„Gender Sponging“

Science Files will einen neuen Begriff einführen:

Gender Sponging beschreibt den erfolgreichen Versuch von Mittelschichtsfrauen, sich unabhängig von Leistung Zugang zu Ressourcen zu verschaffen, und zwar auf Kosten aller anderen gesellschaftlichen Gruppen. Gender Sponging ist gesellschaftlich schädliches Verhalten, da es knappe Ressourcen, die in einer für die Gesellschaft produktiven Weise hätten eingesetzt werden können, einer konsumptiven und somit unproduktiven Verwendungsweise zuführt.

Die direkte Übersetzung wäre wohl „Gender Schmarotzerei„, also das Ausnutzen eines bestimmten Geschlechts, um sich Privilegien, die einem nicht zustehen, einzuverleiben. In gewisser Weise also das, was man im Feminismus den Männern generell vorwirft übertragen auf Einzelpersonen.

Der dabei ausgenutzte Mythos soll der sein, dass Frauen benachteiligt sind und insofern durch Ausgleichsmaßnahmen gefördert werden müssen. Auf diesem Mythos aufbauend kann man dann sich selbst über die Ausgleichsmaßnahmen Vorteile verschaffen.

Ich finde es ein interessantes Reframing über ein neues Wort ein Möglichkeit zu schaffen, solche Ansinnen aus dem allgemein eher verwendeten Frame herauszulösen. Damit man dies nutzen kann, müsste es sich natürlich erst verbreiten. Es kann schnell zu einem ungerechten Vorwurf werden, denn tatsächlich gute Frauen können auch nicht verhindern, dass sie, weil die Unternehmen eben Frauenquoten, besonders begehrt sind.

Ist es aus eurer Sicht ein interessanter Begriff?