium passt sie erstrecht nicht rein, und wenn, müsste sie dafür auf wesentlich professionellere Art „abgespeckt“ werden, und nicht dadurch, dass man einfach die für die Schule wichtigsten Inhalte ersatzlos streicht oder nur auf Sparflamme durchnimmt wie es z.B. mit Evolutionsbiologie, Ökologie oder selbst Genetik gemacht wird – zumindest meiner Erfahrung nach, auf der Uni, wo ich war und vor etwa 10 jahren, aber vermutlich heute noch, auch woanders. Im Diplomstudium war auch nicht alles gut gemacht, aber solche Missstände vergrößern im Lehramt beträchtlich, da es dort nicht umfangreich genug drankommt und ein zweites Fach stark ablenkend wirken kann.

    Ich habe nichts pauschal gegen Biolehrer, es gibt solche und solche. Aber diese Verhältnisse sind nicht hinnehmbar, und es ist mindestens einmal schwer verdaulich, dass man eigentlich jedem, der Biologie studieren will, raten muss: „Wenn Du damit Geld verdienen und finanzielle Sicherheit haben willst, dann studier das auf Lehramt, duck Dich immer schön vor Deinen Vorgesetzten und trage deren Ideologien mit. Und werde fachlich nicht gut, denn das ist beim Karrieremachen eher kontraproduktiv. Predige denen lieber dann die Gender-Ideologie und alles, was Heinz-Jürgen Voss so von sich gibt…“

    Unabhängig von diesem Protektionismus-Effekt, den die Lehrerausbildung für Biolehrer hat, kann sie zwar auch gute und brauchbare Effekte haben, aber sie ist meines Erachtens so ideologisch, dass sie auch viel Schaden anrichtet. Ich selbst kann über vieles, was ich als Schüler, hinterher auf der Uni und gerade mit Biologiedidaktikern erlebt habe, nur noch mit dem Kopf schütteln. Unsere wahren Probleme (z.B. Jungenkrise, Mobbing unter Schülern, Bildungsinflation usw.) im Bildungsbereich werden die eher nicht lösen.

    Die Reihe Biolehrer & Didaktiker ist hiermit abgeschlossen. Ich werde sie irgendwann mal, und sei es in einem Jahr, nochmal am Stück veröffentlichen, in überarbeiteter Form.

      • Ja, vor allem erfährt man davon nicht in den Nachrichten, in der Zeitung oder diesen Wochenblatt-Gazetten wie Spiegel und Stern, sondern davon erfährt man nur oder fast nur, wenn man auf „Maskutroll“-Seiten unterwegs ist.

        Das Entscheidenste wird uns Untertanen immer verschwiegen.

        Man muss auf Google nur mal gucken, wie wenig Einträge zu dem Thema kommen.

        Wenigstens kriegt man hierzulande nicht gleich 1000 Peitschenhiebe für freie Meinungsäußerungen. Aber versuche, solche zu dem Thema unter Strafe zu stellen, gibt es auch hier, ausgehend von Radikalfeministinnen (vgl. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

      • Cortisol scheint immer stärker in den Vordergrund zu geraten. War auch 2012 Thema beim Männerkongress: http://maennerkongress2012.de/images/ppt/mk2012_boehm.pdf

        Das Problem – soweit ich das verstanden habe – ist, dass die Effekte nicht sofort sichtbar sind. Solche Kinder, insbesondere die Jungs sind betroffen, die in ihrer Jugend solchen Stressfaktoren ausgesetzt waren, weisen erst viel später, im Alter von ca. 40 Jahren, deutliche Abweichungen vom Normalverhalten, die durch die frühe Cortisol-Belastung erklärbar werden.

        • Es ist nicht das Cortisol, was sich negativ auswirkt. Das meist über den Speichel gemessene Cortisol ist nur ein Indikator für eine hohe Stressbelastung, sowie wie Adrenalin z.B. ein Indikator für eine akute Stressreaktion ist.
          Die Wirkung von Cortisol ist schon lange bekannt, es wirkt als sozusagen als Puffer und mediiert die Anpassungsreaktion des Körpers.
          Für Langzeitstudien besteht daher die Schwierigkeit, dass ein niedriger individueller Cortisol-Spiegel bzw.. ein niedriger Spiegel des im Hirn ausgeschütteten CRH gleichzeitig ein Risikofaktor sein kann, weil jemand sozusagen wenig stressresistent ist.

          Auch die Resilienzforschung gibt es schon lange, wo über Jahrzehnte die frühkindlichen Ausgangsbedingungen verglichen werden zwischen psychisch gesunden und erkrankten Erwachsenen.

          Seit den 70-90er Jahren werden bis heute immernoch Studien zitiert, nach denen frühkindliche Fremdbetreuung keine negative Auswirkung zeigen würde. Teilweise wurden dabei einfach nur die Grundschulzeugnisse herangezogen. Damit wird z.B. in Frankreich Fremdbetreuung teilweise schon 2 Monate nach der Geburt legitimiert.

          Wir können froh sein, dass es bei uns immerhin noch ein Jahr Elternzeit gibt.

          Aktuelle Studien zeigen ein recht einheitliches Bild, nämlich das früh fremdbetreute Kinder sehr hohem Stress ausgesetzt sind und sich schlechter entwickeln als sicher an die Eltern gebundene.
          Diese Ergebnisse sind nur in den Leitmedien nicht allzu beliebt.

        • @ Michael Baleanu

          „Das Problem – soweit ich das verstanden habe – ist, dass die Effekte nicht sofort sichtbar sind. Solche Kinder, insbesondere die Jungs sind betroffen, die in ihrer Jugend solchen Stressfaktoren ausgesetzt waren, weisen erst viel später, im Alter von ca. 40 Jahren, deutliche Abweichungen vom Normalverhalten, die durch die frühe Cortisol-Belastung erklärbar werden.“

          Und das so viel später. Aber es gibt auch Beispiele aus dem Tierreich dafür, dass Männchen bestimmte Tierarten, die es als Junges schlecht hatten, später weniger konkurrenzfähig sind im Kampf um Weibchen.

          Viele Menschen unterschätzen das bzw. überschätzen das Regenerationsvermögen von Lebenwesen. „Eine rein“ kann ja schließlich nicht schaden, heißt es immer, und was einen nicht umbringt, soll einen angeblich härter machen – dabei ist das alles Quatsch.

        • @ David

          „Es ist nicht das Cortisol, was sich negativ auswirkt. Das meist über den Speichel gemessene Cortisol ist nur ein Indikator für eine hohe Stressbelastung, sowie wie Adrenalin z.B. ein Indikator für eine akute Stressreaktion ist.“

          Ob es nun das Cortisol ist und der Stress, der den Cortisolspiegel in die Höhe treibt: Die Kinder behalten einen Schaden fürs Leben.

          „Die Wirkung von Cortisol ist schon lange bekannt, es wirkt als sozusagen als Puffer und mediiert die Anpassungsreaktion des Körpers.
          Für Langzeitstudien besteht daher die Schwierigkeit, dass ein niedriger individueller Cortisol-Spiegel bzw.. ein niedriger Spiegel des im Hirn ausgeschütteten CRH gleichzeitig ein Risikofaktor sein kann, weil jemand sozusagen wenig stressresistent ist.

          Auch die Resilienzforschung gibt es schon lange, wo über Jahrzehnte die frühkindlichen Ausgangsbedingungen verglichen werden zwischen psychisch gesunden und erkrankten Erwachsenen.“

          Interessant.

          „Seit den 70-90er Jahren werden bis heute immernoch Studien zitiert, nach denen frühkindliche Fremdbetreuung keine negative Auswirkung zeigen würde. Teilweise wurden dabei einfach nur die Grundschulzeugnisse herangezogen. Damit wird z.B. in Frankreich Fremdbetreuung teilweise schon 2 Monate nach der Geburt legitimiert.“

          Gruselig – als wenn man an den Grundschulzeugnissen sowas ablesen könnte.

          „Wir können froh sein, dass es bei uns immerhin noch ein Jahr Elternzeit gibt.“

          Yepp.

          „Aktuelle Studien zeigen ein recht einheitliches Bild, nämlich das früh fremdbetreute Kinder sehr hohem Stress ausgesetzt sind und sich schlechter entwickeln als sicher an die Eltern gebundene.
          Diese Ergebnisse sind nur in den Leitmedien nicht allzu beliebt.“

          Die Medien sind bald echt ein guter Grund dafür, keine Kinder mher in diese beschissene Welt zu setzen. Medien müssten allgemeinwohlorientiert und menschenfreundlich sein. Stattdessen werden wir nur nach Strich und Faden verarscht.

          Und sind nur Untertanen.

        • „Ob es nun das Cortisol ist und der Stress, der den Cortisolspiegel in die Höhe treibt: Die Kinder behalten einen Schaden fürs Leben.“

          Welchen denn?

          „Die Medien sind bald echt ein guter Grund dafür, keine Kinder mher in diese beschissene Welt zu setzen.“

          Jeder sucht sich seine Ausreden.

        • Nachtrag @ Adrian

          Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass Menschen, die in einer Krippe waren und dort diese hohen Cortisol-Werte hatten, und durch den Stress dort einen psychischen Knacks fürs Leben behalten haben, dass die auch mit höherer Wahrscheinlichkeit homophob sind. Weil sie sich einen Sündenbock suchen.

          Denn es hatte sich ja, wie Du oben lesen kannst, gezeigt, dass solche Krippenkinder hinterher eher zu Grausamkeiten & Gemeinheiten neigten. Vielleicht das ganze Leben lang.

          Es wäre nicht erstaunlich, wenn sich herausstellte, dass solche Leute dann auch eher „Du Schwuchtel“ hinterherrufen oder Dir gleich eine reinhauen, nur weil Du gerade händchenhalten mit einem anderen Männchen dahergedackelt kommst.

      • @ Matthias
        „Du trollst auch bald nur noch…“

        Nein, ich hatte schlicht nicht gelesen, welche Folgen Fremdbetreuung angeblich hat.

        „Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass Menschen, die in einer Krippe waren und dort diese hohen Cortisol-Werte hatten, und durch den Stress dort einen psychischen Knacks fürs Leben behalten haben, dass die auch mit höherer Wahrscheinlichkeit homophob sind. Weil sie sich einen Sündenbock suchen.“

        Vorstellen kann ich mir auch vieles. Ob es stimmt ist eine andere Sache. Dazu müsste man nämlich erst mal mehrere Untersuchungen starten.

        • @ Adrian

          Guck mal hier:

          http://genderama.blogspot.de/2015/01/schuler-beschweren-sich-wir-wurden-zur.html

          Jetzt werden Schüler auch noch dazu gewzungen, für Toleranz gegenüber Homos zu demonstrieren. Es ist eigentlich nur logisch, welche Folge es hat, wenn man Menschen dazu drängt oder zwingt, an einer Demo teilzunehmen, wo es um ein Thema geht, was gar nicht das Thema der meisten ist. Es führt zu Abwerhreaktionen. Es kann meines Erachtens sogar Homophobie auslösen.

          „Vorstellen kann ich mir auch vieles. Ob es stimmt ist eine andere Sache. Dazu müsste man nämlich erst mal mehrere Untersuchungen starten.“

          Jedenfalls ist durch mehrere Untersuchungen belegt, dass Kinder/Jugendliche durch Krippenbetreuung deutlich grausamer miteinander umgehen. Es ist nur logisch, dass solche Kinder auch intoleranter gegenüber Homos sind bzw. eher Homos/vermeintliche Homos abwerten und als „schwule Sau“ u.ä. titulieren.

          Erst Kinderkrippe und ein psychischer Knacks durch diese, dann Zwangsdemonstrieren für Zwangstoleranz – aus denen werden dadurch bestimmt nicht menschenfreundliche, tolerante Mitbürger.

          • @ Matthias
            Ich bin keineswegs dafür, dass man Schüler auf Demos schleppt. Allerdings ist das nicht das Gleiche wie Schulstunden zum Thema Homosexualität. Immerhin gibt es Homosexualität. Und Schulpflicht besteht ausserdem.

        • „Es führt zu Abwerhreaktionen. Es kann meines Erachtens sogar Homophobie auslösen. “

          Dann sollte man Kinder besser auch nicht zu Anti-Bildungsplan-Demos zwingen. Sonst finden sie den nämlich ganz toll und das will man ja nicht.

          „Jedenfalls ist durch mehrere Untersuchungen belegt, dass Kinder/Jugendliche durch Krippenbetreuung deutlich grausamer miteinander umgehen. Es ist nur logisch, dass solche Kinder auch intoleranter gegenüber Homos sind bzw. eher Homos/vermeintliche Homos abwerten und als “schwule Sau” u.ä. titulieren. “

          Wie erklärst du dir dann ein System wie den Nationalsozialismus mit seinen Auswüchsen? Das war ein sehr familienorientiertes System.
          Und Taliban stecken ihre Kinder sicher auch nicht in Krippen.

          • @ petpanther
            „Familie = Nationalsozialismus
            Was für ein hahnebüchener Unsinn.“

            Das hat Atacama ja auch nicht geschrieben, sondern nur auf die Korrelation hingewiesen, dass in Zeiten, in denen die traditionelle Familie gang und gäbe war, Gesellschaften viel brutaler gewesen sind.

        • Ich frage mich, ob das irgendwann nochmal gelernt wird. Ich hatte doch schon so oft darum gebeten, dieses nervtötende Fehlinterpretieren und Papierdrachen Basteln, nur um sich empören und irgendwelche hochtrabenden Begriffe einstreuern zu können, mal zu reduzieren (wenn es schon nicht unterlassen werden kann). Es nervt so unglaublich.

    • ät Matthiax:

      „Hinterher haben den de Femis wirklich über der Nordsee aus dem Helicopter geschmissen…“

      -Dafür müßten sie sich mit Technik auskennen. Haha! Femis können doch nur Schwafelwissenschaften. Literatur, Soziologie, Genderstudies, damit kann man sicher keinen Hubschrauber steuern! 😉

      „Zum Beispiel Menschen, die Beurteilungskriterien abschaffen wollen, bei deren Gültigkeit sie schlecht abschneiden, angeblich um der Gerechtigkeit zu dienen, nur um gleichzeitig für die Einführung neuer Beurteilungskriterien einzutreten, bei deren Gültigkeit sie selbst gut und andere schlecht abschneiden.“

      -Eine wirklich treffende Beschreibung. Versenkt! Das muß ich mir gleich mal notieren…
      Übrigens wurden meine Artikel (Du weißt schon) für gut befunden. Jetzt gilt es nur noch, Platz zu finden. Laut Aussage des Redaktörs stapeln sich aber die Anti-Politkorrekt-Aufsätze von Freien Autoren.
      Das Thema scheint die Menschen im Lande also umzutreiben…

      —-

      „…genauso gut als Lehrer bewerben könnten, und dabei die gleichen Einstellungs- und Beförderungschancen hätten, die gleichen Chance auf eine Verbeamtung, und das zugleich das einzige Einstellungskriterium die rein fachwissenschaftliche Qualität wäre. “

      -Ein delikater Gedanke. Würde in der Tat erklären, warum in unserem Land qualifizierte Leute mit Biodiplom noch mal zwei Jahre Abschreckungsstudium mit Masterarbeit hinlegen müssen. Wie mein alter Studienfreund, der an der Didaktik der Humbug-Universität dann auch noch zum Genderwahn bekehrt worden ist.

      Klingt ein bißchen nach Verschwörung, allerdings schützen sich ja Staaten auch durch Schutzzölle. Könnte ich mir bei radikalen oder schmarotzenden Gruppen in einem Land denn durchaus vorstellen.

      „Wenn wir die waren Probleme im Bildungsbereich lösen wollen, müssen wir den ganzen Bereich entideologisieren und demokratisieren. “

      – Tjo, das ist ein wahres Wort. Guck mal, was ich unten geschrieben habe, Matthias. Tanzende Pimmel und Mumus…..

      „und es gibt keine soziale Kontrolle von außen, der Bereich schottet sich immer mehr ab“

      Wie bei den Wissenschaften mit „Sozial“ im Namen. „Selbstselektion“ nannte das die KritischeWissenschaft einmal.

      Ich finde, der Artikel 5 GG gehört geändert. Freiheit der Wissenschaft ist ja schön und gut, aber ohne unabhängige Kontrolle der Fakultäten können Teilbereiche in der Gesellschaft entstehen, wo die Freiheit der Meinung abgeschafft wird. Paradoxerweise durch Freiheitsgewährung.

      Demokratie und Rechtsstaat lassen sich nicht einfach per Verfassung herstellen. Es braucht gut austarierte Institutionen und harsche Kontrolle.
      Die DDR war auf dem Papier ja schließlich auch recht demokratisch. In der Praxis sah das anders aus.
      —–

      „So weit kommt es dort, wo zu viele Ideologen an der Macht sind, Andersdenkende nichts zu sagen wagen, weil die Hierarchien zu steil sind und wo anders ausgebildete weitgehend ausgesperrt werden. “

      -STEILE Hierarchien bei Fortschrittlichen? Ja, wenn´s einem nützt…

      „Moderne Biologie, sei es die molekularbiologischen Fächer oder auch modernere Formen der organismischen Biologie wie Ökologie oder Verhaltensbiologie, oder auch Evolutionsbiologie, spielen im Bio-Lehramtsstudium eine ziemlich geringe Rolle, obwohl sie auf der Schule eine große spielen. “

      -Äh, echt? In ostdeutschen Ländern sind die modernen Theorien wie Molekularbio selbst im Grundkurs ganz oben auf der Agenda. Das haben die Lehrerixe in Gießen nicht gehabt?

      —-

      „Unsere wahren Probleme (z.B. Jungenkrise, Mobbing unter Schülern, Bildungsinflation usw.) im Bildungsbereich werden die eher nicht lösen. “

      -Und was ist mit LSBTI-Aufklärung und Schwulendiskriminierung, Matthias? Und was mit Schülern, die sich sexuell nicht einordnen lassen wollen? Das muß an erster Stelle in JEDEM Unterrichtsfach stehen. Jawohl! 🙂

      • @ Axelix

        „“Hinterher haben den de Femis wirklich über der Nordsee aus dem Helicopter geschmissen…”

        -Dafür müßten sie sich mit Technik auskennen. Haha! Femis können doch nur Schwafelwissenschaften. Literatur, Soziologie, Genderstudies, damit kann man sicher keinen Hubschrauber steuern! ;-)“

        Die halten sich dafür ein paar weiße Ritter oder lila Pudel. Das macht dann der Kemper. Oder der Rosenbrock. Oder überhaupt die Leute vom Bundesforum Männer.

        „“Zum Beispiel Menschen, die Beurteilungskriterien abschaffen wollen, bei deren Gültigkeit sie schlecht abschneiden, angeblich um der Gerechtigkeit zu dienen, nur um gleichzeitig für die Einführung neuer Beurteilungskriterien einzutreten, bei deren Gültigkeit sie selbst gut und andere schlecht abschneiden.”

        -Eine wirklich treffende Beschreibung. Versenkt! Das muß ich mir gleich mal notieren…
        Übrigens wurden meine Artikel (Du weißt schon) für gut befunden. Jetzt gilt es nur noch, Platz zu finden. Laut Aussage des Redaktörs stapeln sich aber die Anti-Politkorrekt-Aufsätze von Freien Autoren.
        Das Thema scheint die Menschen im Lande also umzutreiben…“

        Das klingt gut…

        —-

        „“…genauso gut als Lehrer bewerben könnten, und dabei die gleichen Einstellungs- und Beförderungschancen hätten, die gleichen Chance auf eine Verbeamtung, und das zugleich das einzige Einstellungskriterium die rein fachwissenschaftliche Qualität wäre. ”

        -Ein delikater Gedanke.“

        Das kann man wohl sagen!

        „Würde in der Tat erklären, warum in unserem Land qualifizierte Leute mit Biodiplom noch mal zwei Jahre Abschreckungsstudium mit Masterarbeit hinlegen müssen. Wie mein alter Studienfreund, der an der Didaktik der Humbug-Universität dann auch noch zum Genderwahn bekehrt worden ist.“

        Oft wird es so sein, dass bestimmte Studiengänge, Ausbildungen oder bestimmte Karrierewege nur dazu dienen, den Etablierten ihre Pfründe zu sichern.

        „Klingt ein bißchen nach Verschwörung, allerdings schützen sich ja Staaten auch durch Schutzzölle. Könnte ich mir bei radikalen oder schmarotzenden Gruppen in einem Land denn durchaus vorstellen.“

        Protektionismus KANN natürlich auch seine Daseinsberechtigung haben. Aber wenn er dazu führt, dass Leute, die ein bisschen Biologie studiert haben und nicht wissen, was der pH-Wert ist, die Chefs von den echten fachleuten werden – dann nein danke.

        „“Wenn wir die waren Probleme im Bildungsbereich lösen wollen, müssen wir den ganzen Bereich entideologisieren und demokratisieren. ”

        – Tjo, das ist ein wahres Wort. Guck mal, was ich unten geschrieben habe, Matthias. Tanzende Pimmel und Mumus…..“

        Schon gesehen. Welch „hohe“ Kunst!

        „“und es gibt keine soziale Kontrolle von außen, der Bereich schottet sich immer mehr ab”

        Wie bei den Wissenschaften mit “Sozial” im Namen. “Selbstselektion” nannte das die KritischeWissenschaft einmal“

        Genau.

        „Ich finde, der Artikel 5 GG gehört geändert. Freiheit der Wissenschaft ist ja schön und gut, aber ohne unabhängige Kontrolle der Fakultäten können Teilbereiche in der Gesellschaft entstehen, wo die Freiheit der Meinung abgeschafft wird. Paradoxerweise durch Freiheitsgewährung.

        Demokratie und Rechtsstaat lassen sich nicht einfach per Verfassung herstellen. Es braucht gut austarierte Institutionen und harsche Kontrolle.
        Die DDR war auf dem Papier ja schließlich auch recht demokratisch. In der Praxis sah das anders aus.“

        Genau so isses. Die Kontrolle muss völlig unabhängig sein, eine Art Wissenschaftspolizei, die feststellt, wer echte Forschung macht und wer nicht. Die Gendersens werden dann von denen verhaftet. (hihi) Weil sie Forschungsgelder in politischen Aktionismus, in Pseudowissenschaft und in einen Missbrauch der Institution Universität umgesetzt haben.

        Und wir brauchen eine Veröffentlichungspflicht aller wissenschaftlichen Daten/Befunde, die es gibt. Damit ans Tageslicht kommt, ob da ein Wissenschaftler was weggelassen hat, um seine Ergebnisse zu schönen. Es gibt gerade im didaktischen Bereich eine Menge Studien, die man zwar lesen kann, nicht aber an den original-Datensatz drankommt. Denn der muss ja nicht veröffentlicht werden. Und das ist in vielen Bereichen so, gerade in allen Formen von „Sozial“-Wissenschaften.

        —–

        „“So weit kommt es dort, wo zu viele Ideologen an der Macht sind, Andersdenkende nichts zu sagen wagen, weil die Hierarchien zu steil sind und wo anders ausgebildete weitgehend ausgesperrt werden. ”

        -STEILE Hierarchien bei Fortschrittlichen? Ja, wenn´s einem nützt…“

        Genau – und Hierarchietierinstinkte haben die ja auch.

        „“Moderne Biologie, sei es die molekularbiologischen Fächer oder auch modernere Formen der organismischen Biologie wie Ökologie oder Verhaltensbiologie, oder auch Evolutionsbiologie, spielen im Bio-Lehramtsstudium eine ziemlich geringe Rolle, obwohl sie auf der Schule eine große spielen. ”

        -Äh, echt? In ostdeutschen Ländern sind die modernen Theorien wie Molekularbio selbst im Grundkurs ganz oben auf der Agenda. Das haben die Lehrerixe in Gießen nicht gehabt?“

        In Gießen hatten die zumindest in der letzten Lehramtsordnung in Bio, die noch nicht modularisiert war, einen Waggon voll Zoologie und Botanik, wenn auch weniger als im Diplom. Was hatten sie in den Fächern, die auf der Schule in der Oberstufe nicht nur in ostdeutschen Ländern eine Rolle spielen? Keine Zellbiologie, keine Evolutionsbiologie, nur wenig Ökologie und Genetik, viel weniger Tier- und Pflanzenphysiologie als im Diplom und wenig und lächerlich leichte Mikrobiologie. Und „natürlich“ keine Verhaltensbiologie. Der Akzent lag auf Zoologie und Botanik – völlig verrückt.

        —-

        „“Unsere wahren Probleme (z.B. Jungenkrise, Mobbing unter Schülern, Bildungsinflation usw.) im Bildungsbereich werden die eher nicht lösen. ”

        -Und was ist mit LSBTI-Aufklärung und Schwulendiskriminierung, Matthias? Und was mit Schülern, die sich sexuell nicht einordnen lassen wollen? Das muß an erster Stelle in JEDEM Unterrichtsfach stehen. Jawohl! :-)“

        Das muss es auch!!!!

        • ät Matthias:

          „Das macht dann der Kemper. Oder der Rosenbrock.“
          Das sind faule Extremisten. Die können männliche Sachen doch genau so wenig wie ihre FreundInnen.

          Ist ja generell so. Männer, die anpacken oder Leistungsjobs machen, sind selten links, oder?

          „Oft wird es so sein, dass bestimmte Studiengänge, Ausbildungen oder bestimmte Karrierewege nur dazu dienen, den Etablierten ihre Pfründe zu sichern.“

          -Deine Formulierungen sind wirklich druckreif. Journalistenkarriere? Kollegen aus der Physik und der Chemie haben mir unabhängig (!) gesagt, daß Gender (etc.) eine ABM für GSGWler sei. Und daß die Unis auch schon immer Versorgungsanstalten für Adels- oder Reichensöhnchen (-Kinderchen) gewesen seien.

          „Und wir brauchen eine Veröffentlichungspflicht aller wissenschaftlichen Daten/Befunde, die es gibt. Damit ans Tageslicht kommt, ob da ein Wissenschaftler was weggelassen hat, um seine Ergebnisse zu schönen.“

          -Ja, mit den angesprochenen Excel-Dateien. Problem ist nur: Vossibär hat ja nichts empirisch gemessen, sondern nur abseitige Büchlein aus der Kaiserzeit als zeittypisch dargestellt. Das können wir NWler kritisieren, wie wir wollen. Wenn die Fakultät es durchwinkt, und Gesinnungsprofs es toll finden, kriegt man ihn nicht zu fassen.
          Immerhin hat er seine Stelle als erster Genderprof von S-A. von der Landesregierung genehmigt bekommen.

          Da braucht es mehr Öffentlichkeit. Käme nur die BILD-Zeitung in Frage, Cicero oder die JF. Ci und JF sind zu exklusiv; und die BILD schlägt bei PC mittlerweile die Hacken zusammen (Pegida).
          ——-

          „Keine Zellbiologie, keine Evolutionsbiologie, nur wenig Ökologie und Genetik, viel weniger Tier- und Pflanzenphysiologie als im Diplom und wenig und lächerlich leichte Mikrobiologie.“

          Aaah – die harten Laborwissenschaftn also kaum. Na, Hauptsache, Schlümpfe gesucht.

        • @ Axel

          „“Das macht dann der Kemper. Oder der Rosenbrock.”
          Das sind faule Extremisten. Die können männliche Sachen doch genau so wenig wie ihre FreundInnen.

          Ist ja generell so. Männer, die anpacken oder Leistungsjobs machen, sind selten links, oder?“

          Keine Ahnung. Kann schon sein.

          „“Oft wird es so sein, dass bestimmte Studiengänge, Ausbildungen oder bestimmte Karrierewege nur dazu dienen, den Etablierten ihre Pfründe zu sichern.”

          -Deine Formulierungen sind wirklich druckreif.“

          Danke…

          „Journalistenkarriere?“

          Schaun mer mal…

          „Kollegen aus der Physik und der Chemie haben mir unabhängig (!) gesagt, daß Gender (etc.) eine ABM für GSGWler sei. Und daß die Unis auch schon immer Versorgungsanstalten für Adels- oder Reichensöhnchen (-Kinderchen) gewesen seien.“

          Das wird beides zutreffen.

          „“Und wir brauchen eine Veröffentlichungspflicht aller wissenschaftlichen Daten/Befunde, die es gibt. Damit ans Tageslicht kommt, ob da ein Wissenschaftler was weggelassen hat, um seine Ergebnisse zu schönen.”

          -Ja, mit den angesprochenen Excel-Dateien. Problem ist nur: Vossibär hat ja nichts empirisch gemessen, sondern nur abseitige Büchlein aus der Kaiserzeit als zeittypisch dargestellt. Das können wir NWler kritisieren, wie wir wollen. Wenn die Fakultät es durchwinkt, und Gesinnungsprofs es toll finden, kriegt man ihn nicht zu fassen.
          Immerhin hat er seine Stelle als erster Genderprof von S-A. von der Landesregierung genehmigt bekommen.“

          Dem Vossibären müssten wir dann halt eine andere, geeignete Bärenfalle dahinstellen.

          „Da braucht es mehr Öffentlichkeit. Käme nur die BILD-Zeitung in Frage, Cicero oder die JF. Ci und JF sind zu exklusiv; und die BILD schlägt bei PC mittlerweile die Hacken zusammen (Pegida).“

          Tja…

          ——-

          „“Keine Zellbiologie, keine Evolutionsbiologie, nur wenig Ökologie und Genetik, viel weniger Tier- und Pflanzenphysiologie als im Diplom und wenig und lächerlich leichte Mikrobiologie.”

          Aaah – die harten Laborwissenschaftn also kaum. Na, Hauptsache, Schlümpfe gesucht.“

          Genau – vieles bei denen war wirklich wie Schlümpfe suchen, wenn es nicht Schlümpfe suchen im wörtlichen Sinne war.

    • * Hähä – das wird die Gendersens ärgern. Denn die träumen von einer Welt, in der Grundschulkindern die Homo-Ehe und Regenbogenfamilie fächerübergreifend und mit Riesenaufwand als “Normalität” verkauft wird, ebenso Vaginalkugeln, Darkroom usw. – aber in der Tierfilmszenen und Hinweise auf die Brunft von Hirschen oder auch Rehen zensiert werden, und in der im Biologieunterricht am besten noch erklärt wird, es gebe deutlich mehr als nur zwei Geschlechter. *

      Ach Matthes….

    • Ich glaub, Maren hat mehr für Dich übrig, als sie zugeben will.
      Ist ja auch kein Wunder: Die Kerle in der linken Szene quasseln immer nur den Genderkram nach, um an die Mädels ranzukommen.

      Irgendwann merkt selbst die radikalste Genderin das natürlich…
      Da ist ein Mann mit einer eigenen Nichtschleim-Meinung schon sehr viel interessanter!

      • @ Axelix

        Selbstverständlich. Was ich hier mit Maren veranstalte, würde vermutlich aus Sicht eines Pick Up-Artisten ein guter Einstieg für die A1-Phase sein. (HA HA HA HA HA)

        Aber generell werden bei Frauen auch Nichtschleimer nicht alle Erfolg haben.

  2. An sich wollte ich das Sommers-Video über die Mythen bezüglich sexueller Übergriffe posten, aber dem hast du gestern ja (verdient) einen eigenen Beitrag gewidmet. 😉
    Trotzdem habe ich wieder mal etwas erfreuliches Zeug gerade aus feministischer Feder gefunden.

    http://www.thedailybeast.com/articles/2015/01/23/the-media-is-making-college-rape-culture-worse.html
    Wieder Sommers, die den Fall Laura Dunn – welcher ja in vielerlei Hinsicht Auslöser der akutellen Campus Rape Panic war – mal etwas detaillierter erläutert.

    Dann empfehle ich mal wieder aus der Gaming-Ecke den Blog dieser Dame:

    https://angelwitchpaganheart.wordpress.com/

    Sie bezeichnet sich ausdrücklich als Feministin, definiert auch ihren Feminismus (eben nach der klassischen Ausrichtung für Gleichberechtigung), verurteilt aber scharf sowohl die Dämonisierung des Männlichen, als auch der Gamingszene.
    Sie verweist darauf, dass die Abwertung großbusiger Spielfiguren auch eine Abwertung realer Frauen mit größeren Formen ist und lehnt den sexnegativen Feminismus ab. Ihr Verhältnis zu GamerGate wechselte, aber gerade das kreide ich ihr positiv an, da es für sie spricht, sich nicht klar in einen Schützengraben zu flüchten, sondern die Lage immer wieder zu überdenken.

    Ob auch die folgende Dame sich als Feministin sieht, weiß ich nicht (habe wie üblich nicht drumherum recherchiert, da es mir wie üblich nicht um die Person geht), aber sie schöpft einen sehr nützlichen Begriff:

    http://www.advicegoddess.com/archives/2015/01/19/manblaming.html

    Zitat: „‚Manblaming‘ is my word for the desire by elite but weakly women to generalize that all men are guilty — of something — simply because they’re male.“

    Zuletzt schleichwerbe ich wieder mal für mich selbst, da ich gestern einen Comic zu einem unserer Themen veröffentlichte:

    http://www.buddelfisch.de/2015/01/biggi-und-die-andere-hashtaggen-2-seiten/

    • *Sie verweist darauf, dass die Abwertung großbusiger Spielfiguren auch eine Abwertung realer Frauen mit größeren Formen ist*

      Pruahahahaha. 😀
      Echt jetzt? Da fackelt sie aber nen netten Strohmann ab.
      „Ich bin eine Frau mit winzigem Kopf, unrealistischen Proportionen und einer Körperspannung wie ein Yogi Stufe 835Mio., die ausschließlich in Kettenbikinis rumrennt! Ich verlange Repräsentation!“

      Aus einem Artikel von ihr:

      „With all that in mind here are my core principles as a feminist.
      1. Men are not the enemy
      […]
      2. I respect choice
      […]
      3. I am not special
      […]“

      Es ist so traurig, dass Feministinnen anscheinend denken sie dürften keine Anliegen mehr haben und sich stattdessen in erster Linie erstmal nach allen Seiten absichern müssen, um ja niemanden auf die Füße zu treten.

      Dass sie in ihren Kernprinzipien als Feministin keine Themen nennt, die sie als wichtig erachtet (Abtreibung, Verhütung, Mutterschaft, Arbeitswelt, Medien) spricht Bände

      • Es spricht Bände, wenn Du meinst den Feminismus von anderen bestimmen zu dürfen. Mal eine Frage, warum darf sie das nicht für sich allein machen? Hast Du die Bestimmregeln für Feminismus festgelegt?

        Mir ist es ja wurst, aber warum darfst gerade Du bestimmen was Feminismus ist?

      • Ach herrje, nun beachte man doch den Kontext.
        Es geht ihr nicht darum, eine komplette feministische Theorie aufzustellen und jeden Sonderfall zu klären, sondern um die Punkte, die für ihr Gebiet wichtig sind. – Und Abtreibung spielt da nun einmal keine Rolle.

        Auch hat sie nicht alle überzogenen Monstrositäten mit Riesentitten an Strichkörpern bejubelt, sondern weist lediglich darauf hin, dass man es sich nicht zu einfach machen darf, wie es momentan in der Debatte geschieht, wo große Brüste oder nackte weibliche Haut sofortiger Beweis für (meist nicht einmal Sexismus, sondern gleich) Misogynie sind.

        Und ich fürchte, dass du ihre „Männerfreundlichkeiten“ gleich als Absichern wahrnimmst, zeigt eher, wie verbissen das Lagerdenken ist. Auch hier geht es ihr doch gerade darum zu sagen, welche männerfreundlichen Positionen zum Feminismus (im Ursprungssinne, also für Gleichberechtigung) gehören. Darüber die Augen zu rollen kann man eigentlich nur, wenn man die Sache rein strategisch sieht und es nur noch um den Kampf geht, statt wirklich eine Verständigung.

        • *Es geht ihr nicht darum, eine komplette feministische Theorie aufzustellen und jeden Sonderfall zu klären, sondern um die Punkte, die für ihr Gebiet wichtig sind. – Und Abtreibung spielt da nun einmal keine Rolle.*

          Du bist lustig, jeden Sonderfall. Feministische Kernprinzipien wären genau das! So ist es einfach nur „Ich bin echt ein ganz netter normaler Mensch“, da ist nichts falsch dran, aber politisch ist es nicht.

          *sondern weist lediglich darauf hin, dass man es sich nicht zu einfach machen darf, wie es momentan in der Debatte geschieht, wo große Brüste oder nackte weibliche Haut sofortiger Beweis für (meist nicht einmal Sexismus, sondern gleich) Misogynie sind.*

          Es ist ein Strohmann.

          *Darüber die Augen zu rollen kann man eigentlich nur, wenn man die Sache rein strategisch sieht und es nur noch um den Kampf geht, statt wirklich eine Verständigung. *

          Verständigung ist eine gute Sache. Aber es ist doch wichtig zu sagen, was der eigene Standpunkt ist, wie man sich zu bestimmten Themen positioniert.
          Das ist in etwa so als würde im Kommunistischen Manifest nur stehen das man ja auch gar nix gegen Kapitalisten hätte.
          Lieb gemeint aber wenig Inhalt.

        • „Feministische Kernprinzipien wären genau das!“

          Ja gut, meinetwegen – aber auch die hier zu erläutern wäre nicht notwendig. Sie nennt sich Feministin, damit ist schon relativ klar, dass sie nicht der Meinung ist, Frauen seien Menschen zweiter Klasse. Auch Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen u.ä. wären hier eher die Ausnahme, als die Regel, weshalb sie nicht erwähnt werden müssen.
          Wer sich als Christ bezeichnet, muss ja auch nicht extra erläutern, an Gott zu glauben, sondern kann sich gleich daran machen, auszuführen, wie man zur Bibel und kirchlichen Praxis steht.
          Die Grundpositionen sind hier nicht das Thema, sondern die strittigen Randgebiete.

          Ob die „Busensache“ ein Strohmann ist, kann man streiten.
          – Zweifellos gibt es sexistisches Figurendesign (und das nicht zu knapp), aber heutzutage, wo soviel über Twitter verknappt wird, wird da nun einmal immer vergröbert. Sich gegen Kurzschlüsse zu äußern ist da nur sinnvoll.

        • Ob die “Busensache” ein Strohmann ist, kann man streiten.

          Ich finde: nicht. Maren stellt den Standpunkt der Blogbetreiberin äußerst verzerrt dar.

        • Du bist lustig, jeden Sonderfall. Feministische Kernprinzipien wären genau das!

          ..sagt ausgerechnet unsere „theorielose Alltagsfeministin“.

          So, wie ich es überblicke positioniert sich die Blogbetreiberin recht klar und eindeutig innerhalb des feministischen Spektrums.

          Dieses Spektrum ist halt nur in den USA wesentlich breiter. Das, was über den Atlantik schwappte und sich bei uns institutionalisierte ist nur ein Subspektrum. Es gab beispielsweise bei uns keine „feminist sex wars“ und es gab keine „feminists against censorship“. Gleichzeitig ist, mit dem Import des US-Radikalfeminismus, unsere eigene Tradition des liberalen Feminismus, beispielsweise in der proletarischen Frauenbewegung, praktisch ausgestorben.

      • Früher gab es die Sitte. sich umzudrehen und dem Menschen seinen Rücken zu zeigen. Heute darf jede(r) hineindröhnen – und das völlig substanzlos, wie ‚Leinchen hier gerade aufzeigt.

        Ich halte solche Diskussionen für überflüssig, Energieverschwendung und eine Aufreiberei an Nebensächlichleiten.Denn es geht nicht um Argumente, sondern um eine selbstgefällige Verhöhnung derer, die mit den Auswüchsen dieser Ideologie leben müssen.

        Daher drehe ich mich um – und zeige die eiskalte Schulter. Denn ein Diskurs beginnt nicht mit *Pruahahahaha* (Maren[k]leinchen), sondern mit Argumenten. Diese sind nicht zu übersehen z.B. bei auch Robin U., die belanglose Provokanzen in den Raum wirft, ohne jeden Hintergrund.Eine Strategie übrigens, welche mir auch bei einigen (wenigen) anderen aufgefallen ist.

        Arne Hoffmann hatte schon recht, als er mal den Begriff „Gruppennarzissmus“ ins Spiel brachte.

        • „Bemerkenswerterweise war die Frauenpolitik der DDR ausgesprochen liberalfeministisch. “Gleiche Rechte, gleiche Pflichten”.

          Tja: Früher (vor hundert Jahren) hatten die ‚Spezialdemokraten‘ noch etwas mehr Charakter:

          [Bild] „Gleiche Rechte – Gleiche Pflichten!“

          Heute sieht man das wohl anders, dort, in der SPD .,.

      • Über ein reduktionistisch-dichotmes Lagerdenken inklusive der regelmäßig zumindest implizit dazugehörigen Sündenbockideologie kommt Maren eben leider nicht hinaus. Das resultiert vermutlich aus der spezialdemokratischen Mentalität der Parteidisziplin, in deren Tradition sie sich stellt. (Die SPD hat diese Mentalität der Kaderpartei zu Zeiten der Sozialistengesetze entwickelt, damals war sie fast unvermeidbar)

        „Men are not the enemy“, „I respect choice“ sowie „I am not special“ sind schlicht und einfach liberalfeministische Grundbekenntnisse. Wobei „liberalfeministisch“ nicht meint, dass man jenseits der Geschlechterfrage ein Wirtschaftsliberales Mindset pflegt – es bezieht sich alleine auf die Geschlechterfrage. Die proletarische Frauenbewegung hatte beispielsweise in der Geschlechterfrage ein durchweg ausgeprägt liberalfeministisches Mindset.

        Maren findet es deshalb „unpolitisch“, weil dem das Konzept der antagonistischen Geschlechterklassen (->Radikalfeminismus) fehlt. Sie wirft der Autorin „Anbiederung“ vor – Damit bedenkt sie mit schöner Regelmäßigkeit jede Frau, die nicht auf der radikalfeministischen „Partei-„-Linie ist.

        Sie überträgt den traditionellen kaderpartei-autoritärsozialistischen Vorwurf des fehlenden „Klassenbewußtsseins“ auf die Geschlechterfrage und meint, alles Andere sei „Unpolitisch“.

        • „Über ein reduktionistisch-dichtomes Lagerdenken inklusive der regelmäßig zumindest implizit dazugehörigen Sündenbockideologie kommt Maren eben leider nicht hinaus. Das resultiert vermutlich aus der spezialdemokratischen Mentalität der Parteidisziplin, in deren Tradition sie sich stellt“

          Danke, Nick, Du hast das Wesentliche beschrieben:

          „Sie überträgt den traditionellen kaderpartei-autoritärsozialistischen Vorwurf des fehlenden “Klassenbewußtsseins” auf die Geschlechterfrage und meint, alles Andere sei “Unpolitisch”.“

          Ob Maren nun Politiikerin werden möchte, oder den Beamtenstatus versucht zu erreichen, dass ist ihr persönlichesThema. Interessant ist allerdings, wie sie ihre ‚Politik‘ zu einem Thema aller anderen machen will.

          Kadavergehorsam eben …

        • Interessant ist allerdings, wie sie ihre ‘Politik’ zu einem Thema aller anderen machen will.

          In einem solchen Mindset kann es eben nur sehr trennscharf Freund oder Feind geben.

          Bemerkenswerterweise war die Frauenpolitik der DDR ausgesprochen liberalfeministisch. „Gleiche Rechte, gleiche Pflichten“.

          Was dann auch regelmäßig von Radikalfeministinnen kritisiert wird, wenn es heißt die DDR war in der Geschlechterfrage viel fortschrittlicher gewesen. „Aber DieMänner saßen doch fast alleine im Politbüro!!11!“ – Wow, als ob es für Männer dort mehr Demokratie gegeben hätte. Dafür waren Männer auch fast alleine im Stasi-Knast.

        • (wobei der Stasi tatsächlich eine erstaunlich geringe Beißhemmung gegen Frauen hatte – Frauen waren halt, wie fast überall, tendenziell weniger aufmüpfig)

        • Ob Maren nun Politiikerin werden möchte, oder den Beamtenstatus versucht zu erreichen, dass ist ihr persönlichesThema.

          Ich denke, es ist einfach nur die klassische Mentalität des Parteisoldaten: Die große, von ihr vorbehaltlos angehimmelte Vorsitzende hat „objectification!11!“ beschlossen und jetzt wird diese Deutung bis zur letzten Patrone durchgekämpft!

          Wer in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen in den USA sich immer noch keine kritische Distanz zur re-Dworkinisierung des Feminismus entwickeln kann, der hat wohl zweifellos keine ausgeprägt eigene Meinung.

        • @emannzer:
          Tja: Früher (vor hundert Jahren) hatten die ‘Spezialdemokraten’ noch etwas mehr Charakter

          Meines Wissens gab es beispielsweise seinerzeit innerhalb der SPD große Auseinandersetzungen darüber, ob man sich für besondere Arbeitsschutzrechte für Arbeiterinnen einsetzen sollte.

          Die politische Gemengelage war so, dass Bismarck und die bürgerliche Frauenbewegung ein solches Ansinnen strikt ablehnte, wohingegen das katholische Zentrum sich dafür besonders stark machte.

          Die SPD entschied sich letztlich dazu, mit dem Zentrum an einem Stranng zu ziehen. Man versprach sich davon zum einen Türoffner-Effekt – dann würde man sicher bald auch Arbeitsschutzrechte für Alle durchsetzen können – und zum anderen, dass Frauen dann mehr Ressourcen hätten, sich politisch für ihre Belange einzusetzen. Mit Ersterem behielten sie recht, mit letzterem leider nicht.

          Heute wäre eine solche innerparteiliche Diskussion in der SPD weit jenseits des auch nur Denkbaren. Zu Frauenfragen _dürfen_ nur feministisch approbierte Frauen Stellung nehmen. Selbst der Große Genosse der Bosse musste das „Gedöns“ komplett widerspruchslos den Radikafeministinnen überlassen.

        • ..die SPD ist also recht offensichtlich zu einem Haufen komplett arschloser Muschikriecher geraten. Obgleich mehr als offensichtlich ist, dass gerade die Wählerin sehr wenig davon hält, wenn ausgerechnet komplett arschlose Muschikriecher über die Geschicke des Landes bestimmen sollen, wird unbeirrt an dieser Politik festgehalten. Es interessiert auch niemand, dass die SPD so sehr stark auf das traditionell-bürgerliche Ressentiment gerade gegen den Unterschichtmann rekurriert.

          Naja, was solls: Diese Partei hätte man schon 1914 entsorgen müssen. Es wäre uns sehr viel Leid erspart geblieben.

        • @Nick:

          „Naja, was solls: Diese Partei hätte man schon 1914 entsorgen müssen. Es wäre uns sehr viel Leid erspart geblieben.“

          Das stimmt wohl. Und der Satz „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ hat seit der Jahrtausendwende Konjunktur im Hinblick auf Renten, Fachkräfte etc.

          Ein Konglomerat aus Politikern (Nahles, Gabriel, Maas, etc.), welche nie etwas leisteten – aber im Sinne von Gas-Gerd Schröder (den nur die Kohle interessiert) Kasse machen mit dem „Gedöns“.

          CDU/CSU, Grüne oder Linke sind da keineswegs bürgernäher – zum Teil eher sogar noch schlimmer. Und Das muss man erstmal schaffen …

          Ich warte auf den Tag, an dem irgendeiner dieser ‚Politix‘ davon spricht, dass gleiche Rechte auch Pflichten beinhalten.

      • „Das könnte Dir allerdings den Verdacht der Pegida-Sympathie einbringen, Matthias.

        Du Mischpokenratte….;-)“

        Einerseits ja, weil ich gegen Saudis unterschrieben habe, die einen jungen Mann zerstören wollen.

        Andererseits nein, weil ich FÜR einen Saudi unterschrieben habe, der zerstört werden soll.

        Gute Frage: Unterschreiben richtige Ausländerfeinde sowas? Die von der NPD jetzt?

        • Klar. Die unterwandern alles, was nicht halbwegs links erscheint.
          Und liefern damit den Linken Argumente für „Abschuß frei!“

          Ich finde, die Nazis und die Zecken arbeiten erstaunlich gut zusammen…;-D

        • Was viele Befürworter des Religionsunterrichts völlig überschätzen – und vielleicht auch viele Gegner – ist den Effekt, den der Unterricht hat.

          Reli war immer Geplänkel. Hab ich jedenfalls meist so empfunden. Ein bisschen labern, und schon hat man eine zwei. Ein bisschen mehr labern, und man hat eine eins. War bei mir so.

          Im ersten Halbjahr des 11. Schuljahrs hatte ich da nie meine Hausaufgaben und nicht einmal ein Heft. Aber mich immer in Rededuelle über die Gentechnik mit einer Blondine verstrickt. Das hat zwar kaum was mit Glaubensfragen zu tun, aber ich hatte hinterher eine Eins – und zwar auf dem Zeugnis.

          Ich verstehe gar nicht, dass Kirchenvertreter oder auch Religionslehrer das so wichtig nehmen, oder auch finden, dass es wichtig ist, Kinder dabei zum Glauben zu erziehen, anstatt nur „Religionskunde“ ÜBER den Glauben zu machen.

          Das alles hat doch eh kaum Effekte. Das weiß auch jeder Insider.

          Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ein Unterricht, der zum Glauben erziehen soll, oft ungewollt Atheisten produzieren wird. Und dass umgekehrt eine „atheistische Schule“, so es sie denn gäbe, hinterher am meisten gläubige Schüler hätte.

          Schule und Unterricht wird halt völlig überschätzt.

          Vom Bio-Unterricht haben die Didaktiker selbst empirisch belegen können, dass Schüler dadurch persönlich keinen Draht zur Natur entwickeln. Den haben sie nämlich entweder oder nicht.

      • Ich kenne eine Katholikin aus Wilhelmshaven. Ihre Eltern haben die Schule nicht damit genervt, einen Lehrer für zwei Nichtprotestanten einzustellen. Da gab es den Reliunterricht halt beim örtlichen Pfarrer im Gemeindehaus, fertig.

        • Wobei: Der Pastor, im Kindergarten und in der Grundschule auf uns losgelassen wurde, und auch sein damaliger Vikar, da muss ich sagen, das war ziemlich gut in Sachen Wertevermittlung. Auch in Sachen universeller Werte, das man seinem Nächsten halt nicht in die Schnauze hauen soll und so.

          Aber oft wird Religionsunterricht die Schüler dem Glauben nicht einen Nanometer näher bringen.

          Atheistischer Unterricht würde vermutlich auch nicht die Atheisten-Quote steigern.

          Und bei denen könnte man sich dann wahrscheinlich auch eine Eins erlabern.

  3. HETEROSEXUALITÄT ALS AUSNAHME IN DER SCHULBILDUNG:
    „Hin und wieder gibt es einen Papa und eine Mama“.

    Nach Schwaben und Niedersachsen wird bald auch in Thüringen und Schleswig-Holstein in der Grundschule gegendert und geschweinigelt, was das Zeug hält.

    So sehen die Schulbücher zum Thema dann aus:
    https://demofueralle.wordpress.com/2015/01/21/sexuelle-vielfalt-in-schleswig-holstein-hin-und-wieder-gibt-es-einen-papa-und-eine-mama/

    Erstaunlich, die hören einfach nicht auf, trotz Protesten von allen Seiten. So viele Genderer kann es doch in der SPD nicht geben? (OK, bei den Grünixen schon.) Die schlagen wirklich die Hacken zusammen vor den Spinnerixen.

    Selbst ein Kritiker von den Kieler Nachrichten wagt nicht, nur zu kritisieren, sondern macht erst mal den Arschkriecher-Kotau: „Lesben, Schwule und Menschen mit anderen [????] sexuellen Orientierungen werden vielfach diskriminiert…“ Daher sei es sinnvoll, schon in der Grundschule Toleranz blablabla…..
    https://demofueralle.wordpress.com/2015/01/21/methodenschatz-zu-sexueller-vielfalt-verunsicherung-der-schuler-diskriminierung-heterosexueller-paare/
    ——-

    Der ist auch gut: Tanzende Pimmel und Mumus im schwedischen Kinderfernsehen: https://demofueralle.wordpress.com/2015/01/16/tanzende-geschlechtsteile-im-schwedischen-kinderfernsehen/

    Gibt es also DOCH zwei Geschlechter? Was ist denn mit den echten Hermaphroditen, die ja immerhin 0,000002% der Bevölkerung ausmachen? Ich komm da nicht mehr mit!

    • „Selbst ein Kritiker von den Kieler Nachrichten wagt nicht, nur zu kritisieren, sondern macht erst mal den Arschkriecher-Kotau: “Lesben, Schwule und Menschen mit anderen [????] sexuellen Orientierungen werden vielfach diskriminiert…” Daher sei es sinnvoll, schon in der Grundschule Toleranz blablabla…..“

      Es gab doch einige Untersuchungen, wie es mit dem Schulalltag und die Lebenswirklichkeit von lgbt Schülern bestellt ist.
      Kann man ja jederzeit nochmal untersuchen.
      Komischerweise wurde darauf noch nie Bezug genommen, zumindest habe ich das in Berichten in Bildungsplan-Kontext nie gesehen.

      • dass die Existenz von lgbt jugendlichen gar nicht „zugegeben“ wird, finde ich sogar ziemlich gruselig.
        Immer nur, dass die nicht verwirrt und überfordert werden sollen dass für Homosexualität geworben würde. Muss ja toll sein, in so einem Klima durch die Pubertät zu gehen.

        • „dass die Existenz von lgbt jugendlichen gar nicht “zugegeben” wird, finde ich sogar ziemlich gruselig.“

          LGBT Jugendliche gibt es ja auch nicht. Die sind erstens eine Erfindung der Kulturmarxisten und werden zweitens ja erst dadurch LGBT, indem man in der Schule drüber redet.

        • Meinst Du, daß die Gendergegner die schwulen Schüler nicht wahrhaben wollen, oder die LSBTI-Fans?

          Wie es bei Historikern so schön heißt: sozialrevolutionäre Bewegungen sind nicht Ausgangspunkt einer Umwälzung, sondern FOLGE (!).
          Soll heißen, der ganze Genderquatsch in der Schule rennt Türen ein, die längst sperrangelweit offen stehen.
          So kann man bequem Politik machen, ohne tatsächlich auf Widerstände zu stoßen.

          Ich hatte ja hier schon mal von dem Bekannten ausm Krankenhaus erzählt, der als schwuler Mulatte Schüler an einem christlichen Privatgymnasium (!!!!!) ist. Ist beliebt und kriegt sogar das Schulgeld vom Förderveren bezahlt.

          Jaja, Homos werden ganz schlimm diskriminiert….

        • „Soll heißen, der ganze Genderquatsch in der Schule rennt Türen ein, die längst sperrangelweit offen stehen.“

          Ich würde das bezweifeln, aber gehen wir mal davon aus, Du hast recht: wo liegt dann Dein Problem?

        • Na, wo wohl? Warum für etwas kämpfen (gut bezahlt, versteht sich), was längst Faktum ist?
          Wenn etwas längst durchgesetzt ist, neigen die Propagandisten bekanntermaßen dazu, wirre Theorien zu entwickeln.

          So wie Adrian, der Berufsmärtyrer.

        • @ Adrian

          Weißt Du, Unterricht funktioniert oft nicht. Der Biologieunterricht macht Schüler erwiesenermaßen nicht zu Naturfreunden.

          Ich glaube kaum, dass durch Religionsunterricht einer gläubiger wird, als er ist.

          Wieso sollte dann moderner LGBT -Unterricht Schüler toleranter gegenüber Homos machen?

          Vermutlich sind die Toleranter, wenn man ihnen die Toleranz nicht ständig predigen würde.

        • @Axel

          „Jaja, Homos werden ganz schlimm diskriminiert….“

          Weil du einen schwulen Schüler kennst bei dem alles läuft, gibt es an Schulen keine Probleme?

        • ät Ata:

          Das nicht, aber andersherum wird auch kein Schuh draus.

          Tatsache ist, daß das Schwulthema ideologisch aufgeladen ist und von Weltverbesserern und Gender-Schmarotzern mißbraucht wird.

          Man muß fragen: Warum wird nur die problematische Situation von Schwulen und Lesben und den 58 alternativen Geschlechtern in die Lehrpläne gedrückt?

          Warum wird nicht mit derselben Energie gegen Schulmobbing vorgegangen, was Matthias oben erwähnt? Da wären die LSBTIs immerhin mit drin.

    • „Erstaunlich, die hören einfach nicht auf, trotz Protesten von allen Seiten.“

      Darauf kannst lange warten. Keiner von „uns“ wird sich freiwillig zurück in den Schrank begeben. Auch wenn „Ihr“ das gerne so hättet.

      • ät Adriano:

        „Die sind erstens eine Erfindung der Kulturmarxisten“
        -Huch, so rechts heute?

        „Darauf kannst lange warten. Keiner von “uns” wird sich freiwillig zurück in den Schrank begeben.“
        – Jaja, Du kleiner Märtyrer. Lies mal meinen Kommentar oben, Abschnitt „offene Türen einrennen“.

        • „Berufshete“? Stimmt nicht; ich habe nix gegen Schwule. Allerdings gegen Berufshomos, die mir mit Genderscheiß à la 60 Geschlechter und Sexunterricht in der Grundschule auf den Senkel gehen.

        • @ Axelix & Adrianix

          Also Eines muss man euch lassen: Es ist witzig, wenn ihr euch in die Haare kriegt!

          „Ich lasse mir von ner Berufshete nicht erzählen, wie das Leben als schwuler Mann ist.“

          „So wie Adrian, der Berufsmärtyrer.“

          „LGBT Jugendliche gibt es ja auch nicht. Die sind erstens eine Erfindung der Kulturmarxisten und werden zweitens ja erst dadurch LGBT, indem man in der Schule drüber redet.“

          Voll geil alles!

        • ät MatthiaX:

          Schön, wenn Du Dich amüsierst.
          Bei Adrian bin ich mir allerdings längst nicht mehr sicher, ob der wirklich andersrum ist.
          Glaube, der gibt hier nur das Provokonto…

        • „Bei Adrian bin ich mir allerdings längst nicht mehr sicher, ob der wirklich andersrum ist.“

          Weil alle Homos bürgerlich-konservativ und gegen den Bildungsplan sind? Oder weil alle Deine schwulen Freunde Deiner Meinung sind?

        • @Atacama

          „Lybien, Türkei, Afghanistan, Tunesien, Marokko, Libanon, Indonesien, Jordanien, Oman, Algerien, Ägypten, Kuwait“

          Du musst nochmal schauen, ob du mit „islamisch dominiert“ Gottesstaaten meinst, in denen die Scharia gilt, oder laizistische Staaten mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit.

          Wenn es in letzteren keine Todesstrafe für Schwule gibt, liegt es ja gerade daran, dass der Islam dort keine verankerte politische Macht hat.

      • @Adrian, der schrieb:

        „Keiner von “uns” wird sich freiwillig zurück in den Schrank begeben.““

        Wer will dich denn in diesen einsperren – außer dir in deiner Heten-Wahrnehmung? Es wirkt langsam lächerlich, wie du in einem Märtyere-Mythos verhaftet klebst. Und es stößt mittlerweile ab – take it or leave it.

        Jeder, der nicht deiner hochhomsexuellen Meinung ist, wird unterschwellig diffamiert und in irgendeines deiner Zwangskorsetts gezängt, qua Minderheiten-Pseudo-Pluralismus!

        Du versuchst scheinbar, den anderen, den „Heten“ ihren BH überzustülpen, welchen du selbst nicht trägst .. (ja, ist bestimmt eine Steilvorlage).

        Vor Jahren las ich mal einen Leserkommentar im „Spiegel“, welcher sinngemäß so lautete::

        „Ihr erzählt uns ewig, wie antisemitisch wir sind – bis wir daran glauben und es auch so leben“

        Substituiere Juden mit Schwulen und dann hast du deine fiktive Antwort auf den nicht vorhandenen Schwulenhass, welcher wohl eher fiktiv vorliegt.

        Glaubst du ernsthaft. Adrian, dass du mit solcher Rhetorik auch nur einen Millimeter voran kommst – oder bemerkst du viellecht, wie du dich damit ins Outback donnerst?

        Conchita Wurst ist toll,
        alles andere reaktionär

        Oder was?

        • „Conchita Wurst ist toll,
          alles andere reaktionär

          Oder was?“

          Ich gebe auf das Beschämen nix mehr.

          Im Zweifel sind die anderen in seinen Augen dumm, einfach nur doof.

          Wenn ich schon diesen LGBT usw Unsinn höre, schalte ich eigentlich ab. Da weiß ich doch gleich, es kommt aus der Gendaecke.

        • Ich krieg ehrlich gesagt nicht mal zusammen, was LGBT überhaupt bedeutet. Ich weiß nur noch, dass es irgendwas mit schwul war.

          L = lesbisch, G = Gay, B = Bisexuell und T = trans???

          Hab ich’s jetzt doch richtig zusammengekriegt?

        • Es gab mal einen Artikel den ich jetzt leider nicht mehr finde, da meinte ein geouteter Schüler, die ganzen homophoben Beschimpfungen seien nicht ernst gemeint und deshalb nicht so schlimm.
          Als er unter vier Augen nochmal gefragt wurde, meinte er, dass es ihn schon kränkt, dass er aber, dadurch dass die Lehrer und Mitschüler und deren Eltern sich komplett ignorant verhalten, sich daran gewöhnt hätte, dass er sich davon nicht verletzen darf.
          Bereits dass vieles was als schlecht empfunden wird als schwul bezeichnet wird, ist doch schon mies, wenn man zu dieser Gruppe gehört.
          Das was man ist wird als Synonym für schlecht genutzt, aber das darf einen nicht kränken, weil es ja nicht so gemeint ist.
          Das es nicht mies gemeint ist, bedeutet nicht dass es nicht so ankommt.

          Übrigens, mir ist jetzt aufgefallen, warum Schwulenwitze oft schlimmer sind als Mathematikerwitze, hier wurde ja mal gesagt, Mathematiker oder Ingenieure würden sich da ja auch nicht so haben – bei letzteren Witzen fehlt die Häme, die es bei Schwulenwitzen oft gibt.

        • Lgbt …

          „FABGLITTER“ (Fetish, Allies, Bisexual, Gay, Lesbian, Intersexed, Transgender, Transsexual Engendering Revolution, dt. „Fetisch, Verbündete, Bisexuelle, Schwule, Lesben, Intersexuelle, Transgender, Transsexuelle erzeugende Revolution“)“

          oder „„Queer“-Baukasten“ mit „Homo-Alphabet“ … ganz toll „Als teilweise scherzhafte Erweiterung hängen manche auch „OW“ für or whatever (oder wasauchimmer) an.“

          Frisch aus dem Radab Wiki! 🙂

          http://de.wikipedia.org/wiki/LGBT#.E2.80.9EQueer.E2.80.9C-Baukasten

          Manchmal hoffe ich für DIE, ES sei nicht angeboren … und entsprechend heilbar.

        • @Atacama, alte Wüste:

          „Bereits dass vieles was als schlecht empfunden wird als schwul bezeichnet wird, ist doch schon mies, wenn man zu dieser Gruppe gehört.“

          Man sollte einen Slang nicht mit einer Haltung verwechseln. Aber du hast sicherlich recht, wenn du auf diesen Punkt hinweist. Man sollte sich allerdings auch mal fragen, aus welchem Kulturkreis solche Anwürfe seit drei Jahrzehnten kommen.

          Im Iran werden Schwule elendig erhängt, indem man sie langsam, mit dem Seil um den Hals gen Himmel zieht. Widerlich sowas – und ich möchte nicht wissen, wie viele der mittlerweile hier Lebenden ähnliches Gedankengut haben.

          Aber das ist auch nicht der Punkt, sondern in diesem Strang eher ein Nebenkriegsschauplatz.

          Übrigens dreschen Frauen auch munter drauf los:

          Carolin Kebekus: „Ey, hast du mir auf die Titten geguckt?“
          Off: „ähmm, nö nö“
          Caroline Kebekus; „Warum nicht, bist du schwul oder was?“

          Es wird etwas konstruiert, was man vor vierzig Jahren schon lange ad acta gelegt hatte. Und eine Melange aus Minoritäten (sorry) und aller Herren Länder kocht diese Suppe nun wieder auf.

          Muss ja lecker schmecken ..

        • @mmanzer

          „Man sollte einen Slang nicht mit einer Haltung verwechseln. Aber du hast sicherlich recht, wenn du auf diesen Punkt hinweist. Man sollte sich allerdings auch mal fragen, aus welchem Kulturkreis solche Anwürfe seit drei Jahrzehnten kommen.“

          Das hat mit dem Kulturkreis wenig zu tun.

          „Im Iran werden Schwule elendig erhängt, indem man sie langsam, mit dem Seil um den Hals gen Himmel zieht. Widerlich sowas – und ich möchte nicht wissen, wie viele der mittlerweile hier Lebenden ähnliches Gedankengut haben.“

          Das finde ich auch so nervig. Bitte nicht beschweren, denn im Iran ist es ja noch schlimmer.
          Mit der Logik wird ja auch rußland immer verteidigt.

          Davon abgesehen gibt es noch ein paar mehr Islam dominierte Länder und Todesstrafe ist da eher selten zu finden.

        • @ emannzer
          „take it or leave it.“

          I’ll take it.

          „Jeder, der nicht deiner hochhomsexuellen Meinung ist, wird unterschwellig diffamiert“

          Wenn ich vernünftige Argumente gegen den Bildungsplan hören würde, wäre meine Reaktion sicher anders.

          „Substituiere Juden mit Schwulen und dann hast du deine fiktive Antwort auf den nicht vorhandenen Schwulenhass, welcher wohl eher fiktiv vorliegt.“

          Dass Minderheiten selbst schuld sind, dass man sie nicht mag, ist eine altbekannte Rechtfertigung.

          „Glaubst du ernsthaft. Adrian, dass du mit solcher Rhetorik auch nur einen Millimeter voran kommst – oder bemerkst du viellecht, wie du dich damit ins Outback donnerst?“

          Kann Dir doch egal sein, oder?

          „Conchita Wurst ist toll,
          alles andere reaktionär“

          Und auf solche Albernheiten soll man sachlich antworten?

        • @Atacama

          „Davon abgesehen gibt es noch ein paar mehr Islam dominierte Länder und Todesstrafe ist da eher selten zu finden.

          Aha – Wo denn? In Pakistan z,B. oder in Ländern in Afrika, wo man kurzerhand brennende Autoreifen als Halsschmuck übergestülpt bekommt. Oder in Saudi Arabien, wo freitäglich
          geköpft wird.

          @Adrian

          You’ve taken it – danke, Hierzu widerspreche ich dir sicherlich nicht:

          „Und auf solche Albernheiten soll man sachlich antworten?“

          Da gebe ich dir als Verursacher deiner Gegenfrage durchaus recht. Aber ein „Sorry, war Scheiße“ wird wohl nichts am gesamten Kontext ändern.

        • „Das hat mit dem Kulturkreis wenig zu tun.“

          Nun, schauen wir uns doch noch mal diese Karte an:

          Die Todesstrafe für männliche Homosexualität (dunkelrotbraun), existiert ausschließlich in islamischen Staaten.

        • @Adrian

          ich meine, schwul als Schimpfwort benutzen. Das tun beileibe nicht nur Menschen aus einem bestimmten Kulturkreis.

          @emmanzer

          Lybien, Türkei, Afghanistan, Tunesien, Marokko, Libanon, Indonesien, Jordanien, Oman, Algerien, Ägypten, Kuwait

          Uganda ist ziemlich christlich und diskutiert noch, ob es „nur“ lebenslange Haft oder doch Tod sein soll.
          Der christliche Ostblock und Balkan ist auch sehr gefährlich.
          Ich würde jedenfalls nicht wetten, dass die Insassen überlebt hätten, wenn dieser Mob an sie ran gekommen wäre.

          Aber das Christentum ist viel ungefährlicher. Natürlich wirkt das so, wenn man an ein säkulär und rechtsstaatlich gezähmtes Christentum gewöhnt ist.

          „“Conchita Wurst ist toll,
          alles andere reaktionär”“

          Ich kann es nicht mehr hören, der Vorwurf, irgendjemand würde verlangen, etwas toll zu finden.
          Zwischen akzeptieren, dass diese Person existiert und im TV auftritt ohne wüste Beledigungen und Mordphantasien vom Stapel zu lassen und toll finden, liegen Welten.

        • @ Atacama
          „ich meine, schwul als Schimpfwort benutzen. Das tun beileibe nicht nur Menschen aus einem bestimmten Kulturkreis.“

          Dazu würde ich emannzer zitieren:
          „Man sollte einen Slang nicht mit einer Haltung verwechseln.“

        • ät Adrian, Atacama und Emannzer:

          Ui, die Karte von Adrian ist ja interessant. Wie gefunden?

          Und der Kulturkreis ist schon wichtig, zumindest in bezug auf gesellschaftliche Entwicklung. Christliche Länder sind meist europid dominiert (das System zählt mehr als die Menschenzahl), somit wohlhabender und technisierter. Also „europäischer“ (d.h. auch demokratischer und aufgeklärter).

          Da wo die „europäische“ Entwicklung behindert wurde/wird (Sowjetblock/Putin, oder Stammeskulturen), sind logischerweise auch vermehrt antiquierte Riten und Ansichten zu finden.

          Merkwürdigerweise sind dort nur Homo-Männer, fast nie aber Homo-Frauen verhaßt.
          Vermutlich, weil schwule Männlichkeit irgend etwas stört oder bedroht.
          Was denkt Ihr?

        • „Das war übrigens am Internationalen Tag gegen Homophobie.“

          Ein Phantasietag, reine Propagandaerfindung.

          Denn erstens gibt es Homophobie fast nicht, zweitens wäre es eine Sauerei eine Angststörung mit politischen und moralisch aufgeladenen Mitteln zu bekämpfen und drittens machen ganz offensichtlich nicht alle internationale Akteure diesen Propagandafeldzug mit. Willkürliche Werbebezeichnung für einen Tag.

          Also kein Argument, sondern reine Politpropaganda.

        • „Christliche Länder sind meist europid dominiert (das System zählt mehr als die Menschenzahl), somit wohlhabender und technisierter. Also “europäischer” (d.h. auch demokratischer und aufgeklärter).“

          Wenn ich mir diese „logische“ Herleitung anschaue, merke ich doch, dass ein geisteswissenschaftliches Studium nicht so für die Tonne ist, wie es die hiesigen Naturwissenschaftsfreunde immer behaupten.

        • @Atacama

          “Lybien, Türkei, Afghanistan, Tunesien, Marokko, Libanon, Indonesien, Jordanien, Oman, Algerien, Ägypten, Kuwait”

          Du musst nochmal schauen, ob du mit “islamisch dominiert” Gottesstaaten meinst, in denen die Scharia gilt, oder laizistische Staaten mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit.

          Wenn es in letzteren keine Todesstrafe für Schwule gibt, liegt es ja gerade daran, dass der Islam dort keine verankerte politische Macht hat.

        • @Adrian
          „Nun, schauen wir uns doch noch mal diese Karte an:

          Die Todesstrafe für männliche Homosexualität (dunkelrotbraun), existiert ausschließlich in islamischen Staaten.“

          Gibt’s die Karte auch in lesbisch? Wenn die dort nicht verfolgt werden, hätten wir ja eine Lösung für die Bedrohung durch den „white, angry, heterosexual man“ ;-).

        • @ichichich
          „Wenn es in letzteren keine Todesstrafe für Schwule gibt, liegt es ja gerade daran, dass der Islam dort keine verankerte politische Macht hat.“

          Doch, hat er.
          Siehe Blasphemieparagraphen, Regelung unehelicher Kontakte oder Mann/Frau-Kontakte generell usw.
          Man kann nicht sagen, dass überall wo der Islam die Mehrheit hat Scharia herrscht.

          „Denn erstens gibt es Homophobie fast nicht, zweitens wäre es eine Sauerei eine Angststörung mit politischen und moralisch aufgeladenen Mitteln zu bekämpfen“

          Homophobie ist keine Angststörung sondern eine Charakterschwäche.

          @Adrian

          „Dazu würde ich emannzer zitieren:
          “Man sollte einen Slang nicht mit einer Haltung verwechseln.”“

          Trotzdem ist es destruktiv, ob man geoutet ist oder nicht. mag sein,d ass Erwachsene das besser wegstecken als junge Menschen, aber schön ist das nicht.
          Ich könnte nicht mit Menschen befreundet sein, die, obwohl sie wissen, dass ich das bin, nicht aufhören können/wollen mich als Synonym für Negatives zu benutzen und würde mich in so einem Umfeld auch nicht wohlfühlen.

          @Axel

          „Merkwürdigerweise sind dort nur Homo-Männer, fast nie aber Homo-Frauen verhaßt.
          Vermutlich, weil schwule Männlichkeit irgend etwas stört oder bedroht.
          Was denkt Ihr?“

          1. Frauen können niemanden penetrieren und sind generell weniger bedrohlich.
          2. Frauen haben sowieso keine egenständige Sexualität in solchen Ländern sondern sind Projektionsfläche für alle möglichen Dinge wie Familienehre und werden in der Regel eher früher als später verheiratet, so wie es sich gehört.
          3. Frauen können schwanger werden. Einen Mann umzubringen/rauszuwerfen ist nicht so schlimm. Ein anderer kann ja seinen „Job“ übernehmen und schwängert dann eben zwei Frauen statt nur eine. Kommt unterm Strich dasselbe raus.

        • @ Atacama
          „Homophobie ist keine Angststörung sondern eine Charakterschwäche.“

          Abgesehen davon, dass ich das nicht glaube, bringt es nichts, ddbz über die Bedeutung von Begriffen aufzuklären. Der würde auch rummosern, dass man „Allosaurus“ „Allosaurus“ nennt, obwohl ein Allosaurus doch eigentlich keine eche Echse und auch gar nicht so anders ist, als andere Saurier.

          „Trotzdem ist es destruktiv, ob man geoutet ist oder nicht. mag sein, dass Erwachsene das besser wegstecken als junge Menschen, aber schön ist das nicht.“

          Das weiß ich.

          „Frauen können niemanden penetrieren und sind generell weniger bedrohlich.“

          Die klassische These, die erklären soll, warum männliche Homosexualität in (fast) allen Gesellschaften durchweg stärker verfolgt wird/wurde, erklärt dies mit einer latenten Frauenfeindlichkeit: Der männliche Homo mache sich zur Frau und entwürdigt sich damit selbst, er nimmt die Rolle des schwächeren Geschlechts ein. Oder anders gesagt: Homophobie ist die Angst der Gesellschaft, dass alle Männer sich wie Frauen verhalten.

        • Eine Phobie wie Platzangst ist eine Charakterschwäche? Aha …

          Wenn der Vergleich denn nicht erlaubt ist, ist er denn bei Islomophobie, Transphobie usw erlaubt? Wenn ja warum ist er das dort und hier nicht.

          Weißt Du @Adrian, an Deine Schlauheit kann ich eh nie heranreichen. 🙂

          Was ist eigentlich mit Phobiephobie? Gibt’s sowas?

          Haben Homos eine Outphobie?

        • @ Axel

          „Merkwürdigerweise sind dort nur Homo-Männer, fast nie aber Homo-Frauen verhaßt.
          Vermutlich, weil schwule Männlichkeit irgend etwas stört oder bedroht.
          Was denkt Ihr?“

          Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es umgekehrt sein müsste, speziell unter Männern. Wenn viele Männer schwul sind, reduziert das die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen. Wenn viele Frauen lesbisch sind, verstärkt es diese Konkurrenz.

          Aber: In Populationen mit schwulen Männern und bisexuellen Männern breiten sich eher Geschlechtskrankheiten aus, was man von Populationen mit vielen Lesben nicht behaupten kann. Deshalb könnte Homophobie gegen Schwule eine evolutionsbiologische Grundlage haben, gegen Lesben so leicht nicht.

          Außerdem: Wenn Frauen männlich sind, ob nun als Lesbe, als frau in Männerkleidung usw. wird dadurch nicht die Gruppe sofort schwächer. Wenn aber die Männer nicht mehr männlich genug sind, ist die Überlebensfähigkeit der Gruppe sofort reduziert.

          Deshalb dürfen Frauen stark und schwach, männlich und weiblich sein, wie sie wollen, während Männer stark und männlich sein müssen, weil Männer und Frauen gegen schwache und/oder zu weibliche Männer eine instinktiv bedingte Abneigung haben.

          Deshalb werden z.B. Polizistinnen in Uniform – Männerkleidung – oft als attraktiv empfunden (sind meistens in unserer Zeit jung und sportlich, das kommt noch dabei), und von israelischen Soldaten gibt es begehrte Fotostrecken (auch wenn sich laut van Creveld gerade bei der israelischen Armee zeigt, dass Frauen fürs Militär überhaupt nicht zu gebrauchen sind). Männer dagegen wirken nicht sexy, wenn sie Frauenkleidung tragen, sondern lächerlich.

          Ich bin mir sicher, dass alles hat instinktive Grundlagen und ist auch nicht überwindbar. Klar im Vorteil sind dabei die Frauen.

          Wenn eine Frau in einer Männerdomäne arbeitet, kann sie erstrecht viele Männer haben, weil sie auf der Arbeit eine hohe Begegnungsrate mit anderen Männchen hat.

          Arbeitet ein Mann in einer Frauendomäne wie im Kindergarten, nimmt ihn vermutlich keine Frau mehr für voll – zumindest nicht als potentiellen Partner.

          Das verschweigt uns alles der Feminismus/die Gendersens oder wissen es selbst nicht, während eine gerade fertig gewordene Försterin/Ingenieurin oder Pilotin dann nach ihrer Ausbildung in der Zeitung steht und dafür gefeiert wird, dass sie sich als Frau unter all den Männern behaupten kann. Kein Mann der Welt würde für die Brutpflege so gefeiert, oder will dafür überhaupt gefeiert werden…

        • Nein, Platzangst nicht. Homophobie ist aber kein Bestandteil des ICD Kataloges, im Gegensatz zu Agoraphobie.
          Und komischerweise geraten Homophobe in der Regel auch nicht in Panik und kreischen rum oder kriegen einen Nervenzusammenbruch, wenn sie mit einem Homosexuellen konfrontiert sind, so wie Leute mit richtiger (schwer ausgeprägetr) Phobie es tun.

        • Nachtrag: Ich stelle mir gerade vor, wie die in dem Didaktik-Institut, besonders die ganzen Lehrämtler, auf die Argumente reagiert hätten.

          Das kann man eigentlich nur dann wagen, wenn man keinen Schein bei denen mehr macht, einen guten Fluchtweg und hochqualitative, gerade noch fest geschnürrte Laufschuhe. Ich hätte dafür Nike Air genommen…

        • „Und komischerweise geraten Homophobe in der Regel auch nicht in Panik und kreischen rum oder kriegen einen Nervenzusammenbruch,“

          Deshalb sind’s ja auch keine.

          Ist die Phobophobie, die es angeblich gibt, etwa eine Charakterschwäche?

          „Bestandteil des ICD Kataloges,“

          Ja ICD im Wandel der Zeiten …

          *Bis wann führte die WHO Homosexualität als Krankheit?
          a) niemals
          b) 1948
          c) 1969
          d) 1992
          e) bis heute
          Antwort:
          Im ICD-Katalog der WHO war Homosexualität bis 1992 als eigene Krankheit erfasst.*

          http://www.spektrum.de/quiz/bis-wann-fuehrte-die-who-homosexualitaet-als-krankheit/780588

          Würde mich nicht wundern, wenn Feminismus oder der Glaube daran sich mal in dem ICD Heftchen wiederfindet … 🙂

          Heute gesund, morgen krank und umgekehrt … ganz ohne Arzt und Pillendreher!

        • @ Adrian

          Der ddbz schließt daraus, daß diese ICD Krimskrams nicht so recht als Argument taugt. Der liebe ddbz will nochmal, extra für den Adrian, betonen, daß ihm Homosexualität wurst ist. Das ist seiner Meinung nach nämlich jedem seine eigene Sache.

        • Atacama

          „Doch, hat er.
          Siehe Blasphemieparagraphen, Regelung unehelicher Kontakte oder Mann/Frau-Kontakte generell usw.
          Man kann nicht sagen, dass überall wo der Islam die Mehrheit hat Scharia herrscht.“

          Gibt es denn Länder, in denen die Scharia gilt und Homosexuelle (mit bezug auf die Scharia) nicht bestraft werden?

          Das wäre mir neu.

          „Man kann nicht sagen, dass überall wo der Islam die Mehrheit hat Scharia herrscht.“

          Natürlich nicht. Die Scharia gilt dort, wo sie offiziell gilt. (Tautologie eigentlich)

        • dann nenn sie eben Homo-Aversive. Ist doch egal.

          Wobei bis zu einem gewissen Grad durchaus Angst mit reinspielt, nämlich vor gesellschaftlichen Veränderungen, Familienzerstörung etc. für die Homosexuelle als Projektionsfläche benutzt werden.

        • @ A

          Welche Wissenschaft? Solche Wissenschaft die der WHO einredete, männliche Beschneidung sei AIDS Schutz und dazu sogar Menschenversuche machte? Genderwissenschaft, die auch in der WHO ihre Blüten blühen lässt? Was sagt Däniken eigentlich dazu …

          Heute nennt sich allerlei Wissenschaft.

          Versteh mich nicht falsch, ich halte Homo und Heterosexualität nicht für Krankheiten. Ich halte es nur für ein wertloses Argument, dies ICD. Und Tage gegen oder für was auch immer, sind eh meist dumme Lügentage.

        • ät i³:

          Da hat ein Angeber aber vergessen zu sagen, WARUM das GSGW-Studium in bezug auf dieses Thema so besonders nützlich sein soll.
          Kann er wahrscheinlich auch nicht.

        • ät Atacama & Matthias:

          Ata 1/2/3:
          Mh, ja das ist überzeugend, aber nicht umfassend. Wenn eine Frau lesbisch ist, ist das katastrophal, sofern sie nicht zwangsbefruchtet wird, womit natürlich in nicht-europiden Ländern zu rechnen ist.

          Wenn ein Mann schwul ist, ist er, wie Matthias andeutet, eher günstig für Heteros, weil keine Konkurrenz.
          Obwohl das Vergewaltigungsargument Homo gegen Hetero natürlich nachvollziehbar ist.
          Müssen Homos aber vergewaltigen? Wenn sie sich in einer Gruppe erkennen, können die doch fleißig miteinander loslegen. Außerdem sind Homos ja häufig „weiblicher“, also viel weniger gewalttätig. Allerdings: die SA-Homos oder Friedrich der Große waren reichlich männlich.

          Die Natur ist kompliziert.
          —-

          Matthias:
          Das Krankheitsargument klingt gut; die Geschlechter haben sich ja auch im Rahmen der Parasitenbekämpfung gebildet.

          „Wenn aber die Männer nicht mehr männlich genug sind, ist die Überlebensfähigkeit der Gruppe sofort reduziert. “
          -Wegen der Verteidigungsfähigkeit? Oder weil Hetero-Männer die typischen Macher sind? Was die Verteidigung angeht, trifft das für frühere Jahrtausende absolut zu. Aber sind Homomänner automatisch schwuchtelige Feiglinge, die kreischend vor ner Maus davonlaufen? Mh. Der Alte Fritz hat den Nachbarn das Fürchten gelehrt.

          —-

          „Arbeitet ein Mann in einer Frauendomäne wie im Kindergarten, nimmt ihn vermutlich keine Frau mehr für voll – zumindest nicht als potentiellen Partner. “

          Glaub ich auch. Egal, ob konservative oder linke Frauen. Hinzu kommt, daß männlichen Erziehern gerne Pädofilie unterstellt wird. Nicht ganz zu unrecht, weil Perverse ja mit Vorliebe in die Erziehung gehen, wie die KIrchen zeigten.

          „Deshalb werden z.B. Polizistinnen in Uniform – Männerkleidung – oft als attraktiv empfunden (sind meistens in unserer Zeit jung und sportlich, das kommt noch dabei),“

          Ja, erstaunlich, nicht wahr?
          Witzigerweise sind israelische Soldatinnen-Pornos in der arabischen Welt seeeehr beliebt, hehe…

          Erstaunlich auch die Amazonen-Phantasien vieler Männer. Noch nie konnte jemand die Existenz von Kriegerfrauen nachweisen. Griechischer Mythos.
          Und wenn man sich die heutigen Hollywood-Filme mit großbusigen Kämpferinnen à la Angelina Jolie, Kate Beckinsale, Scarlett etc, die in völlig ungeeigneter sexy Bekleidung Männer verdreschen, anschaut, muß man lachen, weil die Akteurinnen in der Wirklichkeit noch nie mehr als ne Ohrfeige ausgeteilt haben.

          —-

          Hier noch ein Argument von einer Sportpsychologin: Wenn aufm Fußballplatz zwei Spieler erotische Neigungen füreinander empfinden, stört das das Zusammenspiel. Daher wird Homigkeit unterdrückt.

          Wie Kinsey rausgefunden hat, sind ja sehr viele Männer auch nicht eindeutig hetero. Da erscheint die Unterdrückung schon sinnvoll, um die „Kampfgruppe“ funktionstüchtig zu halten.

          Bei Frauen, die meist eindeutig gepolt sind, sind Abweichlerinnen kaum ein Problem. Frauen haben ja häufig auch keine Scheu, sich zu küssen. Nicht, weil sie bi/lesbisch sind, sondern weil sie es gerade NICHT sind. Ein Kuß ist nur ein Kuß und löst keine weiteren Verwirrungen aus.

          ——

          Hier noch ein Schmankerl von Ingo Appelt:

          „Eine schwule Bundeswehr! Wenn alle deutschen Soldaten andersrum sind, was machen die Taliban dann? Verstecken sich angewidert in den Bergen und kommen gar nicht mehr runter.“

          Man stelle sich mal vor, unsere Soldaten nähmen einen Talib gefangen! Wie das Verhör dann wohl aussähe? 😉

          Was meint Ihr, hätte Appelt recht?

        • Axel

          „Da hat ein Angeber aber vergessen zu sagen, WARUM das GSGW-Studium in bezug auf dieses Thema so besonders nützlich sein soll.
          Kann er wahrscheinlich auch nicht.“

          Hältst du das wirklich für eine gelungene Argumentation? :

          “Christliche Länder sind meist europid dominiert (das System zählt mehr als die Menschenzahl), somit wohlhabender und technisierter. Also “europäischer” (d.h. auch demokratischer und aufgeklärter).”

          Das ergibt überhaupt keinen Sinn, ich wüsste nicht, wo man mit der Kritik anfangen sollte. Aus rassischer Dominanz von Europiden (das ist doch ein Begriff aus der Rassenkunde) folgt Wohlstand und Technik?…und aus Wohlstand und Technik folgt Europäischsein und daraus Demokratie und Aufklärung?

          Übrigens

          „Da wo die “europäische” Entwicklung behindert wurde/wird (Sowjetblock/Putin, oder Stammeskulturen), sind logischerweise auch vermehrt antiquierte Riten und Ansichten zu finden.“

          meinst du mit den antiquierten Riten und Ansichten die christliche orthodoxe Kirche?

        • @ Axel
          „Müssen Homos aber vergewaltigen?“

          Die Frage allein ist schon peinlich genug.

          Und nein Taliban hätten keine Angst vor Homos. Sie würden sie ohne Bedenken töten.

        • ät Adriax:

          „Die Frage allein ist schon peinlich genug.“

          Ach ja? Du hast vielleicht genug Zugang zu jungen Ä…, aber wenn Du völlig allein in einem versagenden Staat schwul bist?
          Denk dran, Soldaten zB vergewaltigen im Krieg auch mal Männer.

          „Sie würden sie ohne Bedenken töten.“
          -Wahrscheinlich. Allerdings: Die Isis-Krieger haben allergrößte Angst davor, von weiblichen Peschmerga-Soldaten getötet zu werden, weil es dann keine 72 Jungfrauen im Paradies gibt oder so was.
          Was passiert, wenn man von einem Schwulen erschossen wird? Gibt´s dann im Märtyrerparadies 72 schwule Gespielen? Könnte doch sein, hähä….

        • @Axel

          „Ach ja? Du hast vielleicht genug Zugang zu jungen Ä…, aber wenn Du völlig allein in einem versagenden Staat schwul bist?
          Denk dran, Soldaten zB vergewaltigen im Krieg auch mal Männer.“

          In einem versagenden Staat hat erstmal jeder ein Problem und vergewaltigt werden nicht nur schwule Männer, sondern „jeder“, wenn der Anlass passt.
          In Zentralafrika scheint das ein relativ großes Thema zu sein, sicher nicht so ausgepärgt wie bei Frauen aber dennoch.

          http://www.dw.de/vergewaltigte-m%C3%A4nner-in-uganda-brechen-das-schweigen/a-16809993

        • ät i3, unseren Großintellektuellen:

          „Hältst du das wirklich für eine gelungene Argumentation? “
          -Aber sicher.

          „Aus rassischer Dominanz von Europiden (das ist doch ein Begriff aus der Rassenkunde) folgt Wohlstand und Technik?…und aus Wohlstand und Technik folgt Europäischsein und daraus Demokratie und Aufklärung?“
          – Europid ist schon der entschärfte PC-Begriff. Bei „weiße Rasse“ würdest Du doch Schnappatmung kriegen, oder?
          Europäer haben aus historisch-geografischen Gründen Marktwirtschaft, Demokratie und Dampfmaschinen erfinden und exportieren können.

          „meinst du mit den antiquierten Riten und Ansichten die christliche orthodoxe Kirche?“
          Nein, von Linksextremisten gezüchtete Traditionen und Ansichten.

        • „ät i3, unseren Großintellektuellen“

          hab ich nie behauptet, dass ich das bin.

          „Bei “weiße Rasse” würdest Du doch Schnappatmung kriegen, oder?“

          „Schnappatmung“ ist eigentlich auch eine stilistische Vorliebe von den Leuten, die auch immer von „Kackscheiße“ reden. Im übrigen kannst du gerne „rassisch“ argumentieren wenn du magst. Dein „Argument“ ist aber nur wirrer Quark.

          „Nein, von Linksextremisten gezüchtete Traditionen und Ansichten.“

          Ich glaube nicht, dass Schwulenfeinde in Russland „Linksextremisten“ sind. Übrigens war die Sowjetunion auch kein Bollwerk gegen „Europäisierung“ und kein Konservierungsunternehmen für „antiquierte Riten“.

        • Nochmal im Detail

          „Christliche Länder sind meist europid dominiert (das System zählt mehr als die Menschenzahl), somit wohlhabender und technisierter. Also “europäischer” (d.h. auch demokratischer und aufgeklärter).“

          Die einzelnen Aussagen mögen ja größtenteils sogar richtig sein, sie folgen aber nicht aus den Prämissen bzw. du unterscheidest überhaupt nicht nach Prämissen und Schlußfolgerungen. Das ist halt wirr.

          Übrigens ist Gottesstaat Saudi-Arabien sicher wohlhabender als „christliche Länder“. Folgt daraus, dass Saudi-Arabien europäischer als Europa ist, „d.h. auch demokratischer und aufgeklärter“?

        • @ A

          Mach was Du nicht lassen kannst.

          Ich habe meine Auffassung begründet, Du die Deine aber nicht.

          Noch zur ICD – WHO

          „ICD 10, in der Transsexualität unter F64 definiert wird als:

          Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.“

          http://diana.tgirl.ch/transsexualitat-nach-icd-der-wunsch-dem-anderen-geschlecht-anzugehoren

          Ich halte von der WHO aus den schon genannten Gründen nicht viel und stimme hierin der verlinkten Diana zu. (Das Zitat ist WHO Sprech, nicht die Meinung der Diana und auch nicht meine.)

          Daher halte ich das ICD Argument in unserm Zusammenhang hier, lies den Grund für’s ICD Argument Vorbringen nochmal nach, für sinnlos.

          Vereinfacht: Nur weil die WHO was macht, was in eine Liste schreibt oder eben nicht, wird daraus weder eine Tatsache noch ein stichhaltiges Argument. – Ausser, daß die WHO was gesagt und-oder getan hat.

          Da Du mich eh für blöde und Dich für so überlegen hälst, wundere ich mich schon länger warum Du Dich zu einer Antwort herabläßt! 😦

        • „Ich habe meine Auffassung begründet, Du die Deine aber nicht.“

          Meine Begründung ist, dass fehlerhafte Diagnosen und Formulierungen keine Wertlosigkeit implizieren.

          „Da Du mich eh für blöde und Dich für so überlegen hälst“

          Das tue ich nicht. Ich halte es für anstrengend mit Dir zu reden, weil Du dazu neigst Strohmänner aufzubauen und auf Nachfragen das Thema wechselst. Siehe die alberne Definitionsfrage des Begriffs Homophobie. Oder Gender.

        • „Siehe die alberne Definitionsfrage des Begriffs Homophobie. “

          Dafür, daß es albern ist, hängst Du Sich aber mächtig rein. 🙂

          Aber stimmt, ich halte den Begriff und den internationalen Tag dagegen allerdings für albern und falsch. Homohass oder Gegnerschaft ist eben nicht Homoangst. Zumal das Problem meist nichtmal alle Homos trifft, sondern meist nur Schwule oder für schwul gehaltene.

        • „Homohass oder Gegnerschaft ist eben nicht Homoangst.“

          Udn das ist genau das Problem. Du schaust auf die Ethymologie, und nicht auf die Definition.

          „und den internationalen Tag dagegen allerdings für albern und falsch.“

          Und was findest Du an diesem Tag albern und falsch?

          „Zumal das Problem meist nichtmal alle Homos trifft, sondern meist nur Schwule oder für schwul gehaltene.“

          Du meinst also, Lesben hätten nicht unter Hass und Gegnerschaft aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu leiden?

        • @ A

          Der Begriff ist als Gendakampfbegriff gewählt worden, um reale oder eingebildet behauptete Gegner zu beschämen. Gegner sind auch die, die gegen eine Homoehe sind oder bei Genderleuten einen hohen Homoanteil sehen … usw. Also völlig überzogen auf alle möglichen Andermeiner ausgedehnt.

          Betr. Lesben

          Du weist was das Wort „meist“ meint?

          Nur zur Erinnerung, die lieben Femilesben haben sich ins Homodenkmal gedrängt. Wollten auch so gerne teilhaben am Gedenken an die von Nazis verfolgten und ermordeten Schwulen.

          Internationale Tage sind in meinen Augen Tage der Lüge. ZB wird zum internationalem Tag der Frau immer neu die Lohnlüge ausgegraben. Solche Tage sind Tage der Sonntagsreden, dummes Zeug.

          Diesen Tag wiederum finde ich gut!

          „Tag des strahlenden Sterns“

          http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_strahlenden_Sterns

          Ist zwar nicht international, aber genauso demokratisch eingeführt und was nicht ist kann ja noch werden … 🙂

        • ät i³, dem überlegenen GSGWissenschaftler:

          „“Schnappatmung” ist eigentlich auch eine stilistische Vorliebe von den Leuten, die auch immer von “Kackscheiße” reden.“
          -Nix. Linksextreme kriegen Schnappatmung, wenn Konservative was politisch Unkorrektes sagen.

          „Im übrigen kannst du gerne “rassisch” argumentieren wenn du magst.“
          -Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

          „Übrigens war die Sowjetunion auch kein Bollwerk gegen “Europäisierung” und kein Konservierungsunternehmen für “antiquierte Riten”.“
          – Keine Geschichte in der Schule gehabt? Zu Zarens Zeiten gab es ein zartes Pflänzchen bürgerlich-demokratischer Kultur; mit Duma sogar. Haben die Genossen alles platt gemacht und stattdessen ein autoritäres System installiert, das das Zarentum (Putintum) bis heute weiterleben läßt.

          Du bist doch Geistes-Sozialwissenschaftler!? Wieso weißt Du das nicht?
          —–

          „Übrigens ist [der] Gottesstaat Saudi-Arabien sicher wohlhabender als “christliche Länder”.“
          -Jo, weil sie mittelbar von der Industrialisierung Europas profitieren. Aber nicht mehr lange.
          Ohne Europa würden sie Kamele treiben wie anno dazumal. Die passende Ideologie haben sie ja immer noch.

        • „Nix. Linksextreme kriegen Schnappatmung, wenn Konservative was politisch Unkorrektes sagen. “

          Also von dir kriege ich keine Schnappatmung. Ob du’s glaubst oder nicht.

          „Keine Geschichte in der Schule gehabt“

          Mort de rire.

  4. Tja, da fallen mir spontan ein paar Artikel ein:

    „Ja, lügen die Medien denn nun oder nicht?“
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=24698

    ”Zahlväter” rebellieren gegen das Unterhaltsrecht”
    https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/23/immer-mehr-vater-rebellieren-unterhalt/

    “Geschlechterrollen aufheben” als Alleinstellungsmerkmal des Feminismus
    https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/24/geschlechterrollen-aufheben-als-alleinstellungsmerkmal-des-feminismus/

    „Neues aus dem Genderuniversum“
    http://gender-universum.de/christian-dreht-durch/

    „Man-Tau“ und sein Monatrückblick auf den Dezember:
    http://man-tau.blogspot.de/2015/01/wo-lacherlichkeit-totet-auch-ein.html

    ‚Me, myself and I‘ zum Thema Frühsexualisierung:
    https://emannzer.wordpress.com/2015/01/22/pipimann-trifft-pipifrau/

    Soweit meine Einwürfe – und ich frage mich, was ein „Selbermach-Samstag“ bringen soll, wenn sowieso nichts daraus gemacht wird – hernach.

  5. Nur so ein Bauchgefühlkommentar: Ich erinnere mich an Äußerungen von Anfang diesen Monats, man müsse aufpassen, dass man in seinen Ansichten nicht verhärte, weil in einer Blogblase immer dieselben Meinungen, Themen und Standpunkte vorkämen. Das halte ich für einen sehr wichtigen Hinweis und tatsächlich war ich etwas müde von der Bloggerei.

    Was mir in den letzten Tagen sehr gefallen hat (sozusagen ein Meta-Nutzen), waren zwei aufeinanderfolgende Artikel, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Nr. 1 zu einem innerfeministischen Kampf, der außerhalb eines eingelesenen Kreises überhaupt niemanden interessieren dürfte, der aber innerhalb dieser Gruppe doch eine sehr bemerkenswerte Meldung darstellt, wenn es auch „nur“ um theoretische Positionierung und Abgrenzung geht. Nr. 2 ein handfestes Problem, bei dem es ums menschliche Zusammenleben geht, um eine schiefe Gesetzeslage/praxis, die der Realität nicht mehr entspricht, und eine Diskussion, wie es denn sonst ablaufen soll. Das zeigt mir ein Stück, wie ich es gerne hätte: Sehr verschieden gestreute Themen.

  6. Ich fand ja diesen Artikel hier

    http://www.vice.com/de/read/das-bild-eines-superhelden-gangbangs-versetzt-franzoesische-feministinnen-in-aufruhr-271

    (via Genderama) einen echten Knaller. Es geht um eine Wandmalerei, in der Batman, Flash, Superman, Wonderwoman und Supergirl Gruppensex betreiben.
    Eigentlich reicht es schon, den folgenden ganz kurzen Absatz zu lesen:

    „VICE: Hey Claire. Kannst du für jeden, der vielleicht ein bisschen langsam im Kopf ist und es nicht versteht, noch mal erklären, warum ihr die Wandmalerei entfernen lassen wolltet?
    Claire Serre Combe: Sie zeigt eine Frau, die von mehreren Männern vergewaltigt wird […]“

    Der erste Satz ist echt erhellend. Denn er sagt im Grunde nichts anderes als: „Jeder, der nicht meiner Meinung ist, ist einfach nur zu doof.“ Eine Haltung, die (nicht nur) im Feminismus häufig zu beobachten ist und besonders schön im Umgang mit der „Women against Feminism“-Kampagne offensichtlich wurde. Im Allgemeinen ist sie aber überall anzutreffen, wo die Menschen glauben, sie allein würden die einzig wahre Wahrheit kennen.

    Auch die Antwort enthält gleich 2 Knaller: Erstens wird aus dem Gangbang in der Überschrift stillschweigend eine Massenvergewaltigung. Die beiden Begriffe werden synonym verwendet. Sexnegativer Feminismus ala A.S. lässt grüßen. Auf dem Bild gibt es nicht den geringsten Hinweis darauf, dass hier eine Vergewaltigung vorliegt. Und zweitens wird ausdrücklich betont, die Frau würde von Männern „vergewaltigt“. Tatsächlich ist aber Supergirl fröhlich dabei, Wonderwoman zu fisten. Wenn es sich um eine Vergewaltigung handeln würde, wäre sie genauso Täter wie die anderen.

    In nur 2 Sätzen versammelt dieser Artikel also die Gleichsetzung von Sex und Vergewaltigung, die Unsichtbarmachung von weiblichen Tätern und die arrogante, egozentrische Selbstverliebtheit, die vielen Netzfeminstinnen so eigen ist. Das muss man erstmal schaffen.

  7. Ich befasse mich – wie schon an den letzten Selbermach Samstagen erwähnt – nach wie vor mit einer Recherche zum poststrukturalistischen Links-Nietzscheanismus und dessen Einfluss auf die Entstehung der Political Correctness.

    Dabei geht es mir um ein tieferes Verständnis der ideengeschichtlichen Linie, wie das Werk von Friedrich Nietzsche den französischen Poststrukturalismus beeinflusst hat (der ja wesentlich auf einer bestimmten Interpretation von Nietzsches Philosophie beruht) und inwiefern gerade die links-nietzscheanischen Elemente des ursprünglich antiautoritären französischen Poststrukturalismus einen Umschlag ins Autoritäre im Zuge einer einseitigen, selektiven und dogmatischen US-amerikanischen Rezeption des Poststrukturalismus begünstigten, aus der dann wiederum Political Correctness, Multikulturalismus und Gender Studies hervorgegangen sind.
    Meine Hypothese ist, dass Political Correctness wesentlich als ein aus dem Ruder gelaufenes links-nietzscheanisches Projekt gesehen werden muss.

    Begonnen habe ich mit einer Literaturrecherche, die ich jetzt im Laufe des Jahres langfristig abarbeiten will.
    Das erste Buch zum Thema, das ich zur Recherche nutzte, war das Buch „Lesarten der Philosophie Nietzsches: Ihre Rezeption und Diskussion in Frankreich, Italien und der angelsächsischen Welt 1960-2000“ von Alfons Reckermann. Interessantes Buch, allerdings nicht zu empfehlen bei zu geringen Vorkenntnissen. Das Buch enthält auch Kapitel zur poststrukturalistischen Nietzsche-Rezeption in den entsprechenden Ländern nebst weiteren Literaturquellen dazu.

    Dann habe ich mir das Standwerk zum Thema aus dem englischsprachigen Raum gekauft:

    Alan Schrift – Nietzsche’s French Legacy: A Genealogy of Poststructuralism

    Es enthält u.a. Kapitel dazu wie die französischen poststrukturalistischen Philosophen Michel Foucault, Jaques Derrida, Gilles Deleuze und Francois Lyotard aufbauend auf die Philosophie von Friedrich Nietzsche den Poststrukturalismus (bzw. ihre jeweiligen Versionen davon) entwickelten und welche Aspekte von Nietzsches Philosophie für die Entwicklung des Poststrukturalismus genutzt wurden.
    Dieses Buch lese ich gerade.

    Gleichzeitig lese ich noch ein Buch speziell zur Theorie des Subjekts bei Nietzsche und Foucault, das ich heute gekauft habe.

    Martin Saar – Genealogie als Kritik: Geschichte und Theorie des Subjekts nach Nietzsche und Foucault

    Dieses Buch dürfte vermutlich gerade für die Problematik des anthropologischen Relativismus (also der Leugnung einer universellen menschlichen Natur) im Poststrukturalismus interessant sein. Foucaults subjekttheoretische Vorstellungen (also seine Vorstellungen über menschliche Identitätsbildungsprozesse) gehen nämlich auf die von Friedrich Nietzsche entwickelte geisteswissenschaftliche Methode der „Genealogie“ zurück und sind inspiriert durch Nietzsches Werk „Genealogie der Moral“, in welchem Nietzsche u.a. die Identitätsbildung durch moralische Sozialisation (in poststrukturalistischer Terminologie ausgedrückt: durch moralische Diskurse) untersucht. Diese von Nietzsche entwickelte Methode der historischen Genealogie übertrug Foucault dann auf seine eigenen Fragestellungen und entwickelte darauf aufbauend seine Vorstellungen von der Entstehung menschlicher Identitäten durch Diskurse. Dabei knüpfte Foucault außerdem an Nietzsches Konzept des „Willens zur Macht“ an und transformierte dieses zu seiner eigenen Machttheorie. So kam er dann zu der Auffassungen, dass menschliche Identitäten durch Diskurse geformt werden, die wiederum im Kontext von Machtbestrebungen stehen.

    Und eben diese links-nietzscheanische Sichtweise von Foucault wurde dann im Zuge der US-amerikanischen Poststrukturalismus-Rezeption auf geschlechtsbezogene und sexuelle Identitäten übertragen, die Gender Studies sind somit u.a. wesentlich ein Nebenprodukt des postmodernen Links-Nietzscheanismus.
    (Ich finde das übrigens ziemlich amüsant: Der frauenfeindliche Nietzsche als Urvater der männerfeindlichen Gender-Ideologie bzw. der politisch rechte Nietzsche als Urvater der linken Variante der Political Correctness).

    Wie üblich sei betont, dass ich die großen Denker des französischen Poststrukturalismus (trotz ihres kritikwürdigen Hanges zu moralischem Relativismus, Wahrheitsrelativismus und anthropologischem Relativismus – alles eng mit ihrem Links-Nietzscheanismus verknüpft) keinesfalls für den zeitgenössischen autoritären US-amerikanischen PC-Vulgär-Poststrukturalismus verantwortlich machen will, den sie sicherlich abgelehnt hätten:

    Dennoch muss der Frage nachgegangen werden, welche Elemente im französischen Poststrukturalismus es begünstigt haben, das daraus im Zuge der US-amerikanischen Poststrukturalismus-Rezeption eine autoritäre Ideologie wurde und da der französische Poststrukturalismus wesentlich ein Links-Nietzscheanismus war, ist es angezeigt zu untersuchen, welche postmodern-links-nietzscheanischen Theorien und Positionen hier ausschlaggebend waren.

    Zum Einfluss von Nietzsche auf das Werk von Foucault gibt es übrigens noch zwei weitere Bücher auf deutsch, die ich mir noch nicht besorgt habe:

    Karl-Heinz Geiß – Foucault-Nietzsche-Foucault: Die Wahlverwandtschaft

    http://www.amazon.de/Foucault-Nietzsche-Foucault-Die-Wahlverwandtschaft-Karl-Heinz-Gei%C3%9F/dp/3890857515/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1422122563&sr=1-1&keywords=geiss+foucault

    Marek Naumann – Die Präsenz Nietzsches im Denken Foucaults: Eine werkanalytische Untersuchung

    http://www.amazon.de/Pr%C3%A4senz-Nietzsches-Denken-Foucaults-werkanalytische/dp/3836445638/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1422122638&sr=1-1&keywords=Die+Pr%C3%A4senz+Nietzsches+im+Denken+Foucaults

    Auch Jaques Derrida, dessen Werk leider ebenfalls das Pech hatte, von den PC-Spinnern und Genderisten instrumentalisiert zu werden war bekanntlich Links-Nietzscheaner. Zu Nietzsches Einfluss auf Derrida liegt ebenfalls eine Untersuchung auf deutsch vor, die ich auch noch bei Gelegenheit lesen will:

    Ernst Behler: Nietzsche – Derrida – Derrida – Nietzsche

    http://www.amazon.de/Nietzsche-Derrida-Ernst-Behler/dp/3506707051/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1422122881&sr=1-3&keywords=nietzsche+derrida

    • Lieber Leszek,

      politische Korrektheit gibt es schon seit 2000 Jahren. Dazu braucht man keinen Nietzsche und keine akademische Spekulativitis.

      Das ist wohl akademische Selbstbefriedigung, die du betreibst.

      Politische Korrektheit ist es z.B., wenn man unbedingt auf den religiösen Regeln beharrt, die es vorschreiben, daß am Sabbat nicht gearbeitet werden darf und dann rummotzt, wenn Jesus Christus eine fußblutende Frau heilt und sich nicht um diese lebensfeindliche Auslegung schert.

      Pharisäertum und Gutmenschentum sind nur zwei andere Wörter für politische Korrektheit.

      Ich erinnere mich ja immer noch mit Grausen an einen Dialog mit dir, als ich dir Pharisäertum vorwarf und du kontertest, daß die Pharisäer in der Bibel schlecht wegkämen.

      Das ist so ungefähr dein Niveau. Könntest dich mit Robin U-Bahn zusammentun. Ich habe noch jedes deiner Argumente auf meinem Blog pariert. Aber eingestehen möchtest du dir das offenbar nicht. Dazu müßtest du doch wenigstens fähig sein, statt dich konsequent selbst zu betrügen.

      PC gab es natürlich auch schon vor 4000 Jahren. Es handelt sich um Menschen, die sich damit produzieren, besonders gut, rechtschaffen und gesellschaftlich angepaßt zu sein. Es handelt sich um eine Art Totentanz um gesellschaftliche Normen, die zum Heiligtum stilisiert und übereifrig befolgt, pervertiert werden.

      Nietzsche ist wohl eher ein Kritiker dieser Herdenmenschen. Er hat ja selbst das christliche Gutmenschentum kritisiert. Wobei er da laut Alice Miller eben auch danebengreift und in rechten Zynismus abgleitet.

      Das ist das Grundproblem an der Kritik am Gutmenschentum, man darf nicht zynisch werden und muß Gutmenschentum von tatsächlich guten Taten zu unterscheiden wissen. Daß es da hapert, sieht man auch immer wieder an Konvertiten wie Fleischhauer oder Matussek.

      • @ Kirk

        „politische Korrektheit gibt es schon seit 2000 Jahren.“

        Aber nicht die spezifische Variante, um die es hier geht.

        „Dazu braucht man keinen Nietzsche und keine akademische Spekulativitis.“

        Für die vulgär-poststrukturalistische Political Correctness war Nietzsche sehr wohl wichtig – und um die geht es hier.

        „Das ist wohl akademische Selbstbefriedigung, die du betreibst.“

        Du bist eben ernsthaftes geisteswissenschaftliches Arbeiten nicht gewohnt.

        „Pharisäertum und Gutmenschentum sind nur zwei andere Wörter für politische Korrektheit.“

        Die Pharisäer wurden im NT verleumdet und den rechten Kampfbegriff „Gutmensch“ lehne ich ab.

        „Ich erinnere mich ja immer noch mit Grausen an einen Dialog mit dir, als ich dir Pharisäertum vorwarf und du kontertest, daß die Pharisäer in der Bibel schlecht wegkämen.“

        So ist es:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Pharis%C3%A4er#Pharis.C3.A4er_und_Christentum

        „Das ist so ungefähr dein Niveau. Könntest dich mit Robin U-Bahn zusammentun.“

        Dagegen habe ich nichts einzuwenden.

        „Ich habe noch jedes deiner Argumente auf meinem Blog pariert.“

        Ja, das war stets amüsant, was du so für Argumente und Begründungen hältst. 🙂

        „Nietzsche ist wohl eher ein Kritiker dieser Herdenmenschen.“

        Es spielt absolut keine Rolle, dass Nietzsche auch ein Kritiker des Herdenmenschen war, wenn nachweislich bestimmte Elemente seiner Philosophie der linken Variante der Political Correctness zugrundeliegen.
        Auch Foucault war ein Kritiker irrationaler Über-Ich-Funktionen (siehe seine Pastoralmachttheorie) und trotzdem wurden Teile seines Werkes für die Political Correctness instrumentalisiert.

        „Er hat ja selbst das christliche Gutmenschentum kritisiert.
        Wobei er da laut Alice Miller eben auch danebengreift und in rechten Zynismus abgleitet.“

        Mit dieser Kritik an Nietzsche hat Alice Miller Recht:

        “Die Schwachen und Mißratenen sollen zugrunde gehn: erster Satz unsrer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen.
        Was ist schädlicher als irgendein Laster? – Das Mitleiden der Tat mit allen Mißratnen und Schwachen – das Christentum…”

        (aus: Friedrich Nietzsche – Der Antichrist, in Friedrich Nietzsche – Gesammelte Werke, Gondrom Verlag, 2005, S. 1105)

        „Das ist das Grundproblem an der Kritik am Gutmenschentum, man darf nicht zynisch werden und muß Gutmenschentum von tatsächlich guten Taten zu unterscheiden wissen. Daß es da hapert, sieht man auch immer wieder an Konvertiten wie Fleischhauer oder Matussek.“

        Ich betrachte den rechten Kampfbegriff „Gutmensch“ (wie du weißt) als wesentlichen Bestandteil der rechten Variante der Political Correctness („So darfst du doch nicht denken, sonst bist du ein Gutmensch.“) und lehne ihn radikal ab.

        • @Leszek: Ich empfinde deinen Beitrag von Denkfehlern nur so strotzdend.

          Du scheinst „Gutmenschen“ mit dem Begriff „gesunder Menschenverstand“ gleichzusetzen. Und begehst scheinbar den fatalen Fehler, deine Haltung via der angelesenen Lektüre über die Meinung vieler Anderer erheben zu wollen.

          Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen:

          „Ich betrachte den rechten Kampfbegriff “Gutmensch” (wie du weißt) als wesentlichen Bestandteil der rechten Variante der Political Correctnes“

          Eine schöne schwarz-weiß-Malerei, die du da hinlegst – und welche an der Realität der Mitbürger vorbei verlinkt, finde ich.

          Du magst darüber selbst ins Stolpern kommen, wenn du dir die Frage stellst, ob die Gegner des Stuttgarter HBFs nun „Gutmenschen“ oder „Reaktionäre“ sind. Nietzsche kannte sie noch nicht – und wird sicherlich keinen Ratschlag dazu haben …

          Oder nimm Pegida – diese „Gutmenschen“, welche sich nicht in deinem Sinne zu äußern scheinen.

          Vielleicht fällt darüber der Widerspruch deiner Argumentation umso mehr auf.

          Sich hinter Lektüre zu verstecken ist allerdings keine Lösung!

          Besten Gruß vom Emannzer
          (seit langem Ex-SPD-Wähler)

        • @ Emannzer

          „Ich empfinde deinen Beitrag von Denkfehlern nur so strotzdend.“

          Tatsächlich? Und möchtest du sie mir auch erklären?

          „Du scheinst “Gutmenschen” mit dem Begriff “gesunder Menschenverstand” gleichzusetzen.“

          Ich weiß zwar nicht, wie du auf diese Interpretation kommst, aber meine Meinung zu dem rechten Kampfbegriff „Gutmensch“ kannst du in mehreren Beiträgen in diesem Strang nachlesen:

          https://allesevolution.wordpress.com/2014/08/16/selbermach-samstag-xcviii/

          „Und begehst scheinbar den fatalen Fehler, deine Haltung via der angelesenen Lektüre über die Meinung vieler Anderer erheben zu wollen.“

          Tja Emmanzer – in wissenschaftlichen Diskussionen zählen nunmal Argumente und Belege.
          Und wenn diese nicht mehr zählen, wenn alle Meinungen unabhängig von Argumenten und Belegen gleichwertig sein sollen, dann mag das zwar scheinbar sehr harmonisch sein – hat mit Bemühen um Objektivität allerdings nichts zu tun.

          „Eine schöne schwarz-weiß-Malerei, die du da hinlegst – und welche an der Realität der Mitbürger vorbei verlinkt, finde ich.“

          Finde ich nicht. Dass „Gutmensch“ einen zentralen Kampfbegriff quer durch das politisch rechte Spektrum darstellt, kann man m.E. eigentlich nur dann nicht sehen, wenn man ganz fest die Augen zumacht.

          „Vielleicht fällt darüber der Widerspruch deiner Argumentation umso mehr auf.“

          Eigentlich nicht.

        • „Eigentlich nicht.“

          Dachte ich mir, Leszek.

          Übrigens hat den Begriff „Gutmensch“ die Zeitschrift „Zeit“ schon vor einigen Jahren selbigst und neuzeitlich mitgeprägt:

          „Der Gutmensch stellt sich in den Dienst der Menschheit und lässt sich feiern. Der gute Mensch aber stellt sich in den Dienst des Nächsten und hilft selbstlos.“

          Quelle: http://www.zeit.de/2009/53/DOS-Gutmensch
          (Rechthaber und Samariter)

          Das müssen echt reaktionäre Rechte gewesen sein …

        • @ emmanzer

          „Das müssen echt reaktionäre Rechte gewesen sein“

          Du brauchst dich selbstverständlich nicht verpflichtet fühlen, meine Beiträge zum Thema in dem verlinkten Strang zu lesen.
          Allerdings gehe ich dort auch auf vergangene linke Begriffsverwendungen von „Gutmensch“ ein, (die ich allerdings ebenfalls ablehne).
          Das ändert aber nichts daran, dass „Gutmensch“ HEUTE VORRANGIG ein rechter Kampfbegriff ist (gebräuchlich bei Konservativen, Rechtsliberalen und auch im extrem rechten Spektrum).
          Dass nicht jeder, der den Begriff verwendet, zwangsläufig politisch rechts steht, stimmt natürlich, aber ist eine Trivialität, denn es geht natürlich nicht darum zu sagen, dass jeder, der den Unsinsbegriff „Gutmensch“ verwendet politisch rechts stehe, es geht darum auf die VORRANGIGE Funktion dieses Begriffs in den zeitgenössischen politischen Diskursen hinzuweisen – und diese vorrangige Funktion ist die Funktion als rechter Kampfbegriff.

        • Leszek, du scheinst wirklich vollkommen verblendet zu sein. Bereits auf meinem Blog schrieb ich, daß nicht relevant ist, wie die Pharisäer vor 2000 Jahren waren, sondern wie der Begriff heute benutzt wird. All dein akademisches Pseudowissen scheint die eklatanten Denkdefizite bei dir nicht kompensieren zu können. Du bist für mich ein klassischer pathologisch Intellektueller, der sich in einer Pseudowelt verschanzt.

          Man muß sich schon extrem dummstellen, wenn man den Vorwurf des Pharisäertums damit kontert, daß Pharisäer ja ureigentlich gar nicht so schlimm gewesen seien.

          Überall auf meinem Blog ist die Schwäche deiner Argumente nachzulesen. Es ist für mich mittlerweile kein Wunder mehr, daß du derartig weltfremd, steril und positiv zum Feminismus eingestellt bist und immer wieder mit formalistischen Argumentationstiraden kommst.

          Du bist wirklich vollkommen gefangen in deinem kruden links-akademischen Weltbild.

          PS: Immer diese autistischen Schwachsinnsantworten à la „und den rechten Kampfbegriff Gutmensch lehne ich ab“. Das ist sehr entlarvend und zeigt, in was für einem geistigen Waschzwang-Modus du dich befindest. Ich verwende den Begriff nicht als rechten Kampfbegriff, sondern universell, wie du meinem letzten Beitrag entnehmen kannst.

          Aber das gefällt dem kleinen Leszek nicht. Es zeigt einfach, daß dir jegliche Lockerheit fehlt und du dich eigentlich in einem Endkampf gegen das sogenannte Böse befindest. Du bist überhaupt nicht fähig zu einem ernsthaften Dialog, sondern ziehst dich immer wie ein trotziges Kind hinter eine akademische Barrikade zurück, wenn man plausibel bestimmte Dinge infrage stellt.

          Vom Typus her entsprichst du diesen idiotischen Gegendemonstranten bei den Pegida-Demos. Die sind auch so zwanghaft gutmenschmäßig drauf. Mit denen kann man nicht reden, die rufen „Deutschland verrecke“ und andere merkwürdige Dinge und werden dafür als Oberdemokraten gefeiert.

        • @Leszek

          Ich lese deine Beiträge mit großem Interesse und wollte das nur kurz mitteilen.

          Gerne bleibe ich auf dem neuesten Stand deiner Erkenntnisse – obwohl hier eventuell nicht der richtige Platz für eine Diskussion ist. Die Reaktionen sind ein bisschen sehr OT – vorsichtig ausgedrückt.

          Es wäre aber prima, wenn du einen Artikel für „Geschlechterallerlei“ schreiben und dort veröffentlichen würdest.

          Schönen Gruß, crumar

        • @ Kirk

          „Leszek, du scheinst wirklich vollkommen verblendet zu sein.“

          Glücklicherweise haben wir ja dich um mich zu erleuchten. 🙂

          „Bereits auf meinem Blog schrieb ich, daß nicht relevant ist, wie die Pharisäer vor 2000 Jahren waren, sondern wie der Begriff heute benutzt wird.“

          Es lässt sich vermuten, dass manche Leute – z.B. Juden oder Historiker – das anders sehen könnten. Aber davon abgesehen scheinst du nicht zu verstehen, dass der Hinweis auf die Verleumdung der Pharisäer im NT eine funktional-angemessene diskursive Reaktion darstellt, wenn jemand anstatt Argumente vorzubringen mit Pharisäer-Vorwürfen um sich wirft.

          „All dein akademisches Pseudowissen scheint die eklatanten Denkdefizite bei dir nicht kompensieren zu können. Du bist für mich ein klassischer pathologisch Intellektueller, der sich in einer Pseudowelt verschanzt.“

          Nun ja, deine Haupt“argumente“ bestehen ja meist darin, Andersdenkende als dumm, verblendet, psychisch gestört, geisteskrank, Pharisäer oder Gutmenschen zu bezeichnen oder ihnen zu unterstellen, sie seien sexuell mißbraucht worden.
          Ich finde schon, dass ich argumentativ meist etwas mehr zu bieten habe.

          „Man muß sich schon extrem dummstellen, wenn man den Vorwurf des Pharisäertums damit kontert, daß Pharisäer ja ureigentlich gar nicht so schlimm gewesen seien.“

          Es könnte natürlich auch ein Zeichen von Dummheit sein, wenn man diskursive Strategien nicht versteht.

          „Überall auf meinem Blog ist die Schwäche deiner Argumente nachzulesen.“

          Vielleicht solltest du mal etwas länger über meine Argumente nachdenken, dann werden sie mit der Zeit vielleicht verständlicher für dich.

          „Es ist für mich mittlerweile kein Wunder mehr, daß du derartig weltfremd, steril und positiv zum Feminismus eingestellt bist und immer wieder mit formalistischen Argumentationstiraden kommst.“

          Tatsächlich habe ich überhaupt keine vorgeprägte Bewertungshaltung – weder gegenüber dem Feminismus, noch gegenüber dem Maskulismus. Ich bewerte jede feministische Strömung oder Position sowie jede männerrechtliche Strömung oder Position einzeln und nach den gleichen wissenschaftlichen und ethischen Kriterien.

          „Immer diese autistischen Schwachsinnsantworten à la “und den rechten Kampfbegriff Gutmensch lehne ich ab”. Das ist sehr entlarvend und zeigt, in was für einem geistigen Waschzwang-Modus du dich befindest. Ich verwende den Begriff nicht als rechten Kampfbegriff, sondern universell, wie du meinem letzten Beitrag entnehmen kannst.“

          Für mich ist völlig zweitrangig wie du ihn verwendest. Ich betreibe eine Analyse und Kritik der linken und der rechten Variante der Political Correctness.
          „Gutmensch“ ist heute vorrangig ein irrationaler rechter Kampfbegriff und ich will den rechten ideologischen Diskurs, innerhalb dessen der Unsinnsbegriff „Gutmensch“ seine Funktion erfüllt, zerstören.

          „Aber das gefällt dem kleinen Leszek nicht. Es zeigt einfach, daß dir jegliche Lockerheit fehlt und du dich eigentlich in einem Endkampf gegen das sogenannte Böse befindest.“

          Das nennt man eine kohärente und konsequente Haltung, Kirk.

        • „Es wäre aber prima, wenn du einen Artikel für “Geschlechterallerlei” schreiben und dort veröffentlichen würdest.“

          Diesen Hinweis von @Crumar unterschreibe ich und warte gespannt auf einen Beitrag dort von Leszek.

          Es besteht ein Unterschied, ob man einen Kommentar schreibt – oder anderes ‚lediglich‘ kommentiert.

          Insofern wäre ein Beitrag von Crumar dort auch mehr als zu begrüßen. Eigentlich wäre ein eigener Blog sogar angemessen.

          Also Leszek, leg los. Mich würde es freuen – selbst wenn ich nicht (immer) deiner Meinung bin.

        • Nick

          Putz dir mal den Schaum vorm Mund ab, es ist doch mehr als Peinlich dass du kein Argument zustande bringst.

          Du bist offenbar zu dumm, um die Argumente verstehen zu können. Hat sich auch in der Vergangenheit schon mehr als genug gezeigt.

        • Du bist offenbar zu dumm, um die Argumente verstehen zu können.

          In der Tat: Ich bin so dermaßen dumm, dass ich auch in ganzen Tiraden von bloßen ad-hominem Anwürfen keinerlei argumentative Substanz entdecken kann.

          Vielleicht bittest du Alice Miller darum darzulegen, welch einmalig kostbares und eloquentes Denken in dem einsamen Hinterstübchen der einmaligen Schneeflocke Kirk stattfindet.

        • Tröste dich, Nick. Nicht jeder ist so intelligent, um mich zu verstehen. Sogenannte „Ad-hominem“-Argumente benutze ich nicht. Ich drücke lediglich aus, daß ich manche Leute für entsetzliche Schwachköpfe halte, nachdem sie auch zum hundertsten Male meine „Ad-rem“-Argumente nicht verstanden haben und mit den immergleichen Abwehr-Platitüden kommen.
          Wie weiter unten zu sehen, bringen auch zahlreiche andere Kommentatoren sehr gute „Ad-rem“-Argumente, die sich untereinander ähneln und somit zum Nachdenken anregen könnten.

          Ich finde z.B. das, was Zabalo unten zum Gutmenschenbegriff sagt, sehr richtig.

          Es gab hier schon unzählige Diskussionen auch zu anderen Themen, aber ein gewisser Leszek flieht halt immer in seinen pseudointellektuellen Elfenbeinturm.

          Ich empfinde es als menschliche Reaktion, wenn man dann und wann auch mal raushaut, wie schwachsinnig die eine oder andere Wortmeldung ist.

          Diese Weigerung, den Gutmenschenbegriff, zu akzeptieren, ist einfach nur infantil. Der Begriff läßt sich auch seriös und treffend verwenden, ohne ein „rechter Kampfbegriff“ zu sein. Es ist einfach nur infantil, die immergleichen Tiraden hier von Leszek zu hören. Das ist einfach grotesk, so etwas dann auch noch von einem Intellektuellen zu lesen.

          Es spiegelt eben genau das peinliche Gutmenschen- und Mimosentum wider, was hier manche immer wieder kritisieren und das für Folklore-Linke typisch ist.

          Ich empfehle dir die Texte auf Alice Millers Webseite. Die sind sehr gut.

          Alice Miller scheint es dir ja angetan zu haben, da du sie immer wieder erwähnst. Ich hoffe, du bist wie ich der Meinung, daß Pädophilie einzig durch sexuellen Mißbrauch in der Kindheit verursacht wird.

      • Den Begriff „Gutmensch“ kenne ich schon lange, und nicht nur aus rechten Kreisen. Es gibt für mich einen sehr wichtigen Grund, ihn nicht selbst zu verwenden: Er ist zu undifferenziert, schmeißt zu vieles durcheinander und zielt eben an denen vorbei, die er treffen müsste.

        Es hat keinen Sinn, alle Anti-Pegida-Demonstranten rundweg als moralisierende Heuchler hinzustellen, die gutmenschig sich selbst als die Besseren hinstellen. Es gibt nun einmal gute Gründe, gegen Pegida auf die Straße zu gehen – zum Beispiel die Ressentiments, die dort offensichtlich verbreitet werden. Man macht es sich viel zu bequem, wen man den Protest dagegen rundweg als verlogenen Versuch beschreibt, sich selbst als moralisch überlegen hinzustellen.

        Vor allem geht das an einem Phänomen vorbei, über das ich in der letzten Zeit häufiger gestolpert bin – zum Beispiel in einem Tweet von Antje Schrupp, die mit Michael Seemann und Caspar Mierau über die FAZ debattierte. In dieser konservativen Zeitung nicht mehr zu publizieren, wäre falsch: „Weil man damit gar nichts erreicht, ausser sich selbst (aka: den Guten) eine Publikations- und Einflussmöglichkeit zu nehmen.“ https://twitter.com/antjeschrupp/status/525644219994886146

        Das ist nicht ironisch, oder es tarnt sich nur als Ironie. Es gibt keinen Grund davon auszugehen, dass die Beteiligten vielleicht tatsächlich auch mal andere, und nicht sich selbst, als „die Guten“ wahrnehmen würden. Und „die Guten“, das sind hier ein Journalist, der politische Gegner gern öffentlich als „Abschaum“ beschimpft – ein Blogger, der den Zeit-Journalisten Martenstein bewusst entstellend zitiert hat, um ihn als Rassisten verleumden zu können – und eine Redakteurin einer Evangelischen Kirchenzeitung, die fordert, Vätern sämtliche Rechte zu streichen.

        DAS ist wirklich ein Problem – eine Überzeugung VOR allen konkreten politischen Positionen, vor aller konkreten Politik, dass man selbst zu „den Guten“ gehören würde. Es geht hier nicht mal mehr darum, dass „links“ mit gut und „rechts“ mit böse gleichgesetzt würde – weder mit Schrupp, noch mit Seemann, noch mit Mierau hätte eine Debatte m eine konsistente linke Politik irgendeinen Sinn.

        Es entwickelt sich nach meinem Eindruck eine Debattenlage, in der einige Beteiligte einen Kulturkampf herbeischreiben, in dem völlig unabhängig von aller konkreten Politik irgendwie „Gut“ gegen „Böse“ antritt und sie selbst, natürlich, immer zu den Guten gehören. Siehe zum Beispiel auch einen Text von Laurie Penny zu Gamer Gate, in dem sie klarstellt, dass „wir“ gewinnen und die anderen („sexists, recreational misogynists and bigots“) verlieren würden. http://laurie-penny.com/why-were-winning-social-justice-warriors-and-the-new-culture-war/

        Diese Phantasie eines Kulturkrieges, in dem „Gut“ gegen „Böse“ antritt und Inhalte sowie politische Positionen überhaupt nicht mehr abgewogen werden können, ist destruktiv und anti-demokratisch. Wer aber pauschalisierend von „Gutmenschen“ redet, beteiligt sich bloß an dieser Phantasie und redet damit genau an den Problemen vorbei, die wirklich gefährlich werden können.

        • „Und “die Guten”, das sind hier ein Journalist, der politische Gegner gern öffentlich als “Abschaum” beschimpft – ein Blogger, der den Zeit-Journalisten Martenstein bewusst entstellend zitiert hat, um ihn als Rassisten verleumden zu können – und eine Redakteurin einer Evangelischen Kirchenzeitung, die fordert, Vätern sämtliche Rechte zu streichen.

          DAS ist wirklich ein Problem“

          Nein – das Problem ist, dass solche Leute nicht DESHALB kritisiert werden. Sie werden kritisiert, weil sie sich beispielsweise für Asylanten einsetzen, für Homosexuelle, gegen Antisemitismus und Hass gegen Muslime etc. pp. Dafür wird man immer wieder als Gutmensch beschimpft und DAS ist es, was diesen Begriff so problematisch macht: Er wertet menschliches Verhalten herab und verhöhnt es.

        • Sie werden kritisiert, weil sie sich beispielsweise für Asylanten einsetzen, für Homosexuelle, gegen Antisemitismus und Hass gegen Muslime etc. pp.

          Nein, Robin, sie werden dafür kritisiert dass sie mit ihren Über-Ich Konstruktionen à la critical whiteness Antirassismus etc. dafür instrumentalisieren, sich als Bessermenschen darzustellen.

          Dafür wird man immer wieder als Gutmensch beschimpft und DAS ist es, was diesen Begriff so problematisch macht: Er wertet [humanistisches] Verhalten herab und verhöhnt es.

          Das gibt es natürlich auch, aber Michael Seemann ist sicher kein Humanist.

        • Nick

          „Das gibt es natürlich auch, aber Michael Seemann ist sicher kein Humanist.“

          Oh nein.

          Robin

          „gegen Antisemitismus und Hass gegen Muslime etc. pp. Dafür wird man immer wieder als Gutmensch beschimpft“

          zu dem Einsatz gegen „Hass gegen Muslime“ habe ich vage einen ziemlich zynischen Kommentar gegen Charlie Hebdo auf twitter in Erinnerung. Ich finde ihn aber nicht mehr, hat er ihn zwischenzeitlich gelöscht?

        • Vielleicht verwechsele ich ihn auch, aber ich merke gerade, dass ziemlich viele twitter-Kommentare kurz nach dem Massaker aus der „antirassistischen Feminismus“ bzw. „Humanismus“-Szene nicht mehr auffindbar sind. 😦

        • „Den Begriff “Gutmensch” kenne ich schon lange, und nicht nur aus rechten Kreisen.“

          Es hilft aber alles nichts – der Begriff „Gutmensch“ ist inzwischen fest etabliert und zählt zu den wichtigsten und wirkungsvollsten Kampfbegriffen, um moralisierende Selbstgerechtigkeit und Heuchelei blosszustellen. Im Gegensatz zu anderen, weniger gebräuchlichen Begriffen wie z.B. „Opfer-Abo“ ist er bereits so weit im Bewusstsein der Bevölkerung verankert, dass seine Bekämpfung oder Umwertung schon nicht mehr möglich ist. So hat sich ja auch das linguistische Komitee, welches jährlich Begriffe zu Unworten erklärt, schon nicht mehr getraut, „Gutmensch“ dazu zu wählen, obwohl der Begriff dafür vorgeschlagen wurde. Es dürfte also wohl sinnlos sein, noch gegen diesen Begriff und die mit ihm verbundene Wirkung anzukämpfen.

          Alle, denen der Begriff „Gutmensch“ ein Dorn im Auge ist, können sich ja damit trösten, dass es auch genug linke Kampfbegriffe gibt. Gerade im feministischen Kontext gibt es ja ein ganzes Sortiment davon, wie z.B. „Machogehabe“, „testosterongesteuert“ o.Ä., die hier sonderbarerweise keine besondere Missbilligung zu erregen scheinen.

        • Nachtrag zu Seemann: Naja gut, hab den tweet gefunden. Geht halt um „rassistische Klischees“, ohne die Satire auch „gehe“. Ob das zu einem Zeitpunkt, wo die kritisierten Karikaturisten noch auf der Intensivstation um ihr Leben kämpften, ein sinnvoller Hinweis war, sei dahingestellt.

          Kann man auch unter deutscher Gefühllosigkeit statt Zynismus verbuchen. Humanistische Heldentaten sind das aber für mich nicht.

        • Geht halt um “rassistische Klischees”, ohne die Satire auch “gehe”.

          Naja. Eine Karikatur geht nicht ohne Klischees und das kann man dann beliebig als rassistisch deuten..

        • @ Nick

          „Naja. Eine Karikatur geht nicht ohne Klischees und das kann man dann beliebig als rassistisch deuten..“

          Es geht um das bekannte „es gibt keinen ironischen Rassismus“- und „Witze über rassistische Klischees reproduzieren auch Rassismus“-Schema der üblichen Verdächtigen.

          Genau das ist aber der typische Charlie Hebdo Humor.

          Herrn Seemann halte ich noch zugute, dass er nach seinem ersten Rassismus-Reflex später noch das hier verlinkt hat, wo der Charlie-Hebdo-Humor erläutert wird:

          http://www.understandingcharliehebdo.com/

        • „Vielleicht verwechsele ich ihn auch, aber ich merke gerade, dass ziemlich viele twitter-Kommentare kurz nach dem Massaker aus der “antirassistischen Feminismus” bzw. “Humanismus”-Szene nicht mehr auffindbar sind. :(“

          Das impliziert, dass du diesen Menschen eine gewisse Einsicht in die zynische Pietätlosigkeit ihres sogenannten Antirassismus unterstellst, was aus meiner Sicht leider etwas zu optimistisch ist.

    • @Leszek

      “ Meine Hypothese ist, dass Political Correctness wesentlich als ein aus dem Ruder gelaufenes links-nietzscheanisches Projekt gesehen werden muss. “

      Das scheint mir einleuchtend – ich versuche Ähnliches im Moment ebenfalls nachzuvollziehen. Deine Bücher werde ich mir ansehen, danke.

  8. @Leszek:

    „.. Das ändert aber nichts daran, dass “Gutmensch” HEUTE VORRANGIG ein rechter Kampfbegriff ist (gebräuchlich bei Konservativen, Rechtsliberalen und auch im extrem rechten Spektrum). …“

    Und das machst du woran fest?

    Ganz ehrlich (und nicht polemisch gemeint): Dieses Links-Rechts-Geschwurbel nervt ohne Ende. Und ich weigere mich, solche s.g. ‚Diskurse‘ noch weiter mitzumachen – denn sie führen zu nichts.

    Im Gegenteil: Sie kosten Zeit, Energie und vieles Anderes mehr. Lies du deinen Nietzsche und ich bilde mir derweil meine eigene Meinung.

    Und ja, ich habe deine Beiträge gelesen (bis auf die Links).

    Ich sehe dich nicht als ‚Feind‘ – lehne allerdings die rechts- oder linksaußen Muster ab, da ich diese für kontraproduktiv halte. Tut mir leid, aber das ist meine Meinung dazu.

    Gesunden Menschenverstand kann heute fast kaum eine Partei oder eine Ideologie repräsentieren – und ersetzen schon gar nicht.

    Einen schönen Abend dir, linke Socke 😉

    • @ emmanzer

      „Und das machst du woran fest?“

      An zahllosen Beobachtungen der Begriffsverwendung im Netz – u.a. auch auf diesem Blog.

      „Ganz ehrlich (und nicht polemisch gemeint): Dieses Links-Rechts-Geschwurbel nervt ohne Ende. Und ich weigere mich, solche s.g. ‘Diskurse’ noch weiter mitzumachen – denn sie führen zu nichts.“

      Ich weiß ja, dass du das so siehst. Ich möchte dich ja auch keineswegs in solche Diskussionen hineinziehen, zumal du ja tatsächlich versuchst in Bezug auf verschiedene Strömungen der Männerrechtsbewegung integrierend einzuwirken.
      Ich denke aber, dass es nicht möglich ist, auf solche Diskussionen zu verzichten.

      Noch vor ca. 3 oder 4 Jahren gab es m.E. eine ideologische Dominanz der Konservativen in der Männerrechtsbewegung und alles, was politisch links ist, wurde undifferenziert und kenntnisfrei niedergemacht („Linke sind die Pest“.) Gleichzeitig hat ein Teil dieser Leute alles getan, um die Männerrechtsbewegung ins Abseits zu schießen.
      Als dann linke und liberale Männerrechtler sich explizit als eigenständige Strömungen konstituiert haben, eigene Theorien und Perspektiven entwickelt haben und stärker für ihre Standpunkte argumentiert haben, sprachen einige der gleichen Konservativen, die zuvor gegen alle Linken gehetzt hatten (und dies immer noch tun) auf einmal davon, wie unnötig solche Spaltungen doch seien – natürlich erst nachdem sie gemerkt hatten, dass sie ihre ideologische Hegemonie verloren hatten.
      Will also sagen: Es kommt für linke und liberale Männerrechtler erfahrungsgemäß nichts Gutes dabei heraus, wenn sie sich mit ihren Meinungen zurückhalten, sie werden dann von den Konservativen untergebuttert.

      „Im Gegenteil: Sie kosten Zeit, Energie und vieles Anderes mehr. Lies du deinen Nietzsche und ich bilde mir derweil meine eigene Meinung.“

      Natürlich.

      „Und ja, ich habe deine Beiträge gelesen (bis auf die Links).
      Ich sehe dich nicht als ‘Feind’ – lehne allerdings die rechts- oder linksaußen Muster ab, da ich diese für kontraproduktiv halte. Tut mir leid, aber das ist meine Meinung dazu.“

      Das ist schon o.k., ich bin hier nur eben anderer Meinung.

      „Einen schönen Abend dir, linke Socke“

      Dir auch einen schönen Abend.

      • Noch vor ca. 3 oder 4 Jahren gab es m.E. eine ideologische Dominanz der Konservativen in der Männerrechtsbewegung und alles, was politisch links ist, wurde undifferenziert und kenntnisfrei niedergemacht (“Linke sind die Pest”.)

        Ich kann diese Dominanz nicht feststellen. Da war vielleicht mehr Quantität, Dominanz konnte ich nicht erkennen.

        Wer hat denn was getan von diesen Leuten, um die Männerbewegung als Ganze ins Abseits zu schießen?

        „Linke sind die Pest“-Sprüche kamen von einigen Berserkern im WGVDL-Forum, ich glaube kaum, daß so etwas von aufrichtig konservativen Männerrechtlern kam.

      • Viel zu viel Lagerdenken.

        Vor 3 bis 4 Jahren hab ich zum Beispiel noch gar nichts von der Männerrechtsbewegung gehört.

        War nicht auf dem Radarschirm. Deshalb kann ich damit auch wenig anfangen, wenn hier von der ideologischen Dominanz der Konservativen gesprochen wird.

        Was ich aber weiß ist, dass mir das alte gynozentrische konservative „Bild“ bzw. die Sichtweise nicht gefällt. Das ist noch gelinde ausgedrückt.

        Allerdings diese linksideologische Autoritätsanbetung auch nicht. Das ist zu engstirnig und ideologisiert. Ich halte das für gestrig und unnötig verwirrend, weil da zu viele Ängste, Aufspielerei, unsinnige Utopismen und Deflektionen mitspielen.

        Nebelkerzen. Und falsche Richtung mit Argumentationen aus der Vergangenheit, die über das typische und sehr schädliche emotionalisierende Unterstellungsguilting erst politische Korrektness entstehen lassen. Dieses blinde Feindbildbeissen, dämlich kollektivistische Kategorisieren mit entsprechendem Group Think und die für cool gehaltene Absolution daran ist auch nicht förderlich. Genausowenig wie die Rechtstradierten offenbar vor ein paar Jahren hier drauf waren.

  9. @Leszek:

    „Ich weiß ja, dass du das so siehst. Ich möchte dich ja auch keineswegs in solche Diskussionen hineinziehen, zumal du ja tatsächlich versuchst in Bezug auf verschiedene Strömungen der Männerrechtsbewegung integrierend einzuwirken.

    Ich denke aber, dass es nicht möglich ist, auf solche Diskussionen zu verzichten.“

    Danke für deine (ebenfalls) versöhnlichen Worte, Leszek. Obwohl ich eher zum ‚Krawallbruder‘ mutierte (eben alles, was das erlebte Familienrecht so mit sich bringt), denke ich, dass ein Konsens jenseits der jeweiligen Grenzen möglich sein sollte.

    Insofern fände ich es klasse, wenn du deine Meinung als Beitrag bei z.B. „Geschlechterallerlei“ als Artikel einbringen würdest. Es wäre ein postulierter Standpunkt und nicht nur ein Kommentar mit vielen Links.

    Graublau hat mich im Dezember auch überredet – und es war gut so im Nachhinein. An dieser Stelle meinen Dank an Arne, der mir den ‚Rest‘ in Form eines Kicks gab.

    Gib dir einen Ruck – und stell dich den Meinungen. Ich werde sicherlich nicht schreiben: „Linke sind die Pest“ – versprochen.

    Es würde mich freuen, dich dort zu lesen,
    Hab‘ einen feinen Abend

    Emannzer

  10. Scott Alexander verreist ein Science paper. Die Autoren des Papers führen den geringen Frauenanteil in manchen Fächer auf den Glauben, dass in diesen Fächern Talent Voraussetzung für Erfolg ist zurück.
    Er zeigt, dass die tatsächlich erforderten mathematischen Fähigkeiten stärker negativ mit dem Frauenanteil in einem Fach korrelieren, als der Glaube an Talent als Erfolgsvoraussetzung.

    http://slatestarcodex.com/2015/01/24/perceptions-of-required-ability-act-as-a-proxy-for-actual-required-ability-in-explaining-the-gender-gap/

    • Danke für diesen Hinweis, @david.

      Da missbraucht eine Chefredakteurin ihr eigenes Blatt, um ihr persönlliches Opfer-Gusto in die Welt zu krakeelen – und reflektiert nicht im Mindesten, was sie damit hätte anrichten können.

      Z.B. das Kinder neben ihr bei Rot gleich mitlaufen, weil sie den Erwachsenen ja vertrauen – und dafür ggf. niedergewalzt werden.

      Es erinnert ein wenig an das Thema Fahrscheinkontrolle und wie es den Sohn von Anke Domscheit-Berg erwischte – und wie die „Welt“ ein Riesenthema daraus machen wollte. Die Diktion des Artikels erinnert fatal an die damalige Sprechweise dieser Zeitung.

      Inzwischen ist er, nebst allen Kommentaren gelöscht!

      Und dabei war es doch so populistisch, endlich mal auf die DB einzudreschen, weil sie ihr Kind einfach am nächsten Bahnhof absetzte und die dortige Polizei es mit Hamburger und Cola versorgte.

      Aber das war AnkeD (ihr Twitter-Account) nicht gut genug, denn es musst selbstbezüglich skandalisiert werden.

      Nichts anderes macht diese Maria Jelenko-Benedikt (Maria B.) in ihrem Artikel – und stülpt ihr egozentrisches Ego zuvorderst nach oben.

      Narzissmus und Egozentrik pur. Und da wundert sich das gemeine Volk, warum „Lügenpresse“ nun zum Unwort des Jahres gewählt wird….

    • Die Bürgersdame meint schon sehr lange, dass sie die rechtmäßige Erbin der Adelsfrau sei.

      Der männliche Bürger legitimiert seine Position durch sein Tun, während die Bürgersdame ihre Position durch ihr Sein zu legitimieren sucht.

      Das „edle Herz“ tritt anstelle des „edlen Blutes“.

    • Sind die Frauen bei ProQUote auch solch schlechte Verkehrsteilnehmerinnen, dass Sie den Chefsessel brauchen um ihre Privatfehden zu betreiben?
      Vielleicht lesen wir dann doch was über die Schlampe von nebenan, wenn der Lebensabschnittsgefährte übermäßig Stielaugen für die Nachbarin hatte.

      Dann wird die Sueddeutsche endgültig so relevant wie das „Neue Blatt“.

  11. „Fuck-Marry-Kill“

    johntheother über den kürzlichen Aufschrei darüber

    Fsck Marry Kill Violence Against Women

    Hier noch die von John erwähnte Behandlung von 6oodfella

    F***, Marry, Or Kill? = Hatred Of Women

    Und noch ein Update dazu von johntheother

    Male Violence, and other lies

  12. Daniela Morgendorfer:

    Unsere Linken merken gar nicht, wie sie sich selbst widersprechen. Einerseits großes Getue um Kinderrechte, andererseits Sexualisierung noch im Kindergarten und, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, Hass auf Eltern, und Väter ganz besonders: Männer sind ja Schweine…

    Linguistisch blödsinniger Genderwahn, LBGT als Lebensideal, doch gleichzeitig wird der Islam hofiert, wo man sich karnickelartig vermehrt, Frauen unterbuttert und Homosexuelle aufhängt. Dazu noch Umweltschutz, insbesondere in Form veganer, glutenfreier Urkost in Form frischen FLUGobstes, da Flugzeuge bekanntlich Mutter Natur besonders gut tun, und Anbeten der PeTA, die jährlich fast alle aufgenommenen Tiere tötet…

    Und die halten das für schlüssig und kongruent! Nein! Man sollte solch armen Irren keinerlei Plattform mehr geben!^

    Als Antwort zum Artikel: http://www.focus.de/regional/hamburg/eiern-schneebaellen-pyrotechnik-teilnehmer-einer-demo-gegen-sexualkunde-attackiert_id_4429499.html

  13. Passend zum obigen Video:

    Man beachte die Obrigkeit am Podium.

    Diese sexistischen gynozentrischen Bonzen sollen uns Frieden bringen?

    Dekandente 1. Welt Privilegienprobleme während unterprivilegierte Jungen massakriert werden und unterprivilegierte Männer im IS gewalttätig sind?

    Was für ein extremer inhumaner scheinheiliger Zynismus.

    Emma Watson Speech for HeForShe IMPACT 10x10x10 Program at World Economic Forum 2015

    • Beruhig dich, petpather.

      Scheinheiligkeit ist der modus vivendi der Frauen.

      Und es gibt gute Gründe dafür:

      Die Bewertung ihrer mating strategies würde das, wodurch wir homo sapiens zu dem geworden sind, was uns gut macht: Gruppenzusammenhalt, Reziprozität, Empathie usw., mit einem Augenblick dahinraffen.

      Also muss es gut verborgen werden.

      Vor sich und den anderen.

      Die beste Strategie des Lügner ist, dass er glaubt, was er erzählt.

  14. Wie kommt Jürgen Todenhöfer darauf, dass zivilisatorische Leistungen dem „Islam“ geschuldet seien?

    Wenn das so ist, dann müsste man sich ja jetzt eigentlich fragen, wo „der Islam“ mit seinen fortschrittlichen innovativen Entdeckungen und Entwicklungen verweilt?

    Es geht mir hier konkret um seine Auffassung, „der Islam“ bzw. eine beliebige Religion würde irgendwas erreicht haben. Die logisch korrekte Form, wenn man von Errungenschaften sprechen müsste, wäre ja „Menschen, die dem Islam zugehörig sind“ oder eben „Moslems“. Schlussendlich wäre das wieder eine persönliche und menschliche Leistung, und keine religiöse Leistung wie die des Islams. Zumindest müsste man ja jetzt herausfinden, ob eine Kausalität zwischen der Religion des Forschenden und seiner tatsächlichen Errungenschaft existiert. Ich würde mal streng behaupten, dass diese nicht existent ist.

    • Der Gute schmeißt „Islam“ und „Araber“ in einen Topf und stellt das Ganze in eine falsche Dichotomie zum Topf „Christentum“ und „Europäer“.

      Es war wohl eher so: „Als Europa im religiösen Tiefschaf des Mittelalters verharrte und deshalb weit hinter die wesentlich aufgeklärtere Antike zurückfiel, war die arabische Welt nicht ganz so religiös vernagelt und brachte wichtige Impulse der Antike wieder nach Europa“

      Keine Religion der Welt hat bisher irgendjemand zu einer aufgeklärteren Weltsicht verholfen.

      Die ganze arabische Welt driftet zunehmend in einen religiösen Tiefstschlaf ab, und _das_ soll uns „weiterbringen“? Na, dann mal gute Nacht.

      Wobei der Westen tatsächlich nicht so ganz unschuldig an dieser Entwicklung ist. Und mit der Merkeline als Kanzlerine schon 2003 wären Teutonen zweifellos mitschuldiger.

      Herr, schicke bitte bitte einen erlösenden Blitz in den Garten von Kohls Waschmaschine.

  15. Pingback: Nieder mit der Familie! | emannzer

  16. http://blogs.scientificamerican.com/cross-check/2013/07/18/new-study-of-foragers-undermines-claim-that-war-has-deep-evolutionary-roots/

    Kurzzusammenfassung aus dem Text:

    „Mead proposed that war is a cultural “invention”—in modern lingo, a meme, that can arise in any society, from the simplest to the most complex. Once it arises, war often becomes self-perpetuating, with attacks by one group provoking reprisals and pre-emptive attacks by others.

    The war meme also transforms societies, militarizes them, in ways that make war more likely. The Tiwi seem to be a society that has embraced war as a way of life. So is the United States of America.

    The Deep Roots Theory is insidious because it leads many people to succumb to the fatalistic notion that war is inevitable. Wrong. War is neither innate nor inevitable.“

    So soll Krieg ein kultureller Aspekt sein, und kein intrinsisch menschlicher, der sich evolutionär entwickelt haben soll.

  17. http://www.washingtonexaminer.com/hirsi-ali-slams-feminisms-trivial-bs/article/2556419

    Diese Hirsi Ali ist mir schon öfters in letzter Zeit mit ihren Kommentaren aufgefallen. Sie definiert dabei den fehlenden Nutzen des heutigen Feminismus über >tatsächlich< fehlende Equal Rights, die vielen Frauen in der Welt verwehrt bleiben, so z.B. das Recht auf freie Bildung. Den heutigen Feminismus sieht sie als "trivialen Bullshit" an.

    “We must reclaim and retake feminism from our fellow idiotic women.”

    Da könnte man sie ja tatsächlich neben Feministinnen wie Cathy Young oder Based Mom (C.H. Sommers) einordnen.

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